Bücher mit dem Tag "amok"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "amok" gekennzeichnet haben.

87 Bücher

  1. Cover des Buches ONE OF US IS LYING (ISBN: 9783570311653)
    Karen M. McManus

    ONE OF US IS LYING

     (1.005)
    Aktuelle Rezension von: Krizzy

    Zusammenfassung

    Vier Schüler:innen und ein Toter. Während des Nachsitzens bricht Simon plötzlich zusammen und stirbt kurz darauf im Krankenhaus.

    Jeder hat ein Motiv. Wer ist der Mörder?


    Rezension

    Ich habe ein wenig Zeit gebraucht, bis ich ihn die Geschichte eingetaucht bin und sie genießen konnte. Das erste Achtel war wirklich sehr langweilig. 

    Ohh tragisch, ein Schüler stirbt... und dann find es an, spannend zu werden. 

    Die Charaktere Nate, Cooper, Bronwyn und Addy.

    Nate ist der geächtete Dealer. 

    Bronwyn: boah dieser Name. Ich habe wirklich lange gebraucht, um mich daran zu gewöhnen. Sie ist die Schlaue unter den Verdächtigen.

    Cooper ist die Sportskanone und Addy die Ballkönigin.

    Die Entwicklung der Charakter ist stetig und stabil. Insbesondere Addy wächst über sich hinaus, was mir wirklich sehr zuspricht. Sie war mir anfangs ein Dorn im Auge.


    Alles in allem eine Runde Geschichte, die sich entsprechend spannend entwickelt hat. Ob ich noch ein Buch der Autorin lesen werde, kann ich jedoch nicht sagen. So überzeugt bin ich davon nicht. 


    Cover 3

    Handlung 4

    Charaktere 5

    Ideenreichtum 5

    Erzählstil 4

  2. Cover des Buches Amokspiel (ISBN: 9783945386378)
    Sebastian Fitzek

    Amokspiel

     (2.184)
    Aktuelle Rezension von: NanuNana

    Die Idee und die Geschichte fand ich sehr interessant und ich habe das Buch in kurzer Zeit verschlungen. Es gibt kein langes Vorgeplänkel, sondern man ist schnell im Geschehen drin. Es gibt viele spannende Wendungen und Überraschungen und das Ende fand ich gut aufgelöst.

    Obwohl ich keinen der Charaktere sonderlich sympathisch fand, habe ich mit ihnen mitgefiebert. Ein kleiner Minuspunkt wäre höchstens, dass es mir (wie auch bei anderen Fitzek-Büchern) ein paar Personen zu viel waren.

    Den Schreibstil fand ich wie immer gut, es liest sich flüssig.

    Alles in allem ein sehr spannendes und empfehlenswertes Buch.

  3. Cover des Buches Shining (ISBN: 9783404130894)
    Stephen King

    Shining

     (1.642)
    Aktuelle Rezension von: Julia250916

    📚 "Shining" von Stephen King 📚

    HANDLUNG
    Jack erhält einen Job als Hausmeister im Overlook Hotel. Seine Frau Wendy und sein Sohn Danny begleiten ihn und sie müssen einen ganzen Winter dort alleine ausharren. Vor Danny's Augen spielen sich immer wieder seltsame und fürchterliche Ereignisse ab. Es dauert nicht lange bis sich die Ereignisse überschlagen und dieser einfache Job zu einem Überlebenskampf wird.

    FAZIT
    Bevor ich das Buch gelesen hatte, kannte ich bereits die Verfilmung von Stanley Kubrick. Es gibt viele Unterschiede zwischen Buch und Film, daher lohnt sich das Buch schon mal sehr. Es startet langsam und nimmt immer mehr Fahrt auf. Anfangs war ich noch ein bisschen verwirrt über die verschiedenen Schriftarten und Ähnliches, es dauerte eine Zeit bis ich es verstand. Ich fand das Buch ab circa der Hälfte sehr spannend und wollte es gar nicht mehr aus der Hand legen, anfangs zog es sich für mein Empfinden ein wenig. Das Buch und der Film erhalten eine große Empfehlung meinerseits! ☀

  4. Cover des Buches Schattenblume (ISBN: 9783734101687)
    Karin Slaughter

    Schattenblume

     (961)
    Aktuelle Rezension von: Jenni078

    Die Story wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Der eine Handlungsstrang spielt in der Vergangenheit, hier erfahren wir vieles über Jeffrey und Sara bzw. die Anfangszeit ihrer Beziehung. Als Sara und Jeffrey Jeffreys Heimatort besuchen wollen, werden sie Zeuge von einem Verbrechen. Beide wollen nicht wegschauen und helfen bei der Aufklärung des Verbrechen.

    Der zweite Handlungsstrang spielt in der Gegenwart. Sara und Jeffrey geraten auf dem Polizeirevier in eine Geiselnahme, holt sie hier die Vergangenheit ein?

    Auch dieser Band hat mir sehr gut gefallen, auch wenn es für mich kein klassischer Thriller war. Wir erfahren endlich mehr über Sara's und Jeffrey's Vergangenheit.

  5. Cover des Buches Der Funke des Lebens (ISBN: 9783570102381)
    Jodi Picoult

    Der Funke des Lebens

     (77)
    Aktuelle Rezension von: Scholu

    Ich lese die Bücher von Jodi Picoult sehr gerne, man merkt, dass sie immer viel und gut recherchiert für ihre Themen.

    Dieses Buch hat mich leider etwas enttäuscht.

    Es handelt von einer Geiselnahme in einem sogenannten "Center", einer Klinik die auch Abtreibungen durchführt. In Amerika ist dieses Thema ja immer noch heiß diskutiert und hätte daher so richtig Potenzial gehabt.

    Der zeitliche Ablauf ist hier rückwärts angesiedelt (jeweils im Stundentakt), so dass man quasi direkt am Anfang weiß, wer überlebt. Das heißt, die Spannung fehlt gewissermaßen. Man lernt zwar die Personen etwas besser kennen und weiß dann, was sie am Anfang des Tages in diese Klinik geführt hat, aber im Grunde fehlt ihnen ein Ende. Ein absoluter Minuspunkt für mich ist, dass die Hauptfiguren sehr blass bleiben und ich nicht nachvollziehen kann, wieso sie so handeln wie sie es tun, allen voran der Geiselnehmer. Der Schreibtstil ist gut, so wie immer bei J. Picoult, aber leider ist die Geschichte mit diesem Thema ungewöhnlich platt. Es gibt zwar einen Epilog, der dann am Ende des Tages spielt, aber leider bezieht sich dies nicht auf alle Personen, so dass die meisten von ihnen ein Open End haben.

    Frau Picoult kann es normalerweilse besser, schade! Wer noch nichts von ihr kennt, sollte lieber zu einem anderen Buch von ihr greifen, zB "19 Minuten" oder "Zerbrechlich".

  6. Cover des Buches Amok (ISBN: 9783453025547)
    Richard Bachman

    Amok

     (276)
    Aktuelle Rezension von: Legra

    Es ist kein typischer King - Buch. Normalerweise will er nur unterhalten, doch in diesem Buch ist ein Denkanstoß enthalten. Ähnlich wie bei Carrie will King auf die Außenseiter, vor allem in der Schule oder in einer Gemeinschaft von Jugendlichen aufmerksam machen.

    Keine Frage, das Buch stammt aus dem Jahre 1977 und hat sich seitdem mehrfach überholt. Mittlerweile wissen wir das Schüler nicht über ihr Sexualleben plaudern wollen wenn ein bewaffneter Irrer sie als Geiseln hält. Allerdings schafft Stephen King es den Charakter Charlie Decker sehr intensiv und glaubhaft darzustellen. Seine innere Zerrissenheit, seine zunehmenden seelischen Probleme.

    Warum am Ende alle über Ted Jones herfallen, der in Charlie als Einziger das sieht, was er ist ' ein Irrer ', bleibt auch unklar.

    Das Hauptproblem des Romans ist natürlich die traurige Tatsache, dass die Realität ihn längst ein- und überholt hat. Nach dem, was Eric Harris und Dylan Klebold am 20. April 1999 in Littleton anrichteten (13 Tote und 21 Verletzte), sieht Charlie Deckers Psychospiele wie ein Stuhlkreis im Kindergarten aus.

  7. Cover des Buches Es wird keine Helden geben (ISBN: 9783841504029)
    Anna Seidl

    Es wird keine Helden geben

     (464)
    Aktuelle Rezension von: Warriorlove

    Es ist schwierig, Wörter dafür zu finden, doch Anna Seidl hat es geschafft und sie hat damit dieser Geschichte viel Tiefgang gegeben. Ein einschüchterndes Thema, dass die Zeit von Miriam in früher und heute unterteilt.

    Lesenswert, auch wenn es ab und an einige Längen hat.
    Ich würde lügen, dass ich mich gut in Miriam hinein versetzen konnte. Manchmal war ihr handeln merkwürdig, aber wer bin ich, zu sagen, ob das realistisch ist.

  8. Cover des Buches 54 Minuten (ISBN: 9783596812981)
    Marieke Nijkamp

    54 Minuten

     (229)
    Aktuelle Rezension von: LoveLy_Ivii

    "Wie Großvater immer gesagt hat, während ein Junge wegrennt, wenn es problematisch wird, stellt sich ein Mann den Problemen."


    Der Alptraum an jeder Schule. Ein genau 54 minütiger Amoklauf der sich wie eine Ewigkeit anfühlt. Voller Schrecken, Angst und Hoffnung. Und all das geschieht in der großen Aula. Alle Türen sind abgeschlossen, keiner kommt raus und keiner rein. 

    Eingeteilt ist das Buch nicht in Kapiteln sondern eben in den 54 Minuten und aus verschiedenen Perspektiven der Schüler. Während die einen den Amoklauf hautnah miterleben, bekommen die anderen es durch die lauten Schüsse mit die durch die ganze Schule zu hören sind. So nehmen die Schüler außerhalb der Aula es selbst in die Hand Hilfe zu holen als auch den Schülern in der Aula irgendwie zu helfen.

    Die Autorin schafft es mit ihrem authentischen Schreibstil einen völlig mitfiebern zu lassen und sich nur eines wünscht: Das Buch soll enden.

    Und wie, ist egal. Hauptsache es endet.

    Die ganze Geschichte ist so glasklar beschrieben das es einem atemlos und mit Gänsehaut zurück lässt. 

    Allerdings fehlte hier die emotionale Bindung zu den Protagonisten so, dass das Buch zwar einen tief bewegt aber die Protagonisten einem nicht Nahe standen und somit denen leider keine Träne wert war. 

    Aber das Buch ist spannend, schockierend und bedrückend.

    Das so etwas tatsächlich passiert und der Kern der Geschichte nicht einfach weithergeholt ist verschärft das mitfühlen noch viel mehr.

     

  9. Cover des Buches Obsession (ISBN: 9783499258930)
    Simon Beckett

    Obsession

     (1.190)
    Aktuelle Rezension von: witchqueen

    Darum geht es:
    Als Sarah stirbt, bricht für Ben eine Welt zusammen. Trost findet er nur bei Jacob, Sarahs Sohn. Er ist Autist und Sarah hat ihn mit in die Ehe gebracht. Irgendwann beginnt Ben die Wohnung auf- und Sarahs Sachen auszuräumen. Dabei findet er in einer Schachtel Jacobs Geburtsurkunden und etliche Zeitungsausschnitte. Diese Berichte drehen sich um die Entführung eines Babys vor 6 Jahren. Dieses Kind ist bis heute nicht wieder aufgetaucht. Auch Jacob ist jetzt 6 Jahre alt. Langsam setzt sich in Ben ein schlimmer Verdacht fest. Jacob ist das Kind, das damals entführt wurde. Und Sarah – seine Sarah – ist die Täterin gewesen. Aber warum? Ben beauftragt mit Hilfe seines Freunde Keith einen Privatdetektiv, der die Adresse von Jacobs leiblichen Eltern ausfindig machen soll. Natürlich sag Ben ihm nicht, warum. Doch der Detektiv spielt ein falsches Spiel und spioniert zeitgleich auch Ben aus. Sein Wissen um Jacob gibt es an dessen leiblichen Vater weiter. Keiner ahnt, dawss damit eine Lawine tödlicher Obsessionen ins Rollen gebracht wird.

    Meine Meinung:
     Ich habe dem Buch wirklich eine Chance gegeben. 200 Seiten lang sogar. Aber es war 200 Seiten lang ein langweiliges, zähes „Dahingeplätscher“. Von Spannung nicht der Hauch einer Spur. 200 Seiten lang!

     

    Die Figuren in diesem Buch blass und austauschbar. Ich habe hier keinen einzigen Charakter gefunden, mit dem ich warm geworden bin. Das Gleiche gilt für die Handlung und die Handlungsorte. Öde und gähnend langweilig. Gefühlt die Hälfte der Zeit wird geraucht und gesoffen.

    Der Schreibstil an sich ist okay und fehlerfrei. Allerdings ist er in keinster Weise fesselt. Das Buch hat mich einfach nicht gepackt.
     Aufgeteilt ist das 413 Seiten lange Buch in 21 Kapitel. So konnte ich es auch ganz bequem immer wieder aus der Hand legen, was ich nach der Hälfte des Buches nun auch endgültig mache. Ich breche dieses Werk ab.

     

    Mein Fazit:
     Einen langweiligeren Thriller habe ich wirklich selten gelesen. Das war mein erstes und ganz sicher auch mein letztes Buch von Simon Beckett! Ich kann es nicht weiterempfehlen und vergebe hier 1 Stern.

  10. Cover des Buches VERITAS: Du bist nicht allein (ISBN: 9781075015243)
    Mica Fox

    VERITAS: Du bist nicht allein

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Sophia_81

    Die 17-jährige Becks kämpft sich durch ihren Schulalltag mit Mobbing und Selbstzweifeln. Sie ist weder dünn, noch sonderlich beliebt und ist, wenn ihr bester Freund Pila nicht zur Stelle ist, täglich Opfer fieser Attacken von Schulkameraden. Diese nagen an ihr bis sie nicht mehr kann. Doch dann geschieht etwas, das ihr Leben für immer verändert … sie findet Freunde und nun müssen sie gemeinsam der Gewalt an der Schule ein Ende setzen.


    Veritas ist kein gängiger Jugendroman aufgrund seiner tiefen Dramatik: Es geht um Terroranschläge, Mobbing, Loyalität, Vertrauen und Vergeben. Zwar spielt die Liebe auch eine entscheidende Rolle, dennoch bleibt die individuelle Verantwortung des Einzelnen für sich und für Andere der Fokus. Intelligent, einfühlsam und eindringlich schafft es Fox dem Leser die Augen zu öffnen für alltägliche Gefahren, die sich leicht übersehen lassen. Man liest dieses Buch und will sich selbst zu mehr Zivilcourage und Mut erziehen. Für mich ein absolut erhellendes Buch für Jung und Alt, das noch lange nachhallt.
    Ein Muss an Lektüre für alle Lehrer, Schüler, Eltern und alle, die mit jungen Menschen leben und arbeiten! Unbedingt lesen!

  11. Cover des Buches Das Tal - Das Erbe (ISBN: 9783401505350)
    Krystyna Kuhn

    Das Tal - Das Erbe

     (217)
    Aktuelle Rezension von: qhanqibe2

    Der ganz gute sechste Band der Jugend-Thriller-Reihe »Das Tal«, in dem Benjamins Lover Tom mitten während einer College-Prüfung einen Amoklauf anzettelt. Rose, Chris, Julia und Katie sind dabei einige seiner Geiseln und fürchten um ihr Leben, während Tom stur nach David verlangt, dessen trauriges Geheimnis nun endlich ans Licht kommen soll. Die Story liest sich ganz gut, auch wenn sie einige Zeit braucht, bis sie interessant wird. Zwar war der Bezug zum Tal selbst auch hier wieder eigentlich nicht so groß, aber die Clique hat einen neuen Ansatz bekommen, wie sie den Mysterien des Tals und den seltsamen Ereignissen dort vielleicht auf die Spur kommen. Die Charaktere waren dabei wie immer in Ordnung und in diesem Band stand endlich mal David im Fokus, dessen Geheimnis wirklich ganz gut war. Der Schreibstil liest sich dabei wie auch schon im letzten Band größtenteils   aus der etwas flüssigeren Ich-Perspektive, in diesem Fall aus der von David, und auch die Passagen aus der Erzählerperspektive lesen sich relativ gut und leicht, immerhin war in diesem Teil auch viel Action. Insgesamt hat sich auch dieser Band ganz gut gelesen und man ist durchaus gespannt wie es weitergeht und sich schließlich alle Geheimnisse auflösen.

  12. Cover des Buches Quicksand: Im Traum kannst du nicht lügen (ISBN: 9783404179633)
    Malin Persson Giolito

    Quicksand: Im Traum kannst du nicht lügen

     (92)
    Aktuelle Rezension von: Jacky2708

    Inhalt:

    Stockholm: Nach einem Blutbad an einem Gymnasium steht die achtzehnjährige Maja vor Gericht. Sie hat geschossen, und unter den Toten sind ihre beste Freundin Amanda, ihr Freund Sebastian und der Lehrer Christer. Wie konnte es dazu kommen, dass dieses einstmals so beliebte Mädchen zur meistgehassten Person Schwedens wurde? Und ist sie überhaupt eine Mörderin?

    Fazit:

    Der Schreibstil liest sich angenehm, allerdings gab es so einige Wiederholungen, die meinen Lesefluss gestört haben. Maja kommt recht emotionslos rüber, dadurch konnte ich mich nicht gut in sie hineinversetzen. Eine 18 jährige die zusammen mit ihrem Freund einen Amoklauf geplant haben soll. Ich konnte nicht sagen, ob sie es getan hat oder nicht, sodass mich das Ende überraschen konnte. Wahrscheinlich hätte ich mehr mitfühlen können, wenn Maja nicht so kalt rüber gekommen wäre. Ihre Emotionen waren nicht so richtig nachvollziehbar, da Maja sehr distanziert ihre Geschichte erzählt hat. Im großen und ganzen war das Buch unterhaltsam und es ist lesenswert. 

  13. Cover des Buches Wir müssen über Kevin reden (ISBN: 9783492310512)
    Lionel Shriver

    Wir müssen über Kevin reden

     (189)
    Aktuelle Rezension von: FairyFlower

    „Die Katastrophe klingt wie aus der Zeitung; das Ereignis spielt das Geschehene bis an den Rand der Obszönität herunter; und der Tag, an dem unser Sohn einen Massenmord beging ist zu lang, stimmt’s?“ (S. 25) 

    Nachdem mich der Film „We need to talk about Kevin“ nachhaltig faszinieren konnte, holte ich mir die deutsche Ausgabe des Buches „Wir müssen über Kevin reden“ von Lionel Shriver, welches bereits 2003 erschien. Bei meiner Ausgabe handelt es sich um die Filmausgabe von 2012 im Ullstein Taschenbuch Verlag, die 560 Seiten umfasst. Mein Anspruch war es, mehr über die Gefühlswelt der Mutter zu erfahren und ich wurde auch nicht enttäuscht.

    Eva Khatchadourian ist eine erfolgreiche Herausgeberin des Reiseführers „A Wing and a Prayer“ als sie sich mit 37 dazu entschließt, ein Kind zu bekommen. Doch anstatt eines Familienidyll beginnt ein ständiger Kampf und am Ende begeht Kevin eine schreckliche Gewalttat. Für Eva bleibt die Zeit stehen und sie fragt sich, wie viel Schuld sie selbst an dieser Entwicklung hatte… 

    Der Roman ist aus der Ich-Perspektive von Eva geschrieben, weshalb man sich unweigerlich in ihrem Kopf befindet und damit auch mit ihrer Version der Geschichte vorliebnehmen muss. Eine weitere Besonderheit ist, dass Kevins Tat zwar von Anfang an bekannt ist, die Details aber erst nach und nach in Form von Briefen an ihren Ehemann Franklin ans Licht kommen. Diese Erzählart führt dazu, dass die Geschichte nur sehr langsam voran geht. Die eigentliche Tat wird erst auf den letzten 60 von 560 Seiten abgehandelt. 

    Eva ist ein Reisefan und hat Angst vor Verbindlichkeit. Einmal zieht sie eine dreimonatige Reise ihrer Zeit mit dem kleinen Kevin vor. Oft wird sie außerdem als gefühllos und narzisstisch beschrieben, wobei sie mit den anderen Menschen ebenfalls hart ins Gericht geht (vgl. S. 384). Von Kevin wird sie als selbstgerecht, herablassend und überheblich betitelt (S. 393). 

    Die Entscheidung zu einem Kind fällt ihr zunächst schwer, die Mutterschaft wird als „fremdes Land“ (S. 33) bezeichnet. Mit 37 ist sie endlich bereit, diesen Schritt zu wagen und freut sich auf das neue Abenteuer. Allerdings kommen ihr schnell Zweifel an dieser Entscheidung und sie bereut Kevin, bevor er überhaupt geboren ist (S. 107). Auch später hat sie das Gefühl, sich als Mutter nicht genug angestrengt zu haben (S. 113). Eine postnatale Depression lässt sie aus der Wut auf sich selbst, versagt zu haben, gar nicht erst feststellen und stirbt fast, als sie mit einem Milchstau nicht zum Arzt geht. Sie bestraft sich immer wieder selbst. 

    Zudem hat Eva ab der ersten Sekunde das Gefühl, dass Kevin sie hasst. Er verweigert ihre Milch, schreit in einer Tour und weigert sich zu sprechen. Irgendwann gibt sie sogar zu, Kevins Nähe unerträglich zu finden (S. 204). Kevin nehme ihr alles, was sie je ausgemacht habe (S. 238). Trotz dieser ambivalenten Beziehung liebt Eva ihren Sohn. Als Kevin krank ist und sie gemeinsam Robin Hood lesen (S. 333), erlebt sie zum ersten Mal eine friedliche Zeit mit ihm. Außerdem besucht sie ihn regelmäßig im Gefängnis (S. 61) und hadert mit dem Ruf als schlechte Mutter, den sie ihrer Meinung nach aber absolut verdient (S. 104). Sie findet etwas Trost, als sie erkennt, dass es schwer ist, eine Mutter zu sein (S. 237) und sie ihr Bestes gegeben hat und noch gibt.  Weiterhin bewundert sie Kevin für seine Außergewöhnlichkeit (S. 460), als er über PC-Viren redet oder wie er im Fernsehen auftritt (S. 494). 

    Die Frage nach dem „Warum“ wird immer wieder gestellt, aber nie beantwortet. Sie beschäftigt Eva sehr, auch wenn sie weiß, dass es keine befriedigende Antwort auf diese Frage gibt. Vielleicht will Eva auch eine lange Zeit gar keine Antwort finden (S. 238). Sie gibt sich selbst die Schuld zu kalt, egoistisch oder kritisch gewesen zu sein (S. 236). 

    Gut gefallen hat mir an dem Roman die radikal ehrliche Erzählweise. Eva geht zwar mit sich selbst hart ins Gericht, rechnet aber auch mit den veralteten Vorstellungen der Gesellschaft an die „perfekte“ Mutter ab. Dabei ist der Schreibstil intelligent und humorvoll. Es ergeben sich aber auch immer wieder interessante Blickwinkel durch Evas Ehemann, der das absolute Gegenteil darstellt. Immer wieder stellte sich mir neben dem Gedanken der Verantwortlichkeit auch die Frage nach der Unterstützung für Eva. Zu guter Letzt hat mir auch die Aufarbeitung der Gewalttat gefallen. Es ergibt sich ein allumfassendes Bild über Opfer, Schaulustige, Familie, Justiz, Gefängnis und historische Fakten.

    Am Anfang fand ich den Schreibstil allerdings ungewohnt und die Briefform ermüdend. Die Geschichte kam mir an einigen Stellen ein wenig zu lang vor. 

    Ich würde den Roman denjenigen empfehlen, die vor einem langsamen, aber belohnenden Schreibstil (Briefform!) nicht zurückschrecken und sich für die Gefühlswelt einer Mutter, die ihr Kind nicht so lieben kann, wie es erwartet wird, interessieren. Das Buch bricht mit Konventionen und stellt die Frage nach dem „Warum“ bei Gewalttaten. Das Ende ist allerdings nichts für schwache Nerven und es hat mich einige Zeit gekostet, es gedanklich aufzuarbeiten. Ich gebe 4/5 Sterne. 

  14. Cover des Buches Was wir dachten, was wir taten (ISBN: 9783407749635)
    Lea-Lina Oppermann

    Was wir dachten, was wir taten

     (197)
    Aktuelle Rezension von: Gotje

    Inhalt: Das Unfassbare ist passiert. Es gibt einen Amoklauf, der Schütze ist in ein Klassenzimmer gelangt und hat sich dort verbarrikadiert. Und er scheint die Schüler zu kennen, jeden einzelnen. Er kennt ihre geheimen Wünsche und Ängste. Und Brief für Brief werden sie eine nach der anderen publik gemacht. DIe Briefe hat der Schütze mitgebracht, in ihnen stehen kleine Aufgaben, meist nichts tatsächlich dramatisches, aber es fördert die dunklen Geheimnisse der verängstigten Schüler zutage, konfrontiert sie mit ihrer Furcht und zerstört jede Beziehung, jedes Vertrauen innerhalb der Gruppe. 

    Meine Meinung: Hm. Das Thema ist gut, die Aufmachung interessant und die Moral wichtig. Aber es war für mich einfach nicht spannend. Von drei Charakteren wusste man durch die Erzählweise sowieso sofort, dass sie überleben. Ich wollte zwar wissen, wie es weitergeht, was im nächsten Brief steht und was die Motivation des Täters ist, aber es hat mich nicht wirklich gepackt, es hat bei mir keine Art von Emotion hinterlassen. Es wirkte auf mich wie eine Schullektüre, man wollte ein wichtiges Thema und eine Lehre, aber hat alles dazwischen, alles was ein gutes Buch ausmacht, egal ob es nun unterhalten oder zum Nachdenken anregen soll, vergessen. Die Story fühlt sich leider irgendwie leer an.

  15. Cover des Buches Grabesstille (ISBN: 9783734108150)
    Tess Gerritsen

    Grabesstille

     (440)
    Aktuelle Rezension von: Leseratte_95

    Auf einem Dach in Chinatown wird eine unbekannte Frau ermordet. Rizzoli und Frost werden zu dem Tatort gerufen, unterstützt werden sie von der Rechtsmedizinerin Maura Isles. Eine rätselhafte Ermittlung, in der die Grenzen von Gut und Böse verschwimmen, beginnt.
    Bei dem Thriller handelt es sich um den neunten Teil der Reihe um die Freundinnen Rizzoli und Isles. Obwohl die Ereignisse an die vorausgegangenen Bände anknüpfen, kann der Thriller auch gut alleinstehend gelesen werden.
    Die Ermittlungen stecken voller Rätsel innerhalb der chinesischen Sagenwelt. Der Thriller wird zum größten Teil aus der Perspektive von Jane Rizzoli erzählt. Manche Kapitel werden allerdings aus der Perspektive von Maura Isles und dem Täter erzählt. Insbesondere durch die Tätersicht ist die Auflösung wenig überraschend, jedoch werden manche Rätsel erst am Ende der Ermittlungen aufgelöst.

    Insgesamt habe ich den Thriller gerne gelesen und habe durch einen spannenden Fall mit sympathischen Charakteren viel über die Legenden Chinas gelernt.

  16. Cover des Buches Mercy - Erweckt (ISBN: 9783473368297)
    Rebecca Lim

    Mercy - Erweckt

     (63)
    Aktuelle Rezension von: MsChili

    Die Geschichte rund um Mercy geht weiter! Nachdem sie wieder den Körper gewechselt hat, ist sie nun in Australien gelandet, im Körper der Kellnerin Lela. Und es tauchen immer weitere Erinnerungsfetzen auf.

     

    Dieser 2. Teil konnte mich wieder ab Beginn fesseln. Ich mag Mercy und hier hat sie endlich mehr Erinnerungen, die nach und nach kommen. Der Schreibstil ist weiterhin einfach, aber konnte mich mitreißen und fesseln, wenn auch nicht so viel passiert. Doch die Begegnungen mit den Acht, Luc und ihr plötzlich auftauchender Gedanke an Ryan machen die Geschichte lebendig. Einige Geheimnisse werden gelüftet, allerdings tauchen auch wieder genug neue auf, so bleibt es spannend.

     

    Ich freue mich auf Teil 3, wenn man auch alles etwas kürzer hätte fassen können.

     

  17. Cover des Buches Ein toter Lehrer (ISBN: 9783426505199)
    Simon Lelic

    Ein toter Lehrer

     (91)
    Aktuelle Rezension von: Surviver30
    Ein guter Roman, welcher nicht blutiger und schonungsloser die Folgen von Mobbing und eines Amoklaufes beschrieben konnte. Man kennt schon viele Bücher über Amokläufe oder in der Richtung. 
    Generell habe ich mich immer,r egal ob bei Romanen oder in Filmen gefragt, WARUM kam es soweit? WAS ist vorher passiert, dass dieser Typ soviel Menschenleben ausgelöscht hat. 

    Dieser Roman zeigt auf, wie ein normaler Mensch, welcher sogar sehr sympathisch war und eigentlich kein Mörder sein wollte, von allen Seiten gemobbt wird. 
    Wenn ein Mensch in die Enge getrieben wird und darauf alles verliert, Beziehung, Job etc... Dann ist es faktisch bei jedem möglich, eine schreckliche Tat zu vollziehen, welche er im normalzustand nie tun würde. 

    Ein erschütterndes Buch, welches ich persöhnlich als eine gute Lektüre für den Schulunterricht sehen würde. 

    Einiger Kritikpunkt:

    Bei den Personenwechsel und den Augenzeugenberichten, wird nicht klar am Seitenanfang mit Datum oder Person erklärt, um wem es sind gerade handelt. Erst allmählich am Ende der 1 Seite ahnt man, es ist ein/eine SchülerIn oder eine Lehrperson, Elternteil etc... 

    Empfehlenswert, für alle Alterskategorien... 
  18. Cover des Buches Alles still auf einmal (ISBN: 9783423218399)
    Rhiannon Navin

    Alles still auf einmal

     (74)
    Aktuelle Rezension von: buchverzueckt

    Dieses Buch kann gar nicht oft genug gelesen werden!

    Uff. Also, dass es um ein hochemotionales Thema geht, wusste ich ja, bevor ich das Buch begonnen habe. Dass es mich allerdings so sehr mitnimmt und beschäftigt, habe ich nicht erwartet. Das Buch ist aus Sicht des 6 jährigen Zach geschrieben, der bei einem Amoklauf in der Schule seinen älteren Bruder verlor. Während seine Eltern ihre eigene Art entwickeln, mit dem schlimmen Verlust irgendwie umzugehen, versucht Zach mit seinen ganzen verwirrenden und vielen Gefühlen umzugehen. Dafür hat er eine  richtig tolle Möglichkeit gefunden, welche ich als Erwachsene total rührend fand und sehr bewundere. 

    Man kann sich in Zach's Verzweiflung reinfühlen, er braucht seine Eltern und ist gleichzeitig machtlos, weil diese in ihrer Trauer versinken und vorerst nicht zu bemerken scheinen, wie es in Zach aussieht. Bis sein Vater ihn in seinem Geheimversteck findet.....

    Ich bin selbst Elternteil und kann mir nicht im geringsten vorstellen, wie das sein muss, sein Kind zu verlieren 😔 Durch das Buch bekam man allerdings einige Eindrücke vermittelt, die mich zu Tränen gerührt haben. 


    Fazit: Wer es gefühlsmäßig packt, sollte unbedingt dieses Buch lesen. Ein tolles Buch, welches einem vermittelt, dass Trauer ganz viele Gesichter hat und dass jedes Gefühl dabei seine Berechtigung hat und gefühlt werden darf!


    Ich muss das ganze jetzt erstmal sacken lassen. 


    Kennt ihr das, dass ihr nicht sofort ein neues Buch beginnen könnt, weil ihr erstmal die Geschichte des letzten Buches verdauen müsst?

  19. Cover des Buches Gesang der Toten (ISBN: 9783548263298)
    Stephen King

    Gesang der Toten

     (165)
    Aktuelle Rezension von: Miss-Tarantulas-Netzwerk

    · • ● Inhalt eigene Worte ● • ·

    In diesem Buch befinden sich 9 unheimlich Kurzgeschichte von niemand geringeren als Stephen King.

    · • ● Schreibstil & Aufbau ● • ·

    ~ Erzähler Perspektive ~

    ● Kapitel ● 

    Das Buch ist in neun Kapitel eingeteilt. Mit 282 Seiten haben die Kapitel eine gute länge und sind nicht all zu kurz. Eine passende Überschrift ist über den jeweiligen Kapitel zu finden. Ansonsten ist das Innere ebenfalls schlicht gestaltet.

    ● Schreibstil ● 

    Der Schreibstil ist bereits hier typisch Stephen King. Die Geschichte beginnt vermeintlich ruhig und nimmt dann schnell an Fahrt auf, meist mit einem unerwarteten Ende. Der Schreibstil ist wie gewohnt fesselnd.

    ● Charaktere ● 

    Die Charaktere werden sehr gut beschrieben und sind fest in der Geschichte integriert. Auch die Charaktereigenschaften werden durch den Schreibstil und die Beschreibungen gerade zu greifbar.

    · • ● Mein Fazit & Bewertung ● • ·

    Die Kurzgeschichten tragen die typische Stephen King Handschrift, welche mir wie gewohnt sehr zusagt. Die Ideen bzw. Geschichten sind außergewöhnlich, mit einer kleinen Prise Verrücktheit. Einfach King einzigartig. Einige Kurzgeschichte wurden sogar schon damals (ab 1982) verfilmt und zwar in der sogenannten "Creepshow". Auch diese Serie ist, wie das Buch, schon älter und ich habe bereits damals die verrückten Geschichten geliebt. Die Original VHS Kassetten dazu habe ich damals unendlich oft geschaut und auch heute liebe ich sie immer noch. Die Kurzgeschichte sind deshalb so toll, weil man schnell das typische Stephen King Ergebnis hat und dann gleich neun Mal, in kürzester Zeit. Ich bin schon, seit dem ich denke kann, eingefleischter Stephen King Fan. Dieses ältere Werk von ihm kann ich wieder klar empfehlen. 5/5🕷.

  20. Cover des Buches Böse (ISBN: 9783404159864)
    Bentley Little

    Böse

     (110)
    Aktuelle Rezension von: Books-have-a-soul
    Von Bentley Little bin ich ja mittlerweile ein großer Fan. Alles was ich bisher von ihm gelesen habe, konnte mich überzeugen und ich war sehr gespannt auf dieses Buch.

    Der Autor hat einen absolut einnehmenden Schreibstil, der mich von der ersten Seite überzeugt. Er erinnert mich immer ein bisschen an Stephen King, da seine Horror-Geschichten auch in diese Richtung gehen. Sie sind sehr speziell, aber auf eine positive Art und Weise. Obwohl teilweise nicht viel passiert, keine großen blutigen Szenen vorhanden sind, oder auch nicht die großen Schock-Momente dabei sind, so ist doch immer diese unterschwellige düstere Stimmung zu spüren. Man fühlt selbst beim Lesen die Beklemmung und Angst der Charaktere und dies ist eine wahre Kunst.

    Der Postbote, der das Grauen in die Stadt bringt, hat mir richtig Gänsehaut beschert. Ich habe mit den Anwohnern mitgezittert und konnte das Buch wirklich nicht aus der Hand legen. Dabei wird eigentlich keine grundsätzlich neue Idee verwendet. Es erinnert eher an die alten Klassiker, unter anderem "In einer kleinen Stadt", aber es wird einfach richtig verpackt. 

    Fazit
    Bentley Little wird in meinen Augen nicht umsonst als "Meisterschüler von Stephen King" bezeichnet. Sein Stil und vor allem die Richtung seiner Horror-Geschichten erinnert tatsächlich an dessen Vorbild. Böse hat mich von Anfang bis Ende super unterhalten. Es war zu jeder Zeit spannend, es gab Gänsehaut-Momente, viele schaurige Augenblicke und die düstere Atmosphäre und Beklemmung kamen perfekt rüber. Natürlich der Verlauf der Handlung auch ein paar skurille Eigenheiten, die muss man mögen, ich bin davon aber begeistert. Wir haben hier einfach einen Horror-Roman und keinen Thriller, was nicht bedeutet, dass dieses Buch deswegen "härter" ist, aber man muss offen sein, wenn es keine absolut logischen Erklärungen für alles gibt a là "Opfer" auf der einen Seite und "der/die Mörder" auf der anderen. Von mir gibt es eine ganz klare Empfehlung! 
  21. Cover des Buches Amok (ISBN: 9783442468195)
    Tom Bale

    Amok

     (68)
    Aktuelle Rezension von: lucatrkis

    Die ersten 60 Seiten sind sehr spannend, da der Amoklauf in vollem Gange ist. Danach sind erst mal ungefähr 100-150 Seiten nicht so spannend, aber ab dem Moment wo sich Craig und Julia treffen, wird es wieder spannend. Das Ende ist dann nochmal sehr spannend und blutig. Den/Die Täter:in hatte ich die ganze Zeit über nicht im Verdacht, bis zu dem Moment an dem aufgelöst wurde wer es war. Julia und Craig waren mir sehr sympathisch und handelten auch sehr realistisch. Für Leser:innen, die blutige Stellen nicht so mögen ist dieses Buch aber nicht geeignet, da sehr viel Blut fließt und es sehr brutal ist. Diese Stellen werden auch sehr detailliert beschrieben.
    Fazit: Leser:innen, die ein zartes Gemüt haben, würde ich dieses Buch nicht empfehlen, allen anderen aber schon.

  22. Cover des Buches Tage des letzten Schnees (ISBN: 9783442474073)
    Jan Costin Wagner

    Tage des letzten Schnees

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Magicsunset

    „Gebt mir Bescheid, wenn ihr mir sagen könnt, was das alles zu bedeuten hat. Einverstanden?“  (Zitat Seite 179)

     

    Inhalt

    Am 1. Mai fällt der letzte Schnee. Lasse Ekholm fährt mit seiner elfjährigen Tochter Anna von deren Eishockeytraining nach Hause. Plötzlich taucht hinter ihm ein PKW in rasanter Fahrt auf, überholt, drängt sein Auto von der Straße – Unfall mit Fahrerflucht. Lasse Ekholm, Inhaber eines Architekturbüros, war der Chef von Sanna, der verstorbenen Ehefrau von Kommissar Kimmo Joentaa und damit wird der Fall zu Joentaas Fall. Am selben Tag macht ein erfolgreicher Fondsmanager in Helsinki mit einer jungen Frau eine Schneeballschlacht, anschließend liest er zu Hause seinem kleinen Sohn eine Gute-Nacht-Geschichte vor. Am Morgen des nächsten Tages werden auf einer Parkbank in Helsinki zwei Tote gefunden, eine junge Frau und ein Mann. Die junge Frau hat in einem Club in Salo bei Turku gearbeitet und so arbeiten die Ermittler Kimmo Joentaa in Turku und Marko Westerberg und Seppo in Helsinki bei der Suche nach der Identität der Toten wieder einmal zusammen. Doch wer sind die beiden Toten, denn in dieser Art Clubs arbeiten die Frauen nie unter ihrem eigenen Namen.

     

    Thema und Genre

    Dieser Kriminalroman, Teil einer Serie um den Ermittler Kimmo Joentaa, spielt in Finnland. Themen sind zwischenmenschliche Beziehungen, Familie, Verlust, Schuld, Rache.

     

    Charaktere

    Der Schwerpunkt in dieser Serie liegt natürlich auch im Bereich der kriminellen Taten, doch vor allem geht es um die einzelnen unterschiedlichen Figuren und um die psychologischen Hintergründe ihres Handelns und Verhaltens.

     

    Handlung und Schreibstil

    Die Geschichte beginnt an diesem besonderen ersten Mai, ein ungewöhnlicher Tag, weil es nochmals schneit, und endet am ersten September, als der erste Schnee fällt. Die Handlung ist außergewöhnlich vielfältig, Ereignisse finden parallel statt, an anderen Orten, in völlig anderen Situationen und auch zwischen den Personen gibt es keine erkennbaren Bezugspunkte. Erst langsam und mit einigen unvorhersehbaren Details und Wendungen werden erste Zusammenhänge deutlich. Auch in diesem fünften Band der Kimmo Joentaa-Serie zeigt sich die sprachliche Qualität und Kreativität des Autors beim Aufbau der Handlung.

     

    Fazit

    Ein facettenreicher, packender und überraschender Kriminalroman.  

  23. Cover des Buches Alessas Schuld (ISBN: 9783401027661)
    Brigitte Blobel

    Alessas Schuld

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus

    Du ziehst in eine neue Stadt.

    Neue Schule, neue Freunde, ein neuer Schwarm.

    Doch da ist auch noch der Ulf,

    der an dir hängt wie eine Klette 

    und der irgendwie nett, 

    aber auch immer wieder sehr, sehr komisch ist.

     

     

    Zum Inhalt:

    Alessa ist neu in der Stadt. Aber dass ausgerechnet Ulf ihre Freundschaft sucht, ist Alessa unangenehm. Ulf ist total auf sie fixiert. Er ist ein Einzelgänger und wird mit der Zeit immer unheimlicher. Erst als Alessa sich in Philipp verliebt, traut sie sich, Ulf abzuweisen - und löst damit, ohne es zu ahnen, eine Katastrophe aus …

     

    Cover:

    Das Cover gefällt mir dieses Mal nicht so gut. Wir sehen hier den Teil eines weiblichen Torsos und ein Absperrband. Das sagt erst mal nicht so viel aus, auch wenn man sich anhand des Absperrbandes etwas vorstellen kann, wie einen Tatort oder eine Gefahrenstelle. Trotzdem hätte ich mir von dem Cover bei einem so wichtigen Thema ein bisschen mehr erwartet. Es wirkt einfach nur trostlos, nicht wie eines dieser Cover wo man einfach zugreifen muss, um mehr zu erfahren. Das Buch würde ich so recht unbeachtet lassen, wenn ich jetzt nicht gezielt nach der Autorin gesucht hätte.

     

    Eigener Eindruck:
     Alessa ist sechzehn Jahre und zieht mit ihren Eltern in eine neue Stadt. Alles auf Anfang! Bereits beim Einzug geschehen eigenartige Dinge und das junge Mädchen fühlt sich beobachtet. Und auch in der Schule ist es irgendwie eigenartig. Da ist der Ulf, mal nett, mal distanziert. Mit ihm geht sie meist heim und kommt in die Schule, weshalb sie von ihren Mitschülern bald ein bisschen gefoppt wird. Dabei ist Ulf für sie nur ein netter Freund, sie interessiert sich eher für Philipp, aber der ist mit ihrer besten Freundin zusammen. Und über all diese alltäglichen Probleme bemerkt Alessa nicht, dass sich um sie herum etwas verändert, bis es schließlich zu einem Amoklauf kommt…

     

    Die Geschichte von Alessa ist in vielen einzelnen Stücken aufgebaut und beschäftigt sich damit, ob Alessa das Unglück hätte verhindern können oder jemand anderes. Dabei wird der Leser gleich zu Beginn damit konfrontiert, wer der Täter und wer die Opfer sind, nur um wenig später mit der Geschichte von Alessa zu beginnen, bevor alles passiert ist. Dieses hin und her Gespringe zwischen den jeweiligen Zeiten und Situationen fand ich ehrlich gesagt nicht so schön, vor allem unter der Prämisse, dass man sich ja schon denken konnte, was passiert, weil der eigentlich spannende Moment ja bereits auf den ersten Seiten genommen wird. Zwar war die Erörterung des Wieso und Weshalb recht interessant, aber immer wieder muss man sich als Leser fragen, warum nicht schon viel eher von den Jugendlichen jemand alarmiert war beziehungsweise weshalb Eltern und Lehrer nichts bemerkt haben sollen. Der Ulf als Charakter ist mehr als auffällig und sein Handeln im Effekt kaum verwunderlich. Spätestens ab dem Punkt wo er anfängt Alessa zu stalken, hätten bei ihr alle Alarmglocken angehen müssen, aber Alessa als Charakter ist einfach nur ein abartig dummes Schlafschaf. Unglaublich, dass es wirklich solche Menschen geben soll. Im Großen und Ganzen bleibt zu sagen, dass diese Geschichte leider sehr langweilig dahin plätschert und dabei die Wichtigkeit des Themas einfach nur hinten runter fällt. Sehr bedauerlich.

     

    Fazit:

    Ein wichtiges Thema leider völlig irritierend und unglücklich verpackt. Wenn man sich durchgewurschtelt hat, ist die Nachricht hinter dem Buch mehr als wertvoll, aber bis dahin muss man leider erst einmal kommen. Außerdem kann man das Handeln der Charaktere an so mancher Stelle recht schlecht verstehen. Schade. Von der Autorin hatte ich irgendwie mehr erwartet, weil ich auch einfach besser Lektüre von ihr gewohnt bin.

     

    Idee: 4/5

    Charaktere: 3/5

    Logik: 3/5

    Spannung: 2/5

    Emotionen: 2/5

     

     

    Gesamt: 3/5

     

    Daten:

    ISBN: 9783401027661

    Sprache: Deutsch

    Ausgabe: Flexibler Einband

    Umfang: 232 Seiten

    Verlag: Arena

    Erscheinungsdatum: 01.01.2012

     

  24. Cover des Buches Klassenziel (ISBN: 9783499216244)
    T.A. Wegberg

    Klassenziel

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Horasfeder

    Stell dir vor, du hast einen Bruder. Stell dir vor, er hat eine Waffe. Stell dir vor, er geht in deine Schule und tötet deine Freunde.
    Dominik ist sicher nicht einfach, er zockt gerne, ist ein Eigenbrötler und auch in der Schule nicht der Beste. Doch wen stört das schon? Jamie mag seinen Bruder. Doch als Dominik ihn eines Abends entführt, ihn mitten im Nichts in ein Klohäuschen einsperrt, ahnt Jamie, dass dies kein übler Scherz zwischen Geschwistern ist. Als er sich endlich befreien kann und zu Hause ankommt, ist es zu spät.
    Jamie kann es nicht fassen. Nicht die Polizei, nicht die sensationsgierige Presse, nicht die Hilflosigkeit seiner Eltern. Dass viele seiner Freunde nicht mehr leben, das sein Bruder tot ist, begreift er nur langsam. Wie soll das Leben weitergehen?

    T.A. Wegberg beschreibt einfühlsam und gekonnt die beiden Brüder, das Geschehen und das Unfassbare. Er eröffnet einen gefühlvollen Einblick in das Innenleben des Protagonisten, dem Bruder eines Amokläufers, zeigt seine Liebe, seine Verzweiflung. Ein stimmungsvolles, emotionales und feinfühliges Buch, dass ich nicht aus der Hand legen konnte. Wieder ein intensiver Wegberg!

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