Bücher mit dem Tag "archäologe"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "archäologe" gekennzeichnet haben.

151 Bücher

  1. Cover des Buches Feuer und Stein (ISBN: 9783426518021)
    Diana Gabaldon

    Feuer und Stein

     (2.586)
    Aktuelle Rezension von: Celin_Aden

    Was tragen Schotten 1743 unter ihren Röcken? Um das herauszufinden muss man entweder in eine Zeitmaschine steigen oder dieses Buch lesen.

    Eine unfreiwillige Zeitreise nach Schottland. Der Leser erlebt diese wunderbare Welt durch Claires Augen. Diana Gabaldon meistert die Ich-Perspektive hervorragend.

    Die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet. Claire und Jamie passen großartig zusammen. Die Romanze zwischen den beiden baut sich langsam auf und ist gut mit der gesamten Geschichte verwoben. 

    Manche Passagen sind sehr in die Länge gezogen und das Buch ist ein absoluter Wälzer. Nichtsdestotrotz hat das lesen sehr viel Spaß gemacht.

    Also absolut empfehlenswert.

  2. Cover des Buches Das Jesus-Video (ISBN: 9783404170357)
    Andreas Eschbach

    Das Jesus-Video

     (763)
    Aktuelle Rezension von: Elchdame

    Ich bewerte hier das Hörbuch, das ich leider nicht eintragen kann. Gelesen habe ich das Buch nicht, aber mehrfach gehört.

    Ich liebe dieses Hörbuch einfach und ich höre es immer wieder. 

    Stephen Foxx, ein Student aus den USA nimmt als freiwilliger Helfer an einer archäologischen Ausgrabung in Israel teil. Dort findet er in einem Grab aus etwa dem Jahr 30 n.Ch. die Bedienungsanleitung für eine Sony Videokamera. Natürlich fragt er sich, was das Ganze zu bedeuten hat. Nach einigen Überlegungen kommt er zu dem Schluss, dass es sich bei dem Skelett in dem Grab um einen Zeitreisenden aus der Zukunft handeln muss, denn wie sich herausstellt, wird die Kamera, zu der die Bedienungsanleitung gehört, in frühestens drei Jahren auf den Markt kommen.

    Doch was hat es zu bedeuten, dass die Bedienungsanleitung in dem Grab lag? Er kommt zu dem Schluss, dass irgendwo in Israel die Kamera versteckt sein muss. Und dass der Zeitreisende vor 2000 Jahren nur ein Motiv zum Ziel gehabt haben kann: Jesus Christus.

    Zum selben Schluss kommt auch John Kaun, Geldgeber der Ausgrabung, der nach dem Fund an der Ausgrabungsstelle auftaucht und Experten zu Rate zieht, die mit ihren jeweiligen Fähigkeiten dazu beitragen sollen, das Versteck dieser Videokamera zu finden.

    Zwischen Stephen Foxx samt seinen Freunden Judith und Yehoshua Menez auf der einen Seite und dem Multimillionär John Kaun auf der anderen Seite entbrennt ein atemberaubender Wettlauf, in dessen Verlauf sich der Vatikan einschaltet, ein abgeschiedenes, fast vergessenes Kloster mit einer handvoll Mönchen und schließlich auch das israelische Militär eine Rolle spielen.

    Die Charaktere werden in diesem Buch sehr glaubhaft dargestellt und ich kann sie mir lebhaft vorstellen. Es wird zudem eine gute Spannung aufgebaut. Gelesen wird das Buch von Matthias Koeberlin sehr ansprechend und mitreißend. Er ist großartig!

    Schließlich das Resümee, welches Stephen Foxx aus den ganzen Ereignissen zieht – ich möchte natürlich nicht zu viel verraten. Aber ich finde das Resümee auch als gläubiger Christ als Gewinn. Auch wenn ich es nicht eins zu eins bejahen würde und mir das Geschenk der Vergebung fehlt, ist es doch für mich nachvollziehbar und ansprechend.

    Ich kann dieses Hörbuch wirklich von ganzem Herzen empfehlen – auch gegenüber der gekürzten Version, die ich zwar auch schon mehrfach gehört habe, der aber einfach einiges fehlt. Denn die Kürzungen sind zum Teil doch recht erheblich. Lasst Euch auf die unglaubliche Geschichte ein und verfolgt selbst den spannenden Wettbewerb, das ist meine Empfehlung.

  3. Cover des Buches Die Magie der tausend Welten - Die Begabte (ISBN: 9783734160738)
    Trudi Canavan

    Die Magie der tausend Welten - Die Begabte

     (271)
    Aktuelle Rezension von: tschulixx

    Ich habe schon einige Bücher von Trudi Canavan gelesen und war sehr gespannt auf diese neue Reihe von ihr, weil sie diesmal doch anders an die Magie herangeht. Ich habe mich sofort auf Band 1 gestürzt, denn als ich „der Archäologe“ las, musste ich das Buch sofort haben, weil das immer viel Mystisches mit sich bringt finde ich. Die Vergangenheit ist doch voll mit Magie, stimmt’s? ;) Das hört sich doch schon mal ganz spannend an, oder? Zwei Handlungsstränge die jedoch unterschiedlicher nicht sein können. Spannung und Langeweile kollidieren in diesem Buch… 


    Laut dem Klappentext geht ja hervor, dass es da diese besondere Frau gibt die gefangen in einem Buch lebt und unbedingt heraus möchte. Diese Zeile hat mich schon überzeugt und ich hab auch beim lesen große Augen gemacht. Tyen und Pergama versuchen also den Fluch zu lösen, was natürlich nicht so einfach wird. Dazu noch eine Liebesgeschichte die den Magier an seine Grenzen bringt. Ich finde den Bezug mit der Archäologie, auch wenn diese natürlich mit viel Fantasy verbunden ist, oder gerade deswegen, wirklich fabelhaft. Die Autorin zeichnet ein Bild der vergangenen Zeit und verfrachtet den Leser zurück in diese Zeit.

    Doch das ist noch nicht alles, nein, der Leser wird auch noch mit einem Mädchen auf die Reise geschickt. Wie ich es von Trudi Canavan kenne: ein Mädchen mit einer besonderen neuen Gabe in einer Schule. Nichts neues, aber trotzdem sehr spannend erzählt.


    Wie oben schon kurz erwähnt, ist das Buch auf zwei Handlungssträngen aufgebaut. Auf der einen Seite das Rätsel um Pergama und Tyen und auf der anderen die junge Rielle. Außerdem ist das Buch auch noch in elf Teile gegliedert die das Geschehen etwas übersichtlicher machen. Sehr gefällt mir wie Tyen und Pergama miteinander kommunizieren. Er schreibt in das Buch und sie antwortet im Buch. Romantisch! Er kann also nur ihre geschriebenen Worte sehen. Das wird im Buch fett gedruckt, ist also auch sehr überschaubar.

    Das Buch ist wirklich sehr gut aufgebaut und die Kapitel haben eine angenehme Länge. Und jetzt kommt das große Aber: Die Autorin lässt sich wirklich sehr viel Zeit mit Tyen und Pergama. Ich dachte, dass die Hauptaufgabe im Buch ist, den Fluch zu lösen. Das zieht sich aber wahnsinnig in die Länge und Rielles Teile wurden mir immer lieber. Grundsätzlich schon spannend, aber einfach unnötig verlängert…


    Auch ließ das Ende finde ich sehr viel offen. Man erfährt irgendwie gar nichts und der Leser ist sozusagen gezwungen dazu, den zweiten Teil zu lesen, denn so darf ein Buch einfach nicht aufhören. Klar, Spannung und so, aber ein so offenes Ende ist dann auch doch ziemlich fies. Gott sei Dank ist der nächste Teil ja schon erschienen, jetzt ist das nicht mehr so schlimm. ;) 


    Ich weiß von den anderen Büchern die ich von der Autorin gelesen habe, dass sie auch hier wieder sehr tolle Personen aufs Papier zaubern wird. Und ich wurde nicht enttäuscht. Sie versteht es Bilder von Menschen zu zeichnen und gibt ihren Charakteren sehr nachvollziehbare und realistische Charakterzüge. Man hat sofort ein Bild von den Personen im Kopf und kann sich auch sehr gut in diese hineinversetzten. Die Autorin achtet in dieser Weise finde ich sehr aufs Detail. Die Gewänder die Lachfalten etc. 


    Wie ihr schon gelesen habt: auf der einen Seite spannend und auf der anderen Seite langweilig. Es lässt sich leider nicht anders sagen. Ich habe das Buch dann doch oft auf die Seite gelegt, weil es so schleppend voran ging. Obwohl eigentlich ziemlich viel passiert ist, hat trotzdem was gefehlt. 


    Ich mag den Schreibstil der Autorin sehr gerne. Sie baut zwischendurch immer wieder Spannung auf und lässt diese gekonnt stehen. (ich lass jetzt mal die langweilige Seite außen vor). Auch mag ich es, wie sie aufs Detail eingeht. Bei den Charakteren, der Umgebung der Gefühle. Sie beschreibt wie die Magie die Menschen beeinflusst und wie sich diese anfühlt. Ich finde so etwas immer sehr schön zu lesen und bin deswegen sehr gerne in ihren Welten unterwegs. Das bringt mich auch schon zum nächsten Punkt: ihre erfundenen Welten. Sie wirken authentisch und sehr durchdacht. 



  4. Cover des Buches Mord im Pfarrhaus (ISBN: 9783455650075)
    Agatha Christie

    Mord im Pfarrhaus

     (246)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee

    Nachdem ich ja (leider) mit der Hercule Poirot Reihe durch bin, starte ich jetzt mit Miss Marples erstem Fall. Wobei die alte Lady hier ja ziemlich außen vor bleibt und nur so zwischendurch mal als vorwitzige, ja besserwisserische und selbstgefällige Dame auftaucht. In dem Dorf St. Mary Meed wird sie nicht unbedingt als liebenswert angesehen - eher als neugierig und mit jedem Klatsch vertraut, und nicht so recht an "das Gute im Menschen" glaubt.

    Erzählt wird hier aus der Sicht des Pfarrers Clement, in dessen Pfarrhaus die Leiche aufgefunden wurde. Interessant ist, dass das Opfer von vielen nicht gemocht wurde und in den letzten Tagen desöfteren der Ausspruch kam, es wäre besser, er wäre tot. Die gewohnte Vorlage für einen whodunit Krimi und ein guter Nährboden für allerlei Verdächtige.
    Ist es der offensichtliche Liebhaber der Ehefrau des Toten? Die eifersüchtige Tochter? Die zurückgezogene Dame, die frisch ins Dorf gezogen ist? Oder sogar der Pfarrer selbst?
    Ich hab sehr viel mitgerätselt, während ich den Ermittlungen gefolgt bin, und wenn die Handlung scheinbar dahinplätschert und wenig von Aufregung geprägt ist, war ich durchweg gefesselt. Nach und nach tauchen viele kleine Informationen auf, die die Motive unterstützen; sogar ein Geständnis für den Mord wird abgelegt, aber nichts scheint zusammenzupassen, denn alle haben ein Alibi.
    Es ist sehr verstrickt, da die Zeit und die Abläufe der Ereignisse alles in Frage stellen.

    Ich mag den Stil und ich fand die Einblicke in das Dorfleben sehr belebend. Der Pfarrer ist immer und überall dabei und die Menschen gehen aufeinander zu. Laden sich zum Tee ein, wollen ein Schwätzchen halten und den Klatsch weitertragen. Ein typisches Bild wie man es sich vorstellt und ich mag das Eintauchen in diese alte Zeit, grade aus der Sicht von Agatha Christie, die ja dieses gesellschaftliche Treiben selbst erlebt hat.

    Miss Marple selbst hat, wie gesagt, nur wenig Auftritte, aber sie kommt in den überraschendsten Momenten zum Zug und nimmt sich auch mal selbst aufs Korn, weil sie genau weiß, dass sie mir ihrer Neugier und besserwisserischen Art überall aneckt. Über sie kann ich also noch gar nicht so wirklich viel sagen, außer dass sie eine gute Beobachtungsgabe und ein nützliches Kombinationstalent hat.
    Während die Polizei im Dunkeln tappt und wenig auf die Vermutungen der Dorfbewohner gibt, lüftet Pfarrer Clement viele kleine Rätsel, ohne dass ich dem Mörder auf die Spur kommen konnte.

    Die Aufklärung hat mich dann auch überrascht, hat aber keine Fragen offengelassen.

  5. Cover des Buches Skarabäus und Schmetterling (ISBN: 9783957340139)
    Elisabeth Büchle

    Skarabäus und Schmetterling

     (59)
    Aktuelle Rezension von: eskimo81
    1922: Die junge Sarah reist nach Ägypten, wo sie aufsehenerregende Ausgrabungsstätten des Archäologen Howard Carter besucht. Sie scheint Missgeschicke und Unfälle anzuziehen, oder will ihr jemand schaden? Wieso?

    90 Jahre später in Berlin: Rahel, Praktikantin, gerät unter Verdacht. Europol ermittelt wegen auftauchenden Tutanchamun-Artefakten. Ist sie wirklich eine Schwarzmarkthändlerin?

    Was für ein spannendes und sehr faszinierendes Buch das nicht nur die Geschichte um die Ausgrabung von Tutanchamun näher bringt sondern auch das Land Ägypten, die unterschiede der Zeiten 1922 und 90 Jahre später. Die wirklich spannenden herausgearbeiteten Unterschiede die bewusst machen, wie viel in 90 Jahren passiert ist.

    Fazit: Ein wundervolles historisches Buch. Spannender Schreibstil entführt direkt in die Wirkungsstätte und macht einfach Lust, Lust auf mehr von der Autorin zum lesen und auch Lust auf Ägypten, auf die Geschichte um Tutanchamun.
  6. Cover des Buches Mittagsstunde (ISBN: 9783328106340)
    Dörte Hansen

    Mittagsstunde

     (220)
    Aktuelle Rezension von: buchstaeblichverliebt

    "An den Koppelrändern standen Kühe mit gesenkten Köpfen wie Melancholiker an Bahnsteigkanten." (S.39)

    Eine Ode an das Landleben und seine teilweise eigentümlichen Bewohner.

    Konnte mich leider wie auch schon "Altes Land" nicht begeistern und für sich einnehmen. 

    Ich habe gelesen und gelesen, mich in der Sprache verloren, aber nicht in die Handlung hineingefunden. 

    Irgendwie fehlte mir der rote Faden und außer Ella ging mir auch keiner der Protagonisten nahe. 

    Ich werde in Zukunft auf weitere Bücher der Autorin verzichten. 

  7. Cover des Buches Die Tote in der Bibliothek (ISBN: 9783455650051)
    Agatha Christie

    Die Tote in der Bibliothek

     (285)
    Aktuelle Rezension von: Annika_85

    Ich liebe die Krimis von Agatha Christie 💕🎀 Und wenn ich mich nicht vertan habe, dann ich bin alle ihre Bücher in dieser Ausgabe durch. Für mich sind diese Ausgaben etwas ganz besonderes, da ich sie als Teenager schon gelesen habe und für mich jeder Bibliotheksbesuch etwas ganz besonderes war ☺️ Bei „Die Tote in der Bibliothek (oder auch unter dem Titel „Das Rätsel um die Tänzerin“ bekannt) war ich letztendlich überrascht, wie sich die Morde aufgeklärt haben. Ich hatte ja keine Ahnung, dass ausgerechnet... 😉 Ich werde hier natürlich nichts verraten. Ich fand jedenfalls grandios, wie Jane Marple den Fall gelöst hat!

  8. Cover des Buches Alibi (ISBN: 9783455650044)
    Agatha Christie

    Alibi

     (187)
    Aktuelle Rezension von: Janosh

    Lang ist es her, dass ich Agatha Christies Meisterwerk „The Murder of Roger Ackroyd“ ( dt. Titel: „Alibi“ ) zum ersten Mal gelesen habe. Zu dieser Zeit war ich bereits ein Fan der englischen Kriminalautorin, von der ich auch heute, und unzählige Krimis und Thriller später, noch immer meine, dass sie den Titel „Queen of Crime“ völlig zu Recht trägt, mit ihrer Art zu schreiben sehr vertraut und mir sicher, auch diesmal, nach sorgfältigem Lesen und vermeintlichem Achten auf die vielen kleinen Hinweise, die sie clever in der Handlung versteckt, zu gegebener Zeit die Identität des Täters zu entdecken. Bis kurz vor Schluss hatte ich mir eine wunderbare und, davon war ich überzeugt, wasserdichte Theorie zusammengebastelt – und dann kam die Überraschung! Faustdick!

    Nie hatte ich mit einer solchen Auflösung gerechnet, die mich fast ein wenig ärgerte, betrachtete ich sie doch als etwas hinterhältigen Trick Dame Agathas, mit dem sie den Leser an der Nase herumführte. Wo waren sie, die sonst unfehlbar vorhandenen Hinweise, die den Leser in all ihren übrigen Krimis auf die rechte Spur führten? Die Puzzleteile hatte ich zwar eifrig gesammelt, doch wollten sie nicht ins Gesamtbild passen, ohne das eine, das entscheidende Teilchen, dass nur Agatha Christie persönlich kannte. Und so beschloss ich, „The Murder of Roger Ackroyd“ als Fehlschlag abzutun und schob ihn in die hinterste Ecke des Krimiregals, aus dem er kürzlich erst wieder, ganz unerwartet, zum Vorschein kam – um erneut gelesen zu werden? Obwohl ich den so unerwarteten Mörder noch immer präsent hatte? Kurzentschlossen schlug ich den vermeintlichen Fehlschlag auf und begann mit der Lektüre, aufmerksam wie damals auch, um dem einerseits gepriesenen und andererseits gescholtenen Meisterwerk, das 2013 von „The Crime Writers' Association“ zum besten Kriminalroman aller Zeiten gekürt worden war, eine neue Chance zu geben!

    Ob es daran lag, dass ich anstelle der siegesgewissen Überheblichkeit, mit der ich glaubte, einer Agatha Christie gewachsen zu sein, mit vorsichtigem Respekt zu Werke ging, mir wichtig erscheinende Passagen gleich zweimal las, um bloß nichts zu übersehen, was, so versicherten die begeisterten Kritiker dieses, Dame Agathas sechstem Kriminalroman, doch so augenfällig war? Und siehe da – von Anfang an war die Leuchtspur zu sehen, mit der die englische Lady auch dem blindesten unter ihren Lesern, zu denen auch ich mich zählen muss, den Weg gewiesen hat!

    Wenn man diese Spur nicht verliert in dem üblichen Labyrinth von falschen Fährten und geschickt eingebauten Nebensächlichkeiten, wie man denken könnte, wenn man die Tatsache ignoriert, dass es bei Dame Agatha keine Nebensächlichkeiten gibt, nichts, was überflüssig wäre, wenn man es denn logisch und folgerichtig interpretiert, also seine „kleinen grauen Zellen“ benutzt, auf denen der belgische Detektiv Hercule Poirot, der in dem verzwickten Krimi seinen dritten Auftritt hat, nicht müde wird zu insistieren – hier mehr als in jedem anderen Krimi, in denen der etwas lächerlich wirkende kleine Mann mit dem großen Schnurrbart und dem noch größeren Ego ermittelt -, dann führt sie unweigerlich zu demjenigen aus einer ansehnlichen Gruppe von Verdächtigen, die, was für Poirot von Anfang an klar ist, allesamt etwas zu verbergen haben, der den reichen Roger Ackroyd ins Jenseits befördert hat!

    Und dann erst erkennt man, wie klug und umsichtig, auch nicht das kleinste Detail außer Acht lassend, die berühmte Britin ihren Kriminalroman aufgebaut hat – und kann nicht umhin, ihr höchstes Lob zu zollen!

    Ein wahrhaft grandioser Whodunnit ist ihr da gelungen, einer, von dem ihre Biographin Laura Thompson sagte, er sei „der größte, der ultimative Kriminalroman“, der wegweisend war, der das Genre, dem sie sich verschrieben hatte, nachhaltig beeinflusste, denn sie wagte damit etwas ganz Neues, etwas, das inzwischen natürlich viele Nachahmer, aber keinen, der ihr gleich käme, gefunden hat.

    Zum Schluss meiner Überlegungen bliebe anzumerken, dass jeder Versuch einer ausführlicheren Inhaltsangabe die Gefahr birgt, dem unvoreingenommenen Leser Wissen zu vermitteln, das ihn allzu frühzeitig auf die richtige Spur bringt und ihn somit des Vergnügens beraubt, seine eigenen Theorien aufzubauen und daraus die richtigen – was schwer sein dürfte -  Schlüsse zu ziehen.

    Eines ist gewiss – es lohnt sich, diesen in jeder Hinsicht bemerkenswerten Kriminalroman zu lesen, schon alleine, um dem klugen, von sich selbst und seinen überragenden Fähigkeiten – völlig zu Recht übrigens! - so überzeugten kleinen Detektiv, der sich eigentlich in King's Abbott, dem fiktiven Schauplatz des Romans, zur Ruhe gesetzt hatte, um dort ausgerechnet Kürbisse zu züchten, über die Schulter zu schauen und ihn mit der ihm eigenen Methodik und Systematik, unter Gebrauch der bereits erwähnten sehr aktiven kleinen grauen Zellen, den wohl erstaunlichsten Fall nicht nur seiner eigenen Karriere sondern auch derjenigen der Schriftstellerin Agatha Christie, geborene Miller, in zweiter Ehe verheiratete Mallowan, lösen zu sehen!

  9. Cover des Buches 16 Uhr 50 ab Paddington (ISBN: 9783455650068)
    Agatha Christie

    16 Uhr 50 ab Paddington

     (293)
    Aktuelle Rezension von: buch_klatsch

    Einen gelungenen Einstieg schafft Agatha Christie mit dem Buch, denn niemand will Elspeth McGillicuddy glauben, dass sie aus ihrem Zugabteil im gegenüberliegenden Zug einen Mord beobachtet, wäre da nicht Miss Marple. 


    Agatha Christie hat die Geschichte und das Buch sehr gut aufgebaut, sodass für mich durchweg viele Verdächtige in Betracht kamen. 

    Schade fand ich, dass die Fäden zu dem Fall zwar von Miss Marple in den Händen gehalten werden, allerdings sie in dem Buch doch nicht die Hauptrolle spielt. Die Protagonistin, die von Miss Marple hinzugezogen wird, hat mir aber sehr gut gefallen. 


    Mit der Auflösung konnte mich Agatha Christie wieder überraschen. Am Ende ist alles schlüssig, aber tja, sie hat es wieder mal geschafft, mich an der Nase herumzuführen. 


    》 ғᴀᴢɪᴛ

    Ein spannender Kriminalroman, indem zwar Miss Marple eine Nebenrolle spielt, der aber mit der hinzugezogenen Ermittlerin überzeugen konnte. 


    4 | 5 Sterne  ☆


    ___♡___


    Liebe Grüße,

    Jeanette.

  10. Cover des Buches Das Böse unter der Sonne (ISBN: 9783455650273)
    Agatha Christie

    Das Böse unter der Sonne

     (147)
    Aktuelle Rezension von: BirteHi

    Eigentlich will Hercule Poirot nur Urlaub im Jolly Roger auf der „Schmugglerinsel“ in der Bucht von Lathercombe machen, aber ob das auch klappt?

    Zu Beginn der Geschichte sitzt Poirot auf der Terrasse des Hotels und der Leser bekommt die anderen Bewohner vorgestellt und Beschrieben. Unter anderem auch Arlena Marschall eine schöne junge ehemalige Schauspielerin, der die Männer reihenweise hinterherlaufen so auch der gutaussehende junge Patrick Redfern der mit seiner Frau Christine ebenfalls dort im Urlaub ist. Doch ist dies wirklich ein Zufall? Redfern und Mrs. Marshall kannten sich bereits vor ihrer Begegnung auf der Insel. Zum Leidwesen von Christine Redfern und Marshalls Gatten Kenneth. Der dort ebenfalls eine alte bekannte aus Kindertagen trifft Rosamund Darnley.

    An einem Morgen macht sich Arlena mit einem Floß auf zu einer nahegelegenen Bucht, alle nehmen an, um ihren Liebhaber Patrick Redfern zu treffen, doch der sitzt eben Poirot am Strand. Als einige Zeit später ihre Leiche entdeckt wird bleibt die Frage, wer hat Arlena Marshall getötet? Ihre Stieftochter Linda? Ihr Ehemann? Es kommen viele in Frage.

    Mir ist es auch diesmal nicht gelungen den Fall zu entschlüsseln, auch wenn die Fakten wie in jedem Fall eindeutig sind, so ist es doch für den Leser schwierig dahinter zu kommen, bis die Erklärung von Poirot wie so oft am Ende des Buches geliefert wird. Bisher einer meiner Liebsten Krimis von der Queen of Crime.

  11. Cover des Buches Fata Morgana (ISBN: 9783455650556)
    Agatha Christie

    Fata Morgana

     (158)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee

    Als erstes ist mir hier aufgefallen, dass Miss Marple tatsächlich schon auf der ersten Seite erwähnt wird. In den bisherigen Büchern, die ich gelesen habe, spielt sie ja eine sehr untergeordnete Nebenrolle und taucht nur am Rande auf - das hat mich hier jetzt sehr positiv überrascht!

    Sie hört von den Sorgen ihrer guten Freundin Ruth Van Rydock, bei der es um ihre Schwester Carrie Louise geht. Diese lebt mit ihrem mittlerweile 3. Ehemann in Stonygates, wo sie ein Institut betreiben, eine Art Erziehungsheim für kriminelle Jugendliche.

    "Ach ja. Mode! Ich wollte sagen, auch die Philanthropie ist der Mode unterworfen. Zu Gulbrandsens Zeit warf sie sich auf die Erziehung. Das ist jetzt unmodern. Der Staat hat sich da eingemischt. Jeder erwartet heutzutage, dass er ein Recht hat, erzogen zu werden, und wenn ihm dieses Recht zuteil wird, dann hält er nicht viel davon. Jugendkriminalität - das ist heute der letzte Schrei!"
    Zitat auf Seite 11

    Sehr interessant mal wieder die Einblicke, die die Autorin hier gibt auf die Denkweise des Jahres 1952.
    Überhaupt diese Institution, die von Carrie Louise und ihrem Mann Lewis geleitet wird. Die beiden sind Idealisten und sehen in den kriminellen Neigungen der jungen Menschen ein Potenzial, das "einfach" nur in die richtige Richtung gelenkt werden müsste. Sie erkennen die Problematik, die aus ihrer Vergangenheit erwachsen ist und wollen nicht mit Strafe, sondern mit Unterstützung und Wegbereitung diesen jungen Männern in eine konfliktlose Zukunft verhelfen.
    Ein toller Ansatz, der aber auch Widersprüche herausfordert.

    Vor allem Carrie Louise, um die sich Ruth ja Sorgen macht, lebt in einer Scheinwelt. So wird es von vielen beschrieben. Sie kann nur an das Gute im Menschen glauben und verklärt sich dadurch den Blick auf die Welt. Hat mich dennoch berührt, denn es ist eben doch gerade dieser Glaube an das Gute, das es in anderen hervorlocken kann.

    Miss Marple ist anfangs etwas überfordert bzw. weiß sie nicht so Recht, was sie von den vielen Familienangehörigen halten soll, die sich zurzeit auf Stonygates aufhalten. Bevor sie sich ein rechtes Bild machen kann, geschieht dann auch tatsächlich ein Mord, doch alles wirkt sehr verstrickt.
    Zwischendurch hat es etwas vor sich hingeplätschert, aber die Charaktere waren dennoch alle auf ihre Art interessant.
    Ich hatte vor kurzem die Serien-Folge "Mord mit doppeltem Boden" gesehen, weshalb ich die Handlung noch gut im Kopf hatte und somit auch die Lösung des Rätsels. Vielleicht hat es mich deshalb auch nicht so mitfiebern lassen. Ich dachte auch nicht, dass es die Verfilmung dieses Falles ist, wegen dem anderen Titel. (Auch der englische ist ja komplett anders) Hier wird Miss Marple übrigens von Helen Hayes gespielt und Carrie Louise von Bette Davis.

    Jedenfalls war es dennoch wieder unterhaltsam und der Stil von Agatha Christie gefällt mir einfach :)

  12. Cover des Buches Mord auf dem Golfplatz (ISBN: 9783455651003)
    Agatha Christie

    Mord auf dem Golfplatz

     (145)
    Aktuelle Rezension von: LeenChavette

    Hercule Poirot erhält einen Brief aus Frankreich, in dem er von P. T. Renauld um Hilfe gebeten wird. Dieser offenbart ihm, dass er ein Geheimnis kenne und nun um sein Leben fürchte. Als Poirot und sein Bekannter Arthur Hastings jedoch in Merlinville-sur-Mer ankommen, können sie Renauld nur noch tot auffinden. Sein Leichnam wurde auf einem Golfplatz abgelegt. Wer hat den Multimillionär ermordet und warum?

    Ich muss zugeben, dass dies der erste Fall von Poirot ist, in dem ich mit dem kauzigen Ermittler sympathisiere. Seine Einwände in den Ermittlungen stoßen teilweise auf Taube Ohren und er zeigt sich hier, anders als sonst (kühl und eitel) sondern zurückhaltend und empathisch. Die Auflösung am Ende empfinde ich nicht als sehr gelungen. Mir wurden die Theorien zum Ende hin einfach zu oft verworfen bzw. verdreht. Dennoch ein solider Fall für Poirot!



  13. Cover des Buches Mord im Spiegel (ISBN: 9783455650587)
    Agatha Christie

    Mord im Spiegel

     (122)
    Aktuelle Rezension von: sina_liest

    3,5 Sterne

    Auf die berühmte Schauspielerin Marina Gregg wurde ein Attentat verübt, dem sie nur durch Zufall entkommen konnte. Dies bleibt nicht der letzte Versuch und nicht nur sie muss Angst um ihr Leben haben. Miss Marple beginnt zu ermitteln und taucht ein in die Welt der Stars und Sternchen. 

    "Mord im Spiegel" ist der 9. Teil der Miss Marple Reihe und der erste Band, bei dem ich tatsächlich mal den richtigen Riecher hatte. Die Idee hinter dem Fall fand ich wirklich gelungen, die Ermittlungsarbeit war mir aber stellenweise zu lang und viele Sachen haben sich wiederholt. Aus diesen Gründen kann "Mord im Spiegel" für mich nicht ganz mit den Vorgängern mithalten. Es war wie immer unterhaltsam und Miss Marple liebe ich ja sowieso, insgesamt aber eher ein durchschnittlicher Fall. 

  14. Cover des Buches Das Haus an der Düne (ISBN: 9783455651294)
    Agatha Christie

    Das Haus an der Düne

     (176)
    Aktuelle Rezension von: buch_klatsch

    》 ᴍᴇɪɴᴇ ʟᴇsᴇᴇɪɴᴅʀᴜ̈ᴄᴋᴇ

    Zunächst startet das Buch ohne große Vorfälle.

    Poirot und Hastings im Urlaub, machen eine nette Bekanntschaft, doch dann wird klar: Poirot muss eingreifen, ansonsten ist das Schicksal von Nick Buckley besiegelt.


    Geschickt schafft es Agatha Christie ein Verwirrspiel und eine Undurchsichtigkeit in dem Fall zu schaffen, sodass sogar ich als Leser:in geglaubt habe, dass die Gefahr groß ist.


    Die Geschichte wird aus der Sicht von Captain Hastings erzählt, was mir sehr gut gefallen hat. Zwischen den Ermittlungen schafft es Agatha Christie sogar etwas Humor einzubauen, was mir teilweise ein Grinsen ins Gesicht gezaubert hat. 


    Die Auflösung führt, wie immer, zum großen Showdown. Selbst dieser führt in den letzten Seiten nochmals eine Wendung herbei, die ich nicht erwartet habe. 


    》 ғᴀᴢɪᴛ

    Ein Verwirrspiel, welches selbst Hercule Poirot an seine Grenzen bringt. Tolles Zusammenspiel zwischen Humor und Krimi.


    5|5 Sterne ⭐️

  15. Cover des Buches Die Morde des Herrn ABC (ISBN: 9783455650037)
    Agatha Christie

    Die Morde des Herrn ABC

     (157)
    Aktuelle Rezension von: Schnuerschuh

    Erstmal auf die Idee dieses Bandes zu kommen, macht mich sprachlos! Ein sehr spannender Fall- das ist er wirklich. LG

  16. Cover des Buches Das Geheimnis der Goldmine (ISBN: 9783455650563)
    Agatha Christie

    Das Geheimnis der Goldmine

     (118)
    Aktuelle Rezension von: Surari

    Rex Fortescue bricht in seinem Büro zusammen. Nachdem er in's Krankenhaus eingeliefert wird stirbt er. Es kommt heraus daß der skrupellose Geschäftsmann vergiftet wurde. Die Polizei beginnt in seinem Haus zu ermitteln. Dann wird auch noch Adele Fortescue und wenig später das Hausmädchen der Fortescue's tot aufgefunden. Die Morde und ein früheres Ereignis erinnern an einen alten Kinderreim. Was geht nur vor im Haus zur Eibe?

    Mein zweites Buch von Agatha Christie. Mal wieder ein schöner Krimi. Etwas schade fand ich das es trotz einem Miss Marple relativ wenig Miss Marple gab im Buch und den Hauptteil der Ermittlungen Insepctor Neele übernommen hat. Trotzdem war es wieder spannend wer hier alles wie verwickelt ist, wie der Kinderreim in die Geschichte eingebunden wird und das am Ende doch wieder alles ganz anders ist als gedacht. Jetzt habe ich einen Miss Marple und einen Hercule Poirot gelesen. Ich mag beides und ich mag es wie Agatha Christie den Leser langsam aber zielsicher durch ihre Geschichten führt. Wie man beginnt mit zu raten wer der Mörder sein könnte. Wie es doch alles anders ist als es scheint.

  17. Cover des Buches Die Schattenhand (ISBN: 9783455650303)
    Agatha Christie

    Die Schattenhand

     (138)
    Aktuelle Rezension von: halo123

    Zuerst zum Marple Problem: Anders als bei den anderen Büchern wo Miss Marple wenigstens ab der Hälfte des Buches vorkommt, ist hier ihr auftauchen nicht nur sehr spät. Sie hat auch größtenteils keine große Rolle, stellt keine Ermittlungen dar sondern beschwert sich nur darüber, dass sie eine alte Dame ist, was mich zum Teil aufgeregt hat.
    Dieses Buch hätte auch einfach Miss Marple außer Acht lassen können, und ein ganz normaler Krimi sein können.
    Nun zum eigentlichen Buch: Im Mittelpunkt steht ein Geschwisterpaar das kurz nach ihrer Ankunft in einem kleinen Dorf zu Erholung von einem mysteriösen Brief heimgesucht wird. Doch sie sind nicht die einzigen. mehrere Bewohner erhalten beleidigende Briefe. Anfangs kein Problem, bis jedoch ein Brief zu einem Selbstmord führt.
    Ich fand die Geschichte ehrlich gesagt sehr spannend, auch das Geschwister im Mittelpunkt standen und wie die Dynamik zwischen den beiden war. Im Großen und Ganzen ein spanneder Krimi

  18. Cover des Buches Lilith Parker - Insel der Schatten (ISBN: 9783473525485)
    Janine Wilk

    Lilith Parker - Insel der Schatten

     (158)
    Aktuelle Rezension von: hooks-books-buecher

    Ein Jugendbuch mit Suchtfaktor Garantie. 

    Eine sehr mit Liebe gestaltete Welt die gruselig schaurig ist,  und besonders Kindern ab 10 Jahren mit Sicherheit gut gefallen wird. 

    Ich finde das Cover mit seinem kleinen spezial Effekt richtig klasse .👍🏻📖

  19. Cover des Buches Hercule Poirots Weihnachten (ISBN: 9783455600308)
    Agatha Christie

    Hercule Poirots Weihnachten

     (156)
    Aktuelle Rezension von: buecherblondine_blondie4books

    German version/ English version below

    Agatha Christie entführt uns in diesem Roman in das London der 30-er Jahre, in dem es kaum nach Parfüm riecht, aber nach Mottenkugeln, in dem die Menschen grau und verwaschen aussehen, irgendwie alle gleich, wie Kaninchen oder Schafe. 

    Genauer gesagt nimmt uns die Queen of Crime mit auf eine Zugfahrt, Ziel Gorston Hall, Anwesen der Familie Lee. Der boshafte, aber in die Jahre gekommene Simeon lädt zum Fest der Liebe seine Söhne, die er teilweise seit vielen Jahren nicht mehr gesehen hat, ein – unerwarteterweise kommen noch Stephan Farr, der Sohn eines alten Geschäftsfreundes und eine bis dato unbekannte Enkelin, Pilar Estravados hinzu, was nicht bei allen Familienmitgliedern Begeisterung auslöst – schließlich geht es um liebe Geld! Der Leser bekommt von der ersten Minute an das Gefühl, dass in dieser Familie nicht gerade Friede, Freude, Eierkuchen herrscht – schon gar nicht an Weihnachten!

    Der alte Lee liebt eigentlich nur eines – seine Diamanten, die er in einem Safe in seinem Zimmer aufbewahrt und als seine Freunde bezeichnet. Noch am 22. Dezember ist sich Simeon sicher, dass ihm noch ein langes Leben mit viel Freude bevorstünde – doch bereits einen Tag später findet er ein jähes Ende, scheinbar in einem brutalen Kampf ermordet...

    Doch wer ist der Täter/die Täterin? Alfred Lee, der scheinbar treu ergebene Sohn, der sein eigenes Leben selbstlos dem tyrannischen Vater unterordnet? Oder seine Frau, die gerechtigkeitsliebende Lydia, die zwar ihrem Mann zur Seite steht, aber dennoch die ständigen Launen des Schwiegervaters satthat und sich gar als dessen Sklavin fühlt? Oder doch eher der Draufgänger Harry, immer knapp bei Kasse, der von seinem Vater – der alte Lee will sich scheinbar mit ihm versöhnen – gebeten wird, nach Hause zu kommen? Ein Motiv hätte auch der sensible, zu Depressionen neigende David, der nie über den Tod der Mutter hinweg kam, an dem er seinem Vater eine Mitschuld gibt.

    Schließlich dürfen wir auch Stephan Farr nicht vergessen: Ist er wirklich der Sohn eines alten Freundes aus Südafrika, wie er behauptet? Die undurchsichtige Pilar scheint zwar kein Mordmotiv zu haben, da sie laut dem Testament des Alten leer ausgeht – aber wer weiß, was in der fremdartigen, so ganz unenglischen Schönheit vorgeht... 

    Der Roman umfasst gerade einmal 7 Tage, nämlich die Zeit vom 22. bis zum 28. Dezember – und ist dennoch unglaublich facettenreich. Zwar mag die Geschichte auf den ersten Blick etwa abgedroschen klingen (schließlich kennt man Geschichten um Erbschleicherei und Geldgier heutzutage zur Genüge!), dennoch sollte man nicht vergessen, dass „Hercule Poirots Weihnachten“ bereits mehr als 80 Jahre auf dem Buckel hat und sicher zur damaligen Zeit etwas ganz Außergewöhnliches war. Obwohl ich die Erzählung um die Familie Lee bereits zum zweiten Mal gelesen habe und wusste, wer den Alten auf dem Gewissen hat (das Ende wird hier nicht verraten, aber ich kann versprechen, dass es, wie es sich für Christie gehört, äußerst überraschend ist, aber dennoch Sinn ergibt, wenn man die Anhaltspunkte richtig zusammenfügt), finde ich die Story nach wie vor spannend und vortrefflich erzählt. Auch Christies Humor kommt hier nicht zu kurz, der Hercule Poirot mehrmals über die Angewohnheit der Inselbewohner, ständig die Fenster aufzureißen, staunen (oder sollte ich eher sagen verzweifeln?) lässt. Am Ende löst Englands prächtigster Schnurrbart natürlich den Fall – aber sein Wunsch nach einer Zentralheizung bleibt an diesem Weihnachtfest leider unerfüllt.

     

    In this novel, Agatha Christie takes us to the London of the 1930’s, where it hardly smells like perfume, but mothballs, people look gray and washed out, somehow all the same, like rabbits or sheep.

    More specifically, the Queen of Crime takes us on a train ride, destination Gorston Hall, estate of the Lee family. The mischievous but aging Simeon invites his sons, some of whom he has not seen for many years, to the feast of love – unexpectedly Stephan Farr, the son of an old business friend and a previously unknown granddaughter, Pilar Estravados, show up, which does not meet enthusiasm in all family members – after all, it's all about money! From the very first minute, the reader gets the feeling that this family is not exactly about peace, joy and harmony – especially not at Christmas!

    Old Mr. Lee actually loves only one thing – his diamonds, which he keeps in a safe in his room and refers to as his friends. On December 22, Simeon is sure that he would still have a long life ahead of him with a lot of joy – but just one day later he finds an abrupt end, apparently murdered in a brutal fight...

    But who is the murderer/the murderess? Alfred Lee, the seemingly loyal son who selflessly subordinates his own life to his tyrannical father? Or his wife, the justice-loving Lydia, who stands by her husband, but still has enough of the constant whims of her father-in-law and even feels like his slave? Or rather daredevil Harry, always short of money, who is asked by his father – old Lee apparently wants to reconcile with him – to come home? David, the sensitive son, prone to depression, has also a motive. As he never got over his mother’s death for which he blames his father.

    Finally, we must not forget Stephan Farr: Is he really the son of an old friend from South Africa, as he claims? The shadowy Pilar does not seem to have a motive for murder, 

    Since according to the old man’s will, she is left empty-handed – but who knows what is going on in the mind of this strange, so completely un-English beauty...

    The novel covers just 7 days, namely the period from 22 to 28 December – and is nevertheless incredibly multifaceted. Although the story may sound slightly banal at first glance (after all, there are plenty of stories about hereditary fraud and greed for money these days!), one should not forget that "Hercule Poirot's Christmas" was written more than 80 years ago and certainly quite extraordinary at the time of its publication.

    Although I read the story about the Lee family for the second time and remembered who knocked off the old fellow, (I will not reveal the ending here, but I can promise it is a typical Christie - extremely surprising, but still adds up if you draw the right conclusions), I still find the story exciting and excellently told. Christie does not neglect humour in this novel eighter. Hercule Poirot is several times amazed at (or should I rather say despaired of?) the habit of the islanders to constantly tear open the windows. In the end, England's most magnificent mustache solves the case, of course – but his wish for a central heating unfortunately remains unfulfilled this Christmas.

  20. Cover des Buches Dreizehn bei Tisch (ISBN: 9783455650297)
    Agatha Christie

    Dreizehn bei Tisch

     (127)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee

    Ich finde echt gefallen an den Krimis, es ist immer wieder ein bisschen wie heimkommen, wenn man Poirot, Hastings und Inspektor Japp bei ihren Ermittlungen begleitet - und auch wenns vom Prinzip her immer das gleich ist, ist es doch jedesmal wieder anders.

     

    Das besondere war hier, dass die Gattin des ermorderten Lord Edgware kurz vor seinem Tod lauthals verkündet hat, wie gerne sie ihn tot sehen würde, wodurch sie natürlich als erstes unter Verdacht stand. Doch so einfach ist es nicht, zumindest für Poirot, der hier versuchen muss, die geschickt eingefädelten Täuschungsmanöver zu durchschauen. 

     

    Es ist natürlich manchmal etwas befremdlich, wenn man die Ansichten der damaligen Gesellschaft so vor Augen geführt bekommt, grade wenn es um die Rollen der Frauen oder auch um Ausländer geht. Auch wenn das in manchen Szenen unpassend wirkt in heutiger Zeit, gibt das ein treffendes Bild ab, grade weil das Buch ja auch zu dieser Zeit entstanden ist und man somit den Flair und die Atmosphäre so lebendig miterleben kann. 


    Wie immer gibt es nicht viel drum herum, sondern die Autorin hält sich in gerader Linie an der Aufklärung des Mordes fest und legt den Fokus auf die Figuren, denen sie alle Möglichkeiten offen lässt und für Poirot viele Fragen aufwerfen. Ein in sich kurzer, knackiger und unterhaltsamer Krimi mit viel Rätselraten und einer interessanten Auflösung. Ich hab nichts auszusetzen :)

  21. Cover des Buches Mit offenen Karten (ISBN: 9783455651317)
    Agatha Christie

    Mit offenen Karten

     (81)
    Aktuelle Rezension von: Annika_85

    Okay, das Buch ließ mich sprachlos zurück! Was für ein Ende war das bitte?! Damit hatte ich echt nicht gerechnet. 🔪🩸

    Zwei Räume mit jeweils vier Bridge-Spielern. In dem einen Hercule Poirot mit einem Inspektor, einer Krimiautorin und einem Agenten. Und nebenan sitzen vier Mörder. Und der Inszenator des Ganzen ist nun ebenfalls tot. Ermordet von einem der vier Spieler, die alle eine dunkle Vorgeschichte haben. Aber wer war es? Und warum?

    Poirot und seine drei Kollegen machen sich ans Werk. Und während sich die drei Anderen umhören und die Verdächtigen befragen, interessiert Poirot sich für die Bridgezettel… 📃

    Ich hab keine Ahnung von Bridge und konnte mit den Begrifflichkeiten nix anfangen, aber ich fand das Buch insgesamt so mega gut, dass ich kein Stern in Abzug bringen kann 😁

  22. Cover des Buches Die großen Vier (ISBN: 9783455650532)
    Agatha Christie

    Die großen Vier

     (78)
    Aktuelle Rezension von: ShalimaMoon

    Die Handlung: Poirot steht vor seinem bisher größten Fall. Eine Geheimorganisation mit vier einflussreichen Mitgliedern versucht ihn zum Schweigen zu bringen. Unterstützt wird er dabei von seinem alten Freund Hastings. Doch die großen Vier wollen sich einfach nicht schnappen lassen.

    Meine Meinung: Bisher war ich von Mrs. Christie sehr angetan und verschlang Poirots Fälle. Doch diesmal wollte mich der Fall einfach nicht packen. Es wirkte eher wie eine verwirrende Ansammlung an Kurzepisoden, die viel zu schnell gelöst wurden und irgendwie immer unbefriedigend endeten. Mit den großen Vier wurde ein Gegner geschaffen, der viel zu groß angelegt wirkte und so gar nicht in das übliche Whodunnit Schema passen wollte. Also habe ich ein bisschen nachgeforscht und anscheinend war Mrs. Christie bei der Arbeit an diesem Buch in finanziellen Nöten und hat dann tatsächlich die Kapitel einzelnd veröffentlicht, um möglichst schnell an ein wenig Geld zu kommen. Leider wirkte dadurch die Gesamthandlung sehr unausgewogen und verlor sich in seinen ständigen Hinweisen auf die großen Vier, die doch immer gleich endeten. Dadurch wurde es ein regelrechtes Durchquälen durch 224 Seiten, die nicht zu enden schienen. So freue ich mich nun auf weitere Werke und versuche diesen Fehlschlag einfach zu vergessen.

  23. Cover des Buches Das krumme Haus (ISBN: 9783455004991)
    Agatha Christie

    Das krumme Haus

     (98)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Der Krieg liegt noch nicht lang zurück, als Charles Hayward, Sohn eines hohen Tiers bei Scotland Yard, zurück in die Heimat kehrt. Nun will er endlich seine geliebte Sophia heiraten. Da gibt es nur ein Problem: Sophia würde gern seine Frau werden, aber es gibt eine Sache, die sie davon abhält. Die mysteriösen Todesumstände ihres Großvater, des nicht ganz kosheren Arestide Leonides, lassen ihr keine Ruhe. Sophia ist felsenfest davon überzeugt, dass hier ein Mord geschehen ist und anders als jeder andere glaubt sie nicht, dass die blutjunge Witwe die Täterin ist. Fest steht nur, dass sie nicht vor den Altar treten kann, bis sie Gewissheit hat. Also begibt sich Charles in das große, krumme Haus, in dem das Opfer mit Frau, Kindern und Enkelkindern zusammengelebt hat. Bald muss er jedoch feststellen, dass jeder der exzentrischen und egomanischen Leonides einen Beweggrund zum Mord gehabt hätte.

    Im Vorwort ist bereits zu lesen, dass Ms. Christie diesen Roman als eines ihrer Lieblingswerke sah. Und das merkt man auf jeder Seite: Aus der Art, wie Dialoge und Beschreibungen geschrieben sind, spürt man regelrecht den Spaß, den die Autorin beim Schreiben hatte. Und wie immer punktet sie mit ihren gutgeschriebenen Charaktere. Figuren wie die gnadenlos theatralische Magda sind zwar karikaturenhaft, aber andere Akteure wie Clemency, Eustace etc. fühlen sich mit ihren Ecken und Kanten an wie echte Menschen an. 

    Was den Twist angeht, fand ich ihn okay, hatte aber schon eine gewisse Vorahnung, kann also für meinen Teil nicht sagen, dass er mich groß überrascht hat. Dafür hab ich zu früh gemerkt, dass diese eine Person nicht ganz geheuer ist. Immerhin mochte ich das Setting und auch Charles als Ermittler. Vorallem seine Gespräche mit seinem Vater und Chief Inspector Taverner gefielen mir. Auch mit seiner Sophia hat er eine ganz gute Chemie. 

    Alles in allem, wieder einmal ein lesenswertes Buch aus der Feder von Agatha Christie. Allmählich glaube ich, dass es unmöglich ist, dass die Frau mich enttäuscht. 

  24. Cover des Buches Eternity: Der lange Schlaf (ISBN: 9783946172215)
    Isabelle Wallat

    Eternity: Der lange Schlaf

     (30)
    Aktuelle Rezension von: DustBunny

    Dank des flüssigen, lebendigen Schreibstils war ich sofort mitten drin in der Geschichte. 

    Die tollen Settings - Schottland, ein Herrenhaus – schaffen eine großartige Atmosphäre und die mysteriöse Handlung macht neugierig. Seltsame Träume um eine schöne Unbekannte, gefährliche Vorfälle sowie Rätsel bringen den Protagonisten dazu mit seiner Ex-Freundin zusammenzuarbeiten. 

    Die Charaktere bzw. ihre Beziehungen zueinander sind sehr interessant, und es macht richtig Spaß, sie bei ihrer abenteuerlichen Suche nach Antworten zu begleiten.

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