Bücher mit dem Tag "antiquariat"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "antiquariat" gekennzeichnet haben.

102 Bücher

  1. Cover des Buches Das Flüstern der Magie (ISBN: 9783492705691)
    Laura Kneidl

    Das Flüstern der Magie

     (446)
    Aktuelle Rezension von: Belladonna

    Beschreibung

    Nach dem Tod ihrer Tante übernimmt die 19-jährige Fallon das Familienerbe und führt das magische Archiv in der schottischen Hauptstadt Edinburgh. Ihre Eltern wachen mit Argusaugen über die verantwortungsvolle Führung des Archivs und dennoch nimmt es die junge Archivarin mit den Regeln nicht ganz so streng.

    Als Fallon dem mysteriösen Reed begegnet, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt, und ihr ein magisches Tarotkartendeck gestohlen wird, droht den Einwohnern Edinburghs große Gefahr und Fallon steht kurz davor die Leitung über das Archiv zu verlieren…

    Meine Meinung

    Laura Kneidl konnte mich mit ihrem Schreibstil schon immer leicht um den kleinen Finger wickeln und das ist ihr auch in ihrem Urban Fantasyroman »Das Flüstern der Magie« wieder gelungen.

    Die Idee hinter der Geschichte hat mir unheimlich gut gefallen, denn alleine die Vorstellung, dass es auf der ganzen Welt Archive für magische Gegenstände gibt, die von Archivaren aufgestöbert und sichergestellt werden, sodass die Gefahr, die von diesen Dingen ausgeht, für die Menschen nicht zu einer Bedrohung wird, ist wundervoll und regte mein Kopfkino mindestens ebenso an, wie das zauberhaft schottische Setting!

    Fallon, die mit ihren jungen Jahren bereits eine solch wichtige Stellung einnimmt, war mir schnell sympathisch. Ihre rebellische Ader passt zwar nicht so ganz zu ihrem verantwortungsvollen Job, aber ohne diesen Dissens wäre der Story auch jede Menge Pfeffer verloren gegangen.

    Mit Reed und seiner geheimnisvollen Vergangenheit und den romantischen Vibes zwischen den Beiden bekommt das Ganze auch noch einen Touch Romantik eingeflößt ohne dabei zu sehr in die Tiefe und das kitschige zu kommen. Ehrlich gesagt hätte ich mir sogar gewünscht mehr über Reed und die Anziehungskraft zwischen den Beiden zu erfahren.

    »Das Flüstern der Magie« versammelt also jede Menge Potential in sich, welches leider nicht annähernd ausgeschöpft wurde. Sicherlich hätte es der Story gutgetan, die magischen Gegenstände näher zu beleuchten und in den Fokus zu rücken. Auch aus den Protagonisten hätte man noch viel mehr herausholen können. Daher gibt es ein paar Abstriche in der Bewertung. Weiterempfehlen möchte ich den Roman dennoch an Leserinnen und Leser, die gerne eine romantisch-freche Fantasygeschichte mit unterhaltsamen Dialogen für zwischendurch suchen.

    Fazit

    Romantische Fantasy mit Potential, die auf jeden Fall kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch bietet.

    --------------------------------   

    © Bellas Wonderworld; Rezension vom 05.03.2022

  2. Cover des Buches Der Distelfink (ISBN: 9783442473601)
    Donna Tartt

    Der Distelfink

     (485)
    Aktuelle Rezension von: DallingerAlois

    Eine beeindruckende Gesichte eines jungen Mannes der auf sein Leben voller BESONDERER Ereignisse und Begebenheiten zurückblickt. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und hab es am Wochenende ausgelesen. Donna Tartt´s Meisterwerk. 5 Sterne von Herzen.

  3. Cover des Buches Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra (ISBN: 9783453418455)
    Robin Sloan

    Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra

     (527)
    Aktuelle Rezension von: Sebastian_Engel

    Auch ich habe schon einmal beim Lesen eines Buches überlegt, ob nicht irgendwelche Geheimcodes darin zu finden sind. Das Buch überzeugt mich mit der Magie der Story. Ein alter Buchladen, Geheimcodes, eine Geheimgesellschaft, ein mysteriöser Buchhändler. Das ist es, was jeden Buchliebhaber beim Lesen verzaubert und eine spannende Geschichte entstehen lässt. Die Verbindung zwischen alten (Bücher) und neuen (Internet) ist gut gelungen. Es reichte für mich nicht ganz für 5 Sterne aber ich bin trotzdem glücklich, es gelesen zu haben. 

  4. Cover des Buches Tagebuch eines Buchhändlers (ISBN: 9783442718658)
    Shaun Bythell

    Tagebuch eines Buchhändlers

     (195)
    Aktuelle Rezension von: Schneewehe

    Schon der Leseeindruck hat mir sehr gut gefallen und hat nicht zu viel versprochen. Dass es den Buchladen und die Personen im Buch wirklich gibt, macht einen besonderen Reiz aus. Die Schreibform als Tagebucheinträge hat mir auch sehr gut gefallen. Der Autor schreibt selbstironisch mit teils trockenem Humor aber insgesamt auch herzlich - ein sehr gut zu lesender Schreibstil. Wie nebenbei gewinnt man den Einblick in das Leben eines Buchhändlers und hat Lust wieder mehr Bücher zu kaufen und nicht nur zu leihen.
    Recht zynisch scheint es mir von dem Verlag, das Buch auch als ebook anzubieten, wo doch der Autor des Buches gelinde gesagt ebooks nicht ausstehen kann...
    Das Buch hätte sehr gerne noch viel länger sein dürfen. Unbedingt mein Lesehighlight 2019.

  5. Cover des Buches Ich treffe dich zwischen den Zeilen (ISBN: 9783426520758)
    Stephanie Butland

    Ich treffe dich zwischen den Zeilen

     (180)
    Aktuelle Rezension von: MaggieCanda

    Die Geschichte von Loveday hat sich düsterer entwickelt als ich es mir am Anfang vorgestellt habe und gerade am Ende war es dann ein Schicksalsschlag zu viel. Gleichzeitig war die Sprache unglaublich zart und die (Liebes-)Geschichte rundum die beiden Hauptcharaktere auch sehr spannend. 

  6. Cover des Buches Der zauberhafte Trödelladen (ISBN: 9783734106255)
    Manuela Inusa

    Der zauberhafte Trödelladen

     (199)
    Aktuelle Rezension von: LilyWinter

    Ruby, ebenfalls eine der Ladenbesitzerinnen der Valerie Lane, hat einen Trödelladen ihrer Mutter geerbt. Natürlich will sie ihn halten, doch leider bleibt die Kundschaft aus. Und irgendwie hängt ihre Zuneigung nicht an alten Möbeln, sondern eher an alten Büchern. Ihre Freundinnen versuchen ihr zu helfen, sowohl im beruflichen als auch in der Liebe.

    Ich liebe diese Reihe, 6 absolute Wohlfühlromane über wunderbare Freundschaften in der Valerie Lane.


  7. Cover des Buches Die unendliche Geschichte (ISBN: 9783522202503)
    Michael Ende

    Die unendliche Geschichte

     (6.954)
    Aktuelle Rezension von: ZDo

    Bastian Balthasar Bux liebt es zu lesen, als er in einer Buchhandlung ein Buch entdeckt, dass ihn sehr anspricht „Die unendliche Geschichte“. Er versteckt sich auf dem Dachboden der Schule um das Buch zu lesen. Gespannt folgt er den Abenteuern von Atréju in dem Land Phantásien, als er plötzlich selbst nach Phantásien kommt, um die Kindliche Kaiserin und damit ganz Pantásien zu retten. Dort kann er machen was er will, aber schlussendlich ist es für ihn die größte Herausforderung wieder aus Phantásien herauszufinden, denn das Reich hat keine Grenzen.

    Ein Buch ist dafür da dich in eine andere Welt zu entführen und alles um dich rum zu vergessen. In dieser Welt passiert mal gutes und mal schlechtes. Die größte Herausforderung ist es aber nach einem guten Buch wieder den Weg zurück zu finden und die Welt zu verlassen, die man lieben gelernt hat. Das Buch regt zum Nachdenken an.

  8. Cover des Buches Das Antiquariat der Träume (ISBN: 9783423219310)
    Lars Simon

    Das Antiquariat der Träume

     (114)
    Aktuelle Rezension von: Arius

    Bücher können nicht nur einen Menschen, sondern die ganze Welt verändern.

    Mit „Das Antiquariat der Träume“ liefert Lars Simon nichts weniger als eine Liebeserklärung an das geschriebene Wort, verpackt in eine fantastisch angehauchte, sich über drei Zeitebenen erstreckende und mit allerhand Gastauftritten von Romanfiguren gespickte Liebesgeschichte.

    Mit kaum mehr als dreihundert Seiten Umfang ist der Roman dabei vergleichsweise kompakt geraten, hat inhaltlich aber viel zu bieten und unterteilt sich in vier Abschnitte, deren Längen variieren.

    Die Handlung beginnt mit einem Unglück. Inmitten eines Sturms sinkt in der Ostsee die Fähre Leksand mit rund fünfzig Menschen an Bord. Die meisten der Passagiere überleben die Katastrophe. Einer der Überlebenden ist Johan Andersson. Seine Bekannte, Lina Berglund, Fotografin aus Göteborg, die er während der Reise kennen und lieben gelernt hat, ist seitdem spurlos verschwunden. Johan leidet an dem Verlust, kann an ihrem Tod jedoch nicht so recht glauben. So macht er sich auf die Suche nach ihr.

    Plötzlich erscheinen in seinem Leben fiktive Figuren aus der Welt der Literatur leibhaftig. William von Baskerville (Der Name der Rose), Scherlock Holmes, Harry Haller (Der Steppenwolf), Gregor Samsa (Die Verwandlung) unter anderen, aber auch Pippi Langstrumpf oder das weiße Kaninchen aus „Alice im Wunderland“. Im Anhang gibt es eine unvollständige Liste der agierenden literarischen Figuren. Cyrano de Bergerac wird dort nicht erwähnt, obwohl er in der Geschichte zweimal erscheint (S. 49ff. / S. 225ff.)

    Überzeugt, an einer psychischen Krankheit zu leiden, such Johann Hilfe bei einem Psychiater und Traumatologen. Da er jedoch keine Psychopharmaka nehmen möchte, und es ihm auch nicht gefällt, psychisch krankgeschrieben zu sein, arrangiert er sich mit den Erscheinungen und verzichtet auf eine Behandlung. „Er hatte zwar dann und wann literarische Halluzinationen, doch deswegen war er noch lange nicht völlig verrückt.“ (S. 40)

    Johan nimmt das Erscheinen seiner "literarischen Freunde" anstandslos hin. Doch auch vier Jahre nach dem Unglück zeichnet sich ab, dass das Kapitel Lina für ihn noch nicht geschlossen ist. Da können die Hilfe und Ratschläge von imaginierten Romanfiguren ja eigentlich nur helfen, um dem Rätsel ihres spurlosen Verschwindens auf die Spur zu kommen.

    Vier Jahre nach dem Unglück lebt Johan in Hedekas, einer knapp Vierhundert-Seelen-Gemeinde in Götaland (Südwest-Schweden), wo er ein Literaturcafé und Buchantiquariat betreibt. Dabei kommt er immer wieder ins Zweifeln, ob die Entscheidung, solch ein ruhiges Leben zu führen, die richtige war oder ob er lieber die Chance ergreifen sollte, zurück nach Stockholm zu gehen und wieder am Verlags- und Stadtleben teilzunehmen. Seine literarischen Freunde, die ihm immer erscheinen, spiegeln dabei Johans eigene Gedanken und helfen ihm, diese zu strukturieren. Sie führen erfrischende und tiefgründige Diskussionen, sind seine größte Stütze in der Zeit der Trauer und der Weg bis zur Erkenntnis, wo sein Zuhause ist, hat Lars Simon einleuchtend und schön beschrieben.

    Zunächst einmal gilt es, Johans neue Heimat, seine Mitarbeiterin Agnes und die üblichen Arbeitsabläufe im Literatur-Café zu vermitteln. Sobald die ersten literarischen Figuren Johan ihre Aufwartung machen, ist das Interesse des Lesers geweckt. Es stellt sich die Frage, wer ihm noch alles begegnen könnte und vor allem, was es damit auf sich hat.

    Vom eigentlichen Fortgang der Geschichte wie auch deren Auflösung – die leider im Kontext ein wenig abrupt und knapp daherkommt – möchte ich gar nicht viel vorwegnehmen. Um aber noch einmal auf das Kernstück dieser literarischen Huldigung zurückzukommen, sind es weder die aberwitzigen und nicht erklärten Zufälle, die dieses Buch so lohnend machen, sondern vorrangig natürlich die Romanfiguren, die Johan hier allenthalben zur Seite stehen.

    Sehr schön gemacht fand ich, dass die eigentlich selbsterklärenden Figuren der Weltliteratur entweder durch Nennung des Titels oder des Autors knapp verortet wurden und es so irrelevant war, ob einer das entsprechende Buch schon kannte oder bereits selber gelesen hat – völlig ahnungslos wurde niemand zurückgelassen, und das hat meiner Meinung nach einen großen Teil des Charmes dieser Geschichte ausgemacht.

    Trotz der persönlichen Tragödie von Johan und seinen zwischenzeitlichen Bedenken, mit handfesten psychischen Problemen gestraft zu sein, wird es nie wirklich dramatisch oder düster, sondern bleibt stets verträumt und melancholisch. Genau dieser Erzählton, dieses spezifische Flair, machen die Geschichte zu etwas Besonderem und Einzigartigen.

    Der Protagonist Johan ist an sich ein sympathischer Kerl, der sich in der Welt der Literatur bestens auskennt. Für meinen Geschmack ist er aber insgesamt ein wenig flach geblieben. Der überwiegende Teil der Handlung besteht aus seinen Dialogen mit den Charakteren, die ihm abwechselnd erscheinen. Das war ohne Frage schön zu lesen, ich hatte aber trotzdem nicht das Gefühl, Johan dadurch emotional näher gekommen zu sein.

    "Das Antiquariat der Träume" ist eine unglaublich schöne Liebeserklärung an bekannte Werke der Literaturgeschichte und ihre Protagonisten. 

    Geschickt spielt Lars Simon mit Johans literarischen Freunden, so dass die Grenze zwischen Realität und Einbildung fließend ist – und ich mich beim Lesen mehr als einmal gefragt habe, wie es um Johans Geisteszustand bestellt ist und was sich damals auf der „Leksand“ wirklich ereignet hat. 

    Ich liebe Geschichten, in denen literarische Figuren lebendig werden und habe dazu schon eine Menge gelesen, doch diese Interpretation hat mich überrascht.

    Das lag zum einen am gelungenen Stil des Autors, der mit seinen Worten nicht nur die passende Stimmung transportiert, sondern auch all die unterschiedlichen Akteure authentisch in Szene setzt. Jede dieser literarischen Figuren hat ihre eigene „Stimme“ und es ist ihm gelungen, das Wesen dieser aus anderen Büchern entliehenen Charaktere perfekt einzufangen und in die eigene Geschichte zu integrieren.

    Es ist eine Geschichte der leisen Töne, die nachdenklich auf die Frage verweist, was wirklich wichtig ist im Leben. Passender Weise hat Lars Simon hierfür seiner Geschichte auch einen dezenteren, aber genauso charmanten Humor beschert, der oftmals durch das Auftauchen der literarischen Gestalten aufblitzt („Dem Franziskaner dürfte sicher nicht entgangen sein, dass Sherlock Holmes´ Sozialverhalten viel weniger weit entwickelt war als sein außergewöhnlich scharfer Geist.“ - S. 292).

    Die Plotfäden, die Lars Simon in seinem Roman zieht, sind nicht immer leicht zu durchschauen und er führt einen das ein oder andere Mal auf eine falsche Fährte, doch es macht Spaß zu rätseln und zu überlegen, wie sich am Ende wohl alles fügt.

    Wer große Spannung sucht, sucht in diesem Buch vergebens. Trotzdem muss man es immer wieder zur Hand nehmen und weiterlesen. Das Buch lässt einen nicht so schnell wieder los. Denn die Geschichte ist klug aufgebaut, bis zum Ende ist man sich nicht sicher, ob Lina tatsächlich existiert oder eine Erscheinung ist.

    Die Handlung gleitet ruhig, fließend und leicht dahin, wird aber nie langweilig. Der Text ist sehr angenehm zu lesen. Der Schreibstil passt wunderbar. Der Autor kann sich gut ausdrücken, sodass es literarisch klingt aber trotzdem leicht und flüssig zu lesen ist. Er schafft es gekonnt, eine Mischung aus traurigen Szenen und humorvollen Dialogen, aus magischer Atmosphäre und realitätsnahem Alltag zu kreieren. Und die vielen Buch- und Literatur-Anspielungen waren der Glanzpunkt dieser zauberhaften Erzählung.

    Lars Simon hat hier ein magisches Buch geschrieben, das nachdenklich macht und auf seine poetische Art gefangen nimmt!

    Alles in allem kann ich nur sagen, dass es eine Freude war, diese besondere Geschichte zu lesen, die auch ohne große Knalleffekte zu überzeugen weiß.

    Das Antiquariat der Träume“ ist eine ruhig fließende Geschichte über einen Aussteiger, über die ganz große Liebe, aber auch über Scheidewege im Leben. Dank Johans fantastischen „Beratern“ bekommt diese Geschichte einen besonderen Touch – nicht richtig Fantasy, aber auch nicht ganz Realität.

  9. Cover des Buches Jane Austens Geheimnis (ISBN: 9783442484041)
    Charlie Lovett

    Jane Austens Geheimnis

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Naike

    Nette Plot-Idee, die Umsetzung zu lesen hat mir Spaß gemacht. Kleine Kritik allerdings für die permanenten sexuellen Anspielungen, deren hätte es nicht bedurft. Überhaupt wie die Protagonisten mit ihren fragwürdigen Männergeschichten umgegangen ist, war irgendwie auf oberflächliche Weise cringe.

  10. Cover des Buches Portugiesisches Erbe (ISBN: 9783453419445)
    Luis Sellano

    Portugiesisches Erbe

     (95)
    Aktuelle Rezension von: Gartenfee-Berlin

    Hendrik Falkner erbt von seinem ihm unbekannten Onkel ein Haus in Lissabon und gerät gleich bei seiner Ankunft in diverse Schwierigkeiten.

    Irgendwie braucht das Buch ein paar Seiten, um in Fahrt zu kommen. Klar, man muss ja erstmal alles kennenlernen, aber trotzdem hätte ich mir am Anfang mehr Spannung gewünscht. Vieles blieb im Unklaren, aber nach knapp der Hälfte war ich dann doch gefesselt und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. 

    Da das Ende offen blieb (kein Cliffhanger) und mir Hendrik und seine MitstreiterInnen eigentlich ganz sympathisch sind, werde ich die Nachfolgebände bestimmt auch bald lesen.

  11. Cover des Buches Herzensräuber (ISBN: 9783734104244)
    Beate Rygiert

    Herzensräuber

     (73)
    Aktuelle Rezension von: black_snapper

    Was für ein ungewöhnliches und herzallerliebstes Buch aus der Sicht eines spanischen Straßenhundes. 

    Tobias wurde gerade von seiner Freundin verlassen und macht ein paar Tage Urlaub in Spanien, wo er am Strand dem herrenlosen Hund des verstorbenen Postboten des kleinen Ortes begegnet. Der Hund rührt etwas in ihm, und so nimmt er den dankbaren Hund mit nach Heidelberg, wo er ein Antiquariat in der Altstadt betreibt, das allerdings vor dem Ruin steht.

    Doch kaum ist der kluge Hund bei ihm, den er nach dem Schriftsteller Zola nennt, geht es in seinem Leben aufwärts. Und plötzlich hat er die Chance auf ein ganz neues Geschäft, interessante Bekanntschaften und treue Freunde.

    Ich bin erstaunt, wie gut die Sicht des Hundes dargestellt wird: überhaupt nicht albern, nicht klischeehaft, sondern gut beobachtet, klug und herrlich witzig.

    Zola kann alle Emotionen riechen, egal wie alt sie sind. Er kann Stimmungen in Stimmen lesen und Eigenschaften erschnuppern. Er ist clever, und er weiß es auch. Das war mitunter sehr komisch. Zola hat sofort mein Herz erobert, obwohl ich eher der Katzen- als der Hundemensch bin. Aber dieser Hund ist so toll! Einerseits ein typischer Hund, der Gänse jagen will und sich mit seinem Hunde-Kumpel auf der Neckarwiese balgt, andererseits ist er so klug und agiert vorausschauend und liebevoll. Er zeigt seine Freude mit Rute und Zunge, er weint, wenn er Angst vor dem erneuten Verlassenwerden hat, er freundet sich mit einem kleinen Mädchen an und er spielt Schicksalsgott. Er hat mir die Welt anhand von Gerüchen näher gebracht. 

    Aber auch sein Herrchen Tobias wird klug dargestellt. Er bemerkt rasch, daß Zola außergewöhnlich clever ist und lernt ihn schnell zu lesen. Manchmal werden Herrchen ja unglaublich begriffsstutzig beschrieben. Und als Leser denkt man dann, Mensch, jetzt kapier es doch endlich! Ich finde es hier geradezu erfrischend, daß Tobias nicht so ist.

    Das Buch bietet alles, was man sich als Leser wünscht: Emotionen, Hingabe, Esprit, Witz, Cleverness, eine gute Story, Drama, liebevolle Action, Abenteuer, Vertrauen, Liebe, Gutmütigkeit, und das alles aus der Sicht eines Hundes. 

    Eine absolute Leseempfehlung, nicht nur für Hunde-Fans!


  12. Cover des Buches Das kleine Bücherdorf: Winterglitzern (ISBN: 9783499009457)
    Katharina Herzog

    Das kleine Bücherdorf: Winterglitzern

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Kristin1202

    !! ACHTUNG !! Kann Spoiler enthalten.

    Ich habe alle Bücher der Autorin Katharina Herzog, daher habe ich mir diesen Roman auch zugelegt, obwohl ich kein großer Fan von Weihnachtsromanen bin.

    Das Cover ist wunderschön, es ist ein wenig kitschig, das passt aber hervorragend zu der Geschichte.
    Die Kapitel sind meist aus der Sicht von Protagonistin Vicky geschrieben und nicht sehr lang. Das sagt mir sehr zu.

    Vicky arbeitet für das Unternehmen ihres Vaters und reist geschäftlich nach Swinton-on-Sea.
    Das ist ein sympathisches Dorf mit netten Menschen.
    Leider sind mir die Charaktere ein bisschen zu platt, es wirkte teilweise zu aufgesetzt - wobei es auch ein paar richtig gute Figuren gab.
    Die Hauptperson Vicky finde ich zum Beispiel leider nicht sehr sympathisch, sie wirkt für ihre Ende 20 - Anfang 30 doch sehr kindlich und passt irgendwie nicht so wirklich zu dem sympathischen Witwer Graham.
    Sie lässt sich sehr von ihrem Vater unterbuttern und mir kam beim Lesen sehr oft der Gedanke "echt jetzt ..?!".
    Graham und Shona finde ich beide sehr toll, auch wenn Shona im Roman als Zicke betitelt wird, sie möchte nur sicher gehen, dass es Graham gut geht.
    Die Kids Finlay und Gertie sind cool, vor allem Gertie ist ein wirklich taffes Mädchen.

    Was mir nicht gefallen hat, dass Vicky Graham so lange angelogen hat. Sie hätte so viele Gelegenheiten gehabt, die Missverständnisse aufzuklären und ich bin mir sicher, dass er es verstanden hätte, wenn sie relativ zeitnah ihre wahren Gründe erklärt hätte, warum sie nach Schottland gereist ist.
    Spätestens aber, als Graham ihr gesagt hat, dass das Buch unverkäuflich ist, hätte sie die Wahrheit herausrücken müssen.
    Die Story war dadurch teilweise langatmig und unglaubwürdig.

    Das näherkommen der beiden war dann auf einmal so schnell und sie haben dann natürlich direkt die Nacht miteinander verbracht. Das hätte man wiederum noch ein bisschen spannender gestalten können.

    Das Ende des Romans hat mich wiederum sehr berührt, vor allem die Geschichte von Vickys Eltern hat mir sehr gefallen.

    Was mich auch verwirrt zurück lässt, ist die Karte im Einband des Buches. Dort ist ein Gebäude "Bayview Cottage" eingezeichnet, dieses konnte ich aber in dem Roman nicht finden. Und Swinton Manor fehlt mir auf der Karte.
    Und der Fehler mit dem Robinson Crusoe Autor ist mir auch negativ aufgefallen.


    FAZIT:

    Der Roman war ganz nett, teilweise extrem kitschig und überladen von Zitaten.
    Auf die Fortsetzung bin ich dennoch gespannt, weil mich Shona als Protagonistin doch deutlich mehr interessiert als Vicky.
    Das Buch hat mich dennoch nicht enttäuscht zurück gelassen und hat mich ein wenig in Weihnachtsstimmung versetzt.
    Wer gerne sehr romantische Romane liest, wird bei diesem Buch nicht enttäuscht sein.

  13. Cover des Buches Die Stadt der Träumenden Bücher (ISBN: 9783328107514)
    Walter Moers

    Die Stadt der Träumenden Bücher

     (3.399)
    Aktuelle Rezension von: lese-monster

    Der Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz, beheimatet in der Lindwurmfeste in Zamonien, stößt auf ein geniales Manuskript, das seine gesamte Welt auf den Kopf stellt. So etwas hatte er nie zuvor gelesen! Er macht sich auf den Weg nach Buchhaim, die Stadt der Bücher, Verleger und Antiquare, um den Autor dieses Manuskripts ausfindig zu machen.

    Celine hat mir das Buch mit den Worten "ich habe noch nie so ein außergewöhnliches Buch gelesen. Das ist mal was komplett anderes" empfohlen. Direkt bei den ersten Seiten habe ich gemerkt, dass sie recht hat. Schon allein der Schreibstil ist etwas ganz Besonderes. Man liest die Geschichte des Lindwurms Hildegunst von Mythenmetz, die dieser nach seinen Abenteuern niedergeschrieben und veröffentlicht hat, in der von Walter Moers verfassten und annotierten Übersetzung aus dem Zamonischen. Allein diese Erzählgrundlage hat mich sehr begeistert. Ich habe auch selten ein Buch gelesen, das so einen gewaltigen Wortschatz verwendet. Auch spielt der Autor mir Schriftgröße und Schriftauszeichnung, was ich so selten in Büchern gesehen habe. Hinzu kommen liebevoll gestaltete Illustrationen die einfach nur wundervoll sind.

    Die Geschichte dreht sich pausenlos um das geschriebene Wort und Hildegunst von Mythenmetz verliert sich teilweise auch in vielen Aufzählungen und Zusammenfassungen von Büchern, die ihm begegnen oder durch den Kopf gehen. Lange war mir auch gar nicht wirklich klar, wohin die Geschichte führen wird und was die eigentliche Handlug des Buches ist. Das ist an dieser Stelle gar nicht negativ gemeint. Als Leser taucht man trotz der geringen Spannung am Anfang vollkommen in das Buch ein und ich habe den Handlungsverlauf in keinster Weise vorhergesehen.

    "Die Stadt der Träumenden Bücher" konnte mich einfach nur verzaubern und vor allem die kleinen Buchlinge, denen Hildegunst von Mythenmetz mehrmals begegnet, habe ich sehr ins Herz geschlossen. Ich kann das Buch nur jedem Bücherwurm weiterempfehlen, da es dieses Buch auf eine zauberhafte Weise schafft, den Leser vollkommen zu vereinnahmen und in die Welt der Bücher zu entführen.

  14. Cover des Buches Das Mädchen, das in der Metro las (ISBN: 9783832165000)
    Christine Féret-Fleury

    Das Mädchen, das in der Metro las

     (262)
    Aktuelle Rezension von: DoraLupin

    Das Cover hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht, es ist so wunderschön gemacht und ein Genuss für jeden Buchliebhaber! Nach dem Klappentext, der mich sehr angesprochen hat wollte ich es unbedingt lesen! Praktischerweise hatte meine Bücherei es vorrätig, ich bin froh es nicht gekauft zu haben.

    Es geht um die junge Frau Juliette die eines Tages ihre Metro zwei Stationen früher als üblich verlässt und dabei auf ein Häuschen voll Bücher stößt und auf den Besitzer der Bücher Soliman und dessen Tochter Zaìde. Juliette lässt sich darauf ein, Botin der Bücher von Soliman zu werden...

    Die Idee des Buches ist super und die Umsetzung ist zum Teil wirklich brillant gelungen....aber dann wieder konnte mich die Handlung nicht packen und mitreissen. Teilweise findet man sich als Buchliebhaber so sehr in der Geschichte wieder...anderes konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen.

    Mit dem Schreibstil ging es mir ebenso. Zum Teil wunderschön geschrieben, sodass man ewig weiter lesen möchte und dann verliert sich die Autorin andererseits in Nebensächlichkeiten. Außerdem gibt es im Buch viele sehr missglückte Zeit-und Handlungssprünge dass ich mehrmals verwirrt war und den Satz nochmal anfangen musste.
    Teilweise waren die Kapitel gut wegzulesen, dann wieder sehr zäh und schwierig.
    Das hat bei mir auch dazu geführt das ich nicht so gut in die Geschichte eintauchen konnte sondern eher unbeteiligter Zuschauer/Leser war.

    Die Personen waren für mich bis zum Ende sehr schwammig und blass, selbst Juliette als Protagonistin. Man hat nicht wirkich viel von ihnen erfahren was es mir schwer gemacht hat sie zu mögen oder nicht zu mögen, alles war eher neutral.
    Ich konnte Juliette teilweise nicht verstehen, ihren Umgang mit den Büchern. Das sie sich in einem Raum voll Bücher eingeengt fühlt oder gar bedroht von ihnen. Das kenne ich von mir nicht und auch von anderen Buchliebhabern nicht. Im Gegenteil : je mehr, desto besser ;)

    Fazit: Sehr schwierig, da ich für einige Passagen im Buch volle 5 Sterne vergeben hätte, mit anderen konnte ich nichts anfangen. Deshalb 3-3.5 Sterne von mir.

  15. Cover des Buches Das Papierhaus (ISBN: 9783458176152)
    Carlos María Domínguez

    Das Papierhaus

     (237)
    Aktuelle Rezension von: gst
    „Ich verschenke Jahr für Jahr mindestens fünfzig Bücher an meine Studenten und schaffe es trotzdem nicht, ein neues Bücherregal oder die nächste Doppelreihe zu vermeiden; schweigsam und unschuldig breiten sich die Bücher im ganzen Haus aus, und es gelingt mir nicht, sie aufzuhalten.“ (Seite 14)

    Kurze Zeit, nachdem Bluma Lennon, in einem Gedichtband lesend, von einem Auto tödlich überfahren worden war, landete auf ihrem Schreibtisch ein Päckchen.. Ihr Vertreter öffnete es stellvertretend und holte ein mit Zement verschmutztes Buch hervor. Neugierig geworden machte er sich auf die Suche nach dem Absender. Dabei tauchte er tief in die Buchsammlerszene ein und erfuhr, wie gefährlich Bücher sein können.

    Dieses Büchlein ist ein wahrer Schatz! Es macht mit so manchem Hinweis auf diverse Titel neugierig auf weitere Lektüre. Es erzählt sehr anschaulich und mit Humor von Büchersammlern und ihren Bibliotheken und davon, was man mit Büchern alles machen kann.

    Als Büchernarr fühlte ich mich während der Lektüre so manches Mal ertappt, war aber auch entsetzt über die Büchervernichtung, von der der Autor ebenfalls berichtet. "Bücher verändern das Schicksal der Menschen", gibt er dem Leser mit auf den Weg. Ganzseitige Zeichnung von Jörg Hülsmann lockern den von Elisabeth Müller aus dem Spanischen übersetzten Text auf.

    Der argentinische Schriftsteller Carlos María Domínguez kam 1955 in Buenos Aires zur Welt. Seit 1989 wohnt er in Montevideo. Seine Erzählung „Das Papierhaus“ kam 2004, drei Jahre nach seiner Ersterscheinung, in Deutschland auf den Markt. Dieses Büchlein ist eines, das in meinem Lieblingsregal bleiben wird, um mich auch im Alter noch zu erfreuen.

  16. Cover des Buches Schattenmelodie (ISBN: 9783785585665)
    Daphne Unruh

    Schattenmelodie

     (158)
    Aktuelle Rezension von: Agnes94

    Gefährdete Teenager könnte das Buch auf dunme Gedanken bringe...denn die Idee der Übergänge ist schon nicht ohne.

    Das Buch hat sooo viele Handlungsstränge...alleine die von mindestens 10 Personen (Neve, Emma, Viktor, Grete, Tom, Charlie, Janus, Kira, Tanako, Ferdynant uvm. plus die der verschiedenen magischen Welten (allein in diesem Band).

    Schon im ersten Band war ich von den vielen Handlungssträngen erschlagen...aber ich hatte gehofft das sie sich in den 2 weiteren Bändern verflüchtigen...allerdings kamen im 2ten Band noch viel mehr Stränge dazu.

    Leider kommen dabei die magischen Welten viel zu kurz...man hat den Eindruck das außer den Protagonisten da niemand lebt (auch wenn hier und da "Studenten" erwähnt werden...und anstatt mehr von den Trainings- und dem Schulalltag zu erzählen und den verschiedenen Freundcshaften und Elementen...kommt man immer nur zu Besuch und ist meistens in 3 Ecken von Berlin.

    Vieles am Anfang in  Band 2 ist auch einfach aus Band 1 kopiert...da die Geschichte von Kira jetzt aus Neve's Sicht erzählt wird...ich befürchte leider das es in Grete's Geschichte auch so ist.

    Die Idee hat soo viel Potential...wenn man sich auf die magische Welt konzentriert hätte und vielleicht einfach mehr Bände geschrieben hätte und den Fokus auf Qualität als Quantität gelegt hätte.

    Aber zumindest hat mich die Lovestory überzeugt...ich hab mit gelitten, hatte Schmetterlinge im Bauch und hab mich über das Happy End gefreut.

    Der Schreibstil ist wirklich angenehm und die Bücher lassen sich sehr schnell lesen...für einen schönen Sommerabend ist es ein kurzweiliger Zeitvertreib.




  17. Cover des Buches 84, Charing Cross Road (ISBN: 9783455650747)
    Helene Hanff

    84, Charing Cross Road

     (298)
    Aktuelle Rezension von: maedchenausberlinliest

    84, Charing Cross Road von Helene Hanff ist bereits 1970 erschienen, jedoch ins Deutsche erst 2002 übersetzt und erschienen.

     

    In dem Buch geht es um die New Yorkerin Helene Hanff, die auf der Suche nach seltenen Bücher ist und dabei auf die Adresse eines kleinen Londoner Antiquariats in einer Zeitungsannonce stößt.

    Als sie ihren ersten Brief mit einer Bestellung abschickt, weiß sie nicht, dass sich daraus eine Brieffreundschaft zwischen ihr und dem Antiquariat anfängt.

    Der rege Briefwechsel hält ganze 20 Jahre lang an. Sie schickt den Arbeiter:innen des Antiquariats oft auch Lebensmittel zu, da sie über die Lebensmittelrationierungen in England der Nachkriegszeit erfährt.

    Obwohl sie selber nicht viel Geld hat, macht sie dem Antiquariat damit immer eine sehr große Freude und diese Briefe und Geschenke sind für die Menschen ein Lichtblick in einer schwierigen Zeit.

     

  18. Cover des Buches Die Bibliothek der Schatten (ISBN: 9783442469284)
    Mikkel Birkegaard

    Die Bibliothek der Schatten

     (181)
    Aktuelle Rezension von: Elli64

    Die Bibliothek der Schatten von Mikkel Birkegaard,

    John Campelli hat das Zeug zu einem sehr erfolgreichen Anwalt aufzusteigen. Wenn er im Gericht das Wort ergreift, gibt es niemanden, der nicht völlig gebannt zuhört. Man könnte glauben, dass er eine besondere Kraft in seiner Stimme hat, oder er ist ein begnadeter Rhetoriker. John steht kurz vor seinem Durchbruch, denn er bekommt einen der wichtigsten, aber auch schwierigsten, Fälle zugeteilt. Dadurch hofft er endlich Teilhaber werden zu können. Doch plötzlich kommt ihm ein familiäres Ereignis da wischen, denn sein Vater, Luca, verstirbt und John muss sich um den Nachlass, ein kleines Antiquariat, kümmern. Er fährt hin und möchte es so schnell wie möglich verkaufen, denn sein Vater hatte ihn vor vielen Jahren fortgeschickt und jeglichen Kontakt abgebrochen.

    Das Antiquariat birgt mehr Geheimnisse, als John je geahnt hat.

    Bei seinem Eintritt ins Antiquariat fühlt John sich wieder wie ein Kind. Es steht immer noch der beste Freund seines Vaters, Iversen, hinter der Kasse und auch sonst sieht es fast wie früher aus. Während John in seinen schönen Erinnerungen seiner Kindheit schwelgt, denn diese war schön, bis seine Mutter plötzlich starb, versucht Iversen ihn zu überreden nicht zu verkaufen, denn erst sollte er alles über die Libri di Luca erfahren. John ist aber schon längst von der Atmosphäre gefangen und erklärt sich bereit, Iversen und einer weiteren Angestellten zuzuhören. Er erfährt, dass es Menschen mit einer besonderen Begabung des Lesens gibt, und das sowohl sein Vater und auch er selbst diese Begabung besitzen. Diese Menschen haben sich immer im Libri de Luca getroffen um gemeinsam zu Lesen und die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Eine kleine Lesung der Drei als Beweis lässt einen zu tiefst erschütterten John zurück. Und das ist erst der Anfang, wenn John geahnt hätte, was noch auf ihn zukommt, wäre er wohl nie zurück zu seinen Wurzeln gekehrt, denn da wo Gutes getan wird, ist oft das Böse nicht fern.

    Fazit

    Ich finde schon das Cover und den Titel sehr ansprechend. Nur deshalb habe ich es überhaupt gelesen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und ich fand ihn angenehm zu lesen. Das Buch ist spannend ohne reißerisch zu sein. Ich fand die Charaktere überzeugend und auch die Story gut durchdacht. Es fängt sehr seicht an, aber wird im Laufe immer magischer. Ich finde ja auch, dass Lesen etwas Magisches hat und hier hat der Autor diese Magie auf einen anderen Level gehoben. Ein sehr schönes Buch, mit Spannung ohne Blut und Gewalt, das für gute Unterhaltung sorgt.

  19. Cover des Buches Die Geister der Pandora Pickwick (ISBN: 9783747800379)
    Christina Wolff

    Die Geister der Pandora Pickwick

     (83)
    Aktuelle Rezension von: Tanpopo

    Mein erstes Buch der Autorin Christina Wolff erzählt eine schöne Geschichte über Fanny Jones, die im Laden ihrer Tante Harriet Pickwick nach und nach herausfinden muss warum sie Geister sehen und hören kann, darüber hinaus auch warum das außerhalb der Geisterstunde funktioniert, was die Geister eigentlich von ihr wollen und was das alles mit ihr und ihrer Familie sowie „Großmutter“ Pandora Pickwick zu tun hat.

    Ich denke, das umreißt die Geschichte einigermaßen.
    Christina Wolff erzählt die Geschichte sehr bildhaft, teilweise interessant und rasant, streckenweise jedoch auch ein wenig zu ausführlich und langatmig. Dadurch hat die Geschichte so ihre Höhen und Tiefen.
    Die meisten Charaktere sind schön ausgearbeitet und so muss man Fanny als Hauptprotagonistin einfach ins Herz schließen und kann all ihre Gefühle gut nachvollziehen, die sie bei der Suche nach ihrem familiären Hintergrund macht. Zu gekünstelt kamen mir die Zickereien zwischen Fannys Mutter Jennifer und Tante Harriet vor, die übertrieben verpeilte Art von Harriet sowie die unnötige Herumdruckserei von Geist Alastair Blake.
    Doch als Erwachsene bin ich definitiv nicht der Maßstab der Dinge und ich denke, dass Kinder im entsprechenden Lesealter da eine ganz andere Sichtweise drauf haben könnten.

    Ansonsten gibt es eigentlich gar nichts an dem Buch herumzukritisieren. Eine nette Geistergeschichte, bisweilen sogar mit leichtem Gänsehautfaktor und schönen Illustrationen, die ich gerne weiterempfehle.
    Mein Buch werde ich in die Grundschulbibliothek geben, damit recht viele Kinder mit ihm schöne Lesestunden verbringen können.

  20. Cover des Buches Buchland (ISBN: 9783862824441)
    Markus Walther

    Buchland

     (174)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Das Buchland wirkt wie der Traum eines jeden lesewütigen Menschen. Ein Ort an dem alle geschriebenen und noch nicht geschriebenen Bücher existieren und magische Dinge geschehen. Ein Ort an dem längst verstorbene Autoren deinen Weg kreuzen und für einen Plausch zu haben sind. Ein Ort der Zeit und Raum trotzt und seine ganz eigene Physik kreiert, getragen vom Wispern der Bücher.

  21. Cover des Buches Das Buch der Sinne (ISBN: B07BFKHWJM)
    Lara Steel

    Das Buch der Sinne

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Danu_Senpai

    Für gewöhnlich liebe ich Bücher in denen es um Bücher geht und ganz besonders, wenn dann auch noch Magie im Spiel ist, aber seit dem "Buch der Sinne" hat sich das geändert. 


    Die Charaktere sind allesamt eindimensional und das liegt noch nicht einmal unbedingt an der Kürze der Geschichte, sondern gründet viel mehr darin, dass sich die Autorin kaum Gedanken um Charakterentwicklung gemacht hat. Die Figuren sind am Anfang und am Ende der Geschichte gleichbleibend monoton... und das trotz einer (beinahe fast schon) wilden Hetzjagd durch Europa. 


    Der Bösewicht ist (und ich übertreibe hier kein Stück) einfach nur da, um aus dem Nichts aufzutauchen und böse zu sein. Plankton aus Spongebob entwickelt in einer einzelnen Folge mehr Tiefe und Persönlichkeit als der böse Bischof mit dem Buch der Sinne... Ich würde sogar soweit gehen, dass das auch für die beiden Protagonisten gilt. 


    Die sind charakterlich besser ausgearbeitet und haben hin und wieder sogar sehr charmante Züge. Das hat mir gefallen, aber eine richtige Dynamik zwischen den Beiden oder echte emotionale Auseinandersetzung, findet nie statt. Viel mehr fußt deren Beziehung und Charakterdynamik darauf, dass sie nicht sterben wollen, den bösen Bischof aufhalten möchten und sich einfach nur voneinander angezogen fühlen. Die beiden steigen wirklich bei jeder Gelegenheit in die Kiste und das Buch will, dass ich daraus emotionale Tiefe schließe... So plump denkt und fühlt kein Mensch. Das war ehrlichgesagt enttäuschend, wenn man bedenkt, dass die Beziehung der Beiden der Kern der Geschichte sein soll. 


    Außerdem kann ich nicht außer Acht lassen, dass der Female Gaze in diesem Buch problematisch ist. Und das sage ich wirklich ungern, da eine solche Aussage meistens Humbug ist, den Machos von sich geben, die denken Feminismus sei "Männer hassen". Aber der Fakt, dass ein gutaussehender, wohlwollender, hochgebildeter, charakterloser und nicht zu vergessen stinkreicher Mann, der keine Hobbys oder Interessen hat, außer sich unsterblich in die Protagonistin zu verlieben, einfach so aus einem Buch plumpst, IST problematisch. Bitte was suggeriert das den jungen Leserinnen da draußen? Das ist kein Traummann. Das ist eine seelenlose Hülle eines Mannes, die gut im Bett ist. Eine etwas bessere Version einer aufblasbaren Puppe. Die Tatsache, dass "die goldenen Sprenkel in seinen Augen funkeln" macht dieses Ding noch lange nicht lebendig. 


    Die Protagonistin ist da schon eher ein Mensch. Die zeigt Witz, Charme, Charakter, weist ihr Umfeld auch mal zurecht, ist launisch und tappt wie der Leser den Großteil der Zeit im Dunkeln. Ist aber auch natürlich, wenn wir die Geschichte durch sie erleben. Das macht die gute Alice immer noch nicht zu einem sympathischen oder glaubwürdigen Charakter, aber sie ist nicht so eindimensional wie der Rest....und ungewöhnlich umtriebig für jemanden, der jede Sekunde in Lebensgefahr schwebt. 


    Der Schreibstil war mir zu platt. Zu viele "Achselzucker" und Wiederholungen in der Sprache, aber man kann es deshalb sehr schnell und sehr flüssig durchlesen. Viele mögen das ja, also will ich das gar nicht groß kritisieren. Schreibstil ist Geschmackssache. 


    Alles in Allem ist das Buch als Abend-Lektüre bestenfalls okay. Wenn man sich nach einem langen Tag kurz das Hirn ausschalten will, dann kann man das schon lesen, wenn nichts Anderes in greifbarer Nähe ist. Hin und wieder musste sogar ich schmunzeln 

  22. Cover des Buches Portugiesische Rache (ISBN: 9783453419452)
    Luis Sellano

    Portugiesische Rache

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Marcel0901
    Wer einmal in Portugal war, weiß dort ist das Leben anders. Wer schon mal, auch nur kurz in Lissabon war, weiß was dies für eine fabelhafte Welt ist.

    Luis Sellano entführt einen durch genaue Beschreibungen in die einzelnen Teile Lissabons, als würde man dort direkt durchlaufen. Dies wird durch Spannung gepaart.

  23. Cover des Buches Das Schweigen des Sammlers (ISBN: 9783458359265)
    Jaume Cabré

    Das Schweigen des Sammlers

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Henk_Bleu

    Ich weiß noch, dass ich über dieses Buch in der FAZ eine hymnische Besprechung las. Es sei einer der besten spanischen Romane der letzten Jahre, hieß es darin. Ich weiß nicht mehr, wie das genau begründet wurde, aber mein Interesse war geweckt.

     

    „Das Schweigen des Sammlers“ heißt im Original „Ich bekenne“ und das ist der weitaus treffendere Titel für diesen verwickelten Roman. Formal ein Briefroman, lesen wir die Memoiren des spanischen Gelehrten Adria Ardevol an seine Frau Sara Voltes-Epstein, die große Liebe seines Lebens. Es ist ein Buch über Schuld und die Hoffnung auf Wiedergutmachung. Denn Ardevol fühlt sich schuldig am Schicksal seiner Frau, und daran, dass sie ihn verließ – weil er eine Geige nicht zurückgab, die seiner Familie nicht gehörte. Das klingt vielleicht banal, aber die Geschichte dieser Geige bildet neben Ardevols Lebensgeschichte die zweite große Stütze des Romans. Sie spannt einen riesigen zeitlichen Bogen vom Mittelalter bis zur Gegenwart, von Geistlichen in Klöstern bis zu Nazischergen in Auschwitz. Und der Streit über ihren Besitz ist Ausgangspunkt für umfangreiche Schilderungen über Gut und Böse, Schuld und Moral.

     

    Damit hat sich Cabre viel vorge-, aber nicht übernommen. Ihm gelingt es, die stattlichen 850 Seiten intelligent und spannend zu füllen. Vor allem hat Cabré die Handlungsebenen kunstvoll und trickreich verknüpft. Oft springt er mitten in einem der vielen Dialoge auf eine andere Ebene. Oder er wechselt in einem Dialog die Erzählperspektive, vom Er zum Ich oder Du. Das ist oft nicht gleich zu verstehen, sondern erfordert die Aufmerksamkeit des Lesers, ist aber absolut faszinierend gemacht und trägt dazu bei, dies Buch nicht nur inhaltlich, sondern auch formal komplex zu machen. Es führt vor allem dazu, dass der Leser näher an die Handlung herankommt und von ihr stärker berührt wird. Und es macht das Buch einzigartig.

     

    Kritikpunkte sehe ich bei der Hauptfigur. So facettenreich sie einerseits angelegt ist, so einseitig ist das Motiv von Ardevols Handlungen: Das Gefühl der Schuld und die überbetonten Gefühle für seine Frau wirken über die ganze Länge fast schon penetrant. Aber vielleicht ist das eine Mentalitätssache, und deutsche Leser empfinden hier anders als der spanische Autor. Zum anderen ist Ardevol als Intellektueller angelegt, der über die Natur des Bösen forscht. Dann müsste dazu auch was Intellektuelles kommen, doch das fehlte mir. Dafür gibt er durch die Romanhandlung vielfältige Antworten dazu.

     

    Vielleicht hat Cabre nicht alles einlösen können, aber ihm ist in achtjähriger Arbeit unterm Strich ein bemerkenswertes Buch gelungen, das ich empfehlen möchte
  24. Cover des Buches Arthur und die vergessenen Bücher (ISBN: 9783551310835)
    Gerd Ruebenstrunk

    Arthur und die vergessenen Bücher

     (219)
    Aktuelle Rezension von: DoraLupin

    Arthur hilft im seinen Ferien in einem Antiquariat aus, als plötzlich ein unheimlicher Fremder auftaucht und den alten Buchhändler dort bedroht. Gemeinsam mit Larissa, der Enkelin des Buchhändlers macht er sich auf eine gefährliche Reise um das "Buch der Antworten" zu finden. Die Suche führt die beiden über Amsterdam bis nach Bologna...

    Dies ist der Auftakt einer wunderbaren Reihe die sich auf die Suche sehr besonderer,  alter Bücher konzentriert. Der Schreibstil ist kindgerecht und leicht verständlich, die Städte werden sehr bildhaft beschrieben, sodass man am liebsten selbst gleich dorthin Reisen möchte!

    Arthur und Larissa sind sympathische Protagonisten, die sich auf eine gefährliche Suche nach den Büchern machen müssen. Es geht in Museen und in dunkle Tunnel hinab, genauso wie auf die Wasserstraßen von Amsterdam. 

    Die Story ist temporeich erzählt und verbindet wunderbar die Liebe zu Büchern mit dem Abenteuer in fremden Städten. Action und Spannung sind da vorprogrammiert und die Handlung reißt einen regelrecht mit, sodass man das Buch schwer aus der Hand legen kann. 

    Fazit: Tolles Abenteuer für Buchliebhaber!

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks