Thomas Sautner

 4,1 Sterne bei 147 Bewertungen
Autor von Die Erfindung der Welt, Fuchserde und weiteren Büchern.
Autorenbild von Thomas Sautner (© Alexandra Eizinger)

Lebenslauf von Thomas Sautner

Autor, Maler, Journalist: Thomas Sautner wurde 1970 im österreichischen Gmünd geboren und studierte Politikwissenschaften und Zeitgeschichte in Wien. Nach seinem Studium arbeitete er als Journalist und bereiste weite Teile der Welt, unter anderem die USA, Russland, Afrika und Südwestasien.

2006 erschien sein Debütroman "Fuchserde", der in Österreich sogleich ein Bestseller wurde und auch von der Kritik hochgelobt wurde. Neben Romanen schreibt er gesellschaftskritische Essays und Erzählungen, die regelmäßig in österreichischen Zeitschriften und Zeitungen, wie "Der Standard" und "Die Presse", veröffentlicht werden.

Er ist zudem als Maler tätig und besitzt ein Atelier in Wien. Sautner wohnt in Wien und in einem Bauernhaus im Waldviertel nahe der tschechischen Grenze.

Alle Bücher von Thomas Sautner

Cover des Buches Die Erfindung der Welt (ISBN: 9783711721037)

Die Erfindung der Welt

 (41)
Erschienen am 24.02.2021
Cover des Buches Fuchserde (ISBN: 9783711721150)

Fuchserde

 (35)
Erschienen am 15.09.2021
Cover des Buches Milchblume (ISBN: 9783746628233)

Milchblume

 (19)
Erschienen am 16.04.2012
Cover des Buches Großmutters Haus (ISBN: 9783711720764)

Großmutters Haus

 (15)
Erschienen am 27.02.2019
Cover des Buches Fremdes Land (ISBN: 9783746628646)

Fremdes Land

 (14)
Erschienen am 20.08.2012
Cover des Buches Das Mädchen an der Grenze (ISBN: 9783746636504)

Das Mädchen an der Grenze

 (11)
Erschienen am 11.10.2019
Cover des Buches Die Älteste (ISBN: 9783746632780)

Die Älteste

 (7)
Erschienen am 05.12.2016
Cover des Buches Der Glücksmacher (ISBN: 9783746630229)

Der Glücksmacher

 (3)
Erschienen am 18.08.2014

Neue Rezensionen zu Thomas Sautner

Cover des Buches Großmutters Haus (ISBN: 9783711720764)dunkelbuchs avatar

Rezension zu "Großmutters Haus" von Thomas Sautner

Rezi nicht von mir, aber trifft meine Meinung
dunkelbuchvor 6 Monaten

Darf man ein Buch als „Quark“ bezeichnen? Nein. Wohl nicht. Das wäre beleidigend. Ich sage also nicht, dass „Großmutters Haus“ Quark ist, obwohl es mich in den Fingern juckt. Oder soll ich auf Meinungsfreiheit bestehen?

Zum spärlichen Inhalt: Malina, psychisch angeknackst, sie war schon mal in einer Psychiatrie zur Behandlung, besucht ihre Großmutter, die sie lange nicht gesehen hat, weil die Großmutter ihr einen dicken Packen Geldscheine schenkt. Wer hätte nicht gerne so eine Großmutter?

Dass Malina in der Psychiatrie war, laut Buch, erklärt vielleicht, warum sie später so leicht deliriert und zusammen mit der Großmutter spintisiert, aber ich empfinde es als perfide, einfach, weil Menschen, die sich einmal in einer psychiatrischen Behandlung befanden, keineswegs per se Spinner sind. Na ja, das nur nebenbei. Ja, der Autor hat letzteres auch nicht behauptet, aber die Assoziation ist da. Und deshalb hat er es erwähnt. Oder?

Die Großmutter ist exzentrisch. Das haben wir erwartet. Sie raucht nicht nur ständig Joints und ist fast immer stoned, sie verdient mit dem Verkauf von Dope auch ihren Lebensunterhalt. Außerdem hat sie viele Liebhaber und (un)-sinnige Lebensweisheiten zur Hand. Und Malina begegnet Jakob, einem jungen Mann, der beschlossen hat, zu schweigen.

„Warum, Jakob? Warum redest du nicht?“
„Für diese Frage ist er noch nicht bereit.“

Als ich diese Sätze las, wusste ich, was mich erwartet und dass ich bei Paulo Coelhos Nebenbuhler (oder Nachahmer) gelandet bin. Wie konnte mir das nur passieren?

Unbestreitbar ist Malina auf der Suche nach sich selbst. Dagegen ist an und für sich nichts einzuwenden.

Wenn man aber nun denkt, man bekäme wenigstens ein intelligentes Sinnsuchebuch, mit vielen Zitaten und Sprüchen voller Lebensweisheit - da hat der werte Leser sich leider geschnitten. Was man bekommt, ist, in schwülstige Naturlyrik verpacktes lapidares Geschwafel.

„Das Universum bestand aus nichts als mir, ich war sein Zentrum und sein Alles.“
Toll. "Ich denke, also bin ich". Ist bekannt.

„Im Schach ist es wie im Leben, eine Kleinigkeit kann alles verändern.“
Hinreißende Erkenntnis. Da wären wir nie darauf gekommen.

„Die Zeit, schon wieder hatte es sich gezeigt, verläuft nicht geradlinig. Die Zeit hat unterschiedliche Qualitäten. Sie ist wie Materie, einmal fester, einmal durchlässiger, einmal geeignet für dies, dann für jenes.“

Vor allem einmal für dieses und dann sogar noch für jenes!

Wenn ihr etwas über die Funktionsweise der Zeit wissen wollt, dann lest, „Eine kurze Geschichte zur Zeit“ von Stephen Hawkin.

„Der Mond stand am Himmel wie eine Schüssel dampfende Vanillemilch.“
Ist das der Stil, den manche Rezensenten lobend herausstreichen? Ich kratze mich am Kopf.

„Die Sonne war endlich hinter die Wipfel gerutscht, die Hitze verlor schlagartig an Nachschub; als wäre eine Bratpfanne die brutzelnd auf der Erde gelastet hatte, mit einem Ruck weggezogen worden.“
Vielleicht das?

„Er hob den Kopf und dann traf mich sein Blick ins Herz.“
„Unsere (Butter-)Brote küssten sich.“

Äh. Was soll ich dazu noch sagen?

Fazit: Großmutters Haus kriegt von mir "Das geknickte Eselsohr des Jahres 2019"

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Cover des Buches Die Erfindung der Welt (ISBN: 9783711721037)U

Rezension zu "Die Erfindung der Welt" von Thomas Sautner

Das Labyrinth des Lebens
uschitheisenvor einem Jahr

          Die erfolgreiche Autorin Aliza Berg erhält von einem unbekannten Briefeschreiber den Auftrag, ein Buch über das Leben zu schreiben. Dabei sollen als Bedingung ein festgelegter Raum ( hier die Grafschaft Litstein) und seine Bewohner betrachtet werden. Nach eingehender Analyse entscheidet sie sich vorerst, das ungewöhnliche Schreibprojekt anzugehen.
Aliza beginnt akribisch mit ihren Recherchen, fährt nach Litstein und hält sich an die vorgegebenen Details. Erste Begegnungen und Gespräche mit den Dorf- und Burgbewohnern sind intensiv und professionell, reflektieren ihre persönlichen Eindrücke. Zuweilen lässt sie sich treiben, lässt sich auf die Umgebung und ihre Natur ein; behält sich aber vor, die Dinge in ihrem Sinne zu sortieren und bewerten. So entdeckt sie eine Fülle an Leben, inclusive Mikro- und Makrokosmos. Der Mensch ist ein Teil davon: mal skurril (Krystina) oder chaotisch ( Leopold), offen und ehrlich ( Elli) oder natürlich ( Johann), auch fiktiv( Fred). Tiere und Pflanzen, die in kleinen Momentaufnahmen hinreißend beschrieben werden, füllen den Lebensraum enorm. Sowie auch eine vortragsmäßige Reise ins unendliche Weltall.
LEBEN zeigt sich in vielen Bereichen realistisch; beinhaltet Chaos und Struktur, Vielfalt und Stille, Energie und Bewegung, Einsamkeit und Tod.
Den Einstieg in die Geschichte empfand ich etwas verwirrend. So folgt sie zwar einem roten Faden, die einzelnen Erzählstränge beginnen aber oft spontan, verspinnen sich und bringen überraschende Ideen zu Tage. Die Geschichte entwickelt sich zum Schlusspunkt hin mit einer erstaunlichen Antwort auf die Lebensfrage.
Mir hat der Roman von Thomas Sautner trotz anfänglicher Schwierigkeit gut gefallen. Der Autor zeigt sich mir als wahrer Wortakrobat in seinen Beschreibungen und lässt mich damit tief in seine Geschichte eintauchen.


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Cover des Buches Die Erfindung der Welt (ISBN: 9783711721037)lynas_lesezeits avatar

Rezension zu "Die Erfindung der Welt" von Thomas Sautner

Botschaft des Buches kommt nicht rüber
lynas_lesezeitvor einem Jahr

"Mein Wunsch ist, Sie mögen in meinem Auftrag, doch in völliger literarischer Freiheit, einen Roman schreiben. [...] Der Roman soll das Leben zum Thema haben. [...] Das Leben - seine Geheimnisse, die offenkundigen und die verborgenen."

Diesen Auftrag erhält die Schriftstellerin Aliza Berg verbunden mit der Vorgabe eines Gebietes, in welchem sie über das Leben recherchieren soll, und einem großzügigen Honorar. Von wem der Auftrag kommt, weiß sie nicht. Dennoch macht sie sich auf und bleibt eine ganze Zeit in dem festgelegten Gebiet um einen Roman über das Leben zu verfassen. 

Thematisch war ich gleich von der Handlung in den Bann gezogen. Ich mag es, wenn Geschichten von Schriftstellern handeln oder es besondere Charaktere zu entdecken gibt. Beides schien der Roman zu versprechen. Leider wurde meine Begeisterung jedoch ziemlich schnell ernüchtert. Denn ich wurde mit der Handlung, den Charakteren und der Art des Erzählens einfach nicht warm. Letzteres liegt weniger an der Ausdrucksweise und Wortwahl, als an dem Aufbau und der Tiefe der Beschreibungen. Es wird mit Andeutungen gearbeitet, vieles poetisiert und nicht konkret benannt. Ich konnte keine klare Linie erkennen, mir fehlte etwas, was mich gefesselt und berührt hätte. Für mich hatte das Buch keine Aussagekraft, keine Botschaft, die in Erinnerung geblieben ist. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass es Leser gibt, die an anderen Punkten in ihrem Leben stehen und durchaus von der Geschichte angesprochen und abgeholt werden. 

"Die Erfindung der Welt" von Thomas Sautner ist ein Roman, dessen Grundidee mir gefallen hat und der sprachlich ansprechend ist, mich jedoch nicht erreichen konnte. Daher verbleibe ich mit drei Sternen und einer zögerlichen Leseempfehlung für alle, die gern herausfinden möchten, ob ihnen der Roman etwas sagen wird. 


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