Bücher mit dem Tag "black lives matter"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "black lives matter" gekennzeichnet haben.

8 Bücher

  1. Cover des Buches Americanah (ISBN: 9783596521067)
    Chimamanda Ngozi Adichie

    Americanah

     (188)
    Aktuelle Rezension von: Stephanie_Ruh

    Ifemelu und Obinze, eine Liebesgeschichte in Nigeria. Das ist die  zentrale Geschichte, die in "Americanah" erzählt wird. Aber es geht auch hauptsächlich um Rassismus, um "nichtamerikanische Schwarze" und was der Unterschied zu amerikanischen Schwarzen ist. Es fällt einem auf einmal wie Schuppen von den Augen, warum es "den Afrikaner" oder "die Afrikanerin" weniger geben kann als "den Deutschen" oder "die Deutsche". Genauso wie die Bedeutung eines Afros, die mir bisher nie so klar war.
    Das Buch hat ein paar Längen, aber insgesamt öffnet einem Chimamanda Adichie die Augen und gibt Einblicke in das Leben in Nigeria. Ich habe jetzt viel Stoff zum Nachdenken, das ist gut so.

  2. Cover des Buches Als die Stadt in Flammen stand (ISBN: 9783570314630)
    Kimberly Jones

    Als die Stadt in Flammen stand

     (56)
    Aktuelle Rezension von: miah

    Inhalt:
    Bei einem Footballspiel geraten Streitigkeiten außer Kontrolle. Die Lage eskaliert. Mittendrin sind Lena und Campbell. Zwei Mädchen, die zwar dieselbe Schule besuchen, aber nicht miteinander befreundet sind. Doch nur gemeinsam werden sie es schaffen, vor der Gewalt und der Polizei zu fliehen.

    Meine Meinung:
    Dieses Buch befand sich in meinem Überraschungspaket. Da ich es mir selbst wahrscheinlich nicht ausgesucht hätte, war ich besonders neugierig darauf.

    Lena und Campbell erzählen abwechselnd jeweils aus der Ich-Perspektive. Dadurch bekommt man einen guten Einblick in die Gefühlslage der beiden. Es wird deutlich, wie unterschiedlich sie manche Situationen empfinden.

    Die beiden Teenager kennen sich eigentlich kaum. Campbell ist noch neu an der Schule und hilft beim Footballspiel im Kiosk aus. Lena will gerade etwas bei ihr kaufen, als ein Streit in der Warteschlange zu einer Prügelei führt. Die Lage eskaliert schnell. Lena und Campbell wollen fliehen und sich selbst vor der Gewalt retten.

    Die Geschichte liest sich ganz gut. Der Schreibstil ist flüssig, wobei ich mir sicher bin, dass vor allem sprachlich in der Übersetzung einiges verloren gegangen ist.

    Die Handlung ist zeitweise spannend, aber irgendwie konnte ich die Flucht von Lena und Campbell nicht ganz nachvollziehen. Ihre Angst ist spürbar, aber ich denke so richtig verstehen kann man es nur, wenn man selbst schon Erfahrungen mit Diskrimierung aufgrund der eigenen Hautfarbe gemacht hat. Das gilt hier übrigens für beide Mädchen.

    In den Gesprächen von Lena und Campbell spielt Rassismus zwar eine Rolle, aber ich denke hier wurde auch Potenzial verschenkt. Campbell hält sich für offen und tolerant, merkt aber schnell, dass sie ihre Wortwahl besser überdenken sollte und so manche unbedachte Äußerung für die dunkelhäutige Lena verletzend ist. Ich glaube, viele Menschen denken, dass sie selbst nicht rassistisch sind, aber dieses Buch zeigt, dass hier noch viel zu tun ist.

    Insgesamt regt das Buch zum Nachdenken an, kratzt aber meiner Meinung nach nur an der Oberfläche. Das liegt zum großen Teil auch an den beiden Protagonistinnen, denen es an Charakter fehlt. Lena ist zu abhängig von ihrem Freund, der sie ziemlich im Stich lässt, und Campbell hat auch irgendwie keine richtige Meinung. Letztendlich hatte ich doch mehr erwartet.

  3. Cover des Buches The Hate U Give (ISBN: 9783570312995)
    Angie Thomas

    The Hate U Give

     (705)
    Aktuelle Rezension von: hummmel

    finished: 01. Januar 2021


    Ein total wichtiges Buch, welches für alle Altersgruppen wissenswert sein wird. Zugegeben maßen ist der Schreibstil sehr auf  die 2010er abgestimmt & viele der Trends sind jetzt schon nicht mehr relevant, weswegen das Lesen manchmal etwas unangenehm wurde. Aber das hält eine 5/5 Bewertung dennoch nicht auf

  4. Cover des Buches Nachtschwärmerin (ISBN: 9783753000589)
    Leila Mottley

    Nachtschwärmerin

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Annakat

    Die 17jährige Kiara versucht verzweifelt ihre Familie über Wasser zu halten. Der Vater tot, die Mutter im Gefängnis, der Bruder mit dem sie zusammen lebt träumt sich durch den Tag ohne sie zu unterstützen. Da es als Minderjährige ohne Schulabschluss schwierig ist einen legalen Job zu finden landet sie in der Prostitution.

    Die erst 2002 geborene Leila Mottley hat mit "Nachtschwärmerin" sowohl sprachlich als auch inhaltlich einen richtig starken Debütroman geschrieben.

    Sie erzählt aus der Ich-Perspektive Kiaras und damit ist man als Leser*in sehr nah dran an ihren Gefühlen und Gedanken. Ihre Verzweiflung ist auf jeder Seite greifbar; ihr Motiv sich das alles anzutun, nämlich ihre Familie durchzubringen, wird so nachvollziehbar beschrieben dass es beim Lesen schmerzt.
    Mottley zeichnet eine ungewöhnliche Protagonistin die gefangen ist zwischen Kindheit und viel zu großer Verantwortung. Gleichzeitig ist das Buch eine glaubhafte Milieustudie über die Lebensumstände in Oakland, Kalifornien am Rande der Gesellschaft, über Armut und Gewalt, den Machtmissbrauch der Polizei und die Probleme Schwarzer Frauen im Alltag.

    Immer intensiv, streckenweise brutal geschrieben ist "Nachtschwärmerin" ein beeindruckender Roman der deutlich macht wie wichtig es ist marginalisierten Menschen eine Stimme zu geben. Große Leseempfehlung!

    Übersetzt von Yasemin Dinçer

  5. Cover des Buches Wer die Nachtigall stört ... (ISBN: 9783839894316)
    Harper Lee

    Wer die Nachtigall stört ...

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Soeren

    Anfang der Dreißiger Jahre lebt die achtjährige Jean Louise Finch, genannt Scout, in der Kleinstadt Maycomb im US-Bundesstaat Alabama. Das Mädchen ist neugierig und liebt es, mit ihrem älteren Bruder Jem den Ort zu erkunden und Abenteuer zu erleben. Für ihr Alter ist Scout bereits recht clever und intelligent. Doch das bringt ihr nicht nur Vorteile. In der Schule wird sie von der Lehrerin gerügt, weil sie bereits lesen kann, obwohl das im Unterrichtsstoff erst viel später kommt. Am liebsten würde sie daher ganz von der Schule fernbleiben, doch ihr Vater, der Anwalt Atticus Finch, lässt das nicht zu. Unter anderem weil er sich auf einen bald startenden Gerichtsprozess vorbereiten muss. Der junger Afroamerikaner Tom Robinson wird beschuldigt, eine weiße Frau vergewaltigt zu haben. Sollte er schuldig gesprochen werden, droht ihm die Todesstrafe. Als der Prozess beginnt, schleichen sich Scout und Jem heimlich in den Gerichtssaal, um nichts von der Verhandlung zu verpassen …
    Harper Lees „Wer die Nachtigall stört“ zählt zu den Klassikern der Amerikanischen Literatur. Warum das so ist, kann ich sehr gut nachvollziehen. Die Geschichte ist einfühlsam erzählt und weiß das Leben im ländlichen Alabama sehr authentisch darzustellen. Interessanterweise verfügt der Roman über gar keinen ausgefallenen Plot. Die eigentliche Handlung beginnt auch erst im zweiten Teil des Buches. Dennoch ist Harper Lee durch eine clevere Prämisse ein kleines Juwel gelungen: Sie schildert die Geschichte aus der naiven Sicht eines kleines Kindes und kann so durch geschickte Fragstellungen allerlei Heuchelei aufdecken. Zum Beispiel, weshalb die Lehrerin Adolf Hitlers Umgang mit den Juden stark verurteilt, gleichzeitig aber für die Unterdrückung der Afroamerikaner im eigenen Land ist. Durch Scouts Augen erfährt man viel vom damaligen Alltag im weißen Alabama und wie es den Afroamerikanern in dieser Zeit erging.
    Mit seinen vielen interessanten Charakteren und durch die Erzählweise erinnerte mich die Story ein wenig an Fannie Flaggs „Grüne Tomaten“ sowie an Mark Twains „Tom Sawyers Abenteuer“. Letzteres vor allem wegen der Streiche und Abenteuer, die Scout und Jem vor allem im ersten Teil des Romans aushecken.
    Die ungekürzte Hörbuchfassung hat eine Spieldauer von knapp zwölfeinhalb Stunden und wird ebenso einfühlsam wie eindrucksvoll von der Schauspielerin Eva Mattes vorgetragen.

  6. Cover des Buches Kap der Finsternis (ISBN: 9783453434868)
    Roger Smith

    Kap der Finsternis

     (107)
    Aktuelle Rezension von: DoraLupin

    Was für ein Buch....es wird mir noch lange nachhängen und ein seltsames Gefühl wird nachhallen, wenn ich ans Kap der guten Hoffnung denke...

    Wer kennt nicht den Namen dieser grossen Stadt in Südafrika, die für viele ein Traumziel ist...einmal am südlichsten Zipfel Südafrikas zu stehen in Kapstadt . Viele kennen die Stadt sicher aus aus dem Fernsehen oder von einer Folge Traumschiff...schön, reich, edel...im Buch wird ein ganz anderes, wahrscheinlich viel wahreres Bild dieser Stadt gezeigt...

    Es geht um Jack Burn, der 2 Einbrecher vor den Augen seiner Familie tötet ... der Nachtarbeiter Benny Monrel wird ungewollt Zeuge der Tat. Und schlussendlich geht es um den korrupten Poizisten Barnard, der die beiden Morde gesteckt bekommt und persönlich Kapital daraus schlagen will....

    Im Buch geht es ums Kaptadt der brutalsten, untersten Art. Um Banden, die sich auf der Strasse offen bekriegen und dabei auch Kinder erschießen, die ins Kreuzfeuer geraten. Es geht um Mütter, die Schwanger Tick Rauchen, ein behindertes Kind zur Welt bringen es vernachlässigen und nur des Geldes wegen behalten, um an neues Tick zu kommen..es geht um unsagbare Gewalt und Brutalität in den Gefängnissen. Mitarbeiter die wir Tiere behandelt werden und Tiere die wie Dreck behandelt werden.

    Ich hatte oft Tränen in den Augen und stellenweise war ich soweit das Buch abzubrechen. Es ist nichts für schwache Nerven. Eigentlich ist es auch nichts für Mütter oder Tierliebhaber- ich bin beides. Deshalb ist es mir unsagbar schwer gefallen. Andererseits ist es so gut geschrieben!! Endlich zeigt einmal ein Buch die andere Seite einer "Traumstadt" auf...zeigt wie wenig Chancen ein Kind hat, wenn es in den falschen Stadtteilen geboren wird...

    Es gibt aber auch ganz zarte Hoffnung...wie ein Hund aus einem brutalen Gangster wieder ein Mensch macht.

    Schonungslos, ehrlich, hart. Ein Buch, dass einen an seine Grenzen bringt

  7. Cover des Buches #BlackLivesMatter (ISBN: 9783462001297)
    Patrisse Khan-Cullors

    #BlackLivesMatter

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Vanessa92

    Ich bin durch Instagram auf dieses Buch aufmerksam geworden.

    Das Buch erzählt die Geschichte von Patrisse, die sehr viel Gewalt und Unrecht einfach aufgrund ihrer Herkunft/Hautfarbe erleiden musste/muss. Das Buch ist zwar schon einige Jahre alt, hat aber leider nicht an Bedeutung verloren. Es war stellenweise einfach unglaublich/unterträglich was diesen Menschen alles widerfahren ist....

    Einzig der Aufbau des Buches ist nicht chronologisch was mich etwas gestört hat. 

    Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen.

  8. Cover des Buches The Hate U Give (ISBN: 9781406372151)
    Angie Thomas

    The Hate U Give

     (162)
    Aktuelle Rezension von: NalasBuchBlog

    Das Geschehen in diesem Buch spielt sich einige Jahre nach „Concrete Rose“ ab, wobei Maverick etwas in den Hintergrund gerückt ist und dennoch eine zentrale Rolle spielt.

    Das Hauptgeschehen dreht sich um Starr, die durch den Mord an Khalil schon den zweiten wichtigen Menschen in ihrem Leben verloren hat.

     

    Im Zentrum steht das Viertel, wo Starr und Khalil aufgewachsen sind und was als verarmtes Viertel oder Ghetto bezeichnet wird. Immer wieder wird verdeutlicht, wie es ist dort zu Leben und welche Hürden es zu meistern gilt. Gerade wenn man seine Zukunft plant und oftmals das Geld nicht ausreicht oder man Angst haben muss, wenn man zu bestimmten Uhrzeiten das Haus verlässt. Auch spielen Gangs und deren Einfluss weiterhin eine sehr große Rolle.

     

    Was mich neben der Hintergrundstory so bewegt hat, war das Geschehen an sich:

    Ein weißer Cop, der einen schwarzen Jungen erschießt. Obwohl er nichts getan hat. Einfach so. Vor den Augen einer Zeugin und das nur, weil er Angst hatte.

    Die beiden 16-Jährigen hatten nichts weiter getan, als am Abend mit dem Auto von einer Party nach Hause zu fahren. Wurden angehalten und weil sich Khalil Sorgen um seine Freundin gemacht hatte und sie fragen wollte, ob es ihr gut geht, hat der Cop geschossen…und dann die Waffe auf das Mädchen gerichtet… und ist damit freigekommen….

     

    Für uns ist es vielleicht eine unvorstellbare Sache.

    Woanders jedoch (bitte entschuldigt diesen Ausdruck) „normal“.

     

    Definitiv ist das eines der Romane, die man gelesen haben sollte und die einen noch lange in Erinnerung bleiben und zum Nachdenken anregen.

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