Tatiana de Rosnay

 4,3 Sterne bei 382 Bewertungen
Autorin von Sarahs Schlüssel, Fünf Tage in Paris und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Tatiana de Rosnay

Tatiana de Rosnay wurde 1961 in Neuilly-sur-Seine geboren. Ihr 2008 in Deutschland veröffentlichter Roman „Sarahs Schlüssel“, wurde zum weltweiten Bestseller und mit Kristin Scott Thomas in der Hauptrolle verfilmt. Tatiana de Rosnay lebt mit ihrer Familie in Paris.

Alle Bücher von Tatiana de Rosnay

Cover des Buches Sarahs Schlüssel (ISBN: 9783827078209)

Sarahs Schlüssel

 (235)
Erschienen am 11.05.2015
Cover des Buches Fünf Tage in Paris (ISBN: 9783328106487)

Fünf Tage in Paris

 (41)
Erschienen am 10.01.2022
Cover des Buches Das Haus der Madame Rose (ISBN: 9783833308642)

Das Haus der Madame Rose

 (25)
Erschienen am 17.09.2012
Cover des Buches Bumerang (ISBN: 9783833307065)

Bumerang

 (24)
Erschienen am 26.02.2011
Cover des Buches Das Geheimnis der Wände (ISBN: 9783833306259)

Das Geheimnis der Wände

 (24)
Erschienen am 05.12.2009
Cover des Buches Drei Tage in der Sonne (ISBN: 9783833310225)

Drei Tage in der Sonne

 (10)
Erschienen am 11.05.2015
Cover des Buches Bumerang (ISBN: 9783827078278)

Bumerang

 (0)
Erschienen am 11.05.2015
Cover des Buches Das Geheimnis der Wände (ISBN: 9783827078216)

Das Geheimnis der Wände

 (0)
Erschienen am 11.05.2015

Neue Rezensionen zu Tatiana de Rosnay

Cover des Buches Fünf Tage in Paris (ISBN: 9783328106487)
Kiaras avatar

Rezension zu "Fünf Tage in Paris" von Tatiana de Rosnay

Ein berührender Familienroman
Kiaravor 10 Monaten

Familie Malegard trifft sich in Paris, um gemeinsam den Geburtstag des stillen und in sich gekehrten Familienoberhauptes Paul zu feiern. Die beiden erwachsenen Kinder Linden und Tilia wohnen mittlerweile weit von ihren Eltern entfernt und die räumliche Distanz macht dieses Treffen zu etwas ganz Besonderem. Doch das Wetter meint es nicht gut mit ihnen. Ein nicht enden wollender Regen hat Paris fest im Griff und die Seine droht über die Ufer zu treten. Während das Wasser immer höher steigt, treten auch lang verdrängte Erinnerungen und Konflikte an die Oberfläche.  Und so ist dieses missglückte Familienwochenende, in dem nicht nur das Jahrhunderthochwasser für Dramatik sorgt, sondern auch eine weitere Tragödie die Familie Auseinander zu reißen droht, vielleicht die letzte Chance die Konflikte, die zwischen den Familienmitgliedern herrschen, aufzulösen.

Dieser ruhige und zugleich atmosphärische Roman wird aus Sicht von Pauls Sohn Linden  erzählt. Er ist ein erfolgreicher Fotograf und führt gemeinsam mit seinem Lebensgefährten ein glückliches Leben in den USA. Doch während man Linden auf seinem Weg durch das verregnete Paris begleitet, merkt man schnell, dass hinter dieser scheinbar perfekten Fassade schmerzhafte Erinnerungen lauern. Erinnerungen, mit denen er glaubte abgeschlossen zu haben. Doch genau wie die Seine, lassen diese sich nicht länger verdrängen und suchen sich unermüdlich ihren Weg zurück an die Oberfläche. Große Aufmerksamkeit widmet die Autorin zum Beispiel der Homosexualität Lindens. Sie beschreibt einfühlsam wie er in seiner Jugend unter der Diskriminierung durch seine Altersgenossen gelitten hat und wie schwer der Weg zu einem selbstbestimmten Leben für ihn war. Doch auch Lindens Schwester Tilia und seine Eltern werden in diesem Dauerregen von unangenehmen Gedanken heimgesucht. Tatiana de Rosnay führt uns Lesende ruhig und bedacht durch diese komplexen Gedankengänge, mit denen die Familie kämpft. Die Atmosphäre, die sie bei der Beschreibung der Naturgewalt, von der Paris heimgesucht wird, erzeugt ist sehr intensiv und wird auch dadurch verstärkt, dass sie das Steigen der Seine nicht nur vage umschreibt, sondern ganz genau erklärt in welcher Reihenfolge die einzelnen Stadtteile überflutet werden, welche Auswirkungen die Wassermassen auf die Bewohner haben und welche Folgen der unermüdliche Regen letzten Endes auch auf die Psyche der Menschen hat. Hier hat die Autorin wirklich gut recherchiert. Die Spannung die dadurch erzeugt wird, ist subtil, aber dennoch stets spürbar. 

Sehr gerne habe ich zudem die Beschreibung der Verbundenheit von Lindens schweigsamen Vater Paul zur Natur, den Bäumen und besonders den Linden, denen die Kinder ihre Namen zu verdanken haben, gelesen.

Fazit: Fünf Tage in Paris ist ein berührender Familienroman, der perfekt in diese graue Jahreszeit passt und trotz des anhaltenden schlechten Wetters Wärme, Trost und Zuversicht spendet.

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Cover des Buches Fünf Tage in Paris (ISBN: 9783570103654)
gsts avatar

Rezension zu "Fünf Tage in Paris" von Tatiana de Rosnay

Dauerregen
gstvor einem Jahr


„Halb Paris steht unter Wasser. Tausende Einwohner sind von Strom, Gas und Telefon abgeschnitten. Familien mit kleinen Kindern und alte Menschen werden mittlerweile in Kirchen, Theatern und Konzerthallen untergebracht, da alle Schulen und Sporthallen belegt sind … Am Quai François Mauriac führt die Bibliotèque nationale, in der ein Exemplar aller in Frankreich gedruckten Bücher aufbewahrt wird, einen hoffnungslosen Kampf gegen die Seine.“ (Seite 175)



Eigentlich hätte es ein entspanntes Familientreffen werden sollen, um Vater Pauls 70. Geburtstag und den 40. Hochzeitstag mit Mutter Lauren zu feiern. Dem Wunsch der Eltern folgend waren Tochter Tilia und Sohn Linden ohne Anhang angereist. Doch dem Wettergott war das egal. Er ließ den Regen unaufhörlich plätschern, so dass die Seine über die Ufer trat. Es gab keine Möglichkeit auszubrechen, dafür viel Zeit, sich Wahrheiten zu offenbaren.


Je länger die Familie im Hotel eingesperrt ist, desto näher kommen dem Leser die einzelnen Protagonisten. Auch untereinander nähern sie sich an und offenbaren Dinge, die sie bisher wohlweislich totgeschwiegen haben.


In leicht lesbarer, flüssiger Sprache – häufig im Präsenz – beschreibt die Autorin das Szenario. Als Leser riecht man den Gestank, den das steigende Wasser verbreitet; fiebert bei den Rettungsszenen mit. So ist ein Buch entstanden, das ich gerne gelesen habe, auch wenn mich die Spannung nicht bis zum Ende getragen hat. Im letzten Drittel kam dann doch die eine oder andere Länge auf.


Trotzdem kann ich das Buch empfehlen. Vor allem Parisliebhaber werden ihre Freude daran haben, die eine oder andere Ecke der Stadt aus einer anderen Perspektive zu lesen.

Kommentare: 1
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Cover des Buches Sarahs Schlüssel (ISBN: 9783827078209)
EngelAnnis avatar

Rezension zu "Sarahs Schlüssel" von Tatiana de Rosnay

Sehr ergreifend
EngelAnnivor 2 Jahren

Klappentext: Die ergreifende Geschichte eines jüdischen Mädchens, das im Sommer 1942 in Paris von der Polizei deportiert wird, und einer Journalistin, die sich sechzig Jahre später auf die Suche nach ihr begibt.

Im ersten Moment habe ich gedacht: "Nicht schon wieder eine Nazi-Geschichte", aber in diesem Buch werden die Geschichten der beiden Hauptfiguren mit einander verknüpft, zu Beginn liest man immer abwechselnd deren Geschichten, zum einen 1942 und dann im Jahr 2002.

Geschichten von deportierten Juden habe ich viele gelesen, sie verlieren nie ihren Schrecken. Das besondere an diesem Buch ist, dass die Journalistin sich 2002 auf die Suche nach diesem einem Mädchen begiebt um ihre Geschichte festzuhalten und auch um ihr zusagen, dass die Welt nicht vergessen hat und nie vergessen wird.

Diese Buch hat mich sehr bewegt und mich auch wieder dazu gebracht, die wirkliche Geschichte noch etwas tiefer nachzulesen, denn in diesem Buch stehen die Figuren im Vordergrund.

Ich vergebe volle 5 Sterne und spereche eine absolute Leseempfehlung aus!

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Gespräche aus der Community

Liebe lovelybooks-LeserInnen,

mit Fünf Tage in Paris beschert uns Tatiana de Rosnay einen bewegenden Familienroman in einem spannenden Setting.

Zum Buch

Paris ist von sintflutartigem Regen heimgesucht, als sich die Familie Malegarde dort anlässlich einer Feier trifft. Tochter Tilia reist aus London an, wo sie als Künstlerin lebt, und Sohn Linden, ein Fotograf, kommt aus Los Angeles dazu. Schon bei der Ankunft bemerken Tilia und Linden, dass Paul, der Vater, ein stets agiler Baumschützer, kraftlos wirkt. Auch Lauren, die Mutter, ist angeschlagen. Die Seine droht über die Ufer zu treten, sodass die vier das Hotelzimmer fast nicht verlassen können. Die apokalyptischen Wetterverhältnisse spiegeln, was auf der Familie lastet. Vieles wurde in den Jahren von einem Mantel des Schweigens umhüllt. Die Ereignisse spitzen sich zu, als Paul im Restaurant zusammenbricht und ins Koma fällt. Linden hält am Krankenbett Wache - und fasst endlich den Mut, sich seinem Vater gegenüber zu outen. Doch auch Paul hat ein erschütterndes Geheimnis, das der Schlüssel zu seiner Liebe zu den Bäumen, allen voran den Linden ist ...


Wie könnt Ihr an der Leserunde teilnehmen?

Wir verlosen 20 Exemplare von Fünf Tage in Paris unter allen, die sich über diese bewegende Geschichte voller familiärer Konflikte und Geheimnisse sowie das dystopische, aber realistische Setting austauschen wollen. 

Bewerbt Euch jetzt für die Leserunde (Bewerbungsschluss ist am Sonntag, 14.04.2019), indem Ihr folgende Frage beantwortet: 
Warum fühlte sich Linden als Junge in der Schule unwohl?

Die Antwort findet Ihr in der Leseprobe...

Viel Glück wünscht
Euer Team von C. Bertelsmann
285 BeiträgeVerlosung beendet
Diana182s avatar
Letzter Beitrag von  Diana182vor 4 Jahren
Auch ich möchte mich bedanken, dass ich an der Runde teilnehmen durfte https://www.lovelybooks.de/autor/Tatiana-de-Rosnay/Fünf-Tage-in-Paris-1812090562-w/rezension/2079977825/ Liebe Grüße

Zusätzliche Informationen

Tatiana de Rosnay im Netz:

Community-Statistik

in 598 Bibliotheken

von 65 Lesern aktuell gelesen

von 2 Lesern gefolgt

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