Bücher mit dem Tag "biographie"

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4.050 Bücher

  1. Cover des Buches Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben (ISBN: 9783423280716)
    Matt Haig

    Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben

     (269)
    Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooks

    Matt Haig leidet seit Jahren an Depressionen und Panikattacken. Diese Themen werden immer wieder in seinen Büchern thematisiert, so wie auch in diesem Buch. Matt Haig wollte sich von einer Klippe stürzen, jedoch wurde er von dem Gedanken abgehalten, dass er überlebt und somit eine schwere Behinderung hat. Seitdem lebt er mit seiner Frau und den gemeinsamen Kindern zusammen. In diesem Buch nennt er viele Gründe, wofür es sich wirklich und wahrhaftig zu leben lohnt.

    Ich habe bereits einige Bücher von Matt Haig gelesen und gerade weil er über Themen wie Depressionen und Panikattacken schreibt, hat er sich in mein Herz geschrieben. Ich finde es richtig gut, wenn Menschen immer mehr solche sensiblen und wichtigen Themen mit in ihre Bücher einbauen und ihnen somit die Möglichkeit geben ein weiteres Tabuthema zu brechen. Egal, welche Bücher Matt Haig bisher geschrieben hat, bisher habe ich mich immer total von ihm verstanden gefühlt.

    Ich bin jemand, der selber mit Depressionen zu kämpfen hat und dadurch finde ich, dass ich sagen kann, dass dieses Buch total authentisch und realistisch geschrieben wurde. Er beschreibt, wie es ist, gegen diese Erkrankung zu kämpfen und was es heißt, immer wieder gegen diese anzukämpfen. Dieses Buch ist meiner Meinung nach für jeden etwas und gibt jedem Hoffnung. Wenn es einem mal nicht so gut gehen sollte, kann man sich durch dieses Buch eine Portion Motivation holen.

    Besonders toll finde ich auch die kleinen Kapitel, in denen er über Dinge wie ,,Wie man für jemanden mit Depressionen und Ängsten da ist‘‘ schreibt und somit auch Menschen, die nicht davon Betroffen sind, geholfen werden kann. Generell würde ich dieses Buch jedem Menschen empfehlen, egal, ob man von diesen Erkrankungen betroffen ist oder eben nicht. Jeder kann aus dem Buch etwas für sich mitnehmen.

    Bei diesem Buch hatte ich so viele Momente, in denen ich mich einfach wiedergefunden habe. In denen ich das Gefühl hatte, der Autor würde ein Buch über mich schreiben. Ich finde es so toll, dass so viele Gedanken auch von anderen mit in dieses Buch eingeflossen sind, da sie diese von so vielen Menschen wiederspiegeln. Durch dieses Buch fühlt man sich nicht mehr allein, man fühlt sich verstanden. Wenn ihr diese Krankheit ein wenig mehr verstehen wollt, solltet ihr euch das Buch zur Hand nehmen und euch damit intensiv auseinandersetzen. Es lohnt sich wirklich!

    Den Schreibstil von Matt Haig kenne ich bereits aus anderen Büchern, jedoch konnte er mich auch in diesem Buch wieder komplett mit seiner unglaublich tollen Schreibweise überzeugen. Matt Haig hat einen flüssigen, fesselnden und teilweise auch echt poetischen Schreibstil, der dafür sorgt, dass man regelrecht an den Seiten klebt. Das Buch lässt sich total angenehm lesen und man will es nicht aus der Hand legen. Auch der Lesefluss wird hierbei in keiner Weise gestört.

    ,,Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben‘‘ ist ein wahnsinnig tolles Buch, wofür sich jeder Euro lohnt. Dieses Buch hilft einem sich selber ein bisschen besser zu verstehen und für sich selbst Verständnis zu schaffen. Matt Haig schenkt uns mit diesem Buch eine große Portion Hoffnung und Mut und das brauchen auch wir Menschen, die an diesen unglaublich blöden Erkrankungen leiden müssen.

  2. Cover des Buches Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (ISBN: 9783551557476)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter und die Heiligtümer des Todes

     (9.687)
    Aktuelle Rezension von: Mirarim

    Handlung

    Theoretisch wäre es Harry letztes Jahr in Hogwarts, doch das bleibt auch die Theorie. Zu viel steht auf dem Spiel, das er nicht ignorieren kann. Harry muss noch die übrigen Horkruxe finden und zerstören. Aber die Suche ist schwerer als gedacht: Denn zuerst muss Harry heraufinden, in welchen Gegenständen sich die Horkruxe überhaupt befinden…

    Zum Glück begleiten ihn seine Freunde Ron und Hermine auf der Reise durch das ganze Land und helfen ihm bei der Suche.

    Dabei entdecken sie auch die Existenz der Heiligtümer des Todes und Harry muss sich entscheiden, welche Suche die wichtigere ist, um ihm am Ende seines Weges zu helfen. Denn dass er letztendlich vor Lord Voldemort treten muss, ist unvermeidbar.

     

    Meinung

    Ich bin ja schon lange Harry Potter Fan und auch beim erneuten Lesen entdeckt man immer wieder neue Zusammenhänge, merkt sich andere Dinge und taucht komplett in die fantastische Welt von J.K. Rowling ab! Ich liebe es wirklich sehr und Band 7 toppt einfach alle anderen. Es passiert so unfassbar viel, auch vieles was man sich als Leser nicht wünscht aber dennoch relevant ist. Ansonsten würde es sehr an Glaubwürdigkeit verlieren.

    Wirklich bewundernswert und faszinierend finde ich, welche Rolle manche Charaktere seit dem ersten Band spielen, die sich aber erst ganz am Ende erklären. Und die sich vor allem auch erklären und nicht einfach ohne Grund so sind, wie sie sind.

    Es gibt zwar auch die ein oder andere Passage, die etwas langatmiger ist, allerdings finde ich, dass auch das super dazu passt, weil Harry in seiner Suche nach den Horkruxen auch wirklich am Verzweifeln ist.

    Es gäbe so vieles zu dem Buch zu sagen, bzw. über das Buch zu reden. Aber all das hat nichts in einer Rezension verloren – deswegen: Wenn die ersten sechs Bände schon geschafft sind lohnt sich der siebte definitiv auch noch!

  3. Cover des Buches Splitterfasernackt (ISBN: 9783426784884)
    Lilly Lindner

    Splitterfasernackt

     (437)
    Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooks

    ,,Einmal in diesem Leben möchte ich morgens aufwachen und verstehen, warum ein Mann eine Frau vergewaltigt. Ich möchte begreifen, warum Männer kleine Kinder ficken.‘‘ - Seite 242, Splitterfasernackt; Lilly Lindner

    In diesem Buch geht es um Lilly Lindner selbst, die mit sechs Jahren regelmäßig von ihrem Nachbarn missbraucht wird. Als sie dann dreizehn Jahre alt wird, rutscht sie in die Magersucht und fängt an zu hungern. Außerdem entwickelt sie Depressionen und fängt an sich selbst zu verletzen. Doch all das, scheint nicht zu helfen. Also beschließt sie ihrem Körper zu verkaufen, der lange nicht mehr ihr gehört…

    Ich finde es unfassbar schwierig, eine Rezension zu einer Autobiografie zu verfassen. Letztendlich ist es ja immer noch die Geschichte der Autor*innen und ich glaube nicht, dass man darüber urteilen kann. Ich möchte dennoch versuchen, meine Worte zu diesem Buch zusammen zufassen, denn dies war ein Buch, das mich unglaublich oft zum Weinen gebracht hat. Und nicht nur das, in vielen Punkten (ohne darauf näher einzugehen), die sie beschreibt, kann ich mich wieder finden.

    Lilly Lindner hat mit so einer grandiosen Sprache ihre grausame Geschichte zu Wort gebracht, was oft dafür gesorgt hat, dass ich an vielen Menschen und auch an das Vertrauen in die Menschen gezweifelt habe. Ich werde niemals verstehen können, dass Menschen so etwas kleinen Kindern antun können und ihnen somit ihre Kindheit, nein, ihr ganzes Leben rauben. Diese Dinge passieren heutzutage leider viel zu oft hinter verschlossener Tür & meistens bekommen wir all das gar nicht mit.

    Das ist ein Grund dafür, warum ich Lilly Lindner so bewundere. Ich finde, dass es eine Menge Mut, Stärke und Vertrauen braucht, um diese Geschichte an die Öffentlichkeit zu tragen. Erst einmal muss es furchtbar sein, all die Dinge aufzuschreiben, die ihr passiert sind, da man ja immer wieder beim Schreiben an all die Grausame Dinge denken muss. Außerdem finde ich es sehr mutig von Lilly Lindner, dass sie auch die Folgen dieser schrecklichen Tat beschreibt. Denn ich hoffe sehr, dass es manche Menschen vielleicht die Augen öffnen kann.

    Ich finde es so faszinierend, mit welchen Worten Lilly Lindner ihre Geschichte niederschreibt. Ihre Worte haben dafür gesorgt, dass ich weinen musste und oftmals das Buch aus der Hand legen musste, um einmal kurz durchzuatmen, bevor ich mich weiter diesen grausamen Dingen widme. Lilly Lindner benutzt so viele emotionale und gefühlvolle Worte, die einen so sehr in ihre Geschichte reinziehen. Lilly Lindner benutzt in diesem Buch Worte, die ich noch nie in meinem Leben gehört habe. Und doch weiß man ganz genau, was die Autorin uns damit sagen möchte.

    ,,Splitterfasernackt‘‘ war für mich ein Buch, dass mich sprachlos zurückgelassen hat. Ich möchte anmerken, dass dieses Buch keine leichte Kost ist und man es nicht mal ,,zwischendurch‘‘ lesen kann. Dieses Buch ist tiefgründig und zeigt uns eine Welt, die viele Menschen gar nicht sehen wollen. Dafür bin ich Lilly Lindner ebenfalls dankbar, dass sie über diese dunkle Seite der Welt spricht. Ich möchte gerne auch noch ,,Winterwassertief‘‘ lesen und hoffe darauf, dass Lilly Linder in diesem Band endlich die Möglichkeit findet, mit all den Dingen etwas besser zu Recht zu kommen.

  4. Cover des Buches Das Leben und das Schreiben (ISBN: 9783453435742)
    Stephen King

    Das Leben und das Schreiben

     (360)
    Aktuelle Rezension von: DustBunny

    Sehr interessant und aufschlussreich, ich fand es aber auch ein bisschen "einschüchternd", weil meiner Meinung nach klar wird, wie schwer es ist wirklich gut zu schreiben bzw. was man dabei alles falsch machen kann bzw. wie viel "natürliches" Talent man dafür braucht.

  5. Cover des Buches Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe (ISBN: 9783746633497)
    Michelle Marly

    Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe

     (159)
    Aktuelle Rezension von: MarinaH

    Coco Chanel, eine Ikone die ihrem Namen alle Ehre macht, dieses Buch jedoch nicht.
    Das Cover ist schön gestaltet.

    Der Schreibstil ist schön und angenehm zu lesen, doch ich habe immer Probleme mit Michelle Marlys Anfängen. Ich brauche da so meine Zeit, um ins Buch reinzukommen. 

    Coco war mir nicht die sympathischste Person, sie wirkte manchmal so kalt und abweisend auf mich.
    Man konnte gut in die 20er Jahre von Paris eintauchen. Ihr Geliebter Dmitri, war sehr sympathisch. 

    Sie waren sehr süß zusammen, doch viel ist mir nicht in Erinnerung geblieben. Die Handlung zog an mir vorbei, es gab keinen Höhepunkt.

    Fazit

    Ein leichtes, süßes Buch für zwischendurch. 

  6. Cover des Buches Bob und wie er die Welt sieht (ISBN: 9783404608027)
    James Bowen

    Bob und wie er die Welt sieht

     (249)
    Aktuelle Rezension von: Jana_hat_buecher

    Die Geschichte um Bob, dem Streuner geht weiter. Auf 236 Seiten schildert Bowen neue Geschichten rund um den liebenswürdigen roten Kater Bob. Als "Arzt" während einer Krankheit, als Frühwarnsystem von Gaunern, als treuer Gefährte und vieles mehr sieht der Autor seinen pelzigen Freund an und nicht zuletzt den Grund für sein besseres Leben. 

    Das Buch ist natürlich nicht literarisch anspruchsvoll, sondern  was Leichtes für zwischendurch. Ich muss jedoch sagen, dass mir der erste Teil besser gefallen hat. Man fühlt sich zwar sehr zu Bob und seinen menschlichen Zügen hingezogen, allerdings erinnern viele Geschichten an das vorherige Buch. Schön finde ich, dass es viele Bilder von Bob und Bowen gibt. Von daher: kann man lesen, muss man aber nicht...

  7. Cover des Buches Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt (ISBN: 9783426519844)
    Mhairi McFarlane

    Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt

     (181)
    Aktuelle Rezension von: Reeda_Book

    Das Buch habe ich sehr  gern gelesen,  auch wenn es manchmal etwas langatmig war. Richtig gestört hat mich das offene Ende. Ich hasse es, wenn 540 Seiten lang eine Geschichte in epischer Breite erzählt wird, um dann am Ende mittendrin abzubrechen. Wenn ich mir als Leser selber ein Ende oder eine Geschichte ausdenken soll, lese ich kein Buch, sondern phantasiere einfach vor mich hin. Das plötzliche offene Ende hat mich dermaßen gestört, dass ich 2 Sterne abziehe für ein Buch, das ich bis dahin toll fand. 

  8. Cover des Buches Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (ISBN: 9783551359414)
    Christiane F.

    Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

     (2.272)
    Aktuelle Rezension von: Juko

    Sind wir doch mal ehrlich zueinander: Wann haben wir jemals einem Drogenabhängigen an einem dieser prikanten Orte in jeder Stadt geredet oder gar mit ihnen gesprochen? Ich schätze, die Antwort der Meisten ist „Nie“. Sie sind die „Ekligen“, „Verdorbenen“ oder das perfekte schlechte Beispiel für Kinder. So skurill ist es doch, dass eine Geschichte von einer davon deutschlandweit berühmt werden sollte.

    Das Buch zeigt klar und deutlich, wie einfach es ist, das Jugendliche in den Ausweg der Drogen fallen. Klar, die Gegebenheiten dafür waren in Gropiusstadt, ein Teil West-Berlins, optimal: Es wurde nichts für Kinder getan, die Ignoranz gegenüber Drogen war groß und die Polizei wie auch das Jugendamt waren völlig überfordert mit der Situation, als das Heroinproblem auftrat. Christiane erzählt eine Geschichte, die beinahe jeder der im Buch benannten Personen so ähnlich erzählen könnte. Gepaart mit der fast schon romantischen Liebesgeschichte zwischen Detlef und Christiane, welche letzlich doch nur eine Liebe zu den Drogen darstellte, ergibt sich eine Biographie, welche realer und zeitlich passender nicht sein könnte.

  9. Cover des Buches Frida Kahlo und die Farben des Lebens (ISBN: 9783746635910)
    Caroline Bernard

    Frida Kahlo und die Farben des Lebens

     (159)
    Aktuelle Rezension von: Painiapulu

    Caroline Bernard beschreibt sowohl Frida als Person als auch ihre Heimat und ihr Zuhause, die Schicksalsschläge, ihr Liebesleben sowie die Art und Weise wie sie all das verarbeitet sehr authentisch, echt und detailliert. 

    Dank der präzisen Beschreibungen fühlte ich mich, als sei ich selbst in Mexiko gewesen und hätte das bunte, leidvolle - und gleichzeitig leidenschaftliche - Leben der Frida Kahlo gelebt.

    Ein sehr berührender Roman über eine starke, außergewöhnliche und eigenwillige junge Frau, die sich für sich und ihre Kunst einsteht. 

  10. Cover des Buches Der letzte Satz (ISBN: 9783446267886)
    Robert Seethaler

    Der letzte Satz

     (203)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater

    Mit sehr feinem Pinsel oder -in der Sprache der Musik formuliert- kammermusikalisch sparsam schildert Seethaler die letzte Fahrt Gustav Mahlers mit dem Schiff aus Amerika Richtung Europa. Bei dieser Fahrt flackern bei Mahler Erinnerungsbilder auf, gute und schlechte, ferne und nahe, berufliche und persönliche. So gelingt Seethaler in dieser Miniatur Seite für Seite das Bild einer sensiblen Seele zu entwickeln.

  11. Cover des Buches Herzfaden (ISBN: 9783462052565)
    Thomas Hettche

    Herzfaden

     (129)
    Aktuelle Rezension von: ysmn

    Ein Mädchen besucht seinen Vater am Wochenende in Augsburg. Bei einem Besuch in der Augsburger Puppenkiste entdeckt sie eine Tür und findet sich plötzlich in einem Raum mit lauter Marionetten wieder, die zum Leben erwachen. Als inmitten der Puppen auch noch Hatü, oder Hannelore, die Tochter des Begründers Walter Oehmichen auftaucht, vermischen sich Zeit und Raum. Gegenwart und Vergangenheit treffen aufeinander, werden lebendig und zusammen mit dem kleinen Mädchen wird der Leser in die Zeit der Gründung des bekanntesten deutschen Marionettentheaters entführt.

    Die Augsburger Puppenkiste wird während des Zweiten Weltkriegs ins Leben gerufen, inmitten von Zensur, Luftangriffen, Tod und Grauen. Die Familie Oehmichen glaubt an die Bedeutung der Kultur und des Theaters, ist regelrecht beseelt von ihr, spielt erst im eigenen Wohnzimmer und lässt sich auch durch den Verlust und die Zerstörung von Material und Spielstätte nicht unterkriegen oder aufhalten.

    Thomas Hettche hat mit “Herzfaden” ein Stück deutscher Theater- und Kulturgeschichte zum Leben erweckt. Der Roman ist eine Hommage an die Kunst des Puppenspielens, eine Hommage auch an all jene Menschen, die gegen widrige Umstände kämpfen, um Kultur zu ermöglichen und um die Vielfalt der Kultur zu bewahren. Der Roman geht zurück bis an die Anfänge und ermöglicht so einen Blick in die Geschichte des Erfolgstheaters, das die meisten Leser wohl hauptsächlich mit den Fernsehausstrahlungen in Verbindung bringen.

    Der Roman ist ein großes Vergnügen, ist lehrreich und unterhaltend zugleich. Er entwickelt einen Sog, dem man sich kaum entziehen kann.
    Erschienen ist das Buch nun bei btb im Taschenbuchformat und all diejenigen Leser, die es noch nicht im Regal stehen haben, sollten endlich dazu greifen. Es lohnt sich!

  12. Cover des Buches Dune – Der Wüstenplanet (ISBN: 9783453321229)
    Frank Herbert

    Dune – Der Wüstenplanet

     (472)
    Aktuelle Rezension von: Lisa_Papyrus

    Nachdem ich letztes Jahr die Neuverfilmung von Dune in den Kinos erschien und er mich nur begeistern konnte, schlich sich immer wieder der Gedanke, das Buch zu lesen in meinen Kopf. Durch so richtig durchringen konnte ich mich nicht. Die Seitenzahl und die etwas ältere Sprache haben mich abgeschreckt. Aber ein Hörbuch muss man ja nicht lesen und ich konnte nicht anders und habe mich rangewagt. Da das Hörbuch 27 Stunden dauert und die Sprecher eher langsam lesen, habe ich die Geschwindigkeit etwas erhöht und ab diesem Zeitpunkt hatte ich wirklich viel Spaß beim Zuhören. Allerdings kann ich nicht empfehlen, etwas Aufwändiges nebenher zu machen. Da in wenigen Sätzen viel Inhalt steckt und man immer auf die Formulierung achten sollte, da sich darin extrem viel Inhalt versteckt. Der Schreibstil war auch nicht so „alt“ wie angenommen, das liegt an der Neuübersetzung, die die Texte etwas modernisiert hat. Trotzdem behält der Schreibstil seine Komplexität. Wobei ich mittlerweile sagen muss, dass mich die erste Übersetzung von Wulf H. Bergner reizt. Aber ob ich das mal lese, steht noch in den Sternen. Jetzt bin ich erstmal glücklich, dass ich das Hörbuch geschafft habe. Nicht das es mir nicht gefallen hat, ganz im Gegenteil. Ich fand es einfach grandios. Ein wahrer Epos, wie auch das Cover schön zitiert. Die Handlung ist spannend und hat einige von mir unerwartete Wendungen, es werden Intrigen gesponnen, Verrat begangen, Freundschaften geschlossen und ein großes Geheimnis entdeckt. Aber mich hat nicht nur die Handlung gefesselt, sondern in erster Linie die Charaktere. Alle sind vielschichtig und tief und interessant. Ihre Motive sind immer nachvollziehbar, egal auf welcher Seite sie stehen. Selbst die Nebencharaktere, die nicht besonders viel Zeit bekommen, fühlen sich wahrhaftig und echt an. Wirklich großartig. Zwar zieht es sich an manchen Stellen etwas, doch dann passiert wieder etwas, das meine gesamte Aufmerksamkeit fesselt.
    Was mich überrascht hat, ist das Ende. Nicht direkt der Ausgang, aber die Tatsache, dass das Buch in sich abgeschlossen ist und man keinen weiteren Band braucht. Das empfinde ich als Positiv, zwar kann man weiterlesen, man ist aber nicht dazu gezwungen.
    Alles in allem bin ich begeistert und kann den Wüstenplaneten nur allen Science-Fiction und Fantasy-Fans, aber auch allen anderen Lesern empfehlen. 

    (Rezensionsexemplar)

  13. Cover des Buches Ein Geschenk von Bob (ISBN: 9783404608461)
    James Bowen

    Ein Geschenk von Bob

     (179)
    Aktuelle Rezension von: Mandthebooks
    Rezension: (kann Spoiler enthalten)

    Wie bereits Band 1 und 2 war auch diese Buch einfach phänomenal!
    Ich hatte es mir extra so eingeplant, dass ich es in der Weihnachtszeit lesen kann und mich auch schon tierisch darauf gefreut. Ich wollte so gerne noch ein bisschen mehr von der süßen, kleinen roten Katze erfahren und das durfte ich ja dann auch.
    Viel sagen will ich gar nicht mehr, dass fällt mir bei Highlights tatsächlich schwer, wenn ich wirklich etwas schreiben will, dass auch Inhalt hat;)
    Aber eines kann ich euch definitiv sagen: Die schönen und schlechten Momente in diesem Buch konnten wir gemeinsam mit den Beiden erleben und ich habe richtig mitgefiebert, immer an ihrer Seite gebangt, dass doch alles gut wird.
    Leider gibt es nun kein Buch mehr über die Erlebnisse der Beiden und darüber bin ich ehrlich traurig. Diese Reihe war so toll mit all den Höhen und Tiefen, die das Leben der Zwei hatte und ich bin froh, sie zumindest beim Lesen begleiten zu dürfen.
    Nicht nur dieser Band, sondern die ganze Reihe sind definitiv Lebenshighlights und ich werde sicher noch einmal zu James und Bob zurückkehren.


    5 Sterne
  14. Cover des Buches Panthertage (ISBN: 9783944296937)
    Sarah Elise Bischof

    Panthertage

     (86)
    Aktuelle Rezension von: Torsten_Gruenke

    Die Protagonistin Sarah gibt einen ausführlichen Einblick in ihr momentanes Leben als Frisch-Arbeitslose, Hoffnungslos-Verliebte und Epilepsieerkrankte. Im Münchener Großstadtdschungel gefangen, erzählt die 30-Jährige wie sie ihren Alltag mit der Krankheit gestaltet und angenehme Zeiten mit der Freundin Lena und Hund Maja verbringt. Nebenbei sorgt sie sich um einen neuen Job, der ihr nicht allzu leicht geschenkt wird, und die Beziehung zu Stefan, den sie neu kennengelernt hat. Der beste Freund Jakob hingegen steht ihr an jeder Stelle helfend zur Seite ...

    Das Buch handelt primär von der Epilepsieerkrankung des Protagonistin Sarah und gleichzeitig der Autorin. Das biografisch angehauchte Werk lässt den Leser in eine ungewöhnliche, manchmal erschreckende Welt eintauchen, die sonst nur den Betroffenen vorbehalten ist. Ausdrucksstark und wortgewandt werden wissenschaftliche Fakten im Hinblick auf die eigene Krankheitsgeschichte dargestellt und in einer Geschichte verpackt, die zu jedem Zeitpunkt fesselt. Der ironische Humor lockert dabei die erdrückende, düstere Ernsthaftigkeit teilweise auf. Freundschaft, Liebe und Alltagsthemen wie die Jobsuche werden ebenso behandelt und lassen den epilepsieunerfahrenen Leser in die Thematik einsteigen und mitfühlen.

    Eine äußerst empfehlenswerte Begegnung mit einer unterschätzenden Krankheit!


  15. Cover des Buches Der große Trip - WILD (ISBN: 9783442158591)
    Cheryl Strayed

    Der große Trip - WILD

     (268)
    Aktuelle Rezension von: Runnibal

    Den PCT zu wandern, ist für viele Amerikaner so, wie in Europa der Jakobsweg.

    Ziemlich naiv und unvorbereitet bricht die Autorin Cheryl Strayed auf und lernt mehr und mehr auf den langen Weg ihre Vergangenheit zu bewältigen, zumindest glaubt sie das.

    Eigentlich sollte sie nicht weit kommen, denn das Gepäck ist überwältigend und sportlich ist sie auch nicht. Doch ihre Kraft kommt auf dem Weg "The Trail provides".

    Es ist schon sehr nervig, dass sie immer wieder von der Mutter erzählt wird. Es ist wie eine Schallplatte, die einen Sprung hat. Insgesamt machen die Mutterszenen schon halbe Buch aus. Immer mit anderen Worten, die gleiche Leier. Die Erfahrungen auf dem PCD hingegen fand ich unterhaltsam. Die Fernwanderin hat viel Zeit über sich nachzudenken. Selbst als sie fühlt, wie zäh sie sein kann, wirkt sie labil und unverändert.


    Mich hat die offene und unverschönten Einwürfe aus ihren Leben verwundert. 

    Interessant finde ich wie die Natur auf Menschen wirkt. Egal von welcher Herkunft, Bildung und Vergangenheit, die Natur wird von allen Wanderern als erlebenswert empfunden. Im Alltag hingegen wird der Natur, was sie braucht und was ihr schadet, wenig Beachtung geschenkt.


    Der PCD war quasi zu ihrem Wohnzimmer der Autorin geworden. Alles was sie zum Leben brauchte, passte in ihren Rucksack. Der PCD lehrt, dass mehr nicht nur überflüssig ist, sondern auch eine unnötige Belastung.

    Der Leser kann viel über minimalistische Lebensweise internalisieren, ohne auf dem PCD wandern zu müssen. Der Trail beginnt an jeder Haustür.




  16. Cover des Buches Die Glasglocke (ISBN: 9783518423653)
    Sylvia Plath

    Die Glasglocke

     (365)
    Aktuelle Rezension von: Kazuto

    Erfrischend, nachdenklich und abwechslungsreich!

  17. Cover des Buches Du darfst nicht alles glauben, was du denkst (ISBN: 9783462002546)
    Kurt Krömer

    Du darfst nicht alles glauben, was du denkst

     (113)
    Aktuelle Rezension von: Beasonders

    Ich habe dieses Buch auf einer Zugfahrt komplett durchgelesen. Nun ist es auch nicht wahnsinnig dick, aber ich wollte auch immer wissen, wie es weitergeht. 

    Kurt Krömer kennt fast jeder. Zuletzt habe ich ihn in der Serie LOL auf Amazon Prime gesehen. Ich finde ihn wahnsinnig witzig und war doch etwas erstaunt, als er irgendwann über seine Depression sprach. 

    Ein Freund hat mir daraufhin dieses Buch empfohlen und ich muss sagen: es war unglaublich.

    Man bekommt vielleicht kein Handwerkszeug an die Hand, wie man mit dem Thema Depression umgehen kann, aber er erzählt über seine eigene Depression so offen und unverblümt, dass man regelrecht überrascht ist, wie er das so lang so gut verbergen konnte. Seine Herangehensweise, seine Höhen und Tiefen und die alltäglichen Geschichten haben mich ganz nah bei ihm sein lassen. Das gleicht fast einem Striptease. Dafür: Hut ab. Viele Menschen haben nicht einmal den Mumm, mit ihrer engsten Familie über diese Themen zu sprechen. Das er in diesem Buch beschreibt, wie er mit seinen Erektionsproblemen umgegangen ist oder wie oft er geweint hat, nimmt eventuell auch dem Ein oder Anderen die Angst, genau darüber zu sprechen. Man muss ja nicht gleich ein Buch schreiben. Aber zu sehen, dass es anderen auch so geht (selbst den Großen, denen sowas ja nicht passiert...) ist in meinen Augen eine Bereicherung und kann hier so manchem helfen, sich mehr mit sich und seinen Problemen auseinanderzusetzen. Danke für dieses tolle Buch.

  18. Cover des Buches Steve Jobs (ISBN: 9783442744916)
    Walter Isaacson

    Steve Jobs

     (225)
    Aktuelle Rezension von: Waschbaerin

    Steve Jobs, wer kennt seinen Namen heute nicht? Wohl jedes Schulkind hat diesen Namen, bzw. den Firmennamen "Apple" schon einmal gehört und kann diese einordnen. 

    S. J. war ein Ausnahmetalent, wie es nicht allzu viele gibt. Das zeigte sich schon sehr früh in seinem Leben. Diesen Kindern/Jugendlichen geht der Ruf voraus, exzentrisch zu sein. Wenn man dem glauben kann was sein Biograph über ihn zusammengetragen hat, wird diese Annahme bestätigt. 

    Biographien über Steve Jobs gibt es etliche, doch dieses Buch von Walter Isaacson ist die einzige, von ihm autorisierte. Kann man eine solche Persönlichkeit wie S. J. überhaupt in ein Buch packen? 

    Als Kind wurde er adoptiert und machte es seinen neuen Eltern nicht gerade leicht. Doch egal was er sich auch ausdachte und umsetzte, seine Adoptiveltern hielten immer zu ihm. Schwierig war er als Kind und schwierig blieb er auch als Erwachsener. 

    Steve Jobs war zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Palo Aldo bei San Francisco war  d e r  aufstrebende Ort was IT betraf. In diesem Einzugsbereich fand er auch seine Mitstreiter. Wenn man bedenkt, dass anfangs von jungen und ideenreichen Männern mit wenig finanziellen Mitteln in Garagen herumgebastelt wurde und welche Entwicklung sie ins Rollen brachten, verschlägt es einem schon den Atem. Welch eine rasante Entwicklung. 

    Die Entstehung des Markennamens "Apple" ist einer dieser glücklichen Zufälle. Wem ist das Emblem mit dem angebissenen Apfel unbekannt? Ich glaube das kennt man bis in die hintersten Winkel der Erde. 

    Seinen Werdegang finde ich enorm. Jedoch wie das Buch geschrieben wurde begeisterte mich weniger. Ich weiß nicht wie oft ich lesen musste, dass er sich nicht gerne duschte - oftmals nur einmal die Woche - und deshalb Körpergeruch hatte. Es nervte, diese ewigen und vor allem unwichtigen Wiederholungen seines Körpergeruchs immer wieder lesen zu müssen.

    Vor einiger Zeit kam eine TV Reportage, in der seine Mitstreiter zu Wort kamen. Nicht alle waren noch gut auf ihn zu sprechen. Aber wie oben schon erwähnt, S. J. galt als sehr schwieriger Mensch. Erst als ich diese Sendung schaute, wurde mir so richtig bewusst, dass ich Mitte/Ende der 80er gar nicht so weit entfernt von einigen dieser Garagen, in denen damals junge Männer an der zukünftigen IT-Technik bastelten, wohnte. Vielleicht bin ich beim Bummel in San Francisco, womöglich auf einer Veranstaltung oder beim Einkaufen jemandem von Steve Jobs Mitstreitern begegnet, ohne auch nur zu ahnen welche revolutionäre Ideen, die die ganze Welt veränderten, durch sie damals gerade entwickelt wurden. Zu der Zeit schrieb man in den Büros noch auf Schreibmaschinen und die ersten schnurlose Telefone kamen gerade auf den Markt und  die weiteren Entwicklungen steckten noch in den Kinderschuhen.

    Ganz sicher werde ich dieses Buch noch einmal lesen, die vielen Bemerkungen über Körpergerüche einfach auslassen und mir das Interesse  an diesem Buch nicht nochmals vermiesen lassen.

  19. Cover des Buches Die Tochter des Malers (ISBN: 9783746631820)
    Gloria Goldreich

    Die Tochter des Malers

     (66)
    Aktuelle Rezension von: MarinaH

    Persönliche Meinung:

    Das Buch spricht mich weder vom Cover, weder vom Klappentext besonders an. Ida Chagall ist ein unsympathischer Charakter, der durchs ganze Leben, nie wirklich frei von ihrem Vater wird. Ihr Vater, der berühmte Marc Chagall, hat sie vollkommen in seiner Gewalt und man merkt die Abhängigkeit zwischen den beiden.
    Der Schreibstil der Autorin spricht mich gar nicht an, es sind zu viele Füller, zu wenig Handlung.
    Ihre Beschreibungen sind zu detailliert, nach nur wenigen Seiten, bekommt man genug davon. Selbst beim mehreren Seiten überspringen, kommt man gut mit der Handlung zurecht da einfach nichts passiert.

    Fazit

    Ein langweiliges Buch, welches sich nicht zu lesen lohnt. Marc Chagall war ein Tyrann, der seinen Angehörigen das Leben zur Hölle gemacht hat. 

  20. Cover des Buches Chill mal, Frau Freitag (ISBN: 9783548373997)
    Frau Freitag

    Chill mal, Frau Freitag

     (419)
    Aktuelle Rezension von: biscoteria85

    „Guten Morgen Frau Freitag“, so könnte die normale Begrüßung an einer Schule für die Klassenlehrerin sein. Nicht aber in der Schule und im speziellen der Klasse von Frau Freitag. Hier kommt dann eher: „EY, Frau Freitag, sag mal du, was machst heute mit uns?“.

    Genau so muss man sich dieses Buch und die darin befindlichen Geschichten vorstellen. Wir erfahren das die Autorin aus ihrer Sicht die Geschichten aus ihrem Lehreralltag wiedergibt. Durch ein Radiointerview wurde bekannt, dass sie Lehrerin in Berlin-Neukölln ist. Die Geschichte beginnt im ersten Buch mit den Schülern der 9.Klasse einer Gesamtschule wo fast alle einen Migrationshintergrund haben und aus schwierigen Familienverhältnissen stammen.

    So lesen wir vermehrt Namen aus aller Welt und hören von den dazugehörigen Sitten die daheim ausgelebt werden und zum Teil auch mal mit in den Unterricht gebracht werden. So wirklich der Deutschen Sprache, sind die wenigsten mächtig und man liest die ganze Zeit mehr von Ay, Alter, und sonstigen Assi-Deutschen Floskeln. Das da Frau Freitag erstmal richtig was zu tun hat und die Englische Sprache nicht einfach ist zu lehren, wenn die deutsche schon nicht wirklich klappt.

    Aber Frau Freitag ist mehr als nur die klassische Lehrerin. Sie ist auch Therapeutin, Pärchenhelferin, Lebensberaterin, den die Kids bringen mehr mit als nur die Schwäche der deutschen Sprache. So erleben wir mit einem sehr breit gefächerten Humor die Geschichten einer Lehrerin im Kampf mit den Schülern, Eltern und der Politik. Denn auch eine Lehrerin kann sich manchmal einfach nur hängen gelassen fühlen, wenn sie helfen möchte dies aber nicht kann.

    Das Buch hat schon einen recht harten Witz und die ständigen Wiederholungen der Phrasen der Kids kann schon stören, ist aber einfach ein fester Bestandteil des Buches. Es war nicht zu hundert Prozent meins, aber die Neugier der Menschen scheint hier recht hoch zu sein, denn es gibt immerhin mehrere Bände. Jedem das seine und naja, vielleicht hat der eine oder andere es doch noch zu einem Schulabschluss gebracht

  21. Cover des Buches Der Apfelbaum (ISBN: 9783548060866)
    Christian Berkel

    Der Apfelbaum

     (169)
    Aktuelle Rezension von: walli007

    In seiner Kindheit im Berlin musste Otto lernen sich durchzusetzen, zunächst gegen die stärkeren Kinder und später auf der höheren Schule. Sein leiblicher Vater kam im ersten Weltkrieg um. Später lernt er die junge Sala kennen und beide verlieben sich sofort. Ein Happyend ist ihnen jedoch nicht beschieden. Die Nazis stehen vor der Machtergreifung und Salas Mutter ist Jüdin. Auch wenn sie Deutschland verlassen hat und ihr Vater als Intellektueller zunächst nichts zu befürchten hat, so machen die Nazi-Gesetze eine Heirat unmöglich und je länger die Herrschaft des Regimes dauert, desto gefährlicher wird es für Sala. Sie soll zu ihrer Mutter nach Madrid.


    Was hat die Mutter ihrem Sohn erzählt, der erst nach diesen scheren Jahren geboren wurde. Nach der Trennung, die ihnen die Zeit auferlegte, haben sie wieder zusammengefunden. Doch was war davor. Der Sohn versucht, sie zum Erzählen zu bringen, obwohl sie schon einiges vergisst. Nur an wenige Dinge erinnert er sich selbst. Doch er will der Vergangenheit und dem Leben seiner Mutter auf die Spur kommen. Wieso war sie so? Wieso ist er so? Er will ganz sein, wie jeder. Das Leben von Sala erweist sich als dramatisch, sie ist eine Überlebende und das war nicht immer gesichert.


    Der Autor hat dem Leben seiner Eltern und Großeltern nachgespürt und bei seinen Recherchen hat er Lebensgeschichten gefunden, die durchaus ungewöhnlich, bunt, dramatisch, aber auch mit vielen Gefahren und Bitternis behaftet sind. Das erinnert vielleicht an die eigenen Eltern, die auch nicht alles erzählt haben, auch wenn es sich bei deren unbekannten Lebenswelten eher um normale Geheimnisse handelt. Gut beschrieben hat der Autor die Wechsel zwischen den Gesprächen mit der Mutter, die an ihrem Lebensabend nicht mehr ganz Frau ihrer Sinne ist, und dem Eintauchen in die Vergangenheit, die er sich aus Erzählungen und Recherchen zusammenreimte. Auch wenn die Erzählung wohl da aufhört, wo die eigene Erinnerung anfängt und damit etwas unvollständig wirkt, so gibt es doch mitreißende Szenen über die Grausamkeit der Vorkriegs- und Kriegszeit, die nicht leicht zu ertragen sind und die auch nicht schnell vergessen werden. 


    3,5 Sterne

  22. Cover des Buches Die hundert Jahre von Lenni und Margot (ISBN: 9783570104620)
    Marianne Cronin

    Die hundert Jahre von Lenni und Margot

     (100)
    Aktuelle Rezension von: Buecherseele79

    Lenni ist 17 Jahre und weiss dass sie sterben wird. Auf ihrer Station ist es eher langweilig, Abwechslung bietet der angebotene Kunstunterricht. Mit Margot, die 83 Jahre ist, freundet sich Lenni an. Gemeinsam sind sie 100 Jahre alt und dass Wolken sie in Geschichten und Bildern festhalten.

    "Margot und ich sahen sie aufmerksam an, während sie versuchte, und zu erklären, was sie meinte. "Eure Herzen schlagen, und eure Augen sehen, und eure Ohren hören. Ihr sitzt vollkommen lebendig hier in diesem Raum. Das heißt, dass ihr nicht am Sterben seid, sondern am Leben." (Seite 56)

    Ich hatte mich so auf dieses Buch und seine berührende Geschichte gefreut, aber so ganz erwischt hat es mich dann leider nicht.

    Das Cover passt perfekt zum Thema, auch springt es durch seine bunte Art ins Auge.

    Auch der Schreibstil ist herrlich, leicht, hier und da mit der nötigen Schwere und Trauer versehen. Das Buch regt auf jeden Fall zum nachdenken an, zeigt jedem dass die Lebensspanne nicht ewig dauert und man beginnt zu überlegen was einem im Leben wichtig erscheint.

    Lenni lernen wir zuerst kennen und sie nicht ins Herz zu schließen fällt schwer. Ihre Gespräche mit dem Pastor sind erfrischend ehrlich und jeder hat sich gewiss die ein oder andere Frage schon gestellt die auch Lenni umtreiben.

    Margot hat ein aufregendes Leben hinter sich, mit Liebe und Rückschlägen, doch auch bei ihr will die Gesundheit nicht mehr so richtig.

    Beide freunden sich an und durch ihre Arbeit im Kunstunterricht lernen wir auch die Geschichte von beiden kennen - und da folgt dass grosse Aber. Natürlich ist das Leben von Margot auch interessant und ich habe ihre Passagen gerne gelesen, aber Margot erhält viel mehr Raum als Lenni.

    Eine 17 jährige die weiss dass ihr nicht mehr viel Zeit bleibt sieht gewisse Dinge anders und muss sicherlich mit viel mehr Gefühlen klar kommen als jemand der ein Leben leben durfte. Und Lenni wird, in meinen Augen, sehr schnell und fast lieblos abgewickelt, bei ihr fehlte mir der Hintergrund, warum sich gewisse Dinge so entwickelt haben. Aber vor allem wie es ihr mit diesen ganzen Gefühlen ergeht.

    Natürlich habe ich die ein oder andere Träne verdrückt, natürlich haben mich gewisse Dinge berührt, aber es blieb vieles eher oberflächlich.

    Um beide gleichberechtigt zu behandeln hätte es mehr an Buchseiten benötigt. Auch war das Ende, für mich, nicht so erhoffen wie gewünscht. Der Tiefgang hat mir bei dieser Geschichte definitiv gefehlt.


  23. Cover des Buches BECOMING (ISBN: 9783442316472)
    Michelle Obama

    BECOMING

     (312)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Michelle Obama wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf, aber ihre Familie gab ihr alles, was man braucht. Bildung war wichtig, Musik wurde ihr näher gebracht und am Klavier gelehrt und sie lernte früh, dass man für seine Lieben einsteht. Durch ihre schulischen Leistungen, kam sie an die Universität und es schien so, als ob sie eine glänzende Karriere als Anwältin hinlegen würde. Aber sie war nicht glücklich in dem Job, obwohl er Sicherheit und Struktur brachte. Als ein neuer Praktikant in der Firma anfing, sollte ihr Leben eine neue Wendung nehmen. Barack Obama. Gemeinsam gaben sie den Beruf des Anwalts auf und nahmen Stellungen an, die etwas bewirkten und ihre Ideale ausmachten und dann, kam Barack zur Politik. Michelle Obama ist eine großarte Frau, eine tolle Rednerin, ein herzlicher Mensch und hat ihr bisheriges, sehr interessantes Leben, ganz toll für uns aufgezeichnet. Begegnungen mit Staatsoberhäuptern und Königshäusern, aber auch das aufeinander Treffen mit Müttern und Witwen und die Liebe zu den Kindern, all das beschreibt sie hier und zeigt uns ihren Weg und wie sie zu dem geworden ist, was wir kennen. Eine großartige und herzliche Frau, mit vielen Idealen und Mut.

  24. Cover des Buches Das Evangelium der Aale (ISBN: 9783446265844)
    Patrik Svensson

    Das Evangelium der Aale

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Countofcount

    Mich hat's leider nicht so gepackt. 

    Ich bin sicher, dass hier eine ganze Menge Arbeit im Buch steckt - letztlich ist die Anlage auch gut: teilweise "fachbuchmäßig" und teilweise "erzählerisch". Das hat schon was.

    Aber trotzdem hat's mich nicht gepackt.


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