Bücher mit dem Tag "auswanderung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "auswanderung" gekennzeichnet haben.

281 Bücher

  1. Cover des Buches Der Junge, der Träume schenkte (ISBN: 9783404160617)
    Luca Di Fulvio

    Der Junge, der Träume schenkte

     (1.135)
    Aktuelle Rezension von: Christin87

    . . . diese Worte bläut die junge Italienerin Cetta Ihrem Sohn Natale ein, kaum dass er alt genug ist, die Bedeutung zu verstehen. Im Jahr 1909 betritt sie mit 15 Jahren und ihrem 8 Monate alten Sohn zum ersten Mal amerikanischen Boden und landet von einem Elend im anderen.

    Natale, der nun Christmas genannt wird, kennt nur das arme New Yorker East End, bis er 12 Jahre später durch seine Hilfsbereitschaft auch einen Einblick in das reiche Upper Manhattan erhält und einen ersten Eindruck von der Liebe bekommt.

    Wir lernen in diesem Moment die 13-Jährige Ruth kennen, die innerhalb einer Nacht, durch Bill, den Gärtner ihres Großvaters, ihre Kindheit und sich selbst verlieren wird.

    Auf 784 Seiten begleiten wir diese 4 Charaktere über insgesamt ca. 20 Jahre. Das Leben ist hart, die Taten brutal. Gangs beherrschen die Straßen, Prostitution, Vergewaltigung, nichts wird geschönt. Aber es ist keine blutige Effekthascherei. Es ist die Beschreibung von schweren Schicksalen in den 1910er und 1920er Jahren, über alle Gesellschaftsschichten hinweg. Es ist das Leben.

    Und Christmas hat ein besonderes Talent, das ihm dieses Leben erleichtert. Er hat Charisma, mit dem er Menschen für sich einnehmen kann, und die Fähigkeit Geschichten zu erzählen, die man ihm glaubt. Und dies ist seine Chance das Leben zu ändern. Seines und das von anderen.

    Ich empfand das Buch als sehr intensiv und trotz des Umfangs nicht zu lang. Ich fand es hart, aber ich habe es alles so empfunden, als könnte diese Geschichte wirklich passiert sein. Und ich fand es ganz toll, dass im Laufe des Buches immer mal historische Persönlichkeiten in die Geschichte eingestreut wurden.
    Christmas ist eine tolle, vielschichtige Romanfigur und seine Mutter ist eine bewundernswert starke Frau. Selbst die Nebenfiguren sind beeindruckend, liebevoll und intensiv beschrieben.

    Ein Buch wie ein Hollywoodfilm. Für alle, die nicht zu zart besaitet sind.
     

  2. Cover des Buches Der Trafikant (ISBN: 9783036959092)
    Robert Seethaler

    Der Trafikant

     (451)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Im Sommer 1937 kommt der junge Franz Huchel nach Wien und beginnt dort eine Ausbildung zum Trafikanten bei Otto Trsnjek. Schnell taucht der aus dem beschaulichen Salzkammergut stammende Franz in das hektische und aktive Leben Wiens ein, lernt neue Vergnügungen kennen, begegnet der Liebe und tritt unter anderem auch in Kontakt zu Siegmund Freud, der Stammkunde der Trafik ist,. Schnell kann dieser den jungen Mann faszinieren und ihn als Gesprächspartner für sich gewinnen. Doch es ist der Vorabend des Anschlusses an Deutschland und neben den Freuden des Stadtlebens muss Franz recht schnell auch mit den Schattenseiten des politischen Epizentrums Wien Bekanntschaft machen. 

    Der Roman bietet wirklich gute Unterhaltung. Bedingt durch den simplen und geradlinigen Schreibstil wird man sehr schnell und flüssig durch die Geschichte getragen und ließt lange Passagen am Stück. Dazu kommt noch, dass durch die persönlichen Lebensleiden Franz Huchels und durch die Zeit des Anschlusses und den damit verbundenen politischen Umbrüchen, die in diesem Buch aufgearbeitet werden, ein enormer Spannungsbogen entsteht, der die Leserschaft an der Stange hält. Gerade diese Mischung ist es aber auch, die das Buch so interessant macht. Weder die Geschichte rund um den Protagonisten, noch die historischen Hintergründe gewinnen an Übergewicht. Diese Balance verursacht deshalb, dass das Buch weder zu kitschig und emotional verwirrend wird, noch, dass trockene historisch interessante Passagen den Lesefluss und die Spannung beeinträchtigen. Im Generellen bietet das Buch eine sehr anschauliche und unterhaltsame Möglichkeit, sich mit der österreichischen Gesellschafts- und Politiklage der Jahre 1937, 38 und 39 auseinanderzusetzen, da diese spielerisch und authentisch in den Inhalt mit einfließen. Einzig und alleine den Protagonisten Franz empfand ich als ein wenig blass und unindividuell gestaltet. Da habe ich definitiv schon Erfahrungen mit einem facettenreicher gestalteten Figurenensamble machen können. 

    Nichts destotrotz ist und bleibt das Buch eine spannende und interessante Lektüre, die ich nur weiter ans Herz legen kann. 

  3. Cover des Buches Alle sieben Wellen (ISBN: 9783442472444)
    Daniel Glattauer

    Alle sieben Wellen

     (2.200)
    Aktuelle Rezension von: DoraLupin

    Also mir hat dieses Buch wahnsinnig gut gefallen! Man glaubt gar nicht, das e-mails soooooo viele Gefühle und sooo viel Liebe wecken können. Dem Autor ist hier ein Buch gelungen, das wirklich fasst alle Leser begeistern kann, da es so romantisch und toll geschrieben ist.

    Nur ein kleiner Stern abzug, da mir der erste Teil "Gut gegen Nordwind" noch einen Tick besser gefallen hat...

  4. Cover des Buches Jahre aus Seide (ISBN: 9783746634418)
    Ulrike Renk

    Jahre aus Seide

     (132)
    Aktuelle Rezension von: MarinaH

    Das Cover spricht mich an, ich mag die Gestaltung sehr gerne. Mit der Bewertung möchte ich mich knapp halten, es war ein angenehmes Buch, jedoch war der Schreibstil anfangs sehr trocken, hat sich aber zum Ende hin sehr gesteigert.

    Ich konnte mich gut in die verschiedenen Charaktere reinversetzten, jedoch hat der erste Teil mich nicht dazu animiert, den zweiten Teil anzufangen, obwohl dieser schon lange in meinem Bücherschrank wartet!

    Fazit: 

    Angenehm zu lesendes Buch. 

  5. Cover des Buches Die ferne Hoffnung (ISBN: 9781542047883)
    Ellin Carsta

    Die ferne Hoffnung

     (146)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Von der Hansensaga habe ich schon viel positives gehört und musste sie unbedingt selber lesen. 

    Ich bin sehr begeistert von dieser Familiensaga und konnte kaum aufhören mit lesen. Ab der ersten Seite konnte mich diese Geschichte fesseln. Es wurde nie langweilig und der Schreibstil ist so flüssig. Für mich ein richtiger Pageturner und 5 Sterne von mir. Eine absolute Leseempfehlung. Freue mich schon auf den nächsten Teil...habe alle zum Glück hier....

  6. Cover des Buches All die Jahre (ISBN: 9783552063662)
    J. Courtney Sullivan

    All die Jahre

     (115)
    Aktuelle Rezension von: Johann_Baier

    „All die Jahre“ ist nicht nur ein Familienroman, wie der Klappentext schon verrät, sondern auch ein "Migrationsroman" – Emigration aus einem westirischen Dorf in den Fünfziger Jahren, Immigration in die USA, wo die Familie langsam immer amerikanischer wird. Wir begleiten die Familie über 50 Jahre, lernen die Figuren als Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Rentner kennen, in einem Fall auch als Nonne.

    Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptpersonen erzählt, den beiden Schwestern Nora und Therese, später dürfen auch Noras Kinder aus ihrer Sicht erzählen. Die Beziehung der beiden Schwestern ist kompliziert und wird durch ein uneheliches Kind und die katholische Kirche noch komplizierter und bricht fast ganz ab. Die Frage ist, ob und wie sie gegen Ende ihres Lebens wieder zueinander finden.

    Der Kinderreichtum der katholischen irischen Familien führt zu einer Fülle von Geschwistern, Neffen, Nichten, Tanten. Alle Figuren werden mit langen Rückblenden vorgestellt. Phasenweise ist es schwierig, den Überblick zu behalten.

    Die Unterschiedlichkeit der Charaktere selbst innerhalb einer Familie ist eine gute Impfung gegen Vorurteile und Klischees, die es in den USA gegenüber irischen Einwanderern gibt. Das einzige Klischee, das bedient wird, ist der irische Humor, und den hat man als Leser gern.

    Mich hat besonders der Anfang des Romans berührt – der Aufbruch und die Ankunft in der Fremde –, sowie das Ende – der Rückblick 50 Jahre später auf das, was dabei herausgekommen ist, bzw. der Blick auf die alte Heimat, wo das Leben auch hätte stattfinden können.

  7. Cover des Buches Die Zeit der Feuerblüten (ISBN: 9783404170883)
    Sarah Lark

    Die Zeit der Feuerblüten

     (120)
    Aktuelle Rezension von: dorothea84

    Mecklenburg, 1837: Wir lernen Ida und Karl als Kinder kennen. Dann gibt es schon den ersten Abstecher nach Neuseeland und wir lernen einen weiteren Charakter kennen. Dann beginnt die Reise von Ida und Karl und wir begleiten sie von Anfang an. Beide auf verschiedenen Wegen und doch habe beide das gleiche Ziel - Neuseeland. Spannend, düster, grausam und traurig, in dieser Geschichte bekommt einfach eine Vielzahl von Gefühlen. Die einen immer wieder aufwühlen, schocken und aufregen. Man merkt die Seiten des Buches fast gar nicht. Die Geschichte fesselt einen, einfach an sich und lässt erst einen los als es zu Ende ist. Neben Ida und Karl's Geschichten kommt noch ein weiterer Charakter dazu, der viel der Geschichte erzählt und der ein oder andere erzählt aber auch ab und zu mal, was hier gerade passiert ist. So bekommt das ganze noch viel mehr Dimension.

  8. Cover des Buches Der Zug der Waisen (ISBN: 9783442481613)
    Christina Baker Kline

    Der Zug der Waisen

     (183)
    Aktuelle Rezension von: a_different_look_at_the_book

    Ich liebe solche Geschichten. Mir selbst blieb es bedauerlicherweise verwehrt, Fragen über die Vergangenheit zu stellen. Bzw. war es dann, als ich es endlich tun wollte, viel zu spät ... Ich wünschte, mehr junge Leute würden sich für bereits Geschehenes interessieren - solange die Leute, die es erzählen können, noch leben.

    Christina Baker Kline hat einen angenehmen Schreibstil. Die Seiten flogen nur so dahin. Und selbst, als ich nachts einmal nicht wieder einschlafen konnte, habe ich 2 Stunden am Stück gelesen. Sowas passiert mir extrem selten.

    Leider geht der historische Teil neben der Gegenwartsgeschichte ein wenig unter.

    Vivian erzählt eindrucksvoll von ihrer Reise. Dass es dabei nicht immer gut geht, verrät bereits der Klappentext. Doch was sie alles erdulden muss, ist manchmal schier unfassbar. Mit jeder Seite, die ich umschlug, merkte ich auch, wie die kleine Kinderseele immer mehr zerbrach.

    Die Rahmenhandlung um Molly indes hat mir nicht immer zugesagt. Sie war langweilig. Sie hätte nicht existieren müssen.

    Ebenso der Schluss: Das ging mir dann doch etwas zu flott für eine 91-Jährige. (was genau, kann ich nicht sagen, da ich sonst spoilern würde)

    Von mir gibt es eine eingeschränkte Leseempfehlung. Der Teil um die Waisenkinder war super interessant und in meinen Augen auch gut dargestellt. Der Part von Molly nimmt unglücklicherweise zu viel Raum ein. Das schmälerte manchmal mein Lesevergnügen. Dennoch werde ich mir die anderen Romane der Autorin anschauen.

    ©2021 a_different_look_at_the_book

  9. Cover des Buches Bella Germania (ISBN: 9783596521807)
    Daniel Speck

    Bella Germania

     (188)
    Aktuelle Rezension von: Sabine_Herbst

    Wer noch nicht wusste, wie die Gastarbeiter nach Deutschland kamen, der ist hier genau richtig. Auch die Geschichte um die Automobilindustrie wird auch für Laien gut beschrieben. Und das alles ummantelt mit einer Liebesgeschichte, Drama und allem was dazugehört. Manche Absätze waren für mich etwas langatmig. Ich würde diesen Roman auf alle Fälle wieder lesen. 

  10. Cover des Buches Die Glücksbäckerin von Long Island (ISBN: 9783442381814)
    Sylvia Lott

    Die Glücksbäckerin von Long Island

     (64)
    Aktuelle Rezension von: elycalxa
    Marie verlibet sich in den falschen Mann und wird von ihrem Vater nach Amerika zu ihren Brüdern geschickte. Dort hilft Marie in deren Gastwirtschaft un dwird zur Glücksbäckerin Von Long Island  
  11. Cover des Buches Die Insel der tausend Quellen (ISBN: 9783404168163)
    Sarah Lark

    Die Insel der tausend Quellen

     (170)
    Aktuelle Rezension von: Azyria_Sun

    Worum geht’s?

    Nachdem Noras erste Liebe stirbt und mit ihm der Traum an ein gemeinsames Leben in der Karibik, heiratet sie einen verwitweten Zuckerrohrpflanzer, um diesem gemeinsamen Traum auf Jamaika und damit dem Geist ihres verstorbenen Geliebten näher zu sein. Dort muss sie entsetzt miterleben, wie die Sklaven gehalten und behandelt werden und sie tut alles, um diesen das Leben etwas zu erleichtern. Und verliert dabei ihr Herz.

     

    Meine Meinung:

    Mit ihrem Roman „Die Insel der tausend Quellen“ entführt uns Sarah Lark diesmal nicht nach Neuseeland, sondern vom London des Jahres 1732 ins Jamaika der Jahre danach. Dabei beginnt sie eine neue Familiensaga, in der wieder auf eindrucksvolle Weise historische Details mit fiktiven Erlebnissen verbunden werden. Und wieder hat die Autorin es geschafft, mich komplett eintauchen zu lassen in das 18. Jahrhundert in der Karibik. In die Flora und Fauna, aber auch in die Welt der Menschen dieser Zeit.


    Mit Nora stellt sie uns eine Person vor, die einfach unglaublich ist. Wir erleben mit, wie sie von einer verliebten Jugendlichen zur erwachsenen Frau wird. Wie sie sich den Umständen ihres Lebens immer wieder aufs Neue anpasst. Dann haben wir noch Granny Nanny, die Königin der Maroons, und die Obeah-Frau Tolo. Ebenfalls beeindruckende Persönlichkeiten. Und Adwea, die als Köchin bei Nora und ihrem Mann arbeitet. Auch sie eine Frau, die man einfach gernhaben muss. Und natürlich Doug, Noras Stiefsohn. Alle Personen in diesem Roman hat Sarah Lark wieder auf ihre einzigartige Weise zum Leben erweckt. Die sympathischen wie die unsympathischen. Und beim Lesen hat sich alles so real angefühlt, wie ein Stück lebendig gewordene Geschichte.

     

    Noras Leben in London war schon spannend. Der Unterschied zwischen Arm und Reich. Und erst das Leben auf der Zuckerrohrplantage. Die Behandlung der Sklaven. Überhaupt das Verschleppen der Sklaven in die Kolonien, die grausamen Zustände, die dort herrschten. Und die Maroons, die sich in den Bergen einen eigenen kleinen Staat erschaffen haben. Es war ergreifend und mitreißend, darüber zu lesen und auch über die Friedensverhandlungen zwischen dem Gouverneur und Granny Nanny mit dem anschließenden Vertragsschluss. Diese ganzen historischen Details fliesen wieder so gekonnt in die Geschichte von Nora, Doug, Máanu und Akwasi ein, dass es einfach nur Spaß macht, sich auf die Reise ins 18. Jahrhundert zu begeben. Ich habe Nora auf den Seiten wirklich ins Herz geschlossen und obwohl das Ende vorhersehbar war, habe ich mich doch von Herzen für sie gefreut und bin schon sehr auf die Fortsetzung dieser weiteren genialen Familiensaga aus der Feder von Sarah Lark gespannt!


    Fazit:

    „Die Insel der tausend Quellen“ ist Sarah Larks Auftakt zu einer weiteren genialen Familiensaga. Sie entführt uns mit Nora nach Jamaika. Wir erleben mit, wie Sklaven im 18. Jahrhundert behandelt werden. Wie deren Leben auf den Zuckerrohrplantagen aussieht. Und wir sind bei den Vertragsverhandlungen der Maroons mit dem Gouverneur von Kingsley mit dabei. Neben historischen Fakten dürfen wir dann am fiktiven Leben der Menschen teilhaben – Sarah Lark hat auch hier wieder wunderbare und außergewöhnliche Charaktere erschaffen, die alles noch lebendiger machen und einen noch näher in Geschehen führen.

     

    5 Sterne für diese mitreißende Reise in die Karibik und ich freue ich schon auf die Fortsetzung!

  12. Cover des Buches Das Erbe (ISBN: 9783328106357)
    Ellen Sandberg

    Das Erbe

     (149)
    Aktuelle Rezension von: heinoko

     

    Komisch. Eigentlich lese ich die Bücher von Ellen Sandberg vs. Inge Löhnig richtig gerne. Doch bei diesem Buch kam ich nicht voran, legte es wieder weg, zog es wieder hervor, kam nicht weiter und vergaß es schließlich. Jetzt, im Zuge des Regal-Aufräumens, begann ich erneut und zwang mich nun, das Buch komplett durchzulesen. Wobei der Roman wirklich gut und flüssig zu lesen ist, also von Zwang nicht die Rede sein kann. Warum hatte ich die Lektüre vor 2 Jahren nicht zu Ende gebracht? Jetzt mit Abstand und ohne Zeitdruck kam ich mir selbst auf die Schliche, denn ich wollte mich begeistern lassen vom Buch, war jedoch enttäuscht und nahm an, es läge an mir. Man kennt es ja: Wenn man zum falschen Zeitpunkt das falsche Buch in die Hände bekommt, finden Buch und Leser einfach nicht zusammen.

     

    Da der Roman bereits 2019 erschienen ist, erspare ich mir und meinen Lesern, den Inhalt hier wiederzugeben. Grundthema ist die Enteignung der Juden im Dritten Reich, erzählt in verschiedenen Zeitsträngen. 

     

    Routiniert und gut geschrieben ist der Roman, wie nicht anders zu erwarten. Dieses dunkle Kapitel der Geschichte wird spannend und eindrucksvoll erzählt. Ich würde sagen, es handelt sich um einen Familienroman mit historisch-politischer Brisanz. Und doch empfand ich die reichlichen Seitenstränge anstrengend. Manchmal hatte ich das Gefühl, das eigentliche Thema völlig aus den Augen zu verlieren. Und  leider, leider empfand ich die Protagonisten recht oberflächlich dargestellt. Mir fehlte oftmals die psychologische Tiefe. Manche Personen schienen mir nur aufzutreten, um kurz ein Klischee zu erfüllen, um dann wieder in die Bedeutungslosigkeit zurückzufallen. Ich würde behaupten, die Autorin kann es eigentlich besser.

  13. Cover des Buches Die Hafenärztin. Ein Leben für das Glück der Kinder (Hafenärztin 2) (ISBN: 9783864931895)
    Henrike Engel

    Die Hafenärztin. Ein Leben für das Glück der Kinder (Hafenärztin 2)

     (125)
    Aktuelle Rezension von: Buchzwergerl

    Nachdem ich bereits den ersten Teil über Anne, Helene und Berthold gelesen habe, war klar, dass auch dieser Band folgen muss.

    Ich fand mich sehr schnelle wieder zurecht im alten Hamburg zu Beginn des 20. Jhdts, eine Zeit, in der Frauen beginnen, sich für ihre Rechte einzusetzen.


    Inhalt:

    Anne hat es als junge Ärztin in der männerdominierten Welt schwer, liebt jedoch ihre Arbeit in den Auswandererhallen. Eines Tages stirbt ein Junge und Gerüchte über die Cholera entstehen. Doch Anne kann aufklären, dass der Junge an einer Vergiftung mit Arsen gestorben ist, das in den Zuckerstangen, die an die Kinder verteilt werden, enthalten ist…


    Gedanken zum Buch:

    Ich fühlte mich wohl in der Geschichte und mit den Hauptrotagonist*innen. Alle Charaktere sind interessant und vielschichtig und entwickeln sich im Laufe der Zeit (vor allem Helene) weiter.
    Man erfährt so einiges über das Leben der damaligen Zeit. Dass viele Menschen auf der Suche nach einer besseren Zukunft waren und auswanderten, dass das schmutzige Geschäft mit Mädchenhandel blühte und Frauen vermehrt ihre Rechte einforderten. Dies alles ist unheimlich interessant zu lesen und ich habe so einiges Neues über die damalige Zeit erfahren.

    Leider war mir die Aufklärung des Falles zu wenig eindeutig. Zu viele Fragen blieben offen, bei denen ich mir wünsche, dass sie im letzten Band, der ja bald erscheinen soll, endlich beantwortet werden.

  14. Cover des Buches Ehre (ISBN: 9783036959320)
    Elif Shafak

    Ehre

     (91)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    In der Hoffnung ein besseres, erfüllteres oder sichereres Leben führen zu können, verlassen viele Menschen ihre Heimat und versuchen sich in einem anderen Land eine neue Existenz aufzubauen. Ein sehr aktuelles Thema – jedoch spielt der Roman in einer früheren Zeitepoche. Wie schwierig eine Migration sein kann und welche kulturellen Unterschiede oft unüberbrückbar sind, zeigt dieses Buch sehr eindrücklich.


    Die Autorin, sie ist selbst Kennerin verschiedener Kulturen, erzählt die Geschichte eines Ehrenmordes. Sie vermag, den dramatischen Inhalt zu dieser archaischen Tradition offen anzusprechen. Der Roman wirkt aber nie anklagend, sondern vermittelt atmosphärisch dicht tiefe Einblicke in den nahöstlichen Kulturkreis, in dem andere Traditionen und Gesellschaftsnormen als in London den Alltag vieler Menschen bestimmen.


    Elif Shafak ist eine kluge und sensible Autorin und ich bin gespannt auf weitere Bücher von ihr.

  15. Cover des Buches Der Weg der Teehändlerin (ISBN: 9783596706044)
    Susanne Popp

    Der Weg der Teehändlerin

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Kathrin_Schroeder

    Dank Netgalley konnte ich Band 1 und 2 der Ronnefeldt-Saga von Susanne Popp "Die Teehändlerin" und "Der Weg der Teehändlerin" lesen.

    Meine Erfahrungen mit diesen Büchern sind zweischneidig.

    Gefreut habe ich mich auf Bücher über Tee und den Teehandel und Einblicke in das Leben der Gründerfamilie des Teehauses Ronnefeldt. Diese Wünsche wurden nur teilweise erfüllt, denn wie ich aus den Nachworten der Autorin entnehmen konnte, hat sie ein wenig Fakten genommen und diese als Grundidee für eine fantasievolle Trilogie rund um Originalschauplätze gewoben. Hierbei hat sie, so wie es die Spannung erforderte, Zeiten verändert, Lücken gefüllt, Personen vertauscht und teilweise ganze Biographien erdacht. Dies diente wohl der erhöhten Spannung bzw. den entsprechenden Liebesgeschichten. Wäre dieselbe Reihe als fiktive Geschichte eines fiktiven Teehauses angeboten worden, wäre das für mich völlig in Ordnung gewesen. So aber bleibt ein leicht bitterer Nachgeschmack. Auch das Thema Tee und Teehandel blieb eher Begleitwerk, Verwicklungen und Beziehungen in der Familie sind das Hauptwerk dieser Trilogie.

    Auch im zweiten Teil "Der Weg der Teehändlerin" der mehr als 10 Jahre später startet, geht es mit dem Teehaus weiter voran. Vordergründig aber werden die Wege der erwachsenen Kinder begleitet. Irrungen, Wirrungen, Lieben und auch hier die Möglichkeiten als Frau eigenständig zu leben sind die Kernthemen.

    Wäre das Buch als fiktive Geschichte vermarktet worden mit Anlehnung an Ronnefeldt und dem Hinweis auf emanzipatorische Fragen, hätte ich mich nicht so auf den Arm genommen gefühlt und dem Werk gern eine 4 Sterne Rezension gegeben. So kann ich diese mit viel Augenzudrücken nur dem 1. Band geben, Teil 2 enthält einfach zu wenig vom Angekündigten auch beim Thema Tee.

    #Netgalleyde! #DieTeehändlerin #DerWegderTeehändlerin #Ronnefeldt #SusannePopp #KathrinliebtLesen #Rezension #Bookstagram #HistorischeRomane

  16. Cover des Buches Hoch wie der Himmel (ISBN: 9783426526019)
    Julie Birkland

    Hoch wie der Himmel

     (132)
    Aktuelle Rezension von: xthelittleRose

    Nach dem Tod ihres Mannes kann Annik einen Neuanfang mehr als gebrauchen. Und genau das sieht auch das Schicksal für sie vor. Annik lernt auf einer Konferenz eine Frau kennen, mit der sie sich auf Anhieb gut versteht. Zufälligerweise arbeitete diese Frau in einer Arztpraxis in Norwegen, in der noch eine weitere Person gesucht wird. Annik beschließt, das Angebot anzunehmen und mit ihrer Schwester und Sohn umzuziehen. Nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten leben sich die drei schnell im neuen Zuhause ein. Das einzige Problem, welches noch besteht, ist, dass Annik nicht weiß, wo sie bei ihrem Boss Krister steht. Im einen Moment denkt sie, dass sie sich näher kommen, im nächsten ignoriert er sie ...

    Character (4/10):
    Leider konnten mich Annik und Krister nicht so richtig von sich überzeugen. Ich hatte nicht das Gefühl, mit ihnen warm geworden zu sein. Mir hat gefehlt, dass ich mit ihnen mitfühlen konnte, irgendwie hat es sich für mich angefühlt, als bin ich nur an der Oberfläche geblieben.

    Atmosphere (5/10):
    Auch, wenn es viele Stellen gab, die wirklich schön beschrieben waren, konnte auch die Atmosphäre des Buchs mich nicht richtig abholen.

    Writing Style (5/10):
    Ihr seht, das Muster zieht sich bedauerlicherweise durch die Rezension durch, denn auch der Schreibstil war nicht so meins. Es war jetzt nicht so, als könne man das Buch nicht lesen oder so, es war aber auch nicht so geschrieben, dass ich in der 'Welt' versunken wäre.

    Plot (3/10):
    Die Handlung selbst konnte mich ebenfalls nicht überzeugen. Ich denke mal, dass das Buch und ich einfach im Allgemeinen kein fit waren. Wie bereits gesagt konnten mich die Charaktere und der Schreibstil nicht für sich gewinnen, das wirkt sich dann natürlich ebenfalls auf die Handlung und alles Weitere aus.

    Intrigue (3/10):
    Dass mich die Geschichte dann auch nicht wirklich packen konnte, könnt ihr euch wahrscheinlich bereits denken. Ich hätte es mir echt anders gewünscht, da ich solche Kleinstadt-Settings mit viel Natur normal total liebe und verschlinge.

    Logic (4/10):
    Logik bewerten ist immer ein bisschen schwierig, wenn man das Buch nicht so gerne mochte. Es wäre irgendwie komisch hier jetzt dann 10 Punkte zu geben, deswegen nehmt es mit einer Prise Salz. Die Geschichte war jetzt nicht total unlogisch oder so, es ist einfach so ein gefühlter Wert, der sich dem Rest fügt.

    Enjoyment (3/10):
    Last but not least muss ich leider auch beim Lesespaß sagen, dass er für mich traurigerweise nicht gegeben war.

    Fazit (3,9/10):
    Ich würde sagen "Northern Love" und ich waren enttäuschenderweise einfach kein Match, deswegen lest gerne noch einige andere Rezensionen, wenn ihr euch unsicher seid, ob ihr es kaufen sollt oder nicht. Meinen persönlichen Geschmack hat es nicht getroffen, wenn ihr also wisst, dass ihr Bücher ähnlich bewertet wie ich, dann nehmt lieber etwas anderes zur Hand. Solltet ihr oft eine andere Meinung zu Büchern haben und euch spricht der Klappentext an, dann macht euch einfach selbst ein Bild von der Geschichte. :)

  17. Cover des Buches Unter dem Südseemond (ISBN: 9783453411531)
    Regina Gärtner

    Unter dem Südseemond

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Keltica
    Unter dem Südseemond


    Inhalt:
    Köln/Samoa 1899: Vom Vater gedrängt heiratet Alma den älteren Hermann, Leiter einer Kolonialhandelsgesellschaft, und begleitet ihn in die Südsee. Für Alma bedeutet es das Ende ihrer Welt – in jeder Hinsicht. Sie muss sich an das unkonventionelle Leben in der Kolonie und die Riten ihrer exotischen Einwohner gewöhnen und sich als Frau behaupten. In dem australischen Seemann Joshua findet Alma ihre große Liebe, aber sie ist verheiratet. Doch nicht nur das macht ihr das Herz schwer, denn es wird immer deutlicher, dass ein bedrohliches Geheimnis über ihrer Familie liegt.

    Fazit:
    Dieser Roman ist der erste von zwei Teilen.
    Wer sich zu einem historischen und romantischen Abenteuer in die Südsee begeben möchte, findet hier genau die richtige Unterhaltung. Die Autorin hat es geschafft, mich von Anfang an, an das Buch zu fesseln. Die Beschreibung der Menschen und der Landschaft und ihren Schicksalen, lässt keine Langeweile aufkommen. Ganz nebenbei erfährt man auch noch geschichtliches aus der Kolonialzeit.
    Ich habe mit Alma gelitten und gebangt und manchmal auch gedacht: “Das darf doch nicht wahr sein!“
    Die überraschenden Wendungen in der Geschichte sorgen dafür, dass der Spannungsbogen immer schön erhalten bleibt.
    Den zweiten Band über Alma und Joshua werde ich mir auf jeden Fall auch noch holen.  Er heißt: Der Glanz von Südseemuscheln

    Über die Autorin:
    Regina Gärtner ist am Niederrhein aufgewachsen, hat an der RWTH Aachen Germanistik und Politikwissenschaften studiert, und danach als Pressereferentin, Werbefachfrau und PR-Manager für internationale Kinofilme gearbeitet. Zuletzt war sie lange Jahre als Anzeigenleiterin in einem Fachverlag tätig, bevor sie sich als Projektmanagerin selbstständig gemacht hat. Seit 2012 widmet sie sich ganz dem Schreiben.

    Gemeinsam mit ihrem Mann lebt Regina Gärtner in Köln, ist aber häufig in der Welt-Geschichte unterwegs: Sie hat bereits alle fünf Kontinente mehrfach bereist. Von der pazifischen Region ist sie aber besonders angetan.
  18. Cover des Buches Brooklyn (ISBN: 9783423086493)
    Colm Tóibín

    Brooklyn

     (73)
    Aktuelle Rezension von: CocuriRuby

    Gleich mal vorweg, hierbei handelt es sich um ein ruhiges Buch, ohne großes Drama – das fand ich sehr angenehm. Trotzdem ist es nicht uninteressant und vor allem ist es gut geschrieben. Es fängt die Stimmung bzw. die Atmosphäre der Geschichte sehr gut ein.

    Auch die Stimmung der Protagonistin, wie sie sich eher unfreiwillig auf die große Reise macht und wie es ihr in der großen, fremden Stadt geht, fängt das Buch gut ein.

    Auch die jeweiligen Kulissen sind sehr schön eingefangen, egal ob es ein überfüllter kleiner Laden in der Provinz ist, ein dunkler enger Raum auf einen Schiff oder die Wohngemeinschaftsverhältnisse in New York.


    Die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Jede Figur die auftaucht hat seine Eigenarten und diese werden (meist) charmant inszeniert.

    Ich mochte die Protagonistin und bin ihr sehr gerne durch ihre Geschichte gefolgt (außer zum Ende, aber dazu später mehr).

    Sie ist ein normales Mädchen, sie hat auch Ängste, lässt sich von diesen aber nicht einnehmen. Sie geht irgendwie ihren Weg – das hat mir wirklich gut gefallen.


    Viele Themen werden eher unterschwelliger behandelt, wie z.B. Rassismus. Trotzdem wird alles mit einer gewissen Ernsthaftigkeit und Respekt behandelt.

    Auch solche Themen wie Heimweh tauchen auf oder wie es ist in einer neuen Stadt (in einem neuen Leben) alleine klar kommen zu müssen.

    Das Buch erzählt die Geschichte von Eilis, wie sie von zu Hause weggeht und das erste Mal auf eigenen Beinen stehen muss. Demzufolge ist es irgendwie auch ein Buch über das erwachsen werden.


    Obwohl es auch um Liebe geht, ist das Buch diesbezüglich nicht unbedingt nüchtern, aber auch nicht gerade euphorisch. Es ist nicht gänzlich unemotional, aber auch nicht wirklich emotional, sondern fast schon abgeklärt. Das hat mir gelegentlich Schwierigkeiten bereitet.

    Das Buch hat Charme und auch einen gewissen unterschwelligen, leisen Witz. Das hat mir sehr gut gefallen.


    Das Buch ist in vier Teile untergliedert und die ersten drei haben mir wirklich richtig gut gefallen – im letzten Teil musste ich mich jedoch sehr über die Protagonistin ärgern.

    Es missfiel mir, sie beim selbstbelügen zu beobachten und wie sie sich die Tatsachen verdreht und einfach nicht ehrlich zu sich oder anderen ist.

    Ich fand es zwar gut dargestellt, wie sie nach langem wieder nach Hause zu Besuch kommt, wie schnell sie in alte Rollen verfällt, wie vertraut und anders sich das alte zu Hause anfühlt.

    Und dennoch, ich muss sagen, dass mich das Buch auf diesen letzten Seiten verloren hat. Es wirkte auch wie im Zeitraffer verfasst – es wurde mir als Leser keine Zeit gegeben, den Verlauf und Eilis Umschwung nicht nur zu lesen, sondern zu verfolgen und somit zu verstehen.

    Dadurch hat auch die Protagonistin bei mir sämtliche Sympathien verloren. Denn dadurch wurde mir klar, dass sie eine schwache Person ist. Sie ist wankelmütig, hat eigentlich bis zu Letzt keine Entscheidung aus eigener Kraft getroffen und hat sich nie für irgendein Verhalten verantwortet und das ist feige. Es ist nicht mal gänzlich unnachvollziehbar, vielleicht ist es sogar menschlich, aber für einen Roman hätte ich mir etwas anderes/mehr gewünscht.

    Kurzum, das Ende war totaler Rotz und hat mir fast das ganze Buch kaputt gemacht. Ich habe mir aber fest vorgenommen, von den paar Seiten, nicht das ganze Buch madig zu machen – aber leicht fällt mir das nicht.


    Wer sich übrigens nicht spoilern lassen möchte, sollte auf gar keinen Fall den Klappentext lesen! Der erzählt den kompletten roten Faden des ganzen Buches.


    Fazit

    Das Buch hat mir über weite Strecken sehr gut gefallen. Es ist ruhig, aber schön erzählt. Wenn nur das katastrophale Ende nicht wäre, was mir fast das ganze Buch kaputt gemacht hätte.

    (Wobei ich mit ihrer leider eben nicht ganz selbst getroffenen Entscheidung leben kann)

  19. Cover des Buches Der Menschenräuber (ISBN: 9783453435254)
    Sabine Thiesler

    Der Menschenräuber

     (207)
    Aktuelle Rezension von: Engelchen07

    Oh wow, was für ein spannendes Buch. Von der ersten bis zur letzten Seite war ich total in den Bann gezogen.

    Jonathan verliert nach einem Unfall seine Tochter, dann seinen Job und weil er mit der Situation nicht klar kommt auch noch seinen Frau.

    Er beschließt in Deutschland die Zelte abzubrechen und erstmals nach Italien zu gehen um sich dort eine Auszeit zu nehmen. In einem einsamen Bergdorf macht er Halt und kommt in einer ziemlich heruntergekommenen Pension unter.

    Dort trifft er auf die junge, blinde Sophia und mit ihr beginnt er ein neues Leben. Doch eines Tages holt in seine Vergangenheit ein und der sympathische Jonathan wird aus Wut und Zorn  zu einem Mörder.

     

    Ein super Schreibstil. So fesseln und spannend geschrieben, dass ich das Buch tatsächlich nicht aus der Hand legen konnte. Jonathan ist so ein sympathischer Charakter. Man fühlt mit ihm egal, in welcher Situation.

    Die Handlung hat mir gut gefallen, sie war schlüssig und nicht zu übertrieben.

    So gefällt mir das!

  20. Cover des Buches Resturlaub (ISBN: 9783596512409)
    Tommy Jaud

    Resturlaub

     (1.067)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Ein sehr lustiges und kurzweilig geschriebenes Buch, das man nicht immer in der Öffentlichkeit lesen sollte, da man auch mal einen Lachkrampf bekommen kann. Empfehlenswert, wer gerne lachen möchte.

  21. Cover des Buches Der weiße Stern (ISBN: 9783426511701)
    Iny Lorentz

    Der weiße Stern

     (68)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Nach ihrer Flucht aus dem von Repressionen geplagten Deutschland und der gefährlichen Atlantiküberquerung haben es Gisela und Walther endlich nach Amerika geschafft. Zwar war der Plan des Paares, sich in den USA niederlassen, doch letztendlich stranden sie in der mexikanischen Provinz Tejas. Die dortige Verwaltung sucht händeringend nach Siedlern und so bekommen Gisela und Walther ein Stück Land, dass sie bewirtschaften können und beginnen sich hier eine neue Existenz aufzubauen. Das Leben schreitet voran und so steht Gisela bereits kurz vor der Geburt ihres ersten Kindes, währen Walther Bekanntschaft mit den Komantschen macht, die in der Nähe des Siedlungsraums leben. Nach anfänglichen Sorgen bemerken die beiden aber recht schnell, dass es sich neben den Indigenen recht gut leben lässt, und diese ein willkommener Handelspartner sind, und so entspinnt sich ein reger Handel zwischen Walther und dem Oberhaupt der Komantschengruppe. Diese guten Beziehungen machen sich auch dann bezahlt, als Giesela nach der Geburt des Kindes nicht dazu in der Lage ist, ihr Kind zu säugen, und Walther die junge Navajo Nizhoni, dir kurz zuvor ihr eigenes Kind verloren hat, den Komantschen abkaufen kann. Nach anfänglicher gegenseitiger Abneigung zwischen den drein entsteht schon nach kurzem zwischen ihnen ein starkes freundschaftliches Band, das scheinbar unzerstörbar ist. 

    Sprachlich unterscheidet sich das Buch nicht von seinem Vorgänger. Ein einfacher lockerer Schreibstil, der mich als Leser sofort in die Geschichte eintauchen lies. Auch mangelt es dem Buch durchaus nicht an Spannung. Soweit alles top und genau so gut wie der Vorgängerband. Die Charakterzeichnung wirkte allerdings in diesem Buch blasser, als noch in "Das Goldene Ufer". Walther, vor allem aber Giesela konnten mich nicht so überzeugen, wie im Buch davor. Sie wirkten auf mich deutlich blasser und auch langweiliger. Ich konnte keine Sympathien in solchem Maße aufbauen, wie ich es im ersten Teil tat. Mir entglitten also die Hauptcharaktere, dafür aber konnten die Nebencharaktere mich größtenteils für sich einnehmen. Vielleicht wirkten sie auf mich auch ein wenig interessanter als Giesela und Walther, da die beiden meiner Meinung nach nicht sonderlich viel Potenzial haben, und dieses bereits zu einem großen Teil ausgeschöpft wurde. Ein wenig daran gestoßen habe ich mich auch, dass ich stellenweise ein wahrlich unangenehmes Gefühl beim Lesen mancher Situationen hatte. Gewisse Stellen wirkten auf mich zu übertrieben freundlich und manche Dialoge fand ich einfach nur extrem cringe. Das ist aber Geschmackssache. Ich bin einfach kein Fan von übertrieben kitschigen Situationen und auch übertrieben glückliche Happy-Ends kann ich gar nicht leiden. Überzeugen konnten mich Iny Lorentz aber wieder mit den Beschreibungen des drum herum und den historischen Fakten, die in die Geschichte eingebunden wurden. an bekommt einen recht guten Eindruck davon, was es bedeutete, sich im 18. Jahrhundert eine Farm aufzubauen, und welchen Gefahren an dabei ausgesetzt ist. Auch erfährt an einige recht interessante Details über den den texanischen Unabhängigkeitskrieg, da dieser genau in die Handlungszeit des Buches fällt und teilweise sogar eine recht große Rolle spielt, ohne dass dabei allerdings die Leser:innen von zu vielen Informationen erschlagen werden. Da haben Iny Lorentz wieder bewiesen, was sie so können. 

    Kurz gesagt ist das Buch eine durchaus würdige Fortsetzung von "Das goldene Ufer", auch wenn dabei ein Teil des alten Charmes der Protagonisten verloren geht. 

  22. Cover des Buches Der eine Andere (ISBN: 9783845811253)
    Catharina Clas

    Der eine Andere

     (49)
    Aktuelle Rezension von: michitheblubb

    – Insgesamt, muss ich sagen, hat mir das Buch leider gar nicht gefallen. Bei mir ist gar kein richtiger Lesefluss zustande gekommen und Charaktere und Story wurden während des Lesens immer unangenehmer. Zudem hätte ich mir sowohl bei Geschichte, als auch bei den Charakteren etwas mehr Tiefe gewünscht. –


    Die Handlung entwickelt sich sehr schnell und sprunghaft. Ich musste zwischendurch ein paar Mal wieder zurückblättern um zu sehen, ob ich etwas überlesen habe. Immer wieder bin ich durch solche Stolperer aus dem Lesefluss geraten. Vor allem das Ende hat für mich dann überhaupt keinen Sinn gemacht.


    Emmy ist mir während des Lesens leider auch zunehmend unsympathischer geworden. Macht sie am Anfang den Eindruck eines netten Mädchens, das etwas schüchtern ist und sich eher zurückhält, wandelt sich das rapide, sobald Sam in die Stadt kommt. Sie wird regelrecht zur Furie, hat dauernd etwas auszusetzen oder regt sich sehr schnell über Kleinigkeiten auf. Das Bild der Charaktere wird auch nicht gerade besser durch Jo, der anscheinend gar nichts von der Sache zwischen Emmy und Sam mitbekommt und Sam, dem es anscheinend nicht so wirklich wichtig ist, dass er seinen langjährigen besten Freund hintergeht. Insgesamt hat mir bei den Charakteren ein Quentchen Skrupel und die Reflektion über ihr Handeln gefehlt.
  23. Cover des Buches Der Duft von Tee (ISBN: 9783453357372)
    Hannah Tunnicliffe

    Der Duft von Tee

     (89)
    Aktuelle Rezension von: Die-Glimmerfeen
    Für Grace bedeutet das Leben in Macao Loslassen und Neubeginn. Es wird Zeit für sie, sich mit ihrem vergeblichen Wunsch schwanger zu werden abzufinden und ihrem Leben einen neuen Sinn zu geben. Kurzentschlossen eröffnet sie in Macao ein Café.
    Wer bei dem Cover und der Kurzbeschreibung an einen netten, unterhaltsamen Frauenroman denkt, wird schnell eines Besseren belehrt. Es ist nicht die heile Welt von Macarons backen und Tee trinken, die ich erwartet habe. Hier gibt es handfeste Probleme, die sich durch das ganze Buch ziehen.
    Obwohl ich mir von dem Cover etwas anderes erwartet hatte, gefiel mir das Buch sehr gut. Der Schreibstil ist sehr schön und hat mich sofort eingefangen. Ganz nebenbei erfährt man einiges über das Leben in Macao und wie man Macarons backt.

    Fazit: Wer nur eine heile Welt sucht, wird mit dem Buch nicht glücklich werden.
  24. Cover des Buches Der geheimnisvolle Garten (ISBN: 9783426511428)
    Annette Dutton

    Der geheimnisvolle Garten

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Melanie_Ludwig

    Auf der Suche nach der Wahrheit reist Natascha nach Australien. Es wird die Geschichte ihrer urgroßmutter erzählt. Es ist alles sehr verwirrend da die Zeitabständen unterschiedlich sind. Ich habe es abgebrochen. 

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