Bücher mit dem Tag "aussteiger"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "aussteiger" gekennzeichnet haben.

170 Bücher

  1. Cover des Buches The Distance from me to you (ISBN: 9783845816043)
    Marina Gessner

    The Distance from me to you

     (70)
    Aktuelle Rezension von: Nikkenik

    Dieses etwas unscheinbare Schmuckstück habe ich von meiner Lieben Buchhändlerin bekommen.
    Zu Anfang hat mir gleich das schlichte Cover gefallen, dass mit den Bergen, den Bäumen, dem Zelt und dem Herz irgendwie gleich mein Interesse geweckt hat. Als ich dann den Klappentext gelesen habe, wusste ich schon, dass dieses Buch etwas Besonderes wird.

    Als ich dann Angefangen habe zu lesen, bin ich gleich super in die Geschichte hinein gekommen. Der Schreibstil war sehr einfach und dadurch sehr gut und schnell zu lesen.
    Ich lernte gleich zu Anfang Kendra kennen und muss sagen, dass ich ab dem ersten Moment wusste, dass Sie etwas Besonderes ist. Mit Ihrer Willensstärke, ihrer Organisation und Ihrem ganzen Wesen hat sie mich in dem ganzen Buch beeindruckt. Sie ist sich, bis auf einem Fehler, immer treu geblieben und hat immer Ihr Ziel vor Augen gehabt.
    Auch gleich sympathisch war mir Sam.  Er ist in vielerlei Hinsicht genau das Gegenteil von Kendra, aber dennoch ein guter Mensch. Beiden haben Irgendwie Ihr „Päckchen“ zu tragen und ich bin wirklich froh, dass die beiden aufeinander gestoßen sind.

    An Action, Emotionen und Mut hat es mir in diesem Buch nicht gefehlt. Es war auch nicht Klischeehaft oder vorhersehbar. Es war spannend und ich war bei einigen Stellen echt sehr aufgeregt, was als nächstes passieren wird. Ich hatte ab ungefähr der Hälfte des Buches echt Apokalyptische Gedanken und bin froh, dass die Autorin so ein super Ende gefunden hat.

    Fazit: Mit diesem Buch vermittelt uns die Autorin, das wir uns immer treu belieben und nicht von unserem Weg abweichen sollten. Hört auf euer Herz.
    Mich hat dieses Buch sehr geflasht und ich bin froh, diese Geschichte in die Hände bekommen zu haben.

  2. Cover des Buches Wir haben Raketen geangelt (ISBN: 9783423144742)
    Karen Köhler

    Wir haben Raketen geangelt

     (100)
    Aktuelle Rezension von: Federfee

    Noch während ich Karen Köhlers 'Miroloi' las und weil mir der Roman sehr gut gefiel, habe ich mir diesen Band mit Erzählungen gekauft, zumal ich einiges Lob gelesen hatte. Um so größer die Enttäuschung, die letztlich dazu geführt hat, in der Mitte abzubrechen. Was ich jetzt schreibe, bezieht sich also nur auf die Hälfte des Buches.

    Die ersten beiden Erzählungen haben mir noch einigermaßen gefallen. Sie sind von  warmherzigen menschlichen Begegnungen geprägt und ich hätte sie mir gut in Zeitschriften und Magazinen abgedruckt vorstellen können. Die Sprache ist einfach – was im Weiteren so blieb.

    Doch die dann folgenden negativ geprägten Geschichten fand ich teilweise zu skurril, vielleicht auch langweilig? Ich weiß es nicht mal so genau. Jedenfalls haben sie mich weder angesprochen noch interessiert. Daher: Abbruch.

    Noch ein Wort zur vielgelobten Sprache. Von den versprochenen Highlights habe ich nur folgendes gefunden:

    Las Vegas: '… liegt vor uns im Tal die Königin der Nacht. Glitzernd, blinkend, verführerisch lockend trägt sie gerade ihre Lichterschminke auf. Bietet sich an wie eine, die man nur im Rausch ertragen kann.' (48)
    'Ich zerre aus meiner Vokabelkiste italienische Sätze hervor, die ganz staubig sind, aber gut auf der Zunge liegen.' (87)

    Ansonsten sprechen viele Personen so, wie es in der Wirklichkeit sein mag, mir aber dennoch nicht gefallen hat: 'alten Leuten den A... abwischen', - 'Erzähl keine Schei..'

    Schade, eine Enttäuschung in jeglicher Hinsicht. Da mir aber 'Miroloi' so gut gefallen hat, werde ich Karen Köhler im Auge behalten. Hier die Rezension:

    https://www.lovelybooks.de/autor/Karen-K%C3%B6hler/Miroloi-2002421363-w/rezension/5697728159/



  3. Cover des Buches Resturlaub (ISBN: 9783596512409)
    Tommy Jaud

    Resturlaub

     (1.068)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Ein sehr lustiges und kurzweilig geschriebenes Buch, das man nicht immer in der Öffentlichkeit lesen sollte, da man auch mal einen Lachkrampf bekommen kann. Empfehlenswert, wer gerne lachen möchte.

  4. Cover des Buches Willkommen im Meer (ISBN: 9783426519110)
    Kai-Eric Fitzner

    Willkommen im Meer

     (72)
    Aktuelle Rezension von: Christine_Neumeyer

    Zunächst haben mir das Cover und der Titel sehr gut gefallen. Passt perfekt zum Roman über das Leben eines sozial und humanistisch eingestellten Lehrers und Vaters an einem Gymnasium in einem konservativ und elitär eingestellten Umfeld. Die Kämpfe mit der Kollegenschaft werden allerdings sehr breit erzählt, vor allem in den Dialogen. Dennoch ist Willkommen im Meer ein schönes Buch mit wunderbaren Gedanken des Hauptprotagonisten für eine bessere Welt und Gesellschaft.

  5. Cover des Buches Goodbye, Jehova! (ISBN: 9783499628917)
    Misha Anouk

    Goodbye, Jehova!

     (45)
    Aktuelle Rezension von: berka

    ...fallen auf. Sind sie in Begleitung eines Herrn im Anzug, der eine Aktentasche trägt so handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Zeugen Jehovas. Die machen sich in letzter Zeit rar, auch an der Haustür sind sie mir lange nicht begegnet. Aber es gibt sie noch. Einer ihrer Königreichssäle befindet sich in meiner Nachbarschaft, und dort ist gelgentlich Betrieb, freitagsabends und sonntags z. B.

    Vertreter der Zeugen Jehovas sind mir schon häufig begegnet. Früher gehörten sie zum Straßenbild, den Wachtturm anbietend. Einmal haben sie mich in meinem Wohngemeinschafts-Zimmer besucht: ein älteres Paar stand eines morgens vor der Tür und bot ein Gespräch an. Ich ließ sie hinein. Der Mann zog ein schwarzes Etui aus seiner Tasche und für einen Moment fürchtete ich er könnte einen Revolver zücken. Es war aber nur seine Bibel.

    Recht intensiven Kontakt hatte ich während eines Ferienjobs. Ich fuhr als Gehilfe mit einem Landvermesser durch die Gegend der aktiver Zeuge Jehova war. Während unserer Fahrten hatten wir viel Zeit für Gespräche, die er teilweise für religiöse Themen nutzte. Da ich zu jener Zeit Theologie studierte fühlte ich mich genötigt gegenzuhalten, muss aber eingestehen dass ich einen schweren Stand hatte. Sein Weltbild war recht geschlossen und er war gut geschult. Die Gespräche waren aber nicht unangenehm.

    Noch später ließ ich mich einmal auf einen Besuch von zwei relativ jungen Zeuginnen ein der sich aus einem Haustürgespräch ergab, mit ähnlichem Verlauf. Ich musste mich aber schon recht deutlich abgrenzen um die Diskussion zu beenden. Seitdem vermeide ich weiterführende Gespräche. Mein Eindruck ist auch dass die Zeugen nicht mehr so präsent sind.

    Soviel zu meinen Erfahrungen mit Zeugen Jehovas. Zum Buch hat Manuela schon viel gesagt.
    Ich musste mich ein wenig hindurchkämpfen, denn es ist recht ausführlich und einige Dinge wiederholen sich. Ich habe aber viel darüber erfahren wie die Zeugen Jehovas intern funktionieren, und welchen Tücken ihre Mitglieder ausgesetzt sind. Aber auch über die Geborgenheit die eine solche Glaubensgemeinschaft bietet, solange man nicht an ihren Grundsätzen zweifelt.

    Misha A. schreibt recht unterhaltsam und belegt seine Aussagen immer wieder mit Zitaten aus dem Schrifttum der Zeugen.
    Er schildert den Jahresablauf und die Aktivitäten in der Gemeinde und geht auch auf deren Historie ein, weltweit und in Deutschland.
    Erschreckend ist die Konsequenz mit der er sich von seinen Eltern trennen musste als er sich schließlich lossagte. 
  6. Cover des Buches Ein Coffee to go in Togo (ISBN: 9783958891388)
    Markus Weber

    Ein Coffee to go in Togo

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Antje_Waldschmidt

    Unternehmensberater Markus Weber will raus aus dem Hamsterrad. Das wird ihm eines Morgens klar, als er auf die gestresste Arbeitswelt blickt. Weber kündigt seinen Job. Doch wohin soll es gehen? Hauptsache weit weg! Der Blick fällt auf seinen Kaffeebecher und er fragt sich, ob es den „Coffee to go“, den die fleißigen Arbeitsameisen allmorgendlich hinter kippen, auch in Togo gibt. Wortspiel und Reiseidee sind hiermit geboren. Weber wird mit seinem pinken Drahtesel 14.037 Kilometer bis nach Togo radeln, unzählige Abenteuer durchleben und Kaffee trinken. Das Buch überzeugt durch seine naiv angehauchte, ehrliche, kurzweilige Erzählung – mit einer Portion Selbstironie. Herrlich erfrischend. 

  7. Cover des Buches Küsse haben keine Kalorien (ISBN: 9783956491634)
    Susan Mallery

    Küsse haben keine Kalorien

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Engelchen07

    Allison Thomas ist Cafebesitzerin und macht ihre Kunden mit selbstgemachter Schokolade, Pralinen und Trüffeln glücklich. Sie ist stolz diesen Laden alleine aufgebaut und erfolgreich gemacht zu haben. Für Männer hat sie keine Zeit, wenn ihre Mutter sich auch nichts sehnlicher wünscht als Enkelkinder. Doch ohne einen Mann wird das schwierig. Eines Tages steht der geheimnisvolle Matt Baker vor ihr um ihr im Laden verschiedenen Handwerksarbeiten zu erledigen.

    Ein netter voraussehbarer Roman, stellenweise war er mir einfach nur zu langatmig.

  8. Cover des Buches Das Echo der Schuld (ISBN: 9783442383542)
    Charlotte Link

    Das Echo der Schuld

     (506)
    Aktuelle Rezension von: Sultanine

    Ein absolutes Must-read für alle Krimi-Liebhaber, die es psychologisch tief und mit viel Innenschau der Protagonisten mögen. Mich hat das Buch nicht losgelassen, bis es zu Ende war. Das interessante finde ich an Charlotte Links Schreibweise, die inneren Motivationen ihrer Figuren im Sinne eines Psychogramms nachzuzeichnen und die zunächst getrennten Wege und Handlungen  miteinander zu verdichten. Wer es anspruchsvoll mag und sich zudem für Beziehungen interessiert, der ist hier goldrichtig. Charlotte Link ist für tolle Krimis mit psychologischer Komponente immer eine sichere Bank! 

  9. Cover des Buches Die Kinder von Eden (ISBN: 9783404174973)
    Ken Follett

    Die Kinder von Eden

     (436)
    Aktuelle Rezension von: Waschbaerin

    "Die Kinder von Eden" sind eine bunt zusammengewürftelte Aussteigergruppe, in einem Tal der Rockys in Kalifornien. Sie passen sich nicht an, leben aber sonst friedlich in ihrer eigenen Welt, bauen einen hervorragenden Wein an und mit dem Erlös dieser Arbeit finanzieren sie ihr Leben. 

    So ziemlich jedes Gruppenmitglied hatte in seinem vorherigen, bürgerlichen Leben einen dunklen oder schwachen Punkt den man hinter sich ließ, bzw. lassen musste, wollte man nicht im Gefängnis landen. Deshalb verabschiedete man sich  aus seinem bürgerlichen Dasein. Ewig könnten sie in ihrem "freien" Leben weiterhin ihr Dasein fristen, wäre da nicht der Regierungsbescheid, dass dieses komplette Tal bis zu einem bestimmten Termin zu räumen sei, da man die Schlucht für einen Wasserspeicher fluten wird. 

    Dieser Entscheid wird Anlass und setzt eine Welle der Gewalt in Gang. Die Idee ist, den Gouverneut des Staates Kalifornien mit der Drohung, ein künstliches Erdbeben auszulösen, unter Druck zu setzen.  Niemand in Sacramento glaubt, dass dies möglich sein und man tut es als Spinnerei ab. Erst als die junge FBI-Agentin Judy, der man diesen irrwitzigen Fall zuteilt um sie kalt zu stellen, den führenden Erdbebenforscher kontaktiert und sein Fachwissen einholt wird klar, dass es eine Möglichkeit gibt, über dem San Andreas Graben in Kalifornien mit einem seismischen Vibrator tatsächlich die Erde beben zu lassen. Die Gewaltbereitschaft von Priest, dem Kopf dieser Gruppe,  war schon immer latent vorhanden, doch nun bricht sich seine kriminelle Energie so richtig Bahn. Es wird gelogen, betrogen und gemordet um das Ziel zu erreichen. 

    Mehr will ich über den Inhalt des Buches nicht verraten. 

    Auf jeden Fall ist es ein spannender Ken Follet. Auch hier gelingt es dem Autor, Realität und Fiktion so miteinander zu verbinden, dass dem Leser nahezu alles schlüssig erscheint und man gebannt weiterliest. 

    Ungefähr bis Dreiviertel des Romans war ich total fasziniert, wollte das Buch nicht aus der Hand legen.. Doch dann wurde es mir doch etwas too much von allem. Deshalb ein Sternchen Abzug.  

    Trotzdem, ein spannendes Buch von der ersten bis zur letzten Seite. Besonders interessant dabei ist, dass man als Leser immer wieder Infos zu Erdbeben erhät die in die Geschichte  eingewoben sind. 

  10. Cover des Buches Bananama (ISBN: 9783218011037)
    Simone Hirth

    Bananama

     (25)
    Aktuelle Rezension von: sursulapitschi

    Dieses Buch ist eine gute Idee, ein bisschen Poesie und eine böse Überraschung.

    Hier erzählt ein Mädchen im Grundschulalter von ihrem Leben in einer Aussteigerfamilie. Ihre Eltern wünschen sich ein ursprüngliches, naturnahes Leben und haben dazu ein Haus im Wald bezogen, das sie Bananama nennen. Dort leben sie abseits der Gesellschaft, lassen ihren Gemüsegarten verwildern und bestellen ökologisch einwandfreie Artikel im Internet.

    Sie würde gerne zur Schule gehen, Schokolade essen und Freunde haben, aber all das halten ihre Eltern für schädlich.

    Anrührend und eigentümlich poetisch lässt einen dieses kleine Mädchen an seinen Gedanken teilhaben. Die Sprache ist naiv, aber die Gedanken sehr klug. Sie hinterfragt alles und ordnet es ein: „Was ich mir wünsche“ - „Was Vater mir beibringt“.

    Mit feiner Ironie wird hier über das ideale Leben und alternative Lebensmodelle philosophiert, gestichelt, kritisiert, bis dann die Ironie kippt und in Sarkasmus übergeht.

    Der letzte Teil des Buches ist geradezu absurd. Ich verstehe den Gedanken dahinter, es verstört, schockiert und ist natürlich auch tiefsinnig und kunstvoll. Dennoch landet eine feinsinnige, sorgfältig vorbereitete Gesellschaftskritik hier mit einem Krachen in der Tonne. Schade um ein schön angelegtes Buch mit guter Idee. Das hätte man eleganter lösen können.

  11. Cover des Buches Malé (ISBN: 9783103972214)
    Roman Ehrlich

    Malé

     (22)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Roman Ehrlich (*1983) entführt uns mit seinem Roman in die Hauptstadt der Malediven. Das Urlauberparadies, vor allem bei Honeymoonern beliebt, ist durch den Klimawandel dem Untergang geweiht. Schon jetzt stehen Bereiche der Stadt unter Wasser. Schlammig ist es dort, schmutzig. Die Ur-Einwohner sind auf andere Atolle ausgewichen, hier halten sich fast nur noch Aussteiger auf.

    Roman Bauch ist einer der Besucher. Der verzweifelte Vater von Mona Bauch, einer Schauspielerin, die hier verschollen ist, will nicht an ihren Tod glauben. Er sucht nach seiner Tochter, die angeblich mit einem deutschen Lyriker liiert war. Die amerikanische Literaturwissenschaftlerin Frances Ford unterstützt ihn bei der Suche.

    Nach und nach lernen wir Leser die verschiedensten Menschen kennen, die es auf das Atoll verschlagen hat. Wir erleben ihren Drogenrausch mit und erfahren von Versorgungsengpässen.

    „Gerüchte und Geschichten, Berichte von Sichtungen, von Spuren, Schemen und Schatten unmenschlicher, ungebetener Erscheinungen häufen sich unter den Ausgestiegenen auf der Insel der ehemaligen Hauptstadt.“ (Seite 76)


    Dieses Buch ist nicht einfach zu lesen. Nicht enden wollende Sätze mit einer Unmenge von Aufzählungen verleiteten mich dazu, auch mal ein paar Zeilen zu überspringen. Trotzdem ist der Aufbau so gestaltet, dass die Hoffnung auf weiterbringende Szenen mich nicht aufgeben ließen. Wobei ich im Nachhinein zugeben muss, dass mich die Lektüre nicht schlauer gemacht hat.

    Auch wenn das Buch 2020 für den Deutschen Literaturpreis nominiert war, hat sich das Lesen für mich nicht gelohnt.

  12. Cover des Buches Into the Wild (ISBN: 0385486804)
    Jon Krakauer

    Into the Wild

     (82)
    Aktuelle Rezension von: Tulpen

    Jon Krakauer nimmt sich in seinem Roman dem Aussteiger Chris McCandless an, der in den Weiten Alaskas die Einsamkeit suchte und hier ein tragisches Ende fand.

    Die Geschichte gliedert sich in mehrere Teile. Zuerst beschreibt Krakauer Chris McCandless' Persönlichkeit und seine Motivation, sich immer wieder von den Menschen abzuwenden und Zuflucht in der Natur zu suchen. Anschließend vergleicht er McCandless mit anderen Aussteigern und Abenteurern. Der letzte Teil erzählt detailliert von seinem letzten Trip nach Alaska und die Umstände, die letztlich zu seinem Tod führten.

    Ich kannte Chris McCandless nicht, deshalb ist meine Rezension ein bisschen spekulativ. Ich habe jedoch den Eindruck, dass es Jon Krakauer sehr gut gelungen ist, den Protagonisten zu beschreiben. Als einen sehr sensiblen, vielseitig begabten und sehr sympathischen Mann, der sich stets anders gefühlt hat als die anderen und deshalb Probleme hatte, sich in eine dauerhafte Gemeinschaft einzufinden. Nichtsdestotrotz suchte er auch immer wieder die Nähe von Menschen und nutzte seine langen Auszeiten in der Wildnis als Ruhepausen, nach denen er sich wieder nach Gemeinschaft sehnte und in die Zivilisation zurückkehrte. 

    McCandless wurde im Nachhinein vielfach angefeindet und als "dumm", "schlecht vorbereitet" und "selbst schuld" bezeichnet. Es gefällt mir gut, dass Jon Krakauer hier seine Verteidigung übernimmt und genau beleuchtet, dass Chris vielleicht etwas blauäugig an seine Abenteuer herangegangen ist, aber keinesfalls unvorbereitet war, was zum Beispiel Kenntnisse der Natur und Überlebensstrategien anging.

    Was mir an dem Buch überhaupt nicht gefällt, ist der Vergleich mit anderen Abenteurern und Aussteigern. Vor allem, da die Motivation der anderen ausgewählten Figuren eine gänzlich andere ist, z:B. Erfahrungen sammeln wie das Leben in der Steinzeit gewesen ist oder einen sehr hohen gefährlichen Berg besteigen und dabei seine eigenen Grenzen zu überwinden, ist es als würde man Äpfel mit Birnen vergleichen. Genauso gut (oder besser) würde ein Vergleich mit einem sehr sensiblen Menschen passen, der sich von den Menschen zurückzieht und sein Leben in Einsamkeit mit Malerei oder sonstigem verbringt. Ich habe hier den Eindruck, diese ausschweifenden Nebengeschichten dienen vor allem dazu, den Autoren auch mitspielen zu lassen, denn er vergleicht McCandless auch mit sich selbst. Auch für den Erzählfluss wirkt dieser Teil des Buches für mich wie ein Bruch und ausgesprochen störend.

    Der Roman ist auf dem Poster der 99 Bücher, die man gelesen haben muss, aufgeführt. Das finde ich übertrieben und weiß nicht, welche Motivation dahinter gesteckt haben mag. Auch wenn Chris McCandless zweifellos ein sehr besonderer Mensch war und Krakauer ihm wahrscheinlich sehr gerecht wurde und eine wunderbare Erkenntnis mitliefert:

    "I think maybe part of what got him into trouble was that he did too much thinking."




  13. Cover des Buches Inside AFD (ISBN: 9783958902039)
    Franziska Schreiber

    Inside AFD

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Readers_love

    Dieses Buch offenbart spannendes und interessantes Wissen zu Partei und Personen innerhalb der AfD.

    Personen und Handelnde der Partei werden vorgestellt und der Weg der Partei von Gründung bis 2018 erläutert und das ist durchaus wissenswert.

    Ich bin mit einer gewissen Skepsis an das Buch heran gegangen. Und auch wenn ich nicht in Allem der Autorin zustimme ist es durchaus spannend und teils schockierend was berichtet wird. 

    Ich habe das Buch als Hörbuch gehört,  gelesen von der Autorin selbst und auch das ist durchaus hörenswert.

  14. Cover des Buches Meeresgrab (ISBN: 9783839225332)
    Peter Wark

    Meeresgrab

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Booky-72

    Martin Ebel lebt seit Jahren auf den Kanaren in La Palma ein gutes Leben. Jahrgangstreffen sind eigentlich nicht so seins. Aber dieses Mal reist er nach Deutschland und nimmt teil. Im Nachhinein ein Fehler.

    Justus, einer seiner Schulfreunde von damals hat die spontane Idee, ihn in La Palma zu besuchen. Martin sagt ja, doch das war ein schwerer Fehler. Aus seiner Ruhe wird das blanke Chaos.

    Einbruch, Verfolgung, Justus wird niedergeschlagen und so weiter. Als er im Meer ertrinkt, oder vielleicht auch nur angeblich, beginnt Martin zu begreifen und stellt Nachforschungen an. Auch nicht ganz ungefährlich für ihn selbst.

    Interessante Charaktere an einem schön beschriebenen Schauplatz, allgemein gute Geschichte.

  15. Cover des Buches Die Verschwundenen (ISBN: 9783903005020)
    Wolfgang Popp

    Die Verschwundenen

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Magicsunset

    „Seit der Reise war mir aber klar geworden, dass es Menschen geben musste wie Philip, die genau wussten, was sie wollten, aber auch solche, die für andere die Scherben aufsammelten, und dass ich der Mann für die Scherben war und daran nichts falsch war.“ (Zitat Seite 157)

     

    Inhalt

    In fünf Episoden berichten fünf unterschiedliche Ich-Erzähler über das Wiedersehen mit einem Menschen, mit dem sie vor Jahren in mehr oder weniger engem Kontakt waren, bis dieser Mensch plötzlich mit oder auch ohne jeden Abschied und Erklärung verschwunden ist. Warum haben sie damals alle Kontakte abgebrochen und wie ist ihr Leben in diesen Jahren verlaufen? Ist es möglich, nach all den Jahren einfach weiterzumachen, oder ist es eher ein Neubeginn? „Wir wären alle zurück in einer Zufriedenheit, von der wir ohnehin nicht wissen, warum wir sie jemals verlassen haben. Ganz ehrlich, war es irgendwann später noch einmal so gut wie damals?“ (Zitat Seite 182)

     

    Thema und Genre  

    In diesem Roman in Episoden mit fünf unterschiedlichen Erzählern geht es um Varianten von Beziehungen, von Menschen, die plötzlich mit oder ohne Vorwarnung verschwinden und sich nach vielen Jahren ebenso plötzlich wieder melden.

     

    Charaktere

    Damals gingen sie noch zur Schule oder waren Studenten. Sie waren befreundet, oder standen in einer anderen Form von Beziehung zueinander, heute, viele Jahre später, sind sie längst erwachsen und nicht immer führen sie genau jenes Leben, das sie damals geplant hatten, was beim Wiedersehen zu Überraschungen führt.

     

    Handlung und Schreibstil

    Auf den ersten Blick wirken sie wie fünf in sich abgeschlossene Geschichten, doch immer begegnen wir irgendwo am Rande des jeweiligen Geschehens kurz einer Person, die später selbst im Mittelpunkt einer anderen Geschichte stehen wird und so verbinden sich die Episoden zu einem Roman, dessen Fragen und Vermutungen durchaus auch zu überraschenden Resultaten führen können. Die geschilderten Ereignisse nehmen uns von Wien aus mit auf eine Reise in andere, teilweise weit entfernte Länder und so werden die Erlebnisse der einzelnen Figuren durch viele interessante Details, Beobachtungen und lebhafte Schilderungen ergänzt.

     

    Fazit

    Ein facettenreiches, interessantes Lesevergnügen.

  16. Cover des Buches Schiffsmeldungen (ISBN: 9783442744435)
    Annie Proulx

    Schiffsmeldungen

     (177)
    Aktuelle Rezension von: NadjaE
    Ein wunderbares Buch. Ich habe schon den Film geliebt, das Buch übertrifft ihn. Habe sofort unbesehen weitere Bücher von Annie Proulx gekauft. Ihre Schreibe ist frisch und einprägsam, die Charaktere echt und eigenwillig, die Welt Neufundlands neu und aufregend. Eines der Bücher bei denen man beim lesen immer wieder ängstlich prüft, wie viel man denn noch zu lesen hat. Ich habe es ausgelesen und schon fehlt es mir! Sehr gute Übersetzung!
  17. Cover des Buches Baba Dunjas letzte Liebe (ISBN: 9783462054729)
    Alina Bronsky

    Baba Dunjas letzte Liebe

     (300)
    Aktuelle Rezension von: das_frollein_meier

    Alina Bronsky

    Baba Dunjas letzte Liebe


    Während die Welt einen großen Bogen um die Zodeszone Tschernobyl macht, kehrt die alte Baba Dunja genau dorthin zurück. 

    Es gibt hier nicht viel, Baba Dunja und die wenigen anderen Heimkehrer (alles ebenfalls alte Leite) sind irgendwie Ausgestoßene. Aber dennoch haben sie in ihrem kleinen Dorf das für sie wichtigste - ihre Heimat. 


    Ein zauberhaftes kleines Buch, großartige Charaktere, die mich tatsächlich irgendwie berührt haben. 


  18. Cover des Buches Wellengrab (ISBN: 9783709979242)
    Edith Kneifl

    Wellengrab

     (17)
    Aktuelle Rezension von: summerfeeling9

    Der Krimi spielt auf den Inseln Mykonos, Samos und Ikaria.

    Der Grieche Alexander ist auf dem Weg in seine Heimat Griechenland, nach Mykonos. Auf der Fähre dorthin, trifft er eine Frau, Laura Mars, mit der er flirtet und sich in weiterer Folge verliebt.

    Laura ist auf dem Weg nach Mykonos zu ihren alten schwulen Freunden Theo und Philip, die ein Luxushotel auf Mykonos besitzen. Und genau dieses Hotel soll Alexander im Auftrag seines russischen Auftraggebers dem schwulen Pärchen abkaufen. Aber Theo lehnt dies vehement ab. Nach einem Abendessen, also dann nur noch Alexander und Theo anwesend sind, kommt es zu einer lautstarken Auseinandersetzung und Theo wird am nächsten Morgen tot aufgefunden. Alex wird beschuldigt.

    Da er früher auch Berufskiller in Südamerika war und mit falschem Namen unterwegs ist verlässt er die Insel und fährt nach Ikaria. Dort wird er mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Er trifft Elena, seine große Liebe, die dann, wie er Griechenland verlassen hat. Er verließ die Insel, weil er glaubte, er habe seinen besten Freund Ioannis bei einem Streit um Elena getötet. Dieser war jedoch nicht tot und Elena hat dann auch Ioannis geheiratet. Dies hat sie gemacht, weil sie damals schwanger war, mit Stella. Alexander lernt auch das junge Mädchen Stella kennen und findet heraus, dass er der Vater ist.

    Auf der Insel trifft er auch auf Stavros Xanidis, einen Baulöwen und reichen Immobilienspekulant, der Konkurrent seines russischen Auftraggebers ist. Durch ihn kommt es noch zu weiteren Todesfällen und auch Laura ist in Gefahr. Stavros weiß, dass Alexander ein Killer ist und möchte Landteile auf der Insel kaufen, ua. wo Elenas Cafe steht und den Grund von Alexanders ehemaliger Lehrerin Christina. Alexander soll Christiana töten. Er wird erpresst. Wird er es durchziehen?

    Auch Laura folgt ihm dann auf die Insel, es entwickelt sich eine Liebesgeschichte und sie kehrt dann zurück nach Samos, wo sie ihren aktuellen Wohnsitz hat. Dort spielt auch der letzte Teil des Romans. Stella zeigt dann, das die Gene ihres Vaters in ihr stecken und sie kämpfen gegen Stavros an. Wird ihnen das gelingen? Sie jagen die Yacht von Stavros in die Luft.

    Das Buch hat mir nicht gefallen und ich habe mich durch die Geschichte gekämpft. Zwei Sterne gibt es für die Griechenlandkulisse von mir. Mit den Charakteren bin ich nicht warm geworden, die Liebesgeschichte war emotionslos und sprachlich war es mir irgendwie auch zu "hart".

  19. Cover des Buches aWay (ISBN: 9783958893689)
    Nic Jordan

    aWay

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Kathi_Mo

    Dieses Buch hat mich von Anfang bis Ende total gefesselt und ich kann es nur jedem uneingeschränkt empfehlen! Gerade weil ich auch diese Art zu reisen vor vielen Jahren für mich entdeckt habe, konnte ich mich häufig in den Geschichten wiederfinden. Nic berichtet ehrlich und schonungslos von ihrer mutigen Reise zu sich selbst und mehr oder weniger allein um die Welt, von inspirierenden Begegnungen und fernen Orten. Der Schreibstil ist hervorragend, man ist mittendrin und mag das Buch gar nicht beiseite legen. Es sollte viel mehr Abenteuerinnen wie Nic Jordan auf der Welt geben!!! 

  20. Cover des Buches Elli gibt den Löffel ab (ISBN: 9783548610498)
    Tessa Hennig

    Elli gibt den Löffel ab

     (88)
    Aktuelle Rezension von: ineszappen

    „Elli gibt den Löffel ab“ – witzig, augenzwinkernd und mitten aus dem Leben gegriffen. Der Bestseller von Tessa Hennig jetzt auch als große TV-Verfilmung im ZDF.
    Ein unerwarteter Brief aus Italien stellt Ellis Leben völlig auf den Kopf: Die liebenswerte 60-Jährige hat eine kleine Pension auf der Ferieninsel Capri geerbt. Als ihr museumsreifer VW-Käfer auf dem Weg in den Süden schlappmacht, bekommt sie ausgerechnet Hilfe von Aussteiger Heinz, der Elli in seinem klapprigen Wohnmobil nach Capri bringt. Aber dort wartet eine unangenehme Überraschung auf sie: Ellis ältere Schwester Dorothea hat es ebenfalls auf das Erbe abgesehen. Ein Schwesternstreit entbrennt, bei dem es nicht nur um die Pension, sondern natürlich auch um Männer geht!

  21. Cover des Buches Dunkelsommer (ISBN: 9783442491377)
    Stina Jackson

    Dunkelsommer

     (148)
    Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseite

    Lelle Gustafsson fährt seit drei Jahren jeden Abend die nordschwedische Umgebung seines Heimatdorfes ab, wie besessen auf der Suche nach seiner Tochter, die seitdem verschwunden ist. Doch er ist sicher, sie nach all der Zeit noch finden zu können. Meja, die fast ebenso alt ist wie Lelles Tochter, zieht mit ihrer drogenabhängigen Mutter ebenfalls in die Gegend, doch die Hoffnung auf einen guten Neustart hat sie schon längs begraben. Doch als ein weiterer weiblicher Teenager verschwindet, rücken die Leben von Lelle und Meja näher zusammen…

    Auch wenn Stina Jackson mittlerweile in den USA lebt, kann man aus ihrem Roman „Dunkelsommer“ unverkennbar ihre schwedische Herkunft herauslesen. Die düstere Stimmung, die wortkargen Menschen, die raue Landschaft – all das ist sehr intensiv herauszulesen und atmosphärisch in die Handlung eingebaut, sodass die Kulisse eine sehr intensive Wirkung entfaltet. Und auch die Charaktere werden von der Autorin sehr fein gezeichnet, was natürlich vor allem für die beiden Hauptfiguren gilt. Beide fast zerbrochen, beide voller Wut und doch beide an so unterschiedlichen Punkten ihres Lebens. Lelle, der sein Leben fast ausschließlich auf die Suche seiner Tochter konzentriert und alles andere zu vergessen scheint. Meja, mit jungen Jahren schon desillusioniert und auf der Suche nach Bindung. Doch auch die Nebenfiguren sind sehr facettenreich und ausdrucksstark beschrieben, was sie lebendig und nahbar wirken lässt. Auch durch sie wirkt die Stimmung gedrückt, düster, trist, was mich schnell in seinen Bann gezogen hat. Die Wechsel zwischen den beiden zunächst unabhängigen Handlungssträngen sind geschickt gewählt, die Kapitel haben eine angenehme Länge, sodass ein überzeugender Lesefluss entsteht.

    Dabei muss man sich jedoch darauf einlassen, dass etwa die erste Hälfe des Romans eher eine Zustandsbeschreibung ist als eine wirkliche Handlung. Stina Jackson verwendet hier viel Zeit darauf, die Grundsituation ausführlich zu schildern und bringt dabei die Entwicklung nur langsam in Gang. Das ändert sich allerdings mit dem Verschwinden des zweiten Mädchens, die Handlung verdichtet sich dann merklich und wird deutlich temporeicher, ohne die aufgebaute Stimmung zu vernachlässigen. Und die Autorin sorgt dann noch für viele Überraschungen und ein stimmiges, aber unvorhersehbares Finale, welches mich vollkommen gepackt hat.

    „Dunkelsommer“ ist ein Roman, der mich mit seiner dichten, düsteren Stimmung schnell gepackt hat, der seine Charaktere ernst nimmt und sehr stimmig beschreibt, der sich traut, langsam und intensiv zu beschreiben. Doch auch der zweite Teil mit seiner packenden Handlung und der überraschenden Auflösung hat mich vollkommen überzeugt und sorgt für ein denkwürdiges Ende. Sehr lesenswert!   

  22. Cover des Buches Leben ist keine Art, mit einem Tier umzugehen (ISBN: 9783518425442)
    Emma Braslavsky

    Leben ist keine Art, mit einem Tier umzugehen

     (20)
    Aktuelle Rezension von: lukas_von_hauser
    In zwei Tagen Rauschzustand gelesen. Wenn man das vertrackte und verfängliche heiter-flauschige Netz der Komik überwunden hat, sitzt man verzweifelt in einem ausrangierten Weltwrack und lacht nur noch aus Verzweiflung angesichts der Geschwindigkeit, mit der man dann in dieser ungeheuren bitterbösen Geschichte auf das Riff zusteuert. Ich kannte diese Autorin bis jetzt nicht, dachte erst, sie wäre Amerikanerin. Neue deutsche Literatur at its best.
  23. Cover des Buches Polarisiert (ISBN: 9783943292619)
    Peter Bogardt

    Polarisiert

     (10)
    Aktuelle Rezension von: abetterway
    Inhalt:
    " Nach einem Burnout entscheidet sich Andreas für ein Sabbatjahr in Sibirien. In den endlosen Weiten der Taiga bekommt der überarbeitete Programmierer schnell die volle Tragweite seines Entschlusses zu spüren.
    Während sein Sohn sich auf der Suche nach dem eigenen Weg durch den Großstadtdschungel schlägt, lernt Andreas die wahre Natur der Wildnis kennen.
    Als würden die widrigen Lebensbedingungen nicht schon genügen, wird er in eine Verschwörung ungeahnten Ausmaßes verwickelt, die die Welt für immer verändern könnte …"

    Meinung:
    Der Inhalt des Buches besteht aus mehreren Handlungssträngen die sich zum Schluss zu einem zusammenfassen. Durch die verschiedernen Ansichten ist man auch als Leser teilweise hin und hergerissen und es ist eigentlich sehr schwer sich für eine Seite zu entscheiden. Somit wird die Spannung auch beim Leser aufrecht erhalten.
    Ein Manko ist das Cover, ich hätte in der Bücherei nie zu diesem Buch gegriffen und das zweite sind mir zu wenige Details enthalten, man könnte das Buch sicher noch mehr ausschmücken.

    Fazit:
    Ein spannendes Buch, allerdings mit Verbesserungspotenzial.

  24. Cover des Buches The Girls (ISBN: 9783423146203)
    Emma Cline

    The Girls

     (274)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    "Sie bewegten sich in einem unbehaglichen Grenzbereich zwischen Schönheit und Hässlichkeit, und ein Schauer gesteigerter Aufmerksamkeit folgte ihnen durch den Park." - Emma Cline, "The Girls"


    Kalifornien, im Sommer 1969: Evie Boyd ist 14 und einsam, Ferien voller Leere tun sich vor ihr auf, bevor sie im September auf ein Internat geschickt werden soll. Ihre beste Freundin entfernt sich immer weiter von ihr und so ergreift sie sofort die unverhoffte Möglichkeit, die sich ihr bietet, um mit Suzanne und den anderen zur Ranch zu fahren. Schon länger gab es in der Stadt Gerüchte von den verwahrlosten Hippies, die sich um ihren Anführer geschart am Rande der Zivilisation befinden. Evie lässt sich treiben, findet Anschluss und hängt ihr Herz fast panisch an Suzanne - bis die Stimmung plötzlich kippt und etwas passiert, das vor Grausamkeit und Schrecken kaum zu überbieten ist...


    Emma Clines Roman "The Girls" hält für die Lesenden eine rauschartige Spannung bereit. Fiebrig begleitet man Evie durch diesen Sommer zwischen Kindheit und Jugend, leidet mit ihr unter ihrem Mangel an Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein, vergöttert mit ihr die scheinbar so unantastbare Suzanne - und sieht gleichzeitig das drohende Unheil, das sich von Anfang an nicht abwenden lässt. 


    Das Buch ist in mehrere Abschnitte unterteilt. Abwechselnd begleitet man die  erwachsene und von den Geschehnissen gezeichnete Evie, die auf ein abgeschiedenes Haus aufpasst und dort zufällig auf ein Mädchen trifft, das sich in einer ähnlichen Situation wie sie damals befindet - mit ihrem Wunsch, irgendwo zugehörig zu sein, gut anzukommen, einen Funken Aufmerksamkeit zu erhaschen - und die Evie im Sommer 1969. Von Anfang an wissen die Leser*innen, was am Ende passieren wird, was sich wie ein dunkler Schatten über alles legt, was man liest.


    Nuanciert und sprachlich genial erzählt die Autorin eine Geschichte vom Mitläufertum - und lässt die Lesenden mit der Frage zurück, wie sie gehandelt hätten, ob uns das nicht allen passieren kann, in unserer Geltungssucht und unserer Gier nach dem Interesse der Anderen.


    Ich mochte "The Girls" sehr gerne. Der Roman ist sicherlich keine leichte Sommerlektüre, trotzdem drängt sich die flirrende Hitze auf jeder Seite und die Spannung ist nahezu greifbar. Wieder mal ein Buch, das mir noch lange im Kopf bleiben wird und das ich gerade in dieser warmen Jahreszeit empfehlen möchte ☀️

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