Bücher mit dem Tag "bildungsroman"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bildungsroman" gekennzeichnet haben.

95 Bücher

  1. Cover des Buches Demian (ISBN: 9783518463536)
    Hermann Hesse

    Demian

     (602)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Sehr inspirierend 

  2. Cover des Buches Der Zauberberg (ISBN: 9783596904167)
    Thomas Mann

    Der Zauberberg

     (536)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Hans Castrop ist drei und zwanzig Jahre alt, hat studiert und soll in Hamburg in ein großes Schifffahrtsunternehmen einsteigen. Zuvor reist er aber nach Davos, denn in einer Bergklinik ist sein Vetter. Hoch oben sind viele Patienten, die mit den Lungen Problemen haben. Drei Wochen will Hans seinen Besuch dauern lassen, aber irgend etwas hält ihn fest. Die Geschichten der Leute, die Atmosphäre, das gemeinsame Essen und der Tanz und die Abendstunden mit Musik und Gesang. Hans fühlt sich krank und bekommt Fieber und tatsächlich findet der Arzt eine dunkle Stelle auf seiner Lunge. So bleibt der Ingenieur und kommt immer mehr in dem Haus an und verliebt sich und driftet ab und vergisst zu weilen sogar sein Alter. Aus drei Wochen werden sieben Jahr und die politische Veränderung in der Welt, hält nun Einzug auf dem Zauberberg. Thomas Manns Roman ist eine Wucht, ein ganz großer Wurf und wirkt heute noch genauso wie damals. Faszinierende Personen und genaue Beschreibungen und ein großartiger Schauplatz.

  3. Cover des Buches In jenen hellen Nächten (ISBN: 9783458360865)
    Roy Jacobsen

    In jenen hellen Nächten

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Inhalt

    Norwegen, erste Hälfte des 20. Jahrhunderts: Hans und Maria Barroy leben mit ihrer kleinen Familie auf einer abgelegenen Insel an der zerklüfteten Küste hoch oben im Norden. Ihre Tochter Ingrid hingegen will mehr und geht aufs Festland, wo sie als Hausmädchen eine Anstellung bei einer wohlhabenden Familie findet. Rührend kümmert sie sich um die Kinder Felix und Suzanne, deren Eltern eines Tages verschwinden. Ingrid entschließt sich kurzerhand, die beiden Waisen mit auf ihre Insel zu nehmen, um ihnen dort ein neues zu Hause zu schenken. Doch dies ist nur der Anfang weiterer dramatischer Entwicklungen.

    Meine Meinung

    Roy Jacobsen verschafft seinen Lesern mit seinem Roman "In jenen hellen Nächten" einen beeindruckenden Einblick in das Leben der Menschen auf einer kleinen norwegischen Insel zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Im Grunde passiert in der Handlung nicht viel, aber dennoch folgt man gebannt dem Geschehen und möchte wissen, wie es weiter geht. Roy Jacobsen erzählt seine Geschichte auf eine sehr ruhige Art, die mich jedoch schon nach wenigen Seiten in die Welt von Barrøy eintauchen lies. Der Autor ist ein perfekter Beobachter von Mensch und vor allem Natur, die er mit wunderbaren Worten in Szene zu setzen weiß.

    Erzählt wird die Geschichte der Familie Barrøy, mit all ihren Hochs und Tiefs. Von außen dringt nur wenig zu den Inselbewohnern durch. Selbst als ein Krieg ausgebrochen sein soll, ist das für diese kaum von Interesse. Alles außerhalb der Familie und Insel scheint nicht zu zählen. Lediglich Hans Ideen, was er auf  Barrøy verändern möchte, sind noch von Belang. Und so gibt er viel Geld für Baumaterial aus und baut mit seinem Vater einen Kai, bei dem nun öfter Boote anlegen, die an die Milchroute angebunden sind, die zweimal die Woche die gemolkene Milch einsammelt und zudem als eine Art Zeitung fungiert.

    Besonders eindrucksvoll schildert der Autor, wie man auf der Insel mit Stürmen und Unwettern umgeht. Und auch dies tut man auf ruhige und besonnene Art, denn ändern kann man die Situation auch so nicht, nur beim nächste Mal besser darauf vorbereitet sein. Hier lernt man nicht aus Büchern, sondern aus der Erfahrung, dem, was man von den Alteren an Wissen übermittelt bekommt und der Natur. Es ist ein Leben, welches gerade wegen seiner Einfachheit fasziniert.

    Roy Jacobsen benötigt weit über die Hälfte des Romans, um das Lebensgefühl auf der Insel aufzuzeigen. Dabei kommt man als Leser nicht umhin sich immer wieder zu fragen, warum sich die Bewohner des Eilands diese Entbehrungen antun. Hier wird der Kontrast zu einem Leben in Abgeschiedenheit und dem Leben in einer modernen Gesellschaft deutlich und natürlich auch die Frage nach dem Wert der Heimat. Nur die Tochter, Ingrid, folgt der Sehnsucht nach einer anderen Welt, entscheidet sich jedoch recht schnell nach Barrøy zurück zu kehren und auf dem Eiland weiter zu leben.

    Meisterhaft gelingt es Roy Jacobsen diesen Entschluss in seinem Roman so vorzubereiten, dass das Leser sofort nachvollziehen kann, dass die Bewohner auf der Insel bleiben wollen. Zu sehr sind sie mit ihr verwoben, was er besonders passend mit den folgenden Worten auf Seite 22 beschreibt: "Niemand kann eine Insel verlassen, eine Insel ist ein Kosmos im Taschenformat, wo die Sterne im Gras unter dem Schnee schlafen".

    Fazit

    Roy Jacobsen erzählt mit seinem Roman "In jenen hellen Nächten" eine Geschichte von Unabhängigkeit, Natur und vor allen Dingen von der Bindung an eine Heimat. Lese-Empfehlung für alle, die Bücher mögen, die ruhig und jenseits des Mainstream geschrieben sind.

  4. Cover des Buches Spitzweg (ISBN: 9783492071437)
    Eckhart Nickel

    Spitzweg

     (26)
    Aktuelle Rezension von: dracoma

    Grundsätzlich: mir war der Roman zu intellektuell, zu verkopft, auch wenn ich den Hut ziehe vor der Tiefe, mit der der Autor sein Thema durchdrungen hat.

    Aber der Reihe nach:

    Der Roman beginnt in einem Klassenzimmer, und als Leser lernt man schnell die drei Hauptpersonen kennen: den namenlosen Ich-Erzähler, seinen neuen Freund Carl und Kirsten, die beiden Neuen in der Klasse. Dieser Anfang könnte zu einem Coming-of-Age-Roman führen, aber mit einem solchen Etikett lässt sich dieser Roman nur unvollständig etikettieren.

    In diesem Roman ist alles Kunst und künstlich, wohin der Blick des Lesers auch gelenkt wird. Das Geschehen ist aus der Zeit gefallen, eine eindeutige Zuordnung lässt sich nicht vornehmen, und die Handlung wirkt recht konstruiert. Die Sprache ist ebenfalls aus der Zeit gefallen; da bewegen sich die Personen „eiligen Schrittes“ (S. 165) und zeigen dem Freund ein Bild, „dessen Anblick dir Freude bereiten wird“ (S. 171). Auch die Figurenrede verzichtet großenteils auf Umgangssprache, sondern ist gelehrt, formvollendet, um nicht zu sagen gestelzt – künstlich eben.

    Die Hauptperson, Carl, wohnt in einem fast fensterlosen „Kunstversteck“, eine Art Raumkapsel, die mit versteckten Aufbewahrungsmöglichkeiten ausgestattet ist, die uns der Autor gerne detailliert beschreibt. Ebenso gerne und detailliert beschreibt er Kirstens Elternhaus, das auf den ersten Blick wie das Gegenteil von Carls Raumkapsel aussieht. Da die Mutter eine „physische Intoleranz allem Künstlichen gegenüber“ (S. 147) hat, wird Kirstens Elternhaus zu einem „Naturtheaterhaus“ umgebaut: ein elektrizitätsfreies Haus, verbunden mit der Abmeldung von allen öffentlichen Systemen, in dem sich der Tagesablauf der Bewohner am natürlichen Licht orientiert. Kurz: ein ausgesprochen kunstvolles „natürliches“ Haus!

    In der Bezeichnung und auch der Beschreibung dieses „Naturtheaterhauses“ und auch an anderen Stellen zeigt sich aber auch der Humor, mit dem Nickel seine Kunst-Geschichte erzählt. Mir haben auch seine witzigen Kapitelüberschriften sehr gut gefallen, die mit einem Augenzwinkern auf das Doppelbödige des Inhalts verweisen. Und damit passt das alles sehr gut zu den Bildern Spitzwegs, um die es hier unter anderem geht. Spitzwegs Bilder spiegeln bei der ersten Betrachtung das Biedermeier wider: die enttäuschte Absage an die Politik und den Rückzug in eine bürgerlich-kleinbürgerliche private Welt. Wenn man aber genauer hinschaut – und das macht Carl! – sieht der Betrachter das Doppelbödige und das Abgründige, d. h. die Wahrheit hinter dem Bild tritt hervor, und genau darauf weist der Roman hin.

    Worum geht es also?

    Es geht nicht nur um dieses genaue Schauen und den Bezug der Bilder zur Gegenwart, sondern es geht auch um Schönheit in all ihren Erscheinungsformen, um die Bedeutung der Kunst für die Ich-Findung, und es geht auch darum, sich die Kunst in einer höchst subjektiven Weise anzueignen.

    Das fand ich durchaus spannend, aber der dozierende Ton und die essayartigen Unterbrechungen durch andere Themen bremsten den Lesefluss aus.

  5. Cover des Buches Große Erwartungen (ISBN: 9783868202779)
    Charles Dickens

    Große Erwartungen

     (221)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchklub

    Zur Buchbesprechung im Podcast geht es hier entlang: https://buchklub.podbean.com/e/charles-dickens-grose-erwartungen/

    Vorsicht, Spoiler!

  6. Cover des Buches Die Einsamkeit der Primzahlen (ISBN: 9783499291289)
    Paolo Giordano

    Die Einsamkeit der Primzahlen

     (801)
    Aktuelle Rezension von: Armillee

    Viele der Handlungen der beiden Hauptprotagonisten - Alice und Mattia - sind grenzwertig und verstörend. Beide sind seit der Kindheit traumatisiert. Das ist wohl der Grund, warum sie gegenseitig eine Nähe empfinden, die sonst mit keinem anderen Menschen eingegangen wird.

    Alice arbeitet später in einem Fotoladen und Mattia ist ein absolutes Rechengenie. Ihre Wege trennen sich und das Leben legt ihnen viele Hindernisse in den Weg

    Für mich als Leser war es eine unbekannte und verstörende Welt. Vieles konnte ich gar nicht nachvollziehen. Am Ende hatte ich mit den Beiden großes Mitgefühl, wegen eines Lebens, dass sie nicht genießen konnten und das doch so schön sein kann !!

  7. Cover des Buches Buddenbrooks (ISBN: 9783596521487)
    Thomas Mann

    Buddenbrooks

     (2.380)
    Aktuelle Rezension von: mj303

    Ich kannte das Buch noch aus Schulzeiten, leider konnte es mich dieses mal nicht so begeistern.

    Es war teilweise sehr schwer es konzentriert zu lesen - 3 Sterne

  8. Cover des Buches Die unendliche Geschichte (ISBN: 9783522202503)
    Michael Ende

    Die unendliche Geschichte

     (6.965)
    Aktuelle Rezension von: Roksana

    🤍🐉Bastian Bathasar Bux ist ein unbeliebtes Kind in der Schule, das schnell aufgrund seiner dicklichen Statur und zartem Charakter zum neuen Mobbingopfer erwählt wird. Er distanziert sich von seinen Mitschülern, geht nur mit großem Bauchweh zur Schule und wünscht sich nichts sehnlicher als, dass sein Vater ihn wieder beachtet. Seit dem Tod seiner Mutter ist Bastians Vater in sich gekehrt und scheint die Anwesenheit seines Sohnes nicht einmal richtig zu bemerken. Eines Tages kommt Bastian auf der Flucht vor seinen Mitschülern durch Zufall in Koreanders Buchhandlung. Dort entwendet der kleine Junge "Die unendliche Geschichte" und taucht schon bald ein in die wundervolle Welt von Phantasien. Er begleitet zunächst als Leser Atrjéu, den Helden der unendlichen Geschichte und seinen Glückdrachen Fuchur. Denn beide sind auf der Mission, die Kindliche Kaiserin und somit Phantasien zu retten. Ihnen muss es gelingen ein menschliches Kind, das die Gabe der Geschichtenerzählung und der Namensgebung hat, ausfindig zu machen und nach Phantasien zu bringen. Bastian verfolgt die Abenteuer Atréjus und findet sich auf einmal selbst in der Rolle des gesuchten Menschenkindes wider! Kann er Phantasien retten und was wird es ihn kosten? Kann Bastian seinen Wahren Willen, seinen letzten wahren Wunsch finden und erfüllen? 

    Die unendliche Geschichte ist ein wahrer Klassiker unter den Kinderbüchern. Nach so vielen Jahren habe ich es erneut in die Hand genommen und bin in das phantasische Reich eingetaucht. Es ist eine wundervolle Geschichte über Verluste, Freundschaft und die Entwicklung eines kleinen unsicheren zu einem liebenden, mutigen Jungen. 

    Auf jeden Fall empfehlenswert und verliert nach all den Jahren immer noch nicht an Bedeutung.🐉🤍


  9. Cover des Buches Faserland (ISBN: 9783462301465)
    Christian Kracht

    Faserland

     (380)
    Aktuelle Rezension von: Just_another_reader

    Kennt ihr das: Etwas ist so fremd, anders und unsympathisch, dass es wieder interessant wird?

    So ging es mir mit "Faserland" von Christian Kracht. Der Protagonist ist so unfassbar, unsympathisch, asozial und arrogant, dass ich ihn in der Realität niemals treffen wollen würde. Trotzdem bin ich sehr gerne seiner Reise durch Deutschland und seinen Gedankengängen gefolgt, nicht weil mir gefällt was er zu sagen hat, sondern gerade um mich mit Dingen zu konfrontieren, die mir nicht gefallen. Mich mit der Denkweise des Protagonisten auseinander zu setzen, obwohl er mich auf den ersten Blick abstößt, hat meine eigenen Ansichten gestärkt und mich gleichzeitig aufgefordert offener zu werden. Alleine damit ich nie so voreingenommen und urteilend werde wie der Protagonist.

    In diesem Fall ist ein gutes Buch nicht unbedingt ein schönes Buch, denn Faserland ist auf einem anderen Level gut, als die Romane, die ich sonst gerne lese. Es überzeugt nicht durch sympathische Figuren oder besondere Handlungen und imposante Plottwists, sondern durch Sprache, Denkanstöße und Ironie. Denn zu ernst nehmen sollte man den Roman nicht, es ist eine künstlerische Geschichte, eine Parodie, ein Fingerzeig, der durch die leichte aber wunderschöne und artistische Sprache schnell zu lesen ist, aber lange im Gedächtnis bleibt.

    Ich empfehle Faserland, wenn man bereit für etwas unkonventionelles, ANDERES ist und sich auf den Roman einlassen kann, ohne jedes seiner Worte zu hinterfragen, sondern bereit ist zwischen den Zeilen zu lesen. 

  10. Cover des Buches Ich, Adrian Mayfield (ISBN: 9783836957328)
    Floortje Zwigtman

    Ich, Adrian Mayfield

     (85)
    Aktuelle Rezension von: katiandbooks
    Der 16jährige Adrian Mayfield lebt mehr schlecht als recht im London des 19. Jahrhunderts. Von 7 bis 21 Uhr arbeitet er in einer Herren-Boutique und teilt sich ein Zimmer mit seinen beiden Kollegen, mit denen er auch seine spärliche Freizeit verbringt. Eines Tages betritt ein außergewöhnlicher Kunde den Laden. Adrian freundet sich mit ihm an, wird in die Londoner High Society eingeführt, kündigt seinen Job und arbeitet als Kunstmodell bei einem reichen jungen Maler. Währenddessen stellt Adrian nach und nach fest, dass er eine Vorliebe für Männer hat...

    Ich habe das Buch für eine Lese-Challenge ausgesucht, bei der ich dieses Jahr mitmache (so wie die meisten anderen Bücher, die ich dieses Jahr rezensiere auch). Der Punkt war ein Buch zu lesen, mit einem Protagonisten, "der eine andere sexuelle Orientierung hat als Du". Also habe ich hier bei lovelybooks.de nach "Homosexualität" gesucht und bin auf Ich, Adrian Mayfield gestoßen.

    Dieses Buch ist der Auftakt einer dreiteiligen Reihe über den jungen Adrian Mayfield, der eigentlich nur auf der Suche nach der Liebe ist. Schwierig genug, wenn man plötzlich feststellt, dass man sich zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlt - noch schwieriger, weil "Sodomie" zu seiner Zeit noch unter Strafe gestellt wurde. 

    Das Buch nimmt sich diesbezüglich viel Zeit, gibt dem jungen Adrian viel Raum, um sich an den Gedanken zu gewöhnen, ein "warmer Bruder" (wie er sich selbst bezeichnet) zu sein, was ich sehr schön fand. Als er es schließlich akzeptiert, ist es auch nicht mehr der Rede wert und wird als selbstverständlich angesehen, was ich ebenfalls als sehr angenehm empfand. Es ist keine Geschichte über einen Mann, der sich unbedingt in einen anderen Mann verlieben will, sondern einfach eine Geschichte über einen Mann, der sich verlieben will.

    Der Schreibstil ist sehr schön, sehr leicht. Da Adrian aus dem "einfachen Volk" kommt, ist seine Sprache nicht steif oder angestrengt, sondern locker und wirklich gut zu lesen. Das einzige, was mich gestört hat, waren die doch sehr anstrengenden Längen. Da nützte auch der schöne Schreibstil nichts mehr - einige Seiten habe ich nur überfliegen können, z. B. als ein Gedicht 6 Seiten lang durchgekaut wurde... Das war mir einfach zu viel.

    Der Roman wird übrigens als Jugendbuch verkauft. Ich selbst würde es aber nicht unbedingt als Jugendbuch bezeichnen, einfach, weil der Schreibstil zwar leicht und sehr gut lesbar ist, aber nicht "jugendlich" genug (ich weiß nicht, wie ich es besser ausdrücken soll). Ja, der Protagonist ist erst 16 Jahre alt, aber in der Zeit, in der er lebt, gilt man mit 16 schon als erwachsen, und auch sonst ist die Geschichte meiner Meinung nach eher etwas für Erwachsene, und ich meine nicht unbedingt die Schilderungen der sexuellen Handlungen (wobei die auch nur ein sehr kleinen Teil der Handlung einnehmen). Ich würde es einfach nicht als eine typische Jugendbuch-Geschichte bezeichnen, daher finde ich die Kategorisierung etwas unglücklich gewählt. Bei mir läuft es unter "Drama" ;)

    Fazit: ein schönes Buch, eine sympathische Hauptfigur, ein bisschen Geschichte, mit ein paar Längen (wenn es Längen hat, dann wirklich sehr anstrengende). Letztendlich aber einfach eine schöne Geschichte. Ein kleines Sternchen weniger wegen der Längen, aber jedes andere der 4**** kommt von mir von Herzen :) 
  11. Cover des Buches Stein und Flöte (ISBN: 9783492269179)
    Hans Bemmann

    Stein und Flöte

     (191)
    Aktuelle Rezension von: Seidenpapier

    Ich habe es schon mehrmals gelesen und finde doch immer wieder etwas neues, das bestimmt vorher nicht im Buch geschrieben stand. Manches regt sehr zum Nachdenken an. Ein Buch das mich sehr fasziniert, auch wenn es zeitweise nicht leicht zu lesen ist, es lohnt sich

  12. Cover des Buches Jane Eyre (ISBN: 9783458364252)
    Charlotte Brontë

    Jane Eyre

     (1.579)
    Aktuelle Rezension von: Eleonora

    Nachdem die kleine Jane Eyre ihre Eltern verloren hat, wächst sie bei ihrer kaltherzigen Tante auf Gateshead Hall auf. Ihre Cousins und Cousinen lassen sie genau wie ihre Tante immerzu spüren, dass sie doch eigentlich nicht willkommen ist. Als sich für sie die Chance ergibt auf das Lowood Internat geschickt zu werden, hofft sie darauf, dass sich ihr Leben dort endlich ein wenig bessern wird. Jedoch ist die Schule kein Zuckerschlecken. Wenig Essen, strenge Regeln, Bestrafungen und Krankheiten, die sich durch die mangelnden hygienischen Umstände ausbreiten, stellen Jane Eyre auf eine harte Probe. Doch sie steht es durch und schließt dort zum allerersten Mal in ihrem Leben Freundschaften. Nach entbehrungsreichen zehn Jahren entschließt sie sich auf eigenen Beinen zu stehen und eine freie Stelle bei einem Mr. Rochester anzunehmen, um dort sein Mündel, eine kleines französisches Mädchen namens Adèle zu unterrichten. Jane kommt dort gut zurecht und findet schnell Gefallen an ihrer neuen Tätigkeit. Auch dem Hausherren kommt sie unerwarteterweise bald näher. Sie kann ihr Glück kaum fassen, dass sich dieser gehobener Herr doch tatsächlich für sie interessiert und sie sogar heiraten möchte. Doch Jane kennt nicht die ganze Wahrheit über ihn. Seltsame Ereignisse geschehen bald in seinem riesigen Haus: Feuer bricht aus, unheimliche Stimmen durchhallen in der Nacht die Flure, ihr Brautschleier wird zerrissen. Als sie an ihrem Hochzeitstag die ganze Wahrheit über Mr. Rochester erfährt, sieht sie keinen anderen Ausweg mehr als davonzulaufen. Halb verhungert und in erbärmlichen Zustand findet sie bald Unterschlupf bei einem Pfarrer und seinen Schwestern. Auch sie stellen sich aber bald als etwas völlig anderes heraus als Jane erwartet hatte. Und Mr. Rochester kann sie trotz allem Vorgefallenen einfach nicht vergessen...📖


    Schon einige Male hab ich die 2006er und 2011er Verfilmungen dieses Klassikers angeschaut und fand sie immer wieder sehenswert. Jedoch war das wohl auch der Grund, warum das Buch all die Jahre noch ungelesen im Regal stand. Ich erwartete nicht, dass es mir noch etwas Neues vermitteln könnte. Als ich dann doch schließlich neulich zu meiner leicht angestaubten dtv Ausgabe griff, wollte ich einfach mal wieder einen schönen Klassiker lesen und mich ins England des 19. Jahrhunderts transportieren lassen. Vermutlich lag es auch an der sehr guten Übersetzung, jedenfalls ließ es sich für ein 176 Jahre altes Buch sehr gut lesen und die Seiten flogen nur so dahin. 

    Charlotte Brontë hat mit Jane Eyre eine bewundernswerte, ausdauernde und charakterstarke Figur geschaffen, mit der man die ganze Geschichte hindurch mitfieberte.

    Nach einem etwas ruhigeren Mittelteil, wurde es zum Ende hin immer spannender und es fiel mir schwer es aus der Hand zu legen. Ich wurde tatsächlich in diese Geschichte förmlich hineingesaugt, obwohl ich sie doch eigentlich schon in und auswendig kannte. Etwas Neues konnte sie mir also nicht wirklich vermitteln, jedoch fühlte ich mich sehr gut unterhalten und es ist wirklich ein wunderbarer, sehr lesenswerter Klassiker. Ich werde wohl auch gleich nochmal zu einer Verfilmung greifen☺️(5/5)⭐️


  13. Cover des Buches Ansichten eines Clowns (ISBN: 9783423146067)
    Heinrich Böll

    Ansichten eines Clowns

     (461)
    Aktuelle Rezension von: Friedrich_Schoenhoff

    Immer wenn ich nicht begreife, warum ich so bin, wie ich bin, brauche ich nur das Buch zur Hand nehmen und mich an die Moral der Wirtschaftswunder-Gesellschaft erinnern. An Marie, die ihre Liebe Hans verlässt, weil er sich weigert, die Kinder, die sie bekommen könnten katholisch taufen zu lassen. Und Hans selbst, der, ohne sich hätte anstrengen müssen, in Wohlstand alt geworden wäre. 

    Statt dessen beschließt er, der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten, und Clown zu werden. 

    Er verachtet seine Eltern, die überzeugte Nazis waren und zeigt dem Spießertum erfolgreich den gestreckten Mittelfinger, bis Marie ihn verlässt 

    Nun wird er der traurigste aller Komödianten, ist völlig mittellos und blickt sentimental auf sein Leben zurück.

    Das Buch reflektiert in Ansätzen eine Zeit, deren Macher mich groß gezogen haben, bis ich selbst gemerkt habe, wohin das Streben nach immer mehr führt und welchen Preis ich dafür bezahlen müsste.

    Jeder ist ein Kind seiner Zeit und die, die folgen, bleiben Zeit ihres Lebens ein Stück Zeuge der Zeit, ob sie wollen oder nicht. Berührend und damals 1963 skandalös, als jemand sich traute, das Gesicht des Katholizismusses zu entlarven. 

    Der steht heute vor ganz anderen Problemen und löst sich gerade selbst auf 


  14. Cover des Buches Der Schatten des Windes (ISBN: 9783596512980)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der Schatten des Windes

     (5.781)
    Aktuelle Rezension von: RadikaleResignation

    Vorneweg: alle Bücher lesen. Alle Bücher von Carlos Ruiz Zafon sind miteinander verwoben, die Magie der Bücher, die Liebe zum Lesen, der Friedhof der verlorenen und vergessenen Bücher. Einzigartige Sprachgewalt, die Idee, dass das Buch den Leser findet & die eigene Bereitschaft, sich darauf ein zu lassen. Unglaubliche Wege durch ein altes Barcelona& man geht sie bedingungslos mit, nur um herauszufinden, was hinter der nächsten Ecke lauert.

  15. Cover des Buches Meine geniale Freundin (ISBN: 9783518469309)
    Elena Ferrante

    Meine geniale Freundin

     (609)
    Aktuelle Rezension von: Willson

    Ich mochte die ganze Reihe von Elena Ferrante sehr gerne und mir fällt es schwer jedes Buch einzeln zu bewerten,  da ich fand es gehört alles zusammen.   Auch wenn sich Teile etwas zogen, war stets Spannung vorhanden und am Ende war es so als ob man Abschied von einer Familie nimmt,  die einem ein paar Wochen begleitete.  

  16. Cover des Buches Schlafes Bruder (ISBN: 9783150205679)
    Herbert Willi

    Schlafes Bruder

     (686)
    Aktuelle Rezension von: DerufinDenthorHeller

    Robert Schneider zeigt in seinem Debütroman, dass eine bildgewaltige Sprache ein fantastisches stilistisches Mittel sein kann.

    Dieser Roman lebt von seiner Sprachgewalt und Erzählkraft und es zeigt, dass das Drama als literarische Gattung eine ganz eigene Wirkung erzielen kann.



  17. Cover des Buches Reise im Mondlicht (ISBN: 9783423219044)
    Antal Szerb

    Reise im Mondlicht

     (98)
    Aktuelle Rezension von: Wiosna
    Antal Szerbs Roman endet mit dem schönsten Satz, den ich je an einem Buchende gelesen habe.

    Melancholisch, komische Nebencharaktere. Aber eine spontane Handlung des Hauptcharakters, die man mal kopieren sollte.
  18. Cover des Buches Löwenzahnwein (ISBN: 9783257210453)
    Ray Bradbury

    Löwenzahnwein

     (11)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Man könnte das Buch als eine nahezu philosophische Abhandlung über den Verlauf der Zeit, beziehungsweise die Veränderung die uns die Zeit bringt, betrachten. Nebenbei ist es wunderbar unterhaltsam und auch emotional sehr ansprechend. Dieses Buch wird den Leser gleichermaßen zum Nachdenken und zum Träumen bringen. Mich hat "Löwenzahnwein" sowohl zum Lachen als auch zum Weinen gebracht. Ich zähle es zu den ganz besonderen Juwelen in meiner Büchersammlung.

  19. Cover des Buches Abbitte (ISBN: 9783257261189)
    Ian McEwan

    Abbitte

     (884)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    [..Schlägt man nur lang genug Brennesseln nieder, stellt sich wie von selbst eine Geschichte ein, wesshalb Briony schon bald völlig in ihrem Tun aufging und auf grimmige Weise zufrieden war, obwohl jedermann bei ihrem Anblick geglaubt hätte, ein fürchterlich schlecht gelauntes Mädchen vor sich zu haben. Sie hatte von einer schlanken Haselnussrute die kleineren Äste abgestreift, und da es allerhand zu tun gab, machte sie sich unverzüglich ans Werk. Eine grosse Brennessel mit arrogantem Blick, den Kopf scheu gesenkt, die mittleren Blätter wie auf Unschuld plädierende Hände nach aussen gewandt - das war Lola, und obwohl sie um Gnade winselte, mähte die fast ein Meter lange Rute sie mit sirrendem Hieb in Kniehöhe ab und schleuderte den wertlosen Torso durch die Luft. Das war zu schön, um damit gleich wieder aufzuhören, und so waren die nächsten Brennesseln alle Lola; die da, die sich vorbeugte, um ihrer Nachbarin etwas ins Ohr flüsterte, wurde mit einer abscheulichen Lüge auf den Lippen dahingerafft...]

     Die Geschichte beginnt in England kurz vor dem Krieg, 1935, darin eingebetet die Liebesgeschichte von Cecilia und Robbie.

    Die blühende Fantasie von Briony der kleinen Schwester von Cecilia, und das prüde England dazumal,  wird den beiden liebenden zum Verhängnis.

    grosses Lesevergnügen.

  20. Cover des Buches Fliegen ohne Flügel (ISBN: 9783641138318)
    Tiziano Terzani

    Fliegen ohne Flügel

     (27)
    Aktuelle Rezension von: ArsAstrologica

    Jahrzehntelang jettete der Asien-Korrespondent des Spiegel-Magazins hektisch von einem Ort zum anderen: Flughafen, Taxi, Hotel, Taxi, Flughafen etc. Und dann sagte ihm ein alter Chinese in Hongkong fürs kommende Jahr einen Flugzeugabsturz voraus. Terzani entschied sich, 12 Monate lang nur noch per Bahn und Schiff zu reisen. Und er besuchte an jedem Ort die Wahrsager. Herausgekommen ist ein faszinierendes Buch, das mich in vielem an meine Begegnungen mit Berufskollegen in den letzten zwei Jahrzehnten erinnert, beispielsweise an die alte Zigeunerin Tante Helga in Magdeburg zu DDR-Zeiten. 

    Auch Terzani langweilt sich bei den Funktionären irgendwelcher Astrologen-Verbände, die es natürlich auch in Bangkok und Singapur gibt. Ihn interessieren die wahren Künstler der Prognose, der Weissagerei, der Sternendeutungskunst. Er lässt sich nicht spitzfindigen Berechnungstechniken oder psychologischen Allerweltsgeschwätz blenden. Er sucht den Menschen hinter der Glaskugel. Wie lebt man mit der Gabe des zweiten Gesichts. Sind Wahrsager im Privaten glückliche Menschen? 

    "Fliegen ohne Flügel" ist eine großartige Inspiration für all jene Astrologen, die jenseits von verbandsgeprüfter Verbeamtung und Horoskop auf Krankenschein noch wirkliche Ziel haben, deren geistiger Horizont noch bis zu den wirklichen Sternen reicht.

  21. Cover des Buches White Teeth (ISBN: 9780241954577)
    Zadie Smith

    White Teeth

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Fornika

    Einst waren sie Kameraden im zweiten Weltkrieg, Jahrzehnte später kämpfen sie sich durch das Londoner Leben. Das Leben als Familienvater, das Leben mit einer jüngeren Frau, das Leben mit Migrationshintergrund, der Kampf mit zerplatzten Träumen, mit der eigenen Identität. Archie und Samad sind das, was man gute alte Freunde nennt. Über Jahre hinweg begleitet man ihr Familienleben, macht Ausflüge in die Vergangenheit, zu Anverwandten und Vorfahren. Und lacht sich dabei zuweilen kringelig…

    Zadie Smith lässt in ihrem Debut Familiengeschichte lebendig werden, erzählt auf verschiedenen Zeitebenen. Sie befasst sich mit schwierigen Themen wie Kampf der Kulturen und Religionen, den Schwierigkeiten sich einzufinden. Aber auch mit „Kleinigkeiten“ wie der Frage nach der „richtigen“ Erziehung der Kinder: wieviel Bangladesh darf man einem Teenager im modernen England aufzwingen? Einem Teenager, der selbst noch nie dort war? Wieviel Religion muss sein, zumal die eigene Großmutter ganz vorne bei den Zeugen Jehovas mitmischt? Smith packt viele heiße Eisen an und macht daraus eine großartige Story. Witzig und gleichzeitig ernst, erzählt sie sehr flüssig und mitreißend. Ihre Charaktere fand ich sehr originell, natürlich wird so manches Klischee bedient, aber die Autorin weiß auch zu überraschen. Mich haben ihre Figuren überzeugt. Die Handlung ist gut konstruiert, lediglich der Mittelteil hätte etwas Straffung vertragen können. Insgesamt wurde ich aber gut unterhalten, es gab einige Denkanstöße und ich kann mich dem Lob für dieses Debut eigentlich nur anschließen.

  22. Cover des Buches Unterm Rad (ISBN: 9783518463529)
    Hermann Hesse

    Unterm Rad

     (791)
    Aktuelle Rezension von: Raven

    Das Buch "Unterm Rad von Hermann Hesse ist 176 Seiten lang und über unterschiedliche Verlage gedruckt. 

    Das Werk gibt es in einer Hardcoverausgabe, Softcoverausgabe, als Ebook und Hörbuch.

    Hermann Hesse schrieb dieses Werk 1906. Es entstand ua dadurch das sein Bruder sich das Leben nahm, woran auch Schulprobleme ihren Anteil hatten. 

    Diese Geschichte handelt von Hans der an den Anforderungen an sich selbst und des Umfeldes scheitert. 

    Leistungsdruck und Leidensdruck. Heute ist diese Geschichte sicherlich immer noch ganz aktuell, wenn nicht aktueller denn je. Viele kennen die enormen Anforderungen und den Druck des Umfeldes, die eingeredeten Tugenden und das nur Erfolg und eine gute, studiere Arbeit das Leben erleichtert und glücklich macht. So geht es auch dem überbegabten Protagonisten der es sich selbst und seinem Umfeld zeigen möchte, aber dann doch scheitert. Dies ist ein zutiefst melancholisches und tragisches Werk, welches mich sehr berührt hat und zum Nachdenken anregte. Fand ich mich bisweilen selbst in Hans wider. Die Geschichte schmerzt und brennt noch lange in der Seele. Ach hätte ich sie nur schon viel früher entdeckt, so wäre mir sicherlich Einiges erspart geblieben. 

    Hesse in Höchstform in sehr düsterem Ton, wie man ihn kennt und mit bedrückender Atmosphäre. Eine unerwartete Wendung und eine krasse Message.

    Fazit: Ein sehr düsterer Hesse wie man ihn kennt. Melancholisch und tragisch, unheimlich berührend und nachdenklich stimmend. Unbedingt lesen!

  23. Cover des Buches Der dreizehnte Monat (ISBN: 9783644044012)
    David Mitchell

    Der dreizehnte Monat

     (86)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    David Mitchell beschreibt ein Jahr im Leben eines 13jährigen Anfang der 80er Jahre in England. Die schwierige Zeit zwischen Kindheit und Jugend. Die persönlichen Zweifel, das erwachende Interesse am anderen Geschlecht, die jugendliche Grobheit im Umgang miteinander, das kinderverachtendes Schulwesen, familiäre Verwerfungen, die gesellschaftliche Situation - Ich-Erzähler Jason Taylor hat es wahrhaftig nicht leicht, aber er schildert das Jahr ohne Selbstmitleid, genau beobachtet und für den Leser emotional und inhaltlich gut nachvollziehbar, sprachlich auch übersetzt erfrischend. David Mitchells Roman ist Selbstreflektion auch für den Leser, höchst unterhaltsam, nie larmoyant oder langweilig.

  24. Cover des Buches Wer die Nachtigall stört ... (ISBN: 9783499218255)
    Harper Lee

    Wer die Nachtigall stört ...

     (986)
    Aktuelle Rezension von: theophilia

    Klappentext: „»Harper Lee beschwört den Zauber und die Poesie einer Kindheit im tiefen Süden der Vereinigten Staaten: Die Geschwister Scout und Jem wachsen im Alabama der 1930er Jahre auf. Jäh bricht die Wirklichkeit in ihre behütete Welt ein, als ihr Vater, der Anwalt Atticus Finch, einen wegen Vergewaltigung angeklagten Schwarzen verteidigt. Finch lehrt seine Kinder Verständnis und Toleranz, allen Anfeindungen und Angriffen ihrer »ehrbaren« Mitbürger zum Trotz. Unvergessliche Figuren, menschliche Güte und leiser Humor zeichnen den Roman aus, der in mehr als 40 Sprachen übersetzt wurde und die Herzen von Generation um Generation neu erobert.„

    Meine Meinung

    „Gehe hin, stelle einen Wächter“ sind  neben „Wer die Nachtigall stört“ die beiden Bücher, die Harper Lee geschrieben hat. In der Rezension geht es um das zweite Buch, welches in 40 Sprachen übersetzt wurde und 40 Millionen mal verkauft wurde.  Es ist ein Klassiker unter den Büchern. Welches von Generation zu Generation weitergegeben wird und das immer gleiche Thema: Umgang miteinander aufgreift. 

    Die Autorin schreibt in dem Buch über die Jahre 1933-1935 in Amerika in der Kleinstadt Maycomb city  – Alabama. Die Hauptperson des Buches ist der Wildfang Jean Luise Finch genannt Scout im Alter von 6-9 Jahren. Scouts Bruder Jem ist 4 Jahre älter wie sie und Attekis (ihr Vater) ist ein ehrenwerter Rechtsanwalt, der immer wieder als Volksvertreter gewählt wird. 

    Harper Lee berichtet sehr detailliert und lebendig die Jugendjahre von Scout, die auch ihre sein könnten. 

    Das Buch gehört zur literarischen Strömung des Southern Gotic. 1962 wurde das Buch mit Gregor Peck verfilmt. 

    Mich fasziniert wie die Hörbuchsprecherin Eva Mattes die unterschiedlichen Rollen so gut abgrenzen kann, als einzige Sprecherin des Buches. 

    Das Hauptthema des Buches ist der Rassismus. 

     „Schwarzsein in Amerika war immer ein Kampf ums Überleben, politische Teilhabe oder wirtschaftlichen Gleichheit.„

    Am 6. Dezember 1865 wurde die Sklaverei in den USA abgeschafft, vor 150 Jahren. An diesem Tag hatten waren es genug Staaten den 13. Verfassungszusatz ratifiziert. Dieser beendete eine 250 Jahre dauernde Unmenschlichkeit. Doch richtig umgesetzt wurden die Gesetze nie. Unter dem Motto „getrennt, aber gleich“ wurde weitergelebt. 

    Erst 1954 wurde die Rassentrennung durch das Verfassungsgericht aufgehoben. 1964 kam es mit dem Civil Rights Act zur gesetzlichen Sicherstellung des Wahlrechts. Dennoch zieht sich 

    bis heute eine institutionalisierte Ungerechtigkeit durch die USGesellschaft, denn 40% der Kinder in Armut sind schwarz und nur 12% mit weißer Hautfarbe. 0,8% der USFIrmen haben einen schwarzen Manager und nur 9 von 1963 Senatoren in der Politik haben eine schwarze Hautfarbe.

    Allein 2015 wurden 68 unbewaffnete Schwarze durch Polizisten getötet. 40% Gefängnisinnsassen wurden aufgrund der Hautfarbe schwerer bestraft wie Landsleute mit anderer Hautfarbe. Schwarz und Kriminell wird als dasselbe angesehen. 

    Leider erschließt sich mir nicht der Zusammenhang des Titels und der Inhalt des Buches. Daher gebe ich einen Stern abzug.

    Wie Scout, Jem und ihr Vater Attikus mit dem Thema fertig werden, das erfahrt ihr, wenn ihr euch in das Buch versenkt.

    Fazit

    Das Thema Rassismus ist aktueller denn je. Literarisch gut aufgearbeitet. 

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