Bücher mit dem Tag "aboriginis"

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12 Bücher

  1. Cover des Buches Das Geheimnis jenes Tages (ISBN: 9783426517031)
    Annette Dutton

    Das Geheimnis jenes Tages

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Pitzi

    Deutschland/ Australien, 2009:

    Nadine hat immer noch große Probleme damit, sich nach einem schlimmen Familiendrama vor vielen Jahren, bei dem ihre Schwester starb, gefühlsmäßig auf ihre Tochter Alina und deren Vater, Nadines Ex Thomas einzulassen, was ihr Leben recht schwierig gestaltet. Dafür geht sie in ihrem Beruf auf. Als ihr die Chance geboten wird, nach Australien zu reisen, um dort menschliche Skelette zurückzugeben, die einem Aborigine-Stamm gehören, sagt sie begeistert zu, denn auch das Leben derjenigen, die einst dafür sorgte, dass diese Knochen überhaupt nach Deutschland gelangten, die Naturforscherin Amalie Dietrich, interessiert Nadine nach wie vor brennend.
    Nadine nimmt ihre Tochter Alina mit, die jedoch lieber mit Backpackern unterwegs ein möchte, um Land und Leute besser kennenzulernen. Als sich Alina, nicht wie vorher vereinbart, per Handy bei Nadine meldet, macht sie sich große Sorgen. Kann es sein, dass ihre Tochter einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist? Die Polizei zeigt keine großen Mühen, sich um das Verschwinden ihrer Tochter zu bemühen, so dass Nadine beschließt, auf eigene Faust auf die Suche zu gehen…

    Siebenlehn/Sachsen :

    Die junge Amalie wächst in ärmlichen, dörflichen Verhältnissen auf; wird jedoch bereits von ihrer Mutter in Heilkräuterkunde unterrichtet. Jedoch ist es ihr Zukünftiger, der Apotheker und Botaniker Wilhelm Dietrich, der ihr die Möglichkeit bietet, eine andere Welt zu entdecken, in dem er ihr tiefgründigere Einblicke in die Pflanzenwelt ermöglicht. Amalies Wissensdurst ist ungebrochen, auch als sie ihrem Mann Wilhelm eine Tochter gebärt, zeigt sie mehr Interesse an ihrer Arbeit, als an ihrem Mutterdasein, auch wenn sie durchaus Liebe für ihre Tochter Charitas empfindet. Jedoch zeigt Wilhelm seine Enttäuschung darüber, dass Amalie ihm nur eine Tochter, statt des erwarteten Stammhalters geboren hat, ganz offen. Ihre Ehe bekommt erste feine Risse, doch zumindest ihr Interesse an der Naturforschung hält das Paar zunächst zusammen. Als Wilhelm die vielen Reisen um Herbarien zusammenzustellen, nicht mehr machen kann, schickt er stattdessen allein Amalie auf die sehr beschwerlichen Reisen. Amalie lässt sich darauf ein, jedoch nur so lange, bis sie erfährt, dass Wilhelm sie mit einer anderen Frau betrügt…

    „Das Geheimnis jenes Tages“, ist mein erster Roman der Autorin, deren Bücher mir jedoch bereits von einigen Bekannten empfohlen wurden. Jedoch habe ich es normalerweise nicht so mit Australienromanen, doch diesmal konnte der Handlungsstrang, der in der Vergangenheit angesiedelt wurde, meine Neugierde wecken, denn im Mittelpunkt steht darin eine historisch belegte Persönlichkeit, um die sich selbst heute noch dunkle Gerüchte ranken. Die Naturforscherin Amalie Dietrich, die sich viele Jahre auf dem fünften Kontinent aufhielt, um für den hamburgischen Reeder Cesar Godeffroy Pflanzen und seltene Tierarten, für dessen geplantes Natur- und Völkerkundemuseum zu präparieren und gen Deutschland zu senden. Doch im Laufe der zehn Jahre wurde Dietrich dann auch nahe gelegt, zusätzlich menschliche Skelette der Ureinwohner zu beschaffen, was geschah und Dietrichs Ruf schließlich Schaden zufügte.

    Die Autorin lässt ihre Leser immer im Wechsel am Leben und den Entdeckungen der Amalie Dietrich teilhaben; zwischenzeitlich erfährt man durch einen regen Briefwechsel, zwischen Amalie und ihrer Tochter, vieles über das Leben und Wirken der Naturforscherin und ihres Charakters.

    Im zweiten Handlungsstrang begegnet einem dann eine ebenfalls zum Teil etwas widersprüchliche Heldin, die genauso wie Amalie, getrieben ist zwischen Job und Mutterliebe.

    Während Amalies Geschichte eindeutig im Fokus steht, fand ich Natalies Story leider ein wenig zu dürftig abgehandelt, auch wenn sie durchaus einige spannende Momente beinhaltet und es zu keinem Zeitpunkt langweilig wurde, bei ihrer Suche nach ihrer verschwundenen Tochter. Dennoch hatte ich mir gewünscht, dass die Autorin vielleicht noch mehr auf Nadines seelisches Innenleben eingehen würde. Und vor allem ein wenig mehr Seitenzahlen darauf verwenden würde, die Missverständnisse zwischen Mutter und Tochter, aber auch zwischen Ex-Freund und der Heldin auszuräumen. So blieben mir Natalie und Alina leider sehr fremd beim Lesen und auch Amalies Tochter Charitas blieb mir persönlich zu blass geschildert.
    Dennoch fand ich den Roman sehr unterhaltsam und spannend und habe ihn praktisch in einem Rutsch gelesen, was dem eingängigen Schreibstil der Autorin geschuldet ist.

    Kurz gefasst: Unterhaltsamer Ausflug in die Fauna und Flora Deutschlands und Australiens, jedoch hätte ich mir ein wenig tiefschürfendere Charakterisierungen diverser Romanfiguren gewünscht.

  2. Cover des Buches Der Duft von Hibiskus (ISBN: 9783442476466)
    Julie Leuze

    Der Duft von Hibiskus

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Sunny0105

    Im Jahr 1858 wandert die junge Emma Röslin mit einer rein männlichen Forschergruppe nach Australien aus um dort die heimischen Pflanzen und Tiere zu zeichnen. 

    Hauptsächlich ist es eine Flucht aus ihrer Heimat, da sie von schrecklichen Träumen heimgesucht wird, jedoch nicht weiß was schlimmes in ihrer Vergangenheit geschehen ist.

    Es beginnt ein aufregendes und gefährliches Leben für Emma und für den Forschungsleiter Carl Scheerer entwickelt sie bald innige Gefühle.


    Der Schreibstil von Julie Leuze ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Somit war ich schnell in der Geschichte drin. Ich persönlich hätte es mir teilweise nicht ganz so modern gewünscht, da ich mich sprachlich nicht so gefühlt habe, als wären wir im Jahr 1958 sondern eher in der heutigen Zeit.

    Ansonsten konnte ich mir die australische Wildnis sehr gut vorstellen, vor allem auch die Einblicke bei den Aborigines. 

    Emma war der typische weibliche, starke Charakter, aber trotzdem mochte ich sie sehr und habe auch mit ihr mitgefiebert. 

    Die Liebesgeschichte war angenehm zu lesen und nicht zu kitschig, wie es in historischen Romanen schnell passieren kann. 


    Insgesamt war es ein schönes kurzweiliges Buch, das ich grade im Sommer sehr gern gelesen habe.

  3. Cover des Buches Der Ruf des Kookaburra (ISBN: 9783442478439)
    Julie Leuze

    Der Ruf des Kookaburra

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Hermione27

    Emma und Carl Scheerer leben mit den Ureinwohnern Australiens im Regenwald und gehen ihren Forschungsprojekten nach, die sich mit der Heilkunst der Eingeborenen, aber auch ihren Sitten, Bräuchen und der Kultur beschäftigen.  

    Als ihre Freundin Zwillinge erwartet und die Gesetze des Clans verlangen, das zweite Kind zu töten, entscheidet Emma sich für die Adoption der kleinen Belle. Gleichzeitig wird Emma selbst der Inhalt einer Prophezeiung, die vorhersagt, dass sie den Tod bringen wird. Nach der Aufnahme der kleinen Belle, die den Alltag von Emma und Carl ziemlich durcheinander bringt, kommt es zu einem folgeschweren Streit zwischen den beiden, nach dem Carl das Lager verlässt und - trotz intensiver Suche - verschwunden bleibt. Emma ist außer sich vor Sorge und kann nicht glauben, dass Carl tot sein soll. Andererseits fühlt sie sich zu dem jungen Engländer John hingezogen, der im Auftrag der Regierung ihre Forschungsarbeit kontrollieren soll.... 


    Meine Meinung:  

    Der Roman von Julie Leuze beschert uns ein Wiedersehen mit den sympathischen Charakteren Emma und Carl sowie ihren Freunden bei den Ureinwohnern Australiens. Die Geschichte wird wieder so fesselnd erzählt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte. Im Gegensatz zum ersten Teil "Der Duft von Hibiskus" erfährt man als Leser noch wesentlich mehr über die Sitten und Gebräuche sowie Kultur der Aborigines und taucht noch wesentlich stärker in die australischen Gegebenheiten im 19. Jahrhundert ein.  

    Ein Großteil der Geschichte ist geprägt vom Verschwinden Carls, was dazu führt, dass Emma sich erneut allein behaupten muss. Sie wächst weiter an dieser Herausforderung und ist eine ungewöhnlich starke Frau - gerade auch in dieser Zeit!  

    Neben dem wunderbar flüssigen und einnehmenden Schreibstil hat mir an diesem Band besonders gut gefallen, dass man so viele Hintergründe über den australischen Kontinent erfahren hat. Man merkt beim Lesen deutlich die detaillierte Recherchearbeit und das große Hintergrundwissen der Autorin, die die Geschichte sehr glaubwürdig und authentisch machen. Auch die persönliche Geschichte mit großen Gefühlen, aber ohne jeden Kitsch, hat mich berührt.  


    Fazit: 

    Ich kann diesen Roman von Julie Leuze - mit einer starken Protagonistin in der besonderen Welt des australischen Regenwalds - uneingeschränkt empfehlen. Er hat mir wunderschöne und (ent)spannende Lesestunden beschert.

  4. Cover des Buches Verwischte Spuren (ISBN: 9789963536337)
    Alex Winter

    Verwischte Spuren

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    „Verwischte Spuren - Detective Daryl Simmons 7. Fall“ von Alex Winter ist ein Krimi, der am 14.03.2017 erschienen ist. Es handelt sich um den siebten Band der Reihe um Detective Daryl Simmons, der wie die vorigen Bände sowohl als Fortsetzung der Reihe, als auch einzeln zu lesen ist. Durch die in sich abgeschlossene Geschichte braucht man keine Vorkenntnisse, alles, was man wissen muss, erfährt man in die Story eingebaut, so dass neue Leser keine Probleme haben, dem Geschehen zu folgen, während alte Hasen in der Reihe nicht durch Wiederholungen gelangweilt werden.
    Ich persönlich bin über diesen Band sehr glücklich, dachte ich doch am Ende des letzten Bandes, diese tolle Reihe wäre nun vorbei… aber auch, wenn die Umstände anders sind als zuvor, so ermittelt unser Ermittler doch in seiner altbekannten Art und Weise und zieht den Leser wie immer total in seinen Bann. Da zeigt sich doch wieder, dass Namen nur Schall und Rauch sind, wichtig ist das Innere.
    Der Schreibstil ist flüssig und die gesamte Story so spannend und fesselnd wie eh und je, und der Autor hat es wieder geschafft, dass ich gebannt gelesen habe und das Buch nicht weglegen konnte.
    Neben dem toll gemachten Krimi haben wir auch hier wieder die wunderschönen und bezaubernden Beschreibungen Australiens, die es dem Leser leicht machen, alles vor sich zu sehen, und die zum Träumen einladen.
    Alles in allem ein super Krimi, der von mir 5 Sterne bekommt.
  5. Cover des Buches Das Lied der roten Erde (ISBN: 9783548282145)
    Inez Corbi

    Das Lied der roten Erde

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Walking_in_the_Clouds

    Um ihren Eltern weitere Peinlichkeiten zu ersparen, wird die ungebärdige Moira Delaney Ende des 18. Jahrhunderts mit dem älteren Arzt Alistair McIntyre verheiratet. Als wäre das nicht schlimm genug, muss sie mit ihm von Irland auf den australischen Kontinent auswandern. Gefühlsmäßig kommt sie ihrem eigenbrötlerischen Mann, der sich über den mysteriösen Tod seiner ersten Frau bedeckt hält, nicht nahe, und die körperliche Beziehung ist ihr ein Graus. Auch McIntyre vollzieht die Ehe nur, weil er ein Kind möchte. Nach der langen Überfahrt richten sie sich schließlich nahe Sydney ein, wo McIntyre die Insassen des Straflagers betreuen soll. Einer der Deportierten ist Duncan O’Sullivan, der als Rebell gilt. Als er Moira eines Tages aus einer misslichen Lage hilft, stellt der Doktor ihn ein. Schon bald entwickelt sich zwischen Duncan und Moira eine verbotene Affäre, die ihnen zum Verhängnis zu werden droht.

    Historische Australienschmöker haben es in der Regel an sich, dass es sich in ihnen wunderbar schwelgen lässt. Das ist beim ersten Band der Australien-Saga nicht der Fall, obwohl Moiras und Duncans Schicksal geradezu prädestiniert dafür wäre. Ihre Geschichte ist sehr ereignisreich und oftmals voller Tragik, aber Inez Corbi schafft es nicht, sie unter die Haut gehen zu lassen. Zwar ist einem keineswegs egal, was aus ihnen wird, doch bis zum Schluss kann keine wirkliche Nähe zu den Figuren aufgebaut werden, um völlig mit ihnen mitzufühlen. Das mag auch daran liegen, dass viele Geschehnisse angerissen und dann schnell abgehandelt werden und zahlreiche Nebenakteure viel Raum beanspruchen. Überzeugen kann die Autorin hingegen mit ihrem flüssigen Schreibstil und den historisch fundierten Beschreibungen des Settings. Insgesamt bietet der Roman durchaus kurzweilige Unterhaltung, wirklich ins Herz trifft er aber nicht. (TD)

  6. Cover des Buches Traumzeit (ISBN: 9783596700967)
    Barbara Wood

    Traumzeit

     (217)
    Aktuelle Rezension von: Joenna

    Joanna Drury ahnt nicht als sie in Australien ankommt das sie auf den Spuren ihrer Grosseltern wandert. Sie löst eine alte Geschichte auf.  

  7. Cover des Buches Traumfänger (ISBN: 9783641087852)
    Marlo Morgan

    Traumfänger

     (489)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Ich habe dieses Buch vor über zwanzig Jahren und jetzt noch einmal mit Begeisterung verschlungen. Obwohl es mir an vielen Stellen doch sehr märchenhaft vorkam, versuchte ich dem Vorwort der Autorin zu glauben, alles selbst erlebt zu haben. Erst als ich im Anschluss nach näheren Angaben zur Autorin suchte, musste ich entdecken, dass sie bereits 1996 zugab, diese Erzählung erfunden zu haben.


    Auch als Roman ist das Buch lesenswert. Denn es behandelt eine Einstellung der australischen Ureinwohner zur Natur, die uns allen gut täte! Da wird voller Überzeugung der Glaube verbreitet, dass man den anderen nur durch den eigenen Lebenswandel, die eigene Handlung und Verhaltensweise beeinflussen kann. Gleichzeitig wird den Aborigines nachgesagt, dass sie in fünfzigtausend Jahren keine Wälder vernichtet, kein Wasser vergiftet und keine Pflanzen oder Tiere ausgerotteten. Trotzdem hätten sie immer über ausreichend Nahrung und Obdach verfügt, viel gelacht und nur selten geweint. „Ihre Leben sind lang, ausgefüllt und gesund, und wenn sie diese Welt verlassen, tun sie dies mit Zuversicht in ihren Seelen.“ (Seite 153) Es gefiel mir, dass Aborigines keinen Geburtstag feiern, sondern die Wissenserweiterung eines Menschen, die Entwicklung neuer Talente. Die Verwendung natürlicher Medikamente wird hervorgehoben, ebenso wie übernatürliche Fähigkeiten.


    Die US-amerikanische Ärztin und Autorin Marlo Morgan wurde 1937 in Fort Madison, Iowa geboren. Die erste Auflage dieses Buches erstellte sie laut Wikipedia zusammen mit ihren Kindern und verlegte sie selbst. Darin machte sie noch Reklame für ein bestimmtes Teebaumöl, das ihr geholfen hatte, die im Outback erworbenen Wunden zu heilen. 1994 erschien dann die amerikanische Originalausgabe unter dem Titel Mutant Messages Down Under“ bei Harper CollinsPublishers und wurde schnell zu Bestseller.


    Fazit: diese Abrechnung mit unserer Art zu leben und dabei die Natur zu zerstören sowie das Herausheben der Lebensweise der Ureinwohner liest sich angesichts der deutlich spürbaren Welterwärmung sehr gut und macht nachdenklich.

  8. Cover des Buches Der verborgene Fluss (ISBN: 9783442737253)
    Kate Grenville

    Der verborgene Fluss

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Lese_Lisel

    Ein äusserst eindringlicher Roman über William Thornhill, der als Sräfling nach Sidney auswandert und über den Zusammenprall der Kulturen. Ein sehr lesenswertes, gutes Stück australische Literatur, eindringlich, ergreifend, brutal. Die Autorin schreibt kraftvoll und klar, das Geschilderte geht zu Herzen ohne je ins Kitschige abzudriften!

    „Es kam ihm vor, als hätte sich ganz langsam eine Maschine in Bewegung gesetzt: Die Räder drehten sich, und die geschmierten Zahnräder griffen ineinander. Neusüdwales hatte ein Eigenleben jenseits des Einflussbereichs von Gouverneur oder gar Königs bekommen. Es war eine Maschine, von der manche zermahlen und ausgespuckt wurden, während andere in Höhen aufsteigen, von denen sie nie zu träumen gewagt hätten.“

    Ehrlich und schonungslos werden dabei sowohl Hunger und Elend in der alten Welt und schliesslich auch die Gräueltaten der Kolonisten an den Aborignes in Australien geschildert. Grenville vermeidet es gekonnt, Partei zu ergreifen. Und das halte ich für einen besonderen Pluspunkt dieses Buches. Die Aborigines werden aus der Sicht der damaligen Siedler dargestellt – und so gehört es sich auch für einen historischen Roman! Wer anderes sucht, soll sich ein ethnografisches Sachbuch besorgen. Ohne eine der beiden Parteien zu verklären, ermöglicht es die Autorin, beiden Seiten ein gewisses Mass an Verständnis entgegen zu bringen.

    „Thornhill sass aufrecht im Heck und liess den Blick über das Bootsdeck schweifen, wo seine Passagiere ausgestreckt nebeneinander lagen und dösten. Er kannte all dieses Männer, hatte bei einem Glas Rum mit ihnen gelacht, mit ihnen den Preis für ihren Weizen und ihre Kürbisse ausgehandelt. Im Grossen und Ganzen hatte er sie nie für schlechte Männer gehalten. Und dennoch hatte das Leben sie und ihn an diesen Punkt gebracht, wo sie alle auf das Einsetzten der Flut warteten, um zu tun, was nur die grössten Schurken taten.“

  9. Cover des Buches Südsternjahre 4 (Australien-Saga) (ISBN: 9783955309152)
    Rebecca Maly

    Südsternjahre 4 (Australien-Saga)

     (11)
    Aktuelle Rezension von: loana192
    Magnus taucht plötzlich auf.....
    Es mag aber nicht gutes Heissen.....
    Warum hat sich Tom damals wohl getrennt....
    In dem Teil bekommen wir leider neulich zu spüren wie die weissen Menschen sich damals im schwarzen Land aufgeführt haben. Die Goldgräber sind da und nehmen immer mehr das Land für sich ein.  Können die Einwohner noch in Ruhe leben? Es bleibt spannend. ..... 
    Auch warum Magnus jetzt hier ist muss noch geklärt werden
  10. Cover des Buches Blinder Hass (ISBN: 9789963727933)
    Alex Winter

    Blinder Hass

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Guaggi
    Mich als Coverjunkie sprach dieses Buch optisch nicht wirklich an. Doch die dunkle, aufgewühlte See hat auch etwas Geheimnisvolles. Als das Geschehen dann auch noch auf Helgoland im Jahre 1944 begann, war ich vollends verunsichert.
    Doch Alex Winter hat einen wunderbar fesselnden Schreibstil, der mich einfach nicht mehr los lies.
    Mittlerweile war ich im Jahre 2012 angekommen und verfolgte mit Spannung das Geschehen um Vince Foster in der Schweiz.
    Die Entwicklungen wurden immer mysteriöser und die Situation für den Hauptprotagonisten und sein Umfeld immer gefährlicher.
    Es war wirklich beeindruckend wie sich Vince Foster immer wieder aus Gefahrensituationen befreien konnte. Die Geschehnisse führen den Hauptprotagonisten letztendlich nach Australien. Hier wohnt der Leser einer aufreibenden Verfolgungsjagd quer über den roten Kontinent bei.
    Gelungene Abwechslungen bieten zudem die Szenenwechsel von Vince zu den Drahtziehern der roten Doktrin. Hier erfährt man unglaublich viel über die Organisation und die Verfolgung ihrer Pläne.
    Sehr schön finde ich das jedes neue Kapitel mit einem Datum und dem Handlungsort überschrieben ist. So hatte ich immer einen wunderbaren Überblick, wo sich das Geschehen gerade ereignete.
    Fasziniert war ich von den detaillierten Beschreibungen der Örtlichkeiten in Australien. Die Flora und Fauna, sowie die einzelnen Städte bzw. Routen die Vince auf seiner Reise durchs Outback passierte, erweckten bei mir Fernweh.
    Doch nicht nur das Land wurde wunderbar anschaulich beschrieben, auch die Aborigines, die Ureinwohner Australiens und ihre Kultur werden dem Leser näher gebracht.
    Dieser Thriller ist wirklich atemberaubend spannend.
    Bis zuletzt wartete hinter jeder Ecke eine neue Überraschung, die die Geschehnisse veränderte und der Geschichte eine neue Wendung gab.

    Alex Winter schickt seine Leser, mit diesem Thriller, wahrhaftig auf eine einmalige Abenteuerreise quer über den roten Kontinent.
  11. Cover des Buches Traumreisende (ISBN: 9783641025564)
    Marlo Morgan

    Traumreisende

     (107)
    Aktuelle Rezension von: katzekatzekatze

    Ich interessiere mich sehr für die Aborigine Kultur, weshalb ich dieses Buch gleich aus dem Bücherschrank gefischt habe.

    Leider wurde ich doch recht schnell enttäuscht.

    Der Autor beherrscht grundlegende Storytellingregeln nicht. Es heißt so schön "Show, don't tell". Aber er "erzählt" die ganze Zeit nur. Und das ist das Problem. Dadurch, dass die Charaktere größtenteils nur passiv und "zusammengefasst" ihre Geschichte erleben, bleiben sie seicht und blass, es gelang mir zu keinem Zeitpunkt eine Beziehung zu den beiden aufzubauen, geschweige denn, dass mich ihr Schicksal irgendwie berührt hätte. Dabei ist das Thema durchaus interessant.

    Die Geschichte insgesamt war sehr langweilig, sehr vorhersehbar und lebte größtenteils von schlecht konstruierten Zufällen. Etwas mehr Tiefe hätte gut getan. 

    Ich kann das Buch leider gar nicht weiter empfehlen.

  12. Cover des Buches My Place (ISBN: 9780860681489)
    Sally Morgan

    My Place

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Schlehenfee
    Sally Morgan wuchs in den 50er und 60er Jahren im westaustralischen Perth in dem Glauben auf, dass ihre Familie aus Indien stammt. Erst Jahre später erfährt sie, dass ihre Großmutter ein Aborigine ist. Sally macht sich auf die Suche nach ihrer Herkunft und entlockt ihrer Mutter, ihrem Onkel und schließlich ihrer Großmutter ihre Geschichte. Die Geschichte der „Gestohlenen Generation“, denn Oma Daisy und Onkel Arthur hatten einen weißen Vater und wurden ihrer Mutter weggenommen. Sally Morgan ist eine bekannte australische Künstlerin, die farbenfrohe Bilder im Stile der australischen Ureinwohner malt.

    In jüngeren Jahren interessierte ich mich sehr für Australien und seine Geschichte, doch Sally Morgans Buch, erschienen in den 1980ern, kannte ich noch nicht und wurde durch die Klassiker-Leserunde darauf aufmerksam. Das Thema der „Stolen Generation“ war mir schon bekannt, doch nun habe ich den ersten Bericht aus der Sicht der Aborigines darüber gelesen.
    Bis man jedoch von Arthurs, Gladys' und Daisys Geschichten erfährt, welche von Rassismus, Übervorteilung und Ausbeutung durch Weiße, Leben im Heim und Entwurzelung berichten, dauert es lange.
    Sally Morgan berichtet zunächst minutiös Erlebnisse und Anekdoten von ihrer Kindheit mit dem vom Krieg traumatisierten Vater, der Schule und einem Leben in relativer Armut. Es war lediglich eine Aneinanderreihung von Erinnerungen und für mich nicht besonders spannend oder interessant zu lesen. Ähnliches hatte ich schon zu oft gelesen und der mittelmäßige Schreibstil machte es nicht besser.

    Für einen guten zweiten Teil, der endlich einmal die Verfehlungen der weißen Australier an den Ureinwohnern zur Sprache bringt, gebe ich vier Sterne, der erste Teil, in dem ich mich zum Weiterlesen zwingen musste, erhält zwei Sterne.

    Trotzdem ist „My Place“ ein wichtiges, aufklärendes Buch, das erschien, als die Aborigines mehr Rechte einforderten und damit zur Aufarbeitung der Vergangenheit beitrug.
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