Bücher mit dem Tag "absurd"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "absurd" gekennzeichnet haben.

219 Bücher

  1. Cover des Buches Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (ISBN: 9783570585016)
    Jonas Jonasson

    Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

     (5.879)
    Aktuelle Rezension von: roxfour

    Ich habe das Buch aufgrund Empfehlung meiner Tochter gelesen und war durchaus recht angetan davon.

    Der Leser darf Allan Karlssons Reise durch die Zeit begleiten. Das Buch beginnt damit, dass Allan überhaupt keine Lust darauf hat seinen 100. Geburtstag im Seniorenheim zu feiern und kurzerhand durch das Fenster steigt und ausbüxt. Im Laufe der darauffolgenden Zeit gibt es aufgrund einer folgenreichen Entscheidung am Bahnhof zufällig immer wieder mal eine Leiche oder auch eine vermeintliche Leichen zu beklagen. Zusätzlich kommt es immer wieder zu witzigen Wendungen der Story, wie der Autor darauf gekommen ist würde mich durchaus interessieren. Außerdem gibt es dann auch immer wieder mal Sprünge in die Vergangenheit, in der man Allans ereignisreiches Leben verfolgen kann. 

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen - die Story ist ansprechend (auch wenn sie für mich zwischendurch das ein oder andere Ereignisse etwas zu sehr in die Länge gezogen war) und der Schreibstil hat mich gefesselt. Wenn es möglich wäre, hätte ich dafür viereinhalb Sterne vergeben :-)

  2. Cover des Buches Ich fürchte mich nicht (ISBN: 9783442478491)
    Tahereh H. Mafi

    Ich fürchte mich nicht

     (1.513)
    Aktuelle Rezension von: keinlesezeichen

    Als erstes fällt mir zu diesem Buch nur ein: Der Schreibstil. Dieser Schreibstil!!! Der ist einfach mega. Man hat einfach jedes Gefühl der Protagonistin direkt vor Augen. Man ist komplett mitten drin. In ihrem Kopf. In ihren Gedanken. Sowas habe ich bisher noch nicht gelesen und liebe liebe liebe es. 

    Dennoch war ich etwas zwiegespalten. Denn da ist ja noch die Handlung. Es war … okay? Irgendwie ein bisschen zu oberflächlich, zu schnell abgehandelt. Juliette ist eine mega interessante Protagonisten, aber Adam daneben war mir einfach ein bisschen zu brav. Zu langweilig. Zu nichtssagend. Es fehlte etwas Feuer. Ich habe aber die Vermutung und die Hoffnung, dass da noch etwas Großes, etwas Gewaltiges auf mich zu kommt. Denn im Buch enthalten war die Novelle DESTROY ME, die aus der Sicht einer anderen Person erzählt. Und diese Novelle hat das bestätigt, denn diese paar Seiten waren groß und wichtig und so unfassbar gut. Ich glaube, ich werde sie lieben. Die Reihe. Auch wenn es ein bisschen dauert.

  3. Cover des Buches Die Känguru-Chroniken (Die Känguru-Werke 1) (ISBN: 9783548372570)
    Marc-Uwe Kling

    Die Känguru-Chroniken (Die Känguru-Werke 1)

     (1.181)
    Aktuelle Rezension von: Martin_Gehr

    Giftgrün leuchtet der Buchumschlag dem Leser entgegen – und giftgrün sind auch die 83 Episoden von Marc-Uwe Kling, aus denen sich der erste Band seiner „Känguru-Chroniken“ zusammensetzt.

    Der Berliner Autor begann seine Karriere im Poetry Slam und auf Kabarettbühnen und schuf 2008 mit seinen absurden Geschichten über ein vorlautes Känguru, das mit dem „Kleinkünstler“ eine WG gründet, eine echte Marke.

    Die Episoden waren zunächst Grundlage einer Radiokolumne und avancierten wenig später in Buchform zum Bestseller. Mittlerweile umfasst sein tierischer Kosmos auch Comics, Gesellschaftsspiele, ein Theaterstück und eine Verfilmung (die im Unterschied zur genialen Buchvorlage allerdings ziemlich öde daherkommt).

    Im Dauerdialog mit seinem Mitbewohner, das ihn frech zur Wohngemeinschaft gedrängt hat, widmet sich Kling auf 270 Seiten beispielsweise den Mächten des Internets und SMS-Wörterbüchern, aber auch Gottglauben, Patriotismus und der veränderten Relevanz von Wissen: „Warum kann ich mich nicht mehr an den Vornamen meiner Oma erinnern, weiß aber, wie die Adoptivkinder von Angelina Jolie heißen?“

    Seine Gesellschaftssatire serviert der Autor in Häppchen, die jedoch nicht immer leicht verdaulich sind. In frecher Respektlosigkeit liefert er seine Bestandsaufnahme der Moderne – von der Dominanz von Ratgeberbüchern à la „Schlank wie nie dank Bulimie. Diättipps für Drittklässlerinnen“ bis zu Fernseh-Talkshows mit ausgewiesenen „Experten“ („Die könnten auch hinschreiben: Keine Ahnung von nüscht, aber auf allen Sendern zu sehen“).

    Ob Kling lethargisch in der Hängematte liegt, grübelnd am Notebook sitzt oder beim Monopolyspiel führt, seinem haarigen Alter Ego gelingt es immer wieder, ihn in Debatten zu verwickeln. Zwischendurch tauscht das WG-Paar die Bude auch mal gegen ,soziale Massenabfertigung’: So inszeniert der Autor die Lächerlichkeit von Partygesprächen oder karikiert Verbrauchermanipulation mittels der absurden Idee, von Berlin-Schönefeld nach Berlin-Tegel zu fliegen, weil das dank des Frühbucherrabatts günstiger sei als eine Bahnfahrt. Als sie dann in der S-Bahn sitzen, um zum Flughafen zu kommen, wird ihnen bewusst, dass das Vorhaben irgendwie nicht ganz durchdacht war.

    Mit erfreulich unterschiedlichen Stilanleihen – ob vom Sketch, Tagebuchprotokoll, Gedicht, der Sprachglosse oder dem Kurzkrimi – hält der 40-Jährige die Lesedynamik aufrecht. Dabei scheut er allerdings auch keine Kalauer, etwa wenn sich das kommunistisch eingestellte Känguru über die Verkehrsregel „rechts vor links“ beschwert.

    Wer eine Lektüre abseits literarischer Konventionen sucht, die stellenweise bis ins Anarchische abdriftet, ist mit Klings Chroniken gut bedient – und hinterher sieht man zwar nicht unbedingt die Welt, aber ganz sicher australische Beuteltiere mit anderen Augen.

  4. Cover des Buches Er ist wieder da (ISBN: 9783404171781)
    Timur Vermes

    Er ist wieder da

     (3.380)
    Aktuelle Rezension von: malins_dagbok

    Zum Inhalt brauche ich wahrscheinlich nicht mehr viel schreiben, es geht darum, dass Adolf Hitler in der heutigen Zeit aufwacht und versucht, seine alten Überzeugungen weiter zu vertreten. Er trifft dabei auf eine Fernsehproduzentin, die ihn für einen Satirekünstler hält und ihm einen Platz in einer Sendung verschafft.

    Das Buch ist wirklich sehr unterhaltsam. Es enthält so viele deutsche Klischees, versteckte Kritik an den heutigen Strukturen, an dem Umgang mit der Geschichte und sehr viele Missverständnisse. Zwischendurch wurde es mir persönlich dann etwas zu langatmig, insgesamt habe ich es jedoch gerne gelesen. Erschreckend fand ich jedoch, dass die Person Hitler es erneut schaffen konnte, Anerkennung zu finden und wenig Personen in dem Buch verstanden haben, dass er es wirklich ist und das alles kein Spaß ist. Somit sollte das Buch auch als eine Warnung gesehen werden, dass sich hinter Witz und Satire auch ernste Überzeugungen verstecken können, die man auf gar keinen Fall unterstützen möchte.

  5. Cover des Buches Der Besuch der alten Dame (ISBN: 3257230451)
    Friedrich Dürrenmatt

    Der Besuch der alten Dame

     (1.787)
    Aktuelle Rezension von: Maresa_May

    Es ist erschreckend und faszinierend zugleich, dass ein Werk aus dem Jahre 1956 noch immer so relevant ist. So vieles hat sich seither geändert, der Mensch jedoch ändert sich nicht. Gier, Egozentrismus und das liebe Geld siegen damals wie heute über Anstand und Moral, am Ende gar über die Menschlichkeit selbst. _______________________________________________________

    Es ist eine Zwickmühle, in der sich die Bewohner des völlig verarmten Kleinstadtods Güllen befinden, als sie das unheilvolle Angebot von Claire Zachanassian erhalten. Ein Angebot, das sie nicht ablehnen können, und es im selben Atemzug aber müssen. 

    Die alte Dame bietet ihnen einen Ausweg aus der Armut und der Misere, der Perspektivenlosigkeit, in der sich das Dorf befindet, wenn Alfred Ill, einer der Güllener, stirbt. 

    Geld oder Leben? Menschlichkeit oder Instinkt? Gesellschaft oder eigenes Wohl? Wie steht es um Macht und Rache, um Rache und Gerechtigkeit? Was rechtfertigt Rache und in welchem Ausmaß? 

    Dürrenmatt erzählt hier eine unglaubliche Tragödie und lässt tief blicken in die menschlichen Abgründe, schafft das allerdings auf so eine dunkle humorvolle Art und Weise, dass es jedes Mal ein Genuss ist, das Buch wieder zur Hand zu nehmen und sich nach Güllen zu begeben, wo die Grenzen zwischen Richtig und Falsch immer mehr verschwimmen. 

    Man kommt nicht umhin selbst nachzudenken, wie man reagieren würde, welche Seite man wählen würde. Absolut leicht fällt es, sich in die diversen Figuren hineinzuversetzen und mitzufühlen, auch wenn sie absolut oberflächlich bleiben und zum größten Teil nicht einmal einen Namen von Dürrenmatt bekommen. Doch die Qual, die Zweifel und das ständige Abwiegen zwischen Gut und Böse (oder eher Pest und Cholera) macht den Leser selbst zu einem Güllener und die hohlen Figuren werden mit der eigenen Reflexion gefüllt. 

    Was ist das ultimative Opfer, was ist man bereit zu tun? Für sich? Für die Gesellschaft? Dazu noch die mächtige Figur der unnahbaren alten Dame - einst selbst als Kläri Wäscher ein Kind von Güllen -, deren Bedingung für die finanzielle Hilfe für die verfallene Kleinstadt einzig allein dem Ruf nach Gerechtigkeit entstanden ist.  

    Bevor ich mich hier weiter in Schwärmereien verliere noch schnell ein paar Worte zum Stil: Dürrenmatt schreibt knackig, prägnant und vor allem pointiert. Die Dialoge bestehen nicht aus langen Passagen, sie sind kurz gehalten, sachlich und nüchtern und transportieren dadurch den feingeschliffenen dunklen Humor elegant und unauffällig, ohne die Tragik auflösen zu wollen oder dem komödiantischen Teil zu viel Licht zu lassen. 

    Es ist ein Drama, also in Dialogform fürs Theater geschrieben, und irrsinnig flott und einfach zu lesen. Die Handlung ist klar und strukturiert, ohne aber zu schnell zu viel zu verraten. Es gibt keine Nebenhandlungen oder komplexere Verwirrungen, die vom eigentlichen Thema ablenken. 

    Während des gesamten Werks und auch danach bleiben folgende Fragen: Welchen Preis sind wir bereit zu zahlen? 

    Oder um Nestroy an dieser Stelle zu zitieren: 

    Der Mensch ist gut - aber die Leut san a Gsindl! 
  6. Cover des Buches Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind (ISBN: 9783570585627)
    Jonas Jonasson

    Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind

     (194)
    Aktuelle Rezension von: GothicQueen

    Leider nicht das beste Werk von Jonas Jonasson. Wie viele andere, so bin auch ich am Debütroman "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" hängengeblieben und ich fand es grandios. Der Nachfolgeroman "Die Analphabetin, die rechnen konnte" war auch noch gut, holte mich aber schon ein weniger ab. "Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten", habe ich daheim, aber noch nicht gelesen. Warum auch immer, ich habe mich zuerst dem vierten Teil des Autors zugewandt. Nämlich diesem hier. "Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind" war leider absolut nicht meins.

    In der Geschichte geht es um Johan Andersson, der Mörder-Anders genannt wird. Nach einem Gefängnisaufenthalt trifft er auf die Pfarrerin Johanna Kjellander sowie auf den Hotel-Rezeptionisten Per Persson. Gemeinsam gründen sie eine Körperverletzungsagentur. Soll heißen: Mörder-Anders tritt als Auftragsschläger auf, kassiert dafür richtig viel Kohle, führt die Aufträge aber nicht aus. Schließlich will er ja auch keinem mehr was zuleide tun. Geld braucht er trotzdem. Vom Prinzip her ist die Idee ja gut, leider hapert es an der Umsetzung. Die Schreibweise fand ich ziemlich langweilig. Es wirkte stark so, als wolle der Humor aus "dem Hundertjährigen" kopiert werden, was leider nicht aufging. Leider zieht sich alles sehr in die Länge und es passiert nicht wirklich was. Die drei sind zwar eine ganz nette Truppe, jedoch nicht wirklich unterhaltsam. 

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich anderen Büchern vom Autor nochmal eine Chance geben soll. Der Erfolg vom "Hundertjährigen" scheint nicht mehr mitzuwirken. Die Fortsetzung, die ich bereits daheim habe, werde ich mir vielleicht noch reinziehen, jedoch keine weiteren Bücher mehr kaufen.

  7. Cover des Buches Der Kuss des Kjer (ISBN: 9783570304891)
    Lynn Raven

    Der Kuss des Kjer

     (1.150)
    Aktuelle Rezension von: lese-monster

    Der Fantasyroman "Der Kuss des Kjer" von Lynn Raven handelt von zwei Völkern, den Kjer und den Nivard, die sich seit Ewigkeiten im Krieg befinden. Um von seiner Krankheit geheilt zu werden, befiehlt der Herrscher der Kjer seinem Heermeister Mordan, die Heilerin Lijanas zu ihm zu bringen. Lijanas ist allerdings eine Nivard und Mordan reist in das Reich der Nivard, um sie zu entführen. Auf ihrem gemeinsamen Weg in das Reich der Kjer, wandelt sich die Beziehung der beiden. Obwohl Mordan Lijanas' Entführer und sie die so-gut-wie Verlobte von Ahmeer, dem Thronfolger der Nivard ist, nähern sich die beiden immer weiter an.

    Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, war ich ehrlich gesagt etwas skeptisch. Es klingt doch sehr nach einer kitschigen Romeo und Julia Geschichte. Allerdings ist die Geschichte alles andere als kitschig. Die Annäherung der Protagonisten ist sehr gut beschrieben. Die Beziehung ist holprig und auch geprägt von Rückschritten. Allerdings findet die Autorin genau den richtigen Weg die anbahnende Liebesgeschichte trotz des Verhältnisses von Entführer und Entführter zu beschreiben.

    Die Erzählperspektive wechselt mit fortschreitender Seitenzahl immer öfter zwischen den Protagonisten und gibt Einblicke in deren Gedanken und Gefühle. Dieser Perspektivenwechsel ist der Autorin, meiner Meinung nach, sehr gut gelungen. Ab und zu wechselt die Erzählersicht auch zu anderen Charakteren, wie zum Beispiel Ahmeer. Viele dieser Perspektivenwechsel sind verständlich und erklären die Hintergründe. Manchmal kann man diese Passagen nicht direkt einordnen, aber im Laufe des Buches lassen sie auch schon die Auflösung vermuten. Allerdings waren für mich einige Passagen unverständlich und ich konnte sie nicht in den Kontext der Geschichte einfügen. Vermutlich versteht man diese Passagen auch erst beim zweiten Lesen richtig. Für mich als Erstleser waren sie jedoch etwas verwirrend.

    Noch eine Anmerkung zum Schluss, auch wenn dieses Buch ein Fantasyroman mit einer Liebesgeschichte ist, ist das Buch brutal geschrieben und Blut und Gewalt sind durchgehend zu finden. Wer damit ein Problem hat, sollte vielleicht Abstand nehmen, ansonsten kann ich das Buch nur empfehlen.

  8. Cover des Buches American Gods (ISBN: 9783847905875)
    Neil Gaiman

    American Gods

     (370)
    Aktuelle Rezension von: Kaito

    Für diesen Roman sollte man Zeit und Vorwissen mitbringen.

    Eventuell habt ihr schonmal von der TV-Serie gehört. Tja, sie basiert auf einem Roman von Neil Gaiman (Sandman). Die “Director’s Cut”-Ausgabe aus dem Eichborn Verlag enthält neben der sehr umfangreichen Story auch mehrere Vorworte des Autors und auch nachträgliche Kommentare. Dies alles soll helfen, das Buch etwas besser zu verstehen.

    Braucht man das? Ja, ich denke schon. Und es kann auch nicht schaden, wenn man sich ein kleines bisschen in diversen Götterwelten auskennt.

    Im Fokus der Geschichte steht Shadow. Als “Angestellter” des geheimnisvollen Mr. Wednesday reist er quer durch Amerika und begegnet vielen ungewöhnlichen Leuten. Shadow selbst ist aber eher Mittel zum Zweck für den Autor. Zwar bekommt er hin und wieder die Gelegenheit so etwas wie eine Persönlichkeit zu entwickeln. Einen tiefgründigen und emotionalen Protagonisten darf man hier aber nicht erwarten. 

    Eine Geschichte voller Geheimnisse, Umwege und merkwürdiger Entwicklungen erwartet den Leser hier. Man weiß nie so genau, was eigentlich das Ziel von Shadows und Wednesdays Reise ist. Man kann nicht vorhersehen, wohin sich die Handlung entwickelt. Und durch einige Nebenhandlungen wird man auch immer wieder abgelenkt und muss sich erneut zurecht finden. Neil Gaiman erschafft seine ganz eigene Vision und Version von Amerika. Sowohl die Schauplätze, wie auch die Figuren werden gut beschrieben. Man muss aber auch einiges an eigener Fantasie mitbringen.

    Ich hatte das Gefühl, dass die ganze Zeit eine gewisse düstere und bedrückende Stimmung herrschte, die ich aber an nichts bestimmten festmachen konnte. Vielleicht lag es an Shadow, der kaum positive Emotionen zu empfinden scheint. Oder die immer wiederkehrenden Andeutungen zu einem Sturm oder Krieg…

    Ich habe bisher die Kinderbücher und Graphic Novels von Neil Gaiman gelesen. American Gods ist aber ein ganz anderes Kaliber. Der Autor hat sich hier scheinbar an den zwei Themen ausgetobt, die er besonders schätzt: Amerika und Götter/Mythologie.

    Eine ausgefeilte Handlung oder ein zugänglicher Protagonist waren hm dabei wohl nicht so wichtig. Trotzdem hat das Buch bei mir einen gewissen Sog entwickelt. Nachdem ich einmal drin war, hat es sich quasi von selbst gelesen.

    Fazit:
    Ein Buch wie ein Kunstwerk. Das ist die beste Beschreibung, die mir für American Gods einfällt. Nicht jeder versteht es, nicht jedem gefällt es, aber es hat durchaus Liebhaber. Man sollte nicht unbedingt mit dieser Geschichte in das Gesamtwerk des Neil Gaiman einsteigen. Aber man sollte sie auch auf keinen Fall verpassen!

  9. Cover des Buches The Stranger Times (ISBN: 9783847900900)
    C. K. McDonnell

    The Stranger Times

     (176)
    Aktuelle Rezension von: MerigoldTales

    Auf Bookstagram entdeckt, wollte ich ursprünglich dieses Buch nur verschenken (Lustiges zu lesen ist eigentlich nicht so mein Ding, dachte ich). Dann wollte ich nur kurz mal reinlesen und.... Muss jetzt noch ein zweites Exemplar besorgen. 😅


    The Stranger Times ist eine übernatürliche Kriminalgeschichte mit britischem Humor erster Klasse. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht dieser absurden Zusammenstellung an kuriosen Mitarbeitern einer Zeitung zu folgen, selbst der Antagonist hat mich stellenweise zum Schmunzeln gebracht und die Story war spannend, nicht vorhersehbar und machte letztlich Lust auf mehr.

    So soll es auch sein: Die Geschichte ist an sich abgeschlossen, aber im Laufe des Jahres wird noch ein zweiter Teil erscheinen.


  10. Cover des Buches Die Frau des Zeitreisenden (ISBN: 9783596163908)
    Audrey Niffenegger

    Die Frau des Zeitreisenden

     (4.365)
    Aktuelle Rezension von: MelLila

    Das Buch war richtig richtig gut! Wenn man auf Zeitreisend und Kitsch steht, so wie ich. Mit den Zeitsprüngen und Überschneidungen bin ich nicht immer mitgekommen und hab auch oft hin und her geblättert, aber das macht nichts. Der Klappentext hält, was er verspricht! Absolute Leseempfehlung!

  11. Cover des Buches Willkommen in Night Vale (ISBN: 9783608961379)
    Joseph Fink

    Willkommen in Night Vale

     (138)
    Aktuelle Rezension von: letusreadsomebooks

    Night Vale ist eine Kleinstadt wie jede andere…oder etwa doch nicht? Irgendwo mitten in der amerikanischen Wüste liegt das kleine Städtchen, in dem sich Zeit und Raum nicht so verhalten wie sie sollten, Menschen ihre Gestalt wandeln können und ein fünfköpfiger Drachen für das Amt des Bürgermeisters kandidiert. Über alle lokalen Ereignisse berichtet Moderator Cecil Palmer vom Radiosender Night Vale Community Radio. Er sah schon viele Praktikanten kommen und gehen, denn merkwürdigerweise verschwinden oder sterben die meisten von ihnen nach kurzer Zeit.

    In dem zum Podcast passenden Roman Welcome to Night Vale begleiten wir zwei Frauen. Jackie führt ein Pfandleihgeschäft und ist schon seit Jahrzehnten neunzehn Jahre alt. In letzter Zeit kann sie sich an vieles nicht mehr erinnern. Noch seltsamer als sonst wird es allerdings, als ihr ein Mann in einer braunen Jacke einen Zettel gibt, auf dem „King City“ steht. Was sie auch tut, sie kann den Zettel nicht loslassen – er kehrt immer wieder in ihre Hand zurück. Vielleicht sollte sie herausfinden, was es mit dem Zettel und dem Mann in der braunen Jacke auf sich hat.

    Die zweite Protagonistin, Diane, arbeitet in einem Büro, aus dem plötzlich Leute verschwinden. Oder haben sie überhaupt jemals dort gearbeitet? Bis auf Diane scheint sich niemand an ihren Kollegen erinnern zu können. Wie hieß er noch gleich? Evan? Als auch noch ihr Sohn Josh, ein pubertärer und dementsprechend launischer Gestaltwandler, darauf drängt, seinen Vater endlich kennenzulernen, treffen Diane und Jackie aufeinander. Die beiden scheinen mehr gemeinsam zu haben, als sie anfänglich glauben.

    In Zwischensequenzen, die immer wieder eingestreut werden, lauschen wir Cecils Sendung und verfolgen die örtlichen Nachrichten, die, so abstrus sie auf den ersten Blick scheinen, Hintergrundinformationen zur Geschichte liefern.

    Wer sich nach Night Vale begibt, muss sich vollkommen darauf einlassen. Der Schreibstil ist genau wie die Erzählsprache des Podcasts. Das ist wunderbar, denn so kann man den Roman komplett mit Cecils Stimme im Kopf lesen. Wer den Podcast nicht kennt, wird keine großen Schwierigkeiten haben, den Inhalt zu verstehen. Fans hingegen haben den Vorteil, viele Figuren und Schauplätze wiederzuerkennen und sich über kleine Details freuen zu können.

    Um sich mit dem Stil und dem Grad an Seltsamkeit vertraut zu machen und einzuschätzen, ob es euch gefallen könnte, empfehle ich, mal in den Podcast hereinzuhören. Alle Folgen findet ihr auch bei Youtube.

    In Night Vale klingeln Papphandys (und sind telefoniertüchtig), Vogelspinnen besuchen die High School (und machen dort ihren Abschluss) und jedes Mal, wenn Jackie und Diane versuchen, nach King City zu fahren, landen sie wieder in Night Vale. Anfangs wundert man sich vielleicht noch, gerade, wenn man nicht mit dem Podcast vertraut ist. Doch irgendwann nimmt man es einfach hin, ohne mit der Wimper zu zucken. Flamingos haben sechs Beine? Die Bücherei ist ein gefährlicher, tödlicher Ort? Völlig normal, so ist das nun mal in Night Vale.

    Was das Buch – und auch den Podcast – so besonders macht, ist neben seinem herrlich merkwürdigen Grundcharakter der Humor. Welcome to Night Vale ist nicht Lachtränen-lustig, auch nicht einfältig-lustig. Joseph Fink und Jeffrey Cranor erzählen ihre Geschichten mit intelligentem Humor, der sich durch den kompletten Roman zieht, ohne, dass es jemals zu viel wird. Einige Rezensenten haben das Buch in dieser Hinsicht mit Douglas Adams‘ Werken, insbesondere Per Anhalter durch die Galaxis, verglichen.

    Die Handlung ist spannend, die Twists und am Ende zusammengeführten Fäden machen richtig Freude zu lesen, doch worin sowohl der Roman Welcome to Night Vale (Willkommen in Night Vale) als auch der gleichnamige Podcast brillieren, ist die mysteriöse, völlig bizarre und wundervoll unterhaltsame Atmosphäre. Joseph Fink und Jeffrey Cranor haben sie auch schriftlich fantastisch festgehalten. Night Vale ist ein spezieller Ort, und auch ein spezielles Buch, das es so nicht noch einmal gibt. Das, Freunde der Fantasy und Sciencefiction, ist skurriles, herrliches und originelles Storytelling!

  12. Cover des Buches Naokos Lächeln (ISBN: 9783442744947)
    Haruki Murakami

    Naokos Lächeln

     (933)
    Aktuelle Rezension von: Nackt_und_Gluecklich

    Haruki Murakami beweist, dass man Liebesgeschichten schreiben kann, ohne dass es kitschig ist. ohne dass man sich als Leser vor all den Klischees gruseln muss. Absolute Leseempfehlung.

  13. Cover des Buches Das flüssige Land (ISBN: 9783608964363)
    Raphaela Edelbauer

    Das flüssige Land

     (112)
    Aktuelle Rezension von: Leserstimme

    Raphaela Edelbauer hat es hier geschafft mich völlig mitzureißen,  ihr ist hier eine moderne einzigartige Geschichte gelungen,  die ich verschlungen habe.

    Ruth erfährt vom tödlichen Unfall ihrer Eltern und beschließt deren letzten Wunsch zu erfüllen - sie in Groß-Einland zu beerdigen.  An ihrer Uni wird ihr Sonderurlaub genehmigt und sie nimmt sich die Arbeit als Physikerin mit, um ihre Habilitation zu beenden.  Obwohl Groß-Einland nirgends auf einer Karte verzeichnet ist, gelangt sie schließlich an diesen dubiosen Ort im sogenannten Wechselgebiet. Schnell wird sie dort geduldet und wohnt erst einmal in einer Pension bei Erna. Schon dort fallen Ruth tägliche Strukturen auf, die nicht zu ändern sind, ich würde es als eingefahren bezeichnen. Hört man eine Klingel läuten, hat man sich im Gastraum einzufinden, denn später gibt es kein Essen mehr. 

    Ihr Auto, das in einer Werkstatt auf Reperatur wartet, kann laut des Mechanikers nicht so rasch wieder hergestellt werden. Obwohl Ruth die ganze Zeit das Gefühl hat, noch nicht lange zugegen zu sein, rast die Zeit dahin. Ihr wird klar, dass das kein gewöhnlicher Ort ist. Und was hat es mit diesem Loch auf sich, dass sich mitten auf dem Marktplatz befindet? Erste Nachfragen nach der Ortschronik scheitern. Nur Gemeindemitglieder dürfen diese besitzen und darin lesen. Später im Buch erfährt Ruth, dass eigentlich alles was im Ort vonstatten geht, durch die Gräfin gesteuert wird. Eine Einladung- oder sollte man sagen Vorladung- der Gräfin nimmt Ruth an, dennoch ist das Gespräch der Beiden einseitig und die Fragen und Zweifel Ruths werden übergangen.  Ein bisschen kam mir die Gräfin wie " die Rote Königin" aus " Alice im Wunderland" vor. Im ganzen Buch stellt sich die Gemeinde als eingeschworenes Kollektiv vor, neugierige Fragen zur Vergangenheit des Ortes werden unwillig, beleidigend oder agressiv aufgenommen. 

    Als Ruth, endlich Mitglied der Gemeinde,  dann doch von unfassbarer Neugier gefasst, Nachforschungen anstellt, das Loch betreffend,  das auch Absenkungen zur Folge hat, fallen ihr Dokumentationslücken auf. Mittlerweile arbeitet Ruth für die Gräfin und soll sich um die Absenkungen der Häuser  und Gebäude kümmern. Als sie ihr eigenes Häuschen kauft, fällt ihr erst später auf, dass das ihr Elternhaus war. Wie drastisch und schnell die Absenkungen vonstatten gehen, scheint unfassbar. Für mich spiegelt das Verhalten der Gemeinde das Loch wieder. Jeder weiß,  dass in der Vergangenheit hier schreckliches mit Kz- Häftlingen geschehen ist, doch einige streiten es ab und alle sollen einfach nicht darüber reden. Es wird totgeschwiegen und Ruth erfährt nichts genaues. 

    Mittlerweile hatte sie Kontakt mit ihrer Tante, die ihr betroffen erklärt, sie sei seit 3 Jahren weg und als vermisst gemeldet. 

    Zunehmend fühlt Ruth sich sehr unwohl in ihrer Haut und nimmt Beruhigungstabletten. Ihr Füllstoff, den sie für die Gemeinde entwickeln sollte, um weitere Absenkungen zu verhindern, ist ungeeignet für die Natur und vergiftet alle Pflanzen darum herum.  Die Zeit scheint zu rasen, aber niemand scheint sich fortzubewegen. Diese Unbekümmertheit gegenüber der Vergangenheit hat seinen Preis. 

    Nach 6 Jahren Stillstand beschließt Ruth zu gehen und überlässt die Gemeinde ihrem nicht zu entrinnendem Schicksal.

    Für anspruchsvolle Leser mit Liebe zu einem neuen Stil. 




  14. Cover des Buches Ruhm (ISBN: 9783499249266)
    Daniel Kehlmann

    Ruhm

     (629)
    Aktuelle Rezension von: Jana_hat_buecher

    Kehlmann erzählt in neun Geschichten einen Roman. Neun Geschichten von unterschiedlichen Personen, die trotzdem durch ein (teils unsichtbares Band) verbunden sind. Geschichten von der Liebe, vom Sterben und in erster Linie von dieser einen Sekunde. Die eine Sekunde in der man sich entscheiden kann ein anderer Mensch zu sein und ein Leben verändern kann. 

    Mir hat das Buch ganz gut gefallen. Die Geschichten waren größtenteils unterhaltsam, teilweise witzig und nah am Leben. Unterschiedliche Perspektiven zu unterschiedlichen Themen. Gut, um es zwischendurch auf dem Arbeitsweg oder im Urlaub zu lesen. Nicht zu anspruchsvoll.

  15. Cover des Buches Gefangene des Blutes (ISBN: 9783802581311)
    Lara Adrian

    Gefangene des Blutes

     (995)
    Aktuelle Rezension von: Legra

    Das zweite Buch der Midnight-Breed Serie handelt von Dante & Tess. Dieses Buch hat mir besser gefallen als der erste Teil, weil mir Tess gleich sympathisch war und Dante den musste man einfach mögen.  Der Kampf gegen die Rouges geht auch in diesem Teil weiter und es gibt ein wiedersehen mit den Personen aus dem ersten Teil. Das Buch ist klasse geschrieben und auch gut zu lesen,

    Fazit:

    Dieser Roman ist einfach atemberaubend schön. Lesenswert!!!

  16. Cover des Buches Töte mich (ISBN: 9783257069891)
    Amélie Nothomb

    Töte mich

     (95)
    Aktuelle Rezension von: jenvo82

    „Sérieuse hatte ihn mit Agamemnon und Iphigenie geschlagen. Nun tauchten aus seinen rudimentären Erinnerungen an den Religionsunterricht Abraham und Isaak auf. Ein Hoffnungsschimmer streifte ihn, machte aber bald einem noch tieferen Schmerz Platz.“

    Inhalt

    Graf Henri Neville steckt in der Zwickmühle: Denn nachdem ihm eine Wahrsagerin prophezeit hat, dass er auf seiner letzten Garden Party auf seinem stattlichen Anwesens zum Mörder eines Gastes werden wird, überlegt er krampfhaft, wie so ein Mord standesgemäß ablaufen könnte und wer überhaupt das passende Opfer wäre. Ihn schreckt es nicht, dass er nach vollbrachter Tat ins Gefängnis gehen muss, denn er ist ohnehin verarmt und der Landbesitz eine einzige Schuldenfalle. Doch Graf Neville hat schon von Kindesbeinen an den Grundsatz der gehobenen Gesellschaftsschicht verinnerlicht: es spielt keine Rolle, welche Taten du verübst, solange sie moralisch vertretbar sind. Leider gibt es unter den geladenen Gästen zwar viele mögliche Opfer, aber keines scheint das geeignete. Als ihn seine  verschrobene jüngste Tochter Sérieuse das Angebot macht, doch sie zu töten, statt eines Fremden, eröffnen sich ganz neue Perspektiven. Wäre da nicht sein schlechtes Gewissen und die unsagbare Strafe, die es ihm nach der Tat bis ans Ende seines Lebens unmöglich machen würde, seine persönlichen Ansprüche zu erfüllen …

    Meinung

    Dieser kleine, feine Roman mit gerade mal 111 Seiten Umfang konnte mich sehr begeistern, denn die 1967 geborene belgische Diplomatentochter Amélie Nothomb, die bereits zahlreiche Romane veröffentlicht hat, spinnt hier ein diffiziles Kammerspiel, welches sich zum gedanklichen Schlagabtausch zwischen Vater und Tochter entwickelt. Einerseits ist dieses Buch zeitlos und universell, weil es nichts weiter als ein moralisches Gedankenexperiment ist, andererseits wirkt es märchenhaft-leicht und absolut unterhaltsam, weil es so ohne Rahmenhandlung und Kenntnis der näheren Umstände auskommt. Für die Entwicklung der Protagonisten bleibt wenig Raum, man erfährt als Leser nur ein paar Hintergründe, die nicht genügen, um die Motivation der 17-jährigen Tochter tatsächlich nachzuvollziehen. Stattdessen konzentriert sich die Autorin auf den Aspekt des Standesdünkels und so manch skurriler Begebenheit, die eine so haarsträubende Idee schließlich in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt. 

    Fazit

    Ich habe mich hier bestens unterhalten gefühlt und einen leichten, beschwingten Roman gelesen, der ein eigentlich unvorstellbares Dilemma auf die humoristische Art und Weise löst und vergebe gerne 5 Lesesterne. Sicherlich ist das keine besonders anspruchsvolle Lektüre mit Tiefgang, allerdings tut das dem Lesevergnügen keinen Abbruch, insbesondere wenn man sich auf dieses Experiment mit den Möglichkeiten und Unvorstellbarkeiten einlässt.

     Gerne hätte dieses Buch noch ein paar mehr Seiten haben dürfen und vielleicht noch einen kleinen Ausblick in das Beziehungsgeflecht der Familie Neville nach dem Ende der Garden Party liefern können, doch auch so passt es wunderbar. Von der Autorin werde ich gewiss noch weitere Bücher lesen – dieses hier hebt sich positiv von der Menge der Bücher ab, die ich sonst in den Händen halte und lässt jegliche Schwere vermissen, was für mich normalerweise immer ein Kritikpunkt ist, nicht jedoch, wenn so klar erkennbar ist, in welche Richtung eigentlich argumentiert werden soll.

     

  17. Cover des Buches Apocalypse Now Now - Schatten über Cape Town (ISBN: 9783596034987)
    Charlie Human

    Apocalypse Now Now - Schatten über Cape Town

     (55)
    Aktuelle Rezension von: theatermensch
    Man muss sich am Anfang etwas rein lesen und mit den Charakteren warm werden. Baxter ist nicht gerade sympathisch,  aber nach einer Zeit findet man gut rein und die abgedrehten Charaktere werden sympathisch. Der Schreibstil ist gut, die Geschichte genial. Sie lässt sich leicht und gut lesen. 
    Werde auf jeden fall noch die beiden anderen Bände lesen.
  18. Cover des Buches Der Fremde (ISBN: 9783499253089)
    Albert Camus

    Der Fremde

     (577)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Algerien, 1930er Jahre. Meursault wird von seinem Nachbarn, dem Zuhälter Raymond, zu einem Strandausflug eingeladen. Raymond hat sich damit bei Meursault bedankt, da er ihm half, sich an seiner arabischen Geliebten zu rächen und sie zu demütigen. Beim Ausflug treffen sie auf den Bruder der Frau und es kommt zu einer Schlägerei. Später erschiesst Meursault den Araber. Reue? Nein, nur ein gewisser Verdruss…

    Erster Eindruck: Die Sonderausgabe aus der BILD-Nobelpreis-Bibliothek ist schlicht und wirkt zugleich edel – gefällt mir.

    Meursault ist ein abgestumpfter, passiver und äusserst gleichgültiger Mensch. So einer würde mich in den Wahnsinn treiben. Auch die beiden Nachbarn, Raymond und Salamano, sind eigenartige Gestalten, die Gewalt gegenüber nicht abgeneigt sind. Meursault kommt ins Gefängnis und es wird ihm der Prozess gemacht.

    „Das ist bezeichnend für diesen Prozess. Alles ist wahr, und nichts ist wahr!“

    Albert Camus hat im Jahr 1957 für sein publizistisches Gesamtwerk den Nobelpreis für Literatur erhalten, also nicht für das vorliegende Buch allein. Im Internet ist nachzulesen, dass „Der Fremde“ als wichtiges Werk des Existenzialismus gelte. Da ich mich weder mit dem Autoren selbst noch mit dem Existenzialismus beschäftigt habe, kann ich hierzu nichts sagen. Für mich war es das erste Werk des Autors und wird voraussichtlich auch das letzte bleiben. Mich konnte die Geschichte leider so gar nicht überzeugen. Da das Buch nur 126 Seiten hat, habe ich bis zum Ende durchgehalten. Ja, es war für mich ein Durchhalten, denn ich wollte wissen, ob mich die Geschichte doch noch fesseln könnte. Den zweiten Teil empfand ich etwas flüssiger zu lesen als der erste. Die Gleichgültigkeit von Meursault hat mich jedoch mit jeder Seite mehr genervt.
    Fazit: Keine Leseempfehlung meinerseits, schade.

  19. Cover des Buches Der Zementgarten (ISBN: 9783257206487)
    Ian McEwan

    Der Zementgarten

     (401)
    Aktuelle Rezension von: Kazuto

    Ruckzuck durchgelesen mit einem kribbelnden Ende. Die Handlung ist sehr berührend und regt zum Denken an...

  20. Cover des Buches Der Ekel (ISBN: 9783499105814)
    Jean-Paul Sartre

    Der Ekel

     (274)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly
    Die Lektüre E. M. Ciorans "Vom Nachteil, geboren zu sein" hat mich auf die grandiose Idee gebracht wieder einmal Jean-Paul Sartres "Der Ekel" aus dem Regal zu nehmen. Fasziniert habe ich nach wenigen Sätzen festgestellt, dass dieser philosophische Roman über den Historiker Antoine Roquentin für mich nichts an Intensität verloren hat. Antoines Tagebucheinträge sind auch nach zwanzig Jahren, so lange ist es her, seit ich "Der Ekel" zuletzt gelesen habe, fesselnd und erstaunlich frisch. Sartre hat seine Philosophie des Existenzialismus in eine unkomplizierte Sprache verpackt..."es war einmal ein armer Kerl, der hatte sich in der Welt geirrt. Er existierte, wie die anderen Leute, in der Welt der Parks, der Kneipen, der Handelsstädte, und er wollte sich einreden, er lebe woanders, hinter der Leinwand der Gemälde, mit den Dogen Tintorettos, mit den ernsten Florentinern Gozzolis, hinter den Seiten der Bücher, mit Fabrice del Dongo und Julien Sorel, hinter den Grammophonplatten, mit den langen, spröden, klagenden Jazzmelodien. Und dann, nachdem er lange genug den Idioten gemacht hat, hat er verstanden, hat er die Augen geöffnet, hat er gemerkt, daß es da ein Versehen gab: er saß in einer Kneipe, ausgerechnet, vor einem Glas lauwarmem Bier..." für mich immer noch eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Absolut empfehlenswert.
  21. Cover des Buches Stark (Dark Half) (ISBN: 9783453433984)
    Stephen King

    Stark (Dark Half)

     (464)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Leider teile ich die vielen guten Meinungen zu diesem Buch nicht. Zum Inhalt wurde bereits viel geschrieben, daher werde ich hier keine neue Zusammenfassung posten.

    Die Story hört sich erstmal gut und spannend an. Eine typische Stephen King Idee das symbolisch beerdigte Pseudonym eines Schriftstellers zu neuem Leben zu erwecken. Die Geschichte zeigt aber rasch Längen und hat mich nicht in ihren Bann gezogen. Überraschende Wendungen Fehlanzeige. 

    Auch die Rolle der Sperlinge ist ziemlich bald klar und der Leser kämpft sich Seite für Seite zum Finale vor, das gelungen ist. 

    Für mich eines der schwächeren Stephen King Bücher, dass von mir keine Leseempfehlung erhält. Es gibt bessere! 

  22. Cover des Buches Ohne ein Wort (ISBN: 9783548283418)
    Linwood Barclay

    Ohne ein Wort

     (831)
    Aktuelle Rezension von: Janine_Hausfeld

    Toller Schreibstil, der sich flüssig lesen lässt. Dramatischer Verlauf, der bis zum Ende die Spannung hält. Tolle Story

  23. Cover des Buches Die Krone der Schöpfung (ISBN: 9783751800068)
    Lola Randl

    Die Krone der Schöpfung

     (51)
    Aktuelle Rezension von: naninka

    Das Alltagsleben zu Coronazeiten in kurzen Abschnitten verfasst mit Lebensfragmenten, kurzen fachlichen Erklärungen oder Definitionen und dann noch kurze Fragmente der Zombiestory, an der die Hauptprotagonisten arbeitet. Es ist wie Zapping und macht uns etwas zappelig... Das auf gekonnte Art. Für mich symbolisiert die Zombiestory den ganzen Trash, den Leute sich im TV reinziehen....

    Die Abhandlung der vielen Themen reflektiert auf unterhaltsame Weise die chaotische Zeit, in der wir uns befinden.... und hält uns Details vor Augen, die wir längst vergessen hatten.


    Irgendwie hinterlässt mich das Buch ratlos - lustig und flockig geschrieben, mit einer grossen und heiteren Prise Zynismus, etwas Zombie-trash, viele Themen in einem Kurzkolumnen-Stil verfasst, Themen unserer Zeit, .... Eigentlich sehr nach meinem Gusto und trotzdem hat es mich nicht erreichen können.... Vielleicht liegt es tatsächlich daran, dass ich sehr Corona-müde bin....

    Vielleicht lag es aber auch daran, dass dieses schmale, kleine Büchlein, das erst noch so ansprechend und originell aufgemacht ist zu viel reinpacken wollte?

  24. Cover des Buches Der Keller (ISBN: 9783453433519)
    Richard Laymon

    Der Keller

     (221)
    Aktuelle Rezension von: Ann-Kathrin1604

    Der Keller - Richard Laymon
    🌟Meine Rezension
    🛑OHNE SPOILER!🛑
    _________
    Den Inhalt bei Bedarf bitte selbst recherchieren.
    ________
    🌟Schreibstil des Autors / Verständlichkeit :
    Spannung und Adrenalin Pur!! Ich bin von Herrn Laymons Schreibstil dermaßen begeistert, denn er hat mich bereits von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Keine unnötigen Details, sondern pure Fakten, genau so liebe ich es!
    Die Handlung ist super verständlich geschrieben, ich bin immer gut mitgekommen.
    Ab Geschichte 2 hat sich ab und zu ein wenig die Handlung gezogen und Band 3 hat mir leider vom Schreibstil und der gesamten Aufmachung nicht gefallen.
    ________
    🌟Charaktere :
    Einige Charaktere kommen bereits zu Anfang auf den Leser zu, doch sie werden in ihrer Geschichte so gut dargestellt, dass ich sie direkt voneinander unterscheiden konnte.
    Besonders mochte ich die Beziehung zwischen Donna und ihrer Tochter Sandy und die Hintergründe aus deren Vergangenheit. Daher hat mir Band 1 am besten gefallen.
    Die neuen Charaktere aus Band 2 und 3 fand ich alle nicht sonderlich interessant. Sie waren zwar da, aber keiner hat sich richtig in meinen Kopf geschlichen.

    🌟Meine Meinung :

    ✅Positiv :
    1. Richard Laymon schreibt wirklich spannend, sodass ich direkt von Beginn an gefesselt war und kaum aufhören konnte, zu lesen.

    2. Die Kapitel sind recht kurz gehalten, aber generell ist das Buch in kleine Abschnitte eingeteilt, die es ermöglichen, durchaus zwischendurch aufzuhören und hinterher genau zu wissen, wo man stehen geblieben war.

    3. Hier steht wirklich der Horror im Vordergrund, nichts anderes. Ich kenne es von anderen Autoren, dass diese viel Wert auf präzise Darstellungen von der Natur, den Häusern etc. legen und das langweilt mich meistens. Richard Laymon schafft hier eine tolle Mischung, bei der genau das im Vordergrund steht, was der Leser erwartet.

    4. Dieses Buch ist eines der wenigen, die ich zu 100% als „Horror“ betiteln kann. Hier geht es um Sex, Obszönitäten und Mord, sodass mir ab und zu richtig mulmig zumute wurde, es aber dennoch gemocht habe. Die Grausamkeiten, die der Autor beschreibt, habe ich hautnah empfunden.

    5. Alle 3 Geschichten bauen aufeinander auf, sodass Charaktere vom ersten Teil weiterhin auftauchen und die Geschichte somit weiter geht und nicht einfach endet.

    ❌Negativ :
    1. Die erste der drei Geschichten in diesem Band fand ich großartig! Als die zweite Geschichte, oder besser gesagt die Fortsetzung, begonnen hat, habe ich jedoch schnell gemerkt, dass mich diese nicht so fesselt, wie Teil 1 zuvor. Das lag an den Charakteren, mit denen ich nicht warm geworden bin. Mir war keine der Personen besonders sympathisch oder unsympathisch, keiner hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Außerdem hat sich der Fortgang ziemlich gezogen, bis es richtig spannend wurde.

    2. Wenn den Charakteren etwas schlimmes passiert, sagen sie sehr häufig „Mein Gott.“ Da hätte ich mir einige andere Alternativen gewünscht, die die einzelnen Personen besser voneinander abgrenzen.

    3. Die Führung durch das Horrorhaus in Band 3 fand ich unnötig. Dort wird eigentlich nur nochmal all das berichtet, was in den beiden vorherigen Bänden geschrieben wurde. Die Geschichte des Horrorhauses wurde für meinen Geschmack zu häufig angeschnitten. Allgemein war Band 3 für meinen Geschmack eher zäh und langweilig, weil es dort keine wirklich spannenden Szenen mehr gab, sodass ich ab Seite 900 abgebrochen habe.

    4. Einige wenige Fehler schleichen sich durch das Buch. Nicht viele, aber dennoch genug, um sie erwähnen zu können. Dabei handelt es sich um Rechtschreibfehler und einmal wurden Namen vertauscht ( Seite 770 ). Ich achte sehr kleinlich auf Fehler beim Lesen, deshalb muss ich das einfach mit angeben.
    _________
    🌟Abschließende Bewertung / Mein Fazit :
    Ich habe ewig nach gutem Horror gesucht & habe ihn hier gefunden. Es ist das erste Buch, das ich zu 100% als Horror betiteln kann, denn es ist geprägt durch pure grausame Fakten ohne ausschweifende Hintergründe.
    Band 1 überwiegt deutlich in seiner Stärke, Band 2 war auch noch gut, aber Band 3 hat mir leider überhaupt nicht gefallen. Mit jedem Band hat ein bisschen Spannung abgebaut.

    Von mir gibt es 4 Sterne, größtenteils für den ersten Band! 🌟🌟🌟🌟

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