Bücher mit dem Tag "bankraub"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bankraub" gekennzeichnet haben.

129 Bücher

  1. Cover des Buches Deichmord (ISBN: 9783746632926)
    Katharina Peters

    Deichmord

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Christin87

    Die Teams aus Bergen und Stralsund bekommen es diesmal mit gleich 4 Frauenleichen zu tun. Während drei Frauen bereits in den 90ern getötet bzw. als vermisst gemeldet wurden, wird die vierte nun auf einer Mülldeponie gefunden. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht zunächst die überaus komplizierte Familie Magold. Vater Magold war einst ebenfalls Polizist und führt, nach einem Schuss ins Bein, den er im Dienst erlitten hat, nun eine Pension in Ralswiek. Doch wie es stets so ist in dieser Buchreihe, liegt die Lösung erst nach einem schwierigen Konstrukt an Ermittlungsarbeit und zahlreichen Verdächtigen auf dem Tisch.

    In diesem Band gibt es so viele Protagonisten, die irgendwie in den Fall verstrickt sind und teilweise auch noch ihre Identitäten wechseln, dass ich hin und wieder durchaus meine Schwierigkeiten hatte die Handlungsstränge zu sortieren. Obwohl mir der Ansatz im Kreise der Familie Magold diesmal sehr viel besser gefallen hatte, als die beiden Vorgänger-Bände, brachte dieses ganze Durcheinander für mich im Laufe des Lesens wieder einen gewissen Dämpfer in das Gesamtbild.

    Ein Mörder weniger wäre hier für die Atmosphäre des Buches durchaus mehr gewesen.

    Unterm Strich für mich trotzdem wieder interessanter als Buch 5. Und da dieses von mir 3 Sterne erhielt, erhält dieser 6. Band nun wieder 4.

  2. Cover des Buches Geld oder Lebkuchen (ISBN: 9783833743641)
    Dora Heldt

    Geld oder Lebkuchen

     (60)
    Aktuelle Rezension von: junia

    Wie kam ich zu diesem Buch?

    Durch Zufall wurde ich auf das Buch bzw. die Autorin aufmerksam. Es ist das erste Buch von Dora Heldt, das ich gelesen bzw. gehört habe. Nachdem dieses hier dann einige Zeit bei mir vor sich hin schlummerte, habe ich es mir nun endlich mal gegriffen.


    Wie finde ich Cover und Titel?

    Passt für mich beides. Der Untertitel „Fast ein Krimi“ ist Programm.


    Um was geht’s?

    Auf den Inhalt gehe ich an dieser Stelle nicht, den Klappentext könnt ihr ja selbst lesen, und eine Zusammenfassung des Buches muss ja nun nicht in die Rezension. Lasst euch aber gesagt sein, dass so einiges los ist auf Sylt. Die Story ist logisch und kann durchaus so passiert sein. Sie ist spannend aufgebaut, hatte einige für mich überraschende Wendungen, einige waren vielleicht etwas vorhersehbar.


    Wie ist es geschrieben?

    Es handelt sich um einen Einzelroman, der also problemlos ohne Vorwissen und Cliffhangergefahr gelesen werden kann. Der Schreibstil ist locker-flockig und zügig zu lesen, der Ausdruck ist gut und leicht zu verstehen. Die Beschreibungen sind nicht zu ausschweifend, aber detailliert und bildhaft genug, um gleich in der Story zu sein. Die Gegebenheiten konnte ich mir sehr gut vorstellen. Ein herzerfrischender Humor rundet das Ganze ein wenig ab und trifft genau meinen Geschmack.


    Wer spielt mit?

    Die Charaktere und deren Entwicklung sind gut gezeichnet. Ich habe sie etwas kennengelernt, ich habe mitgefiebert und mitgelitten.


    Mein Fazit?

    Die Sprecherin klingt teilweise unfreundlich bis arrogant, was ich als echt unangenehm empfand. Demzufolge hatte ich wenig Motivation, der Geschichte zu folgen, die dadurch leider fast unterging. Dennoch kam der wohl typische Dora Heldt-Humor durch. Alles in allem eine aberwitzige Story mit dem obligatorischen Happy End. Das Buch erhält von mir 4 von 5 Sternchen und kann guten Gewissens weiterempfohlen werden. Es wird nicht das letzte Buch der Autorin sein, das ich lese. Ja, lese, die Hörbuchsprecherin tue ich mir nicht noch mal an.

  3. Cover des Buches Bertram's Hotel (ISBN: 9783455650570)
    Agatha Christie

    Bertram's Hotel

     (146)
    Aktuelle Rezension von: LeenChavette

    Bertram's Hotel schafft eine Atmosphäre, als wäre die Zeit stehen geblieben. Eingerichtet mit edwardianischen Möbelstücken, strahlt es den Flair einer vergangenen Epoche aus. Dieses besondere Ambiente zieht so manch interessante Reisende an. Nicht zuletzt auch Miss Marple, welche es sich einige Tage hier im Bertram's gutgehen lässt. Das Hotel bietet den perfekten Service, ist stets sauber und aufgeräumt und die Angestellten könnten nicht zuvorkommender sein. Das Hotel ist einfach zu gut um wahr zu sein. Zu gut?!

    Als unerwartet ein Hotelgast verschwindet, wird das perfekte Ambiente des Hotel gestört. Was ist geschehen und wo ist der Gast? Langsam fängt die perfekte Fassade an zu bröckeln.

    Bertram's Hotel – Ein Fall für Miss Marple, welcher so vor verworrenen Machenschaften strotzt und die Leserschaft ständig vor neue Rätsel stellt.

  4. Cover des Buches Wilder Winter (ISBN: 9783965090002)
    Joe R. Lansdale

    Wilder Winter

     (74)
    Aktuelle Rezension von: lisolino

    Ich finde das Coverbild sehr gelungen. Es spiegelt zwei Dinge wieder, die in dem Buch immer wieder Thema sind: die klirrende Kälte des Winter und die Hitze von Leidenschaft und Blut.

    Als Haps Exfrau Trudy auftaucht und Hap einen lukrativen Job anbieten besteht er darauf, dass Leonard ebenfalls dabei ist. Das ist kein reiner Freundschaftsdienst für den ebenso geldarmen Freund, vielmehr hat Hap das Gefühl ohne ihn nicht klarzukommen.
    Im Laufe der Geschichte triff man auf jede Menge zerbrochener Typen, die alle ihr eigenes Kreuz tragen und versuchen aus ihrem Leben etwas zu machen. Allerdings mit sehr seltsamen Ansichten.
    Es dauert etwas bis die Handlung in Gang kommt. Gut die Hälfte des Buches widmet sich den Personen und der Lust an schnellen, harten Dialogen. Im Verlauf des Buches entwickelt sich die Geschichte mit zunehmender Härte.

    Ich denke das Buch ist nicht für jeden etwas. Wer aber Spaß an harten Typen, schrägen Figuren und einem nervenaufreibendem Show Down hat sollte es lesen.

  5. Cover des Buches Niceville (ISBN: 9783832162122)
    Carsten Stroud

    Niceville

     (116)
    Aktuelle Rezension von: NiWa
    Das Städtchen Niceville liegt im Süden der USA. Es ist genau, wie man sich solche Südstaaten-Orte vorstellt: idyllische Landschaft, gepflegte Gärten und das Grauen schielt aus der Dunkelheit hervor.

    Ich muss gestehen, dass es mir sehr schwer fällt zu diesem Buch eine Rezension zu schreiben, weil es gar so abgefahren, großartig und absolut meisterlich geschrieben ist!

    Wie der Titel schon sagt, geht es um die kleine Stadt Niceville, die in ihrer altbackenen Art sehr charmant auf den Leser wirkt. Sie ist genau so, wie ich mir diese Städte im Süden der USA vorstelle, und wie man sie aus dem Fernsehen kennt.

    Aber in Niceville geht etwas vor und dieses Etwas ist wohl schon etliche Jahrzehnte (oder gar Jahrhunderte?) alt.

    Es beginnt mit dem mysteriösem Verschwinden des kleinen Jungen Rainey Teague, das die ganze Gemeinde auf Trab bringt. Niemand kann sich erklären, wo der Junge abgeblieben ist, bis er mehrere Stunden später an einem unheimlichen Ort wieder das Licht der Stadt erblickt.

    Ein Jahr später ist ein ereignisreiches Wochenende zentral, das gefühlt die ganze Stadt ins Chaos wirft.

    Von Anfang an ist man mitten im Geschehen drin und gerade auf den ersten Seiten habe ich mich von den Figuren regelrecht erschlagen gefühlt. Ich wurde von unterschiedlichen Perspektiven überrumpelt, bin desorientiert mitten in Niceville gestanden und wurde von Carsten Stroud noch mehrmals um meine eigene Achse gedreht. Dennoch konnte ich mich dem Sog der Story nicht entziehen und bin an den Seiten geklebt, was unter diesen Umständen wirklich ein Kunststück ist.

    Merle Zane und Charlie Danziger begehen einen actionreichen Banküberfall, der für sich allein genommen Quentin Tarantino alle Ehre macht. Wie das Leben oft böse spielt, beginnen sie einen Streit und knallen sich gegenseitig ab. Schwer verletzt geht jeder für sich eigene Weg, was den Leser in packendes Grauen führt.

    Ehemaliger Elite-Soldat, jetziger Ehemann und Polizist Nick war vor einem Jahr an den Ermittlungen des Falls Rainey Teague involviert. Jetzt ist er voll und ganz mit dem Überfall beschäftigt und darf sich noch dazu mit dem Verschwinden einer alten Dame auseinandersetzen, was ihn mit seinen ganz persönlichen Albträumen konfrontiert.

    Hingegen ist seine Frau Kate an der Geschichte der Stadt und der vier Gründerfamilien dran, weil sie ganz merkwürdige Erscheinungen hat. Außerdem macht ihr ihr Vater große Sorgen, der sich ebenfalls mal mit dem historischem Hintergrund von Niceville beschäftigt. hat.

    Und es gibt Tony Bock, der mit seinem ‚Unschuldsprojekt‘ etwas in Gang setzt, womit nicht einmal er gerechnet hat …

    Dabei handelt es sich nur um einige Figuren und Stränge aus denen das Geschehen in Niceville entsteht, was trotz der Orientierungslosigkeit enorm zu fesseln weiß. Die einzelnen Schicksale, Situationen und Begebenheiten greifen ineinander, sind detailliert aufeinander bezogen und schaffen Raum für ein großes Gesamtpaket, auf das man am Ende des Buches späht. Ich erhoffe mir sehr viel mehr Licht in den Folgebänden und kann jetzt nur von meinen Eindrücken erzählen.

    Ich habe die Geschichte wie eine spannende Serie empfunden, weil man von Geschehen zu Figuren, Perspektive und dem nächsten Ereignis hetzt. Es sind immer wieder kapitelweise Cliffhanger eingestreut, die mir keine Ruhe gelassen haben.

    Action, Sprachniveau und der ausgeprägte Touch of Noir haben mich an Quentin Tarantino denken lassen, weil „Niceville“ ganz dem Tempo und Erzählstil des meisterhaften Regisseurs entspricht. Außerdem habe ich mich wie in einem Western gefühlt, wenn Colts gezückt, Zigaretten geraucht, Whiskey getrunken sowie Freund und Feind charmant grinsend niedergestreckt werden.

    Mein liebster Zweig behandelt vor allem übersinnliche Elemente, wie man sie aus guten Horror-Romanen kennt. Diese Aspekte sind wunderbar grazil eingestreut, sodass sie zwar die Haupthandlung allerdings nicht das hauptsächliche Geschehen sind. Klingt schräg? Ist es auch!

    „Aber wir sind hier nicht in einem Horrorfilm.“
    „Aber vielleicht in einer Gespenstergeschichte.“

    (S. 469)

    Trotz Verwirrung und Orientierungslosigkeit bin ich aufrichtig begeistert und freue mich enorm, wenn es in „Niceville“ erneut ans Eingemachte geht!


    Die Niceville-Trilogie:
    1) Niceville
    2) Die Rückkehr
    3) Der Aufbruch
  6. Cover des Buches Old School (ISBN: 9783453677210)
    John Niven

    Old School

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Thomas_Lawall
    Julie Wickham hat Geburtstag. Sie wird 60 Jahre alt, feiert aber nur in kleinstem Kreis. Ihre Freundin Susan wartet beim besten Italiener Wroxhams "La Taverna" auf sie, wo sie schließlich verspätet eintrifft. Parkplatzprobleme gibt sie als Grund vor, doch leider klemmt es an ganz anderer Stelle.

    Julies Leben als erfolgreiche Unternehmerin erfuhr eine bittere Wende, als ihr Lebensgefährte und Geschäftspartner mit dem Firmenvermögen durchbrannte und fortan nicht mehr gesehen wurde. Seither lebt sie in einer Sozialwohnung und ist als Aushilfe in einem Pflegeheim tätig. Dort lernt sie die resolute Ethel kennen, die mit ihren 87 Jahren nicht daran denkt, sich irgendwelchem Reglement anzupassen, schon gar nicht, mit ihrem Rollstuhl für irgend jemand zu bremsen.

    Die gemeinsame Freundin Jill Worth hat ebenfalls größere Probleme. Ihre Tochter Linda hat ein schwerkrankes Kind. Jamie leidet an einer seltenen Lungenkrankheit und die einzige Klinik der Welt, die dieses Leiden beenden könnte, ist in Chicago. Die aufwendige Operation würde allerdings 60.000 Pfund kosten, was sich die junge Familie nicht leisten kann.

    Susan ahnt nicht, dass auch sie sehr bald vor einem Scherbenhaufen stehen wird. Ihr langjähriger Ehemann, ein ebenso spröder wie vereidigter Wirtschaftsprüfer, hat nach seinem hässlichen Ableben ein paar bizarre Überraschungen auf Lager. Die versammelten Damen aber auch. Es werden Pläne geschmiedet ...

    Nach "Coma" (2009) legt John Niven mit "Old School" eine weitere Thriller-Komödie vor, jedoch unter gänzlich anderen Vorzeichen. Diesmal sind die "Alten" an der Reihe und sie brauchen sich keineswegs zu verstecken. Ganz im Gegenteil, denn je älter sie sind, desto mehr machen sie ihren jüngeren Zeitgenossen vor, allen voran Ethel, die insbesondere ihr Mundwerk als Waffe zu benutzen weiß.

    Einmal mehr glänzt der schottische Autor mit einer ganzen Vielzahl von liebenswert-derben Unverschämtheiten in alle Himmelsrichtungen und mit brachialer Situationskomik, welche die Existenz der Grenze des guten Geschmacks leugnet. Insbesondere seine älteste Protagonistin besticht als verbale Dreckschleuder auf Rang eins.

    Mit der englischen Polizei steht der Autor wohl auf Kriegsfuß oder zumindest in kritischer Distanz. Anders kann man sich seine Figur des Detectice Sergeant Hugh Boscombe, einem Trottel vor dem Herrn, nicht vorstellen. Allerdings haben wir diesem Einfaltspinsel, dem kein Fettnapf zu groß zu sein scheint, eine ganze Reihe von herrlich schräger Action zu verdanken, beispielsweise die sicherlich skurrilste Verfolgungsjagd, die Hollywood noch nicht verfilmt hat!

    Auch im Zusammenhang mit diesem Werk, sollten Leserinnen und Leser, zum weiteren Verständnis der Lektüre, dem Sarkasmus nicht abgeneigt sowie in der Lage sein, sich an einem gerüttelt Maß Schadenfreude zu ergötzen. Spannender, lustiger, derber und unverschämter kann ein Thriller nicht sein.

    Schräg. Hart. Derb. Niven.
  7. Cover des Buches Mordsclique (ISBN: 9783954005666)
    Helmut Wichlatz

    Mordsclique

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Sternenlicht_
    Das Krimi-Debüt von Herr Wichlatz startet spannend: Die Geschichte beinhaltet zwei Handlungsstränge, einer spielt im Jahre 1988, der andere in 2009.
    Als 1988 vier Jugendliche eine Bank in Erkelenz überfallen, stirbt dabei eine alte Dame. Ihr Enkel Berger, der ebenfalls am Banküberfall beteiligt ist, wird verhaftet und wandert für diesen Mord ins Gefängnis. Jahre später treffen sich die vier ehemaligen Freunde wieder. Nun geschieht erneut ein Mord - einer der vier muss daran glauben. Berger steht erneut unter Verdacht. Ist er tatsächlich der Mörder?

    Dieser Krimi ist sehr spannend geschrieben. Durch das ganze Buch hindurch wird der Leser von Herr Wichlatz an der Nase herumgeführt. Nach und nach wird die Geschichte aufgedeckt und meines Erachtens bietet diese einen logischen Handlungsstrang sowie einen hohen Unterhaltungswert. Durch die authentischen Charaktere und den leicht zu lesenden Schreibstil, bin ich gut durch das Buch gekommen.

    Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Ein solch unterhaltsamer Krimi für zwischendurch - gerne wieder.

  8. Cover des Buches Makrönchen, Mord & Mandelduft (ISBN: 9783740802035)
    Elke Pistor

    Makrönchen, Mord & Mandelduft

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Rabbitmaus

    Wer auch in der Weihnachtsszeit auf einen schönen Krimi nicht verzichten will, dem kann ich diesen von Elke Pistor nur empfehlen.

    Anniemie lebt zurückgezogen und einsam in ihrem Haus. Sie liebt ihre Routine, welche das backen, singen und ihr Kater ist. So soll es aber nicht bleiben, denn eine Explosion auf dem Weihnachtsmarkt, auf dem ihr Bruder ihre Backwaren verkauft zerrüttet ihren Alltag. Ihr Bruder liegt schwer verletzt im Krankenhaus und wird des Mordes verdächtigt….

    Ich kam sehr gut in die Geschichte hinein, die zum einen zügig voran schreitet und ihre Protagonisten wirklich sehr sympathisch, wenn auch mitunter etwas schrullig beschrieben werden. Es kommt durchweg weihnachtliche, winterliche Stimmung auf, was mir wirklich sehr gut gefallen hat. Auch konnte ich von Anfang an miträtseln, wer der Täter/in sein könnte. Meine Vermutungen wurden zwischendurch ins Wanken gebracht, schlussendlich lag ich aber dennoch richtig. Es war ein sehr unterhaltsames und auch spannendes Buch, bei dem auch die Emotionen und die Geschichten der Protagonisten nicht  kurz kamen und das Buch abrundeten. Von mir eine klare Leseempfehlung.

  9. Cover des Buches Die Rache (ISBN: 9783426503577)
    John Katzenbach

    Die Rache

     (208)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Zum Buch
    Megan und Duncan Richards haben Karriere gemacht und sich in ihrem bürgerlichen Wohlstand bequem eingerichtet – aber das war nicht immer so: Als naive Weltverbesserer hatten sie sich in ihrer Studentenzeit einer radikalen Gruppe angeschlossen und bei dem Überfall auf einen Geldtransporter mitgemacht. Doch nur Olivia Barrow, die Rädelsführerin, war dafür ins Gefängnis gewandert. Nun wird sie aus der Haft entlassen und hat sich geschworen, an den Verrätern von damals erbarmungslos Rache zu nehmen ...

    Renzension:
    eine bewegte vergangenheit.Aus dieser Vergangenheit sind dem Paar Megan und Ducan Schatten in ihr neues Leben gefolgt.Und auf ungewöhnliche Weise hilft sich diese Familie aus den Fängen einer Psychopathin.
  10. Cover des Buches Rosenrot Mausetot (ISBN: 9783404151738)
    James Patterson

    Rosenrot Mausetot

     (161)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost
    Bankraub, Mord und Familiendrama. - Endlich mal Spannung in der Reihe!

    Inhalt:
    Alex Cross kämpft in diesem Band an drei verschiedenen Fronten. Zum Einen ist er noch immer ein Polizist mit Haut und Haaren und muss eine Serie von Banküberfällen aufklären. Es ist irgendwie immer die selbe Handschrift, es sind aber immer wieder verschiedene Täter. Da muss ein einziger genialer Kopf dahinter stecken. Und der entledigt sich seiner „Gehilfen“ auch noch auf nicht gerade elegante Weise. So kommt zum Bankraub auch noch Mord.
    Die Probleme mit seiner Verlobten Christine werden auch immer größer, statt kleiner. Die Entführung aus dem voran gegangen Band steckt ihr noch immer im Leib und sie kann sich auf Alex einfach nicht mehr unvoreingenommen einlassen.
    Und dann wird zu allem Überfluss die Tochter von Alex krank. Sie erleidet epileptische Anfälle, wird ins Krankenhaus eingeliefert und muss operiert werden.
    Alex hat hart zu kämpfen, will er die Ermittlungen voran treiben und ans Ziel bringen, aber auch für seine Familie da sein.

    Der erste Satz:
    „Brianne Parker sah nicht wie eine Bankräuberin oder Mör-derin aus – ihr niedliches Babygesicht täuschte alle.”

    Der letzte Satz:
    “Er gab den Ton an. Er hatte die Kontrolle.”

    Fazit:
    Mein letzter Band dieser Reihe. Die anderen zwei, die ursprünglich noch in meiner Leseliste waren, habe ich gnadenlos aus der Liste verbannt. Es heißt doch immer, dass man aufhören soll, wenn es am Schönsten ist. In dem Fall habe ich dieses Buch als das Beste der bisher gelesenen empfunden und wollte die Reihe einfach mit einem guten Gefühl beenden.
    Die Handlung ist abwechslungsreich. Es geht nicht stur um die Ermittlungen, es ist auch Familiendrama vorhanden und die verqueren Gedanken des “Täters”. Bis zum Schluss bleibt es spannend, da man auch als Leser wirklich erst im letzten Absatz erfährt, wer nun wirklich der Täter war. Also ist der langweilige Erzählkram am Ende nicht da.
    Einen Film hatte ich beim Lesen allerdings nicht vor Augen. Deswegen gibt es auch einen Stern Abzug. Ansonsten war ich von dem Buch aber richtig begeistert, weil auch diese ganzen Liebesszenen nur sehr sparsam involviert waren.

    Ich will nicht lang reden. Einfach klasse eines der besten Bücher dieser Reihe!
  11. Cover des Buches Lavendel-Tod (ISBN: 9783426522929)
    Carine Bernard

    Lavendel-Tod

     (68)
    Aktuelle Rezension von: Estrelas

    Molly Preston ermittelt verdeckt in einem Fall von Wirtschaftskriminalität in einem kleinen Ort in der Provence. Sie findet dabei Spuren auf einen Schatz aus vergangenen Zeiten.

    „Ihre Herkunft und ihre vielfältigen Fähigkeiten, zusammen mit ihrem Aussehen und ihrer Intelligenz, ermöglichten es ihr, fast jede Stelle in einem Unternehmen zu besetzen und sich schnell genug hochzuarbeiten, um an Insider-Informationen heranzukommen.“ Die in jeder Hinsicht perfekte Protagonistin wird für die Restaurierung einer kleinen Kapelle eingesetzt, hat somit nicht mal die theoretische Chance auf Erledigung ihres Auftrags und lässt sich dann auch noch durch eine Schatzsuche ablenken. Lokalkolorit wird mit fehlerhaftem Französisch vorgetäuscht; vom Lavendel im Titel fehlt jegliche Spur. Und spätestens, als Molly zum zweiten Mal auf einer Seite duschen muss, verlässt mich die Geduld mit diesem dürftigen Werk.

  12. Cover des Buches Kuss mit lustig (ISBN: 9783442473687)
    Janet Evanovich

    Kuss mit lustig

     (144)
    Aktuelle Rezension von: beastybabe
    Das Cover dieses wundervollen Buches ziert „Rex“, der süße Hamster von Hauptfigur Stephanie Plum und damit wirkt es fast zu harmlos für den spannenden Inhalt.
    Es ist jetzt meine dritte Begegnung mit einer Buchreihe von Janet Evanovich und ich kann das Zitat von „The Bookseller“ auf ihrer deutschen Webseite nur bestätigen:
    „Wenn man ein Buch von Janet Evanovich gelesen hat, will man sie alle“
    Was die Reihe über Stephanie Plum betrifft: da habe ich einiges nachzuholen, aber ich freue mich schon auf alle Teile.

    Stephanie, ihr Freund Joe, ihre Kolleginnen Lula und Connie und ihre Familie sind allesamt so liebenswürdige Charaktere, dass man sie einfach ins Leserherz schließen muss. Dazu kommen noch tolle Haustiere, wie Joes Hund Bob und Stephanies Hamster, aber besonders lustig fand ich, dass auch hier plötzlich Carl, der Affe auftaucht. Solche kleinen Parallelen zwischen verschiedenen Reihen mag ich immer sehr.

    In diesem Band bekommt es Stephanie nicht nur mit einer alternden Rockstardiva zu tun, für die sie quasi den Babysitter spielen muss. Sie darf auch noch auf einen Teenager aufpassen, der alles und jeden mit seinem Onlinegame-Zockernamen besprüht, um sie vor dem mysteriösen Griefer zu schützen. Richtig skurril wird die Geschichte, als er mit seiner Spielsucht auch noch Stephanies Oma und deren Freundinnen ansteckt … Szenen zum Totlachen, einfach wundervoll geschrieben.
    An Humor fehlt es in dieser Reihe also absolut nicht, auch in Nebenrollen tauchen immer wieder so lustige Gestalten auf, dass man nicht anders kann als laut zu lachen. Ein totales Gute-Laune-Buch, das allerdings auch mit fesselnder Spannung überzeugen kann. Die Mutter des Teenies ist nämlich leider verschwunden und auch sonst gibt es einige Abenteuer zu bestehen. Doch Stephanie meistert wieder einmal alles sehr souverän, auch wenn sie bei allen Verrückten um sie herum des Öfteren unter einem zuckenden Auge leidet.

    Eine grandiose Reihe, die im nächsten Jahr auf meiner Leseliste steht. Hier stimmt einfach alles: Humor, Spannung, tolle Charaktere, vielschichtige Stories und Emotionen, aber ohne jeglichen Kitsch oder nervige Liebesszenen – einfach perfekt!!!

  13. Cover des Buches Marillen & Sauerkraut (ISBN: 9783218011563)
    Harald Jöllinger

    Marillen & Sauerkraut

     (16)
    Aktuelle Rezension von: heinoko

    „Weil alle Leute gemeinsam immer depperter werden, merken sie’s nicht.“

    Mehr ist eigentlich gar nicht mehr zu sagen über das Buch, oder doch? Weil eigentlich habe ich das Buch gar nicht gelesen, obwohl es vor mir liegt, mit Lesebändchen sogar, und aufgeschlagen. Kaum hatte ich mit den ersten Zeilen begonnen, da wirkt er schon, der Marillenschnaps. Und ich finde mich in einem Beisl, und da sitzt der Harald Jöllinger mir gegenüber mit seinem Bier, schaut hinterkünftig und erzählt und erzählt und hat seinen Spaß. Vielleicht heißt er auch in echt Helmut Qualtinger. Auf jeden Fall stammt er in direkter Linie ab von Alfred Polgar und den vielen weiteren österreichischen Schreibern, die ihr Hirn als Waffe benutzt haben. Ganz sicher. Denn so bös-lustig, wie der Harald Jöllinger den Spiegel vorhält, das können nicht viele. Eine Übersetzung tät ich manchmal brauchen, aber da schau, da gibt es ja sogar ein Glossar. Jetzt weiß ich auch, was „blad“ heißt. Und der Jöllinger erzählt weiter. Es freut ihn, dass ich seinen musikalischen Zanussi so sehr mag. In was sich der Jöllinger alles hineindenken kann, Respekt.  Schon allein, was die (ganz und gar nicht) hinige Puffn erzählt, dass sie fast schon romantische Gefühle kriegt, oder dass eine Gelse einen sehr feinen Geschmackssinn hat. Hab ich noch nicht gewusst. Geschichten von vorn (schau mir in die Augen) und von hinten (schau mir auf den Hintern) erzählt mir der Harald Jöllinger, von marillensüß bis sauerkrautsauer, alles da. Wie ein Obdachloser so vor sich hin sinniert über die depperten Leut und den Schnee, also da gfriert mir auch alles. So schlimme Geschichten gibt es, so viel Einsamkeit, so viel Grausiges, in dem sich das Leben mancher Leute verheddert, nicht nur im Gummibaum. „Es rötet mir“ ist eine der schlimmsten Geschichten. Gut hinghört und gut hingschaut hat er, der Harald Jöllinger, und er denkt sich schwer was dabei, nix mit Schneckendenk. Er hat’s halt auch, das Hirn als Waffe.

    Und am End all der Gschichten, da hab ich gschaut, dass ich fortkomm, nicht dass der Harald Jöllinger mich plötzlich so anschaut wie all die anderen Leut, und dann anfängt zu erzählen von einer depperten Alten, die ihm von Anfang bis Ende zughört hat und ihm begeistert auf den Leim gegangen ist…


  14. Cover des Buches Mercenary (ISBN: 9783959626026)
    Felix A. Münter

    Mercenary

     (48)
    Aktuelle Rezension von: MineLovesBooks

    Mercenary von Felix A. Münter ist Thriller welcher in New York spielt. Ihr steht auf Thriller, New York, Auftragsmorde und Schnitzeljagden dann ist dieses Buch genau das Richtige für euch.

    Felix beschreibt New York als wäre er schon einmal dort gewesen, zumindest hatte ich beim Lesen das Gefühl als wäre ich mittendrin. Dunkle Gassen, belebte Parks, abgelegene Lagerhäuser uvm. erwartet euch in Mercenary.

    Und dann gibt es da noch Carter, dessen Name natürlich nicht sein richtiger Name ist. Er ist Söldner und bekommt einen Auftrag, in welchem er nach Stahlkisten suchen soll die einem sehr wohlhabenden New Yorker Bürger gestohlen wurden. Er erhält nicht besonders viele Infos und so beginnt für Carter eine Schnitzeljagd durch New York denn er findet immer mehr Puzzleteile. Er geht an seine Grenzen und setzt sogar sein Leben aufs Spiel. Kann er diesen Auftrag erledigen ?

    Mercenary ist ein wirklich gelungenes Buch und Felix´s Schreibstil gefällt mir sehr gut. Was ich bei dieser Auflage allerdings bemängeln muss ist das Korrektorat, denn es sind doch einige Fehler enthalten. Ansonsten aber ist das Buch spannend geschrieben und man fiebert mit Carter mit ob er diesen Fall auch wirklich lösen kann und was ihn nun als nächstes erwartet. Ab und an musste ich sogar schmunzeln, dann wiederum war ich überrascht mit dem was als nächstes geschah. Bis zum vorletzten Kapitel habe ich auch nicht mit dem Ende gerechnet was mich erwartet hat, danach war es allerdings recht offensichtlich.

    Ich bin auf jedenfall gespannt auf die weiteren Fälle von Carter und ob wir noch mehr von seinen Söldne Bekanntschaften kennen lernen, eine durften wir ja in Mercenary kennenlernen.

    Also falls ihr auf Thriller steht und dazu noch New York kennen lernen möchtet und nebenbei eine Schnitzeljadg zusammen mit Carter bestreiten wollt, dann empfehle ich euch Mercenary.

    Mich hat Felix überzeugt seine Bücher weiter zu lesen. Leider muss ich aufgrund des recht schlechten Korrektorats 1 Punkt abziehen und kann nur 4 von 5 Punkten vergeben.

  15. Cover des Buches Der fünfte Mörder (ISBN: 9783492257435)
    Wolfgang Burger

    Der fünfte Mörder

     (26)
    Aktuelle Rezension von: julestodo

    Ein explodierendes Auto, direkt neben Alexander Gerlach.... die Ermittlungen nehmen ihren Lauf und fördern ungeahnte Dinge an die Oberfläche.

    Wieder ein spannender Kriminalroman von Wolfgang Burger, den ich gerne gelesen habe. Der flüssige Schreibstil und die detailiert beschriebenen Personen haben es mir angetan. ich weiß jetzt schon: die Reihe werde ich ganz zu Ende lesen!

  16. Cover des Buches Tod in Schmargendorf (ISBN: 9783740804046)
    Karla Blum

    Tod in Schmargendorf

     (16)
    Aktuelle Rezension von: connychaos
    Wanda arbeitet bei ihrer Freundin Miriam in der kleinen Schmargendofer Krimibuchhandlung. Als sie eines Morgens vom Raubüberfall mit Mord in der benachbarten Bankfiliale erfährt, wittert Wanda ihre Chance. Sie wird den Fall lösen und so mehr Kunden in die Buchhandlung locken. Engagiert geht Wanda an die Ermittlungen und schnüffelt in der Nachbarschaft herum. Kommissar Kamat ist nicht so begeistert darüber. Tod in Schmargendorf ist ein Cosy Crime, das und die Tatsache, dass der Krimi in Berlin Schmargendorf spielt, hat mich neugierig gemacht. Der Schreibstil ist sehr locker, humorvoll und herrlich leicht und flüssig zu lesen. Der Krimi ist spannend und witzig und lädt zum Miträtseln ein. Wanda ist mir sehr sympathisch, sie ist sehr naiv und verpeilt und sorgt so für so manchen Schmunzler. Ich konnte mich gut über sie amüsieren. Die anderen Figuren sind auch sehr gut gelungen, sehr skurrile Persönlichkeiten, die ich sehr ins Herz geschlossen habe. Ich kenne Schmargendorf sehr gut und hatte beim Lesen tatsächlich die besagte Einkaufsstraße und eine ähnliche, dort ansässige Buchhandlung vor Augen, ich fand das sehr amüsant. Ein sehr unterhaltsamer Krimi, ich habe die Lesestunden sehr genossen und bin gespannt, wann es eine Fortsetzung mit Wanda, Miriam und Kommissar Kamat geben wird.
  17. Cover des Buches Leona (ISBN: 9783453420601)
    Jenny Rogneby

    Leona

     (61)
    Aktuelle Rezension von: walli007

    Leona möchte so sein wie die anderen. Sie ist verheiratet mit zwei Kindern und sie arbeitet bei der Polizei. Doch sie ist auch getrieben. Wenn sie abends am Computer sitzt taucht sie in eine andere Welt ein. Als ein schrecklicher Überfall passiert, übernimmt Leona den Fall. Ein kleines Mädchen hat die Bank betreten und eine Kassette wurde abgespielt, auf der eine Männerstimme erklärt, dass es sich um einen Überfall handele und das Geld ausgehändigt werden soll. Geschockt erfüllen die Bankangestellten die Forderung. Leona ist in einer Zwickmühle. Das muss sie den Kollegen gegenüber allerdings verheimlichen. 


    Bei Leona Lindberg handelt es sich um eine sehr ungewöhnliche Ermittlerin bei der Stockholmer Polizei. Sie ist schlau und hat ein Händchen dafür, dem Verbrechen nachzuspüren. Glücklich ist sie jedoch nicht. Beinahe als sei sie eine geduldete Besucherin in ihrem eigenen Leben. Nun stürzt sich Leona in den neuen Fall, obwohl, weitere Fälle an den Hacken hat. Auch ihr Mann Peter richtet Forderungen an sie, er will ein drittes Kind, es soll ein Haus gekauft werden. Leona wirkt so als hätte sie lieber ihre Freiheit. Ihre Kinder sind ihr sehr wichtig, da sollte sich jeder Einsatz für die Familie lohnen.


    Mit einer Beamtin wie Leona Lindberg muss man erstmal klarkommen. Natürlich sind Polizisten auch Menschen, jedoch könnte man sich fragen, ob man das in Romanform auch so genau wissen möchte. Leona wirkt nicht wie eine integre Persönlichkeit, doch sie ist intelligent und sie versteht es, die Leute zu manipulieren. Man fragt sich, was bei ihr schief gelaufen ist. Nach einer Weile lässt man sich dennoch auf die Konstruktion dieses ersten Falles ein. Nach und nach wird es spannend und die Chuzpe, mit der Leona vorgeht, nötigt einem Respekt ab. Ein solider Reihenbeginn, der allerdings noch Luft nach oben lässt.


  18. Cover des Buches Knapp am Herz vorbei (ISBN: 9783596195831)
    J.R. Moehringer

    Knapp am Herz vorbei

     (96)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    New York, Weihnachten 1969. Nachdem er die letzten siebzehn Jahre im Attica State Prison inhaftiert war, wird Willie Sutton vorzeitig entlassen. Sein halbes Leben verbrachte er wegen diverser Bankeinbrüche hinter Gittern, jetzt ist er 68 Jahre alt, krank und hinfällig. Für ein Exklusivinterview, das seine Anwältin für eine New Yorker Zeitung vereinbart hatte, ist er nun einen Tag lang mit dem Reporter „Schreiber“ und dessen Fotografen „Knipser“ unterwegs. Kreuz und quer fahren sie mit ihm durch das verschneite New York, wo sie chronologisch die Stationen seines früheren Lebens aufsuchen. Und Willie erinnert sich …

    Der Autor J. R. (John Joseph) Moehringer wurde 1964 in New York City geboren. Nach seinem Studium an der Yale University arbeitet er als Reporter und Korrespondent für namhafte amerikanische Zeitungen. 2002 wurde er mit dem Pulitzer-Preis für Fachliteratur ausgezeichnet. 2005 schrieb er seinen ersten autobiographischen Roman „Tender Bar“, 2009 verfasste er zusammen mit Andre Agassi dessen Autobiographie „Open“. Die Originalausgabe des vorliegenden, teils biographischen, Romans erschien 2012 unter dem Titel „Sutton“. Titel und Cover der deutschsprachigen Ausgabe sind meiner Meinung nach völlig undpassend und nicht nur knapp, sondern weit am Inhalt vorbei.

    Wie Moehringer bereits zu Anfang des Buches bemerkt, handelt es sich bei „Knapp am Herz vorbei“ nicht um eine reine Biographie, jedoch stimmt vieles aus Suttons Leben und einiges könnte so gewesen sein. Sutton lässt an diesem Weihnachtstag 1969, als er mit dem Reporter und dem Fotografen in New York unterwegs ist, seine Vergangenheit Revue passieren, und der Leser ist bei den wichtigsten Stationen seines Lebens dabei: Als Kind irischer Einwanderer wurde er 1901 in Brooklyn geboren, wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf, erlebte als Jugendlicher die Depression, fand keinen Job und lernte schon früh seine große Liebe Bess kennen. Es sind harte Zeiten, er möchte seinem Mädchen etwas bieten, aber Geld ist kaum vorhanden. So erfolgt dann zwangsläufig der erste Einbruch, die erste Verhaftung, die erste Gefängnisstrafe, der erste Ausbruch – eine Gangsterkarriere nahm seinen Lauf. Da seine Raubzüge stets gewaltlos abliefen, hatte er bald die Sympathien einer breiten Bevölkerungsschicht und erlangte eine fragwürdige Berühmtheit – er wurde zu einem amerikanischen „Hero“.

    Auch der Autor war von Sutton fasziniert, seit er ein kleiner Junge war, er sah in ihm, laut eigener Aussage, einen modernen Robin Hood. Und auch ich bin beeindruckt, begeistert vom Schreibstil Moehringers, von seinen kurzen knappen, teils abgehackten Sätzen, die so gut zu der Geschichte passen. Kein Wort zu viel, trotzdem sehr eindringlich und berührend. Dass bei wörtlicher Rede die Kennzeichnung fehlt, merkt man alsbald nicht mehr. Aber man merkt, wie man von Sutton und dessen Lebenslauf gefesselt wird und wie man von diesem „Gentleman-Bankräuber“, der die Literatur liebt und gerne philosophiert, fasziniert ist. Man hofft für Sutton, dass alles gut ausgeht und ist erschüttert über die damaligen brutalen Methoden der amerikanischen Polizei und des Strafvollzugs, an denen sich bis heute wohl nicht viel geändert haben dürfte. Auch die Situation der New Yorker Bevölkerung, die während der Depression und Prohibition verzweifelt nach Arbeit und Auskommen sucht, wird eindringlich beschrieben und regt zum nachdenken an.

    Fazit: Eine überaus interessante und informative „halbwahre“ Biographie über einen ungewöhnlichen Menschen seiner Zeit.

    Die „echte“ Biographie über Willie Sutton ist im Internet auf der Website des FBI nachzulesen: https://www.fbi.gov/history/famous-cases/willie-sutton
  19. Cover des Buches Fast ein bisschen Frühling (ISBN: 9783446239173)
    Alex Capus

    Fast ein bisschen Frühling

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    In ihrem Wohnort Wuppertal sehen die beiden arbeitslosen Ingenieure Kurt Sandweg und Waldemar Velte keine Perspektive für die Zukunft, sie wollen nach Indien. Auf dem langen Weg dorthin wird noch schnell in Stuttgart eine Bank überfallen und der Kassierer erschossen, bevor sie im schweizerischen Basel landen. Es ist kurz vor Weihnachten 1933, als sie im Kaufhaus Globus in der Schallplattenabteilung bei Tangomusik die Verkäuferin Dorly kennen lernen, und sich Waldemar in sie verliebt. Die Weiterreise wird vorläufig aufgeschoben und man verabredet sich für den nächsten Abend zum Spaziergang am Rhein. Zu ihrer Sicherheit bringt Dorly ihre Freundin Marie mit, die spätere Großmutter des Erzählers. Bald werden diese harmlosen abendlichen Spaziergänge zur Gewohnheit. Doch die Idylle währt nicht lange, denn die beiden Männer werden wegen des Stuttgarter Bankraubs von der Polizei gesucht. Als ihnen dann noch das Geld ausgeht, und sie eine weitere Bank überfallen, geht eine gnadenlose Jagd auf die beiden los … 

    Der Autor Alex Capus wurde 1961 in der Normandie als Sohn einer Schweizerin und eines Franzosen geboren. Seine ersten fünf Lebensjahre verbrachte er in Paris. 1966 zog seine Mutter mit ihm in die Schweiz, wo er später an der Universität Basel Geschichte, Philosophie und Ethnologie studierte. Er ist Verfasser zahlreicher Romane, Kurzgeschichten und Reportagen, für die er zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhielt. Sorgfältig recherchierte und geschichtlich überlieferte Tatsachen verknüpft Capus gerne mit fiktiven Geschichten, die überwiegend in der Schweiz spielen. Mit seinem wohl bekanntesten Roman „Léon und Louise“ war er 2011 für den Deutschen Buchpreis nominiert. Alex Capus ist verheiratet und Vater von fünf Söhnen, er lebt heute als freier Schriftsteller in Olten in der Schweiz. 

    Wie aus Aussagen des Autors zu entnehmen ist hat er über zehn Jahre gebraucht, um aus den Akten in Polizei- und Zeitungsarchiven, Protokollen von Zeugenaussagen und Gesprächen mit Überlebenden diesen Roman zu schreiben, dem ein realer Kriminalfall zugrunde liegt. Entstanden ist „Fast ein bisschen Frühling“, die Geschichte zweier Bankräuber aus den Dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts, zweier Freunde auf der Flucht  vor dem Nazi-Regime, auf der Suche nach einem besseren Leben. Als Erzähler wählt er den späteren Enkel von Dorlys Freundin Marie, den er das Geschehen nüchtern und sachlich, dabei jedoch unglaublich spannend, schildern lässt. 

    Capus‘ Stil ist beinahe beschwingt, ein romantisches Road-Movie mit anrührenden Ereignissen, die die beiden naiven Gangster schon beinahe sympathisch machen. Dabei wird jedoch nichts beschönigt, es wird keine Stellung zu den Taten der Protagonisten bezogen, das wird dem Leser überlassen. Alle Personen kommen sehr authentisch rüber, ihre Gemütsverfassungen wie Wut und Hass, Angst und Verzweiflung, aber auch Spaß und Freude, Liebe und Zuneigung, sind deutlich zu spüren und machen das Lesen zum Erlebnis.  

    Fazit: Ein kleines Büchlein mit viel Inhalt – meine Leseempfehlung.  

  20. Cover des Buches Kanada (ISBN: 9783423143097)
    Richard Ford

    Kanada

     (79)
    Aktuelle Rezension von: leckereKekse
    Dell Parsons und seine 15 jährige Zwillingsschwester Berner leben in 1960 Great Falls, einer kleinen Nordamerikanischen Stadt. Der Vater Bev, ehemaliges Army-Mitglied ist arbeitslos, die Mutter ist Grundschullehrerin.
    Der Vater kommt in Geldnot und beschließt eine Bank auszurauben. Mit dem Erfolg, dass er und seine Frau im Gefängnis landen.
    Um dem Jugendamt zu entfliehen, haut Berner ab. Dell wird von einer Bekannten der Mutter nach Kanada gebracht, wo er im Hotel des dubiosen und doch faszinierenden Arthur Remlinger lebt und arbeitet. Doch auch dieser ist auf der Flucht vor einem dunklen Geheimnis.
    Einfühlsam werden die Nöte des 15 jährigen Jungen dargestellt. Immer wieder mit Vorgriffen auf die Handlung, die für mich aber die Spannung erhöhten.
    Der Anfang der 60iger Jahre werden gut beschrieben, Nachkriegszeit, Religion, Army, amerikanische Gesellschaft, Gewerkschaft, alles findet einen Platz. Wunderschöne, fließende Sprache, interessante Charakterdarstellungen. Erinnerte mich immer wieder an „Tender Bar von J.R. Moehringer.
  21. Cover des Buches Der Mann ist das Problem (ISBN: 9783492310185)
    Gisa Pauly

    Der Mann ist das Problem

     (48)
    Aktuelle Rezension von: ladyinblack

    Völliges Durcheinander in der Geschichte.

    Kein Buch für mich

  22. Cover des Buches Man muss auch mal loslassen können (ISBN: 9783963980473)
    Monika Bittl

    Man muss auch mal loslassen können

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Buchfresserchen1

    Charlotte, Wilma und Jessy. Eine jede am Leben gescheitert, beschließen jede für sich dem Leben ein Ende zu bereiten. Das wollen sie als sie sich begegnen dann gemeinsam tun. Da treffen sie auf Ralle und Moritz, die einen Bankraub verüben und bieten sich als Geiseln an. Hiermit bekommt das Leben der fünf eine ungeahnte Wende.


    Das Cover hat mich von der Gestaltung her nicht direkt angesprochen. Da ich aber Lust auf was lustiges hatte kam es mir richtig vor, als ich die drei Frauen an der Brücke hängen sah und las man muss auch mal loslassen können.

    So skurril wie das Cover war die Geschichte dann auch.

    Die Frauen hatten es satt, ihr Leben so weiter zu leben. Die eine wurde von ihrer großen Liebe betrogen, die andere hatte an einem Buch geschrieben und um Kosten zu sparen die Krankenversicherung gekündigt, war nun allerdings schwer erkrankt und die dritte im Bunde wollte nach dem Rauchverbot in Gaststätten ihr Leben beenden.

    Drei mehr oder weniger triftige Gründe sein Ableben zu planen. Dabei stellen sich die Damen dann aber doch eher dämlich an.

    Wie gut das sie Ralle und Moritz in der Bank vor die Füße laufen. Dann können sie das erledigen.

    Ralle ist Elektriker, der es versäumt hat mit der Zeit zu gehen und Moritz ist Sohn reicher Eltern, die ihm aber aufgrund seines stotterns nie Anerkennung entgegengebracht haben.

    Nun versuchen die fünf gemeinsam das Lebens- oder Ablebensziel zu erreichen.

    Dabei helfen sie sich dann tatsächlich.

    Der Roman nimmt das Leben als solches aufs Korn und beschreibt auf lustige,  unterhaltsame Weise die Bemühungen der Protagonisten.

    Ein kleines bisschen reales Leben, das einfach passiert ohne das man es planen könnte, für zwischendurch.


  23. Cover des Buches Novemberschnee (ISBN: 9783401501611)
    Jürgen Banscherus

    Novemberschnee

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Laralarry
    Ich muss ehrlich sagen, dass Thriller und Krimis nicht unbedingt meine bevorzugten Genres sind. Vielleicht fällt meine Rezension deshalb so niederschmetternd aus?!
    Meiner Meinung nach war das Buch nicht ansatzweise so spannend, wie es hätte sein können und die Story plätschert nur so vor sich hin. Aber das war nicht einmal das Schlimmste, denn als richtig einseitig empfand ich die Figuren und das ist meistens der Todesstoß für einen Krimi. Den Figuren fehlt es an Tiefgang, weshalb mich ihr Schicksal auch nicht getroffen hat. Ich musste mich regelrecht dazu zwingen, dieses Buch fertigzulesen und fühlte mich danach einiger Stunden meines Lebens beraubt.
  24. Cover des Buches Fährte (Ein Harry-Hole-Krimi 4) (ISBN: 9783548061696)
    Jo Nesbø

    Fährte (Ein Harry-Hole-Krimi 4)

     (239)
    Aktuelle Rezension von: schlumpitschi_liebt_buecher

    Dieses Mal wird es persönlich für Harry. Sein Fall macht ihn persönlich echt zu schaffen.

    Ein Banküberfall mit Mord, ein vermutlicher Selbstmord und viele persönliche Probleme, das sind die Herausforderungen, die sich Hole stellen muss.

    Mir hat dieser Fall wieder super gut gefallen. Nesbø schafft es eine komplexe Story, die durchgehend spannend ist und kein Wort zu viel.

    Ich kann von Jo Nesbøs Krimis nicht genug bekommen und ich freue mich schon auf den nächsten Teil.

    Wieder eine Leseempfehlung von meiner Seite.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks