Bücher mit dem Tag "100. geburtstag"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "100. geburtstag" gekennzeichnet haben.

7 Bücher

  1. Cover des Buches Kindeswohl (ISBN: 9783257243772)
    Ian McEwan

    Kindeswohl

     (265)
    Aktuelle Rezension von: gst
    „Was hatte sie denn getan? Sich in die Arbeit vergraben, ihren Mann vernachlässigt, sich von einem langwierigen Fall ablenken lassen?“ (Seite 100)

    Fiona ist total aus der Bahn geworfen, als sich ihr 60jähriger Mann nach langer Ehe ihre Erlaubnis für eine Affäre mit einer jungen Frau holen will.

    „Richterkollegen lobten Fiona Maye, selbst in ihrer Abwesenheit, ob ihrer klaren, beinahe ironischen, beinahe warmherzigen Prosa und der Knappheit, mit der sie einen Streitfall darzulegen mochte.“ (Seite 20)

    Nun überschatten ihre Erinnerungen an eine glückliche Ehe, das Nachdenken über ihre Kinderlosigkeit und wie die zustande gekommen war, die Berufstätigkeit der 59jährigen. War das die Strafe, sich alleine – ohne die Unterstützung erwachsener Kinder - der Katastrophe stellen zu müssen?

    Und das Ganze ausgerechnet in einer Zeit, in der ein besonders schwerer Fall ihr ganze Aufmerksamkeit erfordert: Ein 17 jähriger Leukämiepatient, durch seine Eltern bei den Zeugen Jehovas zu Hause, verweigert sich einer Bluttranfusion und will lieber sterben. Als sie Adam Henry im Krankenhaus besucht, trifft sie auf einen jungen Mann, der genau weiß, was er will.


    Ian McEwan hat sehr interessante Themen aufgegriffen. Allerdings hat er sich im zweiten von fünf Kapiteln so intensiv mit Fionas Selbstzweifeln beschäftigt, dass es schon langweilig wurde. Erst als sie Adam selbst kennenlernte, nahm das Buch Fahrt auf: Der beeindruckende Junge schreibt Gedichte und hat begonnen zu musizieren. Schließlich bleibt ihm nichts anderes übrig, als die wohl überlegte richterliche Entscheidung zu akzeptieren. Doch das hat Folgen, mit denen Fiona nur sehr schwer umgehen kann.

    Ab dem dritten Kapitel hat mich das Buch für sich eingenommen. Da hatte ich, im Gegensatz zum Beginn, plötzlich nichts mehr am Schreibstil des Autoren auszusetzen. Aus einem langweiligen Bericht wurde plötzlich ein mitreißender Roman, den ich gerne weiterempfehle.

  2. Cover des Buches Hexen hexen (ISBN: 9783499216961)
    Roald Dahl

    Hexen hexen

     (134)
    Aktuelle Rezension von: Sandrica89

    Bis jetzt hatte ich noch nie ein Buch von Roald Dahl gelesen. "Matilda" steht schon seit längerem auf meiner WL, habe es aber noch nicht gekauft. Als ich jedoch sah, dass der Film "Hexen hexen" rauskommt, war ich neugierig und erfuhr daraufhin, dass es eine Buchverfilmung ist. Und zwar aus der Feder von Herrn Dahl. Bevor ich mir den Film ansehen wollte, wollte ich es natürlich zuerst lesen und mich mit seinem Schreibstil bekannt machen.

    Die Hexen sind unter uns. Auf der ganzen Welt verteilt. Mal mehr, mal weniger. Doch sie leben wahrhaftig unter uns. Nachdem die Eltern des Protagonisten bei einem Autounfall starben, wächst er bei seiner Grossmutter in Norwegen auf. Im Testament steht aber, dass es der Wunsch seiner Elter ist, dass sie in England leben sollen, wo der Protagonist auch aufgewachsen ist. Als seine Grossmutter krank wurde, unternahmen sie einen Ausflug in ein Hotel, ohne zu wissen, dass sie gleich auf einer Hexenschar treffen würden. Denn seine Grossmutter kennt sich sehr wohl mit Hexen aus und erklärte ihrem Enkelsohn, bevor sie nach England aufgebrochen waren, wie man eine Hexe erkennen kann und was sie mit Kindern anstellen. Denn sie hassen Kinder und machen sich einen Spass daraus, sie zu verwandeln, oder sie verschwinden zu lassen. Kann der Protagonist aber dieses Wissen auch einsetzen, um sich zu schützen?

    Der Anfang der Geschichte hat mir noch sehr gut gefallen. Der Junge (hat leider keinen Namen) hört seiner Grossmutter aufmerksam zu, was die Hexen betrifft. Zuerst ist er noch skeptisch, doch er vertraut seiner Grossmutter und versucht sich alles zu merken. Mir gefiel auch, dass es halb in Norwegen spielte. Denn die nordländischen Länder haben generell etwas mystisches und auch einige Legenden und Mythen auf Lager. Warum seine Eltern unbedingt wollten, dass sie in England leben, habe ich nicht ganz verstanden. Dort jedenfalls trifft er gleich auf eine Schar Hexen, die ihm an den Kragen wollen. Die Beschreibung der Hexen waren etwas verstörend. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Kindern gefallen könnte. Aber ist wohl Geschmacksache. Es gab zum Teil ziemlich gruselige Szenen, die ich als Erwachsene zwar ok fand, aber sicher nicht für Kinder. Die Idee im Generellen, hat mir auch gut gefallen. Seine Grossmutter hat wirklich etwas auf dem Kasten und scheint sehr schlau zu sein. Allerdings konnte ich mit dem Ende nichts wirklich anfangen. Irgendwann hatte es für mich keinen Sinn mehr, obwohl es hie und da doch amüsant war.

    Meiner Meinung nach nicht gerade für Kinder geeignet, aber schlecht fand ich es auch nicht. Ich denke, da muss jeder selber wissen, ob man diese Geschichte einem Kind vorlesen möchte, oder einfach zum Spass für sich selbst. Ein Ok-Buch, das aber mit Vorsicht zu geniessen ist. Bin jetzt jedenfalls sehr auf den Film gespannt. 

  3. Cover des Buches Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (ISBN: 9783328102366)
    Jonas Jonasson

    Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

     (5.885)
    Aktuelle Rezension von: Felis2305

    Oh, man war das lustig, regelrecht zum kringeln, und weglegen konnte man das Buch eigentlich nur wenn wieder zwischen Vergangenheit und Gegenwart gewechselt wurde.
    Die Sprünge sind auch richtig gut gelungen und man ist nie durcheinander gekommen und wusste immer wo man war.
    Die Szenen mit historischen Orten, Szenen und Personen hätten durchaus so geschehen können.

    Alles in allem: LESENSWERT, mal sehen wie der zwote Band wird.

  4. Cover des Buches Wir sind doch Schwestern (ISBN: 9783462003727)
    Anne Gesthuysen

    Wir sind doch Schwestern

     (223)
    Aktuelle Rezension von: Villa_malLit

    Adele wird 100 - ein Grund zum Feiern. Das denken sich auch ihre beiden jüngeren Schwestern, vor allem Katti, die jüngste. Durch die Vorbereitungen und die Feier selbst, lernt man die drei Frauen und ihre Vergangenheit um den zweiten Weltkrieg rum kennen.

    Die Kapitel sind abwechselnd in der Gegenwart und der Vergangenheit geschrieben. Man bekommt nicht nur Einblicke in die gemeinsame Vergangenheit der Schwestern, sondern auch in ihre einzelnen Geschichten. Die generellen Unterschiede der drei Hauptprotagonistinnen und ihre unterschiedliche Entwicklungen sind nachvollziehbar dargestellt worden. Auch die Zeit um den zweiten Weltkrieg herum, wird historisch korrekt dargestellt. 

    Ein kleiner Funken Spannung hat mir jedoch gefehlt. Die Handlung ist zwischendurch ein wenig schleppend. 

  5. Cover des Buches Notes on a Dirty Old Man. (ISBN: 9783963180675)
    Frank Schäfer

    Notes on a Dirty Old Man.

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Claddy

    Man muss kein Charles-Bukowski-Fan sein, um von dieser Biografie, die eigentlich gar keine ist, begeistert zu sein. Es kann jedoch passieren, dass man es wird.

    Eine Bemerkung vorab zur Ausstattung des Büchleins: Format, Cover, Titel, die Fotos im Innenteil - alles ist so stimmig, dass es wirklich eine Freude ist, es in Händen zu halten.

    Bukowski auf dem Cover, bekleidet mit einem T-Shirt mit Bukowski, ein Titel, der eine enge Verbindung aufbaut zu seiner Kolumnensammlung „Notes of a dirty old man“ - man weiß, um wen es gehen wird. Und doch wird man noch positiv überrascht. Denn obgleich Bukowskis Lebensweg kein langweiliger war, hat Autor Frank Schäfer hier darauf verzichtet, ihn chronologisch und detailliert nachzuvollziehen. Anstatt dessen hat er zu jedem Buchstaben des Alphabets Stichworte herausgesucht, die eine Verknüpfung zu Bukowski herstellen. Das gelingt auf großartige Weise abwechslungsreich. Beeindruckend ist ebenfalls die Tiefe, mit der der Autor ausgelotet wird, die Fachkenntnis, die Recherchearbeit, die sich hinter dem Buch verbirgt, immer wieder bereichert mit Zitaten und Anekdoten, so dass alles wunderbar leicht daherkommt. Seine Zeit, die Kultur dieser Zeit, die er maßgeblich mitgestaltet hat, transportiert sich beinahe selbstläufig.

    Keineswegs wird immer wohlwollend verfahren. Teilweise setzt sich Schäfer sehr kritisch mit Bukowski auseinander. Doch auch das hilft, diesen „Porträtist(en) des trivialen Lebens“ ein Stück weiter zu verstehen, sich weiter zu interessieren für den, der „gegen die hohe Literatur rebelliert“ und „nicht mehr und nicht weniger als eine plebejische Literatur propagiert“.

    „Man muss einen Autor schon genau kennen, um seinen Wert wirklich schätzen zu lernen. Und man lernt den Autor nur genau kennen, wenn man ihn schätzt.“ Genau diese Einstellung ist hier deutlich zu spüren, und auch, dass sie der Grund dafür ist, dass das Buch so wahrhaftig und spannend geraten ist.


  6. Cover des Buches Wir sind doch Schwestern (ISBN: 9783839893074)
    Anne Gesthuysen

    Wir sind doch Schwestern

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Gela_HK

    Der 100. Geburtstag von Adele steht vor der Tür und ihre beiden Schwestern planen eine große Feier auf dem bäuerlichen Tackenhof.  Katty, Martha und Adele schwelgen in Erinnerungen, denn der alte Bauernhof hat für jede der drei Schwestern besondere Erlebnisse bereitgehalten. Obwohl sich die Frauen schon ein Leben lang kennen und begleiten, kommt es kurz vor dem Geburtstag zu einigen Offenbarungen, die schon seit Jahrzehnten auf eine Aussprache warten. 

    Anne Gesthuysen wirft einen Blick auf 100 Jahre bäuerlichen Lebens am Niederrhein. Drei alte Damen, die einige Schicksalsschläge erleiden mussten, erinnern sich an die Vergangenheit. Die 80-jährige Katty, Martha, 98 Jahre alt und Adele das Geburtstagskind denken an ihre Männer, die ihnen kein Glück gebracht haben. Dem Krieg fiel Adeles große Liebe zum Opfer, Kattys heimliche Sehnsucht zum Gutsbesitzer, der ihr Vorgesetzter ist, darf standesgemäß nicht sein, und Marthas Mann, der sich während der Kriegsgefangenschaft zu Männern hingezogen fühlt, verlässt seine Frau nach einer peinlichen Entdeckung.  

    Viele Anekdoten, Kriegsgeschehnisse, politische Ränkespiele und humorvolle Zankereien der alten Damen finden ihren Platz in diesem liebevoll geschriebenen Roman. Die Handlungsstränge wechseln zwischen den Schwestern und geben jeder Protagonistin Raum aus Ihrer Perspektive Erlebnisse zu schildern. 

    Die Familiengeschichte zeigt, wie stark, selbstbewusst und unerschrocken Frauen der damaligen Zeit sein konnten. Trotz der schrullig herzlichen Art blieben mir die Frauenfiguren zu unpersönlich und oberflächlich. Die Hörbuchsprecherin Doris Wolters hat sich große Mühe gegeben, jeder Schwester eine eigene Stimme und Klangfärbung zu geben. Dies ist ihr auch hervorragend gelungen. Dennoch mochte ich Kattys forsche, überhebliche Art überhaupt nicht. Ihr Handeln hat sie niemals infrage gestellt, selbst als sie die von ihr inszenierte Ehe zwischen dem Gutsbesitzer und ihrer Freundin sabotiert. Adele hat sich nie davon erholt, dass ihr Verlobter im Krieg gefallen ist und dessen Bruder für den Tod verantwortlich gemacht. 

    Statt nach vorn zu blicken, hat sie die Vergangenheit immer wieder eingeholt. Nur Martha hat sich mit ihrem Exmann arrangiert und durch ihre Kinder und Enkel mehr Selbstbewusstsein und Lebensfreude ausgestrahlt. 

    Der Stoff hätte für eine große Familiensaga ausgereicht, doch die Gewichtung der einzelnen Erlebnisse wurde falsch gesetzt. Besonders der lang und emotionslos geschilderte Scheidungsprozess hat der Handlung den anfänglichen Schwung genommen. Für mich leider nur eine Sonntagnachmittaglektüre.

  7. Cover des Buches Die Romane und die Großen Erzählungen, 8 Bde. (ISBN: 9783518030998)

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