Vladimir Sorokin

 3,8 Sterne bei 202 Bewertungen
Autor von Der Schneesturm, Der Tag des Opritschniks und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Vladimir Sorokin

Revolutionäre Literatur: Wladimir Georgijewitsch Sorokin, geboren am 7. August 1955 in Moskau, ist ein russischer Schriftsteller und Dramatiker. Nach seinem Abschluss seiner Ingenieursausbildung im Jahre 1977, arbeitete er ein Jahr lang für die Zeitschrift „Wechsel“, bevor die Weigerung, einer russischen Jugendorganisation beizutreten, zu seiner Entlassung führte. Zu dieser Zeit beschäftigte er sich dann mit Buchgraphik, Malerei und Konzeptkunst. Nach seinem Debüt als Schriftsteller und Dichter galt er als einer der schärfsten Kritiker des politischen Systems Russlands. Die russische Zeitung Moskowski Komsolomez nannte Sorokin 2010 nach der Verleihung der Gorki Preises einen Revolutionär.  

Neue Bücher

Cover des Buches Nastja (ISBN: 9783945867259)

Nastja

Neu erschienen am 01.07.2022 als Hardcover bei ciconia ciconia.
Cover des Buches Die Konkreten (ISBN: 9783945867389)

Die Konkreten

Neu erschienen am 13.06.2022 als Hardcover bei ciconia ciconia.

Alle Bücher von Vladimir Sorokin

Cover des Buches Der Schneesturm (ISBN: 9783462046823)

Der Schneesturm

 (70)
Erschienen am 06.11.2014
Cover des Buches Der Tag des Opritschniks (ISBN: 9783462004106)

Der Tag des Opritschniks

 (36)
Erschienen am 12.04.2022
Cover des Buches LJOD, Das Eis (ISBN: 9783833302985)

LJOD, Das Eis

 (23)
Erschienen am 01.05.2005
Cover des Buches Der himmelblaue Speck (ISBN: 9783832148812)

Der himmelblaue Speck

 (11)
Erschienen am 23.09.2003
Cover des Buches BRO (ISBN: 9783833305030)

BRO

 (11)
Erschienen am 01.11.2007
Cover des Buches Manaraga.Tagebuch eines Meisterkochs (ISBN: 9783462051261)

Manaraga.Tagebuch eines Meisterkochs

 (7)
Erschienen am 08.11.2018
Cover des Buches Der Zuckerkreml (ISBN: 9783462042269)

Der Zuckerkreml

 (6)
Erschienen am 19.08.2010
Cover des Buches Telluria (ISBN: 9783462048117)

Telluria

 (5)
Erschienen am 01.08.2015

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Vladimir Sorokin

Cover des Buches Der Tag des Opritschniks (ISBN: 9783462004106)Pongokaters avatar

Rezension zu "Der Tag des Opritschniks" von Vladimir Sorokin

Brutal wie Putin und die Seinen
Pongokatervor einem Monat

Was auf Wikipedia zu lesen ist, bestätigt sich schon auf den ersten Seiten. Sorokin ist ein Vertreter der Postmoderne in ihrer keine Trivialität und Skurilität scheuenden Variante. Also eigentlich nicht mein Ding. Und dennoch ist dieser Roman gut und in Zeiten des Putin-Krieges notwendig. Denn nur so wird klar, wer Putin und die Seinen sind: Primitive Menschen mit Hochschulabschluss, die mühelos vom Vergewaltigen zum Beten und vom Foltern zum Lyriklesen wechseln können. All das wird von Sorokin in einer Zukunft vorgeführt, die gesellschaftlich so strukturiert ist wie zu Zeiten Iwan des Schrecklichen und technisch auf einer Höhe, die wahrscheinlich noch 10 bis 20 Jahre von uns entfernt ist. Also Putins Paradies!

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Cover des Buches Der Tag des Opritschniks (ISBN: 9783462004106)Dajobamas avatar

Rezension zu "Der Tag des Opritschniks" von Vladimir Sorokin

Opritschnik
Dajobamavor 2 Monaten

Der Tag des Opritschniks – Vladimir Sorokin

Eine Dystopie des Russlandkritikers Sorokin, die bereits im Jahr 2006 erstmals veröffentlicht wurde. Die Romanvision handelt im Jahr 2027. Russland ist von einer Mauer umgeben, handelt nur noch mit China und lebt beinahe ausschließlich vom Gas- und Ölexport. Der Alleinherrscher, der „Gossudar“ herrscht über sein Volk, auch mithilfe der „Opritschniki“, seiner Gefolgsleute. Sorokin schildert in diesem Werk einen Tag eines der Opritschniki. Mord, Folter, Vergewaltigung, Orgien und diverse Ausschweifungen sind Alltag.

Sowohl faszinierend als auch erschreckend und traurig ist die Tatsache, dass diese Schilderung Russlands tatsächlich recht realistisch erscheint. Ich denke, diese Vision wurde von der Realität leider bereits eingeholt.

Gerade aufgrund der Aktualität und Brisanz dieses Themas fand ich den Roman wirklich spannend. Dennoch muss ich erwähnen, dass es keine Freude ist, diesen zu lesen. Tatsächlich fand ich ihn manchmal schwer zu ertragen. Die Opritschniki sind grausam und brutal, erbarmungs- und mitleidlos. Sie sehen Folter und Mord als Normalität, gar als Spaß an. Darüber hinaus gibt es keine einzige Figur, die etwas sympathischer wäre, oder der man näherkommen könnte. Niemanden, der dieses System in Frage stellt. Somit ist das eine sehr triste, aussichtslose Angelegenheit.

Der Roman ist natürlich satirisch zu verstehen – trotzdem schwer verdaulich. All die teilweise grotesk überspitzten Situationen sorgen für ein flaues Gefühl im Magen. Es ist ein faszinierendes, geradezu verstörendes, auf jeden Fall unbequemes Werk, das Sorokin seinen Lesern da zumutet. Mir persönlich war es an vielen Stellen zu viel. Auch bin ich nicht gerade Fan satirischer Literatur. Trotzdem wird mir das sicherlich im Gedächtnis haften bleiben. Das ist nichts, was man so leicht wieder vergisst.

Deshalb von mir 3 Sterne.

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Cover des Buches Der Tag des Opritschniks (ISBN: 9783462004106)Lilith79s avatar

Rezension zu "Der Tag des Opritschniks" von Vladimir Sorokin

Aus heutiger Sicht fast prophetische Dystopie
Lilith79vor 2 Monaten

„Der Tag des Opritschniks“ ist ein satirischer Roman des russischen Schriftstellers Vladimir Sorokin aus dem Jahr 2006, der 2022 sicher nochmal besondere Aufmerksamkeit erhält, denn aus heutiger Sicht ist die Prämisse des Romans geradezu prophetisch und nicht mehr wirklich „nur" als absurde Dystopie anzusehen. Der Roman spielt an einem einzigen Tag im Jahre 2027. Russland hat sich mit dem Bau einer großen Westmauer vom Ausland abgeschottet, hält nur noch Handelsbeziehungen mit China und ist deswegen mit China auf Gedeih und Verderb ökonomisch und kulturell verbandelt und wird vom Gossudar (russisch für „Herrscher“), einem despotischen Alleinherrscher mit kapriziöser Ehefrau regiert. Grausam unterstützt wird seine Herrschaft durch die Opritschniks, eine brutale und hörige Leibgarde, die wie zu Zeiten Iwan des Schrecklichen die Macht des Alleinherrschers durchsetzt (für geschichtliche Hintergrundinformationen empfiehlt sich folgender Link: https://de.rbth.com/kultur/geschichte/2017/08/08/des-zaren-dunkle-reiter-wer-waren-die-opritschniki_818300)

Der Roman schildert nun einen „typischen“ Arbeitstag im Leben von Andrej Danilowitsch, einem hochmotivierten und überzeugten hochrangigen Opritschnik, dessen ganzes Herz von Folgsamkeit dem Gossudaren gegenüber erfüllt ist. Etwas meucheln und morden, anzünden und schänden, sich in der eigenen Macht suhlen, Ränke schmieden, sich bestechen lassen, vulgären Privilegien nachgehen…und schon sind 24 Stunden um. 24 Stunden die wie ein Brennglas die ganze Perversität einer despotischen und grausamen Diktatur zeigen, die man 2006 wohl drüber gefunden hätte, aber bei der einem angesichts der Entwicklungen der letzten Jahren das Lachen im Halse stecken bleib. Die Sprache ist dabei derb, altmodisch (Handys heißen zum Beispiel „Faustkeil“) und vermitteln einem das Gefühl im Mittelalter gelandet zu sein, während das Land natürlich längst mit High-Tech geführt und überwacht wird. Dieses Stilmittel lässt den Roman etwas grotesk wirken, funktioniert aber sehr gut.

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Gespräche aus der Community

Ich lade ein zur Leserunde meines neu erschienenen Romans und freue mich auf lebhafte Teilnahme und Diskussion!

Der Klappentext:

Durch einen spektakulären Unfall wird der Einzelgänger Salvatore mitten im Krieg berühmt. Freund und Feind reißen sich um ihn. Aber wem kann er wirklich vertrauen – dem blauen Kameraden, den depressiven Adventisten oder der schönen, aber chronisch übermüdeten Unbekannten?

Tragikomödie, Thriller, gesellschaftliches Horror-Szenario, Außenseiter-Liebesgeschichte voller schrill-abgründiger Charaktere: Der neue Roman des Autors von „Familie Fisch macht Urlaub“ ist eine packende Groteske über den Krieg in unserer Welt, sein schweigsamer Held ein moderner Simplicissimus.

Hintergrundinfos zu mir als Autor und zu dem Romanprojekt (das WIRKLICH ungewöhnliche Wege ging!) finden Sie auf meinem Blog.

Ich stelle jeder Teilnehmerin/jedem Teilnehmer ein Paperback oder ein E-Book (je nach Wunsch) kostenlos zur Verfügung, Versand ebenfalls kostenlos. Also: wer bei Namen wie Sorokin, Douglas Adams, Murakami, Tom Sharpe, David Sedaris oder Thomas Pynchon neugierig wird, der muss sich bei dieser Leserunde bewerben!

32 BeiträgeVerlosung beendet
MichaelWaesers avatar
Letzter Beitrag von  MichaelWaeservor 6 Jahren
Hallo, Schön, dass es doch noch geklappt hat. Danke, und wie sagt man: Empfehlen Sie uns weiter! MW

Zusätzliche Informationen

Vladimir Sorokin wurde am 07. August 1955 in Moskau geboren.

Community-Statistik

in 249 Bibliotheken

von 61 Lesern aktuell gelesen

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