Bücher mit dem Tag "bergwerk"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bergwerk" gekennzeichnet haben.

73 Bücher

  1. Cover des Buches Tiefer denn die Hölle (Ein Martin-Bauer-Krimi 2) (ISBN: 9783548290355)
    Peter Gallert

    Tiefer denn die Hölle (Ein Martin-Bauer-Krimi 2)

     (129)
    Aktuelle Rezension von: StefanieFreigericht

    Der evangelische Polizeipfarrer Martin Bauer hatte sich etwas zu stark in die Polizeiarbeit eingemischt, mit Folgen (siehe Band 1). Jetzt will er den Ball flach halten, vor allem auch wegen seiner schwangeren Frau. Sein katholischer Amtskollege Monsignore Vaals entlastet ihn. Also ist auch Vaals derjenige, der gerufen wird, als ein Polizist mit Platzangst zu kämpfen hat, unter Tage bei einem frischen Leichenfund. Doch der Seelsorger bekommt beim Anblick der Leiche einen Herzinfarkt, und Bauer springt ein. Doch wessen hält sich Vaals für schuldig? Was war für fünfzehn Jahren, wer ist Josef Hartwig?  

    Bauer ermittelt in Vaals Vergangenheit. Gleichzeit kümmert sich Verena Dohr, die Leiterin des KK11, um die gefundene Leiche, die mit Honig übergossen war, nackt bis auf eine Socke, post mortem mit Schnitten versehen. Sie hat eigentlich gerade genug eigene Probleme, seit sie ihren koksenden Lebensgefährten Elmar in eine Suchtklinik genötigt hat, dazu ist nicht jeder Mitarbeiter auf ihrer Seite.

    Die Spuren führen fünfzehn Jahre zurück, zu einem Jungen, dessen Mutter verschwand, und zu einer Frau, die ins Wasser gegangen war. Gibt es hier Zusammenhänge?

    Och neee – schon wieder ein Buch, in dem ein mysteriöser und finsterer „ER“ die Chance erhält, seine Sicht der Dinge dem Leser nahezubringen. Mag ich nicht, ist mir zu gewollt und zu sehr Modeerscheinung. Dafür gefällt mir, wie es dem Autoren-Duo gelingt, mich auf einige falsche Fährten zu führen. Ich war völlig in der falschen Richtung unterwegs, und dazu gibt es ja noch eine weiter – Mist, das würde jetzt ein Spoiler. So einfach ist es nämlich nicht. Ich hatte mich immer gefragt, wie man das zu Zweit mit der Abstimmung beim Schreiben hinbekommt; hier hatte ich das Gefühl, die Sicht von Bauer bzw. Verena Dohr habe vermutlich jeweils ein Autor bearbeitet – so sehr empfand ich die Wechsel als von einer sehr eigenen Stimme gekennzeichnet. Was ich gar nicht mochte: einen Spruch in einem „Dohr-Kapitel“: „Dohr war weder getauft noch einem Kommunions- oder Konfirmationslehrer zur Indoktrination überlassen worden.“ Indoktrination? Wann hat das begonnen, dass sich über das Christentum so extrem herablassend und herabwürdigend geäußert wird in Büchern – und, vor allem in einem Buch mit einem Pfarrer als einer von zwei Hauptpersonen irgendwie widersinning. Und: ja, ich bin Christin. Ich mag so etwas aber über keine Religion, außer über Extremismus jeglicher Art.

    Dazu ist dieses ein weitere Buch mit einem einleitenden Kapitel, das arg viel verrät… ich hoffe fast, sowas schreiben die, die auch die Klappentexte verbrechen, so sinnlos sind beide (dann bleibt's bei meinem Feindbild und ich muss nicht auf die Autoren böse sein). Bitte, liebe Verlage, stoppt diese Macke. Top war, wie das verwoben ist, und sehr sehr spannend, mit mir hier zu viel „völlig gestört“. Insgesamt werde ich trotzdem Teil 3 lesen und dann entscheiden, ob ich bei der Reihe bleibe oder nicht. Im Moment mag ich die Reihe um Brandt und Erbay lieber.

    #1 https://www.lovelybooks.de/autor/Peter-Gallert/Glaube-Liebe-Tod-1400894951-w/rezension/1462411319/


    Im Moment gefällt mir eine andere Reihe der Autoren besser: 

    #1 https://www.lovelybooks.de/autor/Peter-Gallert/Kopfjagd-1237812193-w/rezension/2617609487/

  2. Cover des Buches Sturz der Titanen (ISBN: 9783404166602)
    Ken Follett

    Sturz der Titanen

     (1.269)
    Aktuelle Rezension von: sabeck

    Wie in vielen seiner Werke, schafft Ken Follett es auch in diesem Buch eine Vielzahl an komplexen Charakteren zu erschaffen, deren Leben man als Leser gerne verfolgt. Es handelt sich hierbei um den ersten Teil der Jahrhunderttrilogie, die im gesamten 20. Jhdt. spielt. Der erste Band behandelt die Geschehnisse vor, während und kurz nach dem 1. Weltkrieg. 

    Charaktere unterschiedlichster Herkunft: Adelige, Hausmädchen und Fabrikarbeiter aus allen wichtigen Handlungsorten: England, Deutschland, Russland, Amerika, spielen die Hauptrollen. Sie sind allesamt sehr menschlich, wodurch ihre Schicksale oft sehr berührend, manchmal jedoch auch frustrierend sind. 

    Wie immer recherchierte Ken Follett sehr ausführlich für sein Werk, wodurch reale Charaktere, wie der amerikanische Präsident, mit den erfundenen Figuren gekonnt verschmelzen.

    Fazit: Sehr informativ und trotzdem nicht langweilig, auch wenn der Einstieg durch die vielen neuen Charaktere etwas zäh ist.

  3. Cover des Buches Ein Traum vom Glück (ISBN: 9783785726709)
    Eva Völler

    Ein Traum vom Glück

     (99)
    Aktuelle Rezension von: Ira086

    Ich habe das Buch angefangen, weil ich das Ruhrgebiet der Nachkriegszeit für einen interessanten Schauplatz hielt. Leider war ich von der Geschichte recht enttäuscht. So wirklich passiert nichts, es plätschert so vor sich hin. Mit der Hauptfigur Katharina wurde ich nicht so recht warm und sie war mir auch nicht allzu sympathisch. Das Thema der Kriegsheimkehrer wird durch Johannes, welcher bei Katharina und ihrer Schwiegermutter einzieht, etwas angeschnitten, aber so richtig mitfühlen konnte ich nicht. Ruhrgebiets- oder Nachkriegsstimmung kamen bei mir ebenfalls nicht auf. Insgesamt ein recht farbloser Roman.

  4. Cover des Buches Schattengrund (ISBN: 9783570309179)
    Elisabeth Herrmann

    Schattengrund

     (276)
    Aktuelle Rezension von: Roksana

    Dieses Buch hat mich wirklich sehr überrascht. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass ich dieses Buch nicht mehr aus den Händen legen könnte, aber so war es! 

    Die Spannung ist von Anfang bis Ende kontinuierlich gestiegen und ich wurde nicht enttäuscht. Lohnt sich auf jeden Fall zu lesen! 

  5. Cover des Buches Wünsche, die uns tragen (ISBN: 9783548289175)
    Kathryn Hughes

    Wünsche, die uns tragen

     (64)
    Aktuelle Rezension von: Kuhni77

    INHALT:

    Jake, der kleine Sohn von Beth und Michael braucht dringend eine Spenderniere und die einzige Möglichkeit ist Beths unbekannter Vater. Eine fast aussichtslose Suche, bis Beth im Nachlass ihrer Mutter einen Hinweis findet, der ihr ganzes Leben verändert soll.

    Die Suche führt in den englischen Küstenort Blackpool. Dort ist im Sommer 1973 ein tragischer Unfall passiert, bei dem ein großes Geheimnis verschleiert wurde.

    Kann Jake am Ende gerettet werden und wie passt der Unfall in Beths und Michaels Leben?

    MEINUNG:

    Der Klappentext hatte mich sehr neugierig gemacht und ich habe eine sehr emotionale Geschichte erwartet, in dem es um Jake, seine Familie und die Suche nach Jakes Vater geht. Das habe ich zwar auch gefunden, aber hier gibt es noch eine andere Geschichte, nämlich die um den tragischen Unfall 1973.

    Nach einem kurzen Teil mit Beth und Michael fand ich mich in der Vergangenheit wieder. Hier lernte ich viele neue Gesichter kenne, wie Trisha und Selwyn, oder auch Lorraine und ihre Freundin Petula. Sehr ans Herz gewachsen ist mir der kleine Mikey der wirklich kein leichtes Leben hatte, aber mit Daisy eine tolle Ersatzmutter gefunden hatte.

    Lange habe ich überlegt, was diese zwei Geschichten miteinander zu tun haben und ich habe das Buch auch oft zur Seite gelegt. Nicht, weil mir die Geschichte in der Vergangenheit nicht gefallen hat, eher weil es für mich 2 Geschichten waren. Ich habe die Geschichte vom kleinen Jake vermisst, weil man viel zu lange in der Vergangenheit geblieben ist. Das hat leider meinen Lesefluss doch sehr gestört, da ich auch durch den Klappentext etwas anderes erwartet habe.  Oft habe ich mich gefragt, warum das Buch über mehrere Kapitel, eigentlich mehr als das halbe Buch, nur in der Vergangenheit spielt. 2 Geschichten, die miteinander verwickelt sind, aber den Leser sehr lange im Unklaren lassen. Auf der einen Seite sehr gut gemacht, aber auf der anderen Seite auch sehr langgezogen.

    Letztendlich bin ich aber froh, dass ich dem Buch eine Chance gegeben habe. Zum Schluss fügt sich alles zusammen und ich wurde wirklich sehr überrascht. Mit dem Ausgang habe ich nur teilweise gerechnet.

    Gerne hätte ich mehr von Jake, Beth und Michael gelesen und den anderen Teil etwas kürzer gehabt. Der Teil mit der Vergangenheit wäre für mich ein eigenes Buch wert gewesen.

     

    FAZIT:

    Am Anfang haben wir wirklich lange gebraucht um Freunde zu werden. Aber ich bin froh, dass ich es dann doch noch zu Ende gelesen habe.

  6. Cover des Buches Letzter Stollen (ISBN: 9783709979105)
    Herbert Dutzler

    Letzter Stollen

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Janosh
    Franz Gasperlmaier aus dem Ausseerland im steirischen Salzkammergut löst in vorliegendem Schmunzel-Krimi bereits seinen siebten Fall.
    Er präsentiert sich in gewohnter Un-Form, wie ihn seine Leser lieben: zögerlich, zurückhaltend, nicht im Mittelpunkt stehen wollend, Ruhe suchend, doch tolpatschig und unbeholfen wie er nun einmal ist, wider Willen Aufregung und Verwirrnis verursachend, dazu ständig mit knurrendem Magen und reizend altmodisch. Und wie immer bei Gasperlmaier hat man es auch in "Letzter Stollen" mit einem Krimi der etwas anderen Art zu tun. Nicht die schnelle, atemlose Spannung beherrscht das Geschehen, kein Sherlock Holmes oder Hercule Poirot sondern ein recht kauziger Kleinstadt-Inspektor mit einer nur schwer zu kontrollierenden Schwäche für das weibliche Geschlecht, der keine großen Ambitionen hat und seine Fälle mit viel Glück und eher mit Hilfe des Zufalls löst als durch Supermann-Scharfsinn und ermittlerische Glanzleistungen. Vor allen Dingen überaus menschlich ist er, der Gasperlmaier! Man kann ihm immer auf Augenhöhe begegnen, nie blickt er auf jemanden herab. Ein wahrer und gleichzeitig wunderbar normaler, warmherziger Mensch ist er, der niemals andere verletzen möchte, der sich Zeit nimmt für alle, die Ansprache, Verständnis und Gesellschaft brauchen.
    Wie seine bisherigen Fälle ist auch vorliegender weder aktionsreich noch sonderlich spektakulär, doch in jedem Falle ungewöhnlich; und wie auch in den vorherigen Bänden bietet die Auflösung Überraschendes, - womit man nicht unbedingt hatte rechnen können. Die Fäden die sich während der Krimihandlung in aller Gemütsruhe webten, laufen erst ganz zum Schluss zusammen und der Leser darf lange rätseln, was hinter dem Tod zuerst eines Kunsthändlers aus dem südlichen und dann eines Urologen aus dem nördlichen Deutschland steckt, die beide im Altausseer Salzbergwerk ermordet wurden. Der eigentliche Kriminalfall nimmt verhältnismäßig wenig Raum ein, die Interaktion zwischen Gasperlmaier und seinen auch nicht stromlinienförmigen Kollegen und den zahlreichen sympathischen, weniger sympathischen, schrulligen, skurrilen, verrückten Randfiguren, die den gemütlich-behäbigen Krimi bevölkern, umso mehr.
    Das vielbeschworene, mittlerweile überstrapazierte und vielen Büchern zu Unrecht apostrophierte Lokalkolorit, mit denen immer mehr Regionalkrimis die Leser ködern und gleichzeitig nerven - hier findet man es, authentisch und in Reinform! Und eben weil es so echt beim Leser ankommt, nervt es überhaupt nicht! Im Gegenteil, es bezaubert, nimmt für sich ein und macht Lust, sich selber auf den Weg ins Ausseerland zu machen - in der Hoffnung, dort ein wenig von Gasperlmaier zu spüren. Ja, ich kann den Lesern, die ruhige, weitgehend unblutige und humorvolle Krimis mit gelegentlicher Tendenz zum Slapstick mögen, die Gasperlmaier-Reihe nur wärmstens ans Herz legen!
  7. Cover des Buches Das verlorene Medaillon (ISBN: 9783492309820)
    Ellen Marie Wiseman

    Das verlorene Medaillon

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Miii

    Die 19-jährige Emma verliert ihre Eltern bei einem Brand und muss nun bei ihrer Tante und ihrem Onkel unterkommen. Dass sie dort eigentlich nicht willkommen ist und man auch oftmals versucht, sie lediglich auszunutzen, wird doch von Anfang an sehr deutlich.

    Die Gegend in der sie lebt, ist geprägt von Armut, Ausbeutung und Tod. Mit Grauen muss Emma feststellen, dass Kinderarbeit, schlechte Arbeitsbedingung und Todesfällen hier zum Alltag gehören. 

     

    Es war auf jeden Fall ein ergreifendes Buch, das die Grausamkeiten mehr als einmal sehr deutlich gemacht hat. Mit Emma hatten wir einen Charakter der sehr tapfer, stark, mutig und auch selbstlos ist. Das Schicksal der Kinder geht ihr sehr zu herzen, sodass sie sich mehr als einmal in Gefahr bringt um ihnen irgendwie helfen zu können. Dabei begegnet sie auch dem Arbeiter Clayton Nash, der genauso für die Rechte der Arbeiter und Kinder kämpft.

     

    Der Einstieg ins Buch ist gut gelungen aber bis es spannend/interessant wurde hat es dann doch gedauert. Ich fand das Buch einfach sehr langatmig und in vielerlei Hinsicht auch sehr vorhersehbar.

    So einige Sachen, die passiert sind, haben halt nicht unbedingt überrascht. Mir hat vor allem ein wenig der Bezug zum Titel gefehlt. Ja schon klar, Emmas Bruder ist gestorben als er am gleichen Ort vor Jahren das Medaillon seiner Schwester aus dem See holen wollte und mit seinem Leben zusammen ist auch das Medaillon verloren. Aber der Zusammenhang wollt sich mir trotzdem nicht so richtig erschließen.

    Auch die Sache mit Clayton Nash, vor dem sie vor allen gewarnt wird und dem sie entsprechend erstmal eher zickig begegnet nur um dann später festzustellen dass er einer von den „Guten“ ist, war dann doch nicht unbedingt schockierend.

    Und das Ende war nun wirklich so weit hergeholt… Das war dann doch zuviel des Guten.

     

    Insgesamt ein schönes Buch, das wichtige Themen behandelt und durchaus Potential hatte, letzten Endes aber doch nur mittelmäßig geworden ist.

  8. Cover des Buches Das Geheimnis der Goldmine (ISBN: 9783455650563)
    Agatha Christie

    Das Geheimnis der Goldmine

     (118)
    Aktuelle Rezension von: Surari

    Rex Fortescue bricht in seinem Büro zusammen. Nachdem er in's Krankenhaus eingeliefert wird stirbt er. Es kommt heraus daß der skrupellose Geschäftsmann vergiftet wurde. Die Polizei beginnt in seinem Haus zu ermitteln. Dann wird auch noch Adele Fortescue und wenig später das Hausmädchen der Fortescue's tot aufgefunden. Die Morde und ein früheres Ereignis erinnern an einen alten Kinderreim. Was geht nur vor im Haus zur Eibe?

    Mein zweites Buch von Agatha Christie. Mal wieder ein schöner Krimi. Etwas schade fand ich das es trotz einem Miss Marple relativ wenig Miss Marple gab im Buch und den Hauptteil der Ermittlungen Insepctor Neele übernommen hat. Trotzdem war es wieder spannend wer hier alles wie verwickelt ist, wie der Kinderreim in die Geschichte eingebunden wird und das am Ende doch wieder alles ganz anders ist als gedacht. Jetzt habe ich einen Miss Marple und einen Hercule Poirot gelesen. Ich mag beides und ich mag es wie Agatha Christie den Leser langsam aber zielsicher durch ihre Geschichten führt. Wie man beginnt mit zu raten wer der Mörder sein könnte. Wie es doch alles anders ist als es scheint.

  9. Cover des Buches Das Feengrottengeheimnis (ISBN: 9783954003891)
    Rolf Sakulowski

    Das Feengrottengeheimnis

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Motzbeck


    Nachdem ich bereits "Jägerstein" (2020)  und "Die Gloriosa-Verschwörung" (2018) von Rolf Sakulowski in absteigender Reihenfolge gelesen habe, folgt nun mit "Das Feengrottengeheimnis" von 2014 der Reihenauftakt. Jonas Wiesenburg ist noch Student der Geschichtswissenschaft und begleitet während seiner Semesterferien seine Freundin Fenja nach Saalfeld, wo sie als Grottenfee, eine verkleidete Fremdenführerin, das Angenehme mit dem Nützlichen verbindet. Tagsüber begleitet sie Besuchergruppen durch die Feengrotten, ein ehemaliges Bergwerg, das einige Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, und verdient damit Geld, abends darf die angehende Geologin dort nach Belieben forschen. Doch am Abend vor ihrem letzten Tag kommt sie nicht zurück. Jonas durchsucht zunächst mit Hilfe des Technischen Leiters das Bergwerk, findet aber keine Spur von Fenja. Gerüchte über eine angebliche vierte Sohle lehnt der Ingenieur als Märchen ab. Daraufhin verständigt Jonas die Polizei, diese findet in der Grube tatsächlich Fenjas Handy, aber auch Blutspuren, die einen Unfall oder ein Verbrechen vermuten lassen, aber die junge Frau selbst bleibt wie vom Erdboden verschluckt. Jonas möchte nicht untätig herumsitzen und beginnt auf eigene Faust neben der Polizei nach seiner Freundin zu suchen und gerät dabei mit einem Teil des Bergwwerkpersonals aneinander, was ihm Hausverbot einbringt. Somit verlagert er sich auf die Suche nach der möglichen vierten Sohle, über die durch volkstümliche Geschichten berichtet wird. Er sucht in verschiedenen Archiven und stößt dabei auf brisante Spuren, die eine Mordserie im beschaulichen Saalfeld auslösen. Auch wenn ich die Reihe in der umgekehrten Reihenfolge gelesen habe, möchte ich sie allen Lesern wärmstens empfehlen. Die Verbindung aus historischer Recherche und aktuellem Kriminalfall macht einfach Spaß. Für mich persönlich nachteilig war es natürlich zu wissen, dass Fenja überleben wird, schließlich ist sie ja auch in den Folgeromanen Jonas' Partnerin, wobei sie dort aber einen deutlich aktiveren Part einnimmt. Ein klein wenig hat mich gestört, dass die mythischen Hintergründe, die ja auch in den anderen beiden Romanen eine wichtige Rolle gespielt haben, mir dieses mal ein wenig zu mythisch sind. 

  10. Cover des Buches Die Rebellinnen von Oxford - Furchtlos (ISBN: 9783736316508)
    Evie Dunmore

    Die Rebellinnen von Oxford - Furchtlos

     (57)
    Aktuelle Rezension von: kristinmaciver

    Im London des 19. Jahrhunderts besucht die kunstvernarrte Hattie die private Sammlung des berühmt-berüchtigten Schotten Lucian Blackstone. Was in Hatties Vorstellung eine Gruppenführung sein sollte, wird zum prekären Einzelbesuch mit dem düsteren Hausherrn. Hattie flieht und will Lucian nie wieder sehen. Doch er hat andere Pläne und setzt listig alles in Bewegung, um Hattie zu heiraten. Nicht aus Romantik, versteht sich, sondern um ihren einflussreichen Vater zu seinem Geschäftspartner zu machen 🫢


    Hattie ist entsetzt von Lucians Machenschaften. Er wirkt genauso skrupellos, wie man es ihm nachsagt. Doch ist er das wirklich? Auf einer Reise nach Schottland, die das frisch vermählte Ehepaar nicht nur zu einem Bergbaudorf, sondern in Lucians tragische Vergangenheit führt, beginnt Hattie zu zweifeln. Sie lernt eine andere Seite an ihm und auch an sich kennen und muss sich fragen, ob je etwas so war, wie es schien.

    „Furchtlos“ hat mir ebenso gefallen wie „Verwegen“ und „Unerschrocken“. Hattie ist ein tollpatschiger Charakter, der trotzdem nicht dumm dargestellt wird, und Lucian ist in der Rolle des Bad Boys angenehm einfallsreich. In den Dialogen fliegen die Funken (größten Respekt an @evietheauthor) und das Setting in Schottland ist eine erfrischende Alternative zu den vorherigen Bänden. Lediglich die Wendung am Ende habe ich als zu überraschend empfunden. Alles in allem aber ein sehr empfehlenswertes Buch, bei dem ich viel gelacht habe. Ich kann es kaum erwarten, bis Band 4 erscheint! ✨



  11. Cover des Buches Das Geflecht (ISBN: 9783499258480)
    Andreas Laudan

    Das Geflecht

     (103)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Einige Jugendliche fallen in einem alten Bergwerk in einen Schacht und landen in einer Höhle, aus der sie nicht alleine herauskommen. Während sie verletzt auf Hilfe hoffen, merken sie nicht, wie etwas in der Dunkelheit langsam auf sie zukriecht.

    Auch wenn 95 % des Buches in der Höhle spielen und davon handeln, wie sie einen Weg nach draußen suchen und sich diesen zu erkämpfen ist das Buch richtig spannend. und man kann es kaum aus der Hand legen. Die Charaktere sind gut beschrieben, es lässt sich flüssig und schnell lesen und hat mir gut gefallen. Beeindruckend fand ich auch die Selbstständigkeit und den Lebensmut der blinden Höhlenforscherin. Ich hätte mir aber etwas mehr über das Geflecht selbst gewünscht.

    Alles in allem lesenswert, wenn man Spannung mag und Bücher, die ein richtiger Pageturner sind.

  12. Cover des Buches Die unendliche Geschichte (ISBN: 9783522202503)
    Michael Ende

    Die unendliche Geschichte

     (6.964)
    Aktuelle Rezension von: Lenja_Seeker

    Eines der Bücher, die ich immer wieder gern aus dem Regal nehme. Die Geschichte zieht mich auch nach Jahren noch in ihren Bann.

  13. Cover des Buches Stiefkind (ISBN: 9783426521311)
    S. K. Tremayne

    Stiefkind

     (275)
    Aktuelle Rezension von: KarenAydin

    Als Rachel den Anwalt David Kerthen kennenlernt, scheint alles perfekt zu sein. Sie zieht zu ihm in sein riesiges Herrenhaus in Cornwall, sie versteht sich gut mit dessen Sohn Jamie und bemüht sich darum, ihm ein schönes Zuhause zu bereiten, denn seine Mutter starb durch einen Sturz in einer der Zinnminen. Es gibt Gerüchte, dass die Mitglieder der Familie Kerthen das zweite Gesicht haben. Und eines Tages eröffnet Jamie seiner Stiefmutter, dass ihre Tage in Cornwall gezählt sind, „ An Weihnachten wirst du sterben ... und meine Mummy kommt zurück."

     

    Dies ist schon mein dritter Roman von S.K. Tremayne. Auf der einen Seite bin ich fasziniert von den großartigen Settings - hier das einsame und abgelegene Herrenhaus in Cornwall, die Zinnminen, die Geschichte des Hauses und der Familie, deren Reichtum auf der Ausbeutung der Arbeiter beruht, die unter menschenunwürdigen Bedingungen unter Tage gearbeitet haben -  auf der anderen Seite werden die Geschichten immer hanebüchener und erinnern mich zunehmend an 1980er Jahre Soap Operas. Tremaynes Rezept scheint immer gleich. Wir haben zwei Erzähler, zum einen eine Frau als Ich-Erzählerin, die erst sensibel erscheint, dann in ihren Schilderungen für immer mehr Irritationen beim Leser sorgt. Zunehmend wird deutlich, dass sie nicht nur ein sehr emotionaler Mensch, sondern psychisch krank ist. Dann gibt es ein großes Geheimnis, das auf 300 Seiten immer nur angedeutet wird. Dabei macht der Autor zuerst einen großen Bogen, dann lässt er die Kreise immer kleiner werden. Neben der Frau gibt es noch einen Mann, für den die personale Erzählperspektive gewählt wurde, der immer suspekter wird und ein Verbrechen zu verbergen scheint. Und dann gibt es noch eine Tote, die immer mal wieder auftaucht. Ist die Erscheinung nur ein Produkt der Phantasie der Erzählerin oder doch ein ruheloser Geist, der mit den Lebenden noch eine Rechnung offen hat?

     

    Ja, das ist ein Rezept, das für gute Unterhaltung sorgt. Nach drei Romanen mit dem gleichen Schema habe ich aber nun auch genug. Man kann ja auch nicht jeden Tag Pizza essen. Zudem waren mir hier der Verlauf und das Ende nun wirklich zu weit hergeholt. Ich fühlte mich wie damals, als Fallon im Denver Clan plötzlich von einem Ufo abgeholt wurde oder Bobby unter der Dusche unter der Dusche stand und alles, was in den Monaten davor passiert war, sich als Traum entpuppte.

    Insgesamt also: man bekommt einen Roman, mit dem man sich nicht langweilt – wenn man nicht schon mehrere des gleichen Autors gelesen hat.

  14. Cover des Buches Wie im Himmel, so auf Erden (ISBN: 9783957341242)
    Betsy Duffey

    Wie im Himmel, so auf Erden

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Arwen10
    In diesem Roman geht es in vielen Geschichten um ein Satz, ein Wort aus dem Vaterunser. Wie schon im ersten Buch der beiden Schwestern "Das Lied des Hirten" ist es eine Begebenheit, die den Leser durchs ganze Buch begleitet. In diesem Roman werden 5 Bergleute bei einem Grubenunglück verschüttet. Als man ein Mikrofon runter lässt, bekommt man die Worte des Minenarbeiters Manny mit, der das Vaterunser betet. Das Vaterunser von Manny geht um die ganze Welt und berührt Menschen in ihren ganz speziellen Situationen.

    Dies ist ein ganz besonderes Buch. Jede der Geschichten hat auf ganz besondere Weise mit einem Teil des Vaterunsers zu tun. Erst am Ende erfährt man, was aus Manny und seinen Kameraden geworden ist. Mir hat dieses Buch sehr gefallen. Die Geschichten waren teilweise sehr berührend und was mir besonders gefallen hat, ehrlich. Das bedeutet, die Menschen in diesen Geschichten haben sich nicht verstellt. In den Momentaufnahmen haben sie ihr Verhältnis zu Gott erkannt und sich nicht hinter den Äußerlichkeiten der Welt versteckt. Sie haben erkannt, wie ihr Leben bisher verlaufen ist und dass es Zeit ist, umzukehren. Anstoß war jedes Mal ein Wort, ein Teil des Vaterunsers.

    Das Vaterunser ist sowieso ein besonderes Gebet. Es ist das Gebet, was Jesus uns gelehrt hat. Das Vaterunser zu beten bringt sehr viel Segen, wie man sogar am Ende des Romans erkennen kann. Dieser Roman ist wirklich ein christlicher Roman, da hier vieles angesprochen wird, was den Glauben ausmacht. Gleichzeitig ist das Buch aber auch sehr unterhaltsam, so dass es für Jeden etwas zu bieten hat.

    Ich kann dieses wunderbare Buch nur empfehlen und freue mich auf weitere Romane der Autorinnen.
  15. Cover des Buches Beifang (ISBN: 9783351038793)
    Martin Simons

    Beifang

     (66)
    Aktuelle Rezension von: dracoma

    Klappentext

    Der neue Roman von Martin Simons – über die Unfreiheit der Herkunft und eine andere Geschichte aus dem Wirtschaftswunderland Deutschland.D

    Die Zechensiedlung Beifang am Rande des Ruhrgebiets: Hier lebt in den Nachkriegsjahren der Hilfsarbeiter und zwölffache Vater Winfried Zimmermann ein Leben zwischen Verzweiflung, Armut und lebensbejahender Anarchie.

    Als Frank, sein Enkel, Jahrzehnte später mit seinem eigenen Vatersein hadert, macht er sich auf Spurensuche. Weil sein Vater schweigt, sucht Frank den Kontakt zu seinen zahlreichen Onkeln und Tanten, die alle von der Kindheit in Armut und der Enge einer Zechenhaushälfte gezeichnet sind.

    Martin Simons erzählt präzise und leicht von dem verborgenen Fortwirken eines von Mittellosigkeit, Gewalt und Stolz geprägten Milieus, das trotz aller äußeren Widrigkeiten kein Selbstmitleid kennt, und vom Vater- und Sohnsein in einer ungewöhnlichen Familie.

    Zum Autor (Quelle: Verlag)

    Martin Simons wuchs in Selm auf und lebt heute mit seiner Familie in Berlin. Er ist Autor und Herausgeber mehrerer Bücher. Zuletzt erschien von ihm »Jetzt noch nicht, aber irgendwann schon« (2019).

    Mein Lese-Eindruck

    Der Autor stellt seinem Buch ein kluges Zitat des ebenso klugen John Burnside voran, und damit ist die Stoßrichtung des Buches klar: es geht hier um Vaterschaft, um das, was man selber davon erzählt und um das, was andere einem davon erzählen.

    Der Ich-Erzähler Frank hat sich zwar mit Abitur, Studium und Wegzug seiner Familie entzogen, aber seine ehrgeizigen Lebenspläne zerschlagen sich, und er wurschtelt sich beruflich und auch privat mehr recht als schlecht durchs Leben.

    Der Verkauf und die Räumung des großelterlichen Zechenhauses lässt ihn nun auf Spurensuche gehen. Er trifft einige seiner 11 Onkel und Tanten, und wie bei einem Puzzle setzt er sich die Familiengeschichte, vor allem die Geschichte seines Großvaters Winfried zusammen. 12 Kinder in einem 60 qm großen Zechenhaus. Es ist kaum zu glauben, dass es so viel Armut, so viel Hunger und Verwahrlosung im Deutschland des Wirtschaftswunders gegeben hat – und so viel rohe und brutale tägliche Gewalt, Demütigungen und soziale Missachtung.

    Da leuchtet das eigentliche große Thema auf: die Weitergabe von Traumata von einer Generation an die nächste, und der Ich-Erzähler erkennt seinen eigenen und den Platz seines Vaters in dieser Verstrickung.

    Und so erklärt sich auch der Titel: Beifang ist nicht nur der Name der Zechensiedlung bei Selm, sondern Beifang ist in der Fischersprache das, was eher zufällig ins Netz gerät und wieder ins Meer geworfen wird, teilweise schwer verletzt. Hier in diesem beklemmenden Roman wird dem Leser klar, dass vier Generationen der Beifang sind: die Kinder, der Vater und auch der Ich-Erzähler und sein Sohn. Sie haben überlebt, aber sind seelisch verwundet.

    Das alles erzählt Simons in einer unsentimentalen, immer ruhigen Sprache, ohne jede Larmoyanz.

    Ein wichtiges Buch, dem man mehr Leser wünscht.

  16. Cover des Buches Ashes - Ruhelose Seelen (ISBN: 9783863960070)
    Ilsa J. Bick

    Ashes - Ruhelose Seelen

     (259)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Was ist, wenn du die Nächste bist?

    Worum geht's?

    Eine Katastrophe, die wir uns garnicht vorstellen können, hat die Welt für immer verändert. Wer nicht von Anfang an gestorben ist, kämpft jetzt ums Überleben. Und Alex ist eine davon. Die größte Bedrohung geht von den Veränderten aus, die sich in blutrünstige Mutanten verwandelt haben. Alex würde keine Sekunde zögern, sie zu töten. Doch als einer dieser Jugendlichen ihr das Leben rettet, nagen Zweifel an ihr. Doch wie lange wird sie überleben, bei dem kleine Rudel Veränderter, die kaum Nahrung finden?


    Meine Meinung

    Was istt, wenn du die Nächse bist? Ich finde das eine durchaus gute Zusammenfassung des dritten Buches der Ashes-Reihe von Ilsa J. Blick in einem Satz, den man bei jedem Buch auf der Rückseite findet. Es war - wie immer - packend und spannend, sodass man garnicht aufhören möchte, zu Lesen. Auch in diesem Buch gab es wieder viele Sichtwechsel, was ich wieder sehr gut fand. Was mir leider in diesem Buch sehr gefehlt hat, waren die Textteile von Alex - der Protagonistin - die man in Band 1 und 2 sehr gut kennengelernt hat. (Band 1 war fast alles aus Alex's Sicht und Band 2 aus Alex's und Tom's Sicht (beide Protagonisten des Biches)) Dafür gibt es einen Stern Abzug. Doch alles in Allem ein sehr gutes Buch, das ich wirklich jedem empfehlen kann. Schade, dass diese Bücher nicht mehr gedruckt werden! 4 von 5 Sternen!

  17. Cover des Buches Blätter der Unsterblichkeit (ISBN: 9781975806170)
    Halo Summer

    Blätter der Unsterblichkeit

     (29)
    Aktuelle Rezension von: ChinatsuAsanuma

    Hoffnung - ihr war nie klar gewesen, wie beklemmend dieses Gefühl sein konnte. Der Traum, den sie gerade träumte, war so zerbrechlich, dass er ihr eine Heidenangst machte. Gleichzeitig war er so verlockend, dass er sie süß betäubte. Dabei musste sie unbedingt wach und misstrauisch bleiben! Nur so könnte sie bei Sinnen sein, wenn sich der Traum erfüllte. Und es überleben, wenn er es nicht tat.


    Man weiß nicht mehr was man noch groß sagen soll, diese Reihe ist großartig! Nicht nur die Charaktere entwickeln sich, sondern auch Amuylett und Lettimur! Ich weiß nicht wie oft ich die Luft angehalten habe in diesem Band. Teil 1 war auch sehr gut, aber Teil 2 ist definitiv die bessere Hälfte! Immer wieder fragte ich mich - was kommt noch alles? 2 Bände liegen noch vor mir und es folgte eine Wendung nach der anderen. Das hat mich sehr gefesselt! Auch das man immer noch neues über die Charaktere oder ihr inneres erfährt! Top!

  18. Cover des Buches Das Dorf der toten Seelen (ISBN: 9783959674232)
    Camilla Sten

    Das Dorf der toten Seelen

     (202)
    Aktuelle Rezension von: RihannaMona

     Das Dorf der toten Seelen

    Das Dorf der toten Seelen ist das Erstlingswerk von Camilla Sten. In der Story geht es darum, dass die Hochschulabsolventin Alice Lindstedt einen Film über das plötzlich vor 60 Jahren verlassene Bergarbeiterdorf Silvertjärn machen möchte. Deswegen reist sie mit ihrem zusammen gestellten Team nach Silvertjärn, welches schwer zugänglich und auch abgelegen ist. Sie wollen herausfinden, was vor 60 Jahren passiert ist und warum die Bewohner alle verschwunden sind. Aber kaum angekommen, passieren unerklärliche Ereignisse. Ist wirklich niemand mehr in dem Dorf? Auch unter dem Team gibt es Spannungen? Hängen diese Spannungen mit den unerklärlichen Vorkommnissen zusammen? 

    Der Schreibstil ist flüssig, aber noch sehr unsicher. Trotzdem war der Spannungsbogen am Anfang hoch, flachte aber zum Schluss sehr ab und wurde sehr langatmig. Auch die Protagonisten sind etwas fad dargestellt und hätten besser beschrieben und herausgearbeitet werden können. 

    Fazit: Für ein Erstlingswerk ist es lesenswert.

  19. Cover des Buches Balzac und die kleine chinesische Schneiderin (ISBN: B00523CCEC)
    Dai Sijie

    Balzac und die kleine chinesische Schneiderin

     (409)
    Aktuelle Rezension von: Nadja_Kosney

    Der Autor Dai Sijie hat selbst die Kulturrevolution in den 1970er Jahren in China miterlebt und wurde selbst als Schüler aufs Land geschickt, um dort "umerzogen" zu werden. Da es in seinem Roman um zwei Schüler geht, denen dasselbe passiert, kann man davon ausgehen, dass der Autor hier viel seiner persönlichen Erfahrungen hat einfließen lassen.

    Trotz dieses ernsten Themas und dieser schwierigen Zeit, schafft Dai Sijie es die Geschichte mit einer gewissen Leichtigkeit zu erzählen, sodass ich nur durch die Seiten geflogen bin. 

    Wir begleiten in diesem Roman den Ich-Erzähler (ich meine sein Name wurde nicht erwähnt) und dessen Freund Luo. Beide sehen sich selbst nicht gerade als Intelektuelle, doch da ihre Eltern dem Regime unter Mao negativ aufgefallen sind, landen die beiden in einem ärmlichen Bergdorf und sollen dort von den regimetreuen Bauern "umerzogen" werden. Während wir die beiden Jungs in ihrem täglichen Leben und bei der harten Arbeit auf den Feldern begleiten, lernen wir mehr über die Kulturrevolution und ihre Auswirkungen für das Land China und dessen Bevölkerung. Einfach war es nicht, vor allem nicht für diejenigen, die selbstständig denken und offen leben wollten.

    Neben der Liebe und der Freundschaft spielt auch Literatur eine wichtige Rolle in diesem Roman, vor allem die westliche Literatur. Nach einigen Schwierigkeiten gelangen die beiden Freunde in den Besitz strengst verbotener westlicher Literatur (Bücher von Balzac, Dumas, etc.). Ins besondere unser Ich-Erzähler saugt den Inhalt dieser Bücher in sich auf und die Literatur schenkt ihm und seinem Freund ein wenig Hoffnung und Zuversicht, in ihrem trostlosen Dasein.


    Fazit:

    Balzac und die kleine chinesische Schneiderin ist ein wundervoller Roman, der eine mitreißende Story mit historischen sowie politischen Ereignissen verknüpft und dabei noch eine Verbindung zur Liebe für die Literatur, Freundschaft und Zusammenhalt schafft. Dies ist mein erstes Buch von Dai Sijie, wird aber nicht mein letztes von ihm sein.

  20. Cover des Buches Die Hüter des Schwarzen Goldes (ISBN: 9783942094078)
    Anja Kiel

    Die Hüter des Schwarzen Goldes

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Estrelas

    Hinter dem Titel “Die Hüter des Schwarzen Goldes” verbirgt sich ein Urban-Fantasy-Roman für Kinder. Die Protagonisten Sophie und Luca werden bei einem Schulausflug in einem Bergwerk von Zwergen entführt, um ihnen bei der Suche nach ihrem Kraftstein zu helfen. “Der Achazurit ist die Grundlage unserer Lebensbedingungen. Wir müssen das Original dringend finden, um zu retten, was hoffentlich noch zu retten ist.”

    Anfangs sind sich die beiden auserwählten Kinder nicht grün und müssen die besondere Situation erst einmal verdauen, bevor sie den Auftrag in Erwägung ziehen können. Auch zwischen den Zwergenvölkern gibt es Zwistigkeiten, und so spielt vermittelnde Verständigung eine große Rolle. Neben Begegnungen mit weiteren Fabelwesen gibt es aber auch einige Details über den Kohleabbau zu lernen.

    Das Ergebnis ist ein Abenteuer, das die Geschichte des Ruhrgebiets mit phantastischen Elementen verwebt und Kindern sicher ein paar zauberhafte Stunden beschert.

  21. Cover des Buches Gedankenspeicher (ISBN: 9783746749259)
    Hannes Niederhausen

    Gedankenspeicher

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Write_In_Pieces
    Inhalt: 
    Karl ist Privatermittler und reist als verdeckter Ermittler inkognito auf den Mond. Er möchte herausfinden, warum niemand der vielen Arbeiter, die bisher dorthin geschickt worden, jemals zurückgekehrt ist. 
    Wird er das Geheimnis lüften können oder verliert er sich selbst irgendwo im Universum? 

    Bewertung:
    Diese Erzählung zeichnet sich vor allem durch ihre Kürze und Prägnanz aus. Hannes Niederhausen versteht es, eine faszinierende Geschichte zu entwickeln und diese wirklich ausdrucksstark zu präsentieren. 
    Er lässt den Leser zweifeln, grübeln und alles in Frage stellen. Und durch eine gute Prise Humor hat er mich auch oft lachen lassen. 
    Die Charaktere wurden für die Länge der Geschichte wirklich gut vorgestellt und geschickt in die Handlung gewebt. Meiner Meinung nach konnte der Protagonist sogar mit einem Tiefgang punkten, den ich aufgrund des Klappentextes nie bei ihm vermutet hätte. 

    Fazit:
    Hannes Niederhausen hatte eine tolle Idee für eine Geschichte, die er auch wirklich gut umgesetzt hat. 
    Ich habe mich wirklich sehr gut unterhalten gefühlt und das Ende hat mich einfach nur umgehauen. 
    Daher vergebe ich wohlverdiente 5 Sterne. 
  22. Cover des Buches Das Schokoladenmädchen (ISBN: 9783958246188)
    Katryn Berlinger

    Das Schokoladenmädchen

     (102)
    Aktuelle Rezension von: Sasa020121

    Der Anfang des Buchs hat mich begeistert, doch dann zieht sich die Geschichte hin … streckenweise langatmig, zu kitschig und alles in allem zu „glatt“. 

  23. Cover des Buches Sachsenmorde 3 (ISBN: 9783946734222)
    Andreas M. Sturm

    Sachsenmorde 3

     (4)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese
    In der Anthologie "Sachsenmorde 3" stellt Andreas M. Sturm 13 verschiedene Kurzkrimis vor, die im edition krimi Verlag erscheinen.

    Waren sie schon einmal in Sachsen? Wenn man diese 13 Krimis liest, scheint das ja ein mordslustiges Völkchen zu sein. Doch die hier gezeigte dunkle Seite liegt nicht etwa am kriminellen Milieu der Bewohner Sachsens, sondern an blutrünstigen Geschichten der Autorinnen und Autoren.
    Es werden hier tödliche Psychopathinnen, rächende Ehemänner und andere mordsfinstere Täter beschrieben, die quer durch Sachsen ihn Unwesen treiben.


    Diese Sammlung von 13 Krimigeschichten enthält spannende Thriller mit unterschiedlichen Handlungsvorgängen, alle spielen im Freistaat Sachsen. Mit Andreas M. Sturm zeigen weitere 11 Autoren ihr schriftstellerisches Können rund um das Thema Mord.

    Da sorgt ein Brandanschlag einer Schneiderei für besondere Probleme, ein Kind wird Opfer eines brutalen Überfalls, nur weil er ein wehrloses Opfer darstellt, es gibt einen erbitterten Nachbarschaftsstreit oder eine Hochzeit in einer Grube, die immer tiefer in vergangene Verbrechen Einblick nimmt.

    Die Schauplätze befinden sich alle in Sachsen, fast meint man hier eine erhöhte Kriminalitätsrate vorzufinden. Aber der Schein trügt, denn hier sind es die Autoren, denen es an krimineller Energie nicht zu mangeln scheint und die 13 Morde schildern und dann raffiniert aufdecken.

    Das Schöne an solchen Anthologien ist die Vielseitigkeit, denn jeder Autor bringt seinen persönlichen Stil ein und der ist teilweise tiefgründig ernst, sarkastisch, recht sachlich oder voll mit schwarzem Humor. Damit findet sich für jeden Leser auch die passende Story. Für Abwechslung und spannende Unterhaltung ist hier reichlich gesorgt. Mich konnten die Geschichten von Andreas M. Sturm durch die humorvolle Note am meisten überzeugen.

    Das Buch endet mit einer Kurzbiografie der Autoren und Kartenansichten von Sachsen.

    Die bunte Mischung dieser Geschichten hat mir spannende Lesezeit geschenkt, nicht alle Stories konnten mich völlig packen, aber einige hatten es echt in sich.


    Diese mörderische Reise durch Sachsen zeigt sich abwechslungsreich und vielseitig und legt dabei noch landestypische Ansichten frei. Man kann diese Geschichten wunderbar für kleine Pausen nutzen und lernt dabei noch 12 verschiedene Autoren und ihre Erzählstile kennen. Es ist ein bunter Krimi-Mix mit Mord und Totschlag, Intrigen und berechnenden Tätern, der spannend unterhält.
  24. Cover des Buches In tiefen Seen (ISBN: 9783462001532)
    Lenz Koppelstätter

    In tiefen Seen

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Lesepixie7

    Für mich war dies das erste Buch dieser Reihe und auch das erste dieses Autors. Dennoch kam ich sofort gut in die Geschichte, und die Protagonisten waren mir schnell vertraut. Sie sind sehr unterschiedlich aber jeder auf seine Weise sympathisch. 

    Der Prolog war für mich teilweise etwas unverständlich da der erste Teil passend für einen Prolog vor dem Mord spielt, während der  zweite Teil erst im Laufe der Geschichte eine Rolle spielt. Das fand ich verwirrend.

    Die Geschichte selbst ist sehr spannend. Die Einteilung in  kurze Abschnitte fand ich sehr angenehm, da man sowohl auf kürzeren Zugfahrten als auch am Abend weiterlesen kann.

    In dem abgeschiedenen Alpendorf in einem Südtiroler Tal lebt eine verschwiegene, eingeschworene Dorfgemeinschaft, die den Ermittlern die Arbeit nicht leicht macht. Zugleich passt dies aber sehr gut in ein südtiroler Tal, in das man sich wirklich gut hineinversetzt fühlt. Die Geschwister Krawinkel haben in dem Dorf wohl das Sagen und sind sehr unsympathisch. 

    Die Ermittler teilen sich recht bald auf und gehen unabhängig voneinander völlig verschiedenen Spuren nach. Hier spielen Kunst und Kunstraub eine Rolle, was für mich bisher unbekannte Aspekte der Kunstwelt bereithielt. Auch das frühere Leben im und um das ehemalige Bergwerk fand ich interessant. 

    Im laufe der Geschichte werden für den Leser immer wieder unterschiedliche Personen tatverdächtig. Das macht die Geschichte sehr spannend, so dass man einfach weiter lesen muss. Zudem gibt es auch sehr humorvolle Passagen.

    Die Aufklärung am Ende fügt einen Großteil der offenen Erzählstränge passend zusammen. Mich persönlich ging dies dann leider etwas zu schnell und ich fand es schade, dass nicht ganz alle offenen Fragen geklärt wurden. Dennoch fand ich den Krimi insgesamt gelungen und werde wegen der sympathischen Ermittler, der humorvollen Passagen, des flüssigen Schreibstils, der wunderbaren Handlungsorte und der insgesamt überzeugenden und stimmigen Geschichte gerne auch die 7 Vorhängerbände lesen - ebenso wie eventuelle Folgebände.

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