Bücher mit dem Tag "altertum"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "altertum" gekennzeichnet haben.

108 Bücher

  1. Cover des Buches Imperium (ISBN: 9783453419353)
    Robert Harris

    Imperium

     (232)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Ein wirklich beeindruckender Roman, der zu fesseln vermag. Vorausgesetzt natürlich, man hat einen gewissen Faible für die Historie, speziell die Geschichte der Römischen Republik, denn hier erlebt man diese in all ihren Facetten. Ciceros Lebensweg war durchaus steinig, als Mann ohne Reputation und Vermögen. Dennoch schafft er es aufgrund seiner eigenen Talente bis an die Spitze der Römischen Republik, zum Amt des Konsuls. Doch schon damals galt: Herkunft, Beziehungen und vor allen Dingen Vermögen ebnen den Weg ganz nach oben. Wie man es ohne all das schaffen kann, zeigt dieser Roman … aber auch, welchen Preis man dafür zahlen muss. Manches erinnert unwillkürlich an die heutige Zeit, vielleicht, weil der Mensch sich, unabhängig vom geschichtlichen Umfeld, gar nicht so sehr geändert hat? Großartig und bis zum Ende fesselnd.

  2. Cover des Buches Die vergessene Kammer (ISBN: 9783442264063)
    Catherine Fisher

    Die vergessene Kammer

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Julia_x3

    Die vergessene Kammer ist ein umfangreiches Fantasy-Abenteuer. Wir befinden uns in 3 verschiedenen Epochen wieder. Eine geheimnisvoller als die andere. Eines haben sie gemeinsam. Am Ende steht das, wofür einige Architekten gelebt haben. Wir steigen auch gleich am Ende des ganzen ein und erfahren nach und nach, wie alles dazu kam. 

    Ebenso kann man eine Verbindung zu allen handelnden Personen erkennen. 

    Die Zusammenhänge haben mir dabei sehr gut gefallen und auch die einzelnen Protagonisten. 

    Allerdings hab ich eine Weile gebraucht um in diese Geschichte rein zu kommen. Es macht zu Beginn nicht den besten Eindruck, wird aber von Kapitel zu Kapitel besser und spannender. 

  3. Cover des Buches Titan (ISBN: 9783453419360)
    Robert Harris

    Titan

     (114)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Biographie eines politischen Karrieristen - als Biographie erzählte Lebensgeschichte eines Staatsmannes und Redners, Einblicke in einen Werdegang ohne Reichtum und militärischen Rückhalt. 

    Robert Harris überzeugt einmal mehr mit einem quasi-fiktionalen Historienromanen. "Titan" setzt chronologisch und stilistisch auf den erfolgreichen Vorgänger "Imperium" auf und zeichnet den Werdegang des großen römischen Politikers Marcus Tullius Cicero dramaturgisch nach. Der Roman behandelt die Jahre 63 v. Chr. bis 58 v. Chr. und zeigt den tiefen Fall einer historischen Persönlichkeit vom Konsul zum Exilanten.

  4. Cover des Buches Stonehenge (ISBN: 9783499253645)
    Bernard Cornwell

    Stonehenge

     (75)
    Aktuelle Rezension von: Sturmherz
    Die Geschichte dreier Brüder die alle am Bau des bekanntesten Steinkreises der Welt beteiligt sind.
    Als da wären, Lengar, ein brutaler, machtbessener junger Mann der für seinen Erfolg über Leichen gehen würde. Dann wäre das Camaban, der mittlere, wurde verstossen weil er mit einem Klumpfuss zur Welt kam. Nun lebt er alleine und verwildert im alten Tempel der Sippe und dann wäre da noch Saban, der Jüngste. Er möchte Krieger werden und sein Volk in ein gute und gesichterte Zukunft bringen.
    In dieser Welt prägen schwere, körperliche Arbeit und der Glaube an die grossen Götter den Alltag der Menschen.
    Und wie kann man besser den Götter huldigen, als mit einem grossen Tempel. Und so wird es zur Aufgabe der drei Brüder den grössten, je gesehenen Steinkreis der damaligen Welt zu erbauen. Koste es was es wolle, auch Menschenleben.
    Das Buch ist spitze! Einmal mehr beweist Mr. Cornwell das er gut schreiben kann und an Geschichte interessiert ist. Auch wenn wir noch immer nicht wissen warum genau Stonehenge erbaut wurde, so kann ich mir gut vorstellen dass die Idee von Bernard Cornwell zum Bau vom bekanntesten aller Steinkreise geführt hat.
  5. Cover des Buches Kassandra (ISBN: 9783518189214)
    Christa Wolf

    Kassandra

     (265)
    Aktuelle Rezension von: diepersephone

    Mein absolutes Lieblingsbuch! Noch immer ziehe ich es ab und zu aus dem Regal und lese die ersten Seiten! Es ist sooo lyrisch geschrieben seine sprachgewalt zieht mich sofort hinein. Als ich an schauspielschulen vorgesprochen habe habe ich mir hieraus einen Monolog rausgesucht da ich es so ergreifend fand und mir die Sprache sofort Bilder lieferten. Es ist eines von zwei Büchern das ich zweimal gelesen habe.

  6. Cover des Buches Der verbotene Schlüssel (ISBN: 9783570401392)
    Ralf Isau

    Der verbotene Schlüssel

     (78)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost

    Alles fängt so harmlos und locker an und entwickelt sich dann zu einer sehr interessanten Mischung aus Fiktion, Realität und Geschichte.


    Inhalt: Sophia, Vollwaise und schon mit Reichtum gesegnet, wird zu einem Notar beordert. Hier bekommt sie eine Erbschaft ausgehändigt, von einem Großvater, den sie noch nicht einmal groß gekannt hat.

    Die Erbschaft enthält ein Fabergé-Ei. In diesem Ei befindet sich ein seltsames kleines Maschinchen, welches einem Uhrwerk nicht unähnlich ist. Ein beiliegendes Buch, welches ihr Großvater selber geschrieben hat, warnt sie vor der Nutzung des kleinen Schlüssels. Doch Sophia lässt sich nicht warnen und dreht den Schlüssel.

    Sophia landet in einer Welt, in der alles perfekt mechanisch und ohne jedes Gefühl ist. Wände verschieben sich und Sophia muss zusehen, dass sie am Leben bleibt und nicht zerquetscht wird. – Doch in Mekanis lernt sie auch Theo kennen, der die ganze Geschichte kennt. Schon von damals, als die ganze Geschichte noch in der Götterwelt spielt.

    Sophia hat nicht nur sich selber in Gefahr gerbracht, als sie am Schlüssel gedreht hat, sondern auch die richtige Welt zum Anhalten gebracht. Ein Zustand, der so nicht bleiben kann. Außerdem sieht sie hier eine Chance, ihre Eltern zu rächen.


    Fazit: Ralf Isau war mir als Autor an sich schon gespannt und ich wusste, dass er wirklich sehr fantastische Stories schreiben kann. Ich bin dem entsprechend mit recht hohen Erwartungen an das Buch heran gegangen.

    Schon von Anfang an habe ich für dieProtagonistin eine Symphatie empfunden. Ich konnte sie verstehen und ihre Gedankengänge gut nachvollziehen. Ich glaube fast, ich hätte ganz ähnlich reagiert.

    Was aber als normal Jugend-Story begann, hat sich dann erst in ein Rätsel und später in ein riesiges Abenteuer entwickelt. Sophia landet in Mekanis, eine Welt, die der Autor wirklich sehr gut durchdacht und aufgebaut hat. Ich hatte wirklich sehr interessante Bilder in meinem Kopfkino, als ich das alles gelesen habe.

    Die Story, die Theo erzählt, hat dann noch einmal so eine Geschichte in der Geschichte gegeben. Eine gewaltige Göttergeschichte über die Entstehung und die Geheimnisse des kleinen Uhrwerkes, welches an dieser Stelle schon die Ursache allen Übels war.


    Ich hatte bei der Lektüre ein richtig farbenfrohes, bzw. technisches Kino vor meinem geistigen Auge. Ich habe diesen komischen Mann vor mir gesehen, mit seinen leuchtenden Augen. – Die hätten mir persönlich auch Angst gemacht. Auch ohne dieses ganze Hintergrundwissen.

    Alles hat sich gut und flüssig lesen lassen. Wobei ich sagen muss, dass ich bei dieser Geschichte in der Geschichte eine Weile gebraucht habe, bis ich begriffen habe, warum der Autor das eingebaut hat. Aber das hat nicht wirklich lang gedauert und es hat sich mir ein wirklich fantasiereiches Gesamtbild ergeben.

    Vom Verständnis her hatte ich stellenweise gut zu tun, dass ich hinterher gekommen bin. Besonders dann, als ich beim Lesen abspannt oder müde war. Die Lektüre hat schon ein gewisses Maß an Konzentration erfordert. Zumal auch viel aus der Götterwelt eingeflossen ist, mit der ich nun so gar nicht vertraut bin. – Aber wenn man sich auf alles eingelassen hat, war die Lektüre wirklich die pure Fantasy und eine sehr gelungene Mischung aus fast realer Geschichte und Fantasie.


    Ralf Isau hat es drauf, den könnt ihr euch ruhig mal antun und macht damit absolut keinen Fehler. – Ich war, einmal mehr, richtig gefesselt und bin einfach nur erstaunt und frage mich, wo der Autor diese fantastischen Storys nur her holt.

  7. Cover des Buches Medea (ISBN: 9783518189108)
    Christa Wolf

    Medea

     (137)
    Aktuelle Rezension von: Avalee

    "Die Medea der griechischen Tragödie, die Barbarin, Giftmischerin, die rachsüchtige Mörderin." Das bescheibt den eigentlichen Mythos der "Medea". Man könnte noch "Kindsmörderin" und "Verräterin" hinzufügen, die aus überschwänglicher und plötzlicher Liebe zu Jason handelt und dann bitter enttäuscht wird, ohne sich dabei das "Wilde" nehmen zu lassen. Eben eine dominante Frau, die es nicht unbedingt einfach hat. Aber, wie schon erwähnt, ist das der eigentliche Mythos.

     

    "Medea. Stimmen" erzählt die Geschichte etwas anders. Denn Christa Wolf schreibt nicht direkt den Mythos, sondern versucht darzustellen, wie sich der Mythos entwickelt haben könnte.

    Zum Titel selbst lässt sich sagen, dass "Medea." wohl der Teil ist, dem jedem zeigt, dass es um den Mythos geht. "Stimmen" wurde hinzugefügt, weil die Geschichte von 6 Stimmen erzählt wird. Nämlich aus den Sichten von

    • Medea: Kolcherin. Tochter des Königs Aietes und der Idya. Schwester der Chalkiope und des Absyrtos
    • Jason: Argonaut, Schiffsführer der "Argo"
    • Agameda: Kolcherin. Vormals Medeas Schülerin
    • Akamas: Korinther. Erster Astronom des Königs Kreon
    • Leukon: Korinther. Zweiter Astronom des Königs Kreon
    • Glauke: Korintherin. Tochter des Königs Kreon und der Merope

    Zum Inhalt: Auch in dieser Fassung von "Medea" ist Medea mit Jason verheiratet und hat zwei Kinder. Mit ihrer Entdeckung der Knöchelchen der Tochter (Iphinoe) des Königs (Kreon) von Korinth in einem geheimen Raum des Schlosses und die damit zusammenhängende Geschichte, beginnen diejenigen, die davon wissen, sich gegen sie zu stellen. Denn der schon Jahre zurückliegende Mord der Königstocher wird in Korinth vertuscht. Hier heißt es, sie wäre über Nacht mit einem ansehnlichen Mann durchgebrannt und würde nun andernorts ein glückliches Leben führen. In Wirklichkeit wurde das Mädchen aber geopfert, um die Machtstellung des Königs zu sichern. Dabei war Medea doch extra mit Jason aus ihrer Heimat Kolchis geflohen, weil dort ihr jüngerer Bruder geopfert worden war, um die Stellung ihres Vaters zu sichern und sie mit diesem Umstand und ihren Schuldgefühlen nicht mehr dort leben konnte. Nun, da sie hier in Korinth eine ganz ähnliche (wenn auch geheime) Story in Erfahrung bringt, beginnt ihr Unglück. Dass sie eine sehr selbstbewusste Frau ist, kann ihr dabei auch nicht helfen - außer es besser zu ertragen. Sie wird dem Schloss verwiesen, Gerüchte um den Mord an ihrem eigenen Bruder machen die Runde und sie wird zum Sündenbock für alle schlimmen Ereignisse. Nur ein Gutes findet sich kurzfristig: Sie verliebt sich in einen Künstler.

    Meiner Meinung nach ist dieser Roman eine gelungene Vorgeschichte des Mythos "Medea". Da ich auch die Fassungen des Mythos von Euripides und Grillparzer gelesen habe, ebenso wie eine etwas eigenwilligere Variante von Dea Loher, hatte ich bereits den Grundmythos im Kopf und wusste, was geschehen müsste. Mir hat sehr gefallen, dass diese Version ganz anders erzählt wird und doch in gewisser Weise am Mythos festhält. Hier wird deutlich, wie sehr die Historie durch Hörensagen und Weiterreichen verfälscht werden kann. Beispielsweise ist Medea in "Medea. Stimmen" einfach bewandert, was Heilmittel betrifft und schafft es, viele Leute erfolgreich zu behandeln. Da Medea aber der Sündenbock für alles wird, wird diese eigentlich gute Tatsache für die Korinther natürlich schlecht gemacht und sie wird (auch wegen eines weiteren gerüchtegeschwängerten Vorfalls gegen Ende) zur "Giftmischerin".
    Mir persönlich gefällt zudem die Form eines Romans auch besser als die eines Dramas. Natürlich hat das nichts mit der Geschichte an sich zu tun, denn Dramen können schließlich auch sehr gut sein - aber dennoch ist das ebenfalls ein Pluspunkt für mich.

    Von den mir bekannten für mich persönlich die beste "Medea"-Fassung.

  8. Cover des Buches Todestrank (ISBN: 9783453270701)
    A. J. Kazinski

    Todestrank

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Iris_Hell

    Nach Die Auserwählten und Der Schlaf und der Tod habe ich hohe Erwartungen an den dritten Band gestellt - und wurde nicht enttäuscht.

    Wer die ersten Teile kennt, weiß, dass der Wandel zwischen den Welten, zwischen Leben und Tod und über den Tod hinaus in den Romanen der beiden Autoren eine zentrale Rolle spielt. So auch hier.

    Doch selbst überzeugte Agnostiker können sich auf die durch und durch spannende Geschichte, die hauptsächlich in einem dänischen Hochsicherheitsgefängnis spielt, einlassen. Denn unabhängig davon, ob der Leser an Wiedergeburt glaubt oder nicht , wird er auf eine spannende, packende und berührende Reise mitgenommen, die ab der ersten Seite fesselt. Da ich die Gegend, in der die Geschichte vorrangig spielt, gut kenne, vermittelte die Lektüre eine besondere Authentizität. Dennoch war ich beruhigt, dass das Hochsicherheitsgefängis reine Fiktion ist.

    Sehr schade, dass nach Band drei Schluss für das skandinavische Autorenduo sein soll.

  9. Cover des Buches Ramses: Der Sohn des Lichts (ISBN: 9783644209817)
    Christian Jacq

    Ramses: Der Sohn des Lichts

     (178)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Ramses II., auch Ramses der Große genannt, war der dritte altägyptische König aus der 19. Dynastie des Neuen Reichs. Er regierte rund 66 Jahre von 1279 bis 1213 v. Chr. und ist damit eines der am längsten amtierenden Staatsoberhäupter der Welt. Er gilt als einer der bedeutendsten Herrscher des Alten Ägypten.

    Der Autor Christian Jacq, 1947 bei Paris geboren, promovierte in Ägyptologie an der Sorbonne. Er veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Aufsätze und wurde von der Académie franҫaise ausgezeichnet. Im Zuge seiner Forschungen gründete er das Institut Ramsès, das sich insbesondere der Erhaltung gefährdeter Baudenkmäler der Antike widmet. Neben Beiträgen zur Fachliteratur schrieb er mehrere Romane.

    Im vorliegenden Buch erzählt er sehr unterhaltsam von Ramses Jugendjahren. Als Vater Sethos begann, ihn auf das Amt des Pharao vorzubereiten, war Ramses 13 Jahre alt. Obwohl dem Herrscher eines großen Reiches wenig Zeit für seinen Sohn blieb, nahm er ihn immer wieder auf Reisen mit und testete ihn mit diversen Herausforderungen. Ganz zum Ärger des älteren Sohnes Chenar, der davon überzeugt war, zum künftigen Pharao geboren zu sein.

    Ich hatte das Glück, dieses Buch in der richtigen Umgebung zur Hand zu nehmen: unter ägyptischer Sonne und von Kulturdenkmälern umgeben. So machte es noch mehr Freude, in die Geschichte des Landes einzutauchen, den Machtkämpfen und Intrigen zu folgen und Ramses Ausbildung hautnah nachzuvollziehen. Das Thema konnte mich fesseln und ließ mich immer wieder auf der im Buch enthaltenen Karte die einzelnen Stationen nachschlagen. Angenehmer kann man ein Land kaum näher kennenlernen!

    Die Neugier auf weitere Bände aus dieser fünfteiligen Reihe ist durch dieses Buch, das mit Ramses 23. Lebensjahr und dem Tod des Vaters endet, auf jeden Fall geweckt. Der Roman hat meine Erwartungen nach einer kurzen Eingewöhnungszeit weit übertroffen!

  10. Cover des Buches Der Blackthorn-Code - Das Vermächtnis des Alchemisten (ISBN: 9783423717854)
    Kevin Sands

    Der Blackthorn-Code - Das Vermächtnis des Alchemisten

     (156)
    Aktuelle Rezension von: DottiRappel

    Das Buch ist meiner Meinung nach wirklich spannend geschrieben. Ich finde es sehr toll, dass das Buch in einer anderen Zeit spielt, die man dich das Buch besser kennenlernen kann.

  11. Cover des Buches Die Prophetin von Luxor (ISBN: 9783442355112)
    Suzanne Frank

    Die Prophetin von Luxor

     (185)
    Aktuelle Rezension von: Edithleserin
    Das erste Drittel liest sich spannend und flüssig, danach gab es auchlangatmige Durststrecken. Insgesamt sehr gute 4 Sterne für diesen Zeitreiseroman.
  12. Cover des Buches Nofretete und Echnaton (ISBN: 9783499607585)
    Christian Jacq

    Nofretete und Echnaton

     (4)
    Aktuelle Rezension von: ElisabethBulitta

    Christian Jacqs Sachbuch „Nofretete und Echnaton. Ein Herrscherpaar im Glanz der Sonne“ ist 1996 als Rowohlt-Taschenbuch erschienen und umfasst 270 Seiten.

    Anhand diverser wissenschaftlicher Quellen zeichnet der Autor, ein promovierter Ägyptologe, das Leben sowie Wirken dieses wohl bekanntesten Pharaonenpaars des antiken Ägyptens nach, durchleuchtet Entstehung und Untergang des von ihm geschaffenen Sonnenkults und analysiert dessen Einfluss auf das Entstehen des Monotheismus.

    Gegliedert ist das Buch in eine Einführung in die Forschung Echnatons, gefolgt von seinem Werdegang und seiner Zeit als Herrscher gemeinsam mit seiner Frau Nofretete über das Ägypten des 14. vorchristlichen Jahrhunderts, dem Niedergang des Atonkultes und dem Einfluss, den man ihm heute in Bezug auf die Entwicklung des Judentums als erste monotheistische Religion nachsagt. Im Anhang befinden sich, wie es in (populär)wissenschaftlichen Büchern sein sollte, eine Liste mit den wichtigsten Orten, eine Zeittafel sowie eine Bibliographie. In der Mitte des Buches illustrieren  Abbildungen archäologischer Funde das Gesamtbild.

    Die in diesem Buch vorliegende Darstellung dieses Herrscherpaares unterscheidet sich bei weitem von dem, welchem man ansonsten so oft in den Medien begegnet. Oft wird Echnaton als Ketzer dargestellt, der die gesamte ägyptische Religion revolutionieren, sich selbst zusammen mit Nofretete mit der neuen Hauptstadt Achetaton ein Denkmal setzen wollte und schließlich kläglich scheiterte, sodass er aus der altägyptischen Geschichte getilgt wurde.

    Anhand von Quellen, anderen Forschungsergebnissen und einer logischen, nachvollziehbaren Argumentation all dieser Informationen zeichnet Jacq ein völlig anderes Bild, nämlich das Bild eines Herrschers, der durchaus in der altägyptischen Tradition stand, der lediglich einen Sonnenkult weiterentwickelte, die alte Götterwelt jedoch weiterbestehen ließ und schließlich seine Untertanen an seiner Seite wusste, was für einen Pharao als Gottgleichen auch gar nicht anders möglich war. Nach einigen Schicksalsschlägen und ungünstigen politischen Entscheidungen begann dann sein Untergang, der sich allerdings über viele Jahre dahinzog.

    Ferner werden in diesem Werk das Leben im alten Ägypten sowie die kultischen Handlungen sehr plastisch dargestellt, ohne dass der Leser das Gefühl hat, in Phantasien zu schwelgen, da doch alles realistisch scheint. Auch seine familiären Verhältnisse und, vor allem, seine Beziehung zu Nofretete wird durchleuchtete. Dem Leser bietet sich so am Ende ein rundes Bild einer faszinierenden Epoche der Weltgeschichte, fernab von Mythen, Märchen oder Sensationsgier.

    Ich selber bin keine Historikerin und verfüge bezüglich des alten Ägyptens eher über Allgemeinwissen, kann und will entsprechend nicht beurteilen, wie nah Jacq mit seiner Darstellung der historischen Wahrheit gekommen ist – wenn dieses anhand der Quellenlage, dem früheren Umgang der Menschen mit Geschichte und dem zeitlichen Abstand überhaupt noch möglich ist. Dennoch hat mir dieses Buch wunderbare, beeindruckende Einblicke in die ägyptische Geschichte beschert und mir viele Denkanreize gegeben. Menschen, die sich über die ägyptische Geschichte informieren möchten, ohne populären oder vorschnellen (Vor-)Urteilen zum Opfer zu fallen, kann ich dieses Buch nur empfehlen.

  13. Cover des Buches Die Königin der Verdammten (ISBN: 9783442469239)
    Anne Rice

    Die Königin der Verdammten

     (382)
    Aktuelle Rezension von: lazaruspi

    Dieses Buch bietet wieder alles, was wir an Anne Rice so lieben: überschäumende Fabulierfreude, angedeutete Erotik und untote Intrigen! 

    Tatsächlich gibt es auch seit Band 1, Interview mit einem Vampir, einen durchgehenden Spannungsbogen, der hier sein fulminantes Finale findet. Deshalb wirken diese drei Bände auf mich wie eine Trilogie, nicht wie der Beginn eines Zyklus.

    Hier enden quasi die großen Kinofilme*, und zwar mit einem Showdown à la Hollywood. Danach, mit dem nächsten Band, beginnt sozusagen die Fernsehserie. Auch nicht schlecht, aber kein Erweckungserlebnis mehr. Häufig dieselben Geschichten, nur aus anderer Perspektive. 

    Bis hierher jedoch sind Rices Vampirgeschichten ganz großes Kino. 



    *Ich spreche im übertragenen Sinn. Der tatsächliche Kinofilm zu diesem Buch ist leider grottenschlecht und bietet außer einer aufregenden Aaliyah als Hingucker keinerlei Reize.

  14. Cover des Buches Metamorphosen (ISBN: 9783150205181)
    Ovid

    Metamorphosen

     (76)
    Aktuelle Rezension von: Lena205
    In diesem Buch wurden die Metamorphosen so ins deutsche übersetzt, dass sie für den heutigen Leser gut verständlich sind. Es handelt sich hierbei um kurze Geschichten zum Thema Verwandlung, in denen am Anfang die Götter, später Menschen die Hauptrollen sind. Dabei sind die Geschichten normalerweise nicht voneinander getrennt, sondern gehen fliessend ineinander über. Die Übersetzer haben allerdings versucht, die Bücher der Metamorphosen in kleinere Sinnabschnitte zu unterteilen, um das Lesen angenehmer zu machen.

    Insgesamt haben mir die Geschichten gut gefallen, da sie -obwohl sie sich sehr ähneln- immer anders erzählt werden(mal sehr ausfürlich, andere werden nur kurz angeschnitten. Leider kommen im Buch sehr viele Namen vor, sodass man sich unmöglich alle merken kann. Auch ist es teilweise sehr irritierend, dass in den Geschichten Menschen ebenfalls Geschichten erzählen. Wenn das Erzählte zu Ende ist, weiß man manchmal gar nicht mehr, wer es zu welchem Anlass erzählt hat. Einmal kam es sogar vor, dass in einer Erzählung einer Figur eine andere Figur etwas erzählt hat! Die Übersetzung die ich gelesen habe, war für den Leser angepasst, sodass er es gut verstehen konnte. Gut hat mir außerdem gefallen, dass sehr bekannte und auch weniger bekannt Geschichten erzählt werden.

    Insgesamt also ein Buch, dass sich zu lesen lohnt, wenn man sich für die römische Mythologie interessiert!
  15. Cover des Buches Immortalis (ISBN: 9783499244759)
    Raymond Khoury

    Immortalis

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Hypochrisy
    Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod (1. Korinther 15,26) Neapel, 1750. Der Marquis de Montferrat ist auf der Flucht: Seine Verfolger wollen das Buch in ihren Besitz bringen, dessen Einband eine Schlange ziert. Es stiftet Tod und Verderben, und doch birgt es das Geheimnis des Lebens. Als der Marquis entkommt, bleibt sein Schatz für Jahrhunderte verschollen. 2006 taucht ein rätselhafter Kodex in Beirut auf, der Geheimdienste weltweit in Alarm versetzt. CIA-Agent Corben und die junge Genforscherin Mia setzen alles daran, den anderen zuvorzukommen. Sie wissen, dass dieses Buch die Macht hat, die Welt für immer zu verändern. Vor allem in den falschen Händen … Mit einer Textprobe aus Raymond Khourys neuestem Roman „Menetekel“, der im Winter 2009 erscheinen wird.
  16. Cover des Buches Der Name der Rose (ISBN: 9783446270749)
    Umberto Eco

    Der Name der Rose

     (1.591)
    Aktuelle Rezension von: saphira13

    Ich persönlich liebe es ja wenn sich verschiedene Genres in einem Buch treffen. Hier waren es der Krimi, der Historische Roman und noch einige weitere.

    Es geht um eine Abtei, irgendwo in den italienischen Bergen, in der eine Reihe von Mordfällen passieren. Und der ehemalige Inquisitor William ermittelt mit seinem Novizen Adson - sieben Tage im November 1327.

    Diese Abtei mit ihren Intrigen und Geheimnissen fühlte sich sehr kalt an, das gab eine wundervoll unheimliche Stimmung. So war Alles sehr fesselnd rund um die Aufdeckung der dunklen Geheimnisse, die der geniale William betreibt.

    Unüblicherweise wird alles in der Ich-Perspektive von Adson erzählt. Das fand ich angenehm ungewohnt, allerdings muss ich sagen das Adson nicht viel zur Handlung beiträgt. Das geht so weit, dass ich mich bessern an William als an Adson erinnern kann. Gestört hat es mich aber nicht.

    Spannend fand ich die vielen philosophischen Gespräche über Glauben oder das Lachen. „Der Name der Rose“, handelt viel über die Macht des Wissens. Das passt auch zu der Zeit in welcher der Roman spielt: Lange war die Kirche die einzige Quelle der Wissenschaft – sie hütet sie – doch nun streben Städte auf und neue Wissenschaften bringen Weltbilder ins Wanken. Umberto Eco gibt hier so viele Denkanstöße und Thesen mit, dass man darüber lange diskutieren könnte. Denn diese Themen sind auch heute noch brandaktuell!

    Mir fällt es ziemlich schwer einige Dinge des Buchs zu interpretieren, ich gestehe: Bei 5-seitigen Abschnitten in denen es um zeitgenössische Bewegung der Glaubensrichtungen im Christentum geht oder detailreiche Schilderung von Bildern, steige ich aus. (Übrigens sind die Sätze in dem Buch mindestens so lang wie der letzte.) Das war mir viel zu trocken und zu langatmig.

    Der altertümliche Erzählungsstil, komplizierte Worte und Lateinische Sätze erschwerten meinen Lesefluss extrem. Ich bin da lieber Fan von einfacher Sprache.

    Trotzdem hatte ich das Gefühl etwas interessantes gelesen zu haben, nur dass ich zu blöd bin. Deprimierend – da bräuchte man, glaube ich, mehr Background von dem 14. Jahrhundert. Ein Buch das ich definitiv noch einmal lesen muss.

  17. Cover des Buches Bei null bist du tot (ISBN: 9783548281001)
    Iris Johansen

    Bei null bist du tot

     (51)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010
    Wir tauchen ein in eine Welt vor 2000 Jahren und landen in Italien. Jane wird erneut gejagt und jemand scheint es nur auf ihr Gesicht abgesehen zu haben. Wem ist sie so ähnlich, dass es sich lohnt, die Tochter von Eve Duncan zu entführen? Die Fährte führt Jane und Eve nach Rom in die Katakomben und so langsam ergibt eine sehr alte Geschichte einen Sinn.

    Spannung, gewohnt lehrreich und ja, auch natürlich mit ein klein wenig Gefühl!
  18. Cover des Buches Satiren (ISBN: 9783150085981)
    Juvenal

    Satiren

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Admiral
    Decimus Iunius Iuvenal, der etwa von 60 bis 120 lebte, hat Satiren geschrieben, die von jeweils unterschiedlicher Betrachtungsstandpunkt aus die römische Gesellschaft kritisieren und parodieren.

    In seiner ersten Satire kündigt er an, dass es schwer keine Satire zu schreiben und die Motivation dahinter sei seine indignatio, also seine Empörung über die Missstände seiner Zeit. So parodiert er eine Regierungssitzung unter dem Kaiser Domitian in seiner 4. Satire und lässt sich über Frauen und ganz besonders über lesende/gebildete Frauen (!) aus. Falls dies nun eine Dame lesen sollte, hat sie schon richtig gelesen. Denn Iuvenal findet es am schlimmsten, wenn eine FRAU Zitate bringt, Textpassagen rezitieren kann oder kluge Fragen stellen kann. Schlimmer geht es kaum ! Naja eigentlich schon, sagt Iuvenal in der gleichen Satire (die 7.): wenn sie schlauer ist als der Mann.
    Worüber Iuvenal auch nur Worte der Enpörung übrig hat sind Schwule (9. Satire) und strikte Religionsanhänger (15. Satire).

    Iuvenals Satiren empfand ich eigentlich als recht unterhaltsam und zum Nachdenken anregend. Leider sind sie halt etwas harmlos. Heftige Invektiven, sowie klare Namensnennungen fehlen in der Regel. Dafür neigt Iuvenal zu prägnanten und bemerkenswerten Sentenzen und schillernden Kurzdarstellungen. Auch erfordern seine Satiren ein umfassendes Alltagswissen zu Rom, was ihn mir echt sympathisch macht.
    Meistens war er auch gut lesbar. Nur seine letzten Satiren wurden doch etwas zu mild und philosophisch (13-16). Für details zu Iuvenal habe ich noch in den DNP reingesehen: Schmidt, in: DNP 6 (1999) Sp. 112f. s.v. Iuvenalis, D. Iunius.


    Die Ausgabe, die ich gelesen habe, war eine einsprachige vom Reclamverlag (die kleinen gelben Bücher). Der Übersetzer war Harry Schnur (Stuttgart 2007) udn zugleich auch Kommentator. Das ist noch erwähnenswert, da das Buch einen umfassenden Kommentarteil hat. Fussnoten mit ausführlichen Notizen zu einzelnen Sentenzen/Worten/Aussagen im Anhang, sowie ein Kurzeinleitung zu jeder einzelnen Satire. Oftmals war sie mir etwas zu uninhaltlich und bewertend, aber dennoch sehr hilfreich !
  19. Cover des Buches Die Priesterin der Kelten (ISBN: 9781495387265)
    Sabine Altenburg

    Die Priesterin der Kelten

     (6)
    Aktuelle Rezension von: herbalecca

    Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen und ich habe es gerne gelesen. Am Anfang fand ich es etwas schwer reinzukommen, weil mich der Story-Strang in der Neuzeit nicht so interessierte. Sobald die Geschichte in die Eisenzeit wechselte war ich aber total gefesselt und konnte es gar nicht mehr weglegen. Die Keltenzeit und das Leben der Eburonen ist wunderbar anschaulich dargestellt - das hat mir am besten gefallen. 


  20. Cover des Buches Ramses: Der Tempel der Ewigkeit (ISBN: 9783644209916)
    Christian Jacq

    Ramses: Der Tempel der Ewigkeit

     (111)
    Aktuelle Rezension von: j125
    Inhalt:
    Nach dem Tode Sethos soll Ramses der neue Pharao von Ägypten werden. Doch nicht jeder ist davon begeistert, schließlich ist Ramses gerade erst 23 Jahre alt. Sein älterer Bruder Chenar würde lieber selbst auf dem Thron sitzen, als unter seinem Bruder einen hohen Posten zu bekleiden. Er hat viele Unterstützer, denn Ramses ist jung, unerfahren und eher ein ungestümer Krieger, als ein besonnener Regent. Für Ramses gilt es viele Steine beiseite zu räumen und viele Widersachen zu entlarven, auf dem Weg Ägypten in ein neues Zeitalter zu führen.

    Meine Meinung:
    Der erste Band des Romanzyklus konnte mich positiv überraschen, sodass ich auch bald den zweiten Band lesen wollte. Besonders wegen der vielen auftretenden Personen, die ganz verschiedene Bündnisse eingehen, möchte ich nicht zu viel Zeit zwischen den Büchern verstreichen lassen.

    Der zweite Band schließt nahtlos an den ersten Band an und da ich diesen erst vor kurzem gelesen habe, fiel es mir nicht schwer wieder in die Geschichte einzutauchen. Die wichtigsten Ereignisse werden immer mal wieder erwähnt, aber da es sich hier um eine Biografie handelt, ist die Struktur natürlich nicht mit einer Reihe aus einem anderen Genre zu vergleichen.

    Ramses ist mir nach wie vor sehr sympathisch und mir gefällt es gut, dass zu Beginn einige Angaben zu seiner Person gemacht wurden. Im ersten Band war ich oft nicht sicher wie alt Ramses ist, aber hier wird klar gesagt, dass er am Anfang der Handlung 23 Jahre alt ist. Auch andere liebgewonnene Charaktere treten wieder auf, einige mehr und andere weniger. Die ein oder andere sich abzeichnende Entwicklung gefällt mir nicht so gut, aber ich kann ja am Verlauf der Geschichte (also der Realität) nichts ändern.

    Besonders positiv ist mir hier die Magie aufgefallen. Ich glaube zwar selbst nicht an die Kraft von Amuletten und dergleichen, aber die Magie und Heilkunst die hier angewandt wurde, hat mich schon fasziniert. So wird Nefertari, Ramses Frau, mit einem Fluch belegt, der gebrochen werden kann und Ramses kann mit Tieren kommunizieren.

    Gestört haben mich wieder nur Kleinigkeiten, zum Beispiel die Tatsache, dass sich die Kinder nicht altersgemäß verhalten. Klar, manche Kinder lesen früher als andere, aber ich möchte mal den vierjährigen sehen, der redet wie Kha.

    Fazit:

    Auch der zweite Band des Romanzyklus hat mir wieder sehr gut gefallen. Wer den ersten Teil mochte, wird sicher gern die Anfänge von Ramses Herrschaft lesen.
  21. Cover des Buches Augustinus (ISBN: 9783608981155)
    Robin Lane Fox

    Augustinus

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Cornelia_Ruoff

    „AUGUSTINUS“ VON ROBIN LANE FOX

    2. ZUM INHALT

    Die „Confessiones“ sind wohl das meistgelesene Werk des Kirchenvater Augustinus (354-430) sind ca. 400 n. C. erschienen. Das Werk setzt sich aus 13 Büchern zusammen. Die ersten 9 Bücher stellen somit die erste Autobiographie in der Geschichte der Literatur dar und beschäftigen sich mit der Vergangenheit. Buch 10 betrifft die memoria und die Suche nach Gott. Es ist von Augustinus aus gegenwärtigem Zeitpunkt geschrieben, denn es ist ein gerade ablaufendes Zwiegespräch mit Gott. Das 11. Buch beschäftigt sich mit der Zeit und der Zeitlichkeit. Die Bücher 12 und 13 klären Fragen der Schrift.

    Robin Lane Fox macht uns darauf aufmerksam, dass Augustinus nicht einmal, sondern mehrfach bekehrt wurde. Er war ein sinnlicher Mann und scheiterte oft am „Feuer seiner Lust“.

    Robin Lane Fox zeigt uns in ihren Gedanken zur memoria, eine „Phänomenologie des Gedächtnisses“, Gedächtnis und Gedächtnisinhalt müssen sich dem weiten Sinn von Bewusstsein- bzw. Bewusstseinsinhalt annähern. Die Transzendenz der memoria – was liegt über der memoria – wird aber dennoch in der memoria erfahren? – Gott und beatitudo. Die memoria gilt bei Augustinus als Prinzip der Einheit des Menschen: Gefühlsbewegungen, Geistestätigkeiten, seiner Erfahrungen im Ganzen.

    Feinfühlig interpretiert Lane Fox, das Zwiegespräch von Augustinus zu Gott. Er ist selbst Protagonist. Die Ich-Erzählung bestimmt einige Kapitel. Das Ich steht für den einzelnen Menschen.

    Der Autor erweckt den Menschen Augustinus anhand der Confessiones zum Leben und zeigt uns, dass die Gedanken von Augustinus über das Leben, die Manichäer, seine Bekehrung und vor allem über die memoria und die Zeit sind auch aus der heutigen Sicht heraus, noch als beachtlich anzusehen, wenn man sie als Beschreibung des menschlichen Bewusstseins sieht. Die Gedanken sind nicht nur rhetorisch eine hohe Leistung, sondern auch so anschaulich geschildert, dass selbst ein philosophischer Leie einen guten Einblick erhält.

    4/5 Punkten

    3. COVER UND ÄUSSERE ERSCHEINUNG

    „Augustinus“ von Robin Lane Fox hat 746 Seiten, einen festen Einband und ist am 14.10.2017 unter der ISBN 9783608981155 bei Klett-Cotta, im Genre Sachbücher erschienen und kostet 39 €.

    4/5 Punkten

    4. FAZIT

    Der Autor zeichnet eine Charakteristik Augustinus und schildert die Confessiones so anschaulich und einfach nachzuvollziehen. Sein Weg über die Manichäer zu Gott war kein einfacher Weg. Er war dem Leben sehr zugetan und auf Sex zu verzichten, war nur eines seiner menschlichen Probleme dabei.

    Es gefällt mir, dass es hier nicht um den Kirchenvater, sondern um einen Menschen geht, der viel reflektiert, gelesen, gelernt und recherchiert hat, um seine Bekenntnisse nieder zu schreiben und das Dilemma seines Lebens, hin hergerissen zwischen dem Leben und seiner Liebe zu Gott in ein Gleichgewicht zu bringen, um ein gottesfürchtiges Leben zu erfüllen.

    Es ist vermessen zu sagen, dass der Mensch in der Antike nichts mehr mit uns zu tun hat. Gerade in den Confessiones finden wir heute noch viel, was auf den heutigen Menschen zutrifft. Augustinus hat keinesfalls an Aktualität verloren.

    Über Augustinus gibt es viel Literatur, vor allem gibt es viel Sekundärliteratur über die Confessiones. Ich gebe nicht die volle Punktzahl, weil ich gerne die memoria oder auch die Gedanken zur Zeit, also Buch 10 und 11 intensiver beleuchtet hätte.

    @Klett-Cotta: Ich bedanke mich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

    Ich vergebe insgesamt 5/5 Punkten.

  22. Cover des Buches Die Rückkehr der Templer (ISBN: 9783746629513)
    Martina André

    Die Rückkehr der Templer

     (41)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Gero von Breydenbach und seine Templerkameraden, die aus dem Jahr 1307 in das Jahr 2005 versetzt wurden, stehen nun unter der strengen Obhut der amerikanischen Regierung, die Sie im C.A.P.U.T.-Forschungszentrum in der Eifel unter Verschluss halten. Durch den gefundenen Timeserver erfährt der NSA von einer düsteren Zukunft. In der Hoffnung eine Änderung der Zeitlinie zu erreichen, wollen die Wissenschaftler und das Militär, die beiden Frauen aus der Zukunft, die im Jahr 1148 gestrandet sind, retten. Gero und seine Templerkameraden werden mithilfe des Timeservers in die Vergangenheit geschickt, um Lyn und Rona in die Zukunft zu holen. Leider wird der Server beim Transport beschädigt, sodass man die Templer nicht ins Jahr 2005 zurückholen kann. Das bringt Hanna Schreyber, Geros Frau, auf die Idee selbst in die Vergangenheit zu reisen, um dort eine Möglichkeit zu finden die Zeitreisenden zu retten ...
    Martina Andrés neuer Roman schließt eigentlich direkt an ihr Erstwerk zum Templerorden an. Wieder mischt Sie bekannte Historie mit Ihren Fiktionen und schafft einen sehr interessanten Spagat zwischen SF- und Historienroman. Die Geschichte ist angenehm zu lesen und wie immer sind die Protagonisten vielschichtig und sympathisch.

  23. Cover des Buches Sinuhe der Ägypter (ISBN: 9783785749746)
    Mika Waltari

    Sinuhe der Ägypter

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Jazebel
    Mika Waltaris Roman "Sinuhe der Ägypter" ist etwas für Geduldige. Langsam und gemächlich zeichnet die Geschichte das Leben von Sinuhe nach, von der jüngsten Kindheit bis zum fortgeschrittenen Lebensalter und dieses Leben war bewegter als so viele andere zu seiner Zeit.


    Das Hörbuch wurde von Stefan Kaminski mit ruhiger Stimme eingesprochen, passend zum Erzähltempo. Die Geschichte bietet einige Höhepunkte, so die Wanderjahre des jungen Arztes Sinuhe, der bis nach Kreta vordringt und auch spektakuläre Schlachten sowie den Wahnsin eines Pharaos. 


    Auch wenn ich ein Fan von ungekürzten Lesungen bin, im Fal dieses Buches und Hörbuches hätte man einiges kürzen können. Die Geschichte hat zwischendrin immer wieder Längen in denen Sinuhe über sein vergangenes Leid sinniert oder er jede gemachte Erfahrung ignoriert um begangene Fehler wiederum neu zu begehen. An diesen Stellen ist die Handlung "wie Fliegengesumm in meinen Ohren" wie es in der Geschichte immer so schön heißt, wenn jemand etwas nicht mehr hören kann.


    Trotz der Längen bleibt es aber eine interessante Erzählung vor tollen Schauplätzen, die die Ausdauer mehr als wert ist.
  24. Cover des Buches Troia (ISBN: 9783805352550)
    Alexandra Villing

    Troia

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Sir_Gerry_63
    Wer hat nicht schon einmal vom Trojanischen Pferd gehört oder von Odysseus und seinen Gefährten oder von der schönen Helena, die von Paris entführt wurde und so den Trojanischen Krieg ausgelöst hat. Damals hatten auch noch die Götter ihre Hand im Spiel


    Homer hat der Nachwelt diese eposante Geschichte überliefert und unzählige künstlerishe Werke in Bild, Schrift,Ton und Film erzählen diese Geschehnisse bis heute fort.

    Doch hat Homer tatsächlich gelebt oder gehört er in das Reich der Mythen und Sagen? Existierte Troja wirklich? Gab es überhaupt Troja und diesen Krieg?

    Alle diese Fragen und Antworten und noch viel mehr könnt ihr diesem einzigartigen, gewaltigen und toll gestalteten Bildband Troia - Mythos und Wirklichkeit aus dem tollen Verlag WBG Philip von Zabern entnehmen.

    Dieser mit 300 Abbildungen reich illustrierte Bildband erzählt die Geschichte Troias im Spiegel von Literatur, Archäologie und Kunst bis heute. Auf 312 sehr informativen Seiten und vier Kapitel erfährt man einiges über die Figur Homers und seine Zeit, die Entstehungsgeschichte um die Ilias und die Odyssee und ihre zahlreichen künstlerischen Fortsetzungen, über den Mythos vom Krieg um Troja, die archäologischen Überreste sowie Geschichten, die bleiben. Troja spielt bis in unsere Gegenwart eine große Rolle in der Literatur, im Theater, im Film und vielen weiteren künstlerischen Bereichen.

    Wer sich dafür interessiert oder allgemein für Geschichte, ist bei diesem Verlag sehr gut aufgehoben. Schaut dort unbedingt mal vorbei.

    Klare Leseempfehlung.

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