Tupoka Ogette

 4,8 Sterne bei 110 Bewertungen
Autorin von exit RACISM, Und jetzt du. und weiteren Büchern.
Autorenbild von Tupoka Ogette (©China Hopson)

Lebenslauf von Tupoka Ogette

Tupoka Ogette wurde 1980 in Leipzig als Tochter eines tansanischen Studenten der Landwirtschaft und einer deutschen Mathematikstudentin geboren. Kurz vor der Wende wanderte ihre Mutter mit ihr nach Westberlin aus, wo Ogette bis zu ihrem Abitur lebte. Sie hat einen Magister in Afrikanistik und Deutsch als Fremdsprache von der Universität Leipzig und einen Master in International Business von der Graduate School of Grenoble. Seit 2012 ist Tupoka Ogette bundesweit als Beraterin und Trainerin im Bereich Rassismuskritik tätig. In dieser Funktion leitet sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz Workshops und Fortbildungen, tritt als Speakerin auf, berät Teams und Organisationen. Ihr im März 2017 erschienenes Handbuch »exit RACISM. Rassismuskritisch denken lernen« ist ein SPIEGEL-Bestseller. Im Jahr 2019 wurde Ogette vom Magazin Edition F als eine der 25 einflussreichsten Frauen des Jahres ausgezeichnet. SPIEGEL Online nahm sie als eine von zehn Frauen in den Bildungskanon zum Thema Theorie und Politik auf. 2021 wurde sie von About You zum »Idol of The Year« gewählt. Sie lebt mit ihrem Mann, dem Künstler und Bildhauer Stephen Lawson, und ihren Kindern in Berlin. 

Quelle: Penguin Random House Verlagsgruppe

Ihr Buch "Und jetzt du." erschien im März 2022 bei Penguin.

Alle Bücher von Tupoka Ogette

Cover des Buches exit RACISM (ISBN: 9783897712300)

exit RACISM

 (98)
Erschienen am 03.09.2020
Cover des Buches Und jetzt du. (ISBN: 9783328602187)

Und jetzt du.

 (12)
Erschienen am 08.03.2022
Cover des Buches Ein rassismuskritisches Alphabet (ISBN: 9783570166406)

Ein rassismuskritisches Alphabet

 (0)
Erscheint am 28.09.2022
Cover des Buches Und jetzt du. (ISBN: 9783844545418)

Und jetzt du.

 (0)
Erschienen am 08.03.2022

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Tupoka Ogette

Cover des Buches exit RACISM (ISBN: 9783897712300)A

Rezension zu "exit RACISM" von Tupoka Ogette

Zeit, das Happyland zu verlassen
annilittlevor einem Monat

Meine Reaktion direkt nach Beenden des Hörbuchs:

Eine ausführliche Rezension folgt noch, aber eines kann ich schon jetzt sagen:

Es ist unfassbar, wie unverschämt, ignorant und verletztend so viele Menschen in Deutschland mit POC oder anderen Personen, die für sie nicht deutsch oder weiß sind, umgehen. Ich habe so oft mit dem Kopf geschüttelt oder war einfach nur total frustriert und das als weiße CIS-Frau, die ja von Rassismus überhaupt nicht betroffen ist...


Nun zur ausführlichen Rezension:
Nachdem ich letztes Jahr „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten“ von Alice Hasters gelesen habe und da ich mich generell seit Beginn der Pandemie mehr mit Politik auseinandersetze, wollte ich unbedingt mehr über das Thema Rassismus lesen.
Mehrere meiner Dozent:innen und auch von Rassismus betroffene Kommiliton:innen haben dieses Buch öfter erwähnt und teilweise auch empfohlen, weshalb ich die Möglichkeit genutzt und es mir auf Spotify angehört habe. Ich finde es toll, dass die Autorin es selbst gelesen hat.

Ich finde den Titel sehr sinnvoll gewählt, da er weniger provokant ist als beispielweise der oben genannte, wobei ich finde, dass man bei einem solchen Thema durchaus provokant sein sollte und Alice Hasters trifft mit ihrem Titel ja auch wirklich den Nagel auf den Kopf. Ich finde aber hier gut, dass man etwas "softer" rangeht und sich so vielleicht auch mehr Menschen dazu bereitfühlen, um sich damit auseinander zusetzen. Auch den Schreibstil und die Art, wie die Autorin es vorgetragen hat, fand ich toll, man merkt, dass sie als Dozentin tätig ist und somit oft vor Menschen spricht, das macht das Hörerlebnis sehr angenehm.

Tja und was soll ich sagen? Ich könnte wahrscheinlich noch hunderte Bücher über Rassismus lesen, ohne zu verstehen, was in den Menschen vorgeht, die nach wie vor rassistisch handeln und das Problem darin nicht erkennen. Mir haben die beiden Bücher schon gereicht, um mir vor Augen zu führen, was wir als Weiße mit unserem Handeln jahrhundertelang angerichtet haben und wofür es einfach keine Entschuldigung gibt.

Ich bin ehrlich auch nach diesem Buch bin ich kein perfekter Mensch und frei von Rassismen, ich glaube, das ist niemand, der sein ganzes Leben lang so durch die Gesellschaft geprägt worden ist. Dennoch fühle ich mich ermutigt und merke Fortschritte bei mir selbst, beispielweise, indem ich anfange Menschen darauf hinzuweisen, dass sie sich rassistisch verhalten und diese Äußerungen in Zukunft nicht mehr verwenden sollten. Was definitiv weiterhin frustriert, ist die Erkenntnis, dass man trotz aller Weltoffenheit, Kontakt mit unterschiedlichen Kulturen oder Religionen, rassistisch sozialisiert ist, obwohl man es zu gerne von sich weisen würde. Aus diesem Grund fand ich auch die Logbucheinträge der Studierenden sehr interessant. Natürlich ist es noch ein langer Weg, aber ich denke, dass meine Generation (Generation Z) sich da schon deutlich mehr mit auseinandersetzt und Kritik äußert als beispielweise die meiner Eltern oder Großeltern.

Und deshalb auch hier mein Wunsch, dass dieses Buch als Schullektüre eingeführt wird. Gerade in Anbetracht dessen, dass auch heute wieder sehr viele Geflüchtete in der deutschen Gesellschaft ankommen und für Menschen aus der Ukraine (die es natürlich trotzdem verdient haben) der Platz und die Hilfe geboten werden kann, die man den Menschen aus Syrien verweigerte.
Ich denke, dass dieses Buch dafür besonders geeignet ist, weil die Vergleiche einfach so unfassbar treffend sind, beispielweise Mückenstich, Überfahrenener Fuß oder auch der unsichtbare Rucksack. Außerdem fand ich den Song der Ärzte sehr passend, leider habe ich mir den Songtitel nicht aufgeschrieben und weiß dementsprechend nicht mehr, um welchen genau es sich handelt, falls es jemand weiß, schreib es mir doch gerne!
Für die Unterrichtsgestaltung finde ich es ebenfalls sinnvoll, weil es so vielfältig ist und es auch noch sehr viele Zusatzmaterialien auf der Website gibt, wie weiterführende Youtube-Videos, die angesprochene Themen noch konkreter aufgreifen.

Fazit: Ein ganz wertvolles und sinnvolles Buch, welches ich allen ans Herzen lege, da es einem noch weiter die Augen öffnet, um das eigene Verhalten zu überdenken und dadurch auch wirklich weniger rassistisch zu leben. Sobald es das neue Buch ebenfalls zum Hören gibt, werde ich es mir ebenfalls zu Gemüte führen.


4/5

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Cover des Buches Und jetzt du. (ISBN: 9783328602187)B

Rezension zu "Und jetzt du." von Tupoka Ogette

Liebevolle Hilfe für ein rassismuskritisches Leben
buechermangovor 2 Monaten

Nachdem ich Exit Racism von Tupoka Ogette gehört und geliebt hatte, musste ich mich natürlich auch mit Und jetzt Du. auseinandersetzen. Ich bin sehr dankbar für dieses Buch und möchte direkt eine große Empfehlung aussprechen.

Tupoka Odette ist seit 2012 Beraterin und Trainierin im Bereich Rassismuskritik. Sie leitet Workshops und Fortbildungen und tritt als Speakerin auf. In ihrem neuen Buch spricht sie über rassistische Strukturen und die erklärt, dass Rassismus in einer rassistisch sozialisierten Gesellschaft überall stattfindet.
Sie widmet sich unter anderen den Bereichen Schule, Gesundheitssystem und der Werbung und bietet Raum, das eigenes Denken zu reflektieren und gute Tipps, um ins Gespräch mit Freunden oder der Familie zu gehen.

Ein Buch kann den Rassismus der letzten Jahrhunderte nicht bekämpfen und Rassismuskritisches Denken ist eine lebenslange Aufgabe und ein Prozess, klar. Dieses Buch bietet aber einige gute Anhaltspunkte und kann helfen, ein paar Denkmuster zu durchbrechen. Auch wenn ihr denkt, dass ihr nicht rassistisch seid, oder vielleicht gerade dann, wird dieses Buch euch so viel neues bieten.

Mir hat die klare Sprache der Autorin sehr gut gefallen. Sie benennt die Dinge direkt und kommt schnell auf den Punkt. Das Lesen war sehr einfach, auch wenn die Themen natürlich immer wieder eine kleine Pause zum reflektieren gefordert haben. Da sind vor allem die hübschen grünen Kästchen am Ende einiger Kapitel nützlich. In denen werden direkte Fragen gestellt und To-do-Liste geboten, die ich sehr hilfreich fand.

Trocken ist das Buch zum Glück überhaupt nicht Zwischendurch spickt Tupoka Ogette ihre klugen Beiträge mit Humor und schafft es, dieses große, schwere Thema zugänglich zu machen. Trotz klarer Worte bringt sie sehr viel Wärme mit und zeigt, wie wichtig es ist, dass wir alle diesen Kampf gemeinsam bestreiten.

Ich kann nur noch mal sagen, wie wertvoll dieses Buch ist und wie hilfreich die Anregungen im Bezug auf ein Rassismuskritisches Leben sind. Von mir nicht nur eine Leseempfehlung, sondern vor allem die Bitte, sich mit diesem Thema zu beschäftigen und nicht wegzuschauen.

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Cover des Buches Und jetzt du. (ISBN: 9783328602187)L

Rezension zu "Und jetzt du." von Tupoka Ogette

Für ein gutes Miteinander
Leirayavor 2 Monaten


Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass mir Tupoka Odette bisher nicht wirklich bekannt war. Durch das Cover ihres Buches "Und jetzt du" bin ich auf sie aufmerksam geworden. Denn ich wollte schon seit längerem ein Buch über Rassismus im Allgemeinen und einen besseren Umgang damit lesen. Gut gefällt mir an Tupoka Odettes Buch, dass es einen fundierten Überblick über Rassismus in verschiedenen Lebensbereichen und auch Hintergrundinformationen bietet.

So kann man einerseits theoretisch in die Thematik einsteigen, hat aber auch durch Odettes Schilderungen ihrer eigenen Erlebnisse sowie derer von Familienangehörigen oder Freunden, Einblicke ins reale Leben. Dadurch gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen und sich selbst zu reflektieren.

Jeder von uns wünscht sich wohl, nicht rassistisch zu sein. Durch die vielen Beispiele im Buch, wird einem jedoch schnell klar, dass es gar nicht so einfach ist, frei von Rassismus zu sein. Odette ist daher auch von einer rassismuskritischen Denkweise überzeugt. Gut finde ich die Fragen am Ende des Buchs, mit denen man sich selbst auf rassismuskritsche Denkweisen testen kann. Außerdem sind zahlreiche, gut Ideen enthalten, was man gegen Rassismus tun kann.

Es Buch, das zum Nachdenken anregt, sensibilisiert und gute Impulse mitgibt, wie man selbst gegen Rassismus vorgehen kann und sich selbstkritisch unter die Lupe nehmen kann.
Meiner Meinung nach sollte jeder dieses Buch lesen! Es würde unsre Welt um einiges besser machen!


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