Bücher mit dem Tag "asyl"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "asyl" gekennzeichnet haben.

129 Bücher

  1. Cover des Buches DUNKEL (ISBN: 9783442758609)
    Ragnar Jónasson

    DUNKEL

     (368)
    Aktuelle Rezension von: ENI

    Zum Inhalt: Kommissarin Hulda Hermannsdóttir muss frühzeitig in Ruhestand gehen, um Platz für einen jüngeren Kollegen zu machen. Sie darf die letzten Tage noch an einem “cold case” arbeiten. Die Zeit, um endlich die Wahrheit ans Licht zu bringen, rennt.

    Meine Meinung: Hulda ist eine einsame Frau, die in einfachen Verhältnissen lebt, da sie auf der Karriereleiter nicht sehr hoch geklettert ist. Der bevorstehende Ruhestand macht ihr Angst denn ihre Arbeit gab ihr Halt. Ich mochte Helda und hatte Mitgefühl mit ihr. Der Spannungsbogen dieser Geschichte emfpand ich als durchgehend. Die Stimmung in diesem Buch war durchgehend bedrückend. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Das Ende war sehr überraschend - einmal etwas anderes - allerdings nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte.

  2. Cover des Buches Numbers - Den Tod im Blick (Numbers 1) (ISBN: 9783551311511)
    Rachel Ward

    Numbers - Den Tod im Blick (Numbers 1)

     (1.164)
    Aktuelle Rezension von: honey_books

    R E Z E N S I O N

    Hallo ihr Honig Bücher! Heute stelle ich euch das Buch „Numbers – Den Tod im Blick“ vor. Dieses Buch musste ich von der Schule aus lesen.

    Autorin: Rachel Ward
    Verlag: Carlsen
    Seitenanzahl: 362
     Altersempfehlung: ab 13

    Inhalt: Jem ist ein Mädchen, dass schon viel erlebt hat. Mit einer Ungewöhnlichkeit: Wenn sie Menschen in die Augen blickt, sieht sie eine Zahl. Und diese Zahl sagt ihr, wann die Person vor ihr sterben wird. Zurzeit wohnt sie mit ihrer Pflegemutter Karen in London und geht dort auch zur Schule. Sie hat dort keine Freunde, bis sie eines Tages mit Spinne spricht. Schnell freunden sich die beiden an. Da gibt es aber nur ein Problem: Spinne hat nur noch einige Wochen zu leben. Also versucht Jem, zusammen mit Spinne noch eine schöne Zeit zu verbringen. Als sie eines Tages durch London bummeln, bemerkt Jem, dass viele Leute beim London Eye genau die gleiche Zahl haben. Sie bekommt es mit der Angst zu tun und läuft mit Spinne weg. Doch dass das alles ein riesiges Problem auslöst, hätte keiner der beiden Teenager gedacht…

    Meinung: Für das, dass das Buch eine Klassenlektüre ist, bin ich sehr positiv überrascht. Am Anfang dachte ich, es wäre nichts für mich, doch plötzlich hat sich meine Einstellung zu dem Buch ins positive gewendet, denn das Buch ist total spannend geworden. Die Geschichte hat mich einfach richtig gefesselt und ich konnte das Buch gar nicht mehr weglegen. Das Einzige was mich aufgeregt hat war das Ende. ARGH! Jetzt muss ich irgendwie die zwei anderen Bände auch noch lesen und jaaa 😉 Ich vergebe 5/5.

    Das war’s auch schon wieder,
     Hannah

    *****unbezahlte Werbung*****
     

  3. Cover des Buches Am Ende bleiben die Zedern (ISBN: 9783827013026)
    Pierre Jarawan

    Am Ende bleiben die Zedern

     (127)
    Aktuelle Rezension von: jenvo82

    „Du kannst nach weiteren Straßen suchen, und ich bin sicher, du wirst sie finden. Du kannst diese Straßen sogar entlanggehen. Aber immer, wenn du an ihr Ende kommst, wirst du merken: Du stehst wieder an derselben Kreuzung, von der aus du gestartet bist.“

    Inhalt

    Als Samir gerade einmal 8 Jahre alt ist, verschwindet sein Vater spurlos. Aber was treibt ihn von seiner Frau und den beiden gemeinsamen Kindern fort, wo ihm doch erfolgreich die Flucht aus dem Bürgerkrieg im Libanon gelungen ist? Samir ist der festen Überzeugung, dass sein Vater wiederkommt, auch wenn er aus freien Stücken gegangen ist und seither keinerlei Kontakt pflegt. Die Spurensuche nach seinem geliebten Geschichtenerzähler, mit dem ihm so viel verbunden hat, wird für Samir zur Passion, er kann einfach nicht loslassen und verpasst derweil sein Leben in der Gegenwart, wenn es ihm nicht endlich gelingt mit seiner Vergangenheit Frieden zu schließen. Mit fast 30 Jahren begibt er sich erstmals in den Libanon, mit der Hoffnung dort endlich Antworten auf seine drängendsten Fragen zu finden und vielleicht gelingt es ihm ja doch, jenen Entschwundenen aufzuspüren, den er schon so lange und intensiv sucht.

    Meinung

    Dieser Roman hat tatsächlich schon 6 lange Jahre in meinem Regal geschlummert, bevor ich es nun geschafft habe, ihn zu lesen. Damals habe ich ihn mir auf Grund zahlreicher positiver Leserstimmen zugelegt und ihn dann doch immer mehr aus den Augen verloren. Die Kombination aus einer berührenden Familiengeschichte und dem dramatischen Schicksal des Nahen Ostens, wie es der Klappentext verspricht, klangen sehr vielversprechend, weil ich es mag, literarisch den Spuren einer Geschichte zu folgen und mich mit Menschen zu identifizieren oder ihre Hintergründe kennenzulernen. Nur leider, war meine Erwartungshaltung an diese Story eindeutig zu hoch. 

    Sprachlich liest sich der Text angenehm, hegt aber keine besonderen Ansprüche, was auch daran liegen mag, dass im ersten Drittel des Buches ein Achtjähriger der Erzähler ist. Doch auch auf den folgenden Seiten bleibt der Anspruch, welchen ich hatte, auf der Strecke. Generell zwar eine interessante Geschichte, die hier aber mehr und mehr ihren Reiz verliert. 

    Meine Kritikpunkte beziehen sich im Wesentlichen auf den gewählten Fokus, der ganz tief in die Seele eines Betroffenen eindringt, um seine Handlungen deutlich zu machen und alle Beweggründe offenzulegen. Zunächst sind es nur grobe Pinselstriche, die geführt werden, doch dann bekommt der Leser die Scheuklappen aufgesetzt und muss sich fast zwanghaft in die Suche nach dem Vater ergeben, denn mehr Handlungsspielraum bleibt ihm nicht. 

    Ich habe eindeutig eine zweite Perspektive vermisst, gerade weil sich der Erzähler so zum Träumer mausert und fanatisch seinen verpassten Chancen nachtrauert – so wenig Entwicklungspotential für einen jungen Menschen, dass erscheint mir etwas weltfremd, zumal ich selbst in diesem Alter meinen Vater verloren habe, doch da war meine Gedankenwelt mit 30 Jahren eine ganz andere.

     Der Text wird immer pathetischer und hat mich irgendwann verloren, da hilft es dann leider auch nicht, wenn man sehr gute Einblicke in die politische Situation der damaligen Zeit bekommt und gut nachvollziehen kann, welche Alternativen den betroffenen Familien eigentlich blieben.

    Fazit

    Leider werden es hier nur 3 Lesesterne für eine durchaus lesenswerte Geschichte, die aber um die Hälfte des Textes hätte gekürzt werden können, weil sich die Gedanken immer nur um ein und dieselbe Sache drehen.

     Menschlich betrachtet konnte mich die dominante Erzählfigur nicht überzeugen und sie nimmt der Hintergrundgeschichte ihren Reiz, weil die Gegenwart in Anbetracht der traurigen Vergangenheit nur wenig Augenmerk erhält. Samir trauert seinem Vater hinterher, dessen einfühlsamen Geschichten, die wie er später herausfindet, nicht nur der Phantasie des Erzählers entspringen.

     Er setzt sich intensiv mit den Begriffen Heimat und Identität auseinander und verfehlt doch eine konkrete Aussage. Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, der Protagonist möchte Mitleid beim Leser erwecken, doch damit kann dieser Roman nicht wirklich bei mir punkten.

  4. Cover des Buches Sommer unter schwarzen Flügeln (ISBN: 9783789142970)
    Peer Martin

    Sommer unter schwarzen Flügeln

     (132)
    Aktuelle Rezension von: Fantasticfox

    Das Cover ist schlicht und auch der Klappentext eher knapp. Dennoch musste ich das Buch bei der Brisanz des Themas einfach lesen und ich wurde tatsächlich nicht enttäuscht.

    Der Schreibstil ist so fesselnd, dass ich das Buch trotz der vielen Seiten relativ schnell durch hatte - ich konnte es kaum aus der Hand legen.

    Die Geschichte hinter dem Buch ist sehr aktuell und vielleicht auch gerade deshalb so sehr verstörend und wachrüttelnd.

    Der Schreibstil ist sehr intensiv, man kann sich wahnsinnig gut in die Protagonisten hineinversetzen und ist gefühlt mitten in der Geschichte als stiller Beobachter und möchte doch so unendlich viel tun, um Protagonisten davon abzuhalten ins Verderben zu rennen.

    Alles in allem ein sehr krasses und wichtiges Buch, das jeder gelesen haben sollte, zum Nachdenken anregt und noch sehr lange nachhallt.

  5. Cover des Buches Die Analphabetin, die rechnen konnte (ISBN: 9783328100157)
    Jonas Jonasson

    Die Analphabetin, die rechnen konnte

     (704)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    Wenn man akzeptieren kann dass alles möglich ist, alles undenkliche zutreffen kann, dann eröffnet sich mit diesem Buch eine eigene Welt. Mit herrlichem Humor geschrieben, erfährt man in dieser Reise des schwarzen Mädchens Nombeko fast nebenher zudem weltgeschichtliche Zusammemhänge.

    Ich mag solche Geschichten eigentlich, in diesem Fall bin ich hin und her gerissen - die Story ist einfach schon sehr konstruiert als dass sie mich überzeigen konnte.

  6. Cover des Buches Die Nachtigall (ISBN: 9783746636337)
    Kristin Hannah

    Die Nachtigall

     (521)
    Aktuelle Rezension von: mond_und_sterne

    Ich muss echt sagen, dass Buch hat mir sehr gut gefallen und hatte keinerlei Längen. Langweilig? Fehlanzeige.

    Es gab traurige, schöne und dramatische Passagen und alles unter der Kulisse des 2. Weltkriegs. Der Roman zeigt das Privileg des Friedens und das niemand aus dem Krieg unversehrt hervorgeht. 

    Romane wie dieser sind in so fern toll, dass man sich die Vergangenheit besser, realer vorstellen kann. Man bekommt einen Bezug zu ihr.


  7. Cover des Buches Sternenschimmer (ISBN: 9783522502788)
    Kim Winter

    Sternenschimmer

     (417)
    Aktuelle Rezension von: shelfie

    Auf dem Planeten Loduun herrscht Krieg und Schutz suchend landen Iason und andere Flüchtlinge auf der Erde. Auf Mia hat der Loduuner mit seinen graublauen Augen eine überirdische Anziehungskraft. Sie lässt Mia vergessen, dass es eigentlich nicht sein kann: eine überirdische Liebe, die Welten überbrücken muss. Mit jedem Tag rückt der Abschied näher, denn Iason ist nur vorübergehend auf der Erde. Als Wächter vorbestimmt und muss auf seinem Planeten sein Volk beschützen.

     

    Erst einmal zu den guten Aspekten: Es gibt einige sehr liebenswerte Charaktere, wie Tony, Hope und Bert, die einem direkt ans Herz wachsen. Die Idee an sich mit einer „überirdischen Liebe“ ist zwar nicht ganz neu, aber interessant. Nur blöd, dass die Autorin das nicht wirklich umzusetzen wusste. 

     

    Denn: Viele Stellen wurden nicht richtig überarbeitet. Somit sind die Übergänge in den Anfangskapiteln überhaupt nicht vorhanden. Die Liebesgeschichte, die im Mittelpunkt steht ist auch sehr holprig. Mal streiten sie sich, dann ist alles wieder gut, jedoch ohne irgendeinen (ausgearbeiteten – von der Autorin) Grund dafür. Mia wird mit jedem Kapitel unsympathischer, da die Gründe für ihre Taten nicht weiter erläutert werden. Zudem kommt noch, dass sie zwar von der Autorin permanent als ein sehr starker Charakter beschrieben wird, dies jedoch gar nicht zutrifft. Schade ist auch, dass über den fremden Planeten Loduun und dem Bösweicht nicht viel erzählt wird, obwohl Kim Winter durch den Plot viele Gelegenheiten dazu hatte.

     

    Als Fazit: Das Buch war etwas enttäuschend und bin unschlüssig, ob ich den zweiten Band je lesen werde. Empfehlen würde ich es nicht. Es gibt viel bessere Jugendbücher, bei denen Liebe im Mittelpunkt steht.

  8. Cover des Buches Der Koch (ISBN: 9783257239997)
    Martin Suter

    Der Koch

     (483)
    Aktuelle Rezension von: RianMcMillan

    Maravan ist ein 33-jähriger Tamile, der als Asylbewerber von Sri Lanka in die Schweiz geflohen ist und dort im Zürcher Sternelokal Huwyler niedere Küchendienste verrichtet. Dabei ist er ein begnadeter und sehr leidenschaftlicher Koch, der die traditionellen Rezepte seiner geliebten Großtante mit den modernen Verfahren der Molekularküche verbindet und so außergewöhnliche Gerichte schafft.

    Doch sein Fachwissen ist im Huwyler nicht gefragt, er darf nur abspülen und Pfannen schrubben, nur die hübsche Andrea, die im Service arbeitet, nimmt Maravan in Schutz und will sich von ihm bekochen lassen. Da Maravan in Andrea verliebt ist, freut er sich sehr darüber und legt sich besonders ins Zeug. Er verwendet sein Wissen über traditionelle ayurvedische Aphrodisiaka, die in Kombination mit der molekularen Küche ihre Wirkung noch verstärkt zu zeigen scheinen.

    Andrea ist danach verwirrt und geht ihm aus dem Weg – denn eigentlich liebt sie nur Frauen. Doch nach einiger Zeit erkennt Sie das Potential von Maravans Gerichten. Nachdem beide gekündigt wurden machen sie sich mit Love Food selbständig, einem Catering für Liebende.

    Da die Gerichte nie die Wirkung verfehlen sind sie bald voll ausgebucht. Doch weil Maravan nur ein Asylbewerber ist, kann kein Gewerbe angemeldet werden und die ganze Sache läuft schwarz. Schnell haben sie die gehobenen und einflussreichen Kreise als Kunden: Politiker und Industrielle, die nicht immer eine vollkommen weiße Weste haben.

    Für den gläubigen Hindu Maravan kostet es einige innere Überwindung, seine Gerichte auch für Nicht-Ehepaare anzubieten. Doch er benötigt Geld. Geld, das er zu seiner Familie nach Sri Lanka schicken kann. Geld für seine geliebte, aber schwerkranke Großtante, die dringend Medikamente braucht. Geld für seine Erpresser, die den schrecklichen Bürgerkrieg in der Heimat finanzieren wollen, und ihm drohen, seine unangemeldete Gewerbetätigkeit zu melden.

    Ja, der Bürgerkrieg in Maravans Heimat belastet ihn schwer und die Sorgen um seine Familie dort. Es ist ein schlimmer Bürgerkrieg aus der Dritten Welt, der in den Medien unserer "Ersten Welt" keinerlei Beachtung findet, und der letztendlich auch das Leben von Familienangehörigen kostet.

    Zur Kundschaft von Love Food gehört auch ein Waffenhändler, und somit bekocht Maravan den Waffenlieferanten derer, die den Krieg in seiner Heimat am Laufen halten. Da schmiedet Maravan einen diabolischen Plan für das nächste Catering ...

    Der Koch ist das erste Buch von Martin Suter, das ich gelesen habe, aber ich habe es förmlich verschlungen. Sehr detailreich wird beschrieben, wie Maravan mit viel Leidenschaft kocht, und auch alles andere ist sehr detailreich, aber sehr kurzweilig und interessant beschrieben. Das Buch hat keine langweiligen Passagen, und man möchte es am liebsten gar nicht mehr weglegen. Man lernt die zwei Hauptpersonen Andrea und Maravan sowie ihre Partner gut kennen, und meint, sie schon eine ganze Ewigkeit gekannt zu haben. Gleichzeitig geht die Handlung auch immer wieder auf reale Begebenheiten ein, wie z.B. die Bankenkrise, die Wahl Obamas oder auch den Amoklauf in Winnenden.

    Auch sehr viel Hintergrundwissen über die Situation in Sri Lanka ist in das Buch eingeflossen und zeigt, dass hier sehr viel seriöse Recherchearbeit getätigt wurde, ohne jedoch belehrend den Zeigefinger zu heben.

    Es ist interessant, wie sich verschiedene (zuerst relativ unabhängige) Handlungsfäden immer weiter ineinander verweben und am Ende in einem Faden aufgehen.

    Und als Bonus sind alle Rezepte für die verführerischen Mahlzeiten im Anhang angeführt. Das macht Lust aufs Nachkochen.

    Ein tolles Buch in einer schönen und klaren Sprache, das ich nur wärmstens empfehlen kann. Daher gibt es auch alle 5 Sterne.

  9. Cover des Buches Funkenflieger (ISBN: 9783423260190)
    Rita Falk

    Funkenflieger

     (84)
    Aktuelle Rezension von: LilyWinter

    Marvin wächst in einer ärmlichen Gegend in Bayern, als drittes Kind seiner Mutter Elvira auf, die, speziell nachdem sie den Job verloren, mit allem überfordert zu sein scheint. Seine Brüder machen ihr eigeneres Ding, sein Vater spielt keine Rolle. Doch mit der ungewollten Schwangerschaft von Aicha, Kevins Freundin, ändert sich das Leben aller Beteiligter schlagartig.

    Das Buch ist, wie von Rita Falk gewohnt, eher umgangssprachlich geschrieben. Gerade deswegen wirken ihre Charaktere so authentisch, die Entwicklung aller lebensnah und realistisch. Absolute Leseempfehlung!

  10. Cover des Buches Korrosion (ISBN: 9783740800406)
    Peter Beck

    Korrosion

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Magicsunset
    „Die Frage war der Bluthund der Intelligenz.“ (Zitat Seite 55)

    Inhalt:
    1971 stirbt ein Bäcker in seinem Backofen. Mehr als vierzig Jahre später wird seine Witwe während der Weihnachtstage ermordet. Ihr Aktiendepot in zweistelliger Millionenhöhe wird seit Jahrzehnten von einer angesehenen Schweizer Privatbank verwaltet. Ihre Anweisungen für den Todesfall legen fest, dass ihr Testament erst vollstreckt werden darf, wenn geklärt ist, welches ihrer drei Kinder damals für den Tod ihres Ehemannes verantwortlich war. Tom Winter, dem erfahrenen Sicherheitschef der Bank fällt die schwierige Aufgabe zu, die drei möglichen Erben zu finden und den Sachverhalt zu klären.

    Thema und Genre:
    In diesem spannenden Buch, einzuordnen zwischen Roman und Thriller, geht es um aktuelle, wichtige Themen wie Flüchtlinge, Missbrauch und Umwelt, aber auch um Familie. Eine Kernfrage dreht sich um Ursache und Wirkung und den Graubereich zwischen Schuld und Gerechtigkeit. Die Finanzwelt bleibt im Hintergrund.

    Charaktere:
    Tom Winter ist ein erfahrener Ermittler und sein Einsatz bewegt sich zwischen psychologischen und körperlichen Herausforderungen, die ihn an seine Grenzen bringen. Private Befindlichkeiten setzt der Autor maßvoll und nur dort ein, wo es für die Handlung wichtig ist.

    Handlung und Schreibstil:
    Orte der Handlung sind neben der Schweiz die Azoren, England und Deutschland und der Handlungszeitraum erstreckt sich über wenige Wochen zwischen Ende Dezember und Ende Januar. In einem zweiten Handlungsstrang wird der abenteuerliche Weg eines Flüchtlings aus dem Sudan bis nach Europa beschrieben. Beide Erzählstränge sind trotz der intensiven Schilderungen knapp und rasant geschrieben, was die Geschichte dicht und packend macht.

    Fazit:
    Ein anspruchsvoller Thriller mit Tiefgang und Themen, die den Leser nachdenklich stimmen. Dazu eine spannende Handlung mit rasanten Abläufen und einem smarten Ermittler, eine sehr gelungene Kombination.

  11. Cover des Buches Der Russe ist einer, der Birken liebt (ISBN: 9783423142465)
    Olga Grjasnowa

    Der Russe ist einer, der Birken liebt

     (182)
    Aktuelle Rezension von: Lesegezwitscher



    *Klappentext*

    Mit kühler Ironie und beeindruckender Prägnanz erzählt Olga Grjasnowa die Geschichte der höchst eigenwilligen jungen Mascha, die keine Grenzen kennt. In ihrer Welt kommen viele Kulturen und viele Traditionen zusammen. Sie könnte überall leben. Doch eine Heimat hat sie nicht.

    (©dtv_verlag )


    *Meinung*

    Wow, dieses kurze Buch beinhaltet so viele Themen. Mascha ist traumatisiert von dem Bürgerkrieg in ihrem Geburtsland Aserbaidschan und erfährt in Deutschland eine Retraumatisierung durch einen schweren Schicksalsschlag. 

    Sie kann fünf Sprachen und hat verschiedene Wurzeln. Sie ist Jüdin, Russin, Deutsche.

    Es geht um Zugehörigkeit und um die Frage, wie sehr wir uns mit unserer Herkunft identifizieren (müssen?) und in wie fern sie uns ausmacht. 

    🌳🌳🌳🌳🌳🌳

    Die Geschichte wurde gegen Mitte etwas zäh und das zog sich bis zum Ende hin. Der Roman lebt nicht davon, DASS die Geschichte erzählt wird, sondern WIE.

    Die Autorin hat es aber sehr gut geschafft, das "Innere" der Protagonisten nach Außen zu bringen und es gleichzeitig geschafft, dass sie uns fern bleibt, weil sie einfach niemanden an sich ran lässt.


    *Fazit*

    Für mich ein gutes Buch, welches wichtige Themen anspricht, mich aber ab der zweiten Hälfte nicht mehr richtig packen konnte.

    Hätte ich es nicht empfohlen bekommen, wäre es mir aufgrund des (meiner Meinung nach) nicht gelungen Covers wohl nicht aufgefallen. 

  12. Cover des Buches Als der Teufel erwachte (ISBN: 9783954519804)
    Jennifer B. Wind

    Als der Teufel erwachte

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Alexa_Koser

    Zum Buch: In einer Werkstatt wird im Kofferraum eines Wagens ein grausiger Fund gemacht: dort liegen zwei Leichen ineinander verschlungen. Wer sind die jungen Männer und wer hat sie dort deponiert? Es stellt sich heraus, dass es sich bei den beiden wohl um Flüchtlinge handelt. Die Ermittler vom LKA Georg Kunze, Tom Neumann und der Kollege Maier beginnen ihre Nachforschungen. Und treten dabei so ganz zufällig zwei Mafia-Bossen auf die Füße…

    Meine Meinung: Im zweiten Teil mit den Ermittlern geht es gleich richtig zur Sache. Schnell wird klar, dass es hierbei um groß angelegte Schlepperbanden handelt, die sich eine goldene Nase damit verdienen, die Flüchtlinge zu transportieren. Die Trickkiste, um diese zu verstecken, wird immer größer. Und dabei ist es denen auch egal, wenn den Transport nicht alle überleben. 

    Erschreckend wird hier aus Sicht eines jungen Arztes aus Syrien dargestellt, wie so eine Flucht abläuft. Und wie gefährlich nur alleine die Überfahrt über das Mittelmeer ist. Natürlich kennen wir alle die Bilder aus dem Fernsehen, aber hier so ein Einzelschicksal im Genauen nachzulesen, hat mich zumindest sehr erschüttert. Das sind Menschen, die alles verloren haben und ihr letztes Geld den Schleppern in den Rachen werfen, um irgendwo in Frieden leben zu können.

    Die Ermittler müssen am Anfang ohne Jutta Stern auskommen, die sich noch in Indien aufhält, da sie ihren Vater sucht. Kurz vor dem Heimflug nach Österreich passiert ihr aber auch noch etwas Schlimmes. Die Geschichte von Jutta, die im ersten Teil „Als Gott schlief“ schon ein wenig erzählt wird, ist mir in diesem Band besonders ans Herz gegangen. Auch die Beziehung zwischen Tom und ihr verkompliziert sich. Manche mögen das ja nicht so gern, wenn viel aus dem Privatleben der Ermittler berichtet wird, aber in diesem Fall gefällt mir das, weil mir Jutta, Tom und Georg mittlerweile sehr ans Herz gewachsen sind. Insgesamt eine „runde Sache“.

    Der Schreibstil ist sehr schön und ausführlich. Die Kapitel werden immer aus anderen Perspektiven erzählt, das macht die Geschichte wirklich spannend. Die Autorin beschreibt die Flucht des Syrers Samir und später auch die seiner Mutter Nesrin so authentisch, dass ich wirklich mitgelitten habe. Man merkt, dass Jennifer B. Wind hier gut recherchiert hat. Die Flüchtlingsproblematik ist nicht neu, aber leider auch noch nicht Geschichte und das macht das Buch für mich, auch wenn es bereits 2016 erschienen ist, hochaktuell.

    Das Ende hat mir sehr gut gefallen, weil es Hoffnung macht. Auf ein besseres Leben für alle. Irgendwie schafft Jennifer es immer wieder, dass ich mir zum Schluss die Tränen verdrücken muss, da mich das emotional total mitnimmt. Und das macht für mich den besonderen Stil dieser tollen Autorin aus, danke sehr für ein tolles Lese-Erlebnis! 

    Mein Fazit: Auch der zweite Band um die Ermittler Jutta Stern, Tom Neumann und Georg Kunze konnte mich wieder total fesseln! Fast atemlos und immer mit Tränen in den Augenwinkeln bin ich durch das Buch geflogen. Gut recherchiert und spannend zu Papier gebracht, das Buch muss unbedingt gelesen werden! 

  13. Cover des Buches Die Sommer (ISBN: 9783446267602)
    Ronya Othmann

    Die Sommer

     (96)
    Aktuelle Rezension von: FerrAbbs

    Das Buch begann mit tollen Beschreibungen und Familienerinnerungen, die ich als nicht gebürtige Deutsche in zweiter Generation vollkommen nachsinnen konnte. Ich hab schnell einige Parallelen in der "parallel aufwachsenden" Protagonistin gefunden. Es hat mich an einigen Stellen sehr berührt. Die zweite Hälfte war nichts für schwache Nerven...

  14. Cover des Buches Auf der Flucht (ISBN: 9783218009898)
    Karim El-Gawhary

    Auf der Flucht

     (36)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76
    Inhalt:
    Karim El-Gawhary und Mathilde Schwabeneder haben für ihr Buch verschiedene Fluchtgeschichten zusammengetragen und erzählen in 'Auf der Flucht' von der politischen Situation in und Flüchtlingen aus Syrien, Irak, Afghanistan, Sudan, Gambia, Somalia und Nigeria. Dabei erklären sie Hintergründe, sprechen die Folgen von Krieg und Bürgerkrieg an (vor allem in Bezug auf Syrien) und vermitteln Wissen über Schlepper (Organisationen, Strategien etc.).

    Mein Eindruck:
    Auf der Frankfurter Buchmesse habe ich letztes Jahr eine Diskussionsrunde verfolgt, an der unter anderem Karim El-Gawhary teilnahm. Schon bei diesem Gespräch war ich beeindruckt von seiner Art zu erzählen, bewegt von seinen Schilderungen und gespannt auf sein Buch. Nun habe ich 'Auf der Flucht' gelesen und bin sehr begeistert von seinen und Mathilde Schwabeneders Reportagen.

    Das Buch ist sehr informativ und von der ersten Seite an bewegend. Die Einblicke in die politische Situation in verschiedenen afrikanischen und (vorder-) asiatischen Ländern waren sehr gut auf den Punkt gebracht, so dass ein Leser, der sich noch nicht mit der jeweiligen Region befasst hat, einen guten Überblick zu Geschichte, Politik und Leben im Land erhält.

    Die Reportagen sind detailreich geschrieben und fangen die jeweilige Stimmung im Land gut ein, informieren und bewegen den Leser durch die vielen persönlichen Schicksale, die näher beschrieben werden.

    Gefallen hat mir auch, dass die Autoren oft ihre Gedanken und Gefühle schildern sowie zeigen, wie man als Journalist mit Schilderungen extremer Gewalt und Traumatisierung umgehen kann (oder wie man bisweilen trotz jahrzehntelanger Erfahrungen nicht ohne Weiteres damit umgehen kann).

    Sehr gelungen fand ich auch den Lichtblick am Ende des Buches: die scheinbar endlose Hilfsbereitschaft der Einwohner des oberösterreichischen Dorfes Großraming.

    Mein Resümee:
    'Auf der Flucht' sollte jeder lesen, der mehr über Flüchtlinge, Schlepper und die politische Situation in verschiedenen Ländern wissen möchte. Vor allem sollte das Buch von denjenigen gelesen werden, die nicht verstehen, wieso Menschen ihre Heimat verlassen und nach Europa/Deutschland kommen, um ein neues Leben in Sicherheit und mit einer Aussicht auf eine positive Zukunftsperspektive zu beginnen.
  15. Cover des Buches Ein Mitbewohner zum Verlieben (ISBN: 9783960870500)
    Fiona Winter

    Ein Mitbewohner zum Verlieben

     (61)
    Aktuelle Rezension von: Aloegirl

    Das Buch ist die Neuauflage von: Ein Mitbewohner zum Verlieben. Es ist eine witzige sowie eine humorvolle Geschichte, die auch das Thema der Selbstfindung sowie die Erwartung der Gesellschaft an einem aufgreift. Ich mochte Maya und Felix von Anfang an. Ich musste bei ihren Streitereien oft lächeln. Maya tat mir leid, denn sie hat es nicht verdient von anderen blöd angemacht zu werden, nur weil sie noch kein Studium fertig hat und auch keinen standesgemäßen Beruf hat. Feliss und Mayas Vergangenheit hat mich berührt.

    Mir hat das Buch sehr gefallen. Man hat das Prickeln zwischen Maya und Felix richtig gespürt. Ich mochte die Beiden sehr. Auch mein Kopfkino kam nicht zu kurz. Holt euch das Buch, denn sonst entgeht euch eine tolle Geschichte.

     

     

  16. Cover des Buches Mörder ohne Gesicht (ISBN: 9783423212120)
    Henning Mankell

    Mörder ohne Gesicht

     (988)
    Aktuelle Rezension von: Radagast

    Abermals ist Wallander auf Mörderjagd. Diesmal ein Doppelmord. Henning Mankell ist es in diesem Krimi gut gelungen den Leser gut in die Geschichte ein zu weisen. Auch wie schlaflos und alkohlgeschwängert Wallander durch diesen Fall beschrieben wird. Einzig die teilweise unnötige Länge von Spannungsbogen zu Spannungsbogen ist etwas mühsam. Ja, ich habe dabei etwas geflucht und das Buch für eine Pause bei Seite gelegt. Abseits des Mordfalles schimmert etwas Alltag von Wallander und Schweden selbst durch. Ich denke, ein Fünkchen Wahrheit wird es sein, auch wenn es schon etwas verjährt ist.
    Ein lesenswerter Krimi mit leichten Schwächen. 

  17. Cover des Buches Breathless - Geheime Lust (ISBN: 9783802591303)
    Maya Banks

    Breathless - Geheime Lust

     (207)
    Aktuelle Rezension von: lanjamaus

    Das Spiel mit dem Feuer. Und Gabe kann es einfach nicht lassen und muss eine verbotene Beziehung mit Mia, der Schwester seines Geschäftspartner Jace wagen. Die Beziehung steht von Anfang an unter keinem guten Stern. Gabe will unbedingt die Macht behalten. Maya Banks hat hier ein Meisterwerk geschaffen mit viel Spannung. Die Entwicklung due Gabe durchmacht wird sehr anschaulich beschrieben und lässt einen bis zum Schluss mitfiebern ob er zu seinen Gefühlen für Mia endlich Stellung bezieht oder es als eine von vielen Affären abtut. 

    Ich liebe dieses Buch. 

  18. Cover des Buches Schwarze Lügen (ISBN: 9783789120152)
    Kirsten Boie

    Schwarze Lügen

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Wolfsregen

    Gekauft beim Bücherzirkus in Dresden im April 2017, fristete dieses Buch bis vor kurzer Zeit sein Dasein in meinem RUB ^^.

    Regelmäßig durchforste ich unsere Onleihe nach Büchern, welche bei mir bisher ungelesen geblieben sind, und mit "Schwarze Lügen" hatte ich Glück.

    Gelesen von Hans Löw, der seinen Auftrag wirklich gut erfüllt hat, durfte ich Melody, Amadeus und die kleine Soprano auf ihr Abendteuer nach Norddeutschland begleiten.

    Das es sich bei den Geschwistern um eine schwarze Familie handelt, ist zu Begin gar nicht klar. Als es mir dann aber klar wurde, bekam der Titel des Buches einen ganz anderen Sinn. Clever gewählt der Titel.

    Kurz zusammen gefasst, zieht die Familie Quoschi (ich kann wieder nicht nach der Schreibweise des Nachnamens schauen) von Afrika nach Deutschland, wo beide Eltern, welche in Afrika studiert hatten, ihre Berufe nicht anerkannt bekamen.

    Nach einiger Zeit stirbt der Vater, die Mutter heiratet einen deutschen Säufer, damit wenigstens Ihre Kinder eine gute Schule besuchen und studieren können, um es einmal besser zu haben. Sie versucht die Familie mit dem bisschen Geld, was sie beim putzen verdient, zu ernähren, denn der Arsch, wie der Stiefvater genannt wird, nimmt ihr fast sämtliches Kindergeld ab.

    Ein Nachhilfeschüler von Amadeus, Lukas, raubt auf Grund von Schulden durch Drogen eine Bank aus, stößt kurz danach mit Melody zusammen und die Taschen, welche identische Werbeprodukte sind, werden vertauscht.

    Auf Grund dieser Tatsache gerät Amadeus, durch Lukas inszeniert, in Verdacht, die Bank ausgeraubt zu haben.

    Es entwickelt sich ein schneller Strudel aus Ereignissen, während derer Melody sich als wer anders ausgibt, echte Freunde findet die ihr helfen, die kleine Soppi entführt wird um an Ende, durch das Zusammenspiel von Allen zusammen, einschließlich dem Stroh dummen Lukas, alles gut wird.

    Die Geschichte hat ein schönes Happy End, und zwar genau so wie ich es mir gewünscht habe.


    Dieses Buch zeigt Alltag in Deutschland. Ausländische Familien kommen nach Deutschland, weil sie auf Grund ihrer fortschrittlichen Meinung und ihrer regierungskritischen Einstellung verfolgt werden, bekommen hier keine ihrer Ausbildungen anerkannt und meist keine Arbeitserlaubnis. Dennoch wird erwartet, dass sie den Lebensunterhalt dann allein bestreiten können, sonst werden sie ausgewiesen.

    Wir erleben die Vorurteile, mit denen solche Familien zu kämpfen haben, und das es einfach Menschen gibt, wie der Lukas, die aus gut situierten Familien stammen und ihr ganzes Leben verbocken und dabei aber immer das Opfer sind.

    Dies erleben wir in diesem Buch, und ich muss sagen, dies ermöglicht Einblicke in die Welt der legal eingereisten, die arbeiten wollen und einfach nicht dürfen.


    Sehr spannend, sehr unterhaltsam, auf Grund von sprachlichen Mängeln (kriegte statt bekam, da könnte ich mir die Haare ausreißen) aber nur 3 Sterne. Aber 3 gute.

  19. Cover des Buches Es war einmal Aleppo (ISBN: 9783958692770)
    Jennifer Benkau

    Es war einmal Aleppo

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Osilla

    Das Buch, welches ich euch heute vorstellen möchte, habe ich bereits vor einigen Jahren entdeckt, aber erst jetzt kam ich dazu es zu lesen. Jennifer Benkau habe ich durch ihre Dilogie "One True Queen" kennen und schätzen gelernt. Doch bereits ein paar Jahre zuvor erschien ihr Buch "Es war einmal Aleppo", in welchem sie die Flüchtlingswelle von 2015 thematisiert und mit Vorurteilen aufräumt. Da sie selbst zu dieser Zeit ehrenamtlich in verschiedenen Asylbewerberunterkünften tätig war, konnte sie Erfahrungen aus erster Hand sammeln und in ihrem Roman verarbeiten. Einzelschicksale zeigen hier, warum die Menschen ihre Heimat verlassen müssen, was sie im Krieg und auf der Flucht erlebt haben und wie es ihnen nach der Ankunft in eigentlich sicheren Ländern ergeht. Jennifer Benkau gibt gleichzeitig einen Einblick in das Kriegsgeschehen in Syrien und zeigt, wer Opfer und wer Täter ist.

    Die Autorin:
    Jennifer Benkau schreibt Bücher für Erwachsene, Jugendliche und auch für Kinder. Bekannt wurde sie mit ihrer Dark Canopy – Reihe, welche 2013 mit dem DeLiA-Literaturpreis ausgezeichnet wurde. Sie ist Mitbegründerin des Labels INK REBELS. Die Autorin lebt mit ihrem Mann, vier Kindern und einigen Tieren zwischen Düsseldorf und Köln. 2019 erschien der erste Band ihrer Dilogie One True Queen – Von Sternen gekrönt bei Ravensburger und erhielt den bronzenen Lesepreis in der Kategorie „Jugendbuch – Fantasy“ auf Lovelybooks.


    Inhalt:
    „Es ist wie ein Schlag ins Gesicht. Antonia kommt mit ihrer Familie aus dem Urlaub, und plötzlich leben mehrere hundert Flüchtlinge nebenan. Klar – irgendwo müssen sie unterkommen. Aber ausgerechnet hier? Doch dann trifft Toni auf Shirvan. Und mit jeder skeptischen Frage, die sie ihm stellt, wird die Sache verzwickter.“ (Klappentext)

    Kritik und Fazit:
    Der Titel des Buches erinnert zunächst an den Beginn eines Märchens, doch hier wird definitiv kein Märchen erzählt. Wie der Titel zu verstehen ist, wird im Verlauf der Handlung deutlich. Die Covergestaltung stellt auch gleich dar, dass wir kein Märchen vor uns haben. Es ist in düsteren Grüntönen und vereinzelten Rottönen gehalten, man sieht überall Stacheldraht, außerdem die Silhouetten syrischer Gebäude mit Kuppeldächern. Ein großer Schmetterling prangt unter dem Titel. Was es hiermit auf sich hat, findet auch seinen Platz in der Erzählung. Titel und Cover sind sehr gelungen.

    Jennifer Benkau schaffte es mal wieder, mich bereits auf der ersten Seite abzuholen. Ihr Schreibstil ist flüssig und ergreifend. Ich sympathisierte sofort mit Antonia (Toni), die aufgrund eines Überfalls in ihrer Vergangenheit skeptisch gegenüber Männern ist, die eine dunklere Hautfarbe haben. Obwohl sie weiß, dass nicht richtig ist, kann sie ihre Angst, welche aus diesem Trauma resultiert, nicht abstellen. Als ihre Freundin Fee sie aber mit in das Flüchtlingscamp nimmt, ist sie zur Konfrontation gezwungen und Stück für Stück baut sie ihre Ängste ab. Dabei hilft ihr Shirvan, ein Flüchtling, der ihre Fragen beantwortet, über die Einzelschicksale erzählt und dennoch Verständnis für gewisse Vorurteile aufbringt. Auch Shirvan habe ich sofort ins Herz geschlossen, er hat viele schlimme Dinge erlebt, über die er kaum sprechen kann und wenn er es wagt, berichtet er aus einer gewissen Distanz. Wenn er aber über sein Leben in Aleppo vor den Kriegswirren erzählt, oder von seiner Familie spricht, so bekommt er eine geradezu bildhafte und poetische Sprache. Das war sehr faszinierend und zeigte seine tiefe Verbundenheit zu seiner Familie, seinen Freunden und seiner Heimat.

    Der Syrienkonflikt ist nicht so einfach zu durchschauen. Da gibt es unzählige Parteien, die an den Unruhen beteiligt sind. Durch Shirvans Erklärungen lernt der Leser auch gleich etwas darüber, wann die Unruhen begannen, wie der Krieg im Groben abläuft und dass es für die Bewohner kaum eine Möglichkeit gibt, sich für eine Seite zu entscheiden oder für das eigene Land zu kämpfen. Denn egal was sie tun, sie sind die Verlierer. Es gewinnen nur die Mächtigen und deren Konflikte werden auf dem Rücken der Bevölkerung ausgetragen. Nachdem ich das Buch beendet habe, habe ich mich weiter mit der Thematik auseinander gesetzt und einen guten Bericht in der arte Mediathek gefunden. Denn auch wenn die Flüchtlingspolitik im Moment kaum in den Medien vertreten ist, da sie zuerst vom Klimawandel und dann von Corona abgelöst wurde, so ist der Krieg in Syrien immer noch nicht zu Ende und gerade in Zeiten von Corona gibt es einige schwerwiegende Probleme für jene Menschen, die noch dort leben und versuchen zu überleben.

    Das Buch enthält wichtige Informationen und auch wenn es von schlimmen Dingen berichtet, geht die Autorin nicht zu sehr ins Detail. So können auch Jugendliche das Buch gut lesen, ohne hinterher Albträume zu haben. Es ist eine schwere Thematik, doch durch die eigentliche Handlung, nämlich den Wandel Antonias und die Annäherungen zwischen ihr und Shirvan bekommt die Geschichte etwas Positives, einen Ausblick in eine lebenswerte Zukunft. Ich wäre gerne noch länger bei Toni und Shirvan geblieben, wollte mich nach den ca. 500 Seiten eigentlich gar nicht von ihnen trennen und brauchte gedanklich noch ein wenig Zeit, mich von ihrer Geschichte zu verabschieden, denn sie ging mir mitten ins Herz hinein.

    "Es war einmal Aleppo" ist ein so bedeutsames Buch gegen Fremdenfeindlichkeit und Vorurteile, welches sich an Jugendliche ab 12 Jahren richtet. Es ist wichtig weiter über diese Themen zu sprechen, Missverständnisse auszuräumen und Toleranz zu leben. Auch wenn man aktuell kaum mehr etwas zur Flüchtlingsdebatte hört, so sind der Krieg und die Not immer noch präsent. Ich wünschte es würde mehr solcher Bücher geben und ich hoffe, dass noch viele Menschen dieses Buch lesen werden. Ein großer Dank geht an die Autorin Jennifer Benkau, für ihre Aufklärungsarbeit mit diesem Buch, ich hätte es viel früher lesen sollen.

  20. Cover des Buches Alles, was passiert ist (ISBN: 9783351050672)
    Yrsa Daley-Ward

    Alles, was passiert ist

     (30)
    Aktuelle Rezension von: gst

    „Du kannst nicht weglaufen, vor dem, was du bist. Ob du willst. Oder nicht. Was du bist steckt tief in dir, ist tief in dich eingedrungen“, schreibt Yrsa Daley-Ward in ihrer Autobiografie auf Seite 220. Diese Erkenntnis kam ihr allerdings erst nach vielen Ausbrüchen aus ihrem Leben.


    Schon mit acht Jahren lernte sie, „welche Gefühle man besser nicht fühlt“. Ebenso wie die Mutter sehnte sie sich danach, geliebt zu werden. Ihren Vater hat sie nie kennengelernt. Der große Bruder war schon bald aus dem Haus, die Mutter arbeitete und deren Lebensgefährte ängstigte sie.


    Mit ihrem vier Jahre jüngeren Bruder lebte sie einige Jahre bei den strenggläubigen Großeltern. Dort herrschte Ordnung und „jedes Mal, wenn wir uns in der Kirche zum Gebet hinknieten, weinte ich, weil ich nicht sicher sein konnte, ob ich es in den Himmel schaffen würde.“


    In diesem Buch, das in vier große Abschnitte unterteilt ist, berichtet die 1989 in Nordengland geborene Autorin von ihrer Kindheit, der Pubertät, der Zeit der Drogenräusche und wie es ihr nach dem Tod der Mutter ergangen ist.


    Nicht nur das bisherige Leben der jungen Frau hat mich mitgenommen in eine mir fremde Welt. Auch der Stil des Buches ist etwas ganz außergewöhnliches! Da gibt es Seiten mit unterschiedlich großer Schrift und Seiten, die nur wenige Sätze enthalten. Gedichte lösen durchgehend bedruckte Seiten ab, vereinzelt steht die Schrift auch mal auf dem Kopf. Abgesehen vom Schriftbild und dem ungewöhnlichen Leben hat mich auch die Sprache an sich so beeindruckt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte.


    Da ich nicht ihr bisheriges Leben, das mich teilweise abgestoßen hat, sondern das entstanden Buch bewerte, gibt es fünf Sterne.

  21. Cover des Buches Winter so weit (ISBN: 9783841503985)
    Peer Martin

    Winter so weit

     (37)
    Aktuelle Rezension von: buchfeemelanie

    Der erste Band hat mir sehr gut gefallen. Das Coverbild ist okay und den Titel finde ich gut.

    Von der Fortsetzung war ich dann doch sehr enttäuscht und ich habe es abgebrochen. Es war mir einfach zu langatmig geworden obwohl der Schreibstil immer noch gut ist.

    Nuri kann ich mit ihrer Sehnsucht und Rastlosigkeit gut verstehen. Aber gerade die Zeit in Syrien hat mich irgendwie so gar nicht gepackt.

    Ich habe es jetzt erst einmal abgebrochen und werde es in einiger Zeit noch mal lesen. 

    Gut gefällt mir, dass immer zum Ende eines Kapitels Stichworte zum googlen aufgelistet sind. 



  22. Cover des Buches Unter Fremden (ISBN: 9783423261654)
    Jutta Profijt

    Unter Fremden

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Sonnenwind

    Jutta Profijt kannte ich als Autorin von seichten Romanen über einen Kleinganoven, der als Untoter sein Unwesen treibt: Zwischendurch ganz nett, aber ohne Tiefgang.

    Den Übergang habe ich dann verpaßt. Auf der Suche nach einer leichten Lektüre fürs Krankenhaus bin ich bei diesem Roman rausgekommen - und war völlig aus der Bahn geworfen! Hier begegnen mir plötzlich Tiefe und Hintergründe, ein Blick auf unsere Kultur (und die mohammedanische Sicht dazu) aus einem völlig neuen Blickwinkel. Die Erzählung beschreibt sicherlich nicht die Erlebnisse einer einzigen Person, ist aber rund und schlüssig kombiniert.

    Wer das Buch noch nicht kennt, sollte es unbedingt lesen!

  23. Cover des Buches Feuerfrühling (ISBN: 9783743959415)
    Peer Martin

    Feuerfrühling

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Igelchen
    "Rot ist die Farbe des Blutes auf seinem Ärmel."
    "Rot ist auch die Farbe der Blume, die er in der Hand hält, irgendeine kleine Bergblume, er kennt ihren Namen nicht, aber sie ist schön."

    Das sagt die Inhaltsangabe...

    Arsal, der Ort im Libanon, an dem Calvin und Nuri Zuflucht gefunden haben, steht in Flammen. Sie beschließen, endlich nach Deutschland zurückzukehren. Mit fünf Kindern und einem Stoffhasen. Ohne gültige Papiere. Ihre Reise wird zu einer Odyssee über das Meer, durch Internierungslager, über Grenzen aus Hass und Stacheldraht. Europa, der rettende Kontinent, will die Fliehenden nicht haben.
    Und Calvin hat noch einen Gegner: sich selbst. Die Gewalt, die er erleben musste, hat Spuren hinterlassen, er verliert mehr und mehr die Kontrolle.
    In Berlin jedoch wartet man. Werden er und Nuri rechtzeitig zurückkehren, um im Prozess gegen Pascal auszusagen, der damals das Feuer im Flüchtlingsheim gelegt hat? Kann es Gerechtigkeit geben? Und kann ihre Liebe all diese überstehen? Oder bleibt nur das Feuer, das am Ende alles vernichtet?

    "Das ist es, dachte ich, was wir eigentlich alle wollen. Ein normales Leben. Auch wenn wir glauben, ständig etwas verändern und erreichen zu müssen, Demokratie, Gleichberechtigung, Meinungsfreiheit. Im Grunde wollen wir alle nur auf einem Sofa sitzen und Toastbrot essen, ohne das jemand an die Tür klopft und eine Waffe auf uns richtet und uns mitnimmt und einsperrt."

    Das sage ich...

    Im dritten Teil erreicht die Geschichte von Nuri und Calvin ihren Höhepunkt. Die beiden versuchen zusammen mit fünf Kindern einen Weg nach Deutschland zu finden. Doch diese Flucht bringt alle körperlich und seelisch an ihre Grenzen. Die Erlebnisse in Syrien haben Calvin verändert und seine Wut wird immer stärker. Die Beziehung von Nuri und Calvin wird auf eine harte Belastungsprobe gestellt. In Deutschland rückt der Prozess gegen Pascal immer näher. Cindy fängt an einige Dinge in Frage zu stellen und begibt sich dabei in Gefahr.

    Die Haupterzählungen im Buch spielen auf der einen Seite in Berlin und auf der anderen Seite wird die Flucht dargestellt. Es war für mich sehr spannend zu lesen, wie Nuri und Calvin Deutschland immer näher kommen und doch so weit entfernt sind.

    Besonders begeistert bin ich von Cindy. Dieser Charakter hat innerhalb der drei Bände eine Wandlung erlebt, die ich mir am Anfang der Reihe nicht hätte vorstellen können. Ich muss zugeben, dass mir Cindy immer mehr ans Herz gewachsen ist. Daher fand ich es besonders schön von ihr in diesem Buch auch wieder etwas lesen zu können.

    Der Schreibstil von Peer Martin ist wieder beeindruckend. Er schafft es immer wieder mich mit seinen Worten an das Buch zu fesseln. Doch dieses Mal ist das Buch in meinen Augen düsterer gehalten, was natürlich dem Thema geschuldet ist. Die poetische Sprache von Nuri, welche im ersten Band noch so klar herausgestochen ist, fehlt hier leider etwas. Mitunter hatte ich das Gefühl, dass in diesem Buch der Fokus etwas mehr auf Calvin lag. Gerade im ersten Teil des Buches kam die Figur von Nuri für mich zu kurz.

    "Bis heute trage ich dieses Bild in mir, das Bild der abziehenden Panzer mit den totenschwarzen Flaggen, und ich stelle mir manchmal vor, wie es sein wird, wenn sie eines Tages wirklich abziehen, wenn die Flaggen des Daisch uns endgültig verlassen, den Irak freigeben, Syrien, die Welt. In meiner Vorstellung stehe ich auf einem Balkon, und ich weiß nicht, wie das Zimmer drinnen aussieht, zu was für einem Haus es gehören oder wann all das geschehen wird. Doch es wird geschehen. Irgendwann."

    Fazit

    Der Leser ist auch beim letzten Band wieder sehr gefordert. Und ich muss zugeben, dass es für mich nicht immer leicht war all diese Sachen zu lesen. Sein ganzes Leben zurückzulassen, alles verloren zu haben und auf ein neues und besseres Leben zu hoffen, diese Vorstellung ist beängstigend. Doch gerade deshalb sollte jeder diese Trilogie gelesen haben. Diese Bücher können eine Teil dazu beitragen die geflüchteten Menschen besser zu verstehen. Diese Buchreihe wird noch lange bei mir nachwirken. Ich gebe gern fünf Sterne.
  24. Cover des Buches Wiedersehen in Virgin River (ISBN: 9783745700817)
    Robyn Carr

    Wiedersehen in Virgin River

     (145)
    Aktuelle Rezension von: Bricki

    Die Handlung:

    John, von allen Preacher genannt, war mit Jack bei den Marines und auch im Einsatz. Als Jack das Bar-Restaurant in Virgin River eröffnete, wurde Preacher sein Partner und übernahm die Küche. An einem stürmischen Abend ist Preacher noch alleine in der Bar und will diese gerade schliessen, als Paige mit ihrem kleinen Sohn Christopher das Lokal betritt. Schnell erkennt Preacher, dass etwas nicht stimmt. Paige versucht zwar, die Verletzung im Gesicht mit einem Zwischenfall mit der Autotür zu erklären, aber es ist offensichtlich, dass sie geschlagen wurde. Preacher gelingt es, die gehetzte und misstrauische Paige zu überreden, in seinem alten Zimmer über der Küche zu übernachten. Paige ist auf der Flucht vor ihrem gewalttätigem Ehemann. Sie versucht über ein Netzwerk unterzutauchen, da alle bisherigen Versuche, sich von ihrem Mann zu trennen, die Situation nur verschlimmerten. Selbst eine Anzeige bei der Polizei und die Flucht in ein Frauenhaus brachten nichts, da ihr Mann nach aussen seriös und kontrolliert wirkt und Paige wegen ihres gemeinsamen Sohns unter Druck setzen kann. Das Risiko ihrer jetzigen Aktion ist, dass sie wegen Kindesentziehung angeklagt werden könnte, wenn sie den Staat mit ihrem Sohn gegen den Willen des Vaters verlässt. In Preacher ist der Beschützerinstinkt geweckt und er überredet Paige, vorläufig bei ihm in Virgin River zu bleiben. Obwohl auch Jack für Paiges Sicherheit sorgen will und dieser seine Beziehungen zur Polizei in L.A. (Marine-Kumpel Mike) und zur Staatsanwaltsschaft (Jacks Schwester Brie) aktiviert, wird es schwer, Paiges Mann endgültig aus dem Verkehr zu ziehen. 

    Meine Meinung:

    Preacher hat ein furchteinflössendes Äusseres und da er eher schüchtern ist, nutzt er dieses auch, um auf Distanz zu bleiben. Er ist sehr sanftmütig, weshalb der kleine Christopher schnell Vertrauen zu ihm fast. Preacher hat nicht viel Erfahrung mit Frauen und als er sich in Paige verliebt, ist er unsicher, wie er sich ihr annähern kann. 

    Paige ist in einer Situation, die wohl leider nicht so selten vorkommt. Als sie ihren Ehemann kennen lernt, ist dieser liebevoll und fürsorglich zu ihr und zeigt sein wahres Gesicht erst später. Mit ihrer Flucht riskiert sie alles und nimmt in Kauf, fortan am Rande der Legalität ein neues Leben aufbauen zu müssen. Trotz ihrer schlechten Erfahrungen erkennt sie, dass Preacher sie niemals verletzen würde und verliebt sich mit der Zeit in ihn. Leider passieren ihr bis zum Happy End noch ein paar schlimme Dinge.

    Auch der Nebenstrang mit Jacks Ziehsohn Rick und seiner Freundin Liz wartet mit Tragik auf. Wenn man die Inhaltsangaben der folgenden Bücher durchliest, weiss man, dass ihre gemeinsame Geschichte noch nicht zu Ende ist (Band 7: «Zurück in Virgin River»).

    Robyn Carrs Bücher werden oft als «Wohlfühlromane» bezeichnet. Natürlich gibt es eine Happy-End-Garantie, doch sie behandelt auch schwere Themen (Gewalt in der Ehe, Teenagerschwangerschaft, das Verlieren ungeborener Kinder). 

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