Bücher mit dem Tag "1900"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "1900" gekennzeichnet haben.

105 Bücher

  1. Cover des Buches Der Nachtzirkus (ISBN: 9783548285498)
    Erin Morgenstern

    Der Nachtzirkus

     (1.004)
    Aktuelle Rezension von: Ira086

    Die Grundidee ist wirklich gut. Ein Zirkus, der nachts aus dem Nichts auftaucht und irgendwie magisch ist. Celia und Marco (ich lasse mich hier gern eines Besseren belehren, aber ich fand die Namen etwas unpassend und ulkig für eine Geschichte, die im 19. Jahrhundert spielt 😅), die beide Magier sind, lernen sich kennen und verlieben sich ineinander, unwissend, dass sie seit frühester Kindheit durch einen Zauber miteinander verbunden sind und irgendwann, stellvertretend für ihre Väter,  in einem Kampf auf Leben und Tod gegeneinander antreten müssen. Die Bilder, die teilweise kreiert werden, sind wirklich hübsch, jedoch ist die Handlung ein einziges Chaos. Es gibt keinen roten Faden, viele Zeitsprünge und irgendwie hatte ich eigentlich praktisch keine Ahnung, was gerade passiert und worum es genau geht. Es ist Erin Morgensterns Erstlingswerk, wenn ich mich nicht irre. Ich glaube, würde sie es neu schreiben und ein bisschen mehr Struktur reinbringen, hätte es echt Potenzial.  

  2. Cover des Buches Der Junge, der Träume schenkte (ISBN: 9783404160617)
    Luca Di Fulvio

    Der Junge, der Träume schenkte

     (1.135)
    Aktuelle Rezension von: Christin87

    . . . diese Worte bläut die junge Italienerin Cetta Ihrem Sohn Natale ein, kaum dass er alt genug ist, die Bedeutung zu verstehen. Im Jahr 1909 betritt sie mit 15 Jahren und ihrem 8 Monate alten Sohn zum ersten Mal amerikanischen Boden und landet von einem Elend im anderen.

    Natale, der nun Christmas genannt wird, kennt nur das arme New Yorker East End, bis er 12 Jahre später durch seine Hilfsbereitschaft auch einen Einblick in das reiche Upper Manhattan erhält und einen ersten Eindruck von der Liebe bekommt.

    Wir lernen in diesem Moment die 13-Jährige Ruth kennen, die innerhalb einer Nacht, durch Bill, den Gärtner ihres Großvaters, ihre Kindheit und sich selbst verlieren wird.

    Auf 784 Seiten begleiten wir diese 4 Charaktere über insgesamt ca. 20 Jahre. Das Leben ist hart, die Taten brutal. Gangs beherrschen die Straßen, Prostitution, Vergewaltigung, nichts wird geschönt. Aber es ist keine blutige Effekthascherei. Es ist die Beschreibung von schweren Schicksalen in den 1910er und 1920er Jahren, über alle Gesellschaftsschichten hinweg. Es ist das Leben.

    Und Christmas hat ein besonderes Talent, das ihm dieses Leben erleichtert. Er hat Charisma, mit dem er Menschen für sich einnehmen kann, und die Fähigkeit Geschichten zu erzählen, die man ihm glaubt. Und dies ist seine Chance das Leben zu ändern. Seines und das von anderen.

    Ich empfand das Buch als sehr intensiv und trotz des Umfangs nicht zu lang. Ich fand es hart, aber ich habe es alles so empfunden, als könnte diese Geschichte wirklich passiert sein. Und ich fand es ganz toll, dass im Laufe des Buches immer mal historische Persönlichkeiten in die Geschichte eingestreut wurden.
    Christmas ist eine tolle, vielschichtige Romanfigur und seine Mutter ist eine bewundernswert starke Frau. Selbst die Nebenfiguren sind beeindruckend, liebevoll und intensiv beschrieben.

    Ein Buch wie ein Hollywoodfilm. Für alle, die nicht zu zart besaitet sind.
     

  3. Cover des Buches Die Tage in Paris (ISBN: 9783499267901)
    Jojo Moyes

    Die Tage in Paris

     (619)
    Aktuelle Rezension von: Buechergeplauder

    Liv und David fahren in ihren Flitterwochen nach Paris. Sophie träumt schon, wie wundervoll und romantisch diese Zeit wird. Doch niemals hätte sie gedacht, dass ausgerechnet Liv sie so sehr enttäuschen wird. Sie hegt große Zweifel, ob ihre Hochzeit nicht zu überstürzt war. Ein Gemälde bringt die beiden Liebenden wieder zueinander.


    Ein Gemälde, das die Liebesgeschichte von Sophie und ihrem Mann erzählt. 


    "Die Tage in Paris" von Jojo Moyes, ist die Vorgeschichte zu dem Buch "Ein Bild von dir". Ich habe "Ein Bild von dir" noch nicht gelesen, werde es aber definitiv nach dieser Vorgeschichte tun.


    Zwei Liebesgeschichten die unterschiedlich und doch unglaublich ähnlich sind. 


    Die Geschichte rund um Sophie und ihren Mann hat mich sehr berührt. Sophie ist eine starke, selbstbewusste Frau, die schon in den früheren Jahren, sich nicht von anderen hat rumschubsen lassen. Ihr Mann weiß ganz genau, was er an Sophie hat, egal was andere ihm versuchen einzureden. Und doch, hegt Sophie Zweifel an der Beziehung. Die Liebe hat nicht nur schöne Seiten.


    Liv und David haben ebenfalls eine schwere Zeit in Paris. Doch auch die beiden müssen lernen, dass die Liebe zwei Seiten hat. 


    Zwei rührende Geschichte, die ans Herz gehen und von der wahren Liebe träumen lassen.


    Nach dieser Vorgeschichte bin ich nun umso mehr auf die Geschichte "Ein Bild von dir" gespannt und was mich dort alles erwartet.

  4. Cover des Buches Die Schokoladenvilla (ISBN: 9783328103226)
    Maria Nikolai

    Die Schokoladenvilla

     (237)
    Aktuelle Rezension von: schmoekerstunde

    Ein sehr berührender Roman. Obwohl die Handlung einigermassen vorhersehbar ist, verläuft die Geschichte spannend. Der Schreibstil lässt sich gut und flüssig lesen und man fiebert geradezu mit den vielen Charakteren und ihren Lebensumständen mit.

    Ein nettes Detail: am Ende des Buches gibt es einen Überblick über die mitwirkenden und über historische Personen sowie ein Glossar über die damalige Mode und den historischen Hintergrund.

    Ein schöner und lesenswerter erster Band einer Trilogie.

  5. Cover des Buches Das Haus in der Nebelgasse (ISBN: 9783453358850)
    Susanne Goga

    Das Haus in der Nebelgasse

     (169)
    Aktuelle Rezension von: Fenny

    Mich hatte das Cover zuerst überzeugt, somit griff ich zum Buch. Es fängt die Stimmung, die auch in dem Werk von Frau Goga weitergeführt wird, hervorragend auf.

    Mathilda Gray, eine junge, fortschrittlich denkende Lehrerin arbeitet 1900 in einem Mädcheninternat. Doch die gesellschaftlichen Zwänge fordern einen Drahtseilakt von ihr, will sie doch die ihr anvertrauten Mädchen fortschrittlich und selbstbestimmt erziehen. Nach den Ferien kommt aber gerade eine ihrer vielversprechendsten Schülerinnen nicht zurück, sondern unternimmt wegen schwacher Gesundheit mit ihrem Vormund eine Reise in den Süden Europas. Bald schon schreiben die Zeitungen von einer möglichen Verlobung. Mathilda ahnt, dass das nicht sein kann. Und eine Postkarte der Schülerin eröffnet ihr ein jahrhundertealtes Geheimnis zur Familiengeschichte den Ancrofts und Clelands und zur Zeit der großen Pest in London.

    Um dieses Rätsel zu lösen sucht Mathilda die Hilfe ihrer vorwitzigen Vermieterin, die Groschenromane um eine Abenteurerin schreibt, sowie eines Antiquitätenhändlers und eines Universitätsprofessors. Diese Menschen eröffnen ihr einen ganz neuen Blick auf das alte London! Und eine Stadt unter der Stadt, sowie die zahlreichen darin verborgenen Geheimnisse. Dabei geht es insbesondere um ein Haus, das real existent ist. Das fand ich an diesem Roman so faszinierend. Auch gefiel es mir wirklich gut, die hervorragend recherchierten Einblicke in die Geschichte der Stadt zu bekommen, die auch schon Menschen um 1900 erforschten. 

    Einziger negativer Punkt: Der Anfang ist sehr, sehr zäh. Ich habe wirklich eine Zeit gebraucht, um in den Roman reinzukommen. Das erste Drittel, in dem sich nicht wirklich erschließt, was kommt und was die Begebenheiten der Vergangenheit mit der potentiellen Hochzeit der Schülerin zu tun haben, war wenig spannungsgeladen und zwang nur durch die wirklich gut gestalteten Nebencharaktere zum weiterlesen. Doch dann nahm die Geschichte endlich Fahrt auf und ich konnte das Buch nicht mehr weglegen. Auch Mathilda Gray wuchs mir sehr ans Herz, wie auch ihre Vermieterin. Da ich eine Schwäche für gut geschriebene Nebencharaktere habe, war dieses Buch für mich dahingehend ein Lesevergnügen. Schade war nur, dass der Handlungsstrang um den Antiquar nicht fortgesetzt wurde. Doch das konnte das pikante Geheimnis des Universitätsprofessors wieder wettmachen.

    Ich kann das Buch wirklich empfehlen. Ich hatte Spaß daran, sobald ich das erste zähe Drittel überstanden hatte. Und ich kann nur sagen: Durchhalten lohnt sich. Teilweise war das Ende recht vorhersehbar, dennoch blieb es spannend und wirklich gut und für die beschriebene Zeit authentisch gestaltet.

  6. Cover des Buches Der verborgene Garten (ISBN: 9783453354760)
    Kate Morton

    Der verborgene Garten

     (1.187)
    Aktuelle Rezension von: Mazeixx

    Der Roman von Kate Morton spielt in Australien und England (London, Cornwall). Es geht um drei Frauen aus drei Generationen in drei Zeitebenen.
    Tatsächlich erfordern die ständigen Zeitsprünge maximale Aufmerksamkeit und Flexibilität im Denken, aber das ist ein besonderer Reiz dieses außergewöhnlichen Romans. Ganz toll, wie es die Autorin schafft, die Geschichten erst nach und nach zusammenzuführen und die zahlreichen Rätsel aufzulösen. Manches kann man erahnen, anderes ist wirklich überraschend, teilweise aber auch schockierend.

    Absolute Leseempfehlung für ale die gerne tief in eine Geschichte eintauchen!

  7. Cover des Buches Töchter einer neuen Zeit (ISBN: 9783499272134)
    Carmen Korn

    Töchter einer neuen Zeit

     (212)
    Aktuelle Rezension von: Ira086

    Ein insgesamt ganz nettes Buch für den Strand, aber viel mehr auch nicht. Handlung wie Charaktere sind etwas unspektakulär, eindimensional und farblos. Hab’s gelesen, werde mir aber keinen weiteren Teil der Reihe holen. 

  8. Cover des Buches Das Spiel des Engels (ISBN: 9783596512645)
    Carlos Ruiz Zafón

    Das Spiel des Engels

     (1.379)
    Aktuelle Rezension von: luckytimmi


    David Martin, ein kleiner Schriftsteller, schreibt anfangs für einen Verlag, bis er eines Tages von einem gewissen Corelli - David nennt ihn später "Patron" - ein gut bezahltes Angebot bekommt: er soll ein Buch über eine neue Religion schreiben. Das war schon das 1., was ich nicht verstanden habe, denn dieser Corelli war mir sehr suspekt. 2. dann war David angeblich schwer krank und plötzlich wieder gesund.
    Corelli taucht dann immer wieder auf, um sich mit David zu treffen. Auch andere Personen tauchen plötzlich mystisch in Davids Umfeld auf, und einige haben es scheinbar auf ihn abgesehen. Und dann sterben auch noch einige Menschen...

    Meine Sternebewertung reichte eigentlich während des Lesens von 2 bis 5. Eher langweilig fand ich die meisten Gespräche zw. David und Corelli. Der Schreibstil ist nicht immer so einfach, oft recht gestelzte Sätze. Schwierig fand ich auch die vielen span. Namen. Trotzdem hat mich das Buch irgendwie gefesselt.
    Alles in allem ein mystischer Krimi, der anstrengend, aber doch auch irgendwie gut zu lesen war...

  9. Cover des Buches Das geheime Vermächtnis (ISBN: 9783453355460)
    Katherine Webb

    Das geheime Vermächtnis

     (307)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Dieser Roman konnte mich gleich fesseln und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Ich las diesen Roman unbewusst zum 2. Mal und war wieder begeistert. Der Schreibstil der Autorin ist sehr bildhaft und tiefgründig. Es war immer spannend. Beide Zeitebenen gefielen mir gleichermaßen gut. Daher 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung von mir. Von Katherine Webb werde ich auf jeden Fall noch mehr lesen. 

  10. Cover des Buches Unter dem Südseemond (ISBN: 9783453411531)
    Regina Gärtner

    Unter dem Südseemond

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Keltica
    Unter dem Südseemond


    Inhalt:
    Köln/Samoa 1899: Vom Vater gedrängt heiratet Alma den älteren Hermann, Leiter einer Kolonialhandelsgesellschaft, und begleitet ihn in die Südsee. Für Alma bedeutet es das Ende ihrer Welt – in jeder Hinsicht. Sie muss sich an das unkonventionelle Leben in der Kolonie und die Riten ihrer exotischen Einwohner gewöhnen und sich als Frau behaupten. In dem australischen Seemann Joshua findet Alma ihre große Liebe, aber sie ist verheiratet. Doch nicht nur das macht ihr das Herz schwer, denn es wird immer deutlicher, dass ein bedrohliches Geheimnis über ihrer Familie liegt.

    Fazit:
    Dieser Roman ist der erste von zwei Teilen.
    Wer sich zu einem historischen und romantischen Abenteuer in die Südsee begeben möchte, findet hier genau die richtige Unterhaltung. Die Autorin hat es geschafft, mich von Anfang an, an das Buch zu fesseln. Die Beschreibung der Menschen und der Landschaft und ihren Schicksalen, lässt keine Langeweile aufkommen. Ganz nebenbei erfährt man auch noch geschichtliches aus der Kolonialzeit.
    Ich habe mit Alma gelitten und gebangt und manchmal auch gedacht: “Das darf doch nicht wahr sein!“
    Die überraschenden Wendungen in der Geschichte sorgen dafür, dass der Spannungsbogen immer schön erhalten bleibt.
    Den zweiten Band über Alma und Joshua werde ich mir auf jeden Fall auch noch holen.  Er heißt: Der Glanz von Südseemuscheln

    Über die Autorin:
    Regina Gärtner ist am Niederrhein aufgewachsen, hat an der RWTH Aachen Germanistik und Politikwissenschaften studiert, und danach als Pressereferentin, Werbefachfrau und PR-Manager für internationale Kinofilme gearbeitet. Zuletzt war sie lange Jahre als Anzeigenleiterin in einem Fachverlag tätig, bevor sie sich als Projektmanagerin selbstständig gemacht hat. Seit 2012 widmet sie sich ganz dem Schreiben.

    Gemeinsam mit ihrem Mann lebt Regina Gärtner in Köln, ist aber häufig in der Welt-Geschichte unterwegs: Sie hat bereits alle fünf Kontinente mehrfach bereist. Von der pazifischen Region ist sie aber besonders angetan.
  11. Cover des Buches Timeless (ISBN: 9783453267589)
    Alexandra Monir

    Timeless

     (278)
    Aktuelle Rezension von: WriteReadPassion

    Klappentext:
    Nacht für Nacht hat die 17-jährige Michele denselben Traum: In einem Spiegelsaal steht sie einem jungen Mann mit saphirblauen Augen, rabenschwarzen Haaren und einem geheimnisvollen Lächeln gegenüber. Kurz bevor sie erwacht, sagt der Fremde stets: »Ich warte auf dich.« Aber als ein furchtbares Unglück Micheles Leben für immer verändert, begegnet sie dem Mann ihrer Träume plötzlich in der Wirklichkeit ...


    Autorin:
    Alexandra Monir wuchs in der Nähe von San Francisco auf und entdeckte schon als Kind ihre Liebe zu Musik, Theater und Literatur. Sie nahm Gesangs- und Schauspielunterricht, bevor sie im Alter von siebzehn nach Los Angeles zog, um dort Sängerin und Songrwiterin zu werden. Sie arbeitete unter anderem mit den Produzenten von Aretha Franklin und Mariah Carey zusammen. Mit ihrem Romandebüt Timeless verwirklichte sich Alexandra Monir ihren großen Traum und wurde Schriftstellerin. Die Autorin lebt in New York und Los Angeles.

    Übersetzerin:
    Antoinette Gittinger studierte Philosophie, Romanistik, Anglistik und Germanistik in Tübingen und München. Sie übersetzt aus dem Französischen, Spanischen und Englischen. Zu den von ihr übersetzten Autoren gehören u.a. der Dalai Lama, Eric Orsenna, Henry Miller, Agatha Christie, Steve Jobs, Guillaume Musso und Nicolas Vanier.


    Bewertung:
    Das Cover sieht mysteriös und zauberhaft aus, also genau passend zum Genre. Das Mädchen darauf ist unsere Protagonistin. Mit dem Titel alles in allem stimmig zur Geschichte. Das Cover ist an sich nichts besonderes, passt aber zum Buch.

    Mich hat  der Klappentext, also die Handlungen in zwei verschiedenen Jahrhunderten, neugierig gemacht. Das birgt viel Potenzial für eine schöne Geschichte. Leider ist die Umsetzung weder spannend noch fesselnd. Das Potenzial hat die Autorin nicht genutzt. Das Buch hat 339 Seiten, in der die Geschichte spielt. Ich bin mir nicht sicher, ob es weniger Seiten spannender gemacht hätten oder nur etwas Tempo reingemusst hätte - wahrscheinlich beides. Die Handlungen sind sehr lahm, gar fast nicht erwähnenswert. Die Charaktere sind etwas undurchsichtig - bis auf unsere Protagonistin -, da es sich um eine Reihe handelt. Das lässt sich also nicht im ersten Band bewerten. Etwas Gespür für die einzelnen Charaktere konnte ich gewinnen, ist im gängigen Akzeptierrahmen. 

    Magie im Form von Vergangenheits- und Zukunftsreisen sind gegeben und recht vorstellbar niedergeschrieben. Ich konnte mich gut da reinversetzen. Hin und wieder dauerte es etwas, da diese Reisen stets anders beschrieben werden. Und mal geht es so schnell, dass ich nochmal lesen musste, was in dem Moment passierte, und dann war es wiederum ganz deutlich zu lesen, dass eine Reise folgte. Verknüpfungen von der Gegenwart in die Vergangenheit lässt sich hier nicht ganz knüpfen, dafür ist trotz vieler Seiten zu wenig erzählt worden. Das lässt sich nur nach allen gelesenen Bänden bewerten.

    Zum Schluß hat die Autorin zu der Kulisse, der Windsor-Familie und zu Zeitreisen ein Nachwort geschrieben. Das gefällt mir sehr gut, sodass sich auch Fakten zu den jeweiligen Bereichen lesen lässt. Sowas mag ich sehr gerne.

    Fazit:
    Alles in allem ist es ein Buch, dass meine Erwartungen nicht erfüllen konnte und mich schon etwas in der Umsetzung enttäuscht hat. Ich hatte es mir fesselnder vorgestellt, sowie im Bezug auf die Zeitreisen an sich, als auch die Beziehung zu den beiden Hauptcharakteren. Hier ist sehr viel Potenzial nicht aufgegriffen worden, auch wenn es erst Band 1 ist. Da habe ich dennoch etwas mehr erwartet. 

    Das Ende ist zwar schön spannend gehalten - natürlich! - und endet offen, aber dennoch reicht meine Neugier derzeit nicht aus, Band 2 zu lesen. Vielleicht irgendwann mal, wenn mich nichts anderes interessiert. Für Zwischendurch lässt sich das Buch schnell lesen. Ist allerdings kein Muss. Schade. Mehr als 3,5 Sterne gibt es von mir nicht.


  12. Cover des Buches Ich erwarte die Ankunft des Teufels (ISBN: 9783150112564)
    Mary MacLane

    Ich erwarte die Ankunft des Teufels

     (56)
    Aktuelle Rezension von: apirateslifef0rme

    Denn nichts anderes ist es, was die Protagonistin in diesem Buch erlebt. Am faszinierendsten fand ich die Lanschaftsbeschreibungen in ihrer Gedankenwelt, gepaart mit ihren Träumen und Ansichten. Man findet in dem Werk einen solch geballten Hedonismus und Pessimismus wieder, dass das Lesen einem gerade wegen der Auslebung dieses Lasters Freude bereitet.

    (Auch ist es äußerst bemerkenswert, diese Zeilen mit dem Hintergrund ihrer Veröffentlichung zu lesen.)

    Manche Stellen können sich etwas ziehen, aber das empfand ich weniger als störend als vielmehr eine Übertragung des Gefühls auf den/die Leser*in. 

    PS: Mary McLane hat auch Kurzfilme gedreht, welche zum Teil via Google zu finden sind.

  13. Cover des Buches Golem und Dschinn - Eine Liebe nicht von dieser Welt (ISBN: 9783734101205)
    Helene Wecker

    Golem und Dschinn - Eine Liebe nicht von dieser Welt

     (111)
    Aktuelle Rezension von: BlueLeo

    „Golem und Dschinn“ ist ein Buch, welches dem Genre Historical Fantasy zugeordnet ist. Die Autorin Helene Wecker erschuf eine Geschichte, die ganz anders ist als alles was ich bisher gelesen habe. Das Buch spielt großteils in Manhattan in den Jahren 1899/1900 und die Protagonisten sind, wie der Titel schon erahnen lässt, einen Golem und einen Dschinn. Beide suchen ihren Platz im Leben und vermitteln dem Leser dabei ganz neue Eindrücke von Glück, Freiheit und Liebe. 

     

    Was mir besonders gut gefallen hat sind die Beschreibungen von Charakteren, Orten, Gefühlen und dem Leben an sich. In der Erzählung stecken so viel Liebe und Herz, dass ich es einfach nur genossen habe alle Einzelheiten in mich aufzusaugen. Den Orten wird so viel Leben eingehaucht, dass ich beim Lesen beinahe den Staub in der Luft schmecken konnte. Mit stattlichen 600 Seiten ist das Buch natürlich auch ein ganz schöner Wälzer, wer die lebendigen Beschreibungen jedoch zu schätzen weiß, wird jede einzelne Seite genießen.


    Bis zum Ende bin ich mit den Hauptprotagonisten leider nicht ganz warm geworden, was ich wirklich schade fand. Trotz allem muss ich ihnen zugestehen, dass sie perfekt zur Geschichte gepasst haben. Bei einem so dicken Buch gibt es natürlich auch sehr viele Nebencharaktere, die unglaublich gut ausgearbeitet und beschrieben sind. 

     

    Auch wenn das Buch zum Genre Historical Fantasy zählt, so ist es doch viel mehr als das. Es geht um tiefgreifende Themen wie Freundschaft, Andersartigkeit, Gefühle und Liebe. Das Buch erreicht eine Tiefe, die zum Nachdenken und Träumen anregt. 

     

  14. Cover des Buches Feuer in der Hafenstadt (ISBN: 9783740810160)
    Anja Marschall

    Feuer in der Hafenstadt

     (60)
    Aktuelle Rezension von: bigpanda

    Es passiert viel in der kleinen Stadt an der Elbe. Der ehemalige  Kapitän Hauke Sötje kommt 1894 in die Stadt um noch einmal das Grab seiner verstorbenen Frau zu besuchen und dann sein Leben zu beenden. Doch er trifft einen alten Bekannten in dessen Schuld er steht. Er soll für ihn vor Ort vermitteln und so gerät Sötje immer tiefer in die Geschehnisse und wird sogar des Mordes verdächtigt. Nach einem Brand nimmt sich ein vormals angesehener Glückstadter Bürger sein Leben und seine Tochter Sophie steht alleine da und muss sich durchkämpfen. Doch dieses Schicksal bringt sie Sötje näher und gemeinsam stellen sie sich den Herausforderungen und versuchen die Intrigen aufzudecken. 

    Anja Marschall schafft es brillant die Kaiserzeit in dieser Kleinstadt aufleben zu lassen. Sie hat sehr gründlich recherchiert. Der historische Krimi ist sehr empfehlenswert. 

  15. Cover des Buches Winterblüte (ISBN: 9783548289953)
    Corina Bomann

    Winterblüte

     (179)
    Aktuelle Rezension von: Tanja_Wue

    Im Jahr 1902 hat Johanna eine persönliches Problem. Sie steht zwischen den Wünschen ihrer Familie und ihren eigenen. Gleichzeitig findet ihr Bruder Christian eine Frau am Starnd. Durchgefroren und fast tod. Er nahm sie mit und hat sich schließlich gerettet. Aber der Frau war das wichtigste, was mit ihrem Zweig passiert ist. 

    Eine sehr schöne Geschichte, mit Rätseln und familiären Verstrickungen. 

  16. Cover des Buches Das Jahrhundertkind - Der Kreis der Dämmerung (ISBN: 9783570401248)
    Ralf Isau

    Das Jahrhundertkind - Der Kreis der Dämmerung

     (119)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost

    Anders als erwartet, aber auf seine Art richtig genial. Einfach nur ein super Auftakt zu einer Reihe. 


    Inhalt: David wird als Jahrhundertkind geboren. Das hat aber für sein Leben erst einmal keine weitere Bedeutung. Er lebt schon immer mit den seltsamen Anwandlungen seines Vaters. Immer wieder bekommt dieser seltsame depressive Anfälle. 

    Nach dem Tod des Vaters bekommt David mit dem Erbe auch endlich das geschriebene Vermächtnis seines Vaters. Nun weiß er, warum sein Vater diesen Verfolgungswahn hatte. Aber er weiß nun auch, nach was er selber jagen muss. 

    David will im Weltkrieg sterben, schafft das aber nicht. Er kehrt zurück, beendet seine Ausbildung, findet eine Frau, einen Job und ist doch immer wieder auf der Flucht und gleichzeitig auf der Jagd. 


    Fazit: OK, es sind insgesamt vier Bände. Das ist mir aber auch erst bewusst geworden, als ich die Buchdaten für diesen Blogpost zusammen gesucht habe. Im Grunde ist das aber erst einmal egal. Die drei Bände, die ich habe, werden ja zeigen, ob ich mir auch den vierten holen werde. 

    Erwartet habe ich mir Fantasy. Dem Titelbild nach schon fast epische Fantasy. Aber bekommen habe ich hier irgendwie Geschichtsunterricht. - Durch die eingewebte Geschichte um David war es recht interessanter Geschichtsunterricht. Aber vieles ist mir eben doch durch etliche Podcasts oder auch aus der Schule bekannt gewesen. 

    Fantasy gab es durch den Kreis der Dämmerung, der vorerst nur am Anfang erwähnt wurde. Dass die Herren der Schöpfung nicht ganz koscher sind, war mir irgendwie von Anfang an klar, aber was sie dann am Ende wirklich im Schilde führen, schlägt dem Fass fast den Boden aus. - In der folgenden Handlung tritt dieser Kreis erst einmal in den Hintergrund und gerät fast in Vergessenheit. 


    Beim Lesen bin ich ab und zu über die Sprache gestolpert. Stellenweise drückt sich Herr Isau schon recht altbacken und umständlich aus. Es passt zur Handlung, keine Frage. Und ich habe mich auch daran gewöhnt, dass der eine oder andere seltsame Begriff fällt, aber aus der Handlung hat es mich doch immer wieder heraus befördert. 

    Leseunterbrechungen waren aber kein Problem. Ich bin immer wieder einfach und schnell in die Handlung hinein gekommen. Da brauchte es nicht mal Kapitelunterbrechungen dazu. 

    Auch hat mich das Buch auf eine seltsame Art und Weise gefesselt. Einen Film in meinem Kopfkino hatte ich nicht, aber trotzdem wollte ich unbedingt wissen, wie es dem Protagonisten weiter ergeht. Die Geschichte war einfach zu genial in wirklich geschehenes eingearbeitet. Irgendwie hat es sich wirklich so gelesen, als wenn es diesen David in Echt gegeben hätte und Herr Isau sein Leben hier zu Papier gebracht hätte. 

    Das Ende hat mich etwas unzufrieden zurückgelassen. Aber da sollten ja noch weitere Bände folgen. 

    Das Lesen an sich, war schon angenehm, aber ein gewisses Grad an Konzentration hat es mir schon abgefordert. Das war jetzt kein Buch, über das man mal eben so weg liest. Aber es war spannend und hat sich für mich auf jeden Fall gelohnt.


    Auf jeden Fall handelt es sich hier um Fantasy, die ich so noch nicht hatte. Es musste keine eigene Welt dafür erschaffen werden und trotzdem war ich gefesselt und am Ende komplett überzeugt. 

    Empfehlen kann ich dieses Buch in jedem Fall. Alles ist so detailreich wie nötig, aber eben auch genau richtig beschrieben worden. Echt klasse. 

  17. Cover des Buches Die Einkreisung (ISBN: 9783453503984)
    Caleb Carr

    Die Einkreisung

     (94)
    Aktuelle Rezension von: Sebastian_Diesel

    Der Handlungsort und die Grundidee sind nicht schlecht. Anfänge von Kriminalistik und Psychologie im New York des späten 19. Jahrhunderts kommen gut an. Das hat schon bei Arthur Conan Doyle in London funktioniert.


    Die Schwäche dieses Buches ist, dass die Erzählerfigur zwar eigentlich gut eingesetzt ist, um den Leser/die Leserin in diese Welt einzuführen, dann aber leider sehr farblos bleibt. Selbst sehr stumpfe Schlussfolgerungen der anderen Figuren werden bestaunt und gleichzeitig bleibt der Erzähler extrem passiv und unternimmt kaum einmal selbst etwas, fühlt sich, sobald er allein gelassen wird stets unfähig und will aufgeben. 

    Mich persönlich hat das nicht gepackt, weil die interessanten Aspekte vor diesem Hintergrund zurückfielen und das Ende sehr schnell ablief, vielleicht auch deshalb, weil der Autor seinen Killer nicht zu sehr offenlegen wollte, obwohl die psychologische Auseinandersetzung von Dr. Kreisler mit dem Killer überaus spannend hätte ausfallen können.


  18. Cover des Buches Die Prinzessinnen von New York (ISBN: 9783548267791)
    Anna Godbersen

    Die Prinzessinnen von New York

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ich liebe Historien Romane und tolle Liebesgeschichten. Durch das tolle Cover fühlte ich mich auch direkt angesprochen, aber ich wurde diesmal leider enttäuscht.

    Gleich am Anfang werden so viele verschiedene Figuren eingeführt, das der Leser sich nicht merken kann wer jetzt eigentlich wer ist. Die verschiedenen Sichtweisen waren teilweise so anstrengend langweilig, das ich zwischendurch Pausen einlegen musste.

    Die Frauen waren allesamt so durchtrieben und unmöglich vom Verhalten und es wurde gelogen, verheimlicht und intrigiert wo es nur ging. Die Männer waren alle Dandys, die sich zwischen allen Frauen je nach Laune die ein oder andere nehmen konnten. Regelmäßiger Alkoholgenuss wurde hier natürlich wider als völlig normal dargestellt.

    Wirklich Liebe hat man hier vermisst, ja es war eine andere Zeit, aber Romane müssen ja nicht so detailgetreu das wahre Leben widerspiegeln.

    Ich war eigentlich fest entschlossen alle drei Teile zu lesen, leider muss ich nach diesem Buch aufgeben. So ein Gezicke kann ich mir wirklich nicht noch zwei Bücher antun. Bis auf viel Gerede und die Beschreibungen der Anwesen und Kleider bleibt die ganze Geschichte ziemlich oberflächlich und die Charaktere einfach lieblos.
  19. Cover des Buches Die Eismalerin (ISBN: 9783104027821)
    Kristín Marja Baldursdóttir

    Die Eismalerin

     (114)
    Aktuelle Rezension von: Anna625

    Karitas wächst um 1900 auf Island auf. Die Lebensumstände sind hart auf der kargen, kalten Insel, das Essen ist häufig knapp und das Geld sowieso - zumal Karitas noch fünf weitere Geschwister hat, die alle nur von ihrer Mutter Steinnun aufgezogen werden. Und doch hat Steinunn es sich in den Kopf gesetzt, all ihren Kindern die bestmögliche Bildung angedeihen zu lassen. Dazu zieht sie mit ihnen ins ferne Akureyri, wo sich die ganze Familie am Hafen als Helfer beim Fischfang verdingt, um später das Schulgeld zahlen zu können.
    Nach und nach schlagen alle Kinder ihren eigenen Lebensweg ein, und Karitas, die schon früh ihre Liebe zur Malerei entdeckte, erhält die Chance, ebendiese zum Mittelpunkt ihres Lebens zu machen.

    Den Einstieg in den Roman fand ich vielversprechend, wenn auch die Handlung erstmal etwas vor sich hingeplätschert ist. Die harten Lebensumstände jener Zeit werden (im ganzen Roman) gut und nachvollziehbar beschrieben. Auch die kleine Karitas weckte nach der Ankunft in Akureyri schnell meine Sympathie, aufgeweckt und umsichtig wie sie ihrer Familie aus mancher schwieriger Situation heraushilft. Dabei hat sie schon sehr früh ihren eigenen Kopf und weiß, was sie will und wie sie es bekommt - eine starke Persönlichkeit. Überhaupt werden im Roman viele verschiedene Frauenbilder gezeichnet und man merkt, dass es der Autorin darauf ankommt, starke Protagonistinnen zu konstruieren.
    Umso mehr verwunderte es mich, als Karitas nach einem zeitlichen Bruch von 5 Jahren, aus denen man kaum etwas erfährt, plötzlich viel von ihrer Energie verloren zu haben scheint. Sie ist nun eine eher launische junge Frau, hin- und hergeworfen zwischen ihrem Dasein als Mutter und dem als Künstlerin; auch dieser Konflikt hätte spannend werden können, hätten sich nicht zunehmend mehr Längen in den Roman geschlichen. Mit ihrer Launenhaftigkeit hat Karitas zudem nach und nach meine Sympathie immer mehr verloren, und je weiter ich im Roman kam, desto anstrengender fand ich das Lesen.

    Schade, denn wie gesagt mochte ich die Beschreibungen vom Leben auf Island und der Landschaft sehr. Für mich hat der Roman dann aber zu schnell zu sehr nachgelassen.

  20. Cover des Buches Das Buch der Lügen (ISBN: 9783499252693)
    Brad Meltzer

    Das Buch der Lügen

     (97)
    Aktuelle Rezension von: BlondAngel

    ~+~ Klpappentext ~+~


    Der erste Mord der Menschheitsgeschichte: Kain tötet Abel. Über die Tatwaffe schweigt die Bibel. 1932 wird Mitchell Siegel mit drei Schüssen getötet. Sein Sohn träumt von einem unverwundbaren Helden, als Erwachsener wird er Superman erfinden. Der Mordfall bleibt ungelöst.
    Bis 70 Jahre später Cal Harper auf einen mit ­derselben Waffe verletzten Mann stößt. Doch bevor Cal Fragen ­stellen kann, werden beide von einem Fremden attackiert. Er trägt ein Zeichen: das Mal des Bruder­mörders Kain … Eine phantastische Rätseljagd mit Superhelden und Superschurken, die an den Beginn aller Zeiten führt. 


    ~+~ Meine Meinung ~+~


    Calvin Harper und sein Kollege Roosevelt sammeln Obdachlose auf der Straße ein und bringen sie in Heimen unter. Doch als sie an diesem Tag einen angeschossenen Mann auflesen, erkennt Cal in wieder. Es ist sein Vater Lloyd, den er seit fast 20 Jahren nicht mehr gesehen hat. Seine letzte Erinnerung an ihn liegt weit zurück im Kindesalter. 

    Ihn nun zu finden macht Cal stutzig, bis er erfährt, wieso weshalb und warum.

    Diese Geschichte ist aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was ein wenig verwirrend ist. 

    Der Beginn der Geschichte ist etwas fahrig und etwas langweilig. Doch je weiter man in die Geschichte eindringt, ums so spannender wird sie. Sie ist zwar nicht superspannend, aber sie vermag doch den Leser in den Bann zu ziehen. Zudem hat es ein melancholischen Ende .

    Zeitweise verschafft es auch leichte Verwirrungen.

    Ein gutes Buch, wenn man sich mit Superhelden beschäftigt. Zudem lohnt es sich, bis zum Ende durchzuhalten. Aber das wars auch schon.

  21. Cover des Buches Mitten in der Nacht (ISBN: 9783734105425)
    Nora Roberts

    Mitten in der Nacht

     (97)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Liebesromane waren noch nie so mein Ding. Trotzdem versuche ich mich hin und wieder an einem – ihr kennt ja den Spruch mit dem blinden Huhn … Eine Büchernärrin empfahl mir, etwas von J.D. Robb zu lesen, das ist ein Pseudonym der bekannten Autorin Nora Roberts. Die Bücher unter Pseudonym seien besser. Trotzdem griff ich erst mal zu einem Roman unter ihrem eigenen Namen, nämlich zu „Mitten in der Nacht“.

    Hätte ich geahnt, dass Roberts unter ihrem Pseudonym J.D. Robb in die Krimirichtung geht, hätte ich wohl auf meine Bekannte gehört und „Mitten in der Nacht“ nicht gelesen. Andererseits schnuppere ich immer mal wieder gerne in Genres, die sonst nicht so mein Fall sind. Manchmal ändert sich der eigene Geschmack ja auch. Und die Thematik mit dem „Geisterhaus“ und einer dunklen Vergangenheit hat mich ziemlich neugierig gemacht.

    Aber es passiert einfach nichts. Nichts! Einige der aufregendsten Ereignisse sind der Besuch von Angelinas zwielichtiger Mutter und der Kauf einer antiken Uhr, die mit dem Haus in Verbindung steht. Nicht zu vergessen die Einkäufe, die Declan für sein neues Zuhause tätigt. Oder die Renovierungsarbeiten, die er durchführt. Nicht zu vergessen die zwei, drei erotischen Szenen zwischen Declan und Angelina. Aber ganz ehrlich? Kaum eins dieser Ereignisse ist spannend oder bringt tatsächlich neuen Verve in die Story.

    Und gerade das, worauf ich mich am meisten gefreut hatte, wurde zwar ständig erwähnt, aber völlig ohne jede Spannung abgenudelt. Das schreckliche Verbrechen, das sich einst in Manet Hall ereignet hatte, wird gleich im ersten Kapitel verraten. Es folgen ein paar Spukhaus-typische Szenen mit zuschlagenden Türen und ähnlichem, Schlafwandlereien und ausufernde Diskussionen über das Thema – aber aufregend ist anders.

    Wären da nicht die Dialoge, ich weiß nicht, ob ich nicht sogar abgebrochen hätte. Denn wenn mir etwas an „Mitten in der Nacht“ gut gefallen hat, waren es die Dialoge, egal ob zwischen Declan und Angelina, Declan und seinem besten Freund Remy oder zwischen anderen Charakteren. Authentisch, unterhaltsam und mit einem Spritzer Humor unterhalten sich die Figuren in Roberts’ Roman. Es fallen so gut wie keine platten Phrasen und die Charaktere bekommen dadurch eine Tiefe, die ich nicht erwartet hätte.

    Und auch die Liebesgeschichte zwischen Declan und Angelina ist in Ordnung. Auch wenn Declan viel zu perfekt beschrieben wird (gutaussehend, reich, intelligent, charmant, tiefgründig und was weiß ich noch alles, ganz abgesehen davon, dass er große Teile des Hauses problemlos selbst renovieren kann), war mir Angelina ziemlich sympathisch. Sie hat Temperament und ihren eigenen Kopf.

  22. Cover des Buches Der Weihnachtsball des Earls (ISBN: B081B6WJ3S)
    Katherine Collins

    Der Weihnachtsball des Earls

     (32)
    Aktuelle Rezension von: LadyIceTea

    England um 1900: Auf dem jährlichen Weihnachtsball will sich Harriets jüngster Sohn Edgar unrechtmäßig zum neuen Earl erklären. Das passt der gewitzten Lady gar nicht! Doch ihr Enkel Louis reist nach England zurück, wo er von Edgar nicht gerade mit offenen Armen empfangen wird. Nun muss Louis kurzerhand in Frauenkleider schlüpfen, um unerkannt auf dem Familiensitz einreisen zu können. Hoffentlich kommen ihm dabei nur nicht die schöne Charlotte und sein Herz in die Quere.

     

    „Der Weihnachtsball des Earls“ von Katherine Collings ist die Neuauflage des Buchs „Ein Earl im Unterrock“.

    Erzählt wird hier eine nette Geschichte eines Earls, der Anfang des 20. Jahrhunderts in Frauenkleider schlüpfen muss, um sein Erbe zu verteidigen. Dass er sich dabei verliebt, ist natürlich klar.

    Die Geschichte ist nicht super neu aber die Idee hat mir richtig gut gefallen. Die Figuren sind sehr gut gelungen und es hat mir Spaß gemacht, das Verwirrspiel mitzuverfolgen.

    Leider ist die Geschichte relativ kurz, wodurch die Story ziemlich kompakt ist. Hier wurde leider ein wenig Potenzial verschenkt. Die Geschichte hätte durchaus länger sein und mehr in die Tiefe gehen dürfen. 

    Das ist ein bisschen schade, denn so hinterlässt sie keinen tiefergehenden Eindruck. 

    Aber alles in allem eine nette Geschichte, die Freude macht!

  23. Cover des Buches Zauber der Johannisnacht (ISBN: 9783401501352)
    Martina Dierks

    Zauber der Johannisnacht

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Federzauber
    Ein Buch, dass mich vom Cover her schon sehr begeistert.  Ich finde es wunderschön.  

    Auch der Schreibstil ist sehr besonders un hat mich sehr angesprochen.  Es hätte was von einer Märchenerzählung.  Es fehlte nur noch das "Es war einmal..."  am Anfang.

    Ich fand die Idee der Geschichte sehr gut mit melancholischer,  leicht düsterer Atmosphäre. 

    Zwei sehr unterschiedliche Schwestern. Eifersucht herrscht über die beiden. Bis eine von ihnen, in der Johannisnacht sich verheerendes wünscht.   

    Die Protagonistinnen waren sehr gut gezeichnet und entwickelten sich im Laufe der Geschichte sehr gut. 
    Ich wurde durchgehend sehr gut unterhalten.  Die Moral der Geschichte gefiel mir sehr und erklärte es sehr gut. 
    Ein sehr lesenswertes Buch!!! 

    Note: 4/5

  24. Cover des Buches Eine Zierde in ihrem Hause (ISBN: 9783499256608)
    Asta Scheib

    Eine Zierde in ihrem Hause

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Anita27a

    Die Biografie der Ottilie von Faber Castell hätte ich wahrscheinlich nie gelesen wenn nicht eine Freundin sie mir dringend empfohlen hätte
    Gleich vorneweg: ich habe es nicht bereut.
    In Romanform und durchaus ansprechend erzählt Asta Scheib das Leben der Ottilie von Faber Castell, die sehr jung vom Großvater in Ermangelung männlicher Erbnachfolger als Universalerbin des florierenden Familienunternehmens A.W Faber eingesetzt wird.
    Beginnend mit der Schilderung der Schulzeit im renommierten Max-Josef-Stift in München, über ihre Ehe mit Graf Alexander von Castel Rüdinghausen bis hin zur reifen Ottilie, die sich plötzlich von allen Zwängen befreit und dadurch alles verliert.
    Die Biografie lässt nichts aus. Sehr detailliert werden die Zeit, die familiären Umstände, das Familienleben, das Engagement, die Entwicklung und Geschichte der Bleistftfabrik und nicht zuletzt der Zeitgeist geschildert. Hier bedient sich Asta Scheib des Perspektivewechsels indem sie das aus armen Verhältnissen stammende Arbeitermädchen Anna Vasbender mit ins Spiel bringt. Anna wird zur treuen Gefährtin Ottiliens, ihre Näherin und später Kindermädchen. Durch ihre Augen und die Ihres Gefährten Johann Bürger dessen Charakter an den des Nürnberger Arbeiterdichters Karl Bröger angelehnt ist erhält man Einblicke in die sozialen Spannungen dieser Zeit.
    Während der Lektüre wird bald klar Ottilie ist nicht glücklich, nicht in ihrer Ehe und nicht mit ihrem Stand. Sie fühlt sich nicht ernst genommen und hat das Gefühl von Ihrem Mann systematisch aus dem Unternehmen verdrängt zu werden. Die Reduzierung ihrer Aufgaben auf Haushalt und Kinder gibt ihr ein Gefühl von Unzufriedenheit. Hinzu kommt die Zuneigung zu einem langjährigen Freund der Familie Philip von Brand, ebenfalls verheiratet. Im Geheimen sind beide sich ihrer gegenseitigen Liebe gewiss, können aber aus Rücksicht auf die jeweiligen Familien nicht offen dazu stehen.
    Obwohl Ottilie scheinbar ein Leben voller Glanz und Pomp führt, entscheiden Sie und Philip sich schliesslich dazu ihre Familien zu verlassen und zusammen zu leben.
    Diese stößt auf vollkommenes Unverständnis und Ottilie verliert Ansehen und nicht zuletzt auch den Kontakt zu ihren Kindern. Sie findet einerseits ihr großes Glück und bekennt sich dazu, verliert andererseits sehr viel und leidet sehr darunter.

    Asta Scheib gelingt es ein interessantes Gesellschaftsportät vor allem auch der Frau in der Zeit der Jahrhundertwende und vor dem ersten Weltkrieg, zu erstellen. Immer wieder fließen zahlreiche Details mit in die Schilderungen ein, wie z.B. die genaue Beschreibung der Räumlichkeiten des neu erbauten Schlosses in Stein oder aber Auszüge aus einem Aufklärungsbuch einer Münchner Ärztin aus dieser Zeit.

    So muss es sich anfühlen wenn man ein Buch liest, das man sich eigentlich nie ausgesucht hätte. Sich überraschen lassen, etwas dazu lernen. Die Geschichte der Familie kennenlernen, die die Stifte produziert mit denen man schon seit der Kindheit schreibt und malt. Eine unerwartete Bereicherung nicht zuletzt wegen der schönen leichten und informativen Art wie Asta Scheib uns die Menschen und deren Zeit näher bringt.
    4 gute Sterne( aufgrund einiger Längen nur 4)

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