Bücher mit dem Tag "alzheimer"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "alzheimer" gekennzeichnet haben.

242 Bücher

  1. Cover des Buches Die Nacht schreibt uns neu (ISBN: 9783426517697)
    Dani Atkins

    Die Nacht schreibt uns neu

     (349)
    Aktuelle Rezension von: Cora_Jeffries

    Dies war mein drittes Buch von Atkins, aber das erste, was mich nicht komplett überzeugen konnte. Der Plot scheint sich von anderen Büchern zu wiederholen, was irgendwann langweilig wird, da man schon vorher weiß, wie es enden wird. Trotz neuer Protagonisten, abschweifende Handlungen. Nichtsdestotrotz habe ich mich auf dieses Buch eingelassen. Der Anfang war packend, spannend und später passierte nicht wirklich viel. Eher die dementen Mutter sorgte für Wirbel.

    Emma löst letztendlich ihre Verlobung mit Richard auf, da sie spürt, dass er doch nicht der Richtige ist. Später kommt sie hinter ein Geheimnis, dass lieber nie ans Tageslicht kommen sollte.

    Überzeugen konnte mich der Schreibstil von Dani Atkins dieses Mal auch wieder, denn er ist flüssig und man vergisst alles um sich herum.

  2. Cover des Buches Solange am Himmel Sterne stehen (ISBN: 9783442381210)
    Kristin Harmel

    Solange am Himmel Sterne stehen

     (787)
    Aktuelle Rezension von: graphida

    Solange am Himmel Sterne stehen von Kristin Harmel


    Aufgrund des Titels hätte ich mir dieses Buch sicher nicht gekauft, aber nachdem mich die Autorin bereits positiv überrascht hat, wollte ich es gern lesen. Der Roman greift auch frühere Themen wieder auf. Ein scheinbar in ruhigen Bahnen verlaufendes Leben und die plötzliche Wende durch eine verschwiegene Vergangenheit.


    Im Roman begleiten wir Hope, die Massachusetts eine Bäckerei führt; ein Familienunternehmen mit traditionellen Backwaren, die an sich gut ankommen, aber wirtschaftlich kann sie kaum gegen Bäckereiketten ankommen und so steht das Geschäft eines Tages kurz vor dem Aus. Damit nicht genug kämpft Hope mit dem Ex-Ehemann um Erziehungsfragen, erlebt die täglichen Auseinandersetzungen mit ihrer pubertierenden Tochter und kümmert sich noch um die Großmutter, Rose, mit einer beginnenden Demenz.


    In einem 'lichten' Moment vertraut die ihr eine Liste mit Namen an, französische Namen, die ihr etwas bedeuten, aber was, verrät sie nicht. Hope hat diese Namen niemals gehört und kann sich keinen Reim darauf machen, aber sie beginnt nachzuforschen und deckt ein Familiengeheimnis auf. Ohne zu viel zu verraten stellt sich heraus dass die Großmutter eine aus Paris geflohene Jüdin ist, die ihre Familie und auch ihre grosse Liebe in Auschwitz verloren hat.

    Hope gibt die Hoffnung nach anfänglicher Skepsis dennoch nicht auf und die Geschichte nimmt eine überraschende Wendung...


    Der Roman war gut zu lesen, nach stellenweise etwas langatmigen Passagen nimmt das Schicksal die LeserIn mit und am liebsten möchte man Hope bei der Suche unterstützen und Rose Mut machen und bitten nicht aufzugeben, noch nicht.


    Lesenswerte und bewegende Geschichte; Cover und Titel zu seicht.

  3. Cover des Buches HERKUNFT (ISBN: 9783630874739)
    Saša Stanišić

    HERKUNFT

     (218)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    „Herkunft“ ist ein Buch über die Heimat von Sasa Stanisic; oder ein Buch über den ersten Zufall einer jeden Biographie, wo man hinein geboren wird. Um ehrlich zu sein war mir dieses Buch zu sprunghaft. Von einer Episode wird zur nächsten gesprungen. Mir persönlich war es zu abgehakt, wenn ich gerade ins Thema eingefunden hatte, gab es ein neues oder ein altes, was wieder aufgegriffen wurde.

    Sprachlich nicht so ganz mein´s

  4. Cover des Buches Die Ungehörigkeit des Glücks (ISBN: 9783570102923)
    Jenny Downham

    Die Ungehörigkeit des Glücks

     (164)
    Aktuelle Rezension von: lui_1907

    Inhalt

    Das Leben der 17-jährigen Katie nimmt eine dramatische Wendung, als ein Anruf ankündigt, dass ihre Großmutter Mary bei ihr zu Hause einziehen wird. Ihre Mutter Caroline hat dem widerwillig zugestimmt, denn sie hatte seit vielen Jahren keinen Kontakt zu Mary und ist nicht gut auf sie zu sprechen. Katie muss mit der ihr fremden Großmutter das Zimmer teilen. Und sie fängt an, sich für Marys Geschichte zu interessieren. Katie will dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen. Das ist nicht einfach, weil Mary an Alzheimer leidet. Doch Katie erkennt verblüffende Ähnlichkeiten zwischen sich und Mary: beide haben eine ungehörige Vorstellung vom Glück ...


    Nach „Bevor ich sterbe“ von der Autorin Jenny Downham gefiel mir so gut, dass ich dachte da kann bei „Die Ungehörigkeit des Glücks“ nichts schief gehen. Aber leider wurde ich enttäuscht. Die Geschichte ist irgendwie nicht neu und die Charaktere, bis auf Mary und Katie, sind unsympathisch und kalt. Zum Ende hin wurde alles sehr langatmig und das „Familiengeheimnis“ ist sehr vorhersehbar.


    Fazit: Leider nicht sehr fesselnd.

  5. Cover des Buches Traumsammler (ISBN: 9783596198207)
    Khaled Hosseini

    Traumsammler

     (501)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Jemand hat einmal gesagt, ein dickes Buch müsse "reich" sein. Dieser Roman von Khaled Hosseini ist dies definitiv. Er ist reich an zahlreichen kleinen und grossen Geschichten, besonderen Ereignissen, interessanten Menschen, komplexen Motiven und vielschichtigen Zusammenhängen.

    Die Hauptgeschichte spielt wiederum, wie in den anderen Büchern des Autors, in Afghanistan. Durch seine eigene Herkunft aus diesem Land wirkt das Erzählte besonders authentisch. Der Roman bewegt sich über mehrere Generationen und Zeitebenen. Er fügt Geschehnisse oftmals erst später zusammen, was das Verstehen der Zusammenhänge nicht immer ganz einfach macht, vor allem wenn man längere Zeit nicht mehr im Buch liest.

    Der Autor ist für mich ein ganz wunderbarer und kreativer Erzähler, der das Leben im nahen Osten aus eigener Erfahrung kennt und die Kultur und Menschen dem Leser auf eindrückliche Weise näher bringt.

  6. Cover des Buches Nacht im Central Park (ISBN: 9783492309257)
    Guillaume Musso

    Nacht im Central Park

     (401)
    Aktuelle Rezension von: leni_liest28

    Auch mein zweites Musso-Buch enttäuschte mich keineswegs. Dem Autor gelang es zweifelsfrei, mich auf eine Fährte zu locken. Mit diesem Ende hätte ich keinesfalls gerechnet! Ein unglaublich spannender Thriller, den ich kaum noch aus der Hand legen konnte, sodass ich bis spät in die Nacht die Seiten nur so verschlang.

    Ein bisschen enttäuscht (und deshalb auch "nur" vier Sterne) war ich aber über die Kennenlerngeschichte zwischen Alice und Paul. Diese empfand ich als fast schon absurd. Dass eine Begegnung wie diese Realität sein könnte, ist unwahrscheinlich. Auch das Ende wirkte eher... fragwürdig. Musso wollte die Geschichte auf drei kurzen Seiten abrunden. Da hätte ich ein offenes Ende bevorzugt.

    Nichtsdestotrotz sind schon drei neue Bücher des Autors auf dem Weg in mein Regal! 

  7. Cover des Buches Stay away from Gretchen (ISBN: 9783423282598)
    Susanne Abel

    Stay away from Gretchen

     (231)
    Aktuelle Rezension von: lilli1906

    Dieses Buch hat mich sehr interessiert, weil es sich mit einem Thema der deutschen Nachkriegsgeschichte beschäftigt, über das man eigentlich eher selten spricht oder liest. Nämlich über die Liebesbeziehung zwischen deutschen Frauen mit amerikanischen Soldaten, besonders mit people of color. Dabei geht die Autorin im Besonderen auf die Kinder ein, die aus diesen Verbindungen entstanden sind. Ich hatte den Eindruck, dass die Autorin zu diesem Thema auch sehr viel und gut recherchiert hat, aber dennoch konnte mich das Buch nicht überzeugen.


    Mir waren alle Charaktere zu künstlich, nicht authentisch genug. Und gerade den Protagonisten konnte ich das ganze Buch über nicht leiden! Anfangs ist er wirklich absolut unsympathisch, und seine "Wandlung" und die Gefühle, die er später zeigt, konnten mich nicht überzeugen. Das hat mich beim Lesen sehr gestört. Überhaupt fand ich die ganze Story, die in der Gegenwart spielt, ziemlich überflüssig. Es hätte mir besser gefallen, wenn die Autorin einfach einen historischen Roman daraus gemacht hätte. Durch die Sprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart habe ich mich beim Lesen immer wieder gestört gefühlt.


    Ich glaube, es wird noch einen zweiten Band geben, aber ich werde ihn nicht lesen, weil mich dieses Buch leider einfach nicht fesseln konnte.

  8. Cover des Buches Nur einen Horizont entfernt (ISBN: 9783596521401)
    Lori Nelson Spielman

    Nur einen Horizont entfernt

     (810)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    Hannah Farr ist 34 Jahre alt und Fernsehmoderatorin in New Orleans mit einer eigenen Talkshow. Vor zwei Jahren hat sie einen Brief ihrer Mitschülerin Fiona Knowles erhalten, die sie gemobbt hatte und wofür sie sich entschuldigen möchte. In dem Brief waren zwei Steine gelegt - einer als Symbol der Entschuldigung und einer um einen weitern Menschen um Vergebung bitten zu können. 

    Fiona Knowles hat inzwischen ein Buch über ihre Erfahrungen mit den Steinen des Vergebens geschrieben und ist in Hannahs Sendung eingeladen worden. Nachdem sie ihr bisher nicht verziehen und den Stein zurückgesendet hat, muss sie sich nun mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen und steht nicht nur vor der Entscheidung, ihrer Mitschülerin zu verzeihen sondern auch vor dem Versuch, sich nach über zwanzig Jahren Funkstille mit ihrer Mutter zu versöhnen. 


    Die Geschichte liest sich leicht und die Symbolik mit den Steinen, um einen ersten Schritt auf einen Menschen zuzugehen und um Verzeihung zu bitten, ist eine schöne Idee. Die Thematik um Reue, Vergebung und Schuldeingeständnisse durchzieht den Roman wie ein roter Faden. 

    In Bezug auf Hannah handelt der Roman weniger um das Mobbing als Schülerin und die Vergebung der Mitschülerin, sondern vielmehr darum, sich mit ihrer Familiengeschichte und insbesondere mit der Beziehung zu ihrer über Tausend Meilen entfernt wohnenden Mutter auseinanderzusetzen. Hannah konnte mich dabei als Charakter nicht rundum überzeugen, denn statt als toughe Fernsehmoderatorin wirkt sie eher verunsichert und wenig souverän. In ihrem Sender kann sie ihre Meinung kaum durchsetzen und sich selbst vertreten. Auch die Beziehung zu ihrem Freund, dem Bürgermeister der Stadt, ist nicht auf Augenhöhe.  

    Das Setting des Romans ist dagegen gelungen. Sowohl Hannahs Arbeitsplatz mit Intrigen von Kollegen und dem Druck der Quote als auch der Schauplatz in Michigan, wo Hannahs Mutter wohnt und wo sie den Weinbauern RJ kennenlernt, ist anschaulich und in Bezug auf die Landschaft malerisch geschildert. 

    Die Auseinandersetzung mit ihrer Mutter empfand ich jedoch als sehr oberflächlich und simpel, selbst wenn man in Betracht zieht, dass beide Seiten Fehler gemacht haben. Auch dass am Ende der Vorfall mit ihrem Stiefvater nicht aufgeklärt und letztlich verharmlost wird, hat einen faden Beigeschmack. 

    Die Botschaft um Versöhnung und den Mut, Fehler zuzugeben ist vordergründig, es werden jedoch noch weitere Missverständnisse und Geheimnisse aufgedeckt und eine zarte Liebesgeschichte entwickelt, so dass die Geschichte nicht langweilig wird. Hannah muss sich mit sich selbst und ihrer Vergangenheit auseinandersetzen und geht dabei einen holprigen, aber nachvollziehbaren Weg. 

    Der Roman beweist, dass es nie zu spät ist, andere um Entschuldigung zu bitten, aber auch selbst die Größe zu besitzen, verzeihen zu können, um eine Last abzuschütteln, die das weitere Vorankommen behindert. Dabei wird jedoch auch deutlich, dass eine Entschuldigung allein in manchen Fällen nicht ausreicht und bestimmte Fehler unverzeihlich sind. 

  9. Cover des Buches Idaho (ISBN: 9783446258532)
    Emily Ruskovich

    Idaho

     (99)
    Aktuelle Rezension von: Orisha

    Wade verliert alles. An einem einzigen Tag. Seine Frau erschlägt die Tochter mit der Axt. Die andere Tochter verschwindet spurlos. Wade bleibt zurück. Als Ann, seine Klavierlehrerin, und er ein Paar werden, wird seine Geschichte auch zu ihrer. Und Ann will verstehen lernen. Als Wade dann auch noch das Schicksal seines Vaters erleidet und an Demenz erkrankt, ist Ann die einzige, die die Familiengeschichte der Mitchells noch in sich trägt.

    Emily Ruskovichs Roman bearbeitet ein schwieriges Thema: den Verlust der eigenen Kinder - das eine tot, das andere verschwunden. Eine Familientragödie, die seinesgleichen sucht. Dabei geht es Ruskovich weniger darum ein genaues Bild des Vorfalls zu zeichnen, sondern vielmehr um die Verarbeitung dessen. Wie lebt man weiter, wenn einem beide Töchter genommen werden und der Täter, die eigene Ehefrau ist? Wie geht man als neue Ehepartnerin mit so einer Geschichte um? Und wie geht die Täterin damit um? Feinfühlig spürt Ruskovich diesen Fragen nach. Dabei gibt sie sicherlich nicht immer eine zufriedenstellende Antwort, aber kann es die in so einem Fall überhaupt geben? Besonders schlimm erscheint dabei noch nicht mal der Tod der einen Tochter, sondern das Verschwinden der anderen. Immer hofft man, sie würde eines Tages vor Wades Tür stehen - auch noch nach Jahren und diese Hoffnung trägt das Buch - ob sie erfüllt wird, das sei hier dahingestellt. Doch Ruskovich versetzt die LeserInnen damit in die Situation von Wade und das ist fast kaum zu ertragen.

    Kurzum: Ein Buch das erschüttert und fasziniert zugleich. Das sicher auch mal an der ein oder anderen Stelle enttäuscht, aber alles in allem, dennoch gelungen ist. Lesenswert.

  10. Cover des Buches Wenn gestern unser morgen wäre (ISBN: 9783945362297)
    Kristina Moninger

    Wenn gestern unser morgen wäre

     (158)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

    Was wäre, wenn du eine zweite Chance bekämst? Eine, um alles wiedergutzumachen. Alles, was du so unglaublich falsch gemacht hast. Was würdest du ändern, was wiederholen?

    Sara hat innerhalb weniger Tage so ziemlich jeden Fehler begangen, den sie begehen konnte. Mit scheinbar kleinen, aber ausschlaggebenden Entscheidungen hat sie in ihrem Leben so eine Kettenreaktion in Gang gesetzt, die sie gerne wieder rückgängig machen würde. Als sie inmitten dieses Chaos ausgerechnet Matt vors Auto läuft und wenig später im Krankenhaus aufwacht, ist plötzlich nichts wie zuvor. Die Uhren wurden zurückgedreht und all das, was in der Woche vor dem Unfall passiert ist, scheint ungeschehen. Sara hat nun die unbezahlbare Möglichkeit, die wichtigsten Tage ihres Lebens noch einmal neu zu erleben. Um endlich alles richtig zu machen...

    Meinung:
    Das Cover ist schlicht gestaltet worden, aber trotzdem sehr schön. Schöne rosa Farbe. Das ist mein erstes Buch von der Autorin und ich war wirklich begeistert.

    Die Geschichte ist schön und solide aufgebaut. Die Geschichte ist so gefühlvoll. Zwischendurch ist sie aber auch spannend und voller Gefahren. Ich musste aber auch sehr oft schmunzeln, weil die Sprüche einfach zu lustig waren.

    Die Details sind so schön beschrieben, dass man sich alle Orte und Menschen sehr gut vorstellen kann.

    Ich war richtig gefesselt bei dem Buch. Ruckzuck war ich bei der Hälfte des Buches und dann ganz schnell am Ende.

    War richtig schön die Geschichte, klasse Buch.

    Sehr gut ausgearbeitete Protagonisten, die man sofort ins Herz schließt. Sarah und Matt, ein tolles Paar.

  11. Cover des Buches Der Geschmack von Apfelkernen (ISBN: 9783462041491)
    Katharina Hagena

    Der Geschmack von Apfelkernen

     (890)
    Aktuelle Rezension von: Arbutus

    Schön geschrieben, aber die Handlung ist ein bisschen dünn.
    Sie besteht aus einer Liebesgeschichte, dem sinnlosen Verschleiß etlicher alter Ballkleider und zahllosen Rückblenden, während derer der Leser andauernd hingehalten wird, was nun eigentlich genau mit der armen Rosmarie passiert ist.
    ... Wobei die Liebesgeschichte eigentlich wieder ziemlich gut erzählt ist.

    Es sind aber vor allem die kleinen Nebensächlichkeiten, die so anmutig geraten, dass sie zur Hauptsache werden. Daher ist der Titel des Buches wirklich gut gewählt, denn mann kann sie beim Lesen tatsächlich riechen und schmecken, die Äpfel. Vieles weckte in mir schöne Erinnerungen an Haus und Garten meiner Großeltern. Die Beschreibung von Zuständen ist oft sehr gelungen, fast poetisch. Diese feinen Beobachtungen aus der Kindheit, dass es zum Beispiel besondere Kiesel gab, die leicht zerbrachen, die Mira „Feuersteine“ nannte, das gefällt mir. Oder wenn Iris ihre Wörtersammlungen aus der Kindheit aufzählt - da geht einem das Herz auf. Wobei sie dann die Sache vor lauter Begeisterung ein wenig ausufern lässt.

    Manchmal wird auch das Material wie mit der Lupe seziert, nicht nur der Steinfußboden, nein, auch Menschenhaut - dann schreibt sie plötzlich derart materialistisch, dass mir hin und wieder richtig schlecht wird davon - geht das eigentlich nur mir so? Ganz furchtbar fand ich die permanente Beschreibung der Demenz der Oma Bertha als ein Hinüberdriften in eine Art seelenlosen Zustand. Das ist sehr suggestiv und meiner Erfahrung nach auch einfach nicht wahr. Und am Anfang verlor ich erst einmal die Übersicht, weil so viele Leute beerdigt wurden; für das erste Kapitel war es einfach zu viel Krankheit, Sterben, zuviele Mesmerismen.
    Und dieses Schicksals-Gedöns dulde ich auch nur bei der Leky. „Schon immer begannen die Bewegungen des Schicksals - auch die unserer Familie - mit einem Sturz. Und mit einem Apfel.“ So ein Quark wäre für mich eigentlich Grund genug gewesen, das Buch abzubrechen. Aber da es ein Geschenk einer lieben Person war, hielt ich durch - und wurde immerhin durch eine gegen den Schluss hin steigende Spannungskurve und eine immer wieder sehr gelungene Erzählweise belohnt.

    Am Ende ist es richtig spannend. Und gruselig. Und wirklich gut geschrieben. Auch die Dialoge haben Klasse.

    Aber warum muss Tante Inga elektrisch sein? Dieses Buch ist voller Magie. Erst werden rote Johannisbeeren weiß, dann diese aufgeladene Tante Inga. Und wenn Protagonistin Iris in einer Rückblende das Liebesleben ihrer Tante Harriet auswalzt, als wäre sie dabeigewesen, befürchtet man das Schlimmste für ihre eigene sich mehr oder weniger zart entspinnende Romanze. Aber dann - Überraschung - gerät ausgerechnet die Sexszene mit Max (im Wasser...) zu einer der ganz wenigen in der Literatur, die ich schön fand und nicht peinlich.

    Insgesamt hatte ich eher ein durchwachsenes Lesevergnügen mit diesem Erstlingswerk einer durchaus begabten Autorin.


  12. Cover des Buches Still Alice (ISBN: 9783404271153)
    Lisa Genova

    Still Alice

     (259)
    Aktuelle Rezension von: nasa

    Still Alice Mein Leben ohne Gestern von Lisa Genova liegt schon einige Zeit auf meinem SuB. Nachdem in meinem näheren Umfeld jemand an der Alzheimer Krankheit erkrankt ist, habe ich mich nun dazu entschlossen das Buch zu lesen.

    Das Thema ist sehr bewegend und tiefgreifend. Die Autorin gibt viele Hintergrundinformationen und erläutert in ihrem Roman das Thema sehr sachlich.

    Alice ist Anfang 50 als sie erfährt das sie an der Alzheimer Krankheit erkrankt ist. Erst beginnt alles ganz harmlos mit ein paar Vergessenen Dingen. Erst schiebt sie es auf ihre Menopause doch sie merkt das etwas nicht stimmt. Anfangs versucht sie es noch vor ihrer Familie geheim zu halten, doch sie merkt dass dies nicht gut funktioniert. Wie soll ihre Zukunft werden? Wie soll sie sich zurecht finden?

    Der Schreibstil ist flüssig und relativ leicht. Die Autorin erzählt eine komplexe Geschichte aber ohne viel unnötige Fachbegriffe. Sie erklärt einem anschaulich die Krankheit und den Verlauf. Auch versucht sie es sehr plastisch und empathisch an Alice Fall darzustellen. Allerdings geht sie mir dafür zu wenig in die Tiefe. Ich habe mir hier etwas mehr erhofft. In erster Linie geht es hier um Alice und ihre Gedanken und Gefühle aber die kommen kaum zum tragen. Es wird nur an der Oberfläche gekratzt. Das selbe ist mit Alice Umfeld, es wird nicht näher auf die Gefühle, Ängste und Gedanken ihres Mannes oder der Kinder eingegangen. Was ich sehr schade finde, denn so hätte dieses Buch an Potenzial und Gefühl gewonnen. So bleibt es eine eher sachliche Geschichte einer Frau die eine tragische Zukunft erleben wird.

    Auch waren mir die Protagonisten zu blass und teilweise sehr unsympathisch. Besonders John war mir zu kaltherzig und egoistisch. Hier hätte ich mir mehr Gefühl und Empathie gewünscht. Auch die Kinder waren eher blass geschildert.

    Das Cover des Buches finde ich auch suboptimal. Es ist das Filmcover und für meinen Geschmack passt die Schauspielerin aber gar nicht zu der beschriebenen Alice im Buch. Ich finde solche Cover immer etwas fragwürdig. Sie nehmen dem Buch seinen eigenen Charme. Genauso wie der Film seinen eigenen Charme hat. Man sollte nicht unbedingt beides kombinieren.

    Ich habe das Buch gerne gelesen, da es mich persönlich anspricht. Wenn dies nicht der Fall wäre, hätte es mich weniger bewegt. Dafür war mir das Buch zu sachlich und die Protagonisten zu blass.

     

  13. Cover des Buches Cottage mit Kater (ISBN: 9783458360889)
    Hermien Stellmacher

    Cottage mit Kater

     (102)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Krimiautorin Nora hat eine schwierige Zeit hinter sich. Die an Demenz erkrankte Mutter ist gestorben, der Freund zu seiner Ehefrau zurückgekehrt und beim Krimi-Schreiben geht so gar nichts weiter, obwohl der Abgabetermin nach Verschiebungen unaufhörlich näher rückt. Da kommt ihr das Angebot eines Freundes, in Cornwall sein Haus zu hüten, gerade recht.  

    Sie hofft, in dem einsam gelegenen Cottage Ruhe zum Schreiben zu finden, hat aber nicht mit dem kleinen maunzenden Findelkind gerechnet. Der Kater, der nichts als jugendlichen Unsinn im Kopf hat, bringt ihr ganzes Leben durcheinander. 

    Meine Meinung: 

    Endlich einmal eine Geschichte, die uns in die Welt der Autoren führt. Nicht immer ist es einfach, einen Bestseller zu schreiben, von Ideenlosigkeit und Schreibblockaden ist hier die Rede.  

    Der Star der Erzählung ist natürlich der kleine Kater namens Smuggler, der sich frech in Noras Leben mischt. Neben Katzenfutter delektiert er sich an Schinken, frisch gefangenen Fisch und - ganz Gourmet, frei nach dem Motto „Käse schließt den Magen“ - an Camembert.  

    Schmunzeln musste ich über Noras Briefwechsel mit ihrer besten Freundin.  

    Dass es noch einen hübschen Nachbarn gibt, wirkt vielleicht ein wenig kitschig, aber darf auch einmal sein. 

    Der Schreibstil ist locker, flüssig und bietet immer wieder Stellen, über die man grinsen kann. 

    Fazit: 

    Ein netter Roman für zwischendurch. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

     

     

  14. Cover des Buches Einfach unvergesslich (ISBN: 9783492308021)
    Rowan Coleman

    Einfach unvergesslich

     (345)
    Aktuelle Rezension von: FranLuTi

    Das Buch schreibt aus mehreren Sichtweisen, welche alle zur Familie von Claire gehören. Claire ist eine tolle Mutter, liebevolle Ehefrau,  etwas störrische Tochter und wird mit der Diagnose Alzheimer, welche ihr Vater auch durchmachte, konfrontiert. Claire will kämpfen gegen den Nebel im Kopf,  doch immer wieder fehlen ihr die Begriffe für Dinge. Caitlin, ihre mittlerweile Erwachsene Tochter, erfährt viel aus ihrer Vergangenheit und muss sich aktuellen Problemen stellen,  die auch mit Claire zutun haben.  Greg zieht sich immer mehr zurück, da er ClairesAblehnung erfährt und Ruth,  ihre Mutter, möchte sie unterstützen,  aber ihr fehlt oft die Kraft. Die Geschichte ist sehr gefühlvoll geschrieben.  Man kann gut mit den Charakteren mitgehen,  sich in sie hinein versetzen und man fühlt den Schmerz von Claire und ihre Angst bald eine nicht wissenden Hülle zu sein. Dazwischen ist viel Witz und Humor und viel Familiendrama. 3 Generationen starke Frauen, die alle auf ihre Weise kämpfen. An einigen Stellen ist es etwas zu rund, aber die Geschichte gibt einem mit auf den Weg, jeden Tag mit seinen Lieben zu genießen.  Absolute Leseempfehlung !

  15. Cover des Buches Das geheime Glück (ISBN: 9783453359925)
    Julie Cohen

    Das geheime Glück

     (85)
    Aktuelle Rezension von: TamiraS

    Im September 2016 beschließt der achtzigjährige Robbie, den Freitod zu wählen. Er leidet unter einer frühen Form von Alzheimer und weiß, dass es mit seinem Gedächtnis nicht mehr besser wird. Bevor er nicht mehr dazu in der Lage ist, entscheidet er sich dazu, seiner Frau Emily diese schwere Last zu nehmen – und lässt sie allein zurück mit einem großen Geheimnis, von dem nur sie beide wussten.

     

    Die Geschichte über das liebende Paar Emily und Robbie führt uns rückwärts durch die Zeit und durch das Leben der beiden Protagonisten. Wir begleiten sie durch ihre Hochs und Tiefs, ihren Kinderwunsche, ihre Vergangenheit, ihr Kennenlernen – doch alles wird überschattet von einem großen Geheimnis, dessen Last so groß und schwer ist, dass sowohl Emily als auch Robbie manchmal darunter erdrückt zu werden scheinen.

     

    Es fällt mir schwer, mehr über die Geschichte zu verraten, denn durch den stilistischen Kniff des rückwärts Erzählens fiebert man jeder neuen Erkenntnis entgegen, die ein wenig von der Vergangenheit aufdeckt, was jedes weitere Wort über die Geschichte als zu viel erscheinen lässt.

    Trotz dieser Erzählart schafft es die Autorin, eine sichtbare Entwicklung ihrer Protagonisten voranzutreiben, nur eben in die umgekehrte Richtung. Gleichzeitig ist man jedoch immer traurig, einen Zeitabschnitt hinter sich zu lassen, denn wir wissen, dass die Zukunft der beiden bereits vorbei ist. Ein ungewöhnliches Gefühl beim Lesen, denn das Hoffen-auf-Glück-am-Ende bleibt so irgendwie auf der Strecke.

    Dennoch stehen Robbie und Emily einem sehr nahe und den Schmerz, den sie erfahren, kann man beinah spüren. Dass die Geschichte dabei teilweise ein wenig süßlich, ein wenig kitschig ist, kann man verkraften.

    Dieses Buch hat mich tief berührt und überrascht, denn es befasst sich mit vielen schweren Themen, die in unserer Gesellschaft gerne totgeschwiegen werden und daher sollten geneigte Leser, die einen netten Liebesroman erwarten, zweimal darüber nachdenken, sich dieser Lektüre zu widmen.

    Wer sich daran jedoch nicht stört, könnte große Freude – und auch Traurigkeit – mit diesem Roman haben.

    Ein Buch, das nachwirkt. Großartig!

  16. Cover des Buches Vom Ende der Einsamkeit (ISBN: 9783257261554)
    Benedict Wells

    Vom Ende der Einsamkeit

     (857)
    Aktuelle Rezension von: petra_eimer

    Dieses Buch belegt zwar "nur" Platz 3 auf meiner persönlichen Best-of-the -best- Liste, steht aber natürlich in nichts nach. 

    Ich erinnere mich an den Moment im Zug, als ich es ausgelesen hatte. Es war ein Gefühl zwischen himmel-hoch-jauchzend und zu-Tode-betrübt ;)
    Heute gibt es dafür ein Wort, das der Autor in "Hard Land" etabliert: Euphancholie.

    Ich habe das Buch zugeklappt, über den Einband gestrichen und ganz tieg geseufzt.

    "Ein gutes Buch", habe ich gesagt. Laut. Und mein Gegenüber musste schmunzeln und hat nach dem Titel gefragt. Daran erinner ich mich. Und daran, dass sich Einsamkeit seither nicht mehr so schwer anfühlt.

  17. Cover des Buches Der Wind singt unser Lied (ISBN: 9783442491964)
    Meike Werkmeister

    Der Wind singt unser Lied

     (111)
    Aktuelle Rezension von: Alice9

    Inhalt

    Toni ist auf der ganzen Welt unterwegs und hat auch schon viel gesehen und erlebt. Nur selten besucht sie ihre Familie zu Hause, da sie dort von ihr Vergangenheit eingeholt wird. Doch als ihr Vater sich wie aus dem Nichts bei ihr meldet, macht sich Sorge in ihr breit, weshalb sie kurzerhand zurück nach St. Peter-Ording fliegt. Sie merkt, dass irgendetwas nicht stimmt und sich einiges verändert hat, seit sie das letzte Mal da war. Daher unterstützt sie alle, wo sie nur kann und probiert dahinter zu kommen, was hier wirklich los ist...


    Meine Meinung

    Nachdem mich die ersten beiden Bände  der Autorin schon gut unterhalten und in sommerliche Stimmung versetzen konnte, war ich nun neugierig auf die Weltenbummlerin Toni. Und was soll ich sagen? Das Buch hat mir ebenfalls gut gefallen, auch wenn es irgendwie schwerer wog, als die ersten Bände.


    Die Geschichte begann schon sehr sommerlich und kurzweilig, sodass ich gut und schnell in sie eintauchen konnte. 

    Anschließenden wurde auch meine Neugier geweckt, was die Familie Toni verheimlichen könnte und, warum Toni nur so schwer zu Hause sein kann. Viele Fragen wurden aufgeworfen, die für Spannung sorgten und sogar zum Ende hin, als ich dachte, ich würde schon alles wissen, konnte die Geschichte noch mit der einen oder anderen Überraschung aufwarten. Insgesamt wurde die Handlung dadurch auch sehr spannend und fesselnd und all das, vor einem sommerlichen Wohfühl-Setting. 

    Die Geschichte war insgesamt sehr locker und leicht gehalten. Dennoch wurden viele ernste Dinge hier thematisiert, die bedrückend waren und auch nahe gingen. Diese bekamen auch ihren raum und stellten so eine gute Mischung zu der Leichtigkeit dar ohne unterzugehen. 

    Schön fand ich auch, dass hier keine Liebesgeschichte im Vordergrund stand, sondern mehr wert auf die Familie gelegt wurde. 

    Die Handlungsentwicklung konnte mich ebenfalls überzeugen, da anfangs nicht viel Preis gegeben wurde und erst nach und nach ein Gesamtbild entstand. 


    Die Protagonisten, allen voran natürlich Toni, haben mir wirklich gut gefallen und ich habe sie direkt in mein Herz geschlossen. Sie wirkten alle so lebendig und authentisch, wie mitten aus dem Leben gegriffen. Toni fand ich als Charakter an sich auch sehr interessant, vor allem, weil ich gespannt war, mehr über sie zu erfahren und, wie sie sich weiterentwickeln wird. 


    Der Schreibstil war locker und leicht, hat alle nötigen Gefühle und Emotionen greifbar gemacht und ließ die Geschichte sehr kurzweilig erscheinen. Die Atmosphäre und das Setting haben mir ebenfalls gut gefallen, auch wenn ich aufgrund der ganzen Geschichte manchmal Schwierigkeiten hatte, die ganzen sommerlichen Gefühle zuzulassen. 


    Insgesamt eine wunderschöne, emotionale aber auch irgendwie leichte Geschichte, die sich für den Sommer eignet, aber auch schwer wiegt.

  18. Cover des Buches Deiner Seele Grab (Ein Kommissar-Dühnfort-Krimi 6) (ISBN: 9783548611242)
    Inge Löhnig

    Deiner Seele Grab (Ein Kommissar-Dühnfort-Krimi 6)

     (149)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    In diesem, seinem 6. Fall, kämpft Konstantin „Tino“ Dühnfort gleich an mehreren Fronten. Zum einen tappt er während eines Verhörs in die geschickt gestellte Falle einer Tatverdächtigen und wird deswegen von der Presse als Prügelpolizist diffamiert. Die interne Revision stützt sich neben der Aussage des „Opfers“ auch auf jene eines Kollegen, der Dühnfort bei dem Übergriff beobachtet haben will.  

    Daneben gibt es zwei tote alte Menschen, die sich beim zweiten Blick als geschickt getarnte Mord erweisen. Der Mörder, er bezeichnet sich als Samariter, macht in seinem Blog auf die Pflegemissstände aufmerksam. Recht bald kommen Dühnfort Zweifel an der Theorie „Mord als Erlösung“.  

    Als dann wenig später Ernst Kubisch, ein demenzkranker Mann, und seine Tochter Franziska, brutal ermordet werden, wird klar, dass die drei Fälle zusammenhängen. Die Frage ist nur, wie.

    Und welche Rolle spielt Elena, die Putzfrau des ersten Opfers? 

    Meine Meinung: 

    Inge Löhnig ist für ihre hochkomplexen, mehrdimensionalen Krimis bekannt. Doch diesmal ist es beinahe zu viel des Guten. Es dauert eine geraume Zeit, bis wir Leser die geschickt angelegten Verbrechen richtig sortieren können.  

    Gut beschrieben werden die Ermittlungsansätze, das mühsame Recherchieren und die vielen Spuren, denen die Polizisten nachgehen müssen, ohne vorerst nennenswerte Erfolge zu haben.  

    Wie wir es von Inge Löhnig kennen, sind die Charaktere ausführlich und komplex gestaltet. So gibt es in der Familie Kubisch einige manipulative Personen, die besonders Clara zusetzen. Ihr wird von den Geschwistern und ihrem Ex-Ehemann ständig ein schlechtes Gewissen eingeredet. Die toxischen Familienbeziehungen wären ein gefundenes Fressen für eine Familienaufstellung.  

    Eine wichtige Rolle, wenn auch in der Nebenhandlung „interne Revision“ spielt Gina Angelucci, Dühnforts Lebenspartnerin. Herrlich, wie sie mit ihren unorthodoxen Ermittlungsverfahren im Hintergrund die Fäden zieht!  

    Die Autorin spricht in diesem Krimi gleich mehrere brisante Probleme an. Allen voran den Umgang mit alten, pflegebedürftigen Menschen, der aufgrund des Fehlens von geeignetem Personal (und dessen schlechter Bezahlung) ein schier unlösbares Problem darstellt. Dazu passt gleich das nächste, nämlich der Frauen- und Mädchenhandel, der nach wie vor blüht und die Frauen, die auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen sind, zu Spielball gewissenloser Verbrecher macht. 

    Weiters kommt das Thema Polizei-Übergriffe zur Sprache. Die werden vereinzelt sicher vorkommen, aber gleichzeitig werden Polizisten immer wieder Opfer von gezielt getürkten Aktionen, die dann in den (sozialen) Medien breit getreten werden. Eine Aufklärung und Rehabilitierung der Exekutive findet dann oft keine Erwähnung.  

    Fazit: 

    Dieser Krimi fordert einige Konzentration vom Leser, bis die zuvor so losen Handlungsstränge gekonnt verknüpft werden. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

  19. Cover des Buches Zusammen ist man weniger allein (ISBN: 9783570197134)
    Anna Gavalda

    Zusammen ist man weniger allein

     (3.321)
    Aktuelle Rezension von: Zahn-Fee

    Ein interessantes Buch mit besonderen Protagonisten, welche sich im Zusammenleben mit all ihren verschiedenen Charakteren und  Eigenarten doch irgendwie ergänzen. Herzerwärmend, wie diese Menschen schliesslich den Weg aus ihrer Einsamkeit finden. Ausserdem eine Hommage an Paris, diese Stadt kann ich mir nun recht gut vorstellen, obwohl ich noch nie dort war. Eine schöne Lektüre, ich habe mich keine Sekunde gelangweilt.


  20. Cover des Buches Wenn das Licht gefriert (ISBN: 9783839227701)
    Roman Klementovic

    Wenn das Licht gefriert

     (103)
    Aktuelle Rezension von: misspider

    Bei diesem Thriller war ich ständig hin- und hergerissen zwischen spannender Begeisterung und gelangweilter War-ja-abzusehen Stimmung. Einerseits war ich fasziniert von dieser frischen Idee für einen neuen originellen Plot, andererseits konnten nicht alle Wendungen überraschen und Elisabeths Schilderung fiel manchmal etwas behäbig aus, so dass die Spannung immer mal wieder eine Zwangspause einlegen musste. Das Ende konnte mich dann zwar überraschen, war aber nur bedingt zufriedenstellend und vielleicht doch ein bisschen dick aufgetragen.
    Fazit: ein unerwarteter, in weiten Teilen packender Thriller mit kleinen Mängeln.

  21. Cover des Buches Für immer in deinem Herzen (ISBN: 9783596033546)
    Viola Shipman

    Für immer in deinem Herzen

     (276)
    Aktuelle Rezension von: Hortensia13

    In der Familie Lindsey gibt es eine Tradition: Alle Frauen tragen ein Armband mit Glücksbringern. Jeder Anhänger steht für eine Geschichte und wird an die nächste Generation weitergegeben. Als Grossmutter Lolly Besuch von ihrer Tochter Arden und ihrer Enkelin Lauren bekommt, will sie ihnen die Geschichten erzählen. Denn sie merkt, dass sie drohen für immer in ihrer Vergesslichkeit zu verschwinden. Arden und Lauren entdecken, was es bedeutet glücklich zu sein. Nur können sie es auch werden?

    Die drei Protagonistinnen haben mir sehr gefallen. Das Familiengefühl zueinander und miteinander kommt in der Geschichte sehr gut rüber. Auch die Idee der Bettelarmbänder und deren tieferer Sinn ist wunderschön. Am liebsten würde man sogleich auch ein eigenes Armband für Leben tragen und es mit den Weisen und Wünschen vererben.

    Die Geschichte im Buch besteht aus vielen Erzählungen zu den einzelnen Anhängern und bringt viele Ratschläge fürs Leben mit. Teilweise etwas kitschig, aber trotzdem schön.

    Mein Fazit: Ein toller Familienroman für den Sommer. Leicht zu lesen und mit vielen Lebensweisheiten gespickt. 4 Sterne.

  22. Cover des Buches Du erinnerst mich an morgen (ISBN: 9783453291904)
    Katie Marsh

    Du erinnerst mich an morgen

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Pia_Jil
    Man lernt die Hauptprotagonistin Zoe kurz vor ihrer Hochzeit mit ihrem Verlobten Jamie kennen. Sie wirkt ziemlich unruhig und unentschlossen und dann kommt plötzlich ein Anruf von Mags, der Freundin ihrer Mutter. Zoe verlässt kurzerhand ohne nachzudenken ihrer eigene Trauung, um ihrer Mutter zu helfen, mit der sie seit über zehn Jahren gar nichts mehr zu tun hat. Gina wurde ins Gefängnis gebracht und Zoe will sie da wieder herausboxen. Mit Entsetzen muss Zoe erkennen, dass ihre Mütter bereits mit 57 Jahren an Alzheimer erkrankt ist und der Kampf, um das Vergessen rasant schlimmer wird. Nebenher muss sie sich auch noch um ihre eigene Firma kümmern, die finanzielle Probleme hat und natürlich ist da auch noch ihr Verlobter Jamie, den sie auf ihrer Hochzeit sitzen gelassen hat. Dieser ist selbstverständlich sehr enttäuscht und verärgert und beschließt für die nächste Zeit zu seinem Freund Russ zu ziehen. Mit ihm tritt er dann auch die geplante Hochzeitsreise auf die Malediven an. Zoe ist sehr niedergeschlagen und hat es schwer, sich so stark zu präsentieren, wie sie es sonst immer tut nachdem sie in der Vergangenheit ein sehr schlimmes Erlebnis hat durchleben müssen.

    Man erfährt im Verlauf der Geschichte nach und nach von Zoes Kindheit und ihrer Familie, zu der auch noch ihr Vater Alistair und ihre kleine Schwester Lily gehören. Zoes Mutter, Gina hat zu jedem Geburtstag von Zoe einen Brief an sie geschrieben und darin von den Erlebnissen und Problemen erzählt. Diese Art Rückblick in die Vergangenheit gefällt mir ausgesprochen gut!
    Außerdem beschließt Zoe, dass Gina zu ihr ziehen soll und so werden auch die Probleme der immer mehr fortschreitenden Alzeimererkrankung gut thematisiert. Was mich sehr berührt hat, war auch der Moment als Zoe mit ihrer Mutter beim Arzt war, um erfahren zu müssen, dass diese wirklich an einer frühen Form des Alzheimers erkrankt ist.

    Am Anfang fand ich die Handlung ziemlich traurig und auch nicht so spannend bzw. teilweise einfach etwas langatmig. Traurig ist die Handlung durchweg, aber ungefähr ab der zweiten Hälfte wird das Buch umso packender und ich konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Natürlich hat die Handlung durch die immer weiter fortschreitende Alzheimererkrankung von Gina wie gesagt einen sehr traurigen Beigeschmack, dennoch gibt es immer wieder einige positive Ereignisse und Momente, bei denen man auch mal lachen muss. Allgemein weckte das Buch in mir viele Emotionen und es lies mich sehr nachdenklich gestimmt zurück.

    Der Schreibstil war super angenehm, sehr flüssig und ansprechend. Die Idee mit den Briefen aus der Vergangenheit gefällt mir ausgesprochen gut, denn so erfährt man teilweise wichtige Hintergründe, aber auch nicht zu viel, es bleibt also spannend. Natürlich geht es vordergründlich um Demenz/ Alzheimer, aber dennoch ist die Geschichte sehr vielschichtig und es werden auch noch andere Themen und alltägliche Probleme angesprochen. Beispielsweise die Beziehungskrise zwischen Jamie und Zoe. Die Charaktere wurden allgemein sehr, sehr gut ausgearbeitet und ich hatte wirklich das Gefühl, sie mitunter durch die Briefe gut kennen zu lernen. Außerdem habe ich wirklich von allen Personen, die Aussagen und Taten sehr gut verstehen und nachvollziehen können, ich war also völlig im Einklang mit ihnen.

    Man merkt wirklich, dass Katie Marsh sich wirklich gut mit dem Thema Demenz auseinandergesetzt hat, da auch viele zusammengehörige Probleme angesprochen werden.

    Ich fand die Handlung wirklich sehr interessant und spannend und auch Katie Marshs Schreibstil konnte mich überzeugen. Außerdem habe ich mich gut mit den Protagonisten verstanden, lediglich am Anfang war mir die Geschichte etwas zu langatmig, weshalb ich leider einen halben Stern abziehen musste.
  23. Cover des Buches Sehnsucht nach Zimtsternen (ISBN: 9783499269875)
    Katrin Koppold

    Sehnsucht nach Zimtsternen

     (159)
    Aktuelle Rezension von: Kallisto92

    Das Buch, " Sehnsucht nach Zimtsternen", von der Autorin Katrin Koppold, handelt von Lilly. Ihr Mann möchte die Scheidung. Lilly glaubt nicht mehr an ein Happy End und plötzlich treten drei Männer in ihr Leben. Da gibt es den Frauenheld Jakob, ihren Untermieter. Desweiteren ihren damaligen Ex- Freund Anton und den attraktiven Nachbarn von gegenüber.  Wird einer Lilly´s Herz erobern?

    Das Buch ist in Kapiteln unterteilt und in der Ich-Perspektive aus Lilly´s Sichtweise geschrieben.

    Mein Fazit:

    Das Buch ist der dritte Teil der Sternschnuppen- Reihe. Es lässt sich jedoch unabhängig zu den anderen Büchern lesen. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben. Ihre Gefühle kommen super zum Ausdruck. Das Buch bleibt lange spannend und es ist offen in welche Richtung sich Lilly´s Leben verändern wird.  Das Ende gefällt mir ganz gut, jedoch ist noch genug Platz für die eigene Fantasie da. Hier hätte ich gern noch einen Epilog gehabt, wie die Story endet.

  24. Cover des Buches Schwarzer Lavendel (Ein-Leon-Ritter-Krimi 2) (ISBN: 9783548287010)
    Remy Eyssen

    Schwarzer Lavendel (Ein-Leon-Ritter-Krimi 2)

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Buchliebe4

    Schwarzer Lavendel von Remy Eyssen

    Band 2 der Leon Ritter Reihe

     

    Kriminalroman

     

    464 Seiten

     

    Ullstein Buchverlage

     

     


    Klappentext:

     

    In der Provence ticken die Uhren anders. Daran gewöhnt sich der deutsche Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter nur langsam. Dabei beginnt rund um das Städtchen Le Lavandou gerade die Weinlese und zu seiner eigenen Überraschung wird Ritter selbst Besitzer eines kleinen Weinbergs. Aber die Freude darüber währt nur kurz, denn statt edler Reben wird auf dem Grundstück eine mumifizierte Frauenleiche entdeckt. Der detailversessene Ritter erkennt schnell: Die Tote wurde professionell einbalsamiert. Als eine weitere junge Frau als vermisst gemeldet wird, findet Ritter heraus, dass beide Frauen für die Weinernte in die Provence kamen. Macht jemand Jagd auf die jungen Frauen? Um Antworten auf seine Fragen zu bekommen, muss Leon erst weit in die Vergangenheit zurückgehen


     

     

    Handlung:

     

    Dr. Leon Ritter hat sich gut in seiner neuen Heimat in Südfrankreich eingelebt und wohnt immer noch bei der Kommissarin Isabella und ihrer Tochter und fühlt sich pudelwohl.

    Langsam kommt er innerlich auch zur Ruhe, denn der Tod seiner Frau bei einem Flugzeugabsturz lastete doch lange Zeit auf ihn, Dazu trägt auch Isabelle sehr teil.

    Seine betagte, aber noch rüstige  Tante möchte ihren Neffen auf einmal ein altes Weingut schenken, für welches sie keine Verwendung mehr hat. Aber die Freude über das Haus und Land wehrt nicht lange, denn dort wird eine mumifizierte Frauenleiche gefunden.

    Dr. Ritter ist sofort in seinem Element und erkennt recht schnell, das die Frau absichtlich mumifiziert worden ist. Und dann meldet eine junge Deutsche ihre Zwillingsschwester als vermisst und Dr. Leon Ritter begibt sich auf Spurensuche…..

     


    Meinung:

     

    Über eine LP bin ich auf den Autor aufmerksam geworden und habe mir sofort Band 1 der Reihe besorgt, der mir außerordentlich gut gefallen hat.

    Da war es natürlich ein Muss, das ich die tolle Reihe rund um den sympathischen Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter weiter verfolge.

     

    Und auch der zweite Teil der Reihe hat mir viele schöne und spannende Lesestunden beschert.

     

    Der Schreibstil des Autors ließ sich flüssig und fließend lesen und verfolgen.

    Die meisten Hauptcharaktere kannte ich aus dem ersten Band und es war total angenehm und leicht dem Geschehen mit Bildern zu folgen.

     

    Die Spannung kam ebenso nicht zu kurz und hat man einmal angefangen zu lesen, kann man sich dem Buch und seiner spannenden Geschichte einfach nicht mehr entziehen.

    Gänsehautmomente und ein Ende, wie ich es so nie vermutet hätte.

     

    Der Spannungsfaktor hat in dem Buch eine große Rolle und wird konstant gehalten, bzw. gekonnt gesteigert.

    Durch Dr. Ritter bekommt man einen ganz tollen und tiefen Einblick in die Arbeit eines Rechtsmediziners und der Leser darf ganz genau mitverfolgen, mit welchem Engagement und mit welchen Feingefühl der Arzt, seine Arbeit ausübt.

     

    Trotz das manche Szenen Gänsehautschauer verursachten lockerten der Umgang mit Isabelle und ihrer tollen Tochter Lilou herrlich schmunzelnd die Stimmung auf. Ganz großartig umgesetzt.

     

    Und nicht zu vergessen, das es dem Autor mehr als gelungen ist, mich mit nach Südfrankreich zu entführen, mitsamt den Lavendelduft und des roten Weinaromas, welches ich dabei in der Nase von träumen hatte.

     

    Ich habe hier die nächsten Teile der Reihe schon liegen und freue mich ungemein darauf, die Geschichte rund um die sympathischen Hauptcharaktere weiter zu verfolgen.

     

    Fazit:

     

    Natürlich 5 Sterne für den zweiten Band der Leon Ritter Reihe und die Vorfreude auf die folgenden Bände

     

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