Bücher mit dem Tag "aether"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "aether" gekennzeichnet haben.

36 Bücher

  1. Cover des Buches The Bone Season - Die Träumerin (ISBN: 9783833309328)
    Samantha Shannon

    The Bone Season - Die Träumerin

     (276)
    Aktuelle Rezension von: Marcsbuecherecke

    Es ist nun schon einige Jahre her, dass ich in der Brigitte von diesem Buch gelesen habe. Damals wurde es beworben als erwachsenere Fortsetzung für Harry Potter Fans. Damit hatten sie mich ja. Leider sind dann einige Wochen ins Land gezogen und ich habe die Reihe wieder komplett vergessen. Bis ich dann vor einigen Wochen auf dem Flohmarkt über dieses Buch gestolpert bin. 

     

    Durch Zufall war ich gerade mit meinem vorherigen Buch fertig geworden und konnte direkt in diese Welt, die Shannon hier so gekonnt ins Leben gerufen hat, eintauchen. 

    Es ist wirklich Fakt, dass diese Reihe einen wirklich in ihren Bann zieht und so schnell nicht mehr loslässt. Insgesamt habe ich für dieses Buch nur wenige Abende auf der Couch gebraucht. Samantha Shannon hat wirklich außergewöhnlich gute und authentische Charaktere erschaffen und der Welt einen besonderen Touch aufgedrückt. 

     

    Da die Handlung wirklich sehr schnell an Fahrt aufnimmt, ist es sehr schwer noch mehr zu verraten ohne zu viel zu verraten. Auf jeden Fall habe ich sofort nachdem ich das Buch beendet hatte, den zweiten Band bestellen wollen und dann festgestellt, dass es -zumindest- vorerst nicht weitergehen sollte. Nun bereue ich dann doch ein bisschen das Buch gelesen zu haben. 

     

    Fazit:

     

    Das Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen, aber die Tatsache, dass im Deutschen nach Band 2 und im Englischen nach Band 3 (von geplanten 7) zu sein scheint, macht mich gar nicht glücklich und ich werde die Reihe nicht weiter verfolgen. 

  2. Cover des Buches The Bone Season - Die Denkerfürsten (ISBN: 9783827012302)
    Samantha Shannon

    The Bone Season - Die Denkerfürsten

     (98)
    Aktuelle Rezension von: Sabrysbluntbooks

    Achtung Spoiler Ende 1 Bandes:
     

    Paige ist wieder Zuhause, Sie konnte fliehen muss sich jedoch bedeckt halten da sie in London gesucht wird. Zusätzlich tauchen mehr Repaihm auf. Paige soll als Ganovenbraut so weitermachen wie vor Ihrer Verhaftung, Sie möchte jedoch das System bekämpfen und der Menschheit von der anderen Welt berichten und diese vor allem Vorwarnen...

     Die Schreibweise hat mit der Zeit gestört, ich konnte nicht gut im Schuss durchlesen, teilweise kam ich mit der Geschichte kaum mit, trotzdem zieht sich die Geschichte extrem und nach ca.60% des Buches und ohne das wirklich was Passiert ist, hat es mich nur noch genervt. Als ich noch erfahren habe, dass die Folgebände nicht übersetzt wurden...hab ich abgebrochen...

  3. Cover des Buches Schwestern der Wahrheit (ISBN: 9783764531348)
    Susan Dennard

    Schwestern der Wahrheit

     (75)
    Aktuelle Rezension von: lea_koringer

    "Schwestern der Wahrheit" war mein Einstieg in Susan Dennards Witchlands-Reihe. Angelockt wurde ich von dem Versprechen einer "epischen Freundschaft" - und wurde nicht enttäuscht.

    Anders als in vielen anderen YA Fantasy Romanen geht es in SdW mal nicht primär um "Wer kriegt wen?" Dennard hat ihr Versprechen gehalten: Safi und Iseult sind beste Freundinnen - d.h. Strangschwestern - und ich kaufe es ihr ab, von Anfang bis Ende. Es macht viel Spaß die beiden auf ihrer Reise durch Städte und Kontinente zu begleiten, zu beobachten, was für ein eingespieltes Team sie sind. Ganz ohne Konflikte geht es natürlich nicht, aber diese sind trotz Dennards wirklich komplexen World buildings gut nachvollziehbar. Auch die Romantik kommt nicht zu kurz ... und funktioniert tatsächlich ganz ohne Dreiecksgeschichte. Ich freue mich darauf, mehr von Safi und Merik zu lesen. ;)

    Zurück zum World building - für einen Susan Dennard/Witchlands-Neuling wie mich war es manchmal ein wenig kniffelig, den ganzen neuen Begriffen und dem politischen Thema zu folgen. Für mich kein Grund, nicht weiter zu lesen, aber man muss auf jeden Fall mitdenken und aufmerksam sein. Auch hat sich mir Iseults Strang-Magie noch nicht ganz erschlossen, aber vielleicht ist das ja auch Absicht? Meine Neugier ist in jedem Fall geweckt und ich werde mir bald den nächsten Teil der Reihe genehmigen.

  4. Cover des Buches Frost & Payne - Die mechanischen Kinder 1: Die Jagd beginnt (ISBN: 9783958342415)
    Luzia Pfyl

    Frost & Payne - Die mechanischen Kinder 1: Die Jagd beginnt

     (116)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Grasl

    Steampunk ist ein Genre, das ich bisher noch nicht in größerem Umfang gelesen habe. Gerade Luzia Pfyl ist was dieses Genre anbelangt jedoch ein guter Gratmesser, denn sie ermöglicht es auch jenen, die bisher keinen Zugang zum Steampunk hatten damit auf Anhieb warm zu werden. Das liegt auch daran, dass die beiden Hauptprotagonisten Frost und Payn unterschiedlicher nicht sein könnten.

    Frost, vormals von Madame Yueh als Kind von der Straße aufgelesen, will sich von den Dragons unabhängig machen und gründet ihre eigene Detektei. Problem ist jedoch, dass der Laden nicht recht in Schwung kommt und Madame Yueh scheint dieser Umstand keineswegs verborgen zu bleiben, denn sie bietet Frost ein lukratives Geschäft an. Bedrängt von der finanziellen Lage steigt Frost darauf ein, obwohl sie bei weitem kein gutes Gefühl hat, was sich schon sehr bald bewahrheitet. Hinzu kommt, das just in dem Moment Cecilia Payn vor ihrer Tür steht und nach ihrem verschwundenen Mann sucht. Kein Problem für Frost, immerhin sind es Einnahmen die sie dringend braucht. Allerdings hätte sie nicht damit gerechnet, was ihr dann wiederfährt als sie auf Herrn Payn trifft.




    Die Autorin schafft es hier geschickt zwei unabhängige Geschichten miteinander zu verbinden und somit zu einem großen Ganzen zu verweben. Die flotten Sprüche und die rasche Handlung lassen diesen ersten Band locker an einem Tag durchlesen. Zudem erfährt man die ersten Infos zu den beiden Hauptfiguren. Wobei ich sagen muss gegenwärtig ist Payn da mein Favorit.


    Der Anteil an Steampunk kommt aktuell noch nicht so ganz durch, wobei ich vermute, dass sich dies im 2. Band sicherlich ändern wird. Einen gewissen Ausblick darauf bietet gerade das letzte Kapitel mit seinem Schluss.


    Fazit: Ein rascher Steampunkroman, der sich gut weglesen lässt und den Leser, der neu in dieses Genre einsteigt nicht sofort mit zu viel gängigen Genreworten überhäuft. Dabei kommen die Figuren flott rüber und lassen so schon auf einigen Witz in den kommenden Büchern hoffen.

  5. Cover des Buches Steamtown - Die Fabrik (ISBN: 9783944544342)
    Papierverzierer Verlag

    Steamtown - Die Fabrik

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee
    Auf das Buch war ich richtig neugierig, weil ich schon die Fantasyreihe der Autorenbrüder T. S. Orgel über die Blausteinkriege kennen- und lieben gelernt habe. Der Ausflug ins Steampunk Genre war ein großer Anreiz, den in dem Bereich hab ich noch viel zu wenig gelesen.

    Den Anfang empfand ich ehrlich gesagt etwas schleppend - aber vielleicht war ich auch zu ungeduldig. Die Vorstellung zwei der Protagonisten zog sich irgendwie, obwohl ich dann festgestellt hatte, dass es gar nicht so viele Seiten waren, aber es war auch nötig, um ihr Verhalten im Verlauf zu verstehen.
    Die große Schrift im Buch ist super - dafür waren die Zeilenabstände sehr eng, das erste Mal, das mir sowas auffällt. Das war zuerst etwas anstrengend, aber ich hab mich sehr schnell dran gewöhnt.

    So, jetzt hab ich ein bisschen gemeckert, aber ich fand das Buch wirklich toll! Als ich nach dem etwas plätschernden Einstieg in die Geschichte reingekommen bin, konnte ich gar nicht mehr aufhören! Die drei Hauptcharaktere sind in ihrer eigenwilligen Art so toll beschrieben und mir auch ans Herz gewachsen, auch wenn sie jetzt keine wirklichen Sympathieträger sind.

    Agent Eric von Valen ist noch am "nettesten". Ein junger Agent des Ministeriums, der seinen ersten Mordfall zu klären hat. Natürlich ist er noch unerfahren und unsicher in seinem Tun, aber entschlossen, dem Täter auf die Spur zu kommen. Er gibt sich immer korrekt, aber er hat tief in seiner Erinnerung ein Geheimnis vergraben, das

    Pater Siberius Grand - ein Mann der Kirche, aber ein gefallener Mann. Warum - darauf möchte ich hier nicht eingehen, das müsst ihr selbst herausfinden! Aber ich fand ihn einfach herrlich! Entgegen der Vorstellung eines "Gottesmannes" wirkt er vom Aussehen her eher wie ein Schläger und ist auch mit seinen knapp über 50 Jahren noch top in Form. Er sagt was er denkt und ist dabei auch mit seiner Wortwahl nicht zimperlich und handelt sich damit regelmäßig Ärger ein. Mit seinem Auftreten schafft er sich seinen "Platz" und seinen Respekt, hat aber auch eine vortreffliche sarkastische Ader.

    Der dritte im Bunde, der den Mordfall aufklären soll ist der Forensiker Mister Ferret. Er kommt sehr unscheinbar und unauffällig daher, ist aber auch nicht auf den Mund gefallen und glänzt mit einem gleichgültigen, trockenen Humor, der im Zusammenspiel mit Siberius Grand äußerst amüsant ist! Mister Ferret hat einige verborgene Talente, die das Team aus einigen bösen Überraschungen retten wird.

    Man merkt recht schnell, dass der Mord prekäre, politische Bedeutung hat und es hier einiges zu vertuschen gilt. Doch die drei lassen sich nicht unterkriegen und jeder auf seine Art

    Der Schreibstil ist erfrischend locker, teilweise flapsig gerade in den Dialogen und beim wörtlichen Schlagabtausch, was die doch recht düstere Atmosphäre zu einem unterhaltsamen Schauspiel macht; aber dabei nicht den Ernst der Lage außer Acht lässt. Bei den Männern geht es nunmal in einem etwas raueren Ton zu und Handgreiflichkeiten und Brutalität sind öfters vonnöten. Denn es ist gefährlich im fiktiven Steamtown und der viktorianische Einschlag wird sehr schön mit den typischen Elementen aus dem Genre verbunden: Plasmalichter, Ikonographen, Aetheromanten und viele kleine Details - dazu Ausflüge in die von Unrat überschwemmte Kanalisation und das düstere Sanatorium.
    Und! Die Geschichte kommt wunderbar ohne den unnötigen Zusatz einer Romanze aus!

    Die Handlung entwickelt sich dabei mit einem guten Tempo und die Spannung wird auch immer wieder angetrieben. Die Zusammenhänge formen sich langsam zu einem Bild, lassen aber noch genug Spielraum zum Rätselraten - vor allem auch durch überraschende Wendungen.
    Der Epilog hält dann auch noch einen bösen Zug bereit, wodurch sich noch Stoff für eine Fortsetzung ergeben würde. Ich würd mich jedenfalls darüber freuen!

    Fazit: 4.5 Sterne gerne aufgerundet!

    © Aleshanee
    Weltenwanderer
  6. Cover des Buches Frost & Payne - Die mechanischen Kinder (ISBN: 9783958342231)
    Luzia Pfyl

    Frost & Payne - Die mechanischen Kinder

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Grasl

    Nahtlos geht es im 2. Band der Frost & Payn - Reihe weiter. Wo Band 1 aufhörte, schließt dieser Teil an und so erlebt man Frost und Payn erstmal als Duo im ersten gemeinsamen Auftrag. Dieser besteht darin eine verschwundene Waffe, besser gesagt dessen Prototyp, wiederzubeschaffen.
    Zeitgleich tauchen mehrere Leichen von Jugendlichen auf, welche mechanische Körperteile besitzen. Die Frage, in welcher Beziehung das zu Frost steht ist mit einer der Kernpunkte, welcher jedoch in diesem Band noch nicht genauer durchleuchtet wird. Anzunehmen, dass es möglicherweise im nächsten Teil der Fall sein wird. In jedem Fall gewährt die Autorin schon mal einen ersten Blick auf den Täter, wobei man als Leser noch nicht viel herausfinden kann.


    Der 2. Band endet mit einem ganz fiesen Cliffhanger und so ist es schon vorprogrammiert, dass man zum nächsten Band greifen will, um die nagenden Fragen zu befriedigen.

    Wie schon im ersten Band wird auch hier deutlich, dass es sich um einen Steampunk-Roman handelt. Persönlich finde ich, dass dieser Faktor in Die mechanischen Kinder sogar noch weit mehr zum Tragen kommt. In Band 1 war alles eher etwas undurchsichtig gehalten, aber hier nimmt die Story schon ordentlich Fahrt auf. Hinzu kommt der unablässige Humor zwischen Frost und Payn, wenn sie sich die Gags zuschießen wie Tennisbälle. Es gibt also einige Momente des Schmunzelns, was die allgemeine Handlung gut aufwertet.


    Fazit: Ein hervorragender 2. Band, der den 1. merklich übertrifft und mit vielen offenen Fragen um die Ecke kommt. Solche, die man zudem beantwortet wissen will und dementsprechend an der Reihe dranbleibt.

  7. Cover des Buches Die Dämonenakademie - Die Prophezeiung (ISBN: 9783453269941)
    Taran Matharu

    Die Dämonenakademie - Die Prophezeiung

     (47)
    Aktuelle Rezension von: BookHunt3r

    Kennt ihr diese Bücher bzw. Reihen, bei denen einem es im Herzen weh tut, wenn es zu Ende ist? Bei dieser phänomenalen Trilogie erging es mir so. Ich habe schon lange nicht mehr eine so gut durchdachte und ausgereifte Fantasy mehr gelesen. Zwar muss ich zugeben, dass es auch seine schwachen Momente hatte, aber das tut dem ganzen keinen Abbruch. Die Charaktere, die Dämonen - im Grunde das ganze Worldbuilding haben mich völlig in den Bann geschlagen und ich verstehe nicht, dass diese Reihe nicht mehr Aufmerksamkeit bekommen hat.

    Wer also mal wieder Lust auf sehr gute Fantasy hat und diesen ganzen Mainstream(mist) satt hat, dem kann ich "Die Dämonenakademie" nur ans Herz legen!

  8. Cover des Buches Aethersymphonie (ISBN: B00KFIW00U)
    Anja Bagus

    Aethersymphonie

     (27)
    Aktuelle Rezension von: -nicole-
    Band 3 der Aetherwelt-Reihe

    Im Jahr 1912/1913: Nach den dramatischen Geschehnissen rund um die Bader Aether-Werke hat sich in Baden-Baden nochmal einiges verändert. Durch den Aether, der seit der Jahrhundertwende aus den Flüssen und Seen aufsteigt, verändern sich immer mehr Menschen und Tiere, die mit der Substanz in Berührung kommen. Und für diese „Veränderten“ möchte Annabelle neue Lebensräume schaffen – ist sie mit ihrer grünen Hand doch selbst eine Veränderte. Ihre Bemühungen werden aber nicht von allen gern gesehen…
    Auch wenn sich die Bevölkerung nach und nach langsam an die sich stetig verändernde Welt durch den Aether gewöhnt, ist Annabelle unglücklich – sie vermisst ihren Vater, der vor zwei Jahren auf rätselhafte Weise verschwunden ist. Doch nun führt eine Spur nach Prag. Annabelle lädt ihre Freunde zu einer Reise auf dem Luftschiff „Delfin“ ein, dass ihr Vater einst entwarf. Während Annabelle zusammen mit ihren Mann Paul in der Goldenen Stadt versucht, die Geheimnisse um ihren Vater zu lüften, sind ihnen Unbekannte auf der Spur. Die Suche wird schließlich zu einer lebensgefährlichen Jagd…

    „Paul seufzte und betrachtete Prag von oben. Die Dächer leuchteten rot, es war eine wirklich schöne Stadt mit vielen prachtvollen Häusern. Die Moldau war ein blaues Band und im hellen Sonnenschein sah man keinen Aether in der Luft. Verdammt, dachte Paul. Was ist nur mit der Welt? Das, was er hier sah, war trügerisch. Er bekam immer mehr das Gefühl, dass etwas Schreckliches geschehen würde.“ – Seite 273, eBook

    Auch im dritten und letzten Band um Annabelle Rosenherz wird es wieder spannend. Hier steht die Suche nach ihrem Vater im Vordergrund, der vor zwei Jahren plötzlich verschwand. Annabelle, die inzwischen ihre große Liebe Paul geheiratet hat, reist zusammen mit ihren Freunden nach Prag, wo es eine Spur zu geben scheint. Vor Ort kommen sie nach und nach unglaublichen und gefährlichen Geheimnissen auf die Spur…
    In „Aethersymphonie“ erfährt man neben der spannenden Suche in Prag auch, wie sich die Welt durch den Aether weiter verändert und das „Amt für Aetherangelegenheiten“ immer mehr zu tun bekommt. Toll beschrieben fand ich hier vor allem das beeindruckende Luftschiff „Delfin“, mit dem Annabelle und ihre Freunde nach Prag gereist sind. Der Schreibstil ist flüssig und detailreich, die Handlung bleibt interessant und spannend – nach und nach werden die Geheimnisse enthüllt. Einzig im letzten Drittel wurde es mir zeitweise etwas zu wirr und leicht überladen. Das Finale war wieder stimmiger und hat mir gut gefallen.

    „Seit sie hier ist, spürte sie so etwas wie Verrat. Es schien ihr nicht gerecht, dass er sie allein gelassen hatte. Dass er so viele Dinge getan hatte, von denen sie nichts wusste und dass er ein Leben ohne sie hatte.“ – Seite 101/102, eBook

    Mein Fazit: Ein gelungener dritter Band um Annabelle Rosenherz. Steampunk, Fantasy und Abenteuer sind toll vereint und machen „Aethersymphonie“ zu einem spannenden Finale der Annabelle Rosenherz-Romane. Hier werden einige Geheimnisse gelüftet und einige Veränderungen treten ein. Bis auf Kleinigkeiten hat mir dieses Buch aus der Aetherwelt wieder sehr gut gefallen.
  9. Cover des Buches Im leuchtenden Sturm (ISBN: 9783745701203)
    Jennifer L. Armentrout

    Im leuchtenden Sturm

     (379)
    Aktuelle Rezension von: kimdezordo

    Der zweite Band der Götterleuchten Reihe hat mich mindestens genauso überzeugt wie der erste Teil.
    Ich hatte wahrlich Liebeskummer und habe zwei Nächte lang von der Geschichte geträumt. Ich liebe jede einzelnen Charakter sehr, ich liebe diese sehr durchdachte Storyline mit Bekannten und weniger bekannten Göttern und Titanen.
    Die Spannung war absolut vorhanden, genauso wie die spicy Momente. Die Dialoge haben mir auch sehr gefallen. Ich denke, dass einigen vielleicht die Gedankenschleife von Seth auf den Keks geht. Ich denke jedoch auch, dass die Darstellung im Buch so ist, wie sie sein muss, um am Ende ein schlüssiges und hoffentlich positives Ende zu finden.

  10. Cover des Buches Waldesruh (ISBN: 9783939459842)
    Anja Bagus

    Waldesruh

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Monkberg
    Ich habe schon einige Steampunk-Romane gelesen, kannte aber die Aetherwelt von Anja Bagus bisher noch nicht. Sie unterscheidet sich von der gewohnten Mischung aus Dampfmaschinen-Technologie und Fantasy insofern, als hier das Auto, also der Verbrennungsmotor, durchaus eine tragende Rolle für  den Verlauf der Handlung spielt. Auch die Fantasy-Elemente sind völlig andere.
    Sie kommen aus der Sagenwelt des Schwarzwald mit einem Spritzer aus dem Keltischen.

    Die Handlung ist schnell umrissen: Junge, toughe Witwe trifft auf reichen Junggesellen, es gibt einen Mord, der aufgeklärt werden muss, eine egoistische Mutter, die sich ständig ins Rampenlicht spielt, zackiges Militärpersonal und allerhand "Dorfpersonal", das mal helfend, mal absolut hindernd eingreift, bis der Herr des Waldes die Sache übernimmt und den ganzen Knoten in der Silvesternacht auflöst.
    Die Bösen werden bestraft, die junge Witwe und der reiche Junggeselle erleben ein Happy-End und es gibt sogar Hoffnung, dass die Mutter der besagten jungen Witwe ein anderes Opfer findet, an dem sie auf die Nerven fallen wird.

    Insgesamt ein heiter bis spannendes Abenteuer, das ich gerne gelesen habe. Wer es zu ernst nimmt, ist selbst schuld.
  11. Cover des Buches Drache und Diamant (ISBN: 9783551359155)
    Kai Meyer

    Drache und Diamant

     (339)
    Aktuelle Rezension von: Passepartout95

    Meine Güte, was bin ich froh, die Trilogie beendet zu haben! Zum einen natürlich, weil mir die beiden Vorgänger-Teile dank der nervigen Hauptperson Niccolo nicht sehr gut gefallen haben und zum anderen hauptsächlich, weil der dritte Teil um Welten besser war! 

    Gelesen habe ich ihn eigentlich nur der Vollständigkeit halber, wurde dabei aber positiv überrascht! Niccolo reißt sich nun endlich wieder ein bisschen zusammen und wird aktiver, auch wenn Mondkind immer noch der Mittelpunkt seiner Gedanken ist. Nugua hat eine vollständige Wandlung durchgemacht, die ich persönlich als die größte Charakterentwicklung in den Büchern empfinde. 

    Das Finale ist fesselnd geschrieben und erstreckt sich gefühlt über das ganze Buch. Die Erzählperspektiven wechseln oft zwischen den Haupt- und Nebencharakteren, wodurch man den großen Kampf aus verschiedenen Sichtweisen erlebt. 

    Ich gebe vier Sterne für das tolle Finale! Es hat sich gelohnt, sich durch die ersten beide Teile durchzuquälen ;-)

  12. Cover des Buches Aetherhertz (ISBN: 9781484903537)
    Anja Bagus

    Aetherhertz

     (63)
    Aktuelle Rezension von: strange_bookaholic

    Wir schreiben das Jahr 1910 in Baden Baden. Allerdings in einer alternativen Welt, in der ein Stoff namens Aether die Menschen  in Angst versetzt und die in "Verdorbene" verwandelt, die ihm zu nahe kommen. 

    Irgendwo zwischen denen, die sich am Nutzen des Aether bereichern und denen, die unter seinen Auswirkungen leiden, ist die junge Annabelle Rosenherz. Begeistert von der Wissenschaft, verzweifelt wegen des Verschwindens ihres Vaters und gezwängt in die Rolle einer jungen ledigen Frau des frühen 20. Jahrhunderts. Dennoch kommt sie auf die Spur einer Verbrechers. Ob sie sich von der Verfolgung abbringen lässt?

    Mehr möchte ich von der Geschichte nicht verraten. Je tiefer man eindringt, desto mehr spürt man die Zahnräder klicken und die Dampfmaschinen brummen. Steampunk Fans wird die Geschichte auf jeden Fall Spaß machen. Auch sprachlich finde ich es gut gemacht, auch wenn manche Wendung dann doch etwas aus der Zeit fällt, das ist aber kaum störend.

    Besonders erfreulich ist, dass dieser Roman nur der Auftakt einer ganzen Reihe ist, in der man sich verlieren kann.

  13. Cover des Buches Das Mahnmal (ISBN: 9783746793610)
    Kiara Lameika

    Das Mahnmal

     (14)
    Aktuelle Rezension von: full-bookshelves

    Das Cover hat mich gleich angesprochen, es passt gut zum Genre und weckt das Interesse.

    Inhalt und Meinung: Es fällt mir ziemlich schwer meine Meinung zu dem Buch in Worte zu fassen. Auch weil es eigentlich gleich zwei Bücher in einem sind, oder zumindest zwei Genres in einem. Einerseits ist es ein historischer Kriminalroman, andererseits liest es sich manchmal wie ein Geschichtsbuch aus der Schule. Das hat mich zwar nicht unbedingt gestört, die Informationen sind gut eingebaut und nicht trocken zu lesen, lässt das Buch aber langatmiger wirken als es vielleicht sein müsste.
    Mathes, der Protagonist, war mir leider insgesamt nicht sehr sympathisch. Teilweise aber dann doch. Im Verlauf vom Buch hat sich das immer wieder mal geändert. Mal war er wirklich toll, ich konnte mich gut in ihn hineinversetzen, aber dann war er einfach ein Klugscheißer und nur noch anstrengend. Das hat das Buch zu einem einzigen auf und ab gemacht, aber immer wollte ich wissen wie es endet, also habe ich weiter gelesen. Die Beschreibungen der Orte und Geschehen waren wundervoll bildhaft und detailreich, ich hatte von allem immer ein gutes Bild im Kopf. Auch der Schreibstil war angenehm zu lesen und die Spannung wurde gut aufgebaut, von Anfang bis zum Ende.
    Es gibt einiges an Glossar, was bei doch sehr vielen ungewöhnlichen Worten und bestimmten Ereignissen auch nötig ist. In der e-Book Version ist dann auf der jeweiligen Seite unten eine kurze Erklärung dazu. Wie das beim Taschenbuch ist, kann ich leider nicht sagen. Man merkt auf jeden Fall bereits gleich am Anfang vom Buch, dass die Geschichte sehr gut recherchiert wurde! Alles passt zueinander und nie gibt es unklare Sprünge.
    Am Ende läuft vieles zusammen und ich konnte das Buch zufrieden beenden.

    Fazit: Leider sind in dem Buch für mich etwas zu viele Genres vertreten, was das Lesen ab und zu schwer gemacht hat. Die Geschichte ist aber spannend aufgebaut und sehr informativ. Auch wenn ich mit dem Protagonisten nicht hundert prozentig warm wurde, habe ich das Buch gerne gelesen.

    Vielen Dank an die Autorin für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplar! Dies hat meine Meinung jedoch in keiner Weise beeinflusst.

  14. Cover des Buches Steam Master / Schwarzer Aether (ISBN: 9783946376408)
    Gideon Born

    Steam Master / Schwarzer Aether

     (11)
    Aktuelle Rezension von: JeanLuc
    Wer Steampunk liebt, der muss zu diesem Buch greifen: Äther betriebene Maschinen und Technologien, Luftschiffe und Steam-Panzer, luxuriöse Abendkleider und arrogante Adlige. Und das Ganze noch mit einer Prise Erotik und SM-Elementen verfeinert.

    Die Handlung ist schnell erzählt: Markos Bodhmall sinnt auf Rache. Nachts ist der freundliche und engagierte Student der Ätherwissenschaften als der "Zylinder-Schurke" über den Dächern Prags unterwegs auf der Suche nach Johann von Kladen, einem skrupellosen Militär. 

    Von Kladen, Befehlshaber des Metal Ordens, hat es auf das geheimnisvolle Schwarze Aether abgesehen, um seine verbrecherischen Pläne durchzusetzen. Seine Gegenspieler sind - neben Markos B. - die Masken-Gilde, ein Club feiner Äther-Ingenieure, und der exzentrische Lord Archibald Cundringham, der Erfinder ganz besonderer (Liebes-)Spielzeuge (siehe "Steam Master - Die Anthologie", erschienen 2017). 

    Der kalte Krieg der Geheimgesellschaften eskaliert zum offenen Konflikt und in der Goldenen Stadt an der Moldau kommt es zum ganz großen Showdown.

    Gideon Born hat mit "Steam Master / Schwarzer Aether" (erster Roman aus der Reihe "Steam Master") ein phantasiereiches Buch mit viel Action und Erotik geschaffen. 

    Ich hätte mir die Geschichte gut als Comic-Strip vorstellen können: Wendungsreiche Actionszenen in Superheld-Manier mit krassen Erfindungen und Charakteren werden feil geboten. Der Schreibstil ist leicht verständlich. Die erotischen Szenen - ein besonderer Schmankerl ist das Kapitel 39 mit seiner menage a trois! - sorgen für prickelnde Abwechslung. 

    Einziges Manko: Die Geschichte hat aufrund der zahlreichen Konfliktfeldern und Handlungssträngen ein sehr schnelles Erzähltempo, was meiner Meinung nach auf Kosten von Atmosphäre, Milieubeschreibungen und tieferen Hintergrundgeschichten geht.
  15. Cover des Buches The Watchmaker of Filigree Street (ISBN: 9781408854310)
    Natasha Pulley

    The Watchmaker of Filigree Street

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Ingrid_Davis
    The Watchmaker of Filigree Street ist eins der besten Bücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe, Punkt.
    Man weiß gar nicht, wovon man zuerst schwärmen soll - von der wunderbaren Formulierungskunst der Autorin; von ihrer unbändigen Fantasie; von ihrer Fähigkeit, eine so dichte Atmosphäre zu schaffen, dass man das Gefühl hat, man atmet die Luft des düsteren London im 19. Jahrhundert. Oder vielleicht doch eher ihre kulturelle Feinfühligkeit, die wahrhaft meisterliche Art, wie sie japanische und britische Kultur aufeinandertreffen und verschmelzen lässt. Charaktere, die sich so echt anfühlen, dass man meint, mit ihnen im Raum zu sein - und eine Geschichte, in der man alles um sich herum vergisst. Man kämpft mit sich: schneller lesen, weil man atemlos wissen will, wie es weitergeht - oder langsamer lesen, weil es so schön ist und man so lange wie möglich darin schwelgen möchte.


    Ich habe die Kategorie seit vielen Jahren nicht mehr vergeben: Die Art von Buch, bei dem man, wenn man es zuklappt, gleich wieder von vorne anfangen möchte. Ein Desert Island book allererster Güte.
  16. Cover des Buches Mythos (ISBN: 9783746637327)
    Stephen Fry

    Mythos

     (64)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Fry will die Mythen weder interpretieren noch erklären. Er will sie bloss erzählen - aber dies tut er so überzeugend, dass sich beim Lesen ganz beiläufig die psychologische Tiefe und die symbolische Kraft der Mythen entfalten.

  17. Cover des Buches Der letzte Traumwanderer (ISBN: 9783442471737)
    Christoph Lode

    Der letzte Traumwanderer

     (61)
    Aktuelle Rezension von: ban-aislingeach

    Das Buch „der letzte Traumwanderer“ wurde von dem deutschen Schriftsteller Christoph Lode geschrieben und ist 2010 im Goldmann Verlag erschienen. Es ist das erste Buch der Reihe „Pandaemonia“.

     Das Buch erzählt drei verschiedene Geschichten, welche erst am Ende des Buches zu einer Geschichte werden. Der Schlammtaucher Jackon wurde aus der Gemeinschaft der Schlammtaucher verstoßen, weil diese ihm vorwarfen sich in deren Träumen herumzutreiben. Er glaubt daran nicht, umso überraschter ist er als ausgerechnet die Herrscherin von Bradost Interesse an ihm zeigt. Was sie wohl mit ihm vorhat? Seit dem Tod von Liams Mutter interessiert sich sein Vater kaum noch für seinen Beruf und so muss Liam die Blitze einfangen und verkaufen um Geld zu verdienen. In einer schlimmen Nacht, welche gut für diesen Beruf ist, ärgert er sich besonders über seinen Vater. Doch als dieser panisch nach Hause kommt und kurz darauf von den Spiegelmännern der Lady Sarka ermordet wird, will er wissen wieso dies passiert ist. Kurz vor seinem Tod hat sein Vater von einem gelben Buch gesprochen, welches die Herrscherin besitzen soll, und dieses soll beschafft werden damit die Bewohner von Bradost eine Chance haben die Lady loszuwerden. Wird es ihm gelingen das Buch zu beschaffen und wird es ihm im Kampf gegen die Lady tatsächlich helfen? Dann gibt es noch den Alb Lucien, welcher mitansehen muss wie sein Volk die Welt der Menschen verlässt und ihn mit dem alten König der Alben zurück lässt. Doch wie sollen die Menschen, auf deren Träume sie aufpassen, nur ohne sie überleben?

     Das Buch ist in der dritten Person Singular geschrieben und in Kapitel unterteilt, welche ungefähr 20 Seiten lang sind. In diesen Kapiteln spielt immer entweder Jackon, Liam oder Lucien die Hauptrolle. Dennoch verliert man nicht den Überblick, auch wenn man sich anfangs fragt wie dies alles zusammen gehört. Am Ende wird aus den einzelnen Puzzlestücken ein Puzzle. Das Buch ist sehr interessant geschrieben und lässt sich flüssig lesen. Die fantasievollen Ideen vom Autor Lode habe ich bisher noch in keinem anderen Buch gelesen und dennoch beschreibt es diese so gut, dass man sich diese deutlich vorstellen kann. Die Handlungen der einzelnen Charaktere kann man gut verstehen, auch wenn noch einige Fragen offen geblieben sind. Ich hoffe diese werden in den nächsten Büchern beantwortet.

     Ich kann das Buch sehr gerne weiterempfehlen, weil es der Beginn einer wunderbaren neuen Fantasy Reihe ist. Ich freue mich schon sehr auf die weiteren Bücher dieser Reihe. Das Buch kann man vor allem jenen Lesern empfehlen die gerne Fantasy Bücher lesen, welche in fremden Welten spielen und in denen nicht nur Menschen die Hauptrollen spielen. Ich kann den Kauf des Buches empfehlen.

  18. Cover des Buches Archibald Leach und die Monstrositäten des Marquis de Mortemarte (ISBN: 9783945045091)
    Markus Cremer

    Archibald Leach und die Monstrositäten des Marquis de Mortemarte

     (10)
    Aktuelle Rezension von: phantastische_fluchten

    Als Kinder waren Archibald Leach uns Sarah Goldberg miteinander befreundet. Die Leach' waren eine der wenigen Familien, welche die jüdischen, etwas verschrobenen Goldbergs akzeptiert haben. Dann verschwanden die Leach und sechzehn Jahre hörte Sarah nichts mehr von ihnen. Bis Archibald Leach plötzlich vor ihrer Tür steht und sie um Mithilfe bei einigen Nachforschungen bittet. Die junge Frau hat mittlerweile die Werkstatt ihres Vaters übernommen. Sie hat sein handwerkliches Geschick geerbt und kann an mechanischen Geräten fast Wunder wirken.

    Sarah ist eine unabhängige, resolute und sehr emanzipierte Frau, die es schwer hat, in der bigotten, englischen Gesellschaft Fuß zu fassen. Nur zu gerne unterstützt sie ihren ehemaligen Freund aus der Jugend bei seinen Nachforschungen und begleitet ihn auf seinen Reisen.

    Ihr erstes Ziel ist dieses Mal Dartmoor. Dort wurde eine Leiche gefunden, auf deren Rücken der Name Archibald Leach eingeritzt ist. Die Leiche befindet sich in einer sehr merkwürdigen Verfassung, einer Mutation zwischen Mensch und Wolf. Es handelt sich aber nicht um einen Werwolf. Der Tote ist ein verschwundener Wächter des berüchtigten Zuchthauses Dartmor, der vor einigen Tagen noch lebend gesehen wurde. Wie also kann es sein, dass dieser Mann wenige Tage später als Mischwesen in einem Wald auftaucht und Reisende überfällt?

    Sarah und Archibald begeben sich nach Dartmor und dies ist der Beginn einer unglaublichen Ermittlung, welche die beiden Freunde rund um den Globus führt. Der Marquis Lazare Ogier de Mortematre, ein Erzschurke, möchte nichts anderes, als die Weltherrschaft an sich reißen. In Dartmor beginnt er mit seinen grausamen Experimenten an Menschen und der Tote diente lediglich als Lockvogel für Archibald Leach. Mortemarte möchte dem jungen Mann seinen "horriblen Unschärfekompass des relativen Bösen" entwenden. Mit diesem Kompass kann man die Aetherkraft von toten Wesen sammeln und beeinflussen und gewinnt unermessliche Macht.

    Mortemarte entkommt mit dem Kompass und hinterlässt einen Berg von Leichen und mutierten Wesen, so dass es Archibald Leach und Sarah Goldberg nicht schwer fällt seiner Spur zu folgen. Sie müssen verhindern, dass der Marquis die uralten und mächtigsten Wesen der Welt tötet und deren Aetherkraft sammelt, denn mit jedem toten Wesen wird seine Macht größer.

    Kommentar:

    Wo beginnen? Die Verlegerin ist an mich herangetreten und fragte, ob ich nicht eines der Bücher aus dem Verlagsprogramm rezensieren möchte. Ich habe mich für Archibald Leach entschieden, weil ich das Cover sehr interessant und ansprechend fand und Steampunk mag. Und mit dieser Wahl habe ich ein Buch herausgesucht, dass eines meiner Highligts 2018 ist. Nun haben Books & Braun starke Konkurrenz bekommen denn Leach und Goldberg stehen dem anderen Duo in nichts nach.

    Die Geschichte verfügt genau über die Art Humor, den ich mag. Schräg, beißend, böse und unterhaltsam. Hier ein Zitat von Seite 154:

    " Diese Agentin von B.O.O.K ist eine klasse Frau, nicht wahr?", schwärmte Archibald Leach.

    "Sie hat ein Holzbein", erwiderte Sarah.

    "Das zeigt ihren besonderen Einsatzeifer."

    "Sie hat Läuse!"

    "Trotzdem hat sie sich nicht einmal gekratzt! Dies nenne ich Selbstbeherrschung."

    Die Dialoge der beiden sind herrlich amüsant, stets mit einer kleinen Frotzelei. Sarahs Gedanken, die in kursiv gedruckt sind, tragen ihr übriges dazu bei, dass der Leser aus dem schmunzeln gar nicht mehr heraus kommt.

    Archibalds Vergangenheit bleibt im Dunkeln. Im Laufe des Romans erfährt immer wieder kleine Einzelheiten aus den sechzehn Jahren und häppchenweise bildet sich ein Gesamtbild.  Während Archibald verschwunden war, musste Sarah sich in das Leben der englischen Gesellschaft einfügen. Das gelang ihr nicht besonders gut. Hier ein Zitat, welches ihre Situation sehr gut beschreibt:

    "Es gibt Zeiten, in denen man über seinen Schatten springen muss. Jahrelang habe ich mich bemüht, mich den strengen Maßstäben der britischen Oberschicht anzupassen. Das Korsett der gesellschaftlichen Normen schnürte mir nicht nur im übertragenen Sinn die Luft ab"

    Diese Zitat stammt aus einem Vorwort der burschikosen Frau. Diese Vorworte von Sarah Goldberg sind das Salz in der Suppe dieses Romans und geben einen Einblick in das Wesen der symphytischen und resoluten Frau. Sie ist eine Frau der Tat, die es versteht, mit Waffen umzugehen, während Archibald Leach eher der Träumer und Phantast ist und die Realität oft etwas aus dem Auge verliert. In einer Geschichte voller Schauer, Mystik, Magie, Voodoo und Geister ist es nötig, eine Partnerin zu haben, die mit beiden Beinen fest auf dem Boden steht.  In den Jahren seiner Abwesenheit muss Archibald Leach sehr viel auf Reisen gewesen sein, denn bei ihrer Suche nach dem Marquis bekommt das ungleiche Paar Hilfe von sehr merkwürdigen Verbündeten aus aller Welt. Seien es Piraten, Schurken oder legändere Abenteurer, die auch dem Leser aus anderen Geschichten bekannt sind. Irre, was sich Markus Cremer da ausgedacht hat, da blieb mir vor Staunen fast der Mund offen stehen.  

    Die Verfolgungsjagd führt Leach und Goldberg von London zu den Teufelsinseln, weiter nach New Orleans, in die Karibik und nach Afrika, bis sie in Indien endet. Eine atemberaubende Reise in Zeppelinen, Schiffen, zu Pferd oder auf Kamelen. Immer wieder durchsetzt mit dem charmanten Wortwitz von Sarah Goldberg.

    Der Autor verfügt über bildgewaltige Sprache, er meidet Wiederholungen und schafft es, den Leser auf 581 in Staunen zu versetzen. Immer wenn man meint, dass eine Idee nicht mehr zu toppen ist, kommt er mit dem nächsten außergewöhnlichen Einfall daher. Es wirkt aber nichts abstrus und unglaubhaft, sondern Markus Cremer verfügt über eine Überzeugungskraft und ein Erzähltalent, dass den Leser mitreißt.

    Wie gesagt, ich habe das Buch als Rezensionsexemplar bekommen. Dies ist keine Werbung, sondern einfach meine Meinung über ein Buch, das mich absolut begeistert hat. Ich kann durchaus auch kritische Rezensionen schreiben, das war hier aber nicht nötig. Im Gegenteil, ich denke, die Rezension kann diesem außergewöhnlichen Roman nicht gerecht werden. Sarah Goldberg ist die Amalie Peabodey des Steampunk und wer die Bände Books&Brwon mochte, wird dieses Buch einfach lieben.

    Eine absolute Leseempfehlung!

  19. Cover des Buches Glasberg (ISBN: 9783939459897)
    Anja Bagus

    Glasberg

     (9)
    Aktuelle Rezension von: AmaliaZeichnerin
    Glasberg erzählt die Geschichte von "Waldesruh" weiter.
    Und hier bekommen es Minerva und Falk nun mit einem Gegner zu tun, der fast übermächtig erscheint und der sogar ihre Beziehung gefährdet, welche ohnehin schon konfliktreich ist. Das interessante an diesem Roman finde ich, dass hier die Steampunk/Fantasy-Elemente genau so wichtig sind wie die wechselhafte Beziehung der beiden Hauptcharaktere. Deren Hintergrund wird hier näher beleuchtet, ihre schicksalshaften Erlebnisse in der Vergangenheit werden deutlich gemacht, so dass man beide noch besser kennenlernt und versteht, warum sie jetzt so sind, wie sie sind.
    Sonst ist es ja in Steampunk/Steam Fantasy oder ähnliches Geschichten doch eher meistens so, dass die phantastischen oder Sci-Fi/Steampunk-Elemente die Handlung deutlich dominieren, aber da dies ja auch eine Liebesgeschichte ist, gibt es hier eine schöne Mischung aus beidem, so dass mir die Charakter noch stärker ans Herz gewachsen sind als im ersten Teil der Trilogie.
    Schön fand ich auch die komplizierten Familienverhältnisse und war am Ende von einigen Dingen überrascht, die ich so nicht erwartet hatte.
  20. Cover des Buches Der Uhrmacher in der Filigree Street (ISBN: 9783608987133)
    Natasha Pulley

    Der Uhrmacher in der Filigree Street

     (138)
    Aktuelle Rezension von: Belladonna

    Beschreibung

    London, 1883. Thaniel Steepleton führt als Telegrafist im Innenministerium ein geregeltes Leben, bis er eines Abends auf seinem Kopfkissen eine goldene Taschenuhr vorfindet. Dem Rätsel um die Uhr kommt Thaniel näher, als ein halbes Jahr später eine Bombe bei Scotland Yard hochgeht und er von der Taschenuhr rechtzeitig durch ein Alarmsignal in Sicherheit gelockt wird. Nach diesem Vorfall macht sich Thaniel auf die Suche nach dem Uhrmacher und wird in der Filigree Street fündig, als er Keita Mori begegnet. Der einsame Mann aus Japan scheint ein herzlicher Mensch zu sein, der in seiner eigenen Welt lebt, doch schon bald merkt Thaniel, dass sich mehr dahinter verbirgt…

    Meine Meinung

    Ein absolut magisches Debüt erwartet die Leserschaft mit Natasha Pulleys bezauberndem Fantasy-Roman »Der Uhrmacher in der Filigree Street«.

    Die Magie von Pulleys Erzähltalent entfaltet sich rasch, denn hier passt jedes Wort an seinen Platz und in der Summe ergibt sich daraus ein fabelhafter Roman, der zum Wegträumen in das viktorianische England einlädt.

    Der Duft von Tee empfängt einen in Thaniels Arbeitsstube und die anschaulichen Beschreibungen des Settings löste bei mir sofort ein heimeliges Wohlgefühl aus. Eigentlich ist Thaniel nichts Besonderes, doch halt – er kann Töne sehen – und als er eines Abends nach der Arbeit in der Telegrafieabteilung des Innenministeriums in sein ärmliches Zuhause zurückkehrt, findet er eine goldene Taschenuhr auf dem Kopfkissen vor.

    Wie die Uhr dahingekommen sein soll und warum sie sich nicht öffnen lässt, sind die drängenden Fragen, die sich der Telegrafist stellt. Als eine Bombe im Gebäude von Scotland Yard hochgeht, rettet Thaniel wie durch ein Wunder der schrille Alarm seiner mysteriösen Uhr.

    Thaniel, der bisher ein strukturiertes Leben führte, einen großen Anteil seines kläglichen Gehalts an seine Schwester schickt, die als Witwe alleine zwei Söhne zu versorgen hat, wird durch den Bombenanschlag und die Geheimnisse der Uhr schlagartig aus den Fugen gehoben.

    Als Thaniel in der Filigree Street den Uhrmacher Keita Mori ausfindig macht, beginnt ein temporeiches und Fantasie versprühendes Abenteuer durch das viktorianische London mit japanischen Einflüssen.

    Das Schicksal hält für Thaniel, der im Geheimen für Scotland Yard gegen den mysteriösen Uhrmacher ermitteln soll, wahrhafte Zaubereien wie einen mechanischen, Socken stibitzenden Oktopus, Hellseherei und noch einiges mehr bereit.

    Die Mischung aus kreativer Fantasy, vielschichtigen Charakteren und Themen, die uns im realen Leben beschäftigen, hat mich begeistert an den Seiten kleben lassen, gerade auch deshalb, weil es so subtil und ohne Mühe wirkt. Mitreißende Twists erhöhen die Sogwirkung der Geschichte und so ist das Buch leider viel zu schnell zu Ende gelesen. Ich brauche definitiv Nachschub!

    »Der Uhrmacher in der Filigree Street« zu lesen ist, wie in eine Welt voller Möglichkeiten abzutauchen – am liebsten möchte man gar nicht aufhören in den schillernden Farben von Pulleys Fantasie zu schwimmen!

    Fazit

    Brillant, atemberaubend und ergreifend. Dieses phantastische Debüt darf man auf keinen Fall verpassen.

    --------------------------------   

    © Bellas Wonderworld; Rezension vom 06.10.2021

  21. Cover des Buches Aetherresonanz (ISBN: 9781494217747)
    Anja Bagus

    Aetherresonanz

     (33)
    Aktuelle Rezension von: strange_bookaholic

    Direkt nachdem ich Band 1 beendet hatte, habe ich mich auf Band 2 gestürzt. Und es war wieder ein gelungener Mix aus Fantasy, Liebesgeschichte und für mich beinahe am wichtigsten: Steampunk!

    Diese Elemente waren in Aetherresonanz noch stärker und ausgefeilter dargestellt als im vorigen Band. Diesmal begeben wir uns mit Annabelle in das Anwesen und die Fabrik eines alten, schwer erkrankten Aetherbarons, dessen Sohn ein böses Spiel spielt. Aber mehr möchte ich da nicht vorweg nehmen.

    Was ich allerdings sehr schön fand: An jeder Ecke dieses Hauses finden sich Rohre, versteckte Gänge, Motoren und winzige Roboter. Das Haus scheint ein Eigenleben zu haben. Überall raucht und klickt und klappert es.

    Dazu die bekannten Verdorbenen, jetzt Veränderten, die auch nochmal eine größere Rolle spielen, da wir einige nun persönlich kennen lernen dürfen.

    Nur eine Sache hat mich teilweise etwas gestört, und das war die Beziehungskrise zwischen Paul und Annabelle, die, wie es eben so oft ist, durch 3 klare Worte hätte gelöst werden können, aber über die kompletten 300 Seiten durchgezogen wird...

  22. Cover des Buches Gottes Werk und Teufels Beitrag (ISBN: 9783257600209)
    John Irving

    Gottes Werk und Teufels Beitrag

     (996)
    Aktuelle Rezension von: sonnenseiten_des_lesens

    Titel: Gottes Werk und Teufels Beitrag 

    Autor: John Irving

    Verlag: Diogenes

    Seitenzahl: 848 Seiten

    Inhalt: Homer Wells wächst im Waisenhaus von Saint Cloud’s auf. Da verschiedene Adoptionsversuche scheitern, bleibt er zunächst dort und hilft dem ansässigen Arzt Dr. Larch bei der Durchführung von Entbindungen (Gottes Werk), aber auch von Abtreibungen (Teufels Beitrag). Bis es ihn eines Tages doch hinaus in die Welt lockt.

    Meinung: Nachdem ich so viel Gutes über John Irving gehört habe und mir besonders Gottes Werk und Teufels Beitrag ans Herz gelegt wurde, habe ich mich endlich an dieses, überraschenderweise tatsächlich auch recht umfangreiches, Buch begeben. Das Buch zeichnet sich besonders durch die liebevoll gezeichneten Charaktere, aber auch die detailverliebten, ausführlichen Beschreibungen aus. Kein Wunder, dass der Autor dann locker einmal 800 Seiten auf’s Papier bringt. Hier ist dann wohl auch der Punkt erreicht, an dem sich die Geister scheiden. Denn wo es dem einen zu viele Details sind, habe ich es sehr genossen immer weiter in die Welt von Dr. Larch und Homer Wells einzutauchen und alle Charaktere besser kennen zu lernen. Es war wohl einfach das richtige Buch, zum richtigen Zeitpunkt. Ja, die ausführlichen Beschreibungen der Apfelernte oder der Abtreibungen machen es einem nicht leicht. Da die Protagonisten mir andererseits wirklich sehr ans Herz gewachsen sind, war es umso schöner ihnen so eingehend zu folgen!

    Die angesprochenen Themen sind aktuell wie eh und je. Gesellschaftskritisch werden verschiedene, moralische Vorstellungen durchleuchtet und so manche Tabuthemen angesprochen. Darüber hinaus schafft es der Autor trotz der ernsten Themen dennoch ab und an eine Brise Heiterkeit mit in das Geschriebene einzupflegen. Eine Gratwanderung zwischen Ernst und einem feinen, trockenen Humor, welche dem Autor wirklich geglückt ist. Darüber hinaus denke ich, dass eine Tendenz, wie der Autor selbst zu den Themen steht, sich gleichermaßen aus dem Geschriebenen ergibt.

    Fazit: Ich kann das Buch uneingeschränkt jedem ans Herz legen, der detailverliebte Geschichten mag. Ich für meinen Teil kann nur sagen: dies wird nicht mein letztes Buch von John Irving bleiben.

  23. Cover des Buches Into the Still Blue (ISBN: 9780062072108)
    Veronica Rossi

    Into the Still Blue

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Falcarragh

    Ein unglaublich fesselnder Abschluss. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Mir gefällt die Vielfältigkeit der Charaktere, die Tiefe Charakterzeichnung der einzelnen Figuren (nicht nur der Hauptcharaktere) und vor allem die vielen Wendungen, das Chaos. Es fühlt sich alles so unglaublich menschlich an, so unglaublich real und dann auch wieder nicht. 

    Ein wunderbar gelungener Abschluss der Triologie.

  24. Cover des Buches Aether (ISBN: 9783608937725)
    Ian R. MacLeod

    Aether

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Aether ist ein fantasievoller abwechslungsreich-bunter Roman, schon allein ihn in ein Genre zu packen ist schwer, wie auch schon die Leser vor mir festgestellt haben. Er vereint Elemente aus Fantasy, Sci-Fi und Steampunk zu einer gewaltigen Geschichte. Die Vorstellungskraft und Erfindungsgabe des Autors Ian R. MacLeods ist bewundernswert; er beschreibt nie dagewesene Welten und Elemente, entwirft gewaltige Maschinen und Bauten und schöpft neue Wesen. Die Geschichte selbst war für meinen Geschmack stellenweise etwas langwierig aber seine Kreativität in jedem kleinsten Detail und seine riesengroße Fantasie macht das Buch als Gesamtwerk trotzdem zu einem lesens- und sehr empfehlenswerten Werk. Auch wenn man es also zwischenzeitlich vielleicht mal aus der Hand legt, solte man dem Buch auf jeden Fall eine Chance geben und es zu Ende lesen.
    Die Hauptperson, eine Junge namens Robert, lebt in einem Zeitalter in einem alternativen England, das nach dem letzten Krieg von Industrialisierung und der Ausbeutung eines neuen Elements namens Aether lebt. Die Blütejahre sind bereits vorbei, das Aether in absehbarer Zeit erschöpft, doch noch laufen in Roberts Heimatstadt Bracebridge riesige Maschinen unter den Fabriken und Werkstädten der Gilden und prägen die gesamte Stadt mit ihrem allesdurchdringenden Lärm, den die riesigen unterirdischen Kolben verursachen. Die Maschinen werden selbst mit Aether angetrieben, so wie sämtliche Versorgung, Telegrafenleitungen, Züge und Bahnen, Brücken und Gebäude alles mit Aether versorgt und von ihm zusammengehalten wird. Gildenmänner und – frauen weben Zauberflüche mittels Aether und vermögen so selbst Verschlissenes und Zerstörtes wieder instandzusetzen, was auf der einen Seite Aether zu einem unverzichtbaren Segen macht, auf der Anderen würde ohne seine Existenz die gesamte Gesellschaft wortwörtlich in sich zusammenfallen. Die reichen Gilden und ihre dekadenten Ranghöchsten hüten das Geheimnis um den Aether und alle Menschen, die keiner Gilde angehören, werden als wertlose „Bracks“ abgestempelt. Roberts Zukunft ist durch die Tatsache, dass sein Vater ein niederer Arbeiter in der Gilde der Werkzeugmacher ist, bereits früh entschieden und um diesem Trott zu entkommen entscheidet der Junge impulsiv nach Lohndon in die große Stadt zu reisen, wo er schließlich selbst als Brack und Gildenloser ein ärmliches doch zufriedenes Leben fristet. Er begegnet dort Menschen verschiedenster Klassen, findet unter ihnen so etwas wie Freundschaft, sieht aethergezüchtete Tiere und Bäume und lernt sogar „Wechselbalge“ näher kennen – welche normalerweise von den Gilden als Unfälle weggesperrt werden. Diese grauenhafte Nebeneffekt den Aether in Einzelfällen entwickeln kann; ein Unfall, ein falscher Zauberspruch oder zu viel Kontakt und ein Arbeiter mutiert, er verwandelt sich langsam und schmerzhaft in eine Art Zauberwesen, ein Troll, und nur wenige der Opfer können ihren klaren Verstand behalten und fortan versteckt und getarnt ihr Leben unter den Menschen weiterführen. Die meisten werden jedoch von der Gilde der Sammler abgeholt, in Anstalten gesteckt, angekettet und dort für Forschungszwecke missbraucht. Nicht mehr als Menschen, nicht einmal als Tiere sondern als Trolle gefürchtet und gemieden, über sie zu sprechen scheint ein Tabuthema zu sein. Robert jedoch interessiert sich aus persönlichen Gründen für diese Wesen, denn er verlor seine Mutter an den Aether, als sie bei einem Fabrikunfall infiziert wurde, sich verwandelte und sich in ihrer Verzweiflung schließlich aus dem Fenster in den Freitod stürzte. Er findet in London, mehr nebenbei und zufällig, Bruchstücke über das Schicksal seiner Mutter heraus schließt sich außerdem einer Arbeiterbewegung an und kämpft in der Revolution für den Niedergang der Gilden, zumindest für bessere Bedingungen für die einfachen Leute. Die Geschichte des Buches beginnt in einer kurzen Szene mit Robert als alten Mann, erzählt anschließend von seiner Kindheit und Jugend und schließt dann wieder mit der anfänglichen Szene. Liest man das Ende, werden einige Unklarheiten beseitigt, Dinge, denen man zu Beginn keine Beachtung geschenkt hatte stehen nun in einem neuen Licht, es schließt sich ein schöner Bogen - der teilweise jedoch etwas lang gespannt wurde, wenn der Autor seitenweise wunderbare Details beschreibt, der Erzählstrang jedoch einfach nicht vorwärtsgeht.
    Es ist trotzdem eine schöne Geschichte, ein Querschnitt durch das Leben eines Jungen. Eine Geschichte um Hoffnung, verschiedene Klassen und deren Ansichten, alltägliche Kämpfe und Probleme. Um Macht und Einfluss, alte Werte und althergebrachte Arbeit, um Forschung und die Verhinderung diesen Fortschritts. Und natürlich über Liebe, jedoch in einer ganz ungewöhnlichen Art. Ungewöhnlich wie das gesamte Buch.

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