Bücher mit dem Tag "aufbau"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "aufbau" gekennzeichnet haben.

122 Bücher

  1. Cover des Buches Frida Kahlo und die Farben des Lebens (ISBN: 9783746635910)
    Caroline Bernard

    Frida Kahlo und die Farben des Lebens

     (156)
    Aktuelle Rezension von: Painiapulu

    Caroline Bernard beschreibt sowohl Frida als Person als auch ihre Heimat und ihr Zuhause, die Schicksalsschläge, ihr Liebesleben sowie die Art und Weise wie sie all das verarbeitet sehr authentisch, echt und detailliert. 

    Dank der präzisen Beschreibungen fühlte ich mich, als sei ich selbst in Mexiko gewesen und hätte das bunte, leidvolle - und gleichzeitig leidenschaftliche - Leben der Frida Kahlo gelebt.

    Ein sehr berührender Roman über eine starke, außergewöhnliche und eigenwillige junge Frau, die sich für sich und ihre Kunst einsteht. 

  2. Cover des Buches Das Salz der Erde (ISBN: 9783442479474)
    Daniel Wolf

    Das Salz der Erde

     (315)
    Aktuelle Rezension von: Sarthi1828

    Nach dem Tod seines Vaters übernimmt der junge Michel de Fleury das Familiengeschäft, tritt in die Kaufmannsgilde ein und will mit seinen neuen und revolutionären Ideen das Leben in der Stadt verbessern. Doch die altangesessenen, die aus Gier, Neid und Eigensucht handeln, wollen die „alte Ordnung“ um jeden Preis aufrechterhalten. Und so legen sie dem jungen Mann Steine in den Weg. Auch sein Glück mit der schönen Isabell wird auf die Probe gestellt…

    Wer Ken Follett mag wird auch Daniel Wolf mögen. „Das Salz der Erde“ ist wie „Die Säulen der Erde“: spannend geschrieben, gut recherchiert, die Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet und zwar nicht nur die Haupt- sondern auch die Nebenprotagonisten. Ich freue mich auf den zweiten Teil.

  3. Cover des Buches Der Marsianer (ISBN: 9783453316911)
    Andy Weir

    Der Marsianer

     (843)
    Aktuelle Rezension von: Buchgespenst

    Seine Crew hat ihn für tot zurückgelassen, doch die Umstände waren so verquer, dass Mark Watney wieder erwachte. Allein. Auf dem Mars. Man sollte meinen, dass sei ein Grund zur Verzweiflung, doch dafür nimmt sich Mark keine Zeit. Als Biologe und Reparaturtrupp der Marsexpedition macht er eine Bestandsaufnahme seiner Ressourcen und Möglichkeiten – und setzt sich ein wahnsinniges Ziel: Überleben bis die nächste bemannte Marsexpedition eintrifft. Gut, dass Mark findig ist, mit Klebeband wirklich eine Menge anstellen kann und niemals seinen Humor verliert.

    Ich bin unvoreingenommen an dieses Buch herangegangen und es hat mich von der ersten Seite an gepackt. Ich habe den Humor sofort geliebt. Größtenteils in Logbuchform geschrieben wird der gesamte Überlebenskampf so witzig beschrieben, dass ich mich großartig unterhalten habe. Im Prinzip gibt es wenig Action, der Schwerpunkt liegt auf den typischen Robinsonadenelementen vom Einrichten und Überleben in einer feindlichen Umwelt, allein. Die humorvolle Umsetzung, ohne dass das Buch in Slapstick abgleitet, entschädigt allerdings dafür, dass nüchtern betrachtet wenig passiert. Zumindest auf dem Mars, denn es wird durchaus auch die Reaktion auf der Erde beschrieben – im gleichen unterhaltsamen Ton.

    Ich liebe dieses Buch! Top SF-Unterhaltung, witzig, erstaunlich realistisch und absolut packend.

  4. Cover des Buches Die Ladenhüterin (ISBN: 9783746636061)
    Sayaka Murata

    Die Ladenhüterin

     (260)
    Aktuelle Rezension von: maedchenausberlinliest

    In "Die Ladenhüterin" von Sayaka Murata geht es um Keiko, die schon im frühen Kindesalter bemerkt, dass sie anders als ihre Klassenkameraden ist und immer wieder mit ihren Aktionen und fehlender Empathie auffällt und Ärger bekommt. Deswegen beschließt sie nur noch das nötigste zu sprechen und nicht mehr eigenmächtig zu handeln.

    Als junge Erwachsene fängt sie als Ladenhilfe in einem Konbini, einem so genannten Convenience Store an zu arbeiten und findet dort ihre Bestimmung. Diesem Job bleibt sie sage und schreibe 18 Jahre lang treu, bis sie Shiraha, eine männliche Aushilfe im Konbini kennenlernt. Shiraha ist anders als Keiko, eher ein Taugenichts der nichts von der Arbeit hält und seine weiblichen Kunden stalkt.
    Keiko und Shiraha haben jedoch eine Gemeinsamkeit, denn beide werden von ihrer Familie und Freunde als Außenseiter betrachtet, da beide als Aushilfe arbeiten und immer noch unverheiratet sind.

    Für mich war "Die Ladenhüterin" eine leichte Geschichte zum weglesen. Die Geschichte an sich ist aber doch eher traurig, bedrückend und sehr verrückt. Das Ende hatte ich mir so nicht erwartet.

    Leider konnte mich mein zweites japanisches Buch auch nicht begeistern. Jedoch fand ich den Einblick in die japanische Kultur sehr spannend.

  5. Cover des Buches Nichts als Liebe (ISBN: 9783746634784)
    Christina Lauren

    Nichts als Liebe

     (115)
    Aktuelle Rezension von: Marrojeanne

    Update: September 2022
    Ich hatte die Geschichte jetzt nochmal als Hörbuch (über Storytel) auf deutsch gehört. Vielleicht weil ich die Handlung schon kannte, oder weil ein paar Jahre vergangen waren, hatte mir die Geschichte dieses mal doch besser gefallen als beim ersten Lesen. Oder weil es diesmal auf deutsch war, statt englisch?
    Ich weiß es nicht, dennoch wurde ich jetzt mehr unterhalten und mitgenommen. Daher würde ich heute die Bewertung auf 4 Sterne setzen

    Ursprüngliche Meinung:
    ____
    Es tut mir sooo unendlich leid das Buch mit nur 3 Sternen bewerten zu müssen, zumal Christina Lauren zu meinen Lieblingsautorinnen gehört, aber irgendwie hat mich "Love and other Words" nicht so wirklich gepackt.
    Die Geschichte war gut erzählt und die Charaktere waren auch ok, aber der Funke ist bei mir nicht übergesprungen.
    Die Geschichte an sich wird in zwei Handlungssträngen erzählt einmal in der Vergangenheit und einmal in der Gegenwart, wobei die Vergangenheit einen Zeitraum von knapp 8-10 Jahren umfasst und die Gegenwart mehr oder weniger 3-4 Monate.
    Macy erzählt quasi ihr Leben, wie sie Elliot kennen lernt, sich mit ihm anfreundet, die erste Liebe mit ihm erfährt, bis zu dem großen Ereignis, was ihr ganzes weiteres Leben bestimmen wird.
    Teilweise war ich unendschlossen welcher Erzählstrang grad interssant ist, teilweise war es die Gegenwart, aber dann doch die Vergangenheit, dennoch hat es sich manchmal sehr gezogen, weil man als Leser sehr viel im Dunkeln gelassen wurde bzw. Andeutungen gemacht wurden, die dann doch nicht aufgelöst wurden.

  6. Cover des Buches Mach mir den Garten, Liebling! (ISBN: 9783746631462)
    Ellen Berg

    Mach mir den Garten, Liebling!

     (118)
    Aktuelle Rezension von: Henri3tt3

    Die Geschichte ist unterhaltsam, wenn auch ein wenig unrund und das Liebesdrama hätte ich nicht unbedingt gebraucht. Schön ist, dass Figuren aus anderen Romanen von Ellen Berg hier wieder auftauchen oder erwähnt werden, z.B. Öko-Eddie aus "Alles Tofu oder was?" und Lissy aus "Zur Hölle mit Seniorentellern".

  7. Cover des Buches Der Platz an der Sonne (ISBN: 9783608962901)
    Christian Torkler

    Der Platz an der Sonne

     (68)
    Aktuelle Rezension von: Walli_Gabs

    Der 1978 geborene Josua wächst vaterlos in einem Entwicklungsland auf. Seine gottesfürchtige Mutter schafft es mit verschiedenen Gelegenheitsjobs gerade so, ihre drei Kinder zu ernähren, aber eine Wohnung mit fließendem Wasser oder eine höhere Schulbildung kann sie ihnen nicht ermöglichen. Nach seiner Schulzeit arbeitet sich Josua vom Straßenverkäufer zum Parkplatzwächter hoch und fährt irgendwann sogar Taxi. Manchmal erscheint ihm das Glück zum Greifen nah, doch das Schicksal schlägt immer wieder zu und in einer hoch korrupten Diktatur und Mangelwirtschaft ist es nahezu unmöglich, etwas auf die Beine zu stellen. Dabei will Josua doch nur raus aus Elend, Schmutz und Hoffnungslosigkeit. Aber kann ihm das in seiner Heimat überhaupt gelingen – oder ist der einzige Ausweg die Migration ins gelobte Land auf der anderen Seite des Mittelmeers?

    Soweit, so bekannt, mag der ein oder andere jetzt denken – aber Stopp! Christian Torkler beschreibt in „Der Platz an der Sonne“ nicht die Geschichte eines afrikanischen Flüchtlings, der von Europa träumt. Im Gegenteil: Jousa Brenner wächst in Berlin auf, der Hauptstadt der Neuen Preußischen Republik, die nach drei Weltkriegen immer noch halb in Schutt und Asche liegt, obwohl die reichen afrikanischen Demokratien Entwicklungshilfe leisten und nairobische Partnergemeinden neue Kirchendächer spendieren. Sehnsuchtsziel von Josua und seinen Kumpels ist dann auch Matema im reichen Tanganyika: „Wenn wieder einer weg war, hieß es, der ist in den Süden …“. Doch in seinem leicht schnodderigen Tonfall, der sich durch das gesamte Buch zieht, schildert er auch gleich den Haken an der Sache: Die reichen schwarzen Bongos wollen keine Armutsflüchtlinge. Aber was hat ein perspektivloses Weißbrot wie er schon zu verlieren?

    Torkler betreibt den Perspektivwechsel in „Der Platz an der Sonne“ in einer so detaillierten Konsequenz, dass er mir richtig an die Nieren gegangen ist. Gedanklich nachzuvollziehen, warum ein afrikanischer Flüchtling nach Deutschland kommt, ist das eine – vom Elend im Entwicklungsland Preußen und der Sehnsucht nach Afrika zu lesen, aber etwas völlig anderes. Es braucht kaum noch Fantasie, um sich dieses im Roman sechsgeteilte Deutschland, in dem so einiges schiefgelaufen ist, vorzustellen: den Dreck, die nach drei Kriegen kaum wiederaufgebaute Infrastruktur, Kriegsruinen, schimmelige Wohnungen, scharfe Grenzen und ein komplett korruptes System. Torkler führt seinen Lesern gnadenlos vor Augen, was für ein großer Zufall es ist, in welche Verhältnisse man geboren wird und dass es gar nicht so viele historische Fehlentscheidungen braucht, um ein Land im Chaos versinken zu lassen. Dass die vage Hoffnung auf eine bessere Zukunft reichen kann, um alles hinter sich zu lassen, wird äußerst nachvollziehbar illustriert. Genau wie das Fluchtthema: Hier soll es in umgekehrter Richtung übers Mittelmeer gehen – doch schon der Weg zur Küste ist eine grausame Odyssee, die ihre Opfer fordert.

    „Der Platz an der Sonne“ hat mich stellenweise kalt erwischt und ziemlich deprimiert. Torkler schildert schonungslos, wie das Leben in einem gänzlich anderen Deutschland aussehen könnte. Keine Feelgood-Lektüre, sondern ein harter Perspektivwechsel, der sich absolut lohnt. Man kann seine Komfortzone auch lesend verlassen – und weil Torkler einen auf jeder einzelnen Seite dazu zwingt, bereichert dieses Buch mindestens so sehr, wie es verstört.

  8. Cover des Buches Schwimmen mit Elefanten (ISBN: 9783746630809)
    Yoko Ogawa

    Schwimmen mit Elefanten

     (73)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Taschenbuch: 318 Seiten

    Verlag: Aufbau Taschenbuch (5. Dezember 2014)

    ISBN-13: 978-3746630809

    Originaltitel: Neko wo Daite Zô to Oyogu

    Übersetzung: Sabine Mangold

    Preis: 9,99 €

    auch als E-Book erhältlich


    Surreal und berührend


    Inhalt:

    Der Junge wurde mit einer Missbildung der Lippen geboren. Deshalb wird er von anderen Kindern gehänselt. Seine einzigen Freunde sind ein toter Elefant, ein imaginäres Mädchen und ein toter Busfahrer. Nach und nach wird sich dieser Freundeskreis auch auf lebende Menschen erweitern, allen voran ein ehemaliger Busfahrer, der den Jungen das Schachspielen lehrt. In diesem findet er eine erhabene Schönheit und eine ganze Welt.


    Meine Meinung:

    Selten gibt Yoko Ogawa ihren Figuren Namen, so auch hier. Der Junge wird stets „der Junge“ genannt, auch als er schon längst erwachsen ist. Das mag einem seltsam erscheinen, aber eigentlich passt es hier ganz gut, denn der Junge beschließt im Alter von elf Jahren, nicht mehr weiterzuwachsen. 


    Mir gefällt Yoko Ogawas kraftvoller Schreibstil sehr gut. Sie entführt einen damit in eine fremde Welt und bringt sie einem nahe. Obwohl die Geschehnisse zum Teil recht unrealistisch sind, kann man sich gut in die Handlung hineinfühlen. Besonders die Gedanken des Jungen werden detailliert dargestellt.


    Wer mit dem Schachspiel überhaupt nicht vertraut ist, wird hier möglicherweise außen vor bleiben und dem Roman nichts abgewinnen können. Denn Schach dominiert hier alles, das Brett, die Figuren, die Spielzüge. In all dem gibt es so viel zu entdecken. Das Schachspiel wird als eine Sinfonie beschrieben, ein Kunstwerk, die Spielzüge als verschlungene Muster. Ich bin leider nicht so ein begnadeter Schachspieler wie der Junge, aber ab und zu spiele ich. Und so konnte ich leicht nachvollziehen, was der Junge darin sieht.


    Mich konnte die Autorin mit diesem Werk bezaubern und berühren. 


    ★★★★★

  9. Cover des Buches Die Vegetarierin (ISBN: 9783746637600)
    Han Kang

    Die Vegetarierin

     (417)
    Aktuelle Rezension von: BUCHWURM20

    Die Geschichte erzählt von Yeong-Hye, einer verheirateten Koreanerin, die plötzlich ablehnt, Fleisch zu essen und sich somit gegen die strikte koreanische Gesellschaft, so wie ihren Mann, verweigert. Der Plot ist in drei Kapitel unterteilt und wird aus jeweils einer anderen Perspektive erzählt:

    Das erste Kapitel, aus der Sicht des Mannes, berichtet über deren gewöhnliches Leben, ihren Alltag, die kühlen Wiederholungen einer Zweckehe. Und wie die Entscheidung seiner Frau, kein Fleisch mehr zu essen (oder zu kochen), all diese Dinge aus dem Gleichgewicht bringt.

    Das zweite Kapitel wird aus der Sicht des Schwagers erzählt und handelt von Lust. Denn die abrupte Entscheidung Yeong-Hyes, sich von alten Konventionen loszulösen, erregt nicht nur Wut und Ablehnung im Umfeld, sondern auch Leidenschaft und niedere Triebe.

    Das dritte Kapitel wird aus Sicht der Schwester erzählt und befasst sich mit den Konsequenzen, die unweigerlich alle einholen, die gewaltsam gegen das, was die Gesellschaft "Normalität" nennen, rebellieren. Die Grenze zwischen Rebellion und Wahnsinn sind, wie so oft bei der Autorin, verschwommen. Sprachlich unverschnörkelt und eher distanziert gehalten. Gut geschrieben und empathisch eindrucksvoll. 

  10. Cover des Buches Drei Tage im August (ISBN: 9783746639987)
    Anne Stern

    Drei Tage im August

     (122)
    Aktuelle Rezension von: Kathrin_Schroeder

    Gelesen dank Netgalley.

    Dies Buch habe ich ausgewählt wegen der Themenkombination 3. Reich, Schokolade, persönliche Entscheidungen und der Autorin, deren Bücher über die Hebamme "Fräulein Gold" mir gut gefallen.

    Das Positive vorab: Sprache und die Beschreibung der Chocolaterie haben mir gut gefallen.

    Negativ: Zwar waren die Personen eigentlich ganz ansprechend, doch bis auf den Buchhändler gibt es wenig Entwicklung. Die 3 genannten Tage plätschern dahin, Hintergründe zur Geschichte der Chocolaterie werden erzählt, doch außer dem Nachdenken über Veränderung fehlt mir wirkliche Entwicklung oder ein Geschehen oder auch nur tiefgründigeres Denken.

    Das Meiste was geschieht, ist eine Erzählung in der Geschichte und hingebungsvolles Dekorieren der Chocolaterie.

    Mich hat das Buch eher gelangweilt und die erhoffte Wendung gegen Ende gab es auch nicht, die Geschichte hörte einfach auf.

    #DreiTageimAugust #Netgalleyde #AnneStern #Rezension #KathrinliebtLesen #Bookstagram


  11. Cover des Buches Unter uns nur Wolken (ISBN: 9783746634302)
    Anna Pfeffer

    Unter uns nur Wolken

     (72)
    Aktuelle Rezension von: aly53
    Das Autorenduo Anna Pfeffer ist überwiegend als Rose Snow bekannt, unter dem sie Romantasy Werke schreiben. Dabei wünschte ich mir so sehr, die Werke unter Anna Pfeffer, würden genauso viel Aufmerksamkeit bekommen.
    Ihr neuer Roman ist nicht nur wunderschön und atmosphärisch in seiner Gestaltung. Er verfügt auch über unglaublich viel Herz.

    Ein Werk der beiden Ladys und ich bin im Nu durch. Viel zu schnell, ist es vorbei.
    Im neuen Roman geht es um Florian, Ani und Tom.
    Dabei erfährt man die Perspektiven von letzteren beiden.
    Was ihnen unheimlich viel Tiefe verschafft. Es hat keine zwei Sekunden gedauert und ich hab sie unglaublich ins Herz geschlossen.
    Ani, die so viel mehr ist, als ihr bewusst ist.
    Tom, der so eine schwere Last auf seinen Schultern trägt.
    Florian, der so sehr zu kämpfen hat und dabei versucht sein Herz zu verschließen.
    Ganz besonders Florians Schicksal hat mich ungeheuer bewegt und zum weinen gebracht.
    Ein Schicksal das so unglaublich schwer und tragend ist. Das es die Wolken am Himmel wegwischt.
    Eine Krankheit die oft unterschätzt wird und gerade deswegen finde ich es so wichtig darüber zu schreiben. Aufzuzeigen was es mit sich zieht und wie sich nicht nur der Erkrankte, sondern auch das Umfeld dabei verändert.
    Dabei durchläuft man verschiedene Stadien, die hier sehr gut aufgezeigt werden.
    Wut, Schmerz, Glück, Resignation.

    In diesem Roman geht es darum. Die beiden Autorinnen zeigen mit sehr viel Feingefühl auf, was für ein schwerer Weg es ist. Für alle Beteiligten.
    Wenn man Ani erlebt, hat man das Gefühl, sie wird mit einer weiteren Prüfung herausgefordert.
    Sie hatte es nicht leicht. Ständig kommen von unterschiedlichen Seiten neue Einschläge und dann ist da Florian, der ihr das Leben zur Hölle macht.
    Ich habe Ani unglaublich bewundert, wie sie dem ganzen standgehalten hat und nicht aufgegeben hat.
    Sie ist so zerbrechlich, dass ich jeden Moment dachte, das war es jetzt.
    Doch nicht Ani. Sie ist eine starke und mutige , junge Frau, die weiterkämpft, auch wenn bereits alles verloren ist.
    Das schafft nicht nur mehr Hoffnung bei ihr, sondern auch bei ihrem Umfeld.
    Florian hat mich regelrecht wahnsinnig gemacht mit seinen Attacken und jedes Mal treibt er es eine Stufe weiter. So sehr man ihn zum Teufel wünscht, so sehr weiß man aber, daß er sich seine eigene Beständigkeit bewahren möchte und das viel Angst in ihm verborgen liegt. Das waren Aspekte an diesem Roman, die mir wirklich ans Herz gingen.
    Und doch hängt man irgendwann nur noch in der Luft und weiß nicht mehr weiter. Ich war geschockt, wie weit er mit seinem Treiben ging. Es verunsichert und macht zornig. Aber ein anderer Teil in mir konnte es verstehen und nachvollziehen.
    Er ist an einem Punkt in seinem Leben angekommen, an dem er verletzbarer kaum sein könnte. An dem ihm buchstäblich alles entgleitet , was ihn ausmacht.
    Ich hab diesen Roman so wahnsinnig gern gelesen. Er hat mich von einer Gefühlswelle in die nächste katapultiert.
    Es hat mir die Tränen in die Augen getrieben. Der Schmerz, das Unausweichliche und die Hoffnungslosigkeit dahinter. Man sieht das fortschreiten der Krankheit und fühlt sich so machtlos.
    Doch trotz allem gelingt es Freude und Glück zu empfinden. Diese kleinen Momente, die das Leben wertvoller machen. Die zeigen, du bist nicht allein.

    Hier ist nicht nur ein großartiger Roman über eine sehr wichtige Thematik entstanden.
    Auch die zwischenmenschlichen Aspekte haben mich berührt und ich fühlte es einfach so sehr, so intensiv und kraftvoll.
    Ich hatte nicht das Gefühl, es zu lesen. Ich war ein Teil davon.
    So herzzerreißend, so wunderschön und traurig zugleich.
    Es hat mir das Herz jedes Mal ein bisschen mehr gebrochen. Ich hab geweint. Vor Freude, vor Trauer und am Schluss, war in mir alles wieder ganz.
    Ich konnte nach vorn blicken, heilen und einfach mit einem wehmütigen Blick zurückschauen.
    Ein Roman der so authentisch, wie das Leben selbst ist und gerade deswegen so emotional.
    Man durchläuft Höhen und Tiefen. Empfindet tiefen und allumfassenden Schmerz, Verzweiflung, die zu einer Bürde heranwächst und alles mit sich reißt.
    Ein Roman, der die alltäglichen Sorgen vergessen und erkennen lässt, um was es wirklich im Leben geht.
    Hier wachsen nicht nur Menschen zusammen, sie finden auch zu sich selbst und erkennen was in Ihnen steckt. Ich konnte mich wahnsinnig gut in die Charaktere hineinversetzen, die authentischer und greifbarer kaum sein könnten. Man kann es nicht beschreiben, was es mit einem anstellt. Man muss es fühlen.
    Ein Roman, der einfach auf jede Leseliste gehört.

    Fazit:
    “Unter uns nur Wolken” ist ein Roman der erschüttert, bewegt und die Tränen in die Augen treibt.
    Ich war regelmäßig dem Abgrund nah. Weil es so tief, so gewaltig und echt war.
    Es ist das Leben und deswegen hat es mich auch nicht mehr losgelassen.
    Das Leben bietet mehr als persönliches Liebesleid.
    Manchmal muss man nach vorn blicken und erkennen, was das Leben uns gibt. Aber auch was es in der Lage ist, uns zu nehmen.
    Ein so bewegendes und wichtiges Werk, das auf jede Leseliste gehört
  12. Cover des Buches Allee unserer Träume (ISBN: 9783548291420)
    Ulrike Gerold

    Allee unserer Träume

     (108)
    Aktuelle Rezension von: Dirk1974

    Das Buch beruht auf einer wahren Begebenheit. Die Autoren haben sich aber das Recht der künstlerischen Freiheit genommen. Die Geschichte steht daher unter dem Motto: "Ich will gar nicht wissen, was wirklich passiert ist. Manchmal sind erfundene Geschichten einfach schöner." 


    Ilse Schellhaas ist die Tochter eines Architekten. Ihr Großvater hat eine Baufirma in Mühlhausen. Daher ist es für Ilse ganz normal, mit den Dingen auf einer Baustelle umzugehen. Später wird sie selbst Architektin. Als die Führung der noch jungen DDR einen Aufruf für die Planung der ersten sozialistischen Prachtstraße macht, reicht Ilse im Namen ihres Vaters ihre eigene Entwürfe ein. Zu ihrer Überraschung werden nicht nur die großen Berliner Architekturbüros eingeladen, sondern auch das Büro ihres Vaters. Die anderen Architekten sind nicht sonderlich begeistert eine Frau in ihrer Mitte zu sehen, doch unter ihnen ist auch der Mann von Ilses verstorbener Schwester....


    Anhand des Klappentextes hatte ich erwartet, dass das Buch nur in den Anfangsjahren der DDR spielt. Das Buch ist in einen Prolog und zwei Teilbücher aufgeteilt. Das erste Buch spielt in der Zeit von 1940 bis 1950. Wir erfahren zunächst wie die Protagonisten zueinander stehen und wie sie die Kriegsjahre erlebt haben. Daher war ich zunächst sehr enttäuscht, da es nicht das war, was ich erwartet hatte.


    Ab Seite 279 beginnt dann das zweite Buch mit der Zeit von 1951-1953. Nun beginnt endlich die erwartete Geschichte. Ilse, die inzwischen Marga heißt, ist mit den anderen Architekten dabei die Stalinallee zu planen. Später bringt sie sich auch als Bauleiterin ein. 


    Zum Abschluss gibt es noch einen Epilog aus dem Jahre 1989. 


    Die beiden Autoren erzählen in ihrem Buch über die Stalinallee und spätere Karl-Marx-Allee eine interessante und abwechslungsreiche Geschichte. Es ist die Geschichte einer mutigen Frau, die ihren Weg in einer von Männern dominierten Welt geht. Dabei ist sie auf Grund ihrer Vergangenheit erpressbar.


    Der Schreibstil gefällt mir gut. Das Buch liest sich flüssig und man gerät nicht ins stocken. Obwohl ich zunächst enttäuscht war, muss ich nun nach dem Ende des Buches sagen, dass mir die Geschichte insgesamt gut gefallen hat. Ich vergebe daher 4 Sterne.


  13. Cover des Buches Mord ahoi! (ISBN: 9783746630540)
    Frida Mey

    Mord ahoi!

     (40)
    Aktuelle Rezension von: moccabohne

    Im dritten Teil der Krimireihe erleben wir Elfie Ruhland, die Kommissarin Alex und Mops Amadeus auf einem Kreuzfahrtschiff. Natürlich befindet sich Elfie dabei im Dienst! Sie soll dem Schiffseigner Bericht erstatten, weshalb der Luxusliner viel weniger Gewinn abwirft, als seine übrigen Schiffe.

    Natürlich deckt Elfie nicht nur finanzielle Schwierigkeiten auf, sondern auch zwischenmenschliche Schwierigkeiten, bei denen Vorgesetzte ihre Mitarbeiter schlecht behandeln. Schnell werden wieder Minuspunkte gesammelt, die schon den einen oder anderen den Kopf gekostet haben.

     

    Schnell wird es spannend, während Elfie noch Zahlen und Unterlagen überprüft, verschwindet plötzlich ein Crewmitglied an Bord. Eine Reihe von Unstimmigkeiten läßt  Elfie aufhorchen und Alex hat jede Menge Verdächtige, die mit dem Verschwinden zu tun haben könnten. Natürlich gerät auch Elfie wieder ins Visier, die plant aber ein ganz  anderes „ Projekt“, auch ohne Notizbuch!   

     

    Ich habe mich wieder prächtig amüsiert und bin ganz begeistert von der rüstigen Elfie Ruhland. Dieser Teil war ausgesprochen spannend  und Elfie hat ihrem Namen alle Ehre gemacht.

    Eine absolute Leseempfehlung!

  14. Cover des Buches Niemand verschwindet einfach so (ISBN: 9783351036805)
    Catherine Lacey

    Niemand verschwindet einfach so

     (48)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010
    Ich habe selten mit einem Buch so gekämpft. Elyria, mit so viel Selbstzweifel im Gepäck flieht vor ihrem Ehemann, vor ihrer Mutter und vor der Welt mit einem einfachen Visum nach Neuseeland.

    Dort angekommen begibt sie sich auf eine Reise. Ihr ureigenes Ziel, ihre Selbstfindung, wirft sie mehr als einmal über Bord.

    Sie trampt mit abenteuerlichen Typen quer über die Insel und übernachtet in Scheunen, Hütten und auch mal im Freien. Stets begleitet wird sie von ihrer trostlosen Vergangenheit.

    Mit Gelegenheitsjobs hält sie sich über Wasser, schließt Bekanntschaften, bleibt aber allen Menschen wie auch dem Leser unnahbar.

    Gefangen in ihrer Vergangenheit, ihrem Selbstfindungsprozess und einer bitterlichen Wahrheit reisen wir als Leser mit Elyria und möchten diese junge Frau einfach nur noch wachrütteln.

    Mit Catherine Lacey habe ich es mir nicht leicht gemacht. Diese preisgekrönte Geschichte empfand ich als anstrengend und die Aufopferung meinerseits, diese Geschichte zu Ende zu lesen, ist meine Art, Elyria einen gehörigen Schub in die richtige Richtung zu geben.

    Einzig mit ihrer besonderen Art, die Geschichte Elyrias zu erzählen, lies mich diese Lesereise zu Ende führen. Sätze wie, „ Meine Entscheidungen waren arme Schlucker...“, hielten mich bei dieser Leidensgeschichte über Wasser.

    Ich bedanke mich beim Aufbau-Verlag für diese ganz eigene Reise durch Neuseeland.

  15. Cover des Buches Die Schwestern vom Ku'damm: Jahre des Aufbaus (ISBN: 9783499291715)
    Brigitte Riebe

    Die Schwestern vom Ku'damm: Jahre des Aufbaus

     (175)
    Aktuelle Rezension von: Katharina83

    Wie man den Hunger bekämpft und an ein neues Ziel denkt, da beschrieb dieses Buch vom feinsten. Auch wie man sich verliebt und lebt. Sich von den ketten befreit. 

    Ich habe mit rike gelitten als sie nicht wusste wer sie war und wem sie es erzählen konnte. 

    Freute mich so sehr das sie Sandro wie traf. 

    Die nächsten Bände werde ich hoffentlich genauso lieben. 🤓

  16. Cover des Buches Liebe am Papierrand (ISBN: 9783746631233)
    Yoko Ogawa

    Liebe am Papierrand

     (49)
    Aktuelle Rezension von: JacqueRoe

    Klapptentext: "Ein junge Frau, die ein rätselhaftes Ohrenleiden hat, lernt einen Stenographen kennen. Sie fühlt sich auf geheimnisvolle Weise zu ihm hingezogen und bittet ihn, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Dank seiner Aufzeichnungen beginnt sie die Rästel ihrer Vergangenheit zu verstehen. Doch schon bald muss sie erkennen, dass der Stenograph nur eine begrenzte Menge Papier zur Verfügung hat ..."

    Eine junge Frau muss sich fast ganz verlieren um sich wieder zu finden und neue entdecken zu können. Schwach und zerbrechlich, wie auch zerbrochen beginnt ihr Weg, aus dem sie am Ende gestärkt und sich ihrer selbst vielleicht zum ersten Mal bewusst hervorgeht und bereits ist, sich dem Leben zu stellen. Dabei wünscht man ihr, dass sie der Zauber ihrer Ohren und seiner Hände nie verlassen möge.

    In einem muss ich dem Klappentext widersprechen - erst sehr nah am Ende der Geschichte, also keineswegs "schon bald" wird die Endlichkeit des Papiermenge klar. Zuvor passiert vieles unbeschwert von dieser Erkenntnis.

    Magie und Realität sind in diesem Roman auf so feine, so zarte und so leise Art miteinander verbunden. Erst ganz langsam beginnt man im Laufe der Geschichte zu enträtseln, wo die eine beginnt und die andere aufhört. Doch es gelingt am Ende nicht wirklich zwischen Magie und Realität sauber zu trennen; die Realität bleibt magisch, die Magie scheint real zu sein. Das Geheimnis darf ein Geheimnis bleiben.

    Yoko Ogawa ist ganz sicher ein Name, den ich mir merken werde. Gerne will ich noch mehr solch wunderbare wundersame Geschichten lesen.

  17. Cover des Buches Der Alte, dem Kugeln nichts anhaben konnten (ISBN: 9783351035686)
    Daniel Friedman

    Der Alte, dem Kugeln nichts anhaben konnten

     (73)
    Aktuelle Rezension von: buchpinguin
    Buck Schatz, ehemaliger Soldat/Polizist/gelenkiger Mensch zählt stolze 87 Jahre, als ihm sein alter Armeekamerad auf dem Sterbebett ein Geheimnis anvertraut: Der Nazi-Offizier, der die beiden (vorrangig den jüdischen Buck) in einem Lager gefoltert hat, ist noch am Leben - und hat auf seiner Flucht mehrere Barren Gold mitgenommen!

    Zusammen mit seinem Enkel begibt sich Buck schließlich auf die Suche nach dem Schatz. Was wie ein harmloses Abenteuer gilt, wird bald gefährlich. Der Armeekumpel hat dieses Geheimnis nämlich auch noch seinem Schwiegersohn anvertraut, der ebenfalls fest entschlossen ist, das Gold zu bekommen. Als ob das alles noch nicht genug wäre, werden einige Leute in unmittelbarer Umgebung des Alten ermordet, was die Aufmerksamkeit eines Detektives der Mordkommission erregt...

    Das Buch ist ein absoluter Lesetipp! Der kettenrauchende Hauptprotagonist, der um keinen blöden Spruch verlegen ist, ist eine erfrischende Abwechslung zu "normalen" Romanfiguren und wirkt dabei absolut glaubhaft. Auch die weiteren Figuren des Buches sind wie aus dem Leben gegriffen, zudem ist die Handlung wundervoll ausgearbeitet, wendungsreich und fesselnd - einfach großartig!
  18. Cover des Buches Blanca (ISBN: 9783351037017)
    Mercedes Lauenstein

    Blanca

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Melodycookie

    Blanca war mir nicht immer sympatisch, sie handelt manchmal etwas naiv (was sicherlich daran liegt, dass sie erst 15 ist) trotzdem ist sie clever und eine wahre Überlebenskünstlerin. Manchmal wusste ich nicht, ob sie langsam "verrückt" wird oder das einfach ihre Sicht auf die Welt ist. Ihr Leben zeigt mir, wie es laufen kann, wenn man die "falschen Eltern" hat bzw. die Voraussetzungen nicht die besten sind.

    Der Schreibstil hat mich beeindruckt, Mercedes Lauenstein schafft es, die schönen als auch die weniger schönen Momente beobachtend einzufangen.

    Das Buch war insgesamt eher deprimierend, aber auch atmosphärisch und hat in den fünf Tagen, an denen ich es durchgelesen habe, genau meine Stimmung widergespiegelt (oder eher beeinflusst?). 

    Es hat mich ein bisschen an "Hellwach" von Hilary T. Smith erinnert, was auch überraschend eins meiner Lieblingsbücher wurde.

  19. Cover des Buches Lizzis letzter Tango (ISBN: 9783746631639)
    Anja Marschall

    Lizzis letzter Tango

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Meinbuecherregal

    Lizzis letzter Tango von Anja Marschall aus dem Aufbau Verlag

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    Das war mal ein kleiner und feiner Krimi

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    Die Hauptprotagonistin heißt Lizzi ist Rentnerin und lebt in einem Altenheim in Blankenese in Hamburg.

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    Lizzi ist eine sympathische und rüstige aber nicht wirklich reiche Frau. Wie sie es trotzdem geschafft hat in dieser exklusiven Unterkunft zu wohnen und warum sie auf einmal kurz vor dem Rauswurf steht....Das ist eine eigene Geschichte in diesem Krimi.

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    Aber das allein macht noch keinen Krimi aus. Natürlich passiert ein Mord und Lizzi fängt an zu ermitteln.

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    Dabei hat sie erwartet und unerwartet Hilfe.

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    Mir brachte es Spaß die schlaue Rentnerin und ihre Mitstreiter bei ihren Ermittlungen durch Hamburg zu begleiten.

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    Ein kurzweiliger Hamburg Krimi mit einer sympathischen Ermittlertruppe

  20. Cover des Buches Jägerin und Sammlerin (ISBN: 9783351037987)
    Lana Lux

    Jägerin und Sammlerin

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Mikki44

    In "Jägerin und Sammlerin" erzählt Lana Lux die infernale und zutiefst giftige Beziehung zwischen Alisa, der Tochter, und Tanya, der Mutter.

    Der Roman beginnt aus der Sichtweise von Alisa, ihren Kampf um Anerkennung, gesellschaftlichen und mütterlichen Druck, die schmerzliche Abwesenheit des Vaters, dem Alleinsein und die bulimischen Folgen, durch die der Körper und die Seele versuchen, allem gerecht zu werden. Erst nach und nach wird deutlich, wie groß die Auswirkungen der doch extrem toxischen Beziehung zur Mutter sind und Alisa in allen Entscheidungen vom eigenen Weg und der Selbstständigkeit ablenken. "Du bist nicht genug" schwebt wie eine dunkle Wolke über ihrem ganzen Leben. Zu einem späteren Zeitpunkt erfährt man auch die Geschichte von Tanya, die auch nicht so rosig ablief. Jedoch hat es Lux bis dahin schon geschafft, dass ich Tanya schütteln möchte und selbst mir als Leserin diese giftige Aura entgegenschlägt.

    Ein ganz anderes Buch als Kukolka, von dem ich so begeistert war, und doch ebenso sprachlich wie auch inhaltlich gut.

  21. Cover des Buches Die Päpstin (ISBN: 9783352009518)
    Donna W. Cross

    Die Päpstin

     (4.364)
    Aktuelle Rezension von: BeiterSonja

    Das neunte Jahrhundert ist eines der finstersten des Mittelalters. Blutrünstig fallen Christen und Normannen übereinander her. Die Sarazenen aus Afrika versuchen Rom zu erobern. Viel Blut fließt. Verrat, Mord und Tod sind an der Tagesordnung. In dieser Zeit haben Frauen so gut wie keine Rechte. Sie sind Leibeigentum des Mannes und müssen ihm gehorchen.

    Johanna erlebt als Kind, wie ihr Vater, der ein ärmlicher Dorfpriester ist, ihre geliebte Mutter Gudrun tyrannisiert und schlägt. Gudrun ist Normannin und wurde bei der gewalttätigen Bekehrung diese Volkes zum Christentum von ihrem zukünftigen Mann mit nach Dorstadt in Franken gebracht. Heimlich erzählt Gudrun ihrer Tochter die Geschichten von den Göttern der Heiden. Ihr Mann, der fanatische Christenpriester darf das nie erfahren. Sie beschwört ihre Tochter, nachdem sie von ihm wieder einmal übel zugerichtet wurde: "Du mußt aus deinen Fehlern lernen...damit dir nicht das gleiche passiert. Wenn du heiratest, gibst du alles auf -- nicht nur deinen Körper, auch deinen Stolz, deine Unabhängigkeit, sogar dein Leben. Verstehst du? Verstehst du?...Falls du jemals glücklich sein möchtest, dann merk dir meine Worte Tochter: Gib dich niemals einem Mann hin." Diesen dringenden Rat aus der Not vergißt Johanna zeit ihres Lebens nicht.

    Johanna ist außergewöhnlich intelligent und geistig sehr begabt. Durch einen Glücksumstand erhält sie als Mädchen Untericht. Als sich nach wenigen Jahren plötzlich alle Möglichkeiten verschließen, als Frau weiter zu studieren, beschließt sie, ihr Leben als Mann fortzusetzen. In Männerkleidung, mit kurz geschorenem Haar, messerscharfem Verstand, umfassendem Wissen, Warmherzigkeit und Intuition gelingt es ihr nach zahlreichen Stationen ihres Lebens und einigen gefährlichen Situationen, in denen ihre wahre Identität fast aufgedeckt wird, den Papststuhl zu besteigen.

    Vom 12. Lebensjahr bis zu ihrem Tod verbindet sie eine starke und tiefe Liebe zu dem Markgrafen Gerold. Sie empfinden sich als Zwillingsseelen. Einige Male retten sie sich gegenseitig das Leben, aber die Umstände verhindern oft ihr Zusammensein, manchmal über Jahre hinweg, die jedoch ihre ungewöhnliche starke Verbundenheit nie brüchig werden lassen. Johanna stirbt, nachdem sie sich als Päpstin besonders für die Armen und die Frauen eingesetzt hat, einen unerwarteten und späktakulären Tod, der laut Historie authentisch sein soll. Dennoch triumphiert Johanna, denn es ist nicht die Hand des Feindes, die sie niederstreckt.

    Während die katholische Kirche die Existenz einer Päpstin Johanna, die den Papststuhl höchstwahrscheinlich von 953 -- 955 innehatte, leugnet, sprechen geschichtliche Forschungen auf diesem Gebiet bestechend dafür, daß es eine Päpstin gegeben haben muß. Sehr aufschlußreich dazu ist das Nachwort der Autorin, indem sie Für und Wider der Existenz einer Päpstin abwägt. Wer sich ausführlich mit dieser Thematik befassen will, dem ist das Buch. Die Päpstin Johanna von Elisabeth Gössmann zu empfehlen.

  22. Cover des Buches Ein Baby und zwei Opas (ISBN: 9783746632308)
    Angela Ochel

    Ein Baby und zwei Opas

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Schon das Cover fand ich total witzig gestaltet. Die beiden älteren, aber doch sehr flott und modern wirkenden Herren, mit Milchflasche und Kinderwagen. Schon der Anblick dieses Cover zaubert doch jedem ein Grinsen ins Gesicht. 😃

    Wir lernen den 1jährigen Finn kennen, da die Autorin aus seiner Sicht erzählt. Schnell hat man sich an die kindliche Denkweise gewöhnt und betrachtet während den Lesens die Welt mit anderen Augen. Den Kinderaugen. So manches, was für uns Erwachsene selbstverständlich ist, ist für ein Kleinkind spannend, neu und herausfordernd. Aber auch für die Erwachsenen ist der Umgang mit Kleinkindern immer etwas besonderes. Sei es, weil die Kleinen noch so unbefangen daher plappern? Oder da doch in jedem noch eine Portion Kind steckt? Oder gar, weil man sich dann an früher erinnert, als die Welt "noch in Ordnung" war?

    In diesem Roman lässt die Autorin die Augen der Leser glänzen. Sei es aus Sentimentalität, Rührung oder einfach weil die Geschichte so witzig ist.

    Fazit

    Die Autorin hat auf ca. 300 Seiten geschafft, was sonst viele vergeblich versuchen. Sie hat Alt und Jung mit diesem Buch zusammen geführt. 
    Dieses Buch sollte in Altenheimen zur Grundausstattung der Bibliothek gehören.
    Wo erhält man schon für 9,99 € soviel Lebensfreude? Nur in diesem Roman.
    Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

     

  23. Cover des Buches Weiß (ISBN: 9783351037222)
    Han Kang

    Weiß

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Obst4

    Unglaublich lyrische Sprache bekommt man mit dem dünnen Büchlein zu lesen. Es geht um Verlust und um Trauer über eine ältere Schwester die wenige Stunden nach ihrer Geburt verstarb und deren Tot die gesamte Familie geprägt hat. Sogar die Ich Erzählerin (Han Kang selbst?) 

    Weswegen es einen Stern Abzug gibt; 

    Die Trauer um die verstorbene ältere Schwester ist riesengroß - da gibt es aber noch einen verstorbenen Bruder…..der in 2 Sätzen kurz erwähnt wird…..



  24. Cover des Buches Fürchte dich (ISBN: 9783746630984)
    J. S. Carol

    Fürchte dich

     (23)
    Aktuelle Rezension von: mamenu
    Was ist ein Leben wert?
    Dreißig Gäste in einem exklusiven Restaurant in Los Angeles,die ungestört von Paparazzi ihr Abendessen genießen möchte.Unter ihnen Alex King,ein junger aufstrebender Schauspieler,der seiner trostlosen Jugend in einem Trailerpark entkommen konnte,Jody Johnson,seine ambitionierte Agentin.An diesem heißen Sommerabend ist King mit dem skandinavischen Model Simone verabredet.Doch plötzlich stürmt ein Maskierter das Restaurant,und ein perfides Psychospiel um Leben und Tod beginnt.



    Meine Meinung

    Der Klapptext hat sich schon mal ganz gut gelesen. Also dachte ich mir, dieses Buch könnte was für mich sein.
    Es fängt auch schon gleich zu Anfang mit einer Geiselnahme an, was schon sehr spannend ist. Denn der Geiselnehmer kennt kein erbarmen und so nimmt das Drama seinen Lauf.
    Ich möchte eigentlich gar nicht so viel schreiben denn dann würde ich doch zu viel verraten.
    Doch ich kann sagen, das dieses Buch nichts für schwache Nerven ist, denn der Geiselnehmer lässt sich einiges einfallen und ist nicht gerade zimperlich mit seinen Geiseln.
    Wo ich doch schon manchmal den Moment hatte, das ich das Buch an die Seite packen musste. Nicht weil es schlecht war, sondern um mal kurz Luft zu holen. Manchmal ging alles Schlag auf Schlag und ich habe echt mitgezittert und gehofft, das die Geiseln alle gut da raus kommen.
    Ob sie es geschafft haben, müsst ihr schon selber lesen, das möchte ich nicht verraten.
    Die einzelnen Charakteren haben mir auch sehr gut gefallen. Sie wurden alle gut ausgearbeitet und man konnte sich gut in Sie hinein versetzten.
    Ich habe lange nicht ganz verstanden, warum der Geiselnehmer so handelt.  Das hat für mich die Spannung sehr hoch gehalten und auch bis zum ende ist es so geblieben.
    Hier kann ich sagen, das war mal wieder ein sehr gutes Buch und kann eine Lese-Empfehlung geben.

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