Bücher mit dem Tag "2. weltkrieg"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "2. weltkrieg" gekennzeichnet haben.

1.692 Bücher

  1. Cover des Buches Flavia de Luce 1 - Mord im Gurkenbeet (ISBN: 9783442376247)
    Alan Bradley

    Flavia de Luce 1 - Mord im Gurkenbeet

     (1.393)
    Aktuelle Rezension von: Orisha

    Flavia, die jüngste der drei de Luce Schwestern, traut ihren Augen nicht, da liegt ein Toter im Gurkenbeet von Gut Buckshaw. Oder vielmehr ein Todgeweihter, denn als Flavia näher tritt, haucht ihr der Fremde mit seinem letzten Atemzug ein Wort entgegen, dass das junge Mädchen zunächst ratlos zurücklässt. Die Polizei kommt kurz darauf und nimmt nach einigen Ermittlungen Flavias Vater in Gewahrsam. Da beginnt Flavia selbst zu recherchieren und stößt nach und nach auf Geheimnisse, die ausgerechnet ihren Vater betreffen und ihm ein Tatmotiv liefern.

    Bradley hat mit Flavia de Luce eine unterhaltsame Geschichte kreiert, die von den üblichen Krimierzählungen schon dahingehend abweicht, weil ein kleines Mädchen zur Detektivin wird. Ein Hauch von Adams Family Flair gibt dem ganzen eine durchaus aparte Note. Und so einfallsreich die Geschichte ist, die in der Tat nicht alles sofort verrät, blieb die Geschichte seltsam träge. Ich kann nicht genau ausmachen, woran das lag, aber Spannung - im Sinne, dass ich das Buch nicht aus den Händen legen wollte - kam eigentlich nie auf. Und das nicht weil die Geschichte nicht stringent wäre, oder schlecht erzählt. Vielmehr haben mich die ganzen nebensächlichen Beschreibungen abgelenkt, die zu Hauf im Buch eingestreut sind und die irgendwie die Haupthandlung auf Abwege führten. So ertappte ich mich ein ums andere Mal wie ich genau in jenen Stellen mit Gedanken abschweifte und nur schwer zurück in die Hauptstory fand.

    Kurzum: Eine gute Grundstory mit interessantem Charakter, aber zu vielen Nebenerzählungen, die ablenken. Keine Lese-Muss, aber ein Lese-Kann.

  2. Cover des Buches Unbarmherzig (Ein Gina-Angelucci-Krimi 2) (ISBN: 9783548290973)
    Inge Löhnig

    Unbarmherzig (Ein Gina-Angelucci-Krimi 2)

     (262)
    Aktuelle Rezension von: Simi159

    Wer die Tino Dühnfort Reihe von Inge Löhnig kennt, der kennt auch Gina Angelucci. Sie ermittelte mit Tino zusammen, dann wurden sie ein Paar und Eltern. Jetzt leitet sie die Abteilung für Cold-Cases der Münchner Kripo und hat ihre eigene Reihe…ja auch im deutschen Krimi gibt es Spin-Offs. 

    Unbarmherzig ist der zweite Fall für Gina, die frisch aus der Elternzeit zurück sich um einen Fall in Altbruck kümmern muss. Dort werden in einer Kiesgrube zwei Leichen gefunden, die schon mehrere Jahrzehnte vergraben waren. Eine davon stammt aus dem Baltikum, doch die Intensität bleibt ein Rätsel. Waren es zwei Zwangsarbeiter, die in der ehemaligen Munitionsfabrik dort gearbeitet haben? 

    Gina möchte den Mörder finden und durch die Klärung der Identität für eine, wenn auch späte Totenruhe sorgen. Doch ich allen in Altbruck gefallen die Ermittlungen und vielen Fragen nach der Vergangenheit….


    Fazit: Wie auch schon in der Reihe um Tino Dühnfort, erzählt Inge Löhnig auch in dieser Reihe in einen ruhigen und gelassenen Ton. Eher wie ein friedliches Plätschern baut sich Kapitel für Kapitel Spannung auf. Stück für Stück deckt Gina Angelucci den alten Fall auf und bastelt die einzelnen Teile zusammen. 

    Eingeschobene Rückblicke nehmen die Leser immer wieder mit ins Jahr 1944 und lassen so die Zusammenhänge besser verstehen und sorgen gleichzeitig für Spannung wegen falscher Fährten und überraschender    Wendungen.


    Die Charaktere sind sympathisch und auch in ihrem Handeln authentisch. Wer Gina mag, wird auch die Reihe um Tino Dühnfort mögen. 


    Ich hätte diesen Spinn-Off generell nicht gebraucht, für mich kann auch ein Paar weiter ermitteln…egal, für Unbarmherzig gibt es 


    4 STERNE.

  3. Cover des Buches 28 Tage lang (ISBN: 9783499266638)
    David Safier

    28 Tage lang

     (558)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    1942 lebt die 16-jährige Jüdin Mira im Warschauer Ghetto und schmuggelt Lebensmittel, um sich, ihre Mutter und ihre jüngere Schwester Hannah zu ernähren. Ihr Vater hat sich vor der Deportation das Leben genommen, ihr Bruder Simon arbeitet bei der Judenpolizei. Beide empfindet sie als Verräter. 

    Als sich die Lage im Warschauer Ghetto zuspitzt und die Deutschen beginnen, die jüdische Bevölkerung weiter in den Osten "umzusiedeln", schließt sich Mira, die vor lauter Hoffnungslosigkeit empfindet, nichts mehr zu verlieren zu haben, der jüdischen Widerstandsorganisation ŻOB an. 

    "28 Tage lang" wird aus der Perspektive der 16-jährigen Mira geschildert, die einerseits mutig, aber andererseits auch kopflos und naiv agiert. Schon während ihrer Schmuggeltätigkeit bringt sie sich laufend in Gefahr, hat jedoch immer wieder aufs Neue Glück, nicht von der SS erwischt zu werden. Auch ihre Träume von Liebe und Tanzen und einer Sehnsucht nach New York wirken kindlich. Das Buch würde ich deshalb eher als Jugendbuch einordnen, als einen Roman. 

    Aufgrund der eindringlichen Thematik und der wirklich erschütternden Schilderungen über Hunger, Leid, Angst und Gewalt ist es jedoch auch für Erwachsene ein relevantes Buch über den Holocaust und #GegendasVergessen. 

    Mir war der Roman zu wenig bildhaft geschrieben, das jüdische Ghetto wurde für mich nicht lebendig und vorstellbar, auch die Charaktere wirkten blutleer. Die Geschichte verliert sich häufig in der Gedankenwelt von Mira. Auch wenn man das als Flucht vor der schrecklichen Realität nachvollziehen kann, hatte die Geschichte damit, gerade bis zum Anschluss Miras an den Widerstand, immer wieder ihre Längen. 

    Phasenweise vermittelte der Roman zudem eine sehr einseitige Botschaft hinsichtlich der Frage von Anstand und Moral. Man erhielt die Vorstellung, dass nur der unbedingte Kampf gegen die herrschenden Zustände und die Gefährdung des eigenen Lebens als integer galt. 

    Dagegen fehlte mir ein Gefühl für die Atmosphäre im Warschauer Ghetto, da die Schilderungen des Alltags arg an der Oberfläche blieben. Die junge Mira, die mehr Glück als Verstand hat, konnte mich als Heldin nur bedingt überzeugen, taugt jedoch als Identifikationsfigur für jugendliche Leser*innen.  

  4. Cover des Buches Die Sturmrose (ISBN: 9783548286686)
    Corina Bomann

    Die Sturmrose

     (238)
    Aktuelle Rezension von: Blackfairy71

    Nach ihrer Scheidung zieht Annabel Hansen mit ihrer fünfjährigen Tochter Leonie von Bremen nach Rügen und mietet ein Häuschen in Binz. Die Werbefachfrau will noch einmal ganz neu anfangen. Im Hafen von Sassnitz sieht sie einen alten Fischkutter und ist sofort begeistert. In ihr reift die Idee, die "Sturmrose" wieder heraus zu putzen und ein schwimmendes Café mit Kunst und Kultur daraus zu machen. Annabel findet heraus, dass die "Sturmrose" eine bewegte Vergangenheit hat und vor der Wende Flüchtlinge aus der DDR in den Westen gebracht hat. Sie wurde selbst in Leipzig geboren und vieles aus ihrer Kindheit ist nur noch verschwommen in ihrer Erinnerung. Als sie auf dem Schiff den Brief einer jungen Frau findet, die anscheinend in den Westen geflüchtet ist, wächst in ihr der Wunsch, auch mehr über ihre eigene Vergangenheit zu erfahren. Aber beim Besichtigungstermin trifft sie mit Christian Merten auf einen Konkurrenten, der sich ebenfalls sehr für das Schiff interessiert. Hat sie da überhaupt eine Chance? Und was verbindet Merten mit der "Sturmrose"? 


    In "Die Sturmrose" kann man deutsch-deutsche Geschichte hautnah miterleben. Fesselnd, aufwühlend und authentisch erzählt. Geschrieben in der 1. Person aus Sicht von Annabel ist man immer direkt mitten im Geschehen. 

    Natürlich habe ich schon viel gehört und gelesen von den damaligen Zuständen in der DDR und es ist gut, dass die Mauer gefallen ist. Die Beschreibungen, wie der Staat mit den Bürgern umgegangen ist, die nicht "systemtreu" waren, sich nicht von der Stasi haben rekrutieren lassen, die einfach nur frei ihr Leben leben und ihre Meinung äußern wollten, das hat mich heute noch wütend gemacht beim Lesen. 


    Annabel ist eine sympathische Hauptfigur, die für sich und ihre Tochter ein schönes und ruhiges Leben haben möchte, einen Platz, an dem sich beide wohlfühlen. Und  die dabei auch ihren Traum vom Ausflugsschiff mit Kaffee und Kultur verwirklichen will. 

    Die zweite Hauptfigur ist eigentlich das Schiff, denn die "Sturmrose" hat über die Jahre auf viele Schicksale Einfluss genommen. Ihre bewegte Vergangenheit hat heute noch Wirkung auf die Gegenwart. 

    Schön dargestellt wird auch das Verhältnis von Annabel zu ihren Adoptiveltern, die sie aus dem Kinderheim holten, als ihre Mutter sie verlassen hat und die ihr ein liebevolles Zuhause gaben.  


    Sehr anschaulich beschreibt die Autorin die Umgebung auf Rügen, das Häuschen, den Hafen von Sassnitz. Auch das "Drumherum" passt einfach. 

     

    Insgesamt ein sehr lesenswertes Buch über ein unschönes Kapitel deutsch-deutscher Geschichte, das zum Nachdenken anregt, mal traurig macht, aber auch mal schmunzeln lässt. 

  5. Cover des Buches Die Holunderschwestern (ISBN: 9783453419230)
    Teresa Simon

    Die Holunderschwestern

     (197)
    Aktuelle Rezension von: rapoed

    Ich bin absolut begeistert und sehr bewegt von dieser Familiengeschichte. Die Holunderschwestern haben mir unvergessliche Lesestunden beschert. Katharina Raith hat sich mit ihrer eigenen Werkstatt einen Traum erfüllt und arbeitet erfolgreich als Restauratorin gemeinsam mit ihrer besten Freundin und Geschäftspartnerin Isi.

    Eines Tages steht plötzlich Alex Bluebird aus London in ihrer Privatwohnung und übergibt ihr Tagebuchaufzeichnungen ihrer verstorbenen Urgroßmutter Fanny. Katharina ist vollkommen perplex, denn soviel sie weiß, hat Fanny Deutschland nie verlassen. 

    Eine total aufregende, fesselnde Reise in die Vergangenheit ihrer Vorfahren beginnt und deckt unglaubliche Familiengeheimnisse auf.

    Der Schreibstil der Autorin ist so bildgebend, tiefgründig, gefühlvoll, authentisch, realitätsnah und versetzt mich dabei in einen Zustand, als wäre ich unmittelbar dabei, lässt mich die Emotionen der Protagonisten am eigenen Leib spüren und fühlen. 

    Gelebte Geschichte, die für uns nicht besser aufbereitet werden kann.

    Für mich auf jeden Fall eine absolute Bereicherung. 

    Ich freue mich auf weitere Romane der Autorin und kann auch für dieses Buch nur eine klare, deutliche Leseempfehlung aussprechen. 

  6. Cover des Buches Ein untadeliger Mann (ISBN: 9783446249240)
    Jane Gardam

    Ein untadeliger Mann

     (179)
    Aktuelle Rezension von: skyrell

    Ständig dachte ich, da muss noch etwas kommen, irgendein Hammer, irgendein Höhepunkt. Aber da kam nichts. Für mich war es langweilig und langatmig.

    Der einzig interessante Aspekt war, wie dieser „untadelige Mann“ langsam auseinandergenommen wurde. Unter der perfekten Schale kam ein kümmerliches Etwas zum Vorschein und ein Leben, das von vorn bis hinten ein Lüge war.

  7. Cover des Buches Die Oleanderfrauen (ISBN: 9783453421158)
    Teresa Simon

    Die Oleanderfrauen

     (187)
    Aktuelle Rezension von: jackdeck

    Diesen Roman konnte ich nicht mehr aus der Hand legen. So ein gutes Buch, das eine intensive Geschichte erzählt, habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Es reißt einen regelrecht mit, beim Lesen. Eine Geschichte auf zwei zeitlichen Ebenen, welche historisch gut recherchiert ist. Natürlich hat mich, wie auch in anderen Bewertungen schon geschrieben, die Lebensgeschichte von Sophie und Hannes, ganz besonders interessiert. Die Umrahmung durch die Geschichte aus der jetzigen Zeit, erscheint dagegen eher etwas unattraktiver. Allerdings finde ich die freundschaftliche Entwicklung zwischen Jule und Jo trotzdem sehr schön geschrieben.
    die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten.

  8. Cover des Buches Feuer und Stein (ISBN: 9783426518021)
    Diana Gabaldon

    Feuer und Stein

     (2.594)
    Aktuelle Rezension von: Michelles_Notebook

    Einer meiner all time favourites! Claires Reise durch die Steine in ein rund 200 Jahre jüngeres Schottland lebt nicht nur von spannenden Charakteren, großen Emotionen und spannenden historischen Fakten, sondern auch von einem wunderbaren Schreibstil mit Humor und Drama an den richtigen Stellen - und natürlich von einer der schönsten Liebesgeschichten überhaupt! Denn Claire rechnet bei ihrer ungeplanten Reise in die Vergangenheit natürlich nicht damit, plötzlich einen englischen Hauptmann gegen sich und einen schottischen, steckbrieflich gesuchten Verbrecher für sich zu gewinnen…oder damit, dass ihr das Leben in einer anderen Zeit so ans Herz wachsen würde, dass ihr die Entscheidung, in ihre eigene Zeit zurückzukehren, gar nicht mehr so leicht fällt.

    Von der ersten Seite an habe ich dieses Buch geliebt (und sicherlich schon fünf Mal gelesen). In der ganzen Reihe steckt unglaublich viel Liebe zum Detail, gerade im ersten aber bleibt der Spannungsbogen trotzdem durchgängig oben, Claires Sarkasmus nimmt das Melodram, das vielen historischen Romanen gerne einmal anhaftet, wieder raus und macht die Figur umso sympathischer. Liebesgeschichte und Abenteuerroman halten sich hier die Waage und die vielseitigen Nebencharaktere bringen Leben in die Storyline.

    Ich würde noch mehr Sterne vergeben, wenn ich könnte!

  9. Cover des Buches Die verlorenen Spuren (ISBN: 9783453357310)
    Kate Morton

    Die verlorenen Spuren

     (270)
    Aktuelle Rezension von: Anni04

    Ich lese normalerweise kaum Bücher, in denen es um Familiengeheimnisse geht. Durch die Themenchallenge vom letzten Jahr bin ich auf dieses Buch gestoßen und ich muss sagen, dass ich diesem Genre vielleicht doch mehr Aufmerksamkeit schenken sollte. 

    Die Handlung war schon zu Beginn überraschend spannend. Ich hatte erst ein bisschen Probleme die verschiedenen Perspektiven auseinanderzuhalten, aber irgendwann habe ich mich daran gewöhnt. Die Szenen wechselten immer zwischen Vergangenheit und Gegenwart, was mir sehr gut gefallen hat. 

    Zwischendurch war das Buch ziemlich langatmig und es hätte für mein Empfinden einiges gekürzt werden können. Die vielen unerwarteten Wendungen haben mir sehr gut gefallen und vor allem das Ende hat mich sprachlos gemacht. Damit hätte ich nie gerechnet. 

    Ich werde mir auf jeden Fall auch andere Werke der Autorin näher ansehen, da mir neben der Handlung auch der Schreibstil sehr gut gefallen hat.

  10. Cover des Buches Die Fliedertochter (ISBN: 9783453421455)
    Teresa Simon

    Die Fliedertochter

     (146)
    Aktuelle Rezension von: eriS

    Paulina begibt sich unbewusst auf die Spuren ihrer Herkunft. Ihre Bekannte Antonia bittet sie nach Wien zu reisen um dort ein unbekanntes Vermächtnis in Empfang zu nehmen. Ihr Glücksbringer, die Schneekugel, ist wie immer auch dabei. Das Vermächtnis besteht aus einem blauen Tagebuch, welche Luzie Kühne verfasst hat. Diese ist 1938 als Halbjüdin von Berlin nach Wien zu ihrer Tante geflüchtet und versucht da Fuss zu fassen. Sie wägt sich in Wien in Sicherheit, die jedoch nicht lange hält. Paulina beginnt in dem Tagebuch zu lesen und verlängert sogar ihren Aufenthalt in Wien hierfür. Was sie zu Beginn nicht weiss, ist das das blaue Buch ihr ganzes Leben verändern wird ...

    Teresa Simon erzählt die Geschichte in zwei verschiedenen Zeitebenen und als Leser bekommt man so das Gefühl auch im Tagebuch zu lesen. Die Geschichte rund um Luzie ist sehr bewegend beschrieben und führt dazu, dass das Buch nicht mehr aus den Händen gelegt werden möchte. Die Autorin hat mit 'Die Fliedertochter' gut rübergebracht, was dazumal auch in Wien geschehen ist. Das Buch ist sehr spannend und gleichzeitig auch traurig. Mich regen solche Geschichten immer wieder zum Nachdenken an und man leidet mit den Einzelschicksalen mit.

    Das Buch ist jedem Leser zu empfehlen, der noch mehr geschichtliche Hintergründe verpackt in einem spannenden Roman entdecken möchte.

  11. Cover des Buches Die Frauen vom Löwenhof - Mathildas Geheimnis (ISBN: 9783548289984)
    Corina Bomann

    Die Frauen vom Löwenhof - Mathildas Geheimnis

     (134)
    Aktuelle Rezension von: Damaris_E_Moreau

    Ein sehr schönes Leseerlebnis voller Gefühl. Mathilda muss in ihrem Leben so einige Herausforderungen meistern, bleibt sich dabei aber stets treu und erlebt so manche Überraschung. Die Geschichte wird vollständig aus Sicht der Hauptdarstellerin erzählt, eine sympathische junge Frau, der nach zwei schlimmen Schicksalsschlägen nichts geblieben ist. Erst nach Jahren lernt sie, richtig zu lieben und wo sie hingehört, wo ihr Zuhause sein soll.
    Eine kurze Flaute hatte ich, als es so aussah, als würde die versprochene Romanze nicht gut ausgehen. Aber auch da wurde ich nicht enttäuscht.
    Der Schreibstil ist einfach und erlaubt flüssiges Lesen. Was mit etwas gefehlt hat, war eine bildhafte Sprache. Ein wenig mehr Beschreibungen wären mir willkommen gewesen.

    Dieses Buch ist der zweite Band einer Trilogie. Ich habe das erst gemerkt, als ich es schon aus der Bücherei geholt hatte. Dennoch konnte ich der Handlung ohne Weiteres folgen. Als nächstes werde ich den ersten Band lesen und bin gespannt, welche Geheimnisse noch so gelüftet werden.

  12. Cover des Buches Das Mohnblütenjahr (ISBN: 9783548286679)
    Corina Bomann

    Das Mohnblütenjahr

     (149)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Eine wunderbare Familiengeschichte. Es geht um Mutter und Tochter, deren Geschichten parallel erzählt werden. 

    Nicole erfährt endlich, wer ihr Vater ist und wie ihre Mutter ihn damals in den 1970er Jahren in Frankreich kennengelernt hat. 

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Sowohl die Geschichte der Mutter - vom Aufwachsen in der Nachkriegszeit bis zur ersten großen Liebe - als auch Nicoles Geschichte haben mir dabei gleichermaßen gut gefallen. 

    Eine sehr schöne und emotionale Unterhaltungslektüre! 

  13. Cover des Buches Das Haus der schönen Dinge (ISBN: 9783426519370)
    Heidi Rehn

    Das Haus der schönen Dinge

     (153)
    Aktuelle Rezension von: Corrado

    Der Roman beginnt im Jahr 1897 mit der Eröffnung des fiktiven Kaufhauses Hirschvogl im Herzen von München und führt den Leser bis in die Nachkriegszeit ins Jahr 1952. Er erzählt die wechselvolle Geschichte dreier Generationen der jüdischen Familie Hirschvogl vor dem historischen Hintergrund des Ersten Weltkriegs, der Weimarer Republik bis hinein in die Zeit nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten und dem unaufhaltsamen Weg in den Zweiten Weltkrieg. Drei Frauen vor allem sind es, die die Geschicke des Kaufhauses über die Jahre lenken: Thea, ihre Tochter Lily und ihre Enkelin Edna. Drei starke Frauen, die mit Phantasie, Tatkraft und einer gehörigen Portion Geschäftssinn das Hirschvogl zum ersten Haus am Platz machen und es auch über schwere Zeiten hinweg erhalten - bis es schließlich, wie alle jüdischen Geschäfte, ein Opfer der bösen braunen Zeit wird...

    Mit fundiertem Hintergrundwissen ausgestattet beschreibt Heidi Rehn die Welt der Kaufhäuser, der Orte, an denen "die schönen Dinge" ihren Platz haben, und ihrer Anfänge. Fasziniert lässt sich der Leser durch die Konsumtempel von einst führen, die exzellente Warensortimente von hoher Qualität zum Kauf anboten oder auch nur zum Schauen einluden. Die Autorin schildert dies so anschaulich und verführerisch, dass bei so manchem Leser der Wunsch geweckt werden mag, eine Zeitreise in die so liebevoll eingerichteten Märkte von damals zu unternehmen, für die das Hirschvogl stellvertretend ist und die so gar nichts mit den Kaufhäusern heutzutage gemein haben, um sich staunend dem Sinnesgenuss hinzugeben.

    Aber es ist nicht nur die schillernde Welt der Warenhäuser, die den Roman so reizvoll macht, - es sind vor allem auch die Charaktere, die Heidi Rehn zeichnet und an deren Schicksal man bis zur letzten Seite lebhaft Anteil nehmen muss, die bewegen, anrühren, beschäftigen, selbst dann, wenn man sie und ihre so unterschiedlichen Handlungsweisen nicht mag noch billigt. Und da die Sprache der Autorin so klar wie prägnant ist, bedarf es nicht vieler Worte, um sich ihre Figuren auf das Lebhafteste vorstellen zu können!

    Von Tragödien bleiben weder die Hirschvogls noch deren treue oder weniger treue Freunde verschont - wie denn auch, in einer Zeit, als den Deutschen jüdischen Glaubens das Leben zunehmend erschwert wurde, sie nicht nur den Schikanen eines unmenschlichen Systems sondern auch unzähliger ihrer Mitbürger ausgesetzt waren. Als Leser kann man hier nicht bloß Zuschauer sein! Man ist, ob man das nun möchte oder nicht, unwillkürlich mittendrin, ist entsetzt, voll ohnmächtigem Zorn und voller Trauer. Dies umso mehr, als man weiß, dass das, was den Hirschvogls zugestoßen ist, keineswegs der Phantasie der Verfasserin entsprungen ist, dass es tausendfach so oder so ähnlich geschehen ist. Auch was die Vorgänge in Hitlerdeutschland anbelangt, erweist sich die Autorin als genaue Kennerin der Materie!

    Als Schriftstellerin von hohem Niveau lässt sie sich zu keinem Zeitpunkt zu Sentimentalitäten hinreißen, ihre Sprache ist immer klar und sachlich, ihre Aussagen sind präzise. Und sicher übt ihr Roman gerade auch deshalb eine so nachdrückliche Wirkung auf mich als Leser aus. Sie zerredet nichts. Vieles lässt sie ungesagt, lässt sie zwischen den Zeilen erahnen. Sie überlässt dem Leser so manche Schlussfolgerung, gibt ihm Raum zum Nach- und Weiterdenken, Raum auch für eigene Interpretationen.

    Gerade das ist es, was für mich den Roman so besonders macht, denn es hebt ihn ab von der Flut der Bücher, die in der gleichen Epoche angesiedelt sind und die mit ausführlichsten Schilderungen der ungeheuerlichen und unfassbaren Dinge angefüllt sind, die keiner Erwähnung mehr bedürfen, weil hinlänglich bekannt ist, wie Nazideutschland mit der jüdischen Bevölkerung umsprang...

    So gesehen ist "Das Haus der schönen Dinge" ein wenig spektakulärer, ein leiser Roman, der gerade deshalb so eindringlich ist, so berührend, dass man ihn nach dem Lesen nicht einfach beiseitelegen und rasch vergessen kann. Mir selbst wird er, bedrückend und verstörend, aber nachhaltig, im Gedächtnis bleiben!

  14. Cover des Buches Leas Spuren (ISBN: 9783453360464)
    Bettina Storks

    Leas Spuren

     (134)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    Die Historikerin Marie Bergmann erbt überraschend gemeinsam mit dem ihr bis dato unbekannten französischen Journalisten Nicolas Blanc eine Wohnung in Paris. Diese hatte in den 1940er-Jahren Maries Großtante Charlotte und bis zuletzt Nicolas' Großvater Victor gehört. Der Antritt des Erbes ist an eine Bedingung geknüpft. Beide sollen ein verschwundenes Gemälde - "entartete" Kunst eines jüdischen Malers - finden und den rechtmäßigen Erben zuführen. Offenbar möchte Nicolas' Großvater mit der Rückgabe vergangenes Unrecht wiedergutmachen. 

    Ob und welche Schuld auf den Schultern Charlottes und Victors lastet, die während der Besatzungszeit in Paris ein Liebespaar waren und für die Deutsche Botschaft arbeiteten, versuchen Marie und Nicolas herauszufinden und decken dabei wohlgehütete Geheimnisse ihrer Familien auf, die unter Verschluss gehalten werden sollten. 


    Der Roman ist klassisch aufgebaut und handelt auf zwei Zeitebenen. Im Jahr 2016 suchen Marie und Nicolas nach dem Aquarell "Das Mädchen im Jardin du Luxembourg" und der Tochter des jüdischen Malers Jakob Stern. Dabei taucht Marie in ihre Familiengeschichte ein. über die sie bisher nichts wusste, denn ihre Großtante Charlotte ist früh gestorben und ihre Großmutter Fredi, die behauptet, während des Zweiten Weltkrieges zu jung gewesen zu sein, um sich an etwas zu erinnern, schweigt beharrlich. 

    In Rückblenden wird man in das von Nationalsozialisten besetzte Paris der 1940er-Jahre versetzt und erfährt auf dieser zweiten Erzählebene, in welchen Kreisen sich Charlotte und Victor während ihrer Arbeit an der Deutschen Botschaft bewegten und inwiefern sie in den Kunstraub der Nationalsozialisten verwickelt waren. 


    Beide Handlungsstränge sind spannend, da Marie und Nicolas nur mühevoll Informationen erheben, ihre Angehörigen keine Unterstützung sind und sie nicht ahnen können, was sie am Ende aufdecken werden, was ihre Familien möglicherweise diskreditieren könnte. 

    Die Autorin verbindet dabei geschickt historische Fakten aus einer dunklen Zeit mit der fiktiven Geschichte um zwei Familien. Der Schreibstil ist lebendig und trotz der Wechsel der Zeitebenen so flüssig, dass sich die Geschichte zügig weglesen lässt. Emotionen werden durch die beiden Liebesgeschichten geweckt, wobei die Geschichte um Charlotte und Victor authentischer und bewegender wirkt, als die in den Jahren 2016/2017, die zu vorhersehbar ist und ein wenig aufgesetzt erscheint. 


    Auch wenn "Leas Spuren" nur einer von vielen historischen Romanen ist, der sich mit den Grausamkeiten der Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkriegs und den Auswirkungen auf nachfolgende Generationen bis in die Gegenwart beschäftigt, sorgt er für ein paar spannende Lesestunden und kurzweilige Unterhaltung #gegendasVergessen.

  15. Cover des Buches Das saphirblaue Zimmer (ISBN: 9783734104275)
    Karen White

    Das saphirblaue Zimmer

     (95)
    Aktuelle Rezension von: Annabeth_Book

    Klappentext:

    Drei Frauen in bewegten Zeiten und ein Schicksal, das sie alle verbindet...

    Manhattan 1945: Die junge Ärztin Kate Schuyler und ihr Patient, der verletzte Soldat Cooper Ravenel, fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Doch wer ist die Frau auf dem Bild in Coopers Amulett, die wie Kate aussieht? Als sich die beiden langsam näher kommen, finden sie heraus, das ihre Familien seit Generationen durch ein tragisches Schicksal verbunden sind, das vor allem das Leben der Schuyler- Frauen bestimmt und seinen Anfang im "Saphirblauen Zimmer" nahm. Dieses besondere Zimmer soll sich in einem großbürgerlichen Haus in der Upper East Side befindet und könnte auch Kate und Cooper vor eine ungeahnte Entscheidungen stellen...

    Autorinnen:

    Karen White wurde in Amerika geboren und wuchs in London auf. Heute lebte sie mit ihrem Mann und ihren Kindern in der Nähe von Atlanta, Georgia.

    Beatriz Williams arbeitete zunächst als Beraterin in London und New York. Heute schreibt sie in ihrem Haus an der Küste Connecticuts, wo sie mit ihrem Mann und ihren vier Kinder lebt.

    Lauren Willig schreibst Liebesromane seit sie 6 Jahre ist. Nach dem Studium arbeite sie ein Jahr in einer Rechtsanwaltskanzlei, bis sie sich ganz dem schreiben widmet.

    Inhalt:

    Kate und Cooper lernen sich durch Zufall kennen und finden dann nach und nach heraus, das ihre Familien schon seit Jahren miteinander verbunden sind.
    Als sie versuchen dem ganzen auf die Schliche zu kommen, wird ihre Liebe mächtig auf die Probe gestellt.

    Erster Satz:

    Der Regen, der auf die verdunkelte Glaskuppel über meinem Kopf trommelte , wirkte so hypnotisierend wie das Ticken einer Uhr, und weder die harte Marmortreppe , auf der ich saß, noch die fein gearbeitete Spindel des Treppengeländers, die sich gegen meine Stirn presste, konnte etwas gegen das einlullende Schlaflied der Regentropfen ausrichten.

    Die Meinung von meiner Mama:

    Als ich die Leseprobe bei uns daheim gelesen hat und mir war klar das ich das Buch lesen wollte und habe mich auch sehr darüber gefreut als ich das Buch bekommen habe.

    Das Cover finde ich sehr schön und auch ansprechend. Ich finde es hat was harmonisches an sich, aber es verrät nicht zuviel vom Inhalt.

    Der Schreibstil der drei Autorinnen, war wirklich sehr angenehm zu lesen und man spürte als Leser nicht das sich hier drei Autorinnen abwechselten, was mir wirklich sehr gut gefiel.

    Die beiden Protagonisten Kate und Cooper waren mir von Anfang an sehr sympathisch und es hat mir sehr gut gefallen, das man als Leser miterleben dürfte, wie die beiden sich verliebten und wie sie herausfanden, dass ihre Familien schon seit Jahren miteinander verbunden sind.

    Es war auch schön mal wieder was anderes zu lesen, das nicht immer alles Friede-Freude-Eierkuchen ist und das die Familien schon eine Ewigkeit sich mit dem "saphirblauen Zimmer" rumschlagen.

    Alles in einem kann ich an diesem Buch wirklich nicht meckern und ich kann es wirklich nur jedem empfehlen.

  16. Cover des Buches Sturz der Titanen (ISBN: 9783404166602)
    Ken Follett

    Sturz der Titanen

     (1.270)
    Aktuelle Rezension von: sabeck

    Wie in vielen seiner Werke, schafft Ken Follett es auch in diesem Buch eine Vielzahl an komplexen Charakteren zu erschaffen, deren Leben man als Leser gerne verfolgt. Es handelt sich hierbei um den ersten Teil der Jahrhunderttrilogie, die im gesamten 20. Jhdt. spielt. Der erste Band behandelt die Geschehnisse vor, während und kurz nach dem 1. Weltkrieg. 

    Charaktere unterschiedlichster Herkunft: Adelige, Hausmädchen und Fabrikarbeiter aus allen wichtigen Handlungsorten: England, Deutschland, Russland, Amerika, spielen die Hauptrollen. Sie sind allesamt sehr menschlich, wodurch ihre Schicksale oft sehr berührend, manchmal jedoch auch frustrierend sind. 

    Wie immer recherchierte Ken Follett sehr ausführlich für sein Werk, wodurch reale Charaktere, wie der amerikanische Präsident, mit den erfundenen Figuren gekonnt verschmelzen.

    Fazit: Sehr informativ und trotzdem nicht langweilig, auch wenn der Einstieg durch die vielen neuen Charaktere etwas zäh ist.

  17. Cover des Buches Die Schwestern von Sherwood (ISBN: 9783453358331)
    Claire Winter

    Die Schwestern von Sherwood

     (178)
    Aktuelle Rezension von: winter-chill

    Eine tragische, dramatische Liebegeschichte im südenglischen Moor: Claire Winter gehört auch zu den Autoren und Autorinnen, die sich auf Familiengeheimnis-Romane spezialisiert haben – ein Genre, das ich immer wieder gerne lese. Vor einigen Jahren hatte ich schon mal ihren Roman „Die verbotene Zeit“ gelesen, von dem ich sehr angetan war. Ihr Erstlingswerk „Die Schwestern von Sherwood“ stand nun auch endlich auf meiner Leseliste. Wie bei solchen Romanen üblich, spielt auch „Die Schwestern von Sherwood“ auf zwei Zeitebenen. Wir befinden uns einmal 1948 in Berlin: Melinda Leewald, deren Mutter ursprünglich aus England stammte, kämpft sich in der Nachkriegszeit durchs Leben. Vor allem will sie nun endlich als Journalistin Fuß fassen. Da bekommt sie eines Tages ein mysteriöses Paket ohne Absender. Darin Zeichnungen einer englischen Moorlandschaft, eine seltene Schachfigur und anonyme Liebesbriefe. Melinda beginnt zu recherchieren und stößt bald auf eine tragische Familien- und Liebesgeschichte.

    Auf der anderen Seite befinden wir uns Ende des 19. Jahrhunderts in England und begleiten die Familie Sherwood. Elisabeth und Jon haben es nach etlichen Niederschlägen weit gebracht und mehr oder weniger aus dem Nichts Reichtum angehäuft. Sie ziehen von London aufs südenglische Land und erwerben ein riesiges Manor. Doch der adeligen englischen Gesellschaft sind sie nicht gut genug und gelten nur als Emporkömmlinge. Elisabeths ganzer Ehrgeiz ist es nun, einen Platz in der englischen Gesellschaft zu bekommen. Dazu benutzt sie vor allem auch ihre beiden Töchter Amalia und Cathleen, ihr ganzer Stolz. Beide erhalten die beste Ausbildung und sollen später mal in die adelige Gesellschaft einheiraten. Die Pläne von Elisabeth scheinen aufzugehen, doch dann passiert ein Schicksalsschlag, der alles verändert.

    Abwechselnd verfolgt man als Leser die Geschichte der Sherwoods beziehungsweise der beiden Schwestern und Melindas Recherchen. Dabei nähern sich die Handlungsstränge immer mehr an bis zur Auflösung des Geheimnisses.

    Der Schreibstil ist sehr angenehm leicht, bildhaft und emotionsgeladen. Man kann wirklich gut in die tragische Geschichte eintauchen und kommt den Charakteren sehr nah. Nach etwa der Hälfte des Romans hatte ich allerdings mal einen Punkt, an dem ich mich gefragt habe, ob es sich noch lohnt, weiter zu lesen, weil ich dachte, dass man die Auflösung der Geschichte doch sowieso schon weiß. Doch dann hat der Roman eine wirklich heftige Wendung genommen, mit der ich nicht gerechnet habe und die Spannung war wieder da.

    Der Roman behandelt auch eine sehr interessante Geschichte: Wie wurde mit behinderten Menschen und ganz speziell gehörlosen Menschen im 19. Jahrhundert umgegangen? Gerade über die Entwicklung der Gebärdensprache und dass lange Zeit versucht wurde, diese zu unterdrücken, erfährt man einiges.

    „Die Schwestern von Sheerwood“ war für mich jetzt nicht der beste Roman in diesem Genre und war für mich auch deutlich schwächer als „Die verbotene Zeit“, ich hab die Geschichte aber trotzdem sehr gerne gelesen und sie hat mich auch gut unterhalten.

  18. Cover des Buches Als der Himmel uns gehörte (ISBN: 9783426516645)
    Charlotte Roth

    Als der Himmel uns gehörte

     (154)
    Aktuelle Rezension von: Siko71

    Klappentext:

    London 2011. Die junge Läuferin Jennifer will an den Olympischen Spielen teilnehmen. Jetzt aber drohen Panikattacken ihren Traum zu gefährden. Mit ihrem Trainer, dem Iren Gregory, der sie heimlich liebt, reist Jennifer nach Mandeville, auf den Landsitz ihrer Familie. Sie hofft, sich bei ihrer fast hundertjährigen Urgroßmutter Alberta Rat holen zu können. Auch diese hat einmal an einer Olympiade teilgenommen, damals in Berlin, im Jahr 1936. Auf den Spuren ihrer Familiengeschichte wird Jennifer lernen, worum es im Leben wirklich geht. 

    Zwischendurch habe ich immer mal wieder quer gelesen, da es an einigen Stellen recht langatmig zuging. Interessant zu lesen war, wie die Paralympics ins Leben gerufen wurden und bis heute noch ein Höhepunkt der Olympischen Spiele sind..

  19. Cover des Buches Die Zeit der Kraniche (ISBN: 9783746633565)
    Ulrike Renk

    Die Zeit der Kraniche

     (91)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Mit Begeisterung habe ich die Ostpreussensaga bereits mehrmals gelesen. Der letzte Teil hat teilweise Längen für mich daher gebe ich 4 Sterne. Jefoch eine tolle Saga, die man immer mal wieder lesen kann. 

  20. Cover des Buches Karolinas Töchter (ISBN: 9783746632971)
    Ronald H. Balson

    Karolinas Töchter

     (105)
    Aktuelle Rezension von: HEIDIZ

    Karolinas Töchter ist ein Roman von Ronald H. Balson, einem Autor, der mich mit jedem Buch erneut begeistert.

     

    Zwei habe ich schon gelesen - nun habe ich die wahre Geschichte gelesen von einer Frau und deren Preis für das Überleben - in Romanform gepackt, extrem spannend und lebendig.

     

    Wir lernen Lena Woodward kennen, die ein Versprechen erfüllen möchte, welches sie vor vielen Jahren ihrer Freundin gab - Karolina. Mehr als 50 Jahre ist es her. Liam und Catherine ermitteln zum ersten Mal. In dieser Geschichte lernt man die beiden kennen, die mir mittlerweile ein lieb gewonnenes Duo geworden sind.

     

    Karolins Zwillingstöchter möchte Lena finden, die einst in Polen verschollen waren und bisher nicht wiedergefunden wurden. Warum aber nach so vielen Jahren ??? Wir gehen auch zurück in die Vergangenheit ins jüdische Ghetto und erleben alles noch einmal hautnah und lebendig. Die Geschichte Polens während des 2. Weltkrieges und die der Charaktere wird aufgerollt.

     

    Das es eine wahre Geschichte ist, macht das Ganze noch wirklicher - bringt Gänsehaut und geht emotional ans Herz. Wir lesen aus dem 2013 in Chicago und aus dem Jahr 1939 in Polen, wandeln zwischen den Zeiten, aber das ist nicht schwierig zu lesen, im Gegenteil, sehr vorteilhaft, um alles komplett zu verstehen. Lenas Vater kämpft gegen die Besatzungsmächte. Die Familie wird schließlich verhaftet, nur Lena nicht - die mit ihrer Freundin Karolina im Ghetto versucht zu überleben. Lena geht in den Widerstand und Karolina .... - nein, das verrate ich nicht - es ist eine zu Herzen gehende Geschichte, die man glaubt, sie ist ja auch wirklich passiert, aber bestimmt nicht nur einmal, ich denke, vielfach ist sie ähnlich geschehen. 2013 ist Lena eine alte Dame und sucht die Töchter Karolinas. Ob sie sie finden kann, auch das lasse ich mal offen, in jedem Fall ist das Buch extrem lesenswert - hat mich fasziniert und ich konnte es aufgrund seiner lebendig authentischen fesselnden Schreibweise nicht aus der Hand legen.

  21. Cover des Buches Madame Piaf und das Lied der Liebe (ISBN: 9783746634814)
    Michelle Marly

    Madame Piaf und das Lied der Liebe

     (127)
    Aktuelle Rezension von: Sanylein

    Dieses Buch handelt von Édith Piaf, und zeigt einen ganz kleinen Einblick in ihr Leben.

    Erstmal muss ich sagen, finde ich es richtig klasse, dass es diese Buchserie gibt. Ganz toll, dass so viele verschiedene bedeutende Frauen von früher ausgesucht wurden, über die man schreibt. Und genau deswegen wollte ich dieses Buch unbedingt mögen. Ich wusste vor dem Buch nicht viel über Édith Piaf, eigentlich kannte ich nur ein paar Songs, die mir persönlich sehr gefallen. Also war mir alles, was ich in diesem Buch über sie erfahren habe, neu. Leider konnte mich das Buch aber gar nicht packen, ich glaube auch nicht, dass ich unbedingt einen guten Einblick in ihr Leben bekommen konnte. Édith Piaf kam auf mich nicht sympathisch und interessant genug rüber, weswegen ich mich nach der Hälfte des Buches entschieden hatte, erstmal Dokus über sie anzuschauen. Über das sympathisch lässt sich natürlich streiten, aber interessant war die Frau alle mal. Deswegen finde ich es schade, dass dieses Buch mir das nicht so zeigen konnte. Mir kam vieles viel zu grob und kalt geschrieben vor.

    Ich weiß nicht, ob ich es eventuell auch an dem Schreibstil lag, weswegen mich die Geschichte nicht so ganz packen konnte.

    Was ich aber echt toll geschrieben fand, war eher gegen Ende des Buches, und zwar die Geschichte vom Entstehen des Songs. Das hat die Autorin echt schön und so geschrieben, dass ich Édith Piaf vor mir sehen konnte.

    Ich liebe einfach die Cover dieser Buchserie, richtig edel, verträumt und antik.

    Vielleicht ist das Buch ja mehr für Leute geeignet, die schon einiges über Édith Piaf wissen.

  22. Cover des Buches Die Tochter des Malers (ISBN: 9783746631820)
    Gloria Goldreich

    Die Tochter des Malers

     (66)
    Aktuelle Rezension von: MarinaH

    Persönliche Meinung:

    Das Buch spricht mich weder vom Cover, weder vom Klappentext besonders an. Ida Chagall ist ein unsympathischer Charakter, der durchs ganze Leben, nie wirklich frei von ihrem Vater wird. Ihr Vater, der berühmte Marc Chagall, hat sie vollkommen in seiner Gewalt und man merkt die Abhängigkeit zwischen den beiden.
    Der Schreibstil der Autorin spricht mich gar nicht an, es sind zu viele Füller, zu wenig Handlung.
    Ihre Beschreibungen sind zu detailliert, nach nur wenigen Seiten, bekommt man genug davon. Selbst beim mehreren Seiten überspringen, kommt man gut mit der Handlung zurecht da einfach nichts passiert.

    Fazit

    Ein langweiliges Buch, welches sich nicht zu lesen lohnt. Marc Chagall war ein Tyrann, der seinen Angehörigen das Leben zur Hölle gemacht hat. 

  23. Cover des Buches Sterne über der Alster (ISBN: 9783492306973)
    Micaela Jary

    Sterne über der Alster

     (75)
    Aktuelle Rezension von: julestodo
    Der zweite Band von Micaela Jary um die Familie Dornhain aus Hamburg. Schon den ersten Band habe ich sehr gerne gelesen, nun wollte ich gerne erfahren, wie es der Familie weiterhin ergeht. Die Zeit um den 1. Weltkrieg und die Zeit danach sind gut wiedergegeben und das Schicksal der Menschen, die diese Zeit miterleben mußten. Nicht nur die Situation der Familie Dornhain ist gut wiedergegeben, auch die der Menschen aus nicht so gut situierten Schichten, die sich in der Zeit nach dem Krieg versuchen müssen sich über Wasser zu halten und zu überleben.
    Der Schreibstil von Micaela Jary gefällt mir sehr gut. Die Bücher, die ich bisher gelesen habe, und auch dieses hier sind flüssig zu lesen und die Personen scheinen authentisch.
    Gerne werde ich weitere Bücher von dieser Autorin lesen!

  24. Cover des Buches Abschied in Prag (ISBN: 9783453359598)
    Alyson Richman

    Abschied in Prag

     (81)
    Aktuelle Rezension von: Universum_der_Woerter

    In diesem sehr ergreifenden und einfühlsamen Roman geht es um zwei Protagonisten, denen das Glück zusammen alt zu werden nicht vergönnt war. Der Einstieg der Geschichte war sehr interessant und ich habe mich gefragt, wie dieses Ereignis zustande gekommen ist. Um welches es sich handelt kann und will ich aus Spoilergründen nicht beschreiben. Ich war gespannt, wie die Autorin es aufbauen würde und war am Anfang ein wenig skeptisch. Doch die Handlungen, die später erzählt wurden, waren für mich logisch und einleuchtend. 

    Die Geschichte spielt teilweise in der Tschechoslowakei und in Amerika. Lenka und Josef erzählen ihre Geschichte rückblickend. Die Geschichte fängt langsam an und führt die Leser Stück für Stück an das Unfassbare. Die beiden Protagonisten erzählen ihre Geschichten so real und glaubhaft, dass man meinen könnte, sie würden tatsächlich existieren. Vermutlich ist es genau das was mich so gefesselt hat. Zwei alte Menschen die auf ihr Leben zurückblicken und immer an einen ganz besonderen Menschen dachten. 

    Was ich besonders an diesem Buch fand, ist der Aufbau der Geschichte. Während Josef sicher in Amerika sein Leben lebte, aber nicht ohne einen Schicksalschlag hinter sich zu haben, muss Lenka und ihre Familie um ihr Überleben in verschiedene Konzentrationslager kämpfen. Diese Erlebnisse auf beiden Seiten waren sehr glaubhaft geschildert. 

    Die Autorin hat viele wahre Begebenheiten in diese Geschichte mit eingebaut. Es ist eine besondere und eine sehr wichtige Geschichte. Eine Geschichte die aufwühlt. Über die man Tage nachdenkt und die wichtig ist! Dieses Buch kann ich einfach nur empfehlen.

    Alyson Richman hat eine Geschichte geschrieben, die man nicht  vergessen wird.

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