Bücher mit dem Tag "bergsteigen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bergsteigen" gekennzeichnet haben.

122 Bücher

  1. Cover des Buches Offline ist es nass, wenn's regnet (ISBN: 9783743203778)
    Jessi Kirby

    Offline ist es nass, wenn's regnet

     (190)
    Aktuelle Rezension von: a_buecherwurm

    Inhalt: Mari und Bri sind nicht nur auf den Tag gleichalte Cousinen, sie haben auch eine enge Beziehung zueinander. Im Teenageralter, leben sich die beiden allerdings aufgrund unterschiedlicher Einstellungen was das Thema Social Media angeht auseinander. Während Bri schon immer die Naturverbundenere von beiden war, postet Mari ihr ganzes Leben und ist bereit alles für möglichst viele Follower zu geben, auch wenn dies nicht ansatzweise ihrem wahren Leben entspricht. Viel zu früh kommt Bri durch einen tragischen Unfall ums Leben.  

    An ihrem eigentlich gemeinsamen 18.Geburtstag zweifelt Mari an der Richtigkeit ihres Erscheinungsbildes in den Sozialen Medien. Da kommt das unerwartete Paket ihrer Cousine nicht ungelegen: Wanderrucksack mit einer kompletten Ausrüstung für eine Wanderung im Yosemite Nationalpark. Dem Trailbuch von Bri ist zu entnehmen, dass diese ihn ursprünglich für sie beide geplant und organisiert hat. Kurzentschlossen lässt Mari alle Kontakte abreißen und bricht völlig unvorbereitet auf, um das zu Ende zu bringen, was sich die beiden Cousinen einst versprochen hatten, gemeinsam durchzuziehen.

     

    Meinung:  Cover und Klappentext versprechen schon eine perfekte Urlaublektüre und ich wurde nicht enttäuscht. Der Schreibstil ist rund und flüssig. Ich bin begeistert und berührt von dem emotional ergreifenden und mitfühlenden Jugendroman. Es werden wichtige Themen wie die Auswirklungen Sozialer Medien und die Wichtigkeit richtiger Freunde im Leben sehr tiefgreifend beschrieben. Ich fand es beeindruckend, wie Mari die Trauer um ihre Cousine durch den Trail bewältigt und wieder zu sich zurückfindet und ins mit sich ins Reine kommt. Einen Minuspunkt bekommt das Buch aber, weil ich es sehr unrealistisch finde, dass Mari so derart unvorbereitet eine so harte Wanderung bestreitet, für die andere jahrelang hart trainieren. Insgesamt vergebe ich 4 von 5 Sternen und empfehle es gerne weiter.

  2. Cover des Buches Die Wildrose (ISBN: 9783492300384)
    Jennifer Donnelly

    Die Wildrose

     (328)
    Aktuelle Rezension von: annilittle

    Ich muss schon sagen, dass ich ein wenig traurig darüber bin, dass ich meine geliebten Finnegans / Bristows und Baxters gehen lassen muss, aber ich kann ja immer wieder zu ihnen zurückkehren, das beruhigt mich dann doch ein bisschen. Für mich war der Abschluss der Trilogie definitiv der beste Teil der Trilogie und es ärgert mich immer noch, dass am Ende diese eine Sache passiert ist bzw. nicht passiert ist, die mich dann so gestört hat, dass ich am Ende einfach keine 5 Sterne vergeben konnte.

    In diesem Band geht es um Seamie, den jüngsten der Finnegans, und Willa , die man bereits im Vorgänger kennengelernt hat und ich muss sagen, dass ich nicht erwartet hätte, dass sie mir so sehr ans Herz wachsen würden.

    Zum Schreibstil brauche ich nach drei dicken Büchern, glaube ich, nicht mehr allzu viel sagen. Die Frau hat’s drauf und man kann trotz der Seitenzahl einfach nur so durch die Kapitel fliegen. Ich mag die Kombination aus Spannung, Emotionen (positiven wie negativen) und Herzklopfen.

    Nachdem ich den zweiten Band so geliebt habe, konnte ich mir nicht vorstellen, dass ich Seamie oder Willa so gern haben könnte wie Sid und India, weil ich mich mit Letzterer auch so gut identifizieren konnte. Willa und ich könnten unterschiedlicher nicht sein, aber dennoch habe ich so sehr mit ihr mitgefiebert und vor allem mit ihr mitgelitten. Auch Seamie mochte ich gern, ich hatte nur manchmal etwas Probleme, ihn mit dem kleinen Jungen aus »Die Teerose« zusammenzubringen.

    Das ganze Buch war einfach spannend, wir befinden uns auf drei unterschiedlichen Kontinenten und das vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs, wodurch man ganz viele Perspektiven eröffnet bekommt und auch viele Dinge erfährt, die man mit dieser Zeit nicht unbedingt in erster Linie erfährt, die aber trotzdem enorm wichtig waren.

    Fazit: Ein würdiger Abschluss für eine super Trilogie mit wundervollen Charakteren, die mir viele tolle Lesestunden bereitet hat.

    Bewertung Band 3: 4,5/5
    Bewertung gesamte Trilogie: 4,5/5

  3. Cover des Buches Die Antwort auf Vielleicht (ISBN: 9783404177653)
    Hendrik Winter

    Die Antwort auf Vielleicht

     (84)
    Aktuelle Rezension von: fayreads

    Ein Krebstaxi auf der Schnellstraße zum Glück

    Adam hat nicht damit gerechnet, sich in eine der Patientinnen zu verlieben, die er täglich zur Chemotherapie und zurück fährt. Doch dann steigt eines Tages Jessi in sein Taxi - jung, schön und todkrank. Ehe er sichs versieht, ist es um ihn geschehen. Als er erfährt, dass Jessi vielleicht nur noch wenige Wochen zu leben hat, setzt er alles daran, ihr diese Zeit so schön wie möglich zu machen. Und er hat ein Ziel: Jessis größten Wunsch zu erfüllen. Währenddessen erkennt er, dass auch er seine Träume vielleicht nicht bis "irgendwann einmal" aufschieben sollte ... 


    Fazit: 

    Die Idee hat mir sehr gut gefallen. Ein Krebstaxi bietet natürlich Stoff für viele Erzählungen und das hat der Autor auch gemacht. 

    Adam hängt in seinem Alltag fest und traut sich nicht, auf den höchsten Berg der Welt zu fahren und ihn zu besteigen, obwohl das sein Wunsch ist. Jessi, die krebskranke Patientin, zeigt ihm, was es bedeutet, das Leben zu lieben.
    So schön, so gut, aber für mich kamen keine Emotionen herüber. Aif einmal waren die beiden verliebt und als Leser konnte man nicht so richtig folgen. 

    Die Liebesgeschichte dümpelte auch ein bisschen vor sich. Manchmal hatten die beiden außergewöhnliche Dates, aber viel mehr ist nicht passiert. Auch von Jessis Krebs hat man nicht viel mitbekommen. Sie war oft im Krankenhaus, aber da man das Buch aus der Sicht von Adam gelesen hat, konnte man da auch nichts erfahren. 

    Das Ende fand ich leider sehr bescheiden und insgesamt haben mir wirklich die großen Emotionen gefehlt...

  4. Cover des Buches Das größere Wunder (ISBN: 9783423143899)
    Thomas Glavinic

    Das größere Wunder

     (171)
    Aktuelle Rezension von: Liebling_auf_ein_Buch

    Wirklich ein grandioses Buch. Spannend mit Tiefgang. Jede Zeile ist richtig und nicht zu viel.

  5. Cover des Buches Das Tal - Die Katastrophe (ISBN: 9783401505312)
    Krystyna Kuhn

    Das Tal - Die Katastrophe

     (594)
    Aktuelle Rezension von: Sarthi1828

    In den zweiten Teil der "Tal- Reihe" musste ich erstmal reinkommen da es 1. nun aus einer anderen Perspektive als aus der von Julia in Teil eins geschrieben ist und 2. die Kulisse in der die Handlung stattfindet anfangs für mich gewöhnungsbedürftig war.. anfangs! 

    Katie, aus deren Sicht nun Teil zwei besteht, war bis jetzt immer eine sehr unnahbare, geheimnisvolle, nicht einschätzbare Protagonistin in deren Gedanken und Vergangenheit man nun aber eintauchen darf. Generell finde ich die Aufmachung, wie ich nun verstanden habe; jedem der 8 Protagonisten ein Buch zuzuteilen sehr gelungen und interessant, denn so bekommt man nochmal einen tieferen Einblick was einfach einen Pluspunkt darstellt, da die Charaktere so für mich eben nicht nur oberflächlich dargestellt werden. Die Kulisse in Teil zwei hat mich erstmal weniger gecatcht,  wurde aber von Seite zu Seite fesselnder und einfach außergewöhnlich für ein Buch wie dieses. Es spielt eben nicht nur im Internat. Ich möchte aber gar nicht in die Details gehen. Mir gefällt an dieser Reihe auch noch, dass es um Geheimnisse rund um das Internat sowie die Vergangenheit der Protas geht und eben nicht nur um zwischenmenschliche Beziehungen, diese werden nur nebenbei aufgegriffen. Gegen Ende des Buches kommt dann auch wie in Band eins so richtig die Spannung auf und das ganze fängt an sich immer mehr zu  verdichten. Daher bin ich sehr gespannt auf Teil 3 und gebe 4,5 ⭐

  6. Cover des Buches Der Allesforscher (ISBN: 9783492306324)
    Heinrich Steinfest

    Der Allesforscher

     (73)
    Aktuelle Rezension von: awogfli

    Heinrich Steinfest liefert uns in der ersten Hälfte sein typisches Universum schräg, kuriositätenreich und mit Unwahrscheinlichkeitsantrieb funktionierend. Eine sensationelle Idee jagt die andere gleich einem Feuerwerk an Absurditäten. Der Protagonist und Manager Sixten Braun wird von der daherfliegenden Leber eines explodierenden Wals in Taiwan ins Koma verfrachtet und überlebt anschließend einen Flugzeugabsturz im Südchinesischen Meer. 

    Nach diesen Katastrophen kriegt er als Bademeister in Deutschland sein neues Leben auf die Reihe, das er gemächlich und beschaulich ausgestaltet, also downsized, weil er infolge der Traumata nicht mehr in ein Flugzeug einsteigen kann und auch mit seinem bisherigen Job nichts mehr anfangen möchte. 

    Aus dieser Idylle wird er nach Jahren wieder plötzlich herausgerissen, denn nun ist er mit einem angeblich in Taiwan gezeugten Sohn konfrontiert für den er die Vormundschaft übernehmen soll. Die Behörde hat ihn informiert, dass seine damalige Geliebte und verantwortliche Ärztin während des Komas sehr schnell nach der Geburt des Kindes an Krebs gestorben ist und die beauftragte Pflegemutter nun in der Psychiatrie gelandet ist, sich also auch nicht mehr um das Kind kümmern kann. Sixten Braun fällt aus allen Wolken, übernimmt jedoch Verantwortung, denn die Wahrscheinlichkeit, dass er der Vater ist, ist durchaus nicht unerheblich.

    Als das Kind mit dem Namen Simon aber dann nach Behördendschungel und Überstellung in Deutschland ankommt, ist klar, dass Sixten nicht der Vater sein kann, denn der Bub hat eindeutig asiatische Züge. Seine Geliebte war aber ebenso wie der Protagonist Deutsche. Keiner in der taiwanesischen Behörde hat ein Foto gesendet oder die Vaterschaft in Frage gestellt, denn sie dachten, Sixten sei Asiate. Nun war der Fehler nicht mehr rückgängig zu machen, das entzückende Kind ist vor Ort in Deutschland, Sixten fügt sich in sein Schicksal und adoptiert Simon aus Liebe und Respekt zur Mutter dennoch. Ein weiteres Detail hat die taiwanesische Behörde auch noch unterschlagen, um das Kind loszuwerden, Simon spricht eine komplexe Sprache, die keiner versteht. Nach ausführlicher Recherche wird klar, es ist keine chinesischstämmige Sprache, kein Dialekt, sondern eine eigenständige erfundene in sich logisch konsistente Geheimsprache, die sonst niemand auf der Welt spricht. 

    Ab in etwa der Hälfte des Romans wird das Tempo langsamer, fast schon gemächlich. Vater und Sohn nähern sich nach und nach einander an, aber Simon bleibt bei seiner Sprache und in seiner Welt. Sixten verliebt sich zudem auch noch in die Angestellte der taiwanesischen Botschaft, die die Adoption organisiert hat. Als Simon 8 Jahre alt wird, kommt Sixten drauf, dass der Bube perfekt klettern kann. 

    In einem Nebenstrang wird auch noch die Geschichte von Simons leiblichem Vater geschildert. Gemäß dem typischen steinfestschen Unwahrscheinlichkeitsantrieb kommen alle Protagonisten, die lebenden und die Toten in Tirol auf jenem Berg zusammen, auf dem Sixtens Schwester Astrid bei einem Kletterunfall gestorben ist. 

    Der Buchtitel Der Allesforscher stammt von Steinfests Sohn, der, um einen Universalgelehrten zu beschreiben, dieses Wort erfunden hat. Im Roman spielt dieser Allesforscher fast bis zum Ende eine untergeordnete Rolle, er war ein väterlicher Freund von Sixten. 

    Übrigens den explodierenden Wal gab es tatsächlich. So ein Ereignis ist zweimal passiert 1970 in Oregon und 2004 in Tainan, wie im Buch beschrieben. Solche Situationen sind übrigens gar nicht so ungewöhnlich. Durch die Gärgase tendieren verwesende Wale zu explodieren. Kontrollierte Miniexplosionen durch Schnitte in die Wale in den Niederlanden, in Dänemark und auf den Färöer-Inseln haben den großen Knall verhindert. https://www.youtube.com/watch?v=-4OIYQ6HCnk

    Fazit: Sehr guter Roman, der in der Mitte für meine Gefühle gar zu sehr eine Vollbremsung hinlegt und das Tempo zu viel drosselt.

  7. Cover des Buches Der Aufstieg – In eisiger Höhe wartet der Tod (ISBN: 9783492063432)
    Amy McCulloch

    Der Aufstieg – In eisiger Höhe wartet der Tod

     (113)
    Aktuelle Rezension von: DustBunny

    Die Autorin weiß wovon sie schreibt: Amy MacCulloch bestieg als jüngste Kanadierin den Achttausender Manaslu in Nepal und den höchsten Berg Amerikas, den Aconcagua, bei -45°C.    

    Inhalt

    Die Reisejournalistin Cecily bekommt die Gelegenheit als Erste DEN legendären Bergsteigerhelden zu interviewen - Charles McVeigh hat innerhalb eines Jahres alle vierzehn Achttausender bestiegen. Sie bekommt das Interview allerdings erst, nachdem sie mit ihm und seinem Expeditionsteam den Gipfel des Manaslu im Himalaya Gebirge erstürmt hat. Aber was für ein Mensch stellt so eine Bedingung? Ein Abenteurer, der der andere gerne zu Höchstleistungen motiviert oder ein kontrollierender Narzisst? 

    Um ihre mittelprächtige Karriere voranzutreiben schließt sie sich also weitaus erfahreneren Bergsteigern und Bergsteigerinnen in Nepal an, doch bereits im Basislager kommt es zu einem verdächtigen Todesfall - angeblich ein Unfall. Der Verstorbene hatte Zweifel am Unfalltod eines Freundes bei einer anderen Expedition mit demselben Team und er ging mit seinem Verdacht nicht gerade diskret um... 

    Während des Aufstiegs häufen sich beunruhigende Vorfälle und Cecily wird gewarnt “Diese Story ist es nicht wert, dein Leben zu riskieren”, sodass die Gipfelerstürmung immer beklemmender wird.  

    Mein Eindruck 

    Die Einblicke in die Welt des Bergsteigens sind wirklich faszinierend und Cecily ist sehr interessant - genau wie die anderen Expeditionsteilnehmer/innen. Die vielen verschiedenen Gefahren - die beim Klettern, aufgrund der Kälte und der sauerstoffarmen Höhenluft lauern - werden verständlich sowie eindringlich geschildert. Auch die verschiedenen Beweggründe sich so eine Tortur anzutun werden nachvollziehbar und facettenreich beschrieben.    

    Die rätselhafte Thrillerhandlung und die greifbaren Strapazen des Bergsteigens werden großartig miteinander verknüpft, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte! Zum Ende hin wird “Der Aufstieg” dann so richtig nervenaufreibend sowie mehrfach überraschend... 


  8. Cover des Buches Echo (ISBN: 9783453320987)
    Thomas Olde Heuvelt

    Echo

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Kristin1202

    Der Roman "Echo" war das zweite Buch von Thomas Olde Heuvelt, welches ich gelesen habe. Da mich Hex schon so begeistert hat, habe ich mich sehr auf den Roman gefreut.

    Das Cover ist sehr viel versprechend, es spiegelt den Maudit und die düstere Stimmung, die der Berg erweckt, perfekt wieder.

    Der Roman ist in mehrere Abschnitte (meist im Wechsel zwischen der Sicht von Nick und Sam) eingeteilt, diese enthalten wiederum mehrere kürzere Kapitel.
    Mir sagt der Schreibstil des Autors sehr zu. Das einzige, was für mich gewöhnungsbedürftig war, waren die vielen englischen Ausdrücke von Sam, aber mit der Zeit hat man sich daran gewöhnt und es hat einfach zu Sams überdrehten Charakter gepasst.

    Da ich privat sehr gerne Urlaub in den Alpen mache und mich Bergsteigergeschichten schon immer faszinieren, war ich begeistert über die gewaltige Schilderung der Berglandschaften der Schweizer Alpen. Der größte Teil des Romans spielt in der Nähe von Grimentz, ein Ort in den Schweizer Alpen. Im Zentrum der Geschichte steht der Maudit, ein sagenumwobener (und unheilvoller?) Berg.
    Der Roman beschreibt eine unheimliche Expedition, die Nick mit seinem Bergsteigerkollegen Augustin erlebte und was in Folge dessen passierte.
    Sam, der mit den Bergen nicht viel am Hut hat, ist der Freund von Nick.
    Durch den gesamten Roman zieht sich die Liebesgeschichte der beiden, die intensiver nicht hätte sein können.

    Sam belastet seit seiner Kindheit ein großes Geheimnis, er erlebt noch in den USA ein sehr mysteriöses Ereignis in Huckleberry Wall. Man kann danach verstehen, warum er mit den Bergen seine Probleme hat.

    Nach der Expedition von Nick und Augustin nimmt das Unheil seinen Lauf. Nach und nach reihen sich verschiedene Horrorelemente in den Roman ein, die immer wieder durch die Liebesgeschichte unterbrochen werden. Nick und Sam machen sich später auf den Weg in die Schweizer Alpen, wo sie nicht willkommen sind. Nach und nach wird die gesamte Expedition beleuchtet, auch warum die Grimentzer die beiden nicht willkommen heißen wird nach und nach immer deutlicher.
    Da ich in meiner Rezension nicht spoilern möchte, verrate ich an dieser Stelle nicht, was mit Nick auf dem Maudit passiert ist.

    Abschließend klären sich alle mysteriösen Einzelheiten des Romans auf, Julia, die Schwester von Sam spielt auch noch eine größere Rolle und ist eine große Stütze im Leben von Sam.


    FAZIT:

    In dem Buch vereinen sich Bergsteigen, Liebe, mysteriöse Ereignisse, Freundschaft, Horror und Spannung perfekt ineinander, ich konnte es kaum aus der Hand legen. Eine wahnsinnige Handlung gepaart mit wunderschönen Landschaftsbeschreibungen und einer innigen Liebesgeschichte werden zu einem der besten Bücher, die ich in diesem Jahr lesen durfte.
    Ich empfehle das Buch gerne jedem weiter, vor allem, wenn man die Berge liebt und spannende und teils abgedrehte Storys mag.

    Selbst die Danksagung des Autors war so toll geschrieben, es war mir eine Freude diesen Roman zu lesen.
    Ich freue mich schon auf das nächste Buch von Thomas Olde Heuvelt :-)

  9. Cover des Buches Der Berg (ISBN: 9783453418493)
    Dan Simmons

    Der Berg

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Beust

    Dan Simmons gelingt mit „Der Berg“ ein beeindruckender Thriller: Der Berg, der Berg kann nur einer sein, nämlich der Mount Everest. Und dieser Berg ist ein so ernst zu nehmender Gegner, an dem nichts Weiches, Sanftes oder Menschenfreundliches ist, dass seine Erstbesteigung von den Herausforderern des Giganten wie ein Feldzug geplant und wie eine Belagerung durchgeführt wurde. Simmons lässt uns an mehreren gescheiterten Versuchen teilhaben und erzeugt eine atemberaubende Höhenspannung, die ihm ähnlich auch in „Terror“ gelungen ist, also seinem Roman in der Arktis, in dem ewige Nacht und eisige Kälte zu monströsen Gegnern anwachsen.

    Hier kommt die ganze Geschichte um die gescheiterte Mallory-Expedition dazu, deren Scheitern jahrzehntelang ein Rätsel blieb, aber spannend ist bis heute. Simmons packt sich die Mysterien der Everestexpeditionen und strickt daraus und aus seinem Plot – mit ziemlich coolen Charakteren – seine Steigleiter in den Berg.

    Ich hätte mehr nicht gebraucht und werde wohl „In eisigen Höhen“ von John Krakauer lesen, um noch einmal den Thrill dieses Berges in echt zu spüren.

    Simmons aber ist ein Thrillerautor, weshalb er leider eine Rahmenhandlung erfindet, die gelingt, aber eine Binnenhandlung einflicht, die – sozusagen ab einer Höhe von 7.300 Metern – noch eins draufzusetzen versucht. Eine Rezension muss vermeiden, den Clou eines Romans zu verraten, deshalb nur so viel: Dass Nazis eine Rolle spielen, ist recht früh klar – der Roman spielt 1924/25 kurz nach dem „Marsch auf die Feldherrnhalle“, und eine Szene im Bürgerbräukeller gibt es auch. Welche Rolle sie spielen, ist vollkommen unglaubwürdig und regelrecht lächerlich.

    Ach ja: Wer darauf hofft, dem Yeti zu begegnen, der wartet auf das Klischee. Und was Simmons zum Klischee meint, tja, der soll es selbst lesen.

    Auf 7.300 Metern abgestürzt, ein Jammer.


  10. Cover des Buches Angstrausch (ISBN: 9783442487370)
    Sarah Lotz

    Angstrausch

     (32)
    Aktuelle Rezension von: JuttaSwietlinski

    Das Wichtigste vorweg: Der Titel des Romans, „Angstrausch“, ist definitiv nicht übertrieben!
    Simon, der Protagonist dieses Buches, steigt zuerst in eine Höhle ab und klettert im späteren Verlauf der Handlung auf den Mount Everest – und die Autorin versteht es meisterhaft, sowohl die Beklemmung in den Tiefen der Erde als auch die Schwierigkeiten, Gefahren und Angstzustände in der großen Höhe in allen grausigen Details zu schildern. Kein Wunder, denn tatsächlich hat sie sich die Strapazen des Kletterns aus Recherchegründen leibhaftig aufgebürdet (dazu gibt es sogar ein Youtube-Video) und hat außerdem unglaublich viele Bücher über das Bergsteigen gelesen. Soll heißen: Die Frau weiß, wovon sie schreibt!
    Das bedeutet allerdings wiederum, dass Leser*innen mit Klaustrophobie oder Angst vor Höhen oder Tiefen beim Lesen dieser mehr als lebensnahen Schilderungen immer wieder an ihre psychischen Grenzen stoßen. Ich muss zugeben, dass ich bereits auf Seite 21 schweißnasse Hände hatte ...
    Wer allerdings durchhält und es schafft, selbst bei den schwierigsten Teststellen weiterzulesen, wird mit einer umso packenderen Geschichte belohnt, die als Thriller beginnt und mit einem ordentlichen Schuss Mystery endet.
    Mein Fazit: „Angstrausch“ ist ein sehr spannender Roman, der vielerlei Anklänge an die zeitgenössische Popkultur aufweist und bei dessen Lektüre mensch sich so angstvoll in die Sessellehnen krallen kann wie die Figuren in der Story.

  11. Cover des Buches Orangencreme und süße Träume (ISBN: 9782496707861)
    Lotte Römer

    Orangencreme und süße Träume

     (53)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Liebe am Gardasee, Band 3: Valentina liebt ihre Arbeit im „Casa Felicità“ und ist ihrer Chefin Antonella zutiefst dankbar, dass sie ihr den Job angeboten hat, nachdem ihre Eltern tödlich verunfallt waren. So konnte Valentina für sich und ihren jüngeren Bruder Tim den Lebensunterhalt verdienen. Als sie Max, den neuen Gast im Hotel, zum Klettern begleiten soll, wird sie von schmerzlichen Erinnerungen überflutet. Doch sie geht mit – sie kann Max und der Faszination des Kletterns nicht widerstehen…

    Erster Eindruck: Wie von dieser Reihe gewohnt, vermittelt das Cover absolut Urlaubsfeeling – prima!

    Dies ist Band 3 der Reihe, kann aber ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden. Für mich ist es natürlich ein Wiedersehen mit altbekannten Protagonisten, so z.B. Clement und Ernesto.

    Valentina fühlt sich von Max, dem neuen Gast, sehr angezogen. Aber sie ist ja zum Arbeiten im Hotel und daher haben irgendwelche amourösen Fantastereien überhaupt keinen Platz. Ihrem Kopf ist das klar, aber ihrem Herzen nicht. Die Autorin lässt Valentina extrem schwärmerisch und wiederholend über Max nachdenken. Zum Glück mag ich es auch mal, wenn es ein bisschen kitschig-romantisch zu- und hergeht. Aber das war mir schon fast zu viel. Max ist ein toller Typ – nun komme ich noch selbst ins Schwärmen! – und ein grosser Fan vom Klettern. Es gab sehr detaillierte Einblicke in diesen Sport mit allerlei Fachbegriffen. Er freut sich, als Valentina zusagt, ihn beim Klettern zu sichern, da sein ursprünglicher Kletterpartner abgesagt hatte. Er fragt sich, wieso sie als versierte Kletterin den Sport seit ein paar Jahren nicht mehr ausübt…

    Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und mir haben Antonella (liebe Autorin, in den Sechzigern ist man noch nicht so alt, wie sie hier dargestellt wird!) sowie Clement und Ernesto am besten gefallen. Die Veränderung der Situation von Valentina und ihrem Bruder Tim war mir zu abrupt, um glaubwürdig zu sein. Die Geschichte war für mich insgesamt zu vorhersehbar – daher nur 2 Sterne.

  12. Cover des Buches Die Besteigung des Rum Doodle (ISBN: 9783442158096)
    William E. Bowman

    Die Besteigung des Rum Doodle

     (50)
    Aktuelle Rezension von: wanderer-of-words

    Hätten Eric Idle und Co. ein Buch übers Bergsteigen geschrieben, wäre wohl etwas wie »Die Besteigung des Rum Doodle« dabei herausgekommen. Das Buch versteht sich als eine Parodie auf die Expeditionen der 1950er Jahre und strotzt nur so vor albernem Klamauk. Erschienen ist es bereits 1956 erschienen, das merkt man an vielen Stellen natürlich. Trotzdem kann man es auch heute noch sehr gut lesen und wird, sofern einem der Humor liegt, auch gut unterhalten.

    Im Nachwort hießt es das Buch ist irgendwo zwischen Monty Python und Die Nackte Kanone angesiedelt und das beschreibt es einfach perfekt. Die Geschichte strotzt nur so vor albernem Slapstick und Running Gags. Letztere Nutzen sich mit der Zeit leider etwas ab, so dass das Buch in der Mitte etwas eintönig wird. Zum Ende hin gibt es dann aber wieder neue Gags, so dass der Unterhaltungswert wieder merklich ansteigt. 

    Erzählt ist das Buch aus der Sicht des Expeditionsleiters, der die abstrusen Geschehnisse absolut ernsthaft schildert, die Hintergründe begreift er mit seiner arglosen Gutmütigkeit meist gar nicht. Das macht die Geschichte herrlich zu lesen. Man darf dabei aber weder tiefgründige Charaktere noch ausschweifende Landschaftsbeschreibungen oder eine logische Handlung erwarten. Das Buch will einfach nur unterhalten. 

    Als Monty Python Fan trifft »Die Besteigung des Rum Doodle« genau meinen Humor, daher habe ich mich prächtig amüsiert. Einen Stern ziehe ich allerdings für die Längen im Mittelteil ab. Wer diese Art Humor nicht mag, dem werden die sechs Trottel allerdings sehr schnell auf die Nerven gehen.

  13. Cover des Buches Das Dach der Welt (ISBN: 9783492502825)
    Mira Manger

    Das Dach der Welt

     (29)
    Aktuelle Rezension von: RonRaeubertochter

    Rezensionsexemplar

    Ich stimme zu, wenn Mira sagt, dass das Cover nicht passt - selbst hätte ich mir das Buch auch nie gekauft, daher: Danke, das ich es lesen durfte @herzgestein_ !

    Was ich besonders toll fand und auch perfekt an den passenden Stellen: 

    Die Rückblicke. Sie waren nicht nur an den passenden Stellen gesetzt, nein. Es waren auch die richtigen Schlüsselsituationen. 

    Die Charakter, in diesem Fall Alicia & Robin, waren wunderbar. Man konnte direkt von Anfang an mitfühlen und mitfiebern. 

    Beide haben eine Entwicklung hinter sich, die wir gar nicht so aktiv wirklich mitbekommen und doch sehen wir sie, weil wir Rückblicke erleben, weil die zwei uns zeigen wie es früher einmal war. 

    Die gemeinsame Zeit war nicht immer leicht und trotzdem erleben wir das es irgendwann auch nicht mehr gehen kann, das eine Trennung - so sehr sie auch schmerzt - gut sein kann. 

    Robin lernt im Laufe der Expedition, das er seine eigenen Bedürfnisse zurückstecken muss, wenn er die Liebe seines Lebens nicht für immer verlieren will. Er versteht, wenn auch seeeeehr spät, das alles ohne Sinn ist, wenn man keinen hat mit dem man es teilen kann. 

    Alicia lernt, das Gefühle nicht einfach verschwinden nur weil man sie verdrängt. Sie lernt, das die Liebe ein sehr starkes Gefühl ist, das einen durchhalten und vergeben lässt. 

    Und passend zu all dem, hat Mira es geschafft, das sich das Buch wie ein Film angefühlt hat. Das man alles vor sich gesehen hat, als wäre man mit auf dem Mount Everest. Als würde man Maik und Nail (lest selbst, wenn ihr wissen wollt, warum ich ausgerechnet die zwei dafür gewählt habe) direkt vor sich stehen haben. 

    Ein absolutes Jahreshighlight - und das Jahr hat erst angefangen. 

  14. Cover des Buches Höhenangst (ISBN: 9783442054954)
    Nicci French

    Höhenangst

     (79)
    Aktuelle Rezension von: Trikerin
    Cover:
    Imposant.Berge und Wolken.Bedrohlich und gleichzeitig wunderschön.

    Zum Inhalt:
    Alice und Adam laufen sich buchstäblich in die Arme.Liebe--Knall auf Fall.
    Alice verläßt ihren langjährigen Freund für Adam.Verläßt ihr ganzes bisheriges Leben.Es gibt für sie nur noch Adam und er beteuert seine Liebe zu ihr. Adam ist leidenschaftlicher Bergsteiger und Bergführer.
    Alice ist Wissenschaflerin und steht mit beiden Beinen im Leben.Doch sie verliert sich in dieser Liebe.
    Adam erzählt nicht viel von seiner Vergangenheit.Alice erfährt das es bei einer gefährlichen Bergtour einen fürchterlichen Unfall gegeben hat.Adam rettete vielen Menschen auf diesem Berg das Leben.Doch 5 Menschen starben.Angeblich ein Unglück.War es das?
    Er wird als Held gefeiert .
    Alice will alles erfahren.Doch je mehr Sie herausbekommt desto mehr Zweifel kommen ihr an Adam.Ist er wirklich ein Held?Was ist auf dem Berg geschehen?Sie hat einen furchtbaren Verdacht.Bewahrheitet er sich?Wenn ja dann ist Alice in höchster Gefahr.Wird ihr überhaupt jemand glauben?

    Mein Eindruck:
    Am Anfang dachte ich es wäre ein Liebesroman.Ich bin sehr froh dass ich das Buch nicht zur Seite legte.Denn es ist eine Liebesgeschichte mit Thriller.
    Spannend und mitreißend. Flüssiger Schreibstil.Sehr realistisch dargestellt.Ein Drama das mich mitgenommen hat.Teilweise könnte ich das Buch nicht mehr weglegen da ich unbedingt wissen musste wie es weitergeht.
    Sehr detailreich fand ich das Bergsteigen beschrieben.
    Der Thriller wurde in der Ich Form aus Alice Sicht geschrieben.Fand ich sehr gut.
    Das Ende war sehr dramatisch und für mich überraschend.Ich konnte mit Alice mitfühlen.Ich zitterte mit Alice.
    Lesenswert und Empfehlenswert
    Dafür 5 gute Sterne von mir
  15. Cover des Buches Das ist doch der Gipfel (ISBN: 9783711200174)
    Andreas Lesti

    Das ist doch der Gipfel

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Dieses gediegen ausgestattete Buch erzählt die Anfänge des Bergsteigens. Berge und besonders die Alpen sind Barrieren, die es zu überwinden gilt, wenn man vom Norden in den Süden und umgekehrt will. Man überquert sie auf Saumpfaden, Karrenwegen und mehr oder weniger ausgebauten Straßen. Der Zweck ist immer ein pekuniärer - Handel. Die Sagen der Gebirgsbewohner sind voll von Monstern, Berggeistern und Drachen, die alle jene, die abseits der Pfade wandeln, den Tod finden lassen. Ab dem 18. Jahrhundert ändert sich das Bild: Künstler, Kartografen und auch Literaten wagen neben unerschrockenen Pionieren den Weg in die Höhe. Nicht mehr der kürzeste (Handels)Weg über den Berg zählt, sondern der Gipfelsieg. 

    Andreas Lesti, Journalist, Germanist und begeisterter Alpinist schildert nun in 15 Porträts wie sich die Berge von Orten des Schreckens zu den heute von Touristen überlaufenen Sehnsuchtsorten entwickelten. 

    Der Bogen spannt sich vom bretonischen Schiffsjungen und späteren Arzt Belsazar Hacquet, der ab 1775 zahllose Gipfel in den Westalpen bezwang, dabei Gehzeiten, Geländeschwierigkeiten und die Naturschönheiten beschrieb. Somit kann man ihn als einen der ersten Bergführer bezeichnen. Völlig unbedarft, blauäugig und unzureichend ausgerüstet („Halbschuhtourist“) erklimmt Johann Wolfgang von Goethe im November (!) 1779 das Furkajoch, versinkt dort hüfthoch im Schnee, ständig bedroht durch Lawinen und hat mehr Glück als Verstand, dass er dieses Abenteuer unbeschadet übersteht. 

    Dann dürfen wir Alexander von Humboldt auf einer seiner Forschungsreise, die ihn u.a. Auf den Teide und den Chimborazo führt, begleiten. Die Expeditionen der österreichischen Brüder Schlagintweit nehmen uns in den 1850er Jahren mit nach Nordindien, wo die Brüder in fast drei Jahren nicht nur 30.000km zurücklegen, sondern auch neue Höhenrekorde aufstellen. Allerdings sammeln/rauben sie wahllos und obsessiv Artefakte, deren Auswertung unterblieben ist. 

    Doch nicht nur wagemutige Männer besteigen die Berge. Lesti berichtet über die Amerikanerin Meta Brevoort, die sich gemeinsam mit ihrem Hund Tschingel, ein Duell um den Gipfelsieg am Matterhorn mit der Engländerin Lucy Walker liefert. Am 21. Juli 1871 ist es soweit - Good old Europe siegt!

    Die herausragendste Bergsteigerin ist jedoch die Polin Wanda Rutkiewicz, die in den 1980er Jahren endgültig in die Männerdomäne des Gipfelstürmens einbricht. Bis 1992 erklimmt sie acht der 14 Achttausender. Beim Besteigen des Kangchendzönga verunglückt sie auf 8300m tödlich. 

    Dann erfahren wir, warum Skirennen in Japan so populär sind: Theodor von Lerch, dessen Namen in den Alpen kaum wer kennt, hat den Skilauf 1910 in den kleinen Ort Takata gebracht, der nun als Wiege des japanischen Skilaufs gilt.  

    Spannend und berührend auch das Interview mit Norman Dyrenfurth (1918-2017), jenen Bergsteiger, der noch Hermann Buhl oder Sir Edmund Hillary persönlich gekannt hat. 

    »Am Ende ergibt sich ein Bild von den Alpen der Gegenwart, das ohne die Helden der Vergangenheit nicht verständlich wäre.« 

    Fazit: 

    Das Buch ist wegen seiner gediegenen Ausstattung - Leinencover und Lesebändchen - ein tolles Geschenk nicht nur für Bergfexe. Das Titelbild zeigt übrigens eine Postkarte des Mont Blanc aus dem 19. Jahrhundert. Gerne gebe ich hier 5 Sterne. 

     

  16. Cover des Buches In eisige Höhen (ISBN: 9783492972857)
    Jon Krakauer

    In eisige Höhen

     (166)
    Aktuelle Rezension von: Claudi1990

    Im Jahr 1996 steckte der Bergsteigertourismus am Mount Everest noch in seinen Kinderschuhen. Die beiden in der Szene bekannten Bergsteiger und -führer Rob Hall aus Neuseeland und Scott Fischer aus den USA erkannten das wirtschaftliche Potential um eine Mount Everest Besteigung und versprachen, zahlungsfähige (eine Besteigung kostete damals rund 65.000 US-Dollar) Kunden meist ohne große Erfahrungen am Berg auf das Dach der Welt zu führen. Nach wochenlanger Vorbereitung ging es Anfang Mai 1996 endlich los: die Bergsteiger (und solche, die es gerne wären) machten sich auf den langen, beschwerlichen Weg durch das Eis zum Gipfel des Mount Everests. Aufgrund menschlicher Fehlplanungen und mangelnder Unerfahrenheit in diesem Bergsteigertourismus führte ein plötzlich aufziehender Blizzard letztendlich dazu, dass die Gipfelbesteigung zu einem individuelle Todeskampf wurde, den nicht alle überleben sollten. 

    Der Journalist Jon Krakauer, der für das Bergsteigermagazin Outsider über seine Erfahrungen mit der Gipfelbesteigung und dem aufkommenden Tourismus am Mount Everest berichten sollte, verfasst über seine Erlebnisse in Form dieses Buches einen sehr aufwühlenden Bericht. Er schildet die Ereignisse der Gipfelbesteigung chronologisch und zeigt damit auf, wie ein Tag, der so euphorisch und voller Vorfreude begann, sich schleichend in eine Katastrophe wandelte. Das Buch mag literarisch kein Meisterwerk sein, aber selten hat mich ein Buch so bewegt und mitgenommen, eben weil man weiß, dass viele der genannte Personen an diesem verheerenden Tag am Berg ihr Leben ließen. Wer vom Mount Everest fasziniert ist (auch wenn ich selbst nie auf den Gipfel stehen möchte, finde ich den Berg und die Geschichten drumherum sehr faszinierend) oder wer den bewegenden Hollywood-Film "Everest" (2015) gesehen hat, kann ich diesen Kurzbericht sehr ans Herz legen. 

  17. Cover des Buches Der Aufstieg – In eisiger Höhe wartet der Tod (ISBN: 9783869525587)
    Amy McCulloch

    Der Aufstieg – In eisiger Höhe wartet der Tod

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Petra_Mayer

    Ein guter Thriller, hat mich gut unterhalten.

  18. Cover des Buches Even the Darkest Stars (ISBN: 9780062463388)
    Heather Fawcett

    Even the Darkest Stars

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Eileen_Dierner

    Zuerst einmal mag ich die Welt und das Magiesystem darin sehr. Es fühlt sich alles sehr natürlich an, was daran liegt, dass es von den Charakteren als natürlich behandelt wird. Das schafft eine wohlige Atmosphäre.


    Die Plottwists waren spannend, mehr muss ich dazu nicht sagen. Auch zum Rest fallen mir nicht mehr Worte ein, als dass ich mit dem Buch durchaus zufrieden war. Eine gute Geschichte, unterhaltsam und schnell zu lesen! 

  19. Cover des Buches Das Sommerhaus (ISBN: 9783833308185)
    Elin Hilderbrand

    Das Sommerhaus

     (11)
    Aktuelle Rezension von: YvetteH
    Inhalt/Klappentext:

    "Als die zweiunddreißigjährige Chess plötzlich ihre Verlobung löst, fällt ihre Familie aus allen Wolken: Wer oder was ist der Grund für diese unerwartete Entscheidung? Auf der Ferieninsel Tuckernuck versuchen ihre Mutter, Schwester und Tante, Chess beizustehen. Da- bei haben die drei Frauen durchaus ihre eigenen Geheimnisse ... Ein warmherziger Roman über die Unvorhersehbarkeiten der Liebe und die Kraft der Familienbande."

    Meine Meinung:

    Elin Hilderbrand hat hier eine bewegende Geschichte über vier Frauen einer Familie mit ihren Geheimnissen geschaffen.
    Der Schreibstil ist einfach wundervoll, berührend und sehr eingängig. Die Charaktere sind sehr bildlich und man kann mit ihnen bangen, hoffen, weinen und lachen.
    Das Schreiben aus der Sicht der vier Frauen macht das Buch besonders und man kann sich besser in deren Gefühle hinversetzten.
    Ich fand die Geschichte sehr gelungen und würde gern noch mehr von den vier Frauen erfahren.

    Mein Fazit:


    Eine sehr schöne Geschichte über die Kraft der Liebe (in der Familie und im Einzelnen.
    Absolut empfehlens- und lesenswert.

    5 Sterne
  20. Cover des Buches Der Wolkentempel (ISBN: 9783499254307)
    Patrick Woodhead

    Der Wolkentempel

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Gina_Grimpo

    Auch wenn das Cover auf einen Thriller verweist, diesen Roman habe ich eher als Abenteuerroman empfunden.

    Wunderschöne Landschaftsbeschreibungen und schon alleine die Erzählungen, wie Luca und Bill sich gegen Wind, Wetter und die Berge behaupten hätte mir schon gereicht. Unglaublich spannend und trotzdem ich gemütlich mit Decke auf dem Sofa gesessen habe, hat es mich echt gefröstelt bei den Wetterbedingungen, die im Buch vorherrschen :-)

    Dazu noch spannende Einblicke in das Land Tibet und die Kultur, ein schönes Lesevergnügen. Das Ende konnte mich nicht ganz überzeugen, das ist aber zu vernachlässigen, da ich mich beim Rest der Geschichte sehr gut unterhalten gefühlt habe.

  21. Cover des Buches Niedertracht (ISBN: 9783596512676)
    Jörg Maurer

    Niedertracht

     (189)
    Aktuelle Rezension von: Lillianne

    Zum Buch

    In der Gipfelwand hoch über einem idyllischen alpenländischen Kurort findet die Bergwacht eine Leiche. Wie kam der Mann ohne Kletterausrüstung überhaupt dort hin? Kommissar Jennerwein ermittelt mit seinem Team zwischen Höhenangst und Almrausch, während  sich die Einheimischen in düsteren Vorhersagen über weitere Opfer ergehen. Was hat derweil die merkwürdige Mückenplage in Gipfelnähe zu bedeuten, warum besitzt ein grantiger Imker auf einmal viel Geld, und wieso hilft ein Mafioso, ein Kind aus Bergnot zu retten? Jennerwein hat einen steilen Weg vor sich …

    Mein Kommentar

    In diesem Band gibt es mindestens zwei Handlungsstränge, die Kommissar Jennerwein zu berücksichtigen hat. Noch weiß er nicht, wie er vorgehen soll. Er wird es mit guten Gebirgskletterern aufnehmen müssen. Mit der Gams fängt es an. Sie gehört zu einem Handlungsstrang,  der mit einem ungeheuren Aufwand nach einem Mädchen in den Bergen sucht: "Das Kind war so unschuldig, wie die Gans damals. Mit der unschuldigen Gams hatte alles begonnen, und mit einem unschuldigen Engerl würde vielleicht alles enden." [Seite 309]
    Die Insekten, "diese Kriebelmücken, die blutgierigen und sauglustigen Archicnephia, ... werden für indiskrete Recherchen und unverschämte Nachforschungen eingespannt .." [Künsterlische Freiheit! Aus dem Nachwort]
    Wieder eine richtig gute Leselektüre! Jetzt gehts zum nächsten Band.

  22. Cover des Buches Das kann uns keiner nehmen (ISBN: 9783455009255)
    Matthias Politycki

    Das kann uns keiner nehmen

     (106)
    Aktuelle Rezension von: Aqua__

    Man hat gleich das Gefühl mittendrin zu sein. Auf dem Weg auf dem Berg zur Spitze oder Krater :-). Sehr schöner Einsteig. Ich habe mir auch immer wieder das Buchcover angeschaut und mir vorgestellt hoch oben wie Hans da hoch marschiert und auf einmal vor "Tscharlie" steht. Herrlich! Kann es mir buchstäblich vorstellen. Besonders, da ich mittlerweile zwar schon seite ingen Jahren in Bayern lebe - komme aus NRW - aber mir teilweise immer noch fremd zum Teil vorkomme. und was dnekt wohl ein Hamburger plätzlich ausgerchnet auf einem der höchsten Berge einen Bayrer zu treffen. Naja so viel seit verraten, Antwort gibt's im Buch ;-)
    Im normalen Leben wären die beiden auf jeden Fall bestimmt nicht so aufeinander getroffen und hätten so miteinander auskommen müssen.
    Denn ein Sturm sorgt dafür, dass sie das erste mal zusammenhalten müssen.
    Ein absolut lustiges Buch und echt gut geschrieben, dass man zügig durchlesen kann. Aber gut momentan hat man ja leider auch etwas Zeit dazu. Die habe ich mir auf jeden Fall ein Wochenende lang genommen.
    Wie Denis Scheck auf dem Rückencover schon sagt: "Das Buch hat eine ganz eigene Sprache, die einen in den Bann zieht". Und ich meine jetzt nicht nur den bayrischen Teil.

  23. Cover des Buches THE ASCENT - DER AUFSTIEG (ISBN: 9783958351936)
    Ronald Malfi

    THE ASCENT - DER AUFSTIEG

     (20)
    Aktuelle Rezension von: NiWa

    Tim Overleigh flieht vor den Dämonen der Vergangenheit und schließt sich einer Gruppe auf eine Tour in die Berge Nepals an. Während er von Erinnerungen und Selbstzweifeln gepeinigt wird, befindet er sich am bedrohlichsten Trip seines Lebens, weil nicht nur der Berg und die Kälte zur Gefahr werden.

    „The Ascent. Der Aufstieg“ ist ein (Horror-) Thriller von Ronald Malfi, der in die unwirtliche Gegend des Himalayas entführt.

    Tim schließt sich dieser Truppe von Bergsteigern an, die vom reichen Exzentriker Trumbauer zusammen gestellt ist. Trumbauer selbst zieht sich eher zurück, obwohl er aufgrund seines Status eindeutig den Ton angibt.

    Mittendrin ist Protagonist Tim Overleigh, der ebenso exzentrisch, wenn auch auf andere Weise ist. Tim hat es durch Bildhauerei einst zu Ruhm und akzeptablem Wohlstand gebracht. Allerdings quält ihn der Verlust seiner Frau dermaßen, dass er depressiv und lebensmüde wirkt. Dennoch schließt er sich der Eroberung des Berges an, weil er vom Geist der Vergangenheit getrieben ist. 

    Gleich zu Beginn taucht man in eine äußerst dramatische Szene ein. Protagonist Tim ist in Lebensgefahr. Er ist in ein Loch mitten in Eis und Schnee gerutscht, sein Bein ist gebrochen und der Knochen schaut zwischen dem Fleisch hervor. Schon mit diesem Einstieg hatte mich Malfi bei der Stange, obwohl die eigentliche Handlung noch gar nicht angefangen hat.

    Danach plätschert die Geschichte, weil man den Protagonisten in seinem Leid vorgestellt bekommt. Das Eisloch ist überwunden und man begleitet Tim während der Genesung. Er hat Zeit um über die Vergangenheit nachzudenken, er trauert seiner Frau nach, und reflektiert die eigene Schuld an den Ereignissen. 

    Auf diesen eher introvertierten Teil folgt der Abenteuer-Charme. Es geht auf nach Nepal, wo es geheimnisvolle Schluchten und Täler sowie uralte Legenden zu ergründen gilt. Dieser Hauptteil ist von dem Kampf mit dem Berg und gegen Eis und Schnee geprägt. Hier trifft realer Horror auf grausige Fiktion, wonach sie Hand in Hand Tims Gruppe und den Leser in Schrecken versetzen.

    Mir hat „The Ascent. Der Aufstieg“ richtig gut gefallen. Ich mag es, wenn es darum geht, Berge zu erklimmen, die Kälte zu überwinden und mit den passenden Steigeisen bewaffnet Fuß zu fassen. Ronald Malfi schildert den beschwerlichen Weg, die Anstrengungen und die Gruppendynamik, wie ich sie mir auf so einer Expedition vorstelle. 

    Zusätzlich streut er sanfte Mystery-Elemente ein, wobei es hier beim Leser liegt, sie als real zu betrachten oder als Hirngespinst abzutun.

    Die Handlung um den Berg ist vom Expeditionsleiter Trumbauer geprägt. Dieser Trumbauer ist reich, exzentrisch und er hat die Teilnehmer aus einer bestimmten Absicht heraus eingeladen. Worin diese Gründe liegen, ist ein weiterer Rahmen, der den Aufstieg und den Verlauf des Romans beherrscht.

    Zudem gibt es etliche Rückblenden auf Tims Ehe, die bisherige Karriere als Bildhauer und die Bekanntschaft mit Trumbauer. Diese Blicke in seine Vergangenheit mochte ich weniger. Sie fügen sich gut ins Gesamtbild ein und runden die Geschichte ab, dennoch haben sie die eisige Spannung am Berg eher gebremst als vorangebracht. 

    Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe mit „The Ascent. Der Aufstieg“ fesselnde Lesestunden verbracht. Es war kalt, unheimlich und spannend, die Berge Nepals zu erkunden, die Gruppenmitglieder kennenzulernen und der Gefahr ins Gesicht zu sehen. Wer gern eiskalte Gipfel im Thriller- oder Horror-Genre stürmt, hat damit den richtigen Lesestoff parat.

  24. Cover des Buches Höllental (ISBN: 9783442489442)
    Andreas Winkelmann

    Höllental

     (242)
    Aktuelle Rezension von: Fuexchen

    Im ersten Schnee des Winters steht eine junge Frau auf einer Eisenbrücke hoch über der Höllentalklamm. Sie ist fest entschlossen, sich in die Tiefe zu stürzen. Roman Jäger, Mitglied der Bergwacht, versucht noch sie aufzuhalten, doch vergeblich. Was ihm bleibt, ist ihr letzter Blick – ein Blick voll entsetzlicher Angst, der ihn bis in seine Träume verfolgt. Er macht sich daran, die Hintergründe dieses Selbstmords herauszufinden. Und stößt auf ein schreckliches Geheimnis, das sein Leben für immer verändern wird.

    Bisher hatte ich noch kein Buch des Autors Andreas Winkelmann gelesen, das mir nicht gefiel. So freute ich mich natürlich auch auf dieses. 

    Schon der Anfang konnte mich in seinen Bann ziehen. Ich hing gespannt in den Seiten fest. Die Handlung ist spannend und vermochte mich zu fesseln. Und dann kam der Schluss, und der wurde mir zu schnell abgehandelt. Nicht, dass es nicht schlüssig erzählt wird, aber es hätte gerne ausführlicher sein können.
    Natürlich ist das nur mein persönliches Empfinden und ich bin sicher, dass es genug Leser gibt, die nun den Kopf schütteln, weil sie dieses nicht so wahrgenommen hatten.

    Die Charaktere sind gut und authentisch ausgearbeitet. Da sie genügend Tiefe besitzen, fiel es mir nicht schwer, mich auf sie einzulassen. So konnte ich mitfiebern und war in der Geschichte gefangen.

    Erzählt wird im personalen Stil. Da alles schlüssig erklärt wird und ich das Erzähltempo (bis auf den Schluss) sehr mochte, konnte ich mich voll und ganz auf die spannende Story einlassen.

    Mich konnte der Thriller einnehmen. Die Story ist gut durchdacht und konnte mich mit dem Verlauf überraschen. Daher gibt es von mir eine Leseempfehlung für alle Thrillerfans.
    Da ich eine tolle Lesezeit hatte, vergebe ich vier Sterne. 

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