Bücher mit dem Tag "asperger-syndrom"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "asperger-syndrom" gekennzeichnet haben.

71 Bücher

  1. Cover des Buches Zerrspiegel (ISBN: 9783944264738)
    Katja Montejano

    Zerrspiegel

     (147)
    Aktuelle Rezension von: nadine_im

    Ein brutaler Überfall stürzt das Leben der neunzehnjährigen Jazz in einen Abgrund voller Angst und Grauen. Gleichzeitig verschwinden ihre Mutter und Schwester - die Polizei steht vor einem schier unlösbaren Rätsel. Wurde die Familie Zielscheibe eines perversen Serienkillers oder steckt ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit hinter dem schrecklichen Geschehen? Ein gefährliches Katz- und Mausspiel zwischen Jazz und dem wahnsinnigen Mörder beginnt. Sein Plan ist Rache! Ihr Plan ist, zu überleben!


    Zum Aufbau, es wird abwechselnd aus der Sich von Jazz und dem Täter berichtet, dadurch schafft es die Autorin die Leser am Ball zu behalten, denn nur Jazz ihre Ansicht wäre für dieses Buch nicht mitreißend genug gewesen, da sie wirklich emotionslos dargestellt wird und eine lange Zeit im Buch auch nichts passiert bis am Ende wieder ein starker Höhepunkt folgt.

    Also haben wir Spannungen am Anfang und am Ende des Buches, in der Zwischenzeit liest man meiner Meinung schnell Jazz ihre Kapitel durch um schnell wieder zu den Gedanken des Täters zu gelangen. Dort ist die Emotionslosigkeit, oder ab und zu die Wut recht fesselnd.


    Jazz leidet am Asperger Syndrom, leider wird darauf nicht groß aufgebaut und teilweise widerspricht sich das auch in ihrer eigenen Sprache... zudem gibt es ein paar Textstellen wo Jazz Dinge erklärt die wie wortwörtlich aus dem Internet kopiert klingen, ich weis nicht ob das Teil des Syndroms ist, weil man die Dinge einfach übernimmt, oder ob es nicht anders geschrieben wurde.

    Man kann sich nicht wirklich mit ihr identifizieren, da sie ja nun wirklich nicht von Emotionen sprüht, also fehlt auch die Empathie.

    Und dann wird noch eine Liebesgeschichte reingeworfen, die entweder besser ausgebaut hätte werden sollen, oder eben nicht vorkommen sollte. Es ist so als würde man den Inhalt nur auffüllen wollen, trotzdem ist es schön, dass Jazz nicht mehr alleine ist und sich selbst überwinden kann!

    Leider war das Ende dann irgendwie nicht so brutal wie ich es mir vorgestellt habe und vor allem gegen Ende noch schnell mit Fakten aufgefüllt um die Geschichte besser zu erläutern...


    Trotz der paar Schreibfehler und den oben erwähnten Dingen ist das Buch an einigen Stellen spannend und für Zwischendurch nicht schlecht! Also von mir 2.5-3 Sterne!

  2. Cover des Buches Verdammnis (ISBN: 9783453438217)
    Stieg Larsson

    Verdammnis

     (2.559)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Die Zeitschrift "Millennium" arbeitet mit einem jungen Journalisten und seiner Freundin zusammen. Sie schreibt eine Doktorarbeit über die Hintermänner von Mädchenhandel und er will ein Buch darüber veröffentlichen, in dem auch einige hochstehende Männer entblöst und an den Pranger gestellt werden. Aber wie weit die Kreise wirklich gehen, ahnt keiner. Und dann gibt es Verwicklungen, in denen Mikael Blomkvists frühere Freundin Lisbeth Salander eine Rolle zu spielen scheint. Und obwohl alles dagegen spricht, glaubt Mikael an ihre Unschuld. Aber kann er ihr helfen, wenn die ganze Polizei auf der Jagd nach ihr ist? Sie spricht nicht mit ihm und als sie endlich Kontakt aufnimmt, schreibt sie nur ein einziges Wort : Zala.

    Nachdem ich bei Band eins anfangs etwas Schwierigkeiten hatte, reinzukommen, war ich jetzt mit der Ausführlichkeit des Autors und den Figuren vertraut und war sofort mittendrin. Ich habe auch dieses Buch regelrecht verschlungen und konnte es nicht weglegen. Die Story ist so spannend und geheimnisvoll und man fiebert sehr mit Lisbeth mit. Auch ihr schrecklicher Betreuer, der sie vergewaltigt hatte, taucht wieder auf. Ich kann diese Reihe nur empfehlen. Was für spannende Thriller ! Schade, dass der Autor gestorben ist, bevor er die restlichen 7 Bände fertig hatte, die er geplant hat. Die Buch endet auch hochspannend. Ich bin froh, dass ich Band 3 hier habe, denn ich will unbedingt wissen, wie es mit den Charakteren weitergeht, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Darum schreibe ich auch jetzt nicht weiter, sondern lese gleich weiter. 

  3. Cover des Buches Falsche Fährten (ISBN: 9783956690334)
    V. S. Gerling

    Falsche Fährten

     (52)
    Aktuelle Rezension von: birgitfaccioli

    In Deutschland werden pensionierte Ärzte ermordet und teilweise vorher noch gefoltert.Eines haben diese Ärzte allerdings gemeinsam.Sie haben alle zu DDR Zeiten in der Charité in Berlin gearbeitet.

    Nicolas Eichorn und Helen Wagner ,die nicht nur Partner beim BKA Berlin sind sondern auch privat,werden mir dem Fall beauftragt.

    Im Zuge der Ermittlungen kommen Sie einem grausamen Verbrechen auf die Spur an dem die großen Pharmafirmen beteiligt sind und damit auch Helens eigener Vater.

    Unerwartet bekommen Sie noch Hilfe von Jemandem der eigentlich Nicolas beruflich  schaden soll .

    Der Hintergrund einer wahren Geschichte bildet die Story ,was ich absolut klasse finde,allerdings wurde hier bei der Ausschmückung doch arg übertrieben.

    Nicolas ist ein recht eigenwilliger Ermittler der in den eigenen Reihen nicht nur Freunde hat.Ich mag den trockenen Humor der die Spannung einige male durchbricht.

    Oftmals wurde ein den vorherigen Fall von Nicolas und Helen berichtet ,den ich allerdings nicht gelesen hab.So fehlten mir leider einige Informationen.

    Auch die asiatische Mafia fand ich übertrieben , da ist wohl dem Autor die Fantasie mit ihm durch gegangen :)

  4. Cover des Buches Lass mich los (ISBN: 9783453359383)
    Jane Corry

    Lass mich los

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Thomas_Lawall
    Der Gefangene hat einen Fehler gemacht. Diesen korrigiert er jetzt. Er hat seine Anwältin mit ihrem Mädchennamen angesprochen. Statt Miss Hall muss es jetzt natürlich Mrs. Macdonald heißen. Zudem gibt Joe Thomas seiner Hoffnung Ausdruck, sie habe schöne Flitterwochen verbracht.

    Lily Macdonald fragt sich auf der Rückfahrt vom Gefängnis, wie der zu lebenslanger Haft Verurteilte ihre persönlichen Daten in Erfahrung gebracht haben könnte. Ihr erster Mandant, nach ihrer Versetzung ins Strafrecht, hat es in sich. Obwohl ihm zweifelsfrei der Mord an seiner Freundin nachgewiesen werden konnte, möchte er mit Lilys Hilfe Rechtsbeschwerde einlegen, um damit eine Wiederaufnahme des Verfahrens zu erreichen.

    Zunächst möchte Joe Thomas aber die Eignung seines Rechtsbeistandes testen, indem er ihr Rätsel vorlegt. Seine Beschwerde ist ihm sehr wichtig und deshalb seien diese Tests unvermeidbar. Schließlich muss er sich hundertprozentig sicher sein, dass seine Anwältin dieser Aufgabe gewachsen ist ...

    Und hier fangen die Kritikpunkte schon an. Keine Anwältin der Welt würde sich wohl auf ein solches Spielchen einlassen. Dieses Szenario ist unglaubwürdig, soll aber wahrscheinlich die ersten Beweise für die Bezeichnung "Psychothriller" liefern. In keinem Moment wird dies aber erreicht, denn dafür schreibt Jane Corry mit viel zu leichter Feder. Wer Spannung "light" mag, ist hier aber genau richtig.

    Aktuelle Eheprobleme der Hauptdarstellerin Lily, der Tod ihres Bruders, für welchen sie sich verantwortlich fühlt, alberne Eifersüchteleien bezüglich der Ex-Freundin ihres Mannes, Unsicherheiten im Beruf, der Blick auf andere Männer, sexuelle Phantasien, wobei das Thema Schuldgefühle auf gar keinen Fall fehlen darf, machen sehr bald deutlich, dass es sich in diesem Fall eher um ein Familiendrama handelt. 

    Jane Corry schreckt nicht davor zurück, dieses gründlich auszuwalzen und in die Länge zu ziehen. Den Glaubwürdigkeitsfaktor erhöht dies nicht unbedingt, insbesondere wenn die junge Anwältin private Dinge mit Lebenslauf und Verhalten ihres Mandanten verknüpft. Mit ihrem Hang zu naivem Knatsch und Tratsch wäre sie wohl eher im Berufsfeld einer Verkäuferin vorstellbar. 

    Kitschig wirken mitunter die erwähnten Gelüste oder gar Mordgedanken, wenn sie deshalb im Anschluss selbstverständlich über sich selbst entsetzt ist und weiterhin mit Schuldgefühlen nervt. Einen Mann verachten, sich dennoch von ihm angezogen zu fühlen, ist eher der Stoff, aus dem Seifenopern gestrickt werden.

    Aber wie es mit diesen Unterhaltungsromanen nun mal so ist - spannend, wenn auch in Maßen, ist "Lass mich los" auf jeden Fall. Die Autorin versteht ihr Handwerk und in handverlesenen Abschnitten weiß sie sogar zu glänzen. Die permanenten Wechsel in der Erzählperspektive setzt sie gekonnt in den von ihr gewählten, letztlich aber eher weich gespülten, Spannungsbogen ein. Gelungen sind die Sichtweisen des zehnjährigen Mädchens von nebenan, Clara. Ihre Sicht der Welt und ihre aufkeimenden Fähigkeiten, insbesondere nach einem Zeitsprung, sind spannend, retten den Roman aber nicht wirklich. 

    Eine "lähmende Kälte", die über einen Körper "hinwegkriecht" reizt zum Lachen. "Psychothriller" geht anders. Mehr als eine ebenso gefällige wie leicht verdauliche Unterhaltungskost ist das nicht, was das kitschige Ende noch einmal unterstreicht.
  5. Cover des Buches Schneewittchen muss sterben (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 4) (ISBN: 9783548609829)
    Nele Neuhaus

    Schneewittchen muss sterben (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 4)

     (1.811)
    Aktuelle Rezension von: thenight

    Klappentext:
    An einem regnerischen Novembertag werden Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein vom Hofheimer K 11 zu einem mysteriösen Verkehrsunfall gerufen: Eine Frau stürzte von einer Fußgängerbrücke auf ein fahrendes Auto.

    Ein Zeuge glaubt beobachtet zu haben, dass die Frau von der Brücke gestoßen wurde. Die Ermittlungen führen Pia und Bodenstein in das kleine Taunusdorf Altenhain, in dem das Unfallopfer Rita Cramer früher gelebt hat. Elf Jahre zuvor verschwanden dort an einem Abend im September zwei siebzehnjährige Mädchen spurlos. In einem reinen Indizienprozess wurde damals der jährige Tobias Sartorius, Rita Cramers Sohn, zu zehn Jahren Haft verurteilt. Bodenstein und Pia Kirchhoff erfahren, dass Tobias nach Verbüßung seiner Haftstrafe vor kurzem in seinen Heimatort Altenhain zurückgekehrt ist. Hat der Angriff auf seine Mutter etwas mit seiner Rückkehr zu tun? Im Dorf stoßen Pia und Bodenstein auf eine Mauer des Schweigens. Als wieder ein Mädchen verschwindet, scheinen sich die Ereignisse der Vergangenheit auf unheilvolle Weise zu wiederholen. Die Ermittlungen werden zu einem Wettlauf gegen die Zeit, denn für die Dorfbewohner steht sofort fest, wer der Schuldige ist und sie sind entschlossen, dieses Mal die Sache selbst in die Hand zu nehmen.



    Es ist nicht alles wie es scheint, das zeigt uns dieser Roman, von Nele Neuhaus, egal ob es um Tobias geht,der 10 Jahre lang wegen Mordes an 2 Mädchen im Gefängnis saß oder um diverse Dorfbewohner die dann doch anders sind als sie sich am Anfang geben. Nele Neuhaus schafft es, den Leser durch den Roman zu führen ohne das Langeweile aufkommt, auch wenn viel passiert und man immer wieder neue Informationen bekommt.

    Das gut eingespielte Ermittlerteam Pia und Oliver, soll eigentlich einen Verkehrsunfall aufklären, der sich als Mordversuch entpuppt, aufklären, dabei stoßen sie auf die alten Mordfälle wegen denen Tobias berurteilt wurde. Pia stösst dabei auf Ungereimtheiten und ermittelt halboffiziell erneut, im Dorf stösst sie dabei auf eine Mauer aus Schweigen und Lügen.

    Die Dorfbewohner schrecken nicht mal vor Gewalt zurück um Tobias wieder zu vertreiben, schnell erfahren wir das sie einiges zu verbergen haben. Tobias versucht herauszufinden was damals in der Mordnacht wirklich geschah da er sich an nicht erinnern kann unterstützt wird er dabei von seiner Jugendfreundin Nadja und Amelie einem jungen Mädchen, das einem der Mordopfer sehr ähnlich sieht.

    Als auch Amelie verschwindet, überschlagen sich die Ereignisse.

    Mein Fazit, trotz vieler Wendungen, vieler verschiedener Verbrechen, es geht nicht nur um Mord sondern auch um Erpressung und Vergewaltigung, verliert man nie den Faden und das Buch bleibt immer spannend.

  6. Cover des Buches Jeder von uns ist ein Rätsel (ISBN: 9783551583796)
    A.J. Steiger

    Jeder von uns ist ein Rätsel

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Sabriiina_K

    *eine Geschichte, die tiefer geht als man anfangs vermutet*

     

    Auf dieses Buch war ich sehr neugierig, da mich der Klappentext sehr angesprochen hat und ich neugierig war, wie das Asperger Syndrom in dieser Geschichte thematisiert werden würde.

    Der Einstieg in die gelang mir ohne Probleme, da der Schreibstil super flüssig war und es keine großen Erklärungen am Anfang brauchte, sondern die Handlung direkt mit dem Kennenlernen von Alvie startete. Alvie sieht die Welt ein bisschen anders als die Menschen, mit denen sie tagtäglich zu tun hat. Für Alvie ist es aufgrund ihres Asperger Syndroms schwierig, Gefühle, Gestiken und Mimiken von anderen Menschen zu deuten und darauf nach deren Erwartungen angemessen zu reagieren. Ich fand das Asperger Syndrom hier wirklich gut dargestellt. Alvie war für mich ein sehr authentischer und realistischer Charakter, ohne in irgendeiner Form überzeichnet zu wirken. Als Figur war sie mir von Beginn an sehr gut greifbar und sympathisch. Es war toll, die Welt durch Alvies Augen zu sehen und wahrzunehmen. Es öffnet den Blick des Lesenden und bringt ihn zum Nachdenken. Über unterschiedliche Sichtweisen und über die Verschiedenheit von Menschen. Mich haben diese Gedankengänge sehr begeistert, weil das Buch dadurch so eine besondere Tiefe bekommen und eine sehr wichtige Botschaft vermittelt hat. Mir hat es große Freude bereitet, gemeinsam mit Alvie den nicht ohne Probleme und Hindernisse verlaufenden Weg in ein selbstbestimmtes eigenständiges Leben zu gehen.    

    Auch Stanley hat mir als Charakter sehr gut gefallen, da er sehr gut zu Alvie gepasst hat und  die Konstellation der Figuren einfach toll gewählt war. Beide Figuren waren so unterschiedlich in ihrer Weise zu denken und zu handeln und haben sich super ergänzt, sodass viele Szenen entstanden sind, die mir richtig ans Herz gegangen sind. Ich fand es so toll zu sehen, wie sich langsam im Laufe der Geschichte eine Verbundenheit zwischen den beiden Charakteren entwickelt hat und wie sich beide in ihrer persönlichen Entwicklung gegenseitig unterstützt haben.

    Das einzige, was mich am Ende ein bisschen gestört hat, war dass es doch sehr plötzlich und schnell kam, auch wenn es irgendwie auch sehr gut zur Geschichte passte und einen runden Abschluss gebildet hat.

     

    Mein Fazit:

    Eine wunderschöne und berührende Geschichte von zwei ganz besonderen Protagonisten, die dem Lesenden schnell ans Herz wachsen und eine neue Sicht auf die Welt ermöglichen. Alvie und Stanley sind zwei wirklich sympathische, authentische und wie ich finde sehr tolle Charaktere, die einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen einnehmen konnten.

    Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen!

    Lest fleißig,

    eure Sabrina vom Blog "Komm mit ins Bücherwunderland"

     

  7. Cover des Buches Letzte Ernte (ISBN: 9783462045338)
    Tom Hillenbrand

    Letzte Ernte

     (119)
    Aktuelle Rezension von: julestodo

    Xavier Kieffer in seinem nächsten Fall.... 

    Die mitspielenden Personen werden sehr deutlich charakterisiert, ich mag das! 

    Jeder Mensch hat seine Schwächen, so auch die Hauptpersonen in diesem Roman. Dadurch wird die ganze Geschichte sehr lebendig und läßt sich gut lesen.

    Xavier Kieffer, mit seinem Hang zum Alleingang und seine Freunde und Bekannten, die ihm zur Seite stehen, und seine Wissenslücken in Bezug auf Computerkenntnisse ausgleichen, ergänzen sich prima.

    Es werden allerdings auch Klischees bedient, z. B. der Finne, der gerne und viel Wein konsumiert....

    Fazit: ein Buch, dessen Lektüre lohnt. Ich freue mich schon auf die nächsten Bände dieser Reihe!

  8. Cover des Buches Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone (ISBN: 9783570403211)
    Mark Haddon

    Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone

     (585)
    Aktuelle Rezension von: MartinA

    Es könnte eine einfache Geschichte sein: Ein Hund wird umgebracht und ein fünfzehnjähriger Junge sucht den Mörder... auch das könnte eine interessante Geschichte sein, aber es ist nicht das, was in SUPERGUTE TAGE erzählt wird. Es ist die Geschichte, die Christopher Boone erzählt ... und das macht die Geschichte interessant, denn man kann mehr erzählen als den Tod eines Hundes, wenn es noch so viele andere Dinge gibt, die man erzählen kann ... und wenn es mathematische Gleichungen sind (die mich vollkommen ahnungslos zurückließen und die mir einfach zu hoch waren ... aber ... es geht nicht um Mathematik und das ist auch gut so).
    Mark Haddon erzählt eine warmherzige, einfühlsame Geschichte um einen Jungen, der nicht perfekt ist, der die Welt mit anderen Augen sieht und uns, den scheinbar "normalen" Leser daran teilhaben lässt.
    Auf gewisse Art witzig, aber doch nachdenklich wird man dazu aufgerufen über Inklusion und benachteiligte Mitmenschen nachzudenken ohne dabei ein schlechtes Gewissen eingetrichtert zu bekommen. Christopher Boones Welt ist anders und es hilft vielleicht andere Menschen mit einem ähnlichen Weltbild zu verstehen und zu akzeptieren, auch wenn es schwer fällt wie man in diesem Fall nicht nur bei den Eltern sieht.
    Gut geschrieben mit einem sympathischen Protagonisten ist SUPERGUTE TAGE ein Buch, das eine gute Stimmung verbreitet, vielleicht gerade weil Christopher so anders ist. Leider ist es schneller vorbei als gedacht (und ja, der Hundemord wird aufgeklärt, aber... spielt das wirklich eine Rolle? Niemand außer Christopher interessiert sich dafür und der Junge hat noch viel mehr zu erzählen ...)




  9. Cover des Buches So oder so ist es Mord (ISBN: 9783752950977)
    Anja Gust

    So oder so ist es Mord

     (31)
    Aktuelle Rezension von: PeterGaida

    In diesem Krimi versucht eine junge Ermittlern einen alten Mordfal neu zu beleuchten. 

    Die Charaktere werden zum Beginn vorgestellt, was das Lesen vereinfacht. 

    Die Handlung ist spannend und überraschend, aber dennoch schlüssig. 

    Das Ende fand ich etwas zu schnell. 

  10. Cover des Buches Schwarzweiß hat viele Farben (ISBN: 9783868736656)
    Kathryn Erskine

    Schwarzweiß hat viele Farben

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Buchperlenblog

    Inhalt

    Das Leben ist bunt und schön – und furchtbar chaotisch. Besonders für die zehnjährige Caitlin, die am Asperger-Syndrom erkrankt ist. Ihr älterer Bruder Devon half ihr stets über die Probleme hinweg, die sich ihr tagtäglich neu in den Weg gestellt haben. Doch nun ist Devon nicht mehr da. Allein mit ihrem Vater, muss Caitlin einen Weg finden, um das Leben wieder in den Griff zu bekommen, und um endlich abschließen zu können. In einerWelt, die sie selten wirklich versteht.

    Rezension

    Trauerbewältigung

    Der Titel Schwarzweiß hat viele Farben trifft in mehreren Ebenen auf dieses Buch zu. Nicht nur beschaut sich Caitlin ihre Welt am liebsten in schwarz und weiß, also in klar definierten Rahmen, um sie zu verstehen. Auch zeichnet sie ihre Bilder niemals bunt.  Und auch ihre Mitmenschen sind nicht nur gut oder böse, doch das muss Caitlin erst für sich entdecken.

    In kurzen Kapiteln fangen wir gemeinsam mit Caitlin an, unseren Weg im Leben zu finden. Da ihr Bruder bei einem Schulanschlag ums Leben kam, ist sie nun ganz allein mit ihrem Vater, die Mutter lebt ebenfalls schon lang nicht mehr. Während der Vater sich in seiner Trauer immer weiter zurückzieht, begreift Caitlin ihr eigenes Gefühlschaos nur Schritt für Schritt. Gemeinsam mit einer Betreuerin in der Schule soll sie lernen, auf eigenen Beinen zu stehen, sich neuen Menschen zu öffnen. Dabei macht sie das auf ihre Art sehr sympathisch, und auch wenn sie manchmal unsicher ist, so geht sie doch unbeirrt ihren eigenen Weg, findet Freunde. 

    Fazit

    Ein kurzweiliges Buch, was uns die Ausmaße des Asperger-Syndroms vermittelt, ohne die ganze Zeit im Fokus zu stehen. Es geht um mehr als um Caitlins Krankheit, es geht um Trauerbewältigung und um das Leben so zu sehen, wie es ist.

  11. Cover des Buches Mörder ante portas (ISBN: 9783733784546)
    Ava Fuchs

    Mörder ante portas

     (18)
    Aktuelle Rezension von: AnnMan
    Ich muss gestehen, dass ich lange gebraucht habe, um dem Krimi fertig zu lesen. Zum einen lag es wahrscheinlich daran, das ich mich mit Krimis immer noch schwer tue und zum anderen waren mir einfach die ersten Seiten irgendwie ... nun ja... es brauchte halt, bis ich ganz im Buch drin war. 
    Aber am Ende war ich einfach nur froh durchgehalten zu haben, denn es wurde so spannend und überraschend, dass ich dieses Buch gerne weiterempfehle. Die Erzählweise ist ziemlich interessant, wenn man sich dran gewöhnt hat und ich habe es genossen der Kommissarin und ihrem Team bei der Lösung des Falls zuzusehen. Ich habe selber oft überlegt wie und was genau passiert sein könnte, habe aber mit der Auflösung als Letztes gerechnet obwohl diese ziemlich logisch passte. 
    Auch ist mir sehr positiv aufgefallen mit wie viel Liebe zum Detail die Charaktere ausgearbeitet wurde. Jede Person, die irgendwie mehrfach auftauchte, bekam persönliche Eigenheiten, die sie dem Leser näherbrachte. So war es nicht einfach nur ein Krimi, wo der Fall im Vordergrund stand, sondern auch ein Portrait von verschiedenen Menschen, die ich gerne wieder treffen würde. 
  12. Cover des Buches Hufspur in den Dünen (ISBN: B07RD1VNLJ)
    Julia K. Rodeit

    Hufspur in den Dünen

     (30)
    Aktuelle Rezension von: black_snapper


    Julie ist Anwältin mit der Hoffnung auf eine baldige Teilhaberschaft in ihrer Kanzlei. Auf dem Rückweg von einem Auftrag strandet sie aufgrund einer Autopanne auf einem maroden Reiterhof an der Ostsee. Zufälligerweise handelt es sich gerade um den Schröder-Hof, den ihr Vorgesetzter an einen großen Kunden, eine Hotelkette, verkaufen will. Im Hinblick, sich nun endlich die Teilhaberschaft zu sichern, nimmt Julie die einmalige Gelegenheit wahr, um den Inhaber ein wenig auszuhorchen und gibt vor, ein paar Tage Urlaub in der dazugehörigen Pension machen zu wollen.

    Doch sie hat nicht mit dem liebreizenden Charm der Familie Schröder gerechnet. 

    Und genauso erging es mir beim Lesen. Die Familienmitglieder Schröder sind so sympathisch, daß ich mich bald als Teil des Hofes gesehen habe. Ich habe mit Mutter Helga und der quietschlebendigen Enkelin Emily Kuchen gebacken. Mit Björn, dem wortkargen, aber rührigen Stallburschen habe ich Ställe ausgemistet. Mit Inhaber David habe ich um die Finanzen gezittert. Mit Julie habe ich Reitstunden genommen und im eiskalten Ostseewasser gebadet. Mir sind vor allem auch die Pferde, Hunde und Katzen auf dem Hof ans Herz gewachsen. 

    Die Beziehung zwischen David und Julie beginnt ganz zart und wächst während der Kapitel langsam weiter. Sie erleben magische, bauchkribbelnde und dramatische Momente, die wunderschön beschrieben sind. Die beiden sind so ein tolles realitätsnah gezeichnetes Paar, daß einem das Herz aufgeht. 

    Witzig fand ich die Querverweise auf Franzi und Ella, die sympathischen  Protagonistinnen aus den vorausgegangenen Büchern.

    Die Länge des Buches hat mir sehr gut gefallen. Es war zum Glück lang genug, um die schönen, aber auch traurigen Momente auszukosten. 


    Ich gebe volle Punktzahl und eine klare Leseempfehlung.

  13. Cover des Buches Schattenspringer (ISBN: 9783862019502)
    Daniela Schreiter

    Schattenspringer

     (46)
    Aktuelle Rezension von: DarkOwl

     Zusammenfassung

    Ich habe das Buch auf Empfehlung geholt. Ich war nämlich mit vielen Dingen plötzlich stark konfrontiert und war sehr lange alleine mit dem Unwissen. Das Buch sollte mir dabei helfen, Klarheit zu bringen und es veränderte alles. Mein ganzes Leben fühlte ich mich eigentlich missverstanden, fühlte mich nicht wirklich wohl und war damit mehr als unglücklich. Wieso das so war wusste ich nicht.

    Die Schule war für mich, wie auch in dem Comic, die absolute Spitze vom Eisberg. Ich war totaler Einzelgänger...war total gelangweilt. Allerdings schrieb ich schlechte Noten, da ich komplett dicht gemacht habe.

    Und die mündliche Beteiligung war eine absolute Katastrophe. Ich lernte eigentlich selten bis nie, wozu auch. Es gab spezielle Fächer, die mein Interesse fanden.

    Ich durchlebte so viele Momente neu. Der Comic ist wirklich wunderbar und liebevoll gestaltet. Was mir am besten gefällt, ist Danielas Umgang damit, vor allem, dass man wirklich in so vielen Momenten schmunzeln und sogar lachen kann. Der Comic nahm mich auf die Reise von Daniela und fand in so vielen Erlebnissen mich selbst wieder.

    Der Comic war gar nicht so einfach für mich zu lesen, denn ich fühlte es oft nach und manchmal lag es schwer in meiner Seele. Mir wurde so viel klar und dadurch hatte ich einen echt wichtigen Aha-Effekt.

    Durch den Comic, hatte ich nicht mehr das Gefühl, dass es an mir lag...oder ich kaputt war. Endlich hatte alles einen Namen!

    Den Comic habe ich regelrecht verschlungen! Ich habe ihn nicht nur gelesen, sondern auch wahrhaftig mit ihm gearbeitet, habe die Passagen mit post its versehen, die sich mit mir ähneln. So kann ich Menschen, die ich wirklich mag, daran teilhaben lassen und diese Comic stellen zeigen und erklären.

    Das Buch war eine wirklich abenteuerliche Reise, die sich wirklich gelohnt hat.

    Dazu muss ich sagen: Ich lese grundsätzlich keine Comics. Früher als Kind habe ich gerne diese Zeitschriften gelesen, aber das hat sich extrem schnell gelegt.

    Dieser Comic allerdings hat mich komplett überzeugt, er hat unglaublich viel an Charakter, Witz und es machte mir wahnsinnig viel Freude, diesen Comic zu durchleben.

    Durch diesen Comic, hatte ich die Kraft, die Autismus-Diagnose anzugehen und es durchzuziehen. Ich bin seit kurzem ganz frisch diagnostiziert und mir sind tausend Steine von der Seele gefallen.

    Danke Daniela! Es ist so hilfreich, diesen Comic zu haben! Ich lerne mich praktisch ganz neu kennen und bin noch viel in der beschnupperungsphase.

    Dein Comic hilft mir dabei, mich näher kennenzulernen und Aha-Effekte zu sammeln, besser zu verstehen. Auch schafft es wirklich Verständnis für Außenstehende, dass vieles erleichtert.

     Fazit

    Dieser Comic ist wohl das wichtigste Buch in meinem Leben gewesen! Ein Buch, welches zu mir selbst führte und so viel Klarheit brachte.

    Unterhaltsam, liebevoll und absolut authentisch!

    Es hat mir wahnsinnig 

    viel Spaß

     gemacht, diesen Comic zu lesen und die Reise von Daniela zu begleiten, denn es war zum Teil auch meine Reise.


  14. Cover des Buches The Curious Incident of the Dog in the Night-time (ISBN: 9781782953463)
    Mark Haddon

    The Curious Incident of the Dog in the Night-time

     (450)
    Aktuelle Rezension von: histeriker
    Inhalt:
    Christopher findet im Garten der Nachbarin einen toten Hund. Er beschließt rauszufinden, wer den Hund getötet hat und darüber ein Buch zu schreiben.

    Bewertung:
    Ich bin um dieses Buch sehr lange geschlichen, weil so ein Hype drumherum entstanden ist, dass ich es irgendwie gar nicht lesen wollte. Ich bin aber zufrieden, dass ich es getan habe.
    Der Stil des Buches ist ungewöhnlich, was natürlich dem Erzähler geschuldet ist, ein ungewöhnlicher Junge, kann nicht in einem gewöhnlichen Stil schreiben. Ich finde es aber sehr authentisch und auch sehr gut gelungen, man kann sich schon durch den Stil in die Welt des Protagonisten reinversetzen. Dadurch wird es dem Leser sehr viel leichter gemacht.
    Dadurch dass es ein Jugendbuch ist, ist die englische Sprache auch nicht komplex und gut lesbar. Ich hatte wirklich keine Probleme und ich würde sagen, dass es auch ein durchdchnittlicher Jugendlicher mit normalen englischen Wortsachtz schaffen kann.
    Die Geschichte ist auch sehr interessant, man denkt am Anfang, dass es langweil ist, es entwickelt sich aber zu etwas anderen, als man erwartet hat. Und das im positiven Sinne.
    Was mich etwas eingeschränkt hat, war dass die Perspektive teilweise sehr einschränkt, einige Sachen wären mit einem anderen Erzähler etwas klarer und verständlicher, aber darum schien es in diesem Buch nicht wirklich zu gehen.
    Eine Empfehlung von mir!
  15. Cover des Buches Emily Pferdeflüsterin (ISBN: 9783791501468)
    Mila Sternberg

    Emily Pferdeflüsterin

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Ein wirklich besonderes Buch! Es geht um Emily, die ein Mathe-Genie ist, gerne an alten Mixern und Toastern herumschreibt und ein ganz besonderes Gespür für Tiere hat. Mit Menschen kommt sie hingegen nicht so gut zurecht bzw. die Menschen nicht mit ihr. Emily ist anders. Emily ist Autistin.

    Eine sehr warmherzig und gefühlvoll erzählte Geschichte für Kinder ab neun. Ich habe mich so wohlgefühlt mit diesem Buch; es ist wirklich rührend, zum Teil auch situationskomisch. Die Geschichte hat mich berührt; Emily hat mich berührt. 

    Das ist eines dieser besonderen Bücher, die man immer wieder lesen möchte, die man verschenken möchte, vorlesen möchte. 

    Ein Lese-Highlight! 

  16. Cover des Buches Der beste Freund, den man sich denken kann (ISBN: 9783833309656)
    Matthew Dicks

    Der beste Freund, den man sich denken kann

     (76)
    Aktuelle Rezension von: butterflySoul

    Die Idee der Geschichte gefiel mir und las sie auch gerne. 

    Allerdings gingen mir die konstanten und immer gleichen Wiederholungen von Budos Gedanken bezüglich seiner Existenz und seinem Verschwinden ziemlich auf den Keks. (Ich dachte oft, "ja, ok, ich weiß es doch jetzt").

    Was ich überhaupt nicht mochte war die Situation im Kiosk. Völlig sinnlos für die Geschichte und auch nicht nachvollziehbar. Als dann auch noch das Kidnapping kam, wurde es mir etwas zu viel mit der Kriminalität. Allerdings machte das Kidnapping im Laufe der Geschichte bzw. der persönlichen Entwicklung von Max und Budo tatsächlich Sinn und wurde auch richtig spannend!!

    Der Epilog hat mich total gestört, da er den Leser in eine bestimmte Richtung drängt. Daher habe ich diesen letzten kleinen Teil einfach ignoriert.

    Was ich fantastisch fand war der Blick auf die Lehrerinnen und die verschiedenen "Lehrmethoden". Realistisch und menschlich. 

  17. Cover des Buches Spectrum (ISBN: 9783404175550)
    Ethan Cross

    Spectrum

     (283)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Ein Cop dessen Vita für den Polizeidienst mehr als fraglich und für das FBI ein No Go ist - Nic. Ein ebenso genialer wie schrulliger "Asperger", der in kniffligen, grenzwertigen Situation vom FBI zu Rate gezogen wird - Burke. Ein alter Hase unter den FBI Agents, der beide unter seine väterlichen Fittiche nimmt und somit ein leistungsstarkes Dreigestirn bildet - Carter. Als Gegner einen Söldner und Massenmörder mit Gewissenbissen und Selbstzweifeln kurz vor dem Ende seiner "Karriere" - Krüger.

  18. Cover des Buches Eine Leiche auf Abwegen (ISBN: 9783734103506)
    Jeff Cohen

    Eine Leiche auf Abwegen

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Thomas_Lawall

    Samuel Hoenig hat ein Problem. In gewisser Weise. Das Problem ist, dass er sich gar nicht mit Problemen befassen will (und es in jenem speziellen Fall auch gar nicht kann). Lösen kann er sie schon gar nicht, weshalb er sein Unternehmen dementsprechend benannt hat. Es nennt sich "Fragen beantworten". Für alle Leserinnen und Leser, die Samuels ersten "Fall" bereits kennen, ein alter Hut. 

    Für den Rest der Leserschaft aber ebenso neu wie erstaunlich, denn schnell wird klar, dass Jeff Cohen hier eine Geschichte aufrollt, die sich von anderen des Genres grundlegend unterscheidet. Dem aufmerksamen Beobachter wird aber ebenso schnell auffallen, dass der Klappentext die Wahrheit etwas verdreht. Der schon genannte Fall kann ja eigentlich gar kein solcher sein, denn bereits auf Seite 21 lässt der Autor seinen Hauptdarsteller ausführen, dass er nicht nur keine Probleme lösen möchte, sondern auch keineswegs daran denkt, irgendwelche "Fälle" zu übernehmen. Er beantwortet lediglich Fragen.

    Allein die Bemühungen, dies seiner "Kundschaft" klar zu vermitteln, bereitet ein ungewöhnliches Lesevergnügen. Deren Abschweifungen und Sonderwünschen begegnet Samuel mit einer geradezu selbstverständlichen Vehemenz und Beharrlichkeit seine ganz klar definierten Ansichten betreffend, was er nicht zuletzt einem gewissen Syndrom zu verdanken hat. Herr Dr. Asperger hätte seine Freude daran. 

    Der Wiener Kinderarzt (*18. 2. 1906; †21. 10. 1980) ging nicht unbedingt davon aus, dass es sich um eine Krankheit im üblichen Sinne handelt, eher von einer Abweichung der Norm. Samuel Hoenig ist selbstverständlich ähnlicher Ansicht und er dreht den Spieß sogar um. Er definiert sich als "Träger einer neurologischen Besonderheit", weshalb auch nicht er ein Mensch mit seltsamen, unverständlichen Verhaltensweisen ist, sondern alle anderen!

    Aus diesen scheinbar unüberbrückbaren Gegensätzen ergibt sich eine ganze Reihe urkomischer Situationskomik, indem Samuel jedes Wort und jeden Satz wörtlich nimmt. So nebenbei entlarvt er unsinnige Redensarten, die wir im tagtäglichen Sprachgebrauch längst übernommen haben, ohne den eigentlichen Sinn und Zweck einmal zu hinterfragen. 

    Das Angebot, ihm den "Rücken freizuhalten", kann er beispielsweise weder verstehen noch nachvollziehen und antwortet auf die entsprechende Frage mit der für ihn ganz selbstverständlichen Logik: "Meinen Rücken? Sollte ich nicht nach vorn gehen?" Unbegreiflich sind ihm auch Dinge wie ein trockener Martini, denn wie sollte eine Flüssigkeit "trocken" sein?

    Auf Minenspiel reagiert er gar nicht und zwischenmenschliche Interaktionen sind ihm ebenso unbegreiflich. Freundschaften einzugehen ist ihm nicht möglich, wobei der Begriff "Ehe" in diesem Zusammenhang den Gipfel der Unverständlichkeit darstellt. Dass starke Gefühle für einen anderen Menschen existieren und man dann auch noch sicher ist, "dass er oder sie jeden verbleibenden Moment des eigenen Lebens dem anderen widmen möchte", ist "irrational und unwahrscheinlich" (was die Scheidungsrate bestätigt).

    Seine Beobachtungsgabe ist deshalb frei von jeder Emotion und damit ungestört sachbezogen. Für unabdingbare Dinge im emotionalen Bereich hat er ja seine Mitarbeiterin Janet Washburn, die ihm die eine oder andere Hilfestellung im Dschungel der Gefühle jener Personen leisten kann, die es im Rahmen seiner Ermittlungen, die letztlich zur Beantwortung einer bestimmten Frage führen sollen, zu verstehen gilt.

    Seine Hauptperson charakterisiert Jeff Cohen durch einen ebenso kauzigen, wie spitzfindigen Schreibstil, der zudem nicht nur umständlich und verschraubt wirkt, sondern regelrecht aus der Amtssprache abgeleitet wirkt und herrlich verstaubte Formulierungen ("Dieser Möglichkeit eingedenk ...") ebenso berücksichtigt. Im Gegensatz dazu steht Samuel Hoenigs hochmodernes Arbeitsgerät. Die allzu oftmalige Erwähnung des Markennamens grenzt an Schleichwerbung.  

    "Sie haben wirklich Nerven", könnte man ihm vorwerfen. Samuel würde auch das befremden, denn schließlich haben die alle Menschen. Es kommt sehr oft vor, dass man an solchen Stellen eine spontane Denkpause einlegen muss. Die nächste Floskel im realen Leben wird dann womöglich vorab erst einmal auf die Goldwaage gelegt ...

    Jeff Cohen hat also ein ebenso nicht alltägliches wie nachhaltiges Szenario entworfen und wer auf der Suche nach einem völlig aus der Reihe tanzenden Kriminalroman ist, wird mit "Eine Leiche auf Abwegen" fündig werden.
  19. Cover des Buches Die Saiten des Lebens (ISBN: 9783959673426)
    Hazel Prior

    Die Saiten des Lebens

     (18)
    Aktuelle Rezension von: graphida

    Was passiert wenn eine Hausfrau auf ihrem Spaziergang auf einen Mann trifft, der in seiner Scheune wunderschöne Harfen baut ? Genau, sie ist fasziniert, von den Harfen natürlich !

    Die Autorin beschreibt die Feinfühligkeit von Dan, dem Harfenbauer und der Sehnsucht von Ellie, der Hausfrau nach einem Menschen der sie ernst nimmt, ihr zuhört. Ellie ist fasziniert, von den Harfen ebenso wie von der Aufmerksamkeit Dans.

    Als er ihr eine Harfe schenkt ist es um sie geschehen, blöd nur, dass sie sich nicht traut ihrem eifersüchtigen und unberechenbaren Ehemann zu gestehen, was sie in ihrer Freizeit macht. Würde er es erfahren, wäre die Katastrophe vorprogrammiert.

    Richtig Schwung kommt in die Geschichte als sich Dan schützend vor einen Fasan wirft, der dem Jäger vor die Flinte läuft und als Ellie ihr Geheimnis nicht mehr länger geheim halten kann.

    Ein Buch über Sehnsucht und Sensibilität, über Selbstfindung und die Saiten des Lebens und einer Harfe und über Phineas, einen ganz besonderen Fasan.

  20. Cover des Buches Tulpengold (ISBN: 9783404179138)
    Eva Völler

    Tulpengold

     (88)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Amsterdam im Jahr 1636: Der 17-jährige Pieter beginnt seine Lehre bei dem Maler Rembrandt van Rijn  Pieter hat es nicht leicht; er ist ein Sonderling, wird schnell ausgenutzt, aber er hat Talente: das Malen liegt ihm, und er hat eine Begabung für Mathematik. Als es eine Mordserie gibt und diese irgendwie mit seinem Lehrmeister Rembrandt in Verbindung zu stehen scheint, möchte Pieter herausfinden, wer der Mörder ist... 

    Mein Leseeindruck:

    Ein richtig gutes Buch! Es ist ein Historischer Roman oder Historischer Krimi, auch wenn die Krimihandlung nicht unbedingt im Vordergrund steht. Sie ist trotzdem immer präsent, aber auch das ganze Drumherum ist stimmig und sehr interessant! 

    Ich wusste bis jetzt zum Beispiel nichts über diese Tulpenmanie, die es in den 1630er Jahren in den Niederlanden gab. Da waren Tulpenzwiebeln zum Teil so teuer wie ein Haus; unglaublich :) 

    Auch Pieter ist ein sehr interessanter Charakter. Heute würde man vielleicht Autismus diagnostizieren oder das Asperger Syndrom. Und auch der Maler Rembrandt als Protagonist ist natürlich interessant! 

    Mir hat es auf jeden Fall viel Spaß gemacht, diese Geschichte zu lesen! Spannend, unterhaltsam und für mich auch lehrreich :) 

  21. Cover des Buches Kissing Lessons (ISBN: 9783499275364)
    Helen Hoang

    Kissing Lessons

     (359)
    Aktuelle Rezension von: AC´s_bunte_Bücherwelt

    Die Figuren waren mir von Beginn an sympathisch und überzeugen durch ihre humorvolle und witzige Art. Besonders Stella mochte ich, weil sie so unschuldig und ungefiltert ist. Das mochte ich besonders an ihr. Michael ist dazu die perfekte Ergänzung, geduldig, liebevoll und zärtlich. Die Entwicklung der beiden habe ich gerne verfolgt.
    Auch das Verhältnis zwischen Michael und seiner Familie ist herzerwärmend und sorgt für jede Menge Unterhaltung.

    Der Anfang hat mich wirklich gefesselt, dies lies leider etwa zur Hälfte der Story nach. Die erotischen Szenen rückten für mich zu sehr in Vordergrund. Durch die Autismus-Störung bieten sich neue Handlungsstränge, welche "Kissing Lessons" zu keinem 08/15 Roman macht.

    Die Autorin schreibt angenehm, flüssig. So ist es mir schnell gelungen mich in die Geschichte hineinzuversetzen.

    Trotz der kleinen Kritikpunkte freue ich mich auf den zweiten Band. Hier treffen wir auf Khai, Michaels Cousin.

    "Kissing Lessons" ist ein unterhaltsamer Liebesroman für zwischendurch. Er regt zum Nachdenken an und sorgt für angenehme Lesestunden.

  22. Cover des Buches The Kiss Quotient (ISBN: 9781786495730)
    Helen Hoang

    The Kiss Quotient

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Filerimos
    I loved this book from page one to the last. Stella`s and Michael`s story is beautifully written.

    Helen Hoang found an interesting way to explain the difficulties someone has to overcome when suffering under the Asperger`s Syndrome. Stella`s need to be seen as a unique person, not as a person with a disorder, was tangible between the pages. And Michael... He melted my heart.
  23. Cover des Buches Der Rosie-Effekt (ISBN: 9783596521180)
    Graeme Simsion

    Der Rosie-Effekt

     (440)
    Aktuelle Rezension von: leni_liest28

    Nachdem mir der erste Teil "Das Rosie-Projekt" so gut gefiel, konnte ich es kaum erwarten, mit der Fortsetzung zu beginnen. Auch hier wurde ich nicht enttäuscht. Don Tillmann ist auf seine ganz eigene Art und Weise ein liebenswürdiger Mensch. Manchmal handelt er so rational, dass man nur noch schmunzeln kann. Das war mein erstes Buch, in welchem ich ein paar Tränen vergoss.. 

    Einen Stern Abzug gebe ich aufgrund der Tatsache, dass Rosie während der Schwangerschaft Alkohol trank. Für mich war nicht nachvollziehbar, wie der Autor dies als "Selbstverständlichkeit" in seine Geschichte einfließen ließ.

    Bald geht es weiter mit dem dritten und aktuell letzten Teil der Rosie-Reihe. Aber nun brauche ich eine kleine Pause von dieser verrückten Don-Tillmann-Welt und seinen Kuriositäten :-)

  24. Cover des Buches Spiegelmädchen - Du bist die Nächste (ISBN: B0B972NXK4)
    Katja Montejano

    Spiegelmädchen - Du bist die Nächste

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Josdancat

    Ein Thriller der allerersten Güte. Ich habe ihn während der Hausarbeit gehört und dabei vor lauter Spannung total die Zeit vergessen, mich allein im Haus vor dem irren Killer aber auch tüchtig gegruselt. Was Menschen anderen Menschen antun können, im echten Leben aber auch in dem nicht in Worte zu fassenden Abgründen des Darknets...Jazz- der Gegenpol des Bösen, eine junge Frau mit dem Asperger Syndrom ist herrlich erfrischend und grundehrlich diejenige, die dem Verrückten Paroli bietet. Hört selbst und vergesst dabei die Zeit. Bei Autofahrten sehe ich die Gefahr, dass man ganz woanders ankommt, als man hinwollte, weil man vor lauter Spannung einfach immer weiterhören musste!

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