Bücher mit dem Tag "1954"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "1954" gekennzeichnet haben.

48 Bücher

  1. Cover des Buches Lincoln Highway (ISBN: 9783446274006)
    Amor Towles

    Lincoln Highway

     (42)
    Aktuelle Rezension von: shilo

    Der 18jährige Emmet, gerade aus dem Gefängnis entlassen und sein 8jähriger Bruder Billy wollen mit einem  alten Studebaker nach Kalifornien, um ihre Mutter zu suchen. Doch dazu kommt es nicht. Kurz vor der Abfahrt stehen zwei Mithäftlinge auf der Farm, die unbedingt nach New York wollen. Es beginnt eine Fahrt voller Abenteuer auf Amerikas erster Autobahn.

    Die Handlung dieses Romans ist vielschichtig und fesselnd. So erfährt der Leser alles über die vier Hauptprotagonisten und darüber, warum Emmet, Duchess und Wooly im Gefängnis landeten. Auch die Nebencharaktere sind authentisch und realistisch dargestellt.

    Auf ihrer Odysee lernen die vier so unterschiedlichen Charaktere etliche weitere Personen kennen und es gibt einige witzige und nachdenklich stimmende Szenen. Alles ist realistisch und nachvollziehen dargestellt, so dass ich mich in die einzelnen Situationen sehr gut hineinversetzen konnte.

    Mein Fazit:

    Diese Geschichte ist ein absoluter Lesegenuss, fesselnd und voller Tiefgang. Einmal mit dem Lesen angefangen, konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Sehr gerne vergebe ich 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.


  2. Cover des Buches Ein Tropfen vom Glück (ISBN: 9783455005400)
    Antoine Laurain

    Ein Tropfen vom Glück

     (77)
    Aktuelle Rezension von: evafl

    Ein Abend im September im Jahr 2017: In mehrere Kellerabteile eines Hauses wurde eingebrochen und so trinken drei Nachbarn samt einem amerikanischen Touristen auf den Schreck spontan erst einmal zusammen ein Glas Wein. Einen ganz besonderen Tropfen - eine Flasche Chateâu Saint-Antoine Jahrgang 1954. Und dann ist am nächsten Tag nichts, wie es zuvor war, denn am nächsten Tag hat sich die Stadt um sie herum verändert, bis sie plötzlich feststellen, dass sie im Jahr des Weins zurück sind.

    Vom Autor habe ich schon mal ein Buch gelesen, das mir durchaus gut gefallen hat. Insofern war ich auf dieses Buch echt gespannt und habe mich drauf gefreut - und wurde auch absolut nicht enttäuscht.

    Der Schreibstil hat mir unheimlich gut gefallen, er liest sich angenehm, ist aber doch auch irgendwie kein einfacher, sondern fast ein bisschen ein poetischer gelegentlich. So etwas mag ich unheimlich gerne und hat mir bei französischer Literatur immer wieder gut gefallen. Inhaltlich ist das Buch soweit gut verständlich geschrieben, es beschreibt immer wieder wunderschön auch die Landschaft und das Stadtbild. Fremdwörter oder Fachbegriffe kamen wenn in einem durchaus verständlichen Maß vor. Man tut sich beim Lesen insofern natürlich leichter, wenn man die ein oder andere berühmte Persönlichkeit aus den 50er Jahren kennt...

    Die Geschichte ist wirklich sehr unterhaltsam und absolut durchdacht. Eine richtig schöne Geschichte, bei der nichts vorhersehbar ist, sondern man immer wieder aufs Neue überrascht wird. Diese Art von Literatur hat mir richtig gut gefallen. Auch die Schilderungen der damaligen Zeit sind wirklich toll - und es ist schön zu sehen, welche Verknüpfungen es immer wieder gibt. Ebenso waren es tolle fiktive Begegnungen mit Personen, die man so vielleicht nie persönlich kennenlernen konnte, aber durch das Buch die Gelegenheit bekommen hat. Mir hat das unheimlich gut gefallen. Es war für mich ein Leseerlebnis, ein wirklich schönes Buch, mit einer richtig tollen Geschichte, die absolut stimmig war. Die Geschichte ist toll durchdacht, ist humorvoll wie emotional und spannend, abgerundet mit einer guten Portion Phantasie, was das Lesen zu einem Erlebnis macht. 

    Mir hat dieses Buch von Antoine Laurain richtig gut gefallen, die Mischung aus der aktuellen und der damaligen Zeit zusammen mit der Fiktion (hinsichtlich der Ereignisse) hat mich wunderbar unterhalten. Von mir gibt es hier eine absolute Empfehlung und 5 von 5 Sternen.

  3. Cover des Buches Ein Präsident verschwindet (ISBN: 9783499004773)
    Ralf Langroth

    Ein Präsident verschwindet

     (106)
    Aktuelle Rezension von: Lesehonig

    Kriminalhauptkommisar Gerber ermittelt im Fall des verschwundenen Verfassungsschutzpräsidenten Otto John. Wir befinden und im Jahr 1954, mitten im geteilten Berlin. Der Machtkampf zwischen dem Ost- und den West-Sektoren ist in vollem Gange. Die Geliebte von Philipp Gerber, Eva Herden scheint irgendwie in das Rätsel um das Verschwinden Johns involviert zu sein. Denn nach einem Treffen mit ihm, ist auch sie plötzlich verschwunden. Dann wird ein Barbesitzer aus dem Rotlichtmilieu tot aufgefunden, und auch hier führt die Spur zu Eva. Hat sie die Seiten gewechselt? Phillip kann und will es nicht glauben.

    Die Zeitreise ins Nachkriegsdeutschland, ganz zu den Anfängen der BRD, fand ich wirklich spannend. Die Spionageaktivitäten zwischen Ost und West haben wirklich potential für gute Stories. Die Stimmung, die hier aufgebaut wird, wirkt authentisch. Man fühlt sich richtig in die 50er Jahre versetzt. Bestimmte Details, wie die Schreibmaschienenüberschriften der Kapitel tragen ebenfalls dazu bei. Für mich war es wirklich mal etwas anderes und ich habe mich in der Zeit sehr wohl gefühlt. Ab und an hätte ich mir aber für einen Thriller doch mehr Spannung und Nervenkitzel gewünscht. Es blieb eher seicht und gediegen. Aber auch das ist ja manchmal ganz schön.

  4. Cover des Buches Tannöd (ISBN: 9783455650792)
    Andrea Maria Schenkel

    Tannöd

     (796)
    Aktuelle Rezension von: Svenjas_BookChallenges

    Vielleicht ist wie mir dem ein oder anderen der mysteriöse Mordfall auf dem bayrischen Einödhof Hinterkaifeck von 1922 ein Begriff. Auf genau diesem nämlich basiert Andrea Maria Schenkels Bestseller-Krimi „Tannöd“ aus dem Jahr 2007, den ich jetzt endlich von seinem trostlosen Dasein als SuB-Leiche befreit habe. 

    Und da ich erst vor einigen Tagen den Podcast zum Thema Hinterkaifeck von Dunkle Heimat durchgehört habe, konnte ich feststellen, dass Schenkel tatsächlich einige Aspekte des Falls in ihrer Kriminalgeschichte um den Sechsfach-Mord auf dem Einödhof Tannöd aufgreift – auch wenn diese natürlich fiktiv ist. Spannend zu lesen ist sie aber auf jeden Fall, nicht zuletzt deshalb, weil es sich nicht um einen klassischen Krimi handelt, sondern vielmehr um eine ziemlich interessante Milieu- und Charakterstudie.

    Die Handlung wird dabei nicht linear erzählt, sondern häppchenweise und aus der Sicht verschiedenster Beteiligter und Zeug:innen – sogar aus der Sicht des Mörders, dessen Identität dem Lesenden aber bis zum Ende verborgen bleibt. Das Ganze wirkt ein bisschen experimentell, ungewöhnlich auf jeden Fall! Und es ist ganz sicher nicht jedermanns Sache. Mir zum Beispiel haben Ort- und Zeitangaben gefehlt, um das jeweilige Geschehen einordnen zu können. Die vielen verschiedenen Sichtweisen und die nicht immer sofort als solche erkennbaren Zeitsprünge sorgen beim Lesen manchmal für Verwirrung. 

    Mit der Lösung des Falls (zu viel sei an dieser Stelle nicht verraten!) folgt Schenkel tatsächlich auch einer der vielen Theorien im echten Mordfall Hinterkaifeck, weshalb das Ende für mich wenig überraschend kam. Allerdings liegt das zugegebenermaßen sicher vor allem daran, dass ich das Buch direkt im Anschluss an den Podcast aus dem Regal gezogen habe und mir viele Fakten noch sehr präsent waren. 

    Am Ende war ich also schon ein wenig enttäuscht – irgendwie hatte ich mir doch etwas mehr erwartet. Etwas mehr Spannung, etwas mehr Mysterium, vielleicht auch etwas mehr Theorienspinnerei. Trotzdem habe ich den Krimi gern gelesen, weil er eben so ganz anders ist als andere Bücher des Genres und weil er ziemlich interessante Einblicke gibt in die Psyche verschiedenster Charaktere und in die verschwiegene Gemeinschaft eines kleinen Dorfes irgendwo in Bayern.

  5. Cover des Buches Shutter Island (ISBN: 9783257243352)
    Dennis Lehane

    Shutter Island

     (301)
    Aktuelle Rezension von: Buecherrauschen

    Der Film „Shutter Island“ von Martin Scorsese mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle ist den meisten ein Begriff. Aber die gleichnamige Buchvorlage steht diesem in nichts nach.

    In dem Psychothriller verschlägt es den US-Marshall Edward Daniels auf die abgelegene Insel Shutter Island, auf der eine mehrfache Kindsmörderin aus dem Spezialgefängnis für geistesgestörte Schwerverbrecher geflohen ist. Daniels soll herausfinden, wo sie abgeblieben ist und wie sie unerkannt aus der Zelle fliehen konnte. Aber er hat noch ein ganz eigenes Motiv auf die Insel zu fahren …

    Gleich zu Beginn gelingt es dem Autor eine düstere und mysteriöse Stimmung aufzubauen. Die ersten Rätsel kommen auf, als Daniels mit seinem Partner versucht herauszufinden, wie die Kindsmörderin es geschafft hat zu entkommen und was die merkwürdigen Zeichen, die Daniels findet zu bedeuten haben. Ein Hurrikan, der kurz nach der Ankunft beginnt zu toben, ruft zusätzlich ein beklemmendes Gefühl hervor und lässt den Protagonisten keine Möglichkeit von der Insel zu entkommen. Die Leser*innen folgen zusammen mit dem US-Marshall den Spuren und bekommen durch Rückblenden einige Einblicke in das Leben von Daniels. Bald fragt sich nicht mehr der Protagonist, was auf der Insel vor sich geht und was Wahrheit und Illusion ist, sondern auch die Leser*innen …

    „Shutter Island“ ist ein hervorragendes, verstörendes Psychospiel mit einer düsteren Atmosphäre, gut ausgearbeiteten Charakteren und einem schönen Schreibstil – Thrillerfans kommen hier voll auf ihre Kosten.

    Unsere ausführliche Rezension gibt es auch in Folge 26 unseres Podcasts zum Nachhören, auf allen gängigen Podcastportalen. Bei Spotify hier: open.spotify.com/episode/1YMpVhLk6c8Qpf9T1K45BB?si=4713b481826c4227

  6. Cover des Buches Ich, der Roboter (ISBN: 9783453528420)
    Isaac Asimov

    Ich, der Roboter

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Horatio-Buecherliebe

    In der vorliegenden Erzählungssammlung aus den 1940er Jahren befasst sich Isaak Asimov frühzeitig mit moralischen und ethischen Fragestellungen, die mit dem Zusammenleben von Menschen und "intelligenten" Robotern verbunden sind. Grundlage bilden die von ihm entwickelten (zunächst) drei Robotergesetze, die auch über sein Werk hinaus im Bereich der Roboter-Ethik erhebliche Beachtung gefunden haben. Wegen ihrer großen Bedeutung für sein gesamtes Werk nachfolgend kurz aufgeführt:

    1. Ein Roboter darf keinem Menschen schaden oder durch Untätigkeit einen Schaden an Menschen zulassen.

    2. Ein Roboter muss jeden von einem Menschen gegebenen Befehl ausführen, aber nur, wenn dabei das erste Gesetz nicht gebrochen wird.

    3. Ein Roboter muss seine eigene Existenz bewahren, es sei denn, dies spricht gegen das erste oder das zweite Gesetzt.

    Mögen diese Gesetze auf den ersten Blick auch einleuchtend erscheinen, sind sie in der alltäglichen Anwendung jedoch sehr problematisch und interpretierbar. Genau mit diesen Unschärfen befasst sich Asimov in den vorliegenden Erzählungen.

    Die aus den drei Gesetzen der Robotik resultierenden moralischen Fragestellungen und Dilemmata und überhaupt das Thema Roboter-Ethik sind gerade heute in den Zeiten von künstlicher Intelligenz, erster humanoider Roboter, Drohnen und autonomen Fahrens wieder von höchster Aktualität!

    Der Band bildet zudem auch als theoretische Grundlage einen hervorragenden Einstieg in Asimovs monumentalen und spannenden "Foundation-Zyklus" und sei schon aus diesem Grund jedem und jeder Interessierten ans Herz gelegt.

    Die recht bekannte Verfilmung "I, Robot" (2004) von Alex Proyas mit Will Smith beruht allerdings nur sehr locker auf Motiven der Erzählungssammlung und steht als "SF-Actionfilm" mehr eigenständig daneben.

    Auf Seiten der literarischen Qualität sind bei derart auf das Sachthema "Roboter-Ethik" bezogenen Erzählungen allerdings einige Abstriche zu machen, was sich etwas auf meine Sterne-Bewertung auswirken musste.

    Das ändert allerdings nichts an meiner großen und uneingeschränkten Leseempfehlung für alle Interessierten, die sich mit anspruchsvoller Science Fiction Literatur auseinandersetzen möchten.


  7. Cover des Buches Geliebter Roboter (ISBN: 9783453528437)
    Isaac Asimov

    Geliebter Roboter

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Letztlich hatte ich ja bereits „Ich, der Roboter“ von Asimov konsumiert und war von den 1950 erstveröffentlichten Werk begeistert. Somit war es klar dass der Nachfolger auf jeden Fall auch konsumiert werden musste.

    Klappentext:
    Claire Belmont, Ehefrau eines Angestellten der U. S. Robot Company, soll das Modell TN3, genannt Tony, als Haushaltshilfe testen. Nur widerwillig stimmt sie dem Projekt zu, Robots sind ihr nicht ganz geheuer. Aber Tony ist darauf programmiert, ihr jeden Wunsch zu erfüllen – und er erkennt mehr als nur die offensichtlichen … In insgesamt zehn Kurzgeschichten wirft Isaac Asimov in „Geliebter Roboter“ einen Blick in die Zukunft, deren Grundsteine heute schon gelegt werden. Zusammen mit „Ich, der Roboter“ und „Der Zweihundertjährige“ legt Asimov hier auch den Grundstein zu seiner gigantischen Future History, dem Foundation-Zyklus.

    Zum Inhalt:
    Isaac Asimov welcher während seiner Studienzeit mit dem Schreiben von SF-Kurzgeschichten begonnen hat, dürfte den meisten durch „I, Robot“ oder durch seine Robotergesetze ein Begriff sein. Hier liegt nun der zweite Teil der dreiteiligen Reihe aus dem Heyne Verlag vor.

    Zwischen den Buchdeckel befinden sich zwölf Geschichten welche Asimov zwischen 1951 und 1957 erschaffen hat.

    Auch in diesem Werk versetzt Asimov in eine damals Fiktive Zukunft, welche sich heute fast wie eine Vorhersage anhört, allerdings immer noch top aktuelle erscheint.

    Die hier versammelten Storys drehen sich um Fragen wie etwa ob das menschliche Handeln von Maschinen vorherberechnet werden kann oder aber ob ein Zusammenleben zwischen Mensch und KI/Maschine ohne Vorbehalte oder Diskriminierung möglich ist.

    Die Storys hangeln sich dabei immer wieder um einen festen Pro- und Antagonistenstamm auf, welches einem das „reinkommen“ wohlwissend erleichtert.

    Meine Meinung:
    „Ich, der Roboter“ war schon ein gelungenes Leseerlebnis, und „Geliebter Roboter“ steht diesem in nichts nach und ich kann absolut nachvollziehen warum diese Werke als must-read Klassiker gehandelt werden.

    Auch wenn dieses Werk Mitte des letzten Jahrhunderts den Weg zwischen die Buchdeckel gefunden hat, es ist aus meiner Sicht, aufgrund der technischen Entwicklungen z.B. bei Künstlichen Intelligenzen immer noch aktuell und stellt heute immer noch die richtigen Fragen.

    Die kleine Meckerei vom ersten Teil muss ich hier auch übernehmen, aber das Cover ist mir einfach nicht passend genug. Und ein Hinweis noch, der Heyne Verlag kann in die Zukunft schauen, zu mindestens wenn es ums Copyright geht, da steht dann „2018“.

    Meine Wertung:
    4,75 von 5 Robbie`s

  8. Cover des Buches Schnee, der auf Zedern fällt (ISBN: 9783455651430)
    David Guterson

    Schnee, der auf Zedern fällt

     (245)
    Aktuelle Rezension von: Dini94

    Zu Beginn des Buches befindet sich der Leser in einer Gerichtsverhandlung. Der japanischstämmige Amerikaner Kabou Minamoto wird wegen Mordes an einen amerikanischen Bürger angeklagt. Der Einzige der ihm eventuell helfen könnte, wäre der einarmiger Journalist namens Ishmael Chamber. Dieser jedoch befindet sich in Zwiespalt, denn seine Jugendliebe ist jetzt Kabou´s Frau.

    Der Klapptext deutet auf eine spannende Geschichte, jedoch wird der Leser sehr oft in die Vergangenheit zurück versetzt. Der Autor versucht mit den vielen Rücksprüngen, die damalige angespannte Situation zwischen Amerikaner und japanischstämmigen Amerikaner darzustellen.

    Das Gerichtsverfahren und die Mordaufklärung sind eher nebensächlich. Der Mordvorgang klärt sich auf die restlichen 100 Seiten. Tut mir Leid für den Spoiler. 

    Ja, es ist ein historischer Roman und ja, die Grundidee ist gelungen aber der Inhalt könnte etwas anders verpackt bzw. erzählt werden. Wem langwierige Lebensgeschichten gefallen, wird dieses Buch mögen.

  9. Cover des Buches Tragödie auf einem Landfriedhof (ISBN: 9783442715800)
    Maria Lang

    Tragödie auf einem Landfriedhof

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Anna_Ressler

    Inhalt: Im kleinen schwedischen Dorf Västlinge wird Weihnachten im Kreise der Familie gefeiert. Mit der Idylle ist es schnell vorbei als im Lebensmittelladen eine Leiche gefunden wird. Die Ermittlungen beginnen...

    Meine Meinung: Der Schreibstil ist einfach zu lesen, doch hat die Autorin einen ruhigen Erzählstil, der nicht recht zu einem Krimi zu passen scheint und leider auch kaum Spannung aufkommen lässt. Mir scheint der Roman in mehrere Teile gegliedert, die Szenen wechselten oft sprunghaft, sodass ich mich nicht richtig in die Geschichte einfinden konnte. Die Motivationen der einzelnen Personen waren für mich zwar verständlich blieben allerdings auch oberflächlich. Wer hier ermittelt war mir nicht immer ganz klar und der Weg zu den Ergebnissen manchmal ebenso wenig. Über Ermittler sowie Verdächtige gilt es den Überblick zu behalten und so mancher Abgrund tut sich auf. Geschickt wurde von der Autorin auch die ein oder andere falsche Fährte gelegt. Die Auflösung kam für mich überraschend - der erwartete Showdown blieb zwar aus - aber zumindest einen "Schreckmoment" gab es.

    Fazit: Ein Krimi der mir dann doch ein wenig zu ruhig und oberflächlich war. Trotz allem ließ er sich aber gut weglesen. 

     

  10. Cover des Buches Das Wunschspiel (ISBN: 9783442055265)
    Patrick Redmond

    Das Wunschspiel

     (261)
    Aktuelle Rezension von: Tefelz

    Geschichte : 1999, ein Journalist befragt einen anonymen Gesprächspartner über einen Vorfall der sich 1954 in einem englischen Internat abgespielt hat, aber sehr mysteriös geendet hat und Entsetzen ausgelöst hat. 1954, Jonathan ist im 4. Jahr und seine Freunde  sind oft den grausamen Späßen von James und seinen 2 Bodyguards ausgeliefert. Als Jonathan im Unterricht einen Jungen bemerkt, der sich von nichts  und Niemand aus der Ruhe bringen lässt und sogar die Lehrer mit ihren eigenen Worten zum Wahnsinn bringt. Jonathan wäre gerne wie Richard und irgendwie erlangt er das Interesse von Richard. Der Anfang eines völligen Charakterwechsels und eine psychologische Wandlung, doch was hat das Unglück ausgelöst ?

    Personen +Schreibstil :  Langsam und Unaufhaltsam baut sich eine Stimmung und Spannung auf. Englische Internatsdramen lassen sich sowieso gut lesen. Der Schreibstil ist hervorragend. Die Person des Richard ist heldenhaft und ohne Gewalt überlegen und zeigt, wie ein starker von sich eingenommener Junge  andere beeinflussen kann, indem er Ihnen Selbstbewusstsein einbläut. Eine hervorragende Psycho Studio mit spannendem Ende.

    Meinung: Der langsame Aufbau, die detailreiche Beschreibung und der sanfte Einstieg machen Spaß und Neugierig. Bis zum absoluten Showdown zieht die Spannung langsam an , und steigert sich bis zum wirklich logischen Ende- Flüssig und in einer wunderbaren Erzählweise geschrieben.

    Fazit: Ein Internatsthriller in Form eines Psychothrillers der es in sich hat- Absolute Empfehlung und 5 Sterne für das damalige Debut.

  11. Cover des Buches 3:0 Fußballkrimis (Kurzgeschichten, Spannung) (Die booksnacks Kurzgeschichten Reihe) (ISBN: 9783960874546)
    Thomas Kowa

    3:0 Fußballkrimis (Kurzgeschichten, Spannung) (Die booksnacks Kurzgeschichten Reihe)

     (10)
    Aktuelle Rezension von: parden

    DER TITEL TÄUSCHT...

    Was wäre, wenn der eigene Verein nicht den entscheidenden Elfmeter versemmelt hätte? Woher hat ein Puma seine drei Streifen bekommen? Und wie schaffen es zwei Komissare einen Mord bei einem Fußballspiel zu lösen, wenn der eine Fußball hasst und der andere Akten? Drei unterhaltsame booksnacks für alle Fußballfans! 

    Dieser Band beinhaltet gleich drei Kurzgeschichten (alle aus der Feder von Thomas Kowa), ist also kein Booksnack im üblichen Sinne. "Fußballkrimis" trifft es dabei nur bedingt, denn das Thema wird teilweise allenfalls gestreift. Aber trotz irrenführendem Titel fand ich die Kurzgeschichten recht unterhaltsam...

    • "Der Puma mit den drei Streifen" spielt genau wie "Mord mit Lametta" im beschaulichen Herzogenaurach. Dort müssen der Kommissar und seine neue Assistentin, gegen die er sich anfangs noch sträubt, den Fall einer Entführung aufklären. Eine Mitarbeiterin der ortsansässigen Apotheke wurde vor den Augen ihrer Kollegin entführt...
    • "Tod auf dem Betze" führt zwei ungleiche Kommissare zu einem Todesfall im Fritz-Walter-Stadion: am Vorabend eines großen Pokalspiels stirbt ein Mann beim Sturz von der Tribüne. Selbstmord? Unfall? Mord? Hier werden sich wohl v.a. Kenner:innen der genannten Fußballvereine unterhalten fühlen...
    • "1954" schließlich ist kein Kurzkrimi, sondern ein Gedankenexperiment. Was wäre, wenn 1954 nicht Deutschland das WM-Finale gewonnen hätte?

    Nicht zu ernst und locker im Schreibstil sind die drei kurzen Geschichten ein rasch zu lesender Snack. Dabei verrät der Autor vor jeder Erzählung, in welchem Kontext sie seinerzeit entstand. Alles in allem ganz nett für zwischendurch!


    © Parden 

  12. Cover des Buches Die Stimmen von Marrakesch (ISBN: 9783942656269)
    Elias Canetti

    Die Stimmen von Marrakesch

     (116)
    Aktuelle Rezension von: dominona
    Das ist kein typischer Reisebericht, sondern eher eine literarische Umschreibung von Fremdheit. Canetti beobachtet und schildert dann für ihn besondere Eindrücke, die in Marrakesch jedoch zum Alltag gehören. Auch seltsame Begegnungen sind dabei. Zu so einer Sammlung von Eindrücken passt Canettis Schreibe meiner Meinung nach besser als zum Roman. Es wirkt fast wie aus einer anderen Dimension.
  13. Cover des Buches Der Zweihundertjährige (ISBN: 9783453527966)
    Isaac Asimov

    Der Zweihundertjährige

     (16)
    Aktuelle Rezension von: BettinaR87

    Bei "Der Zweihundertjährige" handelt es sich um eine Sammlung verschiedener Kurzgeschichten, die sowohl zueinander in Beziehung stehen als auch nicht zwangsläufig zueinander gehören. Das heißt, amn kann sie unabhängig voneinander lesen, dennoch bilden sie ein gemeinsames Konstrukt. Inhaltlich streut diese Ausgabe des Sci-Fi-Meisterautors sehr weit: Von einem Roboter, der zu einem Mensch werden möchte zu einer Gesellschaft, die Angst vor Robotern hat - und dies vielleicht auch ein wenig berechtigt. Von einer Masschine, die von Freiheit träumt zu Unternehmen, die in AI nur ein Produkt sehen, das sich angeblich nicht weiterentwickeln kann, als der Mensch es festlegt. Schaffen die Wissenschaftler eine Realität, die sie in Zukunft nicht mehr kontrollieren können?

    Es ist absolut erstaunlich, wie weit Isaac Asimov schon vor Jahrzehnten in die Zukunft gedacht hat: Diese Kurzgeschichten sind schon Mitte der 70er veröffentlicht worden. Das Bild, das Asimov von unserer zukünftigen Gesellschaft zeichnet ist dabei höchstwahrscheinlich zutreffend: Öffentliche Ressentiments gegenübern Robotern, die dazu führen werden, dass sie kein eigenes (Positronen-)Gehirn haben werden - sondern zentral gesteuert. Daraus könnte sich eine Instanz künstlicher Intelligenz entwickeln, die sehr wohl aktiv in das Leben der Menschen eingreifen kann - und damit nicht nur die Exekutive beinhalten könnte, sondern zwecks AI auch die Judikative ...

    Damit ist einer klar: Isaac Asimov drückt sich nicht vor den schwierigen Themen. Kann ein Roboter frei sein? Sich Freiheit wünschen? Wie argumentiert man dafür aus legaler Sicht? Manchmal bekommt man bei der Lektüre echt das Gefühl, dass Isaac Asimov die wichtigen Diskussionen der Zukunft schon geführt und entschieden hat und wir einfach nur seiner Lead folgen könnten. Von Geschichten, die vor über 30 Jahren veröffentlicht wurden ...

    Dabei setzt der Autor nicht auf Panik oder Angst als Stilmittel der Wahl, sondern Logik. Spock wäre ein Fan der Dialoge, die Asimov sich für seine Roboter ausgedacht hat, denn sie kommen unweigerlich zu einem Schluss: Roboter sind die besseren Menschen und wir sind ganz schön am Arsch.
  14. Cover des Buches Als das Leben wieder schön wurde (ISBN: 9783499276804)
    Kerstin Sgonina

    Als das Leben wieder schön wurde

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Katjuschka

    Hamburg, 1954: Greta ist bei ihrer Großmutter in Stockholm aufgewachsen, nun kehrt sie nach St. Pauli zurück, wo ihr Vater mit seiner neuen Familie lebt.
    Doch er empfängt die fremde Tochter eisig, verweigert jede Auskunft zum Verbleib der Mutter.
    Greta freundet sich derweil mit Marieke und Trixie an und gemeinsam beschließen sie, einen mobilen Schönheitssalon zu eröffnen.
    Ihre Kundinnen sollen sich wieder wohl in ihrer Haut fühlen und das Leben endlich wieder genießen.
    Ein Stück vom Glück zu finden, davon träumen auch die drei Freundinnen.

    Die Lebensgeschichten der jungen Frauen sind sehr unterschiedlich, das Leben nach dem Krieg ist nicht leicht für sie.
    Aber sie sind zuversichtlich und voller Hoffnung auf einen Neuanfang.
    Trixie sehnt sich nach dem amerikanischen Soldaten, in den sie sich verliebt hat und deren Namen sie nicht einmal kennt.
    Marieke hofft auf die Rückkehr ihres Mannes, damit sie ihren Sohn aus dem Heim holen kann.
    Greta will wissen, was aus ihrer Mutter geworden ist und verliebt sich in den Kriegsinvaliden Felix.
    Während ihrer Suche hört Greta plötzlich das Wort Hadamar. Was ist damals geschehen?

    Die Geschichte lässt sich ruhig an, die Charaktere, der Alltag und die Lebensumstände werden gut beschrieben.
    Das Thema Hadamar wird erst ab etwa der Hälfte des Buches in die Handlung eingewoben und nimmt auch nur einen kleineren Teil der Geschichte ein.
    Eher geht es um den holprigen Übergang der deutschen Nachkriegszeit in eine bessere Zukunft.
    Die Liebesgeschichten der Freundinnen zeigen jedoch einen positiven und hoffnungsvollen Weg auf.
    Und mit ihrem Salon steht jetzt alles im Zeichen des Aufbruches!
    Eine interessante Geschichte über Freundschaft und Neustarts aus neuer Perspektive.

  15. Cover des Buches Mister Peanut (ISBN: 9783492274586)
    Adam Ross

    Mister Peanut

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Buecherspiegel

    Mister Peanut von Adam Ross lies sich gut an. Unfassbare Todesfälle bei Frauen; Männer, die ihren Ehefrauen mal den Tod wünschen, dann doch wieder nicht. Ein bärenstarker Winzling, der den Männern das Fürchten oder eher: das Ermorden ihrer Ehefrauen beibringen will und dann gar selbst übernimmt. 

    Wer spielt alles mit? Da ist zunächst ein Computerspieleprogrammierer und seine bessere Hälfte, er betrügt sie, sie nimmt sich eine Auszeit; kaum zurück, ist sie tot. Ein Detektiv, der im ersten Leben Arzt war, seine Frau betrügt, dass es nur so kracht. Und am Ende? Ist auch sie tot. Wer steckt dahinter? Wo sind die Geschichten? Ein anderer Detektiv kommt ebenfalls mit seiner Liebsten nicht klar, seit diese sich ins Bett gelegt hat und nicht mehr am Leben teilhaben will. Mordgedanken auch bei ihm. Ein Mann, alleinstehend, birgt Geheimnisse, will sich an eine verheiratete Frau heranmachen. Was er wohl mit den Morden zu tun hat? Und dieser Winzling?

    Stetig wechseln die Geschichten zwischen den Paaren, man bekommt immer mehr mit und ist doch unzufrieden, was und vor allem wie diese preisgegeben werden. Eigentlich völlig Frauenverachtend! Die Ehepartner haben ihre Wünsche und Sehnsüchte, doch die der Frauen werden mit Füßen getreten, bis zum Tod. Typisch amerikanisch vernichtende Seelenschreibkunst, dessen Ende mir überhaupt nicht zugesagt hat. Mehr möchte ich über diesen wohl nur in den USA hochgelobten Roman sagen.

  16. Cover des Buches Schnee, der auf Zedern fällt (ISBN: 9783866047549)
    David Guterson

    Schnee, der auf Zedern fällt

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Karigan
    Eine schön erzählte Geschichte über Vorurteile gegenüber Einwanderern, Enttäuschungen und deren Überwindung. Und darüber wie es ist, Ziele im Leben zu haben und diese zu verfolgen. Leider hat die Stimme von Herrn Matthes manchmal etwas genervt, besonders das häufige gespielte Räuspern
  17. Cover des Buches Sterne wie Staub (ISBN: 9783453528406)
    Isaac Asimov

    Sterne wie Staub

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Moni2506
    „The Stars, Like Dust“ von Isaac Asimov ist der erste Roman aus der Imperium-Trilogie und ist erstmals 1951 erschienen. Heyne hat den Roman 2015 unter dem Titel „Sterne wie Staub“ erneut auf deutsch veröffentlicht.

    Biron Farrill ist kurz davor sein Studium auf der Erde abzuschließen als er von Sander Jonti vor einem Attentat auf sein Leben gerettet wird. Hierbei erfährt er, dass sein Vater von den Tyranni, die über 50 Welten herrschen, als Verräter verurteilt und getötet worden ist. Von Sander Jonti nach Rhodia geschickt, kommt er auf die Spur einer Welt, die die Herrschaft der Tyranni brechen will. Auf Rhodia angekommen, gerät er in eine erneute Verschwörung, kann jedoch fliehen und macht sich auf den Weg, die Rebellen-Welt zu finden.

    Diesen Roman von Isaac Asimov würde ich als typischen Science-Fiction Roman bezeichnen. Zumindest stelle ich mir diese ungefähr so vor. Man reist durchs Weltall zu anderen Planeten, es wurde eine Möglichkeit gefunden, große Distanzen im Weltall zu überbrücken (immerhin kann man ja nicht schneller als Lichtgeschwindigkeit reisen) und es gibt ein Imperium, das man bekämpfen kann/muss. Ein bisschen hat es mich tatsächlich auch an Star Wars erinnert, auch wenn es hier keine Lichtschwerter gibt.
    Der Schreibstil war wie immer gut zu lesen, auch wenn es aufgrund der mehr oder weniger wissenschaftlichen Erklärungen nicht immer ganz einfach war der Geschichte zu folgen. Man muss auch immer ein bisschen sein Gehirn bei Romanen von Asimov anstrengen, um alles mehr oder weniger nachverfolgen zu können. Dennoch finde ich die Welt, die der Autor erschaffen hat, sehr interessant. An dieser Stelle sei nochmals erwähnt, dass der Roman bereits 1951 erschienen ist, dennoch finde ich, dass die Geschichte alles andere als angestaubt wirkt, sondern immer noch futuristisch.
    Mir haben die Roboter in diesem Roman allerdings sehr gefehlt, muss ich zugeben, und auch Asimovs Humor scheint in diesem Roman nicht wirklich durch. Es war eine ernstere Geschichte rund um eine Verschwörung, die so manch eine überraschende Wendung zu bieten hat.
    Trotz der ein oder anderen Schwäche hat mich der Roman dennoch gut unterhalten. Froh stimmt mich auf jeden Fall, dass in den weiteren Romanen auch R. Daneel wieder auftauchen wird, wenn auch unter anderem Namen. Ich bin sehr gespannt, wie er die Geschichte aufmischen wird und dies ist auch ein wichtiger Grund weswegen ich den Foundation-Zyklus weiter verfolgen werde.

    Fazit: Eine solide Geschichte, die zwar nicht unbedingt die großen Stärken Asimovs hervorhebt, aber durchaus einen interessanten Einstieg in den Foundation-Zyklus bietet. Wenn ihr euch an Asimov heranwagen wollt, würde ich aber immer noch die Roboter-Kurzgeschichten empfehlen.
  18. Cover des Buches Die nackte Sonne (ISBN: 9783453528444)
    Isaac Asimov

    Die nackte Sonne

     (52)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Bevor ich zur großen Lobeshymne starten kann, zunächst ein Wehrmutstropfen das Buch ist 1954 erschienen. Diese Tatsache macht sich an vielen Stellen bemerkbar, viele Beschreibungen der Zukunft in diesem Buch wirken damit ein wenig unrealistisch oder angestaubt. Doch wenn man aufgibt sich verkrampft vorzustellen, dass die Handlung 1000 Jahre in der Zukunft stattfinden soll entfacht das Buch ein wahnsinniges Feuerwerk an Ideen. Ideen die sich weg vom Mainstream wegbewegen, die erfrischend sind und man nicht schon tausendmal in einen Hollywoodstreifen aufgetischt bekommen hat und GENAU das lässt einen das Alter dieses Buch vergessen. Man wird überrascht mit Ideen, Konzepten die in sich schlüssig sind und in seiner Unverbrauchtheit in seinen Bann ziehen.

  19. Cover des Buches Fräuleinwunder (ISBN: 9783499255458)
    Pia Osterwald

    Fräuleinwunder

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Maus71
    Am meisten beschäftigt mich die Frage, wer sich hinter dem Pseudonym Pia Osterwald versteckt. Ich habe zwar schon ein paar Mutmaßungen dazu gefunden, aber keine sichere Angabe. Ist es eine Autorin, die die Zeit persönlich gut kennt, weil sie damals noch jung war, oder ist es eine Autorin, die sich viel mit der Nachkriegszeit beschäftigt hat?

    "Fräuleinwunder" hat mir von der Idee her ganz gut gefallen, doch letztendlich konnte es mich nicht ganz überzeugen. Vieles bleibt unklar, zum Beispiel wer hinter den Zeitreisen steckt und was der eigentliche Sinn ist. Ganz im Gegensatz zu anderen Zeitreiseromanen soll hier ganz bewusst die Geschichte verändert werden. Es ist für mich nicht verständlich, warum, denn die Position der Frau in der Gesellschaft hat sich ja tatsächlich verändert. Darüber hinaus frage ich mich, was mit der Cosima in der Zukunft passiert - ist sie einfach verschwunden? Der Schluss kommt mir zu plötzlich und erscheint auch nicht ganz logisch. Was ich allerdings zwischen Anfang und Ende über die 50er Jahre erfahren habe, fand ich teilweise schon erschütternd. Mir war zwar bewusst, dass das Leben für die Frauen damals viel härter war, als heute, dass es teilweise so schlimm war, konnte ich mir jedoch nicht vorstellen. Wie selbstverständlich gehen wir Frauen heute davon aus, unsere eigenen Entscheidungen treffen zu dürfen, doch das war vor gar nicht allzu langer Zeit noch vollkommen anders. Mein großes Dankeschön an all die Frauen, die damals für uns, ihre Töchter, Enkelinnen, Urenkelinnen... gekämpft haben! 

    Auch wenn in "Fräuleinwunder" vieles sicherlich auch übertrieben ist, stimmt die Geschichte doch nachdenklich. Von daher gebe ich gerne die vier Sterne (ansonsten wären es eher drei gewesen). 
  20. Cover des Buches Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde (ISBN: 9783499266850)
    Friedrich Christian Delius

    Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde

     (35)
    Aktuelle Rezension von: AlexanderPreusse

    Bei dieser Erzählung handelt es sich nur auf den ersten, flüchtigen Blick um einen Text über Fußball. Es geht um Emanzipation. Der Ich-Erzähler wächst im dumpf-drückenden Nachkriegsdeutschland auf, Schul- und Sportversager, erdrückt vom frommen Elternhaus, frömmelnden Großvater und dem »Foltergott« der Bibel.  

    Erzählt wird ein Tag im Sommer 1954, der lange Schatten des Zweiten Weltkrieges liegt auf Deutschland, wie die genannten Dinge auf der Seele des Erzählers; und es ist Endspiel, unverhofft mit deutscher Beteiligung gegen einen übermächtigen Gegner, in Bern findet es statt, übertragen vom Radio.  

    Ein doppeltes »Wunder« geschieht: Die deutsche Mannschaft siegt und der Ich-Erzähler lauscht der Übertragung des unerhörten Ereignisses im Radio (ja, liebe Nachgeborenen; das ist großartig, wenn das Auge blind ist, können die Gedanken fliegen) inmitten des pastoralen Arbeitszimmers des Vaters und erlebt eine Art Befreiung.  

    Ein großartiges Buch, das ich wieder und wieder lese - auch, wenn es gilt, ein sportliches Großereignis gekonnt zu ignorieren. 

     

  21. Cover des Buches Der Tausendjahresplan (ISBN: 9783453300309)
    Isaac Asimov

    Der Tausendjahresplan

     (7)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    Wirklich interessante Theorie der Psychohistorik die Asimov uns hier unter anderem vorsetzt. Der Untergang des Imperiums wird voraus gesagt und alles getan damit die dunkle Zeit nicht so lange andauert und das Imperium wieder aufersteht. Viele Roman lehnen sich an dieses klassische Werk. 1.Teil der Trilogie - wirkt heute etwas antiquiert
  22. Cover des Buches 3:2 für Deutschland - Die Gründung der Bundesrepublik im Wankdorf-Stadion zu Bern (ISBN: 9783895334443)
  23. Cover des Buches Fahrt ohne Ende (ISBN: B0000BNO9M)
    Brian W. Aldiss

    Fahrt ohne Ende

     (1)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    Netter SF von Brian W. Ladiss, in denen die Probleme von Generationen Raumschiffen beschrieben werden. Nach ein paar Generationen geht das Wissen verloren warum man dort lebt, wo man lebt. Die Maschinen erledigen alles. Eine Idde der Raumschiffreise aus den 60ern.
  24. Cover des Buches Am Vorabend der Ewigkeit (ISBN: 9783453305830)
    Brian W. Aldiss

    Am Vorabend der Ewigkeit

     (12)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    In den 60er Jahren entstanden und deutlich am kalten Krieg orientiert spielt dieser Roman des britischen Altmeister der Science Fiction in einer derangierten Welt, in der der Mond und die Erde ein unheilvolles triangel mit der Sonne bilden. Die Flora ist zum Dschungel mutiert und der Mensch muss sich in dieser Albtraum Welt zahlrecihen Gefahren entgegensehen. Kommt auch ein Atomkrieg, die Erde überlebt und der Mensch ist nicht das wichtigste. Albernes Cover, schlechte, holprige Übersetzung, Aldiss hätte wahrhaft besseres verdient. Eine etwas konstruierte Geschichte, aber sollte man im Zeitrahmen in der sie geschrieben ist lesen und liest sich flüssig.

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