Bücher mit dem Tag "berlin"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "berlin" gekennzeichnet haben.

4.114 Bücher

  1. Cover des Buches Das Paket (ISBN: 9783426199206)
    Sebastian Fitzek

    Das Paket

     (2.485)
    Aktuelle Rezension von: Celairgil
    In diesem Fitzek Buch, geht es um Emma Stein. Eine junge Psychiaterin, welche in einem Hotelzimmer
    vergewaltigt wurde. Seit dem verlässt sie das Haus nicht mehr. Sie befürchtet der Täter sucht sie wieder heim, da sie die einzige Überlebende des Serientäters ist. Eines Tages bittet sie der Postbote ein Paket für einen Nachbar anzunehmen... einen Mann dessen Name sie nicht kennt, obwohl sie schon seid Jahren in der Gegend wohnt...


    Der Schreibstil war sehr angenehm und gut zu lesen. Der Anfang des Buches war gut geschrieben und hat mich direkt gefesselt. Jedes Kapitel warf neue Fragen auf oder endeten mit einem Cliffhanger, wodurch ich oft das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Story verlief anders als ich bei dem Titel erwartet habe, aber trotzdem sehr gut. Man kam schnell in die Story rein und erhielt interessante Sichtweisen in die Denkweise und Gedankengänge der Psychiaterin. Was es besonders spannend machte, da sie als Psychiaterin die Psyche des Menschen sehr genau kennt. Jedoch fande ich es zeitweise etwas zu lang gezogen. Als alles aufgelöst wurde war ich definitiv überrascht, jedoch ging mir das ganze zu schnell und es blieben meiner Meinung nach noch ein paar offene Fragen übrig.

    Letztendlich ein guter und interessanter Thriller mit leichten Schwachstellen. Trotzdem spannend und empfehlenswert. Auf jedenfall wird dies nicht mein letztes Fitzek Buch sein.

  2. Cover des Buches AchtNacht (ISBN: 9783426521083)
    Sebastian Fitzek

    AchtNacht

     (1.479)
    Aktuelle Rezension von: sunny_sun

    Anfangs hatte ich einige Probleme in das Buch hineinzukommen, vor allem das erste Kapitel ist sehr verwirrend, allerdings löst es sich schnell auf. Mit dem Prolog hatte ich ebenfalls Schwierigkeiten, denn er hat für mich sehr lange keinen Sinn ergeben. Erst als ich das Buch beendet hatte und den Prolog ein zweites Mal gelesen habe, habe ich ihn verstanden.

    Das Buch ist, wie von Fitzek gewohnt, einfach und spannend geschrieben, weshalb es mir stellenweise schwerfiel, das Buch zur Seite zu legen. Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Abschnitten. Während man durch einige Kapitel durchfliegt und unglaublich viel passiert, gibt es auch sehr langatmige Kapitel.

    Inhaltlich konnte mich das Buch leider nicht überzeugen. Mir fiel es schwer, alles nachzuvollziehen, weshalb ich oft nicht wusste, was genau passiert ist.

    Ich bin immer wieder begeistert, wie Fitzek Verbindungen zwischen Personen aus seinen Büchern herstellt, hier durch die Hauptperson aus Passagier 23.

    Zum Ende hin ging alles viel zu schnell, es gab unnötige Szenen, in denen alles sehr übertrieben und hektisch dargestellt wurde. Viele Zusammenhänge werden nicht klar, der Protagonist weiß gefühlt mehr als der Leser. Der Thriller hat mich sehr unzufrieden zurückgelassen. Die Auflösung empfand ich als sehr unpassend, da nicht alles beantwortet wurde und viele Fragezeichen zurückblieben.

    Insgesamt fand ich das Buch eher verwirrend. Hier fehlte definitiv die atemberaubende Auflösung, die ich mir von Fitzek erhofft hatte. Mein Fazit zu diesem Thriller: 3,5 von 5 Sternen 🌟🌟🌟⭐️⭐️.

  3. Cover des Buches Passagier 23 (ISBN: 9783426510179)
    Sebastian Fitzek

    Passagier 23

     (2.916)
    Aktuelle Rezension von: _books_lara_

    Schon der Prolog hat mich komplett in seinen Bann gezogen. Ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen und hätte es wahrscheinlich sogar an einem Tag durchgelesen, wenn ich nicht noch andere Dinge zu tun gehabt hätte. So hab ich es eben an zwei Tagen verschlungen – auch nicht schlimm, das macht das Buch ja nicht schlechter.

    Im Grunde war ich mir von vorn herein sicher, dass sich »Passagier 23« zu einem Highlight entwickeln würde. Und da lag ich mit meiner Einschätzung auch goldrichtig! Vom Schreibstil bis hin zuden kleinsten Details war alles in sich stimmig. Es gab Nervenkitzel in jedem einzelnen Kapitel, da jedes mit einem Cliffhanger aufgehört und neugierig auf mehr gemacht hat. Im nächsten Kapitel ging es dann meist aus der Sicht einer anderen Figur in einem anderen Handlungsstrang weiter, also blieb immer die Spannung auf dem höchsten Level. 

    Durch die unterschiedlichen Handlungsstränge, die am Ende alle zusammenlaufen, wird man als Leser*in zum Miträtseln angeregt. Da hat man scheinbar die alles entscheidende Lösung gefunden, und dann fällt einem auf, dass man einen Handlungsstrang vergessen hat einzubeziehen, der einfach nicht mehr dazupassen will. Und sofort muss man sich neu den Kopf zerbrechen, wie alles am Ende zusammenhängt. Und wie zum Geier Fitzek es überhaupt geschafft hat, da noch auf eine am Ende stimmige Lösung zu kommen.

    Besonders fies war mal wieder die Auflösung am Ende. Wobei, eigentlich war es nur die scheinbare Auflösung. Denn zum Schluss – wie es bei Fitzek typisch ist – wurde noch einmal alles umgeworfen. Und das eigentliche Ende schlägt dann noch mal richtig ein wie eine Bombe. Wirklich, ich hatte das Gefühl, mein Herz hört gar nicht mehr auf zu rasen, sobald ich die letzte Seite gelesen und das Buch zugeklappt hatte. Und fast wär mein Kopf auch noch explodiert, das sag ich euch!


    Fazit

    Heißt also zusammengefasst: »Passagier 23« konnte mich – wie die meisten Thriller von Fitzek – zu 100 Prozent abholen, hat mich mitgerissen und in die Geschichte eintauchen lassen. Es war blutig, fesselnd, krank und perfekt durchdacht. Alles in einem also ein Psychothriller wie man ihn sich nur wünschen kann.

  4. Cover des Buches Der Nachtwandler (ISBN: 9783426503744)
    Sebastian Fitzek

    Der Nachtwandler

     (2.241)
    Aktuelle Rezension von: _books_lara_

    Anders als viele andere Thriller von Fitzek startet »Der Nachtwandler« vergleichsweise behutsam in die Geschichte. Allerdings beginnt sich schon im ersten Kapitel die düstere Atmosphäre auszubreiten, die das Buch dominiert. 

    Doch der relativ seichte Einstieg braucht euch keine Sorgen zu machen, wenn ihr jetzt überlegt, ob ihr den Thriller denn auch wirklich lesen wollt. Denn die Geschichte entwickelt sich schon bald darauf zügig zu einem rasanten Pageturner, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Das mag unter anderem auch an Fitzeks Schreibstil liegen, durch den ich das Buch flüssig und schnell durchlesen konnte, ohne jedoch Emotionen zu vermissen oder das Leseerlebnis nicht genießen zu können. Die Cliffhanger zwischen einigen Kapiteln (die, anders als in vielen anderen Thrillern Fitzeks, nur aus der Sicht des Protagonisten geschildert werden) sowie die unerwarteten Plottwists an den entscheidenden Stellen machen das Gelesene umso spannender als ohnehin schon. Eine kurze Verschnaufpause? Klar, kann man machen. Aber man wird in dieser Pause nicht verschnaufen können, dafür sorgt Fitzek auch in diesem Psychothriller wieder gekonnt.

    Tatsächlich ist das Buch fast schon ein Horrorthriller. Was ich daran gemerkt habe, dass ich mich das erste Mal während des Lesens eines Buches erschreckt habe, als meine Schwester ins Zimmer gekommen ist – und sich dadurch zwangsläufig die Tür bewegt hat, was ich nur im Augenwinkel mitbekommen habe. So gefesselt war ich von der Geschichte rund um Leon und seine nachtwandlerischen Tätigkeiten, dass ich meine Umgebung vergessen und gefühlt einen Herzinfarkt erlitten habe, als sich die Tür bewegt hat. Wenn das mal kein Zeichen für einen grandiosen Psychothriller ist!

    Das einzige, was ich noch negativ anmerken möchte, ist das Ende. Das war mir dann irgendwann doch zu verwirrend. Ich war mir nicht mehr sicher, was jetzt Realität und was Traum bzw. das „dritte Stadium“ war, was sich in der eigentlichen Wohnung abgespielt hat und was in den geheimen Gängen und Räumen dazwischen. Das ist wahrscheinlich von Fitzek so gewollt, ich habe es aber trotzdem als störend empfunden.

    Fazit

    Bis auf das Ende hat mich ausnahmslos alles von »Der Nachtwandler« überzeugt. Ich habe mitgefiebert und Gänsehaut gehabt, habe mich gegruselt und regelrecht in die Geschichte hineingezogen gefühlt. Aus diesem Grund auch hier an dieser Stelle wieder eine Leseempfehlung für alle Fitzek- und Thriller-Fans, aber auch Leser*innen von Horrorliteratur sind mit dem Buch gut beraten. 

  5. Cover des Buches Der Heimweg (ISBN: 9783426281550)
    Sebastian Fitzek

    Der Heimweg

     (875)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Brigitte

    „Ich schreibe zum Zwecke der Unterhaltung. Dafür will ich gar nicht das real existierende Leid in der Welt detailgetreu ausschlachten. Ich habe nie verstanden, weshalb es in den Augen sogenannter Kritiker erstrebenswert sein soll, dass sich etwa der hinterbliebene Ehemann beim Lesen denkt: >>Gut recherchiert, Herr Fitzek. Genau so grausam wurde meine Frau von dem Serienkiller hingerichtet!<<“ (S. 380)

    So rechtfertigt sich Sebastian Fitzek am Ende seines Psychothrillers und nimmt mir „sogenannter Kritikerin“ schon einen Kritikpunkt vorweg. Mir ist verständlich, dass Fitzek keine Anleitung für den perfekten Mord schreiben möchte, und das befürworte ich durchaus. Allerdings wirkt diese Aussage wie ein doppeltes Spiel, denn in DER HEIMWEG finden sich explizite Gewaltdarstellungen an Frauen. Diese können genauso als Anleitung missbraucht werden. Somit führt der Autor seinen eigenen Aussagen ad absurdum. Manche Kritiker meinen, dass die Gewaltdarstellungen in diesem Buch zu brutal und frauenfeindlich sind. Was mich vielmehr stört ist, dass Fitzek hier suggeriert, frauenverachtende gewaltbereite Ehemänner wären die Regel statt die Ausnahme und dass Mädchen, die in ihrem Elternhaus gesehen haben, wie die Mutter geschlagen wurde, in ihrem Erwachsenenleben auch von ihrem Mann geschlagen werden (wollen). Und damit nicht genug, die Söhne schauen sich das Verhalten ihrer Väter an und sind in ihrem Erwachsenenleben natürlich auch gewaltbereit und Frauen gegenüber missbilligend eingestellt, da diese es ja über sich ergehen lassen. Fitzek unterschlägt den individuellen Entscheidungswillen und macht seine Protagonisten zu Marionetten, zu simplen Copy-and-Paste-Figuren

    Zweitens fühle ich mich als Leserin nur dann von einem Thriller unterhalten, wenn Schreibstil und Plot zusammenspielen. Bei Fitzek stört, dass er aus jeder Mücke einen Elefanten macht, aus kleinen Details einen riesigen Cliffhanger, der sich am Anfang des nächsten Kapitels schon entschärft. Augenrollend legte ich das Buch so oft wieder weg und verlor dadurch auch das Interesse an den Figuren und der Handlung.

    Drittens, die Handlung zieht sich. Der Protagonist Jules arbeitet beim Begleittelefon – ein Service für Personen, die sich nachts auf dem Heimweg befinden und Angst vor Gefahren im Dunkeln haben. So trifft er auf Klara, die vor jemanden auf der Flucht zu sein scheint. Fast das gesamte Buch über behalten die beiden über das Telefon Kontakt. Wie sieht es da mit dem Realitätscheck aus? „Ups, ich habe ja doch nicht richtig aufgelegt.“, „Oh, der Akku hält ja doch noch.“ „Ach, Mensch, da ist mir das Handy ja erneut runtergefallen, aber hey, der Anruf steht noch.“ „Ich lege jetzt auf...Oh, ne, doch nicht, erzähl mir mehr von deiner Lebensgeschichte.“ Diese Ausreden verlieren schon nach dem zweiten Mal ihre Glaubwürdigkeit.

    Viertens: Wieviel Fanservice denn noch!? Zur Auflösung erklärt der Mörder seine Beweggründe und jedes kleinste Detail wird nochmal aufgekocht, um auch sicherlich alle Lesende satt zu bekommen. Keine Fragen bleiben offen, nichts wird der Fantasie des Lesenden überlassen. Wer so etwas mag, wird an Fitzek seine Freude haben.

    Fazit

    DER HEIMWEG von Sebastian Fitzek ist eine schnöde, qualitativ unterdurchschnittliche Thriller-schmonzette mit eindimensionalen nervigen Figuren, unmotivierten Cliffhangern und einer zugegebenermaßen originellen Prämisse (dafür noch zwei Sterne). Mir gefällt, dass das Begleittelefon als gemeinnützige Organisation durch das Buch an Aufmerksamkeit gewonnen hat. Ein Gutes hat der unrechtmäßige Ruhm Fitzeks ja schlussendlich doch. Die Geschichte an sich ist jedoch weder lesens- noch empfehlenswert. Wer einen guten Fitzek lesen möchte, sei DER INSASSE empfohlen- inklusive den Fitzek-typischen maßlosen Cliffhangern, aber  mit einer wirklich unterhaltsamen Story.

    An Fitzek scheiden sich die Geister, dass ist mir besonders beim Lesen der positiven Rezensionen aufgefallen. Das Buch habe ich von einer Freundin geschenkt bekommen, welche es mir mit den Worten: „Ich habe es in vier Tagen durchgelesen!“ begeistert in die Hände drückte. Ich habe es nach weniger als vier Kapiteln schon aus der Hand gelegt und einiges an Selbstdisziplin gebraucht, um es wieder in die Hände zu nehmen.

     

    Der Heimweg| Sebastian Fitzek| Droemer Knauer| 2020| 378 Seiten| 22,99€

  6. Cover des Buches Tschick (ISBN: 9783499256356)
    Wolfgang Herrndorf

    Tschick

     (2.839)
    Aktuelle Rezension von: schnegge1998

    Bei dem Buch "Tschick" handelt es sich um zwei 14 Jährige Jungs, die beide als Außenseiter gelten. Die Sommerferien haben für beide nicht viel zu verheißen. Maik wird zuhause alleine zurückgelassen, denn seine Mutter muss mal wieder in klinische Behandlung wegen ihres Alkoholproblems und sein Vater verreist mit seine Assistentin. Tschick kommt Maik unerwartet besuchen und sie verbringen Zeit miteinander. Anfangs zocken sie, da sie sonst nichts mit der Zeit anzufangen wissen. Eines Tages kommt Tschick mit einem geklauten Lada auf den Hof von Maik gefahren. Erst wollte Maik nicht einsteigen, doch schneller als gedacht befinden sie sich auf den Weg in Richtung Walachei. Eine abenteuerliche Reise durch Deutschland ohne Kompass oder Landkarte beginnt. Sie machen einfach was sie für richtig halten. Sie treffen unterwegs viele verschiedenen Leute und haben die aufregendste und schönste Zeit ihres Lebens. 

    Es ist eine amüsante und tolle Geschichte. Ich habe oft lachen können. Immer wieder passieren spannende Dinge. Es ist wirklich ein erlebnisreicher Roadtrip, bei dem eine wahre Freundschaft entsteht. Sie lernen nicht nur sich gegenseitig besser kennen, sondern treffen unterwegs zahlreiche andere Leute, unter anderem auch Isa. Das Buch liest sich sehr gut. Ich konnte mich jeder Zeit wieder gut in das Buch hineinfinden und mir alles bildlich vorstellen. Durch die kurzen Kapitel ist es das perfekte für Zwischendurch.

  7. Cover des Buches Kirschroter Sommer (ISBN: 9783499227844)
    Carina Bartsch

    Kirschroter Sommer

     (2.758)
    Aktuelle Rezension von: annaxlin

    http://splendid-tales.blogspot.com/2022/02/rezension-zu-kirschroter-sommer-von.html

    Jahrelang stand es auf meiner Wunschliste, weil es mir immer wieder von Freundinnen und anderen Buchbloggern empfohlen wurde, und im Januar habe ich es nun endlich gelesen: »Kirschroter Sommer«. Es war der erste Roman, den ich als eBook gelesen habe - einfach aus dem Grund, weil es im Vergleich zum Buch sehr viel günstiger war. 


    Zum Cover: Mich persönlich spricht dieses Cover überhaupt nicht an, da es mich stört, wenn Personen auf dem Cover abgebildet sind und dadurch die eigene Vorstellungskraft beschränkt wird. Natürlich ist in diesem Punkt auch zu berücksichtigen, dass das Buch nun schon vor über zehn Jahren erschienen ist und sich in dieser Zeit die Konventionen der Covergestaltung natürlich gewandelt haben. Es kann gut sein, dass ein solches Cover 2011 modern war und bei vielen Leserinnen und Leser gut angekommen ist, dennoch trifft es meinen Geschmack leider nicht.


    Zur Handlung: Die Geschichte ist grundsätzlich authentisch und wird durch eine humorvolle und erfrischende Erzählweise aufgelockert. Dadurch liest sie sich sehr flüssig und selbst ich, die ich eigentlich eine langsame Leserin bin, hatte das Buch für die nicht ganz geringe Seitenanzahl schnell durch. 

    Zwischen Emily und Elyas gab es in der Vergangenheit einige Missverständnisse, welche im Handlungsverlauf aufgedeckt werden, sodass man Stück für Stück das Verhalten der Protagonistin besser verstehen kann. Trotzdem geschehen für meinen Geschmack etwas zu viele Zufälle, was die Geschichte konstruiert wirken lässt. Insgesamt ist die Story also ganz nett, das Potential wurde bei der Handlungskonzeption allerdings nicht vollständig ausgeschöpft. Stellenweise wird die Handlung quasi überhaupt nicht vorangetrieben und mir fehlt ein stetiger Handlungsaufbau hin zu einem Höhepunkt.


    Zu den Figuren: Im Fokus stehen die beiden Protagonisten Emely und Elyas, wobei die Geschichte aus der Ich-Perspektive Emelys erzählt wird und man als Leser somit in erster Linie Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt erhält. Ich lese gerne Bücher, die in der Ich-Perspektive geschrieben sind, weshalb dies schon mal ein Pluspunkt ist. 

    Neben diesen beiden Figuren gibt es noch Alex - beste Freundin von Emely und Schwester von Elyas. Das Verhalten aller drei Charaktere - aber insbesondere der beiden weiblichen - ist für ihr Alter meiner Meinung nach sehr kindisch. Emely und Alex werden als 23-jährige Studentinnen beschrieben - hätte ich als Leser diese Informationen jedoch nicht, hätte ich sie eher auf 15 oder 16 Jahre geschätzt. Das Benehmen ist alles in allem doch sehr jugendlich und naiv und zeugt überhaupt nicht von Reife, was einfach nicht zu dem Bild passt, das ich von Leuten, die in meinem Alter - also Anfang/Mitte 20 sind - habe. Einerseits ist mir klar, dass nur die fehlende Kommunikation dazu führt, dass Missverständnisse so lange aufrecht erhalten bleiben und die Geschichte dadurch am Laufen bleibt. Andererseits dachte ich mir an ganz vielen Stellen, dass die Protagonisten einfach mal miteiander reden sollten - wie es erwachsene Menschen normalerweise tun würden - und sich dadurch so vieles relativ schnell auflösen würde. Deshalb hat mich vor allem das Verhalten Emelys nach einer gewissen Zeit einfach nur noch genervt.


    Mein Fazit: »Kirschroter Sommer« ist eine ganz nette, aber auch belanglose Geschichte für zwischendurch, die Charaktere sind allerdings ziemlich nervig. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass mir die Geschichte im Teenager-Alter deutlich besser gefallen hätte als heute - vermutlich bin ich also einfach etwas zu spät dran gewesen mit diesem Buch. Für Leserinnen im Alter von 14 - 18 Jahren würde ich es also trotz der 3-Sterne-Bewertung meinerseits weiterempfehlen. 

    Und auch ich werde, gleichwohl mich der erste Teil nicht überzeugen konnte, wohl den zweiten Teil »Türkisgrüner Winter« lesen, weil ich nichtsdestotrotz interessiert daran bin, wie sich die Protagonisten Emely und Elyas weiterentwickeln. Vor allem aber bin ich auch gespannt auf den dritten Teil »Sonnengelber Frühling«, den die Autorin Carina Bartsch rund acht Jahre nach Erscheinen von Band 1 und 2 herausgebracht hat. Denn wenn eine Reihe nach einer vergleichsweise so langen Zeit fortgeführt wird, ist dabei sicherlich auch eine Entwicklung im Schaffen der Autorin zu erwarten...

  8. Cover des Buches Der Augensammler (ISBN: 9783426503751)
    Sebastian Fitzek

    Der Augensammler

     (5.304)
    Aktuelle Rezension von: Julia92

    Cover: Der Hintergrund in Schwarz- und Gelbtönen harmoniert sehr gut und ist passend für einen Thriller.

     

    Klappentext: Er spielt das älteste Spiel der Welt: Verstecken. Er spielt es mit deinen Kindern. Er gibt dir 45 Stunden, sie zu finden. Doch deine Suche wird ewig dauern. Erst tötet er die Mutter, dann verschleppt er das Kind und gibt dem Vater 45 Stunden Zeit für die Suche. Das ist seine Methode. Nach Ablauf der Frist stirbt das Opfer in seinem Versteck. Doch damit ist das Grauen nicht vorbei: Den aufgefundenen Kinderleichen fehlt jeweils das linke Auge. Bislang hat der „Augensammler“ keine brauchbare Spur hinterlassen. Da meldet sich eine mysteriöse Zeugin: Alina Gregoriev, eine blinde Physiotherapeutin, die behauptet, durch bloße Körperberührungen in die Vergangenheit ihrer Patienten sehen zu können. Und gestern habe sie womöglich den Augensammler behandelt …

     

    Meinung: Es ist bereits das zweite Mal, dass ich dieses Buch lese. Grund dafür ist Fitzeks neuestes Werk „Playlist“, bei dem empfohlen wird, die Vorgänger zu kennen. Da es schon mehrere Jahre her ist, dass ich die beiden Augen-Teile gelesen habe, wollte ich das nun nachholen, bevor ich mit „Playlist“ beginne. Zum Schreibstil des Autors kann ich nur sagen, es ist einfach ein typischer Fitzek. Spannend, kurzweilig und mit einer gewissen Portion Sarkasmus. Ich bin gut in die Geschichte rund um den Familienvater Alexander Zorbach reingekommen, wobei ich sehr schockiert war, wie wenig von diesem Buch bei mir hängengeblieben ist. Das heißt aber nicht, dass „Der Augensammler“ nicht im Gedächtnis bleibt … Mein Erinnerungsvermögen ist da ein sehr schlechtes Beispiel.

    Gemeinsam mit der mysteriösen Alina Gregoriev macht Zorbach Jagd auf den Augensammler. Dabei bleibt die Spannungskurve hoch – für meinen Geschmack sogar etwas zu hoch. Was ich damit sagen will: Fitzek verwendet Twists ohne Ende. Bei vielen seiner Bücher funktioniert diese Taktik auch gut, aber hier war es mir schon zu auffällig. Sobald ich mich mit einer neuen Situation abfinden konnte, wurde wieder alles über den Haufen geworfen. Eine hochspannende Szene jagte die nächste. Für mich persönlich etwas zu viel des Guten.

    Die Protagonisten sind stimmig und mit Zorbach konnte ich richtig mitfiebern. Er war mir sympathischer als Alina.

    Was Polizeigewalt angeht, hat der Autor hier sehr dick aufgetragen. Bei einigen Szenen fand ich es übertrieben, aber im Nachhinein betrachtet muss man sagen, dass er damit gar nicht mal so weit von der Realität entfernt ist. Für die Geschichte an sich wäre ich jedoch mit weniger eher zufrieden gewesen.

    Die Auflösung: Auch hier ist Fitzek bekannt dafür, im letzten Moment nochmal alles neu zu ordnen. Teilweise ist ihm das auch gelungen, was mir sehr gut gefallen hat! Das Motiv des Täters war … okay. Ich hätte mir mehr erwartet, aber ich kann trotzdem behaupten, dass ich mit dem Ende im Großen und Ganzen zufrieden bin.

    „Der Augensammler“ ist ein gelungener Psychothriller, der an manchen Stellen zu dick aufträgt und somit nicht zu meinen absoluten Lieblingswerken von Fitzek gehört. Dennoch lesenswert und verdiente 4 Sterne!

  9. Cover des Buches Glück ist, wenn man trotzdem liebt (ISBN: 9783404173648)
    Petra Hülsmann

    Glück ist, wenn man trotzdem liebt

     (664)
    Aktuelle Rezension von: Mazeixx

    Das Buch war mein erster Roman von Petra Hülsmann und definitiv nicht der letzte! Es handelt sich bei dieser wundervollen Geschichte um einen typischen Frauenroman mit viel Witz und Charme, bei dem man sich relativ schnell denken kann wie die Geschichte ausgeht. Genau das Richtige für heiße Sommertage! Ich habe oft geschmunzelt und gelacht, ein fröhlicher Roman perfekt für einen Tag am Strand.


  10. Cover des Buches Die Verratenen (Eleria-Trilogie - Band 1) (ISBN: 9783785575468)
    Ursula Poznanski

    Die Verratenen (Eleria-Trilogie - Band 1)

     (1.300)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Was mir an den Verratenen besonders gut gefallen hat, waren die lebhaften und gut nachvollziehbaren Charaktere. Insbesondere mit der Protagonistin Ria konnte ich mich sehr gut identifizieren. Es gibt keinerlei Logiklücken oder Unstimmigkeiten bei den Handlungen und Emotionen der Protagonisten. Ebenso verhält es sich mit der Welt in der Ria, Aureljo und Co leben. Es handelt sich dabei um eine Zeit weit in der Zukunft, nachdem ein Vulkanausbruch die Welt in eine öde Schneelandschaft verwandelt hatte. Die Menschheit unterteilt sich seitdem in die Sphärenmenschen, welche Nachfahren derer sind, die sich vor langer Zeit gegen drohende Klima-Veränderungen durch den Bau geschützter Sphären wappneten und in die vermeintlich Primitiven, die trotz der erschwerten Bedingungen in der Wildnis überlebten. Ein Zusammenprall ist natürlich vorprogrammiert.

     Neben den absolut liebenswerten Charakteren, macht die Geschichte vor allem ihr unvorhersehbarer Plot aus, der mich miträtseln und erstaunen lies! Außerdem lassen sich auch einige zeitgenössische Kritiken darin finden (Umgang mit Ressourcen/Verschwendung und Ausbeutung ärmerer Länder), was das ganze Buch nochmal auf eine bedeutsamere Ebende stellt.

  11. Cover des Buches Auris (ISBN: 9783426307182)
    Vincent Kliesch

    Auris

     (675)
    Aktuelle Rezension von: Tassilo

    Ich war von diesem Buch sehr fasziniert. Es ist spannend und es gibt immer wieder Wendungen mit denen man nicht rechnet. Die beiden Autoren haben hier sehr gute Recherchearbeit geleistet. Es ist auf jeden Fall eines meiner Lieblingsbücher und ich werde auch die folgenden lesen.

  12. Cover des Buches New Beginnings (ISBN: 9783426524473)
    Lilly Lucas

    New Beginnings

     (911)
    Aktuelle Rezension von: Deni_lovebooks

    Inhalt:
    Ihr Jahr als Au-pair in den USA hatte sich Lena aus Berlin definitiv anders vorgestellt. Statt in einer angesagten Metropole landet sie in der Kleinstadt Green Valley in den Rocky Mountains, wo ihre Gastfamilie ein kleines Bed & Breakfast führt. Doch obwohl Lena als echtes Großstadtmädchen wenig mit Bergen anfangen kann, fühlt sie sich schnell wohl im Haushalt von Jack und Amy Cooper und deren kleinem Sohn Liam. Wäre da nicht Jacks jüngerer Bruder Ryan, der „gefallene Held" und Bad Boy von Green Valley! Er musste nach einem schweren Ski-Unfall seine Profikarriere beenden und wohnt nun eher unfreiwillig bei den Coopers, wo er seinen geballten Frust an Lena auslässt. Eines Tages liest ihm Lena ganz schön die Leviten. Von da an ist zwischen ihr und dem gut aussehenden Bad Boy irgendwie alles anders …

    Fazit:
    Lena hat sich von Anfang an in mein Herz geschlichen und ich konnte sofort in Green Valley festen Fuß fassen. Das Setting des ersten Bandes ist einfach so unbeschreiblich schön und ich konnte mir alles so unfassbar gut vorstellen. Mit Ryan hatte ich am Anfang so meine Startschwierigkeiten. Ich finde ihn am Anfang so unsympathisch und hätte ihm am liebsten eine reingehauen. Jedoch finde ich super, wie Lena ihn in die richtige Richtung gelenkt hat und Ryan wieder aufgestanden ist. Durch den lockeren und leichten Schreibstil der Autorin, hat es das Buch zu einem absoluten Wohlfühlbuch gemacht. 

  13. Cover des Buches Sturz der Titanen (ISBN: 9783404166602)
    Ken Follett

    Sturz der Titanen

     (1.251)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    WOW!! Nach dieser Lektüre muß man erst einmal tief durchatmen! Follett hat sich viel vorgenommen. Er hat sich ein hohes Ziel gesetzt und es erreicht! Nicht weniger als ein Jahrhundertroman ist entstanden, dem noch 2 weiter folgen sollen! Europa an der Schwelle zum ersten Weltkrieg! Follett schildert Detailgenau die Stimmung vor Ausbruch des Krieges in diversen Gesellschaftsschichten, die unterschiedlichen Interessen, diplomatischen Verpflechtungen und Machtansprüche! Gekonnt läßt er uns am Beispiel von vier Familiengeschichten mitleiden, mitlieben, mitfiebern, und das vor ihrem jeweiligen Lebenshintergrund in England, Frankreich, Deutschland, Russland und Amerika! Der Zeitgeist wird lebendig: Traditionalisten, Konservative, Liberale, Freigeister, Suffragetten, Revolutionäre, Aufstände, Gewerkschaftsbewegungen, Militarismus, Sturz des Zaren, Abdankung des Kaisers und, und und!- Eine Welt im Umbruch. Großartig! So macht Geschichte richtig Spaß!!! Auch wenn man die knapp 1000 Seiten geschafft hat, man wünscht sich mehr! 

    Für alle Geschichtsinteressierten mit Ausdauer!

  14. Cover des Buches Die Therapie (ISBN: 9783426633090)
    Sebastian Fitzek

    Die Therapie

     (3.694)
    Aktuelle Rezension von: Ellen784

    Hallo Ihr Lieben, 

    dies war tatsächlich mein erster Fitzek, man mag es gar nicht glauben aber tatsächlich war das Buch jetzt keines, was mich sehr Begeistern konnte. 

    Die Story war zäh und langatmig. Ich werde bestimmt nochmal ein Buch von ihm versuchen aber das hier war nicht meins. 

    Für mich auch kein Psychothriller, denn fesseln konnte es mich nicht und den Trill habe ich vergeblich gesucht.

  15. Cover des Buches Abgeschnitten (ISBN: 9783426510919)
    Sebastian Fitzek

    Abgeschnitten

     (2.024)
    Aktuelle Rezension von: LovelyReader-

    Tatsächlich war das hier mein aller erster Thriller den ich gelesen habe, und Fitzek sowie Tsokos haben mich nicht enttäuscht! 🤩

    Das Buch fesselt den Leser schon ab dem ersten Kapitel, in dem ein Mädchen einem Fremden- welcher sich in der späteren Geschichte als Danny, einen krankhaften Stalker, entpuppt- ins Gesicht schießt. Da auf diese Handlung erst gegen Mitte des Thrillers wieder eingegangen wird, lässt das den Leser unwissend zurück, wie diese Szene mit der fortführenden Handlung im Zusammenhang steht.

    Die einzelnen Charaktere und ihre jeweiligen Gefühle werden sehr detailliert und lebhaft beschrieben, sodass man sich sehr schnell in diese hineinversetzen kann. Vor allem Herzfelds Monologe sowie Gefühle ließen mich mitfühlen, wie schmerzhaft und traumatisch es sein muss, sein Kind zu verlieren. Auch Sadlers Gedanken und Gefühle werden gegen Ende nochmal dem Leser geschildert, um die krankhafte Persönlichkeit des Killers und Vergewaltigers wiederzugeben. Nun, es ist schwer den spannendsten Moment aus dieser Geschichte raus zu suchen, weil mich die komplette Handlung nicht das Buch aus der Hand legen ließ. Die beiden Autoren haben wirklich einen guten Job abgeliefert was das ausbauen der Beziehungen der Figuren angeht- von der Freundschaft zwischen Edler und Linda bis hin zu der von Herzfeld und Ingolf.

    Ich empfehle dieses Buch weiter, allerdings nicht an Leser die Probleme mit Blut oder sonstigem haben- denn dieser Thriller enthält fast durchgängig verstörende und blutige Szenen, die nicht so schön für die eigene angeregte Fantasie sind. 


  16. Cover des Buches Der Augenjäger (ISBN: 9783426503737)
    Sebastian Fitzek

    Der Augenjäger

     (2.123)
    Aktuelle Rezension von: Julia92

    Cover: Wie schon beim Vorgänger „Der Augensammler“ besitzt dieses Werk ein Cover in Schwarz- und Gelbtönen. Mir gefällt das sehr gut, das große Auge in der Mitte ist im wahrsten Sinne des Wortes ein „Eyecatcher“. Auch die Idee mit den Augen-Selfies der Fans auf der Innenseite des Buches ist gelungen umgesetzt worden!

     

    Klappentext: Dr. Zarin Suker lebt ein psychopathisches Doppelleben. Tagsüber führt er die kompliziertesten Operationen am menschlichen Auge durch. Doch seine Leidenschaft gilt den Patientinnen der Nacht: Im Keller seiner Klinik entfernt er ihnen sorgfältig die Augenlider, bevor er sie vergewaltigt – und laufenlässt. Bisher haben alle Opfer Selbstmord begangen. Aus Mangel an Zeugen und Beweisen bittet die Polizei Alina Gregoriev um Mithilfe. Die blinde Physiotherapeutin, die seit dem Fall des Augensammlers als Medium gilt, soll Hinweise auf Sukers nächste „Patientin“ geben. Zögernd lässt sich Alina darauf ein – und wird von dieser Sekunde an in einen Strudel aus Wahn und Gewalt gerissen. Daraus befreien könnte sie einzig ihr Freund Alexander Zorbach, der jedoch noch längst nicht am Ziel seiner Alpträume ist …

     

    Meinung: Wie schon den Vorgänger habe ich auch „Der Augenjäger“ bereits zum zweiten Mal gelesen, um besser in „Playlist“ reinzukommen. Ich konnte mich teilweise an die Handlung erinnern, viele Details hatten mich dann aber doch wieder überrascht.

    Der Schreibstil Fitzeks liest sich angenehm und wieder war ich sofort von den Geschehnissen rund um Zorbach gefesselt. Der sympathische Hauptprotagonist versucht seit dem Mord an seiner Frau, den gemeinsamen Sohn Julian zu finden, der vom Augensammler entführt wurde. Ob der Junge noch am Leben ist, wird vorerst nicht verraten. Zorbach lässt nichts unversucht und begibt sich gleich zu Beginn der Geschichte in eine katastrophale Lage. Typisch Fitzek. Dem Autor gelingt es hier sehr gut, die Spannung zu halten.

    Die Perspektive wechselt zu Alina, mit der ich schon im Vorgänger nicht so richtig warm wurde. Ihre Kapitel sind dennoch spannend geschrieben, wobei ich ihre Handlungen nicht immer nachvollziehen konnte.

    Insgesamt empfinde ich „Der Augenjäger“ als gelungenen Nachfolger, der aber leider in mehreren Punkten nicht überzeugen konnte.

    Achtung! Die folgenden Erläuterungen enthalten Spoiler, verraten jedoch nicht das Ende der Story: Schade fand ich, dass auf den Charakter Iris nicht näher eingegangen wurde. Ihre Motive waren für meinen Geschmack unzureichend ausgearbeitet. Dann fand ich es unrealistisch, dass Alina trotz schwerer körperlicher Verletzung zusammen mit einem vor Kurzem „operierten“ Opfer nicht ins Krankenhaus gebracht wurde, sondern mit gebrochenen Rippen von Zorbach auf ihren Wunsch hin auf der Straße abgesetzt wurde, um in die nächste Katastrophe zu spazieren. Zorbachs körperliche „Verwandlung“ kam auch etwas zu schnell. Natürlich gibt es Fälle, in denen Menschen in Extremsituationen gewaltige Leistungen vollbringen, vor allem, was körperliche Kräfte angeht. Jedoch waren es mir hier einfach zu viele. Trotz lebensbedrohlicher Verletzungen stellen sich die Protagonisten der nächsten Hürde, aus der sie wiederum geschädigt hervorgehen – und immer weitermachen. Auch die Auflösung mitsamt Motiv wirkte ein wenig an den Haaren herbeigezogen.

    Insgesamt konnte mich „Der Augenjäger“ gut unterhalten, er kommt aber leider nicht an andere Werke des Autors heran. Aufgrund vieler Ungereimtheiten vergebe ich gute 3 von 5 Sternen.

  17. Cover des Buches Türkisgrüner Winter (ISBN: 9783499227912)
    Carina Bartsch

    Türkisgrüner Winter

     (1.971)
    Aktuelle Rezension von: LilyWinter

    Die Fortsetzung knüpft nahtlos an "Kirschroter Sommer" an, was angenehm ist. 

    Auch dieses Buch habe ich wieder und wieder gelesen. Mitgefiebert, wann die beiden endlich kapieren, dass sie füreinander bestimmt sind! Aber was ich irgendwie immer bei sehr dicken Büchern habe, ist die Enttäuschung, wenn es nicht so richtig rund ist. Die Autorin hat ein paar wenige Kapitel aus Elyas Sicht veröffentlicht, doch leider das Ganze wieder abgebrochen. Man hält die ganze Zeit den Atem an, fiebert über 500 Seiten, um dann letztendlich zwar ein gutes Ende zu haben, jedoch mit vielen losen Enden. Ein dritter Band wäre eventuell nett gewesen oder eben ein kompletter Band aus Elyas Sicht. Unvollständig trotz der vielen Seiten ist frustrierend. Trotzdem lasse ich mich wieder und wieder auf diese schöne Geschichte ein.


  18. Cover des Buches Achtsam morden (ISBN: 9783453439689)
    Karsten Dusse

    Achtsam morden

     (521)
    Aktuelle Rezension von: michaelkothe

    Für Eilige:

    »Achtsamkeit kennt keine Gnade, Achtsamkeit kennt kein Pardon!« Die Verse aus dem Film mit Heinz Schenk und Hape Kerkeling möchte man in leichter Abwandlung anstimmen, wenn man das Buch »Achtsam morden« von Karsten Dusse (sprich: "Düss") zusammenfassen soll. Spätestens aber, wenn man sich entschließt, es zu rezensieren, weil es einem so gut gefallen hat. Kein Pardon kennt Dusse, sobald es um das Zwerchfell oder andere humorgesteuerte Körperteile des Lesers und der Leserin geht. Wobei ich es vorgezogen habe, genussvoll zu schmunzeln und den einen oder anderen Abschnitt mit einem breiten Grinsen noch einmal zu lesen. Als Strafverteidiger weiß der Autor, worüber er schreibt. Nur hoffe ich für ihn, »Achtsam morden« trage keine autobiografischen Züge, wenn der Protagonist zusammen mit seinem Stress sich auch der langfristig aufgebauten oder spontan definierten Widersacher entledigt. Mit Absicht oder mal eben so.

     

    Inhalt ohne Spoiler:

    Der Anwalt Björn Diemel betreut in einer gut gehenden, renommierten Kanzlei die Schmuddelkinder unter den Mandanten. Nicht nur die Einsicht, dass ihn das zum »Bäh«-Anwalt ohne berufliche Perspektive macht, sondern auch der Umgang der Kanzleiinhaber mit ihm verursachen Stress. Als seine Frau ihn zwingt, dem Burnout durch einen »Achtsamkeitskurs« vorzubeugen, tut sie ihm Gutes: Die Konzentration auf sein Ego und dessen Wohlergehen lässt Diemel aktiv gegen die Probleme vorgehen, gegen die daraus resultierenden Stress­situationen und gegen Personen, die die Probleme verursachen oder die sie selbst darstellen. Allerdings folgen aus der Lösung eines einzelnen Problems unweigerlich mehrere neue. Die Hydra lässt grüßen. Wird er diese Kettenreaktion beherrschen und mit Frau und Tochter zum entspannten, harmonischen Familienleben finden oder geht er in dem Strudel unter, den die Befolgung des Achtsamkeitsratgebers durch das Ziehen immer weiterer Kreise antreibt?

     

    Schreibstil:

    Political Correctness, Vermeidung von Klischees und von Diskriminierung. Das sind nur einige Tipps, die ich aus Schreibratgebern für meine eigenen Bücher mitgenommen habe. Zumindest so lange, wie ich mich als ernsthaften Schriftseller sehe. Davon hat Dusse wohl noch nie etwas gehört. Auf Klischees basiert die Handlung, Diskriminierung charakterisiert sämtliche Figuren außer dem Protagonisten und seiner Familie, und politisch korrekt kommt zu meinem Vergnügen gar nichts rüber. So stammen die Bösewichter aus osteuropäischen Ländern, beinahe zwangsläufig handeln sie aus niedrigen Motiven oder aus ihrer vom Protagonisten pauschal unterstellten Dummheit, und der unbeschwerte Umgang mit sexistischen, sozialen oder historischen Tabus poppt immer wieder hoch. Diese Respektlosigkeit, das ironische Zitieren des fiktiven (?) Achtsamkeitsratgebers und die von Diemel daraus gezogenen Schlussfolgerungen machen das Buch richtig sympathisch. Erfrischend lebendig präsentiert sich der ständige Wechsel seines Blickwinkels, mal fokussiert auf Tochter Emily (Vergessen Sie nie ihren Namen!), mal auf seine Widersacher (Vergessen Sie nie Emilys Namen!). Dusse bindet den Leser nicht nur ins Geschehen ein, auch an Diemels Gefühlen lässt er ihn teilhaben: Aufregung bei der Analyse der Probleme und Gleichmut, wenn er seine – oft gleichlautende – Lösung erdacht hat. Herrlich, wie die spritzig-freche Sprache sich anpasst! Unvollständige Sätze signalisieren Hektik, Schlangensätze weisen auf Logikketten hin, die der Leser besonders genießt, wenn er die zitierten Achtsamkeits­grundsätze aufmerksam studiert und verinnerlicht. Darin liegt Wahrheit, ihre Umsetzung beschert Kurzweil.

     

    Fazit:

    Spießer und Gutmenschen werden keinen Gefallen an »Achtsam morden« finden. Für Spießer zu frech geschrieben, Gutmenschen werden in ihrer hehren Gesinnung verunsichert. Für alle anderen und für jene, die sich einen Krimi mit Humor wünschen, ist das Buch ein Must-Read. Selten habe ich ein Buch in der Hand gehabt, das durchgängig so ironisch, so respektlos und dennoch so sympathisch überzeichnet. Karsten Dusse hat mir mit seinem Debütroman nicht nur unvergessliche Lesestunden beschert, sondern verlangt mit der zugrunde­liegenden Konsequenz, dass ich auch die beiden weiteren Bücher der Reihe lesen muss. Das tue ich gern!

  19. Cover des Buches Zerschunden (ISBN: 9783426517895)
    Andreas Gößling

    Zerschunden

     (380)
    Aktuelle Rezension von: Lisaleseratte

    Ein Serienkiller, der europaweit in den nahegelegenen Flughäfen sein Unwesen treibt. Seine Opfer sind reife ältere alleinstehende Frauen. Er mordet brutal und hinterlässt seine persönliche Widmung auf seinen Opfern. Rechtsmediziner Fred Abel vom BKA Berlin ermittelt auf Hochtouren und ist dem Täter dicht auf den Fersen. Sein Freund aus früheren Zeiten sitzt als möglicher Täter unschuldig im Gefängnis, währenddessen seine Tochter im Sterben liegt. Schafft es Abel, die Unschuld seines Freundes zu beweisen und Vater und Tochter rechtzeitig zusammen bringen bevor sie stirbt?


    Ein True-Crime Thriller, der höchste Konzentration erfordert. Ich habe etwas Zeit gebraucht, um in die Handlung einzusteigen, dadurch ist der Lesefluss etwas gehemmt gewesen. Die wechselnden Handlungsorte sorgten für Spannung und Abwechslung. In der Mitte baute sich bei mir die Spannung ab, da irgendwie zu viel Geplänkel ist. Die Figur Abel wirkte sehr authentisch, da der Leser auch private Einblicke erhält. Die Mischung zwischen etwas Humor und Ernsthaftigkeit gefiel mir sehr gut. Zum Ende hin baute sich auch die Spannung wieder auf. Die Erläuterungen auf den letzten Seiten sind sehr interessant und erschreckend, da die Geschichte zum Teil der Wahrheit entspricht. 

    Psychothriller Fans kommen voll auf ihre Kosten. 

  20. Cover des Buches Das Kind (ISBN: 9783426512173)
    Sebastian Fitzek

    Das Kind

     (2.372)
    Aktuelle Rezension von: Inliebebuch

    Ich finde das Buch super spannend und sehr gut. Das dunkle Cover zeigt eindeutig, was man zu erwarten hat.  

    Was ich besonders an Fitzek mag? Er macht immer wieder auf das System aufmerksam. Find ich gut !


  21. Cover des Buches Die Känguru-Chroniken (Die Känguru-Werke 1) (ISBN: 9783548372570)
    Marc-Uwe Kling

    Die Känguru-Chroniken (Die Känguru-Werke 1)

     (1.173)
    Aktuelle Rezension von: SabineS

    Das Buch "Känguru Chroniken" ist am 11. März 2009 beim Herausgeber "Ullstein Taschenbuch" erschienen und enthält 272 Seiten. Marc-Uwe Kling erzählt dabei über seinen Alltag mit einem Känguru. 


    Marc-Uwe Kling ist sowohl der Autor als auch die Hauptfigur des Buches. Dabei lernt er eines Tages seinen neuen Nachbarn kennen: ein Känguru. Marc-Uwe erzählt in diesem Buch von den alltäglichen Geschichten des Duos.  


    Mich konnte das Buch leider nicht ganz mitreissen, was möglicherweise auch etwas an dem Schreibstil lag. Da ich sonst hauptsächlich Bücher lese, die aus dem Englischen übersetzt sind, empfand ich den Dialekt, den Marc-Uwe Kling oft in Gesprächen verwendet, etwas störend. Auch die Geschichten selbst haben bei mir keine Spannung aufgebaut und ich habe einige Male überlegt das Buch ganz zur Seite zu legen. Obwohl das Buch viele abwechslungsreiche Geschichten enthält, waren viele für mich etwas langweilig. Sehr gut jedoch fand ich die lustigen Erfahrungen der beiden Figuren, beispielsweise politische Themen hingegen, haben mich mehr gelangweilt. 


    Alles in allem ist das Buch nicht schlecht, leider jedoch nicht ganz mein Stil. Für mich ist es wichtig, dass eine Spannung entsteht, die mich motiviert weiterzulesen. Ich würde das Buch jedoch allen empfehlen, die gerne kurze Geschichten und leichtere Lektüren lesen, da es trotz allem auch bei mir für einige Lacher gesorgt hat. 

  22. Cover des Buches Liebe findet uns (ISBN: 9783548289557)
    J. P. Monninger

    Liebe findet uns

     (406)
    Aktuelle Rezension von: Maura99

    Manchmal sind Romane zu träumen, die einem aber doch das Herz brechen, mit die schönsten.

    "Das ist ein Balztanz, um dich kennenzulernen. Es ist nämlich so: Ich mag dich. Du hast mir von Anfang an gefallen. Wenn ich Federn hätte, würde ich sie aufstellen und rumstolzieren, um dir mein Interesse zu zeigen. Wie mache ich mich bisher? Funktioniert es wenigstens ansatzweise? Schlägt dein Herz ein klein bisschen schneller?" - S. 27 Jack

    Heather ist die zielstrebige junge Frau in dieser Geschichte. Sie ist immer organisiert, offen und was mir besonders gut gefallen hat ist wie sie sich entwickelt während der Story. Sie ist immer ehrlich, sehr klug und sehr liebevoll.

    Jack ist doch das Gegenteil von ihr, während sie alles strukturiert und geplant haben will, will Jack nur eins: Frei sein. Er ist spontan und immer sehr direkt, was gern mal zu Reiberrein führen kann. Jack hat seine eigene Sicht auf die Welt, aber trotzdem auch immer fürsorglich und wunderschön geistreich schlagfertig und gern romantisch.

    Ich habe mich auf einiges eingestellt bei diesem Buch und wurde von den Emotionen hier einfach überrollt. Die Reise war wunderschön ausgearbeitet ohne zu viel zu werden. Dabei war der Schreibstil wundervoll und die beiden haben eine eigene Art miteinander zu reden. Die Entwicklung dabei schreitet schön voran und ich habe selbst angefangen zu hoffen, zu träumen und zu wünschen.

    Es geht ums das Leben, um den Ernst aber auch um die Liebe und die harte Realität die man aber trotzdem meisten kann wenn man es zulässt - auch wenn es einem das Herz heraus reißt.

    Für mich war "Liebe findet uns" eine besondere und wunderschöne Geschichte. Sie hat mich zum Nachdenken gebracht, mich mein Herz zerbrechen lassen, zu Tränen gerührt und mich mit einem Lächeln und mit einer Träne zurück gelassen.


  23. Cover des Buches Der Seelenbrecher (ISBN: 9783426637920)
    Sebastian Fitzek

    Der Seelenbrecher

     (3.279)
    Aktuelle Rezension von: Triggerwarnung

    Unerwartende Handlungen. Sichtweise mehrer Personen werden erzählt. Teils wirklich kranke Gedanken. Eingesperrt mit dem/den Irren?

  24. Cover des Buches Splitter (ISBN: 9783426503720)
    Sebastian Fitzek

    Splitter

     (2.245)
    Aktuelle Rezension von: Eselsohre

    Keine Minute zum Durchatmen, man möchte immer weiterlesen, kann das Buch kaum weglegen und wird vollkommen hineingezogen. 

    Es geht in diesem Buch um das Vergessen und die Frage, möchte man schlechte, negative Erfahrungen und Erinnerungen wirklich einfach "löschen" und zu welchem Preis? 

    Es gibt nur 4 von 5 Sternen, da ich mir dem Schluss und der Auflösung nicht so glücklich bin, auch wenn das vielleicht Geschmackssache ist.... 

    Aber insgesamt nicht nur spannend, sondern tatsächlich auch ernst und mit Fragen, die wir uns alle stellen können.... 

    Harte Kost und sehr lesenswert. 

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks