Wolfgang Popp

 3,9 Sterne bei 37 Bewertungen
Autor*in von Wüste Welt, Die Verschwundenen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Wolfgang Popp

Wolfgang Popp, geboren 1970 in Wien, Studium der Sinologie und Geschichte in Wien und China. Langjährige Tätigkeit als Studienreiseleiter im Fernen Osten. Daneben Dokumentarfilme und Kurzgeschichten. Kulturredakteur beim ORF-Radio Ö1. Wüste Welt ist nach den Romanen »Ich müsste lügen« (Folio, 2013) und »Die Verschwundenen« (Edition Atelier, 2015) der dritte Teil seiner »Trilogie des Verschwindens«. Mit »Die Verschwundenen« war er auf der Shortlist des Literaturpreises Alpha und erhielt eine Buchprämie der Stadt Wien.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Wolfgang Popp

Cover des Buches Die Verschwundenen (ISBN: 9783903005020)

Die Verschwundenen

 (16)
Erschienen am 15.01.2015
Cover des Buches Wüste Welt (ISBN: 9783903005143)

Wüste Welt

 (17)
Erschienen am 12.01.2016
Cover des Buches Ich müsste lügen (ISBN: 9783852566030)

Ich müsste lügen

 (3)
Erschienen am 14.01.2013
Cover des Buches Wehe den Besiegten! (ISBN: 9783878471912)

Wehe den Besiegten!

 (1)
Erschienen am 01.08.2000
Cover des Buches Der Philosoph im Topf (ISBN: 9783701730995)

Der Philosoph im Topf

 (0)
Erschienen am 15.09.2008
Cover des Buches Männerliebe: Homosexualität und Literatur (ISBN: 9783476008282)

Männerliebe: Homosexualität und Literatur

 (0)
Erschienen am 01.01.1992
Cover des Buches Meine Vorsorge in nur 30 Minuten (ISBN: 9783802931956)

Meine Vorsorge in nur 30 Minuten

 (0)
Erschienen am 16.09.2020
Cover des Buches Meine Vorsorge in nur 30 Minuten (ISBN: 9783802952456)

Meine Vorsorge in nur 30 Minuten

 (0)
Erschienen am 05.10.2020

Neue Rezensionen zu Wolfgang Popp

Cover des Buches Die Verschwundenen (ISBN: 9783903005020)
Magicsunsets avatar

Rezension zu "Die Verschwundenen" von Wolfgang Popp

Facettenreich und überraschend
Magicsunsetvor 8 Monaten

„Seit der Reise war mir aber klar geworden, dass es Menschen geben musste wie Philip, die genau wussten, was sie wollten, aber auch solche, die für andere die Scherben aufsammelten, und dass ich der Mann für die Scherben war und daran nichts falsch war.“ (Zitat Seite 157)

 

Inhalt

In fünf Episoden berichten fünf unterschiedliche Ich-Erzähler über das Wiedersehen mit einem Menschen, mit dem sie vor Jahren in mehr oder weniger engem Kontakt waren, bis dieser Mensch plötzlich mit oder auch ohne jeden Abschied und Erklärung verschwunden ist. Warum haben sie damals alle Kontakte abgebrochen und wie ist ihr Leben in diesen Jahren verlaufen? Ist es möglich, nach all den Jahren einfach weiterzumachen, oder ist es eher ein Neubeginn? „Wir wären alle zurück in einer Zufriedenheit, von der wir ohnehin nicht wissen, warum wir sie jemals verlassen haben. Ganz ehrlich, war es irgendwann später noch einmal so gut wie damals?“ (Zitat Seite 182)

 

Thema und Genre  

In diesem Roman in Episoden mit fünf unterschiedlichen Erzählern geht es um Varianten von Beziehungen, von Menschen, die plötzlich mit oder ohne Vorwarnung verschwinden und sich nach vielen Jahren ebenso plötzlich wieder melden.

 

Charaktere

Damals gingen sie noch zur Schule oder waren Studenten. Sie waren befreundet, oder standen in einer anderen Form von Beziehung zueinander, heute, viele Jahre später, sind sie längst erwachsen und nicht immer führen sie genau jenes Leben, das sie damals geplant hatten, was beim Wiedersehen zu Überraschungen führt.

 

Handlung und Schreibstil

Auf den ersten Blick wirken sie wie fünf in sich abgeschlossene Geschichten, doch immer begegnen wir irgendwo am Rande des jeweiligen Geschehens kurz einer Person, die später selbst im Mittelpunkt einer anderen Geschichte stehen wird und so verbinden sich die Episoden zu einem Roman, dessen Fragen und Vermutungen durchaus auch zu überraschenden Resultaten führen können. Die geschilderten Ereignisse nehmen uns von Wien aus mit auf eine Reise in andere, teilweise weit entfernte Länder und so werden die Erlebnisse der einzelnen Figuren durch viele interessante Details, Beobachtungen und lebhafte Schilderungen ergänzt.

 

Fazit

Ein facettenreiches, interessantes Lesevergnügen.

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Cover des Buches Ich müsste lügen (ISBN: 9783852566030)
S

Rezension zu "Ich müsste lügen" von Wolfgang Popp

Schall und Rauch
StefanieFreigerichtvor 4 Jahren

Warum nur ist dieser Autor nicht bekannter???
So etwas intelligentes, unterhaltsames, doppelbödiges von einem Buch, so viele treffende Bemerkungen, so eine Vermischungen verschiedener Genres, das muss doch auffallen. Also von vorne.

Der 23jährige Manuel Schall wird von seiner Mutter vermisst gemeldet. Kommissarin Eva Rauch bearbeitet diesen Fall (Schall und Rauch also…Autor Popp muss sich ins Fäustchen gelacht haben). Der junge Mann hat für den bekannten Schriftsteller Herbert Will gearbeitet, als so eine Art … Assistent-Muse-Sujet. Ja, genau. Ich sehe in der Rolle des Will irgendwie einen noch etwas jüngeren Jack Nicholson, nach Shining, vor den Hexen von Eastwick – ein wenig diabolisch und (ja, und. Wem da nix einfällt, für den wirkt das Nicholson-Bild ohnehin nicht). Fortan vermischt sich in der Erzählung so einiges – da vermischen sich Genres (Polizeiberichte, Zeitungsausschnitte, Tagebücher,…), da liest die bibliophile Kommissarin sich auf der Suche nach Hinweisen durch Wills Werke, versinkt teils so in dieser Welt, dass für sie Wahrheit und Fiktion nicht mehr klar abgegrenzt erscheinen. Schreibt Will ihre Realität? Warum empfiehlt ihre Buchhändler-Freundin explizit keine Will-Bücher, zum Wohle ihrer Kunden? 

Ich bin begeistert, wiederum, von Wolfgang Popp, den ich mit „Wüste Welt“ entdecken konnte (ähnlich empfehlenswert, ähnlich doppelbödig, wenn auch sehr subtil). Die beiden Bücher sind die beiden Endpunkte einer Art loser Trilogie – absolut ohne gleiche Personen und eher hinsichtlich des Wirklichkeitsansatzes zusammengehörig, wie ich ohne Kenntnis des Bandes zwei jetzt vermute. Sprachlich ist der Text, Popp immer, die reine Freude. Da wird die Kommissarin beschrieben durch „Während sie in Wills Roman weiterlas, rührte sie gedankenverloren in der Tasse. Nicht, dass Zucker in der Tasse gewesen wäre, sie hasste gesüßten Kaffee, aber das Rühren gehörte zum Frühstück, genauso wie der Espresso selbst, die Zigarette oder ein grüner Apfel. Manchmal fehlte der grüne Apfel aber auch.“ S. 23. An die Tür heften würde ich mir, als Haustier-Besitzerin und Christin völlig ungerührt, aber: „Tierfreunde und Gläubige tickten ja auch ähnlich. Beide redeten sie ins Blaue hinein. Die einen mit etwas, das sie nicht verstand, die anderen mit etwas, das es nicht gab.“ S. 67 Herrlich! Nicht meine Meinung, aber absolut köstlich!

Für wen ist das etwas? Das ist etwas ganz eigenes – ich dachte zwischendurch an  „Mr Gwyn“, „Sophies Welt“ und an „Das Bildnis des Dorian Gray“, um so eine Richtung anzudeuten, wie gesagt, aber dabei ganz eigen. Und ganz genial. Leseempfehlung für den Österreicher.

Musik dazu und daraus:
https://www.youtube.com/watch?v=cC4SBm7gQys  Morrissey You have killed me
Und: O fortuna, Carmina Burana (persönlicher Tipp: Alles davon!) Als Idee für die Untermalung zum Sex definitiv mal etwas anderes als "You can leave your hat on"

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Cover des Buches Wüste Welt (ISBN: 9783903005143)
Sommermaedchen23s avatar

Rezension zu "Wüste Welt" von Wolfgang Popp

Eine Schnitzeljagd nach einer Fata Morgana quer durch Marokko
Sommermaedchen23vor 6 Jahren

Der Erzähler erhält nach Jahren der Funkstille eine mysteriöse SMS seines Bruders. Diese SMS ist der Auftakt für eine Schnitzeljagd quer durch Marokko, denn obwohl sie keinerlei Kontakt haben fühlt sich der Erzähler genötigt in ein Flugzeug zu steigen und seinem Bruder in einem fremden Land nach zu jagen. In Marokko stolpert er über Menschen, die immer nur in Rätseln und nur bruchstückhaft berichten. Die ganze Zeit über hatte ich das Gefühl einem Geist, welcher nicht existierte hinterherzujagen. Denn egal wo wir hinkommen, sein Bruder ist schon wieder weg, wir haben ihn jedes Mal knapp verpasst. Dafür lernen wir, der Erzähler und ich auf der Reise ein Hippie-Paar kennen. Auch lande ich in einer Geisterbeschwörung, die meinen Eindruck, der Bruder existiert gar nicht noch verstärkt hatte. Beim schreiben dieser Rezension fällt mir gerade auf, dass ich überhaupt keinen Namen zu dem Protagonisten erfahren habe. Irgendwie war ich immer der Meinung er würde Michael heißen, finde darüber aber in meinen Notizen nichts. Er bleibt die ganze Geschichte über gesichtslos. Wahrscheinlich damit sich derjenige, der die Geschichte liest sich besser mit dem Erzähler identifizieren kann, was mir aber leider nicht wirklich gelungen ist. Auch der abgehackte Satzbau ließ mich während des Lesens immer wieder stocken. Leider lässt mich das Ende auch nicht wirklich schlauer zurück. Existiert der jüngere Bruder überhaupt? Das Bild, dass der Erzähler von ihm zeichnet ist so wahnsinnig perfekt, unfehlbar. Sein jüngerer Bruder kann ständig alles besser, wird von allen geliebt und er ist der bessere Mensch von ihnen beiden. Der Erzähler hingegen ist bieder, nur Musiker und nicht sonderlich begabt oder beliebt. Am Ender der Reise glaube ich hat der Erzähler eigentlich nur sich selbst gejagt, um zu sich zurück zu finden.

Fazit
Eine Schnitzeljagd quer durch Marokko bei der es offen bleibt, ob wir einer Fata Morgana nachjagen oder nicht. Letztlich ist es eine Geschichte über das Verschwinden einer geliebten Person. 

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Gespräche aus der Community

Für diese Leserunde verlosen wir 15 Exemplare des Romans »Die Verschwundenen« von Wolfgang Popp! Es wird auch die Möglichkeit geben, Fragen an den Autor zu stellen. 

Zum Buch:
Fünf Menschen brechen plötzlich alle Kontakte und Zelte in ihrer Heimat ab und beginnen ein neues Leben, in Cambridge, Pompeji und Sri Lanka. Viele Jahre später tauchen sie wieder auf – während die einen zufällig gefunden werden, wenden sich die anderen an die, die sie einst zurückgelassen haben.
Wolfgang Popp lässt fünf Erzähler von ihren Wiederbegegnungen mit diesen »Verschwundenen« berichten. Sie versuchen, hinter das Geheimnis ihres plötzlichen Verschwindens zu kommen und machen dabei erstaunliche Entdeckungen sowie die eine oder andere Reise in die Vergangenheit.

Hier geht's zur Leseprobe!

Es gibt 15 Exemplare (6 Printexemplare & 9 E-Books) zu gewinnen*, einfach bis zum 16.12. für ein Buch (print oder E-Book) bewerben. Jeder, der das Buch schon kennt, ist natürlich auch herzlich eingeladen, bei der Leserunde mitzumachen.

Wir freuen uns schon auf eure Bewerbungen und eine spannende Leserunde,
euer Team der Edition Atelier

* Die Gewinner sind gebeten, im Anschluss an die Leserunde ihre Rezensionen hier bei LovelyBooks und auch auf weiteren Foren (eigenen Blogs, bei amazon etc.) zu verfassen und uns diese gern zu mailen. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.
Vielen Dank!
140 BeiträgeVerlosung beendet
EditionAteliers avatar
Letzter Beitrag von  EditionAteliervor 7 Jahren
Vielen Dank an euch alle fürs Lesen, Meinungen austauschen und rezensieren! Wenn euch das Buch gefallen hat, können wir euch gleich das nächste Buch von Wolfgang Popp empfehlen! "Wüste Welt" ist der Titel seines neuesten Romans. Ein Wiener Musiker macht sich darin auf die Suche nach seinem verschwundenen Bruder - eine abenteuerliche Schnitzeljagd durch den Süden Marokkos. Karoline Laarmann von 1Live/WDR meint zu "Wüste Welt": "Für mich leuchtet dieser Roman richtig. Er hat etwas Magisches" Schöner hätten wir es nicht formulieren können.

Community-Statistik

in 55 Bibliotheken

von 24 Leser*innen aktuell gelesen

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