Volker Weidermann

 4 Sterne bei 201 Bewertungen

Lebenslauf von Volker Weidermann

Literatur aus allen Perspektiven: Volker Wiedermann wurde 1969 in Darmstadt geboren und absolvierte nach seinem Abitur ein Studium der Politikwissenschaft und Germanistik in Heidelberg und Berlin. Er arbeitete einige Jahre lang als Literaturkritiker bei der tageszeitung, bevor er 2001 als Literaturredakteur zur neu gegründeten Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung wechselte, deren Feuilleton er ab 2003 gemeinsam mit Claudius Seidl leitete. 2015 wechselte er zum SPIEGEL und moderiert seitdem auch die Neuauflage der erfolgreichen ZDF-Sendung „Das Literarische Quartett“.

In seinen Büchern beschäftigt sich Wiedermann hauptsächlich mit Autoren und Werken der deutschen Literaturgeschichte. So auch in dem 2008 erschienenen „Buch der verbrannten Bücher“, in dem er die Autoren der Buchverbrennungen von 1933 porträtiert und für das er mit dem Kurt-Tucholsky-Preis für literarische Publizistik ausgezeichnet wurde.

Auch in seinen bekannten belletristischen Werken "Ostende", "Träumer“ und "Das Duell" spielt Weidermann mit dem Perspektivenwechsel und weiß sich gekonnt in Autoren wie Stefan Zweig, Joseph Roth, Erich Mühsam, Thomas Mann oder Oskar Maria Graf hineinzuversetzen, um historische literarische Ereignisse spannend zu vermitteln.

Neue Bücher

Cover des Buches Mithu Sanyal über Emily Brontë (ISBN: 9783462003666)

Mithu Sanyal über Emily Brontë

 (1)
Erscheint am 06.10.2022 als Gebundenes Buch bei Kiepenheuer & Witsch.
Cover des Buches Florian Illies über Gottfried Benn (ISBN: 9783462003253)

Florian Illies über Gottfried Benn

Erscheint am 06.10.2022 als Gebundenes Buch bei Kiepenheuer & Witsch.
Cover des Buches Mithu Sanyal über Emily Brontë (ISBN: 9783732459322)

Mithu Sanyal über Emily Brontë

Erscheint am 06.10.2022 als Hörbuch bei Argon Digital.
Cover des Buches Florian Illies über Gottfried Benn (ISBN: 9783732459315)

Florian Illies über Gottfried Benn

Erscheint am 06.10.2022 als Hörbuch bei Argon Digital.

Alle Bücher von Volker Weidermann

Cover des Buches Ostende. 1936, Sommer der Freundschaft (ISBN: 9783442715169)

Ostende. 1936, Sommer der Freundschaft

 (83)
Erschienen am 14.08.2017
Cover des Buches Das Buch der verbrannten Bücher (ISBN: 9783462309638)

Das Buch der verbrannten Bücher

 (32)
Erschienen am 11.06.2015
Cover des Buches Lichtjahre - (ISBN: 9783442736423)

Lichtjahre -

 (23)
Erschienen am 06.08.2007
Cover des Buches Das Duell (ISBN: 9783462051094)

Das Duell

 (15)
Erschienen am 12.09.2019
Cover des Buches Brennendes Licht (ISBN: 9783746639116)

Brennendes Licht

 (9)
Erschienen am 11.04.2022
Cover des Buches Annäherungen (ISBN: 9783608981582)

Annäherungen

 (4)
Erschienen am 20.09.2018
Cover des Buches Ma.Lu.Lu.Ka. – Ein Ratekrimi (ISBN: 9783737351478)

Ma.Lu.Lu.Ka. – Ein Ratekrimi

 (3)
Erschienen am 20.08.2015

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Volker Weidermann

Cover des Buches Ostende (ISBN: 9783462046007)dominonas avatar

Rezension zu "Ostende" von Volker Weidermann

angerissenes Portrait einer schwierigen Zeit
dominonavor 7 Monaten

Wenn man gar nichts über die Situation deutscher Exilschriftsteller Mitte der 30er Jahre in Deutschland weiß, könnte das Buch vielleicht sogar ein bisschen viel auf einmal sein. Ich kannte schon einige der Figuren und saß aber trotzdem die Hälfte der Zeit da und habe mich durch Wikipedia gescrollt und mir oft gedacht: wow, wieso habe ich davon nichts in der Schule gehört? Dabei war es schon fast schade, dass man so oft springt und im Einzelnen wenig Zeit für die doch oft sehr interessanten Figuren bleibt. Klar soll das ein gewisses Chaos und eine Zerrissenheit der Zeit unterstützen, aber manchmal hat mich das gestört. 

Insgesamt war ich von dem kurzen Bändchen angenehm überrascht und habe viel gelernt. 

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Cover des Buches Ostende (ISBN: 9783462046007)cosima73s avatar

Rezension zu "Ostende" von Volker Weidermann

Freundschaft im Exil
cosima73vor einem Jahr

Im Sommer 1936 zieht es Stefan Zweig nach Ostende. Er will arbeiten, in Ruhe, Ruhe haben von seiner Frau, mit der er schon lange nicht mehr glücklich ist, Ruhe haben von dem, was zu Hause abgeht politisch. Er schreibt an seine Sekretärin und Geliebte, Lotte Altmann nach London, sie solle mitsamt ihrer Schreibmaschine nach Ostende kommen. Sie würden da einfach leben. Es ist nicht das erste Mal, dass Stefan Zweig in Ostende ist, es ist ein sicherer Wert, er weiss, wer und was ihn da erwartet: Viele seiner Schriftstellerkollegen und Freunde, die wie er auf der Flucht sind vor einem Regime in einem Land, das das ihre nicht mehr sein kann, weil ihre Bücher da nicht mehr erscheinen dürfen: Joseph Roth, Irmgard Keun, Hermann Kesten, Ernst Toller, Egon Erwin Kisch.

«Jetzt sind sie Menschen auf der Flucht in einer Urlaubswelt.»

Besonders mit Joseph Roth verbindet Stefan Zweig eine enge Freundschaft – eigentlich mehr als das. Es ist eine grosse Bewunderung für dessen Schaffen, das er aber am Alkohol zugrunde gehen sieht; und Roth damit. Der jüngere Freund, dem Alkohol durchaus zugetan, steht finanziell und gesundheitlich immer am Abgrund, ist auf die Hilfe seines brüderlichen Freundes angewiesen, kann sie aber doch nicht ganz annehmen, da er sich für die Abhängigkeit schämt und sich nicht unterlegen zeigen will.

Roth trifft in Ostende auf Irmgard Keun, es ist der Beginn einer zweijährigen Beziehung, welche neben der grossen Liebe (Roth ist wohl Keuns grösste Liebe in ihrem Leben) aus Schreiben und Trinken besteht, die beiden sind in beidem sehr fleissig.

Volker Weidermann ist ein wunderbares Porträt der Schriftsteller auf der Flucht gelungen. Mit feinem Blick, zielsicherer Sprache und genügend Wissen, die Inhalte auf leichte Art zu erzählen malt er ein Bild einer Oase in der Zeit, welche einerseits die Wunden durchscheinen lässt, andererseits die Kompensationsstrategien der Einzelnen aufzeigt – und dies ohne moralinsaure Stimme, ohne abschätzigen Ton, ohne zu stark zu Psychologisieren.

Fazit
Ein grossartiges Buch über die Geschichte einiger Schriftsteller auf der Flucht, das mit viel Hintergrundwissen, Menschlichkeit und einem gut lesbaren Erzählfluss aufwartet. Eine ganz grosse Leseempfehlung.

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Cover des Buches Lichtjahre (ISBN: 9783462036930)Magicsunsets avatar

Rezension zu "Lichtjahre" von Volker Weidermann

Ein interessanter Querschnitt
Magicsunsetvor einem Jahr

„So ist ein Buch entstanden, das die Geschichte der letzten sechzig Jahre der deutschsprachigen Literatur in vielen einzelnen Porträts beschreibt, in Lebens- und in Werkporträts, die hoffentlich am Ende ein zusammenhängendes Bild ergeben.“ (Zitat Seite 10)

 

Thema und Inhalt

Der Untertitel dieses Sachbuches beschreibt bereits Thema und Inhalt: „Eine kurze Geschichte der deutschen Literatur von 1945 bis heute“ und beginnt, ergänzt durch entsprechende Rückblicke, im Mai 1945 und endet 2005. Die Auswahl der über 140 Schriftstellerinnen und Schriftsteller (teilweise nur mit einem kurzen Absatz erwähnt) hat der Autor selbst getroffen. Die Werke selbst nehmen einen eher kleinen Teil der jeweiligen Kapitel ein, den Hauptteil bilden geschichtliche Rückblicke und vor allem Anekdoten aus dem Leben der Autoren und Autorinnen.

 

Umsetzung

Mentor und großes Vorbild von Volker Weidermann war Marcel Reich-Ranicki und ähnlich wie dieser bekannte Literaturkritiker wertet auch Volker Weidermann in diesem Buch teilweise sehr subjektiv und ordnet auch gleich das literarische Schaffen der besprochenen Autoren und Autorinnen je nach politischer Gesinnung in gut und schlecht ein. Das erste Kapitel dieses Sachbuches beginnt mit der Frage „Wo waren sie am 8. Mai?“, nämlich im Mai 1945, und stellt sofort das Werk von Schriftstellern wie Thomas Mann, Hermann Hesse, Heinrich Böll und natürlich Heimito von Doderer ins künstlerische Abseits, lästert über Erich Fried, während er Seite um Seite mit Maxim Biller verbringt. Dass auch er Peter Handke ausschließlich nach „Eine winterliche Reise zu den Flüssen Donau, Save, Morava und Drina“ be- und verurteilt, hat mich in diesem Wertungskontext nicht überrascht. Von „Scharfzüngig und humorvoll“ spricht der Verlag im Zusammenhang mit diesem Querschnitt durch 60 Jahre Literaturgeschichte, für mich lesen sich manche Abschnitte eher als abwertend, denn als scharfzüngig, kombiniert mit Volker Weidermanns leicht überheblichem, belehrenden Schreibstil. Abgesehen davon jedoch ist dieser Ausflug in die deutsche Literatur ein gelungener, anregender Querschnitt, der neugierig macht, bisher Unbekanntes zu entdecken und zu erlesen.

 

Fazit

Ein Querschnitt durch die deutsche Literaturszene zwischen 1945 bis 2005, wobei der Schwerpunkt weniger auf den Werken der besprochenen Autoren und Autorinnen liegt, sondern auf Gschichterln und Anekdoten aus dem Leben derselben.

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Zusätzliche Informationen

Volker Weidermann wurde am 06. November 1969 in Darmstadt (Deutschland) geboren.

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