Ulla Lenze

 3,9 Sterne bei 145 Bewertungen
Autorin von Der Empfänger, Der Empfänger und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Ulla Lenze

Der Blick auf die Welt: Ulla Lenze, geboren 1973 in Mönchengladbach, ist eine deutsche Autorin. Sie studierte Schulmusik und Philosophie in Köln. Schon zu Studienzeiten verfasste sie erste Kurzgeschichten und Texte. 

So auch während ihres mehrjährigen Aufenthalts in Indien. Dort wurde sie als Writer-in-Residence vom Goethe-Institut nach Mumbai eingeladen. Darüber hinaus begleitete sie Außenminister Steinmeier auf seine Delegationsreise und nahm an einem Treffen irakischer Dichterinnen in Basra teil. 

Ihre Erfahrungen sammelte sie in verschiedenen Schriften, für die sie den Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft erhielt. Außerdem wurde die Autorin mit dem Ernst Willner-Preis, dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung und mit zahlreichen Stipendien ausgezeichnet. Unter anderem mit dem Literaturstipendium der Konrad-Adenauer Stiftung, dem Stipendium der Kunststiftung und verschiedenen Aufenthaltsstipendien. 

Heute lebt die Autorin zusammen mit ihrer Familie in Berlin.

Neue Bücher

Cover des Buches Der Empfänger (ISBN: 9783423148153)

Der Empfänger

Neu erschienen am 12.01.2022 als Taschenbuch bei dtv Verlagsgesellschaft.

Alle Bücher von Ulla Lenze

Cover des Buches Der Empfänger (ISBN: 9783608964639)

Der Empfänger

 (113)
Erschienen am 18.06.2020
Cover des Buches Der kleine Rest des Todes (ISBN: 9783627001797)

Der kleine Rest des Todes

 (7)
Erschienen am 01.03.2012
Cover des Buches Die endlose Stadt (ISBN: 9783627002107)

Die endlose Stadt

 (6)
Erschienen am 01.02.2015
Cover des Buches Schwester und Bruder (ISBN: 9783442733248)

Schwester und Bruder

 (4)
Erschienen am 03.01.2006
Cover des Buches Archanu (ISBN: 9783250601050)

Archanu

 (2)
Erschienen am 07.08.2008
Cover des Buches Nachsaison (ISBN: 9783945453292)

Nachsaison

 (0)
Erschienen am 01.04.2017
Cover des Buches Der Empfänger (ISBN: 9783423148153)

Der Empfänger

 (0)
Erschienen am 12.01.2022
Cover des Buches Der Empfänger (ISBN: 9783958625686)

Der Empfänger

 (13)
Erschienen am 10.03.2020

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Ulla Lenze

Cover des Buches Der Empfänger (ISBN: 9783608964639)Z

Rezension zu "Der Empfänger" von Ulla Lenze

Ein zeitgeschichtlicher Roman
Zuzi1989vor 14 Tagen

Beim Cover dachte ich mir, warum es zensiert wurde? Was es damit auf sich hat. Und generell wie der Titel zur Geschichte passt.

Ulla Lenz Schreibstil ist überaus flüssig, sie schildert uns die Geschichte eines Mannes, welcher wahrscheinlich unabsichtlich in Spionagetätigkeiten verwickelt wurde (durch seine Funkkentnisse) . Dies passierte wahrscheinliche durch seine naive,  törichte Art. Wir erleben die damalige Zeit und was mancher für dessen Vorteil bereit war zu tun.

Die Charaktere wurden zwar authentisch beschrieben, jedoch bekam man keinen wirklichen Draht zu ihnen, was aber hier kein Hindernis ist, da man ja die Geschichte darüber erfahren möchte.


Es wurde in diesem Werk eine Thematik aufgegriffen, welche mir bis dato noch nicht bekannt war. Ein zeitgeschichtlicher Roman über den Großonkels der Autorin. Keine leichte Kost

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Cover des Buches Die endlose Stadt (ISBN: 9783627002107)J

Rezension zu "Die endlose Stadt" von Ulla Lenze

Lesenswert!
Jan-Spelunkavor 2 Monaten

„If you leave me, I will kill myself“, droht Celal in einer seiner vielen Mails. Doch Holle hat sich sagen lassen, dass in Istanbul „Hüzün“ weht. Das ist eine besondere Form von Melancholie. Das schwarze Gefühl eben, wie es ein großer türkischer Schriftsteller nannte – von jedem Gefühlsausdruck muss man etwas abziehen. Dieser Gedanke beruhigt Holle Schulz, die vom Fotografieren und Malen zu leben versucht. Ihr Freund Celal, Besitzer eines Dönergrills in Istanbul, würde sie am liebsten auf der Stelle heiraten. Doch Holle ist wieder in Berlin. Dort sieht sie Leute wie Deserteure vor Lokalen stehen und rauchen. Im indischen Mumbai geht es dagegen einzig ums Überleben. Und das ist in dieser Stadt eine Sache des Zufalls, wie Theresa auf einem von Holle hinterlassenen Zettel lesen kann. Mumbai hat fast wie Istanbul 13 Millionen Einwohner, die müssen sich allerdings mit weniger als einem Zehntel der Fläche der türkischen Metropolenstadt begnügen.

Der Leser erfährt viel vom widersprüchlichen Leben in der „endlosen Stadt“, unklar und belanglos ist dabei, welche Stadt überhaupt gemeint ist. Die Hauptpersonen Holle und Theresa, die eine Künstlerin, die andere Journalistin, befinden sich unabhängig voneinander auf der Suche nach Antworten. Nach echten Antworten, denn die oberflächlichen suggerieren lediglich, etwas zu kennen oder zu erahnen, von dem man doch nichts weiß. Jedenfalls fehlen die persönlichen Erfahrungen, das eigene Erleben, um es in der Gesamtheit zu verstehen. Was soll das sein, bitte schön, die Drehscheibe zwischen Ost und West, zwischen Orient und Okzident? Holle weiß damit nichts anzufangen, Wanka schon. Christoph Wanka hat Geld und Macht. Er fördert junge Künstler, ist Kunstsammler und ein erfolgreicher Geschäftsmann. Ein Baugruppen- oder Bankenmensch, so genau will Holle das gar nicht wissen, dazu ist er ihr anfangs zu suspekt. Auch hat er in Holles Augen wenig Ahnung von Kunst. Aber es entsteht so etwas wie gegenseitige Sympathie. Und ein Kräftemessen, denn natürlich verkörpert Wanka so ziemlich alles, was die Künstlerin ablehnt.

Ähnlich, aber anders, erlebt es Theresa auf einer Dachterrasse in Mumbai bei einem nächtlichen Streit mit Lorenz: „Weißt du, um welches Prinzip es wirklich geht? Man setzt ins Unrecht. Damit das Unrecht, in dem man selber steht, nicht auffällt. Das ist das Prinzip. Wir müssten uns eigentlich ständig bei diesen Leuten hier entschuldigen, statt sie zur Rechenschaft zu ziehen für Pfennigbeträge, die uns nicht wehtun, ihnen aber tatsächlich etwas bedeuten. Aber, nein, wir kommen ihnen zuvor, wir setzen sie ins Unrecht …“

Eine Erkenntnis, die sich einstellen kann, wenn man in ferne Länder reist und den Menschen begegnet, die uns den eigenen verschwenderischen Lebensstil erst ermöglichen. Auch darum geht es in dem vierten, überaus lesenswerten Roman von Ulla Lenze, der den Leser mitnimmt in besagte Länder, ihn dort selbst erleben und spüren lässt. Ein Roman, der mit Erfahrung, Intelligenz, Liebe, einer gewissen Distanziertheit und stellenweise sogar mit hintergründigem Humor erzählt wird. Auch mit einer gewissen Leichtigkeit. Ein Kunstwerk, dessen Aufgabe es nicht ist, alle Fragen zu beantworten. Denn dann würde es nur einen Zweck erfüllen. Wäre Botschaft und nicht Kunst, um Theresa zu zitieren.

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Cover des Buches Der Empfänger (ISBN: 9783608964639)J

Rezension zu "Der Empfänger" von Ulla Lenze

Der Fahrtwind raucht ihm die Zigarette weg ...
Jan-Spelunkavor 2 Monaten

Wie in Ulla Lenzes letztem Roman geht es auch in ihrem neuen Buch „Der Empfänger“ vorrangig ums Überleben. Diesmal allerdings nicht im indischen Mumbai, sondern im New York der dreißiger und vierziger Jahre sowie im zerstörten Neuss der Nachkriegsjahre. Hauptfigur des Romans ist Josef Klein, ein Großonkel der Autorin, den es schon früh nach New York zieht. „Joe“ wirkt auf mich trotz seiner gewiss mutigen Entscheidung, Deutschland zu verlassen, etwas naiv, aber nicht unsympathisch. Vielleicht eine verträumte Art eines Hans-guck-in-die-Luft. Als Amateurfunker gerät Josef Klein allmählich in das Netz deutsch-amerikanischer Nazisympathisanten, für die er zunächst unbedacht verschlüsselte Nachrichten nach Hamburg sendet. Mit wachsendem Unbehagen widersetzt er sich schließlich ihren Forderungen, ohne seine Landsleute dabei allerdings dauerhaft loszuwerden. Eine wichtige Rolle in Kleins amerikanischem Leben spielt auch Lauren – allerdings wird nicht ganz klar, wie viel sie ihm tatsächlich bedeutet. Auf der einen Seite versucht er mit Weitsicht ihr Strapazen und Ärger zu ersparen, bei Gesprächen und Diskussionen hat man dagegen oft den Eindruck, dass Joe sich wenig Mühe gibt, auf Lauren einzugehen. Möglicherweise ist das aber eine typische Erscheinung jener Epoche, in der Vertrauen und Offenheit nicht wirklich gelebt wurden. Gleiches gilt auch für die Zeit seiner vorübergehenden Heimkehr ins Haus seines jüngeren Bruders nach Neuss. Beide finden nur schwer zu einander – man spürt als Leser geradezu die Sprachlosigkeit, das Misstrauen, die Verklemmtheit, den Mief.

Fazit: „Der Empfänger“ ist ein weiteres geschickt geschriebenes Buch von Ulla Lenze. Die meist kurzen Kapitel sowie die häufigen Orts- und Zeitsprünge sind nachvollziehbar und stören den Lesefluss nicht. Als Niederrheiner hätte ich mir mehr Details aus dem Neuß (Schreibweise bis 1968) der Nachkriegszeit gewünscht, wirkliche Bilder wollen gerade in diesen Kapiteln nicht entstehen – die Atmosphäre aus dem Haus von Carl und Edith Klein wird dagegen sehr gut eingefangen. Bildhaft und genial sind im Übrigen auch viele originelle Formulierungen! Nur ein Beispiel: „Der Fahrtwind raucht ihm die Zigarette weg.“ Solche Sätze sind einfach ein Lesegenuss …

Kommentare: 1
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Gespräche aus der Community

Ulla Lenze hat einen packenden Roman über die Tätigkeiten des deutschen Geheimdienstes zur Zeit des 2. Weltkriegs geschrieben: Der deutsche Auswanderer Josef Klein lebt in New York und gerät aufgrund seiner Fähigkeiten als Funker ins Visier einflussreicher Männer, die ihn als Spion einsetzen wollen.

Wir verlosen 15 Hörbücher (gelesen von Frank Arnold)!

Liebe LovelyBooks-Community, 


mit Ulla Lenzes "Der Empfänger“ präsentieren wir euch ein ganz besonderes Hörbuch, das meisterhaft von Frank Arnold eingelesen wurde. Wir sind gleichermaßen begeistert von Text und Sprecher und wollen diese Begeisterung gerne mit euch teilen. 

Für unsere Hörrunde verlosen wir insgesamt 15 Hörbücher (1 MP3-CD) und sind schon sehr gespannt auf eure Bewerbungen und natürlich auf eure Rezensionen.


Viel Glück allen Bewerbern und natürlich viel Spaß beim Hören späterhin!



PS:

Im Falle eines Gewinnes seid ihr dazu verpflichtet, aktiv an der Hörrunde teilzunehmen und am Ende eine Rezension zu verfassen.



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Sprecher:

Frank Arnold zählt zu den besten Sprechern des Landes und erhielt für seine Leistung bereits den Deutschen Hörbuchpreis. Die glänzende Lesung von Der Empfänger unterstreicht einmal mehr sein besonderes Gespür für anspruchsvolle und literarische Stoffe.

164 BeiträgeVerlosung beendet
E
Letzter Beitrag von  Estrelasvor 2 Jahren

Ich war enttäuscht von diesem Buch, möchte aber trotzdem noch mein Fazit teilen.

https://www.lovelybooks.de/autor/Ulla-Lenze/Der-Empfänger-2328691219-w/rezension/2580724500/

Im Spionagenetzwerk der deutschen Abwehr: Mit "Der Empfänger" hat Ulla Lenze einen Roman über die Deutschen in Amerika zur Zeit des 2. Weltkriegs geschrieben. Am Beispiel des rheinländischen Auswanderers Josef Klein zeigt sie ihren Leser*innen, was es bedeutete plötzlich ins Visier der Weltmächte zu geraten. Für dieses packende Buch über die Spionagetätigkeiten des Naziregimes in den USA suchen wir 25 Leser*innen.

Herzlich Willkommen zur Leserunde zu "Der Empfänger" von Ulla Lenze!

Hier möchten wir uns über einen beeindruckenden Roman mit einem hochinteressanten historischen Stoff austauschen.

Zusammen mit Klett-Cotta verlosen wir unter allen, die sich in dieser Leserunde über den Roman austauschen und abschließend eine Rezension auf LovelyBooks schreiben möchten, 25 Exemplare des Buches.

Beantwortet dafür bis zum 1. März 2020 die folgende Frage:

Wie hat euch die Leseprobe zum Buch gefallen? Teilt eure ersten Eindrücke mit uns!

Wir sind sehr gespannt auf eure Meinungen!

372 BeiträgeVerlosung beendet
H
Letzter Beitrag von  Henrike_Hivor 2 Jahren

Genau, mit der "Neutralität" hatte ich auch enorme Probleme beim Lesen. Dadurch, dass Josef von der Autorin unbewertet bleibt, war er für mich irgendwie nicht mehr so interessant. Ich konnte einfach gar keine Sympathie für ihn aufbauen und auch, wie er nach Südamerika kam, war mir an dwm Punkt schon fast egal.

Aber so egal mir die Figur Josef wurde, fand ich gleichzeitig alle geschichtlichen Ereignisse total interessant. Ich war selten so zwiegespalten, wie bei diesem roman.

Zusätzliche Informationen

Ulla Lenze im Netz:

Community-Statistik

in 170 Bibliotheken

von 51 Lesern aktuell gelesen

von 2 Lesern gefolgt

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