Bücher mit dem Tag "anstalt"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "anstalt" gekennzeichnet haben.

136 Bücher

  1. Cover des Buches Ich fürchte mich nicht (ISBN: 9783442478491)
    Tahereh H. Mafi

    Ich fürchte mich nicht

     (1.508)
    Aktuelle Rezension von: Conni_96

    Ich fand die Grundidee der Geschichte wirklich sehr toll, allerdings hatte mir der erste Teil zu wenig Handlung. Man erfährt zu wenig über die Welt und die Protagonistin, um beim Höhepunkt mitfiebern zu können. Insgesamt war das Ganze für mich etwas wirr und ich habe mich den Charakteren nicht besonders nahe gefühlt. 

    Den Schreibstil mit den durchgestrichenen Sätzen fand ich super und wirklich einzigartig.  Es zeigt schön die zwei Stimmen, die in ihrem Kopf streiten. 

    Insgesamt fand ich es okay, würde es aber nicht unbedingt weiterempfehlen. 

  2. Cover des Buches Die Therapie (ISBN: 9783426633090)
    Sebastian Fitzek

    Die Therapie

     (3.697)
    Aktuelle Rezension von: FrauMliest

    Inhalt (übernommen):

    Keine Zeugen, keine Spuren, keine Leiche. Josy, die zwölfjährige Tochter des bekannten Psychiaters Viktor Larenz, verschwindet unter mysteriösen Umständen. Ihr Schicksal bleibt ungeklärt.
    Vier Jahre später: Der trauernde Viktor hat sich in ein abgelegenes Ferienhaus zurückgezogen. Doch eine schöne Unbekannte spürt ihn dort auf. Sie wird von Wahnvorstellungen gequält. Darin erscheint ihr immer wieder ein kleines Mädchen, das ebenso spurlos verschwindet wie einst Josy. Viktor beginnt mit der Therapie, die mehr und mehr zum dramatischen Verhör wird …


    Mein Fazit:

    Ein Pageturner par excellence!

    Sebastian Fitzek ist ein Meister darin, seinen Plot durch eine latent düstere, unheilvolle Atmosphäre zu untermalen - gleich einer durchgehenden Gänsehaut. 

    Nicht minder beeindruckend ist die Finesse, mit der er seine Charaktere ausarbeitet und sie in ihrer undurchsichtigen Vielschichtigkeit brillieren lässt. Ohne jedoch zu vergessen, sie sich hin und wieder unterschwellig als möglicher Täter zu präsentieren.

    Während die möglichen Täter allzeit präsent, nur eben nicht identifiziert sind, hält sich das wahre Motiv bis zum Schluss verdeckt im Hintergrund. Ebenso die Auflösung, welches Spiel der Autor mit seiner Leserschaft treibt - Wahn, Fiktion, Realität, etwas dazwischen - bis zum Schluss bleibt diese Spannung erhalten. Und die Seiten fliegen nur so dahin…

  3. Cover des Buches Der Seelenbrecher (ISBN: 9783426637920)
    Sebastian Fitzek

    Der Seelenbrecher

     (3.281)
    Aktuelle Rezension von: Triggerwarnung

    Unerwartende Handlungen. Sichtweise mehrer Personen werden erzählt. Teils wirklich kranke Gedanken. Eingesperrt mit dem/den Irren?

  4. Cover des Buches Der Insasse (ISBN: 9783426519448)
    Sebastian Fitzek

    Der Insasse

     (1.411)
    Aktuelle Rezension von: Kathi_Mo

    Sebastian Fitzek hat mal wieder bewiesen, dass er es einfach kann!!! Dieses Buch nimmt einen mit, die Story ist bis zur letzten Seite spannend, man fiebert direkt mit und mag das Buch gar nicht mehr beiseite legen! Ganz klare Empfehlung!

  5. Cover des Buches Die Spiegelreisende - Im Sturm der Echos (ISBN: 9783458178583)
    Christelle Dabos

    Die Spiegelreisende - Im Sturm der Echos

     (257)
    Aktuelle Rezension von: lacopaplena

    Ich fand schon den dritten Teil mäßig, aber von diesem letzten Teil bin ich absolut enttäuscht.  Das Ende kommt abrupt, ist verwirrend und was mit den Nebencharakteren passiert, bleibt teilweise völlig unklar. Es scheint, als hätte die Autorin am Ende selbst nicht mehr gewusst, wie sie die ganze "Gott"-Geschichte auflösen soll. Und als wären ihr die Seiten ausgegangen.  

    Ich war nach dem Lesen der letzten Seiten wirklich mehr als frustriert, dass diese wahnsinnig tolle Geschichte so konfus und offen endet. 

  6. Cover des Buches Die letzte Spur (ISBN: 9783442383719)
    Charlotte Link

    Die letzte Spur

     (1.138)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Wie oft in Charlotte Links Büchern, fallen manche Abschnitte länger aus, als nötig. Dennoch hat mich das Buch in seinen Bann gezogen. Ich wollte wissen, was passiert war. Viele einzelne Fäden führen dann doch zum gleichen Knäuel. Die psychologische Betrachtungsweise der Autorin imponiert mir immer wieder. Bei manchen Darstellern war es etwas schwierig, sich einzufühlen, bei anderen gelang es mühelos. 

  7. Cover des Buches Winter People - Wer die Toten weckt (ISBN: 9783548286099)
    Jennifer McMahon

    Winter People - Wer die Toten weckt

     (228)
    Aktuelle Rezension von: Ellen784

    Hallo ihr Lieben,

    wow das war richtig, richtig gut. Es geht hier um Sara, welche 1908 lebte. Sara erlebt schreckliches und tut etwas, um ihre geliebte Tochter zurück zu bekommen.
    Dann kommen Charaktere aus der Gegenwart und ein Puzzle fügt sich langsam zusammen. Wir habe Alice, die verschwindet. Sie bewahrt ein schreckliches Geheimnis und ihre Töchter, lassen nichts unversucht, um sie zu finden. Dabei decken sie weitere Geheimnisse auf.
    Anfangs dachte ich…Nein das wird ein Friedhof der Kuscheltiere aber NEIN das wurde Winter People. Ich habe dieses Buch verschlungen. Es war spannend, gruselig und auch paranormal und es gab extreme Gänsehaut. Man muss das Thema mögen, dann wird man auch das Buch lieben.
    Für mich war es ein Highlight und eine klare Empfehlung!

  8. Cover des Buches Snow (ISBN: 9783522202374)
    Danielle Paige

    Snow

     (187)
    Aktuelle Rezension von: susi96

    Das Buch „Snow“ von Danielle Paige ist der Auftakt einer Reihe. Es gibt noch zwei Novellen, die jedoch nicht ins Deutsche übersetzt worden sind.


    „Snow“ erzählt eine schöne Geschichte von Freundschaft, Liebe und Vertrauen. Doch auch ernste oder traurige Themen wie Verrat, Intrigen und schwierige Lebensumstände werden behandelt.

    Ich muss zugeben, dass ich mich anfangs nicht so gut in die Geschichte rein finden konnte. Dies könnte daran gelegen haben, das es mir schwer fiel mich mit dem Hauptprotagonist Snow zu identifizieren. Sie wuchs den Großteil ihrer Kindheit in einer Psychiatrie/Anstalt auf und viele Lebenserfahrungen und Verhaltensweisen, die man im normalen Leben sammelt, fehlen ihr. Das erschwert es dem Leser natürlich sich in den Hauptcharakter hineinzuversetzen.

    Dennoch ist Snow mit ihrer dann auftretenden neuen Situation in „Freiheit“ erstaunlich souverän und stark. Sie zeigt Eigenständigkeit, die man ihr eigentlich nicht zugetraut hätte. Trotzdem ist sie manchmal etwas naiv und gutgläubig und tut, was ihr gesagt wird, ohne es großartig zu hinterfragen.


    Die Geschichte wurde mit der Zeit dann doch noch spannender, sodass es schließlich zu einem Punkt kam, an dem man das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte.

    Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und lässt sich flüssig lesen. Sie beschreibt Gefühle und Emotionen sehr ansprechend, wodurch die etwas unkonventionelle Beziehung zwischen Snow und ihrer großen Liebe aus der Anstalt, Gabe, nachvollziehbar wird. Dennoch finde ich gut, das Snow im Laufe des Buches auch andere Jungen kennenlernt, da mir die Beziehung zu Gabe etwas aus der Not ihrer Lebensumstände bzw. aus Mangel an anderen Kandidaten entstanden scheint.

    Die anderen Charaktere sind für den Leser ebenfalls greifbar, durch die Vielzahl und da keiner im besonderen Maße hervorsticht, möchte ich jetzt aber nicht allzu viel dazu sagen. Da muss man das Buch schon selber lesen. :)

    Auch Räumlichkeiten und die Schneewelt hat die Autorin deutlich beschrieben, weshalb man sie vor seinem inneren Auge zum Leben erwecken konnte.


    Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet, was bei mir sofort das Verlangen weckte, das Buch zu lesen.

    Mit dem Cover und der Geschichte erschien es mir durch die Schneewelt und die beiden Freunde Kai und Gerda, sowie dem bösen Schneekönig eine Anlehnung an das Märchen der Schneekönigin zu sein, wodurch es sich bei dem Buch um eine Märchenadaption handeln würde.


    Ich gebe der Geschichte 4 Sterne, da es mich im hinteren Teil noch richtig fesseln und begeistern konnte, es sehr spannend wurde und auch einige unvorhersehbare Wendungen folgten. Zuerst wirkte es recht vorhersehbar, aber die sehr überraschenden Plot Twists belehrten mich eines besseren, was ich sehr zu schätzen wusste. Von mir gibt es eine klare Empfehlung für das Buch, wobei ich anderen Lesern anrate, dem Buch etwas Zeit zu lassen, sich zu entfalten und es nicht vorzeitig abzubrechen, wenn es einem nicht direkt gefällt. 

  9. Cover des Buches Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte (ISBN: 9783596195374)
    Rachel Joyce

    Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte

     (324)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Zwei Sekunden die alles verändern. Byron und seine Schwester werden von deren Mutter Diana mit dem Jaguar zur Schule gefahren. Ausnahmsweise nimmt sie einen anderen Weg und da passiert das Schreckliche, sie fährt ein Mädchen auf einem roten Fahrrad an. Allerdings bemerkt Diana dies gar nicht, nur Byron weiß um das Geschehene. Verzweifelt versucht er damit zurecht zu kommen und seiner Mutter die Wahrheit klar zu machen. Parallel dazu erzählt Rachel Joyce von Jim, der etliche Jahre in einer psychiatrischen Anstalt verbringt und danach versucht ein halbwegs geordnetes Leben zu führen, mit Arbeit und trotz seiner Zwangsneurosen die sein Leben bestimmen. Wie diese beiden Schicksale verbunden sind, erschließt sich dem Leser nach und nach in einem,  zwar durchwegs ruhigem Schreibstil, aber nicht minder fesselnden Geschichte über Freundschaft, Liebe, Hoffnung und Zeit.                            

  10. Cover des Buches Ich. Darf. Nicht. Schlafen. (ISBN: 9783596512881)
    S.J. Watson

    Ich. Darf. Nicht. Schlafen.

     (1.633)
    Aktuelle Rezension von: Mandarinebiene

    Wie ist das, wenn man jede Nacht sein Gedächtnis verliert? Wie geht man damit um, jeden Morgen erneut seine Liebsten kennenzulernen? Und wie lernt man sich selbst kennen, wenn man keine Erinnerungen an sein eigenes Leben hat?

    Diese und noch mehr Fragen beantwortet Steve Watson in seinem 412 Seiten langen Thriller. Die Protagonistin des Buches Christine wacht jeden Morgen auf, ohne sich an die letzten Jahre ihres Lebens zu erinnern. Der Mann, mit dem sie eine Ehe führt, ist ihr fremd. Genauso die Frau im Spiegelbild. Und als ihr das eigene Tagebuch in die Hände fällt, beginnt die Jagd nach der Wahrheit. Nur bleibt bis zum Ende die Frage; wem kann Christine vertrauen?

    Das Buch hat meine Erwartungen mehr als nur übertroffen! 

    Der Autor schafft eine Atmosphäre, die spannungsreich ist und dazu verleitet, immer mehr und immer weiter zu lesen. Ich selber konnte überhaupt nicht mehr aufhören, zu lesen, so gebannt war ich von den Worten und der Geschichte! Während Christine ihr eigenes Tagebuch liest, kommt man mit ihr zusammen ihrer Vergangenheit nach und nach auf die Schliche. Dabei scheint es ständig neue Dinge zu geben, die eine andere Konstellation ergeben und das vermeintliche Bild, das man zu Beginn hatte, wieder verändern. Dies geschieht vor allem durch einen sehr angenehmen Schreibstil, der perfekt zum Feeling des Buches passt. Dazu kommen die Charaktere, die sehr glaubhaft wirken und alle etwas zu verbergen scheinen.

    Besonders Christine ist mir während des Lesens sehr ans Herz gewachsen, auch wenn ich nicht alle Dinge gut fand, die sie getan hat. So konnte ich gut mit ihr mitfiebern und mitfühlen. Sei es Schock, Trauer oder Wut - der Autor ließ mich während meiner kleinen Lesereise eine Menge fühlen. Vor allem der Schluss hat mich auf seine ganz eigene Art überrascht und zu meiner eigenen Verwunderung zu Tränen gerührt, auch wenn ich normalerweise nicht allzu nah am Wasser gebaut bin. 

    Zusammenfassend kann ich sagen, dass das Buch wirklich fünf Sterne verdient hat. Wer gerne beim Lesen der Wahrheit auf die Spur kommt und Lust auf etwas Neues hat, sollte auf jeden Fall einen Blick in das Buch werfen!

    Danke an den Autor für diese tolle Geschichte und allen viel Spaß beim Lesen!!!






  11. Cover des Buches Verstummt (ISBN: 9783442372218)
    Karin Slaughter

    Verstummt

     (701)
    Aktuelle Rezension von: Ellen784

    Hallo ihr Lieben, 

    ich habe gerade mein erstes Buch von Karin Slaughter beendet und bin sprachlos. Bin begeistert, bin fast vom Stuhl gefallen 🙈Das Ende war der Hammer.
    Dieses Buch ist der Auftakt zur Will Trent Reihe. Ich habe Will also kennengelernt. Ein wirklich toller Mann, welcher sich durchs Leben kämpft. Er wurde zu einem Fall hinzugezogen und begleitet nun die Ermittlungen, welche so unvorhersehbar, brutal und grausam sind. Das Buch ist nichts für schwache Nerven. Mir hat es unfassbar gut gefallen. Der Schreibstil war super. Ich bin quasi durch das Buch geflogen. Eine ganz, ganz klare Empfehlung. Ich werde diese Reihe definitiv weiter lesen. 


  12. Cover des Buches Artikel 5 (ISBN: 9783492702867)
    Kristen Simmons

    Artikel 5

     (387)
    Aktuelle Rezension von: annlu

    *Es gab nichts mehr zu sagen, während sie meine Mutter in den Van verfrachteten. Und als sie im Inneren verschwand, spürte ich, wie etwas in mir zerriss, etwas freigesetzt wurde, das sich anfühlte wie Säure in meiner Brust.*


    Nach einem Krieg, der die Bevölkerung der USA in kleine Restgruppen zersplittert hat, herrschen konservative Christen. Nach ihren Moralstatuten hat die Bevölkerung zu leben. Zu diesen zählt auch Artikel 5 „Als vollwertiger Staatsbürger wird nur anerkannt, wer als Kind eines verheirateten Paares auf die Welt kommt“. Ember, die alleine mit ihrer Mutter lebt, hat nun die Konsequenzen zu tragen. Ihre Mutter wird festgenommen wegen unmoralischem Verhaltens und sie selbst soll in eine Resozialisierungsanstalt kommen. Umso bitterer ist für sie, dass es ausgerechnet der Nachbarsjunge Chase ist, der bei ihrer Verhaftung dabei ist – ausgerechnet der junge Mann, dem ihr Herz gehört. Aber Ember will nicht aufgeben und schwört sich, ihre Mutter zurückzubekommen.



    Gleich von Beginn an wird klar, dass die neue Gesellschaft so einiges zu verbergen hat. Allerdings wurde Ember bisher nicht mit den schlimmen Seiten der Regierung konfrontiert. Regelmäßige Überwachung und Bestrafung ist sie gewohnt. Nun aber ist sie der Willkür ihrer Bewacher ausgeliefert und realisiert zum ersten Mal, was Gewalt wirklich bedeutet. Nun geht es auch um ihr Leben. Obwohl sie die Hoffnung nicht aufgibt, scheint die Situation erst einmal aussichtslos. Erst als Chase wieder in ihr Leben tritt, wird nicht nur dieses, sondern auch ihre Gefühle ordentlich durcheinander gerüttelt.


    Durch ihre Erinnerungen an die alten Zeiten mit Chase und die Verwirrung, die er in ihr stiftet bekommt die Geschichte einen ordentlichen Touch Romantik. Allerdings bleibt der Großteil davon eine typische dystopische Geschichte, in der sich eine Jugendliche gegen das System auflehnt – hier bezieht sich dies zwar auf eine unfreiwillige Rebellion und eine Flucht. Nichtsdestotrotz hatte die Handlung bekannte Züge. Interessant fand ich allerdings den Fanatismus, auf dem die neue Gesellschaft basiert. In Zeiten, in denen vor dem Islam gewarnt wird, empfinde ich es einen guten Gedankenanstoß, dass jegliche Religion bei zu starkem Eifer zu einem totalitären Regime führen kann, das für Unterdrückung sorgt.


    Nach einem ersten guten Eindruck – der sich auf die Idee der neuen Gesellschaft bezog – und einem Mitleiden bei all den neuen, gewalttätigen Erfahrungen, die Ember machen muss, brachte mich Chases Auftauchen und die Flucht etwas aus der Geschichte. Plötzlich fiel es mir nicht mehr so leicht mit Ember mitzufühlen und ich empfand einige Stellen als in die Länge gezogen. Erst als mehr darauf eingegangen wird, wie sehr die Vergangenheit, der Krieg aber besonders die neuen Machthaber die Menschen verändern, konnte ich der Geschichte wieder mehr Interesse entgegenbringen. Dann wurde auch die Handlung wieder gefahrvoller und ich konnte endlich wieder in die Geschichte eintauchen.


    Fazit: Eine Dystopie, bei der ich etwas gebraucht habe, bis ich vollständig in die Geschichte tauchen konnte. Dann aber war sie sehr spannend.

  13. Cover des Buches Mein böses Herz (ISBN: 9783570308912)
    Wulf Dorn

    Mein böses Herz

     (458)
    Aktuelle Rezension von: Pajanka

    Dies ist das dritte Buch des Autors das ich nun gelesen habe, ich muss jedoch sagen, dass es leider das bisher schwächste war. Die Story war ziemlich vorhersehbar und teilweise recht unglaubwürdig dargestellt, irgendwie konnte sie mich einfach nicht fesseln. Man merkt einfach, dass das Buch dieses Mal für Jugendliche ausgelegt ist. Streckenweise gab es einige Wiederholungen und langatmige Abschnitte,  so dass die gesamte Story relativ flach gehalten wurde. Die Grundidee hinter dem Ganzen war recht interessant, der Schreibstil war zudem ziemlich einfach, sodass man das Buch gut lesen konnte. Zu den Charakteren konnte ich keinen wirklichen Draht finden, der Autor hat sich hier, meiner Meinung nach, zu vieler Klischees bedient. Insgesamt ein nettes, durchschnittliches Buch zum Zeit vertreiben, aber es reicht nicht an die anderen, von mir gelesenen, Werke des Autors heran.

  14. Cover des Buches Verdammnis (ISBN: 9783453438217)
    Stieg Larsson

    Verdammnis

     (2.550)
    Aktuelle Rezension von: shizu_reads

    Zweiter Teil der Reihe und vergleichsweise extrem schwach zum ersten Band. Wir erfahren hier einiges mehr über Lisbeth, was durchaus interessant ist. Das Thema Mädchenhandel ist hart, wird aber nur angerissen. Und irgendwie zog es sich streckenweise in die Länge. Zudem gibt es dieses Mal einen wirklich, wirklich extrem unsympathischen Charakter. Kennt ihr das, wenn euch ein Charakter so extrem triggert, dass ihr Puls bekommt, wenn er im Buch den Mund aufmacht? Hans Faste war so ein Charakter für mich. Diese Voreingenommenheit von dem Polizisten hat mich zur Weißglut getrieben. Was aber sehr gut zum Thema passt, also alles richtig gemacht Herr Larsson! Das Ende kommt etwas abrupt, und irgendwie hängt man doch sehr in der Luft. Der Fall an sich abgeschlossen, aber die Nachbearbeitung, die im ersten Teil seeehr lang war, fehlt hier nun vollständig. Vermutlich der Stoff für Band 3. Allgemein konnte es mich nicht ganz überzeugen. 

  15. Cover des Buches Das Schweigen der Lämmer (ISBN: 9783453432086)
    Thomas Harris

    Das Schweigen der Lämmer

     (869)
    Aktuelle Rezension von: maedchenausberlinliest

    "Das Schweigen der Lämmer" von Thomas Harris ist der 3. Band der Hannibal Lecter Reihe. 🐑

    Um den geistesgestörten Frauenmörder "Buffalo Bill" zu schnappen, benötigt das FBI die Hilfe von Dr. Hannibal Lecter. Dieser ist wegen einer Reihe von Verbrechen in der geschlossenen Abteilung einer psychiatrischen Klinik verwahrt. Die junge FBI-Agentin Clarice Starling wird auf ihn angesetzt und soll ihn verhören, ohne zu wissen auf welch teuflisches Spiel sie sich einlässt.

    Das Buch habe ich auf einem Bücherflohmarkt erstanden und da ich den Film als Kind nie sehen durfte, dachte ich mir, dass es eine gute Gelegenheit wäre das Buch zu erstehen und erstmal zu lesen bevor ich die Verfilmung anschaue.

    Die "technischen" Passgen fand ich teilweise etwas anstrengend zu lesen, nichtsdestotrotz ist das Buch super angenehm zu lesen und man fiebert richtig mit.

  16. Cover des Buches Der Fluch von Pendle Hill (ISBN: 9783442485062)
    Oscar Muriel

    Der Fluch von Pendle Hill

     (99)
    Aktuelle Rezension von: kleine_leseecke

    Der Londoner Inspector Ian Frey sitzt immernoch im schottischen Edinburgh fest und ist gezwungen mit dem egozentrischen Schotten Adolphus McGray zu arbeiten. Nur wenige Wochen nach den Ereignissen aus Band 1 bekommen es die beiden Männer mit einem skrupellosen Strychnin - Mord zu tun. Die ermordete junge Frau ist Schwester in der psychiatrischen Anstalt, in der sich auch McGrays Schwester aufhält. Schnell wird klar, dass das "Dezernat für Übersinnliches" dringend gebraucht wird. Es gehen Gerüchte um, dass Hexen ihr Unwesen treiben. 


    Es geht direkt spannend los. Mit dem sehr brutalen und detaillierten Einstieg freut man sich auf ein Buch voller Spannung, Rätsel und Magie. Leider wird es mit fortgeschrittener Story zunehmend trocken, dass es staubt. Nervig dazu sind McGrays Mobbing-Attacken gegenüber Frey. Was vielleicht lustig anmuten soll, schlägt schnell um in eine unglaubliche Respektlosigkeit und übelstes Mobbing. Das kann und will ich nicht gutheißen. Daher spreche ich auch eine DRINGENDE TRIGGERWARNUNG aus. 

    Die Handlung selbst wird bestimmt von einem gut zu lesenden Schreibstil, normalstarken Kapiteln und einer guten Idee hinter der Geschichte. Dabei hätte ich mir allerdings etwas mehr Lokalkolorit in Form von schottischer Geschichte und Mythologie gewünscht. Hier war das Potenzial absolut nicht ausgeschöpft. 

    Fazit: Aufgrund der oben genannten Schwachpunkte gebe ich gut gemeinte 3 🌟. Wenn man diese Reihe lesen möchte, sollte man UNBEDINGT die Folge einhalten. 

  17. Cover des Buches Kalte Stille (ISBN: 9783453434035)
    Wulf Dorn

    Kalte Stille

     (355)
    Aktuelle Rezension von: Pajanka

    Das ist bereits mein zweites Buch dieses Autors, welches mir insgesamt recht gut gefallen hat, aber nicht an sein Debüt heranreicht. Die Geschichte lässt sich äußerst gut und flüssig lesen, der Schreibstil hat mir ebenfalls wieder zugesagt und auch die Dialoge verleihen den Charakteren eine gewisse Greifbarkeit. Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, waren die vielen „Zufälle“ und etwas übertriebenen Szenarien, die hier im Laufe der etwas lang gezogenen Story zustande kamen. Ich hatte somit schon früh die Vermutung, wer der Täter sein könnte. Diese stellte sich zum Ende hin dann auch als richtig heraus. Das Ende selbst war mir zu unglaubwürdig und mit etwas zu viel Filmactionszenen konstruiert. Außerdem war der Hauptprotagonist an sich für mich ein Rätsel, wie soll er denn andere Menschen therapieren, wenn er selbst nie über sein eigenes Trauma hinweggekommen ist?! Es gab einige spannende Momente, aber diese konnten sich nicht durchweg halten. Ich hätte mir zudem mehr Einblicke in die Psyche der Geisteskranken gewünscht. Schlussendlich gefiel mir dieses solide, gut zu lesende Buch, es hatte jedoch seine Einschränkungen und war jetzt kein besonderes Highlight. Man muss allerdings anmerken, dass die Schwächen des Buches noch stärker ins Auge gefallen sind, da die Messlatte durch den Debütroman des Autors schon sehr hoch angesetzt war.

  18. Cover des Buches Die Glasglocke (ISBN: 9783518423653)
    Sylvia Plath

    Die Glasglocke

     (361)
    Aktuelle Rezension von: buecherblondine_blondie4books

    German version/English version below:

     

    Ich habe das Buch zum ersten Mal vor zirka 10 Jahren gelesen, als ich die englische Originalausgabe von einem amerikanischen Freund geschenkt bekam. Damals hörte ich zum ersten Mal von Sylvia Plath – dennoch las ich das Buch, ohne mich näher über die Autorin zu informieren. So wusste ich nicht, dass Sylvia sich tatsächlich 1963 das Leben genommen hat, nur zirka vier Wochen nach Erscheinen ihres ersten und einzigen Romans.  

    Mittlerweile habe ich das Werk zum vierten Mal gelesen und bin überrascht darüber, dass mir jedes Mal andere Dinge auffallen, ich mich an andere Zitate erinnere, das Buch anders wahrnehme... Noch immer fasziniert mich der geradlinige, distanzierte Schreibstils Plaths, als handle es sich nicht um eine stark autobiografische Erzählung, als habe die Hauptfigur, Esther Greenwood, rein gar nichts mit ihr gemein.  

    New York, Juni 1953:

    Die Rosenbergs werden auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. Die 19-jährige Esther Greenwood befindet sich zur gleichen Zeit in NY, genauer gesagt in New York City. Von ihr wird erwartet, die schönste Zeit ihres Lebens zu haben – doch die junge Frau empfindet sich als „still und leer“. Statt enthusiastisch Zeitungsartikel für die Modezeitschrift zu verfassen, deren Ausschreibung sie gewonnen hat, und dabei mindestens so gut gekleidet wie gelaunt von Party zu Party zu eilen, hadert Esther mit ihrem Dasein. Ihr wird plötzlich klar, dass sich die Zeit auf dem College dem Ende zu neigt und sie eine Entscheidung darüber treffen muss, was sie künftig mit ihrem Leben anfangen will. Hausfrau und Mutter werden? Oder doch lieber eine gefeierte Schriftstellerin, wie ihre Gönnerin, Philomena Guinea? Oder wie wäre es mit Maisfarmerin, irgendwo im Mittleren Western, wie eine ihrer Mitstreiterinnen? 

    Kurze Zeit später, nach der Rückkehr in ihren Heimatort in Massachusetts, versucht der Teenager, sich mit Schlaftabletten das Leben zu nehmen. Esther findet sich schließlich in einer Anstalt wieder, wo man ihr mit Insulin, Fruchtsaft und Elektroschocks zu helfen versucht. Doch für die junge Frau scheint es kein Entrinnen aus der Glasglocke zu geben, die Welt selbst ist für sie der böse Traum, aus dem es kein Erwachen gibt...


    I read the book for the first time about 10 years ago, when I received an original English copy as a gift from an American friend. At that time, I heard about Sylvia Plath for the first time - but I read the book without knowing more about the author. So I was unaware that Sylvia actually took her own life in 1963, only about four weeks after the publication of her first and only novel. 

    Having read her novel now for the fourth time, I am surprised that each time I notice different things, remember different quotes, perceive the book differently... I am still fascinated by Plath's straightforward, detached writing style, as if the story was not strongly autobiographical, as if the main character, Esther Greenwood, had nothing at all in common with her.

    New York, 1953:

    The Rosenbergs are being executed on the electric chair. 19-year-old Esther Greenwood happens to be in NY at the same time, in New York City to be precise. She is expected to have the time of her life - but the young woman finds herself "silent and empty".  

    Instead of enthusiastically writing newspaper articles for the fashion magazine whose writing completion she has won, rushing from party to party, her dresses at least as good as her spirits, Esther is at odds with her existence. She suddenly realizes that her time at college is coming to an end. She has to make decisions about her future life. What should she do?. Become a housewife and mother? Or rather a celebrated writer, like her patron, Philomena Guinea? How about becoming a corn farmer, somewhere in the Midwest, like one of her combatants? 

    A short time later, after returning to her hometown in Massachusetts, the teenager tries to take her own life using sleeping pills. Esther eventually finds herself in a mental hospital where they try to help her with insulin, fruit juice and electric shocks. But for the young woman there seems to be no escape from the glass bell jar, the world itself, for her, is the bad dream from which there is no awakening...

  19. Cover des Buches Die stumme Patientin (ISBN: 9783426306901)
    Alex Michaelides

    Die stumme Patientin

     (213)
    Aktuelle Rezension von: ladyinblack

    Ich müsste mich am Anfang erst in die Geschichte rein finden. Habe schon überlegt ob ich es überhaupt weiter lese.

    Da ich aber jedem Buch eine Chance geben möchte, las ich weiter.

    Und ich bin froh darüber. Es hat mich dann wirklich gepackt. Das Ende hätte ich nie erwartet.

  20. Cover des Buches Die Sünde der Engel (ISBN: 9783442372911)
    Charlotte Link

    Die Sünde der Engel

     (426)
    Aktuelle Rezension von: katzekatzekatze

    Ich habe mich wirklich unglaublich gequält beim Lesen dieses Buches. 

    Es war einfach so unglaublich SCHLECHT, dass ich gar nicht so richtig weiß, wo ich anfangen soll.

    Vielleicht damit, dass die Charaktere alle langweilig, flach, blass und völlig stereotyp sind. Die Storyline lebt alleine davon, dass alle immer "irgendwie so ein Gefühl" haben, das nervt einfach nur noch, weil sich die Autorin es damit echt supereinfach gemacht hat und gar nichts wirklich Sinn macht. Das hat mich beim Lesen sogar schon richtig aufgeregt.

    Die Geschichte dümpelt langweilig vor sich hin, bis sie in einem völlig abstrusen und sehr vorhersehbaren und fast schon lächerlichen Ende gipfelt. Die Charaktere, vor allem Janet, sind einfach nur unsympathisch und teilweise dumm wie Brot.

    Abgerundet wird das von einem absolut hölzernen und nur schwer zu ertragenen 0815 Schreibstil, den man vielleicht aus schlechten Fanfictions kennt. Der Funke springt einfach zu keinem Zeitpunkt über.

    Nie wieder werde ich ein Buch dieser Autorin anfassen, das war verschwendete Lebenszeit.

  21. Cover des Buches Die Physiker (ISBN: 9783257208375)
    Friedrich Dürrenmatt

    Die Physiker

     (3.792)
    Aktuelle Rezension von: nasa

    Die Physiker von Friedrich Dürrenmatt ist eine groteske, amüsante, leicht spannende Komödie. Das Werk ist ein Klassiker und er lässt sich schnell lesen. Es beschäftigt sich mit der Frage wer in einer Gesellschaft verrückt ist und wer nicht. Am Ende ist man überrascht.

    Passenderweise spielt das Drama in einem Irrenhaus. In diesem sitzen drei Physiker die sich teilweise für Newton und Einstein halten. Doch behaupten alle nur den Irrsinn vorzutäuschen. Vor allem um die Menschheit vor ihrem Wissen zu bewahren.

    Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an mit genommen. Die Sätze sind recht kurz, aber prägnant. Die Dialoge sind rasant und laden zum Schmunzeln ein. Durch den Schreibstil eines Theaterstücks und da es sich nur in einem Raum der Irrenanstalt stattfindet konnte sich bei mir sofort ein Kopfkino einstellen. Ich konnte mir die einzelnen Szenen gut vorstellen. Auch hat sich das Buch schnell und flüssig lesen lassen.

    Es ist ein Zeitloser Klassiker der sich auch nach so vielen Jahren immer noch gut lesen lässt.

  22. Cover des Buches Geschöpf der Finsternis (ISBN: 9783802581328)
    Lara Adrian

    Geschöpf der Finsternis

     (892)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    Der 3. Teil der Midnight Breed Reihe schließt in der Handlung nahtlos an den 2. Band an. Diesmal geht es um Vampir Tegan und Elise, die erst vor Kurzem ihren Sohn Camden dank der von Marek in Umlauf gebrachten Drogen verloren hat. Nun verwendet sie ihre ganze Kraft darauf gegen Mareks Handlanger vorzugehen. Aber es ist Tegan der ihr das Leben rettet, als sie in einen Hinterhalt gerät.

    Nachdem der Vorgänger mich fast zum weglegen der Reihe gebracht hat, macht dieser Teil vieles wieder gut. Nicht nur die beiden Hauptprotagonisten überzeugen mit einer emotionalen und fesselnden Entwicklung ihrer Beziehung, sondern auch die Story bekommt neue Fahrt und wird spannender. 

    Positiv empfand ich auch diesmal  die Einführung neuer Figuren, Nebenrollen, die tiefer beleuchtet wurden und auch mehr Einblicke in die Entwicklungsgeschichte der Vampire und die Hintergründe von Marek und Seinesgleichen.
    Einzig der doch plötzlich recht knappe Schluss, war mir fast ein wenig zu einfach, berücksichtigt man die Kraft und Stärke, die Marek zuvor zugeschrieben werden.

    Mein Fazit: Der 3. Teil ist wie immer gut zu lesen dank flüssigem Schreibstil, überzeugt aber auch in der Story und dank zweier interessanter Protagonisten. Bis auf ein paar kleine Längen und ein für mich nicht ganz passgenauen Schluss, hatte ich diesmal viel Spaß am Lesen und werde nun auch Band 4 in die Hand nehmen.

  23. Cover des Buches Das Joshua-Profil (ISBN: 9783785751428)
    Sebastian Fitzek

    Das Joshua-Profil

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Petroel

    Das Buch hat mich gefesselt und ich konnte es kaum aus der Hand legen.

    Wenn man im Internet unterwegs ist, kann es schon vorkommen, das man ausspioniert wird. Aber das es ein Profil gibt, dass schon im Vorraus aussagt, das du ein Verbrechen begehst? 

    Ich habe mir auch gleich die Blutschule bestellt.

  24. Cover des Buches Schwarzweiß (ISBN: 9783802595332)
    Antonia Fennek

    Schwarzweiß

     (108)
    Aktuelle Rezension von: Babajaga

    Dies ist die zentrale Frage dieser Geschichte und sie begleitet den Leser von Anfang bis Ende. Zu Beginn der Geschichte scheint sie nur so dahin gestellt zu sein, am Ende jedoch wird klar, wie die Protagonisten darin involviert sind. 

    Es ist ein ganz normaler Morgen im Maßregelvollzug in Hamburg. Regina Bogner ist Ärztin für Psychologie in dieser Einrichtung, in die Straftäter eingeliefert werden, wenn sie als psychisch krank gelten. An diesem Morgen wird Niklas Rösch eingeliefert werden, der einen unfassbar grausamen Mord begangen hat. 

    Bereits bei ihrem ersten Aufeinandertreffen wird klar, dass Rösch ein nicht ganz einfacher Fall werden würde. 

    Ich mag Regina Bogner. Sie ist eine toughe, resolute Frau, die ihr Handwerk versteht und bereits von Anfang an Zweifel an der Diagnose Schizophrenie bei Rösch hat. Niemand glaubt ihr, es will nicht einmal jemand ihre Einwände hören oder die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass sie Recht haben könnte. Chefarzt Dr. Löhner tut gerade so, als würde sie maßlos übertreiben und Oberarzt Dr. Mark Birkholz ist ein Feigling, der seiner Karriere zuliebe lieber dem Chefarzt nach dem Munde redet. So steht Regina allein mit ihrer Annahme da. Dennoch versucht sie immer wieder zu intervenieren und Löhners Entscheidungen in Zweifel zu ziehen, womit sie sich dessen Unmut zuzieht. Als Löhner eine Fehlentscheidung trifft, sorgt er dafür, dass Rösch fliehen kann und weiteres Unheil anrichtet. 

    Regina ist geprägt durch ihre Erfahrungen in Afrika, wo sie bereits als Ärztin in einem Krankenhaus gearbeitet hat und mitansehen musste, wie geliebte Menschen in den politischen Unruhen einfach dahin gemetzelt wurden. Ihre ganz persönlichen Erfahrungen werden im Buch immer wieder thematisiert, nicht zuletzt weil sie ihr Verhalten maßgeblich beeinflussen. Regina handelt lieber als zu reden und das macht sie so überaus sympathisch. Besonders als ihre Tochter Anabel Ziel eines Angriffs durch Rösch wird, gibt es für Regina kein Halten mehr. Sie kann und will der deutschen Polizei nicht ausschließlich vertrauen, sie kann und will die Hände nicht in den Schoß legen und so beginnt die Jagd quer durch Hamburg. 

    Unterstützung findet sie hierbei durch Kashka - den südsudanesischen Botschafter in Deutschland. Er ist ein großer, schwarzer Mann mit vielen Geheimnissen. Auf mich wirkt er anfänglich völlig undurchsichtig, aber keineswegs unsympathisch. Er strahlt eher wissende Ruhe aus. Zunächst steht hier die Frage, welchen persönlichen Grund er haben mag, Regina zu unterstützen und warum er soviel über Rösch weiß. Aber sowohl der Leser als auch Regina bleiben erst einmal im Dunkeln, allerdings hat Kashka Möglichkeiten Informationen zu beschaffen, die Regina verschlossen bleiben. Er verrät jedoch auch nicht, welche Möglichkeiten das sind. Damit bekommt er einen etwas zwielichtigen Touch. Dennoch möchte man ihm vertrauen. Es geht mir ein bisschen wie Regina, die zwar nicht genau weiß, ob es gut ist, ihm ihr Vertrauen zu schenken, es aber dennoch tut. 

    Und Rösch? Rösch ist ein Mörder, das steht außer Frage. Und er ist auch irgendwie unangenehm, er ist jemand, mit dem man sich nicht länger als nötig umgeben möchte. Allerdings wirkt er nicht wirklich so, als müsse man ihn verabscheuen. In mir hat die Autorin mit dieser Figur ein ambivalentes Gefühl ausgelöst. Insbesondere als Regina beginnt in Röschs Vergangenheit und seiner Kindheit zu recherchieren, wird dieses Gefühl der Ambivalenz noch verstärkt. Der gewalttätige Mörder wird nämlich plötzlich zu einem Menschen, den man vielleicht sogar verstehen kann. Man will es nicht, aber trotzdem ist es nicht mehr so leicht ihn einfach nur als Mörder zu sehen. Diese Entwicklung fasziniert mich enorm, denn normalerweise weiß man wer der Gute und wer der Böse, wer Opfer und wer Täter ist. 

    Die Autorin kreiert in diesem Roman vielschichtige Charaktere, die man nicht einfach in eine Schublade stecken kann. Sie entwickeln sich im Laufe der Zeit und man bekommt ein gewisses Verständnis für die Protagonisten. Sogar Dr. Birkholz kann zeigen, dass mehr als ein Feigling in ihm steckt. Antonia Fennek versteht es die Menschen hinter den ersten Eindrücken zu zeigen. Sie erzählt, wie die Menschen zu dem wurden, was sie heute sind, ganz nach dem Grundsatz, dass alles eine Ursache hat. Dadurch erreicht sie aus meiner Sicht, dass ihre Geschichte plastisch und realistisch wird, denn niemand ist nur gut oder nur schlecht.

    Der Schreibstil ist wunderbar leicht zu lesen, die Seiten fliegen nur so dahin. Ich mag die Konflikte der Protagonisten mit sich selbst und mit anderen, denn eben diese machen die Story lebendig und absolut authentisch. Es gibt keine Längen. Im Gegenteil man möchte eigentlich noch viel mehr erfahren. In einem sehr interessanten Nachwort und einem Glossar erklärt die Autorin dann auch einige Unterschiede zwischen dem Maßregelvollzug und der geschlossenen Allgemeinpsychiatrie und zu anderen psychologischen Begrifflichkeiten. Sie gewährt so Einblicke in einen Lebensbereich, den die meisten ihrer Leser hoffentlich nie kennenlernen werden.

    Leider gibt es dieses Buch und auch dessen Nachfolger “Geschwärzt” nur noch als e-book. Das jedoch sollte Leser von guten Thrillern nicht davon abhalten, sie zu lesen. Und wer die historischen Romane von Melanie Metzenthin mag, der sollte hier ebenfalls einen Blick riskieren. Denn Antonia Fennek ist niemand geringeres als Melanie Metzenthin, die unter diesem Namen Thriller schreibt. 

    Fazit:

    Ein rundherum gelungener Thriller, der einem beim Lesen eine Gänsehaut über den Rücken jagt, wenn man über die Grausamkeiten des Niklas Rösch nachdenkt. Es ist eine Geschichte, die eben nicht in schwarz und weiß einteilt, sondern dem Leser zeigt, dass es so viele Aspekte mehr gibt. Authentische Figuren, persönliche Schicksale und ein Fall, der einem schlaflose Nächte bereiten kann. Am Ende finden alle Fäden zusammen und die Frage, was in Nyala geschah wird eindrucksvoll aufgeklärt. Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung. 5 Sterne. 



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