Stephan Thome

 4,1 Sterne bei 228 Bewertungen
Autor von Grenzgang, Fliehkräfte und weiteren Büchern.
Autorenbild von Stephan Thome (© Jürgen Bauer)

Lebenslauf von Stephan Thome

Erforscher der Fremde, Held in der Heimat: Der deutsche Autor und Philosoph Stephan Thome wurde 23.07.1972 im hessischen Biedenkopf als Stephan Schmidt geboren. Nach seinem Abitur studierte er Philosophie, Religionswissenschaft und Sinologie an der Freien Universität Berlin. Ab Mitte der 1990er Jahre unternahm er Reisen nach Tibet, Nepal, die Philippinen und Malaysia. Weitere Studien führten ihn nach China, Taiwan und Japan. Im Jahr 2004 schloss er sein Studium an der FU Berlin mit der Dissertation "Interkulturelle Hermeneutik und die Herausforderung des Fremden" ab, die ein Jahr später unter dem Titel "Die Herausforderung des Fremden" im deutschen Buchhandel veröffentlicht wurde und ihm ein Doktorandenstipendium der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft einbrachte. Seit dem Jahr 2005 lebt Schmidt in Taipeh, wo er als DFG-Stipendiat am Institut für Chinesische Literatur und Philosophie der Academia Sinica tätig ist. Er forscht über konfuzianische Philosophie des 20. Jahrhunderts und übersetzte unter anderem Chun-chieh Huangs Werk "Konfuzianismus: Kontinuität und Entwicklung" ins Deutsche. 2009 gab Schmidt mit "Grenzgang" sein vielbeachtetes Debüt als Romanautor, das er unter dem Pseudonym Stephan Thome veröffentlichte. Titelgebend für das Werk ist das gleichnamige Volksfest im mittelhessischen Biedenkopf, wo Schmidt geboren und aufgewachsen ist. "Grenzgang" erhielt den aspekte-Literaturpreis und war auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. 2012 veröffentlichte Schmidt seinen Roman "Fliehkräfte", der auf die Longlist des Deutschen Buchpreises gelangte. 2018 steht Thome mit seinem Roman "Gott der Barbaren" erneut auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises.

Alle Bücher von Stephan Thome

Cover des Buches Grenzgang (ISBN: 9783518467046)

Grenzgang

 (72)
Erschienen am 11.04.2016
Cover des Buches Fliehkräfte (ISBN: 9783518464663)

Fliehkräfte

 (66)
Erschienen am 16.09.2013
Cover des Buches Gegenspiel (ISBN: 9783518466506)

Gegenspiel

 (35)
Erschienen am 08.02.2016
Cover des Buches Gott der Barbaren (ISBN: 9783518428252)

Gott der Barbaren

 (37)
Erschienen am 10.09.2018
Cover des Buches Pflaumenregen (ISBN: 9783518472835)

Pflaumenregen

 (7)
Erscheint am 21.11.2022
Cover des Buches Gebrauchsanweisung für Taiwan (ISBN: 9783492277457)

Gebrauchsanweisung für Taiwan

 (0)
Erschienen am 01.09.2021
Cover des Buches Fliehkräfte (ISBN: 9783862312474)

Fliehkräfte

 (4)
Erschienen am 01.11.2012
Cover des Buches Gott der Barbaren (ISBN: 9783959980227)

Gott der Barbaren

 (3)
Erschienen am 20.09.2018

Zur Fragerunde mit…

Stephan Thome ist für seine erfolgreichen Romane wie „Grenzgang“ und „Fliehkräfte“ bekannt, für die er vielfach ausgezeichnet wurde. Mit „Gott der Barbaren“ stand er 2018 zum wiederholten Male auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Schon während seines Studiums reiste Thome in verschiedene asiatische Länder und lebt heute in Taipeh. Er ist DFG-Stipendiat am Institut für Chinesische Literatur und arbeitet zudem als Übersetzer. Für LovelyBooks hat sich Stephan Thome die Zeit genommen und die Fragen beantwortet, die seine Leserinnen und Lesern an ihn hatten. Die Antworten könnt ihr hier nachlesen.

Lieber Herr Thome, Sie leben und arbeiten zurzeit in Taiwan und haben einen Roman über Chinas Vergangenheit geschrieben. Wechseln Sie Ihren Wohnsitz um näher am Ort des Geschehens zu sein oder ist es Zufall?

Für den vorigen Roman bin ich eigens für anderthalb Jahre nach Lissabon gezogen, aber in diesem Fall war kein Umzug erforderlich. Taiwan ist nach nunmehr zehn Jahren meine zweite Heimat, und Taipeh war der richtige Ort, um „Gott der Barbaren“ zu schreiben, auch weil ich von dort aus leichter meine Recherchereisen nach China unternehmen konnte.

Nach der Lektüre von „Grenzgang“ und „Fliehkräfte“ nahm man an, dass Sie ein gnadenloser Chronist der zeitgenössischen Gesellschaft in der Bundesrepublik seien. Wie kommt es nun, dass Sie sich einem historischen Thema zuwenden?

Ich wollte schon lange über China schreiben und habe nach einem Stoff gesucht, der mich richtig packt. Dann stieß ich auf ein Buch über die Taiping Rebellion (Stephen R. Platt: „Autumn in the Heavenly Kingdom“) und wusste: das ist es. Beim Schreiben habe ich mir immer gesagt, es wird ein historischer Gegenwartsroman, also ein Buch, das in der Vergangenheit spielt, aber (auch) auf die Gegenwart zielt. Diese Aktualität des Stoffes war es ja, was mich so daran fasziniert hat.

China ist nicht unbedingt bekannt für seine Offenheit. Wie schwierig ist in diesem Fall die Recherche vor Ort? Gibt es Reaktionen aus dem Land? Wird es dort auch veröffentlicht oder ist es vorgesehen?

China wird zurzeit immer unfreier, das stimmt, aber bei der Recherche habe ich davon nichts gespürt. Ich war als Tourist im Land unterwegs, einmal auch als Gast einer Universität, und die Museen und Gedenkstätten, die sich der Taiping Rebellion widmen, sind für jedermann frei zugänglich. Es handelt sich ja nicht um ein Geheimthema. Allerdings hat die Kommunistische Partei ein ganz bestimmtes Bild der damaligen Ereignisse, und von dem weicht meine Deutung ab. Die Taiping Rebellen hatten zwar viele progressive Ideen, aber sie waren auch religiöse Fanatiker und haben große Zerstörungen angerichtet. Es ist nicht leicht, das auf den Begriff zu bringen, aber es ist wichtig, diese dunkle Seiten nicht zu verschweigen zumal sie den Menschen in China nur zu bewusst ist.

Wussten Sie schon beim Sinologiestudium, dass Sie einen Roman über China schreiben wollten? Wem würden Sie raten, ein Studium in Sinologie zu beginnen? Hat Ihr Studium Sie bereichert?

Erstens: nein, wusste ich nicht. Zweitens: nicht unbedingt. Studieren Sie lieber ein Fach, das eine richtige Methode hat und eignen Sie sich die Sprachkenntnisse auf anderem Wege an, am besten in China oder Taiwan. Ich habe Sinologie im Nebenfach studiert und kann nicht behaupten, dass ich besonders viel gelernt habe. Sehr bereichert haben mich aber die Aufenthalte im Land und überhaupt der Versuch, mir auf dieses Land und seine Kultur einen Reim zu machen (das war drittens) – ein Versuch, der übrigens noch andauert.

Der Taiping-Aufstand war sehr blutig und kostete unfassbar viele Menschen das Leben. Wissen Sie, ob dieser Bürgerkrieg in China noch thematisiert wird? Dieser Krieg ist weniger bekannt als andere – wie kamen Sie auf dieses historische Ereignis?

Er wird thematisiert (wenn auch nicht so oft wie die Opiumkriege), aber meistens sehr einseitig. Die Taiping Rebellen gelten als Helden und Vorreiter der kommunistischen ‚Befreiung‘ hundert Jahre später. Ihr religiöser Fanatismus und ihr zerstörerisches Wirken werden oft übergangen, aber es gibt inzwischen auch in China historische Studien, die dieses Bild korrigieren und ergänzen. Wann ich zum ersten Mal von der Rebellion gehört habe, weiß ich nicht mehr, auf jeden Fall noch als Student. 1997 oder 98 habe ich das Buch von Jonathan Spence „God’s Chinese Son“ gelesen, das ich sehr empfehlen kann.

Religion (zumindest die christliche Religion bzw. Abwandlungen dieser) scheint in Ihrem Roman eine große Rolle zu spielen. Wie stehen Sie selbst zu diesem Thema? Sind Sie ein religiöser Mensch? War es Ihnen beim Schreiben ein Anliegen, mit Ihrem Buch generell vor religiösem Fanatismus zu warnen?

Nein, ich bin nicht religiös, aber ich nehme Religionen ernst. Ob man heute noch vor religiösen Fanatismus warnen muss, weiß ich nicht; ich wollte eher zeigen, dass er keineswegs nur ein Phänomen des Islam ist und dass er bevorzugt dort gedeiht, wo bestimmte Bedingungen herrschen, z.B. Armut, soziale Konflikte etc. Alle monotheistischen Religionen haben die Tendenz, die Welt in Gläubige und Ungläubige zu teilen, und wenn die erwähnten Faktoren hinzukommen, wird darauf schnell die gefühlte Berechtigung, gewaltsam gegen die Ungläubigen vorzugehen. Beispiele finden sich in der christlichen Geschichte in Hülle und Fülle.

Irgendwann muss ja der Gedanke entstanden sein, einen Roman zum Taiping-Aufstand zu schreiben und ihn so zu konzipieren, dass alle Seiten beleuchtet werden. Was war zuerst da, der Wunsch, über bestimmte Persönlichkeiten zu schreiben, oder die Idee, anhand eines Romans zu zeigen, dass die Bildung von „Gottesstaaten“ kein rein muslimisches Phänomen ist? Oder doch der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten, die ja heute wie damals alles für barbarisch hält, was nicht ihrer Sichtweise entspricht?

Alle von Ihnen erwähnten Faktoren waren wichtig: Das Ereignis als solches, die Rolle von historischen Figuren wie Lord Elgin und Zeng Guofan, die Frage nach religiösem Fanatismus, die Parallelen zur Gegenwart… Im Rückblick kann ich nicht mehr rekonstruieren, wie sich das alles in meinem Kopf aufgebaut hat. Der erste Anstoß war 2012 ein Buch über die Taiping Rebellion, aber dann hat es noch zweieinhalb Jahre gedauert, bevor ich mit der Arbeit begonnen habe. Was am Ende herauskommen würde, wusste ich zu diesem Zeitpunkt nicht, es war im Vergleich zu früheren Büchern ein sehr ergebnisoffener Prozess.

Sie leben aktuell in Taipeh, und das als ‚offensichtlich Fremder‘ in einer anderen Kultur. Wie begegnet man Ihnen in China fernab der touristischen Höflichkeit? Gibt es einen interkulturellen Graben, den Sie täglich überwinden müssen? Sind die Chinesen offener / toleranter als wir? Oder ist die Millionenstadt Taipeh so multikulturell, dass Unterschiede irrelevant sind?

Zunächst mal muss ich betonen: ich lebe nicht in China, sondern in Taiwan. Dort sind die Menschen sehr freundlich, oft auch sehr neugierig auf Ausländer. Ausländerfeindlichkeit habe ich noch nie erlebt, das hat aber auch mit meiner deutschen / westlichen Herkunft zu tun. Gegenüber Menschen aus ärmeren Ländern Südostasiens, die in Taiwan arbeiten, gibt es sehr wohl gewissen Ressentiments. Insgesamt leben in Taiwan – und das trifft auf China ebenso zu – nur sehr weniger Auslänger. Angst vor Überfremdung kann da wirklich nicht aufkommen. Auch Flüchtlinge gibt es nicht, es ist also eine grundlegend andere Ausgangssituation als bei uns. Mein Lebensgefühl ist so, dass ich zu einer winzigen, wohlwollend betrachteten Minderheit gehöre. Dass ich die Landessprache beherrsche, erleichtert das Miteinander zusätzlich und wird mir hoch angerechnet. In Deutschland erwartet man von Ausländern, Deutsch zu sprechen, in Taiwan sind die Menschen jedes Mal positiv überrascht. Gefühlt wurde ich diesbezüglich schon ungefähr eine Million Mal gelobt.

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Stephan Thome

Cover des Buches Pflaumenregen (ISBN: 9783518430118)M

Rezension zu "Pflaumenregen" von Stephan Thome

Eine historische Perle
monerlvor 3 Monaten

Meine Meinung                                                                                       

Wer historische Romane liest und liebt weiß, dass dieses Buch hier thematisch eine echte Perle ist! Ein Buch über die Vergangenheit Taiwains ist unglaublich selten, sodass man dieses hier auf jeden Fall gelesen haben muss.

Obwohl ich noch kein Buch des Autors gelesen habe, habe ich viel Positives über ihn gehört. Damit war es klar, „Pflaumenregen“ ist ein must read!

Und ich wurde nicht enttäuscht! Herausfordernd sind die vielen, mir nicht geläufigen Namen. Doch mit ein bisschen Mühe und Hilfe, zum Hörbuch gibt es ein Booklet mit den Namen der Hauptpersonen, ein Glossar über wichtige japanische, taiwanesische und chinesische Wörter, Ausdrücke und zwei Karten von Taiwan, kann man diese kleine Hürde gekonnt nehmen.

In zwei Handlungssträngen erfahren wir über die achtjährige Umeko, wie es der Bevölkerung als eine japanische Kolonie erging und wie sich alles wandelt, als Japan nach dem Zweiten Weltkrieg kapituliert und Taiwan an die Volksrepublik China fällt und besetzt wird.

Ich musste während des Lesens immer wieder Pausen machen, da ich mich im Internet intensiv mit Taiwans Historie auseinandergesetzt und belesen habe. In dieser Hinsicht war das Buch ein sehr spannendes „Projekt“.

Plötzlich bekam die Bevölkerung nicht nur eine neue Sprache, die sie von heute auf morgen erlernen und beherrschen musste, nein, auch die jeweiligen Namen der Menschen wurden geändert. So wurde aus der kleinen Umeko Lee Ching-mei. Auf diese Art wurden einfach andere Identitäten über die Menschen gestülpt, für die es nicht leicht war, diesen Eingriff anzunehmen und auszuhalten.

Im zweiten Handlungsstrang, dem der Gegenwart, lernen wir die Kinder und Enkel von Umeko kennen, die als Auswanderer in Amerika und England leben und arbeiten. Umekos jüngster Sohn Harry (Hua-li) und seine Nichte Julie (Zhu-li) fühlen sich Taiwan noch ziemlich verbunden und Besuchen Umeko, um ihren 80-sten Geburtstag mit ihr in Taiwan zu feiern. Harry spürt, dass ihm vielleicht nicht mehr viel Zeit mit seinen Eltern bleiben wird und versucht sich der Vergangenheit seiner Eltern zu nähern. Er versucht sich an einem Roman über ein junges taiwanesisches Mädchen, das seine Mutter sein könnte.

Im Zuge des Romans bewegen sich die beiden Handlungsstränge aufeinander zu und lüften die Geheimnisse über das Leben von Umeko, Taiwans Historie und die Familiengeschichte / -tragödie von Harry und Julie.

Stephan Thome schaffte es mich in den Bann zu ziehen. Ich konnte mir die Geschichte und ihre Figuren bildlich vorstellen. Ich litt mit ihnen und ihrem Schicksal.

Die Aktualität dieses Konflikts, im Hinblick auf den Ende Februar ausgebrochen Krieg in der Ukraine, lässt einen das Buch nochmal mit anderen Augen und Ohren lesen bzw. hören. Wird es der Ukraine und der ukrainischen Bevölkerung wie den Taiwanesen ergehen? Werden sie von Russland besetzt mit einer neuen Amtssprache, neuen Bräuchen usw.? Wird China sich Taiwan nun ganz einverleiben, wie Russland es mit der Ukraine versucht?                                                   

                            

Zum Hörbuch                                        

Die beiden Sprecher haben die Geschichte noch etwas greifbarer für mich gemacht! Es gibt Geschichten, die, wenn man sie hört und sich auch nur aufs Hören konzentrieren muss, noch verständlicher werden. Ich finde, dies ist so eine Geschichte. Als Hörbuch außerordentlich gelungen!

                    

Fazit                                         

Ein durch und durch interessantes und rundes Buch, das den eigenen Horizont erweitern kann. Ein echtes Highlight, das hoffentlich noch oft gelesen wird. Eine Geschichte, nicht nur für Asien-Interessierte und History-Liebhaber*innen!

Kommentare: 3
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Cover des Buches Gott der Barbaren (ISBN: 9783518428252)D

Rezension zu "Gott der Barbaren" von Stephan Thome

Barbarische Zustände
dunkelbuchvor 3 Monaten

China, Mitte des 19. Jahrhunderts. Eine christliche Aufstandsbewegung überzieht das Kaiserreich mit Terror und Zerstörung. Ein junger deutscher Missionar, der bei der Modernisierung des riesigen Reiches helfen will, reist voller Idealismus nach Nanking, um sich ein Bild von der Rebellion zu machen. Dabei gerät er zwischen die Fronten eines Krieges, in dem er am Ende alles zu verlieren droht, was ihm wichtig ist. An den Brennpunkten des Konflikts – in Hongkong, Shanghai, Peking – begegnen wir einem Ensemble so zerrissener wie faszinierender Persönlichkeiten: darunter der britische Sonderbotschafter, der seine inneren Abgründe erst erkennt, als er ihnen nicht mehr entgehen kann, und ein zum Kriegsherrn berufener chinesischer Gelehrter, der so mächtig wird, dass selbst der Kaiser ihn fürchten muss.

Angeführt von einem christlichen Konvertiten, der sich für Gottes zweiten Sohn hält, errichten Rebellen in China einen Gottesstaat, der in verstörender Weise auf die Terrorbewegungen unserer Zeit vorausdeutet. Ein großer und weitblickender Roman über religiösen Fanatismus, über unsere Verführbarkeit und den Verlust an Orientierung in einer sich radikal verändernden Welt.

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Cover des Buches Pflaumenregen (ISBN: 9783518430118)B

Rezension zu "Pflaumenregen" von Stephan Thome

Taiwan, so fern und doch ganz nah…
Buecherfreundinimnordenvor 5 Monaten

„Pflaumenregen“ ist eine Familiengeschichte und doch so viel mehr, denn alle Figuren und ihre Geschichte stehen dem Leser so lebendig vor Augen, als würden sie wirklich existieren. Durch drei Generationen habe ich begeistert das Schicksal dieser Charaktere verfolgt, die sich auf der Insel Taiwan mit japanischer, amerikanischer und chinesischer „Besetzung“ abfinden müssen bzw. auf ihre Weise dagegen rebellieren. Dieser fremde Kulturkreis wird von Stephan Thome so aufbereitet, das ich das Gefühl hatte, ihn selbst erfahren und erlebt zu haben. Mein zweites, großes Buch in diesem Jahr. Und? Warum wurde dieser Titel nicht für den deutschen Buchpreis vorgeschlagen? Keine Ahnung. Verdient hätte der Autor es…

Kommentare: 10
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Gespräche aus der Community

Deutscher Buchpreis

Wir freuen uns sehr, den Deutschen Buchpreis 2018 bei LovelyBooks begleiten zu dürfen!  Nachdem wir die Leseproben der zwanzig Longlist-Titel diskutiert haben, stellen wir euch nun die sechs Titel der Shortlist vor. 

Heute habt ihr die Gelegenheit Stephan Thome Fragen zu stellen und mit etwas Glück eins von zwei Exemplaren von "Gott der Barbaren" zu gewinnen!

Stellt eure Fragen an den Autor heute am 24.09.2018 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und landet damit automatisch im Lostopf für unsere Verlosung.

Unter allen Usern, die an mindestens 3 Aktionen zu den Shortlist-Autoren teilnehmen, verlosen wir außerdem ein signiertes Exemplar des Deutschen Buchpreis-Gewinners! 

Da sich Stephan Thome derzeit auf Lesereise befindet, werden wir ihm einige ausgewählte Fragen von euch zukommen lassen und seine Antworten nachreichen. 

Mehr zum Buch
China, Mitte des 19. Jahrhunderts. Eine christliche Aufstandsbewegung überzieht das Kaiserreich mit Terror und Zerstörung. Ein junger deutscher Missionar, der bei der Modernisierung des riesigen Reiches helfen will, reist voller Idealismus nach Nanking, um sich ein Bild von der Rebellion zu machen. Dabei gerät er zwischen die Fronten eines Krieges, in dem er am Ende alles zu verlieren droht, was ihm wichtig ist. An den Brennpunkten des Konflikts – in Hongkong, Shanghai, Peking – begegnen wir einem Ensemble so zerrissener wie faszinierender Persönlichkeiten: darunter der britische Sonderbotschafter, der seine inneren Abgründe erst erkennt, als er ihnen nicht mehr entgehen kann, und ein zum Kriegsherrn berufener chinesischer Gelehrter, der so mächtig wird, dass selbst der Kaiser ihn fürchten muss.In seinem packenden neuen Buch erzählt Stephan Thome eine Vorgeschichte unserer krisengeschüttelten Gegenwart. Angeführt von einem christlichen Konvertiten, der sich für Gottes zweiten Sohn hält, errichten Rebellen in China einen Gottesstaat, der in verstörender Weise auf die Terrorbewegungen unserer Zeit vorausdeutet. Ein großer und weitblickender Roman über religiösen Fanatismus, über unsere Verführbarkeit und den Verlust an Orientierung in einer sich radikal verändernden Welt.


54 BeiträgeVerlosung beendet
Letzter Beitrag von  Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren
Vielen Dank nochmal, das Buch ist heute angekommen:)

Zusätzliche Informationen

Stephan Thome wurde am 23. Juli 1972 in Biedenkopf (Deutschland) geboren.

Community-Statistik

in 324 Bibliotheken

von 86 Lesern aktuell gelesen

von 5 Lesern gefolgt

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