Bücher mit dem Tag "bamberg"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bamberg" gekennzeichnet haben.

78 Bücher

  1. Cover des Buches Purpurmond (ISBN: 9783426283660)
    Heike Eva Schmidt

    Purpurmond

     (429)
    Aktuelle Rezension von: Readrat

    Dies ist keine Rezi sondern eine kurze Erklärung:

    Ich habe das Buch mit Seite 36 abgebrochen. Der Schreibstil war mir zu einfach. Die Wortwechsel waren sehr flach. Ich finde es darf für Jugendliche ruhig etwas mehr Tiefgang haben und auch anspruchsvoller vom Text her sein. Ich möchte dem Buch aber auch kein Unrecht tun - mag durchaus sein, dass sich dies im Fortlauf der Geschichte noch ändert, aber meine Lesezeit ist mir zu kostbar, um mich durch Bücher zu "quälen". Vielleicht bin ich auch einfach zu alt für dieses Buch ;-)...

  2. Cover des Buches Die Henkerstochter und der Teufel von Bamberg (Die Henkerstochter-Saga 5) (ISBN: 9783548284484)
    Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter und der Teufel von Bamberg (Die Henkerstochter-Saga 5)

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    In diesem 5. Band begeben sich Jakob Kuisl, seine Tochter Magdalena und der nunmehrige Schwiegersohn, der Medicus Simon Fronwieser nach Bamberg, um die Hochzeit von Bartholomäus Kuisl zu feiern, obwohl die Brüder einander nicht wirklich grün sind.  

    Doch das bunte Familientreffen wird von einer Reihe rätselhafter Verbrechen überschattet. Zuerst verschwinden einige Einwohner, die dann brutal ermordet aufgefunden werde. Schnell machen die Gerüchte von einem Werwolf die Runde.  

    Statt auf der Hochzeit zu tanzen und zu zechen, müssen Jakob Kuisl und seine Lieben auf Mördersuche gehen.  

    Meine Meinung: 

    Auch der 5. Band dieser Reihe hat nichts von seiner Spannung verloren, auch wenn die Handlung einem bestimmten Muster folgt. Es ändern sich die Städte mit ihren Sehenswürdigkeiten und der Familienclan erhält Zuwachs durch Simon Fronwieser. Der war zwar schon in den Vorgänger dabei, aber nun ist er mit Magdalena verheiratet. Ob er es manchmal bereut, mit eine Kuisl-Tochter geheiratet zu haben? Denn Magdalena kann oft stur wie zwei Esel sein. 

    Wie wir es von Oliver Pötzsch kennen, sind die historischen Details penibel recherchiert. Der Spannungsbogen ist hoch. Manchmal werden die Leser von falschen Spuren in die Irre geleitet und die Auflösung ist ein wenig unerwartet.  

    Fazit:  

    Wieder ein empfehlenswerter und spannender historischer Roman aus der Henkerstochter-Reihe, dem ich gerne 5 Sterne gebe.

  3. Cover des Buches Resturlaub (ISBN: 9783596512409)
    Tommy Jaud

    Resturlaub

     (1.067)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Ein sehr lustiges und kurzweilig geschriebenes Buch, das man nicht immer in der Öffentlichkeit lesen sollte, da man auch mal einen Lachkrampf bekommen kann. Empfehlenswert, wer gerne lachen möchte.

  4. Cover des Buches Das schwarze Gold des Südens (ISBN: 9782496705706)
    Tara Haigh

    Das schwarze Gold des Südens

     (68)
    Aktuelle Rezension von: LindaRabbit

    Auch wenn der Begriff ‚Süßholz raspeln‘ eher meint, dass mir jemand ‚um den Bart geht‘ und eine Situation verschönt darstellt, mich schöner und süßer macht als ich in Wirklichkeit bin – der Begriff stammt daher, dass man das Süßholz tatsächlich raspeln muss. Das Echte Süßholz (Glyzyrrhiza glabra) ist eine medizinische Pflanze, bereits in der Antike bekannt und mit einer stärkeren Süßkraft als Rohrzucker (50 mal mehr). Daher war es wirklich das Schwarze Gold, denn es wurde schon immer in Süßigkeiten und als Medizin verwandt. Die Pflanze stammt aus dem Mittelmehrraum (Süden!) und ist frostgefährdet.

    Es wurde nur im Bamberger Raum angepflanzt (bzw. heute wieder).
    Das Titelbild, die junge Frau inmitten von Süßholzpflanzen, in einer Farbgestaltung, die an den Süden – flirrende Sonne und rotgoldene Sonnenuntergänge – denken lässt, zog mich an.

    Die beschriebene Geschichte spielt tatsächlich im Bamberger Raum.
    Amalie, eine Tochter des Süßholzfabrikanten, kontrolliert eine Ladung der Holzwurzeln. Dabei erklärt die Autorin, wie das Süßholz verarbeitet wird. Die schwarzhaarige Amalie, schwarz wie die Süßholzwurzel, ist eher die praktisch Veranlagte der Töchter, wenn es um das Geschäft geht. Während die blonde Elise hochfliegende Pläne entwickelt, Lakritzpastillen, Lakritzpralinen, Lakritzsüßigkeiten. Doch der konservative Vater will davon nichts wissen, auch wenn das Geschäft schlecht läuft. Der Wurzeltöter, der die Süßholzwurzeln befällt, vermiest das Geschäft. Aber der Vater ist nicht bereit neue Wege zu beschreiten.

    So muss eben Elise diese neuen Wege selbst erkunden. Schließlich brennt sie nach Paris durch mit ihrer großen Liebe, versucht sich tatsächlich an ihren Lakritzpralinen, während ihr Begleiter am Bau des Eiffelsturms beschäftigt ist. Unterdessen hat sich Amalie traditionell verheiraten lassen und unternimmt mit ihrem Vater geschäftliche Italienreisen.

    Es handelt sich um eine interessante Familiensaga um das Geschäft der Süßholzwurzel, aber vor allem geht es um die beiden Schwestern. Ein historischer Roman, Bamberg, Paris und Italien im 19. Jahrhundert, sehr bildhaft beschrieben, über einen Stoff, der bisher in dieser Form nicht behandelt wurde – eben das Süßholz. Doch das Süßholz – Bärendreck – aus Bamberg hat eine tiefgehende historische Dimension. Im 21. Jahrhundert wird auch wieder Süßholz in Bamberg angepflanzt.


  5. Cover des Buches Die Seelen im Feuer (ISBN: 9783596171644)
    Sabine Weigand

    Die Seelen im Feuer

     (154)
    Aktuelle Rezension von: Rosi25

    Wir befinden uns hier im 17Jh. in Bamberg. Es werden unschuldig Hexen verfolgt, gefoltert und verbrannt. Die Angst geht in der Stadt um. Johanna wurde auch festgenommen und bangt um ihr Leben.

    Der Schreibstil ist sehr flüssig und anschaulich. Die Geschichte beruht auf wahren Tatsachen und ist sehr gut recherchiert,  so werden immer wieder Augenzeugenberichte von damals abgedruckt. Diese waren auf Grund der Sprache von damals, nicht ganz so einfach zu lesen und mein Lesefluss wurde so ein bisschen ausgebremst. Ansonsten war es eine sehr erschreckende Geschichte, da man weiss, dass es diese Hexenverbrennungen wirklich gab.

  6. Cover des Buches Wir zwei in diesem Augenblick (ISBN: 9783596706655)
    Isabell May

    Wir zwei in diesem Augenblick

     (53)
    Aktuelle Rezension von: natze

    Die Studentin Anna und der Fotograf Max lernen sich auf einer Party in Bamberg kennen. Kurze Zeit später sind sie ein Paar und genießen die traute Zweisamkeit. Beide sind sehr glücklich, doch ein Foto aus früheren Zeiten birgt ein Geheimnis, das ihre Liebe gefährdet. Gibt es noch Hoffnung für eine gemeinsame Zukunft für die Beiden oder nicht?

     

    Am Anfang fiel es mir etwas schwer in die Geschichte hineinzufinden. Das hat sich allerdings schnell gelegt. Der Roman wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Einer handelt in der Gegenwart von Anna und Max und der andere in der Vergangenheit von Charlotte und Martin. Der Handlungsstrang in der Gegenwart hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Es ist eine wunderschöne Liebesgeschichte von Anna und Max, die abwechselnd aus der Sicht von Anna und Max erzählt wird. Der Handlungsstrang der Vergangenheit wird abwechselnd aus der Sicht von Charlotte und Martin erzählt. Beide Handlungsstränge haben mir gut gefallen. Anna und Max fand ich von Anfang an sympathisch. Anna fühlt sich eng mit ihrem Vater verbunden. Sie arbeitet teilweise bei ihm in der Firma. Mit Charlotte hatte ich so meine Probleme. Ihr Verhalten machte sie für mich nicht gerade sonderlich sympathisch. Das hat sich durch die ganze Geschichte gezogen. Ich habe sie oftmals als egoistisch erlebt und konnte ihr Handeln oftmals nicht verstehen.

    Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und so sind die Seiten auch nur so dahingeflogen. Ich war sehr gespannt darauf, wie die zwei Handlungsstränge zusammenlaufen. Durch das langsame Lüften des Geheimnisses nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Die Auflösung hätte ich so nicht erwartet.

    Fazit:

    Der Autorin ist ein emotionaler Roman mit Höhen und Tiefen gelungen. Er hat mir viele schöne Lesestunden bereitet und wird definitiv seinen Platz in meinem Bücherregal finden

  7. Cover des Buches Der Franken-Bulle (ISBN: 9783740808006)
    Harry Luck

    Der Franken-Bulle

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Buchwurm05

    Inhalt:

    Während der "Franken-Bulle" gedreht wird, geschieht ein Mord. Scheinbar wurde eine Filmwaffe gegen eine Echte ausgetauscht. Dabei hat es Krimiautorin Barbara Schauer, die die Romanvorlage geliefert und eine Rolle im Film hatte, erwischt. Für Kommissar Horst Müller und seine Kollegin Paulina Kowalska erweisen sich die Ermittlungen als ziemlich schwierig.....

    Leseeindruck:

    "Der Franken-Bulle" ist der 5. Fall für Kommissar Horst Müller und seine Kollegin Paulina Kowalska. Ich kenne die Vorgänger nicht. Das war aber nicht der Grund warum ich mit dem Krimi an sich nicht viel anfangen konnte. Die Grundidee einen Krimi im Krimi zu schreiben fand ich richtig gut. Trotzdem habe ich mich durch die Geschichte gequält. Abbrechen wollte ich aber auch nicht. Der Krimi ist gespickt mit Seitenhieben zur Buch- und auch Filmbranche. Ich mag so etwas. Nur hier wurde es mir irgendwann zu viel. Dadurch ist meiner Meinung nach auch keine Spannung aufgekommen. Was ich sehr schade fand. Von dem einen etwas mehr, von dem anderen etwas weniger hätte der Geschichte meiner Meinung nach gut getan. So ging es mir auch mit Kommissar Horst Müller. Er ist in der Zeit stecken geblieben. Schaut nur öffentlich rechtliche Sender. Hat allgemein mit dem neumodischen Kram nichts am Hut. An und für sich lustig. Aber auch hier galt für mich: zu viel des Guten. Am witzigsten fand ich tatsächlich den Schluss. In diesem Stil hätte ich mir den ganzen Krimi gewünscht. Aber nicht jedes Buch kann den Geschmack aller treffen.

    Fazit:

    Ich hatte mich bei "Der Franken-Bulle" auf einen unterhaltsamen Krimi eingestellt. Leider waren mir die vielen Seitenhiebe schon nach kurzer Zeit zu viel. Auch der Kommissar kam mir furchtbar überzogen vor. Für mich ist da manchmal weniger mehr. Ich bin mir aber sicher, dass einige mehr mit diesem Krimi anfangen können als ich.  

  8. Cover des Buches Das Buch der Königin (ISBN: 9783596197019)
    Sabine Weigand

    Das Buch der Königin

     (42)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    ... spielt im 12. Jahrhundert und schildert das Leben der Konstanze von Sizilien und Heinrich VI., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation.

    Aus dieser Verbindung wird der interessanteste Kaiser des Heiligen Römischen Reiches hervorgehen; Friedrich II. - das Staunen der Welt.

    Dabei sind die Voraussetzungen nicht gut. Konstanze ist zum Zeitpunkt der Vermählung 30 Jahre alt und für mittelalterliche Verhältnisse eine alte Frau. Über 10 Jahre wird der Wunsch nach einem Thronfolger nicht erfüllt, bis Konstanze 40-jährig öffentlich ein Kind zur Welt bringt. Die Ehe zwischen Konstanze und Heinrich ist politisch geprägt. Er will einen Herrschaftsanspruch auf Sizilien, um den Papst in die Knie zu zwingen. Sie möchte stabile Verhältnisse für das Königreich Sizilien, da ihr Neffe König Wilhelm II. kinderlos und krank ist,

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    Sabine Weigand hat einen farbenprächtigen Roman in der Welt der Hochmittelalters geschaffen. Die historischen Begebenheiten werden begleitet von der fiktiven Geschichte um Gottfried von Streitberg und seiner Schwester Hemma. 

    Weigand schafft einen dichten Roman, der nur wenige Längen aufweist. Die Lücken in den historischen Quellen werden glaubhaft gefüllt und am Ende auch dargelegt. Die wechselnden Perspektiven auch unter Einbindung von Konstanze als Ich-Erzählerin tun dem Buch richtig gut.

    Ob und in wie weit ein historischer Roman spannend sein kann oder muss, kann man diskutieren. Für mich ist der Roman auch in dieser Hinsicht gelungen.

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    Mein Fazit:

    Sehr guter Roman mit guten Charakteren ohne wesentliche Schwächen. Der Roman füllt die Lücke, die durch die schulische Betrachtung der beiden bekannteren Staufer-Kaiser Friedrich I Barbarossa und Friedrich II entstehen.

    Lesenswert

  9. Cover des Buches Für immer deine Tochter (ISBN: 9783453292307)
    Hera Lind

    Für immer deine Tochter

     (29)
    Aktuelle Rezension von: JanasLeseliebe


    📜Mein erster Tatsachenroman von Hera Lind und ich muss sagen, dass mich dieses Buch mitreißen und begeistern konnte.

    Die Geschichte ist fantastisch ausgearbeitet und durch die vielen Emotionen, welche sich beim Lesen abwechseln, einfach extrem ergreifend. Ja, ich hatte öfters Tränen in den Augen, als ich die Schicksalsschläge gelesen habe.


    Man kann sich so gut einfühlen, mit Anna mitleiden, mit Paula forschen und das Buch einfach genießen.

    📜Der Schreibstil ist sehr flüssig. Das Buch lässt sich schnell und zügig lesen, die Perspektivwechsel finde ich gut gesetzt. Man liest die Geschichte von Paula aus dem Jahre 2004. Diese findet ein Tagebuch ihrer verstorbenen Mutter. In welchem ihre Mutter die eigene Geschichte über viel Leid, große Verluste und fürchterliche Erlebnisse aus dem Krieg erzählt. Im Verlauf entdeckt Paula ein lange gut gehütetes Geheimnis und begibt sich selbst auf die Spurensuche. Es ist eine Suche nach der Wahrheit.

    Dieses Buch erzählt aus Annas Leben, während dem Krieg und ist eine emotionale Reise einer extrem starken Frau. Auch ihre Tochter Paula wird auf eine Reise zu sich selbst geschickt. Hera Lind hat zwei wunderschöne und einzigartige Geschichten geschickt und spannend miteinander verbunden.

    Am Ende erklärt die Autorin, wie sie die Geschichte zusammengesetzt hat und von wem welcher Teil stammt, das fand ich richtig gut, so konnte man alles nochmal genau nachvollziehen.

    Wahnsinnig gut gemacht und eine klare Leseempfehlung. 

  10. Cover des Buches Das Unrecht (ISBN: 9783328602545)
    Ellen Sandberg

    Das Unrecht

     (16)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese

    Ellen Sandbergs neuer Roman "Das Unrecht" erscheint im Penguin Verlag.  

    Wismar 1988: Die Clique um Peggy, Sandro, Volker, Annett und Mischa trafen sich regelmäßig in einer alten Villa. Sie träumten von Freiheit und mussten sich stattdessen dem Sozialismus unterwerfen.  

    Bamberg 2016: Inzwischen sind Annett und Volker viele Jahre verheiratet, doch jedes Jahr im Herbst kommen in Annett die Erinnerungen an die dramatischen Fluchtereignisse wieder hoch. Sie muss endlich die Wahrheit herausfinden, wer sie und ihre große Liebe Mischa damals verpfiffen hat. Doch damit bringt sie einen Stein ins Rollen, der sie auf furchtbare Weise erschüttert und ihr Leben gefährdet. Was ist damals geschehen?

    Zunächst muss ich einmal sagen, dass ich bei aufgrund des Klappentextes nicht damit gerechnet habe, dass es in diesem Roman um Republikflucht und Stasi-Machenschaften gehen könnte. Vielleicht war das auch gut so, denn so konnte mich die Handlung noch einmal mehr überraschen. 

    Ellen Sandberg beschäftigt sich in ihren Romanen häufig mit Schuld, Verrat, Gerechtigkeit und erlittenem Unrecht. Im aktuellen Buch geht es um Annett, die als junge Frau die Willkür in der DDR satt hatte und von einem Leben in Freiheit träumte. Die Flucht in den Westen war ihr Versuch, die Bespitzelung und das Denunziantentum hinter sich zu lassen, sie unternahm diese Flucht mit ihrem früheren Freund Mischa. Die Sache flog auf, von Mischa fehlte zunächst jede Spur und Annett kam in Haft. Als sie dann Jahre später freigelassen wurde, holte sie ihr Bekannter aus Jugendzeiten ab, Volker. Sie heirateten und bekamen zwei Kinder, doch Annett ließen die Erinnerungen an Mischa nicht los. Sie fährt nach Wismar, um herauszufinden, was damals genau geschehen ist und vor allem, wer sie verraten hat.  

     
    Die Geschichte wechselt zwischen den Zeitebenen 1988 und 2016 und gibt so Auskunft über das Erlebte und Erlittene der Figuren. Aus nächster Nähe tauchen wir in die Erzählperspektiven von Annett und ihrem Ehemann Volker ein und werden Zeuge von einer Ehe, die auf einer Lebenslüge beruht und sich durch den manipulativen Volker zu einem Drama entwickelt, bei dem Annett die Leidtragende ist und versucht, aus dieser Ehe auszubrechen. Die Tragik, die dahinter steckt, habe ich betroffen mitgefühlt und konnte mich gut in die Vorgänge hineinversetzen. Hier wird regelrecht Psychoterror ausgeübt und was hier geschieht, hat mich immer mehr in einen Lesesog gezogen.  

    Hier wird im Grunde ein Ehedrama erzählt, das sich aufgrund einer verdeckten Lebenslüge erst aufbauen konnte. Nach und nach erfährt man die Einzelheiten der Flucht, erlebt Annetts Lage im Gefängnis mit allen Drangsalen mit, die damals Republikflüchtigen zuteil wurden. 

    Aber auch in ihrer Ehe läuft es nicht so glücklich, wie sie vielleicht mit Mischa geworden wäre. Es wird schnell deutlich, dass Volker ein unsympathischer Mensch ist, eifersüchtig, besitzergreifend und unglaublich herrschsüchtig versucht er über seine doch recht angepasste Frau Annett zu bestimmen. In der Ehe kriselt es, sie zieht die Reißleine, auch weil Volker nicht akzeptieren will, dass sie all das Vertuschte in der Vergangenheit nun herausfinden möchte.  

    Je mehr Fakten und Wahrheiten sie entdeckt, umso mehr spitzt sich das Ehedrama zu und endet in einem Fiasko, das mir Gänsehaut verursacht hat.

    Ellen Sandberg schreibt gewohnt flüssig, bringt grausame Details in fesselnder Weise zu Papier und lässt ihre Leser:innen in eine Mischung aus Roman, Krimi und historischem Background eintauchen, der zu einem Strudel an Dramatik anwächst. Am meisten beeindruckt es mich, dass die Autorin es wunderbar versteht, dass man sich als Leserin in die Gedankenwelt ihrer Protagonisten einfühlen kann, auch wenn man anders denken und handeln würde.  

    Die Szenen der Flucht, die Folgen der Verhöre und die Zeit im Gefängnis in der DDR-Zeit werden mit aller Gnadenlosigkeit auserzählt. Man ahnt, wer hier der Denunziant war, erkennt auch, unter welchem Zwang Menschen verurteilt wurden. Grausam, dass viele dieser Menschen später in der Bundesrepublik nicht zur Verantwortung gezogen wurden.

    "Das Unrecht" hat mich von Anfang bis Ende gefesselt und dabei die dunkle Wahrheit hinter der Fassade aufgedeckt, die auch für späteres Leid verantwortlich wurde. Ein Roman mit unbedingter Leseempfehlung!

     


  11. Cover des Buches Schäfchenwolkenhimmel (ISBN: 9783839894019)
    Gabriella Engelmann

    Schäfchenwolkenhimmel

     (10)
    Aktuelle Rezension von: parden

    IDYLLE MIT SCHAF...

    Wyk auf der Insel Föhr - die Möwen kreischen im Wind und die Luft schmeckt nach Salz. Willkommen an der Nordsee. Als Minnie die Gangway des Wyker Fähranlegers hinunter geht, ist es, als würde sie eine verflossene Liebe wiedertreffen. So viele Erinnerungen an ihre alte Heimat auf Föhr, bittersüß und auch ein wenig schmerzhaft. Denn die Ruhe auf Föhr ist bedroht, und Minnie hat den Auftrag, für eine Fernsehsendung über die Veränderungen auf der Insel zu recherchieren. Doch dann kreuzt ein hilfloses Lämmchen Minnies Weg, und ihr Aufenthalt auf der Nordsee-Insel nimmt eine gänzlich andere Wendung. Denn: »Föhr ist ein Ort der großen und kleinen Wunder ...«

    Minnie ist eine junge Frau in den Dreißigern, die es aus Bamberg beruflich nach Föhr verschlägt - ausgerechnet. Sie soll dort eine TV-Sendung vorbereiten, wird dabei jedoch von Erinnerungen überschwemmt. Schließlich verbrachte sie in ihrer Kindheit und Jugend die Ferien auf der Insel, in dem kleinen, gemütlichen Haus von Oma Rieke. Das Haus gibt es noch, Oma Rieke nicht mehr - und Minnies Mutter hat das Haus nach dem Tod der Großmutter ohne viel Federlesen verkauft. Seither war Minnie nie wieder auf Föhr - bis heute.

    Vieles ist noch so, wie Minnie es in Erinnerung hat, manches jedoch ist sehr im Wandel - und droht zu 'versylten'.  Um zu verhindern, dass die friedvolle Atmosphäre wie auf Sylt dauerhaft Schaden nimmt, engagieren sich einige Inselbewohner gegen die Überhandnahme des Tourismus - und gehen dabei nicht immer legale Wege. Minnie macht sich auf die Suche nach den Föhr-Schützern, wird dabei jedoch gestört durch ein frischgeborenes Lämmchen. Dies droht nämlich Opfer eines hungrigen Greifvogels zu werden, und wenn Minnie hier nicht eingreifen würde, wäre das Neugeborene verloren.

    Mit dem zunehmend anhänglicher werdenden Lämmchen im Gefolge recherchiert Minnie weiter für die TV-Sendung und begegnet dabei allerhand interessanten Personen. Immer mehr nimmt die Atmosphäre Föhrs die junge Frau wie früher in Beschlag, und allmählich wird ihr klar, dass ihr Leben nicht so weitergehen kann wie bisher. Doch was für Veränderungen stehen Minnie bevor?

    Erzählt wird aus der Perspektive von Minnie, einer gefühlvollen jungen Frau, die es als Glück ansieht, bei einem TV-Sender untergekommen zu sein - wenn auch als persönliche Assistentin der launischen Chefin. Da sie sehr an ihrem Job hängt, lässt sie sich einiges von ihrer Chefin gefallen, wodurch Minnie recht unreif wirkt. Sie handelt oftmals aus einem Sicherheitsdenken heraus und recht verkopft, doch auf Föhr lernt sie allmählich, auch auf Bauchentscheidungen zu vertrauen.

    Die Atmosphäre, die Gabriella Engelmann in ihrem gewohnt flüssig geschriebenen Inselroman kreiert, weckt durchaus Sehnsüchte nach Sonne, Strand und Meer. Allerdings gerät die Handlung in den ersten zwei Dritteln doch recht zäh und langatmig, und über viele Minuten ist das meist schlafende Lämmchen das Spannendste, was dem Hörer begegnet. Auch wenn die (nicht unbedingt überraschende) Handlung gegen Ende einige Wendepunkte bereithält, macht dies die lange Durststrecke davor nicht wieder wett.

    Die ungekürzte Hörbuchversion (8 Stunden und 21 Minuten) wird souverän gelesen von Eva Gosciejewicz, deren angenehme Stimme in jedem Fall zu dieser Art von Roman passt.

    Alles in allem ganz nett zu hören, aber mit Sicherheit nicht das stärkste Buch der versierten Autorin...


    © Parden

  12. Cover des Buches Das fünfte Glas (ISBN: 9783954513116)
    Helmut Vorndran

    Das fünfte Glas

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Insgesamt hatten sie sechs Leichen, die alle zur gleichen Zeit umgebracht worden waren. Fünf durch eine Schusswaffe, eine mit Pfeil und Bogen. Keine offensichtlichen Spuren, keine Zeugen, keine Anhaltspunkte. Sie hatten sechs Ermordete, und die Kriminalpolizei stand auf dem Schlauch.«

     

    Ein Blutbad inmitten der Coburger Studentenverbindung „Rhenania Bavaria“ sorgt für reichlich Arbeit bei dem Bamberger Ermittlerteam rund um Kriminalhauptkommissar Franz Haderlein. Die erfahrenen Polizisten haben schnell einen Verdacht, was den Mörder angeht, Tathergang und Motiv scheinen recht klar zu sein. Was allerdings völlig fehlt, ist auch nur der Ansatz eines Beweises…

     

    Bei diesem Buch erwartet den Leser ein interessanter Mix aus Rachestory und Ökothriller. Wie hängt ein amerikanischer Agrarkonzern, der sich im schönen Frankenland ausbreitet, in der Handlung drin? Und dann die ungewöhnlichen Vorgänge in einem Bienenstock… man ahnt natürlich gleich, in welche Richtung es hier geht, dieser Realitätsbezug macht alles noch eine Spur dramatischer. Zusätzlich ist noch ein Auftragskiller unterwegs, für Spannung ist also gesorgt.

     

    Blöd war nur, dass ich persönlich einen Fehler gemacht hatte. Es gibt Reihen, da ist es nicht schlimm, wenn man ein Buch aus der Mitte liest, ohne die Vorgänger zu kennen. Bei diesem fünften Band der Reihe, der mein erster war, stand ich anfangs mächtig auf dem Schlauch. Durch Rückblenden und spätere Erklärungen besserte sich das zwar im Lauf des Buchs, ich hatte aber immer wieder das Gefühl, dass mir irgendeine Info fehlen würde. Da mir Logik und eine schlüssige Handlung wichtig sind, war das nicht schön. Dieser Band schließt wohl direkt an den unmittelbaren Vorgänger „Drei Eichen“ an und setzt dessen Handlung fort. Einschließlich der Auflösung, weshalb ich mir diesen vierten Band nun sparen kann.

     

    Ich habe dann auch eine Weile überlegt, wie ich jetzt werten soll. Der Anfang zog sich für mich, was aber sicher daran lag, dass ich mitten in die Handlung geworfen wurde. Ständig gab es Bezüge auf frühere Ereignisse und hinter den Personen standen für mich diverse Fragezeichen, weil sie gerne mit Spitznamen bezeichnet wurden. Ich habe mich dann aber doch für vier Sterne entschieden, weil ich den Grundton des Buchs sehr mochte. Die Charaktere sind jeder für sich ein Original, manchmal wird es skurril, manchmal richtig böse und bei Ferkel Riemenschneider (großartiger Spurensucher mit Polizeihundeausbildung) ging mein Herz auf. Ich denke, ich setze den ersten Band der Reihe mal auf meine Liste.

     

    Fazit: Sehr interessanter Mix aus Rachestory und Ökothriller, nett skurril und manchmal richtig böse. Aber unbedingt zumindest den direkten Vorgängerband lesen!

  13. Cover des Buches Zuträger (ISBN: 9783839216859)
    Friederike Schmöe

    Zuträger

     (6)
    Aktuelle Rezension von: abuelita
    Katinka Palfy wird von Jana beauftragt, deren Kollegin Hanne zu suchen. Hanne hat auch beim dem Bamberger IT-Unternehmen Kvintu gearbeitet und ist verschwunden. Ein paar Wochen vorher ist eine junge Praktikantin beim Training für den Weltkulturerbe-Lauf am plötzlichen Herztod verstorben. Und bald sieht Katinka hier Parallelen…

    Das Unternehmen trainiert gemeinsam für diesen Lauf – das ist nicht unbedingt freiwillig…alle Mitarbeiter sollten sich beteiligen. Dass hier Mobbing in reinster Form herrscht, hat Katinka bald heraus – aber sie kommt auch noch anderen Dingen auf die Spur…

    Also ein schnelles „Drüberlesen“ geht bei diesem Krimi nicht; es gibt sehr viele Personen und sehr viele illegale komplizierte Machenschaften, die die ganze Aufmerksamkeit des Lesers erfordern. Trotzdem war es ein Genuss, in dieses Buch einzutauchen und mitzufiebern.

    Auch das private Leben kommt nicht zu kurz – Katinka und Hardo leben nun nebeneinander in dem Haus, das sie gekauft hat. Aber dann mischt Katinka sich in Polizeiarbeit ein – und es gibt Stunk und herrscht dann tagelange Funkstille. Beide sind stur wie Maulesel meiner Meinung nach, auch wenn….nein das erzähle ich nicht, das lest mal schön selber.

    Ärgerlich war nur, dass sehr viele Fragen offen geblieben sind. All das was sich Dante Wischnewski im Epilog fragte – das frage ich mich auch…und es gefällt mir gar nicht, dass es darauf keine Antworten gab…


  14. Cover des Buches Habakuk (ISBN: 9783954516933)
    Helmut Vorndran

    Habakuk

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Bernd „Lagerfeld“ Schmitt ist nun Vater einer kleinen Tochter und der Haussegen hängt ziemlich schief, weil seine Beste ihn zum Veganer erziehen möchte. Das sei gut fürs Kind. Nun ja, er stillt ja nicht.  

    Da kommt ihm die Untersuchung der unklaren Todesursache der Mitarbeiterin des Grundbuchamtes nicht ungelegen.  

    Dass hinter dem scheinbaren Herztod, der Angelika Schöpp mehr steckt, ist den Ermittlern anfangs nicht klar. Als dann noch ein altes Haus in die Luft fliegt, bei dessen Explosion Haderlein in unmittelbarer Nähe ist und eine Polizistin getötet wird, findet man eine gefesselte Leiche im Brandschutt.

    Die Ermittler setzen Puzzleteilchen für Puzzleteilchen zusammen und Haderlein hat gemeinsam mit der Riemenschneiderin den richtigen Riecher, denn auf dem Grundbuchamt geht es nicht so verstaubt und bieder zu, wie man meinen möchte. 

    Meine Meinung: 

    Ich bin ja ein großer Fan von Haderlein & Co.. Doch diesmal habe ich mich nicht so gut zurecht gefunden. Die Autonomiebestrebungen von Zöder und Hadauer habe ich als Österreicherin nicht so ganz verstanden. OK, die Franken haben ihren Stolz sowie diverse sprachliche Eigenheiten und wollen nicht mehr auf die vier Bundesländer Hessen, Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg aufgeteilt sein, sondern ein eigenes Bundesland sein.  

    Als Lokalkolorit und Sparringpartner für Lagerfeld in Sachen fränggisch sind sie herrlich skurril, aber zur eigentlichen Krimihandlung hat das wenig beigetragen. Super auch der Auftritt Robert „Fidibus“ Suckfüll. 

    Was mir noch missfallen hat (aber vielleicht liegt es am ebook) - das dauernde Switchen von einer Zeit in die andere ohne Überschriften mit Zeitangaben. Das hat mich, obwohl ich so verschachtelte Handlungsstränge sehr gerne mag, doch ein wenig irritiert. Ich bin gerne in verschiedenen Zeiten unterwegs, doch möchte ich schon gerne wissen, wann genau. 

    Allerdings hat mich der Schluss wieder versöhnt, denn die Handlungsstränge haben sich gut zusammengefügt. Die Auflösung ist schlüssig und die arme Riemenschneiderin wieder clean. 

    Fazit:

    Der Krimi hat mich gefesselt und gut unterhalten, trotzdem muss ich eine Stern abziehen, daher nur 3 Sterne. 

     

     

  15. Cover des Buches Bamberger Hörnla (ISBN: 9783954515301)
    Harry Luck

    Bamberger Hörnla

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    "Sie wissen, dass ich gegen unkonventionelle Ermittlungsmethoden normalerweise nichts habe", fuhr sie fort. "Aber was zu weit geht, geht zu weit. Wenn das an die Öffentlichkeit gelangt, können wir einpacken. Ein Kriminalkommissar, der einen Gartenzwerg obduzieren lässt. Wenn ich nicht wüsste, dass Sie höchstens mal einen Eierlikör trinken, müsste ich jetzt eine Blutprobe veranlassen!"

    Dies ist der erste Fall für KHK Horst Müller, der gerne Beamter ist, und seine Kollegin Paulina Kowalska. Zahlreiche bekannte Personen aus Bamberg erhalten ein Paket mit einem geköpften Gartenzwerg.  

    Soll dies als Morddrohung verstanden werden? Das wäre doch außergewöhnlich und würde die Kreise von Horst Müller definitiv nachhaltig stören. Bamberg ist ja, was Kapitalverbrechen anlangt, eher die Insel der Seligen. Man „begnügt“ sich mit dem Arretieren von Fahrrad- bzw. Obstdieben und hin und wieder gelingt ein Zufallstreffer in der Drogenszene, aber Mord? 

    Als dann eine Musikerin der berühmten Bamberger Symphonikern auf offener Bühne stirbt und sich in ihrem Spind ein geköpfter Gartenzwerg befindet, läuten bei Horst Müller und seiner Kollegin alle Alarmglocken. 

    Gemeinsam nimmt das höchst unterschiedliche Duo seine Ermittlungen auf. Ein zweiter toter Musiker lässt auf einen Serienmörder schließen. Ist hier ein unzufriedener Klassikhörer am Werk?  

    Meine Meinung: 

    Harry Glück ist hier ein guter Reihenauftakt gelungen. Raumgreifende Action sucht man vergeblich. Der Leser erfährt einiges über Bamberg und seine Kulinarik. Die Charaktere sind durchwegs liebenswert. Allen voran natürlich Horst Müller, der ein wenig kauzig daherkommt. Er liebt Filterkaffee und Eierlikör (ein wenig ungewöhnlich für einen Mann), trägt Kurzarmhemden statt T-Shirt oder Polo und mag den Blechtrottel nicht ganz so gerne. Stets griffbereit ist ein Stofftaschentuch, das auch abseits vom Schnäuzen zur Anwendung kommt. Kollegin Paulina Kowalska ergänzt ihn da prächtig, denn ohne einen Cappuccino aus dem Vollautomaten geht wenig und Recherchen am Computer erledigt sie mit links.

    Diese Unterschiede bieten Platz für amüsante Dialoge.  

    Ein witziges Detail ist auch die Bewerbung Müllers um einen Schrebergarten, das angesichts der geköpften Gartenzwerge besonders heraussticht. 

    Die Story ist gut durchdacht und hat eine doch überraschende Auflösung. 

    Fazit: 

    Hier habe ich mich gut unterhalten gefühlt und gebe daher gerne 4 Sterne.

     

  16. Cover des Buches Der Jade-Sauropsid (ISBN: 9783740802165)
    Helmut Vorndran

    Der Jade-Sauropsid

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Markus Wild, ein Zauberer, den niemand sehen will, wird in einem Bamberger Hotel tot aufgefunden. Nicht nur tot, sondern grausam ermordet und seiner Augen beraubt. An der Wand eine seltsame Botschaft, deren Entschlüsselung das Team um KHK Franz Haderlein auf Trab hält. Dieser Tote wird nicht der Letzte sein und deshalb arbeiten Haderlein, „Lagerfeld“ Schmitt, César Huppendorfer und Miss Honeypenny auf Hochtouren. Einzig Polizeischwein Riemenschneider ist anfangs nicht ganz bei der Sache.  

    Erst als Haderlein & Co. den Zusammenhang zwischen den nun mehr drei ermordeten Männern herstellen können, fällt der buchstäbliche Groschen.  

    Meine Meinung: 

    Ich habe schon einige Haderlein-Krimis gelesen. Dieser hat mir leider nicht ganz so gut gefallen. Zum einem lenken die vielen Nebenhandlungen wie Lagerfeld Stress mit seiner Lebenspartnerin Ute, die auch die Mutter des gemeinsamen Kindes ist nicht nur ihn selbst, sondern auch die Leser ab. Auch Riemenschneiders Rauschigkeit nimmt recht viel Platz ein. Utes Antibabypille in Pralinen zu verpacken und das Schwein damit zu füttern ist auch keine wirklich gute Idee, zumal Chef Suckfüll die Pralinen gierig in sich hineinstopft. Mit für ihn ungeahnten Folgen. Andererseits hat mir teilweise die Spannung gefehlt.  

    Die Geschichte um den seltsamen Politiker hat die Geschichte auch nicht wirklich weitergebracht. Die hätte ein wenig kürzer sein können. 

    Der Hinweis auf die besondere Zutat im Gulasch, hat mich auf die Spur des Täters gebracht. Das Motiv allerdings ist mir ein wenig fremd, da ich mit solchen Verschwörungstheorien nichts am Hut habe. Das Cover passt aber perfekt dazu und ist ein echter Blickfang.  

    Der angeblich typische fränkische Witz hat sich mir diesmal nicht so ganz erschlossen. Ja klar, die Dialektpassagen sind zum großen Teil amüsant. Als Wienerin stößt mein Verständnis für diese Art Komik an seine Grenzen - nicht der Sprache wegen, sondern wegen des Humors. 

    Fazit: 

    Für mich nicht der beste Haderlein-Krimi, daher nur 3 Sterne.

     

     

  17. Cover des Buches Tot durch Franken (ISBN: 9783897058958)
    Helmut Vorndran

    Tot durch Franken

     (11)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Drei Eichen (ISBN: 9783954511235)
    Helmut Vorndran

    Drei Eichen

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Dieser 4. Fall für Franz Haderlein, Polizeischwein Riemenschneider und Co. ist diesmal ziemlich verzwickt.  

    Bevor Josef Simon, ein Geschäftsmann, seine Braut vor den Altar führen kann, bricht er vor den Augen der Hochzeitsgesellschaft zusammen - tot, erschossen mit einem Hochleistungspfeil. Während Haderlein und Co. noch mit der Zeugenbefragung beschäftigt sind, meldet sich ein Angestellter einer Baufirma, dass er sein Gewissen erleichtern will. Er habe, auf Befehl des skrupellosen Chefs, jene menschlichen Knochenteile, die beim Ausheben des Fundaments für ein Windkraftwerk aufgetaucht sind, kurzerhand in die nahe gelegene Eisenbahntrasse geschaufelt.  

    Beim Lokalaugenschein hat Polizeischwein Riemenschneider ihren großen Auftritt: Man findet die Überreste von fünf Menschen, die alle unterschiedlich lange dort vergraben waren, und eine Vespa. 

    Das Team um Haderlein steht vor einem Rätsel, bis sich Haderlein an einen Vermisstenfall erinnert, bei dem eine Vespa eine Rolle spielt. 

    Meine Meinung: 

    Ich kenne schon einige Krimis rund um Franz Haderlein, Bernd „Lagerfeld“ Schmitt, Marina „Honeypenny“ Hofmann und deren Chef Robert „Fidibus“ Sückfuß. Dieser hier ist der bislang Komplizierteste. Um die aktuellen Verbrechen zu verstehen und aufzuklären, müssen Ermittler und Leser tief in die Vergangenheit von einigen honorigen Franken einsteigen. Das wird einem nicht ganz leicht gemacht. Die Rückblenden sind zwar in kursiver Schrift dargestellt, aber der zeitliche Kontext ist mir abgegangen. Eine Jahreszahl wäre hier sehr hilfreich gewesen. 

    Gut gefällt mir, dass die Kriminalbeamten allesamt Menschen wie Du und Ich sind. Alle haben so ihre Ecken und Kanten. Schwerenöter Bernd Schmitt, den alle wegen seines Zopfes und modischen Auftritts nur „Lagerfeld“ nennen, wird Vater und ist deswegen ein wenig von der Rolle. Star der Truppe ist natürlich Riemenschneider, jenes Ferkel, das Franz Haderlein einst geschenkt bekommen hat, und die Ausbildung zum Polizeisuchhund, pardon Polizeischwein mit Bravour bestanden hat. Ihr (Riemenschneider ist ein Mädchen) kann man kein X für ein U vormachen. Ihre Vorliebe für das Bamberger Bier sorgt manchmal für zusätzliche komische Momente. 

    Ein Thema mit viel Lokalkolorit ist diesmal auch die Unabhängigkeitsbewegung der Franken von Bayern, die einander bekanntlich ja nicht grün sind.  

    Fazit:

     Ein gelungener, verzwickt angelegter Krimi, bei dem man auch herzlich lachen kann und dem ich gerne 4 Sterne gebe.

  19. Cover des Buches Blutfeuer (ISBN: 9783442483068)
    Helmut Vorndran

    Blutfeuer

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Jules113

    Die Klimakatastrophe hat Franken im 'heißen Griff', und der erste Hurrikan der Mittelmeergeschichte zieht über die Alpen. Im Gefolge dieser stürmischen Ereignisse sterben immer mehr Menschen oberfränkischer Herkunft an einer rätselhaften Krankheit. Zeitgleich werden scheinbar ohne Zusammenhang fünf Rentner in einem Bamberger Altenheim ermordet. Die Bamberger Polizei unter Kommissar Haderlein und Kollege Lagerfeld stößt auf geheimnisvolle und immer schockierendere Zusammenhänge.
    Ich bin ein großer Fan von Regionalkrimis und mein Mann hat mich sozusagen genötigt einen Krimi aus seiner Heimat zu lesen. Es war zwar das zweite Buch aus der Reihe, aber das hat nicht gestört. Es geht um viele verschiedene Handlungen und Orte, aber am Ende ergibt alles einen Sinn.
    Mit viel Humor führt der Autor den Leser durch die Geschichte. Begeistert war ich auch von der Kollegin Riemenschneider bin ich total begeistert. Auch den Wechsel zum fränkischen Dialekt hat mir sehr gefallen.

  20. Cover des Buches Das Alabastergrab (ISBN: 9783442482733)
    Helmut Vorndran

    Das Alabastergrab

     (30)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife
    Da ich selbst einige Jahre in Bamberg gelebt habe, hat mich diese Krimitrilogie mit viel Lokalkolorit natürlich gereizt. Ich liebe es in einem Buch mit dem Protagonisten gedanklich durch bekannte Gassen zu spazieren. Ein recht spannender Anfang machte mir den Einstieg in die Geschichte auch recht leicht. Umso überraschter war ich dann als das Ganze ins Abstruse abzugleiten schien. Hier erschien auf einmal ein Schwein auf der Bildfläche, das Fernsehsendungen verfolgen kann um dann für sich innerlich Schlüsse daraus zu ziehen? Ja, das sogar das Telefon für den Kommissar „beantworten“ kann? Als dann der junge Kollege Lagerfeld noch mit einer Sektflasche am Tatort erschien um die 50te Leiche des Kommissars zu feiern, beschloss ich, dass es für mich Zeit für einen Abbruch war. So mancher Leser mag in dem Buch einen Schmunzelkrimi sehen, mir war es schlicht und einfach zu überzogen. 
  21. Cover des Buches Angeschwärzt (ISBN: 9783839225233)
    Friederike Schmöe

    Angeschwärzt

     (6)
    Aktuelle Rezension von: abuelita

    Ein undurchsichtiger Fall, der wirklich sehr verzwickt ist und es auch dem Leser nicht einfach macht.

    Bernhard Lechner, Juwelier, ist verschwunden. Seine Ehefrau und die Tochter Mara beauftragen Katinka mit der Suche nach ihm. Bei den Nachforschungen kommt dann einiges ans Licht; auch dass die beiden Damen Katinka gegenüber nicht ganz ehrlich waren. Aber um was geht es denn nun wirklich – eine Entführung, Unfall , Versicherungsbetrug oder gar Mord? Und welche Rolle spielt Ben, der Freund von Mara, dabei?

    Es gibt Drohungen und Anfeindungen und Katinka weiss gar nicht so recht, wie sie das alles anpacken soll – obwohl ihr natürlich Dante und Harduin zur Seite stehen.

    Da immer wieder neue Aspekte auftauchen, wird der Leser ganz schön in die Irre geführt, obwohl manches doch auch offensichtlich war. Oder doch nicht? Nun, das müsst Ihr selber lesen !

    Wie immer ist der Schreibstil lebendig und die Protagonisten sind gut dargestellt. Trotzdem finde ich, dass die Reihe um Katinka Palfy nun mit der Zeit doch etwas langweiliger wurde, vor allem, da die Polizei ihr fast uneingeschränkt zur Seite steht. Das war früher mal anders…und dadurch auch lebendiger und spannender.

  22. Cover des Buches Der Lehrmeister (Faustus-Serie 2) (ISBN: 9783548063355)
    Oliver Pötzsch

    Der Lehrmeister (Faustus-Serie 2)

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Tauriel

    Es handelt sich hier um die Fortsetzung des ersten Bandes,der unter dem Namen „Der Spielmann“ erschienen ist. Es ist von Vorteil, den ersten Teil zu kennen,das macht diese Erzählung plausibler, auch wenn der Autor öfter Rückblicke aufblitzen lässt.
    Der Lesegenuss ist eindeutig dadurch höher.

     Durch den flüssigen und mitreißenden Schreibstil bin ich gut in die Geschichte um Johann Georg Faustus ,genannt „der Glückliche“ hineingekommen.

    Mittlerweile schreibt man das Jahr  1518 und Faustus entwickelt sich zu einem Getriebenen, um sich  und seine Schützlinge vor dem Bösen zu bewahren.

    Bildgewaltig lässt der Autor hier das 16.Jahrhundert aufleben .Er schreibt auch hier detailliert und fundiert über das damalige Leben, den Zeitgeist, den Aberglauben und den Ablasshandel. Weiterhin sind Fausts einträgliches Geschäft Gaukelei, Taschenspielertricks und Scharlatanerie. 

    Auf dem Weg mit Faustus und seinen Gefährten begegnen wir berühmten Personen,wie Leonardo da Vinci , Raffael, Michelangelo und Martin Luther.

    Auch die Laterna Magica kommt wieder zum Einsatz.

    Die Spannung steigt und wird bis zum fulminanten  Ende gehalten.

    Am Ende des Buches befindet sich ein Reisebericht,wo noch Spuren von Johann Georg Faustus zu entdecken sind.

    Fazit: Eine absolut lohnende Reise ins Mittelalter.


  23. Cover des Buches Bamberger Zauber (ISBN: 9783740800642)
    Harry Luck

    Bamberger Zauber

     (2)
    Aktuelle Rezension von: JasMin
    Ein abgetrennter Arm in der Regnitz, in der Haie und andere gefräßige Seeungeheuer eher selten gesichtet wurden, stellte für uns tatsächlich eine außerordentliche Herausforderung dar.

    Als kurz vor dem Festival "Bamberg zaubert" der Arm eines Toten aus der Regnitz gefischt wird, steht die Polizei vor einem Rätsel. Wer könnte der Tote sein, wie kam er dort hin und, v.a., wo ist der Rest? Die Spuren führen den Kriminalhauptkommissar Horst Müller und seine Kollegin Paulina Kowalska auf die Spur der Puppenspieler und Zauberer. Schon bald müssen sie zwischen Wahrheit und Illusion unterscheiden.

    Dieser Teil der Reihe hat mir bisher am besten gefallen. Die Geschichte rund um den Toten war spannend und ich habe selbst mitgerätselt. Zudem kam wieder der unverkennbare Horst-Müller-Humor durch, den ich im letzten Band beinahe etwas "vermisst" hatte. Es gab doch so einige Szenen, sowie Namen, bei denen ich herzhaft lachen musste. 

    "Bamberger Zauber" würde ich, wie die Vorgängerbände, ebenfalls in das Genre der Cosy-Krimis einsortieren. Ich habe mich, wieder einmal, in Bamberg pudelwohl gefühlt und hatte sogar teilweise das Gefühl, dass ich selbst auf dem Zauberfestival zugegen bin.

    Horst Müller war, mit seinem e-Bike, seinem 90-Jahre-Nokia-Handy, seiner Liebe für die Derrick-Filme sowie den ständig benutzen Fahrradklammern wieder ein mal herrlich kauzig. Dass nun auch noch sein 50. Geburtstag kurz bevor steht, hat ihn teilweise noch ein bisschen mürrischer werden lassen, sodass es in diesem Buch viele tolle Horst-Müller-Momente gegeben hat. 

    Seine vegane Kollegin Paulina hat ihm wieder herrliche Vorlagen gegeben und sich munter durch´s Internet und fruchtige Tomatensoßen gekämpft, die sich letzten Endes als Bolognese heraus stellten. 

    Wieder ein mal wurde gut recherchiertes Hintergrundwissen eingewoben - dieses mal zum Thema Zauberei und deren Hintergründe. Durch die charmante Art war es nicht aufdringlich und sehr lehrreich und interessant.

    Der Schreibstil war flüssig und leicht zu lesen. Teilweise wurden wieder fränkische Begriffe eingestreut, die, meiner Meinung nach, genau richtig waren.

    Ich selbst empfehle das Buch all denjenigen, die sich mit Lokalkrimis identifizieren können, oder auch einfach nur solche, die gerne Krimis und eine gute Portion Humor miteinander verbinden. Ich empfinde es nicht als Muss die beiden Vorgängerkrimis gelesen zu haben, würde es aber empfehlen, da es schon ein paar Anspielungen auf Band eins und zwei gibt. 

    Die Kunst zu zaubern besteht nicht so sehr darin, wunderbare Dinge zu vollbringen, als darin, die Zuschauer zu überzeugen, dass wunderbare Dinge geschehen.


  24. Cover des Buches Nebelschleier (ISBN: 9783899777543)
    Ella Danz

    Nebelschleier

     (20)
    Aktuelle Rezension von: kellermaeuse

    Das Buch in einem Satz: Urlaub, Heimat, Familie, gutes Essen, Mord, Jugendfreunde, alte Liebe, Geburtstag und eine Reihe von Problemen.
    So gestaltet sich Angermüllers dritter Fall.
    Eigentlich will der fränkische Genießerkommissar nur Urlaub in seiner Heimat machen um den runden Geburtstag seiner Mutter zu feiern. Doch dann stolpert er doch glatt weg in einen Mord in dem alte Freunde von ihm verwickelt sind. Und als ob das nicht genug ist triff Georg auch noch auf eine alte Flamme.
    Im Grunde genommen hätte das ein netter Krimi sein können, wenn man mal die Möglichkeit zum spekulieren gehabt hätte wer der Mörder sein könnte. Doch alle die als Verdächtige herhalten sollten hatten für mich kein wirkliches Motiv. Gut der Vater ist ein Tyrann gewesen, aber wirklich Hass konnte ich nicht bei den Töchtern nachempfinden. Auch der Schwiegersohn war mir zu gleichgültig dargestellt. Die Charaktere waren in diesem Buch einfach zu flach.
    Mir hat einfach die Spannung in dem Buch gefehlt und was mir gehörig auf den Keks ging, der fränkische Dialekt. Vielleicht lag das aber auch nur daran das ich genau aus der entgegengesetzten Region komme.


    Mein Fazit:
    Eine kleines Familiendrama ohne Spannung für langweilige Nachmittag an dem man nichts besser zu tun hat als zu lesen.

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