Bücher mit dem Tag "akram el-bahay"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "akram el-bahay" gekennzeichnet haben.

9 Bücher

  1. Cover des Buches Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherstadt (ISBN: 9783404208838)
    Akram El-Bahay

    Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherstadt

     (217)
    Aktuelle Rezension von: Eliza08

    Durch einen netten Zufall habe ich von dieser Fantasy-Trilogie gehört. Ich habe mir den ersten Band gekauft und bin restlos begeistert von einer faszinierenden leserlichen Reise in eine ferne und geheimnisvolle Welt.  Das Cover ist dunkel gehalten. Erkennbar ist ein Buch, auf dem in goldener Farbe ein Gesicht abgebildet ist. Im Hintergrund sind die Umrisse einer sehr großen Bibliothek erkennbar. Der Klappentext ist sehr allgemein gehalten und weiß geschickt Spannung zu erzeugen. In der wesentlichen Handlung geht es um den jungen „Dieb“ Sam, welcher sich vorgenommen hat ein neues „Leben“ abseits krimineller Tätigkeiten zu beginnen. Er wird dafür als Wächter in einer unterirdischen Bibliothek unter dem „weißen Königspalast“ in seiner Heimatstadt Mythia eingestellt. Schnell merkt Sam, dass diese Bibliothek etwas ganz Besonderes ist. Diese Bibliothek, auch Paramythia genannt, ist eine Stadt für sich. Bald muss Sam aber feststellen, dass das Leben in den Diensten des Königs sehr gefährlich sein kann.

    Der Hauptprotagonist ist ein sehr geschickter junger Mann, welcher ein sehr eingefahrenes Leben bis jetzt geführt hat. Im Laufe der Story macht dieser aber eine gute charakterliche Wandlung durch, welche mir sehr gut gefallen hat.  Als wesentliche Nebendarsteller können die junge Dienerin Kani und ihr Vater der Gelehrte Hakim genannt werden. Des Weiteren waren viele interessante und fantastische Wesen in der Geschichte verankert.

    Der Roman ist stringent aufgebaut und durch keine Zeitsprünge gekennzeichnet. Die Spannung der Geschichte ist bis zum Ende fast am Siedepunkt und bereits nach wenigen Seiten kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Der Schreibstil des Autors ist sehr detailliert und beschreibend, sowie dialogorientiert und sehr gut lesbar. Gerade die Detailtiefe in den Textpassagen hat mein Kopfkino so richtig ins Rollen gebracht. Mythia und Paramythia sind ganz besondere Orte, welche ich mir sehr plastisch vorstellen konnte. Gerade Freunde von Kultureinrichtungen werden dabei auf ihre Kosten kommen. Aber auch die vielfältigen Charaktere in einer fantastischen Welt fand ich sehr interessant und auch sehr passend in dieser Erzählung gewählt.  Als Zielgruppe des Romans kommen sowohl Männer als auch Frauen aller Altersgruppen in Frage. Das Fazit ist sehr positiv. Spannend und detailreich erzählt lässt dieser Roman ein Kopffilmerlebnis aufleben. Ich bin sehr froh diesen Roman gelesen zu haben und bin gespannt wie die Geschichte um Sam und seine außergewöhnliche Truppe weitergehen wird.

  2. Cover des Buches Flammenwüste (ISBN: 9783404207565)
    Akram El-Bahay

    Flammenwüste

     (86)
    Aktuelle Rezension von: EraThanatos

    "Flammenwüste" von Akram El-Bahay ist der erste Band der gleichnamigen Trilogie und spielt in einem Setting, das man im Fantasy-Bereich nicht so häufig findet.

    Der junge Geschichtenerzähler Anûr reist mit seinem Großvater durch das Land um den Menschen Legenden von mystischen Kreaturen und Helden zu ihrer Unterhaltung zu bringen. Für ihn und die Leute sind sie aber auch nur genau das: Erfundene Geschichten. Als er in den Palast geholt wird, erfährt er jedoch, dass nicht alle Geschichte nur der Fantasie entspringen. 

    Ehe er sich versieht, ist er auf Drachenjagd, findet Gefährten und erfährt mehr über sich und seinen Teil in dieser Geschichte.

    Wie man sieht wird das Rad nicht neu erfunden aber das muss es auch nicht. Statt saftigen Wiesen und Wäldern, spielt das Ganze aber in eher lebensfeindlichen Wüstenlandschaften. 

    Die Perspektiven wechseln zwischen Anûr mit seinen drei Gefährten und Prinz Masul, was einem verschiedene Blickwinkel auf die Geschehnisse bietet.

    Die Charaktere selbst sind schön ausgearbeitet und haben ihre ganz eigenen Persönlichkeit und gerade der junge Anûr, der ja quasi unverhofft in alles geworfen wurde, zeigt sehr menschliche Unsicherheit, die leider im Laufe der Geschichte nicht viel besser wird aber wir haben ja noch zwei Bücher.

    Eine kleine Liebesgeschichte findet sich auf, die leider mal wieder viel zu schnell geht aber hier kann ich das besser ab, da sie nicht wie große Liebe auf den ersten Blick ankommt, sondern eine Jugendliche Verliebtheit die sich steigert.

    Apropos jugendlich: Tatsächlich liest sich das Buch etwas wie ein Jugendroman und erinnert mich generell an die "Feywind" Reihe von Peter Hohman. Nur stilistisch, nicht inhaltlich natürlich. Wer diese also mochte, wird hier seine Freude haben.

    Fazit: Der jugendliche Stil stört mich persönlich nicht, da die Geschichte so viele tolle Ideen einbringt, seine ganz eigenen Völker und Kreaturen mitbringt, flüssig erzählt wird und man einfach nur so über die Seiten fliegt. Darum von mir 5 von 5 Sterne 🌟

  3. Cover des Buches Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherkönig (ISBN: 9783404209095)
    Akram El-Bahay

    Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherkönig

     (92)
    Aktuelle Rezension von: Ms_Violin

    Das Geheimnis der riesigen unterirdischen Bibliothek Paramythia wurde gelüftet: Sie ist ein magisches Gefängnis. In den Büchern werden Wesen gefangen gehalten, die den Menschen nur aus Märchen bekannt sind. Denn einst herrschte Krieg zwischen den Völkern, den die Fabelwesen verloren.
    Der ehemalige Dieb Sam und die Gelehrtentochter Kani wollen das Unrecht beenden und die Fabelwesen befreien. Doch in den flüsternden Schatten lauert Layl, die dunkle Wüstenhexe. Wer ihre Pläne gefährdet, schwebt in höchster Gefahr …


    Die Pause zwischen dem ersten und diesem zweiten Band war vielleicht etwas groß für mich, denn ich hatte einige Probleme wieder in diese Welt hineinzufinden. 

    Nach dem ersten Band habe ich mich noch beschwert, dass mir die Figuren einfach nicht richtig Nahe kommen wollten, weil ich das Gefühl hatte, dass es ihnen an Tiefe fehlte. Dieses Mal jedoch tauchen wir viel tiefer in die Charaktere ein und so erfahren wir viel mehr über die einzelnen Figuren, ihre Hintergründe, Motivationen, Wünsche.
    Das fand ich schon deutlich besser, aber dafür konnte mich die Geschichte dieses Mal nicht so richtig mitreißen.

    Die Abläufe wiederholen sich. Es geht ständig nur ums Fliehen/Gejagt werden/Kämpfen/Entkommen; mal mit Verlusten mal ohne und auch wenn zwischendurch einzelne wichtige Hintergrundinformationen eingestreut werden, konnten auch diese mich meist nicht vom Hocker reißen, da viele Enthüllungen einfach schon sehr vorhersehbar waren.

    Erst ab ungefähr der Hälfte des Buches wurde ich von der Geschichte wieder besser mitgenommen und doch wollte der letzte Funken einfach nicht richtig überspringen, was eben auch an dieser ständigen Wiederholung von Verfolgung/Flucht/Kampf (oder einer anderen Variation des gleichen Spiels) lag.
    Das ist echt schade, denn die Welt ist eigentlich toll mit ihrer riesigen unterirdischen Bücherstadt, den unglaublichen Fabelwesen, den uralten Geheimnissen und Prophezeiungen und doch hat eben immer irgendetwas noch gefehlt, um mich wirklich komplett von dieser Welt fesseln zu lassen.


    Fazit: Hatte ich am ersten Teil noch die fehlende Tiefe der Charaktere bemängelt, wird dies hier im zweiten Band korrigiert. Dafür konnte mich der Handlungsstrang nicht sonderlich packen und viele der Enthüllungen fand ich zu vorhersehbar.

  4. Cover des Buches Herzenmacher (ISBN: 9783764170806)
    Akram El-Bahay

    Herzenmacher

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Leewinno_86

    Mein Auftakt für das Lesejahr 2022. Der Autor wird laut Klappentext als "Märchenmeister" bezeichnet. Das Buch ist auch tatsächlich eher wie ein langes Märchen zu lesen mit einer Winterhexe, die einen Pakt mit dem Tod   geschlossen hat, um ewig zu herrschen. Ich fand es schön zu lesen.

     


                    

  5. Cover des Buches Flammenwüste - Der Gefährte des Drachen (ISBN: 9783404207954)
    Akram El-Bahay

    Flammenwüste - Der Gefährte des Drachen

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Flaventus

    Der zweite Teil der Flammenwüste-Trilogie steht ganz im Zeichen der Suche nach dem ersten Wort. Auch wenn ich die Trilogie in einem Rutsch gelesen habe, so ist es sehr löblich, dass der Autor zu Beginn eine kleine Zusammenfassung der Ereignisse in die Handlung eingeflochten hat. So gelingt der Einstieg deutlich reibungsloser.

    Die Erzählung wird im zweiten Teil dichter und glücklicherweise leidet dieser nicht unter dem Trilogie-Syndrom, nach dem zweite Teile oftmals einen Durchhänger aufweisen. Die Figuren sind bekannt und werden weiter ausgebaut und die Handlung wird abwechslungsreich und spannend fortgeführt. Die Mischung aus Wüsten-Abenteuer und Fantasy bleibt bestehen und viele Ideen fließen in diese Geschichte ein.

    Mit wechselnden Erzählperspektiven hält El-Bahay den Leser bei Laune und bleibt seinem Schreibstil treu. Es gibt in dem Buch einige Formulierungen und Ausdrücke, bei denen sehr deutlich wird, dass das Buch nicht übersetzt wurde, sondern direkt auf Deutsch geschrieben wurde. Immerhin ist es so markant, als dass es mir ins Auge gesprungen ist.

    Fazit

    Wenn man die Trilogie in einem Rutsch durchliest, dann bettet sich dieser Teil sehr gut in die Erzählung ein und der Text liest sich wie ein 2000-Seiten-Roman, in dem es viel zu entdecken gibt und zahlreiche Ideen das Lesen auflockern. Mir hat die Mischung aus Orient und Fantasy weiterhin sehr gefallen und fiebere nun dem Finale entgegen.

                                   

                                               


                                                

  6. Cover des Buches Fabula - Das Portal der dreizehn Reiche (ISBN: 9783833906992)
    Akram El-Bahay

    Fabula - Das Portal der dreizehn Reiche

     (36)
    Aktuelle Rezension von: mein_lesenest

    {Rezension}

    Fabula – Das Portal der dreizehn Reiche



    Darum geht’s:

    Als Will mit seiner Klasse unterwegs ist, da entdeckt er im Park einen merkwürdigen Baum, den er so zuvor noch nie gesehen hat. Es kommt ihm so vor, als würden um den Baum herum Feen fliegen. Aber kann das sein? Das will ihm natürlich zunächst keiner glauben, schon gar nicht seine Zwillingsschwester Charlotte. Aber als sich die Ereignisse dann überschlagen und ihre Mutter plötzlich verschwunden ist, muss Charlotte wohl mal zugeben, dass sie nicht immer recht hat. Und so stolpern die Zwillinge in das wohl gefährlichste Abenteuer ihres Lebens.


    Meinung:

    Auf das Buch bin ich eindeutig durch das tolle Cover aufmerksam geworden. Es ist so wunderschön mit den Blau- bzw. Rottönen gestaltet und die goldenen Elemente veredeln das ganze nochmals. Es schaut einfach richtig magisch aus.

    Und so ist auch die Geschichte: Magisch. Am Anfang des Buches wird man durch einen Prolog aus der Vergangenheit , der mich richtig neugierig gemacht hat, eingeführt und dann beginnt die eigentliche Geschichte. Diese gefällt mir richtig gut. Märchen und im allgemeinen Geschichten spielen hier eine große Rolle und ich finde es toll, wie der Autor zeigt, dass solche Geschichten wichtig sind und weitererzählt werden müssen. Der Autor Akram El-Bahay hat eine ganz neue Fantasywelt erschaffen, die mich richtig begeistert. Es gibt ganz viele verschiedene magische Wesen und Völker, die mich richtig fasziniert haben. Obwohl es doch relativ viel ist, fiel es mir überraschend leicht den Überblick zu behalten, weil Akram El-Bahay einfach alles so gut und präzise beschrieben hat. Nicht nur die verschiedenen Fabelwesen sind genial beschrieben, sondern auch die Umgebung und die Handlungen. Ich konnte mir alles ganz detaliert vorstellen und hatte ein genaues Bild vor Augen.

    Allgemein hat der Autor einen angenehmen Schreibstil. Er schreibt richtig fesselnd und spannend, aber trotzdem kommt man gut mit und versteht was alles zu bedeuten hat. Außerdem gibt es auch viele mysteriöse und humorvolle Stellen im Buch.

    Das Buch wird aus der Sicht von Will erzählt. Das hat mir gut gefallen und er ist mir mit seiner mutigen und selbstbestimmten Art sehr sympatisch. Außerdem mochte ich den Blick in seine Gedankenwelt, in die ich mich gut hinein versetzten konnte.

    Genauso gut gefällt mir auch die innere Gestaltung im Buch. Jede Kapitelüberschrift ist toll gestaltet und wenn man das Buch aufklappt, erwarten einen eine tolle Darstellung von 2 Fabelwesen und vielem mehr.



    Fazit:

    Wie man sicherlich schon gemerkt hat, konnte mich der Autor mit seinem Fantasyroman richtig begeistern. Ich finde das Buch richtig genial und vergebe begeisterte 5/5☆.


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  7. Cover des Buches Wortwächter - Broschur (ISBN: 9783764120016)
    Akram El-Bahay

    Wortwächter - Broschur

     (68)
    Aktuelle Rezension von: Arius

    "Ja, du solltest Angst haben, Tom.

    Denn dies ist kein Film.

    Nein, dies sind Worte.

    Und Worte sind die gefährlichsten Dinge der Welt!" (S. 68)

    Eine Erzählung, die die wichtige Rolle des Lesens von Büchern und Literatur thematisiert.

    Die Handlung spielt in der normalen Welt. Der Protagonist Tom, ein zwölfjähriger Junge macht gezwungenermaßen Ferien auf dem Anwesen seines Onkels in Stratford-upon-Avon in der englischen Grafschaft Warwickshire. Der Ort ist vor allem als Tauf- und Sterbeort von William Shakespeare berühmt. 

    Toms Familie ist verwandt mit dem altehrwürdigen englischen Autor Shakespeare und Onkel David scheint das Erbe sehr ernst zu nehmen. So muss Tom feststellen, dass es im Haus seines Onkels weder Computer noch Fernseher oder ein Handynetz gibt, sondern nur eine Unmenge an Büchern. 

    Absolut langweilig, findet Tom, der ein Lesemuffel ist.  

    Doch da geht das Abenteuer los. Bereits in der ersten Nacht in dem Haus, findet Tom in einem Kellergewölbe eine Buchseite, auf der wie von Zauberhand Worte erscheinen und wieder verschwinden...

    Die Worte scheinen genau das zu erzählen, was Tom gerade sieht, denkt oder tut, mit der Eigenheit, dass sie all das leicht zynisch und selbstgefällig kommentiert. Auf einmal warnt ihn die Seite, sich rasch zu verstecken. Und schon befindet sich Tom in seinem größten Abenteuer. Die Ereignisse überschlagen sich. Toms Onkel wird entführt und er begibt sich gemeinsam mit einem bücherverrückten Mädchen und den steinernen Abbildern von William Shakespiere und Antoine de Saint-Exupéry auf eine magische Reise, die ihn und seine Begleiter in verschiedene Länder führt, wo es einige knifflige Rätsel zu lösen gibt. Gemeinsam lösen sie diese Rätsel, immer auf der Flucht vor denen, die die Macht der Wörter für sich benutzen wollen.

    Wil der Diener des Onkels gibt sich als versteinerte Nachbildung von William Shakespeare zu erkennen und erzählt Tom vom Orden der Wortwächter, der aus den „Lesern“ und den „Schreibern“ bestanden habe. Diese waren imstande die Lebensseiten der Menschen zu lesen und falls notwendig in einem begrenzten Rahmen umzuformulieren. „Denn sie wachten über den Fluss der Worte und den Lauf der Welt. Immer dort, wo sie glaubten, dass die Welt Hilfe braucht, haben sie die Dinge behutsam verändert.“

    1944 brach die Gemeinschaft der Leser und Schreiber jedoch auseinander und beide Gruppen stehen sich seither feindlich gegenüber. Um die Entführten zu retten, gilt es, eine bestimmte goldene Feder zu finden. Doch diese wurde einst in vier Teile zerteilt und an verschiedenen Orten auf der Welt versteckt.

    Dass echte Menschen in der realen Welt in eine fantastische Geschichte geraten, ist ein häufig verwendetes Thema für Romane: „Die Edelstein-Trilogie“ von Kerstin Gier, „Niemalsland“ von Neil Gaiman oder "Tintenherz" von Cornelia Funke. 

    In Akram El-Bahays „Wortwächter“ ist es jedoch ein bisschen anders, pragmatischer könnte man sagen, oder authentischer. Denn in diesem Buch geraten die Protagonisten nicht in eine in allen Details auskonstruierte parallele Fantasiewelt. Vielmehr haben sie es mit eine Art Geheimbund zu tun, der über die Welt der Bücher wacht. 

    Es gibt die „Lesenden“, die „Schreibenden“ und „steinerne Bibliothekare“, die dann entstehen, wenn ein berühmter, verdienter, wichtiger Autor stirbt: Statuen, die ein bisschen aussehen wie er, sich bewegen können wie Menschen und über all das wachen, was ihr Autor so geschaffen hat.

    Die „Lesenden“ und die „steinernen Bibliothekare“ wachen über eine besondere Bibliothek, die gut getarnt im Londoner Big Ben untergebracht ist und in der ganz besondere Bücher aufbewahrt werden. 

    Für jeden Menschen gibt es solch ein besonderes Buch, das aus seinen Lebensseiten gebunden wird. Ein bisschen Datensammlung, wie bei Facebook, eine Biographie, die sich schreibt, während einer lebt und jeder lesen kann, sobald die betroffene Person stirbt.

    Das Buch eines lebenden Menschen kann nur lesen, wer die Gabe der „Leser“ besitz. Eine besondere Gabe, die nicht jeder hat, und über die Tom verfügt.

    Wie bereits erwähnt, gibt es neben den „Lesenden“ auch noch „Schreibende“. Diese haben die Fähigkeit die Schriften der Lebenden umzuschreiben und somit das Leben des Betreffenden zu ändern. Dadurch können sie den Lauf der Welt verändern. 

    Und natürlich bildet sich unter den „Schreibern“ eine Gruppierung, die genau dies tun möchte – Die Welt nach ihren Vorstellungen formen. Diese gilt es aufzuhalten.

    Ja, und dann müssen natürlich noch die Entführten gerettet werden, Onkel David ist nicht der einzige, den die bösen Schreiber als Geisel genommen haben, auch Josefines Vater ist darunter.

    Die Protagonisten sind Actionhelden der besonderen Art. Denn ihre Superkräfte sind Worte und Geschichten. Das ist erfrischend originell und spannend! Die steinernen Bibliothekare sind die Abbilder berühmter Schriftsteller, die „Leser“ sind die Nachkommen berühmter Autoren und Toms Lebensseite hat ihren ganz eigenen Charakter.

    Was wäre, wenn Wörter mehr Macht haben, als wir es uns vorstellen können? Was, wenn die Seiten eines Buches mit einem sprechen könnten? Was, wenn wir mit geschriebenen Wörtern die Welt um uns herum verändern könnten? Genau diesem Gedankenspiel geht Akram El-Bahay in seiner Geschichte um Tom und Josephine nach.

    Die Idee fand ich ist gut, doch leider konnte ich in die Geschichte nicht ganz eintauchen. Der Schreibstil wirkte auf mich zu distanziert. Der Autor hat das Buch für jüngere Leser geschrieben, dementsprechend ist er weniger sorgfältig vorgegangen. So kommt die Handlung teilweise überhastet daher.  Einige Male wollte ich Tom auch schütteln und ihm auf die Füße treten, weil die Lösung einiger Rätsel doch sehr offensichtlich war. Das Ende wirkt leider ein wenig hektisch, so als wäre dem Autor die Seiten ausgegangen. So bleiben ein paar Fragen offen. Doch das lässt sich gut verschmerzen, regt es doch die Fantasie des Lesers an, sich selbst seinen Teil zu denken und die Geschichte im Kopf weiterzuspinnen.

    Der Plot ist ein wenig kompliziert. Weder Tom noch dem Leser bleibt viel Zeit bleibt, über all das nachzudenken und es zu sortieren, wer und was ein Bibliothekar, Wächter, Lesender, Schreibender, Lectorii oder Autorius ist.

    Denn: Die Welt ist in Gefahr. Fällt die Goldene Schreibfeder in die Hände der Bösen, werden sie die Geschicke der Menschheit lenken, wie es ihnen gefällt. Und genau das müssen Tom und seine Freundin Josefine, eine Nachfahrin von Jules Verne, verhindern, jetzt, sofort und auf der Stelle - weswegen es auch einiges an Action gibt. Leider reihen sich diese dicht aneinander, so dass kaum Zeit zum Verschnaufen bleibt.

    Von der Bibliothek in Big Ben geht es los, ein Flug auf lebendigen Steinfiguren, nach Paris, wo sie den steinernen Nachfahren von Antoine de Saint-Exupéry treffen, den berühmten Autor des kleinen Prinzen. Und er ist Pilot. Er fliegt die beiden nach Ägypten und von da aus geht es weiter - wie bei einer Schnitzeljagd - nach Amerika, zu Mont Rushmore und den Präsidentenköpfen, wo es ganz nach Agentenfilm-Manier einen Showdown gibt.

    Im Grunde eine spannende Geschichte, die einem mehr als einmal ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Zum Beispiel, wenn die lebendigen Statuen berühmter Autoren in Erscheinung treten. Gerade Toni, die Statue von Antoine de Saint-Exupéry aber auch die "grimmigen Brüder", die niemand anderes als Jacob und Wilhelm Grimm sind, regen zum Schmunzeln an. Wenn dann auch noch Zitate aus den jeweiligen Werken benutzt werden, verliert jeder passionierte Bücherwurm endgültig sein Herz an diese Geschichte. 

    Doch werden einem nicht nur Phrasen um die Ohren gehauen, nein, auch philosophische Fragen werden angeschnitten. Ist das Leben einzelner weniger wert als das Leben aller? Was ist eigentlich der Wert von Freiheit und wie definiert man diese überhaupt?

    Amüsant ist auch, dass Tom überhaupt kein Interesse an Büchern hat. So hat er immer null Ahnung mit wem er es zu tun hat, wenn erneut ein steinerner Bibliothekar auftaucht, dessen Abbild ein berühmter Autor war. Zusätzlich ist das ein netter Kunstgriff, um Leser, denen es genauso geht wie Tom, wie nebenbei zu informieren, um wen es sich dabei handelt.

    Alles in allem hat mir auch Wortwächter sehr gut gefallen. Ich mag Geschichten, in denen Bücher einen großen Einfluss auf unsere Welt haben und da war dieses Hier definitiv eines der Besten. Besser hätte mir gefallen, hätte der Autor mehr Sorgfalt walten lassen und die Geschichte für Erwachsene aufbereitet.

    Um ein Beispiel zu nehmen, erhält Tom seine Wäsche an nächsten Morgen frisch gewaschen, nachdem er es am Abend zuvor nicht einmal geschafft hatte, diese auszuziehen, bevor er in Schlaf fiel. 

    Tom wankte zwischen Bücherstapeln und exotischen Mitbringsel auf das Bett zu und schaffte es nicht einmal mehr, sich umzuziehen.“ (S. 181)

    „… als Tom sich angezogen hatte … Seine Sachen hatte Joséphines Tante noch in der Nacht gewaschen und bereits getrocknet.“ (S. 182)

    Das muss Magie sein 😉

     

  8. Cover des Buches Flammenwüste - Das Geheimnis der goldenen Stadt (ISBN: 9783741300042)
    Akram El-Bahay

    Flammenwüste - Das Geheimnis der goldenen Stadt

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Flaventus

    Diese kleine Fantasy-Novelle habe ich gelesen, um herauszufinden, ob die Fantasy-Trilogie “Flammenwüste” von Akram El-Bahay meinen Lesegeschmack trifft.

    Vorgeschmack

    Als Leser wurde ich schnell in die Geschichte geworfen, ohne zu wissen, wer die Personen sind, die die Hauptrolle innehaben. Schnell offenbart sich allerdings das Handlungsgerüst und mit kleinen Anmerkungen in Nebensätzen erfahre ich genug, um ein stimmiges Bild zusammenzusetzen. Das Wüstenszenario ist für einen Fantasy-Roman sicherlich etwas unüblich, passt aber sehr gut zur gewählten Geschichte.

    Am Ende weiß ich zwar immer noch recht wenig über die Hauptfiguren und welche Funktion ihnen innewohnt und welche Rolle sie spielen, aber die Geschichte ist gut erzählt und macht auf jeden Fall Lust auf die drei Hauptbücher. Das Buch schließt zwar zum einen den Hauptplot ab, lässt aber zum anderen einen kurzen Blick auf kommende Ereignisse zu.

    Fazit

    Diese kleine Novelle bereitet einen schönen Start in die Welt der Flammenwüste und weiß mit einer kurzweiligen, spannenden und stimmigen Fantasy-Geschichte zu überzeugen. Mich hat sie soweit überzeugt, als dass ich mir demnächst die Trilogie vorknüpfen werde.


  9. Cover des Buches Ministry of Souls - Das Schattentor: Roman (Ministry-of-Souls-Reihe 1) (ISBN: B07ZQ7JHC6)
    Akram El-Bahay

    Ministry of Souls - Das Schattentor: Roman (Ministry-of-Souls-Reihe 1)

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Hortensia13

    Ende des 19. Jahrhunderts gibt es in London eine ganz besondere Amtstelle. Das Ministerium für endgültige Angelegenheiten sorgt mit seinem Soulmen dafür, die Seelen Verstorbener auf die andere Seite zu befördern. Jack bekommt seinen ersten Auftrag als Soulman, der ihn in den Buckingham Palace führt. Die Familie des Emirs wurde ermordert. Als Jack die Geister einfangen will, stellt er fest das Prinzessin Naima noch lebt. Ein ungeheurer Schatten greift sie an und Jack muss eine verhängnisvolle Entscheidung treffen. 

    Mich hat dieser Auftakt der Reihe etwas enttäuscht. Ich fand den Schreibstil weitschweifig und z.B. in der Beschreibung der Zwischenwelt etwas verwirrend. Der Protagonist Jack blieb für mich mich nichtssagend blass, wohingegen einzelne Nebenfiguren mit Humor glänzen. Das Setting gefiel mir auch gut und zeitlich passend. Die Geschichte hat definitiv Potential. 

    Mein Fazit: Obwohl der Rahmen gut gegeben war, ist dem Autor nicht ganz gelungen mich von den Soulmen zu überzeugen. 3 Sterne.

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