Bücher mit dem Tag "bildung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bildung" gekennzeichnet haben.

443 Bücher

  1. Cover des Buches Animant Crumbs Staubchronik (ISBN: 9783959913911)
    Lin Rina

    Animant Crumbs Staubchronik

     (1.071)
    Aktuelle Rezension von: Lostincakeandpages

    Das Buch stand schon länger aufgrund des wunderschönen Covers und endlich habe ich es geschafft die Geschichte zu lesen. 

    Und due Geschichte hat mich direkt ab den ersten Seiten in ihren Bann gezogen. Ich liebe Aminant einfach für ihre wunderbare Art und das sie ihren eigenen Kopf hat und bereit ist für ihre Meinung einzustehen. Am Anfang mag sie vieles vielleicht noch aus egoistischen/trotzigen Gründe gemacht haben aber durch ihren Umzug/Arbeit nach/in London hat sie sich positiv verändert. Sie hat weiterhin an ihren Prinzipien festgehalten aber trotzdem ihren Horizont erweitert. Dazu beigetragen haben sicher auch ihre wahnsinnig tolle Freundin Elisa und der dich sehr eigensinnigen Mr Reed. 


    Die Charaktere haben mir alle gut gefallen und vor allem deren Entwicklung. Selbst bei den "Nebenprotagonisten" merkt nan deutlich eine Entwicklung und ich hätte noch so viel mehr in Animants Welt verbracht, wobei ich am Anfang dachte das es schon viele Seiten hat, aber als es dann zum Ende kam wollte ich noch so viel mehr lesen. Die Schlagabtäusche zwischen Animant und Mr Reed war super zu lesen und haben mir sehr gefallen. Aber auch Elisas Art und wie die Freundschaft der beiden entstand war sehr schön zu lesen. Und was soll ich noch zu Animant sagen außer das ich sie total liebe. Sie lässt sich von ihrer Mutter nicht zu einer Hochzeit "zwingen" sondern setzt ihren Kopf durch bzw spricht Sachen die stören auf höfliche Weise direkt aus. Außerdem liebt sie Bücher wahrscheinlich genauso wie ich bzw alle Bookies ♡

    Mir hat es auch sehr gefallen das es nicht die klassische "ich sehe einen tollen/hübschen Kerl und verliebe mich gleich Hals über Kopf" Liebesgeschichte war. Das Thema Liebe trotzdem einen größeren Teil der Geschichte ein aber die Protagonistin zweifelt, stellt Sachen in Frage und lehnt auch ab. Was sehr erfrischend zu lesen war, sa ich in letzter Zeit viel von dem Verlieben auf einem Blick gelesen hatte. 

    Also eine ganz klare Leserempfehlung für alle die eine starke weibliche Protagonistin, ein Setting im London der 1890er Jahre, schlagfertige Wortwechsel, Freundschaft und eine leichte Liebesgeschichte in Geschichten mögen.

  2. Cover des Buches Sofies Welt (ISBN: 9783423624213)
    Jostein Gaarder

    Sofies Welt

     (4.427)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Gaarder gibt mit seinem Weltbestseller einen guten und klaren Einblick in die Geschichte der Philosophie. Kein Wunder, dass manch ein Professor auf "Sophies Welt" als Philosophie-Lehrbuch zurückgreift! Die Rahmenhandlung sorgt dafür, dass die eigentlich schwere Kost (tausende Jahre Philosophie) sehr leicht verdaut werden kann. Die klare Sprache und die Spannende Geschichte fesselt den Leser geradezu an das Buch - und schon sind die mehr als 600 Seiten ausgelesen.

    Ein Lesevergnügen der besonderen Art - vorausgesetzt, man ist wissbegierig, offen für Neues und bereit, sich mit sich selbst kritisch auseinanderzusetzen.  

                             

  3. Cover des Buches Alles Licht, das wir nicht sehen (ISBN: 9783442749850)
    Anthony Doerr

    Alles Licht, das wir nicht sehen

     (374)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    erzählt wird die Geschichte der blinden Marie-Laure die zusammen mit ihrem Vater 1944 vor den Nazi's nach Saint-Malo flüchtet. Und erzählt wird die Geschichte des Waisenjungen Werner der durch seine technischen Fähigkeiten der deutschen Wehrmacht hilft Wiederstandskämpfer aufzuspüren. Die beiden Lebenswege kreuzen sich.

    Sehr unterhaltsam wie aus dem Leben der zwei Jugendlichen erzählt wird, hab das Buch verschlungen.

  4. Cover des Buches Miroloi (ISBN: 9783446261716)
    Karen Köhler

    Miroloi

     (174)
    Aktuelle Rezension von: lese_katz

    Ich hatte das Buch vor längerer Zeit angefangen, jedoch nie zu Ende gelesen da das Buch an manchen Stellen sehr Brutal wirkt und es in eine Richtung gelenkt wurde was mir nicht zugesagt hat.

  5. Cover des Buches Offene See (ISBN: 9783832165987)
    Benjamin Myers

    Offene See

     (275)
    Aktuelle Rezension von: Countofcount

    Anfangs hatte ich etwas Probleme, dem „schwurbeligen“ Stil zu folgen und die Gedanken des Erzählers mitzugehen. 

    Irgendwann (etwa nach einem Drittel?) ist „der Knoten geplatzt“, und ich hab das Buch verschlungen. Vielleicht gibt‘s hier und da leichte Ungereimtheiten in Bezug auf Nähe und Distanz der beiden Protatonisten. Vielleicht auch nicht. 

    In jedem Fall ist für mich gut vorhersehbar gewesen, was die Hecke, das Meer (…) für eine Rolle spielt, das ist aber ganz und gar egal gewesen, weil die Erzählung so sanft (und unsanft) packt und mitnimmt. Im wahrsten Sinne des Wortes. 

    Ein echt starkes Buch!

    (Ein bisschen stärker hätte ich es sogar noch gefunden, wenn das Cover passender gewesen wäre… (will jetzt nicht Spoilern, aber letztlich hätte das wirklich noch anders sein können…))

  6. Cover des Buches Wenn ich wiederkomme (ISBN: 9783257071702)
    Marco Balzano

    Wenn ich wiederkomme

     (186)
    Aktuelle Rezension von: Coriso

    Es geht um die Frauen aus Osteuropa, die in Europa "unsere Alten" in den Familien pflegen - Tag und Nacht, in intimster Nähe, oft ohne Pausen. Dafür verlassen sie ihre eigenen Kinder - ihre Familie. Hintergrund ist Armut und die tiefe Sehnsucht, dass es die eigenen Kinder einmal besser haben sollen.

    Marco Balzano beschreibt die Situation von Daniela aus Rumänien, die sich zunächst nur für kurze Zeit nach Italien anheuern lässt. Nachts verlässt sie heimlich ihre Familie, weil es ihr sonst das Herz brechen würde. Diese Entscheidung hat Konsequenzen für ihren Sohn Manuel und die Tochter Angelica. Der Vater ist es nicht gewohnt sich in Erziehung und Haushalt einzubringen, so versuchen die Großeltern Rosa und Mihai zu retten was eben geht. Vor allem Manuel rutscht inˋs Bodenlose, besonders als der Großvater stirbt.

    Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt: zunächst Manuel, dann Daniela selbst und im dritten Kapitel Angelica. Berührend ist, dass es sich nicht nur um eine fiktionale Einzelgeschichte handelt, sondern um eine Realität die uns alle angeht. Jeder kennt sie, die Arbeiter:innen aus dem Osten. Wie groß waren die Rufe währen des Corona-Lockdowns, als die Frauen aus dem Osten nicht mehr über die Grenze konnten. Es sind die Mittelschicht Frauen aus Osteuropa, die in Not geraten und sich bei uns um die Pflege der gebrechlichen Senioren kümmern und unser Sozialsystem stützen. Reich werden sie dabei nicht, sie bezahlen aber einen hohen Preis für ihre eigenen Familien. Ein tolles Buch mit einem brisanten Thema.

    "Ein Roman über die wahren Heldinnen unserer Zeit" (Klappentext)

  7. Cover des Buches Die Menschen, die es nicht verdienen (ISBN: 9783499271083)
    Michael Hjorth

    Die Menschen, die es nicht verdienen

     (209)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    Ein Serienmörder tötet Sternchen und Möchtegernpromis, weil sie in seinen Augen zu dumm sind, da sie wenig bis kein Allgemeinwissen haben und somit keine vernünftige Vorbildfunktion geben. Dabei ist er den Ermittlern weit voraus und erst Sebastian Bergmann erkennt worum es geht. Immer mehr entsteht ein ganz persönliches Katz und Maus Spiel zwischen dem Killer und dem Psychologen, aber der Einsatz ist hoch. Auch privat geht es im Team hoch her, von Ruhe und Miteinander sind sie weiter entfernt denn je.

    Dieser Teil der Reihe beginnt spannend und bleibt durchweg temporeich und fesselnd. Das Autorenduo greift ein sehr interessantes Thema mit der Frage nach Bildung und Vorbildfunktion von sogenannten Promis in unserer heutigen Gesellschaft auf und zeigt auch die daraus entstehende kontroverse Diskussion. Ja selbst ein Mörder erlangt plötzlich zweifelhafte Berühmtheit.
    Auch nicht zu kurz kommt natürlich das persönliche Spiel der Gefühle, Irrungen und Wirrungen der Teammitglieder. Und auch genau Dieses sorgt dementsprechend wieder für einen fulminanten Cliffhänger.

    Mein Fazit: In meinen Augen der bisher beste Teil der Reihe. Sowohl der Fall selbst, als auch das Persönliche sind durchweg fesselnd und die inhaltlich aufgeworfenen Fragestellungen sehr gut umgesetzt. Wer sich mit dem 1. oder 2. Teil der Reihe schwer getan haben sollte, dem sei gesagt, es lohnt sich weiterzulesen. Es wird von Buch zu Buch immer besser. 

  8. Cover des Buches Die alltägliche Physik des Unglücks (ISBN: 9783596170739)
    Marisha Pessl

    Die alltägliche Physik des Unglücks

     (608)
    Aktuelle Rezension von: noelli

    Was für ein Buch. 

    Wer es noch nicht gelesen hat, sollte dies unbedingt nachholen. 

    Ich brauchte anfangs ein wenig bis ich richtig in dieses Buch hinein kann. Doch es lohnt sich so sehr. 

    Das Buch ist nicht vergleichbar mit anderen Büchern die ich kenne. Eine willkommene erfrischende Abwechslung.

  9. Cover des Buches Das Genie (ISBN: 9783257069983)
    Klaus Cäsar Zehrer

    Das Genie

     (80)
    Aktuelle Rezension von: katzenminze

    Gegen Ende des 19ten Jahrhunderts kommt Boris Sidis in den USA an. Von seiner Heimat in der heutigen Ukraine will er nichts mehr wissen. Das russische Kaiserreich ist ihm verhasst. Boris ist ein brillianter Lehrer, Wissen ist ihm weitaus mehr wert als Geld. Dass er vor lauter Idealismus nicht in seiner Studienkammer verhungert ist Sarah zu verdanken, die einen ordentlichen Geschäftssinn hat und mit der Boris 1898 einen Sohn zeugt. Und dieser Sohn soll nicht irgendwer werden! Boris hat sich eine Erziehungsmethode ausgedacht, mit der aus dem Jungen ein Genie werden soll. Und erstaunlicherweise funktioniert es!

    Ich habe nach einer kleinen Leseflaute zu diesem Roman gegriffen und es war genau das richtige um wieder in Fahrt zu kommen! Die erste Hälfte dieses über 600 Seiten schweren Werks las sich weg wie nichts. Boris war eine Figur, der ich unheimlich gerne gefolgt bin: Ein wunderbar idealistischer Querulant, der zum Jähzorn neigt. Ein polyglotter Besserwisser ohne Sinn fürs Zwischenmenschliche. Das führt zu herrlich absurden Situationen, die mich mehrmals zum schmunzeln brachten. Sein Sohn William James schlägt in die gleicht Kerbe. Man schwankt zwischen Unverständnis, Bewunderung und Mitleid für dieses Kind ohne Benimm und ohne Freunde.

    Zehrer beschreibt wunderbar bildhaft die dreckigen, vollen, lebendigen Arbeiterviertel New Yorks und die heruntergekommenen Kammern, die William bewohnt. Auch seine Figuren sind durchweg gelungen. Und ich hatte zwar im Hinterkopf, dass dieser Roman auf Tatsachen beruht, aber die Story ist so absurd, die Höhenflüge von William so enorm, dass ich am Ende doch wieder komplett überrascht war, dass wirklich jede wissenschaftliche Arbeit, jeder Karriereschritt, der versuchte Hochschuleintritt mit 9 Jahren, die Erfindung einer eigenen Sprache, einfach alles wirklich so passiert ist. Man möchte dem Autor fast vorwerfen, dass er es übertreibt, mit der Genialität seiner Figuren, aber das tut er kein bisschen. Diese Genies gab es wirklich.

    Meine einzige Kritik ist, dass der Roman in der zweiten Hälfte etwas an Tempo und Spannung verliert. Auch die Beziehung zwischen den Eltern und dem Wunderkind hätte ich gerne mehr in der Tiefe betrachtet, aber vielleicht wollte Zehrer hier nicht zu viel hineininterpretieren, was nicht auf Tatsachen beruht.

    Ein Sonderling, ein Wunderkind, das mit dem Leben nicht klarkommt, eine dubiose aber erfolgreiche Erziehungsmethode. Das ist Romanstoff vom Feinsten! Und am Ende bleibt die Frage ob all das nun wirklich ein Geniestreich war, oder doch eher ein Fall fürs Jugendamt.

  10. Cover des Buches Das Mädchen mit dem Drachen (ISBN: 9783103974904)
    Laetitia Colombani

    Das Mädchen mit dem Drachen

     (105)
    Aktuelle Rezension von: Suska

    Léna hat in ihrer Heimat Frankreich Schreckliches erlebt und ihren Partner verloren. Sie reist nach Indien, um über den Verlust hinwegzukommen. Dort sieht sie jeden Tag ein kleines Mädchen am Strand mit ihrem improvisierten Drachen spielen. Eines Morgens wird Léna beim Schwimmen von einer Welle erfasst und ertrinkt beinahe. Das kleine Mädchen – Lalita – rettet ihr gemeinsam mit Preeti, einer Anführerin einer Selbstverteidigungstruppe, das Leben. Léna beschließt daraufhin, Lalita eine Zukunft zu ermöglichen und ihr das Lesen und Schreiben beizubringen. Und sie geht noch weiter: Sie möchte im Dorf eine Schule gründen und noch mehr Kindern Bildung schenken. 

    Das Buch ist schonungslos. Als europäische Frau kann man die Zustände, die heute noch in Indien herrschen, nur erahnen. Oder Bücher dazu lesen. Die Autorin erzählt die Geschichte eine mutigen Frau, die ihren Weg geht. Sie erzählt aber auch von den teils unmenschlichen Zuständen in Indien, vom Kastensystem, Armut, Kinderarbeit, Bildungsverweigerung und Zwangsehen. Noch immer, in unserer heutigen Zeit. Das so detailliert zu lesen, hat mich schockiert, auch wenn ich eine Ahnung hatte, was in Indien zum Teil Alltag ist. Die kleine Lalita und ihr Leben zu begleiten war teilweise kaum zu ertragen. 

    Wer bereits Bücher von Laetitia Colombani gelesen hat und aufmerksam war, kennt Lalita bereits aus „Der Zopf“, denn hier wird die Geschichte ihrer Mutter erzählt, die ihre Haare in einem indischen Tempel opfert, um ihrer Tochter ein besseres Leben zu ermöglichen. 

    Das Buch hat mich sehr berührt. Ein etwas fader Beigeschmack bleibt allerdings, denn es wird hier im Buch die Geschichte einer weißen Europäerin geschildert, die ihre Lebensweise und ihre Auffassung in einem indischen Dorf mit eigener Kultur etablieren möchte. Ein heldenhaftes Vorhaben durchaus, aber doch sehr einseitig geschildert. Trotzdem durchaus beindruckende Lektüre. 

  11. Cover des Buches Das Buch Ana (ISBN: 9783442759033)
    Sue Monk Kidd

    Das Buch Ana

     (95)
    Aktuelle Rezension von: Bluejellow

    Cover: Ich habe das COver mit dem Friedensvogel und dem roten Band, welches auch für die Geschichte eine wichtige Rolle spielt, was ich dadurch umso schöner finde.


    Geschichte: Anders als ich gedacht habe lag der Fokus auf das Leben der Protagonistin Ana. Ich hatte eher erwartet, dass man mehr über Jeses erfährt, doch letzten Endes begleitet man Ana durch ihre Schicksalsschläge und durch ihre Selbstfindung. Dies geschieht sehr ausführlich, was manchmal doch etwas zäh war, jedoch auch dadurch die Gefühle sehr gut rüberkamen und das Buch sehr emotional machte. Beim Lesen denkt man anfangs nicht viel über das Geschriebene nach, doch jtzt, nachdem ich es beendet habe, hat es doch eine sehr tiefgründige Wirkung auf mich, dich mich über die Welt nachdenken lässt.


    Charaktere: Die Charaktere sind oft recht oberflächlich geblieben, was jedoch keinesfalls gestört hat. Ich mochte die menschliche Seite von Jesus und auch den Zwiespalt von Ana von ihrer Leidenschaft und ihrem Platz als Frau in der Gesellschaft. Ich hätte es mir jedoch etwas mehr Zeit mit Jesus gewünscht.


    Schreibstil: Der Schreibstil war gut und leicht poetisch, konnte mich ejdoch relativ schnell in die Geschichte einführen. Vor allem die Nachricht der Autorin und ihre Auseinandersetzung mit dem Buch fand ich sehr interesannt und faszinierend.


    Fazit: Anders als erwartet aber dennoch bewegend und zum Nachdenken anregend.

  12. Cover des Buches Isch geh Schulhof (ISBN: 9783404606962)
    Philipp Möller

    Isch geh Schulhof

     (249)
    Aktuelle Rezension von: melli.die.zahnfee
    Heute ist Klassenausflug. Bowlen - damit die Kinder sich endlich mal so richtig austoben können. Als ich den Klassenraum betrete, stürmen die ersten schon auf mich zu.
    "Herr Mülla, iebergeil!", ruft Ümit. "Isch mache Strike, ja? Schwöre, schmache eine Strike!" Mit wilden Bowling-Trockenübungen steht er vor mir. Wenn er nachher tatsächlich so bowlt, nehme ich mir besser einen Helm mit.

    Aushilfslehrer? Ein lockerer Job, denkt Philipp Möller - bis zur ersten Stunde in seiner neuen Klasse: Musikstunden erinnern an DSDS, hyperaktive Kids flippen ohne ihre Tabletten aus und zum Frühstück gibt es Fastfood vom Vortag. Möllers Geschichten aus dem deutschen Bildungschaos sind brisant und berührend, und dabei immer wieder urkomisch.

    Dieses Buch sollte gerne Pflichtlektüre werden, es ist sehr berührend weil es einen Zustand dieses Landes wiederspiegelt, den wir alle mehr oder weniger kennen die Politik sich aber niemals dazu äußern würde.
    Ich finde den Schreibstil unheimlich faszinierend, da Herr Möller durchaus kritische Töne anschlägt, diese aber duch den locker, flockigen Tonfall niemanden beleidigen können.
    In dem ostfriesischen Dorf in dem ich lebe gibt es diese Problematik nicht, allerdings weiß ich von Bekannten , die in großen Städten leben, dass sich in diesem Buch durchaus eine gefährliche Realität wiederspiegelt.
  13. Cover des Buches Chill mal, Frau Freitag (ISBN: 9783548373997)
    Frau Freitag

    Chill mal, Frau Freitag

     (419)
    Aktuelle Rezension von: biscoteria85

    „Guten Morgen Frau Freitag“, so könnte die normale Begrüßung an einer Schule für die Klassenlehrerin sein. Nicht aber in der Schule und im speziellen der Klasse von Frau Freitag. Hier kommt dann eher: „EY, Frau Freitag, sag mal du, was machst heute mit uns?“.

    Genau so muss man sich dieses Buch und die darin befindlichen Geschichten vorstellen. Wir erfahren das die Autorin aus ihrer Sicht die Geschichten aus ihrem Lehreralltag wiedergibt. Durch ein Radiointerview wurde bekannt, dass sie Lehrerin in Berlin-Neukölln ist. Die Geschichte beginnt im ersten Buch mit den Schülern der 9.Klasse einer Gesamtschule wo fast alle einen Migrationshintergrund haben und aus schwierigen Familienverhältnissen stammen.

    So lesen wir vermehrt Namen aus aller Welt und hören von den dazugehörigen Sitten die daheim ausgelebt werden und zum Teil auch mal mit in den Unterricht gebracht werden. So wirklich der Deutschen Sprache, sind die wenigsten mächtig und man liest die ganze Zeit mehr von Ay, Alter, und sonstigen Assi-Deutschen Floskeln. Das da Frau Freitag erstmal richtig was zu tun hat und die Englische Sprache nicht einfach ist zu lehren, wenn die deutsche schon nicht wirklich klappt.

    Aber Frau Freitag ist mehr als nur die klassische Lehrerin. Sie ist auch Therapeutin, Pärchenhelferin, Lebensberaterin, den die Kids bringen mehr mit als nur die Schwäche der deutschen Sprache. So erleben wir mit einem sehr breit gefächerten Humor die Geschichten einer Lehrerin im Kampf mit den Schülern, Eltern und der Politik. Denn auch eine Lehrerin kann sich manchmal einfach nur hängen gelassen fühlen, wenn sie helfen möchte dies aber nicht kann.

    Das Buch hat schon einen recht harten Witz und die ständigen Wiederholungen der Phrasen der Kids kann schon stören, ist aber einfach ein fester Bestandteil des Buches. Es war nicht zu hundert Prozent meins, aber die Neugier der Menschen scheint hier recht hoch zu sein, denn es gibt immerhin mehrere Bände. Jedem das seine und naja, vielleicht hat der eine oder andere es doch noch zu einem Schulabschluss gebracht

  14. Cover des Buches Meine geniale Freundin (ISBN: 9783518469309)
    Elena Ferrante

    Meine geniale Freundin

     (600)
    Aktuelle Rezension von: Azyria_Sun

    Worum geht’s?

    Elena und Lila sind von klein auf beste Freundinnen, aber es ist auch eine schwierige Freundschaft. Die beiden wachsen in einem kleinen italienischen Dorf auf und sind auch im hohen Alter noch gut befreundet, als Lila plötzlich verschwindet und alles aus ihrem Leben löscht. Bilder, Gegenstände, nicht ist mehr da.

     

    Meine Meinung:

    Mit „Meine geniale Freundin“ beginnt Elena Ferrante ihre neapolitanische Saga um die Freundinnen Elena und Lila. Und obwohl alles rein fiktiv ist hat man doch das Gefühl, als erzähle die Autorin aus ihrem eigenen Leben. Aus der Ich-Perspektive beginnt sie in der Gegenwart und geht dann schnell zurück in die Kindheit und Jugend der Protagonisten. Dabei verwendet sie eine wunderschöne und außergewöhnlich literarische Sprache.

     

    Gemeinsam mit Elena und Lila erleben wir, wie das Leben in einem kleinen, italienischen Dorf nahe Neapel in den 1950er Jahren ist, in dem alles volkstümlich anmutet und noch alte Werte und Gedanken gelten. Jeder kennt jeden und die Unversehrtheit der Mädchen wird hoch geschätzt bis hin zur Blutrache, wenn ein Junge oder Mann ein Mädchen falsch anschaut oder gar anfasst. Und wir haben mit den Solaras die Herren der Kleinstadt, die Mafia, wie sie in keinem solchen Roman fehlen darf.

     

    Anfangs fand ich es etwas beschwerlich zu lesen. Im ersten Teil sind Lila und Elena 6-7 Jahre alt und lernen sich gerade kennen. Dabei versetzt sich die Autorin wunderbar in die Gedankenwelt eben dieser Altersgruppe hinein. Das war es aber auch, was es mir etwas schwer gemacht hatte. Später, ab der Jugendzeit der beiden, fiel mir das Lesen dann deutlich leichter und es wurde spannender. Wir werden aus Sicht der beiden hineingetragen in dieses kleine Dorf im Rione, wachsen mit den beiden zusammen auf und erleben hautnah ihre Wünsche und Träume mit. Eine wunderschöne Geschichte über eine Freundschaft, die durch dick und dünn geht, mit all ihren Gemeinsamkeiten aber auch mit der typischen Eifersucht und dem Gefallen wollen und Nacheifern. Und das ganze vor der Kulisse eines kleinen Dorfes, in dem jeder jeden kennt. Den Weg der Freundinnen zu verfolgen macht wirklich Spaß und man hat das Gefühl, die Autorin wäre tatsächlich ihre Protagonistin Elena und hätte alles genau so erlebt, so lebendig wirkt die Geschichte. Als ich dann so richtig im Geschehen drin war, war das Buch leider schon zu Ende mit der Hochzeit von Lila und jetzt bin ich gespannt auf den zweiten Teil. Wird Lila wirklich glücklich werden? Wird Elena sich Nino angeln? Und wie geht es überhaupt mit dem kleinen Dorf weiter, das wie eine Welt für sich wirkt? Ein wirklich schönes Buch über eine anrührende Freundschaft.

     

    Fazit:

    Elena Ferrantes „Meine geniale Freundin“ ist der erste Teil ihrer neapolitanischen Saga um die Freundinnen Elena und Lila. Und obwohl es rein fiktiv ist hat man doch das Gefühl, die Autorin erzählt aus ihrem eigenen Leben! Die Kindheit der beiden ist etwas schwierig zu lesen, obwohl es erstaunenswert ist, wie gut sich die Autorin in die Gedanken und die Sicht der Kinder hineinversetzt. Ab der Jugendzeit wird es dann spannender und mitreißender. Die Freundschaft von Elena und Lila wächst und wir sind mit dabei. Bei den beiden, ihrer Entwicklung. In dem kleinen Ort, in dem alles noch fast mittelalterlich anmutet und die Blutschande noch hochgehalten wird. In dem die Mafia regiert und jeder den Wunsch hat, mehr zu sein als er ist.

     

    Gute 3 Sterne für diesen gelungenen Einstieg und ich setzte hohe Erwartungen in den nächsten Teil!

  15. Cover des Buches Der Apfelbaum (ISBN: 9783548060866)
    Christian Berkel

    Der Apfelbaum

     (168)
    Aktuelle Rezension von: BooksOfTigerlily

    Nachdem das Buch mir bei Instagram immer wieder aufgefallen ist und der Autor vor kurzem in der Nähe sein neues Buch vorgestellt hat, habe ich mir endlich sein Erstlingswerk zugelegt.

    Der Autor hat hier seine Familiengeschichte in Romanform gegossen und ich muss sagen, es ist ihm wirklich gelungen. Mich reizen Bücher zur deutschen Geschichte sehr und hier ist einiges aufbereitet; Christian Berkel bietet einen ungeschönten und authentischen Blick in seine eigene und unser aller Geschichte. Wo viele Vorfahren nur schweigen, erzählen Otto und Sala von Begebenheiten, wie sie sicherlich zuhauf vorgekommen sind.

    Die Charaktere sind tiefgründig und sehr menschlich dargestellt. Der Autor scheint hier nichts verklärt zu haben. Dabei werden nicht nur die Figuren beleuchtet, auch die Handlung ist ergreifend aufbereitet und bietet ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Spannungsmomenten, historischem Background und Zwischenmenschlichem.

    Das Buch ist Anreiz für mich, mich mit meiner eigenen Familiengeschichte intensiver zu beschäftigen.

  16. Cover des Buches Demian (ISBN: 9783518463536)
    Hermann Hesse

    Demian

     (599)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Sehr inspirierend 

  17. Cover des Buches Vom Inder, der mit dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr... (ISBN: 9783404608850)
    Per J. Andersson

    Vom Inder, der mit dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr...

     (193)
    Aktuelle Rezension von: itwt69

    Die Geschichte spielt zu zwei Dritteln im Indien der 1950-er bis 70-er Jahre, geprägt vom menschenverachtenden Kastenwesen. Das letzte Drittel dreht sich dann um Pikay's unwahrscheinliche Reise von Neu-Dehli nach Boras. Mir hat die Zusammensetzung sehr gut gefallen und ich habe sehr viel über Indien gelernt, aber auch, dass es vergleichbare Strukturen im Westen gab/gibt.

  18. Cover des Buches Die Asche meiner Mutter (ISBN: 9783442741007)
    Frank McCourt

    Die Asche meiner Mutter

     (878)
    Aktuelle Rezension von: MelLila

    Vom Klappentext her dachte ich erst so "Na ja, kannst du ja mal lesen" und so lag es jahrelang auf meinem Bücherregal, bis es an die Reihe kam. Ich sage nur: völlig zu unrecht, diese lange Wartezeit! Oder anders: es hat sich gelohnt, was lange währt usw. Frank McCourt beschreibt sein Leben in den Elendsgassen von Irland und wie er sich mit einem alkoholkranken Vater, einer überforderten, depressiven Mutter und mehreren jüngeren Geschwistern durchschlägt und irgendwie immer einen Weg findet. Er verliert dabei nie sein Ziel aus den Augen und zeigt sich auch durchaus sozial und empathisch. Nie verzweifelt er vollends. Sehr bewundernswert. Ich habe mir sofort das Nachfolgebuch bestellt. Absolute Leseempfehlung!

  19. Cover des Buches Schloss aus Glas (Filmausgabe) (ISBN: 9783453359680)
    Jeannette Walls

    Schloss aus Glas (Filmausgabe)

     (533)
    Aktuelle Rezension von: secretworldofbooks

    Jeannette Walls erzählt in dem Buch "Schloss aus Glas" ihre Lebensgeschichte aus ihrer Sicht. Ihre Kindheit verbrachte sie in vielen verschiedenen Städten, zeitweise lebte sie auch mit ihrer Familie im Auto. Manchmal war es so schlimm, dass nicht mal mehr Geld für Essen da war. Fließend Wasser und Strom war etwas Besonderes. Geschenke gibt es auch nicht. Trotz allem blieb die Familie zusammen und stehen sich zur Seite. Früh musste Jeannette sich um ihre Geschwister kümmern. Sie wurde dadurch sehr schnell erwachsen. Erkannte schnell was gut ist und was nicht. Das lockere Leben ihrer Eltern stand für kein Kind als Vorbild. Sie schafften den Schritt in ein geregeltes Leben. 

    Ein angenehmer Schreibstil lässt die Lebensgeschichte wie einen Film vorbei ziehen. Ich bin froh über das Ende. Das die Kinder ein normales Leben haben und sich nicht so gehen lassen wie ihre Eltern. 

  20. Cover des Buches Die Brückenbauer (ISBN: 9783453410770)
    Jan Guillou

    Die Brückenbauer

     (93)
    Aktuelle Rezension von: Vera-Seidl

    Als Adam und Eva, von der Schlange verführt, die Frucht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse aßen, haben sie diese Frucht vermutlich zuvor geteilt. Jeder verzehrte eine Hälfte.
    Hatte der Mensch bis dahin, mit Gott verbunden, nur gut denken können, war er jetzt fähig, durch eine zweite Gehirnhälfte das Böse zu versprachlichen. Die Einschränkung des Bewusstseins durch die Sprache der linken Hemisphäre beeinflusste die rechte so sehr, dass die Menschen Gott aus dem Paradies vertrieben und die meisten Brücken zu ihm abbrachen.

    Bereits Ludwig Wittgenstein wusste: "Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt."

    Mein Dank an Jan Guillou ist groß, weil er die Sprache zurück in die emotionale Vielfalt der Bilder verwandelt und damit eine Brücke zwischen den beiden Gehirnhälften baut.

    So friert man oder einem wird schwindlig, wenn man den Brückenbau von Lauritz, dem ältesten der drei Brüder, in Norwegen verfolgt. Er leistet Übermenschliches für seine deutsche Freundin Ingeborg, deren adliger Vater die Verbindung zunächst nicht gutheißt. Die Trennung durch den Stand hebt Lauritz ebenfalls durch eine technische Brücke auf: Die Leidenschaft für den Schiffsbau und die Seefahrt wurde den drei Brüdern durch ihre Herkunft in die Wiege gelegt.

    Die Brücke zu Oscar, dem zweitältesten Bruder, ist sehr lang, erstreckt sich von Norwegen über Deutschland bis nach Deutsch-Ostafrika. Auch Oscar baut dort Eisenbahnbrücken, um Menschen miteinander zu verbinden, um die Menschen wieder mit der Natur zu versöhnen, um die Menschen Gott wieder näher zu bringen.

    Ein Brückenbau wird erst möglich, wenn man sich zuvor der Trennung bewusst wird und sie deutlich benennt.
    Besonders danke ich dem schwedischen Autor, dass er mir nicht nur die zauberhaften Bilder Ostafrikas gezeigt hat, sondern auch die Grausamkeiten der Kolonialzeit.
    Noch lange nach dem Lesen des Buchs habe ich mich mit den Kongogräuel beschäftigt.

    Die dritte große Brücke zu Sverre, dem jüngsten Bruder, wird im Roman "Die Brückenbauer" nur angedeutet, womit Jan Guillou die Spannung auf den zweiten Roman geschickt steigert.

    Meine, inzwischen verstorbene Freundin Susanne Oeltjen empfahl mir dieses Buch. Ihre Empfehlung ist die eine Seite, meine Rezension die andere. Die Brücke, die bis ins Jenseits reicht, ist die Liebe.

    Vera Seidl

  21. Cover des Buches Tausend strahlende Sonnen (ISBN: 9783596030934)
    Khaled Hosseini

    Tausend strahlende Sonnen

     (1.201)
    Aktuelle Rezension von: kaelle

    Nachdem in "Drachenläufer" männliche Figuren im Vordergrund standen, erzählt Khaled Hosseini hier nun von zwei Frauen: Mariam und Laila. Zunächst widmet er jeder der beiden Frauen einen separaten Teil. 

    Mariam wächst als uneheliches Kind eines wohlhabenden Mannes zusammen mit ihrer Mutter am Rande der Gesellschaft auf, wird jedoch immer wieder von ihrem Vater unterstützt, der sie einmal pro Woche besuchen kommt. Doch als die Mutter Selbstmord begeht, wird Mariam, damals 15 Jahre alt, an einen deutlich älteren Mann, Raschid, verheiratet und zu ihm nach Kabul geschickt, weit weg von ihrem Vater.

    Laila wächst hingegen behütet in Kabul auf und plant ihre Hochzeit mit ihrer Sandkastenliebe. Doch als ihr Geliebter nach Pakistan flieht und ihre Eltern bei einem Bombenangriff ums Leben kommen, ist es mit Lailas unbeschwertem Leben vorbei. 

    Das ist der Moment, als sich die Lebensläufe von Mariam und Laila kreuzen, denn Raschid nimmt die nunmehr obdach- und elternlose Laila bei sich auf. Sie wird seine Zweitfrau. Mariam reagiert zunächst eifersüchtig bis feindselig.

    Wenn man die Geschichte von Mariam und Laila liest, dann tut man dies unweigerlich vor dem Hintergrund afghanischer Geschichte. Mit jeder neuen Führung kommt das Land vom Regen in die Traufe. Der Umgang mit Frauen, v.a. unter der Herrschaft der Taliban, ist skandalös. Als der Roman 2007 erschien, schien es mit Afghanistan durch die Präsenz der Amerikaner langsam aufwärts zu gehen; Frauen erhielten schrittweise ihre Rechte zurück. Liest man das Buch heute, nachdem die Amerikaner sich zurückgezogen haben und die Taliban wieder auf dem Vormarsch sind, weiß man auf einmal nur zu gut, was das für die Bevölkerung, v.a. aber für deren weiblichen Teil, bedeutet. Unvorstellbar, dass es so etwas heute noch gibt! 

    Der Roman hat mich berührt und er war packend zu lesen, konnte mich aber nicht so restlos begeistern wie Hosseinis Erstling. An manchen Stellen hätte ich mir etwas mehr Tempo gewünscht. Durch die klare Fokussierung auf die beiden Frauen gab es keinerlei Nebenhandlungen, was für einen fast 400 Seiten starken Roman doch eher selten ist. 


  22. Cover des Buches Lehrerkind (ISBN: 9783492272964)
    Bastian Bielendorfer

    Lehrerkind

     (193)
    Aktuelle Rezension von: Laura_Bodenhagen

    Ich lese gerne lustige Bücher, um zu entspannen und abzuschalten. Bastian Bielendorfer kenne ich von seinem Bühnenprogramm und finde ihn sehr unterhaltsam. Deshalb habe ich dieses Buch ausgesucht. Der Schreibstil ist durchweg flüssig, manchmal sind die Kapitel jedoch etwas langatmig. Teilweise fehlt es auch an Witz und Charme, darum nur vier Sterne.

  23. Cover des Buches Generation Doof (ISBN: 9783404605965)
    Stefan Bonner

    Generation Doof

     (660)
    Aktuelle Rezension von: hannaxp

    Ich hab das Buch “Generation Doof” sehr sehr lange vor mir her geschoben und war auch nicht wirklich positiv überrascht. Der Schreibstil ist ziemlich langweilig und zieht sich sehr in die Länge, was ich persönlich nicht sehr gut fand. Am Anfang musste ich ab und zu mal lachen, aber danach wurde es irgendwie immer “schlechter”. Ich gebe dem Buch trotzdem 3 Sterne, weil der Gedanke für dieses Buch eigentlich sehr gut und kreativ war und es sich trotzdem mit einem wichtigem Thema befasst. 

  24. Cover des Buches Erntedank (ISBN: 9783492303019)
    Volker Klüpfel und Michael Kobr

    Erntedank

     (466)
    Aktuelle Rezension von: Norbert_H

    Also nun endlich der zweite Teil der Kluftinger-Reihe. Es hat nun fast zwei Jahre gedauert, bis ich den zweiten Band gelesen habe. aber nicht weil mir der erste nicht gefiel, sondern vielmehr weil mein Stapel Ungelesener Bücher (SUB) immer größer wurde.

    Wie immer zuerst kurz zum Inhalt ohne zuviel zu verraten:

    Der Allgäuer Kriminalkommissar Kluftinger kann es nicht fassen: In einem Waldstück bei Kempten findet er eine Leiche, auf dessen Brust ein toter Rabe liegt; irgendwie arrangiert. Die Ermittlungen führen Kommisar Kluftinger in die Allgäuer Sagenwelt und die Zeit drängt, denn Klufti glaubt, dass das kein Einzelfall gewesen ist.

    Er ist schon ein besonderer Menschenschlag, der Allgäuer an sich, aber Kommissar Kluftinger, von Kollegen nur “Klufti“ genannt, ist dann nochmals speziell. Er liebt die Kässpätzle seiner Frau über alles, ist knorrig, raunzt seine Mitmenschen gern kurz und knapp an, aber in Wahrheit ist er ein wirklich liebenswerter Kerl, der das Herz am rechten Fleck hat. Nur manchmal weiss der Kommissar halt nicht wohin mit seiner aufgestauten schlechten Laune. Er ist auch nicht der Beste im Lesen und Deuten von Körpersprache und bringt sich selbst damit in konfliktreiche Situationen, die teilweise nachdenklich stimmen und andererseits den Leser wieder sehr erheitern. Vor allem wenn “Klufti“ in seinen eigenen Allgäuer Dialekt verfällt. zusätzlich erschwert ihm das befreundete Ehepaar, allem voran Dr. Langhammer das Leben. „seufz, es kennt doch allad grad so oifach sei.“

    Ich mag die Schreibweise von Klüpfl & Kobr. Die Art wie sie ihren Kommissar darstellen ist herrlich unterhaltsam für mich. Ich als gebürtiger Allgäuer, der bis zu seinem zwanzigsten Lebensjahr im Allgäu gelebt hat, kann die kauzige, knorrige Art vom Kluftinger vollkommen verstehen. „ma hats halt ou it leicht“! 

    Die einzelnen Kapitel sind nicht allzu lange, sodass es eine kurzweilige Geschichte bleibt. Auch die Dialoge zwischen Kluftinger und seiner Frau, oder zwischen Kluftinger und Dr. Langhammer sind immer wieder lesenswert. Mei, der Kluftinger tut sich halt insgesamt mit der Konversation mit Menschen etwas schwer, egal ob das in der Arbeit oder im privaten Bereich der Fall ist. Manchmal könnte man meinen, der Kluftinger sei ein rechter Grantler. was er aber nicht ist.

    Mein Fazit:

    Mit seinen eigenwilligen Ermittlungsmethoden öffnet und erlaubt der liebenswert-kantige Kommissar Kluftinger einen Blick hinter den Vorhang der „Allgäuer-Heilen-Welt-Idylle“ und deckt menschliche wie geschichtliche Abgründe auf. Für mich definitiv ein unterhaltsamer, regionaler und lesenswerter Krimi.




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