Bücher mit dem Tag "alexandre dumas"

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26 Bücher

  1. Cover des Buches Die Romanfabrik von Paris (ISBN: 9783404183111)
    Dirk Husemann

    Die Romanfabrik von Paris

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Eliza08

    Ein spannendender historischer Abenteuerroman mit dem „Autor meiner Kindheit“ war das bisher größte Lesevergnügen in diesem Jahr für mich.

    Mir hat die Geschichte um den berühmten Schriftsteller Alexandre Dumas (der Ältere) sehr gut gefallen. Das Cover ist in türkis mit einem Schriftzug und Ornamenten gehalten. Der Klappentext ist sehr informativ und bereitet den Leser gut auf die Handlung vor.

    In der Erzählung geht es um den Schriftsteller Alexandre Dumas, welcher in Paris eine sogenannte Romanfabrik betreibt. Dabei handelt es sich um einige Lohnschreiber, welche in seinen Diensten stehen und Romane in seinem Auftrag schreiben. Durch die große Anzahl an Schreibkräften kann Dumas seine Gedanken dem jeweiligen Angestellten „diktieren“ und somit eine Vielzahl an Romanen fertigstellen. Dumas ist durch seine leicht provokante Schreibweise nicht unumstritten und so trifft er auf seine Kritikerin Anna Moll, welche seinen literarischen Werken sehr ablehnend gegenübersteht. Durch einen gemeinsamen Feind wird diese Abneigung jedoch sukzessive abgebaut und eine spannende Jagd durch Europa beginnt.

    Die Charaktere der beiden Hauptprotagonisten sind sehr gut ausgearbeitet worden. Alexandre Dumas ist ein schriftstellerischer Tausendsassa, welcher sämtliche Handlungen und Ereignisse in den nächsten Roman „einbauen“ möchte. Er ist ein Gentleman, welcher an die Gerechtigkeit und an sein Vaterland glaubt. So lässt er sich auch durch Rückschläge niemals einschüchtern und hofft bis zum Ende an einen guten Ausgang der Ereignisse.

    Anna Moll, durch ein Schicksal an den Rollstuhl „gefesselt“, ist eine sehr starke Frau. Sie lebt mit einem Trauma aus der Vergangenheit und möchte dieses so gerne auslöschen. Dabei macht sie eine Charakterveränderung durch und lernt Alexandre von einer ganz anderen Seite kennen. Aber auch die Nebenfiguren geben der Story die nötige Fortune, um eine sehr schöne Erzählung entstehen zu lassen. Da ist zum einen der Magnetiseur Lemaitre, ein zwielichtiger Typ, welcher Menschen die große Heilung verspricht. Durchtrieben und narzisstisch ist er nur auf seinen Vorteil aus. So gibt er der Story die Dramatik, die aus dem historischen Roman eine Abenteuergeschichte werden lässt. Des Weiteren sind der Lübecker Heringshändler Olaf Schmaleur, der russische Geschäftsmann Viktor Schuwalow und die britische Herzogin Lady Alice zu nennen. Dabei hat mir Olaf Schmaleur sehr gut gefallen ist er doch seines gehobenen Standeswesens zum Trotz ein Protagonist mit dem Gefühl für das menschliche. Die Spannung der Geschichte wird kontinuierlich aufgebaut und findet erst am Ende ihren Höhepunkt. Der Aufbau der Handlung ist stringent und es ist nur ein kurzer Zeitsprung zu erkennen. Die Geschichte spielt im Paris und in Europa in den Jahren 1850-1852 und ist somit für den Leser sehr gut einordbar. Der Roman ist dabei in drei Teile gegliedert worden. Der Schreibstil des Autors zeichnet sich durch gehobene, bildhafte Sprache aus. Dabei verzichtet er auf nicht Details und somit kann der Leser sich sehr gut in die Geschichte hineinversetzen. Auch baut dieser immer wieder humorvolle Passagen ein, welche das ohnehin schon sehr schöne Leseerlebnis erhöhen. Sehr gut hat mir der Dialog am Anfang der Erzählung zwischen Dumas und einem seiner Schreiberlinge Fruchard gefallen. So berichtet Fruchard, dass die Handlung des Romans, an dem er arbeitet nicht stimmig, sondern eher „blass“ darüber kommt.  Dumas antwortet auf Seite 19 sinngemäß: „Denken Sie sich etwas aus Fruchard. Tupfen Sie den Pinsel in die Palette Ihres Geistes und dann schwingen Sie ihn über das Papier!  Verleihen Sie der Figur Leben!“ Gerade diese kurze Passage zeigt den schönen und süffisanten Schreibstil des Autors.  

    Als Besonderheit ist ein Personenverzeichnis sowie die historischen Anmerkungen des Autors am Ende des Buches zu nennen.  Als Zielgruppe des Romans kommen alle Anhänger historischer Romane oder Fans von den Werken Alexandre Dumas in Frage. Das Fazit ist sehr positiv. Für mich persönlich war der Roman das bisherige Leseerlebnis des Jahres und ich kann diesen nur allen unseren Leser wärmstens ans Herz legen.

  2. Cover des Buches Über die Grenze (ISBN: 9783825151515)
    Maja Lunde

    Über die Grenze

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Anna0807

    1942, Norwegen ist von den Nationalsozialisten besetzt und auch hier nimmt die Feindlichkeit gegen die Juden zu. Zwei jüdische Kinder sind auf der Flucht und warten auf ihren Begleiter über die Grenze nach Schweden. Doch dann geht alles schief und die beiden Flüchtlinge sind auf die 10 jährige Gerda und ihren wenig älteren Bruder Otto angewiesen. Auf ihrem gemeinsamen Weg lernen sich die vier unterschiedlichen Weggefährten besser kennen und erleben ein Abenteuer auf Leben und Tod. 


    Die Thematik Nationalsozialismus ist eine der schwersten Thematiken die in meinen Augen in der Kinder- und Jugendliteratur verarbeitet werden können. Und es dennoch ein sehr wichtiges Thema, das betroffen und nachdenklich macht, egal um welche Geschichte es sich dabei handelt. 


    Auf diese Geschichte bin ich durch Zufall gestoßen und war schon durch den Titel sehr neugierig auf die Handlung.

    Der Einstieg in die Geschichte fiel mir nicht ganz so leicht, da ich Gerda von Beginn an nicht wirklich mochte. Sie ist zwar jung, aber besonders zu Beginn in meine Augen für ihr Alter doch etwas zu naiv. Leider bin ich auch bis zum Ende der Geschichte nicht so richtig mit ihr warm geworden, auch wenn sich ihr Verhalten und auch ihre Denkweise durchaus weiterentwickeln. 


    Die Handlung an sich war spannend, mitreißend und hat mich durchaus berührt. Viele Eigenschaften wie Mut und Loyalität werden hier stark herausgestellt. Auch merkt man wie sehr die Charaktere sich trotz ihres jungen Alters in der kurzen Zeitspanne, in der wir sie begleiten weiterentwickeln. Diese Entwicklung hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Besonders die Entwicklung ihres Bruders war nachvollziehbar und gefiel mir gut. Auch die Beziehungen zwischen den einzelnen Figuren verändern sich. 


    Insgesamt empfinde ich die Geschichte für das empfohlene Alter als Angemessen. Es werden nicht zu viele Details gegeben und das Thema Nationalsozialismus altersgerecht dargestellt. Auch ist es interessant aus der Sichtweise von Kindern zu lesen, die nicht in dem System der Nationalsozialsisten eingebunden sind. Für mich als erwachsene Leserin war die Geschichte allerdings etwas zu sehr an die empfohlene Altersgruppe angepasst. Insgesamt gebe ich gut 4 Sterne. 

  3. Cover des Buches Der Club Dumas (ISBN: 9783458362494)
    Arturo Pérez-Reverte

    Der Club Dumas

     (153)
    Aktuelle Rezension von: larshermanns

    Rein per Zufall bin ich 2006 auf den Film »Die neun Pforten« von Roman Polański gestoßen, der mich völlig gefesselt hat. Ich liebe Bücher, vor allem antiquarische … und eben diese stehen im Film und der Romanvorlage »Der Club Dumas« von Arturo Pérez-Reverte im Mittelpunkt des Geschehens. Kein Wunder also, dass ich mir das Buch am 11. September 2014 kaufen musste, als ich es bei Amazon entdeckte.

    »»»»»»»»»» DAS BUCH ««««««««««

    Mir liegt die Taschenbuchausgabe von 2014 vor, die ich gestalterisch sehr ansprechend finde. Das Cover spricht bereits für sich und lässt erahnen, dass es um antiquarische Bücher gehen könnte. Der Preis lag damals bei € 9,99 für das 464-seitige Werk.

    »»»»»»»»»» DER CLUB DUMAS ««««««««««

    Lucas Corso ist Antiquar und skrupelloser Bücherjäger. Für seinen Freund, den Antiquar La Ponte, soll er das Manuskript zu »Le Vin d’Anjou« von Alexandre Dumans auf seine Echtheit hin überprüfen. Gleichzeitig erhält er von dem leidenschaftlichen Büchersammler Varo Borja den Auftrag, zwei okkulte Bücher ausfindig zu machen. Ihm selbst ist es bereits gelungen, das berühmt-berüchtigte Werk »Die neun Pforten ins Reich der Schatten« von Aristide Torchia zu beschaffen, das dieser im Jahr 1666 zusammen mit Lucifer höchstselbst verfasst hatte und dafür 1667 als Ketzer – zusammen mit seinen Büchern – auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden war. Heute soll es bloß noch drei Werke geben, von denen Borja eines vorliegt. Allerdings zweifelt dieser an der Echtheit des Buches, und Lucas Corso wird beauftragt, dieses Werk mit den beiden anderen Büchern zu vergleichen. Sollte sich eines der anderen als das echte Werk herausstellen, soll er es mit allen Mitteln in seinen Besitz bringen.

    »»»»»»»»»» MEINE MEINUNG ««««««««««

    Dass die Romanvorlagen zumeist deutlich besser sind als die späteren Verfilmungen, ist in den meisten Fällen zutreffend und wird mit »Der Club Dumas« noch einmal bestätigt. Der 1999 erschienene Film »Die neun Pforten« mit Johnny Depp ist zwar sehr gut und spannend inszeniert, behandelt jedoch de facto nur die Hälfte der Geschichte, was im Grund genommen bereits beim Filmtitel deutlich gemacht wird. Roman Polański hat sich einfach auf den okkulten Part beschränkt, um einen spannenden Mystery-Thriller zu schaffen.

    Doch »Der Club Dumas« ist so viel mehr. Dreht es sich hier doch vor allem um das Leben und Wirken von Alexandre Dumas sowie um Büchersammler und –liebhaber, die sich in regen Diskussionen über diverse literarische Werke auslassen. Und inmitten dieser Welt der Bücher wirkt und agiert Lucas Corso als eine Art Bücherjäger, der im Auftrag seiner Klienten einerseits Bücher auf ihre Echtheit hin überprüft und andererseits auch Aufträge entgegennimmt, bestimmte Manuskripte und Schriftstücke gegen Bezahlung zu besorgen, wobei er sich durch auch illegaler Methoden bedient.

    In dem vorliegenden Roman »Der Club Dumas« hat er es nun mit zwei unterschiedlichen Werken zu tun, bei denen sich die Recherchen dennoch nach und nach miteinander verbinden. Hierbei ist es spannend und interessant zugleich, wie selbst Corsos eigenes Leben sich mehr und mehr wie eine Geschichte aus der Feder von Alexandre Dumas entwickelt; sei es nun die mysteriöse Mylady oder ihr narbiger Vasall Rochefort. Und sei dies nicht genug, taucht auch noch die rätselhafte Studentin Irene Adler auf … Sherlock Holmes lässt grüßen!

    Letzten Endes entwickelt sich die gesamte Geschichte zu einem spannenden, teils verwirrenden Spiel der skurrilsten Charaktere mit Intrigen, Verschwörungen und unglaublichen Verwicklungen. Dabei lernt man auch noch etwas über die Kunst des Buchdrucks und der Restauration alter Bücher, was für Bücherliebhaber natürlich ein weiteres Schmankerl ist.

    Leider finde ich das Ende der Geschichte nicht ganz so gelungen – es wirkt irgend abgehackt und wie aus dem Hut gezaubert. Plötzlich ist alles ganz klar und logisch, doch man erfährt als Leser bedauerlicherweise nicht wirklich, wie sich Corso all die letztendlich erschlossen hat.

    Blickt man darüber hinweg, hat man einen spannenden Roman für Bücherliebhaber, der den Leser auf eine Reise durch die Literatur nimmt.

    »»»»»»»»»» FAZIT ««««««««««

    Mir hat der Roman »Der Club Dumas« gefallen, auch wenn ich das Ende als nicht ganz so gelungen empfinde. Die Unterschiede zwischen Roman und Film sind immens, sodass man beide besser nicht miteinander vergleichen sollte. Kenntnisse der Werke Dumas‘ sind zwar nicht zwingend erforderlich, lassen einen dann jedoch einiges in einem etwas anderen Licht erscheinen.

    Von mir gibt es hierfür gute 4 Sterne

  4. Cover des Buches Der Graf von Monte Christo (ISBN: 9783867601627)
    Alexandre Dumas

    Der Graf von Monte Christo

     (375)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Ich habe dieses Buch verschlungen - ein absolutes Meisterwerk, das gerade durch Syntax und veralterte Wortwahl den Leser in seinen Bann zieht.

    Dumas erzählt die Geschichte eines jungen, naiven Seemans, der Opfer von Neidern wird und durch ein großes Komplott seine große Liebe und viele Jahre seines Lebens verliert. Zu unrecht beschuldigt muss er ins Gefängnis. In der Nachbarzelle inhaftiert ist der scheinbar verrückte Geistliche Abbe Faria, der versucht, auszubrechen. Der alte Geistliche erzählt dem jungen Dantes von einem sagenhaften Schatz, den er auf einer kleinen Insel versteckt haben will. Zunächst hält auch Dantes den Alten für verrückt. Im Laufe der Zeit unterweist ihn der Abbe in den verschiedenen Dispziplinen und Wissenschaften, während sie weiter am Tunnel arbeiten. Zwischen beiden entsteht eine tiefgehende Freundschaft! Dantes gelingt eines Tages die Flucht - durch das erlernte Wissen und vom Leben zu einem Mann mit Rachegelüsten herangereift, beschließt er, sich an seinen Feinden zu rächen; in der Gestalt des reichen und gebildeten Grafen von Monte Christo, bewegt er sich unerkannt unter den Augen seiner Feinde. Jeder buhlt um dessen Gunst und Gesellschaft, keiner merkt, dass es in Wahrheit Edmond Dantes ist - immer tiefer gehen sie seinem ausgefeiltem Plan ins Netz... 

    Ein Buch das fesselt und mit viel Spannung dahinter

  5. Cover des Buches Die Kameliendame (ISBN: 9783746625683)
    Alexandre Dumas, der Jüngere

    Die Kameliendame

     (131)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Mit diesem Roman des französischen Schriftstellers Alexandre Dumas (der Jüngere), der später von Giuseppe Verdi für seine Oper ,La Traviata` übernommen wurde, ist dem Autor im Jahre 1848 der literarische Durchbruch gelungen. Erzählt wird die dramatische Liebesgeschichte der Kurtisane Marguerite Gautier und Armand Duval, der sich bereits bei der ersten Begegnung unsterblich in Marguerite verliebt und ihr bis über ihren Tod hinaus hoffnungslos erlegen bleibt. Die atmosphärische Erzählweise lassen die gesellschaftlichen und sozialen Konventionen des 19. Jahrhunderts deutlich erkennen. Das Buch vermag nicht von allem Anfang an zu fesseln (muss es auch nicht), man gerät als Leser erst im weiteren Verlauf zunehmend in einen Sog, dem man sich schwer entziehen kann. Auch ist bereits auf den ersten Seiten das Ende der Liebesgeschichte klar. Sie wird von hinten her aufgerollt und durch die gekonnte Dramaturgie des Autors, folgt man gespannt den Erinnerungen des Erzählers.

    Das dieser Ausgabe angefügte Nachwort von Michaela Messner gibt viele aufschlussreiche Ergänzungen über das Leben des Autors, die französische Gesellschaft zu dieser Zeit sowie kulturhistorische Einblicke zur nach-napoleonischen Ära.

  6. Cover des Buches Die drei Musketiere (ISBN: 9783423147651)
    Alexandre Dumas

    Die drei Musketiere

     (365)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

    Ich muss ganz ehrlich sein, das ich ziemlich überrascht war, als ich das Buch gelesen hatte. Es ist so gut geschrieben, daß man gar nicht aufhören kann.

    Jeder kennt den Film. Aber was ich alles in dem Buch gelesen habe, kannte ich überraschender Weise überhaupt nicht.

    Das Buch ist richtig spannend und schön erzählt. Es gibt zwar zwischendurch mal ein Stück, wo sich das Ganze so hinzugefügt, das fand ich jetzt aber nicht schlecht.

    D'Artagnan, Aramis, Athos & Porthos sind Protagonisten und ich finde es super toll, so das ich der Meinung bin, das jeder es lesen kann. Klare Weiterempfehlung.

  7. Cover des Buches Die Kameliendame (ISBN: 9783730605509)
    der Jüngere, Alexandre Dumas

    Die Kameliendame

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Der letzte Klassiker, den ich in diesem Jahr lese, musste für mich als frankophiler Leser natürlich von einem Franzosen stammen und so suchte ich mir Alexandre Dumas' (d. J.) Kameliendame heraus.

    Marguerite Gautier ist Kurtisane im 19. Jahrhundert in Paris. Die verprasst Geld ihrer Gönner in Theaterbesuchen, bei großen, rauschenden Festen und Spazierfahrten mit der Kutsche. Bis sie eines Tages Armand kennenlernt, der der hübschen jungen Frau sofort verfällt. Auch Marguerite verliebt sich in ihn und gibt ihr Leben für ihn auf. Als Armands Vater von dieser Verbindung erfährt, sorgt er für den Bruch der Beiden und das Leben aller Beteiligten nimmt eine tragische Wendung.

    Eine große Geschichte, wie sie damals vielleicht selten, vielleicht gerade nicht war. Das sündige Paris, in dem viel gefeiert wurde. Die Tuberkulose, die viele Menschen dahingerafft hat und das Metier der Kurtisanen, die es mehr oder weniger besser hat. Das Panorama dieser Zeit wird von Dumas sehr gut beschrieben. Die Opulenz kann man sich wunderbar vorstellen. Permanent eifersüchtige Freier, die das Leben ihres Objektes der Begierde, denn als nichts anderes wurden diese Frauen angesehen, in Händen hielten und nach Gutdünken verfahren konnten. Diese Frauen besaßen nichts und lebten nur von den Zuwendungen dieser Männer. Ohne sie wäre ein solches Leben undenkbar gewesen.

    Armand ist einer dieser Männer, der jedoch echte Gefühle für die junge Frau hegt. Diese Gefühle sind so intensiv, dass er ein permanenter Dauerjammerer wird, der das Leben einer Kurtisane einfach nicht begreift. Regelrecht kindisch werfen er und Marguerite sich gegenseitigen Kontrollzwang, nicht atmen lassen vor. Übertriebene, hektische Aktionen, unnötige Tränen und Geheule, das ganz große Programm. Und das, obwohl sie insgesamt vielleicht ein halbes Jahr verbracht haben. Doch so stellt man sich auch die Franzosen vor: große Gefühle, absolute Liebe, keine Duldung irgendeines anderen Menschen. Sofortige Vorwürfe sind das Ergebnis.

    Armand Duval ist so gefühlsbetont beschrieben, dass er mir doch immer wieder auf die Nerven ging. Und doch würde ich so einen Roman wahrscheinlich immer wieder lesen, denn bei all dem geht es auch um große Gefühle im Paris der vergangenen Jahrhunderte.

  8. Cover des Buches Trois Mousquetaires, Les (ISBN: B005R6Y1FM)
    Alexandre Père Dumas

    Trois Mousquetaires, Les

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  9. Cover des Buches Schiffbrüche (ISBN: 9783957575173)
    Alexandre Dumas

    Schiffbrüche

     (1)
    Aktuelle Rezension von: lesestunden
    Mit Schiffbrüche bekommt der Leser vier spannende, wenn auch kurzweilige Abenteuergeschichten, die ganz  in gewohnt hoher Qualität von Dumas präsentiert werden. Die exotischen und schönen Schauplätze, die Dramatik des Überlebenskampfes der Figuren und das maritime Thema sind ein Genuss zu lesen. Ein leider viel zu kurzes Lesevergnügen mit Geschichten, die zwar keine große Pointe, keine überraschenden Wendungen, aber einen spannenden Verlauf haben.
    Ausführliche Rezension: http://www.lesestunden.de/2015/07/schiffbrueche-alexandre-dumas/
  10. Cover des Buches Robin Hood (ISBN: B003ZHMMGA)
    Alexandre Dumas

    Robin Hood

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Sab_Ine

    Zum Inhalt:

    Die Geschichte ist wohlbekannt: Der geächtete Adlige Robin Hood ist der Anführer hunderter ebenfalls geächteter Männer. Gemeinsam leben sie im Sherwood Forest, im Herzen Englands. Er stiehlt von den Reichen und gibt den Armen. Vom Volk geliebt, vom Sheriff von Nottingham gehasst. Ist Robin dem Kampf gegen die Normannen gewachsen, die sich immer mehr im Land breitmachen und die Sachsen unterjochen wollen?

     

    Meine Meinung:

    Alexandre Dumas hat zwei Bücher über Robin Hood geschrieben. Der vorliegende Roman heißt im Original „Robin Hood le proscrit“ (Robin Hood, der Geächtete). Der Text wurde 1863 – 1864 verfasst.

    Es handelt sich hierbei um eine Übersetzung, die sich heutigen sprachlichen Gepflogenheiten ein wenig angepasst hat. Auf altertümliche Anreden wie „Euer“ oder „Ihr“ wurde hier vollends verzichtet. In Sherwood Forrest wird schlicht gedutzt oder gesietzt. Merkwürdig allerdings, dass Robin selbst auch den engsten Kreis seiner fröhlichen Männer entweder dutzt oder sietzt.

    Sprachlich gesehen ist der Text recht poetisch. Zeitlich ist er noch der Epoche der Romantik zuzuordnen. So ist es leicht verständlich, dass Dumas auch die Frauen seiner Helden fröhlich und heiter im Sherwood Forrest wohnen lässt und Kinder in der Idylle des Waldes geboren werden. Wäre das Leben wirklich so angenehm, würde heute niemand mehr in einer Großstadt leben wollen ;-)

    Schade ist es, dass Eigennamen wie Will Scarlett, vom Französischen (Will Ecarlate) ins Deutsche übersetzt wurden (Will der Rote), anstatt schlicht auf den eigentlichen Namen zuzugreifen, den m.E. bei uns auch jedes Kind kennt. Ich bin jedenfalls ständig über Will den Roten aus dem Lesefluss gerissen worden. Aus Petit-Jean hat die Übersetzerin schließlich auch wieder einen Little John gemacht. Zum Glück! Wer will schon was von einem kleinen Johann lesen ;-)

    Der Anfang des Buches wurde von Dumas recht dialoglastig verfasst, sodass man eher den Eindruck hat, ein Theaterstück zu lesen. Beschreibungen finden sich kaum, dafür aber einige liebevoll detaillierte Zeichnungen, sonst könnte man sich von den handelnden Personen kaum eine Vorstellung machen. Wer andere Sachen von Dumas kennt, wird den Eindruck nicht los, dass es sich evt. um einen ersten Entwurf der Geschichte handeln könnte.

    Überschriften, sowie einige Einwürfe des allwissenden Erzählers nehmen ab und zu das Ende vorweg.

     

    Fazit:

    Man sollte das Buch nehmen als das, was es ist:

    Eine sprachlich ausgefeilte, wunderbar romantische Hommage an Robin Hood aus dem 19. Jahrhundert!

     

  11. Cover des Buches Zwanzig Jahre danach. Tl.2 (ISBN: 9783596120413)
    Alexandre Dumas

    Zwanzig Jahre danach. Tl.2

     (8)
    Noch keine Rezension vorhanden
  12. Cover des Buches Die 3 Musketiere (ISBN: B0020HUEQ6)

    Die 3 Musketiere

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  13. Cover des Buches Die Königin Margot, (ISBN: B001Z42D8M)

    Die Königin Margot,

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Reise durch Rußland (ISBN: B004DATLXK)
    Alexandre Dumas

    Reise durch Rußland

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Der Mann in der eisernen Maske (ISBN: 9783746661247)
    Alexandre Dumas

    Der Mann in der eisernen Maske

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Nachdem ich vor vielen Jahren erstmals "Der Graf von Monte Christo" gelesen hatte und wider Erwarten recht enttäuscht war, dachte ich nun, dass es mit "Dem Mann in der eisernen Maske" besser klappt. Aber leider war ich arg enttäuscht. Auch in diesem Buch fehlte die Spannung komplett, man quälte sich vielmehr durchs Buch, weil man ja bereits mit Begeisterung die Verfilmung gesehen hatte und nun einfach nicht glauben wollte, dass der "große" Dumas ein so kaugummiartiges Buch geschrieben hatte. Aber diesmal konnte es auch nicht an der Übersetzung gelegen haben, denn Edmund Th. Kauer habe ich bereits bei der Kurzfassung der "Elenden" von Victor Hugo genießen können; diese Übersetzung war grandios bzw. Victor Hugo hat einen einfach phantastischen Stil gehabt. Zu diesem Buch kann ich also leider keine Leseempfehlung aussprechen, schade für einen so bekannten Klassiker. ---------- Hinzufügen muss man noch, dass es sich um die Ausgabe aus dem Aufbau-Verlag um eine gekürzte Fassung eines zweibändigen Romans handelt. Möglicherweise sind durch diese Kürzung die wesentlichen Spannungsmomente entfallen - leider wie so oft, wenn man aus Kostengründen etwas zusammenstreicht...
  16. Cover des Buches Die drei Musketiere (ISBN: 9783869743509)
    Alexandre Dumas

    Die drei Musketiere

     (10)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches Der Ratschluß des Magiers (ISBN: 9783352001857)
    Alexandre Dumas

    Der Ratschluß des Magiers

     (5)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Gesammelte Werke: Historische Romane, Abenteuergeschichten und Biografien (Vollständige deutsche Ausgaben): Die drei Musketiere + Der Graf von Monte Christo ... Johanna d'Arc + Das Halsband der Königin... (ISBN: 9788026837015)
  19. Cover des Buches Die schwarze Tulpe (ISBN: 9783945796207)
    Alexandre Dumas

    Die schwarze Tulpe

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater
    Durchgehalten habe ich die Lektüre wg. des Themas. Denn das Lesen war eine Qual. Alle Merkmale der Trivialliteratur sind hier in geballtenr Form zu finden.

  20. Cover des Buches Der Herr der Welt (ISBN: B003B3I794)
    Dumas - Mützelburg

    Der Herr der Welt

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Der schwarze General (ISBN: 9783423280174)
    Tom Reiss

    Der schwarze General

     (6)
    Aktuelle Rezension von: karatekadd

    Oder

    das Leben des wahren

    Grafen von Monte Christo

     

    Wie? Was? Der wahre Graf von Monte Christo? Den gab es wirklich? Nächste Frage: Wer hatte den geschrieben? Alexandre Dumas d.Ä. oder Alexandre Dumas d.J.? Okay, ein Blick ins Lexikon: Der Ältere, der Vater schrieb die Romane, der Jünger war eher Bühnenautor.

    Auf dem Cover ein Reitergeneral der französischen Revolutionsarmee. Ein Schwarzer, ein Farbiger. Noch nie gesehen. Und so begann ein sehr interessantes Leseabenteuer.

    * * *

    Thomas Alexandre Dumas oder auch Thomas-Alexandre Davy de la Pailleterie; geboren am 25. März 1762 in Jérémie, Saint-Domingue (dem heutigen Haiti), gestorben am 26. Februar 1806 in Villers-Cotterêts) war ein französischer General. Er war der Vater Alexandre Dumas des Älteren und der Großvater Alexandre Dumas des Jüngeren.

    Der Name weist auf eine adlige Abkunft hin. Der Geburtsort auf einen "Fehltritt" seines Vaters, einem Grafen. Die Mutter von Thomas Alexandre war die schwarze Sklavin Marie-Cessette Dumas, gekauft vom Vater, der von der Zuckerrohrplantage seines Bruders mit drei Sklaven geflohen war. Nun, das allein ist schon Stoff für einen Abenteuerroman, wenn das Schicksal eines Sklavenjungen in der Mitte des 19. Jahrhunderts jemanden interessiert hätte. Antoine-Alexandre Davy de la Pailleterie ermöglichte dem Knaben eine gediegene Ausbildung in Paris. Dazu gehört das Fechten. Dieses lernte man, wenn man gut war, vielleicht auch bei einem Mulatten, dem Chevalier de Saint-Georges, wie man sieht, aha, Chevalier: also auch ein Ritter. Was es nicht alles gab im Frankreich der Bourbonen am Vorabend der französischen Revolution.

    Der Kerl war riesengroß und unglaublich stark. Fechten konnte er wie kein zweiter. Er trennt sich vom Vater, der ein ziemliches Lotterleben führt und wird einfacher Soldat in einem Dragonerregiment. Der Rest wäre leicht erzählt, würde diesen Beitrag sprengen, der Titel sagt es: Die Karriere war wohl sehr erfolgreich und schnell. Vom Korporal über den Oberstleutnant zum General...

    Er ist einer der ältesten (nicht vom Alter her) und erfolgreichsten Generale, der mit seinen Kavallerieattacken in den Alpen die Österreicher bzw. Habsburger Gegner der Revolution mehrfach bezwingt, die ihn den "schwarzen Teufel" nennen. Aber mit einem ebenso aufstrebenden, Artilleriegeneral von der Insel Korsika kommt er nicht zurecht: Mit Napoleon Bonaparte. Mit diesem geht er auf die Expedition nach Ägypten. Als er 1799 Ägypten, vor dem durch Admiral Nelson die gesamte französische Expeditionsflotte vernichtet wurde, verlässt, leckte das morsche Schiff und Dumas bat in Tarent um Hilfe. Hier geriet er in Gefangenschaft, aus der er erst 1801 wieder frei kam...

    Der amerikanische Autor Tom Reiss, hat die Orte bereist, unzählige Archive gewälzt, Briefe gelesen, Militärberichte, er hat ein umfassendes Bild über einen den meisten Leuten unbekannten Mann erstellt, dessen Leben für seinen Sohn, den im Jahr 1802 geborenen Alexandre Dumas d.Ä. einige Bedeutung erlangen sollte. Als der Vater 1806 an einem Krebsleiden starb, ziemlich verarmt, weil seiner Witwe die Pension eines Kriegshelden verweigert wurde, konnte Alexandre, da er von einem Farbigen abstammte, keine höhere Schule besuchen. Dies ist ein Umstand, der dem "normalen" Leser bekanntester Abenteuerbücher meist nicht bekannt war. In umfangreichen Memoiren erzählt der Sohn vom Vater und setzt diesem ein ewiges Denkmal, denn er ist das Vorbild für zwei der bekanntesten Literaturgestalten der Weltliteratur: dÀrtagnan und Edmond Dantés. Die Freundschaft der drei, dann vier Musketiere geht auf die Freundschaft von Thomas-Alexandre mit drei Offizierskameraden zurück und die Haft des späteren Grafen von Monte Christo weist aud die Haft des Vaters in Tarent hin, wo er den wohl nicht unbegründeten Verdacht hegte, dass man ihn vergiften wolle. Oft hat der Sohn wohl auch übertrieben, wenn er vom Vater schrieb, der angeblich sich mit samt seinem Pferd zwischen den Schenkeln an einem Balken nach oben ziehen konnte.

    Selten, dass man aus einem Buch nun gleich so viel lernen kann wie aus diesem. Die Französische Revolution wird vor einem aufgeblättert mit ihren Erfolgen und ihren Grausamkeiten, die durch die Jakobiner und der sogenannten Wohlfahrtsausschuss verursacht wurden, als tausende Menschen mit einer angeblich so humanen Maschine hingerichtet wurden; auch der General Dumas hat mit seinem standhaften militärischen Verhalten mehrfach kurz davor gestanden, guillotiniert zu werden. Dumas, so lesen wir, war ein glühender Republikaner, als welchen er sich auch selber sah.

     

    Es waren die Franzosen, die als erste Europäer die Sklavenhaltung als nicht vereinbar mit den Menschenrechten ansahen und diese bekämpften. In den Kolonien, da wo auch Thomas-Alexandre herstammte war das nicht so einfach und die Abschaffung der Sklavenhaltung führte im späteren Haiti auch zu blutigen Bürgerkriegen. In Frankreich gab es unmittelbar vor und im Beginn der Revolution keine Rassendiskriminierung; umso schlimmer, dass diese schleichend mit der Machtübernahme durch Napoleon wieder zu Tage trat. Die Verweigerung der Generalspension ist ein Beispiel dafür.

    Reiss zeichnet uns ein Bild der Sklavenhalterländer im ausgehenden 18. Jahrhundert, welches die eher bekannten Aspekte der Sklavenhaltung im Süden der USA aus auch europäischer Sicht ergänzt.

    Es ist auch ein Abenteuerbuch, denn die Erlebnisse und Taten des Generals stechen schon deutlich hervor und seine Person, sein Charakter sind hervorragender Stoff für Abenteuerromane, wie sein Sohn sie dann schreiben wird.

    Und es ist eine Liebesgeschichte. Der Korporal Dumas lernt in Villers-Cotterêts die Gastwirtstochter Marie Labouret kennen und heiratet diese 1792. Eine Liebesheirat, die die Schwiegereltern des Grafensohnes unbedingt mit einschloss. Die Briefe, aus denen der Biograf zitiert, sprechen eine beredte Sprache. Und so schrieb er ihr, nachdem er aus der Gefangenschaft wieder frei kam auf der Rückreise:

    "Adieu, Geliebte, die meinem Herzen die meinem Herzen jetzt undauf immer das Teuerste sein wird, weil alles Unglück doch nicht mehr vermag, als die Bande zu stärken, die uns beide fest umschließen. Umarme für mich mein Kind, unsere lieben Eltern und all unsere Freunde.

     Dein ganz und gar,

    Alex Dumas, Divisionsgeneral."  (Seite 413)

    * * *

    Es gab einmal eine Statue mit dem Bild des Schwarzen Generals, doch kam diese in den Tagen des 2. Weltkrieges weg. Aber auf dem Arc de Triomphe ist sein Name verzeichnet. Doch wer hätte darin schon einen anderen Dumas erwartet, da hätte man schon stutzig werden müssen un die Jahreszahlen vergleichen: Alexandre Dumas d.Ä. war 1836, dem Jahr der Vollendung, bereits erfolgreich, auf den Inneseiten des Bogens sind aber Militärs genannt. So ist ihm zumindest nachträglich ein Denkmal gesetzt wurden, welches wohl gerechtfertig ist, auch den die französische Revolution mit Waffengewalt exportiert werden sollte und der General seine Taten in genau solchen Kriegen verbringen sollte.

    * * *

    Das Buch wurde übersetzt von Thomas Pfeiffer und Karin Schuler, es beinhaltet neu Karten zum Geschehen. Rundum ein hervorragendes Buch, welches ich, als ich es nun endlich einmal in die Hand nahm, doch ziemlich schnell verschlang. Die Recherchearbeit wird in der großen Bibliografie und in unzähligen Fußnoten deutlich.

    Das Meisterstück allerdings sind die beiden Prologe, denn diese zwingen den Leser förmlich, dran zu bleiben. Im kurzen ersten Prolog zitiert Reiss aus den Memoiren Alexandre Dumas d.Ä. die Zeilen über den Tod des Vaters 1806 und zeigt uns, dass es dem weltbekannten Romanautor sehr darauf ankam, seinem Vater ein Denkmal zu setzen. Die Memoiren seien der Grund, weshalb sich Reiss auf das Abenteuer begab, "das Leben des vergessenen Helden General Alexandre Dumas zu rekonstruieren." (Seite 14)

    Prolog 2 gibt eine Zusammenfassung zur Person des Helden und erzählt von den Schwierigkeiten der Recherche. Eine solche Einleitung ist schon ein feines Ding und zeugt von Arbeit eines hervorragenden Journalisten.

    * * *

    Tom Reiss wurde 1964 in New York in einer Familie jüdischen Glaubens geboren. Seine ersten Spuren als Journalist verdiente er als Redakteur von Campuszeitschriften. Mit der hier vorliegenden Biografie und der Biografie über Lev Nussimbaum (Der Orientalist: auf den Spuren des Essad Bey) u.a. wurde er bekannt. Den Pulitzer Preis bekam er für The Black Count, denn im Original heißt das Buch Der schwarze Graf.

     

    ► Florian Stark: Ranghöchster schwarzer General einer weißen Armee, in: Die Welt, 2. 11. 2013.

    ► Norbert Zähringer: Gefangener der Geschichte, in: Die Welt, 4. 01. 2014.

    ► Tom Reiss: Webseite

    ► Tom Reiss in der wikipedia

    ► Tom Reiss in der DNB

    ► DNB / dtv-Verlag / München 2012 / ISBN: 978-3-423-28017-4 / 540 S.

     

    © KaratekaDD

  22. Cover des Buches Gruselkabinett - Folge 20 (ISBN: 9783785733486)
    Alexandre Dumas

    Gruselkabinett - Folge 20

     (16)
    Aktuelle Rezension von: sabisteb
    "Der Werwolf" ist eine Fantasy Novelle von Alexandre Dumas dem Älteren, welche 1857 unter dem Namen "Meneur de loups" erschien. Eigentlich ist Alexandre Dumas der Ältere für seine historischen Romane wir die 3 Musketiere berühmt, jedoch machte er auch ab und an Ausflüge in das Fantasy Genre. Die deutsche Übersetzung "Der Werwolf" erschien etwa 1926. "Der Werwolf" spielt um 1780 in einem kleinen Dorf und basiert angeblich auf einer alten Sage, die Dumas als Kind hörte. "Der Werwolf" erzählt die Geschichte des Schumachers Thibault, der einen Pakt mit einem Werwolf eingeht. Jeder Wunsch Thiblaults soll in Erfüllung gehen, aber für jeden Wunsch wächst im zunächst ein Haar, danach 2, danach 4 (also 2x2x2x2...). Thibault ist nicht besonders gut in Mathematik oder so von Hass und Rachsucht geblendet, dass er die Konsequenzen nicht sieht, nämlich dass er dadurch sehr bald selber zum Werwolf werden wird. Thibault wird so zunächst der Anführer der vor Ort lebenden Wölfe, die ihm bald aufs Wort gehorchen. Schon bald findet der arme Schuhmacher Geschmack an seiner Wunschmacht und beginnt sich an allen zu rächen, die ihm seiner Meinung nach Übel wollten und riskiert dafür seine Liebe zu Angnelette, die ihn zur Umkehr zu bewegen versucht. Alexandre Dumas Werwolf ist ein Symbol für das Ausleben von Rachedurst und Gewaltphantasien. Je böser und rachsüchtiger der Mensch wird, umso mehr wird er zum Wolf, bleibt dabei jedoch äußerlich immer noch ein Mensch. Die Umsetzung des Hörspiels ist gewohnt gelungen. Die Geräuschkulisse schafft eine dichte, düstere Atmosphäre und die Sprecher sind wie man es von dieser Reihe erwarten kann, durchweg ausgezeichnet besetzt. Besonders die Besetzung von Thiblauld, der von Thomas Nero Wolff der deutschen Stimme von Hugh Jackman und somit von Wolverine (X-Men) ist, ist genial, denn diese Stimme weckt dadurch schon von Anfang an die Werwolf Assoziationen. Hier wurde eine recht unbekannte und sehr ungewöhnliche Werwolf Geschichte vertont, ein Klassiker der Werwolfgeschichten, der zu Unrecht so unbekannt ist und die ich zuvor nicht einmal dem Namen nach kannte.
  23. Cover des Buches Zwanzig Jahre danach. Tl.1 (ISBN: 9783596120406)
    Alexandre Dumas

    Zwanzig Jahre danach. Tl.1

     (10)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Die Bartholomäusnacht (Königin Margot) (ISBN: 9783990416075)

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