Uwe Naumann

 3,7 Sterne bei 29 Bewertungen

Lebenslauf von Uwe Naumann

Uwe Naumann, geboren 1951 in Hamburg. Studium der Germanistik, Soziologie und Pädagogik in Hamburg und Marburg. 1976 Erstes, 1979 Zweites Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien. 1983 Promotion. 1984 bis 1985 Mitarbeiter der Hamburger Arbeitsstelle für deutsche Exilliteratur, Universität Hamburg. Seit 1985 Mitarbeit im Lektorat der Rowohlt Verlage, 2000 bis 2012 Programmleiter Sachbuch bei Rowohlt, danach Koordinator E-Book. Seit Ende 2016 im Ruhestand, weiterhin beratende Tätigkeit für Rowohlt. Lehrbeauftragter an den Universitäten Lüneburg und Mainz. Herausgeber der Reihe «rowohlts monographien». Features, Essays und Kritiken für verschiedene Rundfunkanstalten. Herausgeber der Werke von Klaus und Erika Mann und von Heinar Kipphardt. Edierte die Bildbände «‹Ruhe gibt es nicht, bis zum Schluß›. Klaus Mann (1906–1949)», 1999, und «Die Kinder der Manns. Ein Familienalbum», 2005. Zahlreiche weitere Editionen, vor allem zur deutschsprachigen Exilliteratur.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Uwe Naumann

Cover des Buches Flucht in den Norden (ISBN: 9783499276507)

Flucht in den Norden

 (19)
Erschienen am 16.04.2019
Cover des Buches Speed (ISBN: 9783644004382)

Speed

 (7)
Erschienen am 12.03.2019
Cover des Buches Klaus Mann (ISBN: 9783644553712)

Klaus Mann

 (5)
Erschienen am 27.11.2015
Cover des Buches Kind dieser Zeit (ISBN: 9783644004467)

Kind dieser Zeit

 (5)
Erschienen am 22.01.2019
Cover des Buches Mein Vater, der Zauberer (ISBN: 9783499222825)

Mein Vater, der Zauberer

 (5)
Erschienen am 02.02.1998
Cover des Buches Die Kinder der Manns (ISBN: 9783498046873)

Die Kinder der Manns

 (2)
Erschienen am 15.11.2005
Cover des Buches Blitze überm Ozean (ISBN: 9783499231070)

Blitze überm Ozean

 (2)
Erschienen am 01.11.2001
Cover des Buches Die neuen Eltern (ISBN: 9783644004375)

Die neuen Eltern

 (2)
Erschienen am 18.06.2019

Neue Rezensionen zu Uwe Naumann

Cover des Buches Flucht in den Norden (ISBN: 9783499234514)N

Rezension zu "Flucht in den Norden" von Klaus Mann

So ziemlich das uninteressanteste Buch, das ich jemals gelesen habe.
Niggls_vor 5 Jahren

Wow. Ich war noch nie so enttäuscht darüber 3 Euro für ein Buch ausgegeben zu haben. Nichtmal in meinem Bücherregal wollte ich es stehen sehen und habe es direkt an die Bücherei verschenkt. Normalerweise habe ich - selbst bei schlechten Büchern - noch ein kleines bisschen Neugierde sie fertig zu lesen. Nun....Flucht in den Norden ist das erste und bisher einzige Buch, das ich nicht fertig gelesen habe (bin bis Seite 180 gekommen) und mit dem ich mich auch nie wieder beschäftigen möchte.

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Cover des Buches Mein Vater, der Zauberer (ISBN: 9783499222825)cosima73s avatar

Rezension zu "Mein Vater, der Zauberer" von Irmela von der Lühe

Rezension zu "Mein Vater, der Zauberer" von Erika Mann
cosima73vor 10 Jahren

"Die gewisse Vorliebe, die er für mich hatte, lag daran, dass ich ein so grosser Aff’ war [...] die zweite Eigenschaft, die mich ihm irgendwie nahebrachte, dass ich ganz schlichte Lösungen – manchmal, nicht immer, manchmal – wusste für Situationen, die schwierig schienen."

Erika Mann spricht und schreibt über ihren Vater, den Zauberer, Thomas Mann. Sie zeichnet ein Bild, dass sich gänzlich von denen ihrer Geschwister unterscheidet. Dies wohl vor allem deswegen, weil sie nie um dessen Zuneigung, um dessen Aufmerksam kämpfen musste. Sie war - nach anfänglichem Unmut, weil er gerne einen Sohn als Erstgeborenen gehabt hätte – sein Liebling. Und wie der Vater sie, so vergötterte auch sie den Vater, brachte ihn zum lachen, sah ihm seine Schwächen nach, hatte für alles eine Erklärung, eine Entschuldigung.

Zwar kam es auch einmal in ihrer gemeinsamen Geschichte zu einem Zerwürfnis, als sich Thomas Mann in den 30er-Jahren nicht deutlich von den politischen Zuständen in Deutschland distanzierte, was sich aber wieder einrenkte. Erika Mann verschrieb ihr Leben ganz dem Vater Thomas Mann und dessen Werk. Dies über seinen Tod hinweg. Sie war die Hüterin seines Nachlasses, an ihr kam niemand vorbei.

Ein Buch, das eine andere Sicht auf den grossen Schriftsteller wirft. Es ist eine sehr subjektive Sicht, die vieles wohl mit den Augen der liebenden Tochter verklärt, aber auch eine private Sicht. Sie stellt nie bloss, legt aber trotzdem einen privaten Thomas Mann offen. Durch Interviews, Originalbriefe und Aufsätze gewinnt der Leser einen Eindruck vom Leben und Schaffen Thomas Manns, der sich zu den von den anderen Familienmitgliedern gezeichneten abhebt und diesen komplementiert.

Fazit:
Man spürt in diesem Buch die Liebe und die Achtung Erika Manns zu ihrem Vater. Ein schönes Buch einer humorvollen und intelligenten Frau und eine Hommage an einen herausragenden Schriftsteller und geliebten Vater.

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Cover des Buches Lieber und verehrter Onkel Heinrich (ISBN: 9783498032371)Rat_Krespels avatar

Rezension zu "Lieber und verehrter Onkel Heinrich" von Inge Jens

Rezension zu "Lieber und verehrter Onkel Heinrich" von Klaus Mann
Rat_Krespelvor 11 Jahren

„Wir haben weniger gesprochen, wenn wir in demselben Zimmer saßen. Ein Buch kann gesprächig machen.“
Die beiden ausgesprochenen Kenner der Familie Mann, Inge Jens vor allem von Thomas und Katja Mann und Uwe Naumann, der sich viel mit Erika und Klaus beschäftigt hat, haben sich zusammen getan, um das Verhältnis von Klaus und Heinrich Mann aus den vorhandenen Texten der beiden zu erschließen. Neben dem wichtigsten Teil des Buches, 68 Briefen der beiden zwischen 1924 – 1948, viele davon zum ersten Mal veröffentlicht, finden sich Ausschnitte aus Klaus Manns Autobiografie „Der Wendepunkt“, Essays, der Nachruf von Heinrich Mann auf seinen Neffen und ein erläuterndes Nachwort der beiden Herausgeber.
Die Texte sind ein faszinierendes Panorama der Zeitgeschichte. Existentielle Fragen des Exils, politische Diskussionen, aber auch ganz praktische Fragen des täglichen (Über-)lebens zweier Autoren finden sich ebenso wie viele Details aus dem Leben der bekanntesten deutschen Schriftstellerfamilie. Und aus der wissenden Nachschau der heutigen Zeit sind natürlich die Einschätzungen zweier herausragender Intellektueller jener Zeit hoch interessant – auch wenn sie dabei nicht immer richtig lagen. So schreibt Klaus Mann 1938 an seinen Onkel: „Ich habe es so im Gefühl: die Riesen-Sauerei hat ihren Höhepunkt erreicht.“
Das Nachwort der Herausgeber bietet einen kurzen, aber gut zusammengefassten Überblick über das bisher kaum untersuchte Verhältnis dieser beiden Familienmitglieder, und zeigt damit auch, dass es hier noch einiges zu erforschen gibt. So geben Inge Jens und Uwe Naumann einige Anstöße für den Vergleich bestimmter Bücher der beiden, z.B. die Gemeinsamkeiten des Mephisto mit dem Untertan. Selbstverständlich kann dies im Rahmen eines Nachwortes nur angerissen werden, aber so bietet auch dieser Text viele Denkanstöße. Es gelingt den Herausgebern, in den knapp 40 Seiten die vorangegangenen Texte in die Biografien von Klaus und Heinrich Mann sowie in die äußeren politischen und gesellschaftlichen Umstände einzuordnen und den beim Leser entstehenden Eindruck zu untermauern: Hier schreiben zwei Menschen, die viel verbindet – aber weniger auf emotionaler als auf intellektueller Ebene. „Von Deinen Büchern habe ich viel gehabt, Du aber hast nichts von mir - - auch im vorigen Sommer, in Kalifornien, war ich, was mein Neffentum betrifft, wieder ein rechter Versager.“
Herausragend ist der Anmerkungsteil zu den Briefen. Wie schon bei den von Inge Jens herausgegebenen Tagebüchern von Thomas Mann (ab Band …) bieten die Anmerkungen nicht nur viel Wissenswertes, Weiterführendes und dienen damit der besseren Einordnung des Gelesenen, sie sind auch stellenweise fast genauso lesenswert wie die Texte, auf die sie sich beziehen.
Ein Teil des Buches bleibt für den Leser etwas schwer zugänglich: Die Herausgeber haben alle Stellen aus den Tagebüchern Klaus Manns (auch aus den bisher nur in Archiven zugänglichen Teilen) zusammengetragen, die sich mit Heinrich Mann, bzw. dessen Familie befassen. Das führt dann zu „Leseerlebnissen“ wie „Kurz weiter Heinrich gelesen“. Der Wunsch, hier alle entsprechenden Zitate vollständig aufzuführen, hat sicher einen wissenschaftlichen Wert, der Nutzen für alle Nicht-Germanisten bleibt aber gering. Aber neben diesen der Vollständigkeit geschuldeten, wenig gewinnbringenden Stellen, finden sich viele, welche die Briefe besser verstehen helfen. Und die auch zeigen, dass Klaus Mann seinem Onkel in einigen Dingen wesentlich kritischer gegenüberstand als es die Briefe und die weiteren Essays vermuten lassen.
Ein besonders faszinierender Aspekt dieses Buches liegt aber hinter den eigentlichen Texten: Es ist ein großartiges Beispiel dafür, wie sehr sich die gesamte Familie Mann – und vor allem alle, die selber geschrieben haben – um den einen gruppieren, sich auf ihn beziehen: Der Zauberer, wie ihn vor allem sein Sohn Klaus nannte, ist auch in den Briefen, Tagebucheinträgen und den weiteren Texten immer wiederkehrender Bezugspunkt. Ob als Versuch, sich gegen ihn abzugrenzen, als bewundertes Vorbild, als Person, auf die man bewusst Rücksicht nimmt, um seiner Position nicht zu schaden - immer wieder taucht der Vater und kleine Bruder Thomas aus dem Text auf. Es ist beeindruckend, wie sehr er die Familie prägte und wie viel er auch – trotz aller immer wieder entstehenden Entfremdung – Klaus und Heinrich bedeutete. Damit ist dieses Buch auch für alle Thomas Mann-Interessierten, die bisher mit Klaus und Heinrich wenig anfangen konnten, ein echtes Leseerlebnis.

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