Bücher mit dem Tag "alkoholismus"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "alkoholismus" gekennzeichnet haben.

474 Bücher

  1. Cover des Buches Amokspiel (ISBN: 9783945386378)
    Sebastian Fitzek

    Amokspiel

     (2.193)
    Aktuelle Rezension von: Svenja_Blue

    „Amokspiel“ von Sebastian Fitzek ist ein Thriller. Es ist das zweite Buch das ich von Fitzek lese und wird definitiv nicht das letzte sein 😉

    Worum es geht, kann man im Klappentext ja nachlesen, deswegen gehe ich sofort zur eigentlichen Rezension weiter.


    Cover

    Das Cover ist in Ordnung. Es gibt wenig vom Inhalt preis und bleibt insgesamt sehr vage. Vielleicht etwas zu vage weil es im Meer der Thriller Cover untergeht. Zur Stimmung des gesamten Buches passt es nicht so recht. Etwas wie ein Radiopult oder Ähnliches mit einer Pistole hätte ich passender gefunden.

    Inhalt

    Als Leser folgt man Ira Samin. Seit dem Selbstmord ihrer Tochter Sara und dem Bruch mit ihrer zweiten Katharina, Kitty, ist die Kriminalpsychologin und Verhandlungsführerin ein Wrack - körperlich und vor allem mental. Sie ist Alkoholikerin und ist fest entschlossen, den Abzug zu drücken und ihr Leben so zu beenden. Die Geiselnahme im größten Berliner Radiosender durchkreuzt diesen Plan allerdings, denn der Geiselnehmer weigert sich, mit jemand anderem zu verhandeln als ihr.

    Und als Ira dann auch noch erfährt, dass ausgerechnet Kitty sich im Radiosender vor Jan May versteckt, wird dieser Fall plötzlich eine sehr persönliche Geschichte für sie. Jan verlangt etwas Unmögliches als Gegenleistung für die Freilassung der Geiseln. Ira macht sich auf eine Schnitzeljagd und kommt dabei einer Verschwörung auf die Spur. Aber die Zeit drängt. Für jeden.

    Insgesamt fand ich die Geschichte interessant. Das Konzept war auch spannend, daher habe ich mich sehr gefreut, das Buch zu lesen. An manchen Stellen waren mir die Details etwas zu technisch, aber allem in allem hat mich das Buch wirklich packen können.

    Die Charaktere sind auch sympathisch (größtenteils jedenfalls) und selbst Jan konnte ich leiden (das war hoffentlich so beabsichtigt 😅).

    Was die Plottwists betrifft, wurde ich auch nicht enttäuscht. Dass der Fall nicht so einfach ist, habe ich mir natürlich schon gedacht, aber die Wendungen im letzten Viertel des Buches haben mich schon überrascht.


    [Spoiler]
    Dass Jan Recht hatte und Leonie tatsächlich nicht tot war, habe ich mir schon gedacht. Die Zusammenhänge habe ich allerdings nicht kommen sehen. Und auch die Sache mit der Mafia war clever eingefädelt.

    Götz‘ Verrat fand ich traurig und auch etwas zu leicht. Da hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht.

    [Spoiler Ende]


    Schreibstil

    Der Schreibstil ist in Ordnung. Es liest sich flüssig und leicht, auch wenn es an manchen Stellen arg technisch wird. 

    Man merkt, wie sich Fitzeks Schreibstil seit diesem Buch entwickelt hat und dass er „Amoklauf“ noch recht früh in seiner Laufbahn geschrieben hat.

    Charaktere

    Ira Samin ist zu Beginn nicht wirklich sympathisch. Aber sie schafft es, dass man im Laufe des Buches warm mit ihr wird. Sie hat eine Menge durchgemacht und da kann man ihr nicht verübeln, dass sie so ist, wie sie nun ist. Sie hat eine Menge einstecken und verdauen müssen, was als Mutter schwer zu verkraften ist. Die ganzen Probleme haben dazu geführt, dass sie Alkoholikerin wurde und nur noch wirklich funktionieren kann, wenn sich Alkohol in ihrem Blut befindet. Sie ist nicht dumm und hinter ihrer kühlen Fassade verbirgt sich eigentlich eine gebrochene Frau und Mutter, auf der Suche nach der Antwort auf das „Warum?“.

    Jan May ist Psychologe und hochintelligent. Er wird als charismatisch und gewöhnlich beschrieben, was ihn laut  SEK  so gefährlich und unberechenbar macht. Ira merkt jedoch schnell, dass er nicht irre ist. Ich mochte ihn tatsächlich, besonders weil er im späteren Verlauf dann auch noch eine Seite zeigt, die ihn menschlich macht - etwa als es Tote gibt. Da merkt man, dass er das Ganze eigentlich nicht tun möchte.

    Götz ist ein enger Vertrauter von Ira. Oder war es zumindest, bis zu dem Zeitpunkt wo Iras Welt zusammengebrochen ist. Er ist ein interessanter Charakter, wenn auch späterhin etwas zu oberflächlich finde ich.

    Diesel mochte ich tatsächlich am liebsten. Seine Art und Persönlichkeit hat mir gut gefallen. Schade, dass man von ihm nicht mehr lesen konnte. Da hätten einige Seiten mehr bestimmt nicht geschadet.

    Fazit

    Ein spannender Thriller mit tollen Charakteren, einem interessanten Konzept und überraschenden Wendungen, bei dem es sich lohnt, ihn zu lesen. Für diejenigen, die Fitzek mögen, ist es sowieso eine glatte Empfehlung.

  2. Cover des Buches Das Geheimnis von Ella und Micha (ISBN: 9783453417724)
    Jessica Sorensen

    Das Geheimnis von Ella und Micha

     (756)
    Aktuelle Rezension von: Sabrysbluntbooks

    Ella & Micha sind beste Freunde seit immer, nun hat ein Ereignis in der Vergangenheit sie voneinander entfernt. Als sie zurück in ihre Heimatstadt kommt fühlt es sich an als wäre sie nie weg gewesen, ihre Freundschaft zu Micha und ihre Gefühle zu ihm, die sie vergebens versucht zu verdrängen...

    Wurde Zeit das ich diese SUB-Leiche lesen... und es hat sich gelohnt... ich habe mich zurück versetzt gefühlt, als ich mit diesem Genre angefangen habe und diese Art von Geschichten der Renner waren :) man muss ja sagen das sich in den letzten Jahren einiges getan hat.... trotzdem sehr unterhaltsam und schönes Buch. Ich hatte vergessen wie Kaputt die Charakteren von Jessica Sorensen sein können und in welche Settings sie den Leser schickt...

    Man startet quasi in der Geschichte als Ella vor 8 Monaten davongerannt ist und nun wieder in die Heimatstadt zurückkommt. Und man erfährt fortlaufend wie die Freundschaft zu Micha war und was alles passiert ist, dazu kommen sich die beiden näher...

    Sehr unterhaltsame Story guter Schreibstil und keine gewöhnliche Friends to Lover Geschichte, für alle die diese Bücher (wie ich) gefeiert haben, es fühlt sich an wie nach Hause zu kommen ;)

  3. Cover des Buches Scorched (ISBN: 9783492310277)
    Jennifer L. Armentrout

    Scorched

     (222)
    Aktuelle Rezension von: Maura99

    "Ich fühlte mich wie ein Höhlenmensch, aber in diesen Augenblick wusste ich : Andrea gehörte mir. " - S. 135 Tanner

    Wir lieben doch alle unsere Höhlenmenschen oder? 

    Andy ist Syds beste Freundin und zutiefst verletzt, was sie auch sehr verschlossen gemacht hat - vor allem für Tanner. Sie ist ängstlich trotzdem verdammt witzig, definitiv mutig und sehr rücksichtsvoll und auch stark.

    Tanner ist Selbstbewusstsein in Person. Er ist sehr sexy, offen und vor allem ehrlich. Dabei aber auch immer liebevoll, verständnisvoll und sehr fürsorglich.

    Die beiden haben mich getroffen, ganz klar vor allem Andys Leben und ihre Probleme. Ich fand es klasse wie auch diese ernsten Themen angesprochen wurde und damit auch umgegangen wurde. Gerade das Ende, denn es war realistisch und absolut on point.

    Dennoch hat es an Spritzigkeit und Witz nicht gefehlt denn frech sind beide.

    Auch wie die Nebencharaktere, gerade Syd für Andy eingebaut wurde war wundervoll.

    Ich habe diese Geschichte geliebt für das was sie gezeigt hat, wie sie damit umgegangen ist. Ernst trifft auf süße heiße Story. Wieder mal eine große Empfehlung für meine Lieblings Autorin.


  4. Cover des Buches Blutdämmerung (ISBN: 9783499266928)
    Rainer Löffler

    Blutdämmerung

     (166)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Ich bin ein bisschen erschrocken, als ich gesehen habe, dass ich Band 1 der Reihe 2012 gelesen habe; vor zehn Jahren! Wo ist nur die Zeit geblieben, und warum habe ich so lange mit dem Buch gewartet!? Schon Band 1 hat mir damals sehr gut gefallen, und auch dieser zweite Teil hat mich überzeugen können. 

    Wieder sehr spannend, packend, emotional. Es gilt, eine grausame Mordserie aufzuklären. Junge Mädchen werden entführt und grausam getötet. Der Mörder kleidet seine Opfer in Brautkleider und schneidet ihnen die Füße ab. Warum macht er das; was steckt dahinter? Das versucht Martin Abel, Fallanalytiker, herauszufinden. Die Zeit drängt, denn es gibt ein weiteres Opfer, das möglicherweise noch gerettet werden kann...

    Ein wirklich spannender Thriller mit authentischen Charakteren. Mit dem dritten Band der Reihe werde ich mir nun definitiv nicht wieder so viel Zeit lassen! :) 

  5. Cover des Buches Atemnot (ISBN: 9783863960643)
    Ilsa J. Bick

    Atemnot

     (153)
    Aktuelle Rezension von: Kitty_Catina
    Jenna ist sechzehn und hat in ihrem Leben schon viel erlebt. Ihr Vater ist ein Neurotiker, ihre Mutter Alkoholikerin und ihr einziger Halt, ihr Bruder Matt, ist im Irak. Nach einem Aufenthalt in der Psychiatrie beschließen ihre Eltern, sie wieder auf die Schule zu schicken. Dort lernt sie den attraktiven Chemielehrer Mitch Anderson kennen, der sofort merkt, dass auf ihr eine Last liegt und sich um sie kümmert.

    Mir fällt es noch immer schwer, dieses Buch so zu beschreiben, dass es ihm auch gerecht wird und trotzdem will ich es hiermit versuchen.
    Erstmal zum Schreibstil der Autorin. Dieser ist sehr einfach gehalten und dennoch passt er perfekt zum Buch, denn hier erzählt die Protagonistin selbst ihre Geschichte einem Kommissar namens Bob, der sie ganz am Anfang des Buches aus einer misslichen Lage befreit hat, von der man vorerst aber nicht erfährt, was geschehen ist.
    Wie man denken könnte, geht es bei der Geschichte um eine Schüler Lehrer Beziehung, die nicht sein darf. Doch weit gefehlt, denn es geht um viel mehr. In erster Linie geht es nämlich um die Gefühle einer Jugendlichen, um ihre inneren Dämonen und um das sinnbildliche Ertrinken, einer Metapher dafür, wie kaputt die Seele eines Mensch eigentlich sein kann. Dabei ist der Roman eher ruhig, ohne große Spannung, dafür aber sehr tiefgründig und melancholisch und selbst das Ende ist nicht dieses "und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage". 
    Jenna ist ein Außenseiter, was man schon am Anfang sehr schnell mitbekommt und ihr fällt es schwer, mit der Welt um sich herum klar zu kommen. Sie ist gebrochen und man merkt ihr ihre Traurigkeit an, wenn man zwischen die Zeilen sieht. Sie war mir weder sympathisch, noch unsympathisch, sondern jemand, den es eher zu verstehen gilt, als zu mögen. Mr. Anderson hingegen ist ein sehr angenehmer Charakter, den ich von Anfang an mochte. Wer hätte nicht gern einen so verständnisvollen und hilfsbereiten Lehrer!? Jennas Eltern, vor allem ihre Mutter taten mir mehr leid, als dass ich sie nicht mochte. Warum sie sich so verhalten, wie sie es tun, versteht man erst im Laufe der Geschichte und lässt noch einmal ein ganz anderes Licht auf sie fallen. Trotzdem kann und darf man ihr Verhalten nicht gut heißen.
    Alles in Allem hat Ilsa J. Bick aber alle Charaktere sehr gut geschrieben und durchdacht. Man merkt, dass sie selbst Kinder- und Jugendpsychiaterin ist, denn sie hat wirklich Ahnung von dem, was sie da schreibt.
    Ich mochte dieses Buch wirklich sehr. Nicht nur dass ich "kaputte" Charaktere und melancholische Geschichten mag, die Autorin hat es auch noch geschafft, hier beides so realistisch zu verstricken, dass es Spaß gemacht hat, diesen Roman zu lesen. Ich bin mir auch sicher, dass mir die Geschichte noch lange im Gedächtnis bleiben wird. 
  6. Cover des Buches Von wegen Liebe (ISBN: 9783570308394)
    Kody Keplinger

    Von wegen Liebe

     (535)
    Aktuelle Rezension von: _AveryAnn_

    Da ich den Film bereits geguckt habe, war ich auch sehr auf das Buch gespannt und wurde nicht enttäuscht.

    Der Schreibstil war einfach geschrieben und ich habe das Buch in 3 Stunden zu Ende gelesen.
    Die Charaktere waren mir allesamt sympathisch und gerade Wesley ist doch wirklich ein Traum!
    Zwar konnte ich nicht alle Entscheidungen der Protagonistin nachvollziehen, jedoch fand es auch nicht besonders schlimm.
    Im Buch sind teilweise Klischees enthalten, die das Buch aber nicht weniger gut gemacht haben.

    Im Großen und Ganzen war es eine nette und süße für zwischendurch, welche ich auch zu lesen empfehlen würde. Außerdem fand ich die Message des Buches wirklich schön : 

    Es ist nicht wichtig wie die anderen dich sehen, sondern nur wie du dich selbst sieht. 

  7. Cover des Buches Heldentage (ISBN: 9783453269606)
    Sabine Raml

    Heldentage

     (110)
    Aktuelle Rezension von: Viiivian

    Anhand des Klappentextes dachte ich mir, es sei ein spanneder Roman und malte mir vor, das es irgend wie um die Volljährigkeit, doch was dann kam, war sehr überraschend. Der Klappentext hat für mich sehr neugierig auf mehr gemacht und ich hatte schon gewisse Erwartungen gehabt. 

    Das Buchcover ist sehr schön gestaltet. Sehr bunt und schöne Farben. Ich hätte es sofort in den Warenkorb getan ohne zu wissen worum es geht, was ich ja immer tue. 

    Es geht um Lea, die 15 ist und sich sehnlichst darauf wartet, endlich erwachsen zu werden um endlich aus ein Haus abzuhauen. Sie hat eine beste Freundin Pola und Lea ist verknallt in ihrem Typen. Doch ihre Mutter hat Probleme, die Lea sich kümmert und nicht um ihre Teenager zeit geniesst. 

    Jeder braucht diese eine Freundin, die aus der scheisse raus ziehen lässt und für einen da ist, wenn man nicht glücklich ist. Lea hat totale Probleme mit ihrer Mutter und hatte angst ihre Freundin, die Wahrheit zu sagen. Sie ist überfordert und Mutter ist Alkoholkrank. Die Geschichte ist aus der Sicht von Lea geschrieben, in der Ichperspektive und es ist sehr flüssig. Geschrieben. 

    Ich hatte natürlich andere Erwartungen, die nicht erfüllt wurden sind, was aber nicht schlimm war, denn so lernte man Lea besser kennen und erfährt wie sie tickt und denkt und fühlt. Alles in allem eine sehr traurige Geschichte. 

  8. Cover des Buches Grabesgrün (ISBN: B00BYUHBIE)
    Tana French

    Grabesgrün

     (611)
    Aktuelle Rezension von: happyoldendays

    Im fiktiven Dubliner Vorort Knocknaree ereignete sich im Sommer 1984 eine schreckliche Tat: Drei Kinder, die im Wald spielen waren, werden vermisst. Eines der Kinder findet die Polizei völlig verängstigt im Wald, mit blutigen Schuhen und ohne jede Erinnerung daran, was sich zugetragen hat.

    Zwanzig Jahre später ist dieses Kind Ermittler bei der Dubliner Mordkommission. Seinen Namen hat er zu Rob Ryan geändert, denn seine Kindheit hält er geheim. Nur seine engste Kollegin und beste Freundin Cassie Maddox weiß Bescheid. Doch dann werden die beiden zur Leiche eines kleinen Mädchens in Knocknaree gerufen und Detective Ryan wird nicht nur mit der eigenen Vergangenheit konfrontiert, sondern auch mit der Frage, ob die beiden Fälle zusammenhängen.

    Dieser Debütroman von Tana French besticht durch seine atmosphärische Erzählweise und einem gut gesponnen Plot. Mit einem scharfen Auge und wunderbar präziser Sprache lässt die Autorin die Schauplätze und die Figuren des Romans vor dem Auge des Lesers lebendig werden. Die Charaktere sind vielschichtig und differenziert, ihre Handlungen und Motive nachvollziehbar. Besonders interessant fand ich die beiden Hauptfiguren Rob Ryan und Cassie Maddox, weil sie keine 0815-Standardermittler sind. Beide quälen sich mit Geheimnissen aus ihrer Vergangenheit und suchen Zuflucht in einer innigen Freundschaft. Doch der neue Fall stellt nicht nur ihre kriminalistischen Fähigkeiten auf die Probe, sondern auch ihre Beziehung. Der Fall selbst ist komplex, die Autorin präsentiert einige mögliche Tathergänge, die durch intensive Ermittlungen und Verhöre durchgespielt werden, aber zunächst keine Lösung offenbaren. Dadurch zieht sich die Aufklärung des Mordes ziemlich in die Länge, die Spannung baut sich eher gemächlich auf. Dennoch empfand ich die Geschichte als fesselnd, weil ich als Leser mehr über die Figuren und vor allem über das Verschwinden der Kinder vor zwanzig Jahren erfahren wollte. Die Enthüllung des Täters ergibt sich dann logisch aus den gestreuten Indizien und war für mich überzeugend.  

     

    FAZIT: „Grabesgrün“ ist ein wunderbar geschriebener Kriminalroman, der sich besonders durch seine vielschichtigen Figuren auszeichnet. Leser die den Nervenkitzel suchen könnten enttäuscht sein, da die Ermittlungen nur langsam voranschreiten. Aber all denjenigen die gerne einmal einen andersartigen Spannungsroman mit komplexen Charakteren (mit dunkler Vergangenheit) lesen möchten, kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen.

     

  9. Cover des Buches Sal (ISBN: 9783462051407)
    Mick Kitson

    Sal

     (108)
    Aktuelle Rezension von: 3lesendemaedels

    Ihre Flucht ist perfekt geplant, denn Sal hat sich auf Video im Internet alles genau angesehen. Die Ausrüstung für sich und ihre kleine Schwester Peppa mit den geklauten Kreditkarten-Daten von Robert, dem Freund ihrer Mutter bezahlt. Und plötzlich muss alles ganz schnell gehen, denn sie ersticht Robert im Affekt. Monatelang war sie seinen sexuellen Übergriffen ausgesetzt und nun drohte er, auch Peppa aufzusuchen. Ihrer Mutter Maw ist alles egal, solange genug Geld für Alkohol im Haus ist, aber für ihre Töchter nichts zu essen. Bereits als Kleinkind kümmerte sich Sal deshalb um die kleine Schwester.
    Sie fliehen in den Wald der schottischen Highlands, bauen einen Unterstand, fangen Fische und mit selbst gelegten Fallen Kaninchen. Doch Peppa ist ein ungestümes Kind und verletzt sich. Unerwartet bekommen sie Hilfe von Ingrid, die praktisch nebenan, in einer Hütte im Wald wohnt. Sie kümmert sich um die Mädchen und erzählt ihnen viel über ihre Vergangenheit in der DDR. Doch der Winter naht und Sal weiß, dass der alten und kranken Ingrid die Kälte schwer zu schaffen macht. Zudem hegt sie die Hoffnung, dass sie ihre Mutter Maw überreden können, zu ihnen in den Wald zu ziehen.
    Der Roman hat eigentlich eine gute Grundidee, die aber nicht spannend umgesetzt wurde. Ich würde es eher als Roman für junge Erwachsene empfehlen, da der sexuelle Übergriff des Stiefvaters nur sehr vage angedeutet wurde. Die Erzählweise entspricht auch eher einem Jargon, den Jugendliche pflegen.

  10. Cover des Buches Moorfeuer (ISBN: 9783734102127)
    Nicole Neubauer

    Moorfeuer

     (91)
    Aktuelle Rezension von: miissbuch

    INFOS ZUM BUCH

    Titel: Moorfeuer
    Autor: Nicole Neubauer
    Seiten: 416
    Verlag: Blanvalet
    Handlungsort: München, Erding (Bayern) [Deutschland]
    ISBN: 978-3-7341-0212-7 € 9,99 [D] Taschenbuch
    Erstveröffentlichung: 18. Januar 2016


    Infos zum Autor

    „Nicole Neubauer ist 1972 in Ingolstadt geboren und studierte englische Literaturwissenschaft und Jura in München und London. Nach zehn Jahren in einer Wirtschaftskanzlei arbeitet sie freiberuflich als Autorin, Rechtsanwältin und Lektorin. Sie ist Mitglied der »Mörderischen Schwestern e.V.« und der »Autorinnenvereinigung e.V.«. Nach »Kellerkind« ist »Moorfeuer« der zweite Roman um Hauptkommissar Waechter und sein Team.Nicole Neubauer lebt mit ihrer Familie in München im Herzen Schwabings.“ (Quelle)

    Rezension

    Es ist doch schon etwas länger her, dass ich den 1. Teil dieser Reihe gelesen habe. Sonst stört mich das immer sehr selten. Hier ist es mir aber manchmal etwas schwer gefallen, aber dazu später mehr. Generell würde ich es aber auch empfehlen diese Reihe auf jeden Fall chronologisch zu lesen. 

    Eva Nells Leiche wird auf einem Scheiterhaufen gefunden. Keiner kann sich vorstellen, wer die alte Dame umgebracht haben soll. Alle Spuren führen zu dem Bauernhof auf dem ihre Tochter mit deren Familie lebt. Sophie die Enkelin von Eva Nell sieht den Geist eines kleinen Mädchens. Die Kommissare Michael Waechter und Hannes Brandes sind so in die Vermittlungen vertieft, dass diese Auswirkungen auf ihr Privatleben haben. Doch wirklich voran schreiten die Ermittlungen nicht.

    Die Farben des Covers finde ich zum Titel Moorfeuer sehr passend. Auch der Titel im Allgemeinen passt sehr gut zum Inhalt des Buches. Das Cover selbst finde ich nicht unbedingt passend, hier hätte ich mir auch gut das Foto eines Scheiterhaufens oder eines Feuers vorstellen können. Allerdings finde ich auch, dass das Cover trotzdem sehr ansprechend und düster genug für einen Krimi ist.

    Der Einstieg ins Buch war wirklich gruselig. So gruselig, sodass ich erst überlegt hatte das Buch erstmal wieder zur Seite zu legen und abzubrechen. Dann dachte ich aber „Das ist nur ein Krimi, so schlimm kann’s gar nicht sein“ – wars auch nicht. Dieses Buch war wirklich nett, viel mehr aber auch nicht. Den Einstieg fand ich tatsächlich generell am spannendsten, danach flachte die Spannung recht stark ab. Dies kann aber auch vor allem damit zusammen hängen, dass mir die Unterschiedlichkeit der Ermittler nicht immer klar war. Ich habe die beiden Charaktere oft verwechselt und somit auch ihr Privatleben, welches in diesem Buch bei beiden eine große Rolle gespielt hat. Auch die anderen Charaktere waren von mir und meiner Identifikation mit ihnen recht weit entfernt. Dies lag vor allem daran, dass die Namen gar nicht von allen bekannt waren. Die richtigen Namen von „Der Chefin“ und „Der Hüter des Schweigens“ wurden in diesem Buch gar nicht erwähnt, somit wären hier die Informationen aus dem vorherigen Buch wichtig gewesen – dafür war es für mich einfach zu lange her. 

    Die Story war gut, aber nicht herausragend. Die Handlung und vor allem die Ermittlungen der Polizei plätscherten so vor sich hin. Die eigenen Ermittlungen von Hannes Brandl und die Handlungen im Privatleben der Ermittler waren definitiv das spannendste am gesamten Buch. Schade fand ich, dass das Ende dann doch recht abrupt kam und die Aufklärung dann erst später erklärt wurde. 

    Ich fand das Buch zwischenzeitlich wirklich unspektakulär, aber es war ein gutes Buch, welches sich recht flüssig lesen ließ. Von mir gibt es 4 Blutstropfen und ich freue mich schon sehr auf die weiteren Teile.

  11. Cover des Buches Safe Haven - Wie ein Licht in der Nacht (ISBN: 9783453410534)
    Nicholas Sparks

    Safe Haven - Wie ein Licht in der Nacht

     (897)
    Aktuelle Rezension von: Lesepinguin22

    Ich habe schon fast alle Romane von Nicholas Sparks gelesen und bin immer wieder von seinen Liebesgeschichten begeistert. Er ist nicht umsonst mein Lieblingsautor. Außerdem habe ich die Verfilmung »Safe Haven – Wie ein Licht in der Nacht« gesehen, die sogar noch etwas packender als das Buch ist. Die Handlung ist nicht neu: Eine junge Frau flüchtet vor ihrem gewalttätigen Ehemann und beginnt ein neues Leben. Sie versucht, möglichst unsichtbar zu sein, damit ihr Mann sie nicht findet.

    Es wird in der Er-Perspektive abwechselnd aus Katies und Alex’ Sicht erzählt. Um die Handlung besser zu verstehen, gibt es Rückblenden und sogar Kevins Perspektive. Schon nach den ersten Minuten hat mich der flüssige Schreibstil durch die Seiten fliegen lassen. Die Mischung aus Liebesroman und Thriller macht es spannend und auch die sympathischen Hauptfiguren haben mir gefallen. Ich konnte mir alles gut vorstellen, weil das Setting detailliert beschrieben wurde.

    Erin wurde jahrelang von ihrem Ehemann Kevin misshandelt und hat endlich den Mut, vor ihm zu fliehen. In Southport, North Carolina, baut sie sich als Katie Feldman ein neues Leben auf. Sie findet in ihrer schlagfertigen Nachbarin Jo eine Freundin und einen Job als Kellnerin in einem Diner.

    Obwohl Katie zurückgezogen lebt und den Kontakt zu anderen Menschen meidet, lernt sie Alex kennen. Der gut aussehende Geschäftsinhaber hat zwei Kinder – Josh und Kristen. Seine Frau Carly ist gestorben und seitdem versucht er, sein Leben in den Griff zu bekommen. Doch Katie hat nicht umsonst Angst – ihre Vergangenheit lässt sie nicht mehr los. Jedoch baut sie schnell eine Bindung zu seinen Kindern auf.

    Die Geschichte beginnt für meinen Geschmack etwas langatmig, wird dann aber wahnsinnig spannend. Mir gefiel Alex’ einfühlsame und hilfsbereite Art sehr. Geschickt hat er sich damit in Katies Herz geschlichen. Sie braucht lange, um ihm zu vertrauen, was in ihrer Situation verständlich ist. Mit der Zeit sprühen die Funken zwischen den beiden und man könnte meinen, sie haben ihr Happy End gefunden.

    Wäre da nicht Kevin Tierney. Er ist Katies Ehemann, der als Cop beim Boston Police Department arbeitet und seine Frau unerbittlich sucht. Schnell wird klar, dass er ernsthaft krank und regelrecht besessen von ihr ist. Kevins paranoide Denkweise ist teilweise recht erschütternd, aber dennoch glaubwürdig. Zudem hat er ein Alkoholproblem. Daher ist es nicht verwunderlich, dass er Erin aufspürt und es zu einem Kampf um Leben und Tod kommt.

    Im Buch wird ein Thema angebracht, das zum Nachdenken anregt, weil es leider viel zu oft passiert. Nur die Auflösung zu Jo finde ich etwas zu weit hergeholt.


    Fazit


    Wieder ein spannendes und dramatisches Buch mit Tiefgang und Gefühl von Nicholas Sparks. Obwohl der Ausgang absehbar war, hat es mich bis zum Schluss gefesselt. Am Ende hätte ich mir einen Epilog gewünscht, damit die Story runder ist. Trotzdem hat mich die Geschichte überzeugt und ich bin schon auf sein nächstes Werk gespannt.


  12. Cover des Buches Schnee in Amsterdam (ISBN: 9783406727009)
    Bernard MacLaverty

    Schnee in Amsterdam

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Buecherfreundinimnorden
    Ich wollte dieses Buch schon lange lesen und bin jetzt ein wenig unschlüssig, denn ich möchte fair bewerten. Es ist ohnehin kein leichtes Thema, das Bernhard MacLaverty sich vorgenommen hat: ein älteres Paar in einer tiefen Krise, sie trägt sich mit Trennungsabsichten, er hat ein heftiges Alkoholproblem. Eine Reise von Glasgow nach Amsterdam soll retten, was noch zu retten ist - nur hat Stella dabei etwas völlig anderes im Sinn als Gerry, der Ehemann. Doch, es gibt eine Überraschung gegen Ende der Story und wir erfahren auch einiges über deny Hintergrund dieser Ehe, die sich in einer Sackgasse befindet: nur dauert das alles leider teilweise furchtbar lange und las sich manchmal eher quälend. Der Strom der Gedanken beider Hauptfiguren entfernt sich manchmal für meinen Geschmack recht weit vom eigentlichen Thema. Auch empfand ich es als ausgesprochen schwierig, mitzuerleben, wie wenig Alkoholiker Gerry sich seiner Situation bewusst ist- aber das ist vielleicht bei Suchtkranken einfach so. Deprimiert hat mich dann noch mal der Schluss: ein eher halbherziges „Wir bleiben zusammen“ , dem bereits die Gefahr innewohnt, dass sie weiter nebeneinanderher leben wie bisher: ohne rechte Freude, ohne Aufbruch. Bis Gerry in die Entzugsklinik muss?Oder Ins Altersheim? Das ist alles sehr wahrhaftig und glaubwürdig, aber auch unglaublich traurig. Ich hoffe nur, MacLaverty schreibt hier nicht aus eigenem Erleben...
  13. Cover des Buches Dunkle Havel (ISBN: 9783954515073)
    Tim Pieper

    Dunkle Havel

     (72)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Ein spannender erster Fall für Kommissar Toni Sanftleben. Bei einem Mordopfer wird das Foto von Tonis vor 16 Jahren spurlos verschwundener Frau Sofie entdeckt. Toni ist wie elektrisiert. Lebt Sofie noch? Wo steckt sie? Oder wird er endlich erfahren, was vor 16 Jahren wirklich geschehen ist? 

    So ganz "nebenbei" muss natürlich auch noch der Mordfall aufgeklärt werden. 

    Für mich ein spannender, interessanter und unterhaltsamer erster Fall dieser Krimi-Reihe, wobei ich die ganze Hintergrundgeschichte um Toni und seine verschwundene Frau tatsächlich spannender fand als den Mordfall, der das ganze erst wieder ins Rollen gebracht hat. 

    Toni ist ein interessanter und authentisch wirkender Charakter. Das Verschwinden seiner Frau hat er nie verwunden und Trost im Alkohol gesucht. Dennoch hat er es geschafft, seinen Sohn aufzuziehen und Polizist zu werden. 

    Obwohl mich die Geschichte zum Ende hin doch ein bisschen verloren hat, möchte ich weiterlesen! Die Idee, die Umsetzung und den Schreibstil mochte ich, und ich bin neugierig, was nun mit Sofia geschehen ist. 


  14. Cover des Buches Kreuzschnitt (ISBN: 9783426306048)
    Øistein Borge

    Kreuzschnitt

     (103)
    Aktuelle Rezension von: Benni91

    "Kreuzschnitt" von Oistein Borge ist der erste Teil einer Krimi-Serie rund um dem Ermittler Bogart Bull, der in Norwegen seinem Job nachgeht,. Nachdem dieser vor kurzem sowohl Frau, als auch seine Tochter bei einem Autounfall verloren hat, ist dieser aber verzweifelt bis depressiv...... Bogart kennt den Verantwortlichen für diesen Unfall selbst durch seine Arbeit, aber auch, dass dieser schwer behindert ist, scheint ihn nicht zufrieden zu stellen.....

    Als in Frankreich der schwerreiche norwegische Unternehmer ins einer Villa ermordet wird, wird Bull abkommandiert und ermittelt in der Folge mit den französischen Behörden in diesem Verbrechen.... Auffällig ist, dass nichts gestohlen wurde, sondern nur ein Bild von Edward Munch mitgenommen wurde..... Lange bleib es nicht bei nur diesem einen Opfer, in der Familie kommt es zu einem weiteren Todesfall..... Sind das Zufallsopfer, oder steckt ein persönliches Motiv hinter diesen Taten? 

    Die Hauptgeschichte fand ich wirklich kreativ, es geht u.a. um die die 1940er Jahre und die Konflikte zwischen den französischen Widerstandskämpfern und Nationalsozialisten.... Dieser Handlungsstrang wird vor allem in der Vergangenheit erzählt und gegen Ende hin schlüssig mit der Gegenwart verknüpft..... Bull als Charakter fand ich durchaus sympathisch und auch der französische Ermittler Moulin hat mir sehr gefallen. 

    Kurz vor dem Ende wartet "Kreuzschnitt" auch nochmal mit einer überraschenden Wendung auf, die ich durchaus gelungen fand... Allerdings war mir die Entlarvung des Täters ein wenig zu abstrakt und manche Längen führen zu diesem einen Punkt Abzug.... Dennoch wirklich eine originelle Geschichte, die für mich dennoch nicht ganz an den 3. Teil heranreicht.... Teil 2 steht noch auf der Leseliste....  Gute 4 Sterne von mir! 

  15. Cover des Buches Bewusstlos (ISBN: 9783453415317)
    Sabine Thiesler

    Bewusstlos

     (188)
    Aktuelle Rezension von: Mine90
    Ein Thriller, an dem ich einige Wochen genagt habe..
    Leider habe ich mehr erwartet. Das Buch hat stellenweise seine Längen und -wer es gelesen hat- nennt mich ruhig begriffsstutzig, dass ich ziemlich lange benötigt habe um herauszufinden warum dieses Buch "Bewusstlos" heißt!
    Ich würde sagen man kann es gut zwischendurch lesen, für mich persönlich aber keine absolute Leseempfehlung mit großartigem Spannungsfaktor. Somit leider nur 3 Sterne.
  16. Cover des Buches Kiellinie (ISBN: 9783426514016)
    Angelika Svensson

    Kiellinie

     (51)
    Aktuelle Rezension von: CarinaElena
    Kurz vor Beginn der Kieler Woche finden zwei Segler an der Förde die Leiche einer jungen Frau. Kriminalhauptkommissarin Lisa Sanders von der Mordkommission Kiel ist erschüttert: Bei der Toten handelt es sich um die Tochter von Lisas bestem Freund und ehemaligem Liebhaber. Erschwert werden Lisas Ermittlungen in diesem Mordfall durch die Zusammenarbeit mit dem arroganten Oberstaatsanwalt Thomas von Fehrbach, den ein dunkles Geheimnis zu umgeben scheint ....
    Am Anfang kam ich etwas schwer rein in die Geschichte,  weil man einfach direkt im Geschehen ist und einfach zu viele Protagonisten auf einmal auftauchen. Weitere Kritikpunkt ist, dass die Autorin ohne Kapitel arbeitet, sondern die Seiten nach Tagen eingeteilt wurden ... so konnte ein Tag sich schonmal 20 Seiten umfassen. 
    Ansonsten bin ich mega zufrieden, daher nur 4/5 Sternen. 
    Es gibt ziemlich viele Ereignisse,  der Tot von Fehrbachs Frau, seine Alkoholsucht, der Tod von Fehrbachs Vaterder Selbstmord von Werner Mertens, der Mordanschlag (und spätere Tod) an/von Horst Wiesner und die Geiselnahme von Lisa. Das Hauptaugenmerk liegt aber auf der Ermordung und Vergewaltigung von Kerstin Wiesner. Wie es zu all den Taten kommt , müsst ihr natürlich selbst lesen. 
    Das Buch ist wirklich spannend und flüssig geschrieben, die Charaktere gefallen mir richtig gut (auch wenn ich am Anfang Dr Thomas von Fehrbach nicht wirklich leiden konnte). Mit Lisa konnte ich mich am besten identifizieren, sie ist tough, ehrlich und direkt, dass gefällt mir sehr gut. Freue mich schon sehr auf den 2. Teil. 

  17. Cover des Buches Sommer in Maine (ISBN: 9783833309519)
    J. Courtney Sullivan

    Sommer in Maine

     (117)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    Die Familie Kelleher ist seit über 60 Jahren im Besitz eines Anwesens an der Küste Maines, das Großvater Daniel damals durch eine Wette gewonnen hatte und wo sie seitdem jeden Sommer verbracht haben. Seit zehn Jahren ist Daniel tot und die Sommer sind nicht mehr dieselben. Matriarchin Alice kommt nach wie vor jedes Jahr an die Küste, wo sie inzwischen einen Neubau bewohnt, während ihre Kinder sich die Monate Juni bis August für ihre Sommerurlaube in dem alten Cottage aufgeteilt haben. Die älteste Tochter Kathleen wohnt in Kalifornien und hat aufgrund ihres desaströsen Verhältnisses zu ihrer Mutter kein Interesse die Sommer dort zu verbringen. Auch ihre Schwester Clare lässt sich dort nicht mehr sehen. Einzig der Jüngste, Pat, schon immer Liebling von Alice, investiert in das Anwesen und genießt dort die Sommer zusammen mit seiner Frau Ann Marie, zu der auch Alice ein besseres Verhältnis pflegt, als zu ihren eigenen Töchtern. 

    Die Familie verbringt die Sommer nicht ohne Grund getrennt, nachdem das ausgleichende Element Daniel, der immer für einen Witz zu haben war und Alice in ihre Schranken verwies, gestorben ist, denn tiefe Verletzungen prägen die Kelleher-Frauen, Provokationen und Streitigkeiten bestimmen ihr Verhältnis. 

    Doch in einem Sommer wollen es die Umstände, dass Ann Marie, Kathleen und ihre Tochter Maggie gleichzeitig in Maine bei Alice sind und sich die tiefen Graben aus Enttäuschungen und Verbitterung zwischen ihnen unweigerlich auftun. 

    "Sommer in Maine" ist etwas anders aufgebaut, als ich es mir zunächst vorgestellt hatte, denn zunächst werden die Leben der vier handelnden Frauen aus deren Perspektiven parallel erzählt. Erst im letzten Viertel des Buches sind alle drei Generationen in Cape Neddick versammelt, wo ihre Geheimnisse mehr oder weniger freiwillig offenbart werden. 

    Der Roman handelt deshalb lange von den gegenwärtigen Problemen der Protagonisten, wobei es insbesondere in Bezug auf die betagte Alice und die Endfünzigerin Kathleen Rückblenden in die Vergangenheit gibt. Auf diese Weise lernt man die Frauen und ihre sehr eigenwilligen Persönlichkeiten kennen, aber auch was ihr Verhältnis zueinander geprägt. Es sind sperrige Charaktere, die nicht unbedingt Sympathien wecken, auch wenn Ann Marie zunächst noch als die liebenswürdigste erscheint. Die drei Kellehers, Alice, Kathleen und Maggie sind dagegen sehr auf sich selbst bezogen und insbesondere Alice und Kathleen sind sich in ihrer Taktlosigkeit und unverhohlenen Bösartigkeit ähnlich. Die Vergangenheit, die sie zu dem gemacht macht, das sie sind, weckt Verständnis für ihr Verhalten und die Mauern, die sie um sich aufgebaut haben. 

    Alice hat ein Trauma seit über 60 Jahren nicht verwunden, danach ihre jugendlichen Zukunftspläne aufgegeben und sich für ein Leben entschieden, das sie eigentlich nie führen wollte. Trost suchte sie sich im Alkohol und vernachlässigte ihre Kinder. Die mangelnde oder ungleich verteilte Liebe an ihre Kinder prägte wiederum deren Leben und das ihrer Kinder. 

    "Sommer in Maine" ist keine typische Urlaubslektüre, denn dafür fehlt dem Roman die Leichtigkeit. Es ist das Porträt einer amerikanischen Familie irisch-katholischer Wurzeln, das zwar etwas langatmig, aber durchaus aufwühlend erzählt wird. In der Familie herrscht viel böses Blut, dass sich jedoch erklärt, je mehr man über die Kellehers - auch durch Rückblenden in die Vergangenheit - erfährt. Die wechselnden Perspektiven ermöglichen einen tiefen Einblick in die Charaktere, die glaubwürdig sind und jeder für sich eine eigene Persönlichkeit und Dynamik entwickeln. 

    Es ist dramatische Familiengeschichte, die zeigt, was tragische Ereignisse auslösen können und wie Schuldgefühle und Geheimnisse Menschen prägen und noch nachfolgende Generationen belasten. 

    Während die männlichen Protagonisten in dem Buch eher Statisten sind, ist spannend zu erfahren, ob sich die Frauen am Ende auch nur annähernd miteinander versöhnen können und eine Art von Harmonie herstellen können, solange sie in den Sommern immer wieder nach Maine gelangen werden, wo sie noch Erinnerungen an unbeschwerte Ferien als Großfamilie haben. 

  18. Cover des Buches Sterben (ISBN: 9783442749577)
    Karl Ove Knausgård

    Sterben

     (137)
    Aktuelle Rezension von: Stephan_Belka

    Wer in Knausgårds Literatur einen Handlungsstrang sucht, der sucht diesen vergebens. Wer aber in seiner Literatur das Leben sucht, der findet einen ganzen Kosmos!!!
    Allein der essayistische Einstieg über den Umgang des modernen Menschen mit dem Tod. Der Hammer!!!!
    Radikal subjektive Literatur! Ich steh' da voll drauf.
    Absolute Empfehlung!!!

  19. Cover des Buches Zertrennlich (ISBN: 9783839001523)
    Saskia Sarginson

    Zertrennlich

     (95)
    Aktuelle Rezension von: Frau_M_aus_M

    Die Geschichte der Zwillinge Isolte und Viola geht ganz schön tief. Sie ist voller Symbolik, voller starker und schmerzhafter Gefühle und glücklicherweise am Ende auch voller Zuversicht.

    Isolte und Viola sind eineiige Zwillingsschwestern. Sie sind wie Ying und Yang. Isolte ist draufgängerisch, stark und laut. Viola ist sensibel, eher schüchtern und leise. Es ist so, als ob ein Mensch sich aufgeteilt hat auf zwei Menschen. Sie leben mit ihrer Hippie-Mutter in einem Häuschen im Wald.

    Sie begegnen ihrem Pendant, einem gleichaltrigen Jungs-Zwillingspaar: Michael und John. Die Vier verbringen viel Zeit zusammen und sind eng miteinander verbunden.

    Die Handlung es Buches ist genial spannend aufgezogen. Man kann lange nicht ahnen, was die Katastrophe war, die die Kinder aus der Bahn geworfen hat. Als deutlich wird, dass die Mutter der Mädchen sich das Leben genommen hat, denkt man, das es das ist, was den beiden bis heute zu schaffen macht.

    Die Mutter möchte ihrem kargen Leben im Wald eine Wendung geben und hat einen Mann kennengelernt, der eine kleine Tochter Polly hat. Sie möchte mit Isolte und Viola zu ihnen in die Stadt ziehen. Das gefällt den Mädchen gar nicht. Für sie ist die Welt doch in Ordnung so wie sie gerade ist. Sie wollen sich nicht fügen, lehnen den Mann und sein Kind ab. Die Mutter ignoriert das und schafft einfach Tatsachen. Eines Abends wird Polly allein mit den Mädchen zu Hause zurückgelassen. Die wollten sich gerade in dieser Nacht mit den Jungs im Wald treffen, um irgendeinen Hokuspokus bei Vollmond zu veranstalten. Isolte und Viola können sich nicht unbemerkt davonschleichen und müssen Polly mitnehmen. Beim direkten Ritual will Michael Polly auf keine Fall dabeihaben. Die Kinder lassen das Mädchen allein zurück einem alten Turm, der sonst als ihr Geheimtreff dient.

    Das Verschwinden der kleinen Polly trifft den Leser wie ein Faustschlag auf den Solarplexus. Das Ereignis sprengt im wahrsten Sinne des Wortes die Viererbeziehung.

    Wie ist mit dem unfassbaren Ereignis, wie ist mit der Schuld umzugehen? Jeder ist damit allein. Jeder versucht auf seine Weise, damit fertig zu werden. Pollys Vater beendet die Beziehung zur Mutter. Die Mutter nimmt sich das Leben. Die Mädchen wachsen bei einer Tante in London auf, sie haben keinen Kontakt mehr zu den Jungs.

    Isolte versucht, ihr Leben trotzdem zu leben. Aber es ist ein äußerliches Leben, ihren Schmerz und ihre Verzweiflung unterdrückt sie.
    Viola wird krank, sie isst nichts mehr und magert immer mehr ab, bis ihr Leben nur noch am seidenen Faden hängt.

    Als Isolte eines Tages in das Dorf zurückkommt, trifft sie unversehens auf John, der als Strafgefangener auf einem Gestüt arbeitet. Es ist ein verurteilter Mörder. Er hat seinen Bruder Michael umgebracht.

    Das Leben geht gnadenlos weiter. Es wird klar, dass sie einander beistehen müssen. Es wird klar, dass sie sich auseinandersetzen müssen, mit dem passiert ist. Und sie müssen sich selbst verzeihen.

    Am Ende des Buches ist man fix und fertig, es fällt schwer, die Gedanken zu ordnen. Toll!

  20. Cover des Buches Die Worte der weißen Königin (ISBN: 9783841502704)
    Antonia Michaelis

    Die Worte der weißen Königin

     (168)
    Aktuelle Rezension von: WriteReadPassion

    Inhaltserzählung:

    Meine Geschichte beginnt in der Dunkelheit. Denn in der Dunkelheit traf ich die erste wirklich wichtige, wirklich mutige Entscheidung meines Lebens. Und meine eigene Geschichte zu beginnen, draußen im Licht.

    (Seite 7)


    Autorin:
    Antonia Michaelis wurde in Kiel geboren und verbrachte die ersten beiden Jahre ihres Lebens in einem kleinen Dorf an der Ostsee. Anschließend zog sie mit ihren Eltern nach Augsburg, wo sie zwar zur Schule ging, aber nie aufpasste, weil sie unter der Bank dicke Bücher verfassen musste. Heute lebt Antonia Michaelis in einem kleinen Dorf gegenüber der Insel Usedom. Sie arbeitet für mehrere Verlage und, dramaturgisch, für die Montessorischule Greifswald - und verbringt den Rest mit Tochter und Mann, zwei Katzen, einem Förderkind und 3000 Quadratmetern Brennesseln.


    Bewertung:
    Die Aufmachung ist sehr schön und passt hervorragend zur Geschichte. Witzig ist, dass das Cover unter dem Schutzumschlag ohne den Jungen bedruckt ist. Das Cover wie auch der Titel lassen einen annehmen, es ginge um eine Art Märchen. So ist es jedoch nicht, das hat mich etwas enttäuscht.

    Dennoch ist die Gesamtgeschichte schön erzählt. Der Prolog macht schon sehr neugierig auf das Leben des Jungen Lion. Die Autorin steigert chronologisch die Ereignisse im Leben von Lion, es wird immer dramatischer. Lion ist ein sehr fantasievoller und optimistischer Junge, dem eine weibliche Leitfigur fehlt und der unerschütterlich an Wunder glaubt. Ich war beeindruckt von seinem Glauben und würde mir das auch von mir wünschen. Er hat einige familiäre Probleme, die er mit der Flucht in seine Fantasie zu bekämpfen versucht. So verwandelt sein Vater sich in den schwarzen König, eine alte Dame in der Kirche in die weiße Königin und die Adler in seine neue Familie. 

    "Gut, dass es dunkel wird", sagte sie. "Man sieht sonst so viel. Man wird wütend. Ich bin den ganzen Tag wütend, weißt du. Nur wenn es dunkel wird, geht die Wut ein wenig zurück. Sie schmeckt auch bitter, wie die Angst."

    (Seite 86)

    Die Autorin erzählt die Geschichte im Ganzen zwar schön verständlich, aber oft viel zu vereinfacht. Angeblich ist das Buch für zehn bis dreizehnjährige. Da halte ich das Alleinelesen für nicht ganz unbedenklich, denn hier wird wenig hinterfragt. Lion lebt zum Teil im Wald ohne nichts, und das nahezu reibungslos. Hier fehlt etwas mehr Realität, sowie an vielen anderen Stellen. Ich hätte Sorge, dass mein Kind das für realistisch hält. Ich finde, hier muss man den Kindern einiges erklären. Das Buch bietet viel Gesprächsbedarf bei jungen Kindern und Jugendlichen. Als Erwachsene ist mir die Geschichte viel zu einfach erzählt. Ich habe hier den Eindruck von Friede, Freude, Eierkuchen gewonnen.

    "Aber das Schreien hilft, damit sich die Seele nicht entzündet. Schreien ist besser als ducken. Eines Tages lernst du es. Eines Tages lernst du die Wut."

    (Seite 87)


    Fazit:
    Schön, wenn auch vereinfacht und etwas weltfremd erzählt. Bei jungen Kindern ist eine Begleitung durch Erwachsene ratsam. Ansonsten liest sich das Buch sehr schnell und weckt auch immer wieder die Neugier, was als nächstes folgt. Wer hier aber ein Märchen erwartet, wird enttäuscht werden. Von mir gibt es dafür 3,5 Sterne.


  21. Cover des Buches All In - Tausend Augenblicke (ISBN: 9783736308190)
    Emma Scott

    All In - Tausend Augenblicke

     (879)
    Aktuelle Rezension von: monique_zcs

    Nach den ganzen begeisterten Videos auf Tiktok habe ich von diesem Buch erwartet, dass es mein Herz zerschmettern würde. Ich bin so enttäuscht wirklich. Die Quotes waren teilweise zauberhaft, aber irgendwie hat mich die Story überhaupt nicht fesseln können. Schade. Ich hätte mir echt gewünscht, dass mir die Geschichte gefällt, weil es eigentlich wirklich ein total herzzerreißendes Thema behandelt. Der Prolog war vielversprechend aber alles danach. Naja. Aufedenfall liebe ich Jonah. Seine Ausdrucksweise - einfach schön.                             

  22. Cover des Buches So bin ich nicht (ISBN: 9783351036287)
    Anneliese Mackintosh

    So bin ich nicht

     (48)
    Aktuelle Rezension von: JohannesGroschupf
    In Macintoshs Stories hört man die Stimme einer neuen Generation: rau, patzig, unbestechlich und verletzt. Die Stimme einer Generation, die in ihrem Leben zu viele To-do-Listen angefertigt hat, die sich im Hamsterrad der Selbstoptimierung totläuft, die nach einem Internet-Artikel die Selbstdiagnose Borderline stellt, die sich im Sportstudio neben anderen Selbstoptimierern perfektioniert, die Motivationssprüche („SEI ALLES WAS DU SEIN KANNST“) auf ihren T-Shirts trägt, die über prekäre Jobs nicht klagt, weil sie nichts anderes mehr kennt, aber im Grunde das Gefühl nicht los wird, von Anfang an verraten und verkauft zu sein.

    Sex gibt es ohne große Umschweife, dafür ist er gleich wieder vorbei. Alkohol gibt es überall, und den Kater danach als Bonus-Track. Jobs gibt es auch, aber sie machen einen so fertig, dass man abends nur noch trinken will. Und nicht zu vergessen die Liebe, die wirkliche und wahrhaftige, doch man nehme sich vor ihr in Acht, denn sie kann schrecklich wehtun.

    Die Texte zeichnen sich durch ihre Kürze aus; Macintosh kommt schnell zum Eigentlichen. In „Wenn ich einmal tot bin“ entwirft sie kurzerhand ihre eigene Beerdigung, anspruchslos, doch überaus detailliert: „Ich meine, machen wir uns nichts vor – ich bin tot, und ich soll eingeäschert werden. Da brauche ich keine Schuhe. Und Mascara könnt ihr weglassen, weil meine Augen geschlossen sind. Aber ein bisschen Aufwand darf trotzdem sein. Schönes Kleid, neue Strumpfhose. Etwas Lipgloss.“
    Dieser leicht zynische Narzissmus endet zwanglos im bescheidenen Wunsch: „Ganz schön fände ich auch, wenn fünf Minuten nach dem Ende der Feier die Welt untergehen könnte. Nichts Luxuriöses. Nur eine kleine Apokalypse.“ Sie wünscht sich nichts Protziges: „Nur eine kurze, diskrete Implosion. Einen ruhigen Ausklang.“

    Nicht leicht zu verdauen, aber wirklich ein tolles Debüt.
  23. Cover des Buches Willkommen in Hawks (ISBN: 9783733783822)
    Juliane Käppler

    Willkommen in Hawks

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Angelsammy

    Schüleraustausch kann so reizvoll sein. Aber muß es ausgerechnet das öde all-american Kaff Hawks in Michigan sein? Dort wo die Elche fluchend fliehen und die Füchse seufzend die Pfoten vor ihre Augen schlagen? Aargh! Warum muß es Michigan sein???

    Die siebenzehnjährige Charlotte Engel, Pflanze der Großstadt ist nicht gerade enthusiastisch angetan. Wenn da nicht Cameron McCready wäre, vorgeblicher Bad Boy par excellence, in den sie sich verliebt. Er hat Charisma und Charme. 

    Aber er muß unschuldig in the slammer ( Knast ). Charlotte fliegt unverrichteter Dinge und geknickt nach Deutschland zurück. 

    Fünf Jahre ziehen ins Land, eine lange Zeit, bis sie sich wiedersehen - in Hawks. ( Ohne Hudson, hä, hä! ). Sie stellen erfreut fest, daß ihre Liebe noch sehr vital ist. Der wahre Verbrecher jedoch, für den Cameron gesessen hatte, wird ihnen schon bald gefährlich ...

    Juliane Käppler hat authentisch gezeichnete, vielschichtige Protagonisten geschaffen, die in diesem Plot zu begeistern wissen. Sie vermeidet die Untiefen des Kitsches, der Stereotypen und des Bla Blas. 

    Nebenfiguren sind ebenfalls fein austariert und verblassen keineswegs. Die Handlung ist dramatisch, emotional und packend. Nicht vorhersehbar schlägt das Buch unberechenbare Haken. 

    Humor und Romantik halten sich gut die Waage mit der angemessenen Ernsthaftigkeit. Die Muffigkeit der Kleinstadt ist gut eingefangen. Man geht mit und mag die beiden sehr. Ein gutes Buch, das man sehr gerne liest. Danke, Juliane Käppler! 

  24. Cover des Buches Unsere Tage am Ende des Sees (ISBN: 9783746633541)
    Linda Winterberg

    Unsere Tage am Ende des Sees

     (56)
    Aktuelle Rezension von: HEIDIZ

    "Unsere Tage am Ende des Sees" erzählt die Geschichte zweier Frauen - eine Liebesgeschichte, die romantisch geschrieben ist, aber keinesfalls kitschig, sondern glaubwürdig und lebendig, als wäre sie genauso passiert.

    Hanna und ihre Mutter sehen sich nach 25 Jahren das erste Mal wieder. Hanna ging einst von zu Hause weg. Nicht nur die Mutter sieht sie wieder, auch Alex tritt wieder in ihr Leben, ihr erste große Liebe, die sie nie vergaß und der sie scheinbar auch nie vergessen hat.

    Wir wechseln von der Gegenwart immer wieder in die Vergangenheit ins Jahr 1990. Die Gegenwart spielt im Jahr 2016.

    Leseprobe:
    ========

    Vor dem Fenster hörte es zu regnen auf. Die Sonne kam hinter den Wolken hervor und fiel auf die graue Auslegeware des Wohnzimmers. "Und mach dir keine Gedanken wegen Conny", kam Gabi noch einmal auf Max´ Witwe zu sprechen. "Sie wird es akzeptieren oder eben nicht. Wir werden sehen. Hast du Max die Vergissmeinnicht gebracht?" ...

    Zwei Frauen und deren Schicksale werden bewegend und spannend beschrieben ganz, wie man es sich von der Autorin vorstellt und wünscht. Ich habe schon verschiedene Romane von Linde Winterberg gelesen und bin immer gleich begeistert ob des Stils, mit dem sie ihre Leser/innen davonträgt und unterhält. Kurzweilig spannend und lebendig. Es ist auch eine romantische Liebesgeschichte, die man liest, aber die alles andere als kitschig wirkt, sie ist einfach perfekt gesponnen, wie die gesamte Handlung und glaubwürdig dargestellt, als wäre sie genauso oder ähnlich passiert.

    Man ist gefesselt und auch traurig gestimmt, die Autorin nahm mich als Leserin mit, ich konnte abtauchen und war gefangen in der Handlung - gern mehr von der Autorin ...

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