Sabine Weigand

 4,3 Sterne bei 781 Bewertungen
Autorin von Die Markgräfin, Die Seelen im Feuer und weiteren Büchern.
Autorenbild von Sabine Weigand (© Benny Lang)

Lebenslauf von Sabine Weigand

Ihr historisches Wissen verarbeitet sie in Literatur: Sabine Weigand wurde 1961 in Nürnberg geboren und ist erfolgreiche Autorin historischer Romane. 

Sie studierte Geschichte, Anglistik und Amerikanistik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und promovierte in Bayerischer Landesgeschichte an der Universität Bayreuth. Danach war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Stadtmuseum Schwabach tätig. 

Sie hat mehrere sehr erfolgreiche historische Romane veröffentlicht, darunter ihr Debüt "Die Markgräfin" von 2004, "Das Perlenmedaillon" und "Das Buch der Königin". Die Verfilmung ihres Buches „Die Seelen im Feuer“ vom ZDF und ORF wurde 2015 ausgestrahlt. 

Für ihr Werk erhielt Weigand mehrere Preise, u.a. 2013 der Wolfram-von-Eschenbach-Förderpreis. 

Sabine Weigand lebt gemeinsam mit ihrem Sohn seit 1989 in Schwabach, wo sie 2008 zur Stadträtin gewählt wurde. Zudem leitet sie den dortigen Geschichts- und Heimatverein.

Alle Bücher von Sabine Weigand

Cover des Buches Die Markgräfin (ISBN: 9783596511044)

Die Markgräfin

 (175)
Erschienen am 01.12.2009
Cover des Buches Die Seelen im Feuer (ISBN: 9783596171644)

Die Seelen im Feuer

 (154)
Erschienen am 01.04.2010
Cover des Buches Das Perlenmedaillon (ISBN: 9783104000817)

Das Perlenmedaillon

 (103)
Erschienen am 05.10.2009
Cover des Buches Die englische Fürstin (ISBN: 9783596703050)

Die englische Fürstin

 (58)
Erschienen am 16.12.2020
Cover des Buches Die Königsdame (ISBN: 9783104000800)

Die Königsdame

 (63)
Erschienen am 05.10.2009
Cover des Buches Ich, Eleonore, Königin zweier Reiche (ISBN: 9783596031849)

Ich, Eleonore, Königin zweier Reiche

 (41)
Erschienen am 26.01.2017
Cover des Buches Die silberne Burg (ISBN: 9783596183395)

Die silberne Burg

 (39)
Erschienen am 23.02.2012
Cover des Buches Das Buch der Königin (ISBN: 9783596197019)

Das Buch der Königin

 (42)
Erschienen am 20.08.2015

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Sabine Weigand

Cover des Buches Die Tore des Himmels (ISBN: 9783596183449)Vera-Seidls avatar

Rezension zu "Die Tore des Himmels" von Sabine Weigand

Von der Täuschung der Sinne
Vera-Seidlvor 6 Monaten

Verführt von der, auf der Erde kriechenden Schlange essen Adam und Eva von der Frucht des Baumes der Erkenntnis. Das Einverleiben der aus der Erde hervorgegangenen Frucht bindet den Körper der Menschen durch ihren erwachten Verstand so sehr an die Erde, dass ein Leben im Paradies nicht mehr möglich ist. Fortan mühen sie sich, um wieder zu Gott zurückzufinden, verfallen aber dabei immer wieder auf denselben Fehler, dies über die Sinne und mit Gewalt tun zu wollen.

Zurzeit Jesu lagen die Römer zu Tische und erbrachen sich, um die Fressgelage weiter ausdehnen zu können. Um dies zu ermöglichen, eroberten sie den gesamten Mittelmeerraum.

Dem setzte Jesus entgegen: "Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten."
Johannes 6,35

Im Hochmittelalter litt die Bevölkerung unter den Konflikten zwischen der weltlichen und geistlichen Macht, die einen Höhepunkt in den Kreuzzügen fanden.

Durch den fiktiven Erzähler Primus kann man im Roman "Die Tore des Himmels" das Leiden und den Hunger gut nachvollziehen.

Eindrücklich beschreibt Sabine Weigand in ihrem Buch entweder durch den allwissenden Erzähler oder durch die fiktive Dienerin Gisa, wie die junge, ungarische Prinzessin mehr als Mitgift als als Braut nach Thüringen verschleppt wird und sich dort einsam zu einer umstrittenen Gestalt entwickelt, die alle Standesdünkel ablegt, um dem Beispiel Christi bzw. Franz von Assisi in die Armut zu folgen.

Die Autorin interpretiert das Verhalten Elisabeths eher psychologisch, lässt sie zu einer religiösen Fanatikerin werden, die dem Ziel, heilig gesprochen zu werden, alles unterordnet.
Im Anhang begründet sie ihren frühen Tod mit einer religiösen Anorexie, einer gängigen Diagnose auch für andere Heilige, sagt sie.

In unserer Zeit dominieren überfüllte Chips- und Süßigkeitenregale die Supermärkte auf Kosten der leidenden Bevölkerung in der Dritten Welt.

Pro-Ana ist eine (Gegen)Bewegung der Gegenwart, die die Anorexie zur Religion erhebt.

Martin Luther wies auf Christus, unserem wahren Lehrer. Die Heiligen, einschließlich Elisabeth, in deren Burg er als Junker Jörg zeitweise lebte, stieß er vom Thron.

Wird es nicht Zeit, dass wir ihnen wieder folgen, den und dem Heiligen, weil es heil macht und uns wieder mit Gott verbindet? Wird es nicht Zeit, dass wir es für möglich halten, dass ein Korb voller Brot für die Armen, sich in einen mit Rosen gefüllten verwandelt, um sich so vor der Schwiegermutter zu schützen?

Meinen Dank und meine Hochachtung an Sabine Weigand!

Vera Seidl

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Cover des Buches Die Tore des Himmels (ISBN: 9783596183449)Viv29s avatar

Rezension zu "Die Tore des Himmels" von Sabine Weigand

Lebendig, mitreißend, vielfältig
Viv29vor einem Jahr

Von diesem Roman über Elisabeth vom Thüringen war ich sehr angetan. Der Schreibstil ist herrlich farbig und lebhaft, ich war sofort in der Handlung drin und dies setzt sich durch das Buch auch fort. Der Autorin gelingt es ausgezeichnet, die Welt des frühen 13. Jahrhunderts auferstehen zu lassen, man sieht Burgen, armselige Unterkünfte, Landschaften und auch die Menschen direkt vor sich.

Die Geschichte Elisabeths wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, insbesondere durch die – fiktive – Gisa, Zofe und Kindheitsfreundin Elisabeths. Das ist eine gelungene Perspektive, wir erleben die zeitgenössische Sicht, ganz nah an Elisabeth dran, aber eben doch von einer anderen Person, die Elisabeth mit Liebe und trotzdem auch manchmal mit rationaler Distanz betrachtet. So erhalten wir ein umfassendes und lebhaftes Bild dieser faszinierenden und verstörenden Person.

Einige Passagen sind aus Sicht des auktorialen Erzählers berichtet, auch diese sind schön lesbar. Dann gibt es zwischendurch noch einige Dokumente (Briefe, Tagebücher, etc), die teilweise tatsächliche historische Schriften sind, teilweise fiktiv. Diese haben mir weniger zugesagt, denn sie sind in dem damals üblichen Deutsch verfasst, was natürlich zum Thema passt und Authentizität hineinbringt, aber leider nicht leicht zu lesen war. Gerade die recht ausführlichen fiktiven Kreuzfahrtstagebucheinträge eines Ritters werden aufgrund des Schreibstils doch recht zäh und tragen zudem nicht wirklich etwas zur eigentlichen Geschichte bei. Das war mein anderer Kritikpunkt, mir wurden hier zu viele Themen hineingepackt. Die Autorin erklärt im Nachwort, sie habe ein umfassendes Bild der Zeit Elisabeths schildern wollen, was an sich eine gute Idee ist. Mir war es aber einfach zu viel für ein Buch, dessen Fokus nun eben die Geschichte Elisabeths ist. Die Kreuzzüge werden in großer Ausführlichkeit geschildert. Außerdem gibt es eine weitere Erzählperspektive: jene von Primus, einem armen Bauernjungen. Dies soll den Kontrast zum Leben des Adels schildern, die Armut jener, die Elisabeths Hilfe suchten. Auch dies ist an sich eine gute Idee, nahm aber zu viel Raum ein. Insbesondere auch deshalb, weil Primus’ anfängliche Kapitel sich inhaltlich sehr ähneln und es viele thematische Wiederholungen gibt. Auch Primus’ Aufstieg war für mich nicht ganz glaubhaft. Überhaupt nimmt die Autorin sich einige historische Freiheiten (auf die sie im Nachwort hinweist). Die Lebensgeschichte Elisabeths ist interessant und ungewöhnlich genug, nun wird aber noch eine Art Räuberpistole draufgepackt – ihr Mann wird hier ermordet, es gibt Komplotte, ketzerische Treffen, dunkle Affären, die obligatorische Liebesgeschichte und einiges mehr, was an sich nicht schlecht ist, aber für diese Geschichte nicht notwendig ist und sie eher überfrachtet. Ich hätte auf all diese Passagen recht gerne verzichtet. Schön erzählt sind sie aber allemal.

Die Autorin hat sich intensiv mit Elisabeth beschäftigt und liefert uns so ein fundiertes, tiefgehendes Psychogramm dieser Frau. Es liest sich teilweise geradezu verstörend, wie Elisabeth handelt und denkt, und wie sie immer tiefer in ihren „Wahn“ (so wirkt es manchmal) hineingleitet. Wir sind bei dieser Reise hautnah dabei. Es gibt in diesen über 500 Seiten keine Längen, ich war stets gebannt und die Charaktere berührten mich. Sie sind herrlich lebendig geschildert. Auch die historischen Informationen und Details zeugen von fundierter Recherche und sind zudem ausgezeichnet in die Handlung eingebunden.

Ich habe dieses Buch sehr genossen und viel daraus gelernt. Ein wenig mehr Fokussierung auf Elisabeths Geschichte hätte mir mehr zugesagt, aber das ist letztlich Geschmackssache. Wer eine gekonnt geschilderte Reise in das 13. Jahrhundert machen und durch unterhaltsame Lektüre auch noch einiges lernen möchte, dem kann ich dieses Buch wärmstens ans Herz legen.

Kommentare: 1
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Cover des Buches Die Seelen im Feuer (ISBN: 9783596171644)R

Rezension zu "Die Seelen im Feuer" von Sabine Weigand

Hexenverbrennung
Rosi25vor 2 Jahren

Wir befinden uns hier im 17Jh. in Bamberg. Es werden unschuldig Hexen verfolgt, gefoltert und verbrannt. Die Angst geht in der Stadt um. Johanna wurde auch festgenommen und bangt um ihr Leben.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und anschaulich. Die Geschichte beruht auf wahren Tatsachen und ist sehr gut recherchiert,  so werden immer wieder Augenzeugenberichte von damals abgedruckt. Diese waren auf Grund der Sprache von damals, nicht ganz so einfach zu lesen und mein Lesefluss wurde so ein bisschen ausgebremst. Ansonsten war es eine sehr erschreckende Geschichte, da man weiss, dass es diese Hexenverbrennungen wirklich gab.

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Gespräche aus der Community

Es ist der größte Traum jedes Mädchens: Einmal eine Prinzessin zu sein. Umgeben von Luxus, jeder erdenkliche Wunsch erfüllt sich wie von Zauberhand und das Leben scheint nur ein Spiel zu sein. Das alles erlebt die junge Engländerin Daisy, als sie von einem Tag zum anderen zur deutschen Fürstin wird. Aber sie entdeckt eine andere Seite dieser glanzvollen Welt, mit der sie nicht gerechnet hatte… Wir suchen 25 Testleser für "Die englische Fürstin"!

Debütantin, Fürstin, Kämpferin – der dramatische Roman über den Weg einer starken Frau am Anfang des 20. Jahrhunderts

Ich freue mich auf eine spannende Leserunde mit euch zu Sabine Weigands neuem historischen Roman "Die englische Fürstin".

Zusammen mit FISCHER Krüger verlosen wir 25 Exemplare vdes Buches unter allen, die gern mal wieder einen richtig guten historischen Roman lesen wollen. Möchtet ihr euch mit anderen Lesern im Rahmen einer Leserunde austauschen und anschließend eine Rezension schreiben?

Dann bewerbt* euch bis zum 15.08., indem ihr auf folgende Frage antwortet:


Leben in Prunk und Pracht.
Glaubt ihr, es ist möglich, den Prinzessinnentraum zu leben, ohne Opfer zu bringen? Kann man sich selbst treu bleiben, ohne an Authentizität zu verlieren?


Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!


Und hier geht es zur Leseprobe!

 

*Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.  

1068 BeiträgeVerlosung beendet
schlumpitschi_liebt_buechers avatar
Letzter Beitrag von  schlumpitschi_liebt_buechervor 3 Jahren

Ich finde das Ende zwar sehr schön, aber das Wiedersehen mit Freddie fand ich persönlich nicht zwingend notwendig.

Für welches alter ist dieser Roman? meine freundin hat bald geburtstag und hat sich ein echt guts buch gewünscht, sie wird 16.
2 Beiträge
Betty Geröllheimers avatar
Letzter Beitrag von  Betty Geröllheimervor 12 Jahren
Hallo Elfensand! Ich habe das Buch gelesen und fand es wundervoll. Allerdings sollte deine Freundin, wie bereits von Lesemaus85 geschrieben, sie auch Historische Romane mögen. Ansonsten helfe ich dir gerne weiter ein passendes Buch zu finden.
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Sabine Weigand wurde am 11. Juni 1961 in Nürnberg (Deutschland) geboren.

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