Bücher mit dem Tag "barock"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "barock" gekennzeichnet haben.

135 Bücher

  1. Cover des Buches Rubinrot (ISBN: 9783401506005)
    Kerstin Gier

    Rubinrot

     (14.171)
    Aktuelle Rezension von: Natiibooks

    4 ⭐️⭐️⭐️⭐️


    Die Reihe kenne ich bereits durch die Filme aber da ich es unbedingt Lesen wollte habe ich die Reihe passend zu Weihnachten Geschenkt bekommen und hier bin ich. Wir folgen Gwen die zu einer Familie gehört die ein Gen besitzt das einige ihrer Familie erlaubt durch die Zeit zu reisen. An ihrem 16 Geburtstag stellt sich heraus das die das Gen trägt und nicht ihre Cousine. Wir folgen hier die Sicht von Gwen bekommen aber zwischen denn jeweiligen Kapitel immer kleine Tagebücher, Stammbaum und Prophezeiungen dazu. Durch die Filme war ich bereits vertraut wie die Geschichte ablauft dennoch war ich überrascht da mir hier es teilweise besser gefallen hat. Besondere mochte ich Gwen als Charakter hier mehr und ach die Spielerischen und nicht so ernst genommen Szenen haben Spaß gemacht zu verfolgen. Im ganzen fand ich denn Anfang gut und bin gut durch die Seiten gekommen und wollte gar nicht mehr aufhören. 


  2. Cover des Buches Das Pestzeichen (ISBN: 9783442476398)
    Deana Zinßmeister

    Das Pestzeichen

     (119)
    Aktuelle Rezension von: Malka

    Es geht in dem Buch um Ende des Dreißig jährigen Krieg, um eine junge Frau namens Susanna. Diese junge Frau verliert durch einen Mann namens Jeremias ihre ganze Familie. Warum? Aufgrund magischer Schriften, welche den Weg zu einem Schatz zeigen. Susannas Vater vertraut seiner Tochter kurz vor seinem Tod das Versteck der magischen Schriften an.

    So begibt sich die junge Frau auf eine gefährliche Abenteuerreise und lernt dabei sogar noch große Liebe kennen.

    Zum Schreibstil kann ich sagen, dass den Roman für sehr einfach geschrieben empfunden habe. Es wurden wenig bis gar keine Fremdwörter verwendet. Und wenn doch dann wären sie leicht verständlich. Die Autorin schreibt den Roman sehr flüssig und zusammenhängend. Die Beschreibung der Charaktere sorgt dafür, dass man sich diese sehr gut bildlich vorstellen konnte.

    Besonders gut fand ich dass die Autorin in dem Roman die Sichtweisen gewechselt hat. So wurde mal aus Susannas Sich und mal aus der Sicht von dem Jeremias geschrieben zum Beispiel.

    Die Charaktere waren sehr gut beschrieben und haben meiner Ansicht auch gut in die Handlung gepasst.

    Die Hauptfigur Susanna hat Trotz ihres großen Verlustes niemals aufgegeben und immer weiter gekämpft. Am Ende hat sich ihr Kampf ausgezahlt. Susanna hat nicht nur den Schatz gefunden sondern auch ihre Liebe gefunden.

    Für mich gehört dieser Roman mit zu den gelungendsten historischen Romanen die ich jemals gelesen habe. Er ist ein Roman für zwischendurch. Ich habe ihn innerhalb von drei Tagen verschlungen. So gut fand ich diesen. Ich persönlich freue mich auf die Fortsetzung. Des Weiteren kann ich diesen Historischen Roman auf jeden Fall zum lesen weiter empfehlen. Er ist spannend, aufschlussreich bezogen auf das verwendete Zeitalter. Dieser Roman weckte in mir sehr viel Interesse für diese Zeitspanne.

  3. Cover des Buches Das Mädchen mit dem Perlenohrring (ISBN: 9783548288215)
    Tracy Chevalier

    Das Mädchen mit dem Perlenohrring

     (413)
    Aktuelle Rezension von: HannahLovesFencheltee

    In „Das Mädchen mit dem Perlenohrring" von Tracy Chevalier geht es um die junge Griet, die bei dem bekannten niederländischen Maler Jan Vermeer, als Dienstmagd zu arbeiten beginnt, da ihr Vater seine Arbeit verloren hat, und sich die Familie nun mit Armut konfrontiert sieht. Die Geschichte spielt in den Jahren 1664 bis 1666 und hat ein abschließendes Kapitel, welches im Jahre 1676 angesiedelt ist. Man bekommt einen umfassenden und vielschichtigen Einblick in das Leben zur damaligen Zeit und in die Welt der Malerei, zumindest Vermeers Malerei.


    Ich sag's gleich zu Beginn: mir hat das Buch so überhaupt nicht gefallen, und die Gründe dafür möchte ich im Folgenenden erläutern.

    1) Der erste und wichtigste Punkt ist der, dass mir die Charaktere und Charakterbildung NICHT zugesagt haben. So gut wie alle Charaktere sind entweder offensichtlich gut oder böse. Die einzigen, die nicht klar zu kategorisieren sind, sind unsere Erzählerin Griet und Vermeer selbst. Von solchen Charakteren erwarte ich mir, dass man ihre Charakterbildung  mitverfolgen kann, die Spannungen, die im Laufe der Geschichte dadurch entstehen, und, dass sie eine gewisse Komplexität ins Buch bringen. All dies war aber leider nicht zutreffend. Vermeer war einfach nur ein langweiliger, verschrobener Mann und Griet der wahrscheinlich nervigste Hauptcharakter, von dem ich je gelesen habe. Sie ist selbstgefällig und eingebildet, ist zu bescheiden um in einen Spiegel zu schauen, fühlt sich aber der anderen Haushaltshilfe in jeder einzelnen Tätigkeit, die sie tut, überlegen und sie mischt sich konstant in Dinge ein, die sie als einfaches Dienstmädchen „eigentlich" nichts angehen. Ich denke sie sollte mysteriös wirken, all diese Charaktereigenschaften, und das waren nur ein paar Beispiele, machen sie aber einfach nur unausstehlich. Mir sind sogar die Figuren, die einzig und allein dafür kreiert wurden, sie nicht zu mögen, lieber gewesen, da diese ihre hinterfotzige Art wenigstens nicht verbergen.

    2) Der zweite Punkt, der es mir nicht erlaubte das Buch zu genießen, war die Schilderung der Beziehung zwischen Griet und dem Maler. Ich fand es wirklich schrecklich miterleben zu müssen, wie sehr sich das Mädchen dem wahrscheinlich mindestens doppelt so alten Mann hingibt (was damals normal war und mich auch nicht wirklich weiter gestört hat, aber trotzdem Erwähnung finden sollte), der sie so für sich und seine Arbeit vereinnahmt. Sie bemerkt nicht wie  er sie eigentlich nur ausnutzt, und entwickelt, wenn meist auch nur angedeutete, Gefühle für ihn. Aus heutiger Sicht wäre es keineswegs mehr akzeptabel, wenn eine Frau ihre persönlich gesetzten Grenzen dermaßen für einen Mann überschreitet, egal ob freiwillig oder nicht.

    3) Der dritte zu kritisierende Punkt ist das schnelle Ende. Die ganze Geschichte arbeitet darauf hin, dass Vermeer, das heute weltbekannte Bild, von Griet malt. Die Geschichte entwickelt sich auch immer stetig dorthin, bis dann plötzlich der Wendepunkt kommt und alles aufgrund unüberlegter, unnachvollziehbarer Handlungen zu einem plötzlichen und abrupten Ende kommt.


    Nachdem man nun meine Kritikpunkte gelesen hat, könnte man meinen, ich hätte mich bei der Bewertung vertan und statt auf einem Stern aus Versehen auf drei geklickt, aber das ist durchaus begründet. Das Buch hat nämlich auch durchaus seine positiven Aspekte, die das Ganze aufwerten. Der Schreibstil ist ein so ein Aspekt, denn er ist nicht übertrieben anspruchsvoll aber auch keineswegs auf Kindergartenniveau. Dadurch, und durch das Fehlen von Kapiteln, ergreift einen beim Lesen ein gewisser Sog, sodass man immer weiterlesen möchte (auch wenn man immer wieder einmal Pausen von der allgemein verpesteten Stimmung im Buch braucht) und schnell vorankommt. Andererseits sind es die Beschreibungen von Vermeers Werken, die es so lesenswert machen. Im Allgemeinen war ich immer schon eine große Bewunderin seiner Bilder, obwohl „Das Mädchen mit dem Perlenohrring" mir noch nie sonderlich gefallen hat, und trotzdem kann man ihm seine künstlerischen Qualitäten nicht absprechen. Diese Beschreibungen haben mich wirklich dazu angeregt nebenher die besprochenen Bilder rauszusuchen und meine Beobachtungen mit denen im Buch zu vergleichen.


    Würde ich also das Buch weiterempfehlen? Maximal eingeschränkt. Wer kein Problem mit den obigen Kritikpunkten hat, und wen das Thema interessiert soll sich nicht davon abgehalten fühlen das Buch zu lesen, aber ich habe davor gewarnt.

  4. Cover des Buches Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär (ISBN: 9783328107682)
    Walter Moers

    Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär

     (2.194)
    Aktuelle Rezension von: jackdeck

    Ich bin fasziniert von dem Ideenreichtum! Mit jedem neuen Kapitel schaut man um einen neue Ecke, entdeckt ein völlig schräge neue Welt, die aber absolut durchdacht und glaubwürdig erzählt und eingeführt dass man unweigerlich mit auf die Reise geht! Wie kann man nur auf so viele gute, immer neue, schräge aber stimmige Ideen kommen??? Extrem unterhaltsam das Buch!

    Ich würde auch allen Eltern, die ältere Kinder haben die schon selber lesen, dieses Buch empfehlen.
    Auch Kinder die sonst eher Comics lesen oder nur Computerspiele spielen können hier auch voll auf den Geschmack des Lesens kommen, wegen der schrägen Geschichten, der Spannung und wegen der immer neuen Welten die fast an unterschiedliche Levels im Computerspiel erinnern. Sehr sehr viele absurde schräge Landschaften und Umgebungen, die in sich aber immer vollkommen stimmig und klar sind - grossartig! Man muss sie aufgrund der Dicke des Buchs vielleicht zu den ersten Seiten überzeugen. Ein sehr dickes Buch, aber wer einmal reingefunden hat, der hört nicht mehr auf zu lesen - und der ist danach um eine fantastische WELT reicher als vorher!

  5. Cover des Buches Die Stadt der Träumenden Bücher (ISBN: 9783328107514)
    Walter Moers

    Die Stadt der Träumenden Bücher

     (3.407)
    Aktuelle Rezension von: EveEde

    Der Wortwitz kommt in dieser fantastischen Welt von Walter Morse nicht zu knapp! Die Welt von Buchheim ist genial aufgebaut. In diesem Buch gibt es viele unerwartete Wendung und es wird nie langweilig. Ebenso beeindruckend wie der Aufbau der Geschichte, sind auch die Illustrationen. Somit kann sich der Leser ein ungefähres Bild der Wesen in diesem Abenteuer machen ohne zu viel von der eigenen bildlichen Interpretation wegzunehmen.

  6. Cover des Buches Die Rückkehr des Duke (Verliebt in den Duke 1) (ISBN: B08X74CLC4)
    Olivia Drake

    Die Rückkehr des Duke (Verliebt in den Duke 1)

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Blacklady_Hofmann

    Der Autorin ist mit Ihrem harmonisch, flüssigen Schreibstil eine wundervolle Geschichte gelungen. Die Charaktere sind gut getroffen und man konnte sich sehr gut in diese und ihre Geschichte einfinden. Das Leben der beiden ist durch Intrigen, Hindernissen und Gleichgültigkeit/ Eigennutz durchzogen, somit kam keine Langeweile auf und man konnte das Buch nicht aus der Hand legen.

    Das Buch konnte mich mit einer wunderschönen und gefühlvollen Geschichte überzeugen und ich kann es allen Romantikern von historischen Liebesgeschichten empfehlen.

  7. Cover des Buches Das Herz der Verräterin (ISBN: 9783940855497)
    Marlene Klaus

    Das Herz der Verräterin

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Naddlpaddl
    Cornelius ist Musketier durch und durch. Er ist mit Leib und Seele dabei, doch sein Herz schlägt nicht nur für seine Arbeit. In Mannheim findet ein Fest zur Grundsteinlegung der neuen Festung statt und dort trifft er auf die hübsche Clara und es ist sofort um in geschehen. Aber Clara ist geheimnisvoll und lässt sich nicht so leicht in die Karten schauen. Empfindet sie genau so für Cornelius wie er für sie? Sie ist nicht leicht zu durchschauen. Als sich dann die Ereignisse überschlagen und auf der Festung Pulverfässer gezündet werden und ein rRegierungsmitglied nur knapp einem Mordanschlag entgeht beginnt auch Cornelius sich um sein Leben zu fürchten und der Nebel um Clara wird dichter. Sie ist plötzlich verschwunden. Was hat es damit auf sich und hat die junge Liebe noch eine Chance?



    Ich habe vor kurzem wieder damit engefangen den ein oder anderen historischen Roman zu lesen und ich muss sagen das ich hier wieder einen Glückstreffer gelandet habe.
    Das Buch ist gespickt mit wahren Geschehnissen und Personen die genau so in dieser Zeit gelebt haben könnten. Dies fördert die Glaubhaftigkeit der Geschichte und man kann sich genau vorstellen das dies vor langer Zeit alles wirklich so geschehen ist. Die Autorin versteht sich darauf die spannenden Ereignisse mit den liebevollen Momenten zu verknüpfen und so ein Hoch und Runter der Gefühle zu gestalten.
    Man fiebert als Leser richtig mit der jungen Liebe zwischen Cornelius und Clara mit. Die Charaktere sind mit sehr viel Liebe zum Deteil gestaltet und auch die eher unwichtigen Charaktere machen wirklich was her, sodass man zu keinem Zeitpunkt gelangweilt ist, auch wenn es mal gerade nicht um den Haupterzählstrang geht.
    Gerade die historischen Hintergründe und die damaligen Begebenheiten haben mich total fasziniert und mitgerissen! Ich bin wirkkich begeistert und würde immer wieder zu einem Roman der lieben Marlene greifen.
    Dieses Buch hat eben alles was man sich von einem historischen Roman wünscht und man kann gar nicht mehr aufhören zu lesen. Als Leser wollte ich einfach immer weiter wissen wie es in der Geschichte weiter geht und ob Cornelius und Clara doch noch ein Happy End findet!
    Wenn ihr historische Romae mögt, dann seit ihr hier genau richtig und solltet zugreifen!
  8. Cover des Buches Vom Anfang bis heute (ISBN: 9783328100065)
    Loel Zwecker

    Vom Anfang bis heute

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Wolfhound

    Loel Zwecker komprimiert uns hier die Weltgeschichte auf unter 500 Seiten. 

    Dabei schafft er es durch seinen Schreibstil, aber auch durch vereinzelt eingestreute unnütze Anekdoten, den manchmal doch recht trockenen Geschichtsaspekt aufzulockern. An einigen Stellen konnte ich mir ein Schmunzeln oder auch Lachen nicht verkneifen. 

    Die Themen sind gut aufgearbeitet und machen auch Spaß. So bekommt man einen schönen knackig kurzen Einblick in vielen Aspekte unserer Geschichte.

    Jedoch werden auch hier (unvermeidbare?!) Schwerpunkte wie z. b. die französische Revolution gesetzt und andere Bereiche werden nur angerissen. So werden Jahrhunderte der afrikanischen Geschichte nur wenige Seiten. 

    Auf der anderen Seite sind so schwierige Themen wie Rassismus und die Kolonialisierung meiner Meinung nach gut dargestellt und aufgearbeitet.

    Leider ist der lockere, moderne Stil des Buches auch auf einigen Strecken etwas anstrengend und die Coolness und der Humor wirken zu gewollt, was mir zum Ende hin den Lesespaß etwas verhagelt hat. Dennoch ist es ein absolut lesenswertes Buch, aus dem man einiges mitnehmen kann und das mein Wissen in einigen Belangen doch wieder sehr aufgefrischt hat

  9. Cover des Buches Die Teufelsmalerin (ISBN: 9783962151669)
    Sabine Wassermann

    Die Teufelsmalerin

     (33)
    Aktuelle Rezension von: alexandra_bartek
    Das Buch hat einen tollen schreibstiel und man kann sich sofort in die damalige Zeit. Die Autorin beschreibt ohne jedliche Angst wie es damals war die Plünderungen und dach die Verbote. Frauen galten in dieser Zeit soblald sie etwas konnten natürlich als vom Teufel bessens. Dies musste auch Henrietta am eigen Leib erfahren. Sie kam jedoch frei weil Thomas für sie einstand, und frei kam. Allerdings hat sie ein Verbot bekommen an das sie sich jedoch nicht halten kann weil malen ihre große Leidenschaft ist. Ihrem Vater zuliebe will sie das Gemälde fertig stellen um jeden Preis. Ihr Vater ist schwer krank jedoch was er genau hat kann man nicht sagen. Das ende ist sehr dramatsich wie ich finde und jedoch irgenwie klar was diese Zeit angeht.

    4 Sterne für das tolle Buch.
  10. Cover des Buches Tulpengold (ISBN: 9783404179138)
    Eva Völler

    Tulpengold

     (88)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Amsterdam im Jahr 1636: Der 17-jährige Pieter beginnt seine Lehre bei dem Maler Rembrandt van Rijn  Pieter hat es nicht leicht; er ist ein Sonderling, wird schnell ausgenutzt, aber er hat Talente: das Malen liegt ihm, und er hat eine Begabung für Mathematik. Als es eine Mordserie gibt und diese irgendwie mit seinem Lehrmeister Rembrandt in Verbindung zu stehen scheint, möchte Pieter herausfinden, wer der Mörder ist... 

    Mein Leseeindruck:

    Ein richtig gutes Buch! Es ist ein Historischer Roman oder Historischer Krimi, auch wenn die Krimihandlung nicht unbedingt im Vordergrund steht. Sie ist trotzdem immer präsent, aber auch das ganze Drumherum ist stimmig und sehr interessant! 

    Ich wusste bis jetzt zum Beispiel nichts über diese Tulpenmanie, die es in den 1630er Jahren in den Niederlanden gab. Da waren Tulpenzwiebeln zum Teil so teuer wie ein Haus; unglaublich :) 

    Auch Pieter ist ein sehr interessanter Charakter. Heute würde man vielleicht Autismus diagnostizieren oder das Asperger Syndrom. Und auch der Maler Rembrandt als Protagonist ist natürlich interessant! 

    Mir hat es auf jeden Fall viel Spaß gemacht, diese Geschichte zu lesen! Spannend, unterhaltsam und für mich auch lehrreich :) 

  11. Cover des Buches Die Offenbarung (ISBN: 9783746624815)
    Robert Schneider

    Die Offenbarung

     (23)
    Aktuelle Rezension von: EliasWittekind

    Inhalt:

    Jakob Kemper trachtete sein gesamtes bisheriges Leben nach Ruhm und Anerkennung, zunächst als Musiker, dann als Dirigent und Komponist und zuletzt als Musikforscher. 

    Zermürbt von fortwährendem Scheitern fristet der Sonderling ein einsames Dasein und hält sich als Organist und Musiklehrer über Wasser. Dann macht er, versteckt im Gehäuse der Orgel der Naumburger Stadtkirche St. Wenzel, einen spektakulären Jahrhundertfund: eine verschollene Partitur von Johann Sebastian Bach! Anders als erwartet, stellt die Entdeckung sein Leben auf den Kopf.

    Robert Schneider webt ein faszinierend dichtes Geflecht aus verdrängten Erinnerungen, einer schwierigen Vater-Sohn-Beziehung und einem irritierenden Jahrhundertfund der Musikforschung. Die gefangenen Akteure drohen, sich zunehmend zu verstricken und zerrissen zu werden. Am Ende ist der Ausweg ein ganz anderer.

    Protagonist:

    Jakob Kemper möchte ich mit folgender Textpassage charakterisieren, die jedoch nicht alles von ihm zeigt:

    "Oh, wie begehrte er, einer der ihren zu sein! Wie gern hätte er dazugehört! Ein Rad im Getriebe der weltweiten Bachforschung! Ein Rädchen, seinetwegen auch nur eine winzige Sprungfeder! Aber dabei sein! Wie sehnte er sich danach, mitzudenken, mitzureden, mitzuforschen und an dem Mysterium Bach fort und fort zu schreiben! Wie lechzte er nach Anerkennung! Ja, auch er wollte umgeben sein und hofiert von der Öffentlichkeit! Er wollte auch fotografiert werden und sein Bild in der Zeitung sehen (...), es mit stummem Stolz betrachten und die eigenen Worte wieder und wieder lesen! Er wollte gefragt sein, gesucht, umringt von Journalisten, berühmt! Sieht mich denn niemand? Ich bin auf der Welt! Verdammt, ich lebe! Ich habe etwas … dths … zu sagen!"

    Doch er hat auch eine stille Seite, in welcher viel Kraft, Ausgeglichenheit und Zuneigung zu anderen liegen. Seine Vergangenheit allerdings hat ihn geprägt und nur einen halben Menschen aus ihm gemacht.

    Schreibstil:

    Für mich ist Robert Schneider ein klassischer Autor mit einer modern gefärbten Sprache. Mit seiner Mischung aus präzisen und metaphorischen Worten, vermag er dem Leser eine Vorstellung von einem verschollenen Hauptwerk Bachs zu vermitteln. Dies kann ihm umso besser gelingen, je mehr Kenntnis der Leser von musiktheoretischen Begriffen hat.

    Ein Beispiel:

    "Das Solo mit einer kleinen Non zu eröffnen, die in eine verminderte Quart hinabstürzte, eine so unvermittelte, scharf tönende Intervallfolge für den Auftakt eines Oratoriums zu wählen, das hatte es in der ganzen Barockmusik nicht gegeben. Aber nicht genug. Je weiter sich die Linie ausbreitete, desto mehr häuften sich Dissonanzen und unübliche melodische Fortschreitungen. Kemper meinte, er höre eine Art Zwölftonmusik, eine Klangsprache, die erst zweihundert Jahre nach Bach entwickelt worden war. Das Solo war gegen alle Regeln und Prinzipien der damaligen Melodieführung komponiert, hatte etwas Beängstigendes, ja Beklemmendes und ergab doch ein unerklärliches, architektonisches Ganzes. Er konnte nicht glauben, dass so viel Misstöne und scheinbar fehlerhafte Dissonanzbehandlungen eine so wohlklingende und doch unwirkliche Musik ergaben."

    Meinung:

    Mich freute besonders, dass wieder Schneiders Thema aus 'Schlafes Bruder' abgewandelt mitschwingt: Das verborgene Geniale, der unentdeckte weltbewegende Schatz und die Ignoranz der Mitmenschen und Fachleute. Außerdem finden sich auch in diesem Buch wieder übernatürliche und sogar gruselige Begebenheiten. So erscheint Jakob Kemper immer wieder etwas wage Umrissenes, eine unfassbare Gestalt, die in seinem Unterbewusstsein wühlt und vor ein persönliches Jüngstes Gericht stellt.

    Ich schätze auch den Humor von Robert Schneider sehr.

    Ein Beispiel:

    "»Auf der aufgeschlagenen Partitur – das muss sich einer vorstellen! – stand eine Flasche Rotwein. Und zwar an der Stelle, wo es unseren Heiland am Kreuz dürstet. Château irgendwas. Aber vom Feinsten! Unsere Restaurateure waren eine Woche lang damit befasst, den Rotweinrand zu entfernen. Mich hat das fast den Kopf gekostet!« Während sich der Abteilungsleiter so in Rage redete, starrte er mit zutiefst verächtlichem Gesichtsausdruck auf Kempers Hemd mit dem Rotweinfleck."

    Alles in Allem würde ich fünf von fünf Sternen geben, wenn ich mich besser mit Jakob Kemper hätte identifizieren können. Die Gesichte ist genial, bleibt aber seine und wird auch im Buch nicht zu meiner. 4 Sterne

    Interpretation:

    Darum geht es: Das kleine Leben, nicht das große als Ziel. 

    Oder mit den Worten des Autors:

    "Das war es doch gewesen, wofür ihm die unbekannte Musik von Johann Sebastian Bach die Augen geöffnet hatte: Endlich das Alte vergessen, den Unmut, die Kränkungen, das Versagen. Sich versöhnen mit seinem Leben. Sich verzeihen lernen. Sich selber eine Umarmung zu schenken bewirkt mehr, als aller Ruhm dieser Welt, der genau einen Atemzug lang anhält."

  12. Cover des Buches Rumo & die Wunder im Dunkeln (ISBN: 9783328601906)
    Walter Moers

    Rumo & die Wunder im Dunkeln

     (1.129)
    Aktuelle Rezension von: jackdeck

    Ich bin immer noch begeistert von der wundervollen phantasiereichen Atmosphäre, die dieses Buch verströmt. Die Charaktere, welche man auch schon aus dem Roman „Die dreizehneinhalb Leben des Käptn Blaubärs“ kennt, ziehen einen in eine Welt, die einen während der Lesestunden und noch lange danach schmunzeln, bangen und träumen lässt. Die Geschichte spielt natürlich in Zamonien und zeigt zwei Welten dieses großen Kontinents auf. Einmal die Obenwelt, in der zahlreiche bekannte Kreaturen leben und zum anderen die Untenwelt. Eine grausame Welt, die man aus Walter Moers vorherigen Romanen nicht kennt.

    Faszinierend fand ich die Weiterentwicklung von Rumo. Da man von Anfang an dabei war, ihn faktisch in seiner Kindheit schon kennenlernen durfte, erfährt man von Seite zu Seite nicht nur wie er zu einem stattlichen und kräftigen Wolpertinger heranwächst, sondern auch, wie seine geistliche Entwicklung zunimmt.

    Jedes Buch von Walter Moers ist anders. Wo mir im Abenteuerroman Käpt’n Blaubär der rote Faden gefehlt hat, ist in „Rumo“ reichlich vorhanden. Also genau aufpassen, und jede Sekunde genießen, die Informationen sind wertvoll. Rumo ist Walter Moers' spannendstes, lustigstes (Die Dialoge von Grimsold und Löwenzahn sind einfach göttlich) und auch romantischstes Werk. Ich empfehle aber auf jeden Fall, den Blaubär vorweg zu lesen, weil er einfach die Grundlage der Zamonien Bücher darstellt. Viele Charaktere finden sich in Rumo wieder, und es ist einfach schön alte Bekannte wieder zu treffen.

    Da ich mir außerdem das Hörbuch gegönnt habe, kann ich dieses auch bewerten. Dirk Bach überzeugt als Sprecher auf ganzer Linie. Im Verlauf der Geschichte habe ich Ihn wirklich lieben gelernt. Er schafft es, die unendlich vielen Darsteller so einmalig und liebevoll zu sprechen, sodass man immer sofort die Stimme dem jeweiligen Charaktere zuordnen kann.

    Einen negativen Punkt besitzt das Buch allerdings. Hat man den Roman beendet, fühlt man sich absolut nicht in der Lage ein anderes Werk, das nicht von Walter Moers stammt, zu lesen. 

  13. Cover des Buches Quicksilver (ISBN: 9783442542741)
    Neal Stephenson

    Quicksilver

     (77)
    Aktuelle Rezension von: vun-de-palz

    Die Buchbeschreibung klang sehr interessant. Doch mit der Zeit stellte ich fest, dass es seitenlange Abhandlungen über Uninteressantes gab, abgelöst von hochtrabenden Abhandlungen über Details der Naturwissenschaften, die mein geistiges Leistungsvermögen überstieg. Nach Seite 100 gab ich auf - ist wohl nicht mein Ding oder mein Gehirn/Verstand ist dem nicht gewachsen bzw. überfordert.

  14. Cover des Buches Die Grimms (ISBN: 9783710901157)
    Michael Lemster

    Die Grimms

     (5)
    Aktuelle Rezension von: annlu

    „...wenn Donnerstag bey der Lotte die Zeitungen gelesen werden“


    Die Gebrüder Grimm kennt wohl jeder. Damit sind die beiden Ältesten Jacob und Wilhelm gemeint, doch die Familie Grimm war weitläufiger. Woher sie stammte, wie sie lebten, wie der Zeitgeist auf sie wirkte und wie sie ihre Berühmtheit erlangten – diesen Fragen geht das Buch nach und erstellt dabei eine Biografie der Familie Grimm.



    Nach einem kurzen Blick auf die Vorfahren der berühmten Grimm wirft der Autor einen Blick auf die Welt der Grimms. Dabei nimmt er sich typische Bestandteile der Grimmschen Märchen zum Anlass um diese in deren Umwelt zu integrieren und zu beschreiben. Nach dieser Einleitung widmet sich das Buch der engeren Familie Grimm. Zu ihr zählten nicht nur die beiden berühmten Brüder Jacob und Wilhelm, sondern auch der Malerbruder Lui, die Schwester Lotte und die beiden außenstehenden Ferdinand und Carl. Ihre Lebensgeschichten teilt er in Stationen ein, die die Familie beeinflusst haben: die Kindheit, frühe Schicksalschläge, das Auseinderleben der Älteren und der Jüngeren, erfolgreiche Zeiten und Rückschläge. 


    Die Beziehung von Jacob und Wilhelm ist eine besondere und wird auch als solche beschrieben. Sie stehen im Mittelpunkt der Familienbiografie. Dabei wird ihr Leben und auch ihre bekannte Märchensammlung in einen breiteren Kontext gestellt. Die familiären Beziehungen, Kontakte zu anderen Autoren und Künstlern, Abhängigkeiten von Obrigkeiten, finanzielle Engpässe und Todesfälle in der Familie, ihre Arbeit als Philologen, die politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen der Zeit – all das wird zu einem Großen Ganzen verwoben. Der Blick der dabei auf die Familie Grimm geworfen wird, ist nicht unkritisch. Die hier vorgestellten Persönlichkeiten haben ihre Ecken und Kanten, was nicht verschwiegen wird. Manches aber, das heutzutage negativ aufgefassen wird, wird im Kontext ihrer Zeit gesehen und dadurch verständlich. 


    Interessant war auch der Blick auf den Malerbruder Lui, der durch die vielen Porträts und Zeichnungen (zusammen mit den erhaltenen Briefen) dafür gesorgt hat, dass das Bild der Familie Grimm lebendig bleibt. Neben vielen seiner Zeichnungen sind es weitere Illustrationen, die den Text im Buch ergänzen. 


    Die Geschichte der Familie Grimm hat mich eine Weile begleitet. Die Beschreibungen lesen sich angenehm, wenn auch nicht locker leicht dahin – dafür ist die Faktendichte zu hoch. Die Mischung aus Biografie und historischen Betrachtungen konnte mich bei der Stange halten, da die Informationen interessant aufbereitet waren. 


    Fazit: Der Blick, der auf die Gebrüder Grimm, ihr Lebenswerk und ihre Familie geworfen wird, ist umfassend und sehr interessant. 

  15. Cover des Buches Gefährliche Liebschaften (ISBN: 9783423144957)
    Pierre Ambroise François Choderlos de Laclos

    Gefährliche Liebschaften

     (121)
    Aktuelle Rezension von: paulinala

    Den meisten Leser/innen sagt der Film zu "les liaisons dangereuses" mit Spitzenbesetzung etwas. Der meiner Meinung nach wunderbar umgesetzte Film wird nur noch durch die zu Grunde liegende Textgrundlage übertroffen. 

    Das an sich etwas in die Jahre gekommene Genre des Briefromans, das sich gerade in der französischsprachigen Literatur etablierte, trägt ungemein zum Lesefluss und zur Geschichte bei.

    Die Leserin/ der Leser findet sich selbst als der einzig allwissende Teilnehmer der Manipulation der Protagonistin und des Antagonisten inmitten einer fiktiven Realität wieder. Sobald wir als Lesende in die Welt der reicheren Schicht Frankreichs eintauchen, sobald erahnt uns auch das Gefühl, als würden wir Teil einer Historie werden, die sehr real wirkt, die wir aber nicht ändern können, weil wir nach Lektüre der Briefe wissen, dass diese postpartum gesammelt und veröffentlicht wurden. Die Illusion ist nahezu perfekt, der Autor erscheint selbst kam bis gar nicht, um den Briefverkehr nicht zu stören. Stattdessen gibt er Annotationen und stellt sich selbst als den Editor und Herausgeber dar.

    Besonders beeindruckend wirkt auch die gesamte Figurenkonstellation und Komposition der einzelnen Charaktere. Diese verkörpern, jeder für sich, ein eigenes Bild der jeweiligen Zeit und reflektieren insbesondere intensiv die verschiedenen Rollen der Frau in der Adelsschicht. 

    Das sind beispielsweise das naive, junge Mädchen, die gebrochene Frau im Rachefeldzug, weil ihr Herz gebrochen wurde und sie durch ständige Unterdrückung und Machtspiele zu dem machte, was sie ist, und der erbitterte Tanz mit den männlichen Gegenspielern.

    Die männlichen Figuren sind in diesem Falle sowohl die Opfer der Launen der weiblichen Figuren, als auch gefangen in einer Illusion, dem weiblichen Geschlecht überlegen zu sein.

    Viele Lesende sprechen hier von einer Art romantisierten Feminismus, was ich aber so nicht unterschreiben möchte. Das in der Zeit der Veröffentlichung herrschende Bild der Frau unterscheidet sich stark von dem, was die Marquise verkörpert und entspricht eher dem von Cécile Volanges.

    Natürlich ist es in einer Art und Weise revolutionär, die Frau in ihrem Charakter der Marquise so darzustellen, stark und mächtig, aber dennoch wird sie am Ende zerstört durch die Überlegenheit eines Mannes, der sie letztendlich  zu ihrem eigenen Fehlverhalten verleitete. 

    Das schockende Moment befindet sich am Ende, als die weibliche Protagonistin, die Marquise, von ihrem Gegenspieler durch eine weitere Racheaktion kurz vor seinem Tod zerstört wird.

    Wer sich einmal an die Faszination Briefroman herantrauen möchte, sollte dieses Meisterwerk unbedingt lesen!

  16. Cover des Buches Confusion (ISBN: 9783442475575)
    Neal Stephenson

    Confusion

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Der zweite Band des Barock-Zyklus erzählt die Geschichte der Protagonisten von Quicksilver weiter. Geschickt wechselt der Autor zwischen Eliza (Europa) und Jack (Orient/Asien) ab um die Wechselbeziehung der parallel stattfindenden Ereignisse darzustellen. Daniel rückt etwas in den Hintergrund. Die Geschichte wird spannend und wendungsreich erzählt und fesselt von Anfang bis Ende. Der obligatorische Cliffhanger findet sich zum Schluss natürlich auch in Confusion. Grausam war mal wieder die Anzahl der Druckfehler. Die Umsetzung als eBook ist sehr schlecht. Dies trifft auch für das dritte Buch des Barock-Zyklus "Principia" zu, welches ich bereits begonnen habe.
  17. Cover des Buches Der abenteuerliche Simplicissimus Deutsch (ISBN: 9783847720195)
    Johann Jacob Christoph von Grimmelshausen

    Der abenteuerliche Simplicissimus Deutsch

     (125)
    Aktuelle Rezension von: Klausviedenz

    Der große, deutsche Historische Roman. Grimmelshausen schildert ebenso beeindruckend wie bedrückend die Realität des Dreißigjährigen Krieges für die Bevölkerung: Plünderungen, Morde und Vergewaltigungen sind an der Tagesordnung. Die Religion, die diesen Krieg doch ursprünglich ausgelöst hat, spielt keine Rolle mehr, denn jeder ist einzig und allein auf sich selbst bedacht und versucht entweder, sich das bloße Leben zu erhalten, oder aus dem Krieg seinen Vorteil zu ziehen.

    Grimmelshausen zeigt uns nicht die großen Herren. Das hier ist kein Buch über Wallenstein, Tilly oder Gustav Adolf. Nein, das hier ist ein Buch über die einfachen Leute, deren ganzes Leben der Hölle gleichkommt: jeder Tag könnte der sein, an dem ein Trupp Marodeure ihren Hof überfällt und sie und ihre Familie gnadenlos auslöscht. Jeder Tag könnte der letzte sein. Simplicissimus selbst schließlich ist ein Kind dieses Krieges: als kleiner Junge eins seiner Opfer, als Mann einer der Täter, die nur noch auf sich selbst schauen. Für Simplicissimus spielt es überhaupt keine Rolle, auf welcher Seite er momentan kämpft, der einfache, leicht beschränkte Protagonist hat überhaupt keine Religion, seine Religion heißt 'Überleben' und sein Gott heißt 'Geld'.

  18. Cover des Buches Die Löwinnen von San Marco (ISBN: 9783426437391)
    Waldtraut Lewin

    Die Löwinnen von San Marco

     (8)
    Aktuelle Rezension von: anushka
    Venedig im 16. Jahrhundert: Leonida und Donata sind Cousinen und seit ihrer Kindheit unzertrennlich wie Schwestern. Leonida, die wilde und unbändige, Donata, die ruhige und sittsame. Durch Krieg und Konkurrenz anderer Länder und waren stehen die Väter von Leonida und Donata plötzlich kurz vor dem Ruin. Um die Ehre der Familie zu retten werden die Töchter versteigert. Leonida ist sich sicher: der Vater ihres heimlichen Verlobten Fulvio wird sie kaufen und sie kann endlich mit der Liebe ihres Lebens zusammen sein. Doch dann geht etwas schief und Fulvios Vater kauft die falsche Braut. Zwischen den beiden Cousinen bricht ein Kampf um die Liebe Fulvios aus. Noch in der Hochzeitsnacht flüchtet Leonida von ihrem ungewollten Ehemann. Diese Flucht wird sie nach Zypern bringen, wo sie sehnsüchtig auf ihren geliebten Fulvio warten will, der als Helfer des Admirals dort gegen die Türken kämpfen soll. Doch als Leonida in Zypern ankommt, ist die Insel bereits fest in türkischer Hand und überall herrscht Krieg. Und die Liebe in Kriegszeiten ist auch nicht das, was sich Leonida vorgestellt hatte. Kann die Liebe zwischen Leonida und Fulvio bestehen und werden beide den Krieg gegen die Türken überleben? Leider ist zwar die Idee nett, die Umsetzung allerdings nur mittelmäßig. Die Charaktere sind flach und wenig tiefgründig und die Handlung meist vorhersehbar. Außerdem ist die Geschichte ein wenig unrealistisch. Interessant ist allerdings der Schreibstil. Die Konflikte werden aus Sicht der beiden Hauptcharaktere geschildert und durch eine neutrale Schilderung ergänzt. Insgesamt recht unterhaltsam, aber ich habe auch schon wesentlich bessere Bücher gelesen.
  19. Cover des Buches Das Rad der Ewigkeit (ISBN: 9783404171347)
    Tibor Rode

    Das Rad der Ewigkeit

     (45)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Das Buch handelt vom unbändigen Willen, erfolgreich zu sein und nicht aufzugeben. Es handelt von Liebe, Eifersucht und Untreue. Es handelt von Betrug, Verbrechen und Verrat. Es handelt davon, alt Bekanntes in Frage zu stellen und Grosses zu versuchen. Es handelt von Ideen, die die Welt verändern können. Das Buch besteht aus zwei Handlungssträngen, die im Laufe des Buches zu einem Handlungsstrang verschmelzen. Der eine spielt in der Gegenwart, der andere vor 300 Jahren.  Der historische Teil des Buchs basiert auf wahren Gegebenheiten. Es scheint gründlich recherchiert zu sein.

    Das Buch entführt den Leser gleichzeitig in mehrer Welten: In das abenteuerliche und teilweise gefährliche Leben vor 300 Jahren, in die verheissungsvolle Welt der Erfinder, Pioniere und Wissenschaftler, in die moderne Welt von Anwaltskanzleien und Geschäftsleuten sowie in die Schattenwelt von Betrügern, Integranten und Geheimbunden. Handlungsorte sind Deutschland (insbesondere Hamburg, Sachsen, Hessen/Kassel) sowie teilweise London. Man begegnet in dem Buch Persönlichkeiten, die es tatsaechlich gegeben hat, so wie dem Erfinder Johann Bessler (alias Orffyreus), Isaac Newton, Gottfried Wilhelm Leibniz und dem Landgrafen Karl von Hessen-Kassel.

  20. Cover des Buches Deutsche Literaturgeschichte (ISBN: 9783520196194)
    Fritz Martini

    Deutsche Literaturgeschichte

     (3)
    Aktuelle Rezension von: tvb
    Ein sehr hilfreicher Überblick über die deutsche Literaturgeschichte, selber schon ein Klassiker
  21. Cover des Buches Die Deutsche Literatur. Texte und Zeugnisse / Die Deutsche Literatur  Bd. 3: Das Zeitalter des Barock (ISBN: 9783406334184)
  22. Cover des Buches Geschichte der Malerei (ISBN: 9783848004256)
    Anna-Carola Krauße

    Geschichte der Malerei

     (17)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Der Lord, der mit dem Herzen sah (ISBN: B07PGT8NHR)
    Helena Heart

    Der Lord, der mit dem Herzen sah

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Angelsammy

    November 1764, Boundfield Manor nahe Newbury / Berkshire. ( Barkschör ausgesprochen, 😀 ). 

    Nikolas "Nik" Melliot, Earl of Boundfield, ist in seinen Dreißigern und seit einem Unfall bei einem Stallbrand, als er Pferde retten wollte, erblindet. 

    Sein Vater hatte ihn freiwillig gezwungen, mit dem Blindenstock umzugehen und andere nützliche Fertigkeiten zu erwerben. Er brachte ihn auch wieder in die Londoner Gesellschaft zurück, obwohl viele "Freunde" keine mehr waren und nur der harte Kern verblieb. 

    Er gibt sich keinerlei Illusionen hin, denkt nicht, daß er jemals heiraten würde, weil er sich als Belastung sieht. Er ist zwar gutaussehend und eine hervorragende Partie; er sucht jedoch die wahre Liebe. Sein Vater, der ihn rückhaltlos unterstützt hatte stirbt jedoch.

    Sein Stiefbruder Philomenos "Phil" ist mit Frau Tessa auf dessen Wunsch auf sein Anwesen gezogen, damit er nicht mehr so einsam ist. Seitdem geschehen aber seltsame Dinge. Möbel verrücken sich von "selbst". Er wird geschubst, zweimal, sodaß er unter anderem die Treppe hinunterstürzt. 

    Sie haben, wegen seines Geldes und Besitzes, eine üble Intrige gegen ihn angezettelt. Eines Tages soll er dann in die berüchtigte Irrenanstalt Bedlam verbracht werden. 

    In Panik flieht er in einem unbeobachteten Moment in einen großen, ihm unbekannten Wald und verirrt sich hoffnungslos. Ohne Nahrung, ohne abgemessenere wärmere Kleidung, bei der Kälte und dem Frost. 

    Lady Felicity "Lissy" Windgrove, auf dem gleichnamigen Landsitz wohnend, hat nur ältere Geschwister. Deren Schwestern sind alle vermählt. Der Bruder Benedict treibt sich auf dem Kontinent herum. Sie ist Anfang Zwanzig. Sie hat gerade erst ihren heißgeliebten Großvater verloren, der im Krieg erblindete. 

    Als einzige der Frauen ist sie nicht großgewachsen und blond, hält sich für unscheinbar und unattraktiv. Ihre Schwester Lauretta will sie mit einem Lord verheiraten, der ein berüchtigter Spieler und Nichtsnutz ist, angeblich mit dem Segen Benedicts. Was für Lissy schrecklich ist. 

    Nur durch Zufall findet sie bei einem Ausritt Nikolas, der total unterkühlt und mehr tot als lebendig ist. Erst einmal wird er wieder aufgepäppelt, aber wird schwerkrank mit hohem Fieber. Tag und Nacht bleibt sie bei ihm. Sie glaubt und vertraut ihm, was er ihr vom Bruder erzählt und daß sie Stillschweigen bewahren möge. 

    Allerdings gibt es zwischen den beiden, die sich auf Anhieb sehr gut verstehen und auch anziehen, Mißverständnisse. Sie denkt, er habe kein Interesse an ihr, weil sie ein Landei und nicht hübsch genug sei. Er denkt, er sei reizlos für sie, weil er blind ist und keiner Frau zur Belastung werden möchte. Da will man als Leser / in wieder beide schütteln. 

    Lauretta will aus eigennützigen Motiven die Zwangsheirat Lissys befördern und nachdem Nikolas wieder nach Boundfield zurückgekehrt ist, haut sie des nachts Richtung London ab.

    Dort treffen Nikolas und Lissy wieder aufeinander. Werden sie endlich zueinanderfinden? Denn Cedrik Gilton gibt nicht auf, will Lissy um jeden Preis, obwohl sie ihren Zwangsbräutigam in spe verabscheut ....

    Es ist schon allein außergewöhnlich, daß der männliche Protagonist blind ist. Er besitzt also einen "Makel", wofür der Ton ihn bestraft, indem er an Renommee verliert. Als ob das seine Schuld wäre. So erst erkennt er, wer seine wirklich wahren, wenigen Freunde sind. 

    Durch Lissy lernt er viel über das Leben dazu. Sie ist eine wahre Bereicherung für ihn. Sie ist stark, empathisch und engagiert, kümmert sich um die armen Pächter, läßt sie nicht darben. Ihre Schwester Lauretta ist oberflächlich und kalt auf den eigenen Vorteil bedacht. 

    Harry und Violet, Edna und die anderen Angestellten Lissys haben ein gutes Verhältnis zu ihr und vice versa. Sie behandelt sie nicht von oben herab. Diese Nebencharaktere haben auch Profil und Vitalität. Vor allem der gesprächige, junge Harry ist sehr sympathisch und witzig. 

    Sogar der Antagonist Cedrik ist eine ambivalente, tragische Figur, der mir zeitweise trotz allem leidtat. 

    Helena Heart schafft es auch diesesmal, ihre Protagonisten mit viel Lebendigkeit, Tiefe, überhaupt Facettenreichtum auszustatten. Nik und Lissy sind sehr liebenswert. Sie haben einen festen Platz in der Literarwelt meines Gedächtnisses und Herzens. 

    Die Autorin hat hervorragend recheriert, sodaß das Buch sehr authentisch ist, vor allem bezüglich Niks Blindheit, aber ebenso in den kleinen, feinen Details. 

    Dramatisch, tragisch, fesselnd, romantisch und das ganz ohne Kitsch. Auf unwahrscheinliche Wendungen wird glücklicherweise auch verzichtet. Ein wahrhaft durch und durch schönes Buch! Danke, Helena 💖!!!!!


  24. Cover des Buches Der Schrecksenmeister (ISBN: 9783328107507)
    Walter Moers

    Der Schrecksenmeister

     (1.191)
    Aktuelle Rezension von: Eva-Marie_Kwade

    Juhu, weiter geht es bei der Reise durch Zamonien. Diesmal begleiten wir die Kratze „Echo“, der nach dem Tod von seinem Frauchen durch die Straßen Sledwayas streunt. Eines Tages begegnet er dem Schrecksenmeister Succubius Eißpin. Dieser bietet ihm sozusagen Kost und Logis an, dafür darf Eißpin zum nächsten Schrecksenmond Echos Fett auskochen. Zuerst klingt dies für die arme Kratze verlockend und er genießt das delikate Essen und hat eine spannende Zeit im Schloss. Er lernt einen Schuhu kennen und freundet sich mit ihm an und auch mit den Ledermäusen hat er eine interessante Zeit. Doch als der Vollmond immer näher kommt, wird es ihm mulmig zumute und er möchte aus dem Vertrag mit dem Schrecksenmeister zurück treten. Alle Pläne sind zum Scheitern verurteilt. Wird er es doch noch schaffen? 


    Den 5. Teil der Zamonien-Reihe durfte ich als Hörbuch genießen. Alleine schon die Stimme des Sprechers hat von mir die volle Punktzahl verdient. Wie er die Stimme verstellen konnte und für jeden Charakter eine passende Tonlage hatte war köstlich. 

    Ich konnte bei dieser Geschichte sehr oft schmunzeln, zum Beispiel als Echo die Ledermäuse kennen gelernt hat. Oder auch den Schuhu mit dem Sprachfehler. Manche stellen haben mir auch echt einen Schauer über den Rücken gejagt. Walter Moers versteht es sehr gut, eine geniale Welt zu erschaffen. In diese konnte ich mich super hineinträumen.


    Echo ist ein goldiger Charakter. Ich finde er ist das krasse Gegenteil zu Eißpin und das hat seinen Reiz. Es ist interessant, wie sich Echo durch die düstere Welt von Sledwaya kämpft und ich habe mit ihm mitgefiebert und hab ihm oft die Daumen gedrückt.


    Eißpin ist ein düsterer Geselle, er hat einen sehr schwarzen Humor und ziemlich schräge Hobbys. Es würde mich zum Beispiel interessieren, wie man ein Gespenst kocht. 


    Die Schreckse Izanuela war recht verrückt aber auf ihre ganz eigene Art interessant und auch sympathisch. 


    Der Schreibstil ist wieder genial, wenn auch manchmal ein bisschen anstrengend. Die Welt in Sledwaya und deren Bewohner, insbesondere natürlich die Lebewesen im Schloss sind sehr gut ausgearbeitet, was ich jedesmal aufs Neue phantastisch finde. 


    Leider war der Anfang etwas schleppend. Erst gegen Ende wurde es spannender und auch rasant. Das Ende selbst kam mir ein bisschen komisch vor. Ich glaube das ist aber so, weil ich mir einen ganz anderen Schluss erhofft hatte. Es hat meiner Meinung nach an Emotionen gefehlt.

    Alles in allem hat es mir trotzdem eine Freude bereitet dieses Buch zu hören.

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