Bücher mit dem Tag "bachmann"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bachmann" gekennzeichnet haben.

18 Bücher

  1. Cover des Buches Die Seltsamen (ISBN: 9783257243314)
    Stefan Bachmann

    Die Seltsamen

     (160)
    Aktuelle Rezension von: Catastrophia

    Vor langer Zeit schloss sich ein Portal zwischen der magischen und der uns bekannten Welt. Seitdem sind Elfen, Feen, Gnome und andere magische Wesen in unserer Welt gefangen und man versucht, sich miteinander und mit den Menschen zu arrangieren. Vor diesem Hintergrund spielt "Die Seltsamen", der erste Band einer Fantasyreihe. 

    Der junge Bartholomew und seine Schwester Hettie haben keine normale Kindheit, denn sie sind "Seltsame", Mischlingskinder von Feen- und Menscheneltern. Damit gehören sie zu keiner der beiden Welten, werden verachtet und oft genug verfolgt. Im Viktorianischen England verschwinden nun einige Mischlingskinder und nicht nur Bartholomew sucht die Übeltäter, sondern auch ds britische Parlament. 

    Da ich sowohl Fantasy als auch Steampunk liebe, war das Setting für mich definitiv genau das richtige. Mit viel Witz und originellen Ideen erdenk Stefan Bachmann eine Welt, in der mechanische Vögel herumfliegen, Grünhexen im Wald leben und vor allem viele Feenausgebeutet werden und  in Slums leben. Somit ist das Thema des Romans durchaus ein ernstes und ermöglicht auch einen Blick auf die Industrielle Revolution mit einem "was wäre, wenn es damals Feen gegeben hätte"-Szenario. 

    Kriminalroman meets Fantasy meets Dampfmaschine meets Jugendbuch - einordnen lässt sich dieses Buch nicht so leicht. Etwas mehr Tiefgang hätte den Charakteren noch gutgetan, aber auch so sind sie fantasievoll, sympatisch und man fiebert mit ihnen mit.

  2. Cover des Buches Malina (ISBN: 9783518240175)
    Ingeborg Bachmann

    Malina

     (114)
    Aktuelle Rezension von: Villa_malLit

    Eine namenlose Ich-Erzählerin, welche als Schriftstellerin arbeitet, wohnt mit ihrem Mitbewohner Malina in der Ungargasse in Wien. Ihre Liebe gilt aber dem Ungarn Ivan, der Vater zweier Jungs, doch auch ohne Malina kann sie nicht leben. 

    Was zunächst nach einer Liebesgeschichte aussieht, verwandelt sich in eine Tragödie voller Albträume. Der Roman ist in drei Teile aufgeteilt: Im ersten geht es hauptsächlich um die Entwicklung mit Ivan, im zweiten verarbeitet die Schriftstellerin die Shoa und im letzten Teil ereilt sie ihr Schicksal.
    Ich empfand den ersten Teil zunächst sehr träge, obwohl es mich auch irgendwie angezogen hat.
    Nachdem ich mich über dieses Werk und über Ingeborg Bachmann genauer informiert hatte, war es um mich geschehen. Dieses Werk, welches laut Bachmann zwar keine Autobiografie ist, aber autobiografisch, bringt die Zerrissenheit und den Schmerz einer Depression und Abhängigkeit unglaublich genial zum Ausdruck. Wenn man sich auf das Werk einlassen kann, spürt man dies auch beim Lesen in jeder Zeile.
    Dieser Roman ist definitiv kein Buch für leichte und angenehme Stunden. Mich hat es vor allem ab dem zweiten Teil auf faszinierende Art und Weise zerrissen. Das Ende macht einen in Anbetracht des Todes der Autorin sprachlos.

    Es ist wirklich schwer diesem Werk mit Worten gerecht zu werden.

  3. Cover des Buches Regulator (ISBN: 9783453435810)
    Stephen King

    Regulator

     (166)
    Aktuelle Rezension von: Flaventus

    Stephen King hat eine sehr sonderbare Beziehung zu Richard Bachman. Mit einem Augenzwinkern, aber doch immer noch viel Ernst, gibt es eine erstaunlich ausführliche Biografie von dem Autor (sogar mit Foto), der 1985 an Pseudonym-Krebs starb. Es ist zufällig das gleiche Jahr, in dem Kings Pseudonym bekannt wurde. Diese Figur lies King aber nicht los, weshalb er im Jahr 1994 ein Doppelpack schrieb. Zum einen “Desperation”, das er unter seinem eigenen Namen veröffentlichte und zum anderen “Regulator”, das er kurzerhand zum Erbe von Bachman erklärte und das von dessen Witwe posthum veröffentlicht wurde.

    Regulator ist auf eine Art und Weise geschrieben, die seinen Kritikern in die Hände spielt. Gespickt mit derben und vulgären Ausdrücken ist es zwar aus der allwissenden Erzählperspektive geschrieben, aber der Autor spricht den Leser immer wieder direkt an. Neben der anzüglichen Sprache findet sich in dem Buch ein Übermaß an Gewaltdarstellungen, die oftmals etwas überzogen wirken.

    Vor allem zu Beginn des Buchs geht es drunter und drüber und der Leser weiß nicht so recht, was er mit dem Chaos anfangen soll. Verstärkt wird dieser Eindruck durch unterschiedliche Einschübe, die mit der Handlung auf den ersten Blick nichts gemein haben. Nach und nach wird dem Leser offenbart, was hinter dem Chaos steckt und die King-Leser fühlen sich wieder heimisch.

    Ich habe ein paar Bücher von King gelesen, in denen er es mit seinen ausführlichen Beschreibungen und Zeitsprüngen übertreibt. „Regulator“ gehört eindeutig dazu. An vielen Stellen bremst King seine Leser regelrecht aus, wenn die Geschichte gerade erst Fahrt aufgenommen hat und er irgendeine Art von Einschub oder von einer Nebenhandlung erzählt. Die Idee mit den Einschüben ist zwar recht gut, aber sie sind teils am falschen Ort platziert worden.

    Fazit

    Es wird zwar aufgeklärt, was es mit dem Chaos auf sich hat, aber ich finde, dass King zu ausschweifend seine Erzählung aufgebaut hat. Er kommt gern vom Hölzchen aufs Stöckchen und macht gerade aufgebaut Spannung dadurch kaputt. Dieser Roman gehört sicherlich nicht zu seinen Glanzleistungen und muss meines Erachtens auch nicht unbedingt gelesen werden.

  4. Cover des Buches Der Seelenbrecher (ISBN: 9783945386422)
    Sebastian Fitzek

    Der Seelenbrecher

     (3.298)
    Aktuelle Rezension von: LuisasBuecherliebe

    Dieser Fitzek hat mich umgehauen!

    Ich habe schon länger keinen Fitzek mehr gelesen, der mich so in den Bann gezogen hat. Miträtseln kann man bei jedem Buch von ihm sehr gut, aber dieses hier war so spannend und hat mich mitgerissen.
    Ich finde Bücher / Thriller, die in einem abgeschlossenen Setting spielen sooo interessant und spannend und hier kam noch eine super Atmosphäre dazu. Zusammen mit den so verschiedenen Charakteren, deren verschiedenen Antrieben und Motiven & dem Schicksal des Erzählers & der Rahmenhandlung des Experiments ist ein großartiges Gesamtpaket entstanden.
    Das Ende ist wieder fitzek-like sehr überraschend, aber verständlich und hat in die Geschichte gepasst. Das Ende der Rahmenhandlung habe ich irgendwann kommen sehen, fand ich deswegen aber nicht weniger gut.
    Gefallen hat mir auch das Easteregg zu einem anderen Fitzek-Roman. :)

  5. Cover des Buches Todesmarsch (ISBN: 9783641162221)
    Stephen King

    Todesmarsch

     (782)
    Aktuelle Rezension von: sina_liest

    100 junge Männer nehmen an einem Wettlauf teil, der Gewinner darf sich wünschen was immer er möchte. Die 99 Verlierer zahlen allerdings einen hohen Preis: den Tod.

    Tatsächlich lässt sich kaum mehr über den Inhalt des Buches sagen, denn es passiert eben auch nicht mehr. Die Charaktere gehen und gehen und gehen, sie werden müde oder haben anderweitige Probleme und sterben. Und sie reden. Miteinander oder auch übereinander. Man merkt schnell, dass es in diesem Buch um die Charaktere geht und um ihr Miteinander und genau hier liegt Kings Stärke. Wenn er eines kann, dann Charaktere gestalten, die man gerne begleitet und von denen gibt es hier mehr als genug. Da ist es fast schon egal, dass die Handlung eher simpel ist.

    Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen, hätte mir aber ein bisschen mehr Worldbuilding gewünscht. Es handelt sich hier um eine Dystopie und was genau hinter dieser steckt erfährt man nur ansatzweise aus dem Kontext der Dialoge. Wirklich ins Detail geht es dabei nie. Das mag schon so gewollt sein (immerhin liegt der Fokus wie gesagt eindeutig auf den Charakteren), war mir stellenweise aber ein bisschen zu wenig. Auch das Ende fand ich eher so naja. Da ging mir einiges etwas zu schnell und generell hätte ich mir da auch etwas mehr Drama gewünscht.

    Grundsätzlich ist "Todesmarsch" für mich aber ein guter King. Eine unterhaltsame, simple und stellenweise großartige Geschichte, die ich durchaus empfehlen kann.

  6. Cover des Buches Das dreißigste Jahr (ISBN: 9783492974547)
    Ingeborg Bachmann

    Das dreißigste Jahr

     (26)
    Aktuelle Rezension von: awogfli
    Ich mag Bachmanns Sprachfbulierkunst, fast alle Geschichten waren aber derartig langweilig und über total nutzlose Figuren, die sich einen Wolf schwafeln über total sinnlose Dinge, die kein Schwein interessieren.
    Das beginnt beim Dreißigsten Jahr Ich bin grad 50 geworden und meine Midlifecrisis ist ein Lercherlschas gegen die Quarterlifecrisis des Protagonisten - nicht auszuhalten dieses Gewinsel  - da wünscht man sich, dass ihm endlich was passiert, damit er einen Grund hat zu lamentieren, und zack ist er da der Autounfall - leider erwischts den anderen. Dem Tode entronnen, entdeckt er nach Monaten der Rekonvaleszenz ein weißes Haar - was für ein lächerliches Drama, nicht mal der Erwähnung wert. Hat dieser Mehlwurm von einem Mann keine anderen Probleme?"

    Die Geschichte des Mannes der sein Kind nicht annehmen konnte, ist sosolala nicht ganz so unspannend wie alle anderen, die  vom Richter, der über Wahrheit schwafelt ist auf jeden Fall die perfekte Medikation gegen Schlafstörungen und zwei andere sind nicht der Rede wert.

    Lediglich die Kurzgeschichte Unter Mördern und Irren ist grandios. Nach dem zweiten Weltkrieg sitzen Täter und Opfer wieder an einem Tisch in einem Gasthaus. Sie sind voneinander abhängig und geschäftlich miteinander verflochten - die Täter haben es wieder zu was gebracht. Grandiose Beschreibung des Nachkriegsösterreich und wie die Juden mit der laschen Entnazifizierung umgingen.

    Fazit: Schöne Sprache aber die Geschichten, die Bachmann erzählt, sind fast nicht der Rede wert. Komisch, dass sie auch so oft das Innenleben von Männern beleuchten und den Kern von männlichen Archetypen festnageln wollte. Das hätte sie als Frau vielleicht lassen sollen, denn es ist ihr meiner Meinung nach überhaupt nicht gelungen.
  7. Cover des Buches Ingeborg Bachmann und Max Frisch (ISBN: 9783492306294)
    Ingeborg Gleichauf

    Ingeborg Bachmann und Max Frisch

     (5)
    Aktuelle Rezension von: HeikeG
    "In ihrer Nähe gibt es nur sie, in ihrer Nähe beginnt der Wahn.", lässt Max Frisch seinen Montauk über die junge Verlagsangestellte Lynn sinnieren. Auch wenn die Erzählung nur Fiktion ist, so könnte sie doch einen großen Anteil Wahrheit beinhalten. Wahrheit über seine Beziehung zu einer Frau, deren bildhafte Lyrik "in ihrer Mischung aus Sinnlichkeit und Intellektualität" fasziniert, die viele Leben gleichzeitig lebte, dabei aber immer darauf bedacht war, dass keines vom anderen wusste: Ingeborg Bachmann. Ingeborg Gleichauf, die mich schon in ihren Biografien über Max Frisch, Simone de Beauvoir und Hannah Ahrendt begeisterte, dringt erneut in den "Zwischenraum aus ungelebten Möglichkeiten", in die "Reste von Vergangenem" ein, um die wohl herausforderndste Liebesbeziehung, die Max Frisch einging, zu beleuchten. Eine Begegnung, die sowohl für Bachmann als auch Frisch äußerst prägend war und deren extreme Erfahrungen in beider Arbeit einflossen.

    "Hat nicht jede erste Begegnung ihre ganz eigene, besondere Vorgeschichte? Und wenn diese erste Begegnung den Beginn einer Liebesbeziehung markiert, wie groß ist dann erst die Bedeutung dessen, was vorher geschah oder auch gerade nicht, die Geschichte der Wünsche, Sehnsüchte, überhaupt der ganze Vorstellungs- und Gefühlskosmos, der sich auftut, wenn es um ich und du geht. Noch um ein Vielfaches komplizierter, schillernder, facettenreicher wird es, wenn der Blick sich richtet auf die Beziehung zweier Dichter oder Schriftsteller." Ingeborg Gleichauf berichtet in ihrer unvergleichlich romanesken, analysierenden Art über den verwirrenden, vieldeutigen Anfang, die gemeinsamen Jahre, bis hin zur Trennung, über die Frisch selbst schrieb: "Das Ende haben wir nicht gut bestanden, beide nicht." Sie lässt den Leser an den Höhen und Tiefen dieser ungewöhnlichen, explosiven, großen Liebe teilhaben. Wunderbar gelingt es ihr, an den Schauplätzen Paris, Zürich und Rom Bilder auftauchen zu lassen, Stimmen hörbar zu machen und sie vor dem inneren Auge des Lesers auszubreiten. "Die Vergangenheit schiebt sich über die Gegenwart. Auf der Bühne des Gedächtnisses wird ein Stück aufgeführt."

    Gleichauf berichtet vom steten Schreiben Bachmanns und Frischs "gegen den Andrang der Welt, gegen die Ansprüche anderer Menschen", das durchaus ein Schreiben "aus Notwehr gegen die eigenen Ängste und Unsicherheiten" war. Beide sind Meister "im Anfangen, im Entwurf ungeahnter Möglichkeiten". Doch der Boden auf dem sich die zwei Liebenden bewegten, erwies sich mehr als brüchig. Trotzdem kämpften sie um ihre Beziehung und bäumten sich vehement gegen das Scheitern auf, wie die Autorin feststellt. Immer wieder wirft die Autorin Fragen in ihrem Text auf: Wer sind sie denn wirklich, diese Ingeborg Bachmann und dieser Max Frisch? Was zeigten und was versteckten sie? Inszenierten sie sich oder das was man von ihr sehen wollte nur? Ingeborg Gleichauf kitzelt die vielen widersprüchlichen Ansichten ihrer beiden Protagonisten heraus, stellt sie gegeneinander, um irgendwo dazwischen das Quäntchen Wahrheit zu finden. Dabei tritt in ihren Texten ein Ton zutage, der die Schwingungen aus Wirklichkeit und Fantasie, von denen das Paar getragen wurde, nachvollziehbar macht.
    Der Blick auf die Beziehung bleibt natürlich ein vermittelter, "gebunden an die Werke, die in dieser Zeit und danach entstehen, und auch an die Werke, die bereits erschienen sind. Sie tragen nicht bei zur Wahrheitsfindung, was das Faktische betrifft, aber sie können etwas zeigen. Sie regen die Vorstellungskraft an. Die Beziehung wird lesbar." Zwar nur in Ansätzen und Momentaufnahmen, aber trotzdem gelingt der Autorin eine Annäherung an das "explosive Zwischen-den-Beiden". Dazu gibt sie neben den Hauptfiguren in diesem Drama weiteren Mitspielern eine Stimme. Das sind zum einen natürlich deren Kunst, aber auch die öffentliche Meinung und vor allem die Schauplätze, an denen sich Bachmanns und Frischs Leben abspielte. Denn beide waren Reisende auf der Suche nach Orten, wo sie länger oder vielleicht für immer verweilen hätten können. Geschickt arbeitet Ingeborg Gleichauf hierbei vor allem das unterschiedliche Erleben heraus.

    Fazit: Das Buch - ergänzt durch einige Fotos - liest sich fast wie ein Roman und ist doch sehr detailgenau und differenziert. Es ist der Autorin ohne waghalsige Spekulationen, sondern durchaus mit kritischem Abstand gelungen, die Beziehung von Max Frisch und Ingeborg Bachmann mit ihren jeweiligen Romanen, Theaterstücken oder Gedichten zu verzahnen: eine durchgehend geschickte Verflechtung von Beschreibung und Analyse, ein authentisches Werk und zuweilen ein "beängstigendes In-die-Nähe-Kommen zum Atmosphärischen im Leben des Liebespaares Bachmann und Frisch". Obwohl der Text mit viel Sympathie für die beiden Protagonistin geschrieben und deren Annäherung sehr persönlich gestaltet wird, vereinnahmt Ingeborg Gleichauf sie weder, noch verklärt sie sie zu Helden. Aber sie versetzt sich ganz tief in Frischs und Bachmanns Denk- und Verhaltensweisen. Gerade dadurch holt sie faszinierende und streitbare Persönlichkeiten an die Oberfläche, die letztendlich beinahe persönlich zum Leser sprechen und ausrufen: "Alles ist offen, und nichts ist geklärt" im "Kunstwerk Liebe des Dichterprinzenpaares".
  8. Cover des Buches Herzzeit (ISBN: 9783518730904)
    Bertrand Badiou

    Herzzeit

     (44)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly

    Unter dem Titel "Herzzeit" wurde der Briefwechsel von Ingeborg Bachmann und Paul Celan veröffentlicht. Der Begriff "Herzzeit" verweist auf Celans Gedicht "Köln, Am Hof", welches nach dem Wiederaufleben der Liebesbeziehung von Ingeborg und Paul im Jahr 1957 entstand.

    1948 lernen sich die 21-jährige und der 27-jährige in Wien kennen und lieben. Beide noch unbekannt und jung, doch jeder für sich schon mit Erfahrungen und Ängsten belastet.

    Paul Celan, Jahrgang 1920, Sohn deutschsprachiger Juden, verliert seine Eltern nach deren Deportation im Winter 1942/43. Er selbst überlebt in einem rumänischen Arbeitslager, arbeitet nach dem Krieg als Übersetzer.

    Ingeborg Bachmann, Jahrgang 1926, in Klagenfurt geboren und aufgewachsen, befreit sie sich durch das Medium Sprache aus einer von Nationalsozialismus und Krieg beherrschten Umgebung. Und so treffen im Wien des Jahres 1948 zwei junge Menschen aufeinander, die zwar aus konträren Welten stammen, jedoch durch ihre Liebe zur Sprache zueinander finden.

    Das spiegelt sich sowohl im Briefwechsel an sich, als auch in den Gedichten, die beide für den anderen bzw. erst möglich durch die Beziehung zum anderen erschaffen. So stellt der Briefwechsel zwischen 1948 und 1967 einen sehr intimen Einblick in die ausgesprochen wechselhafte, aber auch wechselwirksame Beziehung, Freundschaft, Liebschaft von IB und PC dar. Näher kann man ihnen selbst in ihren Werken nicht kommen. Tief berührt lese ich von Liebe, Zuneigung, Sehnsucht, die sich quält durch räumliche und historische Distanz. Traurig stimmt mich vor allen Dingen, wie gebunden die beiden Dichtergrößen in ihrem Alltag, ihrem Dasein verharren mussten. Oft wirkt es auferlegt durch Pflichterfüllungen, durch Existenzängste. Wie die berühmten Königskinder, die nicht zueinander kommen konnten, streben IB und PC wie Sterne in unterschiedlichen Bahnen aufeinander zu, um kurz darauf wieder auseinander zu driften.

    Gerade Paul Celan leidet schmerzlich unter den Plagiatsvorwürfen von Seiten Claire Goll. Er kämpft gegen eine auch damals schon allmächtige Kraft; die Presse. Plattform für Parolen und Meinungen, die oft um der Diskussion willen publiziert werden, wenig hinterfragt und doch manifestiert, wenn sie einmal gedruckt wurden.

    Auch die mittlerweile erfolgreiche Autorin Ingeborg Bachmann sowie zahlreiche befreundete Autoren erreichen mit ihren Einwürfen nicht die Linderung, die Celan helfen oder befreien könnte.

    So endet die Liebe, die Freundschaft und viel zu früh beider Leben unerfüllt. Doch haben Bachmann und Celan jeder für sich ein Lebenswerk hinterlassen, welches sie durch ihr Lieblingsmedium Sprache immer wieder ins Zimmer treten lässt.

    Das Buch selbst gliedert sich in die chronologische Abfolge des Briefwechsels zwischen Ingeborg und Paul. Es folgt der Briefwechsel zwischen Paul und Max Frisch, der von 1958 bis 1962 mit Ingeborg eine Beziehung führte sowie die Korrespondenz zwischen Bachmann und Gisèle Celan-Lestrange, Ehefrau von Paul Celan. Abbildungen aus dem Leben von IB und PC, von Briefen oder Zeichnungen GCL's. Kommentare der Herausgeber, eine Zeittafel sowie die mit vielen weiteren Informationen und Erklärungen versehenen Stellenkommentare.

    Eine sehr intensive Lektüre, die Einblicke in die Leben zweier in ihren Sehnsüchten gebundenen Menschen bietet. Zudem ein Stück Geschichte, mit viel Feingefühl und Kenntnis zum Leben erweckt aus Erinnerungen, Dokumenten und Nachlässen.

  9. Cover des Buches Unvollendete Symphonie (ISBN: 9783903005105)
    Hans Weigel

    Unvollendete Symphonie

     (3)
    Aktuelle Rezension von: leserin
    Das Buch ist 1950 entstanden und Hans Weigel nennt es einen "Zeit-Roman". Es ist ein Roman, in dem Liebe, Emigration, die Stadt Wien eine große Rolle spielen. Der Inhalt ist als loses Dokument aus der Sicht der Künstlerin geschrieben worden. Eine Gruppe Menschen, mit dabei auch eine Künstlerin (Ingeborg Bachmann) aus der Provinz, sitzen in Wien beisammen und ein Mann stößt dazu. Der Hausherr sagt "Er ist wieder da". Gemeint ist der jüdische Geschäftsmann Peter Taussig(Hans Weigel), der aus seiner Wanderung durch Europa zurückkam. Die Künstlerin hat sich zu diesem Zeitpunkt schon unbewußt in P.T. verliebt und diese "Veränderung der Umwelt" ausgezeichnet vom Schriftsteller dargestellt. "Der Frühling hat angefangen, die Finsternis wurde hell, die Stadt hat sich neu erschlossen. Alles Häßliche und Schäbige hat sich in Schönheit verwandelt". Sie trennen sich und erst bei der 2. zufälligen Begegnung (obwohl sich beide in Wien gesucht haben) wird die Liebe klar für beide. Die Zeit ihres intensiveren Kennenlernens wird wunderschön beschrieben und überhaupt hat der Schriftsteller eine grandiose Gedankengänge, die mich ständig nachlesen und nachdenken machten. Es gab dann doch immer wieder Zweifel und immer wieder Auf und Abs in der Liebesbeziehung. Für mich waren sehr viele interessante Szenen, wie der Besuch der jüdischen Verwandten ind der Schweiz oder ein markanter Gräberbesuch in Wien. Das Buch ist eine Liebeserklärung an die Stadt Wien mit vielen Details und auch dem "berühmten Wiener Schmäh" ausgeschmückt. Hans Weigel schreibt im Nachwort" Ingeborg Bchmann hat dieses Buch noch erlebt und war dvon angetan. Es ist ein Schlüsselroman über die Bachmann und mich oder ein Buchüber diese Zeit der fünfziger Jahre in Wien......"
  10. Cover des Buches Deutsche Lyrik vom Barock bis zur Gegenwart (ISBN: 9783423123976)
    Gerhard Hay

    Deutsche Lyrik vom Barock bis zur Gegenwart

     (2)
    Aktuelle Rezension von: LilStar
    Eine interessante Auswahl an über 300 deutschsprachigen Gedichten aus verschiedenen Themen aus dem Barock bis zur Gegenwart.
  11. Cover des Buches Lyrik unterwegs (ISBN: 9783871814464)
    Ursel Hosch

    Lyrik unterwegs

     (1)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly
    Dein Tag war anstrengend, du bist erledigt und willst nur noch nach Hause. In der Straßenbahn schweift dein Blick über die Werbeflächen...und bleibt hängen an einem Gedicht! Es bewegt dich, erfreut dich, tröstet dich vielleicht, versöhnt dich mit diesem verkorksten Tag. Ursel Hosch hat die Idee der "Lyrik unterwegs" für die SSB von der amerikanischen Literaturdozentin Judith Chernaik übernommen. Die hat in der Londoner U-Bahn mit "Poems on the underground" diese inspirierende Idee umgesetzt. Seit 1987 veröffentlicht nun die SSB in ihren Fahrzeugen Gedichte und hat mit Sicherheit schon den einen oder anderen Tag damit gerettet. Im Band "Lyrik unterwegs" wurden die 180 veröffentlichten Gedichte sowie 15 Beiträge zur 1999 stattfindenden Mittelmeerkonferenz in Stuttgart zusammengestellt. Eine schöne und breitgefächerte Anthologie, die sich in Rubriken, wie z.B. "Im Wort ruht Gewalt", "Schweigende Fahrgäste" oder "Der Schnee fällt nicht hinauf" unterteilt.
  12. Cover des Buches Palast der Finsternis (ISBN: 9783257244762)
    Stefan Bachmann

    Palast der Finsternis

     (235)
    Aktuelle Rezension von: wanderer-of-words

    Anhand des Klappentextes hatte ich einen Abenteuerroman erwartet, etwas in Richtung Indiana Jones oder Tomb Raider, doch schnell zeigt sich, dass das Buch einen anderen Weg einschlägt. Die Jugendlichen sind nicht aus dem Grund aus dem sie in den Palast eingeladen wurden dort, sondern müssen aus dem Labyrinth fliehen, während verschiedene Feinde sie jagen. Die Geschichte ist dabei spannend und einfallsreich erzählt und mit einer Prise Fantasy/Mystery gewürzt. Während ein Erzählstrang in der Gegenwart spielt, wird in einem weiteren nach und nach die Geschichte der Familie die den unterirdischen Palast erbaute aufgedeckt. Die Rückblenden haben mir sehr gut gefallen, dort gibt es viele Andeutungen, dass mit dem Palast etwas nicht stimmt. Es wird aber nie zu viel verraten, so dass man bis zum Ende rätselt, was es mit dem Ganzen wohl aufs ich hat.

    Die Stimmung ist gut getroffen, eine bedrohliche Atmosphäre zieht sich durch das ganze Buch, dabei findet aber auch feiner Humor seinen Platz. Auch die Charaktere sind wirklich gut gelungen. Jugendliche Protagonisten können ja schnell sehr anstrengend sein, hier ist das zum Glück nicht der Fall und trotz des wenigen Seitenumfangs ist eine Weiterentwicklung der Charaktere zu beobachten. 

    Fazit
    Eine mysteriöse und packende Geschichte die ich binnen kürzester Zeit gelesen habe und die mich sehr gut unterhalten hat. Ich hätte mir sogar noch ein paar Seiten mehr für eine noch tiefere Entwicklung der Charaktere und die Erklärung der Hintergründe gewünscht.

  13. Cover des Buches Geburt (ISBN: 9783466362967)
    Hans Georg Ruhe

    Geburt

     (2)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly
    Das Buch "Geburt - Ein Lesebuch" herausgegeben von Hans Georg Ruhe umfasst das Thema Geburt recht ausschweifend. Vom Eintritt ins Leben bis zum Tod werden zahlreiche Aspekte ausgelotet. Dies kann ein Text wie Oriana Fallacis "Brief an ein ungeborenes Kind" sein, das Gedicht "Augenblick im Juni" von Günter Eich oder Berthold Brechts "Die Liebenden". Das Lesebuch hat mir gut gefallen, weil es so unkonventionell und weitreichend mit dem Thema umgeht. ** Besonders schön ist Khalil Gibrans Beitrag "Eure Kinder sind nicht eure Kinder".
  14. Cover des Buches Kriegstagebuch (ISBN: 9783518730805)
    Ingeborg Bachmann

    Kriegstagebuch

     (11)
    Aktuelle Rezension von: bogi
    Es war wohl ein Fehler, dass ich mich vor der Lektüre des Buches zum einen nicht mit Ingeborg Bachmann näher beschäftigt habe und zum anderen gerade dieses Bändchen als erstes ausgewählt habe. Es besteht im Grunde aus drei Teilen. Zunächst werden eine Reihe Tagebucheinträge der Autorin vom Ende des 2. Weltkrieges präsentiert. Diese spiegeln ein Aufatmen der jungen Bachmann über das Ende des Krieges und der Naziherrschaft wieder, eine tiefe Erleichterung über die Rückkehr eines normalen Lebens. Danach sind etliche Briefe Ihres damaligen Liebhabers (eines Besatzungssoldaten) während dieser Zeit und nach dessen Auswanderung ins damalige Palästina abgedruckt. Abschliessend eine kommentierender Teil. Die Tagebucheinträge sind bewegend, haben mich (möglicherweise eben in Unkenntnis der Biographie von Frau Bachmann) aber nicht besonders berührt. Die Briefe des Soldaten zeugen von einer grossen Zuneigung, bringen jedoch auch nicht wirklich Aussergewöhnliches zutage (möglicherweise wäre es anders gewesen, wenn auch die jeweiligen Antwortbriefe der Bachmann erhalten gewesen wären). Der Kommentarteil erfüllt zwar seine Funktion (sogar besser als man dies in vielen Büchern gewohnt ist), packender macht es das Buch aber auch nicht. Es wird wohl längere Zeit dauern bis ich nochmal ein Versuch der Annäherung an Ingeborg Bachmann wage, ad acta werde ich sie aber derzeit noch nicht legen.
  15. Cover des Buches Auf den Schwingen der Hölle (ISBN: 9783946734017)
    Jan Flieger

    Auf den Schwingen der Hölle

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Andreas_M_Sturm

    Ein Ehepaar begibt sich auf die Lofoten, um den Mörder ihrer Tochter zu bestrafen. Der Vater voll Entschlossenheit und Hass, die Mutter eher zögerlich. Sie könnte eventuell verzeihen, der Vater nie. Er ist von seinen inneren Dämonen so vereinnahmt, dass er sich gefühlsmäßig von seiner Frau löst und sogar bereit ist, sie zu beseitigen, sollte sie sich seinen Racheplänen in den Weg stellen. Er lässt sich einzig von seiner Rache leiten und will nicht wahrhaben, dass er daran zerbrechen wird.

    Die Geschichte um die Jagd eines Rächers erlangt durch die bildreiche Beschreibung der wildromantischen und auch bedrohlichen Kulisse der Inselwelt eine gewaltige Kraft. Die detailliert beschriebenen Charaktere sind in jeder Phase des Buches nachvollziehbar und man wird von den Ängsten und Wünschen der Protagonisten gefangen genommen.

    Fazit: kein Lesestoff, der nach dem Ende der Lektüre abgehakt und vergessen ist. Wenn man sich auf diese düstere Reise einlässt, sollte man Zeit mitbringen, denn diesen Thriller zwischendurch zu unterbrechen, ist bei der gnadenlosen Spannung unmöglich.

  16. Cover des Buches Montauk (ISBN: 9783518427484)
    Max Frisch

    Montauk

     (151)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin
    Max Frisch hat mit "Montauk" einen autobiographischen Roman verfasst, in welchem er ein Wochenende in Montauk im Jahr 1974 beschreibt und dabei gedanklich in die Vergangenheit abschweift, aber auch einen Blick in die Zukunft wirft. 
    Das Wochenende verbringt er mit der 31-jährigen Amerikanerin Lynn, die ihn auf seiner Lesereise begleitet und mit der er eine Affäre hat.

    Die Affäre oder die Handlung auf Long Island steht dabei nicht im Vordergrund, vielmehr ist der Roman eine nach Frischs Angaben selbst aufrichtige Sicht auf sein Leben. "Montauk" ist deshalb sein persönlichstes Buch, in dem er sich selbst reflektiert. 

    Er erzählt von seinen Anfängen als Schriftsteller, von seiner Tätigkeit als Architekt, aber auch von seinen Ehen und den zahlreichen Reisen, die der Schweizer nach Frankreich, Italien oder eben auch die USA unternommen hat. Kritisch betrachtet er aber auch seine Berühmtheit, seinen Erfolg und den Reichtum, der ihn verblüffte. 

    Der Roman ist überwiegend aus der Ich-Perspektive, aber auch aus Sicht einer dritten Person geschrieben, um mutmaßlich aus der Distanz sein eigenes Verhalten objektiver und selbstkritischer betrachten zu können. 

    Für mich fehlte bei dem Roman ein roter Faden. Frisch scheint seine Gedanken aufgeschrieben zu haben, wie sie ihm gerade in den Sinn gekommen sind. Er selbst hatte aber auch nicht den Anspruch, dem Leser gefallen zu wollen. "Eine Literatur, die sich selbst genügt". 

    Ob der Titel "Montauk" so passend gewählt ist, sei dahin gestellt - zumindest gibt der Aufenthalt dort den Anlass die Liebesbeziehung mit Lynn zu verschriften und mit dem Roman gleichzeitig einen Rückblick auf sein Leben zu geben. 

    "Montauk" ist damit ein Buch für all diejenigen, die sich für die Person Max Frisch interessieren und mehr über sein Leben als Autor, aber auch als Mann mit seinen Beziehungen zu verschiedenen Frauen aus autobiographischer Sicht erfahren möchten. 
  17. Cover des Buches Wir sagen uns Dunkles (ISBN: 9783570554166)
    Helmut Böttiger

    Wir sagen uns Dunkles

     (11)
    Aktuelle Rezension von: HEIDIZ

    Nachkriegsliteratur - dieser Begriff muss unbedingt mit den beiden Menschen und Schriftstellern Ingeborg Bachmann und Paul Celan einhergehen.

     

    Daten zum Buch:
    =============

     

    ·  Gebundene Ausgabe: 272 Seiten

    ·  Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt; Auflage: 2 (28. August 2017)

    ·  Sprache: Deutsch

    ·  ISBN-10: 342104631X

    ·  ISBN-13: 978-3421046314

    ·  Größe und/oder Gewicht: 14,2 x 2,8 x 22,2 cm

     

    PREIS: 22,00 Euro

    Für mich ist das mir vorliegende Buch etwas ganz besonderes. Es gibt da ein Lied von U2 "With or without you" - es beschreibt, wie ich mir die Beziehung dieser beiden so besonderen Menschen vorstelle.

    Beide Gestalten für sich sind schon interessant, sie aber im Verhältnis bzw. im Zusammenspiel zu betrachten, war für mich noch anregender und informativer. Den Titel finde es erstklassig gewählt und den Inhalt kann ich mit folgenden Worten beschreiben: kompetent, informativ, verständlich, erhellend, legendär und dramatisch spannend.

    Als sich die beiden kennen lernten, waren sie noch nicht bekannt. Es war Frühjahr 1948. Es waren Zeiten, von Hochs und Tief gekennzeichnet, immer wieder näherten sie sich und entfernten sich wieder. Bis hinein in die 60er, als ihre Namen schon bekannt waren.

    Das Buch kann als Studie philosophischer Natur bezeichnet werden, der Autor geht sehr tiefgründig vor, studiert die beiden Charaktere für sich und im Zusammenhang.

    Mit zahlreichen Fotos versehen ist dieses Buch eine zu 100 Prozent gelungene Publikation, die ich sehr empfehlen kann.

    Leseprobe:
    ========

     

    Wenn man will, kann man hier sogar einen selbtironischen Kommentar zu einem anderen inoffiziell hinterlassenen Text der Autorin entdecken, zu den frühen Briefen an Felician nämlich, in denen sie später auf jeden Fall, wenn sie wollte, etwas "Sentimentales" im "schnellen Heranwachsen" sehen konnte. ...

  18. Cover des Buches Das Zimmermädchen (ISBN: 9783895618635)
    Markus Orths

    Das Zimmermädchen

     (47)
    Aktuelle Rezension von: xshirleyx

    "Das Zimmermädchen" von Autor Markus Orths hat mich fasziniert. Besonders die Grundidee hat mich beeindruckt. Hier und da habe ich allerdings einige Kritikpunkte.

    Das Cover ist passend. Es ist düster und schlicht. Ich würde es im Laden vermutlich übersehen. Das Cover finde ich ganz okay. Es trifft nicht meinen Geschmack, aber bei diesem Buch hat mich insgesamt eher der Klappentext angesprochen. Der Schreibstil hat mich überrascht. Ich konnte alles nachvollziehen und habe mich gut unterhalten gefühlt. 

    Die Charaktere waren manchmal komisch und nicht authentisch. Ich hätte mir mehr zu Lynn's Gedanken, Phobien und psychischen Störungen gewünscht. Aus diesem Grund habe ich ihre Handlungen nicht immer verstanden. Mich hätte beispielsweise interessiert, weshalb sie sich ständig unter die Betten der Gäste legt. Die Erklärungen im Buch waren für mich nicht ausreichend. Auch die Beziehung von Lynn und Chiara hätte der Autor in meinen Augen noch stärker vertiefen können.

    Die Handlung ist ziemlich kurzweilig. Bei gewissen Szenen hätte man mehr Tiefe einbauen können, was vermutlich die Handlung noch ausgedehnt hätte. Meiner Ansicht nach wurde die Geschichte schnell einseitig. Ich hätte mir einige Plottwists erhofft. Trotz weniger Seiten wird dem Leser einiges geboten. Es war jedes Mal erneut spannend, wenn sich Lynn unter dem Bett eines Hotelgastes versteckt hat. Das Ende habe ich kaum in Erinnerung. Ich glaube, dass es mich nicht vom Hocker reißen konnte. Schlecht war es andererseits auch nicht.

    Das Buch ist leider ziemlich unbekannt. Ich habe erst vor kurzem herausgefunden, dass es dazu sogar einen Film gibt, welchen ich mir vermutlich irgendwann noch anschauen werde. Meiner Meinung nach ist "Das Zimmermädchen" kein Highlight oder Wohlfühlbuch. Ich denke dennoch, dass die Geschichte von Lynn für viele Leser*innen unterhaltsam und lesenswert ist.

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