Bücher mit dem Tag "16. jahrhundert"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "16. jahrhundert" gekennzeichnet haben.

349 Bücher

  1. Cover des Buches So finster, so kalt (ISBN: 9783426514931)
    Diana Menschig

    So finster, so kalt

     (144)
    Aktuelle Rezension von: BUCHWURM20

    Merles Oma ist verstorben, weshalb sie zum Ort ihrer Kindheit zurückkehrt. In Omas Knusperhäuschen, mitten im Wald, stößt sie auf ihre makabere Familiengeschichte. Denn die uralte Erzählung ist wahr! Doch nicht die Alte ist hier die Hexe, sondern vielmehr Greta scheint dämonischer Natur zu sein. 

    Eine bunte Mischung verschiedener Märcheninhalte wurde hier in einen Topf geworfen, ein Hauch"Exorzist" und eine Prise (leider oft kitschige) Romantik zugefügt. Die Ambivalenz und (teils tussig nervige) Unsicherheit der Protagonistin übertragen sich auf den Leser. Eine Einschätzung der Ereignisse ist lange nicht eindeutig möglich, die Entwicklung unvorhersehbar. Es bleibt somit spannend bis zum Schluss. Alles in allem eine gute Lektüre für Zwischendurch. 

  2. Cover des Buches Plötzlich Shakespeare (ISBN: 9783499268274)
    David Safier

    Plötzlich Shakespeare

     (1.092)
    Aktuelle Rezension von: Christin87

    Rosa hasst ihren Job, ihre Figur, ihr Leben. Denn seit sie vor einigen Jahren von ihrem Freund Jan beim Fremdknutschen erwischt wurde, er sie daraufhin verließ und nun mit der hübschen Zahnarztkollegin Olivia liiert ist, leidet sie unter Liebeskummer.

    Nach einem halbherzigen Date in einem Zirkus, lässt sie sich dort auf eine Rückführung ein. Sie landet im England des 16. Jhdt., in einem männlichen Körper - William Shakespeares Körper. Und der einzige Weg in ihre Zeit zurückzukommen ist es, die wahre Liebe zu finden.

    Ein lustiger Roman mit einer guten Moral am Ende. Es war wirklich amüsant Rosa und Shakespeare dabei zu folgen, wie sie sich in ihren fremden Körpern und Zeiten zurechtfinden müssen. Zugleich waren hier und da auch einige weitere historische Personen eingeflochten und so wurde die Geschichte, zwischen all dem Klamauk, auch noch ein bisschen lehrreich.

    Rosa und William sind beide ziemlich schrullige Typen, aber man schließt sie schnell ins Herz.

    Einzig die Wechsel in den Dialogen, zwischen zwei Menschen in einem Körper, waren zu Beginn etwas verwirrend. Nachdem ich drei Seiten später aber dahinter gestiegen war, dass Williams Parts stets kursiv gedruckt wurden, ließ sich das Buch wunderbar lesen.

    An einer Stelle zu Beginn des Buches hatte ich sogar einen kleinen Lachflash, der meinen Mann aus seiner Einschlafphase riss - als die Konsonantenschwäche von einem von Rosas Schülern eine fantastische Wortschöpfung kreierte. :D

    Insgesamt ein äußerst unterhaltsames, empfehlenswertes Buch, wenn man mal keine Lust auf Krimi, Dramen oder Schnulzen hat, sondern einfach leicht und amüsant in eine andere Welt getragen werden möchte.

  3. Cover des Buches Das Mädchen, das den Himmel berührte (ISBN: 9783404167777)
    Luca Di Fulvio

    Das Mädchen, das den Himmel berührte

     (467)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Luca Die Fulvio entführt uns nach Venedig und beginnt im Jahr 1515. Die unterschiedlichsten Menschen kommen in die Lagunenstadt und jeder hat ein ganz eigenes Ziel, eine eigene Vorstellung. So will der Jude Isacco Negroponte mit seiner Tochter Giudetta neu anfangen und anerkannt werden. Er kommt aber von wo anders und ist Jude und das erschwert seine Situation erheblich. Juden sind wie Dirnen und Tagelöhner in der Unterschicht angesiedelt und hier müssen sie jeden Tag aufs neue kämpfen. Mercurio und seine Freunde gehören zu den vielen Straßenkindern, die sich von Rom auf den Weg nach Venedig gemacht haben. Für die Freunde geht es aber auch um etwas anderes, denn sie sehen sich der Anschuldigung gegenüber, einen Arzt getötet zu haben. Shimon Baruch ist der Arzt und auch seine Geschichte ist bewegend und vielseitig. Durch verschiedene Umstände kreuzen sich die Wege, die Leben der unterschiedlichen Protagonisten und so entsteht ein Sittengemälde, dass uns die vergangene Zeit Venedigs erleben lässt und auch die Geschichte der Juden näher bringt. Es geht um das Recht sein Leben leben zu dürfen, seine Liebe zu finden und einfach glücklich zu sein. In einer leichten und blumigen Sprache lässt Luca Di Fulvio einen großartigen Roman entstehen. Toll!

  4. Cover des Buches Der Pirat (ISBN: 9783426517482)
    Mac P. Lorne

    Der Pirat

     (48)
    Aktuelle Rezension von: wanderer-of-words

    »Der Pirat« ist ein Buch bei dem ich ins Schwärmen geraten könnte! Schon das Thema, Francis Drake und englische Geschichte, faszinieren mich schon seit Langem. In Kombination mit guter Recherche und spannender Vermittlung ergibt das für mich nicht weniger als den perfekten historischen Roman!

    An historische Romane stelle ich sehr hohe Erwartungen was Recherche und Wahrheitsgehalt angeht. Das Werk von Mac P. Lorne konnte mich in beiderlei Hinsicht absolut überzeugen, ja mehr noch: begeistern! Auch die Vermittlung der geschichtlichen Inhalte gelingt ihm meisterhaft. Er lässt Drake, Elizabeth I und andere historische Figuren lebendig werden, nimmt den Leser mit auf spannende Kaperfahrten und erklärt ganz nebenbei Englands beginnenden Aufstieg zur Weltmacht. 

    Ein gewisses Interesse für Seefahrt sollte der Leser aber mitbringen, denn Lorne schildert die Seemanöver sehr detailliert und geht auch auf die Besonderheiten bei der Konstruktion der neuen englischen Schiffe ein. Dabei verwendet er natürlich einige nautische Fachbegriffe, den Lesefluss hat das aber nicht gestört und notfalls hilft das angehängte Glossar gut weiter. Für mich war dieser Teil sehr faszinierend und lehrreich, denn dass die Engländer so große Vorteile aus moderneren Schiffen mit besseren Kanonen zogen wusste ich noch gar nicht. Der Leser kann mitverfolgen wie England modernisiert und aufrüstet, Spanien aber an vergangenem festhält, während alle Zeichen auf einen Krieg hindeuten.

    Der Höhepunkt des Romans ist natürlich die Schlacht gegen die Spanische Armada. Lorne beschreibt diese so detailreich, dass man sich die Manöver und die Scharmützel sehr gut vorstellen und den Kanonendonner fast hören kann. Kurze Perspektivwechsel zu den Spaniern ermöglichen dem Leser auch einen Einblick in deren Denkweise und runden die Erzählung ab.

  5. Cover des Buches Krone der Welt (ISBN: 9783404183074)
    Sabine Weiß

    Krone der Welt

     (75)
    Aktuelle Rezension von: AddictedToBooks

    Vincent will als Architekt prächtige Stadthäuser bauen. Ruben sehnt sich nach Abenteuern auf hoher See. Betje ist eine begnadete Köchin. Zusammen sind die Geschwister in Amsterdam gestrandet, einem Ort der märchenhaften Möglichkeiten. Doch es ist auch die Zeit der großen Auseinandersetzungen. Katholiken und Calvinisten streiten um den rechten Glauben, Engländer und Spanier um den Einfluss auf das Land am Meer, Kaufleute um die wirtschaftliche Macht. Können sich die Geschwister in dieser schwierigen Situation behaupten?

    Wie immer hat mich dieser historische Roman der Autorin Sabine Weiß überzeugt, aber ich hatte auch nichts anderes erwartet. "Krone der Welt" war mein erster Roman überhaupt, der in den Niederlanden spielt. Das Buch hat mich richtig gut unterhalten und strotzte nur so von gut recherchierten Informationen. In der Mitte des Buches gab es mal ein paar Abschnitte, die sich ein bisschen länger gezogen haben, aber das Durchhalten hat sich gelohnt.

    Wer gerne historische Romane liest oder sich als Newbie an das Thema herantrauen möchte, hat hier das Buch seiner Wahl gefunden.

    "Krone der Welt" erhält von mir 5 von 5 möglichen Sternen.

  6. Cover des Buches Die Schwester der Königin (ISBN: 9783746633701)
    Philippa Gregory

    Die Schwester der Königin

     (244)
    Aktuelle Rezension von: BookEla

    Es fühlte sich beim lesen wirklich so an als ob ich an Ort und Stelle war. Ich habe mit allen Protagonisten mitgefühlt, sämtliche Emotionen wurden beim lesen spürbar. Dieses Buch macht süchtig und kann ich nur jedem ans Herz legen der gerne Historische Roman liest!!! 

  7. Cover des Buches Der Onyxpalast: Die Schattenkönigin (ISBN: 9783959816861)
    Marie Brennan

    Der Onyxpalast: Die Schattenkönigin

     (25)
    Aktuelle Rezension von: aly53

    Auf den Auftakt rund um die 4teilige Reihe des Onyxpalastes von Marie Brennan, war ich immens gespannt.
    In das Cover hab ich sofort verliebt.
    Klassisch, elegant, aber auch sehr fantastisch und magisch angehaucht.
    Etwas, was den Inhalt einfach perfekt wiedergibt.

    Der Schreibstil der Autorin ist sehr einnehmend und leicht. Leicht verständlich, in seiner Ausführung. Es wird eine gehobene Sprache verwendet. Da es im 15. Jahrhundert spielt, passt das einfach perfekt.
    Hinzu kommt, dass es stückweise wirklich sehr weise und poetisch wirkt.
    Am Anfang hätte ich nie erwartet, dass mich dieses epische Werk so begeistern würde.
    Denn ich brauchte eine geraume Zeit um hineinzufinden. Die Konstellationen untereinander zu verstehen und einfach die Komplexität zu begreifen.
    Dabei haben es die Charaktere geschafft mich am meisten zu beeindrucken.
    Ich war fasziniert von den beiden Königinnen Elisabeth und Invidiana.
    Licht und Schatten. So lässt es sich am besten umschreiben.
    Zwei Frauen ,die unterschiedlicher kaum sein könnten und aufgrund dessen ,diese Story so herausragend gut machen.
    Die eine geliebt, die andere gefürchtet.
    Ich war begeistert von ihrer Intensität. Wobei ich tatsächlich sagen muss, dass sie zwar recht blass blieben, aber wie Herrscher über allem schweben.
    Allein die Atmosphäre, die Explosivität des Ganzen, ist so gewaltig, dass man sich dem nicht entziehen kann.

    Eine ganz besondere Verbindung konnte ich zu Deven und Lune aufbauen. Zwei Charaktere, die diese Geschichte beherrschen und zum zentralen Punkt werden. Zum größten Teil begleiten wir die beiden, was Ihnen enorm viel Tiefe und Ausdruck verschafft.
    Lune kam mir erst etwas kühl und kalkuliert vor. Aber je mehr ich sie kennenlernte, umso mehr schloss ich sie in mein Herz.
    Verletzlich, loyal, aber dennoch sehr stark und mutig. Sie geht über ihre Grenzen hinaus, ohne sich nur einmal umzublicken.
    Und das ist einfach so großartig.
    Ebenfalls haben mich die Schwestern Goodmeade begeistert. Weise und voller Elan, den man Ihnen gar nicht zutraut.

    Die Story selbst brauchte erst etwas Anlaufzeit, um sich richtig entfalten zu können. Dabei hat dies die Autorin in fünf Akte unterteilt.
    Man wird hineingezogen in eine Welt aus Dunkelheit und Schmerz.
    Trauer und Angst.
    Intrigen und Manipulationen.
    Von dieser Kombination war ich unglaublich begeistert. Denn anfangs hatte ich nicht das Gefühl, dass sich die Emotionen so Bahn brechen könnten, wie sie es letztendlich taten.
    Doch die Welt, die Charaktere entwickelten sich immer mehr und zeigten, dass sie einfach mehr sind.
    Lune und Deven haben am meisten zu kämpfen und geraten in einige gefährliche Situationen, die sie alles kosten könnten.
    Doch sie sind raffiniert und nicht auf den Kopf gefallen, weshalb sie immer wieder ein Schlupfloch fanden.
    Beängstigend hingegen waren die Fae und die Magie an sich.
    Wenn man die Story versteht, begreift man erst, wie gefährlich.
    Es ist verstörend, wozu sie imstande sind.
    Wie sie manipulieren und intrigieren.
    Aber nicht jeder ist gleich. Weshalb es auch sehr abwechslungsreich und unglaublich spannend gehalten ist.
    Dabei verliert sich die Autorin in sehr vielen Details, was der Story aber noch mehr Intensität und Konturen verschafft.
    Ich hab einfach ununterbrochen mitgefiebert und mitgezittert.
    Denn hier geht es nicht um den einzelnen Menschen. Es geht um alles. Um die ganze Welt.
    Um die Dunkelheit, die alles beherrscht und in Ketten legt.
    Besonders der psychologische Aspekt wiegt hier so verdammt schwer.
    Zarte, reine Seelen werden zerstört und umgekehrt. Doch wenn keine Hoffnung mehr da ist, was bleibt dann noch?

    Etwas aufgelockert wird das Ganze durch eine sanfte, sehr zarte Liebesgeschichte. Die kaum wahrnehmbar, aber dennoch sehr intensiv ist und einfach die Emotionen unglaublich verstärkt.
    Die Handlung lebt von Entwicklungen, die den Nervenkitzel erhöhen.
    Stellenweise ist es sehr grausam und beklemmend. Aber nicht weil es so brutal ist.
    Sondern weil man es hier mit Machtspielen und Niedertracht zutun bekommt.
    Es gab einige Wendungen, die ich so gar nicht erwartet habe. Die mich sprachlos gemacht und gleichzeitig so viel nachvollziehbarer gemacht haben.
    Die Blickwinkel verschieben sich.
    Es wird reiner, klarer .
    Das Ende beinhaltet keinen Cliffhanger, hat mich dennoch unsagbar berührt.

    Ich bin sehr gespannt, was im nächsten Band passiert.
    Denn ohne Frage, hat die Autorin etwas sehr Einzigartiges und faszinierendes zu Papier gebracht, das trotz der Perfidität, einen Hoffnungsschimmer schenkt.

  8. Cover des Buches Die Ratsherrentochter (ISBN: 9783839215029)
    Petra Waldherr

    Die Ratsherrentochter

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    Durch die Heirat ihrer Mutter müssen auch die 20jährige Anna, ihr Bruder Peter und die treue Magd Walburga ihre Heimat verlassen und im Februar 1523 nach Wymphen, dem Wohnort ihres Stiefvaters und Ratsherren Steffen Brel ziehen. Bereits wenige Monate nach ihrer Ankunft wird Anna durch eine gemeine Intrige des Mordes beschuldigt und zum Tod durch das Schwert verurteilt. Der junge Scharfrichter Michael Kremer soll sie hinrichten, doch er hat sich bereits seit Annas Ankunft in Wymphen heimlich in die hübsche junge Frau verliebt. So macht er von seinem Recht der „Freibitte“ Gebrauch, sie zu ehelichen und so vor der Hinrichtung zu bewahren. Damit entgeht Anna zwar dem Tode, lebt aber nun als Weib eines Henkers ausgestoßen und verachtet am Rande der Gesellschaft. Verzweifelt versucht sie, mit Michaels Hilfe, den wahren Mörder zu entlarven. Wird ihnen das gelingen und wird Anna ihre bürgerlichen Rechte zurück erhalten? … 

    Die Autorin Petra Waldherr wurde 1974 in Möckmühl (Kreis Heilbronn) geboren. Sie ist in der Finanzbuchhaltung tätig und schreibt nebenher historische Geschichten aus einer Vergangenheit, die sie schon immer faszinierte. Neue Ideen dafür findet sie in der Natur ihrer schönen Heimat, wo auch die Schauplätze des Romans „Die Ratsherrentochter“ angesiedelt sind. Sie lebt heute mit ihrer Familie in Süddeutschland nahe der Burgenstraße und der Württembergischen Weinstraße. 

    In einem angenehm gefälligen Schreibstil, die wörtliche Rede leicht der Zeit angepasst, entführt uns die Autorin ins ausgehende Mittelalter und lässt uns am damaligen Leben teilhaben. Da sie dabei sehr gut recherchiert hat und auch die örtlichen Gegebenheiten stimmen, kann man gut in das Geschehen eintauchen und fühlt sich bald selbst als Bewohner von Wymphen. Man erhält Einblick in das alltägliche Leben, erfährt Aufschlussreiches über den Beruf des Henkers, ist beim Sammeln von Kräutern dabei und lernt ganz nebenbei noch die Herstellung von Seife. Eine einfühlsame Liebesgeschichte und die spannende Verfolgung des tatsächlichen Mörders sind die Grundlage des Romans und machen das Lesen zu einem echten Erlebnis. Neben den fiktiven Protagonisten sind auch einige historische Personen in die Handlung einbezogen. Diese sind am Ende des Buches gelistet. Ein Glossar über die wichtigsten damals verwendeten Begriffe und ihre Bedeutung ist ebenfalls im Anhang zu finden. 

    Fazit: Ein historischer Roman vom Feinsten, informativ und unterhaltsam. 

  9. Cover des Buches Flammen des Himmels (ISBN: 9783426504093)
    Iny Lorentz

    Flammen des Himmels

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Buchfresserchen1

    Inhaltsangabe (übernommen)

    Münster im 16. Jahrhundert: Schon dreimal musste die Familie der jungen Frauke Hinrichs fliehen, um nicht als Wiedertäufer entlarvt und umgebracht zu werden. FRaumes Vater glaubt seine Familie durch den Schutz des Rates selbst dann noch in Sicherheit, als der Inquisitor Jacobus von Gerwardsborn in der Stadt auftaucht. Doch der Rat braucht ein Opfer ...


    Das Cover zeigt gleich auf das es sich um einen historischen Roman handelt.

    Ich habe allerdings nicht das Buch gelesen, sondern es als Hörbuch gehört. Die Sprecherin hat dabei einen guten Job gemacht und den einzelnen Charakteren unterschiedliche Stimmen gegeben, auch wenn das Holländische nicht so echt rüber kam, wie vielleicht erhofft.

    Frauke ist eine taffe, junge Frau, die das Pech hatte das ihre Eltern zu den Wiedertäufern gehörten, die von der Inquistion verfolgt wurden.

    Gegenüber den Lutheranern, die auch so langsam immer mehr wurden, zeigten sie die Wiedertäufer nicht nur starke Zweifel an der römisch katholischen Kirche und lehnten sie ab, sondern spielten ihren Glauben als den alleinig wahren empor und träumten davon die Katholiken.beim jüngsten Gericht brennen zu sehen.

    Geschichtlich habe ich zuvor nie von denWiedertäufern gehört, aber das was ich nun hier im Hörbuch mitbekam hat mich doch sehr an eine Sekte erinnert. Ich war schockiert, wie die Menschen damals selbst nach mehrmaligem Verschieben des vorhergesagten Termins für das jüngste Gericht immer noch Anhänger hatten, die dafür sogar in den Tod gehen wollten.

    Leider gab es nicht so viel Handlung und Reisen,wie ich mir erhofft hatte. Eigentlich könnte man alles in wenigen Sätzen zusammen fassen, was ich hier wegen spoilern natürlich nicht tue.

    Die Verbindungen innerhalb der Familien und auch die Liebesbeziehungen bleiben mir hier zu starke Randnotizen und selbst die Charaktere der Verfolger sind nicht so herausgearbeitet, dass ich sie mir vor meinem inneren Augenvorstellen konnte.

    Das Buch war gut und hat mir auch geschichtliches Wissen gebracht, aber da bin ich vom Autorenpaar Iny Lorentz fesselndere Geschichten gewohnt.



  10. Cover des Buches Katharina von Bora & Martin Luther (ISBN: 9783451068836)
    Maria Regina Kaiser

    Katharina von Bora & Martin Luther

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Rose75

    Da ich von der Autorin schon die Roman-Biographie  "Xanthippe - Schöne Braut des Sokrates" mit viel Freude gelesen habe,  war ich sehr neugierig auf dieses Buch mit der  Lebensgeschichte von Katharina von Bora (1499 - 1552).

    Die Erzählung beginnt mit einem   jungen Mädchen, das als Waise in die Obhut ihrer Tanten ins Kloster Mariathron übergeben wurde. Dort lernte sie lesen, schreiben und rechnen.  So gut es ging, verbrachte sie viel Zeit in der klostereigenen Landwirtschaft.   Aus Überzeugung wurde sie eine Braut Christi und ein späterer Aufstieg zur Priorin und Äbtissin zeichnete sich schon früh ab.   Durch einen Zufall bekamen sie und  Mitschwestern  Schriften des Ketzers Luther in die Hände.    Katharina fühlte sich sofort angesprochen davon und ihre Gelübde waren nur noch eine Last für sie.   An Ostern 1523  fliehen neuen  Nonnen aus dem Kloster Mariathron und finden Zuflucht in Wittenberg bei Martin Luther höchstpersönlich.  Katharina war dabei und über die Zeit entwickelte sich eine Beziehung zum Doktor Luther. 

    Frau Kaiser hat sehr glaubwürdig, den historisch - reformatorischen  Zeitgeist, die  Armut der einfachen Leute, den Bauernkrieg   und die Pest,  mit dem  Lebenslauf von Katharina von Bora verbunden. 

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich würde gerne weitere Biographien dieser Art lesen. 

  11. Cover des Buches Die falsche Patrizierin (ISBN: 9783839215784)
    Susann Rosemann

    Die falsche Patrizierin

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Eggi1972

    Die falsche Patrizierin von Susann Rosemann, spielt im Jahre 1524 in Ulm. Mein erster Gedanke war, die Patrizier waren doch erst viel später und nicht in dieser Zeitspanne, also bin ich dem Buch gegenüber schon mal sehr skeptisch gewesen.

    Wobei ich mich hier auch bei der Autorin bedanke, die am Ende des Buches meine Gedanken bzgl. des Begriffes bestätigt und erklärt hat, dass dies nur ein kleiner Trick war, um es - wie soll ich sagen - flüssiger für den Leser zu beschreiben.

    Komme ich nun also einmal zu dem Buch. Susann Rosemann schafft es, eine sehr spannende Geschichte zu beschreiben, wie eine Gauklerin zu einer Patrizierin werden kann. Da sie einen wirklich sehr schnell auf die Reise in das alte Ulm mitnimmt. Auch werden die Intrigen, die gesponnen werden, sehr plastisch beschrieben und man kann sich einfach vorstellen, dass es genauso abgelaufen ist.

    Sie beschreibt die Figuren mit einfachen Mitteln aber trotzdem nicht eindimensional. Man kann sich in Laila sehr schnell hineinversetzen. Man spürt ihre Ängste, ihre Nöte.

    Ich hätte mir gewünscht, wenn sie die Geschichte um Ihren Vater noch etwas genauer beschrieben hätte und am Ende musste ich für mich feststellen, dass das Buch zu schnell zu Ende ging. Man kann sagen 100 Seiten mehr wären mir persönlich sehr recht gewesen aber ich denke, dass dieses Buch für Menschen die historische Romane aus der Zeit mögen, ein schönes Buch für trübe Tage mit einer Tasse Tee in der Hand genau das richtige ist.

    Und man sollte es einfach als einen flüssig und schnell erzählten Roman sehen, der auf alle Fälle lesenswert ist, und ruhig ein wenig mehr Beachtung bekommen sollte.

    Literaturlounge

  12. Cover des Buches Der Architekt des Sultans (ISBN: 9783036959467)
    Elif Shafak

    Der Architekt des Sultans

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Moni2506

    Elif Shafak erzählt in „The Architect‘ Apprentice“ vom Leben Jahans, der im 16. Jahrhundert zusammen mit einem weißen Elefanten nach Istanbul kam und Lehrling Sinans wurde, der als berühmtester Architekt des osmanischen Reiches in die Geschichte einging. Erschienen ist der Roman bei penguin im November 2014. Das Buch ist auf Deutsch unter dem Titel „Der Architekt des Sultans“ erhältlich. 


    Istanbul im 16. Jahrhundert: Jahan erreicht als 12jähriger Junge Istanbul an Bord eines Schiffes zusammen mit einem weißen Elefanten, der ein Geschenk für den Sultan ist. Während eines Feldzuges des Sultans trifft er auf den Architekten Sinan, der ihn fortan unter seine Fittiche nimmt. Auch Chota, der weiße Elefant, ist auf den künftigen Baustellen gerne gesehen und so bauen sie gemeinsam Moscheen, Aquädukte, Paläste und Mausoleen, die viele Jahrhunderte überdauern sollen. Doch nicht alles läuft so gut wie es den äußeren Anschein hat. Jahan muss lernen mit den Unwägbarkeiten des Lebens zurechtzukommen und nicht jeder ist ihm auf seinem Weg wohlgesonnen. 


    2019 auf der Buchmesse hatte ich mir vorgenommen ein Buch von Elif Shafak zu lesen und nun habe ich dieses Vorhaben endlich umgesetzt. Während der Literaturgala hat sie mich sehr beeindruckt und auch die kurze Lesung aus einem anderen Buch hatte mir sehr gefallen. Meine Wahl ist auf Grund der Zeit, in der es spielt, auf „The Architect’s Apprentice“ gefallen. 

    Der Schreibstil zieht einen sofort in seinen Bann. Ich konnte mir Istanbul und seine Bauten sowie die Leute, die in dieser Stadt leben, sehr gut vorstellen. Mit dem Englisch im Buch kam ich gut zurecht. Ich habe aber auch neue Worte gelernt, für die ich bisher andere englische Begriffe im Kopf hatte. 

    Der Erzählstil hat mir gut gefallen. Die Geschichte wird chronologisch erzählt, aber es gibt auch jederzeit etwas fürs Leben zu lernen. Jahan kommt mit 12 nach Istanbul und die Geschichte endet am Ende seines Lebens mit fast 100 Jahren. Wir wachsen mit Jahan mit, mit seinen Erfahrungen, seinen Erfolgen, seinen Rückschlägen. Welchen Menschen kann er trauen und wem nicht. Ich habe Jahans Weg gerne verfolgt und mochte seine Freundschaft mit dem weißen Elefanten sehr. Es ist aber nichts, wo man total mitfiebert. Man verfolgt das Geschehen, genießt die tolle Sprache Elif Shafaks und versucht seine eigenen Schlüsse aus den Ereignissen zu ziehen. Ich glaube, jeder, der das Buch liest, wird etwas ganz eigenes für sich mitnehmen, je nachdem welchen Erfahrungshorizont diese Person besitzt. 

    Chota, den weißen Elefanten, mochte ich sehr gern. In jedem Teil der Geschichte hat er eine wichtige Rolle gespielt, war dabei aber nie Mittelpunkt der Geschichte. Er hat Krieg gesehen, auf Baustellen gearbeitet, Geheimnisse beobachtet, wurde von Jahan umsorgt und war ihm in allen Lebenslagen eine wichtige Stütze. Lediglich eine Sache fand ich sehr schade. Oft wurde Chota als Biest bezeichnet, selbst von Jahan, was ich sehr respektlos empfand. Es mag zu der Zeit so gewesen sein, dass man Elefanten oder große Tiere allgemein so bezeichnet hat und 1-2 mal im Buch hätte mich das in bestimmten Situationen auch nicht gestört. Meiner Meinung kam das zu häufig vor und hätte so manches Mal auch anders gelöst werden können. 

    In die Geschichte rund um Jahan und Chota ist die Stadt Istanbul und das Leben in dieser Stadt im 16. Jahrhundert eingewoben. Wir erfahren etwas über die Sultane jener Zeit und deren Kriege. Wir erleben, was es bedeutet, in einer Stadt zu wohnen, in der die unterschiedlichsten Menschen zusammen kommen und in der verschiedene Religionen ihren Platz finden müssen und dann ist da noch die Geschichte Sinans, des berühmtesten Architekten des osmanischen Reiches. Wir lernen etwas über seine Bauten, mit welchen Hindernissen er umgehen musste und wie lange er gelebt hat. Es ist viel Wissen in das Buch eingeflossen, dennoch werden nur selten Jahreszahlen genannt. Das hat mir gezeigt, dass man zwar viel Wissen für sich mitnehmen kann, es aber nicht so darauf ankommt, wann etwas genau stattgefunden hat. Dies wird im Nachwort so auch bestätigt. 

    Die Kultur des osmanischen Reiches wurde in diesem Buch zum Leben erweckt mit all seinen Facetten. Dazu gehören Bräuche und Verhaltensweisen, die einem eher fremd sind, aber man erkennt auch einiges wieder, was man in historischen Romanen liest, bei denen die Personen im Buch überwiegend christlich sind. So kommt in kleineren Abschnitten des Buches Antisemitismus und Hass gegenüber Roma zur Sprache, insbesondere in Situationen, wo ein Schuldiger für bestimmte Ereignisse gefunden werden muss. Es gibt aber auch Personen im Buch, die die unterschiedlichsten Menschen zusammenbringen und gerade denen helfen, die es am schwersten im Leben haben. An mancher Stelle wirkte mir einiges ein wenig zu konstruiert und mit zu viel Glück im Spiel, insgesamt wurde ich von der Geschichte gut unterhalten. 

    Viel Zusatzmaterial gibt es nicht. So werden einige arabische Begriffe eingebracht, die über Fußnoten erklärt werden und zum Schluss gibt es noch ein kurzes Nachwort sowie eine Danksagung. Ein Personenverzeichnis sucht man hingegen vergeblich, was einem verraten könnte, welche Personen historisch verbürgt sind und welche nicht. Ein wenig wird das im Nachwort aufgenommen und ich denke, dass man in der Geschichte auch gut erkennt, wen es wirklich gab und wen nicht. 


    Fazit: Eine Geschichte, die mich gut unterhalten und zum Nachdenken angeregt hat. Ich habe die Geschichte Jahan uns Chotas gerne verfolgt und mochte es sehr Gast im Istanbul des 16. Jahrhunderts zu sein. Empfehlenswert für Personen, die sich für Istanbul und seine Historie interessieren und es mögen, wenn Geschichten gleichmäßig dahinfließen und ein paar Weisheiten fürs Leben bereithalten.

  13. Cover des Buches Die Eroberung Amerikas (ISBN: 9783552072275)
    Franzobel

    Die Eroberung Amerikas

     (25)
    Aktuelle Rezension von: ysmn

    Ferdinand Desoto hält sich für den bedeutendsten Eroberer aller Zeiten. Zusammen mit einer Gruppe von skurrilen, heimatlosen und kleinkriminellen Männern macht er sich im 16. Jahrhundert auf den Weg, um Florida zu erobern, den „schlimmsten Ort der Welt“, denn „die Indianer dort sind Menschenfresser, die Sonne und Mond anbeten und von unserem geliebten Jesus Christus noch nie etwas gehört haben“. Im Namen dieses geliebten Propheten und des Königs hinterlassen sie eine Spur der Verwüstung in Form von Folter, Mord und Krankheiten. Gold und Schätze, die sie sich so erhofft hatten, finden sie nicht und versinken stattdessen immer tiefer in den Sumpflandschaften Floridas. 


    Franzobel erzählt auf geistreiche und vor politischen Kommentaren strotzenden Art von der Eroberung des amerikanischen Kontinents. Er beschönigt nicht, idealisiert nicht und zeigt stattdessen, wie zutiefst unmenschlich es war, das Erobern, Ausbeuten und Töten. 

     

    Doch so interessant das Thema der erfolglosesten spanischen Expedition an sich auch sein mag, leider konnte es mich in dieser Umsetzung nicht immer restlos begeistern. In der zweiten Hälfte des Romans habe ich manche Szenen und Ausführungen als zu lang empfunden. Und obwohl Franzobel selbst in der Danksagung schreibt, dass sein Lektor mehrere hundert Seiten aus dem Manuskript gekürzt hat, glaube ich, dass dem Roman weitere Kürzungen durchaus gut getan hätten. Um fair zu bleiben, muss man auch sagen, dass dieses Sich-Hinziehen der Erzählung im zweiten Teil des Romans die qualvoll lange und nicht enden wollende Expedition widerspiegelt. Bloß trägt das leider nicht dazu bei, dass man mit mehr Elan liest. 


    Um vom Negativen aber abschließend wieder zum Überzeugenden zu kommen, muss Eines betont werden: Wie Franzobel konstruiert, Fäden zusammenlaufen lässt, zwischen Figuren, Zeiten und Orten wechselt, wie er die Erzählstimme einsetzt, Kritik, Urteile und Kommentare auf die Gegenwart einbaut, all das ist gekonnt und macht Spaß zu lesen.


    „Die Entdeckung Amerikas“ ist deshalb ein historischer Roman mit Pepp, der durch seine Scharfzüngigkeit besticht, zumindest immer dann, wenn er sich nicht in Längen verliert.

  14. Cover des Buches Die Burg der Könige (ISBN: 9783548286808)
    Oliver Pötzsch

    Die Burg der Könige

     (113)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen ersten Eindruck vom Geschehen kann sich der interessierte Leser hier auf der Buchseite verschaffen. Ich ergänze lediglich meine persönliche Meinung:

    Mit der Überschrift ist bereits einer der wichtigsten Punkte angesprochen: Die - überwiegend - gelungene Mischung aus historischen Fakten und Ereignissen kombiniert mit einer - sehr deutlich stärker ausgeprägten - fiktiven Handlung. Gleiches gilt auch für die handelnden Figuren. 

    Die Handlung ist spannend, allerdings ist der Spannungsbogen keineswegs durchgängig. Vielmehr sind in dem Buch doch eine Menge Längen zu bemerken, die das Lesevergnügen stellenweise recht einschränken.  Zwar gibt es einerseits eine grosse Anzahl von überraschenden Momenten, andererseits ist vieles auch sehr vorhersehbar. Auch eine ganze Reihe von Ausflügen des Autors in das Reich des "Übersinnlichen" waren sicher für den Fortgang der Geschichte - so wie er sie sich vorgestellt hat - unausweichlich, haben mir aber weniger gefallen. Die Protagonisten sind zwar ganz gut gezeichnet, bleiben aber doch flach und ohne Tiefe. Das hat mich ein wenig enttäuscht. So richtig "warm" werden konnte ich mit keiner der Figuren.

    Überhaupt fehlt dem Buch für meinen Geschmack der "letzte, entscheidende Kick" der aus einem sehr guten Buch ein Meisterwerk machen würde. Aber ein gutes, zufrieden stellendes Leseerlebnis war es allemal....!

  15. Cover des Buches Wo die Nacht beginnt (ISBN: 9783442381388)
    Deborah Harkness

    Wo die Nacht beginnt

     (497)
    Aktuelle Rezension von: Katerle

    Im Vergleich zum 1. Band ist dieses Buch viel spannender und flüssiger geschrieben: keine so ausufernde alchemistische Ausschweifungen mehr, dafür sehr spannende Handlungen! Habe "nachts" weitergelesen, weil ich es nicht aus der Hand legen wollte. 

    Mit dem letzten Band 3 ging es mir übrigens genauso. 

    Übrigens können die 3 Bücher dieser Reihe  unabhängig voneinander gelesen werden! 

  16. Cover des Buches Ein tödlicher Schatz (ISBN: 9783940258380)
    Rebecca Michéle

    Ein tödlicher Schatz

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Bokmask
    Der vierte Fall für Mabel und Victor war für mich wie nach Hause kommen.
    Die rüstige Rentnerin und ihr Freund der Tierarzt Victor rutschen mal wieder in einen Fall hinein, dem sie nicht der Ortsansässigen Polizei überlassen wollen. Denn Abigail, die Cousine von Mabel, ist darin involviert. Der Kommissar hatte sich sosehr darin versteift das Abigail und niemand anderes Schuld in sich trägt. Auch als eine zweite Leiche gefunden wird rückt der Kommissar von seiner Theorie nicht ab.

    Gekonnt schreibt Rebecca Michéle auch den vierten Teil dieser Serie in mein Herz. Die Landschaft, die Leute, ob schrullig oder knuddelig. Alle haben ein sehr schön zu lesenden Charakter. Mir persönlich liegt dieser Schreibstil sehr und ich freue mich auf weitere Fälle der beiden.

    Die Spannung kam auch hier wieder nicht zu kurz. Die geschichtlichen Begebenheiten in dieser Story waren sehr interessant.
    Für mich ein rundum gelungenes Buch, welches ich nur schwer zur Seite legen könnte.
  17. Cover des Buches Luther und der Pesttote (ISBN: 9783746631899)
    Birgit Jasmund

    Luther und der Pesttote

     (23)
    Aktuelle Rezension von: BettinaLausen

    In Wittenberg bricht 1517 die Pest aus. Almuths Verlobter Tamme soll auch unter den Opfern sein, so behauptet es sein Stiefvater. Doch Almuth glaubt nicht daran. Sie versucht der Wahrheit auf den Grund zu gehen und bekommt dabei Unterstützung von Martin Luther. Dieser Kriminalfall ist einem echten Fall der damaligen Zeit nachempfunden und es tauchen viele historische Persönlichkeiten auf.

     

    In einem anderen Handlungsstrang wird die Geschichte Tetzels und Martin Luthers geschildert. Die Autorin hat eine tolle Idee gehabt, wie die Thesen Luthers an die Schlosskirche zu Wittenberg gekommen sind und nutzt hier die Forschungslücke geschickt aus.

     

    Insgesamt ist es spannender, mitreißender und solide recherchierte Roman. Es gibt jedoch kleine Ungereimtheiten, was Luther angeht. In dem Roman betet Luther für Verstorbene, was ein katholischer Brauch ist. Seine Thesen sprechen eine andere Sprache, nämlich von persönlicher Buße. Zudem denkt Luther an einer Stelle, dass Seelen auf ewig im Fegefeuer lodern. Laut der damaligen Vorstellung war es jedoch nur ein zeitweiliger Läuterungsort.

     

    Zudem gibt es einige Perspektivbrüche. Perspektivwechsel innerhalb von Szenen ohne Absatz, oder der plötzliche Einsatz eines allwissenden Erzählers, der sonst nicht auftaucht.

     

    Trotz dieser kleinen Ungereimtheiten, ein spannender Roman, den ich gerne gelesen habe.

  18. Cover des Buches Jake Djones und die Hüter der Zeit (ISBN: 9783442269860)
    Damian Dibben

    Jake Djones und die Hüter der Zeit

     (154)
    Aktuelle Rezension von: Steffi_the_bookworm

    3.5

    "Jake Djones und die Hüter der Zeit" hat lange in der englischen Version auf meinem ebook Sub geschlummert, bis ich es auf Deutsch als Hörbuch begonnen habe.

    Erzählt wird das Buch von Simon Jäger, der für mich eine sehr angenehme Erzählstimme hat und ein unglaubliches Talent seine Stimme zu verstellen und den Charakteren anzupassen.

    Mich konnte die Geschichte ganz gut unterhalten, auch wenn ich im Hörbuch mal wieder nicht ganz so drin war, wie es ich es sonst vermutlich in der selbst gelesenen Variante wäre. Insgesamt war fas Buch eine unterhaltsame Zeitreisegeschichte, aber ich hatte manchmal Probleme den Erklärungen zu folgen bzw. sind sie nicht so richtig bei mir hängen geblieben.

    Es gibt sehr viele Personen, die ich auch bis zum Ende alle nicht vollständig auseinander halten konnte. Ich denke auch dies ist dem Hörbuch geschuldet, da dies einfach eine andere Art der Konzentration auf die Geschichte ist.

    Dennoch ist die Geschichte sehr spannend und hält jede Menge Abenteuer-Stimmung bereit, was mir sehr gut gefallen hat. Allerdings hatte ich manchmal das Gefühl, dass die Geschichte nicht so richtig wusste wo sie hin will und dadurch sind ein paar Längen enstanden.

  19. Cover des Buches Die Donauprinzessin (ISBN: 9783548286419)
    Beate Maly

    Die Donauprinzessin

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Teddygirl
    Netter historischer Wien-Krimi mit sympathischen Protagonisten. Der Roman ist leicht und flüssig zu lesen, einige Entwicklungen sind allerdings durchaus vorhersehbar und manchmal driftet die Erzählung ein wenig in Klischees ab. Daher verdiente 3,5 Sterne.
  20. Cover des Buches Der König der Komödianten (ISBN: 9783404165940)
    Charlotte Thomas

    Der König der Komödianten

     (90)
    Aktuelle Rezension von: BuecherKadse

    „Der König der Komödianten“ von Charlotte Thomas aka. Eva Völler habe ich im Sommer 2013 wortwörtlich verschlungen. Es war in einer schwierigen Zeit ein großer Trost gewesen, obwohl es aus einem Genre kommt, mit dem ich an sich nicht viel am Brett hatte/habe. Es ist ein historischer Roman, der im Jahre 1549 in Italien spielt.

    Der junge Marco zieht aus, um die Welt zu entdecken – allerdings nicht ganz freiwillig.

    Auf seiner Flucht vor Unbekannten, die ihm ans Leder wollen, gerät Marco in eine Schauspielertruppe, die ihn schließlich auch bei sich aufnimmt.

    Eine unglaublich schöne Frau, eine unglaublich begehrenswerte Frau, ein totgeglaubter Zwillingsbruder, ein seltsamer Mäzen, ein undurchschaubarer Mönch, ein geheimnisvoller Patrizier… es gibt kaum eine Figur, die man sich in der mittelalterlichen Szenerie ausdenken könnte, die nicht in dieser Geschichte vorkommt. Aber alle wirken so menschlich und so real, dass man mit ihnen hofft, bangt, liebt, streitet und vieles mehr, bis zum Schluss wäre ich gerne ein Teil dieser Truppe von sonderbaren Sonderlingen gewesen.

    Marco fühlt sich dermaßen wohl bei ihnen, dass er seine wahre Berufung entdeckt - Die Schriftstellerei! Sein Traum wird es sein, sein eigenes Stück zu schreiben und nun, mit eben dieser Gruppe, auf die Bühne zu bringen. Doch nun geht es nicht nur mehr um seinen Traum ein Schriftsteller zu werden, sondern auch darum sich selbst und das Ensemble retten zu können. Langsam entwickelt sich Marco vom einfachen Kulissenschieber zum Autor seines eigenen Stücks - doch bis er dieses auf die Bühne bringen kann, muss er noch viel lernen. Über das Schreiben. Über die Liebe. Und vor allem über das Leben selbst.

    Man muss allerdings anmerken, dass die Handlungsstränge recht komplex sind.

    Fast nichts ist unwichtig und „Der König der Komödianten“ ist deshalb auch kein Buch, was man mal eben aufschlagen kann um zehn Seiten zu lesen, sondern man sollte sich die Zeit nehmen, die dieses Buch verlangt, um alle Zusammenhänge zu verstehen.

    Ich liebe es, wenn sich ein Autor/eine Autorin solche Mühe in die Planung und den Handlungsverlauf seiner/ihrer Geschichte gibt. Und Charlotte Thomas hat das allemal getan! Ich konnte nichts Unlogisches entdecken und es gibt auch keine Handlungsverläufe, die nicht aufgeklärt oder zu Ende gebracht wurden.

    In der Mitte war das Buch etwas langatmig und man dachte sich stellenweise "Aha. Ja und?", doch man versteht am Ende, dass das alles doch wichtig war und grinst hinterher über seine eigne Ungeduld, welche man anfangs hatte.

    Marcos Bühnenstück und sein Leben passen wie perfekte Zahnräder ineinander und beleben gegenseitig die Handlungsstränge – kurz gesagt: An sich ist dieses Buch nichts Besonderes und trotz der komplexen Handlungen ist Potenzial nach oben da. Dennoch macht diese „Unperfektheit“ dieses Buch für mich unschätzbar wertvoll. Es hat mich in einer Zeit aufgebaut, in der ich es bitter nötig hatte. Doch vor allem hat es mich dem Schreiben selbst wieder ein Stück näher gebracht.

    Und die eingebaute Liebesgeschichte zwischen Marco und seine Elena ist auch so rührend und so niedlich - sie ist real. Sie ist so, wie sie dir und mir hätte passieren können. Nur das unser Setting etwas moderner wäre. Wahrscheinlich. So im 21. Jahrhundert.


     Für alle die mit offenen Augen durch die Bücherwelt und #bookstagram gehen: Nehmt dieses Buch und lest es. Es ist eine Komödie, eine Liebesgeschichte - eine Geschichte über Freundschaft und Loyalität.

  21. Cover des Buches Das Buch des Teufels (ISBN: 9783596186716)
    C.J. Sansom

    Das Buch des Teufels

     (85)
    Aktuelle Rezension von: Britta_Heinemeyer

    Auch im vierten Band tauchen die Leser:innen in das London von Matthew Shardlake ein. Dieser will am liebsten ein ruhiges Leben ohne politische oder religiöse Verstrickungen führen. Als dann einer seiner Freunde ermordet wird, entschließt sich Shardlake dazu, den Mörder dingfest zu machen - keiner ahnt jedoch zu diesem Zeitpunkt, dass der Mörder noch lange nicht fertig ist. Eine spannende Jagd quer durch London beginnt. Sansom schafft es auch hier wieder, keine der über 600 Seiten langweilig werden zu lassen und bietet rausreichend Raum zum Rätseln, wie das Buch wohl ausgehen mag. 

  22. Cover des Buches Die Pfeiler des Glaubens (ISBN: 9783442477753)
    Ildefonso Falcones

    Die Pfeiler des Glaubens

     (91)
    Aktuelle Rezension von: itwt69

    Der historische Roman, der überraschend stark auf Fakten beruht, zeigt die Komflikte nach der Rückeroberung von El-Andalus durch die Christen eindrucksvoll auf. Die Nähe zwischen den beiden Welt-Religionen sollte zu denken geben: es gibt nur einen Gott, wenn es ihn denn gibt, der Name spielt dabei keine Rolle. Die Glaubenskriege allerdings stehen in keinem Verhältnis zu den vielen Gemeinsamkeiten. Nur die Länge des Romans, dem 200-300 Seiten weniger gut getan hätten, schmälert meine Bewertung dieses grandiosen Werkes.

  23. Cover des Buches Paracelsus - Die Fragen der Toten (ISBN: 9783492504218)
    Eva-Isabel Schmid

    Paracelsus - Die Fragen der Toten

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Sigrid1

    Dieser historische Roman lässt den berühmten Arzt Paracelsus zu Leben erwecken. Ich fand es total interessant in seine Welt einzutauchen. Man kennt Paracelsus zumindest dem Namen nach, aber viel mehr wahrscheinlich auch nicht. In diesem Buch wird er zum Leben erweckt und wir lernen ihn in seiner damaligen Umgebung kennen. Und zwar ungeschönt mit seinen guten wie mit seinen schlechten Seiten. Er ist sicher ein schwieriger Charakter und eben eine Mann seiner Zeit. Es ist interessant seinen, für unsere heutige Denkweise, Gedankengängen und Ideen zu folgen. Wir erleben einige Überraschungen und manches mutet uns sicher seltsam an. Aber damals waren es eben andere Zeiten und die Erkenntnisse über Wissenschaft und Natur nicht auf unserem heutigen Stand. Die Menschen suchten Erklärungen und das auf allen Ebenen. Der Leser wird jedenfalls mit ungewöhnlichen und seltsamen Dingen und Einstellungen in Berührung kommen. Aber das macht auch den Reiz der Geschichte aus. Die damaligen Sitten und Gebräuche oder auch das Gedankengut wird sehr authentisch dargestellt. Es wird nichts geschönt oder ausgelassen. Manchmal muss man beim Lesen schon mal Nerven lassen, denn zimperlich waren die damaligen Bewohner sicher nicht. Ich konnte mich aber sehr gut durch die ausführlichen Erklärungen in diese Zeit einfinden. Durch die vielen verschiedenen Personen und den unterschiedlichsten Charaktere konnte man sich ein gutes Bild der Ereignisse vor Augen führen. Die Beweggründe wurden dadurch auch verständlicher. Es zeigt sich aber nicht nur ein geschichtliches Bild dieser Zeit, sondern man erlebt ja durch die Protagonisten persönliche Lebensläufe mit allen Schicksalsschlägen oder freudigen Erlebnisse hautnah mit. Und auch wenn man den ersten Band um Paracelsus und seine Freunde nicht gelesen hat, kann man dem Geschehen gut folgen. Durch Dialoge und Erinnerungen der Protagonisten bekommt man auch noch genügent Informationen über die vorherigen Ereignisse. Ich konnte das Buch sehr leicht und flüssig lesen, was gerade für historische Bücher nicht immer zutrifft. Aber hier ist ein guter Lesefluß gegeben. Und ich hatte keine Probleme in die damalige Lebenssituation einzutauchen. Es hat mir großen Spaß gemacht mehr über Paracelsus, seine Motivation und seinen Lebensweg zu erfahren. Und es war auch noch sehr spannend. Ich habe mit den Protagonisten gezittert und gebangt. Es war keine einfache Zeit und ein einzelnes Menschenleben hatte nicht für jeden einen großen Stellenwert.

    Für mich war es jedenfalls eine sehr schöne Lesezeit und ich habe für mich viel aus den historischen Erzählungen - fiktiv oder nicht - herausgefunden.

    Wer an gelebter Geschichte interessiert ist und eine spannende und eindrucksvolle Zeit mit Paracelsus erleben möchte, ist hier genau richtig. Ich kann das Buch mit guten Gewissen weiterempfehlen.

  24. Cover des Buches Aberglaube und Geschäfte (ISBN: 9783839222232)
    Susanne Gantert

    Aberglaube und Geschäfte

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Tanpopo
    Im Winter 1582 findet man in der Gegend des Rammelsbergs die Leiche einer jungen Frau, eines Säuglings und eines Jungen an drei unterschiedlichen Orten. Haben die Todesfälle etwas gemeinsam oder handelt es sich lediglich um Zufälle?
    Der Jurist Konrad von Velten wird mit der Ermittlung betraut. Dies ist nicht sein erster Fall. Und im Verlaufe der Ermittlungen wird ersichtlich, dass die Ereignisse in einem Zusammenhang mit ihm, seiner Familie und dem Herzog von Braunschweig stehen. Und immer ist der Täter Konrad einen Schritt voraus.

    Die Autorin gestaltet den Handlungsablauf angenehm dynamisch und es blieb mir viel Raum für eigene Spekulationen, denn man erhält beim Lesen auch nur die Informationen, die dem Ermittler zur Verfügung stehen. Es fließen so alle Informationen aus der gegenwärtigen Handlung sowie der Vergangenheit der beteiligten Personen gut ineinander.
    Zudem gibt Susanne Gantert sehr schön sprachlich geschrieben Einblick in gesellschaftliche Entwicklungen der Wolfenbütteler Region am Ende des 16. Jahrhunderts. Die Autorin hat für den Roman gründlich recherchiert und gibt in einem abschließenden Kapitel auch Informationen zu Wahrheit und Fiktion. Man kann durchaus auch geschichtlich noch so Einiges dazu lernen.

    Ich habe den Roman gelesen, ohne die vorhergehenden Bände „Das Fürstenlied“ und „Der Mädchenreigen“ gelesen zu haben. Es viel mir jedoch zu keinem Zeitpunkt schwer in das aktuelle Geschehen einzusteigen. Ich bin im Gegenteil neugierig auf die vorhergehenden Episoden geworden und werde sicherlich die fehlenden Romane lesen.

    Auch diesen Roman kann ich allen Lesern historischer Romane empfehlen.

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