Bücher mit dem Tag "aufbau verlag"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "aufbau verlag" gekennzeichnet haben.

77 Bücher

  1. Cover des Buches Zwei für immer (ISBN: 9783352006647)
    Andy Jones

    Zwei für immer

     (184)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    Ivy und Fisher kennen sich noch nicht lange, verbringen ein paar leidenschaftliche Nächte miteinander und dann ist Ivy schwanger. Ohne lang zu diskutieren, ob sie beide das Kind möchten, ob sie überhaupt eine Beziehung haben und das Kind gemeinsam großziehen möchten, übernimmt Fisher Verantwortung und zieht kurzerhand bei Ivy ein.
    Fisher ist verliebt in die knapp zehn Jahre ältere Ivy, ist sich ihrer Gefühle jedoch nicht so sicher. Die beiden müssen sich erst richtig kennenlernen, um herauszufinden, ob sie mehr verbindet als das gemeinsame Kind, was nicht ohne Reibereien vonstatten geht.
    "Zwei für immer" ist eine Liebesgeschichte, die aus der Perspektive des Mannes, Fisher, geschrieben ist, was für mich schon einmal eine Abwechslung zu vielen anderen ähnlichen Romane darstellt. Es fällt leicht, sich in ihn und seine Gedanken hineinzuversetzen. Seine Unsicherheit in Bezug auf Ivys Gefühle und auch in Bezug auf die Rolle, die er in ihrem Leben und dem der Kinder (es sind Zwillinge) einnehmen wird, sind spürbar.
    Der Roman ist humorvoll geschrieben, wiederholt sich jedoch im Mittelteil in ermüdenden Alkoholexzessen, was die Geschichte etwas in die Länge zieht. Es ist keine romantische Liebesgeschichte, denn wirklich schöne gemeinsame Momente zwischen Ivy und Fisher gibt es am Anfang kaum. Es fehlt eine Nähe, was vor allem der Distanziertheit Ivys geschuldet ist. Es ist eine ungleiche Paarbeziehung, die unter Druck entstanden ist und sich zunächst nicht merklich weiter entwickelt. Lange hat man als Leser*in hat man das Gefühl, dass die beiden keine Chance nutzen, sich anzunähern, für den anderen Interesse zu zeigen oder sich bewusst um eine gemeinsame Zukunft Gedanken machen. Erst als die Schwangerschaft voranschreitet und die beiden am Ende mit einem Unglück konfrontiert werden, dass sie nur gemeinsam bewältigen können, wird die Geschichte emotionaler und kann den etwas behäbigen Mittelteil ausgleichen.
    Es ist ein Beziehungsroman aus der Sicht eines Mannes, den man zunächst mehr bemitleiden, als beglückwünschen möchte. Am Ende ist trotz der Zurückhaltung Ivys aber dennoch eine emotionale Basis spürbar, die auf eine Zukunft des Paares als Familie hoffen lässt. Diese ungeschönte Art der Paarbeziehung hat mir an dem Roman gut gefallen.

  2. Cover des Buches Leuchtturmmord (ISBN: 9783746632063)
    Katharina Peters

    Leuchtturmmord

     (116)
    Aktuelle Rezension von: Christin87

    Während Romy und ihr Team auf Rügen den Fall einer Frauenleiche am Leuchtturm auf der Halbinsel Zudar zu klären haben, und dafür deren gesamte frühere Jugendclique und alte Kameraden aus ihrer Zeit bei der Bundeswehr durchleuchten müssen, bekommen es Jan Riechter und sein Team, welches um die neue Kommissarin Olivia Durow ergänzt wird, mit mehreren toten jungen Männern zu tun, die scheinbar bei illegalen Boxkämpfen ihr Leben lassen mussten.
    Außerdem werden die Ermittlungen durch eine Kollegin der internen Ermittlung unterstützt.

    Im fünften Band werden die Teams also um zwei neue Gesichter ergänzt. So richtig was Neues konnte das Buch mir aber leider trotzdem nicht bieten. Inzwischen wirken die Fälle leider ein bisschen nach Schema F gestrickt. Zwei Fälle in zwei Kommissariaten, die letztlich, ineinander verknüpft, parallel gelöst werden können.
    Ja, es ist vielleicht das, was diese Reihe auszeichnet, aber ich würde mir inzwischen mal den ein oder anderen kleinen Nervenkitzel wünschen.
    Die Ermittlungen plätscherten für mein Empfinden einfach zu sehr vor sich hin. Auch wenn es mehrere Tatverdächtige gibt, der wirkliche Aha-Effekt am Ende war leider nicht da. 

    Ich werde die Reihe trotzdem weiter verfolgen. Bisher war dieser Band für mich aber eindeutig der Schwächste.

  3. Cover des Buches Die Ladenhüterin (ISBN: 9783746636061)
    Sayaka Murata

    Die Ladenhüterin

     (255)
    Aktuelle Rezension von: maedchenausberlinliest

    In "Die Ladenhüterin" von Sayaka Murata geht es um Keiko, die schon im frühen Kindesalter bemerkt, dass sie anders als ihre Klassenkameraden ist und immer wieder mit ihren Aktionen und fehlender Empathie auffällt und Ärger bekommt. Deswegen beschließt sie nur noch das nötigste zu sprechen und nicht mehr eigenmächtig zu handeln.

    Als junge Erwachsene fängt sie als Ladenhilfe in einem Konbini, einem so genannten Convenience Store an zu arbeiten und findet dort ihre Bestimmung. Diesem Job bleibt sie sage und schreibe 18 Jahre lang treu, bis sie Shiraha, eine männliche Aushilfe im Konbini kennenlernt. Shiraha ist anders als Keiko, eher ein Taugenichts der nichts von der Arbeit hält und seine weiblichen Kunden stalkt.
    Keiko und Shiraha haben jedoch eine Gemeinsamkeit, denn beide werden von ihrer Familie und Freunde als Außenseiter betrachtet, da beide als Aushilfe arbeiten und immer noch unverheiratet sind.

    Für mich war "Die Ladenhüterin" eine leichte Geschichte zum weglesen. Die Geschichte an sich ist aber doch eher traurig, bedrückend und sehr verrückt. Das Ende hatte ich mir so nicht erwartet.

    Leider konnte mich mein zweites japanisches Buch auch nicht begeistern. Jedoch fand ich den Einblick in die japanische Kultur sehr spannend.

  4. Cover des Buches Mein schlimmster schönster Sommer (ISBN: 9783746633213)
    Stefanie Gregg

    Mein schlimmster schönster Sommer

     (107)
    Aktuelle Rezension von: DieSueschauerin

    Als Isabel aus dem Krankenhaus entlassen wird, weiß sie, dass nichts mehr ist, wie es war. Zum ersten Mal ist sie spontan: Sie kauft einen VW-Bus und fährt einfach los. Eigentlich will sie in die Provence, aber dann kommt alles anders. Eine Reise beginnt, bei der sie Menschen trifft, denen sie sonst nie begegnet wäre, bei der sie ihr altes Leben loslässt und ein neues anfängt - und vor allem eines findet: die Liebe.


    Das Cover ist sehr farbenfroh. Das war auch das Detail das meinen Blick auf das Cover lenkte, als ich eine Mail vom aufbau verlag bekam. Der Klappentext klang auch ziemlich sympatisch, also fragte ich das Buch an. Leider gefiel mir die Geschichte nicht so gut, wie der Klappentext es mir vorgaukelte. An sich fängt die Geschichte schön an und hat (erstmal) einen schönen Verlauf. Die Protagonistin Isabel lernt Rasso, den Besitzer des gelben VW-Busses kennen und startet mit ihr zu einem Roadtrip. Alles schön und gut...dann aber wird es durch mehrere Ereignisse ziemlich verrückt und fast schon fantastisch. So viele verrückte Sachen, wie die Beiden erleben, passen einfach nicht a) zu der Hauptfigur und b) nach Deutschland. Nur ein kleines Beispiel: Die Beiden geraten mit ihrem VW-Bus in einen Banküberfall und finden plötzlich die Beute in ihrem Auto. Außerdem wird Isabel ganz plötzlich vom braven Arbeiterbienchen zur Rebellin, die kokst und trinkt und Nackt-Yoga ausprobiert...der Wandel ihrer Persönlichkeit war mir einfach zu krass, um ehrlich zu sein. Auch die Nebenfiguren sind zum Teil zu überdreht oder nerven mich einfach übelst...zum Beispiel ihr Freund George. Sie hat ihrem Freund ja nicht mal erzählt, dass sie einen Tumor hat und er sieht sie eh eher so als Wochenendfreundin hatte ich das Gefühl.
    Ich weiß nicht, was die Autorin sich unter einem Roadtrip in Deutschland vorstellt...aber so kann ich mir das zu 0,00% vorstellen...dazu war es oft vieeel zu verrückt geschildert.
    Ich habe für das Buch, obwohl es echt nicht dick ist, auch relativ lange gebraucht, weil ich manchmal einfach nicht weiterlesen wollte, weil es mir zu crazy wurde.

  5. Cover des Buches Die Tochter des Malers (ISBN: 9783746631820)
    Gloria Goldreich

    Die Tochter des Malers

     (66)
    Aktuelle Rezension von: MarinaH

    Persönliche Meinung:

    Das Buch spricht mich weder vom Cover, weder vom Klappentext besonders an. Ida Chagall ist ein unsympathischer Charakter, der durchs ganze Leben, nie wirklich frei von ihrem Vater wird. Ihr Vater, der berühmte Marc Chagall, hat sie vollkommen in seiner Gewalt und man merkt die Abhängigkeit zwischen den beiden.
    Der Schreibstil der Autorin spricht mich gar nicht an, es sind zu viele Füller, zu wenig Handlung.
    Ihre Beschreibungen sind zu detailliert, nach nur wenigen Seiten, bekommt man genug davon. Selbst beim mehreren Seiten überspringen, kommt man gut mit der Handlung zurecht da einfach nichts passiert.

    Fazit

    Ein langweiliges Buch, welches sich nicht zu lesen lohnt. Marc Chagall war ein Tyrann, der seinen Angehörigen das Leben zur Hölle gemacht hat. 

  6. Cover des Buches Die vier Winde (ISBN: 9783352009433)
    Kristin Hannah

    Die vier Winde

     (140)
    Aktuelle Rezension von: swallowtail_8

    Die menschengemachte Naturkatastrophe in den Südstaaten, und die daraus resultierten Dust Bowls, und die Wirtschaftskrise in den 1930 der USA zeigen auf, dass sich der Mensch wohl nie ändern wird. Geldgier und Übermacht der Grosskonzerne, Korruption, lobbyierte Politik/Behörden, Ausbeutung der Natur sowie gewisser Menschengruppen, Ausgrenzung, Diskriminierung, Redefreiheit und Medienberichte nur soweit, dass es dem Regime dient. Gewisse Dinge scheinen sich zu wiederholen. Ich war schockiert zu lesen, wie mit einem Teil der Menschen umgegangen wurde. Ich war erstaunt und erschüttert von dieser mir bisher unbekannten Vergangenheit der USA zu lesen. Das Weltbild USA bröckelt dadurch aufs weitere.

  7. Cover des Buches Die Vegetarierin (ISBN: 9783746637600)
    Han Kang

    Die Vegetarierin

     (409)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    In einer der Rezensionen, die ich vor dem Kauf von „Die Vegetarierin“ gelesen habe, wurde das Wort „kafkaesk“ verwendet – und das war einer der Gründe, warum ich neugierig geworden bin. Ich war zu Studienzeiten kein riesiger Kafka-Fan, aber einige Werke von ihm mochte ich sehr gerne, weil sie sich so angenehm aus der Masse an Hochliteratur abgehoben haben. Und nach dem Lesen von Han Kangs Roman weiß ich nun auch, dass der Begriff recht gut passt. Hier vermischen sich Realismus und Surrealismus, gewürzt mit einer Portion Psychologie. Und auch die für Kafka so typische Entfremdung ist zu finden, etwa wenn Yong-hye davon träumt, eine Pflanze zu werden, und sie diesem Idealzustand durch die Arbeit ihres Schwagers ein Stück näher kommt.

    Wie in der Einleitung schon erwähnt, geht es nur vordergründig um den Vegetarismus; er ist vielmehr ein Symbol. Denn was wirklich im Mittelpunkt von Han Kangs Werk steht, ist die Rolle der Frau in der koreanischen Gesellschaft. Gepresst in ein System, das keine Abweichungen erlaubt, soll sich Yong-hye allem unterordnen: den allgemeingültigen Normen, ihrem Vater, ihrem Ehemann. Sie wählt einen anderen Weg, muss dafür Ablehnung und Schmerz erfahren und ist doch in den Momenten am glücklichsten, wenn sie sich selbst treu bleibt.

    Der Roman ist aus drei Perspektiven erzählt. Im ersten Teil kommt Yong-hyes Ehemann zu Wort, der die Veränderungen an seiner Frau beschreibt und kommentiert. Der zweite Teil ist aus Sicht von Yong-hyes Schwager erzählt, der eine sexuelle Obsession für die Protagonistin hat. Yong-hyes Schwester erzählt den dritten Teil. Die nüchterne Sprache ist Geschmackssache; ich mochte diesen Stil gerne, er war schnörkellos und geradlinig, was gut zu der befremdlichen Atmosphäre gepasst hat. Auch die Figuren waren interessant konzipiert, vor allem Yong-hye und ihre Schwester In-hye.

    Emotional hat mich „Die Vegetarierin“ nur zu Beginn packen können, als Yong-hyes Entwicklung beginnt und sie sich zunächst weigert, tierische Produkte zu essen. Nahezu ihre gesamte Familie hat mit diesem Umstand zu kämpfen, Yong-hye wird angefeindet und erfährt körperliche Gewalt. Und je stärker sie sich verändert, desto ratloser reagiert ihr Umfeld. Der Wechsel zum Schwager als Erzähler hat mich allerdings nicht abgeholt. Seine Besessenheit von Yong-hye gibt der Story noch mal eine neue Richtung, hat mich aber auch von der Protagonistin entfernt. Erst als In-hye als Schwester zu Wort kommt, habe ich wieder besser in die Geschichte gefunden. Am Ende hatte ich ein bisschen das Gefühl, dass noch nicht alles Wichtige gesagt war, was mich nicht gestört, aber irgendwie einen unfertigen Eindruck hinterlassen hat.

    Fazit:

    Letzten Endes mochte ich „Die Vegetarierin“, seine diffus surrealistische Stimmung und den nüchternen Stil gerne. Yong-hye als Protagonistin, die nie selbst zu Wort kommt, war eine spannende Figur, die man nach und nach bruchstückhaft aufdeckt und kennenlernt. Der Mittelteil hat für mich einen Bruch dargestellt, mit dem ich nicht so viel anfangen konnte, und ich hatte das Gefühl, dass noch nicht alles Wichtige gesagt war. Dennoch war es für mich ein schöner Abstecher in die koreanische Literatur.

  8. Cover des Buches Unter uns nur Wolken (ISBN: 9783746634302)
    Anna Pfeffer

    Unter uns nur Wolken

     (72)
    Aktuelle Rezension von: aly53
    Das Autorenduo Anna Pfeffer ist überwiegend als Rose Snow bekannt, unter dem sie Romantasy Werke schreiben. Dabei wünschte ich mir so sehr, die Werke unter Anna Pfeffer, würden genauso viel Aufmerksamkeit bekommen.
    Ihr neuer Roman ist nicht nur wunderschön und atmosphärisch in seiner Gestaltung. Er verfügt auch über unglaublich viel Herz.

    Ein Werk der beiden Ladys und ich bin im Nu durch. Viel zu schnell, ist es vorbei.
    Im neuen Roman geht es um Florian, Ani und Tom.
    Dabei erfährt man die Perspektiven von letzteren beiden.
    Was ihnen unheimlich viel Tiefe verschafft. Es hat keine zwei Sekunden gedauert und ich hab sie unglaublich ins Herz geschlossen.
    Ani, die so viel mehr ist, als ihr bewusst ist.
    Tom, der so eine schwere Last auf seinen Schultern trägt.
    Florian, der so sehr zu kämpfen hat und dabei versucht sein Herz zu verschließen.
    Ganz besonders Florians Schicksal hat mich ungeheuer bewegt und zum weinen gebracht.
    Ein Schicksal das so unglaublich schwer und tragend ist. Das es die Wolken am Himmel wegwischt.
    Eine Krankheit die oft unterschätzt wird und gerade deswegen finde ich es so wichtig darüber zu schreiben. Aufzuzeigen was es mit sich zieht und wie sich nicht nur der Erkrankte, sondern auch das Umfeld dabei verändert.
    Dabei durchläuft man verschiedene Stadien, die hier sehr gut aufgezeigt werden.
    Wut, Schmerz, Glück, Resignation.

    In diesem Roman geht es darum. Die beiden Autorinnen zeigen mit sehr viel Feingefühl auf, was für ein schwerer Weg es ist. Für alle Beteiligten.
    Wenn man Ani erlebt, hat man das Gefühl, sie wird mit einer weiteren Prüfung herausgefordert.
    Sie hatte es nicht leicht. Ständig kommen von unterschiedlichen Seiten neue Einschläge und dann ist da Florian, der ihr das Leben zur Hölle macht.
    Ich habe Ani unglaublich bewundert, wie sie dem ganzen standgehalten hat und nicht aufgegeben hat.
    Sie ist so zerbrechlich, dass ich jeden Moment dachte, das war es jetzt.
    Doch nicht Ani. Sie ist eine starke und mutige , junge Frau, die weiterkämpft, auch wenn bereits alles verloren ist.
    Das schafft nicht nur mehr Hoffnung bei ihr, sondern auch bei ihrem Umfeld.
    Florian hat mich regelrecht wahnsinnig gemacht mit seinen Attacken und jedes Mal treibt er es eine Stufe weiter. So sehr man ihn zum Teufel wünscht, so sehr weiß man aber, daß er sich seine eigene Beständigkeit bewahren möchte und das viel Angst in ihm verborgen liegt. Das waren Aspekte an diesem Roman, die mir wirklich ans Herz gingen.
    Und doch hängt man irgendwann nur noch in der Luft und weiß nicht mehr weiter. Ich war geschockt, wie weit er mit seinem Treiben ging. Es verunsichert und macht zornig. Aber ein anderer Teil in mir konnte es verstehen und nachvollziehen.
    Er ist an einem Punkt in seinem Leben angekommen, an dem er verletzbarer kaum sein könnte. An dem ihm buchstäblich alles entgleitet , was ihn ausmacht.
    Ich hab diesen Roman so wahnsinnig gern gelesen. Er hat mich von einer Gefühlswelle in die nächste katapultiert.
    Es hat mir die Tränen in die Augen getrieben. Der Schmerz, das Unausweichliche und die Hoffnungslosigkeit dahinter. Man sieht das fortschreiten der Krankheit und fühlt sich so machtlos.
    Doch trotz allem gelingt es Freude und Glück zu empfinden. Diese kleinen Momente, die das Leben wertvoller machen. Die zeigen, du bist nicht allein.

    Hier ist nicht nur ein großartiger Roman über eine sehr wichtige Thematik entstanden.
    Auch die zwischenmenschlichen Aspekte haben mich berührt und ich fühlte es einfach so sehr, so intensiv und kraftvoll.
    Ich hatte nicht das Gefühl, es zu lesen. Ich war ein Teil davon.
    So herzzerreißend, so wunderschön und traurig zugleich.
    Es hat mir das Herz jedes Mal ein bisschen mehr gebrochen. Ich hab geweint. Vor Freude, vor Trauer und am Schluss, war in mir alles wieder ganz.
    Ich konnte nach vorn blicken, heilen und einfach mit einem wehmütigen Blick zurückschauen.
    Ein Roman der so authentisch, wie das Leben selbst ist und gerade deswegen so emotional.
    Man durchläuft Höhen und Tiefen. Empfindet tiefen und allumfassenden Schmerz, Verzweiflung, die zu einer Bürde heranwächst und alles mit sich reißt.
    Ein Roman, der die alltäglichen Sorgen vergessen und erkennen lässt, um was es wirklich im Leben geht.
    Hier wachsen nicht nur Menschen zusammen, sie finden auch zu sich selbst und erkennen was in Ihnen steckt. Ich konnte mich wahnsinnig gut in die Charaktere hineinversetzen, die authentischer und greifbarer kaum sein könnten. Man kann es nicht beschreiben, was es mit einem anstellt. Man muss es fühlen.
    Ein Roman, der einfach auf jede Leseliste gehört.

    Fazit:
    “Unter uns nur Wolken” ist ein Roman der erschüttert, bewegt und die Tränen in die Augen treibt.
    Ich war regelmäßig dem Abgrund nah. Weil es so tief, so gewaltig und echt war.
    Es ist das Leben und deswegen hat es mich auch nicht mehr losgelassen.
    Das Leben bietet mehr als persönliches Liebesleid.
    Manchmal muss man nach vorn blicken und erkennen, was das Leben uns gibt. Aber auch was es in der Lage ist, uns zu nehmen.
    Ein so bewegendes und wichtiges Werk, das auf jede Leseliste gehört
  9. Cover des Buches Deichmord (ISBN: 9783746632926)
    Katharina Peters

    Deichmord

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Christin87

    Die Teams aus Bergen und Stralsund bekommen es diesmal mit gleich 4 Frauenleichen zu tun. Während drei Frauen bereits in den 90ern getötet bzw. als vermisst gemeldet wurden, wird die vierte nun auf einer Mülldeponie gefunden. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht zunächst die überaus komplizierte Familie Magold. Vater Magold war einst ebenfalls Polizist und führt, nach einem Schuss ins Bein, den er im Dienst erlitten hat, nun eine Pension in Ralswiek. Doch wie es stets so ist in dieser Buchreihe, liegt die Lösung erst nach einem schwierigen Konstrukt an Ermittlungsarbeit und zahlreichen Verdächtigen auf dem Tisch.

    In diesem Band gibt es so viele Protagonisten, die irgendwie in den Fall verstrickt sind und teilweise auch noch ihre Identitäten wechseln, dass ich hin und wieder durchaus meine Schwierigkeiten hatte die Handlungsstränge zu sortieren. Obwohl mir der Ansatz im Kreise der Familie Magold diesmal sehr viel besser gefallen hatte, als die beiden Vorgänger-Bände, brachte dieses ganze Durcheinander für mich im Laufe des Lesens wieder einen gewissen Dämpfer in das Gesamtbild.

    Ein Mörder weniger wäre hier für die Atmosphäre des Buches durchaus mehr gewesen.

    Unterm Strich für mich trotzdem wieder interessanter als Buch 5. Und da dieses von mir 3 Sterne erhielt, erhält dieser 6. Band nun wieder 4.

  10. Cover des Buches So bin ich nicht (ISBN: 9783351036287)
    Anneliese Mackintosh

    So bin ich nicht

     (48)
    Aktuelle Rezension von: JohannesGroschupf
    In Macintoshs Stories hört man die Stimme einer neuen Generation: rau, patzig, unbestechlich und verletzt. Die Stimme einer Generation, die in ihrem Leben zu viele To-do-Listen angefertigt hat, die sich im Hamsterrad der Selbstoptimierung totläuft, die nach einem Internet-Artikel die Selbstdiagnose Borderline stellt, die sich im Sportstudio neben anderen Selbstoptimierern perfektioniert, die Motivationssprüche („SEI ALLES WAS DU SEIN KANNST“) auf ihren T-Shirts trägt, die über prekäre Jobs nicht klagt, weil sie nichts anderes mehr kennt, aber im Grunde das Gefühl nicht los wird, von Anfang an verraten und verkauft zu sein.

    Sex gibt es ohne große Umschweife, dafür ist er gleich wieder vorbei. Alkohol gibt es überall, und den Kater danach als Bonus-Track. Jobs gibt es auch, aber sie machen einen so fertig, dass man abends nur noch trinken will. Und nicht zu vergessen die Liebe, die wirkliche und wahrhaftige, doch man nehme sich vor ihr in Acht, denn sie kann schrecklich wehtun.

    Die Texte zeichnen sich durch ihre Kürze aus; Macintosh kommt schnell zum Eigentlichen. In „Wenn ich einmal tot bin“ entwirft sie kurzerhand ihre eigene Beerdigung, anspruchslos, doch überaus detailliert: „Ich meine, machen wir uns nichts vor – ich bin tot, und ich soll eingeäschert werden. Da brauche ich keine Schuhe. Und Mascara könnt ihr weglassen, weil meine Augen geschlossen sind. Aber ein bisschen Aufwand darf trotzdem sein. Schönes Kleid, neue Strumpfhose. Etwas Lipgloss.“
    Dieser leicht zynische Narzissmus endet zwanglos im bescheidenen Wunsch: „Ganz schön fände ich auch, wenn fünf Minuten nach dem Ende der Feier die Welt untergehen könnte. Nichts Luxuriöses. Nur eine kleine Apokalypse.“ Sie wünscht sich nichts Protziges: „Nur eine kurze, diskrete Implosion. Einen ruhigen Ausklang.“

    Nicht leicht zu verdauen, aber wirklich ein tolles Debüt.
  11. Cover des Buches Nachts (ISBN: 9783351036140)
    Mercedes Lauenstein

    Nachts

     (52)
    Aktuelle Rezension von: nonostar

    Eine junge Frau geht nachts durch die Straßen von München auf der Suche nach beleuchteten Fenstern. Vor manchen bleibt sie stehen, fragt sich, wer dort wohnt und klingelt schließlich um die Geschichte der Menschen zu erfahren. Warum sind sie noch wach, was verbinden sie mit der Nacht und was hat sie zu diesem Punkt in ihrem Leben geführt?

    Mercedes Lauenstein hat eine sehr berührende Sprache udn ich habe mir viele tolle Sätze markeirt, die mich immer wieder unerwartet getroffen haben. Gleichzeitig blieben die Figuren aber auch seltsam auf Distanz, ich konnte sie nicht richtig greifen und kaum war die Frau aus der Wohnung gegangen, hat man die Figuren schon wieder vergessen. Sie erzählt von ihren Streifzügen wie in einer Art Tagebuch, sie hält die Geschichten, die sie findet fest und lässt den Leser daran teilhaben. Doch es fühlt sich an, als würde man nur winzig kleine Ausschitte aus dem Leben der anderen sehen, was ja auch irgendwie der Fall ist. Die Erzählerin lernt niemand richtig kennen, sie ist nur eine Begegnung unter vielen, ein Gesicht das vorbei zieht im Lauf des Lebens. Und so geht es am Ende leider auch dem Leser. Man erhascht einen Blick durch's Fenster aber man wird nicht hereingebeten um am Geschehen teilzuhaben. So hatte ich manches Mal das Gefühl ein Bild zu betrachten, ohne es richtig fassen, richtig verstehen zu können.

    Auch über die junge Frau erfährt man nur sehr wenig. Warum ist sie unterwegs, was treibt sie an? Erst ganz am Ende bekommt man eine leise Ahnung, was ihr Leben ausmacht.

    Man kann jede dieser Begegnungen für sich lesen, sie stehen alleine und nur die Erzählerin fungiert als Bindeglied. Dabei sind die Geshcichten allerdings oft nur wenige Seite lang, was mich immer etwas daran hindert, einen richtigen Lesefluss zu bekommen. Kaum meint man, die Person gegenüber richtig zu sehen, ist es auch schon wieder vorbei und sie verschwindet in der Dunkelheit der Nacht.

    Mercedes Lauenstein hat mich mit ihrer berührenden Sprache begeistert aber alles in allem blieben mir die Figuren und ihr Leben leider zu distanziert.

  12. Cover des Buches Der Liebesbrief (ISBN: 9783746637921)
    Ruth Saberton

    Der Liebesbrief

     (70)
    Aktuelle Rezension von: Nady

    Meine Meinung:

    Dies war der erste Roman, den ich von der Autorin Ruth Saberton gelesen habe. Der Roman spielt in zwei Zeitepochen. Einmal in der Gegenwart und einmal im Jahr 1914.
    Die junge Chloe hat einen schweren Schicksalsschlag zu überwinden. Dieser hat sie völlig aus der Bahn geworfen, so dass sie jegliches Interesse am Malen verloren hat. Um wieder eine innere Ruhe zu erlangen, zieht sie kurzerhand nach Cornwall und hofft, da wieder den Spaß am Malen zurückzubekommen. 

    Das kleine Cottage, in das sie einzieht, scheint gemütlich zu sein und Chloe richtet sich ein neues Atelier ein.  Schon bald erfährt sie von dem Dichter Kit Rivers, der in dem Küstenort vor vielen Jahren eine wichtige Rolle in der Geschichte des Ortes spielte.

    Chloe lernt den Historiker Matt kennen. der zusammen mit anderen Dorfbewohner, das Anwesen von Kit wieder instand setzen möchte, bzw. herausfinden möchte, wie Kits Leben im 1. Weltkrieg verlaufen ist. Chloes Interesse ist sofort geweckt und so beginnt sie, an der Seite von Matt, ebenfalls Nachforschungen zu betreiben. Dabei entdeckt sie ein altes Tagebuch, welches von einer jungen Frau namens Daisy geführt wurde und kommt hinter ein großes Geheimnis, das Daisy und Kit lange miteinander verband. 

    Ich war relativ schnell in der Geschichte gefangen, was sicherlich an dem angenehmen Schreibstil der Autorin gelegen hat. Besonders interessant fand ich die Kapitel, um denen es um Kit und Daisy ging. Ich habe dermaßen mit den Beiden mit gezittert und mitgelitten, denn die Zeiten vom 1. Weltkrieg waren alles andere als einfach.
    Aber ich muss dazusagen, dass es in dem Buch auch einige Längen gab, so dass das Lesen für mich oft anstrengend war. Dann aber nahm es immer wieder Fahrt auf und wie ich oben schon beschrieb, waren die Kapitel um Kit und Daisy überaus fesselnd. 

    Ich gebe dem Buch sehr gerne 4 von 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.
    Im Moment lese ich den 2. Roman von Ruth Saberton “Das Versprechen” und bin gespannt, ob dieser mir auch so gut gefällt. 


  13. Cover des Buches Als meine Schwestern das Blaue vom Himmel holten (ISBN: 9783746632193)
    Susanna Mewe

    Als meine Schwestern das Blaue vom Himmel holten

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Calipa

    Dieses Buch wartet schon lange (viel zu lange) darauf gelesen zu werden. Als ich es vorgestern nun begonnen hatte, habe ich es unheimlich schnell durchgelesen weil es sehr einfach ist. Und das ist nicht negativ gemeint. Ich musste nicht tief in dieses Buch hineinlesen, sondern war von Anfang an mit von der Partie. Sozusagen als fünfte stille Schwester.

    Jede der vier Schwestern trägt ein Päckchen mit sich, was auf gar keinen Fall eine der anderen heraus finden darf. Viel zu hoch wäre der Preis, den man dann zahlen müsste. Auch das keiner dem anderen etwas gönnt, fiel mir sehr oft auf. Susanna Mewe zeigt hier wunderschön auf, wie eine Geschwister Konstellation (bitte) nicht sein sollte. Das mit netten Neben-Charakteren, viel Stress und verdammt guten und trockenen Humor.

    Uns werden auch Einblicke in die Vergangenheit gewährt, die mir Eindruck darüber gegeben haben, warum und wie diese Schwestern teilweise zu dem wurden was sie sind, oder warum sie eben ihre Macken haben. Leider kamen diese Einblicke für mich, meist so plötzlich, dass ich das Gefühl hatte, etwas verpasst zu haben. Plötzlich fand ich mich in einem ganz anderen Szenario wieder und brauchte einen kurzen Augenblick um mich dort neu zurecht zu finden. Dieser Punkt hat die Flüssigkeit beim Lesen für mich eingeschränkt, was ich schade fand aber nicht als brutalen Fehler betiteln würde.

    Die krassen Handlungen von einzelnen Schwestern werden, finde ich auch ziemlich runtergespielt. So nach dem Motto „Da ist halt mal eine Sicherung durchgebrannt.“ was selbstverständlich passieren kann, aber nicht in diesem Ausmaß.

    Dennoch hatte ich ein zwar kurzes, aber angenehmes Lese Erlebnis und würde es Freunden weiterempfehlen, die Lust auf etwas leichtes, humorvolles und irgendwie auch verdrehtes Buch Erlebnis hätten!

    Von mir bekommt "Als meine Schwestern das Blaue vom Himmel holten" von Susanna Mewe 

    3.5/5 Sternen!

    Für eine ausführlichere Rezension zu diesem Buch, besucht mich gerne auf meinem Blog :) 

    http://calipa.de/2018/11/18/als-meine-schwester-das-blaue-vom-himmel-holten-buchrezension/


    • Cover des Buches Realitätsgewitter (ISBN: 9783351036584)
      Julia Zange

      Realitätsgewitter

       (52)
      Aktuelle Rezension von: cat

      Klappentext:
      "Marlas Leben ist ein einziges Realitätsgewitter. Wenig Sex, viel iPhone. Viel Bewegung, wenig Sicherheit. Sehr globalisiert, aber immer noch ganz schön deutsch. Marla funktioniert perfekt. Sie hat immer die richtige Maske auf. Doch plötzlich bekommt ihr hochglänzender Panzer kleine Brüche. Plötzlich ist da eine schwere Traurigkeit, die langsam von ihrem Bauch nach oben spült. Um nicht zu ertrinken, macht sie sich auf den Weg zurück in ihr Heimatdorf. Und landet schließlich auf Sylt. Eine Reise ins Erwachsenwerden und zu sich selbst."


      Mein Fazit:

      Das Buch ist sehr kurz und einfach geschrieben, so das man es schnell durch hat.

      Marla wird gut beschrieben sowie auch Ihre Gedankengänge.

      Marlas Leben passt zu der heutigen Zeit, in der das Handy immer dabei ist, Facebook- Freunde zu "echten Freunden" zählen und die Kommunikationen teilweise nur an der Oberfläche stattfinden.

      Meiner Meinung nach ist das Leben von Marla aber sehr überspitzt und übertrieben.

      Sie schmeißt ihr Studium und lässt sich treiben, als Ihre  Eltern Ihr das Geld entziehen, weis sie nicht was sie machen soll, lässt sich aber weiter treiben anstatt irgendwas zu ändern, im Gegenteil sie gibt sogar noch mehr Geld aus und noch vieles mehr. Sie setzt immer wieder Masken auf anstatt sie selbst zu sein.

      Nichts dagegen das sich die Protagonistin ausleben darf und auf der Suche nach sich selbst befindet aber das hätte man auch anders, logischer und tiefgründiger beschreiben können.

      Ich hatte von diesem Buch mehr erwartet.

    • Cover des Buches Feine Leute (ISBN: 9783746631752)
      Joan Weng

      Feine Leute

       (44)
      Aktuelle Rezension von: DorGer

      Das Buch verfolgt Kriminalfall und persönliche Lebens- und Liebessituation des Ermittlers parallel. Beides erweist sich als vertrackt und verwinkelt. Die Spielchen, die zwischen ihm und seinem on/off Liebhaber laufen, lassen pubertäre Mädchen blass aussehen, sind aber amüsant. Der Kriminalfall produziert im Laufe der Ermittlungen mehr Fragen als Antworten, weil er immer umfangreicher wird. Am Ende werden alle Antworten gefunden und bilden ein ganzheitliches Bild. Chapeau dafür.

      Der schriftliche Stil ist nicht einfach zu lesen, anfangs erfrischend anders, mit der Zeit nutzt er sich a bissl ab. Die Zahl der vorkommenden Charaktere hat mich schier erschlagen, hab mir die Namen auch nicht über die Kapitel gemerkt, bin allerdings echt schlecht mit Namen-merken.

      Bis auf einen Fall- und dass-Fehler perfekt lektoriert. Nur was eine Fellpfütze ist - ehrlich, null Ahnung. Es hat mich sehr gefreut, Telephon etc. dem Wortursprung entsprechend korrekt mit ph zu lesen. 

    • Cover des Buches Lizzis letzter Tango (ISBN: 9783746631639)
      Anja Marschall

      Lizzis letzter Tango

       (46)
      Aktuelle Rezension von: Meinbuecherregal

      Lizzis letzter Tango von Anja Marschall aus dem Aufbau Verlag

      🔎

      Das war mal ein kleiner und feiner Krimi

      .

      Die Hauptprotagonistin heißt Lizzi ist Rentnerin und lebt in einem Altenheim in Blankenese in Hamburg.

      .

      Lizzi ist eine sympathische und rüstige aber nicht wirklich reiche Frau. Wie sie es trotzdem geschafft hat in dieser exklusiven Unterkunft zu wohnen und warum sie auf einmal kurz vor dem Rauswurf steht....Das ist eine eigene Geschichte in diesem Krimi.

      .

      Aber das allein macht noch keinen Krimi aus. Natürlich passiert ein Mord und Lizzi fängt an zu ermitteln.

      .

      Dabei hat sie erwartet und unerwartet Hilfe.

      .

      Mir brachte es Spaß die schlaue Rentnerin und ihre Mitstreiter bei ihren Ermittlungen durch Hamburg zu begleiten.

      .

      Ein kurzweiliger Hamburg Krimi mit einer sympathischen Ermittlertruppe

    • Cover des Buches Mord ist schlecht fürs Geschäft (ISBN: 9783746625157)
      Jean G. Goodhind

      Mord ist schlecht fürs Geschäft

       (117)
      Aktuelle Rezension von: Loralai

      Direkt vorweg: Ich bin kein großer Krimifan.
      Es war dennoch sehr unterhaltsam und ich habe natürlich ein wenig mitgerätselt. Im Grunde fügt sich vieles, wie es sich eben auch gehört, zusammen. Eine große Revelation gab es nicht. Einen klassischen Höhepunkt habe ich für mich beim Lesen nicht mitbekommen.

      Es ist recht leicht zu lesen und die Charaktere sind alle ein wenig schräg. Ich persönlich mag den britischen Humor unglaublich gerne, aber dieser hat den Protagonisten nicht zu mehr Tiefe verholfen. Sie sind nett gestaltet, aber ohne sich dabei mehr Gedanken um wirkliche Hintergründe zu machen. Im Grunde Statisten, die den Humor verstärken sollen. Dementsprechend überzogen sind auch die Eigenarten von so ziemlich jedem Charakter, der irgendwie in in diesem Buch vorkommt.

      Was mich an der Übersetzung etwas gestört hat, war die Tatsache, dass Spracheigenheiten aus dem Britischen eins zu eins ins Deutsche übernommen wurden und cringing leider zum Lesen dazugehört.

      Ich gebe dem Buch 3 Punkte, da ich es weder besonders aufregend noch besonders langweilig fand und es für mich somit im klassischen Mittelfeld angesiedelt werden kann.

    • Cover des Buches Mörderisches Monaco (ISBN: 9783746631318)
      Jule Gölsdorf

      Mörderisches Monaco

       (35)
      Aktuelle Rezension von: beastybabe

      Die Formel 1 macht Station in Monaco und das ist natürlich jedes Jahr ein Highlight für Zuschauer und Fahrer. Doch dieses Mal wird das Event von einem furchtbaren Verbrechen überschattet: die Frau, der Sohn und sogar der Hund eines bekannten Rennfahrers werden überfallen und niedergeschlagen.
      Kommissarin Coco Dupont kommt gerade erst an im Fürstenstaat und wird sofort an den Schauplatz des Verbrechens gerufen. Als der Junge auf dem Weg ins Krankenhaus stirbt, wird ein Mordfall daraus ... so hat sich Coco ihren beruflichen Neustart nicht vorgestellt.
      Zusammen mit ihrem Kollegen Henri Valeri versucht sie, den Täter zu finden. Dabei gerät sie selbst in größte Gefahr ...

      Der Schreibstil von Jule Gölsdorf ist einfach toll zu lesen: lebendig, atmosphärisch und alles wirkt sehr authentisch. Die Schauplätze werden prima beschrieben und wenn man die Gegend selbst kennt, dann macht das Lesen sowieso noch mehr Spaß: wie ein kleiner Urlaub.

      Die Ermittlungsarbeiten nehmen den Großteil des Buches ein und sie werden sehr glaubwürdig beschrieben. Einige falsche Spuren sorgen für Überraschungen, aber am Ende klärt sich alles stimmig auf.
      Nur der Bichon, der sich im Ärmel eines stehenden Menschen verbeißt, war etwas zweifelhaft ... aber die Kleine ist wohl zuerst aufs Sofa gesprungen. :D

      Ein sehr gelungener Reihenauftakt, der im privaten Bereich der Ermittler noch einige Fragen offen lässt, die hoffentlich im Folgeband geklärt werden. Ich freu mich schon sehr drauf! :)

    • Cover des Buches Inselfeuer (ISBN: 9783746631929)
      Sylvia B. Lindström

      Inselfeuer

       (34)
      Aktuelle Rezension von: buecherwurm1310

      Vor Jahren hat es schon eine Serie von Brandanschlägen auf Öland gegeben und der Schuldige war bei den Bewohnern schnell ausgemacht. Jorma Brolin hatte stets beteuert, dass er unschuldig ist und es gab auch keine Beweise, so dass er nicht verurteilt wurde. Nun gibt es wieder einige Brandstiftungen und wieder ist man davon überzeugt, dass nur Jorma der Täter sein kann. Doch dann gibt es auch noch Tote.

      Es fiel mir nicht leicht, in diese Geschichte, die ich nicht als Krimi bezeichnen würde, hineinzufinden. Das Geschehen auf der Insel wird aus verschiedenen Perspektiven geschildert. Manches ist etwas langatmig geschildert.

      Es gibt eine ganze Reihe von Personen, die in dieser Geschichte mitspielen. Eigentlich war mir niemand sympathisch und ich konnte mit keinem mitfühlen. Alle scheinen einen Knacks weg zu haben. Jorma Brolin ist ein unangenehmer Mensch, der sich den anderen aufdrängt. Er ist Tischler und Hufschmied und übernimmt Arbeiten aller Art, das heißt er manipuliert die Menschen und da er stark und bedrohlich ist, wagt niemand sich zu wehren. Aber er hat auch Angst, dass ihn seine Frau Yvonne verlässt, daher tut er alles, um sie zufrieden zu stellen. Selbst die Anwältin Alasca Rosengren will nicht für ihn tätig werden, da sie ihn für schuldig hält, dabei hat sie selbst etwas zu verbergen. Ihr Sohn Kristian verändert sich und Alasca weiß nicht, was sie dagegen tun kann. Dafür ist Kristians Beziehung zu seiner Urgroßmutter Borghild sehr eng. Dann ist da noch der reiche Anwalt Stellan Qvist, der freundlich wirkt und seine Vorteile zu nutzen weiß.

      Es herrscht eine düstere und bedrohliche Atmosphäre auf Öland. Obwohl die Bewohner eine eingeschworene Gemeinschaft sind, hat doch jeder für sich etwas, das er bewältigen muss.

      Es ist ein sehr psychologischer Roman, bei dem der Kriminalfall etwas auf der Strecke bleibt, so dass meine Erwartungen nicht erfüllt wurden.

    • Cover des Buches Jägerin und Sammlerin (ISBN: 9783351037987)
      Lana Lux

      Jägerin und Sammlerin

       (35)
      Aktuelle Rezension von: Mikki44

      In "Jägerin und Sammlerin" erzählt Lana Lux die infernale und zutiefst giftige Beziehung zwischen Alisa, der Tochter, und Tanya, der Mutter.

      Der Roman beginnt aus der Sichtweise von Alisa, ihren Kampf um Anerkennung, gesellschaftlichen und mütterlichen Druck, die schmerzliche Abwesenheit des Vaters, dem Alleinsein und die bulimischen Folgen, durch die der Körper und die Seele versuchen, allem gerecht zu werden. Erst nach und nach wird deutlich, wie groß die Auswirkungen der doch extrem toxischen Beziehung zur Mutter sind und Alisa in allen Entscheidungen vom eigenen Weg und der Selbstständigkeit ablenken. "Du bist nicht genug" schwebt wie eine dunkle Wolke über ihrem ganzen Leben. Zu einem späteren Zeitpunkt erfährt man auch die Geschichte von Tanya, die auch nicht so rosig ablief. Jedoch hat es Lux bis dahin schon geschafft, dass ich Tanya schütteln möchte und selbst mir als Leserin diese giftige Aura entgegenschlägt.

      Ein ganz anderes Buch als Kukolka, von dem ich so begeistert war, und doch ebenso sprachlich wie auch inhaltlich gut.

    • Cover des Buches Ein Baby und zwei Opas (ISBN: 9783746632308)
      Angela Ochel

      Ein Baby und zwei Opas

       (27)
      Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

      Schon das Cover fand ich total witzig gestaltet. Die beiden älteren, aber doch sehr flott und modern wirkenden Herren, mit Milchflasche und Kinderwagen. Schon der Anblick dieses Cover zaubert doch jedem ein Grinsen ins Gesicht. 😃

      Wir lernen den 1jährigen Finn kennen, da die Autorin aus seiner Sicht erzählt. Schnell hat man sich an die kindliche Denkweise gewöhnt und betrachtet während den Lesens die Welt mit anderen Augen. Den Kinderaugen. So manches, was für uns Erwachsene selbstverständlich ist, ist für ein Kleinkind spannend, neu und herausfordernd. Aber auch für die Erwachsenen ist der Umgang mit Kleinkindern immer etwas besonderes. Sei es, weil die Kleinen noch so unbefangen daher plappern? Oder da doch in jedem noch eine Portion Kind steckt? Oder gar, weil man sich dann an früher erinnert, als die Welt "noch in Ordnung" war?

      In diesem Roman lässt die Autorin die Augen der Leser glänzen. Sei es aus Sentimentalität, Rührung oder einfach weil die Geschichte so witzig ist.

      Fazit

      Die Autorin hat auf ca. 300 Seiten geschafft, was sonst viele vergeblich versuchen. Sie hat Alt und Jung mit diesem Buch zusammen geführt. 
      Dieses Buch sollte in Altenheimen zur Grundausstattung der Bibliothek gehören.
      Wo erhält man schon für 9,99 € soviel Lebensfreude? Nur in diesem Roman.
      Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

       

    • Cover des Buches Der Sommer mit Pauline (ISBN: 9783351037765)
      Ivan Calbérac

      Der Sommer mit Pauline

       (32)
      Aktuelle Rezension von: leos_buchblog

      Inhalt

      Es ist fast Sommer und Émile ist zum ersten Mal richtig verliebt. In die charmante Pauline aus seiner Schule, mit der er über Filme, Tennishelden und übers Leben reden kann. Wenn sie lächelt, geht die Sonne auf. Als Pauline Émile nach Venedig einlädt, wo sie in einem Jugendorchester Geige spielt, kann er sein Glück kaum fassen. Doch die Eltern und der ältere Bruder wollen ihn begleiten – im Wohnwagen, in dem die Familie übergangsweise lebt. Eine Abenteuerreise beginnt, an deren Ende Émile ein anderer und sein Blick auf die Welt ein neuer ist. Dieser humorvolle Roman übers Erwachsenwerden und die Magie der ersten großen Liebe trifft einen mitten ins Herz.

      Vielen Dank an den Aufbau Verlag für das Rezensionsexemplar. Ich entschuldige mich für die unglaublich lange Rezensionsfrist, aber es hat leider mehrere Anläufe gebraucht, bis ich das Buch endlich beendet hatte. Mehr dazu unten.

      Cover


      Das Cover finde ich cool. Es ist so minimalistisch und modern und hebt sich deutlich von anderen Büchern ab. Die Farben sind ungewöhnlich zusammen, aber passen definitiv! Der Wohnwagen passt super zur Story und das Gesamtbild stimmt! Lediglich der weiße Rahmen gefällt mir nicht so.

      Meine Meinung

      Wie bereits oben beschrieben, brauchte ich mehrere Anläufe, um dieses Buch zu lesen. Mehrmals habe ich angefangen zu lesen und dann doch wieder aufgehört. Das lag daran, dass es mir einfach nicht gefallen hat. Das Buch hatte einen speziellen Schreibstil, ich vermute das ist unter anderem durch die Übersetzung aus dem Französischen bedingt. Ich kann es gar nicht richtig beschreiben, woran es lag. Einerseits war da eine gewisse Distanz. Es gab keine Emotionen – alles war total nüchtern „beschrieben“, als handelte es sich um einen Erzähltext und nicht um einen Roman. Ich habe nicht verstanden, warum Émile Pauline so toll fand. Es schienen mir eher kindliche und kurzzeitige Gefühle zu sein. Und auf der anderen Seite war da Witz, der es irgendwie cool gemacht hat. Ich habe das Buch dennoch zweimal abgebrochen und nun – nach 1,5 Jahren – ist es mir mit einem Neustart endlich gelungen, über die ersten 50 Seiten hinaus zu kommen. Und es hat sich gelohnt!

      Die Idee des Buchs ist super süß, das kann ich nicht leugnen. Ich habe mich ja genau deshalb auf das Buch beworben, weil ich diese Reise von Frankreich nach Venedig total spannend finde. Tatsächlich ging alles schief, was ging, was das Buch echt lustig gemacht hat. Es gab so viele Momente zum Fremdschämen und so viel Ironie, dass ich manchmal gedacht habe, „Gott, hält den Eltern jetzt bitte jemand den Mund zu?“. Aber genau das wird der Autor bezweckt haben, da man so den perfekten Einblick in Émile bekommen hat.

      Ich habe mich das ganze Buch über gefragt: Ist das Buch ein Kinderbuch über die ersten Gefühle des Verliebtseins oder ein Erwachsenenbuch, das diese kindlichen Gefühle ein wenig belächelt? Aus letzterer Sicht würde ich es ein wenig verstehen, warum das Buch so geschrieben war, wie es war. Der Schreibstil, den ich am Anfang so gar nicht mochte, wäre dann nämlich passend. Ich habe mich daran mit der Zeit auch gewöhnt. Für mich hat das Buch zwar ein paar Schmunzler gebracht, aber nicht die großen Gefühle vermittelt – ob es nun Verliebtheitsgefühle oder Lachanfälle wären. Diese blieben aus.

      Das Buch ist eine nette Idee, ich hatte nur völlig andere Erwartungen. Es ist sicherlich auch ein Stilmittel, das Buch so ironisch zu betrachten, das ich einfach nicht 100%ig verstehen und fühlen konnte. Ich hätte mir gewünscht, dass man mehr von der Reise, der Umgebung und den Orten mitbekommt. Stattdessen hat man ein nettes (meiner Meinung nach typisch franzöisches) Familiendrama geboten bekommen, dass einfach so ulkig und absurd wirkte, dass es fast schon wieder lustig war. Diese ironische Betrachtung finde ich faszinierend und neu und deshalb werde ich das Buch auch lange in Erinnerung behalten.

      Daher von mir 3,5 Sterne

    • Cover des Buches Der Duft des Teufels (ISBN: 9783746632957)
      Birgit Jasmund

      Der Duft des Teufels

       (41)
      Aktuelle Rezension von: Siko71
      Die junge Wittwe Katharina gerät in Verdacht mit dem Teufel im Packt zu stehen und wird als "Hexe" verfolgt. Ihr Geliebter Daniel glaubt an ihre Unschuld und versucht sie aus den Fängen des herrschsüchtigen Domenikaner Mönchs Martin und dessen Gehilfen den Weber Fritz Haan zu befreien. Daniel bekommt Hilfe vom Kramer und Parfümeur Giovanni Paolo Feminis, der nach dem perfekten Aqua mirabilis forscht.

      Ein spannender und zugleich interessanter historischer Roman über die Erfindung des "Kölnisch Wasser". Man liest in diesem Roman wieder, wie schnell sich die Menschen beeinflussen lassen ohne die Hinergründe zu erfragen. In diesem Buch ist es die Kirche, die den Menschen den Teufel und seine Machenschaften näher bringt.
      Mir hat dieses ein sehr schönes Lesevergnügen bereitet und daher volle Punkte.
    • Cover des Buches Luther und der Pesttote (ISBN: 9783746631899)
      Birgit Jasmund

      Luther und der Pesttote

       (23)
      Aktuelle Rezension von: BettinaLausen

      In Wittenberg bricht 1517 die Pest aus. Almuths Verlobter Tamme soll auch unter den Opfern sein, so behauptet es sein Stiefvater. Doch Almuth glaubt nicht daran. Sie versucht der Wahrheit auf den Grund zu gehen und bekommt dabei Unterstützung von Martin Luther. Dieser Kriminalfall ist einem echten Fall der damaligen Zeit nachempfunden und es tauchen viele historische Persönlichkeiten auf.

       

      In einem anderen Handlungsstrang wird die Geschichte Tetzels und Martin Luthers geschildert. Die Autorin hat eine tolle Idee gehabt, wie die Thesen Luthers an die Schlosskirche zu Wittenberg gekommen sind und nutzt hier die Forschungslücke geschickt aus.

       

      Insgesamt ist es spannender, mitreißender und solide recherchierte Roman. Es gibt jedoch kleine Ungereimtheiten, was Luther angeht. In dem Roman betet Luther für Verstorbene, was ein katholischer Brauch ist. Seine Thesen sprechen eine andere Sprache, nämlich von persönlicher Buße. Zudem denkt Luther an einer Stelle, dass Seelen auf ewig im Fegefeuer lodern. Laut der damaligen Vorstellung war es jedoch nur ein zeitweiliger Läuterungsort.

       

      Zudem gibt es einige Perspektivbrüche. Perspektivwechsel innerhalb von Szenen ohne Absatz, oder der plötzliche Einsatz eines allwissenden Erzählers, der sonst nicht auftaucht.

       

      Trotz dieser kleinen Ungereimtheiten, ein spannender Roman, den ich gerne gelesen habe.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Hol dir mehr von LovelyBooks