Bücher mit dem Tag "bande"

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166 Bücher

  1. Cover des Buches Das Lied der Krähen (ISBN: 9783426654439)
    Leigh Bardugo

    Das Lied der Krähen

     (1.436)
    Aktuelle Rezension von: Seehase1977

    Achtung! Bevor ihr weiterlest...Das ist meine Meinung zu beiden Büchern der Dilogie und kann eventuell Spoiler enthalten!

    Kaz Brekker, nicht umsonst „Dirtyhands“ genannt, ist ein gerissener Dieb, dem kein Deal zu schmutzig, kein Risiko zu groß ist. Als rechte Hand eines Bandenchefs führt er den Krähen-Club, ein äußerst fragwürdiges Etablissement in der pulsierenden Handelsmetropole und düstere Hafenstadt Ketterdam, die jeder Menge zwielichtiger Gestalten Unterschlupf gewährt. Eines Tages wird Brekker ein ganz besonders lukrativer Job angeboten. Doch Brekker weiß, alleine ist diese Aufgabe unmöglich zu bewältigen. Zusammen mit fünf anderen „Krähen“ zieht Kaz los in den Norden, um einen gefährlichen Magier aus dem bestgesicherten Gefängnis der Welt zu befreien. Der Coup gelingt, Brekker und seine Krähen kommen mit dem Leben davon, doch in Ketterdam wartet nicht die Entlohnung für ihren Erfolg, sondern Verrat und eine von ihnen gerät in Gefangenschaft. Doch Kaz wäre nicht Dirtyhands, wenn er nicht alles in Bewegung setzen würde um die verlorene „Krähe“ nach Hause zu holen. Seine Gegner haben vielleicht die erste Runde gewonnen, doch mit Hilfe seiner Leute wird Brekkers erbitterte Rache gnadenlos sein…

    • Ein Dieb mit der Begabung, die unwahrscheinlichsten Auswege zu entdecken
    • Eine Spionin, die nur »das Phantom« genannt wird
    • Ein Verurteilter mit einem unstillbaren Verlangen nach Rache
    • Eine Magierin, die ihre Kräfte nutzt, um in den Slums zu überleben
    • Ein Scharfschütze, der keiner Wette widerstehen kann
    • Ein Ausreißer aus gutem Hause mit einem Händchen für Sprengstoff

    Meine Meinung:

    Es geht hier um die beiden Fantasy-Romane „Das Lied der Krähen“ und „Das Gold Der Krähen“, eine Dilogie von Leigh Bardugo, die auf die Grisha-Trilogie der Autorin aufbaut. Es ist daher sicherlich eine gute Entscheidung, zuerst mit der Grisha-Trilogie zu beginnen, denn nur so hat man einen -  meiner Meinung nach – guten und wichtigen Einblick in dieses komplexe Fantasy-Universum, das Leigh Bardugo erfolgreich und fantasievoll weiter ausgebaut hat.

    Während in der Grisha-Trilogie ein russisch angehauchtes Setting vorherrscht, befindet man sich in der Krähen-Dilogie eher in einer mittelalterlichen und düsteren Ausgabe von Amsterdam. Zwielichtige Viertel und dunkle Gassen prägen Ketterdam, die Hafen- und Handelsstadt auf der Insel Kerch. Hier herrscht allzeit buntes Treiben, es werden Geschäfte - egal welcher Art – abgeschlossen, Freudenhäuser und Spielhallen besucht. In dieser quirligen und lauten Stadt treffen wir auf die sechs Protagonisten, die charakterlich, in ihrer Ideologie und Kultur unterschiedlicher nicht sein könnten. 

    Allen voran Kaz Brekker, der heimliche Herrscher des Barrell, gerissen und intelligent, ein Typ, dem kein Deal zu gefährlich, kein Job zu schmutzig ist. Die mutige Inej, das Phantom auf leisen Sohlen, Matthias, der verbitterte Mann aus dem Norden, Jesper der spielsüchtige Revolverheld, die immer hungrige und vorlaute Grisha Nina und letztlich Wylan, der ungeliebte und unterschätzte Krämersohn.

    Die Dilogie erzählt eine unglaublich facettenreiche Story mit wechselnden bildhaften Schauplätzen – denn neben Ketterdam bietet auch der Norden mit seiner kargen Landschaft aus Schnee und Eis und seinen rauen Bewohnern ein wichtige und Raum einnehmende Bühne für die Akteure.

    Zudem heizen dramatischen Wendungen und gefährlichen Szenen, die einem teilweise das Blut in den Adern gefrieren lassen, beim Lesen mächtig ein. Bardugo sorgt in hohem Maße für Spannung, Abwechslung und Nervenkitzel und greift Themen auf, die auch die Figuren umtreibt, wie Zusammenhalt, Rache, Freundschaft aber auch ein bisschen Liebe. Der Handlungsstrang und die Hintergründe zu den einzelnen Protagonisten werden geschickt miteinander verknüpft. In den einzelnen Kapiteln wird aus den unterschiedlichen Perspektiven der Figuren erzählt und bieten interessante Einblicke in ihre Gedanken, ihre Motivation und Vergangenheit. Trotz aller Unterschiedlichkeit und Differenzen stehen die Krähen für einander ein, die ungewöhnliche Mission schweißt sie zusammen, treibt sie voran und lässt sie über sich hinauswachsen.

    Mein Fazit:

    Leigh Bardugo entführt einmal mehr in die spannende Welt des Grisha-Universums und hat mit den beiden Büchern „Das Lied der Krähen“ und „Das Gold der Krähen“ eine packende und vielschichtige Fantasy-Dilogie mit grandiosem Finale aufs Papier gebracht. Großartige, ideenreiche und fantasievolle Lektüre.

  2. Cover des Buches Das Gold der Krähen (ISBN: 9783426654491)
    Leigh Bardugo

    Das Gold der Krähen

     (821)
    Aktuelle Rezension von: Seehase1977

    Achtung! Bevor ihr weiterlest...Das ist meine Meinung zu beiden Büchern der Dilogie und kann eventuell Spoiler enthalten!

    Kaz Brekker, nicht umsonst „Dirtyhands“ genannt, ist ein gerissener Dieb, dem kein Deal zu schmutzig, kein Risiko zu groß ist. Als rechte Hand eines Bandenchefs führt er den Krähen-Club, ein äußerst fragwürdiges Etablissement in der pulsierenden Handelsmetropole und düstere Hafenstadt Ketterdam, die jeder Menge zwielichtiger Gestalten Unterschlupf gewährt. Eines Tages wird Brekker ein ganz besonders lukrativer Job angeboten. Doch Brekker weiß, alleine ist diese Aufgabe unmöglich zu bewältigen. Zusammen mit fünf anderen „Krähen“ zieht Kaz los in den Norden, um einen gefährlichen Magier aus dem bestgesicherten Gefängnis der Welt zu befreien. Der Coup gelingt, Brekker und seine Krähen kommen mit dem Leben davon, doch in Ketterdam wartet nicht die Entlohnung für ihren Erfolg, sondern Verrat und eine von ihnen gerät in Gefangenschaft. Doch Kaz wäre nicht Dirtyhands, wenn er nicht alles in Bewegung setzen würde um die verlorene „Krähe“ nach Hause zu holen. Seine Gegner haben vielleicht die erste Runde gewonnen, doch mit Hilfe seiner Leute wird Brekkers erbitterte Rache gnadenlos sein…

    • Ein Dieb mit der Begabung, die unwahrscheinlichsten Auswege zu entdecken
    • Eine Spionin, die nur »das Phantom« genannt wird
    • Ein Verurteilter mit einem unstillbaren Verlangen nach Rache
    • Eine Magierin, die ihre Kräfte nutzt, um in den Slums zu überleben
    • Ein Scharfschütze, der keiner Wette widerstehen kann
    • Ein Ausreißer aus gutem Hause mit einem Händchen für Sprengstoff

    Meine Meinung:

    Es geht hier um die beiden Fantasy-Romane „Das Lied der Krähen“ und „Das Gold Der Krähen“, eine Dilogie von Leigh Bardugo, die auf die Grisha-Trilogie der Autorin aufbaut. Es ist daher sicherlich eine gute Entscheidung, zuerst mit der Grisha-Trilogie zu beginnen, denn nur so hat man einen -  meiner Meinung nach – guten und wichtigen Einblick in dieses komplexe Fantasy-Universum, das Leigh Bardugo erfolgreich und fantasievoll weiter ausgebaut hat.

    Während in der Grisha-Trilogie ein russisch angehauchtes Setting vorherrscht, befindet man sich in der Krähen-Dilogie eher in einer mittelalterlichen und düsteren Ausgabe von Amsterdam. Zwielichtige Viertel und dunkle Gassen prägen Ketterdam, die Hafen- und Handelsstadt auf der Insel Kerch. Hier herrscht allzeit buntes Treiben, es werden Geschäfte - egal welcher Art – abgeschlossen, Freudenhäuser und Spielhallen besucht. In dieser quirligen und lauten Stadt treffen wir auf die sechs Protagonisten, die charakterlich, in ihrer Ideologie und Kultur unterschiedlicher nicht sein könnten. 

    Allen voran Kaz Brekker, der heimliche Herrscher des Barrell, gerissen und intelligent, ein Typ, dem kein Deal zu gefährlich, kein Job zu schmutzig ist. Die mutige Inej, das Phantom auf leisen Sohlen, Matthias, der verbitterte Mann aus dem Norden, Jesper der spielsüchtige Revolverheld, die immer hungrige und vorlaute Grisha Nina und letztlich Wylan, der ungeliebte und unterschätzte Krämersohn.

    Die Dilogie erzählt eine unglaublich facettenreiche Story mit wechselnden bildhaften Schauplätzen – denn neben Ketterdam bietet auch der Norden mit seiner kargen Landschaft aus Schnee und Eis und seinen rauen Bewohnern ein wichtige und Raum einnehmende Bühne für die Akteure.

    Zudem heizen dramatischen Wendungen und gefährlichen Szenen, die einem teilweise das Blut in den Adern gefrieren lassen, beim Lesen mächtig ein. Bardugo sorgt in hohem Maße für Spannung, Abwechslung und Nervenkitzel und greift Themen auf, die auch die Figuren umtreibt, wie Zusammenhalt, Rache, Freundschaft aber auch ein bisschen Liebe. Der Handlungsstrang und die Hintergründe zu den einzelnen Protagonisten werden geschickt miteinander verknüpft. In den einzelnen Kapiteln wird aus den unterschiedlichen Perspektiven der Figuren erzählt und bieten interessante Einblicke in ihre Gedanken, ihre Motivation und Vergangenheit. Trotz aller Unterschiedlichkeit und Differenzen stehen die Krähen für einander ein, die ungewöhnliche Mission schweißt sie zusammen, treibt sie voran und lässt sie über sich hinauswachsen.

    Mein Fazit:

    Leigh Bardugo entführt einmal mehr in die spannende Welt des Grisha-Universums und hat mit den beiden Büchern „Das Lied der Krähen“ und „Das Gold der Krähen“ eine packende und vielschichtige Fantasy-Dilogie mit grandiosem Finale aufs Papier gebracht. Großartige, ideenreiche und fantasievolle Lektüre.

  3. Cover des Buches Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (ISBN: 9783570585016)
    Jonas Jonasson

    Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

     (5.879)
    Aktuelle Rezension von: roxfour

    Ich habe das Buch aufgrund Empfehlung meiner Tochter gelesen und war durchaus recht angetan davon.

    Der Leser darf Allan Karlssons Reise durch die Zeit begleiten. Das Buch beginnt damit, dass Allan überhaupt keine Lust darauf hat seinen 100. Geburtstag im Seniorenheim zu feiern und kurzerhand durch das Fenster steigt und ausbüxt. Im Laufe der darauffolgenden Zeit gibt es aufgrund einer folgenreichen Entscheidung am Bahnhof zufällig immer wieder mal eine Leiche oder auch eine vermeintliche Leichen zu beklagen. Zusätzlich kommt es immer wieder zu witzigen Wendungen der Story, wie der Autor darauf gekommen ist würde mich durchaus interessieren. Außerdem gibt es dann auch immer wieder mal Sprünge in die Vergangenheit, in der man Allans ereignisreiches Leben verfolgen kann. 

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen - die Story ist ansprechend (auch wenn sie für mich zwischendurch das ein oder andere Ereignisse etwas zu sehr in die Länge gezogen war) und der Schreibstil hat mich gefesselt. Wenn es möglich wäre, hätte ich dafür viereinhalb Sterne vergeben :-)

  4. Cover des Buches Das Rachespiel (ISBN: 9783596196944)
    Arno Strobel

    Das Rachespiel

     (426)
    Aktuelle Rezension von: mattder

    Dinge die in der Vergangenheit spielen haben Auswirkungen auf das Leben der 4 Jüngelchens. Sie kriegen als erwachsene Droh Video, erst nehmen sie sie nicht aber fahren zu ein Dunker, wo sie verschiedene Aufgaben asozialeren müssen. Wieder ein großartige Buch von Arno Strobel, er Schaft es mir wieder mich zu begeistern. Empfehlung. 

  5. Cover des Buches Leopardenblut (ISBN: 9783802581526)
    Nalini Singh

    Leopardenblut

     (1.121)
    Aktuelle Rezension von: Sabrysbluntbooks

    2079 in einer Welt in der es Menschen, Gestaltwandler mit ihren Rudeln und Mediale gibt, die telepathische Kräfte haben, die aber frei von Gefühlen sind. Sascha eine Mediale weiss seit ihrer Kindheit, dass sie nicht wie alle anderen ist, denn sie hat Gefühle und hat gelernt diese zu verstecken. eines Tages soll sie mit dem Gestaltwandler Lucas zusammenarbeiten dabei fängt ihre Fassade an zu bröckeln und sie kann ihre Gefühle kaum mehr verheimlichen...

    Mein erstes Buch der Autorin und ich hatte keine grossen Erwartungen, da ich in letzter Zeit nicht mehr so oft zu Fantasy greife... aber das Buch hat mich positiv überrascht, es hat einen sehr fliessenden Schreibstil und obwohl es aus der Beobachter-Perspektive geschrieben ist, war ich nach wenigen Seiten in der Geschichte und hatte einen guten Überblick, sowie einen Bezug zu den Protagonisten.

    Mir gefiel, dass es sich nicht nur um die Gestaltwandler gedreht hat sondern auch die Mediale eine Rolle spielen, die Vernetzung deren Geiste und dessen System waren interessant und haben mir die Lust nach mehr gemacht, ich würde gerne mehr über sie lesen und hoffe sie spielen im zweiten Band ebenfalls eine Rolle. Zwischen den Protagonisten prickelt es stark und die Erotik-Szenen halten sich aber in Grenzen und die Szenen waren jetzt nicht all zu extrem (wie bei manchen Gestaltwandler-Bücher)

    Nebenbei gab es noch ein Mord und eine Entführung sowie die Rettung dieser Person, was noch ein Thriller-Element in die Geschichte gebracht hat und somit zusätzliche Spannung.

    Für mich ein gutes Buch, welches mir definitiv Lust auf mehr gemacht hat.

    Für alle die gerne Fantasy mit verschiedenen Aspekten mögen und vor einer 20 Bändigen Reihe nicht zurückschrecken (wobei es im zweiten Band um andere Charaktere geht )

  6. Cover des Buches Erwartung DER MARCO-EFFEKT (ISBN: 9783423216203)
    Jussi Adler-Olsen

    Erwartung DER MARCO-EFFEKT

     (597)
    Aktuelle Rezension von: xeni_590

    Der neue Teil der Sonderdezernat Reihe ist wie auch die Teile davor Top, spannend die Charaktere sind immer noch Mega sympathisch und es wird nicht langweilig. Ich kann nur sagen wie immer gutes Buch ich freue mich auf alle weitere Teile. Absolut geniale Reihe einfach <3 

  7. Cover des Buches Im Wald (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 8) (ISBN: 9783548289793)
    Nele Neuhaus

    Im Wald (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 8)

     (600)
    Aktuelle Rezension von: krimi_und_so

    Nele Neuhaus: Im Wald 🌳 🌲


    Erschienen im Ullstein Verlag 

    Erscheinungstermin: 14. Oktober 2016

    Preis: 22,89€


    Inhalt:

    Oliver Bodensteins und Pia Sanders ermitteln in ihrem 8. Fall in Oliver Bodensteins Heimatgemeinde. Auf einem Waldcampingplatz bei Ruppertshain im Taunus geht eines Nachts ein Wohnwagen in Flammen auf. Nachdem in diesem ein toter Mann gefunden wird, stellt sich schnell heraus dass die Explosion kein Unfall war. Als kurze Zeit später weitere Morde in Bodensteins Umfeld geschehen, erhärtet sich immer mehr der Verdacht dass der Täter in Oliver Bodensteins Jugendfreundschaften zu finden ist. Je weiter die Ermittlungen voranschreiten desto mehr wird auch ein Zusammenhang mit dem verschwinden von Olivers bestem Freund Arthur im Jahr 1972 deutlich. 


    Meinung:

    Der 8. Teil der Taunusreihe um Oliver von Bodenstein und Pia Sander ist wieder ein sehr guter Nele Neuhaus Krimi. Die Spuren die in Olivers Kindheit führen machen diesen Fall zu seinem bisher persönlichsten. Oliver muss sich mit längst vergessenen, schmerzlichen Erinnerungen auseinandersetzen und so zieht einen die Geschichte immer mehr in ihren Bann. Die immer neuen Wendungen in diesem Kriminalroman lassen keine Langeweile aufkommen und halten die Spannung immer aufrecht. 

    Auch wenn ich immer wieder Probleme bei Krimis mit sehr vielen handelnden Personen habe (in diesem Fall waren es 58), konnte ich bei „im Wald 🌳“ der Geschichte sehr gut folgen. 


    Fazit:

    „Im Wald“ ist ein wieder sehr gut geschriebener Roman von Nele Neuhaus, der einen tief in die Vergangenheit von Oliver Bodenstein eintauchen lässt. Mir hat es sehr viel Spaß bereitet das Buch zu lesen. 


    Klare Leseempfehlung von mir mit 

    ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️


    Unbezahlte Werbung, Buch von mir selbst gekauft.

  8. Cover des Buches Priest of Bones (ISBN: 9783608964141)
    Peter McLean

    Priest of Bones

     (171)
    Aktuelle Rezension von: kreszenz

    „Priest of Bones“ setzt genau da ein, wo andere Fantasy-Romane üblicherweise schon lange vorbei sind: nach der letzten blutigen Endschlacht!

    Die Königin hat gewonnen, doch tausende Fußsoldaten verloren entweder ihr Leben oder haben gerade so überlebt und sind nun schwer traumatisiert  - so auch Tomas Piety. Nach dem Krieg kehrt er mit ein paar Gefolgsleuten zurück nach Ellinburg. Dort erwartet er, nahtlos an sein früheres Leben als Anführer einer Gang anknüpfen zu können. Doch es kommt anders als erwartet. Seine Tante hat in der Zwischenzeit die Kontrolle über sein Revier verloren und längst haben andere die Kontrolle übernommen. 

    Während er versucht sein Imperium wieder aufzubauen, muss er jedoch mit einer Herausforderung der ganz anderen Art zurecht kommen. Die Queensmen, eine Art Geheimdienst, stellen ihn in ihren Dienst. Denn die Gefahr eines weiteren Krieges ist noch nicht vorrüber…

    Wow! Was war das bitte für ein Buch! Von außen sieht es aus wie diese klassischen High Fantasy-Schmöker, die es inzwischen wie Sand am Meer gibt. Schon nach dem ersten Absatz wird jedoch klar: das hier ist mal was ganz anderes! Nicht nur, dass ausnahmsweise mal aus Sicht der einfachen Leute geschrieben wird, es wird WIRKLICH aus der Sicht der einfachen Leute geschrieben, auch sprachlich. Tomas Piety berichtet schonungslos, bisweilen sehr direkt aber auch mit viel schwarzem Humor, wie es sich als Gangster so leben lässt.

    Fazit: ein Pageturner der etwas anderen Art – bitte mehr davon!

  9. Cover des Buches Es (ISBN: 9783453504080)
    Stephen King

    Es

     (2.298)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Die Handlungsstränge springen zwischen den Jahren 1957/1958 und 1985 hin und her. Teilweise werden Ausflüge in eine noch entferntere Vergangenheit unternommen. Alles bleibt jedoch sehr übersichtlich, es fällt nicht schwer zu folgen.
    Bleibt noch zu sagen was den Kern des Ganzen ausmacht. Eine Schar von Kindern stellt sich im ewigen Kampf zwischen Gut und Böse einem namenlosen Grauen entgegen, das seit Ewigkeiten ihre Heimatstadt unsicher macht. Niemand scheint etwas zu unternehmen. Bis eine fremde Macht die grenzenlose Fantasie und Wagemut des kindlichen Geistes einzusetzen weiß und den Showdown einleitet...

  10. Cover des Buches Ein gutes Omen (ISBN: 9783492281669)
    Terry Pratchett

    Ein gutes Omen

     (266)
    Aktuelle Rezension von: lara_07

    Ich fand es leider nicht witzig, mir hat ein Übergang zwischen den Charakteren und Geschehen aus der Vergangenheit und Gegenwart gefehlt. Die Charaktere mochte ich, auch wenn ziemlich alle gleiche Eigenschaften hatten. Indem der Böse und der liebe Engel den Weltuntergang stoppen wollen, hat mir hier die nötige Spannung mit Kampfszenen gefehlt. Es gab tatsächlich eine, aber das war als sie gegen einen anderen Kollegen gekämpft haben und nicht gegen das Oberhaupt. Wenn das Buch kein Klassiker wäre, hätte ich nicht so stark kritisiert.

  11. Cover des Buches Die Wälder (ISBN: 9783442770472)
    Melanie Raabe

    Die Wälder

     (244)
    Aktuelle Rezension von: quer_shelf_ein

    Inhalt:
    Die junge Ärztin Nina ist erschüttert als sie vom Tod ihres besten Freundes seit Kindertagen erfährt. Noch schlimmer wird es als sie sich daran erinnert, dass Tim sie noch vor einigen Tagen versucht hat zu erreichen. Auf ihrer Mailbox findet sie die Nachricht er habe das letzte Puzzleteil auf der Suche nach seiner Schwester Gloria, die Spurlos verschwand als sie noch Kinder waren, gefunden.
    Kurz darauf erreicht Nina ein Brief von Tim, welchen er vor seinem Tod abgeschickt hat und in dem er ihr seinen Plan erläutert Glorias vermeintlichen Mörder zur Strecke zu bringen. Auch erinnert er sie an das Versprechen, welches sie sich vor vielen Jahren gaben. Nina ist wild entschlossen Tims Plan in die Tat umzusetzen und wendet sich an David, einen weiteren Freund aus der Kindheit. David ist jedoch mittlerweile Polizist und versucht seit Jahren die gemeinsame Vergangenheit hinter sich zu lassen...

    Meinung: "Die Wälder" ist mein erster Thriller von Melanie Raabe und mir hat er sehr gut gefallen. Im Prolog präsentiert sich das Setting der Geschichte eher mystisch und lässt auf etwas dezent paranormales schließen, was sich jedoch im weiteren Verlauf der Erzählung nicht bestätigt.
    Mich hat das generelle feeling dieses Buches etwas an eine Stephen King Geschichte erinnert: eine Gruppe ehemaliger Kinder die ein gemeinsames Trauma verbindet und die sich nun im Erwachsenenalter dem Monster ihrer Kindheit stellen, welches sie nicht nur demaskieren sondern letztendlich auch entmystifizieren.
    Ich kann die vielgeübte Kritik, die Story sei kein wirklicher Thriller und nur mäßig spannend, nicht unterschreiben. Im Gegenteil, ich finde es extrem erfrischend, dass die Autorin nicht auf Biegen und Brechen versucht die Story zu dramatisieren, mehr Gewalt oder extremere Twists etc. einzubauen.
    Alles in Allem ein solider Read der mich gut unterhalten hat.

  12. Cover des Buches Die Mississippi-Bande - Wie wir mit drei Dollar reich wurden (ISBN: 9783522184557)
    Davide Morosinotto

    Die Mississippi-Bande - Wie wir mit drei Dollar reich wurden

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Die-Glimmerfeen
    Te Trois, der schielende Eddie, Julie und ihr schwarzer Bruder Tit haben sich heimlich in den Sümpfen eine Hütte gebaut, in der sie sicher vor ihren Pflichten sind. Dort arbeiten sie an ihrem Einbaum, rauchen und fangen so manchen Fisch. Eines Tages angeln sie eine Dose aus dem Wasser, in der sich drei Dollar empfinden - welch unerwarteter Reichtum! Aus dem dicken Katalog von Walker und Dawn, bestellen sie sich eine Pistole mit Munition. Als das Paket endlich ankommt, befindet sich darin aber nicht die bestellte Pistole, dafür taucht bald ein geheimnisvoller Mann mit unangenehmen Fragen auf.

    Das Buch ist eine richtig schöne Abenteuergeschichte voller Huckleberry Finn Romantik. Bei solch unwiderstehlichen Zutaten wie Treibsand, Alligatoren, Geheimnissen und Ausreißen von Zuhause, schlagen die Herzen von kleinen und großen Abenteurern höher. Also schnell unter die Bettdecke, Taschenlampe an und schon geht es an Bord des Mississippi-Schaufelraddampfers.
  13. Cover des Buches Nijura - Das Erbe der Elfenkrone (ISBN: 9783570312230)
    Jenny-Mai Nuyen

    Nijura - Das Erbe der Elfenkrone

     (621)
    Aktuelle Rezension von: Meris

    Ich habe das Buch als Kind gelesen und dann viele Jahre später noch einmal, und ich finde es noch immer wunderschön. 

    Es ist nicht der übliche Fantasy Kitsch, sondern eine tragische Geschichte über die Gefahr von Macht und wie sie Menschen vergiftet. Und auch darüber, dass Liebe nicht immer so einfach ist wie in vielen anderen Büchern, dass sie nicht immer gleich stark zwischen zwei Menschen ist und dass man vielleicht für mehr als nur einen anderen etwas empfinden kann.

    Wer hier also typische Romantasy Klischees mit Happy End erwartet, wird vermutlich enttäuscht sein.

    Trotzdem fand ich es sehr schön, mit Scapa einen männlichen Charakter zu haben, der so sehr liebt wie sonst nur die liebesblinden Mädchen. Und auch wenn ich nicht alle Entscheidungen der Protagonisten gutheiße, so finde ich trotzdem, dass sie nachvollziehbar sind, gerade bei so jungen Charakteren.

    Wer also bereit ist, sich auf eine schwermütige und trotzem magische Geschichte einzulassen, dem wird dieses Buch sicher noch lange in Erinnerung bleiben. Gerade weil es anders ist als das, was sonst so im Jugend-Fantasy-Bereich zu finden ist. 

  14. Cover des Buches Broken Darkness: So gefährlich (ISBN: 9783499275425)
    M. O'Keefe

    Broken Darkness: So gefährlich

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Lieselotte1990

    Der dritte Teil der Broken Darkness Reihe dreht sich um die Geschichte von Dylans Bruder Max und die Undercover Polizistin Joan. Es ist eine düstere, gefährliche und ziemlich heiße Liebesgeschichte. Mir war es offen gestanden an manchen Stellen zu düster und heiß, trotzdem fand ich das Buch sehr gut. Die Autorin hat vor allem Joans Gefühlswelt unglaublich gut eingefangen und glaubwürdig dargestellt. Dadurch entfaltete sich eine komplexe und tiefgehende Story, fernab von Sex und Mordandrohungen.

  15. Cover des Buches Entführt (ISBN: 9783453267602)
    Hans Koppel

    Entführt

     (161)
    Aktuelle Rezension von: skatertine

    Als Ylva ihr Büro verlässt, ahnt sie nicht, dass sich ihr Leben in Kürze für immer verändern wird. Sie verabschiedet sich von ihren Kollegen, wünscht allen einen schönen Abend und macht sich auf den Heimweg. Nach wenigen Minuten hält ein Auto neben ihr. Alte Bekannte, wie es scheint. Sie bieten Ylva an, sie ein Stück mitzunehmen. Ylva fühlt sich unbehaglich, doch sie will nicht unhöflich sein, nimmt das Angebot an und steigt ein. Eine Entscheidung, die sie für immer bereuen wird. 


    Nachdem "Entführt" von Hans Koppel nun schon viele Jahre ungelesen in meinem Regal stand, nutzte ich meine Urlaubszeit, um mir das Buch zu Gemüte zu führen. Ich habe mich im Voraus weder mit dem Inhalt des Buches, noch mit Rezensionen oder Eindrücken anderer Menschen befasst und das Buch einfach auf mich wirken lassen. Und ich muss sagen: zum Glück. Denn hätte ich die Bewertungen vorher gelesen, hätte das Buch wohl noch den ein oder anderen Tag ganz unberührt in meinem Regal verbracht. Aber so ist das eben, Geschmäcker sind verschieden und mich konnte der Thriller in vollem Umfang begeistern.

    Ich muss gestehen. Mir fiel es zunächst schwer mich in die Geschichte einzufinden. Diese Art des Schreibstils ist mir so nicht geläufig gewesen. Aber ich bin dran geblieben und es hat sich gelohnt.

    Die Geschichte wird aus der Perspektive verschiedener Personen erzählt. So haben wir zum einen die entführte Ylva. Die Sicht der "alten Bekannten", Ylvas Ehemann, die Sichtweise eines Ermittlers, einer Freundin der Entführten und den Blickwinkel zweier ehemaliger Klassenkameraden. Gelegentlich huscht da noch die ein oder andere Person zwischen die Kapitel, die dann jedoch nicht näher beschrieben wird. Das klingt zunächst völlig verwirrend und das war es am Anfang auch. So viele Perspektiven in so kurzen Kapiteln. Aber es hat sich herausgestellt, dass die Geschichte von genau diesen Perspektivwechseln lebt und es hat mir unheimlich Spaß gemacht, Einblicke in deren Leben und Gedanken zu erhalten. Ich muss zudem dazu sagen, dass ich keinen der Charaktere ins Herz geschlossen habe. Das ist meist kein gutes Zeichen, denn wie soll man mitfiebern, wenn man keinem der Protagonisten mit Empathie begegnen kann? Doch hier war das anders. Weil man zu jeder Zeit das Gefühl hatte, dass das Handeln der Personen immer aus einem Grund geschieht, der für mich selbst nicht nachvollziehbar ist, jedoch in der entsprechenden Situation durchaus so stattfinden könnte. Und das macht das Buch so einzigartig für mich. Ich habe jegliche Gefühlslagen durchlebt. Habe mitgefühlt, Trauer empfunden, Wut verspürt und gleichzeitig Verständnis gehabt?! Oft habe ich mich während des Lesens gefragt wie das möglich ist und ich kenne die Antwort auf die Frage noch immer nicht. Aber ich weiß, dass Hans Koppel genau weiß, wie er den Leser einfangen kann, damit die Story weiter verfolgt wird. Denn das Geschehen wird in meinen Augen mit einer Brutalität beschrieben, die man sich eigentlich gar nicht ausdenken kann und ich als Leser bin trotzdem gezwungen, mehr in Erfahrung zu bringen. Einfach, weil ich mehr über die Intensionen der Protagonisten erfahren möchte.

    Das Buch hat sich für mich kein Stück in die Länge gezogen. Ich habe jede Seite verschlungen. Ganz besonders die letzten 100 Seiten waren so unfassbar spannend, dass ich die Aufklärung gar nicht erwarten konnte. Und die hat es mit den letzten fünf Kapiteln wirklich in sich. Das Ende hat meine ganze Gefühlswelt noch einmal auf den Kopf gestellt und die Sichtweisen verändert. Es kam nicht ganz unerwartet aber es hat mich unheimlich brutal erwischt.

    Ich kann leider nicht wirklich beschreiben, wie sehr mir das Buch gefallen hat, ohne genauer auf die Handlung einzugehen. Ich bin froh den Titel völlig voreingenommen gelesen zu haben und hab wohl noch einige Zeit an der Geschichte zu knabbern.

    Für mich ist das Buch volle 5* wert und ich kann es wärmstens empfehlen.

  16. Cover des Buches In den Straßen die Wut (ISBN: 9783499270406)
    Ryan Gattis

    In den Straßen die Wut

     (38)
    Aktuelle Rezension von: TinaGer

    James zieht den Ärmel seiner Trainingsjacke hoch, um zwei lange Narben zu zeigen. „Ich bin Veteran, ihr Hurensöhne!“ „Scheiße“, sagt Payasa, die jetzt ihr Hemd hochzieht und einen ganzen Schwarm von Narben an der Seite ihres Bauches zeigt. „Das da ist keine Narbe“, sagt sie zu James. „Das hier sind Narben.“ (S. 479)

    Sechs Tage im Jahr 1992. Überall brennt es. Ein Bürgerkrieg mitten im Herzen Los Angeles. Die machtlose Polizei überlässt die Stadt den Armeen der Gangs, die ihrer eigenen Agenda folgen. Ich mochte die Übersetzung nicht und mir war der Fokus auf die Gangs zu einseitig, doch alles in allem ein gültiger Einblick in das Geschehen der sinnlosen Gangkriege dieser Zeit. Die Tage der Gesetzlosigkeit mögen vorbei sein, doch was Los Angeles geblieben ist, ist die ständige Konkurrenz. Immer ist einer schneller, lauter, reicher und an jeder Straßenkreuzung heißt es, wer zuerst da ist, fährt zuerst. Ewige Konkurrenz pumpt die Stadt durch ihre Venen und lässt ihr Bewohner damals wie heute bluten. 

  17. Cover des Buches Knickerbocker4immer - Alte Geister ruhen unsanft (ISBN: 9783711001610)
    Thomas C. Brezina

    Knickerbocker4immer - Alte Geister ruhen unsanft

     (41)
    Aktuelle Rezension von: tschulixx

    Diese Rezension liegt mir wirklich sehr am Herzen, denn die Bücher von Thomas Brezina waren für mich immer schon was besonderes. Als Kind war ich verrückt nach der „Pssst, unser Geheimnis“ Reihe, falls die noch wer kennt, oder auch „Die Knickerbocker Bande“. Fast jeder in meiner Generation kennt irgendein Buch von Thomas Brezina, und hat diese genauso verschlungen wie ich. Als ich hörte, dass er ein Buch für Erwachsene veröffentlicht, war ich hin und weg. Plötzlich erinnerte ich mich wieder an die vielen Lesestunden, die ich auf der Coach verbrachte, immer ein Buch von Thomas Brezina in der Hand. Plötzlich wusste ich wieder alle Abenteuer die ich mit seinen Helden durchlebt hatte und mir war sofort klar: ich muss das neue Buch lesen! „Knickerbocker 4 immer – Alte Geister ruhen unsanft“. 20 Jahre in der Zukunft. 


    Hier fängt es schon mal an: ich finde die Idee fantastisch! Ich spreche hier jetzt nicht davon, dass Thomas Brezina die Knickerbocker älter werden ließ (was ich natürlich aber auch toll finde), sondern davon, was die vier auf dieser Insel erleben, und wie komplex die Hintergrundgeschichte ist. Ich hatte bis zum Schluss keine Ahnung, wie das alles zusammenhängt und was der Auslöser der ganzen Ereignisse ist.
    Diese einsame Insel, auf der schon einmal ein Blutbad stattgefunden hatte, bietet die perfekte Kulisse für diese Geschichte. Ich hatte als Leser eine genaue Vorstellung von der Villa darauf und von der Insel selbst, sodass ich oft eine Gänsehaut bekam. Alles in allem eine wahnsinnig gut durchdachte Geschichte, die so verzweigt ist, und trotzdem am Ende so gut verständlich. 


    Am Anfang der Geschichte befinden wir uns in der Vergangenheit. Die Knickerbocker sind damals noch Teenager, und erleben im Skiurlaub eigenartige Dinge. Bis sie sich zerstreiten und ihre Freundschaft in die Brüche geht. Thomas Brezina schreibt hier noch ganz anders wie im Rest des Buches. Er passt sich dem Alter der Charaktere an, hier also noch etwas „kindlicher“. Dann macht man einen Sprung zwanzig Jahre in die Zukunft. Der Schreibstil wird ein anderer, und das ganze wandert auf ein ansprechendes Niveau. Die Knickerbocker sind jetzt erwachsen geworden und haben ihre separaten Geschichten erlebt. Jeder der vier hat etwas anderes durchgemacht und ihre Leben könnten nicht verschiedener sein. Interessant wird es, wenn sie wieder aufeinanderprallen und die damaligen Gefühle, Empfindungen und die Verbundenheit wieder ans Tageslicht kommen. Obwohl sie gruseligen und grausamen Bedingungen auf dieser Insel ausgesetzt sind, nähern sie sich langsam wieder an. Es wurde sehr glaubhaft umgesetzt!
    Und wie schon erwähnt, ich wusste bis zum Ende der Geschichte nicht, was sich da im Hintergrund abgespielt hat. Auch hier ein großes Lob.

    Sehr gefallen haben mir auch die Perspektivenwechsel. Man kann in die Köpfe der vier hineinblicken, und mit ihren Gedanken verfolgen, aber auch in einige weitere Charaktere, die sich ganz woanders befinden. Man hat zwei Unbekannte, der eine böse, der andere scheint besseres im Sinn zu haben. Und auch noch einige weitere Charaktere die in dieses Projekt „Wir bringen die vier auf die Insel!“ involviert sind. Sehr interessante Denkweisen und gut ausgearbeitete Personen.


    Ich schwärme weiter. Die Charaktere, also wirklich alle, sind sehr umfangreich und glaubhaft ausgearbeitet. Die Vier natürlich am meisten, denn wir erfahren einiges aus den vergangenen zwanzig Jahren, und lernen sie dadurch besser kennen. Aber auch die anderen Personen in der Geschichte sind super beschrieben. Sei es die Pilotin, die die vier auf die Insel bringt oder die unbekannte Person auf der Jacht. Alle haben ihre Eigenarten und sind auf ihre Weise nett oder eben nicht. Die Personen die ich in dem Buch nicht mochte, mochte ich durch die umfangreiche Erklärung ihres Charakters trotzdem. 


    Ich habe das Buch oft am Abend gelesen, bis es irgendwann nicht mehr ging. Ich bin dann doch ein bisschen ein „Hosenscheißer“ und hab ein bisserl Angst bekommen. Die Ereignisse auf der Insel trieben mir die Gänsehaut empor. Es war Blut im Spiel, natürlich, deswegen war es ja so gruselig. Und dann auch noch Geister? Ja, so in etwa. Denn ihr wisst ja, alte Geister ruhen unsanft. ;)

    Das Buch hat mich sehr gefesselt, denn durch die Perspektiven- und Ortswechel war das Buch sehr lebendig. Es passierte ständig etwas, und nicht nur den Vieren blieb oft die Luft weg.
    Natürlich hat auch das Mysteriöse zur Spannung beigetragen. Man will einfach wissen, wie es weitergeht, und was sich hinter den Geheimnissen auf der Insel und in der Vergangenheit verbirgt.


    Mich hat es am Anfang ein bisschen stutzig gemacht, als man eben von den Knickerbockern im Teenager Alter las, weil doch der gewählte Schreibstil eher für jüngere gedacht war. Nach gefühlten 20 Seiten gab es dann den Sprung und ich war total überrascht, wie sich der Schreibstil gewandelt hat. Thomas Brezina hat ja immer nur Kinderbücher geschrieben, soweit ich weiß, aber hier hat man den Beweis, wie wandelbar seine Schreibweise ist. Er baut die Spannung auf, fügt überraschende Wendungen hinzu und lässt das Blut hin und wieder rinnen. Ich fands‘ toll!

  18. Cover des Buches Lost Places (ISBN: 9783841503664)
    Johannes Groschupf

    Lost Places

     (114)
    Aktuelle Rezension von: annlu

    *Katzen sind vorsichtig. Katzen sind neugierig. Am liebsten wären wir schon in der nächsten Nacht zurück zur Fabrik gegangen, um herauszufinden,w as Eddie dorthin gebracht hatte.*


    Lennart und seine Freunde durchstreifen die Nächte Berlins. Als sie Streit mit den Türstehern bekommen und nicht mehr in die Clubs können, finden sie etwas Neues: Chris, Moe, Steven, Kaya und Lennart erkunden die lost places der Stadt. Dabei stoßen sie wieder auf die Türsteher, die einer Motorradgang angehören und nichts Gutes im Sinn haben. 



    Vor Jahren habe ich „Lost Boy“gelesen (der übrigens der Nachfolgeband dieses Buches ist) und mich sehr gut unterhalten. Daran habe ich gedacht, als ich dieses Buch vom SuB befreit habe. Nur leider wollte hier von Beginn an nicht die richtige Stimmung aufkommen. 


    Lennart und seine Freunde fand ich irgendwie anstrengend. Klar, sie sind Teenager und benehmen sich auch so. Aber so recht gefunkt hat es zwischen uns nicht. Besonders Lennart als Erzähler fand ich mit seiner „alles-egal“-Haltung nicht besonders sympathisch. Auch von der Geschichte habe ich mir mehr erwartet – besonders, da ich ein Fan von verlassenen Plätzen und Gebäuden bin. Die Stimmung, die ich von den Lost Places aus eigener Erfahrung und von Fotos kenne, kam hier aber nicht auf. Auch die Spannung, die durch die Türstehergang und die manchmal sogar brutalen Szenen entstehen sollte, hat mich nicht gepackt. 


    Fazit: Ich habe das Buch nur in kleinen Häppchen gelesen, weil die Geschichte einfach nicht bei mir ankam. Den Nachfolger fand ich viel besser – ob das daran lag, dass Lennart durch die Geschichte hier gereift ist oder dass die Stimmung damals besser zu mir gepasst hat (auch wenn ich da auch schon lange kein Teenie mehr war) sei dahingestellt. 

  19. Cover des Buches Das Lied von Eis und Feuer 03 (ISBN: 9783837119343)
    George R. R. Martin

    Das Lied von Eis und Feuer 03

     (27)
    Aktuelle Rezension von: LeseBlick
    Inhaltsangabe
    Die Zeiten sind aus den Fugen geraten. Von der alten Zitadelle Dragonstone bis hin zu den rauen Küsten Winterfells herrscht Chaos, denn die Anwärter auf den Eisernen Thron der Sieben Königreiche bereiten sich darauf vor, ihre Ansprüche mit Krieg und Aufruhr durchzusetzen. Da erscheint ein verhängnisvolles Omen am Himmel – ein Komet in den Farben von Blut und Feuer. Und auf einem fernen Kontinent riskiert eine vertriebene Königin alles, um die Krone, die rechtmäßig ihr zusteht, zurückzuerobern...

    Meine Meinung
    3. Band
    (Spoiler enthalten!)

    Aus Zeitgründen und um die Reihe mal mit einem anderen Medium zu betrachten, habe ich bei Band 3 der Reihe zum Hörbuch gegriffen. Reinhard Kuhnert als Sprecher passt für mich wie die Faust aufs Auge. Anfänglich gewöhnungsbedürftig war, dass einige Namen, zum Beispiel Arya und Cersei anders ausgesprochen wurden, wie man es zum Beispiel aus der Verfilmung kennt. Des Weitereren wurden für die einzelnen Regierungshäuser und auch für einige Nachnamen die Originalbezeichnungen verwendet. So wurde zum Beispiel aus Schnellwasser, dem Sitz des Hauses Tully Riverrun oder auf Theon Graufreud wurde Theon Greyjoy.
    Wer aber ein wenig der englischen Sprache mächtig ist oder auf die Familienzugehörigkeiten achtet, sollte mit den Originalbetitelungen keine Probleme haben.

    Nachdem man in den ersten beiden Bänden aus dem Hause Baratheon vor allem die Brüder Robert und Renly kennengelernt hat, tritt im dritten Band der Reihe der dritte Bruder hervor. Stannis Baratheon, der Lord von Drachenstein. Nach dem Tod seiner Bruders Robert, sieht er sich als rechtmäßiger König an und gönnt weder seinem Bruder Renly, noch seinem Neffen Joffrey Baratheon den Eisernen Thron. Da in den Sieben Königslande Chaos herrscht, rechnet niemand mit seinem Vormarsch. Doch er versammelt seine Truppen und macht sich auf.

    Robb Stark, der selbsternannte König des Nordens versucht sich weiter gegen die Lennisters zu behaupten. Er will Rache für den Tod seines Vaters und seine zwei Schwestern befreien, welche er in den Fängen der Lennisters vermutet.
    An seiner Seite seine Mutter Catelyn. Mit Rat und Tat berät sie ihren Sohn und versucht mit Renly Baratheon zu verhandeln, um gemeinsam zu kämpfen.
    Hier wird sehr schnell klar, dass eine gewaltige Anzahl von herrschwütigen Figuren ein gewaltiges Pensum an Forderungen stellt. An dieser Stelle bin ich sehr gespannt, wer sich in den folgenden Bänden verbündet und seinen Forderungen nachgeht bzw. seine behaupten kann. Während Catelyn sich auf nach Sturmkap zu Renly macht, schickt Robb Stark seinen Freund Theon Graufreud zurück auf die Eiseninseln. Dort soll er seinen Vater Lord Balon zu einem Bündnis treiben. Schnell wird klar, dass sein Vater ganz andere Pläne hat.
    Theon war es auch, der mich in diesem Teil am meisten amüsiert hat.
    Wird er doch als recht stolz dargestellt, kam ich nicht mehr aus dem Schmunzeln raus, als er auf den Eiseninseln auf die junge Esgred trifft.

    Auch die weiblichen Figuren kommen im 3. Band der Reihe nicht zu kurz. Arya, aus dem Hause stark, versucht sich nach ihrer Rettung durch Yoren als Junge durchzuschlagen. Ihr Ziel ist es zurück nach Winterfell zu gelangen, aber dieses Ziel ist ihr in diesem Band noch nicht gegeben. Es kommt zu kämpfen, Geheimnisse werden gelüftet und große Gefahr droht.
    Im Osten haben wir ein Wiedersehen mit Daenerys, welche mittlerweile die Mutter der Drachen genannt wird. Gemeinsam mit ihren verbliebenen Anhängern und ihren drei Drachen macht sie sich auf eine anstrengende Reise. Ihr Ziel sind die Sieben Königslande. Denn auch Dany will den Eisernen Thron besteigen und plädiert auf das Recht der Targaryens.

    Am meisten Schwung in die Geschichte brachte meiner Meinung nach Tyrion Lennister. Von seinem Vater geschickt versucht er die Gewalt seiner Schwester Cersei und deren Sohn Joffrey einzudämmen und unter Kontrolle zu bekommen. Wie man ihn bereits aus den vorhergehenden Bänden kennt, kommt er mit seiner Intelligenz und seinen Tricks immer weiter an sein Ziel.

    Und zu guter Letzt wird noch ein Blick auf die Nachtwache geworfen. Jon Schnee macht sich mit seinen Leuten auf in den Verfluchten Wald. Für mich ist dieser Teil der Story noch sehr unklar. Ich habe eine klitzekleine Ahnung, was da auf die Figuren wartet, aber ich glaube, dass die Überraschung groß sein wird.
    Im verfluchten Wald braut sich eine Gewalt zusammen, welche vor allem die Männer der Nachtwache noch nicht in Worte fassen können.
    ________________________________________________________

    Wie bereits beim ersten Band der Reihe, ist auch im dritten Band eine düstere Atmosphäre und man spürt als Leser/ Hörer, wie sich von allen Seiten etwas zusammenbraut. Da es sich bei Band 3 aber wieder um den ersten Teil des zweiten Buches im Original handelt, fällt es mir wieder an dem Knall dieser unterschwelligen Spannung. Umso mehr kann man sich als Fan dieser Reihe auf die geraden Buchbände freuen. Auch Band 4 werde ich wieder hören und ich freue mich auf einige Kämpfe und auf mehr Action.

    Mein Fazit
    „Der Thron der Sieben Königreiche“ bringt einen auf jeden Fall in der Geschichte voran. Auch wenn wie erwähnt, der Showdown wieder fehlt, tritt George R.R. Martin nicht auf der Stelle. Er weiß die Story gekonnt in Szene zu setzen. Die Charaktere werden weiterhin tiefgründig beleuchtet und mir gefällt der Fortgang der Story sehr.
    Des Weiteren kann ich das Hörbuch jedem empfehlen. Ich würde sogar sagen, dass IHR, die die Reihe bereits gelesen haben, ein Re-read mit den Hörbüchern als Genuss empfinden werdet.



  20. Cover des Buches Der Cowboy - Dangerous Love (ISBN: 9789963533428)
    Moni Kaspers

    Der Cowboy - Dangerous Love

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Nickyrella

    Die deutschen Schwestern Vivi und Lisa machen zusammen einen Trip durch Amerika, als sie in einer Bar von 2 Männern angesprochen werden, denken sie sich nichts dabei und gehen auf den Flirt ein.

    Als Vivi das Bewusstsein verliert und in einem dunklen Keller wach wird, fehlt von Lisa jede Spur.

    Durch einen Retter mit Cowboyhut und grüngelben Augen, wird Vivi ins Krankenhaus gebracht und kann sich von ihren Verletzungen erholen.

    Von ihrer Schwester fehlt weiterhin jede Spur, doch die Polizei kommt auch nicht voran und so macht sich Vivi auf den Weg zum Ort des Geschehens und trifft kurze Zeit später auf ihren mysteriösen Retter.

     

    Wow, diese Geschichte hat mich sofort gefesselt und nicht mehr losgelassen, daher habe ich sie in einem Rutsch durchgelesen, wäre auch gar nicht anders gegangen, da die Spannung einfach enorm war. Natürlich ist dieses Buch keine leichte Kost, trotzdem wurde an der Romantik nicht gespart und ist ein perfekter Ausgleich zum Thrill-Anteil. Der Schreibstil ist kaum zu beschreiben, da dieser einfach unglaublich gut ist, flüssig, fesselnd, bildhaft, spannend und mit viel Liebe zum Detail. Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen, darunter waren für mich auch 2 Highlights und dieses reiht sich mit ein, ihr müsst unbedingt was von ihr lesen, glaubt mir, ihr werdet es nicht bereuen.

    Absolute Herzens- und Leseempfehlung.

  21. Cover des Buches Totenbraut (ISBN: 9783473543915)
    Nina Blazon

    Totenbraut

     (796)
    Aktuelle Rezension von: Yuria

    "Totenbraut" ist ein Einzelroman von der deutschen Autorin Nina Blazon. Das Buch ist bereits etwas älter und 2009 erschienen. Ich habe schon etliche Bücher der Autorin gelesen, aber mit diesem Mystery-Thrill-Roman konnte sie mich ganz besonders begeistern.

    Klappentext: Es gibt Augenblicke im Leben, die lassen das Herz stillstehen und das Blut kalt werden. Heute weiß ich, es ist der Kuss des Todes, der uns in jenen Sekunden streift und uns alle Wärme nimmt. Das fremde Gesicht, in das ich damals blickte, war von der eisigen Schönheit des Todes und von der Hässlichkeit eines Leidens, tiefer und schmerzhafter, als ein Lebender es ertragen könnte. Ich sah erloschene Augen und totenfahle Haut. Ich sah schwarze Zähne. Und Lippen, die kaum mehr vorhanden waren. Ich roch Taubenfedern und Regen und sah, wie die Gestalt nach meiner ausgestreckten Hand griff.

    Wir befinden uns im Jahre 1731. Unsere junge Protagonistin Jasna wird von ihrem Vater an einen vorbeiziehenden, reichen Fremden verkauft und muss in die unbekannte Ferne reisen, an den Rand Serbiens, nahe der Osmanischen Grenze. Nichts ungewöhnliches für die damalige Zeit. Mädchen wurden oft verkauft, auf das Alter des Bräutigams wurde dabei nur selten geachtet. Arme Familien waren froh, wenn sie die jungen Mädchen unter die Haube bringen, vor allem wenn man viele Töchter hat. Mit 17 galt man schon als alte Jungfer.
    Jasna lebt in einer Zeit und in einem Land, das von Unwissenheit und Aberglauben geprägt ist. Die bäuerlichen Gemeinden am Land bekommen von den großen Änderungen im Kaiserreich in Bezug auf Bildung und Weltanschauung nicht viel mit. Wissenschaft wird als Humbug abgetan. Krankheiten und Hungersnöte werden mit Übernatürlichem erklärt. Wenn plötzlich viele Menschen im Dorf krank werden, treibt sich ein Untoter in der Nähe rum, dass weiß sogar der Pfarrer. Ich habe schon viele Dokumentation über die Herkunft des Vampir-Mythos gesehen, welcher im südöstlichen Europa seine Ursprünge findet. Die Autorin hat wirklich jede Menge Recherchearbeit geleistet, bevor sie sich an dieses Thema wagte. Und das hat sich voll ausgezahlt, ich habe bisher noch keinen Vampir-Roman gelesen, der einen so historisch korrekten Inhalt aufweist. Da kommt die Fragen auf ob es sich hier nicht eher um einen historischen Roman handelt, als um ein Fantasy-Buch. Ist "Übernatürliches" nicht einfach nur ein Mangel an Wissen? Die Angst und der Aberglaube waren damals die größten Feinde der Menschheit.

    Der Inhalt des Buches und dessen Handlungsstrang konnte mich auf jeden Fall voll überzeugen. Der Schreibstil ist unglaublich fesselnd und zwischendurch auch gruselig. Außerdem geschehen ständig unvorhergesehene Plottwists. Du denkst du weißt wie sich die Geschichte entwickeln wird - du liegst völlig falsch! Die Autorin hat mich immer wieder überrascht. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
    Auch die Protagonistin konnte mich voll überzeugen. Jasna ist fromm, abergläubisch und ungebildet, so wie die ländliche Bevölkerung es damals eben war. Trotzdem hat sie einen willensstarken Charakter, ist wissbegierig und kann ihr Köpfchen einsetzen. Als Leser/Leserin bleibt man bis zum Schluss genauso unwissend wie Jasna. Ich musste voll mit ihr mitfiebern und habe mich beim Lesen genauso gegruselt, gefürchtet und ungerecht behandelt gefühlt wie sie.

    Der einzige Schwachpunkt war die eingebaute Liebesgeschichte. Die Gefühle kamen bei mir nicht richtig an, weil der Hauptaugenmerk ja am Mystery-Thrill liegt. Wenn aber eine Liebesgeschichte eingebaut wird, dann soll sie auch echt sein. Eine eingebaute Wischi-Waschi-Liebe kann ich nicht nachvollziehen. Die Geschichte hätte diese gar nicht gebraucht.

    Auf jeden Fall ist "Totenbraut" mal etwas völlig anderes und ich finde es sehr schade, dass diese spannende Geschichte so lange auf meinem SUB versauert ist. Wer mal Lust auf den Ursprung der heutigen Vampir-Romane hat, ist hier goldrichtig.
    Mystery-Thrill, gepaart mit historischen Wahrheiten - fesselnd, gruselig und kaum aus der Hand zu legen. - 4,5 Sterne

  22. Cover des Buches Oliver Twist (ISBN: 9783764171186)
    Dirk Walbrecker

    Oliver Twist

     (686)
    Aktuelle Rezension von: dieNachteule

    Ich verzichte einmal darauf eine weitere Inhaltsangabe zu schreiben und möchte sogleich zu meinem Resümee gelangen. Zugegebenermaßen habe ich den Roman ,,Oliver Twist“ aus nur einem Grund gelesen, und zwar, dass es sich hierbei um einen Literaturklassiker handelt, der den Leser aufklärt über das alltägliche Leben bestimmter Gesellschaftsschichten im viktorianischen Zeitalter Großbritanniens. Gleichermaßen handelt es sich um das erste Werk, welches ich von Dickens gelesen habe. 

    Die altmodische Sprache stellt kein Stolperstein da, der Lesefluss wird dadurch nicht beeinträchtigt. Schachtelsätze, die Orte, Situationen oder Figuren detailreich schildern, sind vorherrschend. Dasselbe gilt für die Dialekte gewisser Figuren, die überwiegend vorzufinden sind. Diese beiden Aspekte haben dafür gesorgt, dass ich mich durch manche Kapitel regelrecht durchkämpfen musste. Möglicherweise hätte ich das nicht getan, wenn die Geschichte spannungslos gewesen wäre. Anlässlich der Haupt- und Nebencharaktere kann ich behaupten, dass Oliver Twist in seinem Leben eine enorme Menge an Menschen kennenlernt, welche ebenfalls weitere Bekanntschaften schließen. Infolgedessen geben prinzipiell die Nebencharaktere Aufschluss über das Leben des Waisenkindes, zugleich werden deren Schicksale mal mehr und mal weniger beleuchtet. Jedenfalls wurde ich mit vielen Eindrücken und Lebensgeschichten überhäuft, sodass diese Mehrsträngigkeit meine Konzentrationsfähigkeit herausgefordert hat – und das ist gut so.
    Die Darstellung dieses Zeitalters ist meisterlich, deshalb hat sie mich des Öfteren in schieren Schock versetzt. Die düstere Atmosphäre, die sich über mehr als die Hälfte des Romans erstreckt, hat mir gut und gerne zugesetzt. Das trifft auch auf die Verhältnisse, in denen Oliver seine ersten Lebensjahre verbringt, zu. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, wenn er an Personen geraten ist, die ihm ausnahmsweise nichts Böses wollen, doch stets mit einer Spur von Misstrauen. 

    Alles in allem bin ich ebenfalls der Meinung, dass das Buch mit Sicherheit empfehlenswert ist, um einen Einblick in die britische Gesellschaft des neunzehnten Jahrhunderts zu bekommen. Nichtsdestotrotz reden wir hier von einem Roman, der zum Nachdenken anregt und keinen einfachen Lesegenuss für zwischendurch darstellt. 

  23. Cover des Buches Exit Sugartown (ISBN: 9783791500072)
    Martin Petersen

    Exit Sugartown

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Manja82
    Kurzbeschreibung
    Eine Geschichte, wie sie jeden Tag auf der ganzen Welt geschieht: Die 17-jährige Dawn wächst mit ihren Eltern und ihrem jüngeren Bruder Charlie in Sugartown auf. Ihr Vater findet immer seltener Arbeit, kommt dafür immer öfter betrunken nach Hause. Ihre Mutter näht zum minimalen Lohn. Als Dawn 16 ist, stirbt ihre Mutter. Doch schließlich muss auch ihr kleiner Bruder den Schulbesuch gegen die Arbeit in einer Ziegelei eintauschen. Da lernt sie zwei junge Männer kennen, die von den guten Verdienstchancen der "Weißen Welt" erzählen. Dawn trifft einen schicksalsschweren Entschluss. Um ihrer Familie, allen voran Charlie, zu helfen, lässt sie sich auf eine Schlepperbande ein: der Anfang einer gnadenlosen Flucht.
    (Quelle: Dressler)

    Meine Meinung 
    Der Jugendroman „Exit Sugartown“ stammt vom Autor Martin Peterson. Es ist ein Roman, der auf aktuellen Dingen basiert und ich war neugierig auf die Umsetzung.

    Dawn ist 17 Jahre alt und sie wohnt mit ihrer Familie in Sugartown. Allerdings wirklich viel haben sie nicht zum Leben. Ihre Mutter stirbt dann leider und Dawns Vater tut sich schwer damit Arbeit zu finden. So ist es an Dawn die Familie zu ernähren. Ich empfand das junge Mädchen als ziemlich stark. Allerdings wirkte sie auch recht emotionslos auf mich, irgendwie wie abgestumpft. Ich vermute aber es liegt an ihrer Situation, dass sie so ist wie sie ist.

    Die Nebencharaktere bleiben in meinen Augen leider zu blass. Man kann sich kaum ein Bild von ihnen machen, was ich hier sehr schade fand.

    Der Schreibstil des Autors ist soweit okay. Man kommt flüssig durch die Seiten, allerdings hat mich auch hier die Emotionslosigkeit etwas gestört. Außerdem gibt es doch einige Wiederholungen und auf mich wirkte es eher wie eine Beschreibung der Geschehnisse und nicht wie ein Roman. Daran musste ich mich erst gewöhnen.
    Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Dawn. Martin Petersen hat hier die Ich-Perspektive verwendet. Zwar passt diese hier gut, doch leider gibt Dawn nicht unbedingt das preis was man erwartet. Man kann kaum in ihre Gedanken und Gefühle blicken.
    Die Handlung ist zu einem sehr aktuellen Thema. Diese Idee find ich sehr gut und es ist alles auch recht gut umgesetzt. Man wird zum Nachdenken angeregt, es ist wirklich erschreckend zu lesen was hier alles passiert. Ich hatte oftmals ziemliches Mitleid mit Dawn. So kommt auch Spannung auf, die konstant oben gehalten wird. Es ist der Weg in eine bessere Zukunft, ein Weg voller Gefahren und Schwierigkeiten.

    Das Ende konnte mich überraschen. Es passt gut, macht das Buch rund und regt zusätzlich auch nochmals zum Nachdenken an.

    Fazit 
    Letztlich kann ich sagen ist „Exit Sugartown“ von Martin Petersen ein Jugendroman der nachdenklich stimmt.
    Ich hatte zwar ein paar Probleme mit der Emotionslosigkeit der Protagonistin und dem Stil des Autors, doch die Handlung konnte mich aufgrund der Aktualität einnehmen.
    Durchaus lesenswert!
  24. Cover des Buches Die Räuber (ISBN: 9783150000151)
    Friedrich Schiller

    Die Räuber

     (654)
    Aktuelle Rezension von: AuroraM

    Die Geschichte war schwer zu lesen, wegen dem schreibstyle. Da es aber nicht aus diesem Jahrhundert kommt finde ich es noch in Ordnung. Die Story hatte mich jetzt nicht so gefesselt, aber sie war interessant.

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