Bücher mit dem Tag "bern"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bern" gekennzeichnet haben.

102 Bücher

  1. Cover des Buches Todesmärchen (ISBN: 9783442483129)
    Andreas Gruber

    Todesmärchen

     (540)
    Aktuelle Rezension von: Manuela_Friedrich

    Im dritten Teil der Maarten S. Sneijder Reihe werden verschiedene Leichen mit geheimnisvollen, eingeritzten Zeichen in der Haut gefunden. Maarten und Sabine Nemez nehmen, als Team, die Spur auf. Bald erkennt Maarten die Hand eines Serienmörders, doch dieser sitzt in einem Hochsicherheitsgefängnis auf der Norddeutschen Insel Ostheversand.

    Der typische Andreas Gruber Schreibstil ließ mich gleich wieder in einen Sog fallen. Er ist atmosphärisch, fesselnd und absolut bildhaft. Der Plot ist wieder sowas von genial und hält Überraschungen und Wendungen bereit, die eine konstante Spannung aufhalten. Außerdem geht es auch brutal und blutig zu, was für mich nicht fehlen darf 😊. Es ist diesmal ein ganz persönlicher Fall für Maarten S.Sneijder und von daher kann ich nicht viel über die Geschichte selbst sagen ohne zu spoilern. Ein ständiges Zittern und mitfühlen, einfach eine rasante Achterbahnfahrt so dass man einfach nicht aufhören kann zu lesen. Wie schon oben gesagt, es hat mich echt entsetzt und geschockt … natürlich im positiven Sinne für das Buch 😂 Diese Reihe entwickelt sich tatsächlich zu meiner Lieblingsreihe 😃

    Das Buch endet mit einem absolut fiesen Cliffhänger 😥

  2. Cover des Buches Das große Schweigen (ISBN: 9783954516575)
    Katja Montejano

    Das große Schweigen

     (114)
    Aktuelle Rezension von: Tom_Read4u
    Atme, so lang du noch kannst!' – diese bizarre Nachricht erreicht die ehemalige Kripobeamtin Primerose Bouillé kurz nach dem Mordanschlag auf ihren Vater, einen Berner Staranwalt. Es ist für sie der Anfang eines Alptraums. Ein gnadenloser Killer beginnt ein grausames Spiel und tötet Schlag auf Schlag ihre Freunde. Als Primerose erkennt, dass auch ihr Leben bedroht ist, trifft sie eine einsame Entscheidung. Doch auch alleine kämpft sie ums Überleben und um das Geheimnis, was dahinter steckt.  Ihr Vater scheint mehr gewusst zu haben, mehr getan zu haben, als sie sich hat jemals vorstellen können. Wird sie es schaffen oder ist es bereits zu spät ???

    Mit diesem gnadenlosen Krimi bedient sich die Autorin Katja Montejano einem der dunkelsten Kapiteln der schweizer Geschichte mit all seinen Folgen, nämlich über die "administrativ Versorgten" .
    Allein schon der Prolog lässt einem ein Schauern über den Rücken laufen und nicht zuletzt, die Schritt für Schritt ans Tageslicht kommende Fakten verlangen einiges von Primrose und ihren Freunden/ Familie ab, sondern auch von uns Lesern.
    Die Charakterzüge aller beteiligten Personen, besonders Primrose und Luc sind perfekt ausgearbeitet und entwickeln sich im Verlauf so wie es sich jeder vorstellt. Klar sind einige Auffälligkeiten zwischen Primrose mit ihrem Kurzhaarschnitt, schwarzen Kleidungsstil und ihrerm Technikequipment zu Lisbeth Salander aus der Millenium Triologie nicht von der Hand zu weisen, aber das stört eigentlich nicht. Ich persönlich hab einwenig schmunzeln müssen, als ich es gelesen hatte.
    Die vielen unerwarteten kleinerern Wendungen im Verlauf der Geschichte, macht dieses Thema umso spannender und zeigt auch welche Gesellschaftsschichten wohl involviert waren. Alles in allem, ein sehr guter Krimi mit einem tollem Team, von dem man getrost weitere Fälle erwarten könnte -  sofern es die Autorin zulässt. ;)

  3. Cover des Buches Korrosion (ISBN: 9783740800406)
    Peter Beck

    Korrosion

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Magicsunset
    „Die Frage war der Bluthund der Intelligenz.“ (Zitat Seite 55)

    Inhalt:
    1971 stirbt ein Bäcker in seinem Backofen. Mehr als vierzig Jahre später wird seine Witwe während der Weihnachtstage ermordet. Ihr Aktiendepot in zweistelliger Millionenhöhe wird seit Jahrzehnten von einer angesehenen Schweizer Privatbank verwaltet. Ihre Anweisungen für den Todesfall legen fest, dass ihr Testament erst vollstreckt werden darf, wenn geklärt ist, welches ihrer drei Kinder damals für den Tod ihres Ehemannes verantwortlich war. Tom Winter, dem erfahrenen Sicherheitschef der Bank fällt die schwierige Aufgabe zu, die drei möglichen Erben zu finden und den Sachverhalt zu klären.

    Thema und Genre:
    In diesem spannenden Buch, einzuordnen zwischen Roman und Thriller, geht es um aktuelle, wichtige Themen wie Flüchtlinge, Missbrauch und Umwelt, aber auch um Familie. Eine Kernfrage dreht sich um Ursache und Wirkung und den Graubereich zwischen Schuld und Gerechtigkeit. Die Finanzwelt bleibt im Hintergrund.

    Charaktere:
    Tom Winter ist ein erfahrener Ermittler und sein Einsatz bewegt sich zwischen psychologischen und körperlichen Herausforderungen, die ihn an seine Grenzen bringen. Private Befindlichkeiten setzt der Autor maßvoll und nur dort ein, wo es für die Handlung wichtig ist.

    Handlung und Schreibstil:
    Orte der Handlung sind neben der Schweiz die Azoren, England und Deutschland und der Handlungszeitraum erstreckt sich über wenige Wochen zwischen Ende Dezember und Ende Januar. In einem zweiten Handlungsstrang wird der abenteuerliche Weg eines Flüchtlings aus dem Sudan bis nach Europa beschrieben. Beide Erzählstränge sind trotz der intensiven Schilderungen knapp und rasant geschrieben, was die Geschichte dicht und packend macht.

    Fazit:
    Ein anspruchsvoller Thriller mit Tiefgang und Themen, die den Leser nachdenklich stimmen. Dazu eine spannende Handlung mit rasanten Abläufen und einem smarten Ermittler, eine sehr gelungene Kombination.

  4. Cover des Buches Nachtzug nach Lissabon (ISBN: 9783442746248)
    Pascal Mercier

    Nachtzug nach Lissabon

     (1.365)
    Aktuelle Rezension von: nymphe--

    Wer träumt nicht mal einfach in einen Zug zu steigen und davon zu fahren? Alles aus seinem Leben hinter sich zu lassen?

    Für Raimund Gregorius ist dies nun kein Tagtraum mehr, als er mitten am Schultag das Gymnasium, in dem er als Lehrer für alte Sprachen arbeitete, verließ und nie wieder kam. Nachdem er einer jungen Portugiesin das Leben rettete, stieß er in einer Buchhandlung auf die Veröffentlichungen eines gewissen Amadeu Padro, dessen Aufzeichnungen und Gedanken Gregorius so sehr faszinierten, dass er den Nachtzug nach Lissabon nahm, um den Spuren des Autors zu folgen. 

    Der Sinn des Romans besteht schon in den Aufzeichnungen Padros, der seine Gedanken zu verschiedenen Stationen seines Lebens zu Papier brachte. Er war ein Feind des Kitsch, glaubte nicht an die Liebe, sondern nur an die Loyalität, welches das Einzige wäre, dass annähernd Bestand hätte. Er war kritisch und aufrichtig zu sich selbst, schonungslos aufrichtig, so dass einem der Roman vorkommt wie ein Essay.

    Versteht mich nicht falsch, Essays sind wunderbar und viele Dinge in Nachtzug nach Lissabon haben mich tatsächlich zum Nachdenken angeregt, aber für jemanden, der auf Spannung steht, ist der Roman nichts.

    Zudem hat Nachtzug nach Lissabon für mich einige Probleme. Das erste ist der wesentlichste: Es ist kaum zu übersehen, dass Amadeu Padro der eigentliche Hauptcharakter des Romans ist. Nur kommt er kein einziges Mal vor und wird nur durch die Erinnerung andere oder seine Aufzeichnungen beschrieben. Eigentlich finde ich das Konzept sehr spannend. Doch verhält es sich hier ein wenig mit John Greens Eine wie Alaska und zwar wird hier mal wieder eine Person idealisiert und das Leiden dieser Person. Das geht mir inzwischen ziemlich auf die Nerven.

    Zunächst sieht niemand gut aus, wenn er leidet. Niemand sagt: "Gott, wie ist die Person tiefgründig!" Niemand wird sich wünschen, an ihrer Stelle zu sein, denn Leiden ist - tut mir leid, wenn ich das mal so drastisch sagen muss - nichts erstrebenswertes! Und es ist auch nicht ästhetisch. Ich weiß nicht, woher diese Illusion kommt. Vielleicht liegt es auch daran, dass es oft heißt Künstler würden ihre größten Werke im Schmerz vollbringen. Also wird Leiden für uns zu etwas, dass uns besonders macht, dass uns gut macht und uns Anerkennung bringt.

    Und das tat es auch bei Amadeu Padro. Sein Buch wurde vielleicht kein Bestseller, aber jeder Mensch, den Gregorius im Laufe des Buches traf, hat Amadeu angehimmelt und vergöttert und das wortwörtlich, obwohl er selbst so einsam war Das halte ich auch für problematisch und höchst unrealistisch. 

    Denn in Wahrheit leiden wir alle allein und wir wünschen uns zwar, dass irgendjemand auf uns blickt und uns dafür bewundert, aber das passiert in den wenigsten Fällen und es sollte auch nicht passieren. Man sollte Leute bewundern, die es geschafft haben, glücklich zu sein und sich selbst reflektieren und vergeben können. 

    Keine Person kann so toll sein und meist liegt die Verehrung einer Person nicht besonders an dieser Person, sondern eher an der, die sie verehrt. Menschen sind so, wie wir sie sehen und welche Personen uns was bedeuten, das liegt an uns.

    Hier kommen wir zum zweiten Problem und zwar Gregorius, der eigentliche Hauptcharakter oder zumindest Erzähler des Buches. Doch hier liegt das Problem, denn er ist weder noch. Man erfährt schon etwas über ihn und kann durch gewisse Handlungen auf sein Inneres schließen, doch im Endeffekt ist er nicht wichtig für die Handlung. Er erzählt Padros Geschichte nicht und wenn er mit Personen aus seinen Leben spricht, dann merkt man kaum, dass er anwesend ist und er spricht so gut wie nie. 

    Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, warum er das alles macht und warum er sein Leben verlässt. Denn seine Ambivalenz habe ich ihm nie ganz abgenommen, so wie sein Fernweh. Seine Handlungen sind mir so melodramatisch beschrieben, als das ich es ernst nehme könnte und für jemanden, der Kitsch hasst, ist der Roman fast zu romantisch. Denn es geht auch alles viel zu einfach. Natürlich hatte Gregorius auch keine Geldprobleme, sodass er wochenlang in verschiedenen Hotels wohnen und quasi von Genf und Lissabon pendeln konnte. Die Sprachbarriere war nie ein Problem. Entweder sprachen alle Französisch oder Gregorius konnte nach einen Kurs Portugiesisch schon ein Gespräch anfangen. Und Padros Texte konnte er natürlich auch einfach wie einen Lateintext übersetzen. 

    Obwohl Gregorius vielleicht kein Paul Varjak ist, gibt es doch eine Sache, die ihn für mich einfach unwichtig und sinnlos erscheinen ist und zwar, dass er nichts am Ende davon mitnimmt. Er verändert sich nicht durch die Gespräche mit den anderen. Das Leben von Padro verändert ihn nicht, außer dass er wahrscheinlich am Ende auch tot krank wird und wahrscheinlich genau so stirbt wie Amadeu Padro. Diese Spannung mit Gregorius "Schwindelanfällen" haben mich nicht gepackt und das offene Ende fand ich auch etwas zu gewollt. 

    Letztendlich führte Gregorius kein anderes Leben nach seinem Aufenthalt in Lissabon. Er kehrt zurück nach Bern und lässt sich dann in eine Klinik einweisen. 

    Ich hätte gern nochmal so einen abschließenden Epilog gehabt, indem erklärt wird, was Gregorius jetzt so macht, nachdem er diese Reise gemacht hat, denn so hatte das Buch am Ende keine Message und nichts, worauf irgendwas hinauslief.

    Und nochmal zum Schluss finde ich es auch sehr merkwürdig, dass das Erlebnis mit der Frau am Anfang, die von Brücke springen wollte und Gregorius diese Telefonnummer auf die Stirn schrieb. Das war nämlich das eigentliche Ereignis, was Gregorius zu seiner Reise bewegt hatte und es kam NIE wieder zur Sprache. Oder wenn nur so am Rande, was ich sehr schade finde. Es wäre cool gewesen, wenn Gregorius sie am Ende vlt nochmal angerufen hätte diese Nummer und vielleicht jemand aus Padros Leben abnahm. Das hätte den Bogen nochmal zurück gespannt. Es hätte auch irgendjemand ran gehen können.

    Erst dachte ich ja auch, Gregorius geht nach Portugal, um diese Frau zu finden, aber was soll's. Ich verstehe dann nur ihren Zweck in der Handlung nicht, denn so hätte man Gregorius auch anders aufs Buch stoßen können.


    Nachtzug nach Lissabon ist keines Falls ein schlechtes Buch, aber meines Erachtens vielleicht ein bisschen überbewertet und es handelt von Dingen, von denen ich mir wünschen würde, dass man auch mal über etwas anderes schreiben könnnte.



  5. Cover des Buches Die verlorene Schwester (ISBN: 9783746634524)
    Linda Winterberg

    Die verlorene Schwester

     (83)
    Aktuelle Rezension von: Neling

    Über die Autorin: "Linda Winterberg" eigentlich Nicole Steyer ist eine erfolgreiche Autorin, die mit ihrer Familie im Taunus lebt. Ich las von der Autorin bereits die 2 sehr berührenden Romane "Das Haus der verlorenen Kinder" und "Solange die Hoffnung uns gehört"

    Mein Leseeindruck: Im Prolog feiert eine Frau ihren 52. Geburtstag. da musste ich kurz schmunzeln, denn ich begann dieses Buch ausgerechnet auch an meinem 52. Geburtstag.Doch das kleine Schmunzeln verging mir bald, denn sofort entführt einen das Buch in die grausamen Schicksale der "Verdingkinder. Das traurige Thema hatte ich schon durch "schwabenkinder" kennengelernt. Doch dieser Film handelt zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Erschütternd, aber doch zeitlich weit weg. Doch das Ähnliches in der Schweiz noch in meiner Kindheit geschah, fand ich unvorstellbar. Das ist plötzlich so nah, so unfassbar. Die 2 Protagonistinnen der Vergangenheit sind Lena und Marie, zwei innig verbundene Schwestern.die durch traurige Umstände in ein schreckliches Waisenhaus kommen. Marie, die Ältere ist die fügsamere der beiden, die ihr Schicksal traurig erträgt. Aber Lena lehnt sich auf, beißt, spuckt die grausame Oberin an, als eine Freundin von ihr elendiglich stirbt und dies keine der Nonnen zu kümmern scheint.  Dann werden die Schwestern auch noch  getrennt. Die eine scheint es besser zu haben, denn sie kommt zu Pflegeeltern in eine Gärtnerei. Aber die andere wird ein sogenanntes Verdingkind-ohne recht, ungeliebt, grausam misshandelt und missbraucht......Doch ich will nicht zu viel verraten, wer tiefgründige Romane, die unter die Haut gehen ger liest, möge sich selbst ein Urteil bilden. Ich jedenfalls konnte das Buch nicht zur Seite legen, vergaß Raum und Zeit. Nicht nur die Schwestern sind treffend charakterisiert. sondern auch der Alltag in einigen Waisenhäusernm, Grausamkeiten der Dorfbewohner u.s.w. Da ist die Düsterheit und Tristesse auf der einen seite, auf der anderen die idyllische Schweiz. Neu war auch für mich der Brauch des Lichterschwemmen, was in Ermensee gefeiert wird. 

    Wer die Rezension bis hierhin gelesen hat, wird verstehen, dass ich das Buch mit 5Sternen+ bewerte und es vielen Lesern ans Herz legen will. 

    Fazit: Ein tiefgründiges, bewegendes Buch über Verdingkinder, welches mich überzeugte. 5 Sterne +

  6. Cover des Buches Blind (ISBN: 9783734106200)
    Christine Brand

    Blind

     (170)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Nathaniel Brenner ist einziger Überlebender einer Familientragödie in seiner Kindheit und seither blind. Deshalb sind seine anderen Sinne geschärft. Um alleine, nur mit seiner Blindenführhündin Alisha leben zu können, bedient er sich verschiedener elektronischer Helferleins wie der App „be my eyes“. Als er mit einer Carole telefoniert, hört er ihren Schrei, ein Gepolter und dann ist Funkstille. Nathaniel, der feine Nuancen in der Stimme unterscheiden kann, ist überzeugt, dass Carole einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Doch niemand glaubt ihm und die Polizei ist mit einem anderen weitreichendem Verbrechen konfrontiert. Gemeinsam mit einer Freundin, der Journalistin Milla, versucht er Carole ausfindig zu machen. Was er nicht ahnt ist, dass es hier um Leben und Tod gehen wird. 

    In einem scheinbar zusammenhanglosen zweiten Handlungsstrang ermittelt die Polizei in einer mysteriösen Häufung von HIV-Infektionen in einem Krankenhaus.  

    Wie hängen diese beiden Handlungsstränge zusammen? Hängen sie überhaupt zusammen? 

    Meine Meinung: 

    Schon der Einstieg mit dem Prolog ist spannend. Doch lange gibt es keine Verbindung zu den aktuellen Handlungssträngen, bis ja bis der sprichwörtliche Groschen fällt. 

    Die Autorin versteht es zum einen den Alltag blinder Menschen authentisch darzustellen und andererseits durch zahlreiche Sackgassen und Wendungen einen hohen Spannungsbogen zu erzeugen. Ich habe das Buch mit knapp 450 Seiten in einer Nacht gelesen. Die Augenringe am nächsten Morgen habe ich bewusst in Kauf genommen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie die Sache ausgeht. 

    Die Charaktere sind sehr gut angelegt. Kurz hat mich irritiert, dass neben Nathaniel noch jemand anders adoptiert worden ist. Ein Hauch von zu viel Zufall? 

    Eigentlich bin ich ja nicht wirklich ein Thriller-Fan, doch dieser hat mir sehr gut gefallen.  

    Fazit:

    Ein komplexer Krimi, der zahlreiche menschliche Abgründe aber auch persönliche Tragödien offenlegt. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

     

  7. Cover des Buches Madame Exupéry und die Sterne des Himmels (ISBN: 9783328106869)
    Sophie Villard

    Madame Exupéry und die Sterne des Himmels

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Ninasan86

    Der Roman "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry ist vielen ein Begriff. In diesem trifft man als Leser auf die Rose des kleinen Prinzen. Zart, zerbrechlich, wunderschön und auch eitel. Ich habe mich schon immer gefragt, was es mit dieser Rose auf sich hat, wer ihn zu dieser Figur inspiriert hat. Jetzt weiß ich es: seine Frau Consuelo Exupéry!

    In dem Buch von Sophie Villard geht es um genau eben diese Frau. Madame Exupéry, wie sie später genannt wird, ist ebenfalls eine Träumerin und Künstlerin ihrer Zeit. Als sie auf Antoine trifft ist klar, dass sich die beiden vielleicht nicht gesucht, aber dennoch gefunden haben. Sie ergänzen den jeweils anderen perfekt! 

    "Madame Exupéry und die Sterne des Himmels" ist dabei jedoch keine leichte Kost. Auf 480 Seiten wird das Leben der Frau an der Seite des großartigen und bekannten Schriftstellers und Künstlers vorgestellt. Sie trifft als Witwe auf Antoine und ist eigentlich nur auf der Suche nach Ruhe und Frieden und genau diese Eigenschaften spiegelt der junge Antoine so gar nicht wider. Er ist draufgängerisch, abenteuerlustig und mit dem Kopf und den Gedanken im Himmel und bei der Fliegerei in den Wolken verschwunden. Sie ist temperamentvoll und stark, liebt die Malerei und möchte sich durch sie entfalten.

    Als Leser begleiten wir das Paar in viele Länder, aber auch in das Paris der 30er Jahre. Wir erfahren, wie Consuelo als Muse für sein berühmtes Werk "Der kleine Prinz" dient und sprichwörtlich zur Rose wird. Aber auch, dass im Leben dieser Beiden nicht alles so positiv verläuft, wie man es sich erhofft. Nicht nur der Krieg und die Besetzung Frankreichs durch die Deutschen überschatten ihre Beziehung, auch die Untreue von Antoine trägt dazu bei, bricht jedoch nicht die starke Bande der Beiden. 

    Wer mehr über Antoine und seine Consuelo erfahren möchte, dem sei dieses Buch hier besonders ans Herz gelegt. Man sollte sich jedoch vor Augen führen, dass es sich um keine leichte Kost handelt und die Geschichte mit 480 Seiten sehr umfangreich ist. 

     

  8. Cover des Buches Solothurn trägt Schwarz (ISBN: 9783954517831)
    Christof Gasser

    Solothurn trägt Schwarz

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Lesezeichenfee

    Fee erzählt von der Geschichte:
    Dominik Dornach arbeitet bei der Solothurner Kantonspolizei. Die Freundin seiner Tochter Pia wird entführt und seine Tochter ist selbst mehrfach in Lebensgefahr. Dazu noch ein toter Journalist, eine undurchsichtige Ärztin (die Mutter von Pias Freundin) und eine Majorin von der österreichischen Polizei (Jana Cranach). 

    Fee zum Buch:
    Erstmal muss ich unbedingt einer meiner Lieblingsautorinnen Milena Moser danken, weil sie Christoph Gasser bestärkt hat, dass er dranbleiben soll, Bücher zu schreiben. Erst war ich von Blutlauenen begeistert und nun von Solothurn trägt Schwarz. 

    Das Cover:
    Mir gefällt das Cover zwar sehr gut, hat aber irgendwie – meiner Meinung - nach nicht viel mit dem Buch zu tun. Der Rückentext ist ok. Am Schluss kommt dann noch die Legende mit den Begriffserklärungen. Das fand ich toll, denn alles kannte ich auch noch nicht. 

    Der Schreibstil und die Geschichte:
    Die ersten 50 Seiten fand gut und war gleich in der Geschichte drin. Am nächsten Abend habe ich etwa 180 Seiten gelesen, weil das Buch so spannend war, danach konnte ich nachts kaum schlafen und sobald ich weiterlesen konnte, hab ich den Rest gelesen. Es war schön, dass Pia und die Majorin auf den Markt gehen konnte, so war dann doch noch kurz ein wenig Ruhe in der Geschichte, bevor dann das letzte – aufregende – Highlight kam. Ich fand das Buch so wahnsinnig spannend, dass ich sehr begeistert bin und ganz sicher weitere Bücher des Autors lesen werde. 

    Lokalkolorit:
    Dadurch, dass einige Schauplätze von wichtigen Szenen in der Stadt (Markt, Kaffee) und auch außerhalb stattfanden, kam dann noch ein wenig Lokalkolorit ins Buch. Aber soweit ich mich erinnern kann, gab es keinen, der Schweizerdeutsch sprach, was ich schade fand. 

    Charaktere:
    Die Charaktere sind auch sehr gut beschrieben, so dass ich mir alle vorstellen konnte. Meine Lieblingscharaktere waren Jana und Pia. Ich konnte mir alles gut vorstellen und mich gut in sie hineinversetzen. Da hoffe ich doch, dass es noch ein Wiedersehen mit den beiden gibt. Vielleicht kann ja dann doch noch ein „besseres“ Ende, als dieses „leider total reale“ Ende herauskommen. 

    Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
    Ich bin total begeistert von dem Buch. Es war so megaspannend, mit tollen Charakteren und durchaus nachvollziehbaren Geschehen. Tatsächlich fand ich diese Geschichte noch besser als Blutlauenen, obwohl mir das Buch schon sehr gut gefiel. Ja, was soll ich sagen? 5 Sterne sind um einiges zu wenig für dieses Buch und ich halt schon Ausschau nach weiteren Büchern des Autors. 


    • Cover des Buches Einstein (ISBN: 9783314105296)
      Torben Kuhlmann

      Einstein

       (123)
      Aktuelle Rezension von: SternchenBlau

      Was wäre, wenn Mäuse die größten wissenschaftlichen Erkenntnisse erlangt hätte? Diese Frage beantwortet uns Torben Kuhlmann bereits zum vierten Mal und das Grundkonzept bleibt dabei faszinierend. Kleine können ganz großes erreichen! Diesmal erkunden wir mit der vierten Maus erkunden die Geheimnisse der Zeit. Kuhlmanns Bücher leben von der Stärke seiner Illustrationen, die Realismus und Phantasie auf so wundervolle Weise vereinen.

      Die Maus hat das Berner Käsefest verpasst, gibt es vielleicht doch noch eine Chance es nicht zu verpassen? Die Begegnung mit einem alten Mäuseuhrmacher lässt sie über Einstein recherchieren und plötzlich ist da die Idee, wie eine Zeitreise funktionieren könnte. Nur landet sie nicht einige Wochen zuvor beim Käsefest, sondern 1905 bei Einstein.

      Kuhlmann verküpft gelungen die verschiedenen Zeitebenen und die Kausalitäten über die Zeitebenen hinweg gehen für mich richtig gut auf. Sehr charmant fanden wir, wie die Maus mit Einstein in Kontakt tritt und wie er ihr auf die Schliche kommt.

      Allerdings fehlte mir die Begründung, warum die Maus das Käsefest verpasst, besonders da dies den Anstoß für die ganze Geschichte gibt, die auch noch die Bedeutung von Kausalitäten in den Fokus nimmt. Und Einsteins Rolle und seine Theorien hätten noch mehr in den (kindgerechten) Blick genommen werden können. Schade auch, dass die „lebhafte Diskission über die Rolle von Einsteins erster Ehefrau Mileva“ leider nur als ein Satz im Sachteil am Ende des Buches vorkommt. Milevas Rolle hätte doch auch in der Geschichte reflektiert werden können. Da fällt dann nochmal besonders auf, dass Kuhlmann in seiner Reihe nun schon den vierten männlichen, weißen Wissenschaftler vorstellt. Da würde ich mir beim nächsten Band mal endlich etwas Diversität wünschen.

      Fazit:

      Obwohl das Konzept der Mäusewissenschaft weiter aufgeht und wir viel Spaß beim Lesen hatten, vergeben wir diesmal 4 von 5 Sternen (schwankend zwischen 4 und 4,5) und wünschen uns fürs nächste Mal einen Band ohne weißen Mann.

    • Cover des Buches Höllenfeuer (ISBN: 9783839216149)
      Rolf von Siebenthal

      Höllenfeuer

       (28)
      Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

      2. Fall für Max Bollag

       Klappentext:

      Qualvoll stirbt der angesehene Arzt Dr. Michael Brunner beim Brand seiner Villa in Liestal. Schnell findet die Polizei Baselland heraus, dass sie es mit Mord zu tun hat. Personalmangel in den Sommerferien und zugeknöpfte Zeugen behindern die Ermittlungen von Kripo-Chef Heinz Neuenschwander. Zudem steckt auch noch der Journalist Max Bollag seine Nase überall hinein. Doch die beiden Männer müssen sich zusammenraufen, wenn sie Schreckliches verhindern wollen.

      Meine Meinung:

      Wow! Das ist das erste Wort, was mir hierzu einfällt. Nachdem ich schon den ersten Band verschlungen habe, wollte ich doch auch unbedingt den Nachfolger mit Max Bollag lese. Und ich muss sagen, er gefällt mir noch besser, als der Vorgänger.

      Schonungslos erzählt der Autor vom Verschwinden eines Jungen, von Sterbebegleitung und von einer fanatischen religiösen Gemeinschaft. Der Leser wird von einem Thema direkt in das Nächste geschubst, oder dass es zu viel wird ohne man das Gefühl hat, überfordert zu sein.

      Dieses Mal gewährt der Autor dem Leser auch ein paar Einblicke in das Leben des Journalisten. Interessant fand ich, auf jemanden zu treffen, sei es auch nur im Buch, der Gummibärchen ebenfalls nach den Farben ist und Mokka-Joghurt liebt. Ob der Autor mich heimlich beobachtet hat? :-)

      Wer den ersten Band gelesen hat, wird die Akteure sehr schnell wieder erkannt haben. Für "Bollag" Neulinge wird es aber ebenfalls nicht schwierig sein, sich den bzw. die Protagonisten vorzustellen, da dieses sehr gut und detailliert dargestellt sind.

      Durch die kleinen dialektischen Einlage, macht es diesen Krimi zu einem wahren regionalen Krimi.

      Fazit:

      Für Krimi-Fan ist diese Reihe meine absolute Empfehlung. Spannend, actionreich und sehr unterhaltsam. Ich bin schon sehr auf den dritten Band gespannt.

    • Cover des Buches Herz aus Gold und Asche (ISBN: B07NF5CTS3)
      Katja Ammon

      Herz aus Gold und Asche

       (161)
      Aktuelle Rezension von: julia-elysia

      kann Spoiler enthalten

      Ich weiß nicht, was mich letztendlich dazu gebracht hat, dieses Buch zu kaufen, denn ich kann mich den meisten Rezensionen hier anschließen. Der Klappentext und das Cover haben mich wahrscheinlich in den Bann gezogen, aber leider war der Inhalt ziemlich enttäuschend.

      Bereits zu Anfang treten sehr unlogische und klischeehafte Ereignisse auf. Die 19-jährige Elin will unbedingt Chemie studieren, kann sich dies aber nicht leisten, da das meiste Geld für die Krebsbehandlung ihres Bruders ausgegeben wurde und nach dem Tod ihrer Eltern ihre Tante auf sie aufpasst. Sie will bei derselben Firma arbeiten, wo auch ihr Vater zuvor gearbeitet hat - auch wenn ihre Tante felsenfest davon überzeugt ist, dass diese am Tod ihrer Eltern schuld ist. Elin bewirbt sich trotzdem, weil mit dem Job ein Chemiestudium einhergeht - und sie wird sofort ohne Umschweife angenommen! Beim Rausrennen stößt sie übrigens noch gegen einen Wachmann mit goldenen Augen, den sie sofort super attraktiv findet und sich in ihn verliebt. Seitdem bekommt sie ihn nicht mehr aus dem Kopf.

      Hat jemand ein paar Klischees bestellt?

      Die nächsten Begegnungen zwischen den beiden sind auch so gestaltet, dass sie so ziemlich schnell zusammenkommen, aber nicht zusammen sein können, weil er "gefährlich" wäre. Trotzdem sind sie unsterblich ineinander verliebt und würden sich nie wieder trennen - weil sie einfach zusammengehören.

      Selbst wenn ich jünger gewesen wäre, hätte mich diese unlogische Storyline gestört. Es war kaum Spannung und Sinn enthalten - es schien, als wären alle Inhaltspunkte einfach so schnell wie möglich abgehakt worden.

      Auch dass Elin die Nachfahrerin der Erben ist, die als Einzige das geheime Buch ihres Vaters lesen kann und den Frieden zwischen Menschen und Basilisken auferhalten soll, wurde ziemlich schnell und unspektakulär eröffnet.

      Ich bin ziemlich enttäuscht, denn die grundlegende Story hätte wirklich Potenzial gehabt. Die Sache mit den Alchemisten vs. Basilisken hat mich teilweise an die "Kaleidra"-Reihe von Kira Licht erinnert, auch wenn das Buch davor geschrieben wurde. Zwischendurch gab es einige Szenen, die das Ganze wieder etwas spannender gestaltet haben, aber sobald Elin und Esra (der Wachmann) wieder liebevoll aufeinanderzugegangen sind, konnte ich nur genervt die Augen verdrehen.

      Insgesamt gebe ich dem Buch 2,5/3 Sterne. Schade eigentlich, die Geschichte hätte Potenzial gehabt ...

    • Cover des Buches Die Löffel-Liste: 13 bunte Lebensträume (ISBN: 9783735711106)
      Maryanne Becker

      Die Löffel-Liste: 13 bunte Lebensträume

       (22)
      Aktuelle Rezension von: Kerry

      *Ursula Dittmer - Delfine bringen Glück*

      Barbara und Dennis sind ein Paar im höheren Alter. Sein Traum ist es, nach Griechenland auszuwandern, doch sie zögert noch. Doch dann macht Barbara eine Entdeckung ...


      *Sinje Blumenstein - Ein neuer Tag*

      Die Protagonistin der Geschichte reist mit ihrer Freundin Chris in die USA und besucht ein Konzert, dass sie ihr Lebtag nicht vergessen wird.


      *Maryanne Becker - Fortmachen*

      Die 15-jährige Perla lebt mit ihren Eltern in Armut auf dem Land. Sie will weg von dort und heiratet, um so ein besseres Leben in Südamerika zu beginnen. Doch dort steht ihr eine Überraschung bevor ...


      *Gerrit Fischer - Meerwert*

      Wenn Frank das Erbe seines Onkels Anton antreten will, muss er sich seinen letzten Wünschen fügen, etwas, dass dem Karrieremenschen Frank nicht einfach fallen dürfte.


      *Marlene Geselle - Alte Sünden*

      Martin liegt im Krankenhaus - er hat Krebs. Jetzt, wo er nicht mehr viel zu verlieren hat, kann er endlich das tun, was ihm schon länger vorschwebte - alte Schulden begleichen.


      *Bernd Lange - Reisen, der ewige Wunsch zu schweben*

      In dieser Kurzgeschichte geht es um Beobachtungen im Herbst und was diese so mit sich bringen.


      *Herr LyDmann - Sturmtänzer*

      Studentin Glutja will unbedingt auf ein Forschungsschiff, um dort Wale zu beobachten, doch sie muss Widerstände überwinden, denn ihre Eltern sind vor 20 Jahren auf einem Forschungsschiff tödlich verunglückt.


      *Anke Höhl-Kayser - Mars*

      Ein Sohn erfüllt den sehnlichsten Wunsch seiner schwer erkrankten Mutter - eine Reise zum Mars.


      *Manu Wirtz - Die Straße der Tränen*

      Camel Trophy 194 - eine abenteuerliche Autorallye durch 1.000 Meilen Urwald.


      *Pamela Menzel - I want to be a part of it*

      Sie hat einen Lebenstraum, doch die Angst, die sie begleitet, die der Erfüllung dieses Traumes im Wege steht, wird von Jahr zu Jahr größer. Ob sie sie je besiegen wir und ihr Traum in Erfüllung geht?


      *Carsten Koch - Löffel in gute Hände abzugeben*

      Ein Mann, gefestigt im Leben und in der Gesellschaft - will ausbrechen und einfach aussteigen. Wird er dazu den Mut aufbringen?


      *Sylvia Hubele - Eine Reise an das Ende der Welt*

      Der Unterschied zwischen der Vorstellung einer solchen Reise und der Realität.


      *Harald Herrmann - Die Tour*

      Ein lebenslanger Traum gipfelt in eine Motorradtour in die Vergangenheit.



      Bei diesem Buch handelt es sich um eine Anthologie mit Geschichten rund um die Thematik "Was man noch tun will, bevor man den Löffel" abgibt. Die Geschichten waren sehr angenehm zu lesen, einige haben mir durchaus ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, jedoch konnte ich, auf Grund der Unterschiedlichkeit der einzelnen Geschichten, nicht alle so nachvollziehen. Ich gehe aber davon aus, dass das niemandem gelingen würde, denn jeder hat eigene Wünsche und Träume, die man sich noch erfüllen will, bevor man den Löffel abgibt.

    • Cover des Buches Das letzte Sakrament (ISBN: 9783404166749)
      Thomas Kowa

      Das letzte Sakrament

       (43)
      Aktuelle Rezension von: ingo101
      Ein interessanter Ansatz für eine Geschichte und viele philosophische was-wäre-wenn Fragen. Diese sind in einer spannenden Geschichte untergebracht, die zum Weiterlesen animiert. Am Anfang ist der Schreibstil noch etwas ungewohnt, aber das bessert sich deutlich nach 20-30 Seiten, vielleicht weil es das Erstlingswerk des Autors ist? Aber letztendlich entfaltet die Erzählung eine Spannung.

      Viele Szenen nur oberflächlich beschrieben werden, das ist gewöhnungsbedürftig. Das scheint dem Schreibstil geschuldet zu sein, der, ungefähr ab dem zweiten Drittel an Tempo und Geschwindigkeit immer wieder nachlegt. Tiefere oder überhaupt vollständige Beschreibungen der Umwelt, der Gefühlswelt, der Charaktere oder der aktuellen Situation sind da – offensichtlich - fehl am Platz. Glaubwürdigkeit (auf die Erzählweise/Beschreibungen bezogen) leider auch. Viele Szenen werden rasch und schnell abgehandelt – Schlag auf Schlag, ohne tiefer eintauchen zu wollen.
      Die Charaktere sind wie aus dem Leben gegriffen. Sie haben ihre Macken und Schrullen und Problemchen. Allen gemeinsam ist, dass wenig über ihr Leben vor den Ereignissen erzählt wird. Es gibt zwar einige Rückblenden, die den Hintergrund beleuchten, diese sind aber selten. Trotzdem fühlt man sich nach einigen Seiten (siehe oben) mit den Figuren verbunden. Erstaunlich wie es der Autor schafft, die Charaktere nur mit den aktuellen Ereignissen dem Leser oberflächlich näherzubringen.

      Spannend, nach den ersten 20-30 Seiten gut zu lesender Krimi. Charaktere bleiben blass, aber gleichzeitig interessant. Das Tempo der Erzählung wird zum Ende hin immer schneller. 
    • Cover des Buches Söldner des Geldes (ISBN: 9783954511341)
      Peter Beck

      Söldner des Geldes

       (25)
      Aktuelle Rezension von: Magicsunset
      „Die Strömungen der Luft und des Geldes waren nicht sichtbar.“ (Zitat Seite 135)

      Inhalt:
      Bei einem Helikopterabsturz in den Schweizer Bergen kommt Anna, Mitarbeiterin und persönliche Vertraute von Tom Winter, Sicherheitschef einer Schweizer Privatbank, ums Leben. Mit ihr der erfahrene Pilot, sowie ein arabischer Scheich, ein extrem vermögender, einflussreicher Kunde der Bank. Es war definitiv kein Unfall. Die erste Spur führt Winter nach Kairo. Als dort ein Geschäftspartner des Ermordeten ebenfalls bei einem Anschlag umkommt, ist Winter klar, dass jemand die geplanten weltweiten Investitionen mit allen Mitteln verhindern will. Eine deutliche Botschaft an Winters Chef lautet: Raushalten aus dem Nahen Osten. Gemeinsam mit der ägyptischen Geschäftsfrau Fatima macht sich Winter auf eine lebensgefährliche Spurensuche, die sie quer durch Europa, nach Amerika und zurück in die Schweiz führt.

      Thema und Genre:
      Dieser packende Thriller beschäftigt sich mit dem System der internationalen Finanzmärkte. Es geht um diskrete Banken, Anlagestrategien, Investmentfonds und unvorstellbar hohe Geldsummen, die hier zu verdienen sind.

      Charaktere:
      Winter ermittelt ziel- und lösungsorientiert. Seine Ausbildung bei einer Spezialeinheit der Polizei ist bei körperlichen Angriffen hilfreich. Er ist verschwiegen und hat Humor.
      Fatima, die intelligente ägyptische Geschäftsfrau kennt die Zusammenhänge im Nahen Osten und unterstützt Winter dort, wo er als Europäer vor verschlossenen Türen stehen würde.

      Handlung und Schreibstil:
      Die straffe Handlung erstreckt sich über etwa 14 Tage, der Hauptprotagonist Winter muss unter enormem Zeitdruck ermitteln, was für den Leser intensive Spannung bedeutet. Dennoch nimmt sich der Autor Zeit für Beschreibungen der unterschiedlichen Handlungsschauplätze und auch das fröhliche Feiern am 1. August, dem Bundesfeiertag der Schweiz wird erwähnt. Diese Schilderungen erhöhen das Vergnügen beim Lesen, ohne jedoch die Spannung zu unterbrechen. Der trockene Humor des Autors zeigt sich in Sätzen wie „Die arabischen Flüche krachten beeindruckend“ und ebenso beeindruckend ist der Ideenreichtum, mit dem der Autor Winter handeln lässt. Auf Seite 275 zum Beispiel beginnt eine Szene, bei der ich schallend gelacht habe, so genial sind die Bilder, die man sich bei dem gekonnt geschilderten Ablauf sofort vorstellt.

      Fazit:
      Dieser spannende Thriller ist das erste von bisher drei Büchern über die internationale Welt der Hochfinanz und den smarten Sicherheitschef Tom Winter, doch die Reihenfolge spielt keine Rolle. Sicher ist jedoch, sobald man eines der Bücher gelesen hat, will man die anderen auch lesen. Dieser niveauvolle, auch sprachlich großartige Wirtschaftsthriller ist ein packender Pageturner, der überzeugt und Spaß macht.

    • Cover des Buches Lea (ISBN: 9783442743278)
      Pascal Mercier

      Lea

       (179)
      Aktuelle Rezension von: Lilli33

      Gebundene Ausgabe: 256 Seiten

      Verlag: Carl Hanser (11. Mai 2007)

      ISBN-13: 978-3446209152

      Preis: 22,00 €

      auch als Taschenbuch, als E-Book und als Hörbuch erhältlich


      Beklemmende Story


      Inhalt:

      Im zarten Alter von acht Jahren verliert Lea ihre Mutter. Der Vater gibt sein Bestes, doch das Kind entzieht sich ihm immer mehr. Bis sie eines Tages eine Geigerin hören und Lea weiß, dass auch sie Geige spielen muss. Sie entpuppt sich als hochtalentiert - der Anfang einer steilen Karriere. Doch die Sucht nach Perfektion und der Liebe ihres Lehrers drängen das Mädchen an den Abgrund - und den Vater gleich mit.


      Meine Meinung:

      Ähnlich virtuos wie seine Figur Lea ist auch Pascal Mercier, allerdings beim Erzählen. Wir erfahren Leas Geschichte durch eine dritte Person, eine Zufallsbekanntschaft des Vaters, der dieser über die erlittene Katastrophe erzählt. Zwar führte dies manchmal bei mir zu Irritationen, weil ich den Wechsel zwischen den Erzählstimmen verpasste, aber mit etwas mehr Konzentration sollte das gut zu meistern sein.


      Sehr gelungen fand ich die Steigerung, mit der die Handlung unabänderlich in immer schnelleren Schritten auf eine schon früh zu erahnende Katastrophe hinführt. Dabei erhält man intensive Einblicke in den Vater, aber auch in die Tochter und ganz wie nebenbei auch in den Erzähler, der zunächst wie am Rande stehend wirkt, aber doch auch einiges von sich preisgibt. 


      Alle drei sind spannende Figuren. So konnte Pascal Mercier mich mit „Lea“ gut fesseln.


      ★★★★☆


    • Cover des Buches Aargau-Fieber (ISBN: 9783740800581)
      Ina Haller

      Aargau-Fieber

       (12)
      Aktuelle Rezension von: Pixibuch
      Das Cover dieses Buches hat es mir besonders angetan. Zuerst wußte ich damit nichts anzufangen. Aber dann später beim Lesen kommt man drauf, warum es so ist, wie es ist. Andrina wird wieder in einen Kriminalfall verwickelt, ohne viel dazugetan zu haben. Ihren Job macht sie nicht gerade mit  großer Lust, als plötzlich ein ominöser Bruder ihres Mannes auftaucht. Er behauptet, er und Marco hätten den gleichen Vater. Marco hat Andrina endlich einen Heiratsantrag gemach. Doch dann wird Andrinas Schwester plötzlich von einer unbekannten Krankheit getroffen, sie schwebt in Lebensgefahr. Dann gerät die Pharmafirma Enricos in die Schlagzeilen und Enrico wird wegen Mordes gesucht. Andrina flieht mit ihm und beide werden verfolgt und nach deren Leben wird getrachtet. Eine Verfolgung wie bei James Bond echt. Marcos Mutter hat Andrina mit Enrico zusammen gesehen und falsche Schlüsse gezogen. Deswegen schaltet auch Marco auf stur und will von der Hochzeit nichts mehr wissen. Andrina steckt mitten im Schlamassel. Kommt sie da heil wieder heraus?????? Ina Haller hat auch mit diesem Band ihrer Aargau-Krimis wieder ins Schwarze getroffen. Dieser Teil steht in seinen Vorgängerbänden in nichts nach. Spannung pur.
    • Cover des Buches Das Geheimnis der schwedischen Briefe (ISBN: 9783732554461)
      Tanja Bern

      Das Geheimnis der schwedischen Briefe

       (18)
      Aktuelle Rezension von: dia78

      Das Buch "Das Geheimnis der schwedischen Briefe" wurde von Tanja Bern verfasst und erschien 2019 im beHEARTBEAT by Bastei Entertainment Verlag.

      Der Autorin gelingt es ein berührendes Buch zu verfassen, das einem mit jeden Satz mehr in das Geschehen hineinzieht. Auf zwei Zeitebenen lernt man das Leben verschiedener Generationen kennen. Auf der einen Seite eine Liebesgeschichte, auf der anderen die Aufdeckung der Geheimnisse rund um Briefe.
      Die Wortwahl und der Schreibstil der Autorin schaffen es, dass man mit der Geschichte mitlebt. Man lacht mit den Protagonisten, man weint, man recherchiert wie in Echtzeit mit.

      Jeder, der gerne Liebesgeschichten und Familiensagas liest, ist mit diesem Buch bestens beraten.

    • Cover des Buches Der Klavierstimmer (ISBN: 9783442740413)
      Pascal Mercier

      Der Klavierstimmer

       (131)
      Aktuelle Rezension von: 101844
      Ein sehr feinfühliger und bewegender Roman. Das eigentliche Thema ist viel erschütternder als es anfangs den Anschein hat. Das Buch ist als eine Art Tagebuch-Korrespondenz gestaltet. Über die beiden Kinder erfährt man nach und nach die Hintergründe des großen Familiendramas. 
      Sprachlich wunderschön geschrieben, mit Blick für all die kleinen Gesten im Leben. Eine unerwartet vielschichtige Handlung, die sich behutsam offenbart. Der Autor schafft eine hochdramatische Darstellung der menschlichen Psyche. Dennoch sehr realistisch und beklemmend nachvollziehbar. 
    • Cover des Buches Scheinwerfen (ISBN: 9783902844897)
      Giuliano Musio

      Scheinwerfen

       (3)
      Noch keine Rezension vorhanden
    • Cover des Buches Lange Schatten (ISBN: 9783724521556)
      Rolf von Siebenthal

      Lange Schatten

       (9)
      Aktuelle Rezension von: mabuerele

      „...Vanetti ging in die Hocke und nahm den Anblick des Toten in sich auf. Jeder Mensch ist ein Abgrund, es schwindelt einen, wenn man hinabsieht. Wie recht der Schriftsteller Georg Büchner gehabt hatte...“


      Emil Luginbühl begleitet die Bundesrätin Kolliker als Sicherheitsbeauftragter. Kurz bevor sie das Haus betreten, fällt ein Schuss. Emil ist sofort tot, die Bundesrätin wurde nicht getroffen.

      In der Schweiz ist gerade Wahlkampf. Damit liegt der Verdacht nahe, dass der Anschlag politisch motiviert war. Doch der Bundespolizist Axel Vanetti hat seine Zweifel.

      Der Autor hat erneut einen spannenden und vielschichtigen Krimi geschrieben.

      Die Ermittler stehen praktisch vor dem Nichts. Als es den nächsten Toten gibt, dieses Mal einen Arzt, scheinen alle Theorien in sich zusammen zu fallen.

      Der Schriftstil lässt sich gut lesen. Er unterstützt die rasante Handlung. Dabei lässt er Autor gekonnt einige Handlungsstränge parallel laufen. Zum einen geht es um die Ermittlung im Falle der Toten, zum anderen darf ich das Team des 53 Jahre alten ehemaligen Schauspielers Oli Schwarz beim Wahlkampf begleiten und im dritten Strang kämpft die Journalistin Zoe Zwygart darum, endlich einen Exklusivartikel für ihre Zeitung schreiben zu dürfen.Dem kommt sie erstmals sehr nahe, als ihr Dinge zugespielt werden, die mit den Morden zu tun haben könnten. Allerdings ahnt sie nicht, dass sie sich selbst in Lebensgefahr befindet.

      Nach und nach kristallisieren sich verschiedene Motive heraus. Plötzlich gewinnt ein einschneidendes Ereignis aus der Vergangenheit wieder an Bedeutung.

      Zu den stilistischen Feinheiten gehören die Gespräche zwischen Vanetti und Zwygart. Die beiden schenken sich nichts. Hier treffen zwei starke Persönlichkeiten aufeinander, die sich im Laufe der Ermittlungen schätzen lernen.

      Gleichzeitig lässt mich der Autor die fiesen Methoden des Wahlkampfs erleben. Wie skrupellos mancher dabei agiert, zeigt das folgende Zitat.


      „...Das ist doch das Herrliche an der ganzen Sache. Ich musste gar nichts vertuschen, der Deal wurde von ganz oben eingefädelt. Ein paar einflussreiche Politiker stünden mit heruntergelassenen Hosen da, wenn alles an die Öffentlichkeit käme...“


      Erst am Ende wird das ganze Ausmaß der Verschleierung und Vertuschung klar. Persönliche Eitelkeiten, dubiose Geschäftsmethoden und die gekonnte Manipulation von Menschen mit ihren Ängsten und ihren Sorgen gehen eine unheilige Allianz ein.

      Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Der Autor beherrscht nicht nur das Spiel mit den Worten, sondern auch die Konstruktion eines komplexen Plots

    • Cover des Buches Wachtmeister Studer (ISBN: 9783843800075)
      Friedrich Glauser

      Wachtmeister Studer

       (3)
      Noch keine Rezension vorhanden
    • Cover des Buches Verfalldatum (ISBN: 9783839216927)
      Roger Strub

      Verfalldatum

       (1)
      Aktuelle Rezension von: gaby2707

      Tobias Landauer, 52, Erfolgsautor zahlreicher blutrünstiger Krimis, in denen Kinder auf verschiedenste Weise umkommen, geht im Rahmen der Kampagne "Schwarzer Herbst" auf Lesetour. Da bekommt er eine Nachricht von Rumpelstilzchen, mit der Drohung, dass seine Zeit abgelaufen sei und er die Tournee abbrechen soll. Landauer weigert sich. Seine Verlegerin und seine Verlagsassistentin stehen voll hinter ihm. Doch es kommt wirklich zum Showdown und Rumpelstilzchen macht Ernst...

      Roger Strub nimmt mich in diesem Krimi mit nach Bern und in die Welt des Erfolgsautors Tobias Landauer. Farbig und detailliert beschriebene Protagonisten machen es mir leicht, sie sich mir vorzustellen. Eine Geschichte, die genau so in unserer heutigen Zeit passiert sein könnte, lässt mir manches Mal die Haare zu Berge stehen. Und doch habe ich keine Ahnung, wer hier seine Rachegelüste an dem Autor ausleben will. In einem Verwirrspiel lenkt mich der Autor auf immer neue Wege, die aber nicht zielführend sind und am Schluss bin ich bass erstaunt, wer sich hier als Täter heraus stellt.

      Ein gut gemachter, leicht und locker, immer spannend erzählter Kriminalroman, den ich gerne weiter empfehle.

       

    • Cover des Buches Die Leinwand (ISBN: 9783423140775)
      Benjamin Stein

      Die Leinwand

       (53)
      Aktuelle Rezension von: Stephanus

      Der Jude Amnon Zichrom besitzt die außergewöhnliche Fähigkeit Erinnerungen anderer Menschen nachzuerleben. Konsequenterweise wird er Psychoanalytiker und kann dabei diese Fähigkeit ideal einbringen. Hierbei begegnet er Minsky und erreicht, dass dieser seine traumatische Kindheit während des Holocausts aufschreibt um diese zu verarbeiten. Das so entstandene Buch wird dann vom Journalisten Jan Wechsler als reine Fiktion kritisiert und Minsky verschwindet. Wechsler wird dann 10 Jahre später ein Koffer zugestellt, den er bei seiner Reise nach Israel verloren haben soll. Dieser kann sich aber nicht daran erinnern und begibt sich, nach dem merkwürdigen Inhalt des Koffers auf Spurensuche. In Israel muss er feststellen, dass Zichrom seit zehn Jahren verschwunden ist, kurz nach seinem damaligen Besuch. Die Spurensuche geht weiter und bringt ihn zu Minsky und dem Rätsel auf die Spur.

      Der Autor hat ein sehr ungewöhnliches Buch geschrieben. Eigentlich sind es zwei Bücher, eines von Jan Wechslers Perspektive und das andere aus der Perspektive von Amnon Zichrom. Es gibt zwei Ausgangspunkte und dem Leser ist es freigestellt, mit welcher er beginnt. Nach jedem Kapitel kann auch das Buch gewechselt werden und aus der anderen Perspektive weitergelesen werden. Sehr skeptisch aufgrund dieser Konstruktion hat mich gleich nach wenigen Seiten diese ungewöhnliche Herangehensweise fasziniert und das Fazit ist, dass die Haupthandlungen und auch die Nebenwege sich perfekt zusammenführen und letztlich ein interessantes, lesenswertes Buch entstanden ist.


    • Cover des Buches Nachtzug nach Lissabon (ISBN: 9783869091723)
      Pascal Mercier

      Nachtzug nach Lissabon

       (31)
      Aktuelle Rezension von: Waschbaerin
      Diese gekürzte Hörbuchfassung des Bestsellers von Pascal Mercier, "Nachtzug nach Lissabon" gehört für mich zu den besonderen Schätzen.

      Auf 2 CDs werden die markantesten Passagen dieses Buches in wunderbarer Weise von bekannten Schauspielern eindrucksvoll gesprochen. Peter Fricke war mir bisher eher als Mime von unsympatischen und zwielichtigen Figuren, besonders in Krimis, bekannt. Doch wie er hier seine Stimme einzusetzen vermag, dafür gebührt ihm besonderes Lob.

      Raimund Gregorius, ein etwas langweiliger und schrulliger Lehrer mit dicken Brillengläsern trifft am Morgen auf eine Portugiesin. Der Klang ihrer Sprache löst in diesem Moment etwas in ihm aus was ihn veranlasst, sein bisheriges Leben in Frage zu stellen. So wie er bisher lebte, das konnte nicht alles gewesen sein.

      In einer Buchhandlung sieht er durch Zufall ein Buch  von Amadeo de Prado, einem Künstler der Worte, die ihn in der Tiefe seiner Seele berühren.

      "Wenn es so ist, dass wir nur ein Teil von dem leben was in uns ist, was geschieht mit dem Rest?" Dies ist nur eine von vielen philosophischen Betrachtungen unseres Daseins. Auch Marc Aurel kommt zur Sprache, "vergeh dich nicht an dir selbst und tu dir Gewalt an meine Seele...... Ein Leben hast du nur. Es aber ist für dich fast abgelaufen und du hast getan, als ginge es dabei um die anderen Seelen...... "

      Mundus fährt mit dem Nachtzug nach Lissabon und lernt dort Menschen kennen, die mit Amadeo de Prado ein Stück auf dessen Lebensweg mit ihm gingen. Jeder beschreibt diesen außergewöhnlichen Menschen auf seine Weise und man könnte glauben, jeder kannte einen anderen Amadeo. Doch als Prado selbst zu Wort kommt stellt man fest, niemand hat ihn richtig gekannt, von seinen Selbstzweifeln gewusst. Alle sahen nur "ein Bild von einem Mann", ein außergewöhnlicher Menschen. Ja, dieser Amadeo war außergewöhnlich, aber in seiner ganz eigenen und tiefgründigen Art. Ein ewiger Zeifler seiner selbst. Vom Vater gedrängt Arzt zu werden, verbunden mit der Hoffnung, dass ihm jemand seine Schmerzen nehmen könnte. Von der Schwester vergöttert, nachdem er ihr das Leben rettete. Doch seine berührungslose Liebe galt einem einfachen Bauernmädchen aus der Mädchenschule, das er auch später noch immer dann aufsuchte, wenn er Sorgen hatte. Wer war Amadeo de Prado wirklich?

      Ich glaube, dieses Hörbuch habe ich schon 100 mal gehört und immer wieder ist es ein Hochgenuss für mich.

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