Bücher mit dem Tag "ausländer"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "ausländer" gekennzeichnet haben.

157 Bücher

  1. Cover des Buches Er ist wieder da (ISBN: 9783847905998)
    Timur Vermes

    Er ist wieder da

     (3.391)
    Aktuelle Rezension von: KiraNear

    Titel: Er ist wieder da

    Autor*in: Timur Vermes

    Erschienen in Deutschland: 2012

    Originaltitel: -

    Erschienen in -: -

    Übersetzer*in: - 

     

    Weitere Informationen:

    Genre: Satire, Slice of Life

    Preis: € 9,99 [D] | € 10,30 [A]

    Seiten: 394

    Sprache: Deutsch

    ISBN: 978-3-404-17178-1

    Verlag: Bastei Lübbe AG

     

    Inhalt:

    Sommer 2011. Adolf Hitler erwacht auf einem leeren Grundstück in Berlin-Mitte. Ohne Krieg, ohne Partei, ohne Eva. Im tiefsten Frieden, unter Tausenden von Ausländern und Angela Merkel. 66 Jahre nnach seinem vermeintlichen Ende strandet der Gröfaz in der Gegenwart und startet gegen jegliche Wahrscheinlichkeit eine neue Karriere - im Fernsehen. Dieser Hitler ist keine Witzfigur und gerade deshalb erschreckend real. Und das Land, auf das er trifft, ist es auch: zynisch, hemmungslos erfolgsgeil und trotz Jahrzehnten deutscher Demokratie vollkommen chancenlos gegenüber dem Demagogen und der Sucht nach Quoten, Klicks und "Gefällt mir"-Buttons.

     

     

    Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

    Das ist jetzt eines der Bücher, die schon seit mehreren Jahren auf meinem SuB liegen und bei denen nicht genau sagen kann, seit wann. Es könnte 2017 sein, oder auch 2018 oder 2019. Dazu lag das Buch dann doch zu lange in einer Kiste herum, dass ich das nicht mehr sagen kann. Ich weiß nur noch, dass ich das Buch mal in einem Gebrauchtwarenladen bekommen habe. Seitdem liegt bzw lag das Buch bei mir herum und als ich es dann vor wenigen Wochen in einem Karton gefunden hatte, dachte ich mir: Komm, lies das doch mal endlich. Da ich den Film nicht kenne, hatte ich keine Ahnung, was mich wirklich erwarten würde.

     Mich hatte es ja schon überrascht, dass das ganze Buch aus Hitlers Sicht geschrieben wurde, ich hatte hier doch mit irgendeiner Art von Erzähler gerechnet. Dadurch hatte man aber die ganze Zeit Einblick in seine Gedankenwelt bekommen können. Nun, was soll ich sagen, es war irgendwo interessant, aber noch viel mehr erschreckend. Regelmäßig habe ich mir beim Lesen bewusst gemacht, das ist keine seltsame Fantasiefigur, die böses denkt. Nein, dieser Mensch hat wirklich existiert und seine Weltansicht, seine Gedanken, all das, die gab es so wirklich. Natürlich nicht 1:1, aber von der Art her. Um ihn herum denken alle, dass er ein Schauspieler ist, ein Komiker, der 24/7 IC ist und ums Verrecken, nicht mal für ne Sekunde, OC gehen möchte. Wie oft dachte ich mir: Leute, der Kerl macht keine Scherze, das ist sein voller Ernst?

     Dass er sich auch die ganze Zeit so selbst gelobt hatte, fand ich auch sehr unangenehm. Das ist auch einer der Gründe, warum mir diese Rezi so schwer fällt. Wie bewerte ich das Buch am besten? Am Ende ist es auch nur ein Roman, aber ich hatte auch noch nie den Fall, dass ich mich so derartig von einem Hauptcharakter angewidert gefühlt habe. Dazu wurde er dann doch zu überzeugend geschrieben. Sagen wir einfach, ich distanziere mich von ihm.

     Was den Humor angeht, scheint das Buch die Leute wohl zu spalten. Die einen konnten mit dem Humor nichts anfangen oder haben ihn gar nicht erst gesehen. Die anderen fanden es urkomisch und kamen nicht aus dem Lachen heraus. Nun, ich muss zugeben, mich bringen Bücher extrem selten zum Lachen, das schaffen eher Fanfictions, aber ich wollte dem Buch trotzdem mal eine Chance geben. Gut, es gab hier und da eine sehr absurde Situation, wo ich dann doch mal kurz auflachen musste. Aber das wars. Ich bin nicht lachend über den Boden gerollt oder hab mir Lachtränen aus dem Gesicht gewischt. So sehr hatte es mich dann doch nicht erheitert.

     Außerdem fand ich, dass es auch sehr interessante Beobachtungen gibt, was das Verhalten seines Umfelds angeht. Ich habe in den letzten Monaten, über einen sehr langen Zeitraum einen Podcast gehört, in dem es um berühmte Sekten und Kulte ging. Dort ging man aber nicht nur auf die Sekten/Kulte an sich ein, sondern auch auf die jeweiligen Gründer, welche Geschichte sie hatten, wie sie so tickten usw. Auch haben sie immer wieder das Verhalten und die Auswirkungen auf die Mitglieder erklärt. Sehr viele Sektenführer waren stark charismatisch, hatten son gewisses Etwas in der Seele/Psyche/Ausstrahlung, das viele Menschen überzeugt und angezogen hatte. Und auch hier konnte ich das langsam sehen.

    Wenn sie den Hitlergruß benutzen oder nach einer erfolgreichen Besprechung "Heil Hitler" in der Gegend herumrufen, weil sie es witzig finden, weil sie denken: Ist doch nur Spaß. Das hat mich beim Lesen dann doch sprachlos gemacht. Und ich war sehr, sehr oft sprachlos bei diesem Buch.

     Wer mir im Buch am besten gefallen hat, war Vera Krömeier. Sie hat im Film, soweit ich heute erfahren habe, einen anderen Vornamen, aber ich bleibe bei Vera. Sie ist wirklich eine sehr nette, junge Frau und dass sie die ganze Zeit im Berliner Dialekt redet (ja, ihr Dialog ist komplett im Berliner Dialekt geschrieben), hat sie mir gleich sympathisch gemacht. Überhaupt finde ich den Dialekt ziemlich cool, die Leute, die ihn sprechen, kommen mir immer total locker und cool rüber. Sie hat mir Leid getan, weil sie doch recht oft mit ins Kreuzfeuer geraten ist. Auch wenn ich aus einer völlig anderen Gegend komme, habe ich sie sehr gut verstehen können. Dass sie ihn oft mit "meen Führa!" anspricht, war seltsam, absurd und gruselig zugleich. Immer, wenn sie mit dabei war, hatte ich beim Lesen der Szene gleich viel mehr Spaß.

     

    Fazit:

    Zu sagen, dass ich das Buch genossen habe, wäre aus so vielen Gründen einfach nur falsch zu sagen. Zusätzlich waren mir Hitlers Art zu denken, diese doch ausladene Sprache, in der er redet und denkt, auf Dauer zu anstrengend. Das hat sich dann doch manchmal gezogen wie Kaugummi. Dafür fand ich aber die Unterhaltungen zwischen ihm und Vera (wegen Vera) sehr erfrischend, die haben mir dann wieder Spaß gemacht. Ansonsten, ist das Buch allein vom Thema her schwer zu bewerten. Es ist ein sehr interessantes und unheimliches Gedankenexperiment. Auch wenn 2011 sich anfühlt, als wäre das vor 60 Jahren gewesen und nicht vor 12 Jahren.

    Jedenfalls, ich bewerte meine Leseerfahrung, die ich während des gesamten Buches gemacht habe, als Ganzes. Und dafür gebe ich dem Buch insgesamt drei Sterne. Vielleicht werde ich mir auch irgendwann den Film ansehen.

  2. Cover des Buches Tschick (ISBN: 9783499013218)
    Wolfgang Herrndorf

    Tschick

     (2.883)
    Aktuelle Rezension von: Alejandro_Weber

    Die rassistischen Bemerkungen Tschick gegenüber waren auch äusserst unnötig und frech. Nicht mal lustig auch Maik war eher etwas langweilig. Die ganze Storyline hat eigentlich gar keinen Sinn ergeben und man wollte sich mehrmals den Kopf durch die Wand schlagen. Nicht böse gemeint aber das sollten keine Kinder lesen.

  3. Cover des Buches Meister und Margarita (ISBN: 9783423143011)
    Michail Bulgakow

    Meister und Margarita

     (431)
    Aktuelle Rezension von: ksxy

    Ende der 1920er Jahre hält der Teufel in Moskau Einzug und bringt die eingespielten Abläufe gehörig durcheinander. Wen er trifft, verwirrt er heillos und das Sanatorium am Rande der Stadt füllt sich zusehends. Die Behörden können sich die Vorgänge nicht erklären, denn Magie existiert in ihrer Welt schließlich nicht. So müssen sie das Chaos hilflos mitansehen und erst das Weiterziehen des Teufels bringt scheinbar Erlösung.

    In diesem posthum veröffentlichten Buch stellt Bulgakow den Irrsinn der Stalinzeit und die Bewohner Moskaus mit ihren Schwächen bloß. Mir hat das Lesen Spaß gemacht. Ob die geradezu überschwänglichen Bewertungen aus der Literaturszene gerechtfertigt sind, bin ich mir allerdings nicht so sicher…

  4. Cover des Buches HERKUNFT (ISBN: 9783442719709)
    Saša Stanišić

    HERKUNFT

     (240)
    Aktuelle Rezension von: BirgitT

    Bei Herkunft handelt es sich um eine Autobiografie. Der Autor ist zerrissen, er sieht seine Herkunft halb in Jugoslawien - woher seine Vorfahren stammten und er seine Kindheit verbrachte und halb in Deutschland. Aber auch da nur halb, da er als Flüchtling, der die Sprache nicht konnte, als Kind und Jugendlicher in der Gesellschaft ein Außenseiter ist. Er geht der Frage nach seiner Herkunft auf den Grund, erinnert sich an seine erlebte Vergangenheit und die Geschichten, die ihm seine Großeltern erzählten. Eine Autobiographie dargestellt durch Erinnerungen, daher mit vielen Sprüngen und nicht immer chronologisch aufbauend, vielmehr haben Assoziationen und Fantasie ihren Raum.

    Die vielen inhaltlichen und zeitlichen Sprünge machen es oft schwer, die Handlungen einzuordnen. Die Anekdoten sind mal mehr und mal weniger interessant - aber vielleicht ist das ein ganz bewusst eingesetztes Stilmittel; so geht es mir auch, wenn ich die Geschichten meiner Vorfahren höre. Nicht alles hat für mich eine Bedeutung.

    Sprachlich toll geschrieben, ein pragmatischer Humor!

    "Herkunft ist Nana. Meine Mutter, seine Großmutter. (...) Herkunft sind die süß-bitteren Zufälle, die uns hierhin, dorthin getragen haben. Sie ist Zugehörigkeit, zu der man nichts beigesteuert hat." (S.66f)

  5. Cover des Buches In ohnmächtiger Wut (ISBN: 9783741272875)
    KJ Weiss

    In ohnmächtiger Wut

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Sonne63
    Inhalt (lovelybooks):
    Ein ausländischer Schüler wird brutal zusammengeschlagen. Der engagierte Lehrer Jens Baumgard kann nicht länger tatenlos zusehen und bewegt die einzige Zeugin zur Aussage. Dadurch rückt er selbst in den Fokus einer rechtsradikalen Gruppierung, die nun alles daransetzt, sein Leben und das seiner Familie zu zerstören.

    Meinung:
    In diesem Buch hat die Autorin ein Thema aufgegriffen, das topaktuell ist. Auf irgendeine Weise ist jeder von uns schon einmal damit konfrontiert worden, sei es in persönlichen Erlebnissen oder durch die Berichterstattung in den Medien. Rechtsextremismus ist eine zunehmend bedrohlicher werdende Erscheinung in unserer Gesellschaft, geschürt durch Ängste und teilweise einseitige Berichterstattung. Soziale Brennpunkte, Personalmangel, Gesetzeslücken, all dies trägt noch zur Verstärkung der Situation bei. Dort, wo Menschen sich von der Politik im Stich gelassen fühlen und Rechtsextreme scheinbar für ‚Ordnung‘ sorgen, ist dieser Gesinnungsrichtung Tür und Tor geöffnet. Dabei spielt die Gewaltbereitschaft dieser Menschen eine sehr große Rolle. Sie verbreiten Angst und Schrecken. Das führt sogar soweit, dass diese Gewalt gegenüber jedem angewandt wird, der anders denkt oder sich nicht dem Stärkeren unterordnet. Das hat nichts mehr mit Politik zu tun.

    Unsere Politik tut sich schwer, diesem Thema Paroli zu bieten. Sie ist nicht bzw. nur bedingt in der Lage, Bürgern Schutz vor Angriffen gegen rechts zu bieten. Vielleicht ein Nachteil der Demokratie, doch dafür leben wir in einer Gesellschaft, in der es so viele Freiheiten gibt, wie niemals zuvor.

    Das alles ist natürlich ein sehr komplexes Thema, über das sich stundenlang diskutieren und streiten lässt. K.J. Weiss behandelt genau diese Punkte in ihrem Buch, wie immer eingebettet in eine spannende Handlung. Sachlich präzise ausgearbeitet und erschreckend ehrlich, authentisch und glaubwürdig. Trotzdem geht sie auch sehr sensibel mit dem Thema um, zeigt Situationen und Gefühle der beteiligten Personen auf. Sie beleuchtet die Lebenssituationen und Gründe des Handelns von Tätern und Opfern. Sie scheut nicht einmal davor zurück, Lösungsansätze zu präsentieren.

    Fazit:
    Dieses Buch ist mehr als nur spannende Unterhaltung. Hier wurde authentisches Zeitgeschehen verarbeitet, über ein Thema, das jeden von uns angeht. Wegschauen ist jedenfalls keine Lösung. Ich kann dieses Buch nur empfehlen.

  6. Cover des Buches Die Glasbücher der Traumfresser (ISBN: 9783442372744)
    Gordon Dahlquist

    Die Glasbücher der Traumfresser

     (187)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Die junge, streng moralische Miss Temple observiert ihren Ex-Verlobten und gerät in geradezu obszöne Umstände, die plötzlich große Entschlußkraft und recht ungewöhnliche Verhaltensweisen von der bisher eher passiven, moralinsaueren jungen Lady erfordern. Zum Glück trifft sie schließlich den Profi-Killer Chang und Dr. Svensson, mit denen sie ein Bündnis gegen die Kräfte der Finsternis bildet. Gegen eine Verschwörung, die den Menschen die Träume rauben kann und sie in unmenschliche, gefühlslose und zur Gedankenkontrolle anderer Menschen befähigte Wesen transformiert. 

    Action, Mystery und Erotik im viktorianischen England.

    Lesetipp

  7. Cover des Buches Deutschland schafft sich ab (ISBN: 9783421045454)
    Thilo Sarrazin

    Deutschland schafft sich ab

     (142)
    Aktuelle Rezension von: Boris_Goroff

    Der Autor schreibt hochwissenschaftlich, jede Aussage ist mit einer Quellenangabe belegt. Die Fehler der deutschen Regierungspolitik werden gnadenlos aufgelistet und die Migrationspolitik hinterfragt. Zum Schluss werden mögliche Zukunftsszenarien prognostiziert.

  8. Cover des Buches Chill mal, Frau Freitag (ISBN: 9783548373997)
    Frau Freitag

    Chill mal, Frau Freitag

     (422)
    Aktuelle Rezension von: Carry1980

    Das Buch fetzt! Man ist sofort mit im Klassenzimmer drin - an der Seite von Frau Freitag. Einer Lehrerin, die ihre Schüler treibt, die nach wie vor nicht aufgibt, aber manchmal auch resigniert. Das Buch ist witzig und emotional und lebensnah. An einer Brennpunktschule, die Schüler kaum eine Perspektive, um keine Ausrede verlegen, was das Schwänzen des Unterrichts angeht und trotzdem voller Träume. Die Situationen sind urkomisch und trotzdem irgendwie wahr! Man lacht und schüttelt gleichzeitig mit dem Kopf. Dann kommt aber auch das Traurige daran, was bleibt all den Kindern, die im Grunde von der Gesellschaft bereits abgeschrieben wurden! Frau Freitag setzt sich ein, auch wenn sie es nicht immer leicht hat und in der Freizeit kaum abschalten kann. Ständig im Dienst, ständig bei den Jugendlichen! Das Buch ist definitiv lesenswert und passt immer wieder!

  9. Cover des Buches Die Glückssucher (ISBN: 9783791511184)
    Vera Kissel

    Die Glückssucher

     (27)
    Aktuelle Rezension von: lion1381

    Klappentext:

    Und wenn man ein Mädchen wirklich liebt, tut man alles was nötig ist. Lügt und betrügt, was das Zeug hält. Das. Ist Verantwortung in der Liebe.

    Lukas ist fünfzehn und zum ersten Mal richtig verliebt. Nicht nur verknallt- nein, das hier ist echt. Für dieses Mädchen würde er alles tun. Seine Jacke zerschneiden zum Beispiel. Oder sich mit seinem Kumpel Birol anlegen. Aber die Sache mit der Liebe ist nicht so einfach und überall lauern Gefahren, die das Glück bedrohen. Wozu Lukas wirklich fähig ist, wenn es um die ganz großen Gefühle geht, kann es sich nicht vorstellen. Doch noch in diesen Sommerferien wird er es herausfinden.

    Meine Meinung:

    Am Anfang bin ich mit dem Schreibstil überhaupt nicht warm geworden. Gegen Ende konnte ich mich an den besonderen Schreibstil gewöhnen, doch gefallen hat er mir überhaupt nicht.

    Mit Lukas bin ich eigentlich von Anfang an gut klar gekommen. 

    Lukas Kumpel, Birol fand ich auch ganz okay. Teilweise kam er ein wenig emphathielos rüber, aber in den letzten Kapiteln hat es sich sehr gebessert.

    Gülbahar konnte ich auch sehr gut verstehen und auch mit ihr bin ich von Anfang an gut klar gekommen.

    Über Lukas' anderen Freund konnte ich die ganze Zeit nur lachen. Er war wirklich albern. Durch ihn wurde das Buch ein wenig aufgelockert.

    Bewertung: 

    3 von 5 Sternen. Wenn ich könnte würde ich 3,5 Sterne vergeben.

    Fazit:

    Von Vera Kissel werde ich keine weiteren Bücher lesen, da ich mit ihrem Schreibstil einfach nicht klar komme. Das Buch war ganz gut für zwischen durch, aber erhält keine explizierte Leseempfehlung von mir.

  10. Cover des Buches Der Selbstmord des Papstes (ISBN: B01CAIO8TI)
    Michael Pilipp

    Der Selbstmord des Papstes

     (22)
    Aktuelle Rezension von: GrayWolf
    ...und stellt sich damit gegen die Kirche? Durch den Titel kann man leicht in die irre geführt werden, denn es ist kein Kirchenthriller. Die Geschichte ist sehr aktuell und an der Flüchtlingskrise 2015 angelehnt mit Hunderttausenden Flüchtlingen die nach Europa geströmt sind. Die christliche Kirche hat keine Antworten auf die drängendsten Fragen ihrer Mitglieder. Der neue Papst Innozenz der XIV. verkündet seine Osterbotschaft, die aber eine erschütternde Wendung nimmt, direkt nach seiner Predigt stürzt er sich von der Loggia in den Tod......Deutschland und Europa versinken im Chaos, nichts ist mehr wie es vorher war.....es kommt zu Unruhen...diese Geschichte ist spannend und hat einen aktuellen Bezug.
  11. Cover des Buches Schattenschwester (ISBN: 9783453352407)
    Simone van der Vlugt

    Schattenschwester

     (148)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Die Lehrerin Majorlein wird von einem ihrer Schüler im Unterricht mit einem Messer bedroht. Kurz darauf wird sie ermordet. Sie hinterlässt ihren Ehemann, eine kleine Tochter und ihre Zwillingsschwester Marlieke.

     Erzählt wird abwechselnd aus Sicht der beiden Zwillinge . Es ist mehr Roman als Krimi und anfangs eher langweilig, denn es zieht sich alles sehr hin. Auch finde ich das Buch nur mäßig spannend. Gegen Ende nimmt es jedoch an Fahrt auf . Der Schluß war dann wieder, naja, ich will hier nicht spoilern, aber ich hatte irgendwie mehr erwartet. Das Buch Klassentreffen von der Autorin ist ja hochgelobt, aber nun bin ich gespannt, ob es den Erwartungen stand hält, denn dies Buch konnte mich weder fesseln noch begeistern. Die Charaktere fand ich nicht wirklich sympathisch oder überzeugend und deren Handlungen auch nicht immer. Ich finde das Buch in sich nicht wirklich rund. Aber ganz schlecht ist es auch nicht. Man kann es durchaus lesen und etwas spannend ist es ja auch. Aber es reißt einen nicht vom Hocker und ich würde es eher als seicht beschreiben. 

  12. Cover des Buches Heimaterde (ISBN: 9783746636252)
    Lucas Vogelsang

    Heimaterde

     (22)
    Aktuelle Rezension von: carathis
    Lucas Vogelsang nimmt uns mit auf eine Reise zu den Wurzeln der Menschen, ihrer Heimat, die sehr oft nicht an dem Ort liegt, wo sie leben.

    Der Klappentext hinter dem ungewöhnlichen und unglaublich schönen Cover, verriet mir, dass ich verschiedenen Menschen begegnen werde, die in Deutschland ein Zuhause haben, aber nicht unbedingt eine Heimat. Wie diese Heimaterde aber aussehen kann und ob sie als Gefühl, Stadt, bestimmte Gewohnheit oder als andere Lebewesen daherkommt, wird beschrieben und detailliert auseinander genommen. 

    Dieses Thema erschien mir überaus präsent, in den Medien und dem allgemeinen Umfeld und deswegen freute ich mir auf dieses Buch. Gegliedert ist es in verschiedene Städte bzw. deren "Brennpunkte" wie Castrop-Rauxel oder Rostock-Lichtenhagen. Dort trifft der Autor die Menschen, die teils dramatische Geschichten erlebt haben, aber oft daran gewachsen sind. 
    So trifft man zum Beispiel ein ungleiches Brüderpaar, die als Kinder durch Kontinente getrennt waren und nicht so recht in das jeweilige Land passen wollten. Doch sie fanden irgendwie wieder zusammen, zumindest so halb. Immer wieder treffen sich die Fäden aber wieder in Berlin, wo auch der Autor lebt. Und das merkt man ihm auch an.

    Die Sprache ist sehr direkt, manchmal zu derb und sprunghaft. Das muss man mögen. Es gibt auch Sätze, die man erst beim zweiten oder dritten Mal lesen  so richtig begreift, die Bilder aufnehmen, die mir manchmal die Luft nahmen. 
    "Es sind Orte wie Selbstmörder, sie halten den Zug auf, verlangsamen die Reise." 
    Solche Sätze waren mir zu krass, da wollte ich das Buch gleich weg legen. Aber die Menschen haben mich dann doch interessiert, ich wollte erfahren, was aus ihnen wurde. Und manchmal kann man die Situationen wohl auch nur so richtig darstellen, denn sie sind ab und zu hart. 

    Fazit: Da wir in Deutschland derzeit viele Menschen unterschiedlichster Herkunft aufnehmen, die teilweise hier auch eine Heimat finden möchten, bin ich der Meinung, dass Bücher wie dieses wichtig sind. Sie öffnen die Augen für die Probleme und Hoffnungen der Zugereisten. Ob man mit der Sprache zurecht kommt, muss jeder selbst feststellen, sie ist recht sachlich und direkt. Insgesamt ist es keine leichte Kost, aber die Mühe des Lesens wert. 

  13. Cover des Buches Bella Germania (ISBN: 9783596521807)
    Daniel Speck

    Bella Germania

     (189)
    Aktuelle Rezension von: meisterlampe

    Inhaltsangabe:

    »Eine packende Geschichte – und wunderschön erzählt.« Jan Weiler
    Daniel Specks Roman »Bella Germania« ist eine große deutsch-italienische Familiengeschichte in drei Generationen – voller Zeitkolorit, dramatischer Wendungen und großer Gefühle.
    »Er reichte mir ein altes Foto. Ein junges Paar vor dem Mailänder Dom. Die Frau hatte schwarze Haare und sah aus wie ich. Es war, als blickte ich direkt in einen Spiegel. ›Das ist Giulietta‹, sagte er, ›deine Großmutter.‹«
    München, 2014: Die Modedesignerin Julia ist kurz vor dem ganz großen Durchbruch. Als plötzlich ein Mann namens Vincent vor ihr steht, der behauptet, er sei ihr Großvater, gerät ihre Welt aus den Fugen.
    Mailand, 1954: Der junge Vincent fährt von München über den Brenner nach Mailand, um dort für seine Firma zu arbeiten. Er verfällt dem Charme Italiens, und er begegnet Giulietta. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Doch sie ist einem anderen versprochen.
    Eine tragische Liebe nimmt ihren Lauf, die auch Jahrzehnte später noch das Leben von Julia völlig verändern wird.
    »Daniel Speck nimmt uns mit auf eine lange Reise durch Italien und Deutschland. Und nach wenigen Seiten will man nicht mehr aussteigen.« Jan Weiler

    Meine Meinung:

    Längere Zeit schon lag "Bella Germania" auf meinem Stapel ungelesener Bücher, ich hatte bereits viel über Daniel Specks Familiengeschichte gehört und und kürzlich einen Artikel im Buchmagazin gelesen. Die Geschichte handelt von Julia, die 2014 in München von einem alten Mann angesprochen wird und von der Vergangenheit ihrer Familie, die in diesem Fall 1954 in Mailand beginnt. Vincent, ihr Großvater, erlebt viel, Gutes und Schlechtes, einiges davon wird sein Leben prägen - wie die Begegnung mit Giulietta. Daniel Speck nimmt uns mit nach Italien, man erlebt die Familien, die wirtschaftliche Situation, immer wieder Wechsel und Reisen nach Deutschland, wo das Leben nicht nur für die Gastarbeiter etwas anders läuft. Jede/r hat seine Vorlieben, Beruf, Liebschaften, doch am Ende findet man wieder zusammen. Autos spielen eine große Rolle, ich war erstaunt, wie oft und wie gerne die jungen Leute von Italien nach Deutschland oder umgekehrt fuhren, eine Strecke, die man nicht mal so nebenbei auf sich nimmt. Für die Italiener ist Familie sehr wichtig, bei den Deutschen entsteht dieser Eindruck nicht.
    Das Buch ist, obwohl es doch über mehrere Jahrzehnte spielt, ziemlich ausführlich in seiner Schilderung, an manchen Stellen gab es Längen und Hänger, wo ich dann mal nur querlas. Im Großen und Ganzen gute Unterhaltung, von mir bekommt "Bella Germania" 4 Sterne, die beiden Folgebücher liegen schon bereit.

  14. Cover des Buches Der Tod macht Schule (ISBN: 9783499258268)
    Dietrich Faber

    Der Tod macht Schule

     (55)
    Aktuelle Rezension von: itsbooklover

    Kommissar Henning Bröhmann führt mit der Direktorin der Gesamtschule Schotten gerade ein ernstes Gespräch über seine versetzungsgefährdete Tochter, da durchschlägt ein Stein das Fenster. Die Pädagogin wiegelt ab: Dumme-Jungen-Streich, alles im Griff - Einmischung nicht erwünscht. Kurz darauf ist sie tot: brutal erstochen.

    Henning ist entschlossen, diesen Fall zu lösen. Dabei herrscht im Kommissariat gerade dicke Luft. Das Team muss sich mit einem unsagbar dämlichen Praktikanten herumschlagen, der den ultimativen Krimi-Bestseller schreiben will. Auch privat hat Henning mehr als genug Ärger: mit der immer wilder pubertierenden Tochter, mit deren schmierigem neuem Freund. Und dann ist da noch die Schulpsychologin Stefanie Assmann: sehr klug, sehr attraktiv - man versteht sich gut, ein bisschen zu gut vielleicht, denn Kommissar wie Psychologin sind ja verheiratet. Was für eine Dummheit er begangen hat, wird Henning schlagfertig klar, als man den mutmaßlichen Täter per DNA - Probe ermittelt..


    Fazit:

    Auch dieses Buch ist super geschrieben, man hat hier wie beim Buch "Toter geht´s nicht" die Orte und Szenen vor Augen. Und das fesselt einen regelrecht, sodass man das Buch durchlesen muss. Ich werde mir die anderen Bücher von Dietrich Faber auch noch holen, denn davon möchte ich einfach mehr Lesen. Der Schreibstil ist Klasse.

  15. Cover des Buches Ein fesches Dirndl (ISBN: 9783839223635)
    Zdenka Becker

    Ein fesches Dirndl

     (22)
    Aktuelle Rezension von: awogfli
    Dieses Werk ist ein Zeitgeistroman über Integration. Jetzt habe ich so überhaupt keine Probleme mit Zeitgeist, wenn sich dahinter viel Tiefe verbirgt, wenn aber nur ein bisschen auf modern und moderat an der Oberfläche gekratzt wird, langweile ich mich sehr schnell.

    Wie die Autorin selbst in vielen Interviews anführt, hat die Geschichte autobiografische Züge.

    Die Protagonistin Bea verliebt sich Hals über Kopf noch zu kommunistischen Zeiten in einen Österreicher, heiratet ziemlich schnell und zieht von Bratislava nach Wien. Die Anfangszeit ist hart, denn Zdenka Becker kommt schnell auf den Knackpunkt jeder Integrationsgeschichte: die Sprache. Bea hat einige Schwierigkeiten in der neuen Umgebung, aber sie will sich unbedingt integrieren. Wie eine Verrückte paukt sie manisch diese Sprache, die ihr anfangs so fremd ist. Gleichzeitig hat sie riesengroßes Heimweh, kein Heimweh nach Bratislava, sondern danach, ihre Muttersprache zu sprechen. Der böhmische Markt in Wien ist dabei eine kleine Hilfe, aber Tschechisch ist eben auch nicht ihre Muttersprache und Heimat, es wirkt nur wie ein Placebo.

    Nach Hause kann Bea nicht so einfach. Erstens, weil der eiserne Vorhang diese sehr kurze, nicht mal einstündige Reise (80 Kilometer) von Bratislava nach Wien schwierig macht und weil sich ihre Familie zweitens extrem schäbig verhält. Alle fordern gierig Geschenke, die sich Bea einfach nicht leisten kann, da ihr Mann noch studiert und das Paar mittellos ist. Sogar ihre Eltern und die Schwester wollen nicht verstehen, dass Bea die Konsumgüter, die sie fordern, selbst nicht besitzt und sie ihnen nicht aus Geiz vorenthält. In dieser Situation verliert die Protagonistin ein zweites Mal ihre Heimat.

    Witzig ist auch das Bonmot, dass bei der Einbürgerung in Österreich früher alle Tschechoslowaken zuallererst amtlich von allen Hatscheks im Namen befreit wurden. Wahrscheinlich deshalb, weil es diese einfach nicht auf der österreichischen Schreibmaschinentastatur gab.

    Nach und nach überwindet Bea alle Probleme und lebt sich in Wien ein. Bis zu diesem Zeitpunkt hat mir die Story sehr gut gefallen, gibt aber vom fehlenden Dramafaktor durch die relativ friktionsfreie Eingliederung in die Gesellschaft, nur genug Stoff für eine Kurzgeschichte her.

    Dann vollzieht die Handlung eine totale Vollbremsung und beginnt in einer Schleife von vorne, da Bea nach Niederösterreich aufs Land zieht und keinen Dialekt spricht. Hier wird erneut der Faktor Sprache bemüht und ich muss leider anmerken, dass hier etwas zu stark klischeehaft konstruiert wird, wie Leuten, die nur Hochdeutsch sprechen, in der Provinz begegnet wird. Abgesehen davon ist die redundante Handlung, auch wenn sie realiter genau so passiert ist, einfach nur langweilig.

    Da das beschauliche Landleben und dessen Dramafaktor für eine weitere Romanhandlung nur bedingt tauglich ist, wird ein neues Element eingeführt. Durch Beas Unterrichtstätigkeit – sie lehrt Deutsch als Fremdsprache – werden der eigenen Integrationsbiografie nun weitere nicht so gelungene fremde Lebensläufe gegenübergestellt. An sich erachte ich das als eine gute Idee, wenn die Ausführung nicht so an der Oberfläche schwimmen würde. Bea konstatiert, beschreibt und beurteilt aus der Ferne die Symptome eines Flüchtlingstraumas, fragt aber auch nie genau nach, was tatsächlich passiert ist. Flucht ist eben nicht Auswanderung, dieser riesengroße Unterschied wird durch den Plot nie herausgearbeitet, sondern beide einfach nur nebeneinandergestellt. Diese mangelnde Tiefe in der Integrationssicht hat mich am meisten geärgert.

    Symptomatisch dafür ist die Geschichte der Tschetschenin Maka, die in ihrer Heimat kein Kopftuch tragen musste, jetzt in Österreich aber schon. Man fragt sich als Leserin sofort: Warum? und natürlich wenn man sich mehr mit der Materie beschäftigt hat auch: Welches Kopftuch? Denn Kopftuch ist nicht Kopftuch. War es das politische, genannt Hijab oder nur eine Schaila? Oder sogar eine Al-Amira …? Tja, Bea fragt nie nach dem Warum, und deshalb bleibt uns auch der Roman all diese Antworten schuldig. Sehr undifferenziert, sehr oberflächlich, sehr ärgerlich.

    Fazit: Schade! Das Setting hatte viel Potenzial zu einem grandiosen Roman, scheitert aber an flacher Mittelmäßigkeit, Undifferenziertheit und Stereotypen. Nicht schlecht, aber auch nicht gut, diese Geschichte. In Niederösterreich würde man sagen: „Ned Fisch, ned Fleisch.“

  16. Cover des Buches Mörder ohne Gesicht (ISBN: 9783423216470)
    Henning Mankell

    Mörder ohne Gesicht

     (994)
    Aktuelle Rezension von: yana27

    Ein altes Bauerpaar wird zuhause über zugerichtet. Den Mann war beim Auffinden bereits tot, die Frau konnte man noch schwerverletzt ins Krankenhaus liefern, die dort letztendlich ihren Verletzungen erlag. Bevor die alte Frau starb waren ihre letzten Worte: "Ausländer, Ausländer "" Mörder ohne Gesicht" ist meiner Meinung nach in erster Linie nicht unbedingt ein Krimi. Sicherlich wird hier nach dem Doppelmörder ermittelt, aber hier werden vor allem die Flüchtlingssituation Schwedens Anfang  der 90er Jahre angeprangert. Zwar ist das schon 30 Jahre her aber auch heutzutage in Deutschland  immer noch aktuell. 

    Die Ermittlungen waren sehr zäh und irgendwie unbefriedigend, weil Wallander  in der  Sackgasse steckt und nicht weiterkommt. Ich fragte mich beim Lesen, wie sich Wallander während der Ermittlungen  zugezogenen  Verletzungen ( Brandblasen, Striemen im Gesicht, Gehirnerschütterung usw.) eigentlich auf den Beinen halten konnte. Selbst für mich war es beim Lesen frustierend. 

    "Mörder ohne Gesicht" erschien 1991. Aus der heutigen Sicht  wirkt die Ermittlungsarbeit von Wallander und seinem Team antiquiert : Telefonzelle für einen Anruf suchen, Notizzetteln, wer angerufen hat,  neben seinem Telefon  und ein Autotelefon im  Dienstwagen. Dies werte ich nicht negativ, da es nun mal früher so war. 

    Ich finde "Mörder ohne Gesicht" ist einer der schwächeren Werke von Mankell und lag unter meinen Erwartungen

  17. Cover des Buches Am Ende des Schweigens (ISBN: 9783734111174)
    Charlotte Link

    Am Ende des Schweigens

     (643)
    Aktuelle Rezension von: ElOlorDeUnLibro

    Jessica macht mit Ihrem Mann Alexander und seinen Freunden Ferien in England. Schnell wird klar, dass sie Freundschaft der Charaktere nur auf Lügen basiert. Dann geschieht ein grausiger Mord und Jessica will herausfinden, wer zu so einer grausigen Tat fähig ist, nämlich den Großteil der Clique abzuschlachten.

    Meine Meinung:

    Wäre nicht der gewohnt fesselnde Schreibstil von Link gewesen, ich hätte das Buch garantiert abgebrochen! Ich frage mich ernsthaft, was ich da für einen Mist gelesen habe! Ein Buch voll von absolut ätzenden Charakteren, die allesamt nicht nur eine Schraube locker haben. Und ehrlich gesagt: es ist kein Krimi, wenn erstmal 300 Seiten lang GAR NICHTS passiert!

    Zudem wusste ich ab der Schilderung des Verbrechens, wer der Täter war: Überraschungsfaktor gleich null.

    Wäre also nicht der tolle Schreibstil der Autorin, hätte ich dieses Buch sicherlich nie beendet.

    Fazit: Pure Enttäuschung, denn normalerweise sind die Romane der Autorin echt toll...

  18. Cover des Buches Bruno Chef de police (ISBN: 9783257261219)
    Martin Walker

    Bruno Chef de police

     (268)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    In Saint-Denis in Frankreich arbeitete Bruno als Polizist. Er ist nicht nur beruflich topp, sondern kommt auch bei den Frauen ungeheuer gut an. Hier hat er es mit einem besonders kniffligem Fall zu tun, aber zwischen all den Ermittlungen und Befragungen genießt er das Leben. Alles kulinarische ist bei ihm immer willkommen und so schwelgt er in gutem Essen und Wein, trifft schöne Frauen und ermittelt auf seine ganz besondere Art und Weise.  Toller Auftakt für eine großartige Krimireihe, die eine Homage an das Périgord ist und fasziniert.

  19. Cover des Buches Isch geh Schulhof (ISBN: 9783404606962)
    Philipp Möller

    Isch geh Schulhof

     (251)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus

    Kriegsfeld Klassenzimmer.

    Von schönen und unschönen Momenten des Lehrerdaseins.

     

     

    Zum Inhalt:

    «Heute ist Klassenausflug. Bowlen - damit die Kinder sich endlich mal so richtig austoben können. Als ich den Klassenraum betrete, stürmen die ersten schon auf mich zu.
    "Herr Mülla, iebergeil!", ruft Ümit. "Isch mache Strike, ja? Schwöre, schmache eine Strike!" Mit wilden Bowling-Trockenübungen steht er vor mir. Wenn er nachher tatsächlich so bowlt, nehme ich mir besser einen Helm mit.

     Aushilfslehrer? Ein lockerer Job, denkt Philipp Möller - bis zur ersten Stunde in seiner neuen Klasse: Musikstunden erinnern an DSDS, hyperaktive Kids flippen ohne ihre Tabletten aus und zum Frühstück gibt es Fastfood vom Vortag. Möllers Geschichten aus dem deutschen Bildungschaos sind brisant und berührend, und dabei immer wieder urkomisch.

     

    Cover:

    Das Cover ist recht niedlich gemacht. Wir sehen hier einen Jungen im comicartigen Stil, welcher angestrengt auf einem Handy herumtippt. Das sagt noch nicht viel über das Buch aus, jedoch ist es erst einmal ein Blickfang. Aufschluss über den Inhalt des Buches gibt schließlich erst der Titel und der ist so ganz typisch „Problemschule“ – „Ghettoslang“ etc.

     

    Eigener Eindruck:
     Herr Möller ist Aushilfslehrer und hat sich vom Direktor der Schule breitschlagen lassen hier sein Arbeitsleben weiter zu bestreiten. Hier ist eine Problemschule inmitten von Berlin – und hier ist das wahre Leben. Herr Möller schildert eindrucksvoll das Leben an der Schule, das bisweilen schon fast durchdrehende Kollegium und er macht sich ein Bild über die Schüler, welche dabei irgendwie recht selten gut davonkommen. Es sind Existenzen, welche zum Scheitern verurteilt sind, es sind Kinder, die einen sozialkritischen Hintergrund haben und es sind die Möchtegerngangster von morgen. Eindrucksvoll bekommt man deren Artikulation in den lustigsten Schreibweisen präsentiert und kann sich dadurch die Handlung einfach vorstellen. Das ist bisweilen mal lustig, aber hat auch ganz oft einen sehr bitteren Beigeschmack, denn Herr Möller scheint sich mehr über seine Schüler lustig zu machen, betrachtet sie manchmal auch arrogant von oben herab und dann hat das Buch irgendwann auch Stellen, bei denen einfach der Pepp fehlt. Da kommt nichts bei rum. Es plätschert alles einfach so langhin und man muss sich durch die Seiten quälen. Da ich neulich erst die Bücher von Frau Freitag gelesen habe, die sich ebenfalls mit der Thematik Schule in Berlin beschäftigt, möchte ich auch hier einen Vergleich ziehen. Während Frau Freitag scheinbar ein Herz für ihren Job hat, denkt man bei Herrn Möller immer wieder: such dir halt was anderes…selber schuld… muss das jetzt sein….heul leise… etc.. Das ist schon irgendwie traurig – aber am schlimmsten ist wie gesagt für mich, dass der Herr Möller in seiner Art zu erzählen einfach so oben auf ist, dass man denkt, er ist etwas Besseres. Schade irgendwie. 

     

    Fazit:

    Das Buch ist recht schwer zu bewerten, wie ich finde. Es zeigt eindrucksvoll den Tagesablauf eines Lehrers in den Problemzonen Berlins, es beleuchtet Schüler, Lehrer, aber eben auch das Sozialsystem und doch kommt es teilweise so arrogant daher, dass man im Stahl kot*en könnte. Auch der Autor hat seine Macken, darauf wette ich. Von mir gibt es deshalb auch eine neutrale Bewertung. 

     

    Idee: 5/5

    Charaktere: 3/5

    Logik: 3/5

    Spannung: 2/5

    Emotionen: 2/5

     

     

    Gesamt: 3/5

     

    Daten:

    ISBN: 9783404606962

    Sprache: Deutsch

    Ausgabe: Taschenbuch

    Umfang: 364 Seiten

    Verlag: Bastei Lübbe

    Erscheinungsdatum: 21.09.2012

     

  20. Cover des Buches Viva Polonia (ISBN: 9783492306737)
    Steffen Möller

    Viva Polonia

     (101)
    Aktuelle Rezension von: Forti
    Steffen Möller lebt seit 1994 in Polen und hat sein erstmals 2008 erschienenes Buch "Viva Polonia" nun überarbeitet und neu herausgegeben.

    Das Buch ist eine Mischung aus Autobiographie und Beobachtung. Steffen Möller schreibt von seinem Leben in und mit den Polen. Dabei sagt er selbst, dass seine Charakterisierung Polens subjektiv ist - es ist nun mal auch keine wissenschaftliche Abhandlung, sondern ein unterhaltendes Sachbuch, das aber dennoch Gehalt hat. Ich finde es ein interessantes Buch, das sowohl Polen-Kenner als auch Neulinge mit Gewinn lesen können.

    Geschrieben ist das ganze sehr kurzweilig, intelligent und sympathisch.
  21. Cover des Buches Ein schnelles Leben (ISBN: 9783746620596)
    Zoë Jenny

    Ein schnelles Leben

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus
    Zum Inhalt:
    Mit ihrem Debüt 'Das Blütenstaubzimmer' wurde Zoë Jenny, erst 23jährig, schlagartig berühmt. In ihrem dritten Roman schildert sie die Liebe zwischen Ayse und Christian, dem türkischen Mädchen, das vom Bruder streng bewacht wird, und dem Jungen, der einen Rechten zum Freund hat. Eine moderne Romeo-und-Julia-Geschichte, erzählt in der klaren, unverwechselbaren Sprache einer Autorin, die schon heute zu den großen Stimmen der Gegenwartsliteratur zählt. 

    Ayse lebt mit ihrer Familie in Deutschland. Während das Mädchen versucht Streit zu vermeiden und doch immer wieder aus ihren sozialen Zwängen ausbrechen will, wird sie von ihren Eltern sowie von ihrem Bruder Zafir streng bewacht. Als Ayse sich für den neuen Schüler Christian zu interessieren beginnt und auch dieser nicht von Ayse abgeneigt scheint, beginnt für Ayse ein Spießrutenlauf. Denn ihr Bruder sieht in Christian den Feind, jemanden, den er nie an der Seite seiner Schwester dulden würde, denn Christian verkehrt mit den ansässigen Neonazis, welche keinen Hehl daraus machen, was sie von ihren ausländischen Mitbürgern halten.

    Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich das Buch gelesen habe, weshalb ich mich noch einmal an einem Hörbuch zu dem Buch versuchen wollte, aber auch das konnte mich nicht wirklich überzeugen. Die Geschichte ist an sich schnell erzählt und erinnert in einem gewissen Grad wirklich an eine Romeo-und-Julia-Adaption, nur eben mit modernen sozialen Hindernissen. Jedoch muss sich Ayse nicht nur mit Vorurteilen aus ihrem Umfeld herumschlagen, sondern muss sich allgemein der Problematik stellen, dass sie eben ein türkisches Mädchen ist, das sich den Zwängen und Ansichten ihrer Familie/Mitmenschen stellen muss. Das heißt für sie viele Dinge heimlich tun zu müssen - seien es gewagte Fotografien mit ihrer Freundin oder eben ein Tagebuch führen, in dem sie ihre geheimsten Wünsche und Träume niederschreiben kann. Sie versucht ständig aus ihrem Trott auszubrechen, doch ihr werden immer wieder Steine in den Weg gelegt, vor allem durch ihren Bruder Zafir.  Während Ayses Freundin ein fraglicher Umgang zu sein scheint, da sie raucht und klaut, hat der Leser vor allem bei Christian vorerst das Gefühl, dass der Bengel nicht unbedingt der verkehrteste ist. Das Gefühl untermauert sich im Laufe der Geschichte, je tragischer die Beziehung zwischen den beiden wird.
    An sich ist die Geschichte schon nicht schlecht und ich kann mir durchaus einen Reim darauf machen, was die Autorin uns hier im Kern sagen wollte. Was mich aber an der Story mega gelangweilt und immer wieder abgeschreckt hat, das waren die endlos langen Sequenzen, wenn Ayse mal wieder etwas Verbotenes getan, gedacht oder geträumt hat. Manchmal hat die Autorin dabei dermaßen ausgeholt, dass ich richtig über dem Buch weggepennt bin. Spannung war da kaum zu finden. Und eh der Kern getroffen war und die Geschichte endlich mal wirklich losging, da ging so richtig Zeit ins Land. Schade, finde ich. Denn dadurch ist der Lesespaß dermaßen gedämpft gewesen, dass mich das Buch einfach nicht packen konnte.

    Da mich das Buch nicht überzeugen konnte möchte ich für diesen Roman auch keine Leseempfehlung aussprechen. Jemand anderes findet das Buch vielleicht superklasse, aber mich konnte es von Anfang an nicht überzeugen.
  22. Cover des Buches Marionetten (ISBN: 9783548285870)
    John le Carré

    Marionetten

     (66)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    ... handelt von einem jungen Tschetschenen, der auf dubiosen Wegen nach Hamburg und zwischen alle Fronten gelangt.

    Issa Karpow, Sohn eines korrupten russischen Generals kommt nach Hamburg, um dort sein Erbe - das Schwarzgeld seines Vaters - anzutreten. Schnell stellt sich heraus, dass Issa in verschiedenen Ländern in Gefängnissen sass. Ebenso schnell werden deutsche, britische und amerikanische Geheimdienste auf ihn aufmerksam. Zumal Geheimdienste auch bei der Einrichtung des Schwarzgeldkontos ihre Finger im Spiel hatten.

    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Le Carre baut hieraus eine vielschichtige Geschichte auf, die den Leser dazu zwingt, sich Gedanken zu machen.

    Neben Issa  spielen 

    • + eine junge Anwältin, die die Interessen von Flüchtlingen in Deutschland vertritt,
    • + ein alternder britischer Privatbankier, der die Schwarzgeldkonten als eine Belastung aus der Vergangenheit empfindet,
    • + die ineffizienten deutschen Geheimdienste, die aus dem Schatten ihrer angelsächsischen Kollegen hervortreten wollen und nach den Attentaten von 2001 "alles richtig machen" möchten und
    • + ein geheimnisvoller, islamischer Gelehrter die Hauptrollen.

    Alle Personen werden gut charakterisiert - ich konnte mich leider mit keiner Person identifizieren.

    Le Carre beschäftigt sich zu weilen ein wenig langatmig mit den Beweggründen einer jeden Fraktion und man fragt sich, ob nicht alle Marionetten sind.

    Am Ende kommt es zu einem recht überraschenden und plötzlichen Showdown und der Leser bleibt mit der Frage zurück, ob man nun tatsächlich Terroristen dingfest gemacht hat oder Unschuldigen terroristische Aktivitäten untergeschoben hat.

    --------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Mein Fazit: lesenswert

    Ein gut geschriebener Roman, um das auch Jahre später noch aktuelle Thema, wie weit dürfen Geheimdienste gehen dürfen, um unseren westlichen Lebensstil zu schützen. 

    Punkteabzug gibt es von mir dafür, dass der Roman seine Längen hat und leider nur mäßig spannend ist.


  23. Cover des Buches Im Meer schwimmen Krokodile (ISBN: 9783328106654)
    Fabio Geda

    Im Meer schwimmen Krokodile

     (123)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Man lernt sehr schnell Enaiat zu lieben, diesen mutigen Jungen, der plötzlich erwachsen sein muss, der von seiner Mutter verlassen wird, damit er ein besseres Leben führen kann und doch nur in einem deutlich schwierigen landet. Er tut alles, um sich den Traum von einem schönen Leben zu verwirklichen, er geht durch die Hölle, er arbeitet bis zur Besinnungslosigkeit, er wird verprügelt, er muss kämpfen und am Schluss weiß ich nicht, ob es ihm gelungen ist.

    Alle anderen Figuren sind nur Randfiguren, die kurz angeschnitten und wieder aus der Handlung geworfen werden.

    Seine Reise nach Europa ist schrecklich. Vor allem die Erzählung im Lastwagen glich einem Höllentrip, den ich selbst niemals unbeschadet überlebt hätte. Gleichzeitig wird vor Augen geführt, warum es ausschließlich junge Männer sind, die so eine Strapaze auf sich nehmen: Eine Frau hätte man missbraucht, ausgenutzt, wahrscheinlich sogar wie Müll entsorgt.

    Die Spannung ist da, die guten und bösen Menschen genauso, und auch wenn der Erzählstil einfach ist, fand ich es für eine Jugendgeschichte gutgelungen. Es ist ein Buch, das ich Teenagern wärmstens empfehlen kann.

  24. Cover des Buches Der Unsichtbare (ISBN: 9783423624244)
    Mats Wahl

    Der Unsichtbare

     (76)
    Aktuelle Rezension von: UlrikesBuecherschrank

    Hilmer Eriksson ist an einem Samstag gegen sechs mit seinem Fahrrad von zuhause weggefahren um im Nachbardorf etwas zu holen.Aber dort ist er nie angekommen.Eine Suchaktion von der Polizei blieb erfolglos.

    Der Schreibstil ist einfach gehalten,ruhig und zügig zu lesen.Die Protagonisten passen gut in dieses Buch hinein.Der Spannungsbogen verläuft dabei genau richtig.

    Fazit:Zu Beginn war ich kurz irritiert weil immer wieder aus der Sichtweise von Hilmer berichtet wird den aber niemand sehen und hören kann. So fragte ich mich schon auf den ersten Seiten was mit ihm geschehen ist.Aber das sollte ich erst zum Ende hin erfahren.Der Polizist Harald Fors hat mir gut gefallen mit seinen Ermittlungen und Verhören.Die Sätze und Aussagen sind zum Teil sehr abgehackt.Ich erwischte mich dabei wie ich dann immer schneller las und musste dann hinterher erst einmal durchatmen.Da Hilmer in die neunte Klasse geht spielen sich die Szenen meist in und um der Schule ab.Das Buch fängt Montag vormittags an und hört Dienstag mittag auf.Der Handlungsort ist irgendwo in Schweden.Meiner Meinung nach kam mir die Story etwas kühl vor was sich aber nach und nach gab denn es wurde immer emotionaler und bewegender.Dieses Jugendbuch wird ab 13 Jahren empfohlen aber ich persönlich würde es eher erst ab fünfzehn Jahren empfehlen.Für mich war es eine spannende Story die zum Ende hin sehr heftig wurde.Als ich das Buch zuklappte war ich aufgewühlt aber auch schockiert.Ich musste erst einmal tief durchatmen.Dieses Buch der meiner Meinung nach eher ein Krimi ist zählt zu meinen Lesehighlights und vergebe deshalb gerne fünf Sterne.

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