Bücher mit dem Tag "altern"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "altern" gekennzeichnet haben.

277 Bücher

  1. Cover des Buches Wie man die Zeit anhält (ISBN: 9783423281676)
    Matt Haig

    Wie man die Zeit anhält

     (370)
    Aktuelle Rezension von: foxydevil

    Der Buchtitel klang interessant und da ich schon ein Buch von diesem Autor gelesen habe, war ich sehr interessiert.
    Denn wen interessiert es nicht wie man die Zeit anhält?

    Aus dem Inhalt:

    Tom sieht aus wie im besten Alter, allerdings ist er schon über 400 Jahre alt.
    Dadurch ist er sehr einsam denn die Menschen um ihn rum haben dieses Geheimnis nicht und müssen sich auch nicht damit beschäftigen das es nicht auffliegt.
    Als Tom allerdings auf Camille trifft, ändert sich alles und er beginnt die erste Regel „Du darfst Dich niemals verlieben“ infrage zu stellen.

    Meine Meinung:

    Das Cover finde ich sehr schön gestaltet und die Vorstellung vor einem so großen Ziffernblatt mit dem Blick auf London zu stehen fasziniert mich sehr.
    Und es passt zum Inhalt des Buches.
    Die Handlung beginnt in der Jugend von Tom wo er gleich eine schlimme Erfahrung machen muss.
    Man erfährt von seinem weiteren Leben und von der Suche nach einer Familienangehörigen.
    Auch enthält das Buch etwas Spannung denn ich wollte natürlich schon wissen ob die Suche erfolgreich verläuft und wie er mit seinem Dasein klar kommt und was er in den ganzen Jahrhunderten so erlebt hat.
    Leider kommt mir das etwas zu kurz, auch wenn die Beschreibungen sonst gut sind.
    Die Protagonisten sind gut beschrieben und sie polarisieren.
    Meine Fragen sind beantwortet und ich bleibe mit der Überlegung zurück das es interessant wäre die Seite von Camille als Fortsetzung zu erlesen.

    Fazit:
     In jedem Fall ist das Buch mal etwas anderes und auch wenn ich es ab und an etwas zu lang erzählt empfand, würde ich es jedem Interessierten weiterempfehlen und vergebe 4 von 5 Sternen.

     

     

     

  2. Cover des Buches Die Bibliothek der besonderen Kinder (ISBN: 9783426520277)
    Ransom Riggs

    Die Bibliothek der besonderen Kinder

     (365)
    Aktuelle Rezension von: phoenixfire8

    Jacob und Emma begeben sich auf die Suche nach ihren Freunden. Dabei müssen sie in eine sehr gefährliche Zeitschleife und machen sich, neben neuen Feinden auch neue Freunde.

    Wieder habe ich nicht erwartet, dass die Geschichte sich so entwickelt. Aber es hat ganz und gar gepasst. Die Welt von Jacob und Emma wird noch größer und komplizierter. Aber nicht so kompliziert, dass man sie nicht mehr verstehen könnte.

    Ich mag die detaillierten Beschreibungen von Ransom Riggs. Selbst diese gruselige Zeitschleife beschreibt er detailgetreu, sodass ich in meinem Kopf immer klar sehe, wo ich mich aufhalte. Auch die verzierten Seiten und die vielen Fotos muss ich wieder betonen. Sie sind wunderbar und machen diese Geschichte zu einer geheimnisvollen und mysteriösen Welt, die einen beim Aufschlagen des Buches einsaugt.


    Ich dachte eigentlich, es würde sich um eine Trilogie handeln. Aber jetzt habe ich gesehen, dass sie eine Reihe aus sechs Büchern ist. Ich bin sehr gespannt, was da noch auf mich zukommt. Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, was noch passieren könnte. Doch ich glaube, dass der Autor die Leser wieder überraschen wird ohne, dass die Reihe gestreckt wird. Ich bin echt beeindruckt, wie unvorhersehbar er schreibt!

  3. Cover des Buches Liebten wir (ISBN: 9783548285771)
    Nina Blazon

    Liebten wir

     (206)
    Aktuelle Rezension von: Frau_M_aus_M

    Moira ist Fotografin. Der Beruf ist für sie eine Berufung, die sich mit Leidenschaft und Können ausübt. Das Besondere ist, dass Mo sehr viel mehr sehen kann, als nur die fotografierten Objekte und Personen. Sie sieht die Beziehungen, die dazwischen existieren, die unbewusst bestehen oder absichtlich verborgen werden sollen. Warum tut sie das? Es ist das Thema ihres Lebens: die Geheimnisse ihrer Familie, ihrer Vergangenheit zu lüften, die Verletzungen zu finden und zu heilen. Ihr eigenes Leben ist ziemlich kompliziert. Sie hat ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Familie. Die Mutter ist tot, der Vater hat sie verlassen, die Schwester ist fremd und eiskalt. Sie wünscht sich eine warmherzige und stabile Familie. Ihren Freund Leon liebt sie sehr. Es sieht aus, als hätte er eine solche Familie. Leute, die zusammenhalten, Eltern, die ein Ruhepol sind und so weiter. Als sie zu einer Familienfeier eingeladen wird und Leons Familie kennenlernt, schlägt sie böse auf die Wahrheit auf. Das hier sind keine warmherzigen Menschen, die sie gern in ihrer Mitte aufnehmen. Der Eklat wird perfekt, als Moiras Schwester Danae uneingeladen dort erscheint und in einer unbeobachteten Situation mit Leon Sex hat. Moira will nur noch weg dort. Sie springt ins nächste Auto und will abhauen. Überraschender Weise hat Leons Großmutter Aino das gleiche Bedürfnis und schafft es, trotzdem sie nicht mehr sehr gut zu Fuß ist, ebenfalls ins Auto zu steigen und Mo dazu zu bringen, sie mitzunehmen. Es stellt sich heraus, dass die ominöse Tasche, die Oma Aino stets mit sich führt, eine schon seit langer Zeit gepackte Reisetasche ist, und sie schon sehr lange auf eine Gelegenheit zur Flucht wartet. Anfangs mögen die beiden Frauen sich nicht besonders und versuchen auch, jeder auf seine Weise, die andere nicht länger als nötig um sich zu haben. Alles fügt sich jedoch so, dass sie gemeinsam nach Finnland reisen, da Aino dort noch eine alte Rechnung offen hat. Moira begleitet sie, da sie erstmal völlig ohne Orientierung ist und einfach nur weit weit weg will.
    Die beiden Frauen halten also zusammen, sind in gewisser Weise aufeinander angewiesen. Es wird deutlich, dass sie viel verbindet. Dadurch nähern sie sich einander an, es wird eine ehrliche Freundschaft. Der größte Teil des Buches spielt in Finnland. Das macht sehr viel Spaß, die Eigenheiten der Finnen zu beleuchten. Wichtig ist auch die Auseinandersetzung mit schlimmen Ereignissen in der Geschichte Finnlands, wie Krieg und Besatzung. Da wird auch die europäische Geschichte mal aus einem anderen Blickwinkel betrachtet.
    Liebten wir“ ist ein besonderes Buch. Es ist voller Humor, voller wichtiger Botschaften, voller ruppiger Ehrlichkeit. Es geht sehr in die Tiefe. Der Spannungsbogen ist raffiniert gezogen. Der zuweilen bestehende scheinbare Stillstand, das Verharren im Augenblick, ist sehr wichtig für die Dynamik in der Geschichte, die durch diese statischen Momente überhaupt erst möglich wird. Es gibt hier jede Menge Perlen, die der Leser finden kann / muss. So wie es mit Mos Fotos ist, ist es in der ganzen Geschichte: Du kannst im Außen nur das sehen, was du selbst in dir hast.
    Am Ende wissen wir, dass man den unvollendeten Geschehnissen im Leben nicht entfliehen kann. Weder Raum noch Zeit können Abstand schaffen. Schmerzen und Verletzungen werden sogar vererbt, wie Aino sagt. Dann wird es erst richtig schwierig, weil der Betroffene den Bezug zu seinen Verletzungen schwer oder gar nicht mehr finden kann. Deshalb ist es so wichtig, sich den eigenen Katastrophen im Leben zu stellen. Erst die Auseinandersetzung mit der Realität ermöglicht es den Wunden zu heilen, sich selbst wahrzunehmen, das eigene Leben weiter zu gestalten.

  4. Cover des Buches Der alte Mann und das Meer (ISBN: 9783499267673)
    Ernest Hemingway

    Der alte Mann und das Meer

     (990)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Der alte Mann hat seine körperlichen Grenzen erfahren und eine letzte Stärke in sich empfunden. Den Weg in den Heimathafen zu finden, dessen Doppeldeutigkeit ist ihm klar. Ausgelaugt des Lebens und ausgesaugt von allen Tagen ist er weder stolzer Löwe noch größter Fisch. Er ist genau das, was er jetzt sein will. Alt und dankbar, der Tiefe des Lebens einen letzten Sinn entrissen zu haben.

  5. Cover des Buches Bäume reisen nachts (ISBN: 9783458360193)
    Aude Le Corff

    Bäume reisen nachts

     (190)
    Aktuelle Rezension von: Runenmädchen

    Inhalt:

    Es beginnt mit einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen dem achtzigjährigen pensionierten Französischlehrer Anatole und dem achtjährigen Mädchen Manon, das Anatoles Aufmerksamkeit erregte, indem sie voller Kummer tagein tagaus lesend unter einer Birke saß und mit Katzen und Ameisen sprach. Der Grund für Manons Kummer ist, dass sie und ihr Vater von Manons Mutter Anaïs verlassen wurden, ohne dass die beiden den Grund kannten, geschweige denn wussten, was aus Anaïs geworden ist. Manons Vater Pierre, ebenfalls in Kummer versunken, ist nicht mehr in der Lage, Manon Halt zu geben. Abgerundet wird das Gespann durch Manons Tante Sophie, die Manon ebensowenig erreichen kann. Nach dem ersten Hinweis über den Verbleib der Mutter, machen sich die Vier auf den Weg, um sie zu suchen und zurückzuholen.


    Meine Meinung:

    Manon und Anatole wirken bezaubernd. Es ist eine der zwischenmenschlichen Beziehungen, die voller Magie stecken. Die beiden haben sich nicht gesucht, aber gebraucht! Der Prozess, in dem Manon sich Anatole ggü. öffnet, ist wunderbar zu beobachten. Ich habe das Buch verschlungen. Es war schön, zu sehen, wie sich eine tiefe Freundschaft entwickelte und Manon dadurch Hoffnung und Positivität zurückgegeben wurden. Ebenso spannend war es, zu verfolgen, wie sich die drei Erwachsenen näher kamen und ihre Beziehungen, die es ohne Manon wahrscheinlich nicht gegeben hätte, zueinander aufgebaut haben. 

    Das Cover mag ich sehr gerne. Insbesondere, weil die Blätter leicht strukturiert sind. Leider nur auf dem Frontdeckel, nicht auf dem Rückdeckel. Aber immerhin! Ich mag diese liebevollen Details. 

    Der Schreibstil ist flüssig, die Autorin wechselt stetig zwischen direkter und indirekter Rede, was abwechslungsreich zu lesen war. Auch die Zitate literarischer Größen sind passend gewählt und keinesfalls überladen. Dadurch bekommt der Inhalt leichte Poesie, was diese zauberhafte Freundschaft abrundet. 

    Mir gefällt der Klappentext überhaupt nicht, weil es inhaltlich nicht ganz stimmt. Der Plan wird (genau genommen) nicht von Anatole und Manon geschmiedet. Was mir zudem nicht gefällt, ist das Ende. Je näher ich dem Ende kam, desto mehr bekam ich den Gedanken, enttäuscht zu werden. Dem war schlussendlich auch so. Das, was Manon und ihre Familie aushalten musste, über Monate hinweg, mit all den schlechten Gefühlen, wie Sorge, Trauer, Wut, Verzweiflung usw. kann einfach nicht so aufhören, wie es aufhörte. Das Ende war für mich nicht authentisch genug. 

    Dennoch es ist ein sehr gutes Buch, dass ich gerne weiterempfehle.


  6. Cover des Buches Das Haus der verlorenen Kinder (ISBN: 9783746632209)
    Linda Winterberg

    Das Haus der verlorenen Kinder

     (126)
    Aktuelle Rezension von: spozal89

    Von der Autorin kenne ich bereits andere Bücher und ich liebe Ihren Schreibstil. Die Bücher sind immer sehr berührend und die Schicksale der Protagonisten nehmen einen mit. Auch "Das Haus der verlorenen Kinder" hat mich wieder sehr berührt und ich mag es wie Vergangenheit und Gegenwart zusammen spielt. An sich klingt die Story sehr realistisch und ich kann mir gut vorstellen, dass es damals wirklich so war, hin und wieder war es mir aber einen Tick zu viel Kitsch und zu unglaubwürdig - vor allem der Schluss der Geschichte.
    Alles in allem hatte ich aber schöne Lesestunden und ich werde sicher noch mehr von der Autorin lesen.

  7. Cover des Buches Biss zum Abendrot (ISBN: 9783551316622)
    Stephenie Meyer

    Biss zum Abendrot

     (7.014)
    Aktuelle Rezension von: Sabrysbluntbooks

    Band 3 um Bella und Edward.

    Es hat wieder Spass gemacht und war obwohl ich die Geschichte kannte Spannend und unterhaltsam... Der Schreibstil ist sehr fliessend und das Buch lässt sich gut lesen. Bella war mir stellenweise etwas anstrengend mit ihrer Art, dafür fand ich alle Charakter um sie deutlich besser und interessanter...

    Ich werde Band 4 noch anhängen, da mir der reread richtig Spass macht...

  8. Cover des Buches Unterwerfung (ISBN: 9783832163594)
    Michel Houellebecq

    Unterwerfung

     (289)
    Aktuelle Rezension von: schlumpitschi_liebt_buecher

    In Frankreich werden die extremistischen Parteien immer stärker, als im Jahr 2022 die Muslimische Partei gewinnt kommt das Gleichgewicht im Land zum Schwanken.
    Der Professor François hat mit dieser Veränderung zum kämpfen.

    Das Buch hat mich leider überhaupt nicht überzeugen können.
    Mir war der Protagonist und Erzähler total unsympathisch und ich habe ihn und seine Gedanken überhaupt nicht nachvollziehen können, außerdem hat mich die Handlung auch überhaupt nicht überzeugt.

    Das Buch ist leider keine Empfehlung von mir.

  9. Cover des Buches Drei Wünsche hast du frei (ISBN: 9783426507339)
    Jackson Pearce

    Drei Wünsche hast du frei

     (621)
    Aktuelle Rezension von: june_london

    Inhalt: Viola versinkt in Selbstzweifeln, als sich ihr Freund von ihr trennt und ihre Welt damit aus den Fugen gerät. Durch ihre starken Gefühle beschwört sie ungewollt einen Dschinn herauf. Er muss ihr drei Wünsche erfüllen, vorher kann er nicht in seine Heimat zurück kehren. Doch plötzlich packt Viola der Ehrgeiz. Sie will ihr Leben wieder in den Griff bekommen - und zwar ganz ohne Magie!

    Eindruck: Ein Mädchen bekommt Besuch von einem Dschinn und hat drei Wünsche frei. Und was tut sie? Sie lässt ihn einfach stehen und versucht auf eigene Faust ihr Glück zu finden. Sehr zum Leidwesen des Dschinns. Dieser Ansatz hat mich zunächst überrascht und dann total begeistert. Außerdem sorgt er für viele lustige Situationen in denen Viola ihren Kopf durchsetzt und der Dschinn alles versucht, um endlich wieder nach Hause zu können.

    Die Charaktere: Viola ist einerseits unsicher und mit ihrer aktuellen Situation unzufrieden, andererseits ist es mutig von ihr, auf die Hilfe des Dschinns zu verzichten und selbst aktiv zu werden. Mit der Zeit erkennt sie was wirklich im Leben zählt. Der Dschinn macht eigentlich die größte Entwicklung von allen durch. Anfangs ist er egoistisch und verbittert. Doch mit der Zeit wird er offener und erkennt die Vorteile seiner Situation.

    Natürlich geht es auch um eine Liebesgeschichte. Doch diese entwickelt sich erst mit der Zeit und erlebt Höhen und Tiefen, was sie sehr realistisch wirken lässt. Ich mag realistische Liebesgeschichten bei denen sich die Protagonisten nicht bloß einmal tief in die Augen schauen und dann voller Leidenschaft übereinander herfallen, sondern sich ihre Beziehung langsam entwickelt und verändert. Das Ende de Geschichte hat mich nochmal überrascht. Ich kann leider nicht verraten Warum. ;)

    Eine sehr unterhaltsame, romantische Geschichte, die zum Träumen einlädt. Unbedingt lesen!

  10. Cover des Buches Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry (ISBN: 9783596033744)
    Rachel Joyce

    Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

     (1.347)
    Aktuelle Rezension von: mabo63


    Harold, pesionierter Kauz unfähig das Leben zu geniessen in den restlichen Jahren die Ihm bleiben erhält einen Brief. Eine frühere Arbeitskollegin schreibt sie habe Krebs und müsse bald sterben. Schokiert darüber schreibt er zurück. : "Das tut mir leid, alles Gute Harold"


    Auf dem Weg zum Briefkasten realisiert er dass er das mit geschriebenen Worten so nicht beantworten kann und macht sich auf den Weg zu Ihr. 1000 Kilometer zu Fuss vom Süden Englands bis nach Schottland. Ohne jegliche Ausrüstung. ..

    Seine Frau weiss noch nichts davon.


    In der Ehe haben sie sich auseinandergelebt, sie ständig mit putzen beschäftigt, oder dann schreibt sie Briefe an ihren verstorbenen Sohn. Er schafft es gerade noch den Rasen zu mähen und die Zeitung aus dem Briefkasten zu holen.

    Ständig wirft sie ihm vor er habe David seinen Sohn nie geliebt, habe Ihn nicht gerettet als er einmal fast ertrunken wäre.


    Auf dem langen Weg beschäftigen Ihn In Rückblenden sein Verhältnis zu seinem verstorben Sohn, seine schwieige Kindheit, auch wird das Verhältnis zwischen seiner Frau Maureen und Ihm thematisiert.


    Es schliessen sich ihm mit der Zeit einige Personen an die ihn begleiten, die teilhaben wollen an dieser Reise, mittlerweilen wie Harold in den Medien so was wie ein Held unserer Zeit gefeiert.


    Hier hätte ich es gerne gesehen wenn die Autorin etwas mehr aus diesen Begegnungen gemacht hätte. Zu langatmig und unglaubwürdig waren für mich auch die Beschreibungen wie Harold zb. auf den Hauptstrassen läuft (Wer macht so was??) Dazu ohne jegliche Ausrüstung?

    Das fand ich doch sehr befremdlich.

    Auch sind Ihm alle stets gut gesinnt auf dieser Reise obwohl er wohl wie ein Penner daherkommt.

  11. Cover des Buches Die souveräne Leserin (ISBN: 9783803112545)
    Alan Bennett

    Die souveräne Leserin

     (525)
    Aktuelle Rezension von: Leseratte_09

    In der Novelle des englischen Schriftstellers Alan Bennett erliegt die Queen dem Charme der schöngeistigen Literatur. Gespickt mit britischem Humor geht der Autor der Frage nach, ob Bücher einen Menschen verändern, auch wenn es sich beim Leser um die Queen von England handelt. Die Hunde der Monarchin bringen sie zum Bücherbus, der im Hof des Schlosses geparkt hat. Im Grunde aus reiner Höflichkeit leiht sie sich ein Buch aus, welches ihr noch ein bisschen trocken erscheint. Doch schon das nächste Buch öffnet ihr die Türen in eine Welt des Lesens und der Liebe zur Literatur. Bald will sie nur noch Lesen, egal wann, egal wo, denn „Bücher sind kein Zeitvertreib. Sie handeln von anderen Leben. Anderen Welten.“ Die Queen als Leserin verändert sich, emanzipiert sich fast von den starren Konventionen. „Der Reiz des Lesens lag in seiner Indifferenz. Literatur hatte etwas Erhabenes. Büchern war es egal, wer sie las (…). Vor ihnen waren alle Leser gleich.“

    Mit „Die souveräne Leserin“ hat Bennett ein Werk über die Macht der Literatur geschaffen, welches im Grunde eine einzige Liebeserklärung an das Lesen darstellt. Es ist wunderschön zu lesen, brachte mich zum Schmunzeln und Nachdenken. Ich habe die literarische Begegnung mit der Queen und den typisch britischen Humor sehr genossen. So kann ich „die souveräne Leserin“ sehr empfehlen.

  12. Cover des Buches Das bisschen Hüfte, meine Güte (ISBN: 9783499270444)
    Renate Bergmann

    Das bisschen Hüfte, meine Güte

     (102)
    Aktuelle Rezension von: seschat

    Ich habe schon einige Bücher von Online-Omi Renate Bergmann (82) gelesen, aber dieses war eindeutig eines der besten. Was habe ich gelacht. Sieht man einmal von den eher semi-interessanten ersten 50 Seiten ab, welche von der Hochzeit ihres Neffens Stefan handeln, so sind die Bergmann'schen Reha-Erlebnisse in Wandlitz allemal eine Lektüre wert. Da ich selbst wie Frau Bergmann eine sechswöchige Reha absolviert habe, kann ich ihre Erlebnisse und Einschätzungen sehr gut nachvollziehen. Vieles habe ich so erlebt, wie die rüstige Autorin es in ihrem nassforschen wie ungeschönten Stil schildert. 

    Nachdem sie sich beim Brautstraßfangen die Hüfte gebrochen hat, geht's auf Kur bzw. in die Reha. Hier begegnet sie nicht nur einem charmanten Kurschatten, sondern nimmt auch eifrig an Kursen (Aquafitness, Koordinationsgruppe) und Freizeitveranstaltungen (Chorgesang, Patiententanz) teil. Vom Diät-Essen und der Zimmer-Hygiene in der Rehaklinik auf dem  Gelände der einstigen "DDR-Bonzen" ist sie weniger angetan. Der nahezu tägliche Besuch von Freunden und Verwandten kann auch anstrengend sein. Doch als 4-fache Witwe und Trümmerfrau ist sie mit allen Wassern gewaschen. Ihre Schreibweise von Fremdwörtern (Phüsietherapie, Fittaminen, Smufie, Mongscherie), ihre Affinität fürs Digitale und ihre altersweisen Lebensratschläge sind in jedem ihrer Bücher der Knaller. Beim Lesen kommt man gar nicht auf die Idee, dass hinter Renate Bergmann eigentlich der Schriftsteller Torsten Rohde (*1974) steckt, weil die Geschichte einfach derart glaubhaft erzählt wird. 

    Wer mal wieder aus vollem Halse lachen möchte und nach kurzweiliger Unterhaltung sucht, dem lege ich dieses Buch guten Gewissens ans (Leser-)Herz. 

  13. Cover des Buches Der Vorleser (ISBN: 9783257261349)
    Bernhard Schlink

    Der Vorleser

     (5.708)
    Aktuelle Rezension von: Katharina_Klose

    Das Buch hat mich so gefesselt, dass ich es in einem Rutsch durchgelesen habe. Es hat mich einfach nicht mehr losgelassen und mich an den Inhalt gebunden. 

    Die Geschichte ist wunderschön geschrieben, der Schreibstil führt leicht durch den Inhalt hindurch und packt einen in den überraschendsten Momenten. Die beiden Protagonisten sind tiefgründig charakterisiert und überraschen einen immer wieder aufs Neue. 

    Generell ist es ein Buch, das man gut zwischendurch lesen kann, da es relativ kurze Kapitel hat und man auch sofort wieder in der Geschichte drin ist. 

    Die Gesellschaftskritik, die in dem Buch geübt wird, ist wichtig und wird trotzdem ohne den mahnenden Zeigefinger herübergebracht. So wird das Buch angenehmer beim Lesen, auch wenn es um wichtige Themen geht. 

  14. Cover des Buches Zwei an einem Tag (ISBN: 9783036959375)
    David Nicholls

    Zwei an einem Tag

     (3.677)
    Aktuelle Rezension von: flower2

    Ich liebe des Buch. Zuerst dachte ich es reicht, wenn man den Film anschaut.

    Aber tatsächlich gibt es einen extra Charm zum lesen.

    Dexter und Emma harmonisieren sich perfekt gegenseitig und gibt dem ganzen eine besondere Note.

    Beide lernen sich auf der Abschlussfeier nach dem College kennen. Verbringen die Nacht miteinander und reden nur, somit ensteht eine wunderbare Freundschaft zwischen den beiden.

    Die Handlung läuft auch im wirklichen Leben statt. Man findet die Liebe des Lebens und bleibt jahrelang befreundet und am Ende ist man doch zu alt für Kinder kriegen.

    Man kan als Leser lernen, dass die Zeit kostbar ist, wenn man sich gut mit dem anderen versteht. Darum sage ich nur, nutze den Mut & sprich es aus. Was kann da schin schiefgehen? Nicht viel. Das Schweigen macht alles komplizierter.

    Ich kann es nur empfehlen selber zu lesen.

    Die letzten Abschnitte, bei dem Brief von Ian, habe ich seitdem  nur noch geheult.

  15. Cover des Buches Zusammen ist man weniger allein (ISBN: 9783570197134)
    Anna Gavalda

    Zusammen ist man weniger allein

     (3.321)
    Aktuelle Rezension von: Zahn-Fee

    Ein interessantes Buch mit besonderen Protagonisten, welche sich im Zusammenleben mit all ihren verschiedenen Charakteren und  Eigenarten doch irgendwie ergänzen. Herzerwärmend, wie diese Menschen schliesslich den Weg aus ihrer Einsamkeit finden. Ausserdem eine Hommage an Paris, diese Stadt kann ich mir nun recht gut vorstellen, obwohl ich noch nie dort war. Eine schöne Lektüre, ich habe mich keine Sekunde gelangweilt.


  16. Cover des Buches Bridget Jones - Verrückt nach ihm (ISBN: 9783442482672)
    Helen Fielding

    Bridget Jones - Verrückt nach ihm

     (202)
    Aktuelle Rezension von: catly

    Meine Meinung
    Ich kenne bereits die vorherigen Bände der Serie, sowie die Filme. Dementsprechend hoch waren auch meine Erwartungen an ein unterhaltsames, kurzweiliges Leseerlebnis. Ich wurde absolut nicht enttäuscht.

    Der Erzählstil ist in gewohnten mehr oder weniger kurzen Tagebucheinträgen verfasst, sowie der Schreibstil relativ einfach und schlicht, sodass ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen hatte. Die Figur der Bridget Jones bleibt absolut authentisch und gewohnt chaotisch-tollpatschig, mit Wiedererkennungswert.
    Viele Szenen ließen mich laut auflachen oder schmunzeln; in mehreren erkannte ich mich selbst wieder. So lässt einen das Buch auch mitunter einen kritischen Blick auf die eigenen Handlungsweisen werfen.

    Fazit
    Für Bridget Jones Fans und Kenner der bisherigen Serie, eine absolute Pflichtlektüre.

  17. Cover des Buches Rotwein für drei alte Damen oder Warum starb der junge Koch? (ISBN: 9783462047240)
    Minna Lindgren

    Rotwein für drei alte Damen oder Warum starb der junge Koch?

     (51)
    Aktuelle Rezension von: AhernRowlingAusten

    Als ich mir dieses Buch kaufte, tat ich es eigentlich in der Absicht, mir einen sehr lustigen und unterhaltsamen Schmöker zuzulegen. Ich dachte, dass Minna Lindgren das Alter gekonnt auf die Schippe nimmt und die Protagonistinnen mich lachen lassen, während sie einen ominösen Mordfall aufklären. Das ist der Autorin zwar gut gelungen, aber ich habe aus diesem Roman so viel mehr mitnehmen dürfen als nur ein bisschen Unterhaltung und drei alte Damen, die Witze über ihr Alter machen.

    Der Einstieg in die Geschichte ist mir leicht gefallen, was ich allerdings nicht als selbstverständlich bei diesem Buch ansehe, da es eine ganz eigene Stimmung hat, auf die man sich einlassen muss. Geht man mit den gleichen Erwartungen an dieses Buch wie ich und will davon partout nicht abweichen, wird man das Buch wahrscheinlich schnell wieder zur Seite legen. Die Atmosphäre in diesem Buch empfinde ich nämlich als besonders. Sie ist sehr ruhig und hat auch in meinen Augen keinen üblichen Spannungsbogen. Mit diesem Buch greift man zu einer besonderen Lektüre, von der man denken könnte, sie ist selbst 94 Jahre alt und im Leben so gefestigt, dass sie nichts umhauen kann.

    Trotz dieser ruhigen Atmosphäre schaffen es die drei alten Damen den Leser kräftig zum Lachen zu bringen. Ich finde es immer wieder erstaunlich wie keck und selbstironisch alte Leute sein können. Eine Prise schwarzer Humor gehört allerdings dazu.

    Ein Punkt, der mir jedoch nicht gefällt, ist, dass man wegen des Titels eigentlich davon ausgeht, dass hier ein Mordfall aufgeklärt wird: Warum starb der junge Koch? Leider weiß ich aber auch nach der Lektüre nicht genau, warum der junge Koch, Tero, nun starb. In dieser Geschichte geht es viel mehr um Kritik am finnischen Pflegesystem und wie die Gesellschaft mit alten Leuten umgeht. Ich habe viele Stellen als erschreckend empfunden und mir steigen sofort die Tränen in die Augen, wenn ich daran denke, dass es mal meinen Eltern so gehen könnte, denn vieles aus diesem Buch hat man auch schon in deutschen Nachrichten gehört. Es ist eine Schande wie wir mit der älteren Generation umgehen und deshalb bin ich unglaublich froh, dieses Buch gelesen zu haben, da es mir in mancher Hinsicht die Augen geöffnet hat.

    Ein weiterer Punkt, der mich ein wenig störte, war die Informationsflut, wenn Siiri mit der Straßenbahn durch Helsinki gefahren ist. Zu jedem Gebäude gab es was zu erzählen und das ist auch interessant, passte allerdings nicht zur Geschichte. Aber man merkt, dass die Autorin ihre Stadt liebt. Helsinki scheint einen Besuch wert zu sein.

    Dieses Buch lässt sich durchaus mit einem Rotwein genießen, wenn man die richtige Stimmung dafür mitbringt und bereit ist, sich darauf einzulassen. Allerdings sollte der Rotwein auch für die Stellen bereitgestellt werden, wenn man mal ausgiebig die Augen über das Pflegepersonal rollen will.

  18. Cover des Buches Weit weg ist anders (ISBN: 9783458362562)
    Sarah Schmidt

    Weit weg ist anders

     (93)
    Aktuelle Rezension von: LimaKatze
    Klappentext:

    Kratzbürstige Berlinerin die eine, norddeutsche Kleinstädterin mit einer Vorliebe für Yoga und Handarbeiten die andere: Außer einer gegenseitigen tiefen Abneigung haben Edith Scholz und Christel Jacobi nichts miteinander am Hut. Dennoch lassen sich die beiden 70-Jährigen auf ein Abenteuer ein, das sie gemeinsam quer durch Deutschland führt.


    Zum Inhalt:

    Die beiden Rentnerinnen Edith Scholz und Christel Jacobi verbringen einen Reha-Aufenthalt auf Usedom. Frau Scholz ist eine waschechte Berlinerin, die für gewöhnlich kein Blatt vor den Mund nimmt und ihren Mitmenschen unverblümt zeigt, was sie von ihnen hält. Eigentlich ist Edith am liebsten allein, und daher möchte sie mit nichts und niemand mehr zu tun haben als unbedingt nötig. Christel Jacobi ist von ganz anderer Art, interessiert sich für Esoterik und Yoga, und ist ansich die Liebenswürdigkeit in Person. Allerdings ist sie auch recht unselbständig, arg empfindlich und des öfteren ziemlich anstrengend. Da Frau Jacobi eine eher kontaktfreudige Person ist, hängt sie sich sogleich an ihre Zimmernachbarin Frau Scholz, die davon zunehmend genervt ist.

    Frau Jacobi ist sehr krank. Deshalb möchte die besorgte Tochter, dass ihre Mutter zukünftig in einem Pflegeheim versorgt und betreut wird. Das entspricht aber nicht Christels Vorstellungen, die ganz verzweifelt einen Ausweg aus dieser Misere sucht und leider nicht den Mut aufbringt, ganz offen mit ihrer Tochter über dieses Thema zu sprechen. Recht bald kommt Christel auf die Idee, ihre Reha-Bekanntschaft Frau Scholz ins Vertrauen zu ziehen und möchte diese zu einem aberwitzigen Plan überreden. Frau Scholz hat nun die Wahl des für sie kleineren Übels: Entweder nimmt sie die Einladung von Frau Jacobi an, oder aber sie muss zu Hause den grässlichen Baulärm der momentanen Renovierungsarbeiten ertragen. Sie entscheidet sich für Christel Jacobi, nichtsahnend, auf was für ein Abenteuer sie sich da einlässt.

    Frau Scholz ist zwar eine ziemlich harte Nuss, aber sie hat kein Herz aus Stein. Während der gemeinsamen Reise durch Deutschland entsteht sogar eine zarte Freundschaft zwischen den beiden Frauen. Sie schütten sich gegenseitig ihr Herz aus und Frau Scholz wundert sich mitunter selbst über ihre eigene Zugänglichkeit. In solchen Momenten zieht sie allerdings öfters die Notbremse, man muss schließlich nichts übertreiben. Nichtsdestotrotz fühlt sie sich für Frau Jacobi verantwortlich, der es im Laufe der Zeit immer schlechter geht. ...


    Mein Fazit:

    Der vorliegende Roman („Weit weg ist anders“ von Sarah Schmidt) hat es mir zu Anfang nicht ganz leicht gemacht. In den ersten Kapiteln wurde ich mit den beiden Hauptprotagonistinnen einfach nicht richtig warm. Frau Scholz war mir mitunter zu derb und rücksichtslos, und Frau Jacobi war nicht nur für ihre Kurbekanntschaft, sondern auch für mich als Leserin stellenweise ziemlich anstrengend. Gleichzeitig trübten diverse Längen das Lesevergnügen. Zu meiner großen Freude gerieten die nachfolgenden Kapitel wesentlich schwungvoller. Und die beiden Damen, deren Vergangenheit nun etwas mehr aufgerollt wurde, lernte man ständig besser kennen und schließlich auch mögen. Es hat sich eben niemand selbst gemacht und der Mensch ist immer die Summe seines gelebten Lebens. Vor allem Frau Scholz hat mich oft überrascht und stellte sich als besonders facettenreich heraus.

    Die Geschichte im Buch hält einige Botschaften bereit: Auch der ältere Mensch hat noch Wünsche und Träume, und vor allem hat er ein Recht darauf, selbst über sein Leben zu entscheiden. Fürsorge von Kindern ist eine lobenswerte Angelegenheit, aber sie sollte nicht in Bevormundung ausarten. In diesem Zusammenhang wird gezeigt, wie wichtig es ist, dass miteinander gesprochen wird. Im Hintergrund des Romans wird außerdem vermittelt, dass Alleinsein nicht Einsamkeit bedeuten muss, der ständig Umsorgte aber durchaus einsam sein kann.

    Eine insgesamt unterhaltsame und mit viel Humor gespickte Lektüre, die zum Nachdenken anregt. Und ob man will oder nicht, die beiden Hauptakteurinnen werden einem immer sympathischer, sogar die sperrige Frau Scholz. Sehr gerne vergebe ich hier vier Sterne und eine Leseempfehlung!
  19. Cover des Buches Der größte Spaß, den wir je hatten (ISBN: 9783423281980)
    Claire Lombardo

    Der größte Spaß, den wir je hatten

     (100)
    Aktuelle Rezension von: La_Donna

    Die Geschichte einer Familie wird hier aus sechs Sichtweisen erzählt – die der Eltern und deren vier Töchter.

     

    Das Cover fand ich nicht sehr aussagekräftig. Wenn man das Buch gelesen hat, versteht man sowohl Titel als auch Grafik, jedoch hat mich das Buch im Laden nicht angesprochen. Ich habe es auf Empfehlung gelesen.

     

    Der Schreibstil ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, da er sehr ausschweifend und detailliert ist. Jedoch entsteht so ein sehr gutes Setting, so dass man die über 700 Seiten recht zügig lesen kann. Ich fand es allerdings oft sehr schwer, der Handlung zu folgen, denn die Erzählung springt nicht nur zwischen den unterschiedlichen Sichtweisen der Figuren sondern auch noch in der Zeit. So wechselt man ohne Kenntlichmachung von der aktuellen Situation der einen Schwester zu den Gefühlen der Mutter als junge Studentin und ähnliches. So fiel es mir oft nicht leicht,  gleich nachempfinden zu können, wer gerade seine Gefühle schildert.

     

    Eine zweite Schwierigkeit für mich war, dass ich nicht einen der Protagonisten mochte. Als einziger ist noch der Vater zu ertragen, jedoch sind die fünf Damen durchweg unsympathisch und egoistisch. So sind sie ständig dabei sich selbst zu bemitleiden und besonders die Töchter bestreiten ihren Alltag meist mit viel Alkohol und Lügen.  Dadurch fiel es mir schwer mich wirklich dafür zu interessieren, wie die Geschichte ausgeht.

     

    Ich bin bei diesem Buch tatsächlich Zwiegestalten. Der Schreibstil ist sicher nicht alltäglich und übt dadurch durchaus einen Reiz aus. Jedoch habe ich zu eigentlichen Geschichte keinen rechten Bezug gefunden. Vermutlich ist dies eines der Bücher, die man einfach wirklich selbst ausprobieren muss.

  20. Cover des Buches Der Tag, an dem ein Wal durch London schwamm (ISBN: 9783866481824)
    Selja Ahava

    Der Tag, an dem ein Wal durch London schwamm

     (79)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Die Erinnerung in kleinen Wortlisten zu teilen, fand ich hübsch, aber das allein hat nicht dafür gesorgt, dass das Buch funktioniert. Es ist wirr, von Anfang an, und die Autorin entwirrt es nicht, sondern macht es sogar noch komplizierter. Jedes Kapitel redet am nächsten vorbei und macht aus dem Buch ein riesiges Puzzlerätsel, das vom Leser Arbeit verlangt. Man muss sich auf die kleinen Details konzentrieren, sich sehr viel merken, den roten Faden gewaltsam zu einer Linie formen, bis man die Geduld verliert und sich das nicht mehr antun möchte. Es wurde mir zuwider.

    Das Buch beschäftigt sich mit Alzheimer und die Autorin will scheinbar die Krankheit mit Wörtern darstellen, mit dieser verwirrenden Art, der fehlenden Ordnung und vielleicht funktioniert das, wenn man Geduldig ist, sich alles merkt oder Notizen beim Lesen macht. Keine Ahnung. Doch der Stil ist gewöhnlich, die Figuren besitzen keine Stärke, werden nicht einmal richtig lebendig, es gibt keinen Spannungsbogen, der Konflikt geht in der verwirrenden Handlung unter. Für mich war das nichts.

  21. Cover des Buches Das Geheimnis der Queenie Hennessy (ISBN: 9783596030699)
    Rachel Joyce

    Das Geheimnis der Queenie Hennessy

     (145)
    Aktuelle Rezension von: AnjaLG87

    Da mir "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" sehr gut gefallen hat, lag es auf der Hand, auch den Nachfolger rund um Queenie Hennessy zu lesen. Ich finde, dass es sich um einen gelungenen Nachfolger handelt. Der lange Titel, wie es ja in den letzten Jahren Mode geworden zu sein scheint, hatte mich ehe etwas "Seichteres" vermuten lassen, aber ich fand das Buch doch tiefsinniger und viel besser als erwartet. Einige Themen wie unerfüllte Kinderwünsche oder Tod, die die Protagonisten beschäftigen und belasten, hatte ich in einem solchen Buch gar nicht unbedingt vermutet, war aber dann positiv überrascht, dass die Autorin sie eingebaut und auf ihre Art und Weise verarbeitet hat. Die Figuren sind dadurch sehr viel greifbarer geworden und nicht nur so oberflächlich charakterisiert worden. 

  22. Cover des Buches Einzig (ISBN: 9783733502973)
    Kathryn Evans

    Einzig

     (83)
    Aktuelle Rezension von: biscoteria85

    Teva ist ein 16-jähriges Mädchen, welche zur Schule geht, dort versucht gute Noten zu bekommen, einen Freund hat, mit dem sie zusammen ist und hat eine beste Freundin.

    Alles in allem wirkt sie ganz normal, aber ihr Leben und sie selbst sind alles andere als normal. Teva, oder auch Tee, ist nicht einzigartig, sondern es gibt viele von ihr. Verbunden in der gleichen DNA und verbunden in gemeinsamen Erinnerungen. Wer an dieser Stelle denkt: Was erzählt die da? Ja das dachte ich mir auch, wie ich das Buch las.

    Ich habe meine Zeit gebraucht, um es zu verstehen und daher kann man es sich so vorstellen, und keine Sorge es ist kein Spoiler: Du lebst ein Jahr lang in deinem Körper, gehst zur Schule und lebst dein Leben. Aber du wächst nicht wie andere Kinder immer weiter, sondern nur bis zur Nacht deines nächsten Geburtstags. Dann zweigt sich aus deinem Körper heraus die nächste Version von dir. Bisschen Scene Fiction mäßig, aber so müsst ihr euch das vorstellen. Diese neue Version erhält alle deine Erinnerungen und wächst wieder ein Jahr lang, bevor auch ihr das nächste passiert. Dieser Prozess der Teilung ist schmerzhaft für den zurückbleibenden Körper und der neue hat mit Hautproblemen zu kämpfen.

    Die neue Version nimmt dann den Platz der alten ein. So erleben wir nun das Leben der 16jährigen Teva und wie ihr Alltag und ihre damit verbundenen Probleme sind.  Denn davon hat sie einige. Sie lebt mit ihrer Mutter und den anderen „Kindern“ zusammen in einem Haus, welches als das Hexenhaus bezeichnet wird. Weil niemand von der Problematik wissen darf, sind die Kinder alle im Haus eingesperrt.

    Herausstechen aus der Gruppe dieser tun die 6-Jährige, welche ständig die Tapete im Flur von der Wand abkratzt. Die beiden 12 und 13-jährigen welche sich zusammengetan haben und Teva das Leben schwer machen sowie das Oberbiest Fünfzehn. Hier wird diese auch nur mit dem Namen Fünfzehn bezeichnet. Diese hat für die Noten gesorgt welche Teva nun hat und hat sich in ihrer aktiven Zeit eine Beziehung zu Ollie aufgebaut. Sie liebt den Jungen über alles und kann nun auch nach einem halben Jahr der Trennung zu ihm nicht aufhören ihn sehen zu wollen. Denn dieser geht ja nun mit ihrer Schwester und weiß von der ganzen Geschichte nichts. Somit hängt täglich der Haussegen schief.

    Die Mutter ist überfordert und verschließt die Augen vor den ganzen Problemen. Als Schriftstellerin versucht sie über die Runden zu kommen und hat sich damit einen Job zugelegt, wo sie nicht vor die Türe gehen muss. Denn die Kinder alleine zu Hause zu lassen ist ihr nicht möglich.

    Warum jedes Jahr eine neue Teva entsteht wird von ihr nicht erklärt. Sie versucht den Kindern einen normalen Alltag im Haus zu bescheren, macht aber mehr den Eindruck sich von allem distanzieren zu wollen.

    In der Schule muss derweilen Teva die Rolle der Freundin von Ollie spielen und gleichzeitig für ihre beste Freundin Maddy da sein. Diese ahnt ebenfalls nicht, dass sie bereits acht verschiedene Tevas zur Freundin hatte. Zudem sie die Chance hat ein Modestudium anzufangen. Aber wozu, wenn man in einem halben Jahr wieder weg ist? Dann passiert das Unfassbare, das bereits verfrüht ein Fingernagel und danach ein Finger versuchen, den Weg aus Teva zu finden. Viel zu früh und nie fand so eine Teilung statt.

    Nun steht für sie alles auf dem Spiel. Sie muss die Beziehung zu Ollie halten. Maddy als beste Freundin am Ball halten. Den Zugang zum Studium bekommen. Versuchen die Teilung zu verhindern und wäre es nicht schon schwer genug zu verhindern das das Geheimnis verfrüht ans Licht kommt. Somit versucht Teva es mit einem Blog im Internet und der Hoffnung es findet sich ein Arzt, der ihr helfen kann.  

    Ich weiß, dass war nun echt viel Text, umreißt aber nur grob den Inhalt der Geschichte. Das Geschehen wird vollständig aus der Sicht von Teva erzählt und zeigt wie sehr das Mädchen Angst hat vor dem was passiert und wie weit sie in dieser Situation geht, um sich selbst zu helfen. Denn es ist ja sonst niemand da. Die Mutter kann man vergessen, welche bei mir auch nur Hass ausgelöst hat. Denn man versteht ihr Beweggründe, aber wie so oft werden diese falsch verarbeitet.

    Die Geschichte hat leider zu oft den Punkt das Mutter und Tochter sich streiten, zu oft die Probleme von Teva welche an der gleichen Stelle wiederholt werden (Ollie), so dass es stellenweise etwas langweilig wurde.

    Wäre nicht der Faktor der menschlichen Teilung, wäre es nen klassischer Jugendroman mit normalen Alltagsproblemen.

    Zum Ende bekam das Buch nochmal Fahrt auf und man erfährt was hinter der Multiplikation steckt. Hier hätte ich mich gefreut, wäre man nochmal stärker auf die Thematik der Gene eingegangen.

    An sich ist es nen Jugendbuch was man lesen kann, aber nichts verpasst wenn man es nicht gelesen hat.


  23. Cover des Buches Mauersegler (ISBN: 9783257069341)
    Christoph Poschenrieder

    Mauersegler

     (67)
    Aktuelle Rezension von: kingofmusic
    "Residenz - als ob das Alter eine Form von Adel mit sich brächte." (S. 22)

    Da schenkt mir meine Schwester zum 40. Geburtstag ein Buch und ich lasse es fast vier Jahre vor sich hin vegetieren. Unglaublich, oder? Darf ich mich trotzdem weiterhin Nerd nennen? Wenn ich mir die Menge an Büchern angucke, die ich seitdem gelesen habe, so muss ich mir diese Frage selber eindeutig mit "Ja" beantworten ha ha ha.

    Aber vielleicht verzeiht mir Christoph Poschenrieder, wenn er wüsste, dass ich "Mauersegler" an etwa einem Tag gelesen habe :-)

    In besagtem Roman gründen fünf in die Jahre gekommene Herren, die sich schon seit Kindertagen kennen (ein Jurist, ein Lebensmitteltechniker, ein Computernerd, ein Schauspielintendant sowie der Ich-Erzähler, der als Journalist gearbeitet hat) eine sehr spezielle WG. Sie wollen im wahrsten Sinne des Wortes zusammen alt werden und selbstbestimmt sterben. Helfen soll ihnen dabei ein von dem Computernerd Ernst entwickeltes Programm namens "Todesengel".

    Nach einiger Suche finden die fünf Freunde schließlich eine Villa am See.

    "Ich habe in vielen Häusern an vielen Orten gelebt. Das ist jetzt das letzte, [...]. Das letzte vor dem Holzhäuschen, in dem man die Arme nicht ausstrecken kann." (S. 37)

    So leben sie mit allen Annehmlichkeiten, aber auch mit den Schwierigkeiten des Alters, bis - ja, bis der "Todesengel" ins Spiel kommt.

    Die Frage des selbstbestimmten Sterbens sprich aktiver Sterbehilfe ist ja in den letzten Jahren immer mal wieder aufgekommen und diskutiert worden, aber europaweit konnte man sich nicht auf einen einheitlichen Konsens einigen.

    Den Großteil des skurril-witzigen Romans nehmen jedoch Erzählungen über das Älterwerden im Allgemeinen, die Schwierigkeiten des Zusammenlebens von fünf unterschiedlichen Individuen sowie philosophische Gedanken ein:

    "Das ganze Denken ist doch nichts als eine unübersichtliche Installation fallender Dominosteine. Aber wer stößt den ersten Stein um? Und was kommt nach dem letzten?" (S. 180)

    Christoph Poschenrieder hat mit "Mauersegler" (der selbstverständlich im Roman auch mehrere kleinere Auftritte hat) einen herrlich augenzwinkernden Roman mit durchaus ernster Fragestellung geschrieben und ich habe ständig lachen müssen. Verdiente 5*

  24. Cover des Buches Die Vermessung der Welt (ISBN: 9783499332708)
    Daniel Kehlmann

    Die Vermessung der Welt

     (3.398)
    Aktuelle Rezension von: Kagali

    Zu Schulzeiten hatte ich mal einen Auszug aus Die Vermessung der Welt im Deutschunterricht gelesen und fand damals diesen sehr interessant. Nun, einige Jahre später, entdeckte ich das Buch in einem Laden als Mängelexemplar und nahm es, mich meines alten Interesses erinnernd, kurzerhand mit. Doch konnte mich der Rest des Buches ebenso überzeugen, wie seinerzeit der Abschnitt?

     

    Zwei, die auszogen, die Welt zu erforschen 

    Bei dem Buch handelt es sich um eine fiktive Biografie von  dem Naturforscher Alexander von Humboldt und dem Mathematiker Carl Friedrich Gauß. An dieser Stelle sollte das fiktiv nochmals betont werden! Der Autor nimmt sich nämlich so einige künstlerische Freiheiten heraus, wenn er über die Leben dieser großen Denker berichtet. Das sollte einem beim Lesen stets bewusst sein.


    Der Stil ist auf den ersten Blick eigenwillig, denn er verzichtet komplett auf direkte Rede. Dialoge gibt es natürlich schon, auch nicht zu knapp, sie werden aber ausschließlich in indirekter Rede wiedergegeben. Das ist zunächst gewöhnungsbedürftig, aber man gewöhnt sich daran und nach einer Weile fand ich diesen Stil sogar recht interessant, gerade auch in Kombination mit dem Humor, der in diesem Buch deutlich spürbar ist und mich auch das ein oder andere Mal zum Schmunzeln gebracht hatte.

    Die erste Hälfte des Romans war ich daher auch sehr angetan von dem Buch, wobei ich dennoch von Beginn an Humboldts Passagen spannender fand, als die von Gauß, wahrscheinlich, weil mir Gauß mit seiner Überheblichkeit, die stak an Sheldon aus The Big Bang Theory erinnert, weniger sympathisch war, als Humboldt. Nichtsdestotrotz bewunderte ich bei Beiden den Wissensdurst und die Leidenschaft für die Wissenschaft.

     

    Ab der Hälfte ließ meine Begeisterung jedoch spürbar nach. Da das erste Kapitel Humboldt und Gauß aufeinander treffen ließ, dachte ich, dass es zwischen den einzelnen Biografien mehr Berührungspunkte geben würde, doch fast bis zum Ende hat man eher das Gefühl zwei Bücher parallel zu lesen, als ein Einziges. Mir fehlte lange Zeit ein roter Faden, der Humboldt und Gauß über ihren Status als Wissenschaftler hinaus, verbindet. Da ich somit lange Zeit nicht wusste, wo das alles hinführen sollte, empfand ich viele Passagen als zäh und zu ausschweifend, sodass meine Leselust leider mit jeder Seite abnahm. 

    Zum Ende bessert es sich zwar etwas, zu dem Zeitpunkt war ich aber schon zu gelangweilt, um nochmal echtes Interesse aufbringen zu können.


    Fazit:

    In die Vermessung der Welt gelingt es dem Autor durchaus amüsant das Leben zweier großer Denker zu erzählen, leider verpasst er den Moment, an dem das Alles zu einem Ganzen hätte verbunden werden müssen und durch den mangelnden roten Faden, wird es ab der zweiten Hälfte sehr zäh, sodass ich rückblickend sage: Kann man lesen, muss man aber nicht. 


    Folge mir ;)

    Diese und andere Rezensionen (mit zusätzlichem Coververgleich Deutsch/Original) findet ihr auch auf meinem Blog Miss PageTurner (https://miss-pageturner.de)

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