Bücher mit dem Tag "bauernhof"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bauernhof" gekennzeichnet haben.

509 Bücher

  1. Cover des Buches True North - Wo auch immer du bist (ISBN: 9783736305601)
    Sarina Bowen

    True North - Wo auch immer du bist

     (490)
    Aktuelle Rezension von: Lieselotte1990

    Ich kenne Sarina Bowen durch die „Ivy-Years-Reihe“ und war begeistert. Ich kann gar nicht so richtig festmachen, warum ich nicht schon viel früher mit „True North“ angefangen habe… Wahrscheinlich habe ich geahnt, dass ich mindestens genauso süchtig werden würde wie bei den Efeus. Tja, ich hatte Recht und jetzt will ich nur noch diese Bücher lesen, obwohl ich doch noch so viele andere auf dem Zettel habe… Nun gut, Sarina Bowen macht mich zu einem schwachen Menschen und ich las in Windeseile diesen ersten Band…

    „True North“ spielt in Vermont, dreht sich im Zentrum um die Großfamilie Shipley und ist unheimlich heimelig. Ich stehe auf solche Romane! Mich begeisterten in diese Richtung bereits die „Redwood-Love“-Reihe von Kelly Moran und die „Lost in Love“-Reihe von Marie Force – die übrigens auch in Vermont spielt und ich nun langsam den großen Drang verspüre, in diesen amerikanischen Bundesstaat zu reisen, um auch einen heißen Apfel-Presser oder sexy Store-Manager abzubekommen… Aber um wieder aufs Wesentliche zu kommen: Ich liebe diese Art von Geschichten, weil sie sich für mich wie eine Kuscheldecke an eiskalten Wintertagen anfühlen. Ich kann absolut Abtauchen im Familien- und Gefühlschaos der Protagonisten und fiebere, weine und ärgere mich mit. Klar werden hier KITSCH und HARMONIE nicht nur groß geschrieben, sondern auch noch bis zum Happy End ausgereizt.

    Das hört sich vielleicht etwas dramatisch an. Und „True North“ ist auch gar nicht so schlimm. Im Gegenteil glänzt es durch eine überaus durchdachte und gut recherchierte Geschichte. Außerdem ist Sarina Bowen eine Meisterin, wenn es darum geht, Figuren und ihre Hintergrundgeschichten zu beschreiben. Sie sind nachvollziehbar und authentisch, wenn auch meist zu schön, um wahr zu sein (vor allem äußerlich). 

    Audrey ist so süß und sympathisch, was sich vor allem aus ihrem Scheitern und ihren Schwächen ergibt. College war ja mal gar nix für sie, den Job, den sie jetzt macht, ist auch so semi ihre Stärke. Aber sie ist eine leidenschaftliche Köchin und glaubt an sich, auch wenn es ihre Mutter nicht tut. Ihr Durchhaltevermögen ist bewundernswert. Ihre Mutter schlagenswert.

    Grummel-Griff. Da hab ich immer ein Grinsen auf dem Gesicht… Er ist ein Familienmensch, ein Kämpfer und ein Brummbär, wenn er nicht bekommt, was er will. Und das ist zu Beginn Sex, den er dann aber noch zu genüge bekommt. Er ist ein leidenschaftlicher Star-Wars-Fan und er und sein Mitarbeiter Zach nennen sich Han und Chewie, was ein unglaublich niedliches Detail ist. Seine Familie ist der Hammer und einfach zum Verlieben.

    Also, ich bin hin und weg. Und natürlich habe ich beim Lesen gerätselt, wer in den nächsten Bänden die Hauptrollen spielen könnten. Ich hätte da ja an die Cousins gedacht, aber im nächsten Band ist es Jude, der ehemals drogenabhängige Erntehelfer. Ich bin ein wenig skeptisch und doch gespannt wie ein Flitzebogen!

  2. Cover des Buches Die Farbe von Milch (ISBN: 9783961610006)
    Nell Leyshon

    Die Farbe von Milch

     (363)
    Aktuelle Rezension von: Javilin

    Der Schreibstil war mal etwas ganz anderes, hat mir aber sehr gut gefallen. Das 15-jährige Bauernmädchen erzählt hier ihre persönliche Geschichte. Aufgrund einer Behinderung beschließt der Vater sie als Haushaltshilfe an den Pfarrer zu geben. Für den Vater ist sie nur eine billige Arbeitskraft und durch ihre Behinderung am einfachsten zu entbehren. Zuerst geht es Mary auch gut doch nachdem die Pfarrersfrau stirbt, beginnt für sie ein Martyrium.

    Die Geschichte hat einen erschreckenden und brutal ehrlichen Einblick in die Frauenwelt des 19. Jahrhunderts gegeben. Es ist auf jeden Fall eine Geschichte, die bei mir noch lange nachklingen wird.

  3. Cover des Buches Post Mortem - Tränen aus Blut (ISBN: 9783596031429)
    Mark Roderick

    Post Mortem - Tränen aus Blut

     (294)
    Aktuelle Rezension von: _books_lara_

    Können wir bitte noch kurz warten und dieses grandiose Cover feiern? I mean, das sieht doch einfach hammer aus, oder?!

    Okay, da ich das nun wenigstens einmal erwähnt habe, beginne ich einfach mal mit dem Prolog. Der ist nämlich ganz nach meinem Geschmack – mysteriös, spannend, krank, und in diesem Buch auch relativ blutig. Jedenfalls hat der Prolog mein Interesse geweckt und ich war sofort gespannt auf die eigentliche Geschichte. 

    Der Einstieg in diese hat mich dann aber zunächst ein wenig ernüchtert. Es ging tatsächlich anfangs sehr schleppend voran. Woran das liegt, kann ich nur vermuten. Unter anderem tragen die sehr ausführlichen Umgebungsbeschreibungen einen großen Teil der Schuld daran, aber auch ein paar winzige Logikfehler, die zum Glück nicht allzu dramatisch waren – aber trotzdem vorhanden. Zudem bin ich in den ersten Kapiteln nicht so richtig mit Emilia, einer der Protagonist*innen, warm geworden. Ich fand es nervig, wie sie sich sofort an Hauptkommissar Kessler rangemacht hat, obwohl sie ihn gerade mal wie lange kannte? Zwanzig Minuten? 

    Avram Kuyper, den anderen Protagonisten, mochte ich dagegen von Anfang an sehr gerne. Ich mochte sein Auftreten, seine Gedankengänge und sein Handeln, weil es auf mich logisch wirkte und gar nicht mal so unrealistisch, auch wenn ich das schlecht einschätzen kann, weil ich schließlich noch nie Kontakt mit einem echten Profi-Killer hatte. Zum Glück.

    Spätestens ab der Hälfte nimmt die Geschichte dann aber doch noch mal an Fahrt auf. Zwar war es nicht so nervenzerreißend wie ich es mir erhofft hatte, aber trotzdem spannend. Ungefähr zu dem Zeitpunkt wurde mir Emilia dann auch endlich etwas sympathischer, was den Lesefluss auf jeden Fall verbessert hat. 

    Ein weiterer Pluspunkt ist für mich auch, dass die Figuren – und insbesondere Emilia und Avram – sehr tiefgründig behandelt wurden. Ihr Privatleben hat eine für einen Thriller verhältnismäßig große Rolle gespielt, was ich jedoch nicht kritisch sehe, weil ich mich dadurch besser in sie hineinversetzen konnte und weil ihre Gedanken und Handlungen nachvollziehbarer wurden. 

    Der Prolog nimmt zwar in gewissem Maße schon vorweg, wer der Täter ist und was genau mit den Opfern geschieht, aber das war gar nicht so schlimm, weil Avram und Emilia ihren eigenen Spuren gefolgt sind, bis es am Ende, wo sie dann am selben Ziel angekommen sind, zum großen Showdown kommt. Dieser war gespickt mit der richtigen Menge an Dramatik, Brutalität und Action, und ich glaube, dass ich zum Ende hin immer schneller durch die Seiten geflogen bin. 

    Fazit

    Trotz anfänglicher Startschwierigkeiten habe ich das Lesen von »Post Mortem – Tränen aus Blut« sehr genossen und freue mich schon auf den zweiten Teil der Reihe!

  4. Cover des Buches Alte Sorten (ISBN: 9783832165307)
    Ewald Arenz

    Alte Sorten

     (277)
    Aktuelle Rezension von: KarenAydin

    Die siebzehnjährige Sally reißt aus einer Klinik aus. Der magersüchtige Teenager, der sich von allen unverstanden fühlt und einfach nur abhauen möchte, landet auf dem Hof von Liss, einer Frau, die das genaue Gegenteil von ihr zu sein scheint. Sie ist verschlossen, wortkarg und führt einen Bauernhof. Sie lässt Sally für einige Wochen bei sich wohnen. Sie hilft beim Ernten von Kartoffeln, dem Versorgen der Hühner, beim Brotbacken, der Verarbeitung von Birnen (denn darauf bezieht sich der Titel "Alte Sorten") und allen anderen Arbeiten, die auf dem Hof anfallen. Das junge Mädchen wird zu ihrer einzigen Freundin, denn Liss ist eine Außenseiterin und hat ein Geheimnis, weswegen die anderen Dorfbewohner sie schneiden.  

    Es ist eine schöne Geschichte von einer ungewöhnlichen Freundschaft. Ich konnte Sally mit all ihrem Zorn sehr gut verstehen.

    "'Kannst du eben mit anfassen?' Die Frage war so unvermittelt gekommen, dass Sally zusammenschrak. Dabei war sie völlig ruhig gestellt worden, wie eine echte Frage, ohne Aufforderung. Keine Frage, in der - so wie eigentlich immer - schon ein Befehl steckte. 'Magst du mir nicht ein bisschen helfen?' 'Magst du nicht ein bisschen essen?' 'Magst du mir mal das Wasser reichen?' Das waren die Scheißfragen, auf die man jedes Mal antworten musste: Nein. Mag ich nicht. Ich tu es, weil ihr stärker seid als ich. Weil ihr bestimmen könnt. Weil ihr aus irgendeinem Grund machen könnt, dass ich für euch etwas tun muss. Aber: Nein! Ich mag nicht! Fragt mich doch gar nicht erst! Tut doch nicht so, als könnte ich entscheiden! Befehlt mir einfach. Sagt: Sally, du Scheißmädchen, hilf mir."

    Mit Liss wurde ich weniger warm, was aber nichts daran ändert, dass sie ein fein gezeichneter, runder Charakter ist. Die Freundschaft entwickelt sich langsam, so wie das Leben auf dem Hof eine Entschleunigung bedeutet. Die Tätigkeiten, der Geruch, der Geschmack, es wird alles sehr sinnlich beschrieben. 

    Das Ende hat mir irgendwie nicht gefallen, daher kann ich auch nicht die volle Punktzahl geben. Ich kann es schlecht erläutern, weil ich nicht zuviel verraten möchte, aber es passt für mich nicht zum Rest des Romans, der das Landleben vielleicht ein kleines bisschen zu sehr idyllisiert, aber dennoch logisch und überzeugend ist. Gerade die Einfachheit und Abgeschlossenheit des Hofs machen für mich den Zauber des Romans aus.

    Denjenigen, denen Offene See von Benjamin Myers gefallen hat und die generell das Thema "Freundschaft" mögen, denen wird "Alte Sorten" möglicherweise auch sehr gut gefallen. 


  5. Cover des Buches Das Seelenhaus (ISBN: 9783426304846)
    Hannah Kent

    Das Seelenhaus

     (271)
    Aktuelle Rezension von: hamburgerlesemaus

    Es gibt Bücher, die Spuren hinterlassen, die in einem etwas bewegen. 


    Das Seelenhaus

    Hannah Kent


    Island 1828:

    Die 34-Jährige Magd Agnes Magnúsdóttir ist des Mordes an ihrem Dienstherren Natan schuldig gesprochen worden. Sie hat ihn brutal und auf hinterlistigster Weise ermordet, besagt das Urteil. Seit Wochen sitzt sie in einem dreckigen und dunklen Verlies und wartet auf ihre Hinrichtung, welche der König erst noch bestätigen muss. 

    Da sie den Pfarrer ablehnt und einen anderen Priester fordert, beschliesst man sie auf einen ehrbaren Bauernhof zu bringen, wo sie bis zur Vollstreckung ihres Urteils arbeiten soll.

    Die Familie des Korsahofes, dessen Gesinde und deren Nachbarn sind außer sich, als sie davon erfahren. Wie kann der Landrat von ihnen verlangen eine Mörderin, ja ein Monster zu beherbergen?

    Doch mit der Zeit wächst das gegenseitige Vertrauen, auch zu dem jungen Pfarrvikar Toti, und Agnes beginnt ihre Geschichte zu erzählen, die wahre Geschichte, die wahrscheinlich anders verlaufen wäre, wenn sie sich nicht in ihren Dienstherren verliebt hätte:

    „Anschließend hätte ich weinen können. Es war so überaus wirklich. Ich empfand so viel, als dass ich es für das hätte erkennen können, was es war.“ (Seite 252)


    Der Debütroman von Hannah Kent konnte mich von Beginn an fesseln. Er wird aus unterschiedlichen Perspektiven in einem wunderbaren Schreibstil erzählt.

    Die geschickte Zusammenführung von historischen Personen in einer fiktionalen Geschichte ist der Autorin perfekt gelungen.

    Ein beeindruckender und ruhiger Roman, der am Ende trauriger nicht sein könnte.

    Highlight und eine große Leseempfehlung

    5 / 5

  6. Cover des Buches Der Hof (ISBN: 9783499268380)
    Simon Beckett

    Der Hof

     (647)
    Aktuelle Rezension von: Jenni078

    Der Englänger Sean landet auf seiner Flucht auf einem abgeschiedenen Hof in Frankreich. Er verletzt sich dort schwer und wird von der Tochter des Hofbesitzers gesund gepflegt. Schnell wird ihm klar, dass der Hof und seine Bewohner ein dunkles Geheimnis verbirgt, aber nicht nur der Hof hat ein dunkles Geheimnis, auch Sean versteckt sich dort vor seiner Vergangenheit.

    Meiner Meinung nach ist das Buch kein typisches Beckett Buch, der Thriller ist sehr ruhig und wenig nervenaufreibend. Trotzdem hat mit der Schreibstil und die Geschichte sehr gut gefallen.

  7. Cover des Buches Happy Ever After – Wo das Glück zu Hause ist (ISBN: 9783492316347)
    Jenny Colgan

    Happy Ever After – Wo das Glück zu Hause ist

     (246)
    Aktuelle Rezension von: Sherly85

    Inhalt: Nina, Bibliothekarin mit dem Wunsch nach Selbstständigkeit und Zerstreuung, öffnet sich für eine ganze neue Welt, fernab der turbulenten Londoner Innenstadt. Auf ihrer Reise lernt sie viel Neues über die Liebe und findet in einem idyllischen schottischen Dorf ihr großes Glück.


    Nachdem ich immer wieder nur mit Psychothrillern so richtig viel anfangen konnte, wage ich mich seit geraumer Zeit auch einfach mal an andere Genre.

    In diesem Fall hat mich vor allem der Ort der Geschehnisse gereizt. Ziemlich schnell wurde klar, dass das chaotische und laute London nicht Ziel der Reise sein würde. 

    Der Stil mit dem die Landschaft in Schottland beschrieben wurde, hat mich direkt abgeholt. Ohnehin kann ich dies nur, wenn ich selbst lese. Hörbücher vermitteln mir einfach eine andere Atmosphäre. 

    Auch die Story war sehr liebevoll und an einigen Stellen durchaus kitschig, aber niemals so, dass ich das Buch vor lauter Zucker weglegen musste.
    Ich mag die Charaktere und auch den entsprechenden Humor. 

    Alles in allem finde ich das Buch sehr rund und es hat mir die ein oder andere Träne vor Lachen entlocken können. Ebenso habe ich viel geschmunzelt. Kurzweilig und unterhaltsam. Ein guter Auftakt zu einer schönen Reihe. 

  8. Cover des Buches Flavia de Luce 2 - Mord ist kein Kinderspiel (ISBN: 9783442378258)
    Alan Bradley

    Flavia de Luce 2 - Mord ist kein Kinderspiel

     (654)
    Aktuelle Rezension von: ClaudiaNeudoerfer

    Auch im zweiten Teil der Flavia de Luce Reihe kommt neben amüsanten Familiendramen die Spannung nicht zu kurz. Ein Puppenspieler mit einer geheimnisvollen Vergangenheit kommt in die Stadt. Als dieser ermordet wird, ist Flavia natürlich wieder zur Stelle. Diesmal muss sie sogar zwei Fälle lösen. Ich mag den Schreibstil des Autors, die Charaktere sind mir schnell ans Herz gewachsen. Nicht mein letztes Buch dieser Reihe!

  9. Cover des Buches Lied der Weite (ISBN: 9783257070170)
    Kent Haruf

    Lied der Weite

     (197)
    Aktuelle Rezension von: Leserstimme

    Die 17jährige Victoria wohnt in einer kleinen Stadt in Amerika. Als ihre Mutter erfährt, dass Victoria ungewollt schwanger ist, setzt sie das Mädchen kurzerhand vor die Tür. 

    Doch ihre Lehrerin Maggie Jones wirft ihr den rettenden Anker zu. Sie soll versuchen, auf dem Land mit den alten McPherons - Brüdern zu leben. Beide etwas eigenbrötlerisch und ungeschickt im Umgang mit einer jungen Frau, nähern sich die burschikosen Männer Victoria an und treffen Vorkehrungen für die Geburt. Doch plötzlich taucht der Vater des Kindes auf und reißt Victoria in einen monatelangen Strudel mit wilden Partys mit. Kann das gut gehen? Victoria erwägt wieder zu den McPherons zu gehen, aber sie ging ohne ein Wort der Verabschiedung. Ist eine Rückkehr zu den McPherons  möglich? 

    Kent Haruf schrieb in einem emotionalen und warmherzigen Ton, der mir sehr nahe ging. Ein Familienroman, den man am Ende zufrieden und lächelnd zuklappen kann. Mir gefielen außerdem die etwas sturen MCPherons in der Darstellung. Das hat die Geschichte auch etwas aufgepeppt und mit Humor bestückt. 

    Als Fortsetzung kann man "Abendrot" lesen, muss man aber meiner Meinung nach nicht. Dieser hat mir auch nicht ganz so gut gefallen.

    Kent Haruf selbst ist 2014 verstorben. Sicher wären hier noch gute Bücher gekommen. 



  10. Cover des Buches Ein wunderbares Jahr (ISBN: 9783734101564)
    Laura Dave

    Ein wunderbares Jahr

     (155)
    Aktuelle Rezension von: JazzH

    Ich habe "Ein wunderbares Jahr" von  Laura Dave direkt in der Zeit der Veröffentlichung gelesen, wenn ich mich recht erinnere, 2016 um den Dreh müsste es gewesen sein.

    Damals war ich ganz begeistert und das Buch gehörte zu meinen All-time Favoriten. 

    Als ich letztens mal wieder zufällig Rezensionen mir durchlas und einige davon auch kritisch waren, dachte ich mir: "Hm, so schlecht habe ich das Buch absolut nicht in Erinnerung." Also war es Zeit für mich in der Coronakrise mir nochmal das Buch in die Hand zu nehmen. Diesmal habe ich es auf Englisch gelesen.
    Während ich mich noch sehr genau an die Rahmenhandlung erinnern konnte, merkte ich während den ersten Seiten schon, dass ich seit dem ersten Mal lesen als Mensch gewachsen war. Ich konnte die Kritiken nun nachvollziehen und wusste direkt, dass ich mir beim zweiten Lesen keinen Gefallen mache, da ich mir nun einen Favoriten in meinem Bücherregal zerstört habe.

    Inhaltlich geht es um Georgia, die bei ihrer letzten Anprobe ihres Brautkleids plötzlich ihren Verlobten mit einem Mädchen und einer unbekannten Frau die Straße entlanglaufen sieht. Als sich herausstellt, dass er der Vater ist, sucht sie Zuflucht bei ihren Eltern und Brüdern, deren Leben sich aber natürlich aktuell ebenfalls als katastrophal erweist...

    Nun, mein Problem mit dem Buch: Es ist seicht, aber das ist ja jeder Frauenroman/Liebesroman. Was mir hier definitiv aber fehlt ist: Romantik. Es gab kein einziges Date, bei dem ich mir dachte: Das würde ich auch mal gern erleben. Daher kam bei mir auch kaum Gefühl, keine Emotionen hoch. Schade. 

    Hinzu kommt, dass der Titel nicht passt. Die Handlung erfolgt innerhalb von zwei Wochen grob geschätzt. Kein Jahr. Keine Ahnung, wer da den deutschen Titel ausgesucht und den Inhalt nicht gelesen hat... Genauso ist mir auch nicht ersichtlich, warum das Cover mit Pfirsiche zeigt, wenn es denn um Weinberge geht... Das Wort Pfirsich habe ich kein einziges Mal gelesen.

    Fazit: Man sollte niemals einen Favoriten ein zweites Mal lesen. Ich hasse mich aktuell dafür.

  11. Cover des Buches Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (ISBN: 9783551359414)
    Christiane F.

    Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

     (2.257)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Erschreckend, brutal, ehrlich. Kaum ein Buch hat solch eine abschreckende Wirkung und einen so faszinierenden Sog. Völlig berechtigt ein Kultbuch, für mich zur Aufklärung für Jugendliche unbedingt eine Pflichtlektüre. Jahre später noch topaktuell!                                                                                                                            

  12. Cover des Buches Die Eishexe (ISBN: 9783471351079)
    Camilla Läckberg

    Die Eishexe

     (178)
    Aktuelle Rezension von: karin66

     

    Das Buch hat mich sofort auf Grund des Covers und des Titels angesprochen.

    Von der Autorin habe ich bereits einige Bücher gelesen.

    Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen.

    Die einzelnen Personen sind vortrefflich ausgewählt und mit entsprechenden Eigenschaften versehen.

    Zur Geschichte zwei Mädchen im Alter von 4 Jahren werden an ein und demselben Ort ermordet. Der Zeitabstand ist ungefähr 30 Jahre. Wie durch ein Zufall sind auch die beiden Hauptverdächtigten von dem ersten Mord wieder in der Gegend. Doch ob es Zufall ist oder nicht, wird hier nicht verraten, damit die Spannung erhalten bleibt. 

    Meine Meinung zu dem Buch, es wurden definitiv zu viele Geschichten und Namen in ein Buch gepackt. Das ist am Anfang sehr verwirrend und hindert den Lesefluss. Es wäre sicher sinnvoller gewesen, das Buch komplexer zu machen und sich auf weniger, dafür ausgearbeiteter zu konzentrieren und so einen kontinuierlichen Spannungsbogen aufzubauen. So hat das Buch seine Längen, zum Ende hin wird es wieder richtig spannend. Doch ehrlich gesagt, sind mir 500 spannende Seiten lieber als über 700 und darunter einige sehr zähe Stellen.

    Ein Buch mit Höhen und Tiefen, das man lesen kann, aber nicht muss. Die Autorin hat mit Sicherheit bessere Werke.

  13. Cover des Buches Die kleine Sommerküche am Meer (ISBN: 9783492313230)
    Jenny Colgan

    Die kleine Sommerküche am Meer

     (140)
    Aktuelle Rezension von: Cora_Jeffries

    Ich habe mich sehr auf die neue Reihe von Jenny Colgan gefreut. Aber erst jetzt kam ich zum Lesen. Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und ich habe mich gleich auf Mure wohlgefühlt. Leider hat mich dieses Buch an manchen Stellen an die Bäckerei - Reihe erinnert. Nichtsdestotrotz habe ich versucht, dies gedanklich beiseitezuschieben.

    Flora ist eine Rechtsanwaltsgehilfin, die wieder zu ihrer Familie zurück muss. Ihr damaliger Abgang war nicht besonders ideal und daher wird sie auch normal, teilweise distanziert, behandelt. Sie ist naiv und denkt, dass die Leute auf sie zukommen und ihre schicke Kleidung und neuen Lebensziel achten. Doch die Inselbewohner sind noch immer die gleichen geblieben. Hier hilft jeder jeden und dennoch kämpfen sie ums blanke Überleben. Wirkliche Höhen und Tiefen gibts hier leider nicht und die Story zieht sich etwas. Dennoch bin ich gespannt, wie es weitergeht.

  14. Cover des Buches True North - Du bist alles für immer (ISBN: 9783736306011)
    Sarina Bowen

    True North - Du bist alles für immer

     (169)
    Aktuelle Rezension von: Marrojeanne

    Es geht weiter mit der True North Reihe von Sarina Bowen. Diesmal mit Teil 3 "Du bist alles für immer" und hier dreht sich alles um Lark und Zach(arias).
    Lark kommt auf die Farm der Shipleys um Abstand zu bekommen, von den Erlebnissen in Guatemala. Wo sie für einen Wohltätigkeitsverein gearbeitet hatte und vor Ort entführt wurde.
    Zach lebt und arbeitet schon eine Weile auf der Shipley Farm, nachdem er von seinem eigentlichen Wohnort und seiner Familie geflohen ist bzw. verstoßen wurde. Dort lebte er nämlich in einer Sekte. Daher hat er auch immer noch einige Anpassungsschwierigkeiten "an die moderne Welt".
    Somit versucht sich Lark vor der Welt zu verstecken und Zach ist dabei sie zu erkunden.
    Auch wenn Zach eine große Stütze ist für Lark mit dem erlebten fertig zu werden, ist es ein langer Weg für sie sich wieder normal zu fühlen und keine Angst mehr zu haben.

    Wenn man schon einige Bücher von Sarina Bowen gelesen hat, merkt man schnell, dass viele ihrer Geschichten zusammen hängen, oder eine Verbindun besteht zu einer anderen Serie. Was es irgendwie auch spannend macht zu lesen, weil man ständig neue vertraute Gesichter wieder trifft.
    Auch wieder ein Wiedersehen mit den Shipleys war schön und die ganze Familiendynamik zu erleben.
    Tolle Leseunterhaltung, emotionale Geschichte, wunderbares Setting, liebenswerte Charaktere.

  15. Cover des Buches Blick in die Angst (ISBN: 9783596193790)
    Chevy Stevens

    Blick in die Angst

     (241)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Für mich persönlich war „Blick in die Angst“ von Chevy Stevens eine ziemliche Enttäuschung. Der Roman driftet in zu viele verschiedene Richtungen ab und will von allem ein bisschen sein: Thriller, Drama und Familienroman. Selbstfindung, Mutter-Tochter-Konflikte, allgemein Konflikte in der Familie, Traumabewältigung, zwischendurch Detektivarbeit, Gedanken über das Leben nach dem Tod, noch eine Liebesgeschichte dazu und so weiter.

    Dabei beginnt der Roman sehr vielversprechend und wirft ein interessantes Grundthema auf. Eine Kommune, in der nicht alles so schön und friedlich abläuft, bietet ganz viel Stoff für ein spannendes Buch. Aber Stevens verheddert sich in den zahllosen Möglichkeiten. Und wo sich die Ereignisse bisweilen wirr und auch etwas langatmig lesen, da wird auf den letzten 100 Seiten plötzlich aufs Gas gedrückt. Das hätte sich wesentlich besser lösen lassen, indem so manches Geheimnis früher aufgedeckt worden wäre.

    Auch Stevens’ Schreibstil kann mich in diesem Roman nicht so überzeugen wie in ihren anderen Werken. Die Ich-Erzählerin Nadine bleibt blass und konnte mich emotional nicht mitnehmen. Ihre Gefühle und Gedanken wiederholen sich zu oft. Spannend dagegen sind die Rückblenden, als Nadine in der Kommune lebte. Hier hat der Roman seine stärksten Passagen.

  16. Cover des Buches Königskinder (ISBN: 9783446260092)
    Alex Capus

    Königskinder

     (166)
    Aktuelle Rezension von: Lese_Lisel

    Max und Tina werden auf der Strasse über den Jaunpass eingeschneit und müssen die Nacht in ihrem roten Toyota Corolla verbringen. Nach einigen Kabbeleien über den Sinn und Unsinn von Scheibenwischern und ob Velohelme ein Scheidungsgrund sind oder nicht, nutzt Max die Zeit, um Tina eine Geschichte aus der Region zu erzählen...

    Die Französische Revolution steht kurz bevor, Aufbruch und Umbruch liegen in der Luft. Vorerst spürt Jakob, ein junger Kuhhirte aus dem Greyerzerland, jedoch noch nichts davon. Alleine und abgeschieden von der Welt hütet er den Sommer über die Kühe auf seiner Alp. Beim Viehtrieb ins Dorf geschieht es dann, und er und die Bauerntochter Marie verlieben sich - offenbar unsterblich - ineinander. Maries Vater allerdings will nicht nichts von dem Verehrer seiner Tochter wissen und verfolgt Jakob, worauf dieser sich in den Kriegsdienst flüchtet...

    Als Jakob nach vielen Jahren zurückkehrt, schnappt er sich kurzerhand seine Marie gegen den Willen des Vaters und verbringt den Winter mit ihr in seiner Alphütte. Doch die Schwester des Louis XI braucht für ihren Spielzeugbauernhof in Versailles einen echten Kuhhirten, und so wird Jakob nach Versailles eingezogen und muss seine Marie im Greyerzerland lassen... Neben der Liebesgeschichte um Jakob und Marie serviert uns Capus viel Weltgeschichte und Atmosphäre, wobei ihm das Ausmalen von gruseligen Details besonderen Spass zu machen scheint. Wie es mit den beiden weitergeht, soll hier nicht verraten werden. Nur so viel: die Geschichte beruht auf wahren Gegebenheiten. Ein paar Links dazu ganz am Schluss.

    Capus schafft es wunderbar, uns in den roten Toyota Corolla zu holen und ihm in dieser kalten Winternacht zuzuhören. Die Geschichte von Jakob und Marie wird immer wieder durch Dialoge von Max und Tina unterbrochen, in denen sie über die Geschichte diskutieren. Dies und die Art, wie Capus im wahrsten Sinne des Wortes erzählt, geben der Geschichte ihre ganz besondere Note. Ich bin mir immer bewusst, dass ich hier eine erzählte Geschichte lese. Ich lese nicht die Geschichte von Jakob und Marie, sondern die Geschichte, wie Max seiner Tina die Geschichte von Jakob und Marie erzählt. Das ist einerseits wirklich gut gemacht und gibt dem Buch einen ganz eigenen Charme. Andererseits aber konnte ich dadurch nicht so tief zu Jakob und Marie vordringen. Meine Emotionen hielten sich in Grenzen, ich blieb gewissermassen auf Distanz. Ganz klar, es geht nicht beides (siehe Karolinas Töchter)! Sonst wäre die Rahmenhandlung unglaubwürdig geworden. Trotzdem hat mich diese eher emotionsarme Erzählweise teilweise auch ein wenig gestört, so sehr ich das Setting und die Rahmenhandlung schätzte!

    Also wer bei Takis Würgers Stellaeinen emotionslose Erzählweise bemängelt (was ich dort gar nicht so empfunden habe!), der müsste dies eigentlich auch bei Königskinder bemängeln. Seltsamerweise habe ich aber nie etwas derartiges gelesen. (Ja, ich finde Stella ein gute Buch, und nein, ich wurde nicht vom Hanser Verlag bestochen).

    Fazit

    Wie auch immer: alles in allem ein toller Lesegenuss von einem wundervollen Autor. Die Geschichte kommt aber nie und nimmer an Leon und Louise heran. Aber ich schätze Capus' Schreibweise so sehr, dass mir die Geschichte eigentlich schon fast egal ist. Es ist einfach immer schön, seine sympathische Art zu spüren!

    Ach ja, etwas muss ich noch loswerden: Das Cover ist zwar nicht hässlich, aber total unpassend!!! Ein Paar an einem endlosen Strand für ein Buch, das in den Alpen und in Versailles während der Französischen Revolution spielt - was soll das denn bitte?

  17. Cover des Buches Kalter Grund (ISBN: 9783404171705)
    Eva Almstädt

    Kalter Grund

     (212)
    Aktuelle Rezension von: Julitraum

    Pia Korritki ist vor Kurzem zur Lübecker Kriminalpolizei gewechselt. Leider ist die Arbeit im dortigen Team nicht einfach für sie. Sie findet nicht recht Anschluß und wird mit Büroarbeiten abegespeist. Doch Pia kann mehr und will das auch gerne zeigen. Da ihre Kollegen sich auch untereinander nicht hold sind, ist es für Pia als "Neue" umso schwerer, sich dort einzufinden. Hinzu kommen noch Probleme mit ihrem Freund, mit dem sie im Streit auseinandergegangen ist...

     Da gibt es einen Dreifachmord auf einem abgelenen Bauernhof in der holsteinischen Schweiz und wegen Personalmangel erhält Pia endlich ihre Chance an einem Fall direkt mitzuermitteln, auch wenn ihr Kollege davon alles andere als begeistert ist. Auf dem Bauernhof wurden das Ehepaar und der erwachsene Sohn erschossen. Motiv und Täter sind schwer zu ermitteln. Die Familie war nicht allzu beliebt im Ort und die Ermittlungen gestalten sich schleppend, auch Pia findet nicht Zugang zu jedem Dorfbewohner bei ihren Befragungen. Wer verschweigt ihr etwas und welche Geheimnisse verbirgt man vor ihr?

    Dies ist der 1. Band der Krimireihe um Pia Korritki und es ist schon ein recht gelungener Einstand, wenn auch in Stellen etwas holprig und manchmal auch etwas langatmiger. Gegen Ende des Buches nimmt die Spannung aber zu und die Auflösung ist alles andere als vorhersehbar, daher gerne noch sehr wohlwollende 4 Sterne von mir.

  18. Cover des Buches Nur noch ein bisschen Glück (ISBN: 9783864931505)
    Simona Ahrnstedt

    Nur noch ein bisschen Glück

     (205)
    Aktuelle Rezension von: Hellena92

    Das Großstadtmädchen Stella ist auf dem Land gestrandet – im idyllischen südschwedischen Städtchen Laholm. Innerhalb eines Tages hat sie ihren Job und ihre Wohnung verloren und herausgefunden, dass ihr Verlobter sie betrügt. Nachdem sie sich betrunken, die Augen ausgeheult und ihren Ex gestalkt hat, begreift sie, dass sie einen neuen Plan braucht. Im kleinen, roten Holzhaus, das einst ihren Großeltern gehörte, will sie sich neu sortieren. Umgeben von verrückten Ziegen, schmollenden Teenies und einem attraktiven Biobauern, der überraschend gut küssen kann, gewöhnt sie sich schneller an das Leben auf dem Land, als ihr lieb ist. Denn eigentlich will sie nur eins: nach New York. Doch was, wenn das Leben andere Pläne hat?


    mein Fazit:

    Hat mich nicht umgehauen. Einzig und allein die Familiendramen fand ich spannend, aber das wäre auch kürzer gegangen 

  19. Cover des Buches Elchscheiße (ISBN: 9783423215084)
    Lars Simon

    Elchscheiße

     (133)
    Aktuelle Rezension von: Eggi1972

    Nun habe ich also endlich den ersten Band der Tierkot Trilogie von Lars Simon gelesen, und somit nun die ganze Reihe. Und irgendwie muss ich sagen, jetzt kann ich mir nun ein wirkliches Urteil bilden. Aber eines nach dem anderen.

    Lars Simon nimmt einen langsam mit und erklärt, wie das mit Torstens Ex Tanja passiert ist. Man lernt das erste Mal Torstens Freund Rainer kennen. Auch Gerd, der Vater von Torsten, und Renate dessen Freundin treten auf. Letztere ist auch die beste Freundin von Tanja, aber die ist ja mit dem „Therapeuten“ von Torsten und ursprünglich Renates Freund abgehauen. Kompliziert? Nein, nicht wirklich. Es kommt ja im Buch schrittweise. Daher ist es tatsächlich einfacher zu erst „Elchscheiße“ zu lesen, bevor man sich auf „Kaimankacke“ stürzt.

    Man lernt auch den Ort Gödseltorp mit all seinen Eigenheiten kennen und „lieben“.  Manchmal denkt man: „Mein Lieber Herr Simon, geht es nicht vielleicht ein wenig langsamer?“, denn die Ereignisse überschlagen sich teilweise in diesem Drecksnest, wie es der Autor des Öfteren nennt. Aber was will man von einem erfundenen Ort erwarten, der frei übersetzt so etwas wie „Misthausen“ heißt. 

    Lars Simon, bringt es fertig einen immer wieder zum Lachen zu bringen. Ich meine damit nicht dieses verschmitzte Lächeln während des Lesens, sondern eher dieses laute Lachen, was einem, wenn man schwarzen und sarkastischen Humor mag, immer wieder herausplatzt. Vielleicht auch zum Leidwesen der Nachbarn, wenn man eine sehr hellhörige Wohnung hat.

    Es gibt so manche Anspielung auf „Per Anhalter durch die  Galaxis“ von Douglas Adams. Wer das Buch nicht kennt, dem entgehen eventuell Nuancen. Gelegentlich ist es ein wenig zu überladen in meinen Augen. Lars Simon macht dies aber mit dem Humor einfach wieder weg.

    Elchscheiße ist für mich ein Buch, welches man lesen sollte, wenn die Welt, die einem umgibt nichts oder nur wenig zu lachen bietet. Oder einfach mal nur so für zwischendurch, wenn man keine Lust auf etwas Hochtrabendes hat oder etwas, was einem ein hohes Maß an Fantasie abfordert. Es ist eine gut gemachte Comedy Reihe, welche verdammt viel Situationskomik beinhaltet und gute Laune bringt. 

    http://literaturlounge.eu


  20. Cover des Buches Blutige Stille (ISBN: 9783596512669)
    Linda Castillo

    Blutige Stille

     (580)
    Aktuelle Rezension von: lucatrkis

    Die Protagonistin Kate mochte ich nicht wirklich, hasste ich aber auch nicht. Ich konnte einfach keine Verbindung zu ihr herstellen. Die Story war okay, aber auch nichts wirklich besonderes für mich, wenn „die Bösen“ auch bis zum Ende nicht von mir entlarvt wurden. Allerdings muss man sagen, dass sie zu den Verdächtigen gehörten und somit keine große Überraschung darstellten.

  21. Cover des Buches Dunkler Wahn (ISBN: 9783453267053)
    Wulf Dorn

    Dunkler Wahn

     (321)
    Aktuelle Rezension von: Hortensia13

    Der Psychiater Jan Forstner ist froh nach den zehrenden Ereignissen letztes Jahr in seinem Alltag anzukommen. Als er einen Rosenstrauss ohne Absender bekommt, denkt er sich nicht viel dabei. Doch als er immer eigenartige Liebesbeweise bekommt, ist er sich schnell sicher, dass er eine Stalkerin hat. Er ahnt aber nicht, was die Unbekannte alles unternimmt, um ihm nah zu sein. Als ein befreundeter Journalist umgebracht wird, ist eines klar. Jans Stalkerin ist ihm gefährlich näher, als er jemals vermutet hätte.

    Die Fortsetzung von "Kalte Stille" ist, wie der Vorgänger selbst, packend geschrieben. Man wird vom Autor Wulf Dorn diesmal in die wahnhafte Welt einer psychisch kranken Person versetzt. Dabei ist alles realitätsnah beschrieben, wie die Welt eines solchen Menschen aussieht. Das stellt eine düstere Atmosphäre her, die mit den Wendungen und Wirrungen der Geschichte bis zum Ende anhält.

    Mein Fazit: Eine gelungene Fortsetzung, die beänstigenden Einblick in die Welt eines psychotischen Menschen gibt. 5 Sterne.

  22. Cover des Buches Nordlicht - Die Spur des Mörders (ISBN: 9783734107238)
    Anette Hinrichs

    Nordlicht - Die Spur des Mörders

     (85)
    Aktuelle Rezension von: misery3103

    Ein ermordeter 73jähriger wird am Idstedt-Löwen in Flensburg gefunden. Der ehemalige Lehrer gehörte der dänischen Minderheit an, die Medien überschlagen sich und sehen das friedliche Miteinander zwischen Deutschen und Dänen in Gefahr. Vibeke Boisen und ihr dänischer Kollege Rasmus Nyborg nehmen die Ermittlungen auf. Alles deutet auf ein altes Verbrechen im 2. Weltkrieg, doch der Weg zur Aufklärung ist schwierig.

    Der zweite Teil der Nordlicht-Reihe und wir sind wieder mit Boisen und Rasmus sowie dem restlichen gemischten Ermittlerteam auf Mördersuche. Den Fall fand ich sehr spannend, da eine zeitgeschichtliche Tatsache erzählt wurde, die mir so nicht bekannt war. Die grausame Behandlung von Kriegsflüchtlingen in Dänemark unter der Besatzung Deutschlands und danach war stellenweise wirklich schwierig zu lesen, vor allem wenn es um Kinder ging.

    Die Verdächtigen in diesem Mordfall sind viele, so dass man gut mitspekulieren kann, wer einen Vorteil von dieser Tat haben könnte. Am Ende war ich tatsächlich überrascht über den tatsächlichen Täter.

    Einziges Manko für mich war das oft viel zu kratzige Verhalten Vibeke Boisens ihren Kollegen gegenüber. Hier empfand ich sie oft als etwas zu empfindlich und strikt, konnte aber auch verstehen, dass sie persönlich von dem Fall betroffen war, da auch sie ein Waisenkind gewesen ist. Insofern konnte ich ihr vieles nachsehen.

    Insgesamt ein spannender Krimi mit einem tollen Thema, von dem ich vorher nicht viel wusste. Gut!

  23. Cover des Buches Stadt der Diebe (ISBN: 9783453407152)
    David Benioff

    Stadt der Diebe

     (622)
    Aktuelle Rezension von: iGirl

    Lew und Kolja sind nicht einfach so Freunde, nein, die Freundschaft entsteht heraus aus der Angst vor ihrer eigenen Hinrichtung. Der Plünderer Lew und der Deserteur Kolja erhalten die Chance zu überleben, wenn sie dem Chef des Geheimdienstes eine schier unmögliche Aufgabe erfüllen: 1942, mitten im belagerten Leningrad, das von Hunger und Tod gebeutelt ist, sollen sie ihm ein Dutzend Eier für die Hochzeitsfeier seiner Tochter auftreiben. Lew ist kein Kämpfer, sondern eher intellektuell geprägt, wohingegen Kolja mit seiner soldatischer Vergangenheit, hinter jedem Mädchenrock her und ein wahrhaft unerschrockenes Organisationstalent ist. Die Aussicht auf das Überleben schweißt die beiden jungen Männer zusammen und sie gehen auf ihre schier unlösbare, grausame Mission.

    Fast unmöglich scheint es, dass, neben all dem kriegsbedingten Irrsinn, den Grausamkeiten, dem ständigen Hunger und der Hoffnungslosigkeit, Raum bleibt für Ironie und Komik. Und doch gelingt es dem Autor, David Benioff, eine bildgewaltige, lebendige Geschichte, aus der Ich-Perspektive Lews, zu erzählen, die von witzigen Dialogen durchzogen ist. An vielen Stellen schien es mir, als Lesende, fast rücksichtslos, anhand des allgegenwärtigen Grauens zu lachen - und doch macht der subtile Humor den Horror und die Exzesse des Krieges erträglich und es gelingt die Hoffnung auf ein gutes Ende aufrecht zu erhalten, was wahrlich nicht leicht gemacht wird. Geschildert anhand von winzigen Ereignissen schwebt über allem die Basis des Menschseins: die Menschlichkeit, die Freundschaft, die Gemeinsamkeit, die Hilfsbereitschaft und auch ein wenig die Liebe. Und dennoch bleibt es uns, als Lesende, nicht erspart, verfolgt von Angst, gemeinsam mit den Protagonisten, durch diese rasende Geschichte gejagt zu werden. Zeit zum Verharren, Verschnaufen bleibt nicht.

    Mein Fazit: Ich hätte etwas verpasst, wenn ich dieses rastlose Buch nicht gelesen hätte!

  24. Cover des Buches Winterapfelgarten (ISBN: 9783548612300)
    Brigitte Janson

    Winterapfelgarten

     (93)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Ein schöner Frauenroman über vier Frauen im Alter von Mitte 20 bis zum Seniorenalter, die alle einen Neuanfang wagen auf einem alten Apfelhof im Alten Land. Ein sehr schönes Setting! Die verschiedenen Charaktere waren interessant und die Geschichte unterhaltsam. Ein bisschen hat mir aber gefehlt... Die vier Frauen sind mir nicht wirklich nahe gekommen; ihre Geschichten haben mich nicht so berührt, wie ich es schon aus anderen Romanen kenne. Auch ging mir alles ein bisschen zu schnell vielleicht. Nichtsdestotrotz hatte ich schöne, unterhaltsame Lesestunden!

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