Bücher mit dem Tag "axt"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "axt" gekennzeichnet haben.

62 Bücher

  1. Cover des Buches Verdammnis (ISBN: 9783453438217)
    Stieg Larsson

    Verdammnis

     (2.559)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Die Zeitschrift "Millennium" arbeitet mit einem jungen Journalisten und seiner Freundin zusammen. Sie schreibt eine Doktorarbeit über die Hintermänner von Mädchenhandel und er will ein Buch darüber veröffentlichen, in dem auch einige hochstehende Männer entblöst und an den Pranger gestellt werden. Aber wie weit die Kreise wirklich gehen, ahnt keiner. Und dann gibt es Verwicklungen, in denen Mikael Blomkvists frühere Freundin Lisbeth Salander eine Rolle zu spielen scheint. Und obwohl alles dagegen spricht, glaubt Mikael an ihre Unschuld. Aber kann er ihr helfen, wenn die ganze Polizei auf der Jagd nach ihr ist? Sie spricht nicht mit ihm und als sie endlich Kontakt aufnimmt, schreibt sie nur ein einziges Wort : Zala.

    Nachdem ich bei Band eins anfangs etwas Schwierigkeiten hatte, reinzukommen, war ich jetzt mit der Ausführlichkeit des Autors und den Figuren vertraut und war sofort mittendrin. Ich habe auch dieses Buch regelrecht verschlungen und konnte es nicht weglegen. Die Story ist so spannend und geheimnisvoll und man fiebert sehr mit Lisbeth mit. Auch ihr schrecklicher Betreuer, der sie vergewaltigt hatte, taucht wieder auf. Ich kann diese Reihe nur empfehlen. Was für spannende Thriller ! Schade, dass der Autor gestorben ist, bevor er die restlichen 7 Bände fertig hatte, die er geplant hat. Die Buch endet auch hochspannend. Ich bin froh, dass ich Band 3 hier habe, denn ich will unbedingt wissen, wie es mit den Charakteren weitergeht, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Darum schreibe ich auch jetzt nicht weiter, sondern lese gleich weiter. 

  2. Cover des Buches Finstermoos - Am schmalen Grat (ISBN: 9783785577493)
    Janet Clark

    Finstermoos - Am schmalen Grat

     (121)
    Aktuelle Rezension von: -Coco-

    Meinung:

    Band zwei schließt nahtlos an seinem Vorgänger an, und man findet sich schnell wieder zurecht. Unsere Protagonisten in diesem Band sind, wie auch im vorherigen, Basti, Valentin, Luzie, Mascha und wie vorhergesehene rückt auch Nic in diesen Bund.

    Diese versuchen nun herauszufinden was mit Maschas Mutter passiert ist, weshalb sie sich auf die Suche nach dieser machen. Bei der Suche kommen sie nicht nur Geheimnissen nahe, stellen Vermutungen darüber auf, was im Dorf eigentlich passiert oder was hier früher passierte, sondern werden auch noch von einem Mysteriösen „Typen“ verfolgt, der sie umbringen will. 

    Anscheinend ist alles etwas kompliziert und miteinander verknüpft. Alle Streitereien der Väter von Luzie und Basti und auch die Probleme die man mit Valentins Familie hat, alles hat anscheinend einen Ursprung, der schon viel früher begann. Wobei auch die Familie von Mascha darin verwickelt ist. Wie??? Keine Ahnung.

    Die Geschichte wird spannend aus den verschiedensten Sichten erzählt, und immer, wenn man denkt man hat einen Hinweis oder hat ein Geheimnis gelüftet, kommen widere welche dazu und man steht am Anfang. Wie auch im vorherigen Band werden Sequenzen aus der nahen Zukunft dazwischen gespielt, wobei diese hier von Nic geschildert werden.

    Die Figuren sind sympathisch, unterschiedlich und ihre Freundschaft hält sie zusammen, obwohl auch immer wieder Krisen, durch Geheimnisse etc. entstehen, ziehen sie trotzdem an einem Strang und versuchen gemeinsam den Geheimnissen von Finstermoos auf die Spruen zu gehen.

     

    Fazit:

    Eine gelungene Fortsetzung, die nicht nur nahtlos an Band 1 anschließt, sondern auch spannend weitergeht und einen fesselt!!!


  3. Cover des Buches Vergebung (ISBN: 9783453438224)
    Stieg Larsson

    Vergebung

     (2.320)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Teil 2 endet ja ein wenig mit einem Cliffhanger und Teil 3 ist wirklich eine Fortsetzung, die eher wie ein Nachwort von Teil 2 ist. (Teil 1 kann man unabhängig lesen, aber Teil 3 macht ohne den zweiten Teil keinen Sinn). Es ist auch spannend, aber die ersten beiden Bücher sind besser. Hier geht es - von der Gerichtsverhandlung auf den letzten 150 Seiten (von 850 Seiten) abgesehen - hauptsächlich um die Hintergründe und den schwedischen Staatsschutz. Daher ist es meiner Meinung nach nicht ganz so gut wie die beiden Vorgänger, sondern teilweise etwas trocken. Dennoch fiebert man wieder mit Lisbeth, Mickael und Erika mit und kann das Buch kaum weglegen. Schade, dass es die geplanten anderen Teile nicht mehr geben wird, aber so ist es auch eine runde Sache. Ich werde Lisbeth vermissen.

  4. Cover des Buches Dark Places - Gefährliche Erinnerung (ISBN: 9783596173983)
    Gillian Flynn

    Dark Places - Gefährliche Erinnerung

     (420)
    Aktuelle Rezension von: lucatrkis

    Die Protagonistin Libby und auch Lyle waren mir sympathisch, anfangs hatte ich jedoch leichte Startschwierigkeiten mit dem Buch. Ich fand, es zog sich und war sehr langatmig. Gerade durch die vielen Blenden in die Vergangenheit wirkte es manchmal ein bisschen langweilig. Es passierte allerdings wirklich enorm viel in diesem Buch und das Ende hatte ich so auch nicht vorhergesehen. Die Atmosphäre gefiel mir eigentlich auch ganz gut – Libby und Lyle die ermitteln und der Sache von damals auf die Spur kommen möchten. (SPOILER) Die Reaktion von Ben, als er seine Familie tot aufgefunden hatte, fand ich irgendwie aber ein bisschen unglaubwürdig, da er nicht einmal zu trauern schien. (SPOILER ENDE) Noch ein paar positive Sachen waren für mich das Verhältnis von Libby und Lyle, der Charakter von Diondra oder auch das Familienleben der Days. (SPOILER) Sachen, die mir eher nicht so gefielen, waren die Teufelsanbetung von Ben, Diondra und Trey oder Libbys Besuch bei ihrem Vater. (SPOILER ENDE) Außerdem waren einige tolle Settings dabei, wie Diondras Haus oder das der Days. Das Buch konnte mich dadurch also doch noch voll von sich überzeugen.

  5. Cover des Buches Finstermoos - Im Angesicht der Toten (ISBN: 9783785577509)
    Janet Clark

    Finstermoos - Im Angesicht der Toten

     (94)
    Aktuelle Rezension von: -Bitterblue-
    Nun ist bereits der dritte Band beendet und ich bin schon so gespannt wie die Reihe enden wird.
    Der Anfang von Band 3 war etwas fad, gut zu lesen, aber auch nicht so sonderlich spannend. Dafür wird es gegen Ende richtig spannend. Einige neue Details kommen ans Licht und manches Puzzelstück setzt sich zusammen.
    Ich will endlich wissen wie die Freunde in den Bunker kamen und vorallem warum!! Ich hoffe auf ein gigantisches Finale
  6. Cover des Buches Leide! (ISBN: 9783957610089)
    Siegfried Langer

    Leide!

     (91)
    Aktuelle Rezension von: KruemelGizmo
    Jemand ist hinter dir her. Er will dich leiden sehen.
    Mit Observierungen untreuer Ehemänner und Kaufhausüberwachungen verdient die Privatdetektivin Sabrina Lampe hauptsächlich ihren Lebensunterhalt. Der Auftrag ihrer schrulligen Nachbarin wirkt erst wie Routine, doch bald muß Sabrina feststellen das mehr dahinter steckt und die Ursachen weit in der Vergangenheit liegen.
    Sabrinas teuflischer Kontrahent zwingt sie an ihre Grenzen und darüber hinaus.

    Leide! von Siegfried Langer ist der Reihenauftakt um den Ermittler Niklas Steg und der Privatdetektivin Sabrina Lampe. 

    An seinem ersten Tag beim LKA Berlin muss Niklas Steg die Ermittlungen bei einem grausamen Leichenfund übernehmen. Bei seinen Ermittlungen stößt er auf immer neue Rätsel und Ungereimtheiten. Währenddessen versucht Sabrina Lampe den verschwundenen Neffen ihrer schrulligen Nachbarin zu finden und ruft damit auch die Polizei auf den Plan, die sie zuerst zu den Verdächtigen in einem Mordfall zählt. Als Sabrina aber plötzlich spurlos verschwindet, wird Niklas Steg und seiner Kollegin schnell klar, das Sabrina in Lebensgefahr schwebt.

    Die Geschichte an sich ist eigentlich ganz interessant,  wird aber durch Zeitsprünge so zerstückelt das die Spannung für mich wirklich gelitten hat. Eigentlich mag ich solche Zeitsprünge in einer Geschichte sehr gern, hier waren sie mir aber zu viel und zu willkürlich,  teilweise verrieten sie zu viel oder waren am wie am Schluss für die eigentliche Handlung nicht mehr wirklich von Bedeutung. Ein doch etwas kontinuierlicher Verlauf hätte mir hier von der Spannung her besser gefallen. 

    Mein Fazit:
    Ein Thriller den man gut zwischendurch lesen kann, der mich aber durch den Erzählstil nicht ganz überzeugen konnte. 
  7. Cover des Buches Das Kind (ISBN: 9783426512173)
    Sebastian Fitzek

    Das Kind

     (2.398)
    Aktuelle Rezension von: allswonderland

    Ich liebe die Bücher von Sebastian Fitzek. Die Klappentexte sind immer der Hammer, der Schreibstil lässt sich flüssig lesen und die Plot Twists hauen mich jedes mal vom hocker. 

    Sebastian, you have my heart.

  8. Cover des Buches Der Kinderdieb (ISBN: 9783426506882)
    Brom

    Der Kinderdieb

     (614)
    Aktuelle Rezension von: lucatrkis

    Eigentlich bin ich gar kein Fantasy-Fan, das Buch hatte ich nur gekauft, da es spannend geklungen hatte, die dunkle Seite hinter Peter Pan zu erfahren. Allerdings musste ich feststellen, dass das Buch bis auf den Aspekt, dass einer der Protagonisten Peter hieß und Kinder auf eine Insel brachte, auf der sie nicht erwachsen wurden, nicht viel mit dem Original zu tun hatte. Ich hatte eigentlich gehofft, Captain Hook und andere Bekannte wiederzufinden, doch das blieb mir verwahrt. Stattdessen bekam ich ein Buch mit Charakteren, zu denen ich nicht wirklich eine Verbindung aufbauen konnte, die ich nicht einmal mochte. Deshalb war es mir auch egal, als diese alle nach der Reihe starben. Peter konnte man ja quasi gar nicht mögen, da er in dieser Geschichte schließlich als böse dargestellt werden sollte, die „Teufel“ oder Elfen blieben mir zu blass und der zweite Protagonist Nick handelte auch nicht immer nett. Der anfängliche Teil in Manhattan und auch der danach, als Peter noch einmal zurück gekommen war, um noch zwei Jungen zu holen hatte mir eigentlich wirklich gut gefallen, doch sobald es nach Avalon gegangen war, traten für mich einige Längen und langweilige Stellen auf. Das Buch ist mit sechshundert Seiten wirklich dick, doch es kam mir nicht so vor, als wäre wirklich viel passiert. Ich denke, ich bin einfach mit einer falschen Erwartung in das Buch hereingegangen. Sicher steckt viel Arbeit darin, was auch die genannten Einflüsse zeigen, doch ich gehöre wohl einfach nicht zur Zielgruppe. Für Fantasy-Fans, die viele Schlachten und dergleichen lieben, ist das Buch sicher etwas, für Leute, die einfach nur Peter Pan mögen und durch die angebliche böse Seite dessen angelockt werden, eher nicht. Ob das, was er tat, nun böse war, wurde nur am Rande von Nick, besonders am Ende thematisiert, im Vordergrund stand das Thema jedoch nie. Noch eine kleine Anmerkung: Als Peter Nick in New York rekrutierte kam eine Person namens Freddie vor. Diese wurde mal mit „y“ und dann wieder mit „ie“ geschrieben. Auf Seite einunddreißig liegen zwischen den zwei Varianten sogar nur drei Zeilen.

  9. Cover des Buches Shining (ISBN: 9783404130894)
    Stephen King

    Shining

     (1.658)
    Aktuelle Rezension von: Ann-Sophilius

    Ach, ich hatte mich wirklich sehr auf dieses Buch gefreut, da es vor allem meine allererstes Buch von Stephen King war, aber ich wurde enttäuscht. Ich möchte hiermit sagen, dass ich gerne für andere Buchvorschläge von King offen bin, da ich meine Rezension nur ungern so stehen lasse, ohne einen direkten Vergleich zu einem weiteren Buch von ihm in naher Zukunft zu haben. Also her mit den Vorschlägen!
    Die gesamte Geschichte klang wirklich zu Beginn wahnsinnig spannend und ich hatte mich auf einen wirklich guten Thriller nach langer Zeit mal wieder gefreut, aber die aufbereitete Spannung zu Beginn schien sich einfach nicht durchsetzen zu wollen, sondern flachte, je mehr ich las, immer weiter ab, bis ich zum Ende hin das Buch zuklappte und mich unbefriedigt fühlte. Geärgert hat mich insbesondere, dass die Geschichte so viel Potenzial aufweist hinsichtlich der verschieden Erzählsstränge der einzelnen Charaktere, jedoch bei weitem nicht den Tiefgang und den Detailreichtum erreicht, den ich mir gewünscht hätte. Insbesondere der Sohn spielt eine unglaublich interessante Rolle, die jedoch im Laufe des Buches immer mehr verblasst (vor allem in Bezug auf Tony) und auch werden die wachsenden Probleme des Vaters zum Ende hin nicht genauer beschrieben oder auch im Epilog nicht nochmals erläutert. Im Großen und Ganzen fehlte mir persönlich vor allem die Spannung. Ich habe mir absichtlich den Film nicht zuvor angeschaut, bin jedoch auch jetzt nicht sicher, ob ich ihn ansehen möchte. Ich habe King trotzdem nach diesem ersten Buch von ihm noch nicht abgeschrieben, jedoch erhoffe ich mir inständig von einem anderen Buch von ihm mehr Nervenkitzel und Horror, deswegen letzter Appell: was ist der beste und gruseligste Stephen King Roman?
     

  10. Cover des Buches Dr. Jekyll und Mr. Hyde (ISBN: 9783257610420)
    Robert Louis Stevenson

    Dr. Jekyll und Mr. Hyde

     (576)
    Aktuelle Rezension von: Ana80

    Die Geschichte ist alt und bekannt. Dr. Henry Jekyll ist sich bewusst und sicher, dass in jedem Menschen zwei Persönlichkeiten stecken. Eine Gute und eine Böse. Er möchte herausfinde, ob es möglich ist, diese Persönlichkeiten bewusst voneinander zu trennen und beginnt in diesem Bereich zu experimentieren…

    Ich war tatsächlich total überrascht von dem Buch. Ich kannte die Geschichte bisher nur aus Filmen und Erzählungen und der Aufbau der Geschichte im Buch war doch tatsächlich ziemlich anders. Obwohl der Schreibstil natürlich ein wenig „altbacken“ ist, hat mich das Buch gefesselt und ich konnte es flüssig weg lesen. Ich habe im Buch viel Neues entdeckt und fand viele Elemente richtig spannend. Die Erzählweise war anders als erwartet und für mich wirklich überraschend. Hatte große Freude daran mal einen Klassiker zu lesen und kann das in diesem Fall auch wirklich empfehlen, weil es kein kompliziertes Buch ist. 

  11. Cover des Buches In einer kleinen Stadt (Needful Things) (ISBN: 9783453433991)
    Stephen King

    In einer kleinen Stadt (Needful Things)

     (603)
    Aktuelle Rezension von: BUCHWURM20

    Im beschaulichen Castle Rock eröffnet ein neuer Laden, der etwas seltsame, ältere Inhaber nennt sich Leland Gaunt. "Needful Things" soll der Laden heißen. Die Bewohner der Kleinstadt könnten gespannter nicht sein und lassen sich nicht lange bitten. Es heißt man kann dort alles bekommen, was das Herz begehrt und Mr. Gaunt kenne die verborgensten Sehnsüchte und Schwächen eines jeden Besuchers. Er habe wovon man schon immer geträumt habe. Doch es wird sich bald herausstellen, dass die im Laden angebotenen Gegenstände ihren ganz eigenen Preis haben. Und so versinkt die Stadt nach und nach in Dunkelheit.. 

    King erzählt sehr spannend, trotz mitunter ausschweifender Passagen, und ist ein Meister des perfiden Plots. Er schafft es eine sich stetig beklemmendere Atmosphäre zu erschaffen und den Leser bei Stange zu halten. Trotz der Vielzahl an Akteuren werden diese sehr detailliert, komplex und glaubwürdig gezeichnet. Das Ende tritt etwas überhastet ein, belässt den Leser mit seinen Eindrücken. Sehr zu empfehlen! 

  12. Cover des Buches So ruhet in Frieden (ISBN: 9783404159130)
    John Ajvide Lindqvist

    So ruhet in Frieden

     (95)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    „So ruhet in frieden“ von John Ajvide Lindqvist - Nach einer extremen Hitzewelle legt sich ein elektrisches Feld über Stockholm. Die Menschen leiden unter mörderischen Kopfschmerzen, ein Chaos droht. Doch plötzlich ist alles wieder vorbei und doch hat sich alles verändert... Es heißt, die Toten seien erwacht... - ...und wieder einmal hat Lindqvist eine Geschichte erzählt, die sich unglaublich anhört und doch beim Lesen nahezu real schien und mich in einen kaum zu stoppenden Lesesog gezogen hat! Gemeinsam mit meiner lieben Lailani bin ich hier wieder in tiefste Abgründe eingetaucht und muss sagen, dass es für mich bisher tatsächlich das spannendste Buch des Autors war! Als Kritikpunkt muss ich jedoch auch anmerken, dass hier am Ende einfach ein bisschen zu viel gewollt wurde, was die ganze Geschichte für mich ein bisschen ins Lächerliche gezogen hat. Schade … aber bis auf das Ende war es wirklich ein tolles und unheimlich spannendes und echt furchteinflößendes Buch!

  13. Cover des Buches Der kleine Hobbit (ISBN: 9783423715669)
    J. R. R. Tolkien

    Der kleine Hobbit

     (4.303)
    Aktuelle Rezension von: larissamarie

    Als Herr der Ringe Fan, war dieses Buch für mich ein Muss.

    Es zieht sich nicht so in die Länge und erzählt wie Bilbo an den Ring der Macht kam. Nebenbei erlebt er noch einige Abenteuer. Ich mag den Schreibstil sehr, ist etwas flüssiger und einfacher als bei der Herr der Ringe.

    Habe es schon oft gelesen und werde das wahrscheinlich auch weiterhin machen.

  14. Cover des Buches Die Wand (ISBN: 9783548288123)
    Marlen Haushofer

    Die Wand

     (880)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Da ich bereits den Film zu "Die Wand" gesehen habe wollte ich unbedingt noch das Buch lesen. Ich war mir nicht sicher, ob es etwas für mich ist. 

    Schon ab der ersten Seite konnte mich dieser Roman fesseln und berühren. Der Schreibstil der Autorin gefiel mir auf Anhieb mit ihrer leicht zu lesenden, aber sprachgewaltigen Sprache. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen und litt mit der Protagonistin ohne Namen mit. Es war ein beklemmendes aber lesenswertes Buch was ich sehr empfehlen kann. Von der Autorin möchte ich auf jeden Fall noch mehr lesen. 

  15. Cover des Buches Der Herr der Ringe (Lederausgabe) (ISBN: 9783608987034)
    J. R. R. Tolkien

    Der Herr der Ringe (Lederausgabe)

     (7.393)
    Aktuelle Rezension von: Calderon

    Mehr muss ich nicht sagen. Sprachlich ist es nicht gerade die höchste Kunst, aber vom Inhalt - High Fantasy. Unerreicht.  

  16. Cover des Buches Regungslos (ISBN: 9783499254543)
    Katherine John

    Regungslos

     (12)
    Aktuelle Rezension von: LuisasBuecherliebe

    Gut für zwischendurch, mehr aber leider auch nicht!

    Den Ausgangspunkt - der Mord an der unliebsamen Nachbarin, die sich bei jedem unbeliebt gemacht hat - fand ich so spannend und interessant. Mit dieser Charakterbeschreibung boten sich natürlich viele Verdächtige an und es war spannend, mitzurätseln, wer es gewesen sein könnte.
    Zusammen mit Inspector Trevor Joseph als sehr sympathischer Ermittler und Protagonist deckt man nach und nach immer mehr Details auf und arbeitet sich zur Lösung des Falls vor. S0 gelang es der Autorin sehr gut, das Interesse am Fall aufrechtzuerhalten.
    Der Aufbau und Schreibstil waren sehr angenehm. Das Buch ließ sich sehr einfach lesen, wozu auch die sympathischen Charaktere beitrugen.

    Leider konnte mich das Buch insgesamt jedoch trotzdem nicht umhauen. Viele Gespräche (gerade zu Beginn) drehten sich im Kreis und es wurde viel zu lang um das gleiche Thema geredet. Auch nervte es mich irgendwann, dass Peter immer wieder jammerte und sich beschwerte, dass seine Freundin abwesend sei.
    Das Ende enttäuschte mich leider auch etwas. Die Auflösung an sich war sehr gelungen und konnte überzeugen, doch ging am Ende alles sehr schnell und man hat sie im Prinzip gar nicht richtig mitbekommen, so schnell wurde alles abgearbeitet. Da hätte ich mir ein bisschen mehr Erklärungen und ein ausführlicheres Ende gewünscht.

  17. Cover des Buches Unter aller Sau (ISBN: 9783426510674)
    Christian Limmer

    Unter aller Sau

     (24)
    Aktuelle Rezension von: danzlmoidl
    Inhalt:
    Das kleine Örtchen Niedernussdorf wird aus seiner beschaulichen Idylle gerissen, als die beiden Polizisten Erwin und Richie eine tote Frau im Wald entdecken. Der ewig bekiffte Richie will mit einem Mord nichts zu tun haben und die Leiche in die Nachbargemeinde verfrachten. Sollen die sich doch damit herumschlagen! Doch Erwin, ein geistiger Tiefflieger, meldet die Tote, pflichtbewusst. Dienststellenleiterin Gisela Wegmeyer benachrichtigt ihrerseits - wenn auch widerwillig - die Mordkommission in Straubing. Und es kommt wie befürchtet: Hauptkommissar Lederer ermittelt. Seine Markenzeichen: abgewetzter Ledermantel, Cowboystiefel aus Straußenleder und Pornoschnauzer – der schönste Polizist Niederbayerns, seiner Meinung nach. Mit seinen unnachahmlichen Ermittlungsmethoden verbreitet er Angst und Schrecken in der Bevölkerung. Jeder potenzielle Mörder soll wissen, dass mit ihm nicht zu spaßen ist! Soll die Tote doch im »Paradies« gearbeitet haben, einem als Kosmetiksalon getarnten Bordell voller rumänischer Edelnutten. Doch auch Gisela greift schließlich zusammen mit den Frauen Niedernussdorfs zu Methoden, die an Bauernschläue und Hinterfotzigkeit nicht zu überbieten sind...

    Meine Meinung:
    Wieder mal ein Buch, bei dem ich mich mit der Bewertung schwer tue. Auf der einen Seite gefalle mir die Protagonisten, auf der anderen Seite komme ich mit dem Buch als Gesamtpaket nicht so ganz klar.

    Die handelnden Personen sind sehr liebevoll dargestellt, man kann sie sich toll vorstellen und sie sind auch wieder jeder auf seine Art und Weise einzigartig. Eben ganz spezielle bayrische Originale, wie ich es mag.

    Die Handlung... Ja... Und hier hats ein Eck, denn irgendwie kann ich mich damit nicht so ganz anfreunden. Der Spannungsaufbau ist nicht vorhanden, es tröpfelt so vor sich hin. So kam es mir zumindest vor. Ein skurrile Aktion jagt die nächste, doch irgendwie fehlt mir der Zusammenhang.

    Ich weiß nicht, ob es mir nur so geht, weil mein Kopf momentan sehr beansprucht ist, oder ob es mir in jeder Situation so gehen würde, aber das Buch hat mich leider nicht voll überzeugt, so dass ich (das tut mir immer weh) nur 3 Sterne geben kann.

    Vielleicht gebe ich dem Buch einfach nochmal eine Chance wenn ich wieder voll aufnahmefähig bin!
  18. Cover des Buches Shining (ISBN: 9783838770345)
    Stephen King

    Shining

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Michael-P-Kraus

    Die Geschichte von Jack Torrance, trockener Alkoholiker, der einen Hausmeisterjob über die Wintermonate in einem Hotel annimmt, ist einer der bekanntesten Stoffe von Stephen King und der gesamten modernen Schauerliteratur. Nicht zuletzt die Verfilmung von Stanley Kubrick hat dem Titel zu großer Popularität verholfen. Der Film ist ohne Zweifel ebenfalls ein Meilenstein des Horror-Genres, und doch ist das Buch nochmal einen Zacken schärfer. Und das Hörbuch ist ein absolutes Meisterwerk.

    Die Geschichte zieht sich tatsächlich ziemlich am Anfang. Stephen King hätte das Werk auch locker auf die Hälfte, wenn nicht mehr verkürzen können, dann wäre ein rasanter Horrorthriller daraus geworden, der jedoch in keinster Weise DIESE Wirkung erzielt hätte.
    Man erfährt sehr viele Hintergrundinfos über die drei Hauptfiguren, allen voran Jack Torrance. Und man begleitet ihn regelrecht, wie er langsam, aber sicher in den Wahnsinn gleitet.
    Der Horror, den Stephen King hier benutzt, ist atemberaubend. Er ist schneidend. Er ist kalt. Aber er ist nicht für jeden Leser geeignet. Das Erschreckende an der Geschichte ist, dass es nicht einfach Horror ist, sondern der Horror wird alltäglich. Man fühlt selbst mit Jack mit. Und vielleicht hat man die eine oder andere Situation selbst schon einmal erlebt. Unkontrollierte Wutausbrüche, Aggressionen... Vielleicht auch die Nachwirkungen eines Alkoholabsturzes.

    Wie bereits erwähnt, ist der Horror des Buches vielleicht nicht für jeden Leser ersichtlich. Er liegt in einer gänzlich anderen Ecke als im Film. Denn hier ist es tatsächlich das Hotel, das langsam aber sicher seine Auswirkung auf die Bewohner hat. Und dies aber nicht nur auf Jack. Sondern auch auf seine Frau und seinen Sohn. In gewisser Weise wurde ich hier sogar ein bisschen an H.P. Lovecraft erinnert. Eine fremdartige Wesenheit, erfüllt von Bosheit, getarnt in einem Hotel. Und dieses Wesen treibt Jack Torrance mit subtilen Mitteln langsam aber sicher in den Wahnsinn. Denn Jack ist das schwächste Familienmitglied, wie man anhand seiner Vorgeschichte mit der Zeit in Erfahrung bringt.

    Die Passagen aus der Perspektive von Jacks Sohn Danny hat King ebenfalls gut gemacht. Es ist nicht leicht, aus der Sicht eines Kindes glaubhaft zu schreiben, ist doch das Denken und Wirken eines Kindes etwas völlig anderes. Doch mit dem "Shining" hat King sich selbst ein Werkzeug in die Hand gegeben, die es ihm ermöglichte, Danny nicht einfach nur als normalen Jungen zu beschreiben. Mehr kann man an dieser Stelle jedoch nicht verraten, ohne zu viel zu spoilern.

    Zu guter Letzt sei hier das Hörbuch hervorgehoben. Es ist ein absoluter Hörgenuss. Dietmar Wunder liest den Text PERFEKT und erschafft es gänzlich, das Grauen und den Schrecken lebendig werden zu lassen. Kaum ein anderer Leser vermag dies so in dieser Intensität. Besonders krass wird es, wenn er dem Wahnsinn seine Stimme verleiht. Noch nie klang der Wahnsinn so grauenerregend.

    Mein Fazit: Die herausragende Geschichte eines Stephen King in Bestform in Kombination mit der genialen Stimme von Dietmar Wunder ergibt ein PERFEKTES Erlebnis. Jeder, dem dieses Buch zu langatmig sein sollte, sollte vielleicht noch einmal über die Geschichte nachdenken. Denn das Grauen in dieser Geschichte ist etwas alltägliches.
    Ein moderner Klassiker des Horrorgenres.

  19. Cover des Buches Langsam, ganz langsam (ISBN: 9783960871071)
    Linda Cuir

    Langsam, ganz langsam

     (23)
    Aktuelle Rezension von: parden

    FRAGWÜRDIGES EINLÖSEN EINES VERSPRECHENS...

    Bauer Wilhelm verspricht seiner Frau Elsa, den Tod ihrer Tochter zu rächen. Sie erklärt ihm genau, wie die Rache zu erfolgen hat. Langsam, ganz langsam. Obwohl Wilhelm Gewalt hasst, möchte er Elsas letzten Wunsch erfüllen. 

    Einem Booksnack entsprechend ist dieser Minikrimi mit seinen gerade einmal 12 Seiten rasch gelesen. Die düstere und unheimliche Stimmung der kalten Winternacht zieht den Leser gleich in den Bann, bis zum Schluss bleibt der Ausgang der Geschichte offen, das Pendel des Schicksals kann zu beiden Seiten hin ausschlagen.

    Kurz wird geschildert, was der Tochter von Elsa seinerzeit zugestoßen ist, so dass klar wird, was hinter den Rachegedanken steckt. Unklar jedoch bleibt, was genau die Motivation von Bauer Wilhelm war, Elsa solch ein Versprechen zu geben. Selbstjustiz als fragwürdige Lösung - und dann auch noch im Namen eines anderen. Hm.

    Abgesehen davon war der Minikrimi jedoch gut ud flüssig zu lesen und bot für einige Minuten eine angenehme Unterhaltung.


    © Parden

  20. Cover des Buches Schneemann (Ein Harry-Hole-Krimi 7) (ISBN: 9783548061900)
    Jo Nesbø

    Schneemann (Ein Harry-Hole-Krimi 7)

     (888)
    Aktuelle Rezension von: thenight

    Klappentext

    Vier Frauen werden brutal ermordet, und als Visitenkarte hinterlässt der Mörder in ihren Gärten einen Schneemann. Harry Hole und seine neue Kollegin Katrine Bratt vermuten bei ihm ein Trauma. Warum sollte er sonst ausgerechnet junge Mütter töten?


    Eine Fährte nach der anderen erweist sich als falsch. Kurzzeitig verdächtigt Harry sogar die neue Kollegin. Doch dann kommt er dem Geheimnis einer der Frauen auf die Spur und erkennt das Motiv – und was auf dem Spiel steht: Längst verfolgt der Mörder Harrys große Liebe Rakel. Aus der Verbrecherjagd wird der irrwitzige Kampf um eine Frau. Und erst als Harry sich seine eigene Lebenslüge eingesteht, tritt der Mörder aus dem Schatten. Denn nun steht er seinem entscheidenden Opfer gegenüber: Harry Hole. Jo Nesbøs Kriminalroman Schneemann erzählt eindrucksvoll von der zerstörerischen Macht der Lüge.



    Der Klappentext verrät leider schon sehr viel vom Inhalt des Buches darum schreibe ich jetzt nur wie mir der Roman gefiel. Mein erster Krimi von Jo Nesbo und sicherlich nicht mein letzter. Scheinbar wahllos werden Frauen verschleppt und grausam ermordet, am Tatort findet sich immer ein Schneemann. Es dauert etwas bis der Ermittler Harry Hole auf die richtige Spur stößt, bis dahin verfolgt er viele falsche Spuren die ihn sogar in seinem Kollegenkreis ermitteln lassen. Man kann sich gut in Harry Hole einfühlen, in seine Besessenheit diese Fälle aufzuklären die ihn fast an den Rand seiner Belastbarkeit bringt. Es gibt keine Hänger und keine Seiten die man *querlesen* man könnte eine wichtige Wendung verpassen. Jo Nesbo versteht es seine Leser von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln.




  21. Cover des Buches Fliegende Federn: Ein Hühnerkrimi (ISBN: 9781503050464)
    Susanne Schröpel

    Fliegende Federn: Ein Hühnerkrimi

     (5)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele

    „...So klein und schon so verzogen...“

    Huhn Berta hat ein angenehmes Leben bei Frieda. Es gibt genügend Futter und einen großen Auslauf. Selbst im Stall ist viel Platz für alle sieben Hühner. Heute aber bekommt Berta den Schreck ihres Lebens. Frieda ist abwesend. Das nutzt ein Unbekannter, um Hühner zu stehlen. Nur Berta und Hannelore konnten sich verstecken.

    Frieda beschert das Geschehen eine schlaflose Nacht. Dann erzählt ihr Hans, ein Nachbar, dass er die Hühnerdiebe beobachtet und erkannt hat.

    Die Autorin hat einen abwechslungsreichen Hühnerkrimi mit Ecken und Kanten geschrieben.

    Die gestohlenen Tiere werden auf den Hof der Nebelkrähe vermutet. Frieda verdonnert Hans dazu, ihr bei den verschiedenen Befreiungsversuchen zu helfen. Berta wird auf dem Fahrrad mitgenommen und geht dann auf dem Hof ihre eigenen Wege. Die Hofkatze wird zu ihrer Verbündeten.

    Der Schriftstil des Buches lässt sich angenehm lesen. Über weite Stellen bevorzugt die Autorin einen humorvollen Stil. Wenn die Hofkatze ihr letztes Junges, das sie behalten konnte, verwöhnt, so dass der Kleine manch kesse Lippe riskiert, hat mich das wiederholt zum Schmunzeln gebracht. Bertas Reaktion zeigt das obige Zitat. Allerdings kommt es dann plötzlich zu einem Stilbruch. Kämpfe mit Axt und Mistgabel passen auf die beschriebene Art nicht zu dem bis dahin bevorzugten Stil. Genau das meinte ich mit der Bemerkung über Ecken und Kanten.

    Sehr gut umgesetzt wurde das Thema Tierschutz. Zwar gibt es dafür keine mahnenden Worte, aber der Vergleich der Zustände auf dem Bauernhof mit den Lebensbedingungen bei Frieda spricht für sich. Besonderen Wert hat die Autorin auf die Wiedergabe von Emotionen gelegt. Friedas Trauer um die verschwundenen Tiere ist mit den Händen greifbar, ihre Wut kann ich gut nachvollziehen. Zu den sprachlichen Höhepunkten gehört für mich das Gespräch von Berta mit den gefangenen Tieren. Hier geht es um Mut und Aufbegehren statt Resignation. Ein Mann als Tratsche des Dorfes ist eine neue Idee.

    Ausdrucksstarke Illustrationen mit einer Spur Humor unterstützen die Handlung.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Botschaft, dass Tiere Lebewesen sind und entsprechende Behandlung verdienen, kommt an.


  22. Cover des Buches Kells Legende (ISBN: 9783442268764)
    Andy Remic

    Kells Legende

     (8)
    Aktuelle Rezension von: TZNycra

    Es ist schon lange her, seit ich einen richtig guten Fantasy-Roman gelesen habe, in dem es nicht um Liebe oder Sex geht. Deshalb bin ich umso begeisterter, dass Andy Remics "Kells Legende" seinen Weg in mein Buchregal gefunden hat. Denn Kell ist … anders.

    Klapptext:
    Der wahrscheinlich düsterste aller Helden …

    Es ist eine Zeit für Helden, eine Zeit für Krieger – und Kells Axt dürstet nach Blut. Doch Kell ist kein Held. Er ist nur ein Mann, der stets versucht hat, das Richtige zu tun. Da fällt eine grausame Armee aus dem Norden über seine Heimat her, und Kell muss sich entscheiden. Wird er den Erwartungen seiner Enkelin Nianna gerecht werden, die ihn aus tiefster Seele verehrt? Oder wird er sie enttäuschen und dafür ihrer beider Leben retten? Kells größter Kampf steht bevor!

    Cover:
    Wir sehen einen bärtigen Helden, der alles andere als heldenhaft aussieht. Eigentlich wirkt er wie ein Barbar, das Sinnbild eines bösen Schlächters. Er trägt Pelz und eine Axt und sieht den Leser grimmig an, als wolle er sagen: Schreib bloß keine schlechte Kritik über mich.

    Inhalt:
    Das ist auch gar nicht nötig, denn die Geschichte um Kell, seine Enkelin Nienna und den Dandy Saark fesseln. Zwar nicht ganz zu Anfang, aber im Laufe der Handlung immer mehr. Doch der Reihe nach.
    Eigentlich ist Kell ein Kriegsveteran, der nur daheim sitzt, Suppe schlürft und sich heimlich mit seiner Enkelin trifft. Wir lernen ihn als Griesgram kennen, der eine eigentümliche Mischung aus Sympathie und Antipathie hervorruft. Nienna dagegen ist das liebe, lustige Mädchen, das, wie sollte es anders sein, bald schon in Schwierigkeiten steckt.
    Denn die Vachine greifen Jadestadt an und töten alles, was darin lebt, um das Blut zu ernten und daraus Blutöl zu raffinieren, das sie zum Leben benötigen. Natürlich bekommt unser Held das rechtzeitig mit und eilt zur Rettung.
    Blutig und brutal metzelt er sich durch die Geschichte, doch wenn man glauben möchte, dass dies eine schriftliche Form eines Splatters ist, wird enttäuscht sein, denn es gibt tatsächlich eine Handlung, nämlich Kell will den Kriegskönig Leonoric vor den einfallenden Horden warnen.
    Ob und wie ihm das gelingt, werde ich hier nicht verraten, nur so viel: Ihr solltet es selbst lesen.

    Spoiler:
    Wer sich nicht für die Details interessiert, darf hier weiterlesen, alle anderen sollten vielleicht diesen Teil überspringen. Die Angreifer sind nämlich nicht einfach irgendwelche machthungrigen Marodeure, sondern eine eigene Zivilisation, genannt Vachine, eine Mischung aus Vampir und Maschine, eine Kombination aus Mensch und Uhrwerk. Der Schaffer dieser Symbiose ist schon lange tot, aber sein Sohn und dessen Tochter spielen eine zentrale Rolle, denn wir begleiten letztere durch ein paar wahrlich schauderhafte Szenen, gespickt mit Demütigung und Verrat.

    Die Figuren:
    Auf Seiten der Guten haben wir Kell, seine Enkelin Nienna, den Dandy Saark und ein weiteres Mädchen, das meiner Meinung nach aber nicht allzu viel zur Handlung beiträgt.
    Auf der Seite der Bösen steht General Graal, der Vachine General, der mit aller Macht Falanor erobern möchte und den Pseudo-Verlobten der Vachine-Tochter, dessen Namen ich aber schon wieder verdrängt habe.
    Ein Zwischending sind er Uhrmacher, seine Tochter, die Königin Falanors und deren Gemahl König Leoric.
    Die Figuren selbst sind charaktertreu. Kell ist mürrisch mit einem Hauch zur Nachsicht. Gegenüber seinen Freunden, bei Feinden sieht es verständlicherweise anders aus. Er hat viel gesehen und lässt sich schwer von einer vorgefassten Meinung abbringen. Seine irrationale Hass-Liebe, die er für seine Axt Illiana empfindet, zieht sich wie ein roter Faden durchs Buch. Ich habe Illiana bewusst nicht in die Figurenliste aufgenommen, weil sie technisch gesehen, ja keine solche ist. Dennoch nimmt sie einen großen Raum in der Handlung ein.
    Nienna dagegen bleibt die Handlung über scheu, wenngleich sie hin und wieder zeigt, dass das Blut ihres Großvaters in ihren Adern fließt. Stellenweise kam sie mir vor, wie das hübsche Beiwerk, das benötigt wurde, um Kell einen Grund für seine Metzeleien zu geben.
    Ein wenig nervig erscheint mir Saark, der sich jedoch im Laufe der Geschichte entwickelt, ohne wirklich zum Helden zu werden. Er ist einfach zu gelackt, bietet jedoch auch am meisten Potential, um über ihn zu diskutieren. Er nennt sich selbst einen Dandy, der mit zahllosen Frauen geschlafen hat (darunter eine Königin *hust*), der sich auf schöne Künste versteht, es sauber mag, aber dennoch kämpfen kann. Das das alles nur Fassade ist, merkt man aber erst gegen Ende des Romans.
    Alles in allem bietet die Besetzungscouch hier eine illustre Mischung, die den Leser mal die Hand an die Stirn klatschen lässt oder sich angstvoll auf die Lippe beißen lässt.

    Meinung:
    Kells Legende bietet alles, was das Herz begehrt, außer vielleicht der richtig großen Romantik, die mir aber überhaupt nicht gefehlt hat. Es gibt viele Tote und Remic versteht es, Sympathieträger zu töten, ohne dabei gleich inflationär zu werden. Die Kampfszenen sind alle sehr detailliert beschrieben, während die Folterszenen der Uhrmacher-Enkelin bei weitem nicht so tief gehen. Trotzdem packt die Mischung und lässt einen bis zur letzten Seite nicht los. Die Einbettung der Uhrwerke in Verbindung mit Vampiren halte ich für äußerst gelungen. Auch wenn anfangs die Erklärungen ein wenig untergehen, begreift der Leser recht schnell, um was es genau in dieser Welt geht.

    Gestört haben mich jedoch auch einige Dinge:
    Zum einen wären da die Perspektivwechsel innerhalb einer Szene. So lese ich gerade etwas aus Kells Sicht und finde mich nur einen Satz später in den Gedanken von Saark wieder. Im Verlauf des Lesens ging das unter, weil ich zu sehr von der Handlung gefesselt war, aber der fade Beigeschmack blieb.
    Der Autor mag Adjektive. Häufig und möglichst viele hintereinander. Das war in einigen Szenen ermüdend, bei den Kampfszenen dagegen, mochte ich es, weil es mich tiefer ins Geschehen gezogen hat. Weniger wäre hier manchmal mehr gewesen, deshalb wollte ich es nicht unerwähnt lassen.

    Achtung Spoiler:
    Das offene Ende. Hallo? Ich habe ein Buch von der Größe eines Backsteins ins der Hand, komme zur letzten Seite, es tobt ein wilder Kampf, die Helden befinden sich in einer Sackgasse und dann… ein offenes Ende. Das war bitter, wenngleich auch ein cleverer Marketinggag, denn wem das Buch gefallen hat, der wird sofort die Fortsetzung kaufen. Nach 509 Seiten jedoch hat es mich eigentlich nur genervt, nicht zu wissen, ob Saark und Kell gegen die Feinde bestehen können.

    Fazit:
    Wer es actionlastig mit einer Spur von Blutrünstigkeit mag, dafür aber auf heiße Sexszenen verzichten kann, sollte das Buch unbedingt lesen. Ein starker Magen wird besonders bei den Kampfszenen empfohlen. Bis auf die wirklich wenigen Schwächen kann ich das Buch uneingeschränkt empfehlen. Aufgrund dieser negativen Punkte (es wäre bestimmt nicht so schwer gewesen, perspektivisch sauber zu arbeiten, oder die stellenweise vorhanden Unstimmigkeiten auszumerzen) gebe ich 4 von 5 Sternen.

    Die Rezension ist auch auf Amazon einsehbar.

  23. Cover des Buches Das vierte Opfer /Das falsche Urteil (ISBN: 9783442735280)
    Hakan Nesser

    Das vierte Opfer /Das falsche Urteil

     (28)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010
    Van Veeteren und sein Team ermitteln in einem Dreifachmord in einem kleinen beschaulichen Strandörtchen. Doch als eine weitere Person vermisst wird, wird die Panik der Bewohner und Feriengäste noch größer. Der Druck liegt schwer auf Van Veeterens Team und es mangelt an Verdächtigen, denn wer mordet schon bestialisch mit einer Axt und warum müssen ausgerechnet diese Menschen sterben?

    Diese Frage stellt sich Van Veeteren so lange, bis er dahinterkommt und es fast zu spät für das nächste Opfer ist...

    Spannung von der ersten bis zur letzten Seite!
  24. Cover des Buches Winter People - Wer die Toten weckt (ISBN: 9783548287324)
    Jennifer McMahon

    Winter People - Wer die Toten weckt

     (231)
    Aktuelle Rezension von: Lovely_Lila

    * Spoilerfreie Rezension! *

      ~ Wer in der richtigen (geduldigen) Stimmung ist, wird mit dem zwar ruhig, aber sehr atmosphärisch erzählten Mystery-Thriller „Winter People“ einige unterhaltsame, kurzweilige Stunden verbringen können. Wer sich jedoch atemlose Spannung und Action erwartet, sollte um dieses Buch lieber einen großen Bogen machen! Mir hat die Geschichte jedenfalls insgesamt wirklich gut gefallen, deshalb gibt es von mir 4 Sterne und eine (eingeschränkte) Leseempfehlung! ~

     

    Klappentext

    Durch einen grausamen Mord verliert Sara ihre kleine Tochter Gertie. Ein Brief mit einem uralten Geheimnis hilft ihr, Gertie von den Toten zurückzuholen — für sieben Tage, in denen sie von ihrem geliebten Kind Abschied nehmen kann. Doch sie ahnt nicht, worauf sie sich einlässt. Denn manchmal finden die Toten nicht zurück. Und das Grauen hält Einzug in die Wälder von Vermont ...

     

    Übersicht

    Einzelband oder Reihe: Einzelband
    Erzählweise: Figurale Erzählweise, Präteritum
    Perspektive: weibliche Perspektive
    Kapitellänge: mittel bis lang

    Content Note / Inhaltswarnung: Tod von Menschen, Tierquälerei, Tod von Tieren, Trauer, Tod von Kindern, Blut, Gewalt, Depression, Suizidgedanken
    Bechdel-Test (zwei Frauen mit Namen sprechen miteinander über etwas anderes als einen Mann): bestanden!
    Frauenfeindliche / gegenderte Beleidigungen: ---

     

    Rezension

     

    „Als ich das erste Mal eine Schlafende sah, war ich neun Jahre alt.“ Seite 13

     

    Vor vielen Jahren habe ich mir dieses Buch aufgrund des Klappentexts gekauft. Dann habe ich es einmal begonnen, aber schon nach wenigen Seiten wieder abgebrochen, weil es mich nicht sofort fesseln konnte. Daraufhin verstaubte es jahrelang in meinem Regal – nicht ohne mich vorwurfsvoll aus der Ferne anzuschauen. Zum Glück ging es einer Bookstagram-Kollegin genau gleich – schnell wurde eine Herbst-Leserunde ins Leben gerufen. Liebe Rika, danke für den bereichernden, spannenden Austausch!

    War es eine gute Entscheidung, das Buch nach so vielen Jahren endlich vom SUB zu befreien? Ja, definitiv – auch wenn es sein volles Potential leider nicht ausschöpfen kann. Fest steht, dass man für diese Geschichte definitiv in der richtigen (ruhigen, geduldigen) Stimmung sein muss, denn die Story entfaltet sich sehr langsam und die Autorin nimmt sich viel Zeit für das Beschreiben des düsteren, winterlichen, frostigen Settings. Wer diese Geduld nicht mitbringt, wird das Buch schon nach wenigen Seiten abbrechen – und sollte sich vermutlich auch nicht durchkämpfen, weil das Erzähltempo bis zum letzten Drittel so gemächlich bleibt. Gerade durch diesen Schreibstil (und den Kontrast zwischen der unaufgeregten Erzählweise der Autorin und den schockierenden, brutalen Vorkommnissen, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen) entstehen aber eine dichte, zeitweise richtig unheimliche Atmosphäre und so mancher Gänsehautmoment. Das hat mir richtig gut gefallen!

     

    „Auntie, sag es mir bitte“, bettelte ich. „Können die Toten zurückkehren?“
    […]
    „Ja“, antwortete sie schließlich. „Es gibt einen Weg.“ Seite 19

     

    Erzählt wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen; ein Handlungsstrang spielt am Beginn des 20. Jahrhunderts und zwei weitere finden in der Gegenwart statt. Ich mochte beide Zeitebenen. Richtig gefesselt hat mich die Geschichte jedoch erst nach ca. 150 Seiten, danach konnte ich aber kaum noch aufhören. Mit dem Figurenensemble bin ich insgesamt ebenfalls zufrieden – auch wenn die Charaktere nicht immer besonders sympathisch sind und mir nicht wirklich ans Herz gewachsen sind. Sie hätten schon noch etwas mehr Tiefe vertragen können. 

    In „Winter People“ stehen der Tod des eigenen Kindes und Trauer im Mittelpunkt, aber auch Schuldgefühle, Übernatürliches und psychische Krankheiten bis hin zur Suizidalität werden thematisiert – einmal mehr und einmal weniger tiefgründig. Sicher keine leichte Lektüre – wer vor kurzem Ähnliches erlebt hat, sollte diesen Roman deshalb auf jeden Fall meiden. Im letzten Drittel hat mich die Geschichte dann etwas verloren, weil die Handlung sich dann stärker um menschliche Probleme und Konflikte dreht, ein bisschen zu einem 0815-Thriller mutiert und das Übernatürliche etwas zu sehr in den Hintergrund tritt. Meiner Meinung nach hätte man aus diesem Buch noch viel mehr herausholen können. Insgesamt wurde ich aber trotzdem gut unterhalten und konnte einige kurzweilige Lesestunden mit dieser Geschichte verbringen. 

    Aus feministischer Sicht gibt es übrigens nichts auszusetzen, weil die Geschichte voller starker, intelligenter, komplexer Frauenfiguren und fast frei von Geschlechterklischees ist. Den Bechdel-Test besteht das Buch problemlos. Ich kann mir sehr gut vorstellen, in der Zukunft wieder einmal ein Buch von Jennifer McMahon zu lesen. 

     

    Mein Fazit

    Wer in der richtigen (geduldigen) Stimmung ist, wird mit dem zwar ruhig, aber sehr atmosphärisch erzählten Mystery-Thriller „Winter People“ einige unterhaltsame, kurzweilige Stunden verbringen können. Wer sich jedoch atemlose Spannung und Action erwartet, sollte um dieses Buch lieber einen großen Bogen machen! Mir hat die Geschichte jedenfalls insgesamt wirklich gut gefallen, deshalb gibt es von mir 4 Sterne und eine (eingeschränkte) Leseempfehlung!

     

    Bewertung

    Cover / Aufmachung: 3 Sterne
    Idee: 5 Sterne ♥
    Inhalt, Themen, Botschaft: 4 Sterne
    Umsetzung: 4 Sterne
    Worldbuilding: 4 Sterne
    Einstieg: 2 Sterne
    Ende: 3 Sterne
    Schreibstil: 4 Sterne
    Protagonistinnen: 4 Sterne
    Figuren: 4 Sterne
    Spannung: 3 Stern
    Wendungen: 3 Sterne
    Atmosphäre: 5 Sterne ♥
    Emotionale Involviertheit: 3,5 Sterne
    Feministischer Blickwinkel: 5 Sterne ♥
    Einzigartigkeit: 4 Sterne


    Insgesamt:

    ❀❀❀❀ Sterne

     Dieses Buch bekommt von mir vier zufriedene Sterne!

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